Berlin – Gdansk by bike

777 km – 7 Tage Es handelt sich um eine Testfahrt von zwei Ü50-Radlern für eine längere Tour in 2013. Zu testen waren Material, Ausrüstung, eigene Leistungsfähigkeit und das Bewegen in einem Land, dessen Sprache wir nicht beherrschen.

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Station erstellen
Claus Small

Vorbereitung

Wir fahren mit dem Zug nach Berlin, übernachten in der Jugendherberge Berlin International (www.jh-berlin-international.de) Kluckstr. 3 im Doppelzimmer (Ü/F/ Bettw.) für 27 € p.P. Die Strecken-Planung ist am Europaradweg R1 orientiert (www.europa-radweg-r1.de).

Claus Small

am Ziel

Eindrücke:
Polen ein Land im Aufbruch – auf dem Dorf und in der Stadt
die meisten Leute, denen wir entgegenkommen, halten uns wohl für verrückt
jede Minute Konzentration
die Polen sind freundlich, wenn man sie fragt, aber sonst zurückhaltend, abwartend
es bleibt bei den Strecken wenig Zeit für’s Land, selbst Fotopausen sind knapp
beeindruckende Landschaft

enorm, was man so schaffen kann …

Gdynia
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    Björn Dorra hat am kommentiert:

    Warum hielten Sie euch für verrückt? Weil Ihr mit dem Rad die Tour gemacht habt? Ich hab gehört, daß die Italiener und Franzosen, dann eher das Gegenteil sind und begeistert von Radwanderern sind...

Claus Small

Fahrt nach Gdynia 87km - ca. 430 HM hoch und 450 HM bergab– reine Fahrtzeit 5:40 Std.

Frühstück in der Tankstelle: Start um 7.55 Uhr. Ziel: Check in (der inzwischen von zuhause in Hamburg gebuchten Fähre) um 15.30 Uhr. Erste Strecke12 km auf der Hauptstraße. Entgegenkommende LKWs sind schon sehr nervig. Seitenwind, zunächst trocken. 30 km nach 2 Stunden. Gute Wegbeschreibung (polnisch) in Tczew/Dierschau. Wir halten uns rechts der Hauptstraße bis kurz vor Danzig. Dann auf einer mehrspurigen Straße durch Gdansk, Sopot und Gdynia mit mehrfachem Wechsel der Straßenseite und teilweise völligem Radfahrverbot. Regenschauer. Sehr schwierige Fahrt, zumal wir so nah am Hafen nicht mit diesen Höhenmetern gerechnet haben. Ernsthafte Auskunft unterwegs: „Ihr wollt nach Gdyna? Das sind noch 20 km, fahrt lieber zum Bahnhof und nehmt den Zug“. Fähre pünktlich nach 5 Std. 40 Minuten Fahrtzeit erreicht.

Malbork
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    Isabelle hat am kommentiert:

    einige franzosen würden wir euch auch für verrückt halten...

Claus Small

Fahrt nach Malbork 165km - ca. 120 HM hoch und 180 HM bergab– reine Fahrtzeit 10 Std.

6.15 Uhr: überraschend super Frühstück, gedeckt für zwei im Speisesaal der Anlage. Heute Versuch des Maximums. Sehr unterschiedliche Straßenbeläge. Viele betrunkene alte Männer tagsüber. Ca. 14 Km vor Grudziadz und direkt im Ort starke längere Steigung, sonst eher flache Etappe. Unzählige Hunde kläffen uns nach, bzw. springen neben den Rädern her. Da wir uns von viel befahrenen Straßen möglichst fernhalten und viel am Deich der Wisla/Weichsel fahren, ist die Strecke deutlich länger als vorher gegoogelt. Die letzte sechs Kilometer Fahrt nach Sonnenuntergang. Wir finden unser Hostel sofort (Stefana Żeromskiego 45), sehr service-orientiert (Doppelzimmer 56 PLN ohne Frühstück, ohne Bettwäsche, aber mit WLAN). Essen im Hotel-Restaurant Grota (www.grothotel.pl). Sehr lecker: Filets auf Tagliatelle + Dessert + 3 große Budweiser für 80 PLN.

Koronowo
Claus Small

Fahrt nach Koronowo/Nowo Jasiniec 130km - ca. 620 HM hoch und 610 HM bergab – reine Fahrtzeit 7:40 Std.

Wieder viele z.T. steile Steigungen unterwegs. Bunter Mix an Straßenbelägen, viele Dörfer, unter anderem kommen wir durch Bagdad. Weiter Blick übers Land. Wir erreichen Koronowo, was uns als Tagesziel aber zu wenig ist. In der Tourist-Info versucht Agnes, für uns eine Unterkunft ca. 10 bis 20 km weiter zu finden. Ihre Google-Suche wird erschwert durch die Tatsache, dass Ortsnamen in Polen häufig mehrfach vergeben sind. Sie findet nach ca. 1 Std. eine Ferienanlage am See in ca. 10 km Entfernung (www.kregiel.pl ). Die telefonische Nachfrage ergibt, dass die Rezeption noch besetzt ist. Nach 7 Std. 40 Minuten Fahrtzeit bekommen wir eine Hütte am See für 120 PLN, muffig - gut eigene Schafsäcke zu haben. Keine Restauration, aber wir bekommen noch 4 Liter Bier für 10€. Heiße Brühe und kaltes Abendbrot vor der Hütte.

Pila
Claus Small

Fahrt nach Pila 97 km - ca. 470 HM hoch und 440 HM bergab – reine Fahrtzeit 5:50 Std.

Start ca. 7.15 bei Nebel. Unwirkliche Eindrücke beim Sonnenaufgang hinter dem Nebel. Überraschende Baustelle vor Wielen – Räder getragen und durch tiefen Sand geschoben. Steigungen heute leicht zu meistern. Viel Wald. Eine (rote) Ampel auf 97 km.5 Std. 50 Min. reine Fahrtzeit. Nachdem wir unser Hostel nicht finden (die Hausnummer 4 ist, wie sich später herausstellt, doppelt vergeben) übernachten wir hochpreisig im 3 Sterne Hotel Gromada in der City von Pila (Doppelzimmer/Frühstück/WLAN 275 PLN). Auch hier wieder wenig Restaurants. Gute Einkaufsmöglichkeiten, vor allem Damenschuhe und -bekleidung.

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    Claus hat am kommentiert:

    Nachdem die ersten 4 Tage planmäßig und relativ locker gelaufen sind, entscheiden wir uns, zu versuchen, die Fähre Gdynia – Rostock in drei Tagen (Check in 15.30 Uhr) zu erreichen. Wir rechnen mit einer Strecke von ca. 350 km…

Claus Small

Fahrt nach Drezdenko 97 km - ca. 820 HM hoch und 850 HM bergab– reine Fahrtzeit 6:00 Std.

Start 7.00 Uhr. Gefühlt viele Steigungen zu Beginn, höchster Punkt dann bei 106 m. Überwiegend Straßenfahrt mit viel Verkehr, auch LKWs. Auf den Parkplätzen Gewerbetreibende , dann einsame Dörfer. Mittagspause in Miedzyrzecz. Weiterfahrt 30 km durch den Wald auf und ab mit schlechter Straße nach Drezdenko. Dort finden wir das 3 Sterne Hotel ELJAN (www.hoteleljan.com.pl) (mit WLAN). 230 PLN mit ordentlichem Frühstück. Viele Supermärkte, kaum Restaurants. Wir essen in einer kleinen (hauptsächlich Abhol-)“Pizzeria 10,5“ . Die Pizzen ( 38 verschiedene Sorten sind im Angebot) sind superlecker und supergroß und nur nach so einer Tagestour zu schaffen.

Lubniewice
Claus Small

Fahrt nach Lubniewice 83 km - ca. 570 HM hoch und 530 HM bergab– reine Fahrtzeit 6:30 Std.

Wunderschöne Strecke am Oderbruch Sonntag früh. Der Fuchs kreuzt (diesmal lebend) unseren Weg. In Polen sind die Straßen und Radwege nicht schlechter als in D, aber lange Strecken auf der Straße. Hügelige Strecke, aber auch 48 km/h bei der Abfahrt – erster echter Materialtest. Mittagspause in Lubin. Unser Ziel, die Ferienanlage Zielony Cypel (www.zielonycypel.pl ) am See, erreichen wir mit kleinem Umweg. Neuer Bungalow für 220 PLN (1 € entspricht ca. 4 PLN) ohne Frühstück. Telefonische Preisverhandlung mit unbekannter englisch sprechender Polin. IKEA-Luxus pur - mit Kamin. Wir sind die letzten/einzigen Gäste im Restaurant „Xenia“ (leckere Schnitzel mit frischen Pfifferlingen).

Zechin
Claus Small

Start

Fahrt nach Zechin
120 km – ca. 500 Höhenmeter hoch und 500 HM bergab – reine Fahrtzeit 7:24 Std.Offizieller Start am Brandenburger Tor um 8.00 Uhr.
Wir suchen und finden den ersten R1-Hinweis, und fahren dann am Samstagmorgen durch das erwachende Berlin. Nach dem Fernsehturm ist das nächste Ziel Köpenick und wir machen den Fehler, den R1-Schildern folgen zu wollen. Die direkte Fahrt nach Köpenick wäre kräfteschonender gewesen! Ab Köpenick ist die Beschilderung kein Problem. Radwege sind gut, bis auf Bodenschwellen durch Wurzeln in Kiefernwäldern. Der Müggelsee verdient eigentlich einen längeren Aufenthalt. Die für den ersten Tag anspruchsvolle Strecke lässt uns auch in Garzau und Neuhardenberg nicht verweilen.

Mit Zechin verlassen wir den R1 und finden den angepeilten sehr ordentlichen Campingplatz (www.oderbruchcamp-zechin.de) sofort. Wir sind am 22.9. fast die einzigen Gäste, schlafen im Klapp-Fix (aufklappbares Anhängerzelt): Kosten incl. Duschmarken 15€. Einzige Attraktion ist das Oderbruchstübchen (je 3 große Wernersgrüner, 2 Bockwürste mit Salat und eine Frikadelle zum Mitnehmen für 13,20 €).

Berlin