Den Süden Neuseelands erkunden in nur zwei Wochen

14 Tage mit einer Freundin unterwegs. Im Auto schlafen, draußen in der Natur, keinen Plan außer das Datum für den Weiterflug. Eine großartige Reise, und auch wenn zwei Wochen viel zu kurz waren, trotzdem jede Sekunde wert.

Christchurch
Canterbury, New Zealand

Das Abenteuer beginnt. Zwei Wochen mit dem umgebauten Kombi meiner Freundin über die Südinsel von Neuseeland. Caro und Caro machen Neuseeland unsicher.

In Christchurch merkt man jedoch im Frühjahr 2012 noch die Nachwehen des schweren Erdbebens vom Jahr zuvor: die Innenstadt - wie ausgestorben. Und das Jailhouse Hostel zwar sauber und ganz abenteuerlich, so eine Unterkunft in einem alten Gefängnis, aber nach einer Nacht war's dann auch genug.

Akaroa
Canterbury, New Zealand

Der Road Trip geht los. Die Neuseeländer stellen gleich am ersten Tag nach der Anreise ihre legendäre Freundlichkeit unter Beweis. Als das Auto auf dem Weg nach Akaroa stecken bleibt, ziehen uns ein paar Farmer mit ihrem Truck aus dem Graben. Caro meint: In Neuseeland sei es, als würden die Leute immer hinter der nächsten Ecke lauern, um im richtigen Moment hervorspringen und helfen zu können.

Akaroa - ein verschlafener Ort, viel zu sehen gibt es nicht, doch ein guter Start, um ein Gefühl für das Land zu bekommen. Außerdem: Der Weg ist das Ziel.

Lake Aviemore
Canterbury, New Zealand

Unser Road Trip führt uns durch "Guck mal, da wandern sie, die Gefährten"-Landschaften vorbei an See über See auf einen DOC-Campingplatz irgendwo im Waitaki Valley, wo wir fast die einzigen Gäste sind. Absolute Einsamkeit. In der Natur schlafen. Großartig.

Cromwell
Otago, New Zealand

Wir erwägen einen Abstecher zu einem der zahlreichen Drehorte der "Herr der Ringe"-Filme, genießen aber lieber weiter die Fahrt. In Neuseeland sollte, so klischeehaft das auch klingt, der Weg das Ziel sein. Der Weg vom Waitaki Valley in Richtung Queenstown - fantastisch!

Old Cromwell selbst ist ein Dorf, dessen früheren Zustand man versucht hat wieder herzustellen. Hier herrscht stellenweise der Charme von vor 100 oder mehr Jahren, während das eigentliche Dorf in einem Stausee versenkt wurde.

Lake Wakatipu
Otago, New Zealand

Von Old Cromwell geht es weiter Richtung Queenstown. In der Ski- und Wassersport-Metropole wollen wir ein bisschen Abenteuer mitnehmen. Unser einziges, dafür aber erwähnenswertes Abenteuer bleibt das Bad im eiskalte Lake Wakatipu außerhalb der Stadt. Das Twelve Mile Delta, ein überschaubarer DOC-Campingplatz, war unser Domizil, und der Ausblick einfach traumhaft.

Queenstown
Otago, New Zealand

Das Wetter war trüb, doch es war zu erahnen, wie schön Queenstown zur richtigen Jahreszeit (also Hochsommer oder im Winter, wenn die Berge mit Schnee bedeckt sind) sein muss. Hat was von einem französischen Skiort. 

Te Anau
Southland, New Zealand

Das Tor zu den Fjorden von Neuseeland. Nach einem Vormittag in Queenstown und dem langen Weg machen wir hier Pause, bevor es am nächsten Tag zum Milford Sound gehen soll. Später erzählt man uns, der Doubtful Sound sei noch beeindruckender, wir freuen uns trotzdem.

Milford Sound
Southland, New Zealand

Spätestens hier wird uns klar, dass wir mit sehr viel Sonne während der gemeinsamen zwei Wochen nicht mehr rechnen dürfen. Doch anders als die Bilder auf den Postkarten aus der Gegen vermuten lassen, regnet es hier fast 90 Prozent der Zeit, wie wir später erfuhren. Und obendrein ist es bei dieser erstaunlichen Landschaft fast egal, wie das Wetter ist, zumal in Neuseeland nach dem Regen sehr schnell wieder Sonne folgen kann. Die Bilder zeigen entsprechend einmal den Hinweg zum Sound und den Rückweg, hin im Regen, zurück in herrlichem Sonnenschein. Und auf den sonnigen Bildern liegen keine Effekte oder dergleichen!

Arrowtown
Otago, New Zealand

Den Weg vom Milford Sound an die Westküste der Südinsel schaffen wir an einem Tag. Auf dem Weg liegt unter anderem das hübsche kleine Örtchen Arrowtown. Und auf dem Weg jede Menge toller Ausblicke und zwischenzeitlich sogar richtig tolles Wetter. Erwähnte ich schon, dass der Weg wirklich mehr als das Ziel ist in diesem wundervollen Land?

Lake Paringa
West Coast, New Zealand

Nur ein Zwischenstopp auf dieser wundervollen Reise. Die Sandflies scheuchten uns mit dem Sonnenaufgang schnell wieder weg von dem direkt am Wasser gelegenen DOC-Campingplatz und hin zur Lachsfarm im nahe gelegenen Paringa, die einen Kaffeebesuch wert ist.

Und der weitere Weg offenbarte dann auch den ersten Blick auf einen mit Schnee bedeckten Berg - soweit ich mich erinnere, war es der Mount Cook, der hier hervorragt.

Fox Glacier
West Coast, New Zealand

Wie majestätisch er doch ist, dieser Gletscher, dem niemand gesagt zu haben scheint, dass um ihn herum sommerliche Plusgrade herrschen. Den benachbarten Franz Josef Gletscher schauten wir uns nur aus der Ferne kurz an, Fox ist da schon wesentlich beeindruckender. In langsamem Tempo eine gemütliche Stunde durch die Landschaft rund um Gletscher wandern (auf markierten Pfaden natürlich) und Quellwasser direkt vom Berg trinken. Ein Trip um die Mittagszeit empfiehlt sich, damit nicht so viel los ist.

Hokitika
West Coast, New Zealand

Hokitika ist einer der Orte, die uns am meisten im Gedächtnis geblieben sind. Wegen des guten WLANs im Mountainjade Backpackers, seines wunderschönen dunklen Strandes, unserer Stimmung und den Jade-Anhängern, die wir hier kauften. Der Maori-Legende folgend warteten wir, bis auf unserer Reise der Stein zu uns spricht - ja, wir haben noch alle Tassen im Schrank - und wurden in Hokitika fündig.

Punakaiki
West Coast, New Zealand

Die Pancake Rocks mögen ein touristisches Standardziel auf dieser Route die Westküste hinauf sein, aber sie sind es wert. (Auch die Pfannkuchen neben den Pfannkuchen-Felsen im Übrigen.)

Motueka
Tasman, New Zealand

Traumhafter hätte es nicht sein können im Abel Tasman Nationalpark, wo sogar pünktlich zu unserer mehrstündigen Kajaktour noch die Sonne herauskam und den überraschten Hobbypaddlern das Gesicht verbrannte. Auch wenn man nicht viel Zeit hat, gehört eine Tour durch den Nationalpark - ob auf dem Wasser oder gewandert - dazu. Hätten wir mehr Zeit gehabt, hätten wir eine mehrtägige Geschichte draus gemacht, denn es ist wirklich wundervoll hier und obwohl relativ touristisch angelegt, fühlte es sich so nicht an.

Kaikoura
Canterbury, New Zealand

Kaikoura, bekannt vor allem als Region für Touren zum Wale gucken. Wir machten es uns, schon leicht wehmütig wegen des nahenden Endes unserer Reise, für eine Nacht im Hostel gemütlich, genossen die Meeresluft und spazierten durch den Ort, bevor es zur letzten gemeinsamen Station ging.

Hanmer Springs
Canterbury, New Zealand

Die letzte gemeinsame Station, bevor ich nach Australien weiterreisen würde. Hanmer Springs wurde zu einem letzten Highlight: im Hanmer Backpackers, dessen Besitzer leider seither gewechselt hat, war es so herzlich und herrlich, dass wir gar nicht mehr weg wollten. Einige Walking Tracks führen zu sehr pittoresken Aussichtspunkten, und auch wenn es regnet oder schneit, sind die berühmten Hot Pools des Kurortes einen Besuch wert. So merkwürdig es auch klingt, aber Hanmer ist ein Ort zum Altwerden - und das meine ich nicht in dem Sinne, dass hier nur alte Leute wohnten. Im Gegenteil. Aber es herrscht Entspannung pur.

Und als ich am letzten Morgen den Shuttle-Bus ins etwas zwei Stunden entfernte Christchurch für meinen Weiterflug nahm, hatte es geschneit und über Nacht die Bergzüge auf unserem Weg in Weiß gehüllt. Neuseeland hat sich wirklich Mühe gegeben, mir den Abschied sehr, sehr schwer zu machen.

Was ein Land. Was für tolle Menschen. Was für eine Einstellung zum Leben. Ich komme wieder. Bald. Und oft. <3

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