Fado, Sherry und Minztee.

Eine Reise durch Marokko, Andalusien und Portugal. Mit Flugzeug, Zug, Fähre, Bus, Auto.

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Claudia Small

Burg, Tore & Schmaus

Heute ist das große Spiel gegen Portugal, daher planen wir lieber um 17 Uhr herum. Wir wandern auf die Burg San Jorge und gönnen uns den Eintritt. Nicht nur der Ausblick ist wirklich schön, sondern auch die Burg an sich lohnt sich sehr. Super erhalten lässt es sich gut zwischen den Zinnen herumwandern und noch das ein oder andere erfahren, was uns der Geschichtsunterricht vorenthalten hat. Nee, wirklich, so wars! 

Dann stärken wir uns noch einmal und gehen zum Fußball schauen in ein Lokal. Wir sind als Deutsche hier irgendwie dann doch in der Überzahl, aber beim Jubel halten wir uns vornhem zurück. Der arme Kellner sah immer trauriger aus.

Abendessen gehen wir im Canto da Vila. Ein ganz ganz gemütliches Restaurant mit fantastischem Essen.

Morgen ist diese Reise vorbei. Es geht nach Haus. Nach drei wundervollen Wochen!

  • Small
    Sarah hat am kommentiert:

    danke für eure tollen Fotos und Berichte.

Rike Missing

Cascais - Lissabon trifft sich am Strand

Entgegen aller Wettervorhersagen ist es heute nicht plötzlich 10° kühler. Wir überlegen also nicht lang und befolgen den Rat des netten Kellners von gestern Abend und machen uns auf den Weg nach Cascais, wo uns ein kleiner aber ruhiger Strand erwarten soll. Am Bahnhof Cais do Sodre wagen wir das schon zu bezweifeln. Wir stehen in einer riesigen Menschentraube ausgestattet mit Strandsachen an denTicketautomaten an. Nach 40 Minuten Zugfahrt kommen wir an und treffen den Rest der 580.000 Lissabonner am Strand. Aber das Wasser ist eine großartige Abkühlung und wir stellen fest, dass wir alles richtig gemacht haben. Auf dem Rückweg decken wir uns nochmal mit Kaltgetränken für einen Fußbalabend ein. Aber erstmal wird mit Blick auf die Stadt unter uns auf Balkonien Pizza dinniert. Für morgen ist wieder eine kühlerer Tag angekündigt. Vielleicht ja nur 34°? Wir werden sehen!

Cascais Municipality
Lisbon, Portugal
Claudia Small

Lissabon

Gestern reisten wir also mit dem Zug von der Algarve über Faro nach Lissabon. Für 3 Stunden Fährt durchs halbe Land werden gerade mal 20€ fällig. Angekommen bekommen wir Zuwachs durch Annalena und wir bezogen unsere kleine Wohnung. Ja, es ist ziemlich heiß hier. Es sind gut und gerne 37 Grad im Schatten und so fällt auch unser Spaziergang durch die Stadt kürzer aus als erhofft. Lissabon ist an einigen Stellen sehr zerfallen, punktet aber mit einer tollen Lage und seiner Ruhe. Hier scheint man sehr entspannt. Wir fahren mit der berühmten und wackeligen Tram Nr. 28 zurück zu unserer Unterkunft direkt am Miradoro Senora do Monte, dem wohl höchstem Punkt der Stadt mit entsprechender Aussicht. Aber nicht ohne von einigen Touristen ordentlich anpöbeln zu lassen, da wir uns falsch an der Schlange angestellt haben. Selbst als wir noch brav warten (man konnte das Schlangenende wirklich nicht gleich erkennen) scheint jeder uns noch eine kleine Belehrung mitgeben zu wollen. JEDER. Nunja.  Bei den Temperaturen ist leider nicht mehr viel drin, daher machen wir eine lange Siesta.

Abends, als es etwas abkühlt, machen wir uns nochmal hübsch und ziehen in Richtung Bairro Alto. Als Tipp gab uns unser Vermieter die Bar Park mit auf den Weg, eine Terrasse auf einem Parkhaus. Irgendwie nicht ausgeschildert, aber wer dort ankommt wird mit großartigem Ausblick und sehr guten Drinks belohnt. In der gesamten Umgebung findet man hunderte Bars. In eine fallen wir noch ein und bekommen vom Kellner noch ein paar Tipps, wie wir morgen an den Strand kommen. Taxi fahren ist in Übrigen äußerst preiswert.

Lisbon
Lisbon, Portugal
Claudia Small

Fuzeta Beach

Fuzeta ist eigentlich ein kleiner Fischerort, aber er scheint aufstreben, dennoch herrlich unverdorben. Mit einer Fähre (1,60€ Return) werden wir durch die Lagune des Nationalparks auf die vorgelagerte Insel gebracht. Dort erstreckt sich ein wunderbarer Strand. Und hier legen wir uns in die Sonne und stürzen ne ab und an in die sehr kalten Atlantikfluten. Die Brandung hilft schnell hineinzukommen, aber nicht unbedingt der Frisur. Abends essen wir in einem örtlichn Restaurant und schauen dann entspannt mit portugiesischem Wein das WM Eröffnungsspiel. Da heute in Portugal ein Festtag ist begleiten uns die Schlagerbeats bis tief in die Nacht....

Fuseta
Faro, Portugal
Rike Missing

Die nächste Verbindung nach Portugal, bitte

Nach einem schnellen spanischen Frühstück mit Osaft, Kaffee und Toast in der Pension machen wir uns auf den Weg. Ziel: Fuzeta. Zwischenstopp: Huelva, um den Mietwagen abzugeben. In Huelva versenken wir das Auto fälschlicher Weise in einer winzigen Tiefgarage. Keine Chance, rückwärts wieder die Einfahrt raufzukommen. Das erntet keinen Beifall vom Herrn, der die Schlüssel in Empfang nimmt. 

Wir rollen / schleifen unsere Köfferchen in der Mittagssonne durch die Stadt zum Busbahnhof. Wir wissen: man kommt irgendwie mit dem Bus nach Portugal, aber es soll nicht ganz unkompliziert sein.

Im Laufe einer Stunde und mittels verschiedenster Medien (der Info- und Ticketschalter gehört nicht dazu, denn die Dame macht pünktlich und vor unserer Nase Feierabend) erfahren wir nach und nach: 1.: heute fährt nur noch ein Bus um 1730 nach Portugal. Das ist uns zu spät. 2.: es fährt ein Bus nach Ayamonte, den letzten Ort vor der Grenze. 3.: er fährt um 1400 Uhr. 4.: es ist die Linie M316. 5.: er fährt am Steig 16. (5. Bewahrheitet sich nicht). Wir entscheiden uns also dafür, soweit wie möglich Richtung Grenze zu fahren u d dann mal weiter zuschauen. Wir müssen doch eigentlich nur über einen Fluss! Vielleicht gibt es einen Tretbootverleih mit one way-Miete? Claudia entdeckt bei Google maps eine eingezeichnete Fährstrecke. In Ayamonte angekommen, zerren wir die Koffer also Richtung Flussufer - und tatsächlich: für 1,75€ werden wir auf einer Minifähre, die angeblich auch Autos mitnimmt, nach Vila Real de Santo Antonia verfrachtet. Dauer der Überfahrt: 10 Minuten. Von hier aus fahren wir mit dem Zug nach Fuzeta, wo Isabell uns am Bahnhof (bzw. Bahnsteig, viel mehr ist es nicht) abholt. Auf der 5-minütigen Fahrt zur Wohnung zeigt sie uns die Hot Spots von Fuzeta, nämlich wo man seinen gegrillten Fisch und sein Bierchen trinkt. Und letzteres tun wir nach der langen Reise auch direkt an der Lagune (von der aus eine Fähre an den Strand fährt). 

Claudia Small

Jerez / Sherry

Leute, esst viel Salmorejo. Aber dazu später. In Sevilla mit besten Vorsätzen aus dem Haus gegangen, um in den Nationalpark zu fahren und dann nach Jerez. Daraus wird erstmal nichts, denn wir haben einen platten Reifen. Da uns das zwar überraschend unkomplizierte aber langwierige Notrad aufziehen und Auto tauschen zwei Stunden kostet, geht's ohne Natur direkt nach Jerez. Wir beziehen unsere Unterkunft Hostal Fenix. Sehr zu empfehlen, super Preis-Leistung.

Dann schauen wir uns in der Stadt um, die aber noch wie ausgestorben ist. Also ab zu Tio Pepe. Die Bodegas Gonzales Byass macht auch abends noch Führungen und die sind es wert. Eine sehr entspannte Tour mit anschließender Sherry Verkostung. Sehr sehr lecker. 

Wir gehen zurück in die nun volle Innenstadt, es fallen sogar 3-20 Tropfen Regen! In der Tapasbar Albores Essen wir hervorragende Tapas, insbesondere die Salmorejo ist toll. Eine kalte Tomatencremesuppe, nur besser. Auch der Rest ist lecker, obwohl die sagen wir intensiven Rotbarben selbst ein Nordlicht aus den Puschen hauen.

Wenn Ihr parkt, dann denkt bitte dran keine Minute zu überziehen. Für eine halbe Stunde winken uns nun 80€ Bußgeld, das wir gern anders investiert hätten und was dem Tag neben der Panne einen etwas faden Beigeschmack gibt.

Jerez
Andalusia, Spain
  • Small
    Sarah hat am kommentiert:

    wenn ich euren Blog lese bekomme ich immer Hunger :-)

Rike Missing

Sevilla

Nach unserem faulen Pooltag, (der mit Paëlla beendet wurde) geht's nach Sevilla. Leider haben wir nur eine Nacht eingeplant: Sevilla ist so schön! Wer wie ich auf schnörkelige alte Fassaden steht (und dabei habe ich keinerlei Architektur Kenntnisse) wird es genauso großartig finden. Zwischen sein gibt es viel Grün zum Ausruhen - wichtig, denn wir haben 30°. Unsere Bleibe ist im.Stadtteil Macarena, und wir haben es nur ein paar Minütchen zum Alameda de de Hercules, einem langgezogenen Platz umgeben von viiiielen gemütlichen Tapasbars. Wir machen es uns auf Rat unseres Vermieters Oscar im "Casa Paco" bequem und futtern uns einmal durch sie Karte. LECKER!

Seville
Andalusia, Spain
Claudia Small

Cádiz

Nach einem herrlich faulen Tag am Pool, fahren wir heute nach Cádiz, das etwas nördlich in einer Art türkisfarbenen Lagune liegt. Da wir beide nicht die großen Besichtiger von Kirchen und Museen sind, schlendern wir einfach durch die Stadt. Von imposant, wie die Kathedrale, bis zu morbide, wie uralte Eckkneipen, hat das Stadtbild eigentlich alles zu bieten. Am Strand vor dem Badehaus halten wir kurz an. Hier stieg schon Halle Berry im James Bond aus dem Wasser. Ihr erinnert Euch. Da wir kein Messer dabei haben, lassen wir es, die Szene nachzuspielen und trinken lieber gemütlich ein Kaltgetränk.

Etwas nördlich von Cádiz liegt El Puerto de la Santa Maria. Hier wurde uns so einiges versprochen, aber die Stadt ist wie leergefegt. Vielleicht waren wir einfach zu früh da, denn keine der Bodegas hatte geöffnet, in der man so toll Tapas mit Sherry herunterspülen können soll.

Und dann ist der Tag auch schon fast um. Gläschen örtlichen Weines und wir freuen uns auf einen weiteren Pooltag morgen, bevor wir weiterreisen. Erholung muss ja schließlich sein.

Cadiz
Andalusia, Spain
Rike Missing

Costa del Golf bis Conil

Nein, wir haben uns ausnahmsweise nicht verlaufen! Gestern Vormittag machen wir uns in aller Ruhe auf den Weg zurück ans Wasser. Sehnsucht! Wir nehmen also die Küstenautobahn und lernen, dass das Ganze nicht Costa del Sol (?) sondern Costa del Golf heißt. In Marbella wollen wir ganz mondän eine Kaffee trinken. Aber die Stadt sagt uns noch weniger zu, als gedacht. Es geht also weiter, nochmal über Tarifa mit Blick auf Afrika bis nach Conil de la Frontera. Dank unserer Sitznachbarn in der Bar (dem Dialekt nach zu urteilen aus dem Pott) wissen wir nach 15 minütiger Diskussion nun aucj, dass wir uns keineswegs in Nordspanien, sondern - Achtung! - in Südspanien befinden. Ein Hoch auf Google maps.  Heute verbringen wir den Tag am Pool. Abends trauen wir uns aus dem Hotel, und unser Wagemut wird mit leckersten Thunfisch-Tapas in der Bar La Strazza belohnt. Wir sind mal wieder glücklich! 

Claudia Small

Granada & Sierra Nevada - Im Frühtau zu Berge

Granada ist ganz schön "alpin". So dauert es auch etwas bis wir vom Supermarkt um die Ecke zurückgekraxelt sind. Aber wir haben noch nicht genug des Anstiegs und fahren in die Sierra Nevada mit dem Ziel, in den Schnee zu gelangen, den man aus dem Tal sehen kann. Im Skigebiet allerdings stellen wir fest, dass der Sommer hier zwischen Juli und August fällt und noch keiner der Lifte offen hat, um uns auf die Gipfel zu bringen, die weit über 3000m liegen. Schade.

Deshalb fahren wir die sich schlängelnde Straße zurück und dann in Richtung Motril. Von dort führen wieder zahlreiche Serpentinen in die Alpujarras, maurische Berdörfer an den Hängen der Sierra Nevada. Der Blick ist wunderschön, obwohl wir Küstenkinder etwas traurig sind, das Meer nicht zu sehen. Im Ort Pampaneira erfrischen wir uns mit Batidas. Meiner schmeckt nicht, daher lasse ich ihn lieber stehen, was die Bedienung nicht nur mit höchster Missbilligung quittiert, sondern mir mehrfach versucht zu erklären, es wäre Eis und Milch, also was mein Problem sei. Ich will ihn ja durchaus bezahlen, aber sie zeigt auf andere Gäste, die ihren Shake schließlich ja auch trinken. Nun gut. Nebenan verkauft Abuela Ili selbstgemachte Schoki. Unter anderem Weiße mit Pfeffer. Das stimmt mich dann doch versöhnlich mit dem Ort.

Zurück in Granada spazieren wir noch einmal durch Albaincin und sind uns endgültig sicher, dass wir den Ursprung für Das verrückte Labyrinth gefunden haben. Warum scheinen alle Plazas und Straßen plötich ganz woanders zu sein? Unser Spaziergang wird also etwas länger als geplant, aber wie schon gesagt, es ist auch wirklich hübsch! Und zwischendurch werden wir erneut mit einem Blick auf die Alhambra bei Sonnenuntergang belohnt.

Sierra Nevada Ski Station
Andalusia, Spain
  • Missing
    Göntie Timme hat am kommentiert:

    Hallo,warum berichtet ihr nicht weiter? Ihr habt Euch doch nicht wieder verlaufen?!?

Rike Missing

Granada - GRANADA!!!

Wenn ein halb-spanischer Lieblingsmensch Dir von einer der tollsten Städte Spaniens vorschwärmt, kannst Du einfach mal glauben, dass es eine großartige Stadt sein wird. In diesem Fall: Granada! Wir kommen gegen Mittag an und schlendern einfach mal drauf los. Tatsächlich ist die Stadt einfach schön!! Und trotz Touris so herrlich entspannt. Wir wollen einen Kaffee trinken und steuern eine Bar an. Kein Kaffee auf der Karte, also trinken wir wie alle um uns herum ein Bier. Und bekommen (wir wollten weder Halb-spanischen Freundinnen noch einschlägigen Reiseführern glauben) eine Runde Tapas dazu. Unser Glück komplett machen vier Spanier, die netterweise neben uns eine Flamencoeinlage schmeißen. Granada macht einen guten ersten Eindruck. Unsere heutige Bleibe ist in Albaicin, was für ein Glück! 15 Minuten Spaziergang und Wir schauen uns die AlhambraAlhambra vom Mirador aus  in der Frühabendsonne an (mit Schnee im Hintergrund), essen und trinken etwas und schauen sie uns nochmal im Dunkeln an. Und sind uns ohne Worte einig: wir mögen Granada.

  • Small
    Sarah hat am kommentiert:

    das klingt ja super toll! viel spaß euch weiterhin. danke für euren schönen blog. ich lese ihn sehr gerne.

  • Small
    Claudia hat am kommentiert:

    Vielen Dank, da freuen wir uns!

Claudia Small

Olvera - Via Verde

Via Verde ist eine ca. 35km lange Eisenbahnlinie, die ab einem kleinen Bahnhof unterhalb Olveras abfahren sollte. Da jedoch nie ein Wagon diese Strecke befahren hat, kann sie heute als Fahrrad - und Wanderweg genutzt werden. Da weit und breit nichts vom Verleihmenschen beim Radverleih zu sehen ist, laufen wir zu Fuß los. Und laufen und laufen. Nach ca 11km drehen wir um, da nichts wie ein passender Rundweg zu finden ist. So langsam wird uns der Wahnsinn dieser Amtion bewusst, denn natürlich es es nun ordentlich heiß und der Weg keinen Zentimeter kürzer. Wir quälen uns also wieder entlang von schreckhaften Rinderherden, durch vielleicht 20 Tunnel und Olivenhaine. Da Olvera ziemlich hoch auf einer Bergkuppe gelegen ist, verlangt uns der letzte Anstieg nochmal einiges ab. Aber es wartet der Grill auf einen versöhnlichen Abschluss des Tages. Unser Tipp: Diese Strecke nur mit dem Fahrrad planen. 

Olvera
Andalusia, Spain
Rike Missing

Ronda und Olvera

Wir machen uns auf den Weg über Ronda nach Olvera und geraten in den "Bergen" ins Gewitter. Die Straße voller Hagel und Geröll sind draußen nur noch 8°C. Komisch für so einen Sommerurlaub. Wir steigen trotzdem aus und freuen uns über die gruselig dunklen Wolken, die zwischen den Bergen hängen. Je näher wir an Ronda kommen, desto schöner wird das Wetter wieder. Wir tingeln also bei mittlerweile wieder strahlend blauem Himmel durch die älteste Stadt Spaniens - stimmt das? Offensichtlich haben wir einen guten Tag erwischt, rund um die Stierkampfarena stehen kleine Stände an denen die umliegenden Ortschaften (und Polizei, Feuerwehr, Kegelclub etc.) ihre Spezialitäten verkaufen. Wir futtern also Serranoschinken und Chorizo und freuen uns des Lebens. Weiter geht's nach Olvera. Claudia freut sich riesig, das Auto durch ausschließlich winzig schmale und steile Gassen zu manövrieren. Dafür werden wir mit einem großartigen Ausblick von der nächsten Dachterrasse belohnt. 

Claudia Small

Strand & Nachtleben Tarifa

Nachdem wir das ein oder andere, wie Mietwagen und Verpflegung, organisiert haben, genießen wir ausgiebig den grandiosen Strand. Hier weht zwar eine ordentliche Brise, aber Baden im türkisfarbenem Atlantik geht allemal. Extrem zu empfehlen auch die Strandbar Soul Beach. 

Abends werfen wir uns in das Nachtleben und sind wiederum hocherfreut über die vielen wirklich schönen Bars und die gute Stimmung in der Altstadt.  Tagsüber aufs Meer schauen und abends gut feiern - Tarifa verlassen wir schweren Herzens. Und Kopfes ;).

  • Small
    andy kurth hat am kommentiert:

    und? Ein Kitekurs? Oder wenigstens Segeln? Geht da bestimmt auch ohne Schein ;-) Ach ja, von Gibraltar würde ich die Finger lassen. Ausser Ihr habt viel Zeit um im Stau zu stehen. Weiterhin viel Spass.

  • Small
    Claudia hat am kommentiert:

    Andy, Du weißt wie ich Ski fahre, warum um alles in der Welt sollte ich einen Kitekurs wagen?? :D Aber wenn, dann dort!

Rike Missing

Tanger bis Tarifa

Nach einer sehr rudimentären "Katzenwäsche" auf der Zugtoilette (nichts für schwache Mägen) stolpern wir schlaftrunken aus dem Bahnhof Tanger und schnappen uns ein Taxi zum Hafen. NiDas geht sicher auch günstiger als für 500 Dirham, aber wir sind zu müde um zu verhandeln. Auf der kurzen Fahrt sind wir überrascht, dass Tanger wohl ein Tourispot ist. Ganz wertfrei. Ein Hinweis : die Hilfe der Herren, die vermeintlich zum Fährunternehmen gehören, braucht man nicht annehmen - 200 Dirham kann man besser einsetzen, uns werden sie einfach aus der Hand gerissen. Die 35-minütige Überfahrt ist schaukelig schön! In Tarifa angekommen, besorgen wir uns in einem kleinen Tante Emma-Laden Frühstück in Form von Muffins und schleifen unsere Koffer an den Strand - Javier's Apartamento ist erst nachmittags bezugsbereit. Wir tanken also erstmal Sonne und hüpfen in den frischen Atlantik. Dann geht es los, wir suchen unsere Wohnung. Hausnummern helfen ja bekanntlich, aber zum Glück kennt man Javier in der Kiteschule um die Ecke und so klappt's auch ohne. Kurz einrichten, in der Altstadt in der Bar el frances eine leckere über dimensionierte halbe!! portion Tapas gesnackt , eingekauft und wieder gegessen.  Zum Sonnenuntergang an den Strand und dann nur noch schlafen.

Tarifa
Andalusia, Spain
Claudia Small

Bye, Marrakesh!

Den letzten Tag in Marrakesch beginnen wir eher gemütlich und mit der glorreichen Idee, einen neuen Weg durch die Medina auszuprobieren. Ja, man kann sagen, wir haben uns verlaufen. Gründlich. "Hilfsbereite" Herren wollen uns den Weg zeigen, aber sofort wird die Hand aufgehalten. Also straffen wir das Kreuz und versuchen selbstbewusst auszusehen als wir über einen winzigen, stinkigen Fischmarkt laufen. Irgendwann erreichen wir wieder die Stadtmauer. Die Laune hebt ein Eis wieder an. Dann gehen wir und die beiden Paläste, der eine eher eine Ruine, der andere ganz hübsch. 1€ Eintritt ist aber auch sehr fair. Da es wahnsinnig heiß ist, nehmen wir eine mäßig ausgehandelte Taxifahrt in Kauf (Tipp: Immer vorab den Preis festlegen) und machen uns den Nachmittag in der Sonne gemütlich.

Abends dann trudeln wir zum Bahnhof und fallen in den Nachtzug. Es gibt nur einen Wagon mit Betten und der ist eher, sagen wir, europäisch besetzt. Es gibt offenbar nur 4er Abteile aber unsere Mitreisenden sind ganz lieb. Es schläft sich besser als gedacht, obwohl der Zug streckenweise so schnell fährt, dass wir vermuten der Fahrer muss auf dem Gaspedal eingeschlafen sein. So es denn eins gibt. Liebevoll durch den Schaffner wachgebrüllt steigen wir in Tanger morgens um sieben aus.

Marrakesch lohnt sich. Wir sind beide positiv überrascht. 

Rike Missing

Marrakesch, Tag 2

Goooood Morning, Marrakech! 

Der mindestens zweite Ruf des Muezzin rüttelt uns sachte aus den Träumen. Wir ziehen los Richtung La Gare, Tickets für den Nachtzug nach Tanger kaufen. Erst später stellen wir fest, wir sind durch Guéliz, einen der "Nobelstadtteile" gewandert. Weiter geht's in den Jardin Majorelle, trotz viiiieler Menschen eine wunderbare kleine grüne Ruhezone. Auf dem Weg dorthin wurden wir allerdings stets von dem " Duft" der Caleches begleitet. Pferde stinken für Seemannstöchter bzw. Seefrauen wie uns ja bekanntlich immer, aber das....!!!!

Wir entscheiden uns für eine kleine Mittagspause auf der Dachterrasse. Unser Haus liegt direkt hinter der alten Stadtmauer, vorher müssen wir eine Art "Allzweckplatz" überqueren, der als (Jahr-)Marktplatz, allgemeiner Treffpunkt, Wohnstätte, öffentlichte Toilette und Singlebörse gleichsam dient. Dementsprechend begleiten uns zahlreiche "Hello, Sharika!", "Hello, Lady Gaga!" (sowie "Nice Ass!" - kein Kommentar) -rufe nach Hause. Vielleicht leiden wir auch einfach an Unterzuckerung? Abhilfe schafft unser Plunder teilchenhändler des Vetrauens. Ein "Blätterteigmonster" für 50Cent hebt die Laune (und den Kreislauf). Nach der Pause auf der Dachterrasse stürzen wir uns wagemutig in die Souks. Aber erstmal müssen wir allen Ernstes an Schlangenbeschwörern und Affendresseuren vorbei. Nach gefühlten 5 Minuten sind wir verloren und stellen fest, dass die Tipps einschlägiger Reiseführer, sich erstmal von der Dachterrasse eines der.Cafés am Jemaa el Fna aus einen Überblick zu verschaffen, durchaus ihre Berechtigung haben. Nach Cola und Fanta also der zweite Versuch. Wir verlaufen uns wieder. Aber schöne Lampen haben sie! Irgendwann finden wir wieder unseren Weg raus. Ab in den "Cyberpark" (ein Park mit WLAN, klar), kurz im Schatten ausruhen. Hunger!!! Wir wollen uns auf "La Place" durch die Garküchen futtern. Aber sie sind noch am Aufbauen. Also suchen wir ein uns empfohlenes Restaurant. Auf dem Weg hören wir Empfehlungen wie " eat here! No diarrhea, guaranteed!" oder "ladies, I sell magic scarves!" (können die auch fliegen??) Wieder durch die Souks. Entnervt! Als sie uns wieder ausspucken, ist Aicha an Garküche No. 1 bereit, uns leckere Tajine aufzutischen. Die Welt ist wieder in Ordnung. Wir schleifen uns nach Hause. Mehr als ein Weinchen auf dem Dach ist nicht mehr drin. 

Claudia Small

Marrakesch

Los geht also unsere 3-Länderreise. Wir fliegen über Zürich nach Marrakesch, wo es überraschend doch nicht soo heiß ist. Dann geht's mit dem Bus nach Bab Doukkale, wo uns unsere Vermieterin in Empfang nimmt und uns mitten in die Medina zu unserer Unerkunft führt. Sie sagt uns genau auf welche Ecken und Schilder wir achten müssen um uns nicht zu verlaufen. Zunächst etwas belächelt aber später bekommen wir noch einen guten Eindruck, wie leicht es ist, komplett die Orientierung zu verlieren... Wein finden wir zwar nirgends, aber dann lassen wir den Abend bei Wasser auf unserer grandiosen Dachterrasse ausklingen. 

Marrakesh
Marrakech-Tensift-Al Haouz, Morocco