Sri Lanka

Urlaub vom 18. Dezember 2013 - 01. Januar 2014

Blog

Dies ist dein Tour-Blog. Füge Einträge mit Fotos und Standort hinzu oder einfach nur Text und dokumentiere was du gesehen hast, wo du warst und worüber du nachgedacht hast. Wenn du möchtest, lass andere deinem Tour-Blog folgen und an deinen Erfahrungen teilhaben. Wie das geht? Hier entlang zum Video-Handbuch.

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Conny Small

Essen und Trinken

Die Sri Lankische Küche ist äußerst schmackhaft. Für die Touristen werden die Gerichte auch nicht zu scharf gereicht. Wenn man den Einheimischen zuschaut stellt man schnell fest, dass sie kein Besteck verwenden sondern nur mit ihren Fingern essen.

Wenn man das ziemlich langweilige westliche Frühstück ablehnt (was nur aus Toast, Marmelade und Butter besteht) und nach einem typisch Sri Lankischen Frühstück fragt, bekommt man Roties, Hoppers, String-Hoppers, Kokosnuss-Sambal und Dhal Curry gereicht. Da alles frisch zubereitet wird, dauert es eine Weile und am besten man bestellt es den Abend vorher vor.

Mir haben besonders die Roties gefallen, dabei handelt es sich um eine Art Pfannkuchen, die aus Reismehl und Kokosflocken hergestellt werden.

Hoppers sind dünner als Roties und gewölbt. Die Zutaten sind u.a. Hefe, Reismehl und Kokosmilch.

String-Hoppers bestehen aus dem gleichen Teig wie die Hoppers. Allerdings sehen sie wie Nudeln aus, da der Teig durch eine Form mit Löchern gepresst und danach dampfgegart wird.

Das aus Kokosflocken, Tomaten, Chili- oder Paprikapulver, Zwiebel, Salz und Limetten- oder Zitronensaft bestehende Pol Sambol wird nicht nur zum Frühstück gereicht.

Dhal Curry besteht hauptsächlich aus Linsen und Kokosnussmilch.

Zum Abendessen ist vor allen das Rice & Curry typisch. Dieses Gericht besteht aus verschiedenen Beilagen, die sich alle in Schüsselchen befinden. Zum Beispiel werden unterschiedliche Currys mit Gemüse, Fisch, Meeresfrüchten, Fleisch oder Geflügel und als Beilage Chutneys und Sambols aufgetafelt. In Ella haben wir mehr als 10 Schälchen auf dem Tisch serviert bekommen. Außerdem wird oft Papadam gereicht. Das sieht aus wie Chips und schmeckt auch so, jedoch bestehen sie nicht aus Kartoffeln sondern Linsenmehl.

Als Snacks für Zwischendurch kann man allerhand am Straßenhand finden. Zum Beispiel Samosas (dreieckig), Vadai (sehen aus wie Donuts) und Bonda (Bälle).

Als weiteres Gericht gibt es Lamprais. Dafür werden Reis und Gemüse (wahlweise auch Fleisch) mit einer Currysoße langsam in einem Bananenblatt gebacken bzw. gegart.

In Küstenregionen kann man auch frischen Fisch bestellen. Wir durften bei der Zubereitung zuschauen und haben das Rezept mitgeschrieben. Die Soße ist ausgezeichnet und wenn ich wieder in Deutschland bin, darf ich gleich für Consti kochen ;-)

Zu Trinken gibt es überall frisch gepresste Fruchtsäfte oder Kokoswasser. Wir haben außerdem das lokale Bier „Dragon“ und ein Ingwergetränk namens „EGB“ (Elephant House) probiert und für gut befunden.

Conny Small

Geld

Die Währung Sri Lankas ist die Sri-Lankas-Rupie – Abkürzung LKR oder auch Rs.

1€ sind umgerechnet ungefähr 180 LKR.


Conny Small

Tag 14 – Negombo

Wir wählten dieses Ziel, da es nahe am Flughafen liegt. Außerdem dachten wir es wäre ein schöner Ausklang unsres Urlaubs in einer Strandbar und zum Reinfeiern ins neue Jahr 2014. Leider waren wir von dem Ort eher enttäuscht. Das was wir wahrgenommen haben, war nicht unbedingt unser Traumziel. Vielleicht lag es aber daran, dass wir nicht so viel von dem Ort gesehen. Das, was wir gut in Erinnerung behalten haben, ist der Hafen Negombo’s und der holländischer Kanal. Fischerei ist sehr wichtig für den Ort daher sieht man auch unzählige Boote im Hafen ankern.

Am Straßenrand sahen wir auch viele aufgestellte Weihnachtskrippen –folglich sind hier viele Katholiken Zuhause sind. Deshalb wird Negombo auch als „Little Rome“ bezeichnet.

Am Ende landeten wir in einem sehr hübschen Lokal ("Icebear") mit entspannendem Ambiente. Das Essen war für Sri Lankische Verhältnisse zwar sehr teuer, aber wir durften uns sogar duschen und frisch machen. Wir wurden von 4 Kellnern bedient und konnten am Ende sogar in einer Liegematte chillen. Wir zelebrierten das neue Jahr am angrenzenden Strand mit Wunderkerzen und Böllern. Wir blieben dort und warteten bis 1 Uhr Nachts ein Tuktuk uns zum Airport kutschierte und Consti bis 9 Uhr und ich bis 7 Uhr auf seinen Flug warteten. Da mein Flug aufgrund eines technischen Problems ausfiel und eine Ersatzmaschine her musste, blieb ich ebenso bis ca. 8:30 Uhr. Am Ende sind wir beide wieder heil in Deutschland bzw. Hong Kong angekommen.

Conny Small

Tag 14 – Galle

Für 3500 Rupien setzte uns der Tuktuk-Fahrer am Fort in Galle ab und wir liefen vollbepackt auf den alten Gemäuern entlang.

Das Fort wurde zu Verteidigungszwecken zuerst 1588 von den Portugiesen errichtet und später von den Holländern während der niederländischen Kolonialzeit befestigt. Man kann auf und neben den Fortmauern spazieren und die Aussicht von den verschiedenen Bastionen (Sun Bastion, Moon Bastion, Star Bastion, Aeolus Bastion, Clippenberg Bastion, Neptune Bastion, Triton Bastion, Flag Rock Bastion, Utrecht Bastion, Aurora Bastion, Akersloot Bastion, Zwart Bastion, Vishmark Bastion) genießen. Außerdem findet man einen 18 m hohen weißen Leuchtturm, welcher 1939 erbaut wurde sowie „Anthonis Uhrenturm“ von 1882. Innerhalb des Fortes findet man historische Gebäude und zahlreiche kleine Geschäfte und Cafés. Zum Beispiel gibt es die im Jahre 1902 errichtete „Meera Moschee“. Wir klapperten die kleinen Gässchen ab, genossen ein teures Eis (880 Rupien für 4 Kugeln!) und fuhren mit dem Tuktuk zurück zur Busstation. Von dort aus ging es Punkt 13 Uhr für 500 Rs. mit dem Expressbus nach Maharagama. Dort erfolgte dann ein Umstieg in den Bus 138 nach Pettah, was der Stadtteil östlich vom Colombo Fort ist. Zu zweit zahlt man 68 Rs. Ein erneuter Umstieg nach Negombo kostete dann 57 Rs pro Person.

Conny Small

Tag 14 – von Tangalla nach Galle & die Stelzenfischer

Wir fuhren mit dem Three-Wheeler nach dem Frühstück nach Galle.

Die Fahrt ging an der Küste entlang. Man sieht hier und da einige Grabstellen, die an den Tsunamis von 2004 erinnern. Von den Auswirkungen der Umweltkatastrophe haben wir ansonsten nichts mehr bemerkt. Allerdings hört man immer wieder tragische Familiengeschichten, wie zum Beispiel von Toni.

Unterwegs kamen wir an den Stelzenfischern vorbei. Von einem Holzgestell aus sitzend versuchen die
Fischer einen guten Fang zu machen. Meistens werden aber nur kleine Makrelen geangelt. Interessant an den Stelzen („ritipane“) ist, dass sie von Generation zu Generation weiter vererbt werden. Leider hat sich diese interessante Art des Fischfangs zur absoluten Tourismusabzocke entwickelt. Sehr traurig, ich hatte schon so einiges vorher darüber gelesen. Zum Glück hat unser Fahrer nur kurz angehalten, ich bin herausgesprungen und habe meine Fotos geschossen. Schwupps stand auch schon ein Mann neben mir und fragte, was ich da mache und verlangte Geld. Fix bin ich zum Tuktuk zurückgelaufen. Der Mann war natürlich lästig, aber unser Fahrer war so nett und ist einfach weiter gefahren.

Conny Small

Tag 13 – Paradise Beach

Nach dem Sri Lankischen Frühstück ging es mit dem Tuktuk zum 6 km entfernten „Paradise Beach“. Consti war überglücklich, da er seine Schnorchelausrüstung nun endlich einsetzen konnte und eine Vielfalt an bunten Fischen sah. Allerdings waren auch hier die Wellen sehr stark und die Felsen sind äußerst gefährlich.

Wir entspannten uns prächtig und genossen den sonnigen Tag.

Am Abend gab es Calamari und Shrimps zu essen.

Conny Small

Tag 12 – Tangalla

Nach wieder einmal Toast und Marmelade bestellte ich sofort für morgen Sri Lanka Frühstück. Wir spazierten Richtung Hafen, da man uns sagte danach würde sich ein Strand zum Schnorcheln befinden. Leider kamen wir nur zu einem Strand, der total überfüllt war und eine viel zu raue und felsige See zum Schnorcheln bot. Daher liefen wir zurück zu unserem Strand am Hotel und entspannten dort.

Am späten Nachmittag verabredeten wir uns mit Emma und liefen zum Hafen, wo wir uns mit Toni erneut trafen. Wir liefen gemeinsam an der Küste entlang und gingen anschließend wieder zu dem gleichen Restaurant, wo wir heute beim Kochen zuschauen durften. Es war äußerst interessant und wir schrieben fleißig das Rezept mit. Sobald ich in Deutschland bin, werde ich es wohl gleich austesten.

Nebenbei haben wir die heimische Droge kennengelernt, aber natürlich nicht getestet. Wir haben einen
Konsumenten eine rote Farbe erbrechen sehen und ich dachte zuerst es wäre Blut.
Aber dann wurden wir aufgeklärt, dass es sich um eine Nuss handelt, die den Speichel rot färbt. Diese zerkleinerten Betelnüsse werden mit anderen Zugaben in ein Blatt eingerollt und dann gekaut.

Nach dem Essen gingen Emma, Consti und ich noch einen Cocktail am Strand schlürfen. Ich probierte den Sri Lankischen Schnaps „Arrack“, der mir allerdings pur nicht mundet. Mit Sprite dagegen ist es trinkbar.

Conny Small

Tag 11 – von Ella nach Tangalla

Um heute eine Sri Lankisches Frühstück zu bekommen, hatten wir es gleich gestern vorbestellt. Leider ist das irgendwie missverstanden wurden und es gab nur Toast mit Marmelade. Aus trotz aß ich nur meinen Obstteller – wie sich später herausstellte, war das sicherlich auch eine gute Entscheidung.

8:40 Uhr startet jeden Morgen ein Bus nach Matala, der auch in Tangalla – unsrem nächsten Ziel – hält. Die „Bushaltestelle“ war voll mit lauter weißen Gesichtern, die ebenfalls ihren Urlaub in den Süden fortsetzen wollten. Uns war schon vorher klar, dass wir wieder stehen dürfen und so kam es dann auch. Wir freundeten uns mit der Australierin Emma an und unterhielten uns angeregt. Mir ging es allerdings mit der Fahrt immer schlechter und irgendwann war dann der Punkt erreicht an dem ich mein Frühstück in eine Plastiktüte entledigte. Zwar ging es mir danach etwas besser, aber dennoch wünschte ich mir einen Sitzplatz. Nach einer Stunde wurde dann glücklicherweise etwas frei. Einer Frau, die neben mir zwei Kinder auf den Schoss hatte, nahm ich dann ein Kind ab. Die Fahrt ging weiter durch Reisfelder, Dörfchen und sogar ein Stück, was wir ein Nationalpark aussah.

In Tangalla angekommen, nahmen wir ein Tuktuk zum „Hotel Tangoreef“, entspannten am Strand und spazierten etwas durch die Stadt. Dort trafen wir auch Emma wieder, die gerade mit einem Einheimischen tratschte. Toni zeigte und ein lokales Restaurant und wir bekamen zu dritt für 2000 LKR ein absolutes Festessen aufgetischt. Außerdem lernte ich, dass Limettensaft (von drei Limetten) vermischt mit Salz und Zucker gut für den Magen sein soll. Außerdem bekam ich einen ayurvedischen Tee verabreicht. Ob es daran lag oder auch nicht – jedenfalls ging es mir später besser.

Nach einem leckeren Essen und einem interessanten Gespräch liefen wir zurück zum Hotel.


Conny Small

Tag 10 – Ravana Wasserfall

Heute haben wir fleißig Postkarten geschrieben. Dafür sind wir durch den Ort gezogen und haben die schönsten ausgewählt. Da die Briefmarken am Ende nicht reichten, sind wir zweimal zur Post gestiefelt. Eine Postkarte kostet 30 Rupien und eine Briefmarke 25 Rs.

Am Nachmittag machten wir einen Ausflug zum Ravana Wasserfall. Dieser ist 19 m hoch und liegt 6 km von Ella entfernt. Consti schloss sich den Einheimischen an und testete das Wasser. Er meinte die Temperatur wäre nicht viel kälter als die Dusch in unserem Hotel (die sehr kalt war).

Am Abend ging es zum Essen in das „Café Chill (Nescoffee Shop)“. Wir probierten „Lamprais“. Später gesellten sich zwei weitere Pärchen – beide zufällig aus Deutschland – an unseren Tisch und wir plauschten miteinander.

Am Ende des Aufenthaltes in Ella lässt sich sagen, dass es sich definitiv nicht um ein verschlafenes Dörfchen handelt, so wie es im Reiseführer beschrieben war. Hier tummeln sich allerhand Touristen und in den Bars und Restaurants ist am Abend alles überfüllt, so dass man kaum noch einen Platz bekommt. 

Conny Small

Tag 9 – Teeplantage & 9-Arch-Bridge

Zurück ging es zu der Teefabrik „Newburgh Factory“, die für „Finlays“-Marke produziert. Wir bekamen für 250 Rupien pro Person eine Führung durch die 1903 errichtete Fabrik. Dafür mussten wir Überschuhe, Mundschutz und ein Kopfnetz überziehen. Wir bekamen die einzelnen Prozessschritte erklärt, gezeigt und konnten Fragen stellen. Fotografieren war verboten. Wir lernten, dass die umliegenden Teefabriken die gleichen Teeblätter verwenden – allerdings hat jede Fabrik eine unterschiedliche Verarbeitung. Die Größe der Blätter am Ende des Prozesses bestimmt die Klasse in die sie eingeteilt werden. Die 1. Klasse ist die qualitativ hochwertigste und man kann einen 200 g Beutel davon für 250 Rs. im Werk erstehen. Die letzte Klasse (und damit die qualitativ niedrigste) wird für Teebeutel verwendet.

Am Ende der Führung gab es noch eine Teeverkostung. Danach haben wir auf dem Nachhauseweg den Teepflückern bei der Arbeit zugeschaut und einen Abstecher zur „9-Arch-Bridge“ gemacht. Letzteres ist nicht wirklich sehenswert.

Die großen Früchte sind im Übrigen die Jackfrüchte, die am Stamm des gleichnamigen Baumes wachsen.

Zu Essen gab es heute ein Fischcurry und eine Art Kartoffelauflauf im „Dream Café“.

Conny Small

Tag 9 – Ella & Little Adams Peak

Heute haben wir das erste Mal, wie es Consti auch versprochen hatte, richtig ausgeschlafen. Da wir 9:30 Uhr zu spät für das Frühstück dran waren, gab es leider nur Toast und Marmelade. Meinen bestellten Tee habe ich auch nicht bekommen.

Ella ist ein wunderbarer Ausgangspunkt für Wanderungen und diese bieten herrliche Aussichten. Es gibt unter anderen eine Wanderung zum „Little Adams Peak“. Diese Wanderung ist nicht anspruchsvoll und erinnert eher an einen Spaziergang. Daher brachen wir auch nach dem Frühstück zum „Little Adams Peak“ (auch als „Mini Adams Peak“ bezeichnet) auf. Wir genossen die Aussicht und bestiegen auch den angrenzenden Gipfel.

Conny Small

Tag 8 – Zugfahrt von Kandy nach Ella

5:30 Uhr klingelte heute Morgen der Wecker. Ich quälte mich aus dem Bett und fing an meine Sachen zu packen während Consti noch seelenruhig weiter schlummerte. Der Grund des frühen Aufbruchs war, dass wir gerne noch ein Ticket für den 8:47 Uhr Zug erstehen wollten. Für 6:15 Uhr hatten wir Frühstück bestellt und noch während wir zusammenpackten (auch Constantin hatte es, nach dem 3. oder 4. Mal Wecker klingeln, geschafft aufzustehen), klopfte es an der Tür. Der Hausbesitzer bot uns an Tickets zu kaufen, da er eh in die Stadt fahren wollte. Wir nahmen das Angebot dankend an, packten fertig und gingen zum Frühstück. Wir hatten noch nicht aufgegessen als der nette Mann mit einem Ticket in der Hand wiederkam. Nun hatten wir sogar eine Sitzplatzreservierung für die 2. Klasse. Allerdings war der Startbahnhof nicht Kandy sondern der Bahnhof Peradeniya im 5 km entfernten Nachbarort. Alle Züge für die zweite und dritte Klasse waren für heute bereits ausgebucht und wir hatten riesiges Glück, dass wir nicht mit dem Bus fahren mussten. Das einzig negative war, dass der Zug erst 11:09 Uhr starten sollte. Somit hatten wir nun mehr Zeit und bestellten unseren Tuktuk-Fahrer um auf 9:30 Uhr. Am Bahnhof trafen wir eine dänische Familie, die uns erzählte, dass sie ihr 1. Klasse Ticket bereits 4 Monate zuvor gebucht hatten und diese Tickets für diesen Zug innerhalb von 2 Tagen komplett ausgebucht waren. Kein Wunder, dass es so schwierig ist Tickets zu bekommen. Erstens wussten wir vor 4 Monaten noch nicht einmal, dass wir nach Sri Lanka reisen und zweitens habe ich nirgends gelesen, dass man Tickets im Internet vorbestellen kann.

Mit einer 30-minütigen Verspätung starteten wir endlich den Weg Richtung Ella. Unterwegs bestaunten wir die unterschiedliche Landschaft.

Die Teeplantagen wechseln sich mit Wald, Terrassenfeldbau, Berglandschaft und kleinen Städtchen und Dörfern ab.

Angeblich bestand früher das Bergland komplett aus Urwald. Heute kann man entlang der Bahnstrecke gut die Einwirkung der Briten auf die Landschaft nachvollziehen – es wurde fleißig abgeholzt, um Platz für Teeplantagen zu machen.

Ich hab gelesen, dass der Abschnitt Haputale nach Ella besonders schön sein soll. Das kann ich nicht bestätigen, ich finde die ganze Fahrt bot einen besonderen Ausblick – nicht nur dieser besagte Abschnitt.

Wenn man mit dem Zug reist und nicht genug Verpflegung dabei hat, braucht man übrigens nicht zu hungern. Andauernd kommen Verkäufer vorbei und bieten ihre Waren an. Zugegeben es ist etwas gewöhnungsbedürftig, dass man die Waren in einer alten Zeitung eingewickelt bekommt. Einmal ist es mir am Straßenrand auch passiert, dass ich ein altes mit Tinte beschriebenes Blatt als Verpackung bekommen hab. Klar das ist zwar umweltfreundlich, aber ob das so hygienisch ist, fragt man sich dann doch.

Die Temperatur sank mit der Zugfahrt immer weiter herab. Es ist eine Jacke zu empfehlen.

Vom Bahnhof sind wir dann zum Hotel „Tea Garden Holiday Inn“ gelaufen und haben Abendbrot gegessen. Ein absolut leckeres Essen – nur leider viel zu viel. Wir haben es nicht geschafft und sind völlig satt noch ein paar Meter gelaufen bevor wir zurück im Zimmer ins unser Bettchen fielen.


Conny Small

Tag 7 - Pinnawela

Wir bestellten uns gestern einen Tuktuk-Fahrer, der uns für 2500 Rupien zum Elefantenwaisenhaus nach Pinnawela fuhr. Wir starteten 8:30 Uhr und schafften es pünktlich 10 Uhr das Treiben der Elefanten zum Fluss zu verfolgen. Dort bleiben die Dickhäuter am Morgen für 2 Stunden und werden anschließend den gleichen Weg zurückgeführt. Parieren die Riesen nicht, wird ein Stock mit zwei Spitzen eingesetzt. Auf dem zwischen dem Reservoir und dem Fluss sind einige Stände und Läden. Einer dieser Läden faszinierte uns besonders. Hier wird Elefantenkacke zu Geld gemacht. Wie? Ganz einfach: aus den Hinterlassenschaften der Elefanten wird Papier hergestellt. Wir finden, dass das eine super Idee ist und zudem ist es umweltfreundlich. Daumen hoch! Wir haben ein paar Postkarten gekauft. Mal sehen was unsere Familien sagen, wenn sie Postkarten aus Elefantendung bekommen *lach* Man kann im Geschäft sogar zusehen, wie das Papier hergestellt wird. Es gibt außerdem verschiedene andere Produkte wie z.B. Bücher, Hefte und Armbänder
zu kaufen.

Anschließend schauten wir uns noch auf dem Gelände des Elefantenwaisenhauses um und es ging zurück Richtung Kandy.

Unterwegs wollte ich eigentlich noch in den Botanischen Garten, aber entweder hat oder wollte uns der Tuktuk-Fahrer nicht verstehen.

Zurück in der Stadt kauften wir für die morgige 6.5 stündige Zugreise ein und gingen zurück zum Hotel. Auf dem Weg dorthin schauten wir uns noch den „Royal Palace Park“ an, der ebenfalls wie der See vom König Sri Vikrama Rajasinha geschaffen wurde. In dem Park sieht man sehr viele verliebte Paare, die sich scheinbar nur hier trauen sich „öffentlich“ zu küssen. Ich weiß nicht, ob in Sri Lanka das Küssen in der Öffentlichkeit verboten oder ungern gesehen ist – jedenfalls wurden Consti und ich einmal von einem Wärter am Kandy Lake unweit des Zahntempels aufgefordert es zu unterlassen.

Abends gab es dann die Bescherung – allerdings zuerst eine eher unfreundliche. Eine riesige Spinne befand sich an der Badezimmerwand. Ich habe kein Problem mit Spinne, aber diese hatte fast die Ausmaße einer Vogelspinne. Als ich dann die Hotelbesitzerin fragte, ob jemand das Tier beseitigen könnte, rief sie sofort zwei Männer herbei. Sie betrachtete die Spinne, lächelte nett und meinte dann, dass es eine kleine Spinne sei – es gäbe noch viel größere. Ohje, ich hoffe so einer werden wir nicht begegnen. Die gerufenen Männer erschienen mit Besen und Kehrschaufel bewaffnet und vertrieben die Spinne. Dann gab es die richtige Bescherung und ich öffnete meine Geschenke.

Conny Small

Tag 6 – Kandy Lake

Später umrundeten wir noch den See und gingen durch die Shopping Mall. Für die letzte Etage mussten wir sogar Eintritt bezahlen.

Der "Kandy Lake" grenzt an den Zahntempel und er wurde im Jahre 1801 künstlich angelegt. Er wurde vom König Sri Vikrama Rajasinha erschaffen und hatte eine Maximaltiefe von 18 m.

Das auffallende Gebäude am Ufer war das königliche Badehaus, welches von der Königin und den Nebenfrauen des Königs benutzt wurde. Auch die rechteckige Insel in der Mitte des Sees wurde von diesen Damen zum Baden verwendet. Angeblich war die Insel durch einen geheimen Tunnel mit dem Palast verbunden.

Conny Small

Tag 6 – Kandy Stadt & Markt

Danach streiften wir durch die Stadt und gingen zum Markt. Wir kauften Gewürze und beobachten die Szenerie. Weiter ging es zum Bahnhof. Dort wollten wir uns Tickets für den übernächsten Tag für die 1. Klasse reservieren lassen. Leider erklärte uns der Mann, dass die populäre Zugfahrt von Kandy nach Ella für den kompletten Dezember ausgebucht sei. Es gäbe nur noch Tickets genau an dem Abfahrtstag für die 2. und 3. Klasse. So ein Mist – jetzt bekommen wir sicherlich wieder keinen Sitzplatz. Etwas traurig liefen wieder zurück und tranken in einem Café einen Ananassaft, wo wir ein deutsches Pärchen trafen mit denen wir einen kurzen Plausch hielten. Anschließend kauften wir in einem Supermarkt Wasser ein und ich entdeckte eine Tür, die in einen Keller führte und von einem Mann bewacht wurde. Dieser Mann schloss uns die Tür auf und wir hatten Zutritt zum „Liquor counter“. Tatsächlich wurden die Treppe hinab allerlei Schnäpse und andere alkoholische Getränke verkauft. Consti war überglücklich und kaufte gleich 4 Dosen Bier für 600 Rs. und war überglücklich.

Zurück in unserem Hotel öffnete er auch gleich eine Dose und freute sich über eine kleine Tüte Chips (150 g für 50 Rupien), die er am Straßenrand erstanden hatte. Er ließ die Tüte auf dem Balkon stehen und als er im Zimmer war, hörte ich es draußen knistern. Als ich mich umdrehte, klaute gerade einer dieser frechen Affen die Chips. Armer Consti – aber immerhin hatte er noch sein Bier, welches er nicht dort stehen gelassen hatte.

Conny Small

Tag 6 – Kandy Zahntempel

Nach einem einheimischen Frühstück ging es zum Zahntempel (Sri Dalada Maligawa).

Die wichtigste Attraktion nicht nur für Touristen sondern auch für zahlreiche Pilger ist dieser Tempel. Dort wird ein Zahn Buddhas aufbewahrt. Leider kann man ihn nicht sehen. Nach geschichtlicher Überlieferung wurde der Zahn in den Haaren einer Prinzessin nach Sri Lanka geschmuggelt.

Conny Small

Tag 5 – Sigiriya und Fahrt nach Kandy

Heute Morgen ging es zum Frühstück und danach checkten wir aus. Unser Gepäck gaben wir an der Rezeption ab und marschierten zum „Lion Rock“, wo auch schon eine Schlange an Touristen wartete. Für sage und schreibe 3900 Rs. pro Person erklommen wir dann den Felsen.

Um den Felsen sind ein äußerer und innerer Graben. Auf einem Schild haben wir gelesen, dass angeblich Krokodile darin wären. Betritt man das Gelände durch das Westtor und läuft Richtung Felsen, so kommt man am Wasser- und Felsengarten vorbei. Der Gipfel selber ist keine Bergspitze sondern eine Fläche. Auf diesem Gipfelareal sind die Überbleibsel einer Festung, die unter König Kassapa errichtet wurde. Das heißt man braucht sich hier ausnahmsweise einmal nicht zu bedecken, da es sich um eine geschichtliche und nicht heilige Stätte handelt.

Beim Aufstieg kann man etwa auf halber Höhe die kunstvolle Felsmalerei betrachten. Diese Fresken zeugen nach Angaben nicht nur von einem ursprünglich buddhistischen Kloster sondern auch von menschlicher Besiedlung lange vor Kassapa. Auf den Malereien sieht man gutbestückte Frauen oben ohne, die allerlei Schmuck tragen. Diese Frauenbilder sind auch als die „Wolkenmädchen“ bekannt. Interessanterweise habe ich im Internet gelesen, dass eine Restaurierung der Bilder in den 1970er Jahren stattgefunden hat. Dabei wurden die Bilder nicht nur erneuert sondern auch die Frauen jünger gemacht – ihre Brustwarzen wurden angehoben.

Wenn man dem Weg weiter folgt, sieht man auf der linken Seite eine 3 m hohe Mauer, welche man als "Spiegelwand" bezeichnet. Da Name kommt daher, da der Putz zu den Lebzeiten des Königs auf Hochglanz poliert war.

Auf einer Terrasse findet man zwei Löwentatzen. Früher gab es eine Treppe, die genau in den Löwenschlund führte. Leider ist der Kopf nicht mehr erhalten. Dafür wurde eine andere Treppe errichtet und ich muss sagen, dass die mir genauso wie die Wendeltreppe zu den Fresken nicht so ganz geheuer war. Man sollte schon schwindelfrei sein, wenn man hin- und hinabsteigt – aber keine Angst es gibt natürlich ein Geländer. Wenn man ab und zu den Berg anschaut, findet man Tritte in den Stein gehauen. Wenn man dieses sieht, ist man froh eine richtige Treppe unter den Füßen zu haben.

Zurück am Hotel holten wir uns unser Gepäck und stellten uns direkt vor das Hotel an die Straße, wo alle 30 Minuten ein Bus nach Dambulla abfährt. Von dort aus kann man in einen weitern Bus nach Kandy umsteigen. Wir unterhielten uns mit einem Souvenirverkäufer, der sehr nett war. Wie immer kam ein Tuktuk-Fahrer vorbei, den wir gleich nett weiter schickten. Jedoch unterhielt er sich mit den Verkäufer und er nahm uns für 200 Rs. mit nach Dambulla an die Bushaltestelle. Welch ein Glück, die Three-Wheeler von gegenüber wollten 700 Rs. – deswegen hatten wir uns eigentlich auch für den Bus nach Dambulla entschieden.

In Dambulla angekommen, wartete auch schon ein Bus nach Kandy. Allerdings war der eigentlich schon voll und ich hätte lieber auf den nächsten gewartet. Der Busbegleiter hiefte Constis Rucksack in den übervollen Kofferraum und dann rollte der Bus auch schon los. Ich hatte erst Bammel, dass der Bus einfach mit seinem Rucksack davon fährt, aber der Mann wies und an aufzuspringen und so taten wir es dann auch. Mein Rucksack hing draußen und ich halb drinnen am fahrenden Bus. Zum Glück waren die Leute so nett und ließen mich dann durch, so dass ich immerhin die 67 km ins etwa 2.5 Stunden entfernte Kandy im Gang stehen durfte. Dicht an dicht gedrängt fuhren wir rasant die Strecke entlang. Nach 42 km hielten wir in Matale und einige Leute stiegen aus uns wir hatten endlich einen Sitzplatz. Bis zum Ende bangten um den Rucksack, da wir keine freie Sicht nach hinten hatten. Aber auch das war vollkommen in Ordnung und der Rucksack lag als letztes Stück allein im Kofferraum.

Von der Bushaltestelle in Kandy sind wir dann zum „Nathashiya Holiday Inn“ gelaufen. Unser Zimmer hatte einen Balkon und bot eine wunderbare Aussicht über den Kandy Lake und den Bergen am Horizont. Die weiße Buddhastatue auf einem der Berge ist der Bahiravakanda Buddha.

Nach einer Verschnaufpause liefen wir zum See und erkundeten die Stadt. Dort aßen wir zu Abendbrot Roties und vegetarischen Reis mit drei verschiedenen Soßen.

Consti machte heute die Erfahrung, dass es nicht so einfach ist ein Bier zu bekommen. Weder in dem Restaurant noch im Supermarkt und auch nicht in unserer Unterkunft.

Conny Small

Tag 4 –Sigiriya

In Sigiriha angekommen, trennten sich leider unsere Wege mit Michaela und Heinz. Auf diese Weise noch einmal vielen Dank an die beiden.

Der Ortsname heißt übersetzt „Löwenfelsen“ – genauso wie die 200 m hohe Hauptattraktion des kleinen Dörfchens. Die imposante Felsformation ist der Überrest eines erloschenen Vulkans und die Anlage zählt seit 1982 zum Unesco Weltkulturerbe.

Im „Sigiriya Rest House“ entspannten wir etwas, spazierten entlang der Straße und sahen unseren ersten Elefanten. Leider war der arme Kerl in Ketten und wurde dafür eingesetzt, dass man auf ihm reiten kann. Nach einem leckeren Snack und einem Kokoswasser ging es zurück zum Hotel.

Heute haben wir auf jeden Fall gelernt, dass man als Tourist ziemlich aufpassen muss, dass man nicht abgezockt wird. Zum Beispiel soll man vor den Tempeln die Schuhe immer an einer anderen Stelle als die Einheimischen ausziehen. Teilweise werden die Schuhe zwar mit Waffen bewacht, aber dafür muss man immer einen extra Preis zahlen. Ich habe mit angewöhnt einen Beutel in meine Tasche zu stecken und die Schuhe dann darin umher zu tragen. 

Conny Small

Tag 4 – Royal Rock Tempel

Nächste Station war in Dambulla der „Royal Rock Tempel“.

Bei der Ankunft ist man erstmal etwas irritiert von dem kitschigen Buddha, der das Dach des „Golden Temple“ ziert. Eine Frechheit ist, dass auf einer Inschrift geschrieben steht, dass es sich hierbei um die größte Buddhastatue handeln soll. Mir war gleich klar, dass das nicht stimmen kann. Schon allein der „Big Buddha“ in Hong Kong ist größer. Ich habe jetzt natürlich nochmal nachgeforscht und eine Buddhafigur mit 74 m Höhe gefunden. Allerdings bin ich mir nicht 100% sicher, ob „der Große Buddha von Leshan“ wirklich die größte Buddhastatue ist – denn hier steht nur „weltgrößte Statue eines Buddha aus Stein“ geschrieben.

Außerdem findet man neben dem „Golden Temple“ die erste buddhistische Rundfunk- und Fernsehstation Sri Lankas.

Nach einem Aufstieg erreicht man dann die 5 Höhlen, die schon seit dem 1. Jahrhundert vor Christus zur Anbetung dienen. In den Höhlen befinden sich verschiedene (Buddha-)Statuen und zahlreiche historische Wandmalereien. Man findet zum Beispiel in der ersten Höhle (Devaraja Viharaya) einen 15 m langen liegenden Buddha. Die anderen Höhlen heißen Maharaja Viharaya, Maha Alut Viharaya, Pachima Viharaya und Alut Viharaya. Der Eintritt hat 1500 LKR pro Person gekostet.

Anschließend gab es auf dem weiteren Weg ein Mahl, welches traditionell in Tontöpfen gekocht wurde.

Conny Small

Tag 4 – Aukona Buddha

Weiter ging es zu dem 12 m hohen Aukona-Buddha. Aukona heißt übersetzt soviel wie „die Sonne essen“ (Aue = Sonne, kanava = essen). Es soll die zweitgrößte stehende Buddhafigur in Sri Lanka sein.

In Constis Reiseführer von 2006 war noch ein Eintrittspreis von 250 Rs. vermerkt, in einem von 2012 waren es 500 Rs. und inzwischen sind es schon stolze 750 Rupien pro Person. Der Aukona-Buddha wurde aus Stein gemeißelt und ist ca. 1000-1500 Jahre alt.

Man findet auf dem Gelände außerdem einen Boddhibaum und eine kleine Dagoba. 

Conny Small

Tag 4 – von Anuradhapura nach Sigiriya

Nach dem Frühstück sollte es heute mit dem Bus weiter nach Sigiriya gehen. Der Plan stand und wir wollten in Dambulla umsteigen. Wir hatten schon einen Tuktuk-Fahrer für 9 Uhr geordert, der uns zur Bushaltestelle fahren sollte. Doch zu unserem Glück fuhr ein anderes deutsches Pärchen auch nach Sigiriya und sie fragten uns, ob wir in ihrem bestellten Van (inklusive Fahrer) mitkommen wollten. So kamen wir in den Genuss auf dem Weg dorthin noch ein paar Sehenswürdigkeiten mitzunehmen.

Zuerst hielten wir nordwestlich des Kala-Wewa-Sees in der „Tonigala-Kalawewa-Galewela Road“ an und es ging nach einem kurzen Spaziergang zu einem kleinen Tempel, der in einen Felsen gebaut ist. Von dort aus hat man auch einen wundervollen Ausblick über die Landschaft.

Conny Small

Tag 3 – Mihintale

Mihintale liegt 13 km von Anuradhapura entfernt und gilt in Sri Lanka als „Wiege des Buddhismus“. 247 v. Chr. wurde König Devanampiya Tissa zum Buddhismus bekehrt und er ließ ein Kloster auf dem Missaka Berg errichten.

Läuft man den Treppen entgegen, kommen einem auch gleich die ersten Führer entgegen. Das schlimme ist, dass man noch nicht einmal gefragt wird, es wird einfach munter drauf losgequatscht. Wir haben ihn nett abgewimmelt, aber immerhin haben wir dadurch erfahren, dass nach der ersten Treppe eine andere nach rechts führt. Dort findet man eine alte Dagoba. Als wir zurück sind und der anderen Treppe weiter gefolgt sind, kamen wir irgendwann zu einer Art Podest. Dort bezahlten wir 500 LKR und folgten weiter den Treppen. Oben angekommen, muss man sich wieder bedecken und die Schuhe ausziehen. Auf den Berg findet man unter anderem eine Buddhafigur, eine weitere Dagoba und einen Felsblock. Es ist eine interessante Erfahrung mit nackten Füßen den Felsen zu erklimmen, aber die Aussicht lohnt sich und man kann von hier aus sogar die weißen Dächer der Dagoben in Anuradhapura erkennen.

Conny Small

Tag 3 – Anuradhapura

Den Tag starteten wir – in der einstigen Hauptstadt Sri Lankas – mit einer Mischung aus westlichem und Sri Lankischen Frühstück. Es gab frische Früchte, Toast, Kokosnusspancakes, Marmelade, Butter und Pol Sambal.

Nachdem Frühstück sind wir mit dem Fahrrad Richtung „Ancient City“ gefahren und haben uns zuvor das „Siri Sangabo Meditationszentrum“ angeschaut. Hier kann man den „Asoo Atariyan Buddhastatue“ sehen.

Anschließend haben wir uns zu dem Hauptanziehungspunkt Anuradhapuras begeben. Der heilige „Sri Maha Bodhi-Baum“ ist mehr als 2000 Jahre alt und damit der älteste Baum der Welt. Diese Pappel-Feige ist ein Ableger des originalen Bodhibaums aus Bodhgaya (im Nordosten von Indien) – unter diesem Baum soll Siddhartha Gautama (Buddha) die Erleuchtung erlangt haben. Der Mutterbaum selber wurde zerstört, aber man brachte wiederum einen Ableger des Baumes aus Sri Lanka ins indische Bodhgaya.

Um den Baum zu besichtigen, muss man am Eingang seine Schuhe ausziehen und die Schultern sowie Knie bedecken. Da wir uns nicht sicher waren, ob es der Baum auf der höchsten Plattform ist, fragten wie bei einem Wärter nach. Dieser zeigt uns den mit goldenen Stäben gestützten Ast.

Danach liefen wir weiter in den Norden und sahen uns die 55 m hohe glockenförmige „Ruvanvelisaya“ (übersetz Goldstaub) Dagoba an. Diese meist weißen Bauten sind buddhistische Bauwerke, die man sehr häufig in Sri Lanka zu Gesicht bekommt.

Weiter ging es mit dem Fahrrad zur „Mirisawatiya Stupa“, dann durch die Stadt und zurück zum Guesthouse. Dort buchten wir einen Three-Wheeler (Tuktuk) nach Mihintale. 

Conny Small

Tag 2 – von Colombo nach Anuradhapura

Nachdem Aufstehen und Umpacken von der Weihnachtskiste in meinen Rucksack, ging es dann mit dem Bus für 200 LKR zur 32 km entfernten Colombo Fort Railway Station.

Colombo ist die Hauptstadt Sri Lankas und liegt an der Westküste der Insel. Der Hafen der Stadt ist sehr wichtig. Das kann man schon an dem Namen „Kolamba“, was auf Sinhala „Hafen“ bedeutet, erkennen.

Für 290 Rs. pro Person kauften wir Tickets für die 2. Klasse (1. Klasse gab es für diesen Zug nicht) nach Anuradhapura. Dann gab es noch ein Mittagessen – für Consti Nudeln mit Hühnchen und für mich Gemüsereis. Zurück am Bahnhof warteten wir am Gleis 4 auf unseren Zug. Als dieser endlich ankam, standen wir leider genau am falschen Abteil (3. Klasse) und mussten an das andere Ende zur 2. Klasse laufen. Dadurch waren bereits alle Sitzplätze belegt und wir bereiteten uns innerlich auf eine 5-stündige Zugfahrt im Stehen vor. Glücklicherweise ging eine Passagierin schon nach 10 Minuten und wir hatten einen Sitzplatz. Zwei Stationen weiter stieg auch mein Sitznachbar aus und so konnten wir die Fahrt sogar mit einem Fensterplatz genießen. Nur das Gewackel und die Müdigkeit störte die Reise. Allerdings bot die Zugfahrt eine wunderbare Aussicht – Palmen, Ackerbau, unterschiedliche Häuser und Hütten. Man kann auch wunderbar das Sri Lankische Leben beobachten – z.B. Frauen, die ihre Wäsche im Fluss waschen, beim Kochen und sogar beim Lernen in einer Schule ohne Außenwände.

Mit einer Verspätung von ca. einer Stunde sind wir dann in Anuradhapura angekommen und mit dem Taxi zum Guesthouse gefahren. Wir wurden im „Little Paradise“ freundlich in Empfang genommen und haben, obwohl wie nicht vorbestellt hatten, noch ein Abendessen (Rice & Curry) bekommen.

Conny Small

Tag 1 – Anreise

Nachdem es Probleme mit der Post gab, wurde mein Paket aus Deutschland mit meinem Backpacker-Rucksack zurück gesendet. Somit stand ich ohne ein Packutensil da und wir beschlossen, dass Constantin meinen Rucksack mit nach Sri Lanka bringt und ich mit einem Karton anreise. Ich fand glücklicherweise einen sehr stabilen und entfernte einige Aufkleber. Aber ich befürchtete dennoch, dass es Probleme am Flughafen mit den ganzen Aufdrucken geben könnte. Kurzerhand entschloss ich den Karton zu bekleben. Am Ende sah es aus wie ein Weihnachtsgeschenk – perfekt für das Reisedatum. Die nette Tante am Check-In-Schalter konnte sich ein schmunzeln nicht verkneifen und sie fragte mich zweifach ob es ein Geschenk sei, ob ich da wirklich nur Anziehsachen drin habe und ob es mein einziges Gepäckstück ist. Jetzt musste ich nur noch hoffen, dass mein weihnachtliches Paket heil in Sri Lanka ankommt. Während es einen Direktflug nach Colombo bekam, durfte ich noch einen Zwischenstopp in Bangkok machen. Aufgrund einer Verspätung meines ersten Fluges, war der Check-In-Schalter dort schon geschlossen und ich musste ohne Bordkarte zum Gate flitzen. Zum Glück gab es aber keine Probleme und ich durfte weiterfliegen. Nur bei der Einreise gab es zuerst eine Unstimmigkeit mit meinem Visum, das ich vorher im Internet beantragt hatte. Wie sich herausstellt, war es aber mein eigener Fehler. Statt einem „O“ tippte ich eine „0“ ein. Nach der Visakontrolle wird man nett von eine Sri Lankischen Musikband in Empfang genommen – spätestens jetzt ist einem klar, dass man im Urlaub angekommen ist :-)

Consti reiste von Berlin nach Doha, hatte dort einen 11 Stündigen Zwischenstopp und flog dann weiter nach Colombo, wo wir zwei uns dann endlich nach 4 Monaten wieder sahen. Zusammen sind wir dann mit dem Taxi zu unserer ersten Unterkunft gefahren. Das 3 km vom Flughafen entfernte „Neo Holiday Home“ ist prima, vor allen dann wenn man wie wir erst nachts halb 1 ankommt und einfach nur noch ins Bettchen fällt. 

Conny Small

Einleitung

Um das Weihnachtsfest und Silvester gemeinsam zu feiern und uns nach 4 Monaten endlich wieder zu sehen, trafen Constantin und ich uns auf der Insel Sri Lanka, die südöstlich des indischen Kontinents gelegen ist.