Irland 2014

Rundreise durch den südlichen Teil Irlands. Im Wesentlichen haben wir die Highlights des Südteils der Irischen Insel bereist.

Dublin
Dublin, Ireland

Linienflug von Frankfurt nach Dublin mit Lufthansa. Perfekter Service, pünktlich, gut organisiert - Lufthansa eben. Der Preis pro Person lag unter 200 €, weil bereits im Dezember gebucht.
Da wir mit sechs Erwachsenen unterwegs waren, hatten wir einen FVAN über SIXT gebucht. Die Autovermieter sind am Dublin-Airport eigentlich nicht zu übersehen.
Die Formalitäten waren schnell erledigt und eine Stunde nach Ankunft konnten wir unseren VW-T4 übernehmen.
Die oft genannten "alten Karren" in Irland kann ich nicht bestätigen. Unser Auto war 2013 zugelassen (was man in Irland an den Kennzeichen erkennen kann) und in einwandfreiem Zustand.
Navigationssysteme bieten alle Vermieter an, sind aber aus meiner Erfahrung nicht notwendig, wenn man sich eine vernünftige Straßenkarte (1:300000) besorgt und versteht mit dem Smartphone zu navigieren.
Ein Navi würde bei Sixt 11,00 € pro Tag kosten.

Über die M4 haben wir dann Dublin in Richtung Westen verlassen. Es ist vielleicht keine schlechte Idee zuerst aus der Stadt zu fahren und sich auf weniger befahrenen Straßen in den Linksverkehr zu gewöhnen. In Dublin selbst ist der Verkehr ziemlich dicht und teilweise etwas chaotisch.

Tullamore
Offaly, Ireland

Übernachtung im Central Hotel, Tullamore, das den Namen "Central" wirklich verdient, denn es liegt in einer Parallelstraße zur Hauptstraße. Hotel und Zimmer sind sauber und ordentlich geführt. Der Zimmerpreis liegt bei 69 € p. Doppelzimmer. Das Frühstück ist perfekt.

Tipp für's Abendessen: SIROCCOS (ital. Restaurant ca. 5 Gehminuten vom Hotel)

Wer in Tullamore Zwischenstation macht, sollte es nicht verpassen, das Tullamore Dew Heritage Centre zu besuchen.

Hier kann man sich über die Geschichte des Tullamore Whiskey informieren. Dieser Whiskey wird zur Zeit nicht mehr in Tullamore produziert, was sich aber ändern wird.

In den Genuß einer kompletten Führung kommt man allerdings nur, wenn man sich einer größeren Gruppe anschließen kann. Das kann u.U. Wartezeit bedeuten. Wenn man zeitig dran ist und freundlich nachfragt, bekommt man aber eine Kurzführung, die dann auch kostenfrei ist. (allerdings ohne die Verkostung am Ende, was morgens um 9:30 Uhr sicher kein Schaden ist ;-)  )

Ansonsten ist Tullamore ein ruhiges Städtchen, dass eine Bummel lohnt, um sich einen ersten Eindruck über Irlands Ortschaften zu verschaffen.

Clonmacnoise
Offaly, Ireland

Die Klosteranlage von Clonmacnoise halte ich für ein Muss, wenn man Irland besucht und Interesse an der Geschichte des Landes hat.

Die Anlage stammt aus dem 6. Jahrhundert und liegt malerisch direkt am Shannon. Bekannt ist dieser Ort vor allem durch die überaus gut erhaltenen Hochkreuze, die im Original in der dortigen Ausstellung zu sehen sind. Im Freien stehen derzeit Repliken.

Eine Audio-Show gibt einem einen ersten Einblick in die Geschichte und Bedeutung des Klosters.

Hier sollte man durchaus zwei bis drei Stunden einplanen und sich die Details genauer ansehen. Die Bildhauerkunst aus dieser frühen Mittelalterzeit ist wirklich beeindruckend.

Ballyvaghan
Clare, Ireland

Auf dem Weg zu den Cliff of Moher sind für über die N67 nach Kinvarra in den Nationalpark "Burren" gefahren.

Diese steinige und vom Wetter gekennzeichnete Landschaft passt zu den Menschen, die hier versuchen dem Land und Meer das Lebenswichtige abzugewinnen.

Übernachtet haben wir im B&B Seacoast
Lodge (Fanore), das ca. 100 Meter von der Küste in Mitten einer atemberaubenden Landschaft liegt. Geführt wird es mit sehr viel Liebe und Sorgfalt vom Ehepaar Fitzgerald.

Idealerweise liegt ca. 50 m entfernt auch das Pub O'Donohue in dem man phantastisch Essen kann. ("Fish and Chips" weit weg von dem fettverseuchten Fastfood in Zeitungspapier- und frischer geht es wirklich nicht).

Nach dem Essen sollte man dann an die Bar umziehen. Dort kommt man mit dem Inhaber und den Gästen schnell in Kontakt und kann sich sein Guinness schmecken lassen.

Wer will kann dem Essen auch einen Strandspaziergang folgen lassen und den Sonnenuntergang geniesen.

Cliffs of Moher
Clare, Ireland

Dem Tip einer Freundin folgend haben wir das Besucherzentrum gemieden. Dort ist man mit dem Befahren des Parkplatzes bereits gefangen und kann die wirklich großartige Landschaft über eine 1,50 m hohe Schutzmauer bewundern.

Wer nichts gegen eine kleine Wanderung hat, sollte besser den alten Wachturm von "Hags Head" im Süden ansteuern. Dieser wurde als Schutz gegen eine Angriff Napoleons auf die Westküste Irlands auf den Fundamenten der Burgruine "Mothair" errichtet. Diese gab dem Küstenabschnitt übrigens ihren Namen.

Parken kann man für 2 € auf dem Hof eines Privathauses ca. 800 m unterhalb des Turms.

Es führt dann ein schmaler Wanderpfad entlang der Küste Richtung Norden (Wegstrecke ca. 5 km bis zum Besucherzentrum der "Cliffs of Moher".

Wir waren nahezu alleine auf dem Weg, fernab von allen Besucherströmen und konnten die Landschaft richtig geniesen.

... und wir hatten die Möglichkeit, auf dem Bauch liegend, die Steilklippe hinabzusehen.

Naturliebhabern sei ein Fernglas empfohlen, denn an der Steilwand nisten tausende Seevögel, deren Geräuschkulisse das Erlebnis nahezu perfekt machen.


Killimer
Clare, Ireland

Auf unserer Weiterreise Richtung "Ring of Kerry" haben wir uns entschlossen, die Fähre zwischen Killimer und Tarpert zu nehmen. Für 16 € kann man dort die Meerenge in 15 Minuten überqueren und spart sich den Weg über Limerick, der sicher fast zwei Stunden Fahrtzeit in Anspruch nehmen würde.

Um eine Pause einzulegen, würde ich heute den Ort Killimer empfehlen. In Tarpert sind die Möglichkeiten sehr beschränkt. Unser Reiseführer hat das Ferry House Hostel in Tarpert empfohlen, das über "ein hübsches Cafe" verfügen soll. Hier scheint uns der Autor am Vorabend doch zu sehr ins Pint geguckt zu haben. Das Cafe und auch das Haus machen von außen einen guten Eindruck, aber beim Blick hinter die Kulisen offenbart sich die "Messi-Wahrheit"

Also unser Tip "besser in Killimer" !

Dingle
Kerry, Ireland

Die gesparte Zeit aus der Fährüberfahrt, haben wir für eine Abstecher auf die Halbinsel Dingle genutzt. Das gleichnamige Hafenstädtchen ist einen Besuch wert.

Boolteens
Kerry, Ireland

Übernachtungstip:  Murphys
Farmhouse B&B in Boolteens

Gehört ein Farmerfamilie, die neben dem B&B auch ein Pub im Ort betreibt.

Eine sehr angenehme Übernachtungsmöglichkeit mit gepflegten Zimmern und einem ordentlichen Frühstück.

... und ein idealer Ausgangspunkt um am nächsten Tag auf den Ring of Kerry zu starten.

Killarney
Kerry, Ireland

Der Ring of Kerry ist mit Sicherheit ein Höhepunkt unserer Tour gewesen.
Man fährt entlang der N70 und es bieten sich einem eine Reihe spektakulärer Ausblicke.
Die Reisebusse fahren die N70 gegen den Uhrzeigersinn, was wir ebenfalls gemacht haben. Die großen Reisebusse auf den engen Straßen im Gegenverkehr zu haben ist manchmal etwas "tricki".

Unser Tip: Entlang des Ring of Kerry sind eine Reihe von Aussichtspunkten ausgewiesen. Diese steuern alle Busse an und kippen dort ihre Ladung aus. Zu jedem ausgewiesenen Parkplatz gibt es aber meist auch 500m vorher/nachher einen Parkplatz der ebenso empfehlenswert ist, den man aber meistens für sich alleine hat.

Noch besser ist es die N70 zu verlassen und auf den kleinen Küstenstraßen ein Stück zu fahren.

Aus unserer Route folgender Tip:
In Cahersiveen die N70 nach rechts verlassen und über die Brücke fahren. Man kommt dann zur Burgruine "Ballycarberry", die direkt am Wasser liegt. Achtung ! Die Straße dorthin ist wirklich schmal.

Auf dem Rückweg zur N70 ist uns ein Wegweiser zu einer "Salmon Smookery" aufgefallen. Dort kann jedermann frischen geräucherten Lachs kaufen. Der Inhaber hat uns sogar einen Blick in seine Produktion gestattet.
Wir kauften dort für 24 € feinsten geräuchten Lachs (700 gr.)

An alle die glauben im Airport Dublin günstig Lachs kaufen zu können - dort kosten 400 gr. 26 € und keiner weiß wie lange er schon dort liegt.

Mallow
Cork, Ireland

Die Stadt Mallow war die wahrscheinlich einzige Enttäuschung auf unserer Reise.

Hier wird deutlich, dass die guten Zeiten schon lange zurückliegen. Vom "wohlhabenden Ort", wie unser Reiseführer beschreibt, haben wir auf jeden Fall nichts gesehen.

Übernachtet haben wir im Annabella Lodge, das der einzige Sonnenstrahl in dieser trüben Stadt für uns war. (Wir haben kein einziges Foto dort gemacht !)

Cashel
Tipperary, Ireland

Wer sich für die Geschichte von Irland interessiert, kommt am Rock of Cashel nicht vorbei.

Auf einem Kalkfelsen erhebt sich aus einer grasbewachsenen Ebene die Festungsanlage, die ihren Ursprung im 4. Jahrhundert hat.

Hier residierten über 1000 Jahr lang die Könige und Kleriker.

Die Anlage besteht aus einer Kathedrale einem Rundturm und etlichen anderen Gebäuden. Eine Audioshow (auch in Deutsch) erläutert die Geschichte des Rock of Cashel.

! wirklich empfehlenswert !

Kilkenny
Kilkenny, Ireland

"Diese Stadt macht einfach Spaß, ob man nun durch die mittelalterlichen Straßen schlendert, am Ufer des Nore faulenzt oder von Pub zu Pub zieht, um traditionelle Musik zu hören."

So steht es in unserem Reiseführer - und genau das ist es.

Diese Stadt ist wirklich Klasse und bietet für jeden etwas. Wir haben den Nachmittag genutzt um die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten zu erkunden und konnten am Abend das Nachtleben geniesen.

Ein Tip für das Abendessen ist sicherlich "The Field". In diesem Pub gibt es sensationelle Steaks und Burger. Zudem hatten wir das Glück, das in dieser Sportsbar am Samstag Abend ein Hurling Spiel übertragen wurde. In Minuten füllt sich der Raum mit sportbegeisterten Iren, die ihre Mannschaft lautstart anfeuern. Die Stimmung war grandios, aber nichts für Leute die mit Lautstärke nichts anfangen können.

Wir haben den Abend in "Tynan's Bridge House" bei ein paar Pints ausklingen lassen. Dieses 300 Jahre alte Pub sollte man sich nicht entgehen lassen.

Übernachtet haben wir im CELTIC
House, 18 Michael Street, Kilkenny City . Das B&B wird von Angela Byrne, einer Schriftstellerin, und ihrem Mann John geführt. Das Haus ist sehr liebevoll eingerichtet und hervorragend geführt. Angela und John vertreten Irland seid Jahren bei der St. Patrick Parade in St. Diego und sind weit gereist. Bei einem Schwätzchen bekommt man oft wichtige Informationen und Tips. Da das Haus fast in der City liegt, kann man von dort alles zu Fuß erkunden.

Dublin
Dublin, Ireland

Für Dublin sollte man mindestens zwei volle Tage einplanen (besser mehr). Da unsere erste Irlandtour aber auf den Westen ausgelegt war, hatten wir leider nur einen Tag Zeit, was eigentlich nur dazu reicht, sich einen Überblick zu verschaffen.

Da wir aus einer Gegend kommen, die stark mit dem Brauereiwesen verbunden ist, war für uns das Guinness-Store-House natürlich ein Muss. Wenn man sich mit dem Prozess des Bierbrauens schon mal beschäftigt hat, erfährt man rein technisch nicht Neues. Aber die Art der Präsentation ist hier wirklich einmalig und deshalb für jeden empfehlenswert. Wer seinen Besuch hier vorab planen kann und will, sollte sein Ticket bereits zuhause online buchen. Das spart Zeit und vor allem Geld.

Beim Stadtbummel haben wir uns dann einen groben Überblick verschafft und die Erkenntnis gewonnen, dass man hierhin nochmal kommen muss, um sich vieles detaillierter anzusehen. Das Cassidy Hotel in der Cavendish Row war, aufgrund seiner zentralen Lage, der ideale Ausgangspunkt für uns. Auch das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt.

Auf jeden Fall sollte man nicht versäumen, Abends einen Bummel durch Tempel Bar zu machen. Die Stimmung dort ist wirklich einmalig und es gibt eine Reihe guter Pub's, die einen einladen sein letztes Pint zu geniesen.

booking.com

Diese Route gefällt dir? Dann mache dich jetzt auf die Reise. Booking.com hilft dir dabei.

Route