Beijing

Aufgrund eines Auslandssemesters bin ich für 6 Monate in Hong Kong. Und wenn man einmal in China ist, dann möchte man gerne einen Abstecher in die Hauptstadt der Volksrepublik unternehmen sowie die Chinesische Mauer hautnahe erleben. Hier sind die Erlebnisse einer 6-tägigen Reise (vom 20.11 bis 26.11.2013) zusammengefasst.

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Conny Small

Sommerpalast

Unseren letzten Tag haben wir auf dem Gelände des kaiserlichen Sommerpalastes verbracht. Er befindet sich im Nordwesten Pekings etwas außerhalb vom Zentrum. Das riesige Areal lädt wunderbar zum Spazieren ein. Für ein Kombi-Ticket haben wir 50 ¥ bezahlt.

Genau genommen handelt es sich um den Neuen Sommerpalast. Der alte wurde mehrfach zerstört und der neue an einer anderen Stelle aufgebaut. Jedoch wurde auch dieser Palast zweifach zerstört, ein letztes Mal Anfang des 20 Jahrhunderts wieder aufgebaut, 1908 geschlossen und erst ab 1924 war er für die Öffentlichkeit freigegeben. Aufgrund zu hoher Eintrittspreise wurde eher selten besucht und viele Gebäude zerfielen und der Park verwüstete. Es dauerte es noch einmal bis der Sommerpalast ab 1949 saniert wurde.

Durch das nördliche Palasttor haben wir das Gelände betreten und haben uns in den Süden auf den Hügel der Langlebigkeit fortbewegt. Außerdem sahen wir unter anderen den Pavillon der vier großen Kontinente, den Pavillon des Buddhistischen Wohlgeruchs, Jade-Palast über den Wolken, den 728 m langen Kunstgaleriegang Chang Lang, Garten der Tugend und Harmonie und das 21 Meter hohe Theatergebäude. Wir finden dieses Theater hat eine große Ähnlichkeit mit dem Theater in der Verbotenen Stadt. Im Theater konnten wir eine 30-minütige Vorstellung mit Tänzen, Showkampf und Trommeleinlagen verfolgen.

Eigentlich wollten wir den Kunming-See umrunden, aber aufgrund der Eiseskälte sind wir nur bis zur Siebzehn-Bogen-Brücke gelaufen. Dort wollten wir die Insel mit dem Tempel des Drachenkönigs anschauen, aber leider war die 150 m lange Brücke nur bis zur Mitte begehbar und der Rest gesperrt. Über den Kunming-See spannt sich noch eine weitere Brücke – die aus Marmor bestehende "Jadegürtel-Brücke".

Folglich sind wir den ganzen Weg zurück gelaufen und am Ende noch durch die Suzhou-Straße, die entlang des Wassers am Hinterer See gebaut ist, spaziert.

Conny Small

Stadtplanungsmuseum

Das Museum gliedert sich in vier Ebenen und wir haben jeweils einen Studenteneintritt von 15 ¥.

Im dritten Stock findet man ein riesiges Stadtmodell im Maßstab von 1:75 von Peking. Das Modell wurde am Rand mit Fotos unter einer Glasplatte erweitert. Man kann sogar auf den Glasplatten herumlaufen – aber Vorsicht auf einer Glasplatte dürfen nur maximal 4 Personen stehen.

Im letzten Stock befindet sich u.a. eine Ausstellung wie Peking bzw. China es schaffen will eine Reduzierung von Kohlenstoffemission zu ermöglichen. Unserer Meinung nach sollte wohl jeder Einwohner Pekings mal diesen Abschnitt des Museums besuchen!

Conny Small

Himmelstempelpark (Tiantan)

Der Himmelstempelpark liegt im Süden der Verbotenen Stadt und ist der größte Tempelkomplex Chinas. Er wurde in der Ming und Qing Dynastie von chinesischen Kaisern für zeremonielle Opferungen verwendet. Wir bezahlten für den Eintritt 30 ¥ und ich wurde äußerst unhöflich bedient. Nach der Nachfrage, ob es einen Studentenrabatt gibt, wurde mir patzig verneint. Also ich der Dame meinen Studentenausweis zeigte und ihr erklärte, dass ich an einer chinesischen Universität studiere, bekam ich als Antwort: „only chinese people!“. Wie nett, das nächste Mal sollte ich mir wohl die Haare schwarz färben und Schlitzaugen anmalen. Obendrein bekam ich – ohne Nachfrage – eine englischsprachige Karte zum zusätzlichen Preis von 10 ¥ dazu, die ich eigentlich gar nicht wollte. Gemerkt habe ich das dann aber erst hinterher, da Daniel und Dominik keine Karte bekommen haben und ich erst mein Wechselgeld zu spät zählte. Ich hoffe die Dame hatte einfach nur einen schlechten Tag – aber nun zurück zum Park.

Er hat im Norden einen runden und im Süden einen eckigen Grundriss. Das ist auf die Annahme zurückzuführen, dass der Himmel rund und die Erde eckig ist. Weiter glaubte man der Himmel ist überirdisch und die Erde niedrig. Als Farben für den Himmel wurde blau und für die Erde gelb gewählt, was durch den Himmeltempel reflektiert wird.

Im Norden des Parks konnten wir die runde „Halle der Ernteopfer“ (Qiniandian) betrachten. Sie ist 38 m hoch, hat einen Durchmesser von 30 m und steht auf einer 20 m hohen, dreistöckigen Marmorterrasse. Die Holzhalle wurde ohne ein Gestell und ohne einen einzigen Nagel erbaut.

Weiter südlich steht die „Halle des Himmelsgewölbes“ (Huangqiongyu). Sie ist ca. 20 m hoch und 16 m breit. Außerhalb des Rundbaus befindet sich die „Echomauer“ (Huiyinbi). Angeblich kann man etwas an einer Stelle der Mauer sagen und hört es an es an einer anderen Stelle wieder. Leider waren zu viele Menschen an der Mauer und es war zu laut, sodass es nicht möglich war es wieder zu hören.

Noch weiter südlich im Himmelstempelparks ist der Altarhügel (Jitiantai) – eine 5 m hohe Terrasse aus schneeweißem Stein. Die oberste Terrasse hat einen Durchmesser von 30 m, die mittlere 50 und die unterste 70 m.

Nahezu im ganzen Park verstreut, kann man wunderbar die ältere Generation beim Frühsport beobachten. Es wird zum Beispiel getanzt, gesungen und Tai-Chi betrieben. Man darf natürlich überall mitmachen und wir haben eine spezielle Art Federball ausprobiert. Daniel hat sich ein Set bestehend aus 2 Schlägern und 3 Bällen „Taiji Rouli Ball“ oder auch „Taiji Bailong Ball“ genannt – so heißt diese Spiel nämlich – für 50 ¥ gekauft.

  • Small
    Claus hat am kommentiert:

    Enorm, was die "älteren Herrschaften" da so treiben. Ich war im September mit dem Fahrrad in Peking und habe auch nur gestaunt. Tolle Fotos, toller blog.

Conny Small

Konfuziustempel

Auch im Konfuziustempel probierte ich mein Glück und fragte nach einem Studentenrabatt. Die Antwort war, dass es einen gibt – allerdings nur für Studenten, die im Jahre 1990 und danach geboren sind. Somit bezahlte Daniel 15 ¥ und ich durfte aufgrund meines zu hohen Alters 30 ¥ blechen.

Der Konfuziustempel liegt in der Nähe des Lama-Tempels und daher im Nordosten Pekings. Er wurde 1306 gebaut und ist der zweitgrößte Tempel zur Verehrung des Philosophen Konfuzius. Das wohl größte Gebäude befindet sich hinter dem Ehrentor – es ist die „Halle der Vervollkommnung“ (Biyong).

Auffallend sind die interessanten Baumformationen, die auf dem Gelände verteilt stehen.

Conny Small

CCTV- Headquarters

Das CCTV-Gebäude (China Central Television) ist eine architektonische Meisterleistung und wurde von den Einwohnern Pekings liebevoll „Unterhose“ getauft.

Es wurde erst im letzten Jahr fertiggestellt, hat eine Höhe von 234 m und gilt als das zweitgrößte Bürogebäude der Welt.

Conny Small

Lama-Kloster (Yonghe Gong)

Angeblich ist das Lama-Kloster eines der schönsten tibetisch-buddhistischen Tempel außerhalb Tibets und zugleich der größte in Peking. Für den Eintritt bezahlten wir 25 ¥ und es gibt zur Eintrittskarte eine Mini-CD dazu.

Die Tempel wurden 1694 in der Qing-Dynastie als Prinzenresidenz erbaut und erst später im Jahre 1744 zu einem Kloster verändert. Erst seit 1981 ist das Kloster der Öffentlichkeit zugänglich.

Die Tempel vereinen mandschurische, chinesische, tibetische und mongolische Architektur.

In jeder Halle findet man buddhistische Statuen. Es gibt 5 Haupthallen – die „Yonghe-Tor Halle“, die „Halle der Harmonie“, „Halle der ewigen Hilfe“, die „Halle des Rad des Gesetzes“ und den „Pavillon des 10000fachen Glückes“. Im letzten der fünf Hallen – auch als der „Wanfu Pavillon“ bezeichnet – gibt eine 18 m hohe stehende Maitreya-Buddhafigur, die aus einem einzigen weißen 26m hohen Sandelholzstamm gefertigt wurde. Die Figur schaffte es sogar ins Guinnessbuch der Rekorde.

Das Lama-Kloster soll Frieden, Glück, Freundlichkeit und Zufriedenheit verkünden.

Die Gebetsmühlen, die auf dem Gelände verteilt sind, werden im Übrigen immer im Uhrzeigersinn gedreht.

Conny Small

Pekinger Bahnhof

Dieser Kopfbahnhof ist neben dem Süd- und Westbahnhof einer der drei Hauptbahnhöfe in Peking. Er wurde 1901 eröffnet und befindet sich östlich des Tian’anmen-Platzes zwischen der Beijingzhan Dongjie und Chongwenmen Dongdajie.

Conny Small

Ruinenpark der Ming-Stadtmauer

Der 2003 eröffnete Park liegt südlich des Beijing Bahnhof an der Chongwenmen Dongdajie. Ursprünglich war die Stadtmauer 40 km lang, 12 m hoch, an der Basis 20 m und an der Krone 12 m breit. In den 1950er Jahren wurde allerdings ein großer Teil abgerissen und heute ist der 1.5 km lange Mauerabschnitt der einzige erhaltene Teil der Stadtmauer. Er stammt aus der Ming-Dynastie (1368-1644).

Außerdem kann man den südöstlichen Eckturm der Pekinger Stadtmauer betrachten. Dieser ist der größte erhaltene Mauerwachturm Chinas

Conny Small

Gesandtschaftsviertel

Wir haben einen Spaziergang durch das Gesandtschaftsviertel unternommen. Nach dem Opiumkrieg war dies ein geschlossenes Viertel indem nur die alliierten Streitkräfte lebten. Sie errichteten dort Schulen, Postämter und Banken. Auch heute hat man bis auf ein paar Ausnahmen keinen Zugang zu den Gebäuden, aber man kann die europäischen Bauten im Kolonialstil betrachten.

Conny Small

Nationales Zentrum der Darstellenden Künste (NCPA)

Der auch als „Alien Egg“ bezeichnete Kuppelbau stellt das chinesisches Nationaltheater oder die Nationaloper dar. Es wurde 2007 eröffnet und befindet sich westlich des Tian’anmen-Platzes hinter der Großen Halle des Volkes.

Im NCPA sind zum Beispiel Vorführungen aus dem Bereich der klassische Musik, Opern, Ballett und Tanz zu sehen.

Conny Small

Tian’anmen-Platz

Der größte befestigte öffentliche Platz der Welt – der Platz (vor dem Tor) des himmlischen Friedens – erstreckt sich südlich der Verbotenen Stadt. Es gibt zwei erhaltene Tore im Süden und eines im Norden. Der Name des Tores im Norden – Tor des Himmelsfriedens – gab dem Platz den Namen.

Auf dem Platz befinden sich unter anderen das Mausoleum Maos und das Denkmal für die Helden des Volkes im Kampf um die Befreiung. Im Westen befindet sich die Große Halle des Volkes und im Osten das Chinesischen Nationalmuseum. Zudem findet man die Nullpunktmarkierung für die chinesischen Autobahnen. Das heißt die Entfernung nach Peking wird auf diesen Punkt angegeben. Vier chinesisch mythische Tiere zeigen die Himmelsrichtungen an. Qinglong ist ein grüner Drache, der für den Osten steht. Baihu ist ein weißer Tiger für den Westen. Für den Süden steht ein zinnroter Vogel – Zhuque und für den Norden steht Xuanwu, der eine schwarze Schildkröte ist.

Wir haben an einem Morgen die Fahnenzeremonie verfolgt. Man sieht einen Trupp der Volksbefreiungsarmee durch das nördliches Tor zum Tian’anmen-Platz schreiten. Auf dem Weg dorthin wird eine Hauptverkehrsstraße (Dongchang’an Jie) passiert. Der komplette Verkehr wird dafür jeden Morgen angehalten. Im Nachhinein habe ich gelesen, dass die Soldaten der Ehrengarde des Heeres auf eine einheitliche Schrittlänge von 75 cm und 108 Schritten pro Minute gedrillt wurden sind.

Conny Small

Olympiapark – Olympic Green

Im Zuge der Olympischen Spiele 2008 in Peking wurde diese Anlage errichtet. Sie liegt im Norden der Stadt.

Die drei auffallendsten Gebäude sind das Nationalstadium, das Nationale Schwimmzentrum sowie der 128 m hohe Medienturm (Linglong Ta). Das Nationalstadium, welches auch als Vogelnest (Niaochao) bezeichnet wird, diente unter anderen während der Olympischen Spiel für Leichtathletikwettkämpfe und Fußballspiele. Das zweite Objekt wurde für jegliche Wassersportarten genutzt und wird auch als Wasserwürfel bezeichnet.

Im Norden ist noch ein Park, den wir allerdings nicht besucht haben. Durch das Gelände schlängelt sich ein künstlich angelegter See, der die Form eines Drachens besitzt.

Conny Small

Chinesische Mauer – Mutianyu

Nahezu jeder Mensch kennt das größte Bauwerk der Welt – die Große Mauer (Changcheng). Im Norden Pekings und somit im Norden Chinas befindet sie sich mit einer Länge von 8.851.8 km. Nach neusten Berechnungen hatte sie eine Ausdehnung von ganzen 21196.18 km. Grund für das heutige Fehlen vieler Abschnitte liegt nicht nur an den Umwelteinflüssen der Zeit, sondern auch daran, dass viele Menschen sie als Baumaterial für ihre Häuser benutzten. Oder es wurden Teile entfernt, um zum Beispiel Platz für Verkehrswege machen.

Obwohl die Chinesische Mauer als Verteidigungsanlage des Kaiserreiches erschaffen wurde, erfüllte sie nie wirklich ihre Funktion. Die Wachtürme dienten nicht nur als Waffenlager sondern auch als Signaltürme. Konnte ein Feind ausfindig gemacht werden, entfachte ein Wachsoldat auf dem Turm ein Feuer. Somit konnte die Nachricht über feindliche Bewegung bis in die Hauptstadt übermittelt werden. Das kann man übrigens wunderbar am Anfang des Films „Mulan“ sehen. Leider ist und war die Mauer nie komplett zusammenhängend. Das heißt es gab Lücken und durch die konnten Feinde problemlos in das Reich der Mitte eindringen. Dennoch erfüllte die Chinesische Mauer einen anderen Zweck – sie wurde erfolgreich als Straße für das gebirgige Gelände benutzt.

Heute befindet sich der größte Teil der Mauer in einem sehr schlechten Zustand. Allerdings gibt es auch restaurierte Abschnitte, die von Touristen gerne besucht werden. Der wohl bekannteste Abschnitt ist Badaling danach folgen Mutianyu und Simatai. Ein nicht restaurierter Abschnitt ist z.B. Jiankou. Wir entschieden und für Mutianyu, da man bei diesem Mauerabschnitt gleichzeitig einen alten und einen restaurierten Teil bestaunen kann. Er befindet sich rund 90 km von Peking entfernt und stammt aus der Ming-Dynastie. Der Eintrittspreis war im der Tourpaket inbegriffen. Allerdings sollte er sich auf etwa 45 ¥ belaufen. Möchte man die Seilbahn und Sommerrodelbahn benutzen, was zu empfehlen ist, zahlt man nocheinmal 80 ¥.

Conny Small

Hutongs

Bei den Hutongs handelt es sich um die traditionellen Gassenviertel Beijings. In den schmalen, meist mehrere hunderte Jahre alten Gassen leben heute noch ungefähr 20% der einheimischen Bevölkerung. Mich erinnern die Hutongs an Dörfer aus alten Zeiten. Man kann hier wunderbar die Menschen im Alltag beobachten. Es gibt überall öffentliche Toiletten zu finden, das liegt wahrscheinlich auch daran, dass manche Häuser über fehlende Sanitäreinrichtungen verfügen.

Wie ich recherchiert habe, hatte früher jedes Viertel seine eigene Funktion. So gab es zum Beispiel Hutongs, die nur Kerzen hergestellt haben oder nur Mützen und Stiefel, Porzellan, Steinmetzarbeiten, usw. Außerdem waren die Hutongs so gegliedert, dass der Adel und die Elite in unmittelbarer Nähe zur Verbotenen Stadt lebten und weiter außerhalb die Handwerker und Kaufleute.

Im Zuge der Modernisierung sind viele Hutongs bereits platt gewalzt wurden. Und wie wir in einem Video im Stadtplanungsmuseum gesehen haben, werden in Zukunft immer mehr dieser Gassen verschwinden. Angeblich ist der Plan neue Hutongs im alten Stil aufzubauen.

Conny Small

Qianhai Hu

Hu heißt übersetzt See und somit sind wir am Qianhai See spazieren gegangen. Dieser See zählt zu den drei Houhai-Seen – daneben gibt es noch den Houhai und den Xihai See.

Bei 3° C Außentemperatur und 6° C Wassertemperatur konnten wir eine paar mutigen Männern beim Baden beobachtet.

Der Qianhai und Houhai See sind miteinander verbunden. An den Ufern der beiden Seen gibt es zahlreiche Café und Restaurants. Außerdem kann man hier wunderbar die umliegenden Hutongs erkunden.

Conny Small

Trommelturm und Glockenturm

Die beiden Türme wurden bis 1924 in Peking als Zeitmesser verwendet. Der rote Turm ist der Trommelturm (Gu Lou) und der eher schlicht wirkende Turm ist der Glockenturm (Zhong Lou). Beide Türme stammen aus der Yuan-Dynastie – genau genommen aus dem Jahr 1272. Allerdings sind beide einen Brand zum Opfer gefallen und später wieder errichtet wurden. Der jetzige Glockenturm stammt zum Beispiel aus dem Jahr 1745.

Man kann beide Türme besteigen. Wir haben uns für den Glockenturm entschieden, da man von dort eine Rundumsicht über die umliegenden Hutongs hat, die Nordseite des Trommelturms sehen kann und außerdem die 63 t schwere Glocke aus nächster Nähe betrachten kann.

Dank der bekannten Luftverschmutzung in Peking konnten wir einen wunderbaren Sonnenuntergang bestaunen.

Conny Small

Beihai-Park

Dieser Park liegt westlich des Jingshan-Parks und der Eintritt ist 15 ¥. Er ist seit 1925 für die Öffentlichkeit zugägnglich.

Im Park ist der riesiger Beihai-See, der ins Deutsche übersetzt schlicht und einfach „Nordsee“ heißt. Tatsächlich ist dieser See künstlich und die Jadeinsel ist aus der Erde entstanden, die zum Ausschachten des Sees benötigt wurde. Auf dieser Insel steht eine auffallende 36 m hohe weiße Pagode, die in der Qing-Dynastie erbaut wurde.

Conny Small

Jingshan-Park

Der Park liegt direkt im nördlichen Anschluss an die Verbotenen Stadt. 2 ¥ muss man für den Eintritt bezahlen. Seit 1928 ist der Park der Öffentlichkeit zugänglich, obwohl er eine ca. 1000jährige Geschichte hat. Erbaut wurde er während der Liao und Jin Dynastie.

Auffallend im Park ist (für das sonst recht flache Peking) der Hügel. Dieser ist 94 m hoch und dort stehen 5 Pavillons – Wanchun (der mittlere Pavillon), Guanmiao und Zhoushang im Osten sowie Jifang und Fulan im Westen. Die Erhebung wurde künstlich aus der Erde des 3800 Meter langen, 52 Meter breiten und 6 Meter tiefen Grabens, der die Verbotene Stadt umgibt, aufgeschüttet. Von hier aus hat man, abgesehen vom Smog, eine fantastische Aussicht über die Verbotenen Stadt und das restliche angrenzende Peking.

Conny Small

Verbotene Stadt

Nach der Großen Mauer ist das wohl bekannteste Touristenziel in Peking das Palastmuseum oder besser bekannt als die Verbotene Stadt. Es handelt sich hierbei um die größte Palastanlage der Welt, die 1406-1420 erbaut wurde. 24 chinesische Kaiser der Ming und Qing Dynastie hatten ihre dauerhafte Residenz hier.

Der Eintritt beläuft sich auf 40 ¥. Wenn man die Uhrenausstellung oder die Schmuckhalle anschauen möchte, muss man jeweils noch 10 ¥ zusätzlich ausgeben.

Die Anlag befindet sich im geografischen Mittelpunkt Pekings und ist exakt nach Norden und Süden ausgerichtet. Der Grundriss ist rechteckig und die Verbotene Stadt ist in zwei Hauptteile gegliedert – dem Außenhof (Waichao) und dem Innenhof (Neiting). Der äußere Hof liegt im Süden und war der offizielle Bereich. Der innere Hof dagegen liegt im Norden. Dort wohnten die kaiserliche Familie und der Hofstaat.

Über die Hälfte der Anlage ist der Öffentlichkeit nicht zugänglich, dennoch kann man locker mehrere Stunden in der Verbotenen Stadt verbringen. Daniel und ich schlenderten circa 4 Stunden durch die riesige Anlage.

Durch das südliche Tor – das Mittagstor (Wumen) – haben wir die Verbotene Stadt betreten. Dann sind wir östlich in einen kleinen Park und zur Keramik-Galerie abgebogen. Anschließend ging es zurück und nach dem Mittagstor folgten das „Tor der höchsten Harmonie“, „die Halle der höchsten Harmonie“ (Tai He Dian), die „Halle der Harmonie der Mitte“ (Zhong He Dian) und die „Halle der Harmoniewahrung“ (Bao He Dian). Die „Halle der höchsten Harmonie“ ist das größte und wichtigste Gebäude der Verbotenen Stadt. Sie ist 34 m hoch und hat einen Grundriss von 64 m x 37 m. Kein weiteres Gebäude durfte höher als dieses sein, da niemand über dem Kaiser stehen durfte. In der Halle findet man den Kaiserthron.

Man kann wunderbar die chinesische Architektur in der Verbotenen Stadt bestaunen. Mich faszinieren besonders die detaillierten Bemalungen und die geschwungenen Dächer. Wie uns später ein Freund erklärte, kann man anhand der Anzahl der Dachreiter auf dem Dachsims erkennen, wie wichtig und bedeutend ein Gebäude war. Die höchste Anzahl an Dachreitern ist elf. Es gibt nur zwei Gebäude in ganz China die 11 Figuren hintereinander auf dem Dach besitzen – dazu zählt die „Halle der höchsten Harmonie“ in der Verbotenen Stadt. Ein Kaiserpalast hat dagegen 5-7, ein Tempel oder Kaiserresidenz zum Beispiel 3 Figuren. Auf manchen Dächern in den Hutongs sieht man deshalb auch nur eine einzelne Figur auf dem Dach. Somit solltet ihr nun festgestellt haben, dass es nur eine ungerade Anzahl an Dachreitern gibt. Das liegt wiederum im chinesischen Glauben, dass ungerade Zahlen Glück bringen.

Geht man weiter und nicht durch das „Tor der Himmlischen Klarheit“ sondern wieder etwas östlich, findet man eine Uhrenausstellung, die wir allerdings nicht angeschaut haben. Außerdem gibt es in diesem Abschnitt der Verbotenen Stadt den „Vollständigen Palast des Friedens und der Langlebigkeit“ sowie die „Neun-Drachen-Mauer“.

Diese Wand ist 3.5 hoch und 29.4 m breit. Sie besteht aus 270 Fliesen und stammt aus der Ming-Dynastie.

Nördlich der Neun-Drachen-Mauer befinden sich weitere Hallen, die Schatzgalerie und die Oper. Wir sind am Ende des Abschnittes wieder in westliche Richtung gelaufen und dann wieder nach Süden. Dort sahen wir den „Kaiserlichen Garten“ (Ning Shou Gong Hua Yuan), den „Palast der Irdisch-Weiblichen Ruhe“ (Kun Ning Gong), die „Halle der Einheit und des Friedens“ oder auch als „Halle der Berührung von Himmel und Erde“ genannt (Jiao Tai Dian), den „Palast der Himmlischen Reinheit“ (Qian Qing Gong).

Die großen Fässer, die überall verteilt stehen, waren Teil des Feuerschutzes. Sie wurden mit Wasser gefüllt und in den Wintermonaten mit dicken Decken eingepackt, um sie vor dem Einfrieren zu bewahren. Wurde es zu kalt, beheizte man sie sogar. Anhand der Ringe kann man die Dynastie, aus der die Kessel stammen, bestimmen. Die Fässer aus der Ming-Dynastie besitzen zwei Eisenringe. Die Bronzeringe mit den Tierköpfen zeigen die Qing-Dynastie an. Im Palastmuseum gibt es insgesamt 308 Eisen- und Bronzekessel in verschiedenen Größen.

Zum Abschluss sahen wir die westlichen Paläste und haben die Verbotene Stadt durch das nördliche „Tor der Göttlichen Militärischen Begabung“ (Shenwumen) verlassen. Dort warten schon äußerst lästige Rikscha- und Taxifahrer, die wir gekonnt abwimmelten, denn die nächsten Attraktionen Pekings liegen nur einen kleinen Fußmarsch entfernt.

Conny Small

Essen und Trinken

Klar an Nummer eins der bekanntesten Essen in Peking steht wohl die Pekingente. Da ich allerdings kein Fleisch esse, kann ich Euch leider keine Auskunft darüber geben. Daniel und Dominik haben es einmal versucht und wählten ein Lokal, welches mehrfach ausgezeichnet wurde. Für rund 20€ pro Person würde man meinen, dass es sich um ein höherklassiges Essen handelt. Leider waren die beiden eher enttäuscht. Für mich sah es auch sehr ölig aus und für den Preis definitiv viel zu teuer. Auch das Ambiente ließ zu wünschen übrig. Da haben mir die zwei vegetarischen Restaurants, die wir besuchten, nicht nur vom Essen her gesehen besser gefallen. Und das meine ich nicht, weil ich dieses Essen lieber mag, sondern weil die Restaurants deutlich besser ausgestattet waren und das Preis-Leistungs-Verhältnis gestimmt hat. In einem Restaurant bekamen wir vor dem Essen feuchte Handtücher zur Händereinigung gereicht. In diesem Restaurant gab es auch ein Gericht, welches in einem Toastbrot gereicht wurde. Sah sehr hübsch aus und das Essen schmeckte vortrefflich. Hier hab ich seit meinem Chinaaufenthalt die wohl beste Suppe gelöffelt.

Am Straßenrand findet man sämtliche Snacks und Süßes für Zwischendurch. Zu empfehlen sind vor allen die herzhaftes Eierkuchen und die kleinen Küchlein. Für die Eierkuchen wird der Teig auf eine heiße Platte gegossen und mit einem Schieber glatt gestrichen (wie bei Crêpes). Darüber kommt ein rohes Ei und wird ebenfalls verstrichen. Am Ende wird der Eierkuchen mit einer schwarzen ölartigen Masse eingestrichen und Frühlingszwiebeln darüber gestreut. Wir haben auch gesehen, dass manchmal noch eine Platte eingerollt wird. In einer Seitenstraße haben wir für 8 ¥ eine Art Pizza oder man könnte Flammkuchen sagen bekommen. Darauf waren ebenfalls Frühlingsrollen und Karottenstreifen.

Die bereits erwähnten Küchlein kosten pro Stück nur 1 ¥ und gibt es mit verschiedenen Füllungen. Die gleichen gibt es auch im KFC, allerdings bezahlt man dort das 5fache.

Außerdem gibt es in nahezu jedem Tante-Emma-Laden einen Joghurt-Drink, der in einem weißen Porzellanbecher abgefüllt ist. Die sind an den blau-weißen Deckeln mit einer aufgedruckten Kuh zu erkennen. Ein weiteres Getränk, welches wir probierten, war eine einheimische Biersorte. Diese schmeckte allerdings sehr wässrig.

Conny Small

Tag 6 und 7

Heute ging es zum Sommerpalast, was ein wunderbares Highlight am Ende unseres Pekingausfluges darstellte. Man könnte hier Stunden verbringen, wenn es doch nur nicht so kalt gewesen wäre. Toto lud uns erneut zum Abendessen ein und in geselliger Runde ließen wir den Abend ausklingen. Zum Abschluss holten wir unser Gepäck aus dem Hostel und fuhren zurück zum Flughafen, wo wir die ganze Nacht auf unseren Flug am nächsten Morgen warteten. Die Bänke des Beijinger Flughafens sind definitiv nicht dafür geeignet eine Nacht auszuharren.

Conny Small

Tag 5

Als erster Punkt stand heute der Himmelspark auf dem Programm. Danach durchforsteten wir das Stadtplanungsmuseum und trafen auf Jin – ein Freund eines anderen Kumpels namens Eleven aus Hong Kong. Abschließend ging es zum Seidenmarkt, der über 6 Etagen verteilt ist, und in das ehemalige Rotlichtviertel.

Conny Small

Tag 4

Wir quälten uns am Morgen um 5:30 Uhr aus dem Bett um pünktlich 7 Uhr die Flaggenzeremonie am Tian’anmen-Platz zu verfolgen.

Anschließend spazierten wir zum Nationalen Zentrum der Darstellenden Künste (NCPA) und in das Gesandtschaftsviertel. Danach ging es zum Ruinenpark der Ming-Stadtmauer. Da Dominik noch ein Zugticket nach Nanning (im Süden Chinas) benötigte, liefen wir zum Bahnhof. Außerdem bestaunten wir noch das CCTV-Gebäude und erkundeten das Lama-Kloster sowie den Konfuziustempel.

Conny Small

Tag 3

Über unser Hostel buchten wir eine Tour zur Chinesischen Mauer inklusive Frühstück, Mittagessen, Busfahrt, Eintritt und englischsprachigen Guide (280 ¥). Wir entschieden uns für den Abschnitt Mutianyu, da man hier einen restaurierten und einen alten Teil der Mauer erkunden kann. Die Tour startete nach dem Frühstück um 8 Uhr und wir waren gegen 17 Uhr zurück.

Auf der Mauer trafen wir auf Dominik, der aus Fürth stammt. Wir verstanden uns gut und da er seinen Lonely Planet (ein Backpacker-Reiseführer) aufgrund von angeblicher Illegalität an der Grenze abgeben musste und quasi auf sich allein gestellt war, beschlossen wir ihn die nächsten Tage in unsere kleine Reisgruppe aufzunehmen.

Am Abend fuhren wir mit der U-Bahn zum Olympic Sports Centre.

Conny Small

Tag 2

Für ca. 4 Stunden ging es in die berühmte Verbotene Stadt. Anschließend liefen wir in den nördlich davon gelegenen Jingshan-Park. Westlich dieses Parks liegt ein weiterer Park – der Beihai-Park. Nach einem ausgedehnten Spaziergang zogen wir weiter vorbei am Qianhai Hu See und es ging zum Trommel- und Glockenturm. Abschließend haben wir einen weiteren Hutong erkundet und sind zurück zum Hostel gelaufen.

Conny Small

Tag 1

Wir flogen nach dem Mittag 3 Stunden von Hong Kong in das 1958 km entfernte Peking. Dort angekommen, ging es mit der Dìtiĕ (U-Bahn) vom Flughafen zum Hostel. Das U-Bahn-Netz ist übrigens das längste auf der Welt (456 km) und wird momentan erweitert. Wir haben preiswert im Dragon King Hostel genächtigt. Die Matratzen waren zwar etwas hart, aber ansonsten hat dieses Hostel vollkommen zum Schlafen und Duschen ausgereicht.

Am Hostel wartete auch schon ein bis dahin unbekannter Freund unseres Kumpels Mike aus Hong Kong. Toto zog mit uns durch ein Hutongviertel und anschließend lud er uns zum Abendessen in ein Restaurant.

Conny Small

Einleitung

Wenn man einmal in China ist, möchte man natürlich Peking und die Chinesische Mauer sehen. Wir haben uns für 6 Tage auf einen Trip in die chinesische Hauptstadt aufgemacht.

Zugegeben der Monat November ist wohl nicht die beste Reisezeit, aber wir hatten Glück mit dem Wetter und schönsten Sonnenschein. Nur die Kälte waren wir nicht mehr gewöhnt, aber mit einer Winterjacke und Handschuhen waren wir halbwegs gut versorgt.

Zum Thema Smog kann ich sagen, dass er definitiv vorhanden war. Man kann ihn sogar auf einigen Fotos deutlich sehen. Vor allen in U-Bahn-Stationen reagierten meine Augen mit einem brennen und die ersten zwei Tage sah es beim Schniefen ins Taschentuch so aus als wäre ich im Kohlenkeller gewesen.

Ich gebe zuerst eine Übersicht über die einzelnen Tage und danach werde ich die Sehenswürdigkeiten nochmal genauer erläutern.


Beijing
Beijing, China