Pursuit of happiness at the end of the world!

Hallo ihr Lieben da draußen, ich habe mich dazu entschlossen einen Blog für euch zu schreiben damit ihr ein bisschen miterleben könnt was ich hier erleben darf !

Blog

Dies ist dein Tour-Blog. Füge Einträge mit Fotos und Standort hinzu oder einfach nur Text und dokumentiere was du gesehen hast, wo du warst und worüber du nachgedacht hast. Wenn du möchtest, lass andere deinem Tour-Blog folgen und an deinen Erfahrungen teilhaben. Wie das geht? Hier entlang zum Video-Handbuch.

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Maria Luzia Small

Pursuit Of Happiness

Es ist unbeschreiblich, was wir alles erlebten und lernten.

Wir waren an unglaublich vielen Orten,
schliefen in 1000 Betten in so vielen verschiedenen Städten.

Wir
lernten verschiedenste Kulturen, Charaktere, Dialekte, Familien,
Haushalte, Nationalitäten, Lebenseinstellungen, Spezialitäten, Sitten
und Bräuche kennen.

Wir sammelten so viele verschiedene Eindrücke,
lernten die Gerüche der Städte, der Weltmeere, der Winde, der
Eukalyptusbäume, Palmen und Regenwälder und Menschen  kennen.

Wir
erklommen Gipfel, wanderten über Sanddünen und Vulkanlandschaften,
bewunderten Tropfsteinhöhlen mit Glühwürmchen. schwammen durch Korallenriffe in Australien und auf den Fidschis. Wir sahen paradiesische Inseln,
weiße Strände mit Palmen und knallblaues Wasser, in Los Angeles die einzigartige Wüste, sprangen aus einem vier Kilometer hohen Flugzeug und fielen über einem Vulkankrater in die Tiefe.

Wir trafen Krokodile beim joggen, wurden in der Nacht von Opossums erschreckt, hatten Papageien auf dem Zeltdach, welche uns aufweckten, hätten fast eine zwei meter Phyton überfahren, sahen Koalas in freier Wildbahn, und entdeckten einen Riffhai beim schnorcheln. Traten fast auf einen Stachelrochen und sahen einen Schwarm von Octopussen und Quallen. In Brisbane wimmelte es nur von Water Dragons und auf Mon Repos sahen wir hunderte Baby Schildkröten so wie einen Schnabeligel und eine hochgiftige Brown Snake. Wir hatten zwei kleine Babyhunde als Haustieren für drei Wochen sowie ein kleines Krokodil und eine kleine Python. Wir hatten am Abend tellergroße Nachtfalter als Gesellen, und am Tag rießen große Blaue Schmetterlinge. Wir sahen eine Herde Wildpferde und hunderte Kängurus, sahen Vogelstrauße, Baumkängurus und Wombats. Erschraken vor Rießen Spinnen, vor lauten Käfern und stolperten über Stabheuschrecken. Wir entdeckten Delfine, Robben und Pinguine. Sahen Sogar einen Pottwal, welcher in bis zu 2000 Meter Tiefe lebt. Auch einige Dingos, die um unser Camp auf Fraser Island strichen, bekamen wir zu Gesicht. Landschildkröten, Kolibris, Albatrosse, Pelikane Kakadus... und ich bin mir sicher ich habe nicht alle aufgezählt.

 Wir lernten auf eigenen Beinen zu stehen, Entscheidungen zu treffen, unabhängig
und selbstständig zu sein, uns ohne Geld durch zu schlagen,
spontan zu sein, uns über Kleinigkeiten zu freuen, zusammenzuhalten, uns
zu währen und zu verteidigen, aus unseren Fehlern zu
lernen, nicht
naiv und leichtgläubig zu sein, lernten uns selbst besser kennen, Kontakte zu knüpfen, uns demnach ein
soziales Netz aufzubauen, mutig zu sein und niemals aufzugeben,
hartnäckig nach einem Job zu suchen, mit wenig glücklich zu sein,
verschiedene Autos zu fahren, uns gegenseitig die Haare zu schneiden,
uns zu orientieren und nicht in den Großstädten zu verlaufen oder uns zu
verfahren. Wir lernten zu  surfen, zu tauchen, zu fliegen, zu angeln, zu campen, zu kochen, die schönen
Momente des Lebens zu genießen und glücklich zu sein!


Maria Luzia Small

LA 2

An einem der nächsten Tage fuhren wir mit dem Bus(!) und ich sage bewusste Bus(!), denn in LA sind öffentliche Verkehrsmittel nicht gerade sehr ausgeprägt. Ohne Auto ist man da fast schon verloren. Mit dem Bus(!) fuhren wir zum Century City Shoppingcenter, welches Open Air und damit sehr beeindruckend ist. Wir verbrachten fast den gesamten Tag dort.

Da am nächsten Tag besonders schönes Wetter war, sonnten wir uns zunächst etwas am Strand, bevor wir uns dem Balkon von Steffens Freundin widmeten. Den auf diesem herrschte großes Chaos und wir erklärten uns dazu bereit, diesen als Gegenleistung dafür, dass wir in dem Apartment wohnen dürfen, zu renovieren. Dies machten wir auch und der Balkon war kaum wiederzuerkennen. Jedoch mussten wir am Tag darauf ausziehen, da seine Freundin Untermieter hatte, die dort einzogen. Das war jedoch halb so schlimm, denn wir durften die restlichen 4 Tage bei Steffen auf dem Sofa schlafen.

An diesem Wochenende hatte sich Steffen ein Mietauto geholt! Denn wir hatten etwas ganz besonderes vor, was mit seinem eigenen Auto nicht sinnvoll gewesen wäre. Wir fuhren in die Wüste! In den "Joshua Tree National Park"! Jedoch wollten wir zu aller erst chinesisch brunchen! Das war auch wirklich eine Erfahrung! Zum Frühstück gab es dort also alles was mit Shrimps nur möglich ist und allerlei anderes verrücktes Zeug! Zum Beispiel aßen die Leute am Tisch neben uns frittierte, abgehackte Hühnerfüße und irgendetwas undefinierbares von einer Qualle! Es lief so ab, dass man sich einfach an einen der vielen runden Tische setzte und viele Chinesen mit kleinen Wagen vorbeiliefen und einem die Speisen auf den Wägen anboten. Wir hatten eine Art Brokkoli, Ente, viele Shrimps und eine Art Reis Pudding. Dazu gab es grünen Tee und viele Kleinigkeiten. Sehr spannend! 

Doch schon ging es weiter auf den Weg in die Wüste. Wir machten auf dem Weg noch bei einem Nike Outlet halt wo ich mir super coole Schwarze Nikes kaufte, welche in Deutschland wohl das doppelte gekostet hätten! 

Im National Park angekommen sahen wir sofort die ersten Joshua Trees, nach denen der Park benannt wurde. Diese Bäume haben eine sonderbare Form und ähneln Kakteen. Sie können bis zu 13 Meter hoch werden und sind seltsamerweise an keinem anderen Ort der Welt zu finden. Aufgrund der bestimmten Umweltbedingungen gibt es hier in der Wüste Kaliforniens ein ganzes Tal voll mit diesen bestimmen Bäumen! Das Wetter war typisch Wüste! Keine Wolken, trocken und heiß! Perfekt für uns gemacht! Die Landschaft war atemberaubend, so eine Landschaft hatten wir weder in Australien noch in Neuseeland noch sonst wo gesehen! Riesengroße gelb goldene Felsen ragten aus dem Bodenund dann gab es einsame Straßen wie in einem Western Film! Kakteen überall, welche in allen Farben blühten! Und ein sandig, gelb roter, staubiger Boden, welcher nur mit wenig dornigem Gestrüpp bewachsen war! 

Sofort entdeckten wir auch schon etwas ganz besonderes! Eine riesige Landschildkröte welche sich gemütlich über den heißen Boden schob! Die war soo cool! Wir waren ja auch immer auf Schildkröten Suche gewesen als wir tauchen und schnorcheln waren! Immer vergeblich! Und jetzt hatten wir hier eine ganz tolle, unerwartet vor unserer Kamera!

Allein deshalb hatte sich der Ausflug schon gelohnt! Wir hatten total Glück, den diese Schildkröten sind sehr selten geworden und man soll es auch dem Park mitteilen wenn eine gesichtet wird. Das haben wir aber erst im Nachhinein herausgefunden. 

Des Weiteren kletterten wir auf die Felsen und sahen uns alles von oben an. Weit und breit eine Wüstenlandschaft. Keine Menschen oder Häuser! So wie wir es mögen! Der Anblick war wirklich toll! Ein weiteres Highlight des Parks war die St. Andreas Falte! Eine Aussichtsplattform von welcher aus man bis nach Mexico sehen kann! Ein unglaublicher Anblick. Unbeschreiblich. So anders wie Neuseeland und doch so schön. Irgendwie ein anderes Licht. Irgendwie total besonders. Berge und ein tiefes Tal (die Andreas Falte) welche für fast alle Erdbeben Kaliforniens verantwortlich ist, da dort zwei Platten aufeinander treffen. Und diese beiden Platten waren von unserer Plattform deutlich zu erkennen! So ein toller Ausflug! 

Auch am nächsten Tag hatten wir etwas schönes vor, wir besichtigten das Kunstmuseum "Getty Centre"! Am Abend fuhren wir zu einem sog. "Griffith Observatory" um dort den Sonnenuntergang anzuschauen. Wir hatten eine komplette Sicht über die monumentale Stadt. Auch das Hollywood Zeichen war in der Ferne deutlich erkennbar. Es war wunderschön. Die Abendsonne glänzte in den Hochhäusern von Downtown und spiegelte sich auch im Meer wieder. Wer möchte denn nicht auch einmal den Sonnenuntergang in LA sehen?! Wahnsinn!Als die Sonne dann hinter den Hollywood Hills verschwand, entschied Steffen, dass wir jetzt noch unbedingt ein Koreanisches BBQ miterleben müssen. Also fuhren wir zu einem ihm bekannten Restaurant. Das war echt spannend. Man hatte einen Tisch und in dessen Mitte befindet sich ein Grill. Wir wurden total eingeräuchert aber das machte nichts, denn der auf dem Grill brutzelnde Tintenfisch schmeckt total gut! Zudem hatten wir Rindfleisch, eine sehr scharfe Tofu Suppe, Salat und viele verschiedene eingelegte Kohl Arten, was sehr koreanisch ist, auf dem Tisch. Das Essen war wirklich eines unserer Favoriten!

In den Nächsten Tagen fingen wir an zu packen und kauften noch die restlichen Mitbringsel für unsere Lieben im guten Deutschland. Wir freuten uns wirklich schon sehr auf zu Hause, auf die Familie und auf unsere Freunde. Wir hatten so wahnsinnig viel Gepäck und mussten wirklich kämpfen aber letztendlich waren die Koffer mit etwas Übergewicht gepackt und es konnte losgehen. Steffen fuhr uns dann zum Flughafen und nach einem traurigen Abschied und tausendmal bedanken, schoben wir unsere schweren Koffer in die Eingangshalle. Denn dort wartete bereits der letzte Flug unserer 6,5 monatigen Reise auf uns.



Maria Luzia Small

LA BABY

Das meiste lag bereits hinter uns: Australien, die Fidschi Inseln und auch Neuseeland. Nun stand unser letzter Stop auf dem Plan. The city of Los Angeles. 

Nach einem äußerst langen und anstrengenden Flug kamen tot müde in LA an, wo uns Marias Onkel Steffen bereits am Flughafen erwartete. Es ist natürlich wirklich super Familie an verschiedensten Orten der Welt zu haben, denn so ist man nicht sofort aufgeschmissen, wenn man in eine Metropole mit 17 Millionen Einwohnern kommt, in der man zuvor noch nie war. Gleich nach unsrer Ankunft wurde es sofort typical american. Steffen lud uns zu dem wohl besten Burger der Stadt ein, der auch dementsprechend super schmeckte! Anschließend überraschte er uns damit, dass wir in die Wohnung seiner Freundin ziehen dürfen, die sich zu diesem Zeitpunkt in Italien befand. Diese Überraschung war ihm total gelungen, zumal wir nicht damit rechneten und die Wohnung in dem wohl schönsten und angesagtesten Stadtteil LAs, nämlich Santa Monica lag. Zudem war der Strand nur 5 Minuten und der ebenfalls sehr schöne Stadtteil Venice nur 10 Minuten zu Fuß von dem Apartment entfernt.

Nachdem wir uns etwas ausruhten, kam Steffen abends im Apartment vorbei und gemeinsam liefen wir einmal durch die Stadt, um uns einen ersten Überblick zu verschaffen.

Am nächsten Tag legten Maria und ich los. Zunächst schauten wir uns den von Touristen überlaufenen und sehr berühmten Santa Monica Pier an und liefen an der sehr schönen und belebten Strandpromenade entlang. Wir liefen bis zum 3rd Street Boulevard, auf dem es unzählige Geschäfte gibt. Abends holte uns Steffen von dort ab und gemeinsam gingen wir ganz traditionell und super lecker mexikanisch essen.

Am nächsten Tag widmeten wir uns dem Stadtteil Venice. In diesem Stadtteil findet man die von der Miete und den Geschäften her die teuerste Straße LAs, nämlich Abbot Kinney. Ganz nach dem Motto nur gucken nicht anfassen liefen wir durch die Straße und fragten uns, wie Sachen derart überteuert verkauft werden können. Daher wundert es uns auch nicht, dass die meisten Geschäfte nicht länger als ein Jahr "überleben". Naja, man muss das halt gesehen haben. Viel spannender fanden wir dagegen die alten Kanäle des Stadtteils. Früher nämlich gab es ähnlich wie heute noch in Venedig Kanäle, die sich durch die Stadt schlängelten. Einige davon gibt es immer noch und diese sind wirklich super schön. An den Kanälen kauften wir uns schließlich noch die von 4 Kinder selbstgemachte Limonade, die aufgrund des starken Sonnenscheins super erfrischend war.

Auf dem Rückweg liefen wir an der Strandpromenade entlang, die einfach nur belebt ist. Die Menschen machen Sport, spielen Musik, führen Shows durch und verkaufen Sachen an Städten, das Beeindruckendste sind jedoch die vielen Menschen, die unterschiedlicher und einzigartiger nicht sein könnten.

Abends fuhren wir mit Steffen nach Korea Town, das aufgrund eines koreanischen Straßenfests mehr als übersaht mit Koreanern, aber auch Menschen anderer Nationen war. In Korea Town aßen wir dann auch typisch koreanisch. Rundum war das ein super Einblick in eine andere Kultur, denn dort ist wirklich alles typisch koreanisch und man fühlt sich nicht wie in Amerika.

Am nächsten Nachmittag Fuhren wir mit Steffen zum Malibu Beach, einem Strand, der etwas außerhalb in einem sehr reichen Stadtteil gelegen ist. Der Strand liegt zwischen riesigen Felswänden und lediglich eine alte verrostete Treppe führt runter zum Strand. Wir breiteten eine Decke aus und legten uns in die Sonne. Es war wirklich super schön und als schließlich auch noch zwei Delfine auftauchten, war es wie im Film. Neben den Delfinen zogen ständig riesige Schwärme von Pelikanen an uns vorbei, die sehr filigran, elegant und in ungewöhnlichen Formationen an uns vorbeiflogen. Auch den ein oder anderen Kolibri bekamen wir zu sehen. 


Am Tag darauf bekamen wir all das zu sehen, an das man sofort denkt, wenn man Los Angeles hört: das Hollywood Zeichen, den reichen Stadtteil Beverly Hills, den mit Designerläden übersähten und weltberühmten Rodeo Drive, wo jeder sich mit seinem teuren Sportwagen zur Schau stellt, den Walk of Fame, auf dem unzählige Prominente ihren eigenen Stern haben und die zum Shoppen bestens geeignete Melrose Avenue. Zwar ist das alles ganz nett anzuschauen, jedoch merkt man auch, dass man damit nur Touristen anlocken will, da LA jetzt nicht DIE Stadt mit historischen und geschichtlichen Attraktionen ist.


Für mich persönlich war der nächste Tag etwas ganz besonderes. Denn wir hatten Karten für das NBA Basketball Spiel zwischen Los Angeles und San Francisco. Was ich seit Jahren nur aus dem Internet kenne und stets mitverfolge, durfte ich bzw. wir nun hautnah miterleben. Das Spiel fand im Staple Center statt, welches in Downtown liegt. Bei dieser Gelegenheit fuhren wir schon gegen Mittag nach Downtown, wo Steffen uns den Stadtteil zeigte. Zu Downtown ist zu sagen, dass LA bei der Stadtplanung versagt hat. Denn dort gibt es kaum etwas anderes außer riesigen Hochhäusern mit Unternehmen und Banken. Leute leben dort kaum welche, es gibt ja auch kaum Geschäfte. Lediglich einige Restaurants gibt es dort, jedoch hat uns Steffen gesagt, dass dieser Stadtteil gerade im kommen ist. Ein trauriger Nebenaspekt sind auch die 80000 Obdachlosen, die alleine in diesem Stadtteil leben. An fast jeder Ecke schlafen Leute auf dem Boden, alle 100m betteln Menschen, an fast jeder Ampel stehen Obdachlose, die mit ihren selbstgebastelten Schildern versuchen, etwas Kleingeld von den Autofahrern zu bekommen. Für uns ist das sehr traurig mit anzusehen, aber es scheint so, als ob die Einwohner in dieser Hinsicht schon  richitig abgehärtet sind, da es so scheint, als ließe es sie alle kalt

. Das ist eben der Kapitalismus, den wir in Deutschland nicht haben und so nicht kennen. Abends schauten wir uns schließlich das Spiel an, das trotz des sehr einseitigen Spielverlaufs zugunsten LAs sehr unterhaltsam und beeindruckend war.

Maria Luzia Small

Melbourne die glühende Stadt

Nach unserer wunderschönen Neuseeland Reise, hieß es für uns nun wieder nach Melbourne zu fliegen. Nach einem vierstündigen Flug von Christchurch aus kamen wir um ca 12 Uhr nachts in Melbourne an! Bei unserer Landung hatten wir eine wunderschöne Sicht auf Melbourne bei Nacht! Die 4 Millionen Stadt leuchtete und glitzerte mit all ihren Lichtern! Es war wirklich ein wunderschöner Anblick! Zudem hatte ich Melbourne so sehr vermisst! Tausende von Straßen, Türmen, glühende Hochhäuser Und glimmende Vororte! Es war wunderschön! Wir fragten uns dann den Weg mit dem Bus bis in die Innenstadt, zur Flindersstreet, durch und fanden dort erleichtert Marjorie und Ghassan vor, welche schon auf uns warteten. In Brighton angekommen, fühlten wir uns erneut wie im Himmel und fielen erschöpft in unser erstes richtiges Bett nach einem Monat.

Nachdem wir es nicht fassen konnten, wie gemütlich unser Bett war, wie schön unser eigenes Zimmer war und wie gut wir vor allem geschlafen hatten, standen wir am nächsten Morgen überglücklich auf und fanden in der Küche einen Berg an Essen, welcher natürlich hauptsächlich nur für uns gekauft worden war! Wir waren so glücklich über all das Essen, das Bett, und über eine warme Dusche! Es war wirklich wie im Himmel! Nach den letzten Wochen in denen wir jeden Morgen nur Cornflakes mit Apfel "a la Zwiebelgeschmack und Schimmel" gefrühstückt hatten, und uns jeder Cent zu schade war um uns etwas hochwertiges zu essen zu kaufen, war es wirklich ein richtiger Luxus. 

Das Wetter in Melbourne war nun etwa so wie bei unserer erstmaligen Ankunft in Melbourne! Nur das es damals Frühling wär und jetzt der Herbst anbrach! Es war kalt und regnerisch! Aber trotz allem war es so gemütlich! Ich meine jetzt wohnten wir ja nicht mehr in einem Auto ;)!

Aber ein Auto gab es da ja noch! Das kaputte vor Ghassans Haustüre! Das welches wir uns ganz am Anfang gekauft hatten und das dann nach 11 Tagen den Motorschaden hatte! Puh das hatten wir ganz verdrängt! Aber jetzt war die einzige Möglichkeit und wir mussten es irgendwie los werden. Also verbrachten Jonas und ich die meiste Zeit damit, unser Auto zu verkaufen. Wir putzen es, räumten alles aus, fotografierten es, reparierten die Vorhänge, richteten die Campingausrüstung hin und stellten alles zusammen ins Netz. Es war wirklich total anstrengend! Immer meldeten sich Leute, wir vereinbarten einen Termin und die Leute kamen einfach nicht. Dadurch verbrauchten wir fast unsere ganze Zeit und konnten fast nie in die Stadt gehen. Einmal waren wir in der Stadt und wollten uns mit Tom treffen. Es hatte ja schon damals in Brisbane nicht geklappt mit dem treffen. Leider auch diesmal nicht, da plötzlich Jonas' Handy Akku leer war und ich kein Guthaben mehr hatte. Wir suchten dann ein bisschen Nach Tom in seinem Hostel (Nomads all Nations) aber die Suche blieb vergeblich. Dann mussten wir auch schnell wieder heim weil sich ein potentieller Käufer auf 3 Uhr angekündigt hatte. Also rannten wir so schnell es geht von Bahnhof in middle Brighton zu unserem Haus. Der Mann erschien dann aber natürlich nicht. Und wir warteten im rausgeputzen Auto vergeblich. So etwa, auch am Morgen und am Abend, erging es uns noch weitere 10 mal. Alles kostbare Zeit die wir hätten anders nutzen können. So schade weil wir so viel in der Star vorhatten und uns so sehr auf Melbourne gefreut hatten.

So verstrichen unsere Tage mit Warten und hoffen und der Angst was wären wenn wir das Auto nicht los bekämen. Es interessierte anscheinend auch niemanden von den anderen, außer Adri. Nach ein paar Tagen kam dann auch Adri wieder in Melbourne an, er wohnte dann aber in einem Hostel. Natürlich kam er uns dann eigentlich jeden Tag besuchen und wurde von uns durchgefüttert oder wir schauten gemeinsam Filme auf seinem Laptop. Ich war morgens immer joggen in meinem Lieblingspark um die Ecke.  Dort gab es im Frühling die Papageien schwärme in den Bäumen. Die waren jetzt aber leider schon ausgeflogen!

Dann überbrachte uns Adri eine freudige Nachricht! Sophia, welche eigentlich in Wellington arbeiten wollte und dann alleine die Nordinsel bereisen wollte, würde nun auch nach Melbourne kommen. Sie hatte nämlich keinen Job in Wellington gefunden und dachte die Chancen stünden besser in einer Großstadt wie Melbourne! Das freute mich riesig weil ich dachte ich sehe sie nun mehrere Monate nicht mehr! Und schon stand sie einen Tag später in Melbourne! Jonas und ich mussten dann aber leider schon bald abreisen denn die Reise ging ja weiter nach Amerika. Wir traffen uns also alle zusammen an unserem letzten Abend in Australien! Wir holten Adri und Sophia mit dem Auto von Ghassan, vom Bahnhof ab und fuhren direkt an den Brighton Beach. Es war Mondfinsternis und alles leuchtete orange. Es war wunderschön mit den süßen Strandhäuschen und den Drachen der Kitesurfern über dem Horizont während die Sonne langsam unterging.

Danach fuhren wir in unser Haus in der Dendystreet und packten das Bier und die Spiele aus. Marjorie hatte uns eine. Rießen Obstteller gemacht und natürlich auch etliches anderes gekocht. Wir lachten aßen und tranken viel bis wir uns dann auf in die Innenstadt machten. Obwohl es unter der Woche war, war die Stadt so lebendig und voll mit jungen Menschen! Viele Backpacker aus der ganzen Welt und Partypeople aus der Gegend mit guter Laune prägten die Stadt. Die vielen Straßenmusiker welche so unglaublich gut sind und bis tief in die Nacht auf den Hauptstraßen spielten verbreiteten eine Atmosphäre welche es nur in Melbourne geben kann! Dieses Gefühl von Freiheit und Glück werde ich sehr vermissen! Wir hatten einen wunderschönen, absolut tollen gemeinsamen Abend zusammen! Zwar waren wir am nächsten Morgen relativ fertig aber das hatte sich total gelohnt. Es war ja nicht nur ein Abschied von Adri und Sophia sondern auch von Melbourne und von Australien! Unserem zweiten zu Hause am anderen Ende der Welt!

  • Missing
    DylanHarris hat am kommentiert:

    hi. klingt doof, aber sag mal hast du einen freund?

Maria Luzia Small

Die paradiesische Natur Neuseelands!

Von Maria:

An einem anderen Tag fuhren wir zu der längsten Hängebrücke Neuseelands, der sogenannten "Buller George". Ich persönlich habe mir unter der "längsten" Hängebrücke eine ewig lange Brücke, die über eine wahnsinnige Schlucht führt, vorgestellt. Tatsächlich aber war sie etwa 110 Meter lang und führte über einen Fluss. Der Fluss war meines Erachtens nach interessanter als die Brücke, denn er war einfach knall grün, mit glasklarem Wasser! Wir überlegten dann, ob wir schwimmen wollen, aber nachdem wir die Temperatur des Wasser geprüft hatten verging uns der Spaß! Es war eisig kalt! Kein Wunder, denn sowohl die Kälte, als auch die ungewöhnliche Farbe, stammt wahrscheinlich daher, dass es sich um einen Gletscher-Bach handelte.

Dabei mussten wir aber echt mal wieder duschen! Also fuhren wir, nachdem wir ein bisschen um den Fluss gewandert waren, weiter in Richtung Hokitika! Die Landschaft wurde immer schöner je weiter wir südlich fuhren! Riesen Berge und Felsen, bewachsen mit Palmen, schossen aus dem Boden. Zur anderen Seite hin zeigte sich der Ozean! Es war ein wunderschönes Gesamtbild, obwohl es sich um zwei so unterschiedliche Landschaftstypen handelte. Bei einem besonders schönem Strand machten wir Halt und gingen im Meer baden. Das Meerwasser war natürlich auch sehr kalt aber wenigstens musste man sich nicht überwinden nass zu werden, wenn man von  eine riesigen Welle verschluckt wird! 

Das hat auf jeden Fall Spaß gemacht! Nach einer kleinen Yoga Einheit von Sophia und mir am Strand, während die Jungs noch im Meer planschten, packten wir danach unsere  Solarduschen aus und duschten am Strand! Wie fast überall in Neuseeland war auch dieser Strand menschenleer und weit entfernt von jeglicher Zivilisation. Das ist eines der schönsten Dinge in Neuseeland! Weit und breit nur unberührte Natur, Stille und keine Menschen.

Die Nacht verbrachten wir in dem sehr schönen Hokitika. (Alle Städte haben hier so komische Namen, da sie von den Maoris, den Ureinwohnern, benannt wurden) 

Am nächsten Tag fuhren wir zu den berühmten Gletschern! Wir hätten de Franz-Josef Gletscher und den Fox Gletscher sehen können. Jedoch sieht man die Gletscher nur richtig gut, wenn man für 400$ eine Hubschraubertour bucht! Das war uns dann aber um einiges zu teuer! Also entschieden wir uns dafür, einfach so nah es geht an den Fox Gletscher heran zu laufen. 

Wir liefen auf einem Wanderweg bis zu 200 Meter an den Gletscher heran. Näher war nicht erlaubt und auch zu gefährlich. Es waren schon einige Menschen von Eis-und aber auch Steinlawinen verschüttet worden. Der Gletscher war sehr faszinierend! Genauso wie die Landschaft in der er sich befand:  Überdimensionale Felsen, grau aber auch bewachsen mit Mosen, kleine Wasserfälle, welche sich durch den Regen gebildet hatten und ein großer Gletscherbach mit milchig blauem Wasser, schmückten das Landschaftsbild.

Wir entschieden uns dort zu essen und kochten uns, wie immer natürlich, Spaghetti! Als es langsam dämmerte tauchte plötzlich ein großer grüner Papagei auf welcher anscheinend in ganz Neuseeland verbreitet ist.

Es handelte sich um einen "Kea", einen schlauen sehr neugierigen Vogel! Der Kea hupfte etwa eine Stunde um uns herum und versuchte ab und zu eine Nudel zu ergattern. Als dann ein Hubschrauber in der Dämmerung über uns flog, und einen Menschen, welcher mit einem Seil von dem Hubschrauber herab hing, mit sich brachte wurde es ein bisschen gruselig bei den Gletschern! Denn wir dachten es handelt sich um eine Leiche, die vom Hubschrauber herab hing, und gerade geborgen wurde.

Als es ganz dunkel wurde fing der Vogel dann auch noch plötzlich an zu kreischen. Da niemand sonst da war, bekamen wir etwas Panik in der dunklen Wildnis, packten schnell unser Zeug zusammen und fuhren zu einem Platz zum schlafen. Das war aber garnicht so einfach! Erst einmal mussten wir ewig durch die Dunklen Waldstraßen fahren! Nicht nur grußelig sondern auch gefährlich, denn plötzlich rannte ein großer Hase über die Fahrban! Jonas konnte gerade so ausweichen, und Adri im Auto hinter und auch. Wir realisierten, dass noch viel mehr Tiere folgen würden! Also fuhren wir anstatt von 80km/h den ganzen langen Weg mit ca 50 entlang und retteten damit insgesamt 11 Hasen und 8 Opossums das Leben. Unglaublich wie es von den Tieren wimmelte. Opossums sind mittlerweile sogar eine Plage in Neuseeland und sind mit einer Population von 40 Millionen, zehn mal so häufig wie alle Einwohner Neuseelands zusammen!

Am nächsten Tag fuhren wir nach Wanaka! Auf dem Weg dorthin hielten wir bei den "Blue Pools" an. Einem Fluss welcher einfach strahlend Blau war! So blau wie ein Swimmingpool. Leider konnte man auch hier nicht baden, es war aber ein wunderschöner Anblick!Aber nichts im Vergleich zu dem was an diesem Tag noch folgte! Wanaka und sein wunderschöner See! Die bisher mit Abstand einzigartigste und schönste Landschaft die wir in ganz Neuseeland gesehen hatten! Der See war sehr groß und schimmerte dunkelblau. Er war umgeben von gelben, braunen, grauen und schneebedeckten Bergen. Auch unser Wetter war, mit einem blauen Himmel, das beste das man haben kann. Allgemein hatten wir sehr Glück mit dem Wetter und fast nie Regen, auch wenn es ab und zu kalt war. Wir verbrachten einige Stunden an dem See, bis wir nach Queenstown aufbrachen.

Einen Tag später erreichten wir das wunderschöne Queenstown. Umgeben von den schönsten Bergen, und bekannt als das "Mekka des Extremsports" ! Queenstown ist zB der Geburtsort des Bungie- Jumpings aber auch berühmt für den besten Burger der Welt, den "Fergburger"! Den Burger ließen wir uns natürlich nicht entgehen und Jonas und Adri zwei mal nicht ;)! Er war wirklich einfach nur rießig, lecker und garnicht mal so teuer. Würde jemand Jonas oder Adri fragen wie sie den Burger fanden, dann würden sie dir noch Jahre später vorschwärmen wie lecker er war! 

Am Abend campten wir auf einem sog. DOC Camp Ground. Das "Departement of Conservation" stellt für die Camper Campingplätze zur Verfügung, damit Freecamping unterbunden wird und somit die Landschaft weniger verschmutzt wird. Man muss aber eine Gebühr von 6$ pp pro Nacht zahlen.

Unser nächstes großes Ziel waren nun die berühmten Milford Sound Fjorde! Dort hatten wir eine Tour gebucht und waren schon total gespannt! Und ich muss sagen, diese Tour hat sich auf jeden Fall gelohnt! Allein schon die Landschaft auf der Strecke dort hin war atemberaubend! Es war wirklich die schönste Landschaft die wir je gesehen haben! Es scheint, als würde die Landschaft immer und immer schöner werden! Wenn du denkst schöner gehts doch garnicht, kann sie das immer wieder toppen! Neuseeland ist nicht ohne Grund berühmt für seine Natur ! Seht euch einfach die Bilder an! Unbeschreiblich! 

Wir kamen bei der Tour aus den Staunen nicht heraus. Es gab einfach Wasserfälle, welche ganz oben an der Spitze des Berges anfingen und hunderte von Metern in die  Tiefe stürzten. Bei anderen konnte man nicht mal den Anfang sehen da er über den Wolken lag! Es gab wunderschöne,große, grüne Berge und auch Schneeberge. Felsen bewachsen mit Farnen, Mosen und Flechten, dessen Wände so steil und glatt waren, dass man sich fragte, wie die Pflanzen dort überhaupt wachsen konnten. Wir sahen auch eine Robbenfamilie.

Nach diesem gelungenen Trip fuhren wir weiter nach Te Anau. Als wir dort am nächsten Morgen auf einer Bank frühstückten, kamen plötzlich drei monströse Reisebusse angefahren. Die Busse waren gefüllt mit Asiaten welche dann anfingen um uns herum zu wuseln. Wir saßen ganz normal da und aßen unser "deutsches" Brot welches wir uns in Queenstown gekauft hatten. Plötzlich gingen die Asiaten an uns zu fotografieren. Sie kamen ganz nah heran fassten unsere Töpfe an, um zu sehen, ob unser Essen warm ist (hatten uns nämlich auch Pudding gemacht). Sie fotografierten das Essen, uns, und uns beim Essen. Die hörten garnicht auf! Wir mussten uns irgendwann so zurückhalten, nicht zu lachen! Wir fühlten uns wie die Kängurus im Australischen Zoo! Es standen dann so ca. 8 Personen um uns herum und redeten mit uns (auf chinesisch!!!). Sie plapperten uns so zu obwohl wir kein Wort verstanden! Dann stellten sie sich zu uns und ließen sich gegenseitig mit uns und dem essen fotografieren.Dann war es zu spät, wir mussten einfach so Lachen! Wir posten dann noch weitere 5 Minuten mit etlichen Chinesen die ein Bild mit uns machen wollten! So fängt  ein Tag wirklich lustig an!

Dann machten wir uns auf den Weg nach Dunedin. Eine sehr schöne Stadt im Süden der Ostküste. Die Stadt war eine typische Studenten Stadt mit vielen süßen Cafés und Läden. Einmal waren wir ein bisschen durch die Stadt bummeln ein anderes mal waren wir auf der Suche nach einer Dusche!Wenn man seit 3 Wochen keine warme Dusche mehr hatte und immer im Freien mit dem schwarzen Sack ( welcher sich Solardusche nennt) duscht, dann gibt man wirklich alles für eine warme normale Dusche!

So wie wir in diesem Fall! Wir konnten einfach nicht mehr! Bei 12 grad im freien Duschen mit kaltem Wasser, Regen und Wind gehörte ab diesem Tag der Vergangenheit an! Wir hatten eine bessere Lösung: wir fuhren mit dem Auto zu einem der zahlreichen Hostels. Adri ging vor und checkte die Lage ab. Dann entschieden wir uns für eines der Hostels welches für uns am besten war. Wir schlichen uns in das Hostel hinein, an der Rezeption vorbei, mit unseren Duschsachen im Gepäck. Dann liefen wir eine Treppe hoch und gelangten zu einer Tür. Mist für diese Tür braucht man eine Karte. Aber natürlich alles viel zu Easy für uns! Wir schlüpften einfach mit den nächsten Hostelgästen, welche eine Karte hatten, mit hinein.Drinnen angekommen war es dann nicht mehr schwer die Duschen zu finden. Überglücklich hatten wir dann alle eine warme, saubere Dusche nach über 3 Wochen!

Dunedin ist mit seinem süßen englischen Baustil und seinen Albatrossen, Pinguinen und Seebären auf jeden Fall sehenswert! Wir hatten leider keine Zeit mehr die Pinguine und Seebären zu sehen. Aber Adri und Sophia haben sie gesehen und uns schöne Bilder gezeigt.


Milford Sound
Southland, New Zealand
Maria Luzia Small

Eine Wiedervereinigung, Wale und sehr viel Matsch!

Von Jonas: 

Am Tag nach unserem Skydive kamen wir aus dem Schwärmen immer noch nicht heraus. Diese Erfahrung war einfach zu überragend. 

Unsere Reise setzten wir im Tongariro Nationalpark fort. Der Tongariro-Nationalpark  ist der älteste Nationalpark Neuseelands. Der sich im Zentrum der Nordinsel erstreckende Park gehört als eine von nur 23 Stätten sowohl zum Weltkultur- als auch zum Weltnaturerbe der UNESCO. Der Tongariro-Nationalpark ist zudem der viertälteste Nationalpark weltweit. Im Zentrum des Parks befinden sich drei aktive Vulkanberge: der Tongariro (1968 m), der Ngauruhoe (2291 m) und der Ruapehu (2797 m). Dieser von Vulkanen geprägte Nationalpark bietet optimale Voraussetzungen für Wanderungen, nicht zuletzt wegen der einzigartigen Natur. Auch wenn Maria und ich nicht als Wanderer bekannt sind, absolvierten wir eine 5-stündige Wanderung durch  vulkanische Landschaft. Auf unsere Wanderung sahen wir einige Wasserfälle, das Highlight war jedoch ein mit Wasser gefüllter Krater, der inmitten dieser Landschaft herausstach.

An unsrem letzten Tag auf der Nordinseln fuhren wir in die Hauptstadt Wellington, von wo aus wir nachts die Fähre auf die Südinsel gebucht hatten. Tagsüber besichtigten wir zunähst das Nationalmuseum Neuseelands, welches "Te Papa" genannt wird. Der Name des Museums kommt aus der Sprache der Māori, des indigenen Volks Neuseelands und bedeutet übersetzt in etwa „Der Ort der Schätze dieses Landes“. Wir lernten etwas über die Geschichte, über die Landschaft, die in Neuseeland lebenden Tiere und vieles mehr. Den restlichen Tag verbrachten wir damit, uns die direkt am Meer gelegene Stadt anzuschauen. Man muss zugeben, dass die Stadt wirkich schön ist und ähnlich die Melbourne sehr viel Charme hat. Abends fuhren wir mit dem Auto auf den Mount Victoria, einem ca. 200m hohen Hügel mitten in der Stadt von Wellington. Von oben aus hatten wir einen unglaublichen 360 Grad Blick über Wellington. Wir erwischten die beste Zeit, denn es war gerade Sonnenuntergang und die Stadt wirkte dadurch um einiges beeindruckender. Nachdem wir Pizza essend einige Zeit auf dem Hügel verbrachten, ruhten wir uns etwas im Auto aus, bis wir um halb 3 nachts die Fähre auf die Südinsel nahmen. Um 6 Uhr morgens legte die Fähre schließlich in der Stadt Picton auf der Südinsel an.

Von Picton aus machten wir uns auf den Weg nach Kaikoura, einem Ort, an dem man neben Delfinen auch Wale sehen kann. Außerdem verabredeten wir uns dort mit Adrian und Sophia, die ein Auto nur für die Südinsel gemietet hatten und die wir seit Silvester in Sydney nicht mehr gesehen hatten.Der Weg nach Kaikoura erstreckte sich entlang der Ostküste, sodass wir auf halber Strecke unzählige Robben in freier Wildbahn zu Gesicht bekamen. Die Robben sitzen mit ihren Robbenbabys auf riesigen Felsen entlang der Küste. Einige Sonnen sich, andere jaulen sich an und streiten sich, andere lernen mit ihren Babys in Einkerbungen der Felsen, in welchen sich das Meerwasser sammelt, schwimmen. Das anzuschauen ist echt mega witzig. Die Robben Mamas und Papas liegen um diese kleinen  Becken in den Felsen herum und schauen danach, dass den etlichen Robbenbabys, die das Schwimmen erlernen, nichts passiert. Wahrscheinlich geben sie ihren Babys auch geheime Tips auf "robbisch" :).

Den restlichen Tag verbrachten wir auf einem kostenlosen Campingplatz, der fast direkt am Meer und den Felsen mit den Robben gelegen war. Von dem Campingplatz aus wanderten Maria und ich auf einen dort gelegen Berg. Dabei ging es für 1,5 Std sehr steil bergauf. Doch das Durchhalten lohnte sich, denn als wir schließlich  aus 600m Höhe in das Tal blickten, war die Aussicht unglaublich. Vorallem die verschiedenen Farben  des Ozeans waren von oben aus gut zu erkennen. Außerdem waren wir da oben ganz alleine, man fühlte sich so frei und ungestört, sodass wir uns einfach für eine Stunde in das Grass setzten und die wunderschöne Aussicht genossen. 

Als wir uns schließlich einen Tag später mit Adrian und Sophia trafen, buchten wir eine Tour für den nächsten Tag, bei der man Wale besichtigten kann. Abends fuhren zurück zum Campingplatz und hatten uns nach 3 Monaten, in denen wir getrennt voneinander  rumreisten, einiges zu erzählen. 

 Am frühen Nachmittag des nächsten Tages machten wir uns auf den Weg zu unserer Waltour, als ich plötzlich im Rückspiegel sah, wie das Auto von Adrian und Sophia sehr langsam wurde, bis sie schließlich am Seitenstreifen anhielten. Der vordere rechte Reifen war geplatzt! Gerade jetzt, wo wir doch unsere Waltour gebucht hatten. Wir dachten nicht lange nach und ersetzen mit vereinten Kräften das Rad durch das Reserverad. Wir riefen außerdem bei der Tour an und sagten ihnen, dass wir die Tour vermutlich nicht mehr erwischen würden. Letztendlich kamen wir mit ca. 30min Verspätung an und durften an der nächsten Tour teilnehmen.

Wir wurden gemeinsam mit anderen Leuten zu einem Katamaran gebracht, mit welchen wir hinaus auf das Meer fuhren. Obwohl es recht sonnig war, windete es sehr stark, wodurch die Wellen ziemlich hoch waren und es mit dem Katamaran ständig auf und ab ging. Außerdem wurde ein einziger Wal durch Unterwassermikrofone und Ultraschallwellen gesucht. Die Suche nach diesem einen Wal dauerte ca. 2 Stunden, immer wieder wurde das Boot gestoppt und Ausschau gehalten. Doch erst nach dem 6 oder 7 Stop wurde der Wal gesichtet. Es handelte sich um einen 18m langen Pottwal, von welchem man die Rückenpartie und nach 5min (solange war der Wal nämlich zum atmen an der Oberfläche) als er abtauchte, die Schwanzflosse sah. 

Insgesamt war die Tour ehrlich gesagt etwas enttäuschend, obwohl der Wal an sich echt faszinierend war. Jedoch sahen wir in 2 Stunden nur einen Wal für 5 Minuten, zudem schaukelte das Boot unheimlich und die Hälfte der Menschen an Bord musste sich übergeben (wir blieben verschont, uns wurde jedoch auch schlecht)

Ich will jetzt nicht erwähnen, wie viel wir dafür zahlten, um diesen einen Wal zu sehen, es war aber definitiv zu viel. Die Crew gab sich aber wirklich Mühe, diesen Wal im großen Ozean zu finden, man muss immer bedenken, dass das Meer kein Zoo oder Aquarium ist, in welchem die Tiere zur Schau gestellt werden.

Nachdem Adrian und Sophia dann in einer Werkstatt einen neuen Reifen bekamen, machten wir uns auf den Weg nach Nelson, einer Stadt ganz nördlich der Südinsel. Die Stadt in ganz hübsch und direkt am Meer gelegen, aber jetzt nicht sehr besonders. Das aufregendste, was uns dort passierte, war, dass unser Auto im Matsch stecken blieb. Wir wollten uns einen besonders schönen Schlafplatz aussuchen und gleichzeitig getarnt vor möglichen Rangern sein, die uns Strafzettel geben können. Doch in der Dunkelheit fuhren wir etwas zu sehr in den Matsch hinein und blieben stecken. Wir mussten das Auto herausbekommen, denn war es eh verboten dort zu schlafen und wir wollten somit niemanden rufen, der uns eventuell herausziehen könnte. Gemeinsam mit einem Jungen, den wir dort antrafen, mit Adrian und Sophia und mit Maria und mir wurde die Mission "Auto aus dem Matsch bekommen ohne professionelle Hilfe" begonnen. Zunächst gruben wir die Räder frei und versuchten nach vorne und hinten zu fahren. Vergeblich. Nach 20 Minuten rütteln und schieben legten wir alte Matten, welche dort im Gebüsch rumlagen, unter die Räder und versuchten es erneut. Mit ganzer Kraft schoben Adrian, Sophia, Maria und ich und der Junge gab mächtig Gas. Die Räder drehten etwas durch, ich war von oben bis unten voller Matsch, aber das Meisterwerk gelang! Mit vereinten Kräften und eine halbe Stunde später war das Auto aus dem Matsch! Wir schliefen schließlich vor dem Infocenter der Stadt, wo man sogar legal schlafen durfte. Naja, war zwar etwas nervenaufreibend, aber auch eine lustige Erfahrung. 

Am nächsten Tag stand ein Highlight auf dem Programm: Der Abel Tasman Nationalpark. Der Nationalpark ist berühmt für seine zahlreichen kleinen Buchten mit Sandstränden und türkisfarbenem Wasser und seine Granitklippen. Gleichzeitig sind aber auch mehr als drei Viertel des Nationalparkgebietes bewaldet. Die Tierwelt des Parks wird vor allem durch seine Seevögel geprägt. Auch Robben und Delfinen findet man dort. Es gibt unzählige Wanderwege, die durch den Nationalpark führen. Bevor wir mit dem Wandern begannen, fuhren wir zum "Split-Apple-Rock" (dem gespaltenen "Apfelfelsen"). Auf den Bildern sollte deutlich werden, warum er so heißt. Es ist eine großer und runder Felsen, der die Form eines Apfels hat und der einfach in der Mitte gespalten ist, als hätte ihn jemand absichtlich und gekonnt mit meinem Messer in der Mitte durchgeschnitten. Der Felsen liegt fast am Strand, um auf ihn zu klettern, muss man jedoch hinschwimmen. Obwohl wir weder Badehose noch Handtuch dabei hatten, sprangen Adrian und ich nur in Unterhose in das eiskalte Wasser, schwammen zu dem Felsen und erklommen ihn!

Abends besuchten wir Dibi, eine sehr gute Freundin von Maria, welche in einer Stadt des Gebiets um den Nationalpark arbeitet und in einer Hippie Community wohnt. Mit ihr verbrachten wir eine lustigen Abend. Am Tag darauf wanderten Adrian, Sophia, Maria und ich durch den Nationalpark. Um den ganzen Park zu sehen, muss man 5 Tage wandern. Wir beschlossen nur zwei Tageswanderungen zu machen. Am ersten Tag wanderten wir insgesamt 6 Stunden durch wunderschönste Landschaft und sahen auch eine Robbe im Wasser schwimmen. Am zweiten Tag wanderten wir bei Ebbe durch Watt, der so matschig und weich war, dass wir teilweise echt tief einsanken. Das Gefühl wär aber echt lustig, v.a. da wir fast die ganze Zeit barfüßig liefen. Letztendlich waren unsere Füße und große Teile unserer Beine mit Matsch und Schlamm bedeckt :)


Takaka
Tasman, New Zealand
Maria Luzia Small

Zwischen Himmeln und Höhle

Von Jonas:

Es war natürlich äußerst praktisch, dass wir bereits an unserem Zielort für den nächsten Tag übernachtet hatten. Bevor wir jedoch zum berühmten Hot Water Beach gingen, fuhren wir zur ebenfalls sehr berühmten Cathedral Cove. Das ist ein sehr schöner Strand, bei dem man in der den Strand umgebenen Felswand einen riesigen Durchgang findet, der wie eine Höhle wirkt. (Auf den Bilder wird wahrscheinlich deutlich, was ich damit meine) 

Um zu dem Strand zu gelangen, mussten wir zunächst ca. 45min durch wunderschöne Landschaft mit unglaublich traumhaften Ausblicken wandern. Auf der Wanderung zum Strand trafen wir Til, mit dem wir die erste Nacht in Auckland im Hostel verbrachten. Und wieder einmal kann man nur sagen, wie klein die Welt doch ist.

Gegen 14 Uhr machten wir uns schließlich auf den Weg zurück zum Hot Water Beach. Der Strand hat nicht umsonst diesen Namen. Der Strand trägt seinen Namen, der übersetzt „Heißwasser-Strand“ bedeutet, wegen des Austrittes von Thermalwasser an einem eng begrenzten Abschnitt des Sandstrandes. Etwa 2 km unter der Erdoberfläche befinden sich etwa 170 °C heiße Gesteinsschichten, die Reste vulkanischer Aktivität in einer Zeit vor 5 bis 9 Millionen Jahren sind. Deswegen buddelt sich jeder ein ca. 30cm tiefes Loch in diesem begrenzten Abschnitt des Strandes und legt sich anschließend in ca. 35-40 Grad warmes Wasser. Man muss jedoch aufpassen, dass man nicht zu tief buddelt, denn das Wasser kann bis zu 70 Grad heiß sein und einen echt heftig verbrennen. So lagen ca. 200 Menschen in ihren selbst gebuddelten Löchern in einem Abschnitt von ca. 60m.  

Am späten Nachmittag machten wir uns auf den Weg nach Tauranga, wo wir bei Michelle, welche wir auf Couchsurfing fanden, vor dem Haus im Van übernachteten.

Am Tag darauf schauten wir uns den Vorort Mount Maunganui an. Dieser Vorort ist wunderschön am Strand gelegen. Was ihn jedoch ausmacht, ist der erloschene Vulkan gleichen Namens, der sich über die Stadt erhebt. Dort gönnten wir uns erstmal ein super leckeres Eis :)

Am frühen Nachmittag fuhren wir nach Matamata, von wo aus man nach Hobbiton, dem Drehort der weltberühmten Filme von "Der Herr der Ringe" und "Der Hobbit" gelangt. Es ist echt lustig an den Orten zu stehen, an denen einst weltberühmte Schauspieler wie z.B Orlando Bloom standen.

Im Anschluss an diese Tour fuhren wir in die "Schwefelstadt" Rotorua, wo wir vor dem Haus von zwei echt netten und chilligen Allgäuern schlafen konnten, mit denen wir auch einen super lustigen Abend vebrachten. Die Stadt Rotorua an sich ist um den zweitgrößten See der Nordinsel dem Lake Rotura gelegen. Ich nenne diese Stadt nicht umsonst "Schwefelstadt". In der kompletten Stadt und der Region ist aufgrund thermaler Aktivität ein permanenter Schwefelgeruch in der Luft. Wahrscheinlich merkt ihr schon, dass Neuseeland besonders von vulkanischer Aktivität betroffen ist. Das hat auch einen Grund.  Im Zentrum der Nordinsel (wo auch Rotorua liegt) schiebt sich eine Platte langsam unter die andere, was enorme Mengen aktiver unterirdischer Wärme und Vulkanismus erzeugt. Diese sich um Rotorua konzentrierende Gegend erstreckt sich im Süden bis zu den Bergen des Tongariro National Park, zu denen wir dann demnächst gelangen. Die thermale bzw. vulkaniache Aktivität in dieser Gegend bringt aber auch einige Vorteile mit sich. Denn am nächsten Tag fuhren wir in das ca. 30km von Rotorua gelegene Gebiet, in dem man diese Aktivität auch zu spüren bekommt. Zunähst fuhren wir zu den Mud Pools (Schlamm-Pools). Das sind in der Natur vorkommende Schlamm-Pools, die aufgrund der vulkanischen Aktivität im Untergrund blubbern und eine Temperatur von bis zu 80 Grad erreichen können. Das war echt super interessant zu sehen, wie dieser Schlamm "kocht".

Im Anschluss fuhren wir zu einem Schwefelsee, der einfach knall grün und ca. 40 Grad warm war. Doch wo wir schließlich badeten, war in ein Bach mit Wasserfällen, durch den ebenfalls aufgrund vulkanischer Aktivität nach Schwefel riechendes Wasser mit ca 35-40 Grad floss. Der Bach hatte einfach die ideale Temperatur, es war wie eine riesige nach Schwefel riechende Badewanne. Nach ca. 20 Minuten baden rochen wir inklusive unseren Badesachen auch nach Schwefel. Naja, das nimmt man in Kauf, denn dieses Erlebnis ist wirklich einmalig! 

Am Nachmittag fuhren wir dann nach Waitomo, wo es die berühmtesten Tropfsteinhöhlen Neuseelands, die Waitomo Caves, gibt. Das Highlight jedoch sind die hunderttausend Glühwürmchen, die blau und grün an der Höhlendecke schimmern und aussehen wie kleine Sterne. Insgesamt besichtigten wir zwei wunderschöne Höhlen mit Glühwürmchen. Am selben Tag fuhren wir noch in Stadt Taupo, wo das vermutlich verrückteste auf uns wartete, das wir in unserem Leben je gemacht haben würden.

Der nächste Tag brach an und die Spannung war nicht mehr auszuhalten. Nur beim Gedanke daran kribbelte unser ganzer Körper. Wir würden in zwei Stunden ca. 4km über der Erde in einem Flugzeug sitzen und uns gemeinsam mit einem fremden Mann, welcher lediglich einen Fallschirm auf dem Rücken hat, in die Tiefe stürzen! Es war der Tag, an dem wir unsren Skydive (Fallschirmsprung) aus 4km Höhe haben sollten. 

Nach einem kleinen Frühstück (die Aufregung war einfach zu groß zum Essen) fuhren wir zum Flughafen von Taupo. Taupo ist aufgrund des größten Sees Neuseelands berühmt, der mitten in der Stadt liegt. Eigentlich ist es kein See, sondern der Krater einer erloschen Vulkans der einst ausbrach und nun mit Wasser gefüllt ist. Der See ist einfach riesig, seine Gesamtfläche größer als das Land Singapur. Und über genau diesem See sollten wir in wenigen Augenblicken springen. Nach einer kurzen Einführung war es schließlich soweit. Wir wurden "sprungsicher" gemacht und lernten unseren Tandemmaster kennen, an den wir geschnallt wurden. Wir liefen zum Flugzeug, stiegen ein, die Spannung war kaum noch zu ertragen, wir stiegen in die Höhne, alles wurde ganz klein da unten auf dem Boden, sogar die Wolken waren unter uns. Nach ca. 15 Minuten Flug war die Zeit gekommen, die Türe wurde geöffnet, ich war der aller erste Springer dicht gefolgt von Maria. Wir stellten uns an die Kante der Türe, unter uns die weite Welt und der riesige See, die Sonne scheint näher zu sein als der Boden und wir sprangen... Die ersten Sekunden fühlen sich an wie eine wilde Achterbahnfahrt, man ist im freien Fall, nichts ist mehr da, was einen hält. Man fällt bis man ca. 200km/h erreicht, dann fällt man mit der selben Geschwindigkeit weiter, der Kameramann fliegt neben dir, nach ca.40 Sekunden freier Fall zieht der Tademmaster die Leine und der Fallschirm öffnet sich. Ein Ruck geht durch den Körper, denn er wird schlagartig gebremst. Es sind die ersten Sekunden, in welchen man bewusst atmet, in denen man realisiert, was man gerade gemacht hat. Bin ich wirklich gerade aus einem Flugzeug gesprungen? Der Körper ist vollgepumt mit Adrenalin, man bekommt das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht. Aus der Ferne sehe ich Maria am Himmel kreisen und Maria sieht mich. Man will unbedingt nochmal springen, doch nun gleitet man entspannt am Fallschirm hängend durch die Lüfte und genießt die wunderschöne Natur und die dunkelblaue Farbe des Taupo Sees unter sich. Der Tademmaster dreht einige Runden, man blickt erneut in den Himmel und realisiert es immer noch nicht. Dieses Gefühl ist unbeschreiblich, unglaublich, kaum in Worte zu fassen, man muss es einfach erleben!!!

Am Boden angekommen sind alle am grinsen. Jeder ist glücklich und zufrieden mit der Welt, schließlich hat man gerade etwas getan, das man nicht alle Tage macht.

Taupo
Waikato, New Zealand
Maria Luzia Small

Auf ins Land der Kiwis/ Neuseeland !

Von Maria: 

Nach einem angenehmen 3 Stunden Flug und wir von den Stewardessen ausreichend gefüttert wurden, kamen wir in Auckland (Neuseeland) an. Neuseeland besitzt eine Nordinsel und eine Südinsel. Unser Plan ist, in einem Campervan jeweils 2 Wochen auf jeder Insel zu bleiben. Wir hatten den Van auch schon gebucht aber leider erst für den Tag nach unserer Ankunft. Also  blieben wir für die erste Nacht in einem Hostel. Dieses Hostel war wirklich total gemütlich! Es war fast wie eine kleine WG, da dort nur etwa 6 andere Menschen in diesem Zeitraum wohnten. 

Wir lernten also gleich Til ,sowie das Pärchen Phillip und Julia (zufällig alle aus Berlin), kennen. Zusammen mit diesen drei, welche schon einige Zeit in Neuseeland verbracht hatten und einige Tips auf Lager hatten, erstellten wir einen Reiseplan für Jonas und mich, für die ersten zwei Wochen auf der Nordinsel.

Am nächsten Morgen liefen Jonas und ich von Hostel zur Autovermietung und holten unser Auto ab. Als aller erstes fuhren wir mit dem Auto zu einem kleinen Bauernmarkt auf welchem es das billigste Gemüse gab das wir seit Monaten gesehen hatten. Also kauften wir alles was wir seit Wochen nie wirklich essen konnten: Zucchinis, Rucola, PAPRIKA, Brokkoli, Mais, Tomaten und Auberginen nicht zu vergessen! Jetzt hatten wir endlich Gemüsen für die nächste Woche für wenig Geld! Was für ein Luxus!

Danach fuhren wir gleich los in den Norden, nach Warkworth. Wir wollten nach Cape Rainga, einem der nördlichsten Punkte in Neuseeland. Am Cape Reinga treffen zwei verschiedene Wassermassen aufeinander: der Pazifische Ozean im Osten und die Tasmansee im Westen. In der Nähe liegen mit den bis zu 50 Meter hohen, wandernden Te Paki-Sanddünen die größten Dünen des Landes. Für die Māori (die Ureinwohner Neuseelands) hat das Kap eine besondere Bedeutung: von hier aus starten die Seelen der Toten den langen Pilgerweg zurück nach Hawaiki. Reinga bedeutet „Absprungplatz“ und Te Rerenga Wairua „Absprungplatz der Geister“.

Aber da der Weg bis dahin so lang war schliefen wir die erste Nacht in unserem Auto in Warkworth, bei einer Schönen Ruine einer ehemaligen Zement Fabrik, direkt an einem kleinen See. Am nächsten Tag fuhren wir gleich weiter zu Cape Reinga! Als wir dort dann aber, nach einer ewigen Autofahrt, ankamen, war es schon dunkel.Also mussten wir uns wohl oder übel einen Campingplatz suchen auf dem wir schlafen konnten.

Zum Glück fanden wir einen billigen Campingplatz auf dem Wir die Nacht verbrachten dort trafen wir einen Haufen junger Malaysier welche uns einluden ihre malaysischen Spezialitäten zu probieren. Wir saßen dann alle in der Nacht auf dem Boden in einem Kreis. Das Essen in unserer Mitte. Also lernten wir "Sambal" kennen. Eine Paste aus getrocknetem Fisch und chilli! Sie meinten, das würden sie in fast jedes essen mixen oder auf das Brot schmieren. Wir sollten dann das Sambal auf einem Stück Baguette probieren! Das war so scharf! Aber auch total lecker! Danach wurde uns "chicken curry" angeboten zusammen mit Sambal und Baguette. Sehr sehr lecker. Und alles typisch malaysisch. Wir waren von der Gastfeundschaft der Malaysier wirklich überwältigt! 

Am nächsten Tag sahen wir endlich Cape Reinga!Es war wunderschön! Vorallem auch, da wir bei Sonnenaufgang dort waren. Wir sahen wirklich wie die beiden Meere aufeinander treffen. Denn die Wellen brechen mitten auf dem Meer! Aber auch die hügelige Landschaft war sehr beeindruckend. Jonas und ich machten dann eine kleine Wanderung zu einem schönen Aussichtspunkt und genossen unsere Aussicht. Außer uns war niemand dort! Es war wirklich ein funken Freiheit zu spühren!

Anders als in Australien ist es in Neuseeland bereits Herbst und schon relativ kalt. Gleichzeitig gibt es hier nicht überall überfüllte Strände an welchen es natürlich Strandduschen für all die Menschen gibt. Also hatten Jonas und ich ein kleines Problem: Wir wussten nicht wo wir duschen sollten! Also fuhren wir an diesem Tag zu einem Fluss welcher durch eine kleine Stadt fließt. Ja unser Plan war in diesem Fluss zu "duschen". Gesagt, getan. Wir suchten uns eine Stelle an aus wo wir nicht groß auffielen, zogen uns Badehose und Bikini an, packten unser Shampoo und unsere Handtücher und fingen an uns im Fluss zu waschen. Ich bin mir nicht sicher ob die Menschen, welche uns sahen, bemerkt haben das wir nicht gewöhnliche Badegäste sind. Das Wasser war natürlich sehr kalt, im Gegensatz zu dem 30 Grad warmen Wasser auf den Fidschis! Aber letztendlich waren wir danach wieder "sauber" (sauberer als davor jedenfalls).

An einem anderen Tag machten wir uns auf die Suche nach einem Campingplatz! Das dauerte ewig! Wir wollten eigentlich nach Coromandel. Also fuhren wir erstmal 6 Stunden nach Coromandel. Dort fanden wir aber keinen Campingplatz und Freecamping wollten wir auch nicht machen. Es war auch schon wieder dunkel! Also fuhren wir weitere zwei Stunden herum und suchten vergeblich nach einem Platz zum schlafen! Letztendlich mussten wir nochmal ein ordentliches Stück durch einen dunklen Wald fahren und kamen total fix und fertig und vom Winde verweht bei einem kleinen Campingplatz an. Dort musste man zum Glück nur 10$ pro Person für eine Nacht zahlen. Der Mann an der Rezeption stellte sich als sehr sehr nett heraus ( wie eigentlich alle Neuseeländer). Das erste was er sagte war: " ihr wollt doch nicht wirklich hier bleiben?! Ein Zyclon kommt heute Nacht!" 

Wir konnten es nicht glauben! Wir dachten der Mann macht Witze mit uns. Noch ein Zyclon! Erst einer in Australien, auf den Fidschis hatten wir knapp einen verpasst und jetzt auch noch in Neuseeland! Aber wir hatten keine Wahl wir musste auf diesem Campingplatz bleiben.

Der nette Mann sagte dann wir müssten nichts zahlen da die Nacht so unbehaglich werden würde. Sehr nett!Die Nacht war wirklich sehr stürmisch, aber wir hatten hinter einem großen Olivenbusch geparkt welcher uns ein bisschen vor den heftigen Windböen schützte. Am nächsten Morgen, als wir feststellten das wir noch am Leben waren beschlossen wir noch einen weiteren Tag und eine weitere Nacht auf diesem Campingplatz zu bleiben. Denn das Wetter war immer noch so schlecht, dass alles andere dumm von uns gewesen wäre. Das einzige was wir an diesem Regen Tag unternahmen war: Wir duschten mit unserer Solardusche! Ein großer schwarzer Sack welcher mit Wasser gefüllt ist und sich erhitzt wenn man ihn in die Sonne legt. Daran hängt ein kleiner Schlauch mit einem ebenfalls kleinen Duschkopf. Wir legten den Sack also aufs Autodach und duschten uns auf dem Campingplatz. Es war außer uns niemand dort und wir wurden sogar noch ein bisschen mehr sauber weil es regnete. Aber das hat auf jeden Fall gut funktioniert! Leider war das Wasser nicht warm weil die Sonne nicht schien, aber trotzdem hatte sich damit unser zukünftiges " Dusch- Problem" erledigt.

Als das Wetter am Nächten Tag etwas besser wurde, fuhren wir weiter zum Hot Water Beach. Bei diesem schliefen wir abends auf einem Parkplatz vor einem Café. Das war ein Tipp einer Frau welche dort wohnte und meinte dort wären wir sicher von den Rangern.

Cape Reinga
Northland, New Zealand
Maria Luzia Small

Bula Fidschi ! Teil 2

Von Jonas: 

Unsere dritte und damit letzte Insel auf unserer Inseltour durch die Gewässer der Fidschi Inseln war "Safe Landing". Diese Insel stand ihren Nachbarinseln in nichts nach. Auch hier wurden wir total liebevoll von den Mitarbeitern des Resorts empfangen. Am weißen Sandstrand des Resorts wurde für die Neuankömmlinge gesungen und dabei Gitarre gespielt. Anschließend wurde jedem mit den Worten "Welcome on Safe Landing" die Hand geschüttelt, bevor man sich an den Tisch setzte und das Mittagessen serviert wurde. Man kann gar nicht anders, als sich wie im Paradies fühlen: Super schöner und weißer Sandstrand, kristallklares Wasser, das blau und türkis im Sonnenschein schimmert, die Wassertemperatur hat sehr angenehme 30 Grad, die Hängematten sind zwischen die Palmen gespannt, entspannende Sommerlieder sind im Hintergrund zu hören,  die Mitarbeiter kümmern sich um das Essen und dein Gepäck und man hat ein eigenes Bungalow mit perfekter Sicht auf den wunderschönen Strand. Was will man mehr!? 

Richtig. Man möchte in der weltberühmten Blue Lagoon schnorcheln gehen! Und das machten wir dann auch. Wir buchten eine Schnorcheltour für 30 Fidschi Dollar (ca. 12€) und fuhren mit dem einzigen Boot des Resorts gemeinsam mit einigen anderen Besuchern zu der Lagune. Die Lagune machte ihrem Namen alle Ehre. Der Stand übertrumpfte einfach jeden Strand, den wir bis dahin bewundern durften. Der Sand war noch weißer,  das Wasser und der Himmel noch blauer und das Gesamtbild einfach noch paradiesischer! Atemberaubend. Wir schnappten uns unsere Schorchelausrüstung und stürzen uns ins Wasser. Unser Guide hatte etwa Brot für die Fische bei sich, wodurch umgehend hunderte von Fischen in allen Farben um uns waren. Wir selber durften auch etwas Brot auf die Hand nehmen, das in Sekunden von den vielen Fischen verputzt wurde. Das Riff an sich in der Blue Lagoon bot neben all den verschiedenen Fischen auch super schöne Korallen. 

Nachdem wir uns mehr oder weniger sattgesehen hatten, was auf den Fidschis jedoch nur schwer geht, fuhren wir mit dem Boot zu einem zweiten Riff, welches sich mitten auf dem Ozean befand. Doch dieses Riff übertrumpfte von den Korallen her einfach alles, was wir bis dahin gesehen hatten, sogar die Korallen des Great Barrier Reefs! Es war einfach jede vorstellbare Farbe in dieser Unterwasserwelt geboten, die durch die verrücktesten und abstraktesten Korallen in den unterschiedlichsten Formen und Strukturen geformt wurde! Zudem versteckten sich in den Korallen alle möglichen Fische, sogar Nemofische gab es in Hülle und Fülle. Nach  Rückkehr zum Resort legten wir uns in das 30 Grad warme Wasser, bis um 19:30 Uhr das Muschelhorn ertönte, das die Gäste täglich auf die bevorstehende Mahlzeit hinwieß. In diesem Fall war es das Abendessen. Im Anschluss an das Abendessen wurden mit Mitarbeiten  des Resorts Spiele gespielt. Was kindisch klingt, war in Wirklichkeit echt spaßig, da alle 20 Gäste, egal wie alt, mitmachten und alles dadurch sehr familiär wirkte. Zudem lernte man sich untereinander besser kennen. Es wurde beispielsweise ein Krabbenrennen veranstaltet, bei dem jeder Gast auf eine von den Mitarbeitern am Strand gefangene Krabbe setzte, bevor alle Krabben gemeinsam freigelassen wurden. Im Prinzip war es wie ein Pferderennen, nur eben mit Krabben anstatt Pferden. Auch wurde Kokosnussbowling gespielt, was jedoch aufgrund der nicht ganz runden Form der Kokosnüsse relativ schwierig war und viel Feingefühl erforderte. Der Gewinner des jeweiligen Spieles bekam im Anschluss dann immer einen kleinen Preis. Ich gewann auch eines der Spiele und wurde mit einer Muschelkette beschenkt. Bevor alle zu Bett gingen, kündigte einer der Mitarbeit noch an, dass es am nächsten Abend einen "Crazy Hat" (Verrückter Hut) Wettbewerb geben wird. Somit waren die Gäste des Resorts aufgefordert, im Laufe des nächsten Tages einen verrückten Hut zu basteln und diesen dann Abends zu präsentieren. Dazu aber später mehr.

Am nächsten Morgen konnte man gemeinsam mit einem der Mitarbeitern Schmuck aus Kokosnüssen herstellen. Gemeinsam fertigten Maria und ich einen Ring für Marias Ringfinger an. Dabei hat man richtig gemerkt, wie anstrengend es wirklich ist, handgemachten Schmuck herzustellen. Für einen Ring brauchten wir inklusive des Feinschliffs ca. 1,5-2 Stunden. Da lernt man handgemachte Produkte richtig zu schätzen. Am Nachmittag machten wir uns auf den Weg zum inseleigenen Teehaus, in dem es anscheinend auch Kuchen geben sollte. Naiv wie wir sind dachten wir, dass wir ähnlich wie in Deutschland in ein Haus gehen, in welchem wir dann aus der Vitrine zwischen verschieden Kuchen und Torten wählen können. Doch es war genau das Gegenteil, eben typisch Fidschi. Der Außenbereich bestand aus selbstgemachten Holztischen und Holzbänken. Und das Haus gab es nicht. Das einzige was es dort gab, war ein Schuppen, der ca. 1,5m hoch, 1,5m breit und 1,5m lang war. Die freundliche Dame kam auf uns zu und sagte uns, dass es heute Schokoladenkuchen gibt. Außerdem fragte sie uns, ob wir dazu Kaffee oder Tee wollen. Das war das Angebot des Teehauses. Maria entschied sich für einen Kaffee, ich mich für einen Tee. Die Frau verschwand für ca. 10 Minuten in ihren Schuppen und kam mit den Getränken und den Kuchen heraus. Der Schokokuchen bestand aus einem Mürbeteig mit übergossener Schokoladensoße. Es war wirklich lustig und gleichzeitig bewundernswert, wie einfach der Kuchen hergestellt wurde, aber wie lecker er dann im Endeffekt schmeckte. Wir wussten auch nicht, wie sie in diesem kleinen Schuppen das alles daherzauberte. Auch wussten wir nicht, wie sie den Kuchen, den Kaffee und den Tee heiß bekam, denn es sah nun wirklich nicht danach aus, als hätte sie Strom in diesem Schuppen. Naja, das bleibt wohl ihr Geheimnis:) Milch für den Schwarztee und den Kaffee stand auf dem Tisch. Da die Milch bei den hohen Temperaturen jedoch schnell verderblich wird, gab es nur Milchpulver, das man sich in das Getränk rühren kann. Alles war so einfach dargestellt und doch hatte alles so viel Charme! Das lag bestimmt auch an dem tollen Meerblick, den wir von dem Teehaus aus hatten. Auf der Wiese neben dem Teehaus saßen drei Frauen aus der Stadt, die auf Decken ihren Schmuck verkauften. Das Teehaus und seine Umgebung repräsentierten ein typisches Stückchen Fidschi und boten daher tolle Einblicke in die Kuktur der Fidschi Inseln.

Am Abend stand schließlich der "Crazy Hat" Wettbewerb auf dem Programm. Jeder präsentierte seinen selbstgemachten Hut, auch Maria und ich präsentierten unseren. Maria war dabei für den kreativen und künstlerischen Teil verantwortlich, was sie ja sowieso im Blut hat, sprich, sie bastelte den Hut und ich assistierte ihr. Am Abend präsentierte ich den Hut vor der Jury. Nachdem jeder der Gäste seinen Auftritt hatte, verkündigte die Jury ihr Urteil.... Die Sieger waren..... wir!!! :)) Der Preis war eine Massage, die ich Maria überließ, da sie schließlich den Hut kreiert hat. Im Anschluss an den Wettbewerb wurden alle Gäste von den männlichen Mitarbeitern zu einer Kava-Zeremonie eingeladen. Das ist das typische Getränk auf den Fidschis . Dabei wird das Pulver einer geriebenen Wurzel in ein Tuch gehüllt und in Wasser ausgepresst. Anschließend trinkt man den Kava aus Holzschalen. Da solche Zeremonien große Tradition haben, musste vorher ein Chief gekürt werden, welcher den Kava ausschenkt. Da ich ohnehin mit dem  von Maria gebastelten Hut aussah wie ein Häuptling, hatte ich die Ehre den Häuptling zu repräsentieren. Dabei musste ich auch als erster trinken und die Zeremonie eröffnen. Das Getränk an sich hat eine betäubende Wirkung für Mund und Zunge. Alles fühlte sich nach einigen getrunkenen Schalen etwas pelzig an. Die Zeremonie an sich war echt lustig und einfach typisch Fidschi. Am nächsten Morgen (unserem letzten Morgen) wartete Maria auf ihre Massage, doch ihr wurde leider gesagt, dass die Frau, welche die Massgen normalerweise macht, heute nicht da ist. Ein bisschen klang das jedoch wie eine faule Ausrede, da die Mitarbeiter wussten, dass wir gegen 12 Uhr das Schiff zurück zur Hauptinsel nehem müssen. Naja, gewonnen haben wir trotzdem. Ohne die Massage genießen zu dürfen machten wir uns also gegen 12 Uhr zurück zur Hauptinsel Nadi. Davor wurden wir jedoch mit einem ca. 10 minütigen Abschiedslied verabschiedet und jedem wurde die Hand geschüttelt. Die Menschen auf den Fidschis sind wirklich voller Lebensfreude und unglaublich freundlich. Nach fünf Stunden Fahrt kamen wir schließlich auf der Hauptinsel an, wo wir noch eine Nacht in dem Hostel mit dem 36 Bettzimmer gebucht hatten. Als wir in die Lobby kamen, traf uns der Schlag. Es ist unglaublich, wie klein die Welt doch ist. Das dänische Pärchen Christine und Caspar, mir welchem wir uns so gut in Australien verstanden hatten, waren zufällig zur gleicher Zeit im gleichen Hostel und im gleichen Zimmer auf den Fidschi Inseln. Wir konnten es alle nicht fassen! Eine wirklich schöne Überraschung! Gemeinsam mit ihnen und den Leuten, die wir auf den Inseln kennengelernt hatten, verbrachten wir einen letzten entspannten Abend. 

Um 8 Uhr morgens ging schließlich unser Flug in das nächste Abendteuer. Dieses Abendteuer ist kein geringeres als Neuseeland!

 

Danke Fidschi, dass ihr uns so nett beherbergt habt!

Maria Luzia Small

Bula Fidschi ! Teil 1

Von Maria: 

Der Tag des Abschieds war gekommen und wir packten unsere Koffer für unsere Reise auf die Fidschi Inseln! Nachdem wir die kleinen Hunde noch einmal fest gedrückt hatten, fuhr uns Troy zum Flughafen in Cairns. Wir hatten Troy auch ein kleines Abschiedsgeschenk gegeben. Troy meinte wir können immer wieder kommen und unsere Freunde und Familien dürften ihn immer besuchen kommen! Dann mussten wir uns schweren Herzens von Troy verabschieden und bedankten uns für die schöne Zeit.

Und schon saßen wir im Flugzeug nach Sydney, denn dort hatten wir einen Zwischenstopp. Als wir in Sydney am Abend ankamen, war uns bewusst, dass wir die Nacht irgendwie überbrücken müssen, denn der Weiterflug ist erst am nächsten morgen gewesen. Also sahen wir uns nach einem Hotel in Flughafennähe um. Hmm leider viel zu teuer 220$ die Nacht!!! Gut  das ist mal wieder typisch Sydney! Aber natürlich alles kein Problem für uns, wir schlafen am Flughafen auf der Bank! Also packten  wir die Schlafsäcke aus und unsere Kissen und machten es uns gemütlich. Mit ca. 3 Stunden Schlaf saßen wir dann endlich im Flugzeug auf die Hauptinsel der Fidschi Inseln, Nadi.

In dem Hostel auf Nadi wurden wir in einem sage und schreibe 36er Zimmer untergebracht! Das Hostel an sich war aber wunderschön! Mit einem Pool und gleichzeitig direkt am Strand. Dh. Wenn man in den Außenbereich des Hostel ging fand man sich auf einer schönen Holzveranda mit Palmen und Lichtern wieder. Dazu hatte man eine 3 Meter Entfernung zum Strand! Also wirklich wunderschön! Gleichzeitig gehörte dieser Bereich zu einem Restaurant in unserem Hostel, wo Jonas und ich uns am Abend ein leckeres Abendessen mit einem traumhaften Cocktail gönnten. Sich einfach mal fühlen wie wenn wir keine armen Backpacker wären! Das war toll!

Als es dunkel wurde, wurden die Fackeln angezündet und plötzlich kamen ca. 8 fidschianische Tänzer und Tänzerinnen, welche ihre traditionellen Tänze vorführten. Die waren wirklich gut! Danach sollten wir alle aufstehen und an den Strand herunter  laufen. Mittlerweile war es dunkel geworden. Die männlichen Tänzer packten dann plötzlich noch ihre Fackeln aus und führten uns eine beeindruckende Feuershow vor! Danach gingen wir, müde von dem langen Tag und dem Flug, und Bett. 

Naja so eine Nacht im 36 er Bett Zimmer muss man mal erlebt haben, das war nämlich nicht ganz ohne. Also erstmal kann man davon ausgehen das immer jemand wach ist und es irgendwo raschelt oder das Licht brennt. Aber mit einer Sache hätten wir nicht gerechnet. Um 3 Uhr morgens fängt ein deutsches Mädchen plötzlich unheimlich an zu weinen und hysterisch herum zu flüstern. ALLE Menschen in diesem Raum wachten auf. Aus dem Hochbett aus sah man wie plötzlich alle Menschen in der oberen Etage aufschreckten und ihre Köpfe hoch steckten. Das sah wirklich lustig aus! Jonas und ich dachten erst das Mädchen sei von einer riesigen Spinne gebissen worden oder sie hätte schlimme schmerzen. Sie hörte ewig nicht auf zu heulen und nuschelte einges von "Bedbugs" (Bettwanzen). Sie fing dann an den ganzen Bettbezug von ihrem Bett zu ziehen. Das Licht war natürlich an und ein Aufseher aus dem Hostel war auch schon im Zimmer. Der Mann versuchte sie zu beruhigen aber das war schwer. Letztendlich wurde das Mädchen dann in ein anderes Bett, einen Meter neben mir geschickt! Super toll! Ich fragte sie dann was los ist und sie sagte: " Ich habe eine Bettwanze gesehen! Oh Gott wie schrecklich ich will jetzt überhaupt nicht mehr schlafen!" 

Wirklich? Ich war echt schon total genervt denn die Nacht am Flughafen war ja auch schon echt anstrengend gewesen! Ich verkniff mir dann zu sagen:" Weist du was!? Ich dachte du hast dich schrecklich verletzt oder wärest am Streben!Aber warte kurz. Du hast eine Bettwanze gesehen, die ein nicht übernatürlicher Mensch mit bloßem Auge garnicht sehen kann. Und gebissen wurdest du ja auch nicht. Also hör auf alle 35 weiteren Menschen in diesem Raum vom schlafen abzuhalten!" Es ist immernoch ungeklärt was das Mädchen letztendlich gesehen hat. Womöglich eine kleine Schabe die es hier überall gibt und ziemlich harmlos ist.

Zum Glück waren am nächsten morgen alle 36 Menschen am Leben und wir konnten uns auf den Weg zu unserer ersten Insel machen! Fidschi besteht aus insgesamt 332  Inseln. Wir strandeten als erstes auf der Insel "Mantaray". Die Insel war wirklich traumhaft schön! Man fühlte sich wie im Paradies! Das Wasser war blauer als ein Swimmingpool und man konnte die Korallen durch das Wasser schimmern sehen! Der Strand war mit Palmen umrahmt und es lagen überall Kokosnüsse auf dem Boden. Als wir von dem Boot aus ankamen wurden wir mit Gesang und Gitarren Untermalung empfangen. Ein Welcomedrink durfte auch nicht fehlen. Währen uns von einem netten Mann ein bisschen was über die Insel erzählt wurde, wurde unser Gepäck von den Mitarbeitern zu unseren Zimmern getragen.

Jonas und ich hatten ein süßes kleines Häuschen für uns. Sogar mit einem eigenem Balkon,. Es war zudem immer mindestens 30 Grad und wir hatten strahlenden Sonnenschein! Das war jetzt wirklich Urlaub. Urlaub vom Urlaub wenn man es so will! Es gab immer sehr leckeres Essen und am Abend sogar eine Suppe, eine Vorspeise, eine Hauptspeise und ein Dessert! Das Mantaray Resort hieß daher Mantaray, da man in seinen Gewässern mit den berühmten Mantarochen schwimmen kann welchen eine Spannweite von 20m haben und komplett harmlos sind. Leider war zu dieser Zeit aber nicht die Saison, weshalb wir keine zu Gesicht bekamen. Toll war aber, dass man sobald man 10m im Wasser war die schönsten Korallen sehen konnte. Dh. Schnorcheln war angesagt! Schnorcheln auf Mantaray war wirklich traumhaft! Die Sicht war klar, es gab so viele Fische und unglaublich riesige Korallengebilde!

Also gingen Jonas und ich insgesamt 3 mal in den zwei Tagen auf Mantaray schnorcheln und wir sahen einige Nemofische, Seegurken, riesige knallblaue Seesterne und als Highlight einen Stachelrochen welcher blau gepunktet war! Am Abend saßen alle zusammen und es wurden Spiele gespielt und Cocktails getrunken. Wir freundeten uns mit dem finnischen Pärchen Emelie und Chris an, welche aber schwedisch sprechen (auf der Insel Oland ist das eben so). Zudem lernten wir Amy und Nicola aus London, und Lennard den Piloten aus München kennen. Sie alle waren zwischen 23 und 31. aber wir verstanden uns alle super! Da das Resort nicht so groß war, waren wir wie eine kleine Familie. 

Als Jonas und ich einmal am Strand entlang liefen, fanden wir einige Kegelschnecken, welche giftig sein können aber wunderschöne Muster hatten. Natürlich konnten wir sie nicht anfassen, aber ein Foto musste trotzdem gemacht werden. 

Den Rest der zwei Tage verbrachten wir mit Sonnen am Strand. Einmal gewann ich als einzige Deutsche gegen 6 Engländerinnen, eines der Spiele am Abend und gewann einen Cocktail im Wert von 17$ an der Bar. Der war dann echt besonders lecker ! 

Als die zwei Tage vorbei waren ging es, nachdem jedem die Hand geschüttelt wurde und nach einem Abschiedslied, weiter zur nächsten Insel. Dort wurden wir wieder mit einem Lied begrüßt, und unsere Koffer wurden auf die Insel getragen. Wir wurden wirklich überall behandelt wie Könige, was zwar auf der einen Seite total toll war, uns auf der anderen Seite aber auch unangenehm den Mitarbeitern gegenüber war. Das Resort hieß Korovou, auf welchem wir ein wunderschönes Häuschen direkt am Strand hatten, sogar mit einem eigenem Bad. Der Strand an sich konnte den der Insel Mantaray aber leider nicht toppen. Da wir Lust auf einen schönen Strand hatten und etwas erleben wollten machten wir uns zusammen mit Emelie, Chris und Lennard, dem lustigen, plappernden, schlaksigen Piloten auf den Weg zum "Honeymoon Beach". Vielleicht hatte Lennard ja die Hoffnung seine Geliebte an diesem Strand zu finden. Jedenfalls war es kein Problem für ihn mit zwei Pärchen den Honeymoon Beach Walk zu machen ;)!

Wir wanderten ein kurzes Stück durch den Wald und sahen Papayapalmen, Kokosnusspalmen und Bananenbäume. Dann landeten wir auf der anderen Seite der Insel. Dort wartete ein wunderschöner Bilderbuch  Strand auf uns! Mit dem feinsten und saubersten Sandstrand den ich je gesehen habe. Und dem blausten Wasser! Dort lagen wir dann ewig im Wasser und genossen die Ruhe und das Meer. Denn außer uns war kaum jemand auf dieser Seite der Insel. Die Inseln kann man sich wirklich winzig vorstellen. Mit einem Boot kann man wahrscheinlich in 10 Minuten einmal um die Insel fahren. Manche Inseln sind so klein, dass man in 10 Minuten einmal drum herum kann. Super süße Südseeinseln!

An einem anderen Tag retteten Jonas und ich einen kleinen Babygecko welcher von roten Ameisen attackiert wurde und sich nicht mehr bewegen konnte. Also hoben wir ihn auf entfernten die Ameisen die ihn beißen wollten und nahmen ihn mit in unser Häuschen, in welchem nicht so viele Ameisen waren.Wir setzten ihn einfach auf das Fensterbrett, weil wir dachten er überlebt vielleicht eh nicht und läuft dann nicht weg. Aber als wir dann Abends heim kamen, sahen wir ihn an der Decke in unserem Zimmer die Mücken fangen. Also ging es ihm wieder gut, und gleichzeitig schützte er uns vor den Moskitos. So hilft man sich gegenseitig ! 

In Korovou machten wir viel mit Emelie und Chris. Einmal aber waren wir auch schnorcheln mit einem Stefan. Das war nicht so eine gute Idee ! Denn es war noch Ebbe, aber Stefan meinte, man könnte immer schnorcheln gehen. Erst liefen wir ewig auf einem Steg auf's Meer hinaus, damit wir den Korallen nicht zu nahe kommen und gingen dann ins Wasser. Das Problem war, wir waren den Korallen immer noch viel zu nahe und das Wasser wurde einfach nicht tiefer! Zusätzlich kamen immer wieder große Wellen, welche dich in die Korallen rein trieben. Ganz abgesehen davon, dass wir die Korallen nicht kaputt machen wollten, konnte man sich total an den Korallen schneiden. Vorallem wenn man in sie hinein gespült wurde. Wir kämpften etwa 10 Minuten gegen die Strömung, um endlich in das tiefere Wasser zu gelangen und um vor den Korallen sicher zu sein. Leider aber hatten wir einige Schrammen davon bekommen. Vorallem Jonas hatte sich sehr an der Hand geschnitten, und ich nur etwas am Handgelenk und den Knöcheln. Das war aber nur halb so tragisch , denn beim Schnorcheln bekamen wir dann sogar einen Schwarm Tintenfische zu Gesicht. 

An einem anderen Tag bekamen Emelie und ich von den Einheimischen eine geöffnete Kokosnuss geschenkt, mit einem Strohalm darin, mit welchem wir die Kokosnussmilch ausschlürfen konnten. Danach aßen wir alle zusammen das weiße Fruchtfleisch der Kokosnuss.

Auch diese beiden Tage auf Korovou waren wunderschön! Am letzten Abend saßen wir mit Amy, Nicola und 5 weiteren Engländern zusammen und spielen spiele bis tief und die Nacht. Am nächsten Morgen ging es dann weiter zu unserer dritten Insel.


Fiji
, Fiji
Maria Luzia Small

Tauchen im Great Barrier Reef

Das hat definitiv einen eigenen Blogeintrag verdient! 

Wir hatten uns dann doch noch eine Tauchtour gegönnt, nachdem unser Schnorcheln auf den Whitsunday Inseln so enttäuschend war. Wir bekamen durch viel handeln sogar einen ganz guten Preis! Und das wichtigste wir suchten uns den Tag mit dem aller schönsten Wetter aus! 

Und es war einfach der Wahnsinn! Die Sonne schien den kompletten Tag! Das komplette Equipment und Essen wurde kostenlos gestellt und das Schiff war ebenfalls groß und schön! 

Es hatte ein Deck, auf dem man sich die 1,5 Stunden Fahrt bis zum Riff sonnen konnte. Als wir am Riff ankamen, ging es auch schon los! Jonas und ich waren in der ersten Gruppe die abtauchen sollte! Was sich anfangs als etwas gruselig und schwierig erschien, stellt sich als eins unserer tollsten Erlebnisse in Australien heraus! Wir hatten eine unglaublich tolle Sicht unter Wasser und sahen riesige Fische! Einer der Fische nannte sich Elvis und konnte sogar gestreichelt werden!  Mitunter begegneten wir auch Nemo und einem kleinen Hai. Auch eine Qualle bekamen wir zu Gesicht. Die Korallen leuchten in allen vorstellbaren Farben und haben die abstraktesten Formen und Oberflächen. 

Wir waren fast den ganzen Tag schnorcheln und davon ca. 25min tauchen. 

Zum Glück Haben wir uns eine Unterwasserkamera gekauft mit der wir fast alles gefilmt haben! Wir haben vor aus den Videos einen kleinen Film zu schneiden wenn wir wieder in Deutschland sind! Es war einfach zu beeindruckend!!!

Great Barrier Reef
, Australia
  • Small
    Claus hat am kommentiert:

    Elvis oder Nemo hätten wir schon gern etwas eher gesehen. Könnt Ihr nicht einen kleines Filmchen auf Youtube hochladen und den link hier posten? Danke!

  • Small
    Maria Luzia hat am kommentiert:

    Leider haben wir keinen Laptop und können die videos nicht hochladen, aber auf den Bildern sieht man einmal den großen Elvis und den kleinen Nemo !

Maria Luzia Small

Das Haus im Regenwald

Von Jonas:  

Manchmal ist es gut, dass vermeintlich schlimme Dinge passieren, wie in diesem Fall die Absage von Crystal. Denn auf Schlimmes folgt in der Regel etwas gutes, in unserem fall sogar das Beste, was uns in Cairns hätte passieren können. Denn wir landeten beim Couchsurfer Troy. Wir hatten insgesamt 20 Tage in Cairns (vom 08.02-01.03), bis wir unseren Flug auf die Fidschi Inseln antreten mussten. Wir haben unseren Flug erst so spät gebucht, da die Preise zu diesem Zeitpunkt deutlich billiger waren. Nun mussten wir eben diesen Zeitraum in Cairns irgendwie überbrücken. Doch was wir gedachten sehr langweilig zu werden, wurde zu einer sehr, sehr schönen, spannenden und aufregenden Zeit.

Aber jetzt der Reihe nach:

Troy ist ein 34 jähriger, sehr jung gebliebener Hippiefarmer mit Dreadlocks, der alleine mit 2 Babyhunden und einer kleinen Python ca.30 min ausherhalb von Cairns auf dem Land inmitten des Regenwaldes wohnt, wo es keinen Empfang und kein Internet (außer im Office der Farm) gibt. Gemeinsam mit seinen Eltern und seinen 3 Brüdern, die alle in der Umgebung wohnen, betreibt er eine Grasfarm. Aber nicht die Art von Gras, die ihr denkt, sondern Gras, das man z.B. für einen Rollrasen verwendet. Sein Haus mit 5 Zimmern hatte er erst neulich renoviert, sodass es wirklich sehr neu wirkte. Maria und ich bekamen ein sehr großes Zimmer mit einem super großen Bett und mit direktem Zugang zum Bad. Für einen Farmer war das Haus total sauber und aufgeräumt. Troy an sich war sehr eaaaaasy going, so wie alles in Australien. Auf der einen Seite wirkte er sehr abgehärtet, was v.a. so wirkte, da er sehr viel rauchte, seinen geliebten Whisky und sein Bier trank und erzählte, dass er teilweise nur 2-3 Stunden Schlaf brauche und sonst 19 Stunden am Stück arbeitet, auf der anderen Seite ist er sehr netter und lieber Mensch. Das zeigte sich z.B. daran, dass er sich öfters auf den Boden zu seinen Babyhunden, die er Terror und Turbo nennt, setzte und sie ganz liebevoll streichelte. Außerdem kochte er am ersten Abend ganz unerwartet ganz lecker für uns, es gab Chicken gefüllt mit Avocado, getrockneten Tomaten und Camembert umhüllt mit Bacon und schließlich im Ofen gebacken. Wir waren wirklich begeistert von seinen Kochkünsten! Auch sonst war es immer sehr angenehm mit Troy abzuhängen, v.a. weil er ständig Geschichten auf Lager hatte, z.B. von seinen Angelausflügen oder seiner Zeit, in der er Motorrad gefahren ist. Ziemlich am Anfang unseres Aufenthalts fuhr er mit uns zu den in der Umgebung liegenden Wasserfällen und zeigte uns sehr viel von der Natur in der Umgebung, die durch etliche Bäche, in denen bis auf wenige Ausnahmen 4-5m große Krokodile leben, und durch den Regenwald geprägt ist. Auch lernten wir gleich am Anfang seine Eltern, Brüder und die gefühlten 1000 Freunde kennen, die ihm nach Lust und Laune einen Besuch abstatten. Auch nahm er uns zu seinen Freuden und Brüdern mit, bei denen wir dann gemeinsam grillten und bei einem kühlen Bier entspannten. Alles wirkte sehr familiär. Eines Abends kam sein Bruder Mark mit seinem selbstgebrannren Alkohol und machte uns sehr leckere Cocktails. An einem anderen Tag schnappten wir uns die Babyhunden und wir durften mit seinem Auto auf eigene Faust die Umgebung erkunden. Es war auch sehr spannend, wie viele verschiedene Tiere wir abends auf seiner Veranda zu Gesicht bekamen. Geckos waren neben Kröten und Fröschen, handgroßen Faltern und großen Käfern (u.a. Zikaden) Stammgäste. 

Die Tage über gingen wir fast täglich mit den Hunden an den Bach neben seinem Haus (dort gab es keine Krokodile) und badeten und sonnten uns oder spielten mit den Hunden, die sogar ab und zu schwammen. Falls Troy etwas in der Innenstadt von Cairns zu erledigen hatte, nahm er uns mit und wir verbrachten den Tag am großen, öffentlichen Pool in der Innenstadt. Als wir tauchen waren (das ist ein einiges Kapitel) brachte er uns morgens hin und holte uns abends wieder ab, aber auch durften wir manchmal sein Auto einfach nehmen, um in die Stadt zu fahren.

Troy fragte uns, was wir denn vorhaben in Cairns. Marias Wunsch war es in Australien zu reiten, was sich sehr gut traf, da sein Freund eine Pferdefarm besaß. Er fuhr kurz vorbei und regelte die Sache. Maria und ich durften an einer der sonst ca. $100 teueren Reittouren für Touristen durch den Regenwald kostenlos teilnehmen. Maria bekam dabei ein weißes Pferd und ich durfte auf einem ehemaligen Wildpferd (einem Brumby) reiten. Die Tour war wirklich super, wir ritten mitten durch Regenwald und dabei teilweise durch tiefe Flüsse , in denen die Pferde fast komplett unter Wasser waren. V.a. das Pferd von Maria war bis auf den Kopf im Wasser und Maria war bis über die Hüfte im Wasser versunken. Wirklich abenteuerlich! 

Nördlich von Cairns liegt das Gebiet Cape Tribulation. Das ist jener Ort, an dem der Regenwald unmittelbar auf das Great Barrier Reef stößt. Gemeinsam mit Troy fuhren wir an diesen Ort, an dem man direkt vom Strand in den Regenwald gelangt und andersrum. Wirklich beeindruckend. An einem der Strände fand Troy eine tote, giftige Wasserschlange und direkt am Ufer, obwohl wir nur bis zu den Knöcheln im Wasser waren, sahen wir Riffhaie und einen Stachelrochen, solch einen, der den berühmten Crocodile Hunter Steve Irwin mit seinem Stachel mitten ins Herz traf und somit tötete. Quallen, Krokodile und lebende Wasserschlange und Haie sind uns zum Glück erspart geblieben. Das war wirklich ein toller Trip.

Eine Woche bevor wir Troy verließen, verbrachten wir einen seh sonnigen und heißen Tag (38 Grad) in der Innenstadt von Cairns. Maria wollte dabei einige Muscheln und Korallen, die wir auf unserer Reise sammelten, in einem Paket nach Deutschland verschicken. Leider ging das aber nicht, denn wenn man mit Korallen und Muscheln erwischt wird, kann man mit bis zu $20000 bestraft werden. Zum Glück haben wir das vorher nochmal gegoogelt.

Naja, wir trafen uns schließlich mit Vivien, dem Mädchen aus den Blue Mountains und erzählten einander von unseren Erlebnisse. Sie war derartig begeistert von unsren Erlebnissen bei Troy, was wir merkten und Troy daraufhin fragten, ob er sie für 3 Tage, in denen sie noch in Cairns war, aufnehmen würde. Für Troy war der Fall klar: "Tooooooo  eaaaasy, no worries mate" ( -->Australisch für gar kein Problem)

So zog Vivien also bei uns ein. Vivien kann sich echt nicht beschweren, denn in den Tagen, in denen sie hier war, erlebte sich wirklich was. Am Abend kochte Troy erneut das leckere Chicken. An ihrem ersten Tag fuhren wir mit dem Auto und zwei riesigen Schwimmreifen den Bach an seinem Haus entlang und parkten das Auto ein gutes Stück aufwärts des Bachs. Wir legten uns zu zweit auf einen der Reifen (Troy und ich auf einen, Maria und Vivien auf den anderen) und ließen uns den kleinen Fluss runter treiben, bis wir schließlich wieder an seinem Haus ankamen. Die Strömung war perfekt, es war wie Wildwasser Rafting. Gemeinsam mit Troy fuhr ich auf seinem Motorrad zurück zum Auto, um es zurückzufahren.

An Viviens zweiten Tag gingen wir mit einem guten Freund von Troy angeln und zwar in einem der  Flüsse , in dem es 4-5m große Krokodile gibt. Wir fuhren zu einem Ort, wo wir direkt am Ufer die Angeln ins Wasser warfen. Plötzlich sagte Troy: ohh, a crocodile! Es war zwar nur ein Baby, aber das heißt in der Regel, dass die Mutter nicht weit ist und die ist dann bis zu 5m groß. Deshalb schaue Troys Freund lieber in dem hohen Gras entlang des Ufers nach, ob sie sich dort versteckt hält. Glücklicherweise aber war sie dort nicht zu finden. Wir waren etwas besorgt, Troy jedoch ist das gewohnt, ihn bringt so schnell nichts aus der Ruhe. Einmal, erzählte er uns, musste er Bierflaschen auf die Krokodile werfen, die zu 3. auf ihn zuschwammen. Aber in der Regeln campt er mit seinen Freunden direkt am Ufer, daher sorgt er sich nicht wirklich. Für uns unvorstellbar dort zu campen! Da wir keinen großen Erfolg beim Angeln hatten, gingen wir an einen andern Ort. An dem andern Ort war war Schild zu lesen, auf dem "Haltet Abstand zum Ufer, kürzlich wurden sehr große Krokodile gesichtet" stand. Troy konnte da nur schmunzeln.

Doch gleich als wir näher ans Ufer fuhren saßen dort 2 Krokodile. Das eine war ca.3m, das andere ca.4m. Zum Glück sind beide sofort im dunklen Wasser verschwunden. Ein Grund, aber kein Hindernis an diesem Ort zu angeln. Jedoch hatten wir auch diesmal keinen Erfolg. Deshalb beschlossen wir, nachts wiederzukommen und es erneut zu versuchen. Den Nachmittag verbrachten wir bei den Josephine Falls. Das sind Wasserfälle, in dessen glasklaren und kühlen Wasser man baden kann. Außerdem gibt es dort natürliche Gesteinsrutschen. Man klettert entlang des Wasserfalls hoch, um dann auf den glatten Felsen, die unter dem Wasserfall liegen, herunterzurutschen. Das war wirklich einmalig und sehr spaßig. Gegen 21 Uhr machten wir uns wieder auf den Weg an jenes Ufer, an dem wir die Krokodile gesehen hatten. Dort war es stockdunkel! Troy stieg aus und leuchtete zunächst die Umgebung mit einer Taschenlampe ab, um zu sehen, ob Krokodile in der Nähe sind. Er sagte uns, dass die Augen rot leuchten, wenn man sie anleuchtet. Jedenfalls war nichts zu sehen, trotzdem waren wir sehr angespannt, man konnte wirklich nichts erkennen, bis Troy einige helle Lichter aufstellte, die gerade einmal teile des Ufers beleuchteten. Ständig leuchteten wir das Ufer ab, Troy lachte dabei aber immer. Er fand es eher lustig. Einserseits hatten wir Glück, dass uns kein Krokodil attackiert hat, andererseits hatten wir auch diesmal kein Glück beim Angeln. Wenigstens war es sehr aufregend. Auch sagte Troy, dass wir großes Glück haben, drei Krokodile an einem Tag gesehen zu haben. Schließlich wollten wir unbedingt welche sehen.

Am dritten Tag verließ uns Vivien dann wieder und wir sind kurz vor unsrem Flug auf die Fidschi Inseln. 

Wir können uns wirklich glücklich schätzen, so viel erlebt zu haben und gleichzeitig so viel Geld gespart zu haben. Es ist wohl die Ironie des Schicksals, dass wir anfangs dachten, es werden unsere langweiligsten 3 Wochen in Australien, doch jetzt ist es womöglich die spannendste und aufregendste Zeit, die wir auf unsere Reise verbringen. Wir sind jedenfalls sehr dankbar, dass Troy uns so lieb aufgenommen und uns so viel gezeigt hat.


Gordonvale
Queensland, Australia
Maria Luzia Small

Krokodile im Wohngebiet

Von Maria:

Tag 28: Nach einem tiefen Schlaf wartete am nächsten morgen ein leckeres Frühstück auf uns. "Egg & Bacon" ist hier offensichtlich ein typisches australisches Frühstück. Die Familie verließ früh das Haus da die Kinder in die Schule mussten (diese beginnt hier um 9 Uhr) und die Mutter arbeiten musste. Der Vater war derzeit garnicht in Port Douglas. Ich beschloss alleine joggen zu gehen und glaubt mir ich bin gerannt wie noch nie. Was ich an diesem Morgen beim joggen angetroffen habe war unglaublich: Als ich gerade an einem kleinen See entlang joggte sah ich auf einmal ein 3 Meter großes Krokodil im Wasser an mir vorbei schwimmen! Hui und wie ich da gerannt bin! Sofort machte ich kehrt, denn alleine wollte ich nicht am Rand des Sees entlang joggen! Mit einem Krokodil hätte ich nun wirklich nicht gerechnet und in einem Wohngebiet erst recht nicht!

Nachdem ich wieder heil bei Jenny ankam und Jonas von meinem aufregenden Erlebnis erzählt hatte machten wir uns mit dem Auto auf den Weg nach "Cape Tribulation". Das ist ein sehr berühmter Nationalpark, in welchem der älteste Regenwald der Welt (der Daintree Forest) auf das größte Korallenriff der Welt trifft (das Great Barrier Reef). Leider regnete es in Strömen und um dort hin zu gelangen muss man mit einer Fähre einen Fluss überqueren. Diese Fähre kostet wie alles in Australien ein Haufen Geld! Ganze 23$ für ein Ticket wurde verlangt! Für einen 30m breiten Fluss! Da dann auch noch in Bar! Naja wie immer hatten Jonas und ich dann aber kein Bargeld dabei und wir waren ca 2 Stunden durch die Pampa bis zu der Fähre gefahren. Der nächste Geldautomat wäre wieder eine halbe Stunde entfernt gewesen und es regnete immer noch in Strömen. Also entschlossen wir uns ein anderes mal nach Cape Tribulation zu fahren. Wir wollten dann eine Krokodiltour machen, aber wegen dem Regen war der Fluss so überschwemmt, dass die Touren ausfielen. Dann fuhren wir an einem Zoo vorbei und dachten, das könnte uns wenigstens noch den Tag retten. Die Frau an der Kasse sagte "Ihr wollt nicht wirklich bei dem Regen in den Zoo gehen!" Sie meinte 3/4 aller Tiere wären außerhalb und wir würden total nass werden. Also auch wieder man nichts! Naja es war ja auch Regenzeit! Eigentlich war unser Plan in Cape Tribulation zu schlafen und am nächsten Tag wieder hinunter nach cairns zu fahren. Da jetzt aber gar nichts geklappt hatte und es schon wieder dämmerte (um 19 Uhr ist es hier stockdunkel im Sommer) entschlossen wir uns Jenny zu Fragen, ob wir noch eine Nacht bleiben könnten. Das war dann zum Glück gar kein Problem.


Tag 29: Eigentlich wollten wir an diesem Tag wieder zum Cape Tribulation fahren, aber da es immer noch so sehr regnete entschieden wir uns dagegen. Wir schrieben einer Couchsurferin "Crystal" welche uns an diesem Tag bei sich in Cairns aufnehmen wollte. Ich fragte sie wann wir bei ihr ankommen sollten...und wieder einmal mussten wir enttäuscht werden! Crystal schieb " Oh hast du meine Nachricht nicht bekommen? Wir haben jetzt Familie da, ihr müsst euch etwas anderes suchen zum bleiben." 

Danke Crystal!

Port Douglas
Queensland, Australia
Maria Luzia Small

Die Tablelands

Von Maria:

Tag 25: Dieser Tag war ein besonderer Tag! Es war der 3. Februar! Jonas und ich waren nun seid genau einem Jahr zusammen! Unglaublich wie schnell die Zeit vergeht! Wir  wollten uns an diesem Tag mit Santi und Laura verabreden welche von ihrer 3 Tages Tour auf den Whitsundays zurück gekommen sind. Durch Zufall trafen wir sie bei der Lagune (dem öffentlichen Pool). Wir fuhren dann direkt alle gemeinsam weiter nach Townsville, denn die beiden hatten nicht mehr viele Tage übrig bis sie in Cairns ihren Camper abgeben mussten.

Dieses mal fuhren Santi und Laura voraus und wir hinterher. Plötzlich merkten die beiden das wir falsch fuhren und kamen auf die grandiose Idee mitten auf der Hauptstraße zu wenden! Das endete dann so, dass die beiden mit dem Auto beim Rückwärtsfahren in dem Seitengraben landeten! Jonas und ich lachten uns einfach schlapp als wir das sahen, und noch  mehr mussten wir lachen, weil sie da auch nicht mehr heraus kamen! Also stiegen Laura, Jonas und ich aus und mussten den Van aus dem Graben schieben! Davon haben zum Glück ein Foto gemacht! Es sah einfach zu gut aus! In Townsville angekommen  gönnten wir uns eine 5$ Pizza von "Dominos" und ein bisschen was zu trinken um das Einjährige von Jonas und mir zu feiern! 

Durch Couchsurfing fanden wir einen netten Couchsurfer namens "Unity Unity" (ohne Spaß das war sein echter Name ) welcher uns alle vier bei sich in der Wohnung schlafen ließ.Unity war total nett aber auch ein bisschen verrückt. Er war ca. 35 Jahre alt und erinnerte uns ein bisschen an einen Vampier, da er spitze Eckzähne und ganz hellblaue Augen hatte. Zusätzlich war seine Art ein bisschen "creepy". 

Tag 26: Townsville an sich war nicht sehr interessant daher fuhren wir gleich am nächsten Tag weiter nach Innisfail! Dieses mal kamen wir dort ohne weitere Komplikationen bei einem Information Centre an. Dort bekamen wir von einer lieben Frau eine Karte für die "Tablelands", das Hinterland von Innisfail bis nach Cairns, welches für seinen besonders schönen Regenwald und seine Wasserfälle bekannt ist. Zu viert fuhren wir bis zu dem ersten Wasserfall welcher wirklich sehr beeindruckend war! Leider mussten wir uns danach von Santi und Laura verabschieden da sie noch am selben Tag ihren Camper Van in Cairns bei der Autovermietung abgeben mussten. Das war sehr traurig, denn wir hatten uns wirklich alle 4 super verstanden und so viel Spaß zusammen gehabt! Wir waren ja fast die halbe Ostküste zusammen gereist! Wir haben definitiv vor uns gegenseitig zu besuchen! Schließlich ist die französische Schweiz ja nicht so weit von Deutschland entfernt! Etwas so weit wie wir hier in Australien jeden Tag fahren! Wenn nicht sogar weniger!

Nur noch zu zweit machten Jonas uns auf den Weg zu weiteren Wasserfällen. Da es in den letzten Tagen so sehr geregnet hatte, hatten sich die Flüsse so sehr gefüllt, dass die Wasserfälle umso beeindruckender waren.

Wir waren sogar bei einem 80 Meter tiefen Vulkankrater an dessen Grund sich ein See gebildet hatte. Dieser See ist anscheinend weitere 80m tief und endet in einem Höhlengang unter der Erde. Um zu dieser faszinierenden Naturerscheinung zu gelangen mussten wir erst einmal ein Stückchen durch den Regenwald wandern. Wir hatten ein bisschen Angst, denn in diesem Gebiet gab es einige Kasuare welche Känguru große, blau-schwarze Vögel mit einem hornartigen Gebilde auf dem Kopf darstellen. Sie stellen noch nur wegen ihrem Horn eine Gefahr für den Menschen dar, viel mehr sollte man sich vor seinen großen Raubvogel artigen Krallen in Acht nehmen. Ein Schild warnte uns, dass man zur Sicherheit immer einen Rucksack mitnehmen sollte, den man im Falle das ein Kasuar angreift vor sich halten kann und sich somit vor dem Tier schützt.

Am Abend schliefen wir auf einem Freecampingplatz in Mareeba. Dort lernten wir eine Hand voll Italiener kennen die auf einer der vielen Farmen fruitpicking machten. Sie konnten zwar fast kein englisch aber sie kochten uns einen wahnsinnig leckeren Tee mit frischen Limetten von der Farm. Sie erzählten uns, dass sie sehr viel verdienen würden und ihre Farmer noch nach Arbeitern suchen würden. Da Jonas und ich ja sowieso noch 3 Wochen Zeit hatten bis unser Flug auf die Fidschis geht, dachten wir, wir könnten doch noch ein bisschen Geld verdienen. 

Tag 27: Also machten wir uns am nächsten Tag auf den Weg zu den Farmen, die uns die Italiener empfohlen haben. Es handelte sich um 2 Avocadofarmen und eine Zitronenfarm. Leider hatten wir auch dort kein Glück, denn die Farmer waren entweder nicht da, telefonisch nicht erreichbar oder die Hunde der Farmen wollten uns auffressen und wir sind sofort wieder zurück ins Auto gesprungen. Als fuhren wir weiter. Da wir noch einige Tage (3) Zeit hatten bis wir unseren Campervan in Cairns abgeben mussten entschieden wir uns hoch bis nach Port Douglas zu fahren. In Port Douglas regnete es sehr und zusätzlich wussten wir nicht wo wir schlafen sollten! Wir hatten gefühlten 50 Couchsurfern geschrieben und nur einer hatte sich gemeldet. Da wir aber erst etwas gegessen haben und ich dem Typ erst etwa nach einer Stunde zurück geschrieben hatte und fragte wo er wohnt, kam ein arrogantes "it's too late honey" zurück. Danke Kim Josef (so hieß er) du hast uns ja super helfen können!!! 

Ja da waren wir dann wirklich aufgeschmissen und wir hatten keine Ahnung was wir jetzt machen sollten. Der nächste Freecampingplatz wäre 40km entfernt, der Weg dorthin durch ein Regenwald Gebiet mit hunderten Kängurus die dir vor das Auto laufen könnten. Unmöglich, denn wir sind mit dem Auto in der Nacht ja nicht versichert. Also suchten wir nach einer geeigneten Seitenstraße in der wir in dem Van übernachten könnten. Leider bestanden die ganzen Wohngebiete in Port Douglas aus riesigen Villen und jeder hatte sein Auto entweder in der Garage oder in der Einfahrt geparkt. Da würde unser Hippie Camper der am Straßenrand steht total aus der Reihe tanzen. War waren schon total verzweifelt und wussten garnicht was wir machen sollten. Wir standen im Regen im Dunkeln und hatten wirklich keinen Plan. Unsere Rettung war ein kleines Pling Geräusch das von meinem Handy ausging. Tatsächlich hatte ich gerade eine e-Mail von einer Couchsurferin namens Jenny erhalten. Sie fragte ob wir etwas gefunden hätten, wo wir über die Nacht bleiben können. Wir antworteten wir wären total am verzweifeln und wir wissen nicht wo wir hin sollen. Sie sagte uns sofort ihre Adresse und gab uns ihre Handynumer. Und wieder einmal Glück gehabt!!!! Fünf Minuten später standen wir vor einer rießen Villa mit einer Riesen Einfahrt. Jenny stellte sich als eine ca. 42 jährige Mutter von 3 Jungs und einem Mädchen heraus. Sie war unglaublich lieb und hatte ein wunderschönes großes Haus. Im Garten einen riesigen Pool mit Whirlpool. Wir wären schon über dankbar gewesen wenn wir mit dem Van in der Einfahrt hätten schlafen dürfen! Aber nein wir bekamen ein eigenes geräumiges Zimmer mit Doppelbett, sowie ein eigenes Bad.

Die erste Nacht nach  vier Wochen in einem richtigen Bett! Traumhaft! 

Malanda
Queensland, Australia
Maria Luzia Small

"Blackheaven" Beach

Von Maria 

Tag 23: Als wir dann nach 8 Stunden Fahrt durch das schlechteste Wetter der Welt endlich in Airlie Beach ankamen, machten wir uns auf die Suche nach einem Campingplatz! Denn noch einmal eine 220$ Strafe konnten wir uns einfach nicht leisten. Zum Glück hatten wir von dem Reisebüro "Happy Travels", bei welchem wir die Whitsunday Island und Fraser Island Tour gebucht  hatten, einen Rabattgutschein für einen Campingplatz bekommen. Jetzt mussten wir diesen Campingplatz aber erst einmal finden! Nachdem wir die "Hauptstraße", die wirklich winzig war, zig mal hoch und runter gefahren waren, und die Nerven von der Fahrt schon blank waren, fanden wir endlich den kleinen Campingplatz! Am Abend wollten wir uns ein bisschen das "Städtchen" ansehen. Airlie Beach ist eigentlich sehr schön! Es hat sowie Brisbane einen öffentlichen Pool an der Promenade mit Duschen und BBQ Stellen, sowie eine Reihe süßer Restaurants, Cafés und Bars entlang des Strandes. Die kleine Hauptstraße bestand aus einer Reihe von Biergärten, Clubs, Bars und Reisebüros! Also optimal für alle Backpacker! Kein Wunder war es also voll mit Reisenden wie zB. uns! Aber da wir ein paar Tage nach dem Zyklon in Airlie Beach ankamen, war die Stimmung etwas bedrückt. Viele der Reisenden hatten eine Whitsunday Island Segeltour gebucht und konnten sie aufgrund des Sturms nicht antreten. Wir trafen viele Backpacker, welche bis zu zwei Wochen in dem kleinen Airlie Beach festsaßen, da ihnen versprochen wurde, dass ihre Segeltour nachgeholt werden würde, sobald das Wetter sich bessere. Da aber einige einen straffen Zeitplan hatten und sie zB. einen wichtigen Flug erreichen mussten, hatten viele dann das Pech, dass sie diese Tour garnicht machen konnten. Selbst als wir ankamen, hat es die ganze Zeit geregnet! Unsere Sachen, die vom Regen nass wurden, konnten einfach nicht und nirgends trocknen, sodass es im Auto schon etwas unbehaglich wurde, denn alles fing an zu müffeln. 

So jetzt aber genug mit dem schlechten Gerede! Eine freudige Begegnung ereignete sich, als wir am Abend die Hauptstraße entlang liefen! Wir trafen Andi, welchen wir durch Vivien und Linda in Byron Bay kennengelernt hatten und in Surfers Paradise und auf Fraser Island durch Zufall wieder getroffen hatten, in Airlie Beach! Insgesamt war er nur 3 Wochen in Australien und dieser Abend war der Abend vor seinem Flug zurück nach Deutschland ! Da muss man dann schon einiges Glück haben, sich in dieser kurzen Zeit 4 mal durch Zufall zu treffen! Nach einer langen Unterhaltung unter unseren Regenschirmen im Regen, liefen plötzlich ein blondes Mädchen und ein blonder Junge an uns vorbei. Als sie ein kleines Stück vor uns waren, drehte sich das Mädchen schlagartig um, sah mich an und rannte schreiend und freudig auf mich zu! Bei den beiden handelte es sich um die verrückte Christine und ihren Freund Casper aus Dänemark, welche wir auf Fraser Island kennen gelernt hatten! Christine und ich hatten uns wirklich super versanden und es freute mich total, sie wiederzusehen! Da Andi früh schlafen gehen wollte, da er ja am nächsten Tag nach Hause fliegen mussten, gingen dann Jonas und ich mit unseren Dänen in eine Bar etwas trinken und berichteten uns von den neusten Ereignissen! Die beiden waren zwei von den Pechvögeln, welche aufgrund von Zeitmangel und wegen dem Sturm ihre Tour nicht antreten konnten. Christine erwähnte liebevoll wir seien "bloody Bastards", weil sie so neidisch auf uns war, da uns die Tour noch bevorstand.

Tag 24: Ich muss ehrlich sagen, auf uns hätte Christine nun wirklich nicht neidisch sein müssen! Lieber hätte ich die Tour, die uns an diesem Tag bevorstand, abgesagt und wenigstens die Hälfte der 130$ zurück bekommen, als diese Tour anzutreten. Der Tag begann mit etwas Regen und das wir uns eine Unterwasserkamera für das Schnorcheln leihen wollten. Die Leute bei dem Kameraverleih rieten uns aber gleich davon ab und meinten, wir hätten eine so schlechte Sicht, dass es sich nicht lohnen würde, eine Kamera auszuleihen. Dann als nächstes, als wir am Hafen, an welchem unser Boot auf uns wartete, ankamen, mussten wir plötzlich noch etwas zahlen, um einen "Stingersuit" zu bekommen! Das ist der Ganzkörperanzug, welcher dich vor den tödlichen Quallententakeln schützt. Das hat mich so aufgeregt! Es kann doch nicht sein, dass man hier 130$ zahlt und dann nichtmal so einen Anzug gestellt bekommt! Ist ja zum Glück nicht überlebenswichtig! Aber hey, wenn du dann zufällig kein Geld bei dir hast oder du es dir nicht leisten kannst, musst du leider sterben! Das ist typisch australisch! Hauptsache immer den Backpackern das letzte Geld aus den Taschen ziehen! Hätten wir noch etwas essen wollen bei dem Tagestrip, hätten wir weitere 15$ zahlen müssen! So fängt ja alles super an! Wir wurden dann in unser "Raftingboot" gesetzt, welches eindeutig zu wenig Platz für uns alle hatte und keine Seitenwände besaß! Als wir dann los zu den berühmten "Whitsunday Islands" fuhren, saßen wir alle schön zusammengequetscht auf einer patschnassen Bank und bekamen immer mal wieder eine Welle ins Gesicht gefetzt. Zusätzlich war es total kalt und Regen und Wind machten es dann auch nicht besser! Warum zur Hölle verschieben sie denn die Tour nicht, wenn sie wissen, es wird total scheiße!? Einfach weil sie uns Backpacker abziehen wollen! Als wir dann nach einer Stunde kalter, nasser Fahrt den Ort erreichten, wo wir schnorcheln sollten, schlüpften wir in unsere stinkenden nassen Anzüge. Es war ja fast ein Wunder, dass wir für die Taucherbrille und die Flossen nichts zahlen mussten! Wir hüpften also ins Wasser und freuten uns sogar ein bisschen endlich ein paar Korallen oder eine Schildkröte zu sehen! 

ABER: Wir sahen NICHTS! Nicht einmal einen Fisch, eine Koralle oder ein Steinchen! Geht auch schlecht, wenn das Wasser trüb wie Milch ist! Danke scheiß Tour! Darauf hatte ich mich seit ich in Australien bin gefreut! Nach etwa 5 Minuten, wo alle im Wasser waren, gingen alle auf das Boot zurück! Die Guides erwähnten das sei unser einziger Schnorcheltrip für den heutigen Tag, wir sollen die Zeit, die wir im Wasser haben, doch nutzen! Ja ihr super ihr schlauen Guides, ich geh zurück ins Wasser, ich hab ja ca. 2 cm weite Sicht ! Spannend!

Unser nächster Stop war ein Aussichtspunkt, von welchem man den berühmten "Whiteheaven Beach" sehen konnte. Wieder einmal pure Enttäuschung! Noch nie habe ich eine Person öfter das Wort "unfortunately " (unglücklicherweise ) sagen hören, als unser Tour Guide! Unglücklicherweise ist das Wetter schlecht! Unglücklicherweise ist das Wasser zu trüb um etwas beim Schnorcheln zu sehen! Unglücklicherweise ist gerade eine scheiß Flut, weshalb man von dem scheiß berühmten Strand nicht mal etwas sehen konnte!!! Und unglücklicherweise hatte der Sturm alles so verwüstet, dass selbst der Teil des Strandes, welcher zu sehen war, hässlicher war als jeder andere Strand, an dem wir zuvor waren! Als wir dann also alles gesehen hatten, was uns so enttäuscht hatte und nicht einmal Schönreden geholfen hatte, waren wir wirklich frustriert! Da gab uns dann die Fahrt zurück nach Airlie Beach durch den Regen den Rest. Es hielf auch nicht gerade, dass einer der Guides uns die ganze Zeit filmte und fotografierte und wollte, dass wir jubeln und lachen und Spaß haben. Natürlich kannst du dir diese Medien dann auch wieder für sage und schreibe 70$ kaufen! Ein Schnäppchen!   

Ich war einfach nur froh, als wir in Airlie Beach ankamen! Wir hatten unser Auto auf dem Campingplatz, auf einem Parkplatz geparkt und entschieden uns dazu, auch dort mal wieder "illegal" die Nacht zu verbringen. Dann packten wir unsere ganzen muffeligen Sachen und gingen in den nächsten Waschsalon. Dort trafen wir uns wieder mit Christine und Casper, erzählten ihnen von unserer "großartigen" Tour!  Ich denke, jetzt waren sie nicht mehr traurig, dass ihnen ihre Tour erspart geblieben ist. Leider mussten wir uns auch an diesem Abend von den Beiden verabschieden! Wir versprachen uns aber, dass wir uns einmal besuchen gehen! Todmüde und ohne muffelnde Sachen ließen wir uns in unser Bett in unserem Van fallen.

Whitsunday
Queensland, Australia
Maria Luzia Small

Babyschildkröten und Zyklon

Von Jonas:

Tag 19: Nach unserer sehr schönen Fraser Island Tour machten wir uns am Folgetag auf nach Hervey Bay, einem Ort, an dem es (leider nicht zu dieser Jahreszeit) Wale zu sehen gibt. Dennoch beschlossen wir, diesem Ort einen Besuch abzustatten. Wir beschlossen außerdem, erst in Hervey Bay wieder zu tanken, da der Sprit in Rainbow Beach ungewöhnlich teuer war und wir uns dachten, dass wir die 130km mit dem zu 1/3 gefüllten Tank schon schaffen werden. Doch es stellte sich relativ schnell heraus, dass wir uns etwa verkalkuliert hatten. Die Erdanziehungskraft musste an diesem Tag wohl besonders hoch gewesen sein, denn die Tanknadel senkte sich schneller als uns lieb war. Zudem führte der Weg durch pure Wildnis, wir hatten nur gelegentlich Empfang und die nächste etwas größere Stadt war über 40km entfernt. Uns war klar, dass das verdammt knapp werden würde. Ca. 20km vor dieser Stadt zeigte ein Schild eine 7km entfernte Stadt an, die jedoch rechts von der Hauptstraße abging. Voller Vorfreude, in dieser Stadt endlich tanken zu können, mussten wir schweren Herzens feststellen, dass es dort keine Tankstelle gab. Nun kamen wir richtig ins Schwitzen. Wir mussten die 7km zurück zur Hauptstraße fahren, um die 20 verbleibenden Kilometer in die nächste Stadt zurückzulegen, wenn das überhaupt noch möglich war. Nun wurde das Auto so gut es ging, wie auch schon die 30km zuvor, rollen gelassen, immer wenn es Berg ab ging schalteten wir in den Leerlauf. Auch sonst reduzierten wir unsere Geschwindigkeit stetig, um so spritsparend wie möglich zu fahren. Was uns dabei etwas aufmunterte waren Wildpferde (sogenannte Brumbies), die viele Jahre zuvor von englischen Kolonisten zurückgelassen wurden und die dadurch verwilderten. Das war wirklich ein sehr schönes Erlebnis, denn wir rechneten keineswegs damit, Wildpferde in Australien zu sehen. Und letztendlich schafften wir es zum Glück auch zu einer Tankstelle mit ca. 2-3 verbleibenden Litern Sprit im Tank. Wenigstens war der Sprit an dieser Tankstelle viel billiger :DHervey Bay an sich stellte sich als ziemlich langweilig heraus, sodass wir nach nur einer Nacht weiter nach Bundaberg fuhren, wo ein richtiges Highlight auf uns wartete.

Tag 20: Von Hervey Bay aus buchten wir bereits über das Internet eine Schildkrötentour am Strand "Mon Repos" in Bundaberg. Bei dieser Tour geht man in Gruppen gemeinsam mit einem Ranger nachts (von 20-1 Uhr) an den Strand, um riesigen Wasserschildkröten beim Brüten zuzuschauen. Am Strand angekommen erwartete uns zunächst eine große, unerwartete Überraschung. Laura und Santi, das schweizer Pärchen von Fraser Island, war ebenfalls mit ihrem frisch gemieteten Hippie Camper vor Ort. Das war echt super, denn mit ihnen verstanden wir uns wirklich prächtig. Somit gingen wir mit einem Ranger an den Strand, an dem es stock dunkel war. Nur der Ranger hatte eine Stirnlampe, mit der er nach Schildkröten Ausschau hielt. Und es dauerte nicht lange, bis wir die erste brütende und riesige Schildkröte sahen. Nach dem Brüten verschwand die Schildkröte im Meer und hinter ihr watschelten ca. 100 Babyschildkröten mit einer Größe von ca. 5cm in den Ozean. Dabei ging einem wirklich das Herz auf. Wir durften sogar einige auf die Hand nehmen und genauer untersuchen. Anschließend buddelte der Ranger das Nest aus, um zu zählen, wie viele Eierschalen und damit Babyschildkröten geschlüpft sind. Beim Ausbuddeln fand er noch 5 kleine Schildkröten, die es aus eigener Kraft nicht aus dem 1,5m tiefen Sandnest geschafft hätten.Gegen 11 Uhr machten wir uns gemeinsam mit Laura und Santi auf den Weg zurück nach Bundaberg, um dort die Nacht auf einem öffentlichen Parkplatz zu verbringen. 

Tag 21: Doch um 6 Uhr wurden wir sehr unsanft geweckt. Ein Ranger der Stadt Bundaberg hämmerte wie ein gestörtes Wildschwein gegen unser Auto. Mit den Worten "HEEEEEEYYYY, COME OUUUTT, I KNOW YOU ARE IN THERE!!!!!" riss er uns aus dem Schlaf. Zuerst blieben wir für ca. 5min liegen, denn wegen unserer Vorhänge konnte man von außen nicht hineinschauen. Doch wir gaben schließlich nach, da Laura und Santi, die neben uns schliefen, bereits aus ihrem Van ausgestiegen waren. Der Ranger sagte uns mit wutentbrannter Stimme, dass es hier trotz keinerlei "no camping" Schilder  verboten wäre zu schlafen und dass er uns nun mit $220 pro Van bestrafen wird. Er machte Bilder von unseren Autokennzeichen, um diese an die Autovermietung zu schicken, die wiederum das Geld von unserer hinterlassen Kaution entnehmen werden. Jedoch bekamen wir weder eine Art Strafzettel, noch wollte er persönliche Daten wissen. Vermutlich wollte er uns damit nur abschrecken, denn wir haben bis heute keine Strafe bezahlt und die Kaution haben wir ebenfalls wieder komplett bekommen. Jedenfalls schreckte er uns erfolgreich ab, denn nun hatten wir Angst, an öffentlichen Plätzen zu schlafen und somit eine weitere Strafe zu riskieren. Deshalb beschlossen wir Couchsurfern zu schreiben und diese zu bitten, in ihrem Garten mit unserem Van schlafen zu dürfen. Wir schrieben etlichen Couchsurfern im 300km entfernten Rockhampton - unserem nächsten Reiseziel- und eine Antwort kam überraschend schnell von einer ca. 55- jährigen Sandra Longbottom, die genug Platz für zwei Vans (auch dem von Laura und Santi) hatte. Außerdem fragte sie gleich, ob wir gemeinsam mit der Familie Dinner haben wollen. "Do you all like meat and salad"? Natürlich mögen wir Fleisch und Salat, als Backpacker mag man alles essbare! Dort angekommen wurden wir mit Tee und Keksen total liebevoll empfangen. Draußen herrschte ein Zyklon, weshalb wir uns lieber im sehr gemütlich Haus verkrochen und uns gemeinsam mit der gesamten Familie bei Bier und Wein unterhielten. Wir hatten keine Wahl, mindestens ein Bier musste immer vor uns auf dem Tisch stehen. Doch damit hatten wir kein Problem :D Abend wurde schließlich gegrillt und anschließend sahen wir uns gemeinsam einen Film an. Wir konnten unser Glück kaum fassen, Sandra war wie eine richtig Mama für uns, die sich ständig sorgte und uns deshalb fütterte und zu trinken gab. 

Tag 22: Der draußen herrschende Zyklon, der auch aufwärts der Ostküste (entlang unserer Route) tobte, brachte unsere bevorstehende Whitsunday Tour in Gefahr, die wir schon lange vorher gebucht hatten und auf die wir uns sehr freuten. Deshalb beobachteten wir ständig das Wetter in Airlie Beach, von wo aus die Touren beginnen. Alle Touren wurden wegen des starken Windes und dem hohen Wellengang in den Vortagen bereits abgesagt, deshalb erhofften wir uns eine Besserung der Wetterlage. Laura und Santis Tour startete bereits einen Tag vor unserer, weshalb sie sich auf den Weg machten. Ihr Boot war das erste, das nach dem Zyklon wieder den Hafen verließ. Da unsere Tour einen Tag später startete, blieben wir noch einen Tag bei der Familie. Wir schauten gerade einen Film an, als Sandra plötzlich mit Nachos und hausgemachten Dip auftauchte. Mhhhhhm, das war verdammt lecker. Abends bekamen sie noch Besuch von Freunden, sodass wir wieder gemeinsam Dinner hatten und viel lachten und erzählten, bevor wir am Folgetag schließlich mit einem lachenden und weinenden Auge die liebgewonnene Familie verließen.


Bundaberg
Queensland, Australia
Maria Luzia Small

Fraser Island

Von Jonas:

Tag 15: Der starke Regen des Vortages hinterließ v.a. bei Maria seine Spuren. Eine Blasenentzündung war die Folge, sodass wir uns an diesem Morgen gezwungen sahen, einen Arzt aufzusuchen, um ein Rezept für den Kauf von Antibiotika zu erhalten. Das ist der effektivste Weg, die Krankheit zu bekämpfen, des Weiteren wollten wir keineswegs, unsere seit Wochen geplante Tour auf Fraser Island absagen müssen. Schließlich ist Fraser Island die größte Sandinsel weltweit mit zudem über 200 Süßwasserseen. Um an unserer 3 Tage, 2 Nächte Fraser Island Tour teilnehmen zu dürfen, mussten wir uns am Nachmittag in Rainbow Beach, dem Startort der Tour, etliche Vorschriften durchlesen und anhören, um alles wichtige und notwendige für die folgenden Tage zu wissen. So wurde man beispielsweise vor den Haien, deren Brutgebiet an der Küste Fraser Islands liegt und dem mit  Quallen gefüllten Meer gewarnt, vor den in freier Wildbahn vorkommenden Dingos, aber auch wurde uns gezeigt, wie wir die einzigartige Natur vor Ort schützen sollen.

Tag 16: Nun ging es endlich los. Die bereits am Vortag eingeteilten 8er Gruppen  fanden sich zusammen und die Autos wurden gemeinsam beladen. Jeder der vier 8er Gruppen stand ein Toyota Land Cruiser mit Vierradantrieb zur  Verfügung, um auch reibungslos auf der Sandinsel fahren zu können. Das Auto unseres Tourführers zog zudem einen mit Essen beladenen Anhänger hinter sich her, um die drei bevorstehenden Tage auch zu überleben. Für Trinkwasser  war durch große Wasserkanister im Kofferraum jeder Gruppe gesorgt, die an Wasserstellen auf der Insel immer nachgefüllt werden mussten. Unsere 8er Gruppe setzte sich aus einem dänischen Pärchen (Caspar und Christine), einem aus der französischen  Schweiz stammenden Pärchen (Santi und Laura) und einem Geschwisterpaar aus Holland (Denise und Wesley) zusammen. Somit war für eine super lustige und ungewöhnliche Mischung gesorgt, was auch der Grund war, dass wir uns alle auf anhieb gut verstanden. Mit der Fähre ging es nun von Rainbow Beach auf Fraser Island, wobei man schon von der Fähre aus die auf der Insel vorherrschenden Sanddimensionen erahnen konnte. Zudem sah man von der Fähre aus tausende von Quallen im Wasser herumtreiben. Auf der Insel angekommen war der erste Eindruck: Sand!. Soweit das Auge reichte gab es nichts außer Sand und dem Meer, was wirklich jeden beeindruckte. Da die Insel mit einer Fläche von 1840 km²  vergleichsweise  groß ist, gibt es  einen ewig langen Sandhighway, der gleichzeitig auch kleinen Flugzeugen  als Landebahn dient. Unseren ersten Halt machten wir an einem der vielen Seen, zudem wir vorher jedoch über 40 Minuten durch einen auf Sand wachsenden Wald laufen mussten.  Doch der Weg lohnte sich! Riesige Sanddünen prägten die Umgebung und inmitten dieser enormen Sandmassen lag ein wunderschöner See, indem es Aale gab. Doch die scheuen Aale waren nicht das Highlight , viel mehr die kleinen Fischchen, die den See in einen Beautysalon verwandelten. Sobald man den See betrat und seine Füße  für einige Sekunden still hielt, kamen unzählige kleine Fischchen, um kleine Hautschuppen von den Füßen zu knabbern.  Das fühlte sich lustig an. In der Zwischenzeit hatte unser Guide bereits unser Lager für die Nacht vorbereitet. Dieses Bestand aus einer großen Plane unter der gekocht wurde und vielen kleinen Zelten, in denen alle 30 Leute der Tour Unterschlupf fanden. Abends  wurde schließlich in großen Massen Reis mit Gemüse  gekocht, bevor dann schließlich bis in die Nacht gefeiert wurde. Ab und zu ließ sich auch ein Dingo blicken, jedoch sind sie gegenüber Menschenmassen eher abgeneigt.

Tag  17: Nach den Frühstück fuhren wir in unsern Autos, in denen sich die Fahrer immer abwechselten, zu einem alten Schiffswrack, das seit Jahren direkt am Strand der Insel liegt. Des Weiteren fuhren wir zu einem super schönen Bach, indem man sich auf dem Rücken liegend treiben lässt, bis man wieder an den Ausgangort zurückkehrt. Bevor wir jedoch weiterfahren konnten, war zum ersten mal schieben angesagt, da unser Auto zu Tief in den weichen Sand eingesunken war. Also stiegen 7 aus der Gruppe aus und schoben das Auto erfolgreich aus dem Sand. Den restlichen Tag fuhren wir einen Großteil der Insel ab, wobei wir auf einige tolle Aussichtsplattformen stießen. Erschöpft von dem langen und kräftezehrenden Tag wurde abends im Lager für alle leckere Steaks mit Bratkartoffeln gekocht, um anschließend genug Energie für das Feiern bis spät in die Nacht zu haben.

Tag 18: Der letzte Tag war geprägt von "off road" fahren. An diesem Tag fuhren wir mit den Autos in das Landesinnere der Insel, wo es nur eine schmale, aus weichem und tiefen Sand bestehende Straße durch den Wald gab. D.h., es war das fahrerische Können gefragt, da man das Auto  stets in der schmalen Sandspur halten musste.  Doch das war der Reiz und machte riesigen Spaß. Die "Straße" führte zu einem wunderschönen See mit weißem Sandstrand. Das besondere an dem See war, dass er trotz seiner enormen Größe ausschließlich aus Regenwasser bestand. Für uns war das der schönste  und zugleich der letzte Ort, den wir auf unsere Tour bewundern durften. Gegen Nachmittag waren wir schließlich wieder mit wunderbaren Eindrücken im Gepäck zurück. Abends trafen wir uns mit dem dänischen und  dem schweizer Pärchen unsrer Gruppe, um den Abend bei einem kühlen Bier ausklingen zu lassen. Obwohl der Trip wirklich toll gewesen ist ,  waren wir auch alle wieder froh , endlich wieder duschen und von Sandkörnern befreit schlafen zu können. Unsere einzigen Duschen waren nämlich die Süßwasserseen der Insel und Sand war unser ständiger, auf Dauer etwas nerviger Begleiter :)

Fraser Island
Queensland, Australia
Maria Luzia Small

Im Paradies mit Delfinen!

Nun ist es an der Zeit, Jonas einen Teil des Blogs schreiben zu lassen:)

Tag 11: Von Byron Bay aus machten wir uns auf den Weg in die "Partystadt" Surfers Paradise, die u.a. dafür bekannt ist, dass australische Schulabsolventen ihren Abschluss in dieser Stadt ausgelassen feiern. Bevor wir jedoch jene Stadt erreichten, legten wir einen Zwischenhalt in Palm Beach ein, einem Strand, der sich über hunderte von Metern erstreckt und im Gegensatz zu den meisten Stränden an der Ostküste Australiens nicht mit Backpackern und Touristen übersähen ist. Deshalb beschlossen wir an diesem schönen Örtchen etwas zu essen und und schließlich am Strand zu sonnen, wobei wir am Horizont schon die mit Wolkenkratzern geschmückte Skyline von Surfers Paradise bewundern konnten.  

Als wir einige Stunden später schließlich in Surfers Paradise ankamen und einen schönen schönen Platz für die Nacht in einer der vielen Buchten fanden, konnten wir den Abend in vollen Zügen zu genießen beginnen, auch wenn Camping an dieser Stelle eigentlich verboten  war. Mit unserem Abendessen setzen wir uns an den kleinen Sandstrand der Bucht und ließen den Abend gemeinsam mit etlichen Möwen, die allesamt scharf auf unser Abendessen waren, bei Sonnenuntergang ausklingen. Für eine große Freude und Überraschung sorgten letztendlich zwei Delfine in der Bucht, die man gewöhnlich nicht in solch flachen Gewässern erwartet. 

Tag 12: Nach überstandener Nacht ohne Strafzettel spazierten Maria und ich  gegen Nachmittag am kilometerlangen Strand entlang, welcher maßgeblichen Anteil  an dem Namen der Stadt  hat. Der Strand und die Wellen bieten  optimale  Voraussetzungen für Surfer. Als wir am frühen Nachmittag einkaufen gingen, trafen wir, wie es das Schicksal nunmal will, zum 3. mal auf unsere Reise zufälligerweise Linda und Vivien, die Mädchen aus den Blue Mountains und Byron Bay. Erstaunt und fasziniert von der "ach so kleine Welt " verabredeten wir uns für den Abend, um gemeinsam feiern zu gehen. Den restlichen Nachmittag schauten wir uns auch außerhalb der Stadt um, wo wir in einem kleine Park unzählige Flughunde (riesengroße  Fledermäuse) kopfüber hängend an riesigen Bäumen zu Gesicht bekamen.  Abends trafen wir uns schließlich wie verabredet mit Vivien , Linda und noch zwei weiteren Backpackern in deren Hostel, wo wir etwas Zeit verbrachten, um schließlich um die Häuser Surfers Paradieses zu ziehen. Als wir gegen 3 wieder bei unserem Auto, das wir nun etwas zentraler geparkt hatten, ankamen, fanden wir an  unsrer Scheibe eine Verwarnung, in welcher man uns mit  hohen Geldstrafen drohte, wenn wir an dieser Stelle im Auto schliefen. Um eine solche Geldstrafe zu vermeiden, fuhren wir sicherheitshalber zurück zu unserem Schlafplatz der ersten Nacht.

Tag 13: Diesen Tag ließen wir etwas entspannter angehen, da wir in der Nacht zuvor erst spät Schlaf fanden. Erst am späten Nachmittag machten wir uns auf den Weg Richtung Brisbane, einer der Großmetropolen Australiens. Da wir jedoch erst spät losfuhren  und es relativ schnell dunkel wurde, verbrachten wir die Nacht auf halber Strecke in einem kleinen Park.

Tag 14: Am nächsten Morgen bekamen wir den Park bei Tageslicht zu sehen und damit auch all die Tiere, die sich in ihm fanden. Von Kakadus über haarige Raupen, Spinnen, Frösche, Ibis Vögeln, Enten, bis hin zu Water Dragons (große, an Land und in Wasser lebende Echsen) war alles zu sehen. An diesem Morgen veränderte sich nicht nur das Wetter (es begann fürchterlich zu regnen), sondern auch mein Äußeres. Maria nahm meine Haarschneidemaschine in die Hand und mit einem Aufsatz von 9,5mm wurden meine bis dahin recht langen Haare abrasiert. Als ich mich danach im Spiegel anschaute erkannte ich mich nickt wieder, erst nach einigen Tagen begann ich mich daran zu gewöhnen. Maria, deinem Weg als Frisöse steht nicht mehr im Wege :D  

Am frühen Nachmittag kamen wir in Brisbane an, wo es der Wettergott nicht gut mit uns meinte. Wie aus Eimern strömte das Wasser aus den Wolken und kein Ende war Sicht. Wir parkten unser Auto etwas außerhalb der Stadt , um mit dem City Hopper ( eine kostenlose Fähre, die auf dem Fluss mitten durch Brisbane Menschen befördert) in die Innenstadt zu fahren. Maria zog die Fähre dem Auto vor, sodass wir ohne Regenschirm, da wirr zuvor schon zwei Regenschirme  verloren hatten, loszogen. Somit wurde unser Ausflug in die Stadt zu einem sehr nassen Abenteuer, bis wir und schließlich in der Stadt einen Regenschirm kauften. Völlig durchnässt und erschöpft zurück am Auto angekommen, zogen wir uns warme Klamotten an und legten und erst einmal in Schlafsäcken umhüllt  in unser gemütliches und warmes Bett im Auto , aus dem uns an diesem regnerischen Tag, außer dem Hunger, keiner mehr herausbekam.

Surfers Paradise
Queensland, Australia
Maria Luzia Small

Hippies und Schlangen

Tag 7: In Byron Bay schwärmten so viele Leute von dem kleinen Dorf Nimbin, welches mit 450 Einwohnern im Hinterland von Byron Bay liegt. Da es nur eine Stunde entfernt war entschlossen wir uns dem Dorf einen Besuch abzustatten! Also machten wir uns auf den Weg durch die Pampa  nach Nimbin. Und dann kam sie: eine zwei Meter große Python, war gerade auf dem Weg sich im Schneckentempo über die Waldstraße zu schlängeln, und lag mit ihrer vollen Länge mitten auf der Straße. Wir hätten sie beinahe überfahren weil wir dachten sie wäre ein Stock oder ähnliches! Aber ne das war ne "super sympathische " Python die uns einen Wahnsinnigen schrecken eingejagt hatte! Also standen wir dann ca 5 Minuten auf der  Straße und warteten, das die  Schlange ihren Weg über die Straße  vollendete. Dafür haben wir sie gut filmen und fotografieren können :)!  In Nimbin angekommen  merkten wir sehr bald weshalb es alle Backpacker dort hin zog. Und zwar war  die ganze Stadt in allen Regenbogenfarben angemalt ! Überall liefen freilaufende Hippies herum !  Alle schienen  ein bisschen  auf Drogen zu sein,  sogar die Hunde die dort herum liefen. Kein wunder denn Nimbin ist wie ein kleines Amsterdam. Der Konsum, Anbau und Verkauf von Marihuana ist dort zwar rechtlich nicht legal aber es scheint auch niemanden zu interessieren. Denn es hatte einst einen großen Hippie Aufstand gegeben, nachdem an einem Festival (welches einmal im Jahr in Nimbin stattfindet )  4 Hippies verhaftet wurden da sie Marihuana konsumierten. Tausende von Hippies  stürmten die kleine Polizeistation und forderten die Freilassung der 4  Personen. Letztendlich kapitulierten die Polizisten und  hoben die Festnahme wieder auf. Seither  pflegt das Dorf einen relativ offensichtlichen  Marihuana Konsum.  Alle Menschen waren also ein bisschen verrückt. Einmal  sind Jonas und ich an einem kleinen bunten Platz vorbeigelaufen, auf dem ein freilaufender Hippie mit ein bisschen Musik und einem Hullahub Reifen herumgesprungen ist! Als er uns sah  sprang er direkt auf uns zu und drückte uns einen Reifen in die Hand. Er brachte uns dann innerhalb weniger Minuten bei wie man hullahub tanzt . Das war  cool. Ein weiteres Hippie Weibchen  saß mit einem Baby Hund den sie rot angemalt hatte und natürlich mit 2 Meter Achselhaaren, zwischen den Wurzeln unter dem Baum und beobachtete uns. Am Abend  kochten wir und Penne mit Tomatensoße auf einem  Skateplatz. Dort trafen wir einen 40 Jahre alten skatet der bis in die nach mit uns am Tisch saß und uns  seine Lebens Weisheiten predigte. Aber er sagte uns auch einen schönen Platz auf dem wir schlafen konnten. Wir schliefen dann also mitten auf einem Berg mit einer Sicht auf das komplette Nimbin, genau da wo wir die Schlange gesehen hatten. Aber wenn man in Australien Angst vor Tieren hat sollte man vielleicht doch lieber garnicht erst hin gehen. 

Tag 8:  nachdem wir auf dem wunderbaren Berg die Nacht, trotz offener Fenster, überlebt hatten und auf dem Autodach die Aussicht genossen hatten fuhren wir wieder zurück nach Byron Bay. Dort trafen wir durch Zufall Vivien und Linda wieder, welche wir in den Blue Mountains kennengelernt hatten. Sie luden uns gleich ein am Abend zu ihnen in ihr Hostel (die Art Factory ) zu kommen. Zufällig kam auch Dennis mit 3 Freunden am gleichen Tag in Byron Bay an und  am Abend  feierten wir alle gemeinsam unser Wiedersehen! 

Tag 9: Oh das war ein teurer Tag ! Inzwischen schliefen nichtmehr auf dem Campingplatz  sondern zusammen mit ein paar anderen Backpackern auf einem Friedhof. Allerdings waren dort wo wir schliefen  keine Gräber sondern nur offene Wiesenflächen. Insgesamt schliefen wir dort 3 Nächte  zusammen mit Dennis und den anderen drei (Jessi, Kai und Mara).  So wir hatten ja eigentlich nie genau einen Plan was wir noch so machen wollen, haben uns aber an diesem Tag entschieden. Wir hielten uns ca 6 Stunden in Reisebüros auf, suchten nach Flügen und letztendlich war unsere Route geplant und gebucht! Deshalb ein teurer Tag. 

Unser Plan für die nächsten Wochen/ Monate sieht so aus: Wir buchten eine  Drei-Tagestour auf Fraser Island (die größte Sandinsel der Welt) sowie eine Ein-Tagestour auf die Whitsunday Inseln.    Also würden wir wenn wir weiter nördlich fahren erst die Fraser Island Tour  von Rainbowbeach aus und die Whitsunday Tour in Airlie Beach machen. Dann  werden wir weiter hoch nach Cairns fahren und dort unser Auto am 8. Februar abgeben. Dann haben wir ca 3 Wochen in Cairns und fliegen am ersten März auf die Fidschis. Nach 10 Tagen Fidschi geht es dann nach Auckland in Neuseeland. Dort haben wir uns auch einen Camper für einen Monat gebucht und wir wollen erst die Nord und dann die Südinsel bereisen. Nach zwei Wochen Neuseeland treffen Jonas und ich uns mit Adri und Sophia auf der Südinsel und wollen zusammen reisen. Von Christchurch aus (auf der Südinsel) geht es dann wieder nach Melbourne. In Melbourne bleiben wir eine  Woche und fliegen von dort dann nach LA . In LA bleiben wir eine Woche und von da aus wollen wir dann mit einem Greyhound Bus nach San Francisco fahren und dort ebenfalls eine Woche bleiben. Dann fahren wir wieder nah LA und dann gehts ab nach Hause :) 

Tag 10: an diesem Tag sind wir mit den anderen an einen Teebaum See gefahren. Dieser See war von da her besonders da er umringt war von Teebaumöl Bäumen. Die Blätter der Bäume Fällen in den See und färben ihn dunkelbraun bis schwarz. Somit kommt aber auch das gesunde Teebaumöl in den See  was sehr gut für Haut und Haar sein soll..

Das war unser letzter Tag in Byron Bay ! 

Nimbin
New South Wales, Australia
  • Small
    Ben hat am kommentiert:

    Byron Bay! Einer meiner Lieblingsorte. Enjoy.

Maria Luzia Small

Jetzt geht's eigentlich erst los!

Also meine Lieben ich wollte ja erzählen wie ich eigentlich in die Bücherei in Byron Bay komme! Jonas und ich hatten ja den Camper gemietet und sind dann direkt losgefahren! Unser Auto ist super süß! Es ist weiß mit Blümchen drauf und wir haben einen Kühlschrank, ein Waschbecken ein gemütliches Bett, das man zu einem Tisch und einer Sitzbank umbauen kann, sowie Strom um unsere Handys aufzuladen.  Wir haben  den Van jetzt für 30 Tage und müssen ihn am 8. April  wieder in Cairns abgeben.  Noch ein Auto  kaufen war uns zu riskant vorallem da unser kaputtes Auto immer noch vor Ghassans Haustüre steht. Aber wir lieben das Auto und das Auto mag uns auch ein bisschen daher alles "easy"! 

Tag 1: Unser erstes Ziel waren die Blue Mountains, ein berühmtes Gebirge in dem im Oktober noch sehr schlimme Waldbrände waren. Dort gelangten wir zu einer Aussichtsplattform  wo wir die bekannten "three Sisters" sehen konnten. Wir trafen dort  4 Mädchen die uns mit zu einen free camping Platz mitten im Wald nahmen. Dort waren erstaunlicherweise total viele Backpavker wie wir und wir verbrachten den Abend mit den Mädchen und ein bisschen Chips und Weißwein. 

Tag 2: Am nächsten Tag liefen wir einfach in das YHA Hostel in den Blue Mountains hinein und duschten dort. Nachdem es niemand gemerkt hatte und wir super frisch geduscht waren fuhren wir weiter nach New Castle. Da muss ich sagen, dass mir die Stadt nicht wirklich gefallen hat. Dafür parkten wir unser Auto direkt am Strand, übernachteten dort und sonnten uns am nächsten Tag am Strand.

Tag 3: Dann fuhren wir weiter  nach  Port Stephens , kochten uns ein Spiegelei im Wald und beschlossen, das wir auch hier nicht länger bleiben wollten. Also fuhren wir weiter  nördlich nach Port Maquirie. Dort liefen wir  auch einfach so in ein YHA Hostel und kochten uns Spaghetti :) !  Danach suchten wir ewig nach einem Platz zum freecampen und fanden einen  Platz am Meer mit Duschen, Toiletten, und Strom! Leider war camping verboten aber wir schliefen trotzdem dort :) 

Tag 4: Port  Maquirie war ein sehr süßer Ort aber wir wollten noch weiter nördlich fahren . Also fuhren wir weiter nach  Coffs Habour. Auf dem Weg sahen wir hunderte überfahrene Kängurus, was ein Grund ist weshalb wir mit unserem Camper nicht nachts fahren dürfen. Auf dem Weg nah Coffs Habour machten wir an einem wunderschönen Strand halt, dem "Valla Beach". Dort war der Sand so fein das er quietschte wenn man darauf lief. Leider durfte man da nicht schwimmen gehen, da es Haie und Quallen gab.  Angekommen in Coffs Habour fanden wir wieder einmal durch Zufall einen wunderschönen Platz zum schlafen. Direkt am Meer , mit  Duschen und Toiletten. Jedes mal wenn wir  an einem neuen Ort  ankamen und nicht wussten wo wir schlafen sollten, wünschten wir uns, dass es einfach eine App  für alle  Freecampingplätze geben würde. Da es total anstrengend war , einen Platz zu finden wenn man sich einfach nicht in dem Ort auskannte. Und  dann trafen wir glücklicherweise zwei nette Deutsche (Tobi &Frank) welche uns von der  "wikicamps" App erzählten, mit welcher man all diese Plätze problemlos finden kann!  Sofort holte ich mir diese  App  und seit her, muss ich sagen, haben wir immer sehr schnell einen Platz gefunden zum schlafen ;)! 

In Coffs Habour  schlief die Band "chuparosa" neben uns in einem großen  Van, welche uns  erzählte das sie gerade hoch nach Byron Bay fahren , da sie dort in der Railway Bar einen Auftritt haben  werden. 

Tag 5: Nachdem wir und etwas am Strand gesonnt, im Meer gebadet und gut gefrühstückt hatten, zog es uns weiter nach Byron Bay. Als wir dort ankamen entschieden wir uns dafür auf einen Campingplatz zu gehen, denn wir mussten die Batterie für den Kühlschrank aufladen. Byron Bay ist einfach total cool! Es wimmelt, im Gegensatz zu den Städten in denen wir davor waren, nur so von Backpackern (überwiegend Deutsche). Es ist eigentlich ein ganz kleiner übersichtlicher Ort, mit total vielen coolen Läden, leckerem Essen, und gaaanz vielen Bars und Clubs. Als  die erste Bar an der wir vorbei liefen war tatsächlich die Railway Bar, in welcher die Band spielen  würde. Es war auch deutlich zu sehen woher diese Bar ihren Namen hat. Und zwar war sie in einem kleinen, ehemaligen Bahnhofsgebäude, welches sowie die Gleise nicht mehr in Gebrauch war. Ich persönlich finde das ist eine süße  Idee es zu einer Bar umzufunktionieren. Am Abend gingen Jonas und ich dann in eben diese süße Bar und gönnten uns einen Cocktail ! 

Tag 6: Byron Bay gefiel uns so gut, dass wir beschlossen, für ein paar Tage zu bleiben. Und an diesem Tag hatten wir sogar etwas besonderes vor! Wir waren surfen! 4 Stunden 35$ mit einer Surfschule! Das war wirklich super und auch das erste mal überhaupt das ich surfen war! Wir haben sogar ein paar Delfine gesehen!!!

Ja soviel zu dem Thema  wie ich in die Bücherei nach Byron Bay kam ;) ! 




Byron Bay
New South Wales, Australia
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    Claus hat am kommentiert:

    Schön, dass Ihr wieder online seid! Gute Tipps und vor allem starke Fotos (z.B. vom Strand). Weiter so!

Maria Luzia Small

Sydney

Als wir in Sydney ankamen, nach 11 Stunden fahrt und das die ganze Nacht durch, setzten wir uns erstmal in das nächste Café zum Frühstücken. Wir waren erstmal komplett überfordert da Sydney so unübersichtlich ist und wünschten uns wir wären wieder in dem geordneten Melbourne und würden uns auskennen.  Wir warteten einige Stunden am Bahnhof auf Adri und Kevin die aus Mildura kamen. Nach dem wir uns all die wichtigsten Dinge berichtet hatten, machten Jonas und ich uns auf den Weg nach Epping wo wir über die Website AirBnB ein Zimmer  für 6 Tage gemietet hatten . 

Als wir dort ankamen  fanden wir  uns in dem Haus einer chinesischen Familie wieder,  in welchen Oma, Opa, Mama, Papa, zwei kleine Jungs im Alter von 2 und 4 und noch 4 weitere Housemates lebten. Die Familie war super nett und unser Zimmer war auch ganz süß. Mussten allerdings ein Schweine Geld zahlen und wohnten 50 Minuten vom Stadtzentrum entfernt. Sydney über Silvester ist eben einfach nicht billig. 

Am Abend trafen wir uns wieder alle in der Innenstadt, und jetzt war endlich auch Sophia aus Deutschland  (Adrians Freundin) angereist. Das fand ich persönlich ziemlich cool weil wir verstehen und super und immer mit den Jungs,  als einziges Mädchen, stellt sich auf Dauer als ziemlich schwierig heraus ;)! 

Wir gingen dann zu 6., und alle wieder vereint, zu dem berühmten Opera House und der Habour Bridge, und fielen am Abend todmüde ins Bett. 


Unser Silvester sah so aus: 

Wir hatten einige Flaschen Alkohol aus Melbourne mitgenommen und mussten diese nun möglichst schlau umfüllen, denn Alkohol trinken in der Öffentlichkeit ist ja verboten (damit hatte ich ja schon meine Erfahrungen in Melbourne ;) . Also hatten wir eine geniale Idee. Ich fragte bei KFC, ob sie uns Becher  mit Deckel und Strohalm verkaufen würden, denn wenn wir darin unsere Getränke trinken, denkt jeder darin befindet sich ein Softdrink von KFC. Die Verkäufer schenkten mir dann die Becher als "Weihnachtsgeschenk"  unser Plan ging super auf.

Dann machten wir uns mit den Bechern und ein paar "Cola" und "Sprite" Flaschen Auf den Weg  zur Habour Bridge, auf welcher das berühmte Feuerwerk stattfand. Das Feuerwerk welches Glaube ich eines der größten der Welt ist war wirklich richtig toll. Zum Beispiel kam einmal so viele Funken von der Brücke ins Meer geschossen, dass es aussah wir ein riesiger goldener Wasserfall. Wir hatten einen super Platz neben der Brücke und waren umgeben von Tausenden von Menschen. Wir lernten dort auch drei Australierinnen kennen , Allen, Georgie, und  Lizzy die den ganzen Abend mit uns verbracht haben.  Nach dem Feuerwerk um 12  wollten wir unbedingt in die Ivy Bar gehen , da mir ein Arbeitskollege aus Melbourne, der 6 Jahre in Sydney gelebt hat, gesagt hatte das sei der beste Club Sydneys.

Der Club muss ja wohl gut sein, denn als wir da angewackelt kamen, verlangten die Türsteher ernsthaft 150$ Eintritt! wir gaben uns dann auch mit einer Bar zufrieden und der Abend war auch ohne die Ivy Bar einfach super ;) 

Die Tage darauf  unternahmen wir sehr viel  alle zusammen. Einmal  waren wir am Strand in Bondi Beach und sogar Lizzy, die wir an Silvester kennen gelernt hatten kam mit :)! 

Sophia und ich waren Shoppen in den super schönen, süßen Läden in Sydney und waren auch einmal im Kings Cross Hotel in Kings Cross feiern, während die Jungs einen Männerabend machen wollten. Kings Cross ist sozusagen das Party Virtel in Sydney, in dem es nicht nur gute Clubs gibt sondern auch viel Prostitution.

Einmal sind wir alle nachts mit der Fähre zum Natural Bay gefahren und konnten super Fotos von der Oper und der Brücke machen, und haben an einem schönen Platz in Natural Bay gechillt. 

Nach 6 Tagen zogen wir bei der  Familie aus, wohnten eine Nacht in einem Hostel in Kings Cross und zogen danach in ein 4er Zimmer zusammen mit Adri und Sophia (im home Backpackers, in Sydney Central ). Dann kamen uns immer Kevin und Dennis  besuchen und wir  haben  auf  Adri' s  Laptop  Filme geschaut. 

Einmal sind wir  von Sydney Central nach Kings Cross gelaufen, dabei bin ich hochgesprungen weil ich eine  Wette mit Jonas hatte und bin umgeknickt. Seit her humpel ich vor mich hin. Ich will aber auch nicht zum Arzt gehen sonst muss ich 170$  Arztkosten zahlen.  Adri, Jonas, Sophia und ich kochten immer zusammen. Worauf ich besonders stolz bin ist, das wir einmal Semmelknödel selbst gemacht haben die einfach super lecker waren. Hätte nie gedacht, das wir das können ;)! 

Nach zwei Wochen Sydney, welche wirklich der Hammer waren buchten Jonas und ich und einen "Hippie Campervan" mit dem wir  ab dem 10.01.14  von Sydney unterwegs nach Cairns sind :)! 

Sydney
New South Wales, Australia
Maria Luzia Small

Abschied von Melbourne

Hallo meine Lieben da draußen! Ich weiß ich habe eine ganze Weile nicht geschrieben da ich keinen freien Internet Zugang hatte. Aber heute habe ich mir die Zeit genommen weiter zu schreiben und sitze nun in einer Bücherei in Byron Bay, 17 Stunden von Melbourne entfernt. Wie ich da hin kam erzähle ich euch jetzt! 

Also ich fange mal mit Weihnachten an. Weihnachten in Australien ist total merkwürdig vorallem weil es so heiß ist und es gibt keine Plätzchen oder einen Adventskranz. Noch komischer ist es wenn du dann in einem Haus wohnst in dem Weihnachten garnicht gefeiert wird, denn Ghassan ist  ja muslimisch und feiert kein Weihnachten. Aber wir hatten ja zum Glück  den Weihnachtsbaum! An Heiligabend mussten Jonas und Dennis bis um 9 Uhr arbeiten und als sie dann kamen haben wir nur etwas zusammen gegessen. Wir hatten abgemacht, dass wir uns nichts großes schenken, da wir dann lieber einfach eine Sache mehr in Australien zusammen unternehmen können.  Also war unser Heiligabend  ziemlich  langweilig und ich wäre so gerne mit meiner Familie bei meiner Oma gewesen, wie jedes Jahr an Weihnachten. Denn da gibt es die besten Plätzchen und den besten Salat der Welt. 

Für den ersten Weihnachtsfeiertag hatten wir uns aber vorgenommen zusammen mit Ghassan und Marjorie ein bisschen mehr zu feiern. Wir hatten auch ein paar Geschenke für die Beiden gekauft/gebastelt  und wollten diese am Abend  übergeben. Also saßen wir fünf ganz gemütlich im Wohnzimmer, dann sind Jonas, Dennis und ich nach oben, haben uns Nikolausmützen aufgesetzt, haben die Geschenke genommen und sind wieder die Treppen runter gelaufen während wir Jingle Bells sangen. Marjorie und Ghassan haben sich gefreut wie kleine Kinder als sie die Geschenke sahen. Wir hatten ihnen eine ABBA CD einen Bilderrahmen mit Bildern, und noch ein paar kleine Dinge geschenkt.  Als die beiden die CD auspackten sind sie dann total ausgeflippt  haben sofort die Musik laut aufgedreht die Sofas zur Seite geschoben und angefangen zu tanzen! Das war dann wirklich noch ein schöner Abend. 

Die Tage bis zum 28. vergingen  dann sehr schnell . Am schlimmsten war es sich von all meinen australischen Freunden die ich kennen gelernt hatte zu verabschieden da du einfach nicht weist ob du sie je wieder siehst in deinem Leben. Und all die Menschen, vor allem deine Arbeitskollegen sind dir total ans Herz gewachsen. 

Am  Abend des 28. fuhr uns Ghassan an den Bahnhof . Dort wartete ein Bus auf uns in dem wir  4. Stunden zu einem Bahnhof  fuhren an dem ein Zug auf uns wartete  in dem wir  nochmal 7 Stunden fuhren und dann letztendlich morgens in Sydney ankamen.

Maria Luzia Small

Big City Love

Mittlerweile wohnen wir schon seit 3 Wochen in dem wunderschönen Haus in Brighton. Uns geht es bestens. Auch Jonas und Dennis haben einen super Job gefunden in einer "placesettings" Company!  Bei den zwei Jungs in Mildura, Kevin und Adrian sieht es leider weniger gut aus. Nachdem das Auto den Motorschaden hatte  und es in eine Werkstatt gebracht wurde zogen sie in ein Hostel. Sie fanden einen Job auf einer Orangenfarm als Orangenpflücker. Dieser stellte sich aber als ziemlich unterbezahlt heraus, da sie nicht pro Stunde, sondern pro Eimer  bezahlt werden. Und da die Ernte Saison  sehr  schlecht ist dieses Jahr, ist es unmöglich genügend Eimer in einer gewissen Zeit  voll zu bekommen. 

Wir haben das Auto jetzt von der Werkstatt in der Pampa, bis vor unser Haustüre in Brighton abschleppen lassen. Für 400$ ! Wir haben es nicht reparieren wollen, weil wir versuchen im Moment, dass der Autohändler bei dem wir es kauften, das Auto zurück nimmt und uns unser Geld wieder gibt! Wir hoffen alle das beste!!!

Ansonsten geht es uns hier super gut! Ich mach viel mit Freundinnen aus dem Exford Hostel und mit meinen Barkeeper Kollegen vom Coopers Inn. Zum Beispiel haben Kiani und ich demletzt nach 10,5 Stunden arbeiten beschlossen das wir noch feiern gehen. Und da Kiani Australierin ist weis sie ganz genau wohin man gehen muss!!! Es war der Hammer! Plötzlich hatte ich Kiani in dem Club verloren. Ich dachte "kein Problem ruf ich sie eben an..." Falsch gedacht meine Handy Flatrate war in genau diesem Moment abgelaufen. Blöd dachte ich denn wir hatten abgemacht, dass ich bei ihr schlafe weil mein letzter Zug nach Brighton war schon weg, und es gibt dann keine Möglichkeit mehr für mich nach Hause zu kommen. Also bekam ich langsam Panik und ging raus aus dem Club, um zu schauen ob sie vielleicht draußen mit ihrem Freund telefoniert. Hm also ging ich raus mit meinem Cocktail in der Hand und dachte mir nichts weiter, als mir plötzlich der Drink aus der Hand gerissen wurde und ich von einem rießen großen, Türsteher mit langen blonden Haaren fassungslos angestarrt wurde! Oh nein ich hatte ja total vergessen, dass es in Australien verboten war auf der Straße Alkohol zu drinken. Daher hatten sie gleich meinen Cocktail geschnappt und ihn mir nicht mehr wieder gegeben! 

ABER das schlimmste war, dass sie mich nicht mehr in den Club lassen wollten! Weil ich ja anscheinend nicht bei Sinnen wäre, weil ich ja den Cocktail mit nach draußen genommen hatte! Haha unfassbar! Ich war also ganz alleine draußen vor dem Club, alle meine Sachen waren in meiner Tasche in der Garderobe des Clubs! Ich hatte zwar mein Handy aber die Flat war ja abgelaufen und dann ist auch noch der Akku leer gegangen! Ich hatte keine Möglichkeit irgendwie heim zu kommen und Kiani war auch nicht draußen gewesen! Also fing ich eine Diskussion mit dem Türsteher an, und fragte ihn zehn mal ob das jetzt sein ernst ist, oder ob er mich verarschen möchte. Nach einer anstrengenden englischen Debatte war es mir dann glücklicherweise wieder erlaubt in den Club zu gehen und fand Kiani erleichtert wieder! Der Abend wurde trotz dieser Aktion einfach richtig gut! Wenn ihr mal in Melbourne feiern gehen wollt dann geht in den "Carlton Club"! 

Auf den Fotos seht ihr Melbourne und seine schönsten Ecken, Kiani und mich sowie Michele und Lena aus dem Exford Hostel. Und meine Arbeitskollegen vom Coopers Inn mit mir auf unserer Christmas Party! 

Ich fange langsam an mich in die Stadt Melbourne und die Menschen hier zu verlieben! Ich kenne hier bereits so viele schönen Orte und habe so viele Freunde gefunden, dass ich jetzt schon weiß, dass ich Melbourne sehr vermissen werde, wenn wir es in zwei Wochen verlassen werden. 

Denn Silvester wird in Sydney gefeiert! 

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    Ralf Winkler hat am kommentiert:

    Seid Ihr schon in Sydney? Du hast lange nichts mehr geschrieben. Ich hab Deine Berichte immer gerne gelesen!

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    andy kurth hat am kommentiert:

    Den Carlton Club merk ich mir. Wie war Silvester?

Maria Luzia Small

Palast und Essen ohne Ende!

Jonas kam dann nach dem wir 6 Wochen in Melbourne waren auf die Idee, den Cousin von seinem Vater zu kontaktieren, welcher Konsul des libanesischen Konsulates in Melbourne ist. Er selbst kannte ihn garnicht, er hatte nur seine Telefonnummer von seinem Vater bekommen. Ghassan stellte sich als ein herzensguter, liebenswürdiger, rießen großer Mann heraus, der Jonas, Dennis und mich gleich zu einer Gala einlud. Zur Feier des libanesischen Unabhängigkeitstags.

Wir freuten uns alle total und putzen uns so gut es geht heraus. Der Chauffeur "Wallid" holte uns ab und fragte auf der Fahrt, ob wir ein Bier möchten und drückte uns sofort eins in die Hand. Ein Bier wird hier zur Seltenheit, da es hier 9$ kostet daher freuten wir uns total. Als wir dann aber bei der Gala ankamen, wurde alles noch getoppt. Am Eingang standen überall Bedienungen, die uns einen Scotch anboten und auch Sekt und Bier wurde ausgeschenkt. Wir lernten dort den australischen X Faktor 6. kennen und seine Mutter :) und zwar, weil wir ihn gefragt haben, ob er ein Foto von Jonas, Dennis und mir machen könnte. Ich glaube, er war bisschen, verblüfft weil sonst alle Leute ein Foto mit ihm machen wollten. Wir wussten aber nicht das es der war!  

Es gab dann auch noch ganz viel leckeres libanesisches Essen und wir stopften uns so voll, weil wir waren ja eigentlich ein Backpacker-Leben gewohnt und hatten die letzten Wochen nichts anderes gegessen, als Cornflakes und Toastbrot. Plötzlich kam Wallid zu uns und fragte, ob wir Champagner trinken möchten. Gleich darauf kam er mit einer Flasche "Moët" zurück und reichte uns ein Glas davon. Wir waren so froh an diesem Abend, endlich hatten wir mal Glück gehabt. 

Aber jetzt kommts: nach der Feier fuhr uns ein anderer Chauffeur zu Ghassans  Haus . Und was für ein Haus das war! Dort saßen wir noch bisschen mit Ghassan, Wallid und Marjorie(dem Hausmädchen )  in einem der 4 Wohnzimmer auf einem der 10 Sofas und wurden weiterhin mit Essen zugestopft. Dennis und ich redeten zwar nicht viel ,weil unser arabisch ist nur ein kleines bisschen schlechter als das von Ghassan, Jonas und Wallid. Ghassan hat keine Frau und Kinder und wohnt nur Marjorie in dem großen palastähnlichen Haus. Plötzlich meinte Ghassan er hätte ja eigentlich noch ein paar Zimmer frei in seinem Haus und fragte, ob wir nicht bei ihm wohnen wollen. Bescheiden wie wir sind lehnten wir das super tolle Angebot vorerst ab. Doch Ghassan lies nicht locker und sagte, er wolle uns die Zimmer zeigen. Nachdem wir den wunderschönen Treppenaufgang aufgestiegen sind, fanden wir uns in einem der Seitenflügel des Hauses wieder. Ghassan sagte hier könnten wir wohnen, wir hätten ein eigenes Wohnzimmer mit Fernseher, ein eigenes Bad mit Badewanne, eine eigene Toilette und Dennis hätte ein eigenes Zimmer mit Doppelbett, sowie Jonas und ich.

Wir konnten es kaum fassen und überwunden letztendlich unseren Stolz, willigten ein bei ihm zu wohnen!  Ganz ehrlich, aber  wie kann man da nein sagen?!?! 

Jonas und ich wohnten noch 2 Tage bei Annie und Elliott und zogen dann zusammen mit Dennis bei Ghassan ein. So viel essen wie wir hier hatten, hatten wir noch nie! Marjorie kocht gefühlte 10 mal am Tag und ist total beleidigt, wenn wir nicht alles aufessen. Einmal sagte Marjorie "Leute, zieht euch an wir gehen einkaufen!" Also fuhren wir mit Ghassan und Marjorie einkaufen. Das lief dann so ab, dass Ghassan den Einkaufswagen schob und Marjorie alles in der Wagen warf, was lecker aussah. Ghassan fragt die ganze Zeit "do you like this, do you like that..." Und wir sagten immer, es ist uns egal, sie sollen nicht extra Sachen für uns kaufen. Aber keine Chance! Am Ende war der Wagen voll mit allem möglichen leckeren Obst, Eis, Keksen die man sich vorstellen kann. Er wollte uns sogar Shampoos kaufen, wo wir dann aber wirklich protestierten.  

Ich denke, jetzt war es so weit, dass wir wirklich mal richtig viel Glück hatten ! 

Auf den Fotos seht ihr das Haus, in dem wir wohnen, sowie Dennis, Jonas, Marjorie, Ghassan den x- Faktor Typ und seine Mutter auf der Gala.

Brighton
Victoria, Australia
Maria Luzia Small

Annie, Elliott und Minerva

Nun war bereits wieder eine Woche im Hostel vergangen und wir konnten es uns nicht mehr leisten jede Woche 170$ für ein Hostel zu zahlen. Also meldete ich mich bei Couchsurfing an um für Jonas und mich eine Unterkunft zu finden. Wir schrieben bestimmt  über 20 Leuten die laut der Internetseite eine Couch für uns zur Verfügung stehen hatten.  Und nur einer schrieb uns zurück ! Der 27 jährige Elliott und seine  19  jährige Freundin Annie  hatten ein Zimmer mit Doppelbett  für uns ! Super cool ! Endlich nicht mehr in einem  winzigen Hochbett im 10 ner Zimmer schlafen! 

Die beiden waren super nett und auch ein bisschen durchgeknallt , Elliott rauchte jeden Abend einen Joint und drehte seine Hippie Musik ganz laut auf. Zum Glück hatten Jonas und ich Ohrstöpsel dabei, weil wir waren immer den ganzen Tag unterwegs und kamen abends totmüde nach Hause. 

Jonas und Dennis bekamen einen Job bei einer "doorknocking Company" . Sie sollten von Tür zu Tür laufen und Leuten Strom verkaufen. Jedoch stellte sich auch dieser Job als ziemlich blöd heraus, sodass sie den Job nicht annahmen. 

Am ersten Abend bei Annie und Elliott bekamen wir schlechte Nachrichten von Kevin und Adri zu hören: der Motor unseres Autos war beim fahren überhitzt und die Jungs wollten mit dem Auto zum Straßenrand rollen. Da ist es dann einfach ausgegangen und nicht mehr angesprungen. Das Auto wurde abgeschleppt und  in eine Werkstatt gebracht. 

Es stellte sich heraus, das wir einen 3000$  teuren Motorschaden haben!!! 

Jetzt wussten wir erstmal nicht was wir machen sollten: Adri und Kevin waren irgendwo allein in der Pampa in einem Hostel gelandet. Das Auto stand 100 km entfernt von Melbourne in einer Werkstatt, Dennis war im Exford Hostel und Jonas und ich in South Morang bei Annie und Elliott.  Das Auto hatte 4300$ gekostet wir hatten alle noch total viel für die Campingausrüstung gezahlt und jetzt sollten wir noch Abschleppgebühren und 3000$ zahlen?! Wie viel Pech können wir denn noch haben?! 

Doch es scheint langsam müsste es wieder bergauf gehen, da sich bei mir  endlich zwei Restaurants  gemeldet hatten. Das "DiMattinas" ein italienisches Restaurant und  das CoopersInn  eine australische Bar. Beide Restaurants sind in Melbournes Innenstadt. Ich  ging gleich in dieser Woche noch  zu beiden zum Probearbeiten und wurde bei beiden genommen!  Beim DiMattinas bekomme ich 12 $ die Stunde aber zwischen 18- 60 $ Trinkgeld pro Tag. Im Coopers Inn bekomme  ich 22$ die Stunde plus Nachtzuschläge muss da aber auch 19% Steuern zahlen.

Ziemlich gut ist, das die im DiMattinas so streng sind das man so richtig lernt wie man eine ganz noble Kellnerin wird. Im Coopers Inn lernt man dafür alle möglichen Drinks, Bier zapfen und wie man ein guter Barkeeper wird. Da hat es sich schon gelohnt, dass wir unsere RSA gemacht haben. 

Auf den Fotos seht  ihr Bilder im Haus von Annie und Elliott und Jonas beim Lebensläufe verteilen. Und einen schönen Platz am Yarra River wo wir einmal ein paar Stunden saßen nachdem wir keine Lust mehr hatten Lebensläufe zu verteilen...

 

Reservoir
Victoria, Australia
  • Small
    andy kurth hat am kommentiert:

    So ein Pech. Kopf hoch, Ihr kriegt das schon hin. Spannende Geschichten.

Maria Luzia Small

Die knallharte Jobsuche beginnt!

Jetzt waren wir wirklich im Stress! Wir musste so schnell es geht einen Job finden weil wir konnten nicht länger zusehen wie unser Geld schwindet und nichts kommt rein! Sobald wir im Exford Hostel ankamen ging es los! Sofort meldeten wir uns zu einem 50$ teuren Kurs an, durch den wir unsere "RSA" bekommen konnten. Das ist eine License die man braucht um in einer Bar oder einem Restaurant zu arbeiten weil du ohne diese License keinen Alkohol ausschenken darfst! Das war echt nicht ohne denn wir saßen da gemeinsam mit 40 anderen in einem Raum und vor uns stand eine art Lehrer der uns über zwei Stunden auf englisch zuquasselte was alles verboten ist und was beachtet werden muss alle Gesetze und so weiter. Zum Beispiel muss man 17 000$ strafe Zahlen wenn man einer Person Alkohol ausschenkt die bereits betrunken ist! Und man muss dann der Person erklären warum man ihm keinen Alkohol mehr ausschenken darf, man muss sich darum kümmern das die Person heim kommt zB. Mit einem Freund oder man soll ein Taxi rufen...

Auf jeden Fall ganz viele kleine Dinge wie zB, dass in einem Weinglas nicht mehr als 100ml sein dürfen und in einem Getränk mit Spirituosen  niemals mehr als 30ml Vodka bzw. etwas anderes hochprozentiges! Das heißt wenn du hier einen Jumbococktail  kaufst wo doppelt so groß ist wie ein normales Cocktail und doppelt so teuer ist, sind nie mehr als  30 ml  Alkohol darin. Ziemlich komisch alles.

Es war zudem sehr schwer den Lehrer zu verstehen weil er einen merkwürdigen Aktzent  hatte und als dieser uns dann sagte , dass wir am Ende der  drei Stunden einen Test schreiben  bekamen wir ein bisschen Panik (ich zumindest).

Erstaunlicher Weise fielen wir nicht durch den Test und sind nun stolze Besitzer  der RSA  für Victoria sowie für alle weiteren  Bundestaaten in Australien! 


Nachdem wir unsere Lebensläufe nochmal umgeändert hatten, das das RSA Zertifikat ja neu war druckten wir sie gleich 20 mal aus und machten uns auf den Weg zu jeden Restaurant, jeder Bar und jedem Café wo uns über den Weg lief! Die meisten Leute in den Örtlichkeiten meinten "Ich werde ihn weitergeben"  jedoch hörten wir von keinem der letztendlich über 40 Örtlichkeiten in denen wir waren eine Rückmeldung. 

Adri und Kevin welche immer noch an  einen fruitpicking Job in Mildura glaubten, verloren langsam die Nerven für die Stadt  und machten sich zusammen mit Minerva auf den Weg nach Mildura. Dennis, Jonas und ich blieben  in  Melbourne.

Nachdem wir unsere Lebensläufe erneut drucken ließen machten wir uns auf den Weg in andere Stadtteile wie zB Carlton und South Yarra .  Plötzlich hatte ich Glück! Ich ging mit Mona, Lena und Nike nach South Yarra um Lebensläufe zu verteilen, da diese auch auf Job Suche waren und fand in einem  kleinen italienischen Restaurant einen Job.

Die Jungs fanden leider immer noch nichts. Ich fing gleich einen Tag später an zu arbeiten. ABER wie ich mir bei meinem unfassbar großem Glück hätte denken können, war das Restaurant ziemlich blöd. Nicht das Restaurant an sich sondern der Chef ! Ein 55 Jahre alter, hässlicher Typ der sich die ganze Zeit betrank beim arbeiten und nichts besseres zu tun hatte als mich zu belästigen. Es kam sogar so weit das er so aufdringlich war das ich im gesagt hab er soll das lassen dann sagte er: " If you want me, kiss me " !!! Das war am zweiten Tag wo ich dort gearbeitet hatte! Ich hab dann sowas von die Nerven verloren, vorallem da nie wirklich Gäste in dem Restaurant waren und immer nur er und ih da waren. Ich hab sofort Jonas geschrieben er soll mit Dennis in die Bar kommen ! Sie waren dann da bis ich Schluss hatte und ich habe an diesem Tag beschlossen nie wieder in dem Restaurant zu arbeiten!

Also wieder Lebensläufe verteilen!

Ein paar Tage später bekam ich einen Anruf von einer Verpackungsfirma, da wir uns ein Profil auf Gumtree (eine Job Seite im Internet ) zugelegt hatten. Also ging ich dort zu einem Probearbeiten und nahm vorsichtshalber mal Jonas mit. Als wir dann dort ankamen, sagte der Mann dort sofort zu Jonas er sollte draußen warten. Na toll, ich folgte dem Man durch ein paar hässliche graue Gänge bis wir in einem winzigen Zimmer ankamen. In dem Zimmer waren nur der Mann und ich! Sofort fielen mir die ganzen Poster von nackten Frauen an den Wänden auf. Dann sah ich einen riesen Katalog mit der Aufschrift "Erotic" auf dem Tisch liegen. Dann sah ich Schubladen welche mit "Penises" beschriftet waren und dann wurde mir klar was diese Verpackungsfirma verpackt! Der man zeigte mir wie man eine Silikon Vagina richtig verpackt und ich konnte es einfach nicht glauben das dieser Job einfach schon wieder nur ein großer Witz war! Nach dem ich eine Vagina zusammen mit vielen Luftkissen in ein Paket gepackt hatte und selbstverständlich noch ein Erotic Heftchen beigefügt hatte. Schmiss ich das dumme Paket auf den Haufen zu den anderen eingepackten Sexspielzeugen, drehte mich zu dem Mann um und sagte ihm das dieser Job ganz sicher nichts für mich sei! Dann verließ ich umgehend den Raum und war einfach nur froh Jonas wieder zu sehen der draußen wartete!

Das war also mein zweiter Job!! Ne! 


Wieder Lebensläufe verteilen! 


Melbourne
Victoria, Australia
Maria Luzia Small

Auf der Suche nach Farmen in Shepparton & Cobram

Endlich war es so weit, wir durften unser Auto abholen!

Wir waren alle total glücklich und zufrieden, als wir unsere erste Fahrt mit "Minerva" machten. So hatten wir das Auto getauft, angeleht an "Professor Minerva McGonagall" aus Harry Potter ;). Da diese Dame ungefähr genauso uralt ist wie unser 23 Jahre altes Auto.

Als erstes fuhren wir zu Ikea und zu  einem Baumarkt und machten unser Auto Camping sicher. Wir hatten alles was wir brauchten : eine komplette Kochausrüstung, einen großen Klapptisch, Klappstühle, Lampen, Luftmatratzen, süße rote Vorhänge für das Auto, Kissen, Zelte, Schlafsäcke, zwei Gaskocher, Geschirr, Besteck und Essen! 

Und dann als wir vom Ikea  weiterfahren wollten, kam erst mal  der erste Schock: Das Auto wollte nicht anspringen, wir waren in einer Tiegarage,  hatten kein Starterkabel, kein Plan und niemand der uns helfen wollte. Nachdem wir Ca. 15 min versuchten das Auto zu starten und wir den Autohändler anriefen und dieser so tat, als würde ihn das total wundern, aber er kann uns nicht helfen und wir würden eine neue Batterie brauchen, sprang wie durch ein Wunder unser Auto wieder an. 

Erleichtert, aber auch etwas schockiert darüber, dass unser Auto schon nach der ersten Fahrt  solche  Macken zeigt ,fuhren  wir zum Hostel , checkten aus und luden unser Gepäck ins Auto ein.

Jetzt ging es los ! Auf ins Yarra Valley, wo es ja anscheinend so viele Farmen geben sollten. Tatsächlich, wir fanden viele  Farmen und wir  fragten bei allen, ob sie Erntehelfer brauchten . Leider aber gab es nicht eine einzige Farm, die  uns brauchte . Alle  20 Farmer, die wir fragt sagten " there is  no fruit, we have a bad season, come back in 4 weeks, you are to  early ."  Na super, so hatten wir und das aber garnicht vorgestellt. Nach einem frustrierenden Tag,  fanden wir wieder erst in der Dämmerung einen  ganz ordentlichen Campnigplatz und schlugen dort unsere Zelte auf. 

Der Campingplatz war in einem waldähnlichen Gebiet und das erste mal seit wir in Australien sind, sahen wir so richtig viele Spinnen. Wir kochten uns in der kleinen Camping-Platz Küche etwas zu essen und stellten fest, dass unter den Bänken auf denen wir saßen überall Spinnen hockten. Ob die nun giftig waren, wussten wir nicht. Sie waren auch nicht besonders groß, aber es heißt hier "die kleinen Spinnen sind am gefährlichsten"! Zudem liefen draußen in der Nacht überall daumengroße, überdimensionale Käfer rum, die auch Flügen konnten.

Als Adri Jonas und ich von der Küche zu den Zelten zurück liefen, fanden wir dort einen aufgewühlten Kevin und einen verwirrten Dennis die meinten, ein Tier ist aus dem Baum über dem Zelt gefallen" ! Schwer zu glauben aber wahr, denn sie hatten ein Foto von dem katzengroßen, äffchenartigen, wuscheligen Ding gemacht, das selbst total verwirrt die beiden Jungs anstarrte, die wohl seine Nachtruhe gestört hatten.

Das Ding ist vermutlich ein Opossum, jedenfalls hat das eine aus dem Hostel gesagt, der wir das Foto gezeigt hatten.( Foto von dem Ding wird folgen) :) ! 

Die Nacht überstanden wir ganz gut, denn es war nicht so kalt. Am Nächten morgen ging die Farmsuche weiter, also alles zusammen packen und um 10 Uhr morgens auschecken! Leider blieb auch dieser Tag trotz 100ten von Telefonaten mit Farmen und persönlichem verstellen erfolglos. Zudem regnete es die ganze Zeit und wir waren so richtig  deprimiert. Einmal blieben wir einfach im Regen mit dem Auto am Straßenrand  stehen, denn wir wussten nicht,  wohin wir gehen sollten was wir tun sollten und ein Zuhause hatten wir ja auch nicht . In diesen Tagen hatten wir häufig Diskussionen und waren einfach nur schlecht drauf  und mit der Gesamtsituation  unzufrieden. 

Ich finde man kann sagen, wir hatten uns alles einfach viel zu einfach vorgestellt. ABER das ist genau das, an dem wir wachsen können  und der Reiz, der den Tripp nach Australien überhaupt ausmacht: einfach mal total  aufgeschmissen sein!  Zu unserem Glück benötigte unser Auto von nun an mehrmals Starthilfe, da es einfach  nicht mehr angesprungen ist,  aber  wir hatten von da an gelernt und uns ein Starthilfekabel zugelegt.

Die zweite Nacht verbrachten wir auf einem der Art einsamen und verwahrlosten Campingplatz, dass dieser uns stark an den Horror Film "the wrong turn" erinnerte den wir in der Wohnung in South Yarra angesehen haben. Wir waren ca eine Stunde nur durch einen Regenwald ähnlichen Wald Gefahren welcher hauptsächlich aus Abgründen, Palmen und Farnen bestand. Zusätzlich wurde es langsam dunkel aber unsere Handys sagten, dass sich hier irgendwo ein Campingplatz befinden sollte. Als wir die Hoffnung fast aufgegeben hatten fanden wir ihn endlich! Ein winziger verwahrloster Campingplatz umgeben von nichts als kilometerweitem Wald .

Der Mann bei der Rezeption verstärkte das Horrorfilm feeling indem er nur vor sich hin hauchte als er mit uns sprach. "5 Jugendliche fahren mit dem  Auto in den Wald campen und kommen nie wieder zurück ..." Haha so wie etwa jeder zweite Horror film... Aber Gott sei dank wollten wir nur die Nacht dort verbringen und am nächsten Tag weiter fahren. In dieser Naht regnete es schrecklich und Jonas und ich mussten feststellen, dass unser neues Wurfzelt kein bisschen wasserdicht war. Zusätzlich hatte es in der Nacht 2 Grad und unsere Schlafsäcke waren für bis zu +16 grad ausgeschrieben. Die ganze Nacht hörten wir sehr laute Frösche aus dem Wald und anderes Getier. Am Morgen setzte sich ein Papagei auf unser Zelt und ein Huhn mit einer schar Küken gluckerten so laut um unser Zelt herum das wir nicht weiter schlafen konnten. Aber wir waren alle froh das wir die Nacht überstanden hatten und wieder weiterfahren konnten.

Nach dem Kälte Trauma der letzten Nacht und wir eh nicht wussten wo wir nun hin sollten fuhren wir einfach von Narbethong (da wo wir waren) gerade aus hoch ins Landesinnere! Weil da sollte es ja wie man weiß wärmer sein. Tatsächlich änderte sich das Wetter und die Landschaft. Plötzlich hatten wir eine Sahara artige Landschaft und nur  Sonne, ABER nachts war es zu unserem überschüssigen Glück natürlich nochmal kälter, da keine Wolken da sind die die Wärme speichern können. Wir fuhren nach Shepparton und klapperten dort alle Farmen  ab, dann nach Cobram . Nach dem aber wirklich alles nichts half und wir  das Yarra Valley so wie die Ernteregion Shepparton  abgesucht hatten mussten wir einsehen das  wir  wieder in eine  Stadt mussten. Vor allem aber, hielt ich es nicht mehr aus bei zwei Grad zu campen und mir war die Lust  auf einen Farmjob sowas von vergangen, dass ich alles um ein Hostelbett gegeben hätte!


Nach vielen Diskussionen entschlossen wir uns alle wieder in das Exford Hostel in Melbourne zurück zu kehren, denn Melbourne wäre die nächste Stadt und es war die einzige Stadt auf die wir und einigen konnten. Denn Adrian und Kevin wollten unbedingt  noch in Mildura weiter nach  Farmjobs schauen und Sydney oder Canberra wären davon zu weit weg.




Cobram
Victoria, Australia
Maria Luzia Small

Ohne Auto kein Job

Als die zwei Wochen in unserem traumhaften Appartement vorbei waren, wussten wir zunächst nicht was wir machen sollen und wohin wir gehen sollen. Eigentlich wollten wir aus der Stadt raus in die Pampa, wo es die fruitpicking Jobs gibt. Da sich aber immernoch niemand gemeldet hatte, wo wir uns beworben hatten, kamen wir auf die Idee, zu einer Job Agentur in Lilydale zu gehen. Ein Typ mit Glitzerohrring trichterte uns dort ein, dass wir unbedingt ein Auto brauchen ,ansonsten würden wir keinen Fruitpicking-Job bekommen können. Denn ohne Auto bist du in der Pampa verloren.

Wir fanden das ziemlich logisch und gingen gleich darauf zu einem Autohändler. Schon bei dem ersten wurden wir fündig. Wir sahen uns noch bei einigen anderen Händlern um, hauseigeneaber das erste, wo wir gesehen hatten, sollte es wohl sein. Wir entschlossen uns für einen 23 Jahre alten Campervan, in dem 6 Personen sitzen und 2 Personen schlafen konnten.Jeder musste 800$ (ca. 600€) zahlen.

Der Plan war, mit dem Auto direkt zu den Erntegebieten zu fahren und dort bei den Farmen zu fragen, ob die Helfer brauchen. Leider mussten wir noch eine Woche warten, da das Auto noch zum Tüff musste.

Also buchten wir uns für eine Woche ein Bett in einem 10ner Zimmer im Exford Hotel in der Chinatown von Melbourne.Dort lernten wir Mona und Lena aus Offenburg kennen, mit denen wir uns super verstanden und mit denen ich mich häufig noch treffe. Einmal waren wir 5 mit Mona und Lena in einer Disco, "Eden club" und wir hatten danach alle einen Moralschaden von den hyperaktiven, halb nackten, betrunkenen, in-der-Disco-rumschwabbelnden Australierinnen, die alle dachten, sie wären die Geilsten.

Was uns aber am meisten wunderte war :warum sind die so betrunken???! WEIL: ein Bier (0,33) kostet hier 9$ und von hochprozentigem wollen wir garnicht erst anfangen! 

Naja wenigstens waren wir mal in der Disco gewesen ;)! Wir schlugen die Woche noch mit einem Sealife Besuch, 10 mal Sushi Essen und ein bisschen langweilen tot. Das war wirklich die bisher langweiligste Woche !!!

Mein persönliches Highlight war, dass ich mir eine Polaroid-Camera gekauft habe, weil das hatte ich schon ewig vor :)

Lilydale
Victoria, Australia
  • Small
    Claus hat am kommentiert:

    Ich hoffe, du postest trotzdem weiter die sehr schönen Motive, die ihr da habt.
    Viel Erfolg bei der Jobsuche!

Maria Luzia Small

Phillip Island

Nach der Great Ocean Road Tour hatten wir einen Tag Erholung eingeplant. Das war ziemlich gut, denn ich war wirklich richtig krank geworden. Unglücklicherweise hatten wir aber eine Tour zu der Phillip Island gebucht und das konnte ich nicht absagen. Also ging ich morgens um 8 zu einem Arzt, der sich wie alles nützliche in unserem Vouge Tower befindet. Die Ärztin verschrieb mir ein Antibiotikum und als ich dieses in der Apotheke ebenfalls im Vouge Tower holte und einnahm, ging es schon ein bisschen besser. Dann machten wir uns auf den Weg in die Stadt, wo ein Bus und ein Reiseleiter Auf uns wartete. 

Zuerst fuhren wir nach Brighton, das Reichenviertel Melbournes. Dort gab es am Strand sog. "Beach Boxes" , kleine bunte Holzhäuschen, welche sich die reichen Leute für bis zu 300 000 $ an den Strand stellen können. Da die Strände hier nicht  privatisiert  werden und die Beach Boxes so berühmt sind, muss man so viel zahlen ! Verrückt! Aber die Häuschen  an sich sind sehr süß (Fotos ) . 

Nach einen "Morning tea"  fuhr der kleine Bus dann weiter in einen Wildlifepark. Dort hatten wir die Möglichkeit Kängurus zu streicheln und  zu füttern, sowie mit Koalas ein Foto zu machen.

ABER ich zahle keine 20$ für ein Koalafoto, wenn ich dann nur neben ihm stehen darf! Weil in Victoria (das Bundesland hier) ist es verboten, Koalas für Fotos auf den Arm zu nehmen. Das verstehe ich schon, aber wer will schon keinen Koala auf den Arm nehmen ?! Jedenfalls hole ich das Foto mit einem Koala nach, sobald ich in einem anderen Bundesland bin!

Zudem haben wir "Tasmanische Teufel" gesehen und zwei schlafende Wombats :)! 

Nach einem kostenlosen Sandwich, fuhren wir dann weiter zur Phillip Island. Dort kam dann das Highlight des Tages:

Hunderte von Zwergpinguinen, die pünktlich um 20:15 aus dem Wasser gehüpft kamen und ihren Weg zu den Nestern gesucht haben. "The famous penguin parade"! Leider durften wir keine Fotos machen, da die Pinguine von Blitzlicht erblinden können.

Der Tag war trotz alle 2 Sekunden Naseputzen und Bauchmuskelkater vom Niesen sehr gelungen und wir sind am Ende alle zufrieden ins Bett gefallen.

Phillip Island
Victoria, Australia
Maria Luzia Small

Ausreißen anstatt Arbeiten - Great Ocean Road Tripp

In den zwei Wochen in dem Appartement beworben wir uns anfangs für viele "fruitpicking" Jobs. Da sich aber nie jemand zurück meldete, waren wir es leid immer nur in der Wohnung zu sitzen und wir beschlossen etwas zu erleben! Also mieteten wir uns ein Auto von "Wicked Camper"  und planten einen Road Tripp . Auf dem Auto war ein zusammen geklapptes Zelt angebracht, in dem 2 Leute schlafen konnten. Dennis  Kevin und Adrian kauften sich noch ein  3 Mann Zelt.

Unsere Route war die berühmte "Great  Ocean Road "  mit den 12 Aposteln und einer unfassbar wandelbaren Landschaft. Jeder hatte seinen  Schlafsack, sein Dosenfutter und 5min-Terinen dabei  und schon konnte es los gehen. Zunächst stellte es sich also total schwierig heraus, auf der linken Straßenseite zu fahren. Oder wenn man links in den Kreisverkehr fahren muss ...total merkwürdig!

Wir machten einmal bei einem Golfplatz halt, da überall mitten auf dem Platz Kängurus herumsprangen!und einmal stoppten wir bei einem Campingplatz, bei welchem einfach Koalas in den Bäumen saßen und gechillt haben! Natürlich überall  Papageien,  die zum Teil ziemlich aufdringlich waren. Zum Beispiel wollten wir etwas essen und plötzlich kamen 5 auf den Tisch geflogen, auf den Kopf oder die Schulter. Ich finde sowas ja  total  cool und lustig aber die Jungs waren nicht so begeistert  ;) ! 

Die  Landschaft  entlang der Great Ocean Road ist so wunderschön! Mehrmals  stoppten wir, um auszusteigen und die Landschaft zu bewundern. Wir sahen sogar einen Wasserfall.

Vor Sonnenuntergang versuchten wir verzweifelt einen Ort zu finden, bei dem wir campen dürfen, denn Wildcampen ist in Australien  verboten. Als es schon dämmerte und wir bestimmt eine Stunde nur durch die Pampa gefahren waren und fast ein Känguru, das aus dem Wald auf die Straße gesprungen kam, überfahren hätten,  fanden wir glücklicherweise einen winzigen Campingplatz namens "Joana". Das war ein Free Campingplatz mitten auf Dünen umgeben von grünen Hügeln, wo nichts einfach nichts als ein par Kängurus und Kakadus lebten.Außer uns waren noch 2-3 weitere Camper auf dem Platz.

Der Platz war super schön direkt am Strand des Pazifiks, leider aber war es richtig richtig schlimm kalt! Als wir morgens von einem Schwarm von Gelbhauben Kakadus geweckt wurden und wir die Nacht halbwegs überlebt hatten, fuhren wir am nächsten Tag weiter zu den 12 Aposteln. Die 12 Apostel sind 12 riesige berühmte Felsen, die aus dem Wasser heraus ragen (siehe Fotos)! Der Road Trip war alles in allem super schön und wir hatten endlich mal etwas von Australiens Wildnis gesehen. Von  Dünen bis zu Urwald , Felsenklippen und  begrünten Hügeln mit hunderten von Schafen, Kühen, Kängurus, Wallabies und sogar Kakadus, die sich im Dreck wälzten, hatten wir alles gesehen!

Leider wurden Dennis und ich danach ziemlich krank, weil bei 2 Grad campen ist dann noch nicht so ne gute Idee ;)

Princetown
Victoria, Australia
Maria Luzia Small

Ankunft in Melbourne

Hallo meine Lieben, ich bin nun schon seit 6 Wochen in Australien und habe endlich die Zeit gefunden, einen Blog zu schreiben!  Hier erzähle ich euch wie es mir so geht, was ich so erleben durfte und gesehen habe.

Ich denke, ich fange dann mal ganz von vorne an! 

Zu 5. flogen wir los (Kevin, Dennis, Adri, Jonas und ich) wir flogen von Frankfurt über London, Los Angeles und Auckland (Neuseeland) nach Melbourne. Wie man sieht, war das ein ewig langer Flug mit vielen Zwischenstopps, aber so war der Flug um einiges billiger und da wir bei unserem Rückflug noch 2 Wochen in Los Angeles verbringen, mussten wir eine Fluggesellschaft wählen, die immer über LA fliegt. Naja, war aber nicht so schlimm, jetzt können wir wenigstens sagen, wir sind einmal um die Welt geflogen :) (davor bin ich übrigens noch nie geflogen, aber in den 36 stunden Flug verpuffte die Aufregung schnell ) !  Es war einfach so klar, dass die Fluggesellschaft es aber nicht zu Stande bringt, mein Gepäck in das richtige Flugzeug zu räumen, weshalb es mir später nachgeliefert wurde. Zum Glück hatte meine Oma mich davor schon gewarnt und ich hatte alles wichtige wie Zahnbürste Socken und Co. In meinem Handgepäck mitgenommen!!!

Nach dem ganzen Stress und 36 Stunden Flug war es uns dann zu viel noch groß herauszufinden, wie man vom Flughafen nach South Yarra kommt (dort hatten wir zwei Wochen eine Wohnung über AirBnB gemietet) und wir fuhren mit einem Taxi.

Die Wohnung in South Yarra stellte sich als ziemlich cool heraus. Sie war in einem sog. "Vouge Tower" im 30. und somit höchsten Stock, in einem ziemlich schicken Viertel von Melbourne. Wir hatten also eine super schöne Aussicht (siehe Fotos ), denn unser Tower war der höchste im ganzen Viertel. Zudem durften wir als Anwohner des Towers das  Schwimmbad mit Whirlpool und Fitnessstudio verwenden. In dem Tower war sogar ein Supermarkt namens "woolworths", welcher hier ca so berühmt ist wie Rewe, Aldi oder Lidl. 

Also hatten wir für den Anfang alles was wir brauchten. Nur blöd, dass das Wetter richtig schlecht war und es sehr stark geregnet und gewindet hat. In den ersten Nächten haben wir kaum schlafen können, weil der ganze Tower  gewackelt hat  die Türen im Türrahmen vor sich hin klackerten und die Fenster so laut  vibrierten, dass es schwer war zu schlafen .

South Yarra
Victoria, Australia