Hong Kong - Reis(e), Reis(e)

Auslandspraktikum im Rahmen meines Masterstudiums (28. August 2013 - 28. Februar 2014)

Blog

Dies ist dein Tour-Blog. Füge Einträge mit Fotos und Standort hinzu oder einfach nur Text und dokumentiere was du gesehen hast, wo du warst und worüber du nachgedacht hast. Wenn du möchtest, lass andere deinem Tour-Blog folgen und an deinen Erfahrungen teilhaben. Wie das geht? Hier entlang zum Video-Handbuch.

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Conny Small

Danksagung

Insbesondere möchte ich mich bei Consti bedanken, der die ganze lange Zeit auf mich gewartet hat und mir immer den Rücken stärkt.

Und natürlich möchte ich mich noch einmal bei meiner Mum bedanken, die mir immer zur Seite steht. Sie hat mir eine unglaublich nette Überraschungs-Willkommens-Party organisiert. Obwohl ich nach ca. 40 h so müde war, habe ich mich ganz sehr über alle Gäste und das tolle Buffet gefreut – vor allem über den Käsesalat von meiner Cousine und die Fischplatte von meiner Tante + Onkel. Natürlich möchte ich mich auch bei meiner Schwester bedanken, die extra aus Wien angereist ist, und bei der restlichen Familie sowie bei meinen Freunden für die zahlreichen Geschenke.


In diesem Sinne beende ich hier meinen Hong-Kong-Blog und bedanke mich bei allen fleißigen Lesern.


Conny Small

Sonstiges

Nach den ersten Wochen zurück in Deutschland, wollte ich nun endlich diesen Blog beenden. Ich bin heil Zuhause angekommen und habe inzwischen schon wieder einen Umzug nach Dresden hinter mir. Unten sind ein paar Bilder von unserem Rückflug (Frankfurt von oben) zu sehen. Der Flug von London nach Frankfurt war wohl der leerste und
ruhigste den ich jemals erlebt habe.

Es gibt ein paar Dinge, die ich noch nie in den anderen Beiträgen erwähnt habe und die mir am Rande aufgefallen sind.

Zum Beispiel werden bei Namensangaben immer erst der Familienname und dann der Vorname angegeben – und das ohne Komma.

Sicherheit wird in Hong Kong großgeschrieben. Beim Rolltreppenfahren weist immer wieder eine Frauenstimme darauf hin, dass man sich festhalten soll. Der Satz „Please hold the handtrail!“ hat sich bei uns eingeprägt und nervte uns tierisch. Wenn ich nun in Deutschland eine Rolltreppe fahre, habe ich diesen Satz immer im Ohr. Genauso den Satz „Please mind the gap“ oder „Please mind your head“ wird man in Hong Kong öfters hören bzw. lesen. Außerdem darf man, wie es Jacky immer wieder amüsant fand, noch nicht mal in einem Park auf einem Stein sitzen oder klettern – man könnte ja herunterfallen. Und überall stehen die gelben Schilder mit „Caution wet floor“ – auch wenn der Boden weder gewischt wurde noch dass es geregnet hat.

Dann ist mir aufgefallen, dass die Chinesen irgendwie ein Faible dafür haben Schlange zu stehen und Zettelchen zu ziehen. Wenn es in einem Restaurant zu voll ist (was sehr oft der Fall ist), bekommt man einen Zettel mit einer Nummer darauf und wartet bis man aufgerufen wird. Auch in der Mensa bestellt man und wartet oft bis seine Nummer auf einem Monitor angezeigt wird. Dann erst darf man sein Essen abholen. Selbst als ich meine Kamera zur Reparatur gebracht habe, musste ich einen Zettel ziehen. Ziemlich überflüssig, da nur ein Mann vor mir dran war und es zwei Serviceleute gab. So hab ich meinen Zettel gezogen und prompt stand meine Nummer auf den Monitor und zu welchem Schalter ich gehen soll. Klar, dass es der war mit dem die frei Servicekraft besetzt war.

Außerdem bezahlt man im Restaurant fast nie am Tisch. Erst wenn man rausgeht, wird an der Tür bezahlt. Eigentlich gar nicht so eine dumme Idee – in der Zeit in der man bezahlt, wird der Tisch abgewischt und die nächsten Gäste können Platz nehmen.

Benutztes Klopapier wird von sehr vielen in den Mülleimer und nicht ins Klo geworfen. Das Problem ist, dass die Klos aufgrund zu schmaler Rohre sehr schnell verstopfen können. Nachteilig ist natürlich ein bestialischer Gestank. Die Putzfrauen wechseln auch selten den Müllbeutel – meistens wird eine Zange benutzt um das Papier oder den Müll aus dem Mülleimer zu fischen. Anschließend wird es in einen großen Müllsack auf ihren Putzwagen gepackt. Die Zangen sehen dabei genau wie unsere Bratzangen Zuhause aus.

Toiletten kann man in allen Shoppingmalls und Restaurants kostenlos benutzen. In den Shoppingmalls sind sie sogar sehr edel und werden rund um die Uhr geputzt. Trotzdem sollte man sich davon nicht blenden lassen. Ich hab es einmal erlebt, dass eine Kakerlake über den Klodeckel gelaufen ist.

Und wo wir einmal dabei sind, kann ich gleich noch eine Geschichte zum Besten geben. Zwei Wochen vor meiner Abreise ist es mir tatsächlich noch passiert, dass ich zum ersten Mal im Labor in der HKU ein solches Tierchen entdeckt habe. Es ist an der Wand gegenüber von meinem Schreibtisch entlang gelaufen. Ich hab daraufhin den Laboringenieur geholt und er musste es beseitigen. Nach 5 Minuten kam er wieder und fragte, ob ich noch mehr gesehen hätte. Als ich erschrocken verneinte, meinte er dann dass es nur ein Baby war – vielleicht ist die Mutter noch in der Nähe. Ich konnte mich eine halbe Stunde nicht mehr auf meine Arbeit konzentrieren. Somit kann ich sagen, dass ich mich bis zum Ende nicht an diese Tiere gewöhnt habe. Aber immerhin springe ich meinem Nebenmann nicht mehr fast auf den Arm und schreie wenn ich eine sehe.

Zum Glück sind Kakerlaken für mich das Negativste an Hong Kong. Alles andere hat mir gefallen und ich habe mein Auslandssemester in keiner Weise bereut und würde es immer wieder tun. Solltet Ihr auch die Gelegenheit dazu haben, rate ich Euch in jedem Fall dazu.

Conny Small

Workshop II

Wie ich schon einmal berichtete werden gelegentlich Workshops von unserem Studentenwohnheim angeboten.

Diesmal lernte ich, wie man selber „Dumplings“ zubereitet. Diese kleinen Snacks bekommt man in Hong Konger Restaurants u.a. als „Dim Sum“ gereicht. Wir bekamen die schon vorbereiteten runden Teighüllen und die Füllungen zur Verfügung gestellt. Somit war unsere Aufgabe nur noch die Teigtaschen zu füllen, zu formen und am Ende in heißem Wasser zu kochen. Hört sich einfach an, aber das Formen bedarf schon etwas Geschick, damit die Teigtaschen am Ende nicht aufgehen und die Füllung im Kochtopf schwimmt. Mich erinnern die Dumplings stark an unsere heimischen Maultaschen – mit der Ausnahme, dass diese chinesische Ausführung ohne Tomatensoße sondern mit einer dunklen Essigsoße verspeist wird. Mir schmecken sie mit Sojasauce oder pur dagegen besser.

Es gibt auch eine spezielle süße Form dieser Dumplings, die nur zum Laternenfest (und Neujahrsfest) zubereitet werden. Diese haben wir in einem anderen Workshop kennen gelernt. Im Englischen heißen sie „glutinous dumplings“ oder auch „sticky rice dumplings“. Mein chinesischer Kommilitone hat mir einen Tag später zufälliger Weise davon erzählt und er sagte der Name laute auf Chinesisch „Yuanxiao“. Der Teig dafür wird nur aus Klebreismehl und Wasser hergestellt. Für die Füllung verwendeten wir einfach gekaufte Erdnussbutter und Haselnussbrotaufstrich. Traditionell werden sie aber eigentlich mit schwarzem Sesam, der mit Zucker oder Honig vermischt wird, gefüllt.

Ich hätte gar nicht gedacht, dass es so schwierig ist. Selbst ein waagerechter und senkrechter Strich wird präzise ausgeführt. Es wird immer nur von links nach rechts und von oben nach unten gezeichnet. Einzige Ausnahme sind manche kurze senkrechte Striche, diese werden auch von rechts nach links gemalt. Es ist zu dem wichtig in welcher Reihenfolge man die einzelnen Striche durchführt. Am Ende des Workshops hatte ich zwar noch immer nicht richtig den Dreh aus, aber immerhin sehen die Zeichnungen für mich wie chinesische Zeichen aus.

Außerdem lernte ich von einer gebürtigen Französin wie man „molten chocolate cake“ oder auf französisch „moelleux chocolat au coeur fondant“ bäckt. Das besondere an diesem „Petit Gâteau“ ist, dass er einen flüssigen Schokoladenkern besitzt. Zuerst stellt man den Teig aus Zartbitterschokolade, Butter, Mehl, Eiern und Puderzucker her. Dann füllt man den Teig nur bis zur Hälfte in eine Muffinform. Da es gerade kurz vor Valentinstag war, nahmen wir eine Herzchenform. Dann legt man zwei Stücke von einer Schokoladentafel in die Mitte und füllt den Rest mit dem Teig auf. Beim Backen wird so der Teig fest und der Schokoladenkern flüssig. Natürlich sollte man den Schokokuchen gleich danach servieren oder später noch einmal in der Mikrowelle erwärmen, damit man die flüssige Schokolade im Inneren bewahrt.

Eine andere Süßigkeit stellten wir im „chocolate for your valentine“ her. Für diese kleinen Kalorienbomben öffneten wir Oreo-Kekse und entfernten die Füllung. Die Kekse wurden dann zerkleinert bis wir nur noch ein schwarzes Pulver hatten. Ein Teil des Pulvers wurde mit Philadelphia-Frischkäse gemixt und zu kleinen Teigkugeln geformt. Wir schmolzen Schokolade im Wasserbad und tauchten die Kugeln hinein. Am Ende wurde sie dann in dem restlichen Oreo-Keks-Pulver gewälzt und sahen aus wie Trüffel-Pralinen. Am besten ist es wenn man die schwarzen Kugeln anschließend in den Kühlschrank packt.

Conny Small

Stanley

Stanley liegt im Süden von Hong Kong Island und ist damit genau wie Aberdeen nur per Bus zu erreichen. Zum Beispiel fahren die Busse 6, 6A, 6X, 66 oder 260 ab Central Exchange Square Bus Terminus.

Der Name „Stanley“ rührt vom britischen Kolonialminister Lord Stanley. Im Kantonesischen ist die Ansiedlung als „Chek Chue“ bekannt und dies bedeutet übersetzt soviel wie Räuberlager. Angeblich war Stanley früher eines der schlimmsten Piratennester im Perlflussdelta. Heute leben hier die wohlhabendere Oberschicht und vor allem Ausländer in Luxusbauten.

Entlang der Strecke kommt man am „Repulse Bay“ vorbei. Er ist vor allem für den Sandstrand beliebt, aber man kann auch einen interessanten Wohnblock mit einem Loch darin sehen. Dieses Gebäude ist ein gutes Beispiel für Feng Shui, welches
für den Häuserbau in Hong Kong gerne angewendet wird. Durch die Anwendung der Chinesischen Harmonielehre sollen schlechte Einflüsse vermindert werden. Es heißt, durch dieses Loch wird dem Drachen, der dahinter im Berg wohnt, die Sicht auf das Meer nicht versperrt. Um einen Termin mit einem Feng-Shui-Meister zu bekommen, dauert es angeblich mehrere Jahre.

Wir fuhren bis zur Haltestelle „Stanley Prison“ und unser erstes Ziel war das „Hong Kong Correctional Services Museum“. Das Museum hat leider ausgerechnet montags geschlossen und daher konnten wir nicht die Ausstellungen zum Thema „Strafvollzug“ anschauen.

Wir liefen weiter und aßen Mittag in einem lokalen Restaurant. Daniel und ich waren sehr begeistert von dem Essen. Er hatte einen gebratenen Reis mit zwei verschieden Soßen – einer Tomaten- und einer Cremesauce – und ich hatte ein sehr gutes Gemüsecurry.

Nächste Attraktion war der bekannte Stanley Market. Dieser Markt ist auf jeden Fall zu empfehlen. Vielleicht lag es daran, dass wir in der Woche hier waren, aber er ist deutlich sauberer und ruhiger als alle anderen Märke, die ich bisher in Hong Kong gesehen habe.

Als nächstes ging es zum Murray House. Dieses Kolonialgebäude wurde in den 1840er Jahren in Central als Offizierskaserne erbaut. Aufgrund der Entstehung des „Bank of China Towers“ im Jahre 1982, musste Platz geschafft werden. Somit wurde das historische Gebäude abgerissen, später in Stanley wieder aufgebaut und erst im Jahre 2001 eröffnet. Die Eröffnung dauerte so lange an, da das Gebäude unter Denkmalschutz stand und in 4000 nummerierte Einzelteile zerlegt war. Beim Wiederaufbau stellte man fest, dass einige Teile „verlegt“ wurden. Als man diese endlich wiederfand, fehlten (durch entstandene Feuchtigkeit bei der Einlagerung) die Nummerierungen. Letztendlich schaffte man es das Puzzle wieder zusammen zu setzen. Heute sind mehrere Restaurants und Cafés in dem dreistöckigen Gebäude ansässig. Darunter auch ein Deutsches Lokal mit Biergarten. Im Murray House befindet sich außerdem das „Hong Kong Maritime Museum“, welches allerdings ebenso wie das „Hong Kong Correctional Services Museum“ am Montag geschlossen hat. In der Bucht vor dem Murray House wurde 2007 ein neuer und öffentlicher Pier errichtet – der „Blake Pier“.

Anschließend besichtigten wir den „Ma Hang Park“. In diesem Park findet man den "Pak Tai-Tempel", der im Jahre 1805 in den Berg hinein gebaut wurde. Er dient zur Anbetung des taoistischen Pak Tai Gottes (Gott des Nordens), welcher die Fischer beschützen soll. Von hier aus hat man eine wunderbare Aussicht über Stanley Bay und dieser Tempel war der Haupttempel der Ma Hang Village. Ma Hang war einst ein Fischerdörfchen, welches 1994 durch ein neues Wohnungsprojekt plattgewalzt und die Bewohner umgesiedelt wurden. Heute heißt die neue Wohnungssiedlung „Ma Hang Estate“ und es entstand gleichzeitig das „Stanley Plaza Shopping Centre“. In der Nähe dieses Shopping Centers liegt ein "Tin-Hau-Tempel". Er wurde 1767 erbaut und ist damit das älteste Gebäude Hong Kongs.

Conny Small

Jardines Noonday Gun

Gegenüber des Excelsior Hotels und direkt am Causeway Bay Typhoonshelter spielt sich jeden Tag das gleiche Schauspiel ab. Als Zeitsignal wird pünktlich 12 Uhr mittags ein Schuss aus einer Kanone abgefeuert. Vor und nach dem Kanonenschuss wird eine Glocke geläutet.

Dieser Salut hat eine lange Tradition in Hong Kong und geht auf das Handelshaus Jardine Matheson & Co. zurück, welches seine Schiffe bei der Ein- und Ausreise mit 21 Schüssen begrüßte bzw. verabschiedete. Dem britischen Gouverneur gefiel dies überhaupt nicht, da Begrüßungsschüsse die Aufgabe der Marine waren. Er verurteilte das Handelshaus dazu fortan täglich 12 Uhr ein Zeitsignal zu geben und so wurde aus der Strafe eine Tradition.

Das originale Geschütz ist im zweiten Weltkrieg abhanden gekommen und wurde durch eine neues ersetzt. 1961 wurde dieses wiederrum aus Lärmschutzgründen durch eine kleinere aus dem Jahr 1901 stammende Kanone getauscht.

Um zu der kleinen umzäunten Anlage zu kommen, geht man durch ein Parkhaus und durch eine Unterführung. Wir haben den Weg nicht sofort gefunden und nachgefragt. Man hat den richtigen Weg gefunden, wenn man entlang des Ganges die grünen Rohre sieht.

Am Ende, wenn die Glocke erneut geläutet wurde, öffnete der Wärter die Tore und man darf einen genaueren Blick auf die Kanone werfen.

Conny Small

Macao

Am letzten Wochenende unseres Auslandaufenthaltes haben Daniel und ich uns entschieden noch einmal an einer geführten Tour unserer Universität teilzunehmen. Diesmal hat es uns für drei Tage (21. - 23. Februar 2014) nach Macao verschlagen. 

Hier der Link: http://www.permondo.com/de/tours/704/blog

Conny Small

Cheung Chau

Cheung Chau bedeutet übersetzt lange Insel und liegt südöstlich von Lantau Island.

Daniel, seine Eltern und ich nahmen vom Pier 5 in Central eine Fähre zur Insel. Dort angekommen fällt der relativ große Hafen für die eher kleine Insel auf. Er wird durch drei Taifunschutzanlagen zum offenen Meer abgegrenzt.

Leider war es keine gute Idee während eines Feiertages hierher zu fahren. Die ganze Insel war komplett überfüllt. Eigentlich wollten wir mit dem Fahrrad die „lange Insel“ erkunden, aber die Menschenmassen haben uns dann etwas verschreckt und wir sind zu Fuß Richtung Norden losmarschiert.

Zuerst bogen wir an einem Sportplatz ab und kamen an dem Pak-Tai-Temple vorbei. Er wurde 1783 erbaut und ist, wie der Name schon vermuten lässt, dem Herrscher den Nordens – Pak Tei – geweiht. Im April oder Mai wird hier jedes Jahr ein besonderes Fest gefeiert – das „Bun-Festival“ oder auch als „Da Jiu Festival“ bekannt. Bei diesem Fest wird dem Schutzpatron gedankt. Angeblich wurden durch seine Hilfe Pestkranke im 18. Jhd. geheilt und die Insel blieb weitestgehend von der Krankheit verschont.

Anschließend sahen wir den „Tung Wan Beach“ und den „Afternoon Beach (Kwun Yam Wan Beach)“, die beide nicht sehr sauber aussahen. Am recht schmalen Strand lag Müll und auf der Wasseroberfläche schwamm ein Ölfilm – das lädt sicherlich nicht zum Baden ein. Außerdem waren die Hainetze aufgeklappt. Schade, dabei waren heute 24°C Außen- und sicherlich um die 20°C Wassertemperatur.

Zurück ging es und wir sind die „San Hing Street“ und die „Tung Wan Road“ entlang gelaufen. Dann ging es zu einem prähistorischen Felsrelief. Man sieht hinter Glas einen Stein, welcher seltsame Muster aufweist. Angeblich sollen die Muster schon an die 3500 Jahre alt sein.

Läuft man weiter den Berg hinauf, kommt man zum Kwun-Yam-Tempel.

Danach sind wir die „Ming Fai Road“ weitergelaufen und an einen Pavillon gekommen. Links davon geht eine Treppe hinunter zum Meer zu einem anderen Pavillon. Hinter diesem bieten sich
die Felsen zum Klettern an und man hat eine tolle Aussicht. Zurück am oberen Pavillon haben wir dann den die Treppe auf der rechten Seite eingeschlagen und sind zum „Rock of the Ringing Bell“ und „Fa Peng“ gekommen. Eleanor meinte die Übersetzung für den zweiten Felsen sollte in Etwa Vase sein.

Weiter ging es entlang des Weges und wir gingen irgendwann wieder westlich und dann südlich die „Don Bosco Road“ entlang bis wir zum Abzweig Richtung „Peak Road“ kamen. Auf dieser Strecke statten wir den „Nam-Tan-Wan-Tin-Hau-Tempel“ einen Besuch ab und liefen weiter auf der „Peak Road“.

Im Südwesten der Insel liegt ein großer katholischer und chinesischer Friedhof – Cheung Chau Cemetery.

Zum Abschluss unserer Inselwanderung freute ich mich am meisten auf die bekannte „Cheung-Po-Tsai-Höhle“. Angeblich versteckte sich hier der einst berüchtigte Pirat Cheung Po Tsai. Seine starke Flotte mit 1500 Dschunken und 50000 Mann machten das Südchinesischen Meer im späten 18. Jahrhunderts unsicher. Später gab er das Piratendasein auf und erhielt einen Posten als Offizier der Chinesischen Marine. Leider musste wir aufgrund des Andranges 1 ½ Stunden warten, um die enge Höhle zu passieren. Der Ein- wie auch Ausstieg ist, wenn man es nicht weiß, kaum zu erkennen und somit war es sicherlich ein vortreffliches Versteck. Man klettert über eine Leiter in die Höhle, man kann stehen und ein Stück laufen. Kurz vor dem Ausgang muss man sich dann ducken und verlässt die Höhle wieder über eine Treppe. Man sollte unbedingt eine Taschenlampe mitbringen denn es ist dunkel da unten. Aber inzwischen hat ja nahezu jedes Handy eine solche Funktion.

Am Ende sind Daniels Eltern vom Süden der Insel mit einem Sampan zurück zum Pier gefahren. Genauso wie Lamma Island und Peng Chau ist auch Cheung Chau eine autofreie Insel. Nur Rettungsfahrzeuge – wie zum Beispiel Feuerwehrquads – sind anzutreffen. Daniel und
ich sind am Hafen entlang zur größten Ansiedlung der Insel – Cheung Chau Village – zurückgelaufen. Auch dort am Pier angekommen, wartete wieder eine lange Schlage auf uns bevor wir zurückfuhren.


Conny Small

Chinese New Year Cake

Im Zuge des Neujahrsfests gibt es einen speziellen Kuchen. Ich konnte es mir natürlich nicht nehmen diese traditionelle Speise zu kaufen. Eleanor machte mich vorher zum Glück darauf aufmerksam, dass man ihn nicht einfach so verspeist sondern noch zubereiten muss.

Gesagt getan – wir trafen uns alle in der Gemeinschaftsküche und bereiteten den Kuchen nach einem YouTube-Video zu. Ehrlich zugegeben, weder das „Backwerk“ im Grundzustand noch die Zubereitungsweise lassen auch nur im Geringsten an einen Kuchen erinnern. Man schneidet ihn in 5-6 mm dicke Stücke und frittiert diese in Öl. Danach werden die Stücke in verquirltes Ei wie beim Panieren getaucht und erneut frittiert. Jeder Beteiligte konnte einen Pfannkuchen riechen, aber leider nicht so richtig schmecken. Am Ende war es eher eine deftige und keine wirkliche Süßspeise. Aber immerhin – ich habe es probiert.

Eleanor hat mir erzählt, dass es diesen Kuchen auch bei ihr in Malaysia gibt. Allerdings weitaus köstlicher und als Frühstück. Ich habe im Internet die Zutaten herausbekommen – es handelt sich einfach nur um Reismehl, Zucker und Wasser. Daher wird er auch als „sticky rice cake“, was übersetzt soviel wie klebriger Reiskuchen heißt, bezeichnet. Es gibt verschiedene Arten. Der braune Reiskuchen wird mit braunem Zucker hergestellt und der weiße zum Beispiel mit weißen Zucker und u.a. Kokosmilch.

Conny Small

Ocean Park

Der „Ocean Park ist ein Freizeitpark in dem man u.a. Achterbahnen, Meeresaquarien und Pandas findet. Er wurde bereits 1977 eröffnet und in den letzten Jahren erweitert.

Da wir gehört haben, dass man an seinem Geburtstag keinen Eintritt bezahlen muss und Studenten ermäßigten Eintritt in den „Ocean Park“ bekommen, sind wir heute an Daniels Geburtstag in Hong Kongs ersten Freizeitpark gefahren. Er liegt im Süden von Hong Kong Island auf der Halbinsel Shum Shui und in der Nähe Aberdeens. Um dorthin zu gelangen, nahmen wir einen der zahlreiche Busse, die von Central und Admiralty hierher fahren. An der Kasse dann die Enttäuschung – es kommen nur Hong ID Card-Besitzer kostenlos an ihrem Geburtstag rein und Studenten bekommen auch keinen Rabatt. Somit zahlten wir jeder stolze 320 HK$. Aber immerhin sind alle Attraktionen im Preis enthalten und wir mussten bis auf das Essen nichts extra bezahlen.

Der „Ocean Park“ teilt sich in zwei Ebenen, welche entweder durch den Zug „Ocean Express“ oder durch eine Seilbahn voneinander getrennt sind. Auf der ersten Ebene („The Waterfront“) befinden sich „Aqua City“, „Amazing Asian Animals“ und „Whiskers Harbour“.

Zuerst sind wir ins große Aquarium, welches sich über 3 Ebenen erstreckt, gegangen. Da wir anschließend auf die zweite Ebene wollten, sind wir zur Seilbahnstation gelaufen. Leider war die Schlange so lang, dass wir mind. 60 Minuten hätten warten müssen. Daher sind wir mit dem „Ocean Express“ gefahren.

Auf der anderen Ebene („The Summit“) findet man „Thrill Mountain“, „Polar Adventure“, „Rainforest“, „Marine World“ und „Adventure Land“.

Man kann hier verschiedene Achterbahnen austesten. Am besten hat uns der „Hair Raiser“ gefallen. Die Wildwasserbahn „The Rapids“ im „Rain Forest“ war nicht so erfreulich. Es wurde zwar daraufhin gewiesen, dass man nass wird, aber trotzdem dachten wir es wäre harmlos. Wie hätten wohl nicht die Leute auslachen sollen, die sich Regencapes gekauft haben. Am Ende waren wir patschnass. Für die heutigen Temperaturen war das unvorteilhaft – uns war anschließend kalt und es ist selbst in der Sonne nur schwer getrocknet.

Der Bereich „Polar Adventure“ gliedert sich in den Süd- und in den Nordpol. Man kann verschiedene Tiere aus der Polarregion wie zum Beispiel Pinguine, Walrosse und Seehunde sehen.

In der „Marine World“ findet man u.a. das „Ocean Theatre“, wo Delfine und ein Seehunde ihre Kunststücke vorführen. 14 Uhr startete die Darbietung und dauerte etwa 20 Minuten.

Außerdem gibt es den 72 m hohen „Ocean Park Tower“. Er dreht sich die ganze Zeit 360° und so erhält man eine Rundumsicht über den Freizeitpark. Allerdings lohnt sich das lange Anstehen für die sehr kurze Fahrt kaum.

Für die zweite Ebene abschließend, gingen wir zum Abschnitt „Adventure Land“ und probierten die Achterbahn „Mine Train“. Sie wirkte ziemlich harmlos, aber sorgte dann doch für eine überraschend rasante Fahrt. Die anderen beiden Fahrgeschäfte das „Space Wheel“ und „Raging River“ waren geschlossen. Wir fuhren mit den ewig lang erscheinenden Rolltreppen zurück zur Seilbahn und damit zur ersten Ebene. Natürlich ging die Fahrt mit der Seilbahn auch wieder nicht ohne eine Wartezeit von mehr als einer Stunde.

„The Hong Kong Jockey Club Sichuan Treasure” bietet zwei Pandas und im “Giant Panda Adventure“ kann man nicht nur zwei weitere der schwarz-weißen Tiere sehen sondern auch den Roten Panda (oder auch als Kleiner Panda bezeichnet) bestaunen.

Am Ende des Besuches im „Ocean Park“ durchquerten wir noch „Goldfish Treasure“, „Amazing Bird Theatre“ und den „Emerald Trail“.

Ocean Park
Southern, Hong Kong
Conny Small

Zum Essen in Hong Kong

Bevor ich nach Hong Kong kam, sagte mir jeder wie billig und herrlich doch das Essen dort wäre und ich freute mich schon riesig darauf südasiatisches Gemüse und ausgefallene Früchte zu verspeisen. Angekommen die Enttäuschung – oft ist teures Essen mit Fleisch und Reis an der Tagesordnung. Gemüse und Obst werden aus anderen Ländern importiert. Für Fleischliebhaber ist Hong Kong wahrscheinlich das Paradies – für mich nicht.

Über die kantonesische Küche wird gesagt, dass alles zubereitet wird, was seinen Rücken zur Sonne trägt oder man findet auch sehr schön die Erwähnung: „Kantonesen essen alles, was vier Beine hat, außer Tischen, alles, was schwimmt, außer Schiffen, und alles, was fliegt, außer Flugzeugen.“ Eine der Ausnahmen, die wir erfragt haben, ist wohl der Panda, denn jener steht unter Naturschutz. Zudem es ist in Hong Kong
verboten Hunde* und Katzen zu essen – dies steht sogar unter Strafe. Außerhalb der Grenzen Hong Kongs ist es allerdings erlaubt und wie ich gehört habe, ist es in der angrenzenden Provinz Guangdong auch sehr beliebt.

Gegessen wird in Hong Kong überwiegend in Restaurants, da die Küchen der Einheimischen größtenteils auch viel zu klein zum Kochen sind.

Ach und noch etwas am Rande: hier ist es egal, ob gerülpst oder geschmatzt wird! Im Gegenteil zu unseren Sitten sind diese Essensgeräusche Zeichen, dass es schmeckt. Aber trotzdem habe ich mich bis heute nicht daran gewöhnt.


Hier eine kurze Auswahl an traditionellen Gerichten:


DIM SUM

Dim Sum wird als Frühstück, Brunch oder Lunch gegessen. Man bekommt die kleinen „Snacks“ in Bambuskörbchen gereicht. Dabei ist zu erwähnen, dass die Tradition es erlaubt von allem zu probieren. Alles, was also auf dem Tisch steht, wird unter den Teilnehmern aufgeteilt. Darum sind die meisten Tische auch rund und haben eine Drehscheibe in der Mitte.

Leider kann man dieses Gericht meistens nur mit Einheimischen verspeisen, da die Menükarten nicht in englischer Sprache sind, sondern nur chinesische Schriftzeichen enthalten und auch keinerlei Abbildungen aufweisen.


HOT POT

Bei diesem Gericht handelt es sich nicht nur um einen heißen Topf, sondern man sollte „hot“ in diesem Fall wohl eher mit scharf übersetzten. Ich wurde von einem Freund aus Mainlandchina Nachhause eingeladen und wir kochten gemeinsam. Ich war ziemlich überrascht wie scharf dieses Gericht ist, aber wie ich erfahren habe, wird es regional in China verschieden scharf gehandhabt. Außerdem wird der Hot Pot, wie man mir sagte, normalerweise in einer Pfanne gereicht, die eine Zwischenwand in der Mitte besitzt. Diese Teilung der Pfanne bewirkt, dass man eine scharfe und eine neutrale Suppe hat.

Wenn man den Feuertopf verspeist, erinnert es stark an ein Fondue. Die stark gewürzte Suppe wird erhitzt und man taucht allerlei Zutaten hinein. Das Ganze erinnert dann an einen Eintopf und beinhaltet Fleisch oder Fisch sowie Gemüse und Pilze.


LAKSA

Ok zugegeben, es handelt sich hier weder um ein typisches Hong Kong noch um ein chinesisches Essen, aber es ist einfach super lecker und inzwischen das Lieblingsessen von Benny, Daniel und mir.

Eigentlich stammt „Laksa“ aus Eleanors Heimatland Malaysia bzw. findet man es auch in Singapur und in anderen südostasiatischen Ländern. Wir haben es das erste Mal in der PolyU-Kantine verspeist und inzwischen auch in anderen Restaurants getestet – aber immer mit positivem Feedback unsererseits.

Hauptzutaten sind Kokosnussmilch, Chili und (Reis-)Nudeln. Zum Beispiel werden noch verschiedene Gemüse, Pilze und „bean curd“ hinzugefügt. Das „bean curd“ ist eine spezielle Tofuart, der u.a. getrocknet wird und in Würfelform, Ballform oder als „Tofuhaut“ in die Suppe gegeben wird.


EGG WAFFLE und HONG KONG STYLE WAFFLE

Mein Lieblingsgebäck in Hong Kong ist definitiv die „egg waffle“. Die riechen so lecker wie sie auch schmecken. In den Bildern kann man die Zubereitung sehen. Der Teig wird zwischen zwei speziell geformte Platten gefüllt und über einer Feuerstelle gedreht. Durch die Eierform wird die Waffel herrlich knusprig. Leider hab ich gerade kein Foto gefunden, auf dem man die fertige Waffel sehen kann. Aber sobald ich es entdeckt oder eine neues geschossen habe, stelle ich es noch hier rein. Oder wenn ihr sehr neugierig seid, schaut einfach mal bei „Google Bilder“ rein.

Die „Hong Kong style waffle“ ist im Grunde eine Brüsseler Waffel, in der zwischen zwei Hälften Erdnussbutter und Kondensmilch gestrichen wird. Die Kondensmilch sollte man sich aber etwas anders als in Deutschland vorstellen. Sie sieht durchsichtig aus und ist unheimlich süß.

Es gibt auch noch viele weitere süße Sachen. Zum Beispiel kleine Küchlein gefüllt mit roter Bohnenpaste oder grünem Tee oder ein Mango-Dessert. Eis ist übrigens recht teuer mit 2-3€ für eine kleine Kugel und das Eis mit grünem-Tee-Geschmack ist nicht zu empfehlen.



Und hier ein Vergleich zu Deutschland:

- Brot: wie ich in einem früheren Bericht schon mal angedeutet habe, ist es nicht einfach deutsches Brot zu bekommen. Fast immer sind in Brot und Brötchen Zutaten wie Milch oder eine endlose Liste an E-Stoffen enthalten. Auch der Versuch selber zu backen, ist nicht unbedingt geglückt. Aber das lag wohl daran, dass wir
keine Backform, sondern einen Kochtopf verwendet haben. :-) Not macht eben erfinderisch. Aber glücklicherweise haben wir später eine „deutsche“ Bäckerei gefunden („Das Gute“) und auch die Preise sind „angenehm“ (200g für ungefähr 1.60€). Nur mit dem Scheibenschneiden haben sie es nicht so. Aus einer Scheibe kann man locker zwei machen.

- Pizza: eine einfache (kleine Gemüse-)Pizza kostet weit über 12€. Selbst die „billige“ Tiefkühlpizza bekommt man nicht unter 6€. Selbstgemacht ist zwar sehr lecker, aber leider durch die teuren Zutaten auch nicht kostengünstiger.

- McDonalds: Ja, ich als Gegner der Kette traue mich trotzdem einen kurzen Vergleich abzugeben.
Schließlich kennt diesen Laden jeder. Es ist zu erwähnen, dass es sogar Gerichte mit Reis und Stäbchen gibt. Und man findet tatsächlich einfach nur eine simple Schale mit Mais und gedünsteten Brokkoli im Repertoire. Leider gibt es im McCafé keine heiße, weiße Schokolade :-( Aber die Eisauswahl scheint hier größer als in Deutschland zu sein. In einem Park haben wir einen Stand gesehen, wo es scheinbar nur Eis und Getränke gab. Ich glaube Daniel meinte auch, dass die Menüs billiger sind, aber da kann ich leider nicht mitreden.

Ach und wovon viele in Deutschland träumen – hier gibt es ihn: einen Lieferservice von McDonalds (ebenso für KFC, Burger King, …)



*Kurze Anmerkung: Die Tierliebe gegenüber Hunden reicht sogar soweit, dass manche Menschen ihre Hündchen im Kinderwagen umher fahren oder in Taschen tragen. Das verstehe ich absolut nicht. Da haben alle so kleine Wohnungen und kaum Platz und dann kommen die Tiere endlich mal raus vor die Tür ohne jeglichen Auslauf. Außerdem habe ich auch schon ganz oft Hunde gesehen, denen Schuhe angezogen wurden.


Conny Small

Peng Chau

Peng Chau heißt übersetzt flache Insel. Um auf das autofreie Eiland zu gelangen, nimmt man eine Fähre vom Central Pier 6. Am Sonntag sind die Fähren übrigens immer teurer als an Wochentagen. Außerdem sind die „normalen“ Fähren im Vergleich zu den schnellen Fähren kostengünstiger und der Zeitunterschied beträgt auch nur etwa 10 Minuten.

Eleanor und ich machten einen Spaziergang über die kleine Insel. Zuerst statten wir der Ruine der ehemaligen Kalkbrennerei und Streichholzfabrik einen Besuch ab. Heute kaum vorstellbar, aber im 19. und Anfang des 20. Jhd. waren diese Industriezweige hier für ganz Hong Kong angesiedelt. Neue Baustoffe und die Erfindung des Feuerzeuges führten hingegen zur Schließung dieser Fabriken.

Es ging die Straße zurück bis zu einem Abzweig, der uns bergauf führte und zum taoistischen „Moral Sing Tong Tempel“ brachte. Dieser Tempel wurde in den frühen 1950er Jahren in „Nam Wan“ errichtet und 1963 nach Peng Chau verlegt.

Ganz so flach, wie der Name sagt, ist die Insel aber dann doch nicht. Der „Finger Hill“ ist zwar mit 95 m nicht hoch, aber trotzdem läuft man eine steile Treppe hinauf. Oben angekommen blieb die erhoffte Rundumsicht über die Insel aus und wir verweilten nur kurz am Fung-Ping-Pavillon.

Interessant sind die wie Besen aussehenden Holzstöcke mit roten „Borsten“, die man am Wegesrand findet. Diese „fire beater“ (zu Deutsch: Feuerpatsche) sollen wohl im Kampf oder als Vorbeugung gegen Waldbrand eingesetzt werden.

Wir sahen anschließend den verschmutzten „Tung Wan Beach“ und den am Strand liegenden „Lung Mo Tempel“. Dieser Tempel ist der größte der Insel und „Lung Mo“ bedeutet Drachenmutter.

Danach fanden wir noch einen Tin-Hau-Tempel. Er wurde 1792 gebaut und zählt heute zu den „Grade II Buildings“.

Eleanor und ich schlenderten noch die Straßen entlang und besuchten ein lokales Restaurant, welches für seinen „fried shrimp cake“ bekannt ist.

Bevor es zurückging, konnten wir in einem Supermarkt nahe dem Pier wieder einmal die plumpe Mode einiger Honkies bestaunen. Zum Glück hatte ich diesmal die Kamera parat. Man sollte dazu betonen, dass keine Fasching oder ähnliches im Moment ist – das ist normal! Manche ziehen ihren Schlafanzug auch auf der Straße an und dann auch noch im Partnerlook.

Peng Chau
Islands, Hong Kong
Conny Small

Flower Market & Birds Garden & Signal Hill Garden

Der „Flower Market“ und der „Bird Garden“ liegen direkt nebeneinander. Man findet die Märkte, wenn man Exit B1 „Prince Edward MTR Station“ wählt und der Straße Richtung Polizeistation folgt.

Wie man schon am Namen erkennen kann, findet man hier allerlei verschiedene Pflanzenarten. Klar alle Blumen müssen importiert werden, daher sind die Preise auch ziemlich hoch. Da kann ein Blumenstrauß schnell mal zwischen 50 und 90€ kosten. Im Moment laufen die Vorbereitungen für das chinesische Neujahrsfest, daher herrschte ein buntes Treiben. Man kann z.B. überall Kumquat-Sträucher kaufen. Die Pflanze soll Glück bringen und wird daher gerne zum Fest verschenkt.

Im „Bird Garden“ kann man sämtliche Vögel sowie Zubehör für die Vogelpflege erstehen. Zum Beispiel gibt es geschnitzte Vogelkäfige oder lebende Heuschrecken zu kaufen. Die (vor allen) älteren Honkies mögen es zudem ihre gefiederten Freunde in den Park auszuführen.

Um zum “Signal Hill Garden” zu gelangen, nahmen wir in TST Exit N1. Angekommen findet man dort einen kleinen Garten sowie einen Turm – der „Signal Tower“, den man erklimmen kann. Er wurde 1907 erbaut und zur Abgleichung der Schiffschronometer verwendet. Das heißt jeden Tag (bis zum Jahr 1933) wurde pünktlich 13 Uhr eine Kupferkugel von dem Turm fallen gelassen und man konnte dies vom Hafen aus sehen.

Wir waren sehr verwundert, dass sich hierher kaum eine Menschenseele verirrt. Obwohl man einen recht guten Ausblick auf den Hafen hat.

  • Small
    Claus hat am kommentiert:

    Das ist ja ein echter Geheimtipp! Wie immer von Dir - superschöne Bilder!

Conny Small

Hong Kong Science Museum & Museum of History

Um uns etwas weiter zu bilden, war heute Museumstag angesagt. Die Museen liegen direkt nebeneinander in Tsim Tsa Shui. Jeden Mittwoch ist der Eintritt in die Museen kostenlos.

Zuerst besuchten wir das „Hong Kong Science Museum“. Leider erinnern mich die Ausstellungen in keiner Weise an ein Museum. Wie Eleanor so schön sagte, man hat den Eindruck auf einem großen Spielplatz gelandet zu sein. Nahezu alles darf ausprobiert und angefasst werden und somit ist es vor allem für Kinder sehr unterhaltsam. Das Flugzeug an der Decke ist übrigens „Betsy“ – das erste Verkehrsflugzeug Hong Kongs. Uns hat am besten die Ausstellung mit Bildern zur optischen Täuschung und Illusion gefallen. Zum Beispiel auf dem ersten Bild sieht man ein Pärchen, aber wenn man genauer hinschaut erkennt man Delphine. Oder wer von Euch findet Napoleon auf dem letzten Bild? Im Untergeschoss ist bis zum April eine Sonderausstellung zum Thema Dinosaurier, daher findet man auch am Eingang riesige, bewegliche Figuren von Brachiosaurus und Stegosaurus. Für die Sonderausstellung muss man am Mittwoch allerdings extra zahlen.

Das „Hong Kong Museum of History“ ist das ganze Gegenteil zum benachbarten „Science Museum“. Hierbei handelt es sich um ein sehr interessantes Museum, in dem man jede Menge über Hong Kong erfahren kann. Ein kleiner Urwald mit Bäumen und Tieren ist zu sehen genauso wie eine kleine chinesische Stadt inklusive Hafenszenerie aufgebaut wurde. Man kann visuell die Traditionen erfassen. Zum Beispiel eine chinesische Hochzeit, die chinesische Bühnenkunst und das „Bun-Festival“ auf der Insel Cheung Chau. Mehrere Videoräume präsentieren verschiedene Thematiken. Man wird zum Beispiel über den Opiumkrieg, die britische Kolonialherrschaft und die Rückgabe an China informiert. Oder auch wie ein Taifun entsteht und welche Auswirkungen verschiedener Taifune in der Vergangenheit hatten. Nun kann ich Hong Kong etwas besser verstehen– warum manches so ist wie es ist.

Conny Small

Hong Kong Wetland Park

Im Westen der New Territories und damit eine Fahrzeit von ca. 45 Minuten entfernt, liegt der Hong Kong Wetland Park. Um dorthin zu gelangen fährt man mit der West Rail Line zur MTR Station Tin Shui Wai und steigt dann entweder in die Ligh Rail Nummer 705 oder 706 um und fährt bis zur Haltestelle Wetland Park. Studenten bezahlen für den Park zum Thema Fechtgebiete einen Eintritt von 15 HK$.

Der 2006 eröffnete Park besteht aus einem Innen- und einem Außenbereich. Drinnen gibt es zahlreiche Ausstellungen sowie ein Kino. Der große Außenbereich bietet mehrere Pfade, um sich ein eigenes Bild von dem Ökosystem zu machen. An einigen Aussichtsplattformen kann man Vögel und andere Tiere beobachten sowie verschiedene Pflanzenarten betrachten. Natürlich gibt es die Hochhauskulisse wie in jedem Park Hong Kongs gratis dazu.

Conny Small

Sha Tin Racecourse

Wie ich bereits schon erwähnte, unterhält der reichste Club der Welt – „The Hong Kong Jockey Club“ – noch eine zweite Rennbahn neben der in Happy Valley.

Diese Rennbahn in Sha Tin wurde 1978 eröffnet. Man kann dorthin mit der East Rail Line Richtung Lo Wu/Lok Ma Chau fahren. Allerdings hält die MTR dort nur an Renntagen. Wir hatten sogar das Glück und der Eintritt war kostenlos.

Sha Tin
Sha Tin, Hong Kong
Conny Small

Wanderung: Hok Tau Reservoir, Ping Shan Chai, Sha Ko Tung, Feng Yuen

Heute haben wir Natur pur genossen und eine Wanderung in den New Territories gemacht. Wir fuhren zur Fanling MTR Station, nahmen den Minibus 52B und stiegen in der Hok Tau Road aus und liefen los.

Nach ein paar Minuten sahen wir das Hok Tau Reservoir und sind über eine kleine Staumauer gelaufen. Wir folgten dem Family Trail auf dem man im ersten Abschnitt Grillplätze und Toiletten finden kann. Weiter des Weges Richtung Sha Lo Tung ging es an kleinen Bachläufen und einer wirklich natürlichen Landschaft – und damit abweichend von Hong Kong – vorbei.

Irgendwann kamen wir an einen Abzweig, der entweder nach Fung Yuen oder Ping Shan Chai führt. Wir wählten den zweiten und folgten dem Weg. Leider kamen wir am Ende wieder genau am Anfang des „Family Walk“ heraus und waren damit im Kreis gelaufen. Auf ein Neues liefen wir den nun bereits bekannten Weg noch einmal ab und wählten beim zweiten Mal den anderen Weg. Eigentlich ist diese Gegend für die Artenvielfalt von Libellen bekannt, aber leider haben wir keine einzige gesehen.

Schon bald erreicht man das kleine verlassene Dörfchen „Sha Lo Tung“. Hier lebten früher Anhänger der Hakka. Heute sind die Gebäude als „Grade II Historic Buildings“ eingestuft. Und man glaubt es kaum zwischen all den verlassenen Häusern gibt es sogar ein kleines Restaurant. Wir setzten den Weg fort. Man läuft einige Treppen herab und am Ende kommt man an der Ting Kok Road an, von wo aus wir mit dem Minibus 20A zur Tai Po Market MTR Station ausstiegen und zurückfuhren.

Hok Tau Wai
North, Hong Kong
Conny Small

Ozone Bar

Meinen wohl bisher teuersten Cocktail namens „Sweet Life“ (185 HK$) habe ich heute in der höchsten Bar der Welt im ICC Tower (International Commerce Center) genossen. Die Aussicht im 118. Stock auf 425 Metern ist gigantisch. Der Wolkenkratzer selber misst eine Höhe von 484 m und ist das höchste Gebäude Hong Kongs sowie auf Platz 7 in der Weltrangliste.

Um in die Bar zu gelangen, läuft man durch die Lobby des Ritz-Carlton-Hotels und wechselt zwischendurch einmal den Lift. Dieses Hotel ist übrigens das höchstgelegene Hotel der Welt.

Der ICC Tower befindet sich über der MTR Kowloon Station.

  • Small
    andy kurth hat am kommentiert:

    Danke für den Tipp. Merk ich mir. Wo sonst kriegt man eine süsses Leben für knapp 18 EUR. Toller Blog.

Conny Small

Chinesisches Neues Jahr

Das wohl wichtigste und berühmteste Fest in Hong Kong ist das „Lunar New Year“. Es ist jedes Jahr zu einem anderen Datum, da der Kalender nach dem Mond ausgerichtet ist. Wie ich schon in einem früheren Beitrag erwähnt habe, gibt es die 12 Erdzweige. Dieses Jahr wird das Jahr des Pferdes eingeläutet und das Fest fällt auf den 25. Januar bis zum 16. Februar. Die eigentlichen Feiertage erstrecken sich allerdings nur vom 31. Januar bis zum 3. Februar. In dieser Zeit sind auch viele staatliche und öffentliche Einrichtungen geschlossen.

Die zwei interessantesten Spektakel sind die Parade (am 31. Januar) und das Feuerwerk (am 01. Februar). Am 14. Februar folgt dann noch das „Frühlings-Laternen-Fest“.

Ich war etwas enttäuscht von der Parade, aber dafür war das Feuerwerk umso gigantischer. Beider Veranstaltungen waren typisch chinesisch mit viel Bling-bling und Glitzer.

Punkt 20 Uhr begann das Feuerwerk am Victoria Harbour und damit war auch gleichzeitig die allabendliche Lasershow sowie die Hochhäuser als Kulisse zu sehen. Die farbenprächtige Knallerei hielt volle 23 Minuten an. Man konnte z.B. 10 Goldregen nebeneinander, Blumen, Schmetterlinge und Herzen sehen. Ich bin mir nicht sicher, aber ich denke, einige Gebilde sollten die Zahl 8 darstellen. Es würde auch Sinn ergeben, da die 8 genauso wie die 88 in ganz China als eine Glückszahl zählt. Außerdem wird die Zahl acht im Kantonesischen „fa“ ausgesprochen, was ebenso bevorstehender Reichtum bedeutet.

Leider kann man das Feuerwerk nicht so gut in Bilder festhalten wie es in echt war, aber ich hoffe ihr bekommt trotzdem einen kleinen Eindruck davon. Ich hab auch ein paar Bilder aus unseren Videos, die ich Euch dann Zuhause zeigen kann, gemacht.


In diesem Sinne wünsche ich Euch ein frohes neues Jahr – ich hoffe ihr seid wie wir alle gut hineingeritten ;-)

Conny Small

Sri Lanka (18. Dezember 2013 – 01. Januar 2014 )

Schon seit einer Weile stand fest, dass Consti und ich zusammen Weihnachten verbringen wollen und so haben wir uns nach langen Skype-Abenden und vielen E-Mails für Sri Lanka entschieden. Wie sich herausstellte war dies eine wunderbare Wahl. Wir haben sehr viel in den zwei Wochen von der Insel, die im Südosten von Indien liegt, gesehen.

Die Beiträge könnt ihr wieder in einem anderen Blog verfolgen. Hier der Link:

http://www.permondo.com/de/tours/578/blog

Conny Small

Eleanors Geburtstag

Heute haben wir Eleanors Geburtstag gefeiert. Als Geschenk von uns gab es einen Bierkrug und deutsche Produkte, die man in Hong Kong finden kann –deutsches Bier, Kinderschokolade, Ü-Ei, Haribo, Nutella und deutsche Chips. Gestartet haben wir den Abend in dem deutschen Restaurant „Brotzeit“ und genossen richtig leckeres Essen. Für Eleanor gab es Würstel mit Sauerkraut und Bratkartoffeln, Daniel aß eine große Portion Käsespätzle, Karin einen Salat und eine kleine Portion Käsespätzle und ich genoss Backcamembert mit einer Bretz’n. Anschließend sind wir die Promenade entlang spaziert, haben mal wieder die Skyline bestaunt und den teilweise übertriebenen Weihnachtsschmuck betrachtet. Am Ende haben wir den Abend gemütlich im 30. Stock in einer Skybar bei einem Cocktail ausklingen lassen.

Conny Small

Aberdeen und Western Market

Aberdeen liegt im Südwesten von Hong Kong Island. Die Stadt liegt direkt am Meer in einer Bucht und ist die älteste Ansiedlung Hong Kongs. Früher hieß nur diese Teil Hong Kong, jedoch setzte man den Namen später für die ganze Insel ein. Aufgrund der Ähnlichkeit mit dem Hafen des schottischen Aberdeens wurde dieser Name dann gewählt.

Der Hafen von Aberdeen wird durch eine Taifun-Schutzanlage begrenzt und gegenüber von Aberdeen liegt die Insel Ap Lei Chau – dadurch ergibt sich eine Art Kanal. In diesem Kanal ankerten früher viele Hausboote. Leider gibt es heute kaum noch die sogenannten „Water People“, die nahezu ihr ganzes Leben auf dem Wasser verbringen. Viele dieser Menschen wurden durch ein Projekt der Hong Konger Regierung in Hochhäuser auf das Festland umgesiedelt.

Aberdeen kann man nur per Bus erreichen. Aber wie wir gesehen haben, wird gerade fleißig an einem Anschluss an die MTR-Linie gebaut, um auch den Süden von Hong Kong Island einfacher zu erreichen.

In der Stadt haben wir den Tin-Hau-Tempel sowie den Aberdeen Market besucht. Auf der Aberdeen Promenade war gerade zufälligerweise der „Southern District Dragon & Lion Dance Carnival“ im Gange.

Im Aberdeen Harbour liegt das schwimmende Restaurant „Jumbo Kingdom Floating Restaurant“. Von hier aus kann man auch einen Turm des allersten Vergnügungspark Hong Kongs – den „Ocean Park“ – erkennen. Um uns das Restaurant aus der Nähe zu betrachten, sind wir mit einem Sampan hingefahren. Man kann dieses Restaurant nur per Boot erreichen. Gegessen haben wir allerdings nicht dort, es war uns nicht nur zu kostspielig, sondern auch die Küche in einem hinteren Gebäude des Restaurants sah nicht vertrauenserweckend aus. Dafür sieht der Hauptbereich sehr edel aus.

Auf dem Rückweg haben wir zufällig noch den Western Market entdeckt. Dabei finde ich das Backsteingebäude im Kolonialstil interessanter als die Waren, die dort angeboten werden. Man kann dort im Erdgeschoss zum Beispiel (teure) Modelle der Hong Konger Busse und Taxis kaufen sowie werden weiter oben in den Stockwerken allerlei Stoffe angeboten. Der Western Market befindet sich im Norden von Hong Kong Island in der „Des Voeux Street“ und der „New Market Street“.

Aberdeen
Southern, Hong Kong
Conny Small

Workshops und Feierlichkeiten

Von unserer Uni und dem Studentenwohnheim werden immer wieder interessante Workshops angeboten. An einigen habe ich teilgenommen und ich werde heute mal ein wenig darüber berichten.

Im „Kimbap Workshop“ haben wir Sushi-ähnliche Rollen hergestellt. Das Gericht stammt aus Korea und daher stammt auch der Name dem Koreanischen. Kim ist eine Algenart und wird äußerste Schicht zum Zusammenhalten der Füllung verwendet – wie auch beim Sushi. Und Bap heißt übersetzt gekochter Reis, welcher auch die wichtigste Zutat für die Herstellung von Kimbap darstellt. Man legt für eine Rolle zuerst das Kim auf eine Unterlage und anschließend wird es mit Reis bedeckt. An ein Ende des Algenblattes wird dann die Füllung platziert. Diese kann z.B. aus Streifen von Möhren, Rettich, Gurke und Omlett bestehen. Anschließend wird es gerollt, mit einer Flüssigkeit bestrichen und in Stücke geschnitten.

Bei einem anderen Workshop haben wir selber Marmelade gekocht (Jam Workshop). Es handelte sich aber mehr um einen Früchteaufstrich, der nicht solange wie Konfitüre haltbar ist. Der Fruchtaufstrich bestand aus Orangen uns Bananen.

Wir konnten im „Chinese Clothes & Culture Workshop“ selber typisch chinesische Kleidung probieren. Das Anziehen ist gar nicht so einfach.

Zum Basteln wurden wir im „Dreamcatcher Workshop“ animiert und vor allem das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Weniger gefallen hat mit der „Chinese Painting Workshop“.

Außerdem gab es noch eine „Farewell Party“, das „Hightable Dinner“ (von dem hatte ich ja schon erzählt) und eine private Weihnachtsfeier. Für letzteres habe ich den ganzen Tischschmuck gebastelt, Vanillekipferl gebacken und gebrannte Mandeln zubereitet. Zudem gab es selbergemachten Glühwein, selbstgebacken Muffins und allerlei andere süße Sachen. Ein gelungener Abend am Nikolaustag.


  • Small
    andy kurth hat am kommentiert:

    toller Nikolaus-Eintrag!

Conny Small

Kowloon Walled City Park & Hau Wong Tempel

Bis Ende der 1980er Jahre hieß dieser Teil Hong Kongs noch Walled City. Es war quasi eine Stadt in der Stadt, denn dieser Teil wurde nicht vom Pachtvertrag erfasst und gehörte theoretisch während der britischen Herrschaft zu China. Doch weder China noch England kümmerte sich um die ummauerte Stadt und somit wurde sie zunehmend ein Slum. Das Armenviertel war unter anderen für Prostitution, Glücksspiel, illegale Zuwanderer und allerlei Schurken bekannt. Nach der Umsiedlung der Bewohner 1984 entstand dieser Park, der 1996 eröffnet wurde. Eine Ausstellung auf dem Gelände verdeutlicht die Zustände in der Walled City vergangener Zeiten. Ein Modell zeigt, wie eng und hoch die Häuser innerhalb dieses Bezirks gebaut waren. Es heißt, dass viele der 30000 Menschen in käfigähnlichen Behausungen lebten und teilweise jahrelang kein Sonnenlicht sahen. Das einzige erhaltene Gebäude ist der Yamen. Er stammt aus der Qing-Zeit. In nordöstlichen Teil des Parks sind die 12 Erdzweige – die Tierzeichen – als Steine zu sehen. Der chinesische Kalender erfolgt im 60-Jahre-Zyklus. Er setzt sich aus den 10 Himmelsstämmen und den zwölf Erdzweigen zusammen. Die Himmelsstämme sind Holz, Feuer, Erde, Metall, Wasser und die Erdzweige heißen Ratte, Büffel, Tiger, Hase, Drache, Schlange, Pferd, Schaf, Affe, Hahn, Hund und Schwein. Ich bin 1989 im Jahr der Erdschlange geboren.

In der Nähe der Walled City befindet sich Hau Wong Tempel. Dieser in der Qing-Dynastie entstandene Tempel ist 282 Jahre alt. Jedes Jahr zum Han Wong Festival strömen Betende her um Hau Wong zu würdigen.

Conny Small

Peking

Vom 20. November bis zum 26. November 2013 haben Daniel und ich eine Reise nach Peking unternommen. Da wir dort sehr viel gesehen haben, entschied ich mich eine neue Tour anzulegen. Wenn ihr die Beiträge von der Hauptstadt Chinas verfolgen möchtet, klickt einfach auf den nachstehenden Link http://www.permondo.com/de/tours/473.

Conny Small

Frisör und High Table Dinner

Heute habe ich mir endlich getraut und bin zum Frisör gegangen. Am Abend stand das High Table Dinner* an und alle Gäste wurden dazu angehalten in Festkleidung zu erscheinen. Außerdem sollte am nächsten Tag die Pekingreise beginnen.

Schon allein den Laden zu Betreten weckte Aufmerksamkeit. Nicht alle Tage spaziert hier scheinbar ein blondhaariges Mädchen durch die Tür. Das war auch der Grund, dass ich zweimal nachfragte, ob die Tante auch wirklich Erfahrung mit europäischem Haar hat. Ich
erklärte ich ihr ebenso zweifach, dass ich gerne blonde Strähnchen nur am Ansatz hätte. Danach machten wir den Preis aus – 450 HK$ für Färben, Waschen und Föhnen ohne Schneiden. Nach einem Vergleich meines Farbtones mit einer Farbpalette ging ich immerhin davon aus in einem professionellen Salon gelandet zu sein. Wie ich mir schon vorher gedacht habe, hat sie natürlich keine Strähnchen gemacht, sondern den kompletten Ansatz blondiert. Leider bemerkte ich dies erst als ich von meiner Zeitung aufsah. Gut dachte ich, wenn es nicht allzu sehr auffällt, was soll es und freute mich auf die anschließende Kopfmassage, von der mir bisher von allen Frisörbesuchern erzählt wurde. Mehrere männliche Frisörgänger erzählten von einem Haarschnitt um die 60 HK$ und einer halbstündigen Kopfmassage. Für das Haare waschen, legt man sich in China übrigens hin und hat den Kopf über dem Waschbecken. Tja ich weiß auch nicht, aber irgendwie habe ich nicht wirklich eine Massage bekommen. Zurück am Spiegel nach dem Waschen wickelte die Frau das Handtuch von meinem Kopf und es breitete sich ein Entsetzen auf meinem Gesicht aus. Jegliche Farbe wich mir aus dem Gesicht und ich starrte auf mein orangefarbenes Haar. Mit einem breiten Grinsen fragte sie mich dann auch noch, ob mir die Farbe gefalle. Hallo spinnt die? Nachdem ich mich halbwegs gefangen hat antworte ich, dass ich orange bin und nicht mehr blond. Sie hob eine Strähne an und hielt die Spitze an den Ansatz und meinte dann auch noch, es wäre dieselbe Farbe. Zum zweiten Mal wies ich sie daraufhin, dass ich orange bin und sie holte einen anderen Mann, der mir dann die Haare föhnte. Völlig geschockt, starrte ich ihn an und er wuschelte mir ohne einen Kamm durch das Haar und föhnte drauf los. Ich wusste in dem Moment nicht, ob ich gleich anfangen sollte zu heulen oder lieber schreiend aus dem Laden rennen sollte. Scheinbar konnte der Mann meine Gedanken lesen oder mein unglückliches Gesicht sehen und bot mir eine zweite Färbung an. Mir schossen sämtliche Gedanken durch den Kopf – was ist wenn es noch schlimmer wird oder meine Haare hinterher total kaputt sind, … Doch ohne eine Antwort verschwand er zum Anrühren der Farbe. Diesmal trug er die Farbe selber auf. Aber was machte der Typ denn da schon wieder? Er blondierte um die 15 cm, dabei wollte ich grade mal 3 cm gemacht haben. Eine Strähne blondierte er ganz und gar und auch sonst war es ein absolutes chaotisches Färben. Ich möchte meinen, so hätte es auch ausgesehen, wenn ich es selber gemacht hätte. Auf meine Frage was das sollte, antwortete er nicht. Als er fertig war, ging er raus – wie ich später roch – zum Rauchen. Ich warte eine Ewigkeit und ich war wirklich kurz davor einfach aus dem Laden zu rennen. Mit der Zeit wurde ich ungeduldiger – erstens war das Färbemittel schon eine gefühlte Ewigkeit auf meinem Kopf und zweitens war gerade der Einlass zum Hightable Dinner angelaufen und ich war schon jetzt zu spät. Irgendwann reichte es mir und ich bat einen anderen Angestellten, dass es Zeit ist und ich endlich gewaschen werden möchte. Daraufhin holte er den anderen Mitarbeiter wieder von der Straße rein. Dieser begaffte dann mein Haar und meinte, dass es tatsächlich reicht. Was ist denn das bitte für ein Frisör den man selber daraufhin weisen muss? Die Frau vom Anfang wusch dann wieder mein Haar. Kam es mir nur so vor oder war sie deutlich ruppiger als beim ersten Mal? Als sie dann sagte, dass ich aufstehen kann, wollte ich eigentlich lieber liegen bleiben. Was wenn ich jetzt noch schlimmer aussah? Der Blick in den Spiegel offenbarte noch immer einen orangestich aber zumindest ein wenig besser als nach der ersten Prozedur.

Beim Bezahlen sah ich natürlich nicht ein umgerechnet 45€ zu blechen. Irgendwie sollten es jetzt auch noch 10€ mehr sein – angeblich vorher so vereinbart. Also entweder habe ich es wirklich falsch verstanden oder die Dame leidet an Gedächtnisschwund. Ich warf 200 HK$ auf den Tresen und bemerkte, dass sie keineswegs das gemacht haben, was ich verlangte. Es stellten sie darauf vier Leute vor mich und hinderten mich am Gehen. Nach einer Diskussion einigten wir uns auf 300 HK$ und ich kam fast eine Stunde zu spät zum Hightable Dinner. Glücklicherweise durfte ich noch eintreten und das Essen fing eh erst später an. Das war definitiv mein erster und letzter Frisörbesuch in Hong Kong, aber eins muss ich am Ende zugegeben – meine Haare haben noch sie so schön geglänzt.


*das High Table Dinner ist eine Erfindung Englands, wobei die Studenten an einem langen Tisch sitzen und gemeinsam essen. Man kann es sich so in Etwa wie in den Harry Potter-Filmen vorstellen.


Conny Small

Lamma-Island

Die drittgrößte Insel Hong Kongs – Lamma Island – hat ungefähr 6000 Einwohner. Wie Hong Kong Island und Lantau ist die Insel allerdings nicht per MTR oder Bus zu erreichen, sondern nur über das Wasser. Wir sind vom Central-Pier 4 mit der Fähre für 23 HK$ hin- und für 28 HK$ zurückgefahren. Die ungleichen Preise ergeben sich durch eine unterschiedliche Strecke. Wir haben im Norden der autofreien Insel in Yung Shue Wan angelegt und einen Spaziergang auf dem Family Trail in den Süden nach Sok Kwu Wan unternommen.

Lamma ist im Großen und Ganzen recht naturbelassen, jedoch wird das Bild durch das riesige Kohlekraftwerk gestört. Bevor wir hierher gefahren sind, las ich auch von einem gewissen sauberen Ökostrom durch Windkraft. Irgendwie hab ich das entweder irrtümlich übersetzt oder die Chinesen versuchen sich das schön zu reden. Es handelt sich hierbei um eine einzelne Windkraftanlage. Scheinbar ist man auch unglaublich stolz auf dieses (ich nenne es mal) Anschauungsobjekt, denn auf jedem Wegweiser ist das gute Stück verzeichnet. Da ich ein solches Windrad schon mehrfach in Europa aus der Nähe gesehen habe, wurde diese Sehenswürdigkeit ausgelassen. Ich hoffe ihr seid nicht zu traurig, dass ich es Euch vorenthalte ;-)

Entlang des Family Trails haben wir im Dorf Yung Shue Wan den kleinen Tin-Hau-Tempel entdeckt. Weiter ging es des Weges und wir kamen an den Hung Shing Yeh Beach. Eleanor und ich haben außerdem einen Snack mit einem süßen Sirup probiert. Ich würde es mal als Glibber-Tofu taufen. Zugegeben das war nicht so mein Fall, aber immerhin hat es der süße Sirup wenigstens etwas aufgepeppt und ich hab mir einfach vorgestellt, ich esse Grießbrei. Man kann immer wieder auf dem Wanderpfad eine grandiose Aussicht genießen. Kurz vor Sok Kwu Wan kommt man an den drei Kamikaze-Höhlen vorbei. Im zweiten Weltkrieg besetzten die Japaner die Insel und errichteten die Höhlen als Bunker für ihre Schnellboote. Sie sollten im Kampf gegen die Alliierten eingesetzt werden. Zum Glück kam es aber nie dazu. In Sok Kwu Wan ist ein weiterer Tin-Hau-Tempel. Dort ist ein 2.74 m langer und 18.14 kg schwerer präparierter Fisch ausgestellt, der von einem Fischer am 23. August 2001 gefangen wurde. Es handelt sich um einen Riemenfisch (Regalecus Glesne). Angeblich wurden in Asien bisher nur 5 Fische dieser Art gefangen – zwei in Mainland China, einer in Japan, einer in Hong Kong und eben dieser in Lamma Island.

Conny Small

Sik Sik Yuen Wong Tai Sin Temple & Chi Lin Nunnery

Zwei Tempel standen am Samstag auf dem Programm. Ich würde sagen schon allein von den Außenanlagen die schönsten Tempel die ich bisher in Hong Kong gesehen habe. Abgesehen natürlich von den Hochhäusern als Hintergrundkulisse – aber das gehört zu Hong Kong einfach dazu.

Der erste der beiden Tempel befindet sich direkt am Ausgang B2 der MTR Haltestelle Wong Tai Sin (Kowloon). Mit 45 Jahren ein recht junger Tempel und er ist dem taoistischen Gott Wong Tai Sin geweiht. Es gibt die Möglichkeit sich kostenlos eine Dose mit Bambusstäbchen auf dem Vorplatz des Hauptaltars auszuleihen. Man sollte eine Frage im Kopf haben und die Dose solange schütteln bis eines der Stäbchen herausfällt. Auf jedem Stäbchen steht eine Zahl. Diese Zahl schreibt man dann auf einen Zettel und kann ihn zu einer Deuterin bringen. Für jede Frage, die man stellt, bezahlt man dann allerdings 30 HK$. Der Seherin teilt man die Frage und die Zahl mit. Sie zückt zu der Zahl den zugehörigen Zettel und erzählt die Geschichte, die darauf geschrieben steht. Natürlich kann man in die Erzählung jede Menge hereininterpretieren und es verschieden auslegen. Dennoch eine interessante Erfahrung.

Einen kleinen Spaziergang oder auch eine MTR-Station weiter kommt man nach Diamond Hill, wo auch der zweite Tempel ist. Die Anlage besteht aus zwei Hälften zu beiden Seiten der Fung Tak Road. Auf der einen Seite ist der Nan Lian Garden und auf der anderen ist ein Kloster für buddhistische Nonnen. Die Tempelanlage ist ebenfalls sehr neu und wurde erst im Jahr 2000 fertig gestellt. Angeblich wurde für den Bau der 7 Hallen kein einziger Nagel verwendet. Auf dem Gelände befindet sich außerdem ein vegetarisches Restaurant hinter einem Wasserfall und (die billigere Variante) ein vegetarischer Imbiss. 


Conny Small

Zwei Bier bitte! – und plötzlich waren es acht

Bestellt man in China per Handzeichen zwei Bier, kann man schnell das Vierfache bekommen. Warum? Das erkläre ich Euch heute.

In China wird nur mit einer Hand bis zur Zahl 10 gezählt. Ein gehobener Zeigefinger – wie „Achtung!“ – verkörpert die
Zahl 1. Für die 2 nimmt man den Mittelfinger, für die 3 den Ringfinger, für die 4 den kleinen Finger und für die 5 den Daumen hinzu. Die 6 wird durch den Daumen und kleinen Finger dargestellt – wie wenn man „telefonieren“ gestikuliert. Um eine 7 anzuzeigen, legt man den Mittel- und Ringfinger auf den Daumen. Nummer 8 wird, wie in Deutschland die Zahl 2, mit Daumen und Zeigefinger andeutet. Ein geknickter Zeigefinger stellt die 9 dar und eine geballte Faust repräsentiert die Zahl 10.

Mit der Zahl zwei (dem Victory-Zeichen) wird hier übrigens äußerst gerne auf Fotos posiert. Dieses Zeichen soll in ostasiatischen Ländern ein Lächeln unterstreichen und glücklich bedeuten. Also nicht wundern, wenn ihr regelmäßig Bilder von uns mit dieser Haltung seht – zur Abwechslung kopieren wir mal die Chinesen und nicht andersherum.

Conny Small

Oktoberfest

Obwohl das Dirndl und die Lederhosn Zuhause in Deutschland im Schrank liegen, ging es heute zum Marco Polo German Bierfest. Es mangelte an nichts was man nicht auch von der Münchner Wies’n kennt – außer vielleicht die Dimension und Fahrgeschäfte. Da ich aber leider sowohl die Wies’n als auch sämtliche Kirmes dieses Jahr verpasse, war dieser Abend ein herrliches Substitut. Kein Wunder bei einer extra eingeflogenen original deutschen Blaskapelle mit einer überzeugenden Bühnenshow und dazu feierwütigen Chinesen. Obwohl es sich fast nur um deutsche Liedtexte handelte, machen die Chinesen einfach alles mit. Das ist übrigens die gleiche Band, die wir schon im Happy Valley angetroffen hatten. Dank Johannes landete ich dann auch noch auf der Bühne im Contest zum Alphornblasen. Keine Ahnung warum, aber irgendwie habe ich es scheinbar sehr gut hinbekommen. Laut Applausometer bin ich zwar nur Zweite geworden, aber immerhin kam danach ein Mädel zu mir und meinte ich wäre die wahre Nummer 1^^

Ich würde sagen ein absolutes Muss und sehr zu empfehlen. Außerdem bekommt man nicht immer so eine Kulisse dazu geboten – ein Sonnenuntergang am Meer, die Hong Konger Skyline bei Nacht und die allabendliche Lasershow von den wohl besten Platz aus.

Conny Small

Mid-Levels Escalator, Zoological- und Botanical Garden & Hong Kong Park

“Never, never go to work – lieber holiday” – so singt es zumindest Helge Schneider in seinem Lied „Sommer, Sonne, Kaktus“ und gestern habe ich mir einfach mal mitten in der Woche frei genommen. Ist ja wohl auch erlaubt, wenn man jeden Tag 2h pendelt und Samstagmorgen zusätzlich zum Meeting fährt und eine Präsentation halten darf. Ich habe meine freien Stunden im Bezirk Central verbracht – alle drei Ausflugsziele kosten übrigens keinen Eintritt.

Zuerst ging es zum Central Mid-Levels Escalator. Ich habe nicht nachgezählt, aber laut Reiseführer besteht dieses Rolltreppen-System aus 20 Einzelrolltreppen und 3 Förderbändern. Mit einer Gesamtlänge von rund 800m stellt es das längste überdachte außenstehende Rolltreppensystem der Welt dar. Natürlich ist es nicht als Touristenattraktion errichtet wurden, sondern hat einen Zweck zu erfüllen. Das System, welches es seit 10 Jahren gibt, soll das Pendeln zwischen Wohnung und Arbeit erleichtern. Auf Höhe der Mid-Levels gibt es zahlreiche Wohnungen und die Bewohner könnten ohne die Rolltreppen nur zeitaufwendig die MTR-Station zu ihrer Arbeit erreichen. Daher fährt die Rolltreppe von 6 bis 10 Uhr am Morgen abwärts, um die Hongies zur Arbeit zu bringen. Ab 10:20 bis 22 Uhr rollt sie bergauf. Wer in die andere Richtung will, kann auch den Gehsteig neben der Rolltreppe benutzen. Es gibt die Möglichkeit die Rolltreppe an vielen Stellen zu verlassen. Ich bin zum Beispiel einmal während des Weges nach oben an der Abzweigung Shelly Street und Robinson Road herausgegangen. Dort ist die Jamia Moschee – sie ist die älteste von fünf Moscheen in Hong Kong. Das grüne Gebäude mit den arabisch aussehenden Bogenfenstern wurde Ende des 19 Jahrhunderts erbaut und 1915 erweitert. Da mich die Moschee faszinierte, versuchte ich von draußen einen Blick ins Innere zu erhaschen. Schnell kam auch schon ein netter Mann und bot mir einen Umhang an. Er sagt, dass es eigentlich einen extra Raum nur für Frauen gibt und der große Saal für die Männer ist. Aber er drückte ein Auge zu und ich durfte in den großen Saal gehen. So spektakulär wie von draußen sah das Innere allerdings nicht aus. Immerhin – ich war zum ersten Mal in einer Moschee :-)

Zweite Station war der Zoological- und Botanical Garden. Zuerst war ich etwas erschrocken, da ich nicht den Haupteingang genommen habe und sich am Wegesrand eine Betonlandschaft mit Aussparungen für die Bäume bot. Aber das Gelände bot dann doch etwas mehr grün und „freie“ Bäume. Man findet dort ein paar Käfige mit Affen und anderen Tieren sowie Gewächshäuser.

Auf dem Weg zum Hong Kong Park kam ich in der Garden Road an einer blauen Kirche vorbei. Sie ist eine von 94 katholischen Kirchen in Hong Kong.

Der Hong Kong Park ist der größte Park der Stadt. Am besten gefällt mir der Edward Youde Aviary. Dabei handelt es sich um eine Art Freiflughalle für viele verschiedene südostasiatische Vögel. Die Voliere wird von einem riesen Netz umspannt, damit die Tiere nicht flüchten. Man läuft über Holzstege, die fast auf der Höhe von den Baumwipfeln sind. Wer den Baumkronenpfad im Hainich kennt, kann es sich so – nur eben in tropischer Ausführung – vorstellen. Ohne schlechte Werbung zu machen, gefällt mir dieser Wipfelpfad fast besser. Man kann die Vögel aus geringster Entfernung betrachten und sich wie im Regenwald fühlen. Nachteil ist natürlich, dass die armen Tiere trotzdem eingesperrt sind – das gibt es im Hainich Nationalpark nicht.

Conny Small

Top Secret Pool

Ein Post im Facebook – wer will mitkommen zum „infinity pool“? – und wir waren natürlich dabei.

Mit der MTR ging es zur Endhaltestelle der gelben Linie nach Tung Chung auf Lantau-Island. Von dort aus nahmen wir wie schon einmal den Bus Nummer 11 nach Tai O. Dort angekommen, läuft man nicht in das Fischerdörfchen hinein, sondern auf dem Damm entlang. Am Ende des Dammes läuft man rechter Hand weiter bis zu einer Biegung und dort dann links eine kleine Steigung hoch. Wie wir von einigen gehört haben, ist es nicht leicht den Pool zu finden. Manche sind drei Stunden umher geirrt und sind verzweifelt wieder zurück gelaufen. Der Trick ist nicht die erste sondern die zweite Treppe zu nehmen, wenn man am Strand entlang läuft. Psst – das ist aber natürlich geheim ;-) Ein kleiner roter Papierstreifen an einem Baum neben der Treppe zeigt, dass man auf dem richtigen Weg ist. Von dort aus geht es dann ca. 30-45 Minuten bergauf.

Angekommen schreckte mich zuerst das Schild „Schwimmen verboten“ ab – aber das störte sonst keinen. Das Becken wird von einem Wasserfall aus den Bergen gefüllt, deshalb ist die Wassertemperatur äußerst erfrischend – besser gesagt schon fast zu kalt. Und von wegen geheim, es tummelten sich ziemlich viele Leute hier. Wenn man weiter nach oben an der rechten Seite des Wasserfalls klettert, ist ein weiterer Pool und
Wasserfall zu finden.

Im Internet habe ich im Nachhinein herausgefunden, dass der eigentliche Name „The Man Cheung Po Pool“ ist.

Tai O
Islands, Hong Kong
Conny Small

The Peak

Nach zahlreichen Anläufen hat es geklappt und wir waren auf dem Peak. Obwohl klares Wetter für diesen Tag angesagt war, sah der Himmel dann leider doch etwas diesig aus.

Wir haben uns mit dem ältesten Verkehrsmittel Hong Kongs – der Peaktram – den Aufstieg auf 379m gewagt. Die Peaktram ist eine Standseilbahn, deren Inbetriebnahme 1888 erfolgte. Für 75 HK$ bekommt man zur Hin- und Rückfahrt noch den Eintritt für die 360°-Aussichtsplattform dazu angeboten. Die „Sky Terrace“ befindet sich direkt auf der 7-stöckigen Peaktramstation. Wir haben den Rat befolgt und die Plattform nicht am Wochenende besucht. Allerdings war es trotzdem komplett überlaufen und man bekommt kaum einen Platz, um die Aussicht zu genießen. Aber wenn zu viele Menschen einem die Sicht versperren, muss man sich wie Jacky einfach nur zu helfen wissen ;-)

In der Tramstation befinden sich mehrere Geschäfte und Restaurants. Unter andern hat uns eine Gaststätte gefallen, die komplett im „Forest Gump“-Style eingerichtet ist. Überall hängen Bilder und Filmausschnitte herum. Im Hintergrund läuft im Fernseher der Film und die Getränkekarte ist ein Tischtennisschläger.

Wer sich lange Wartezeiten der Peaktram ersparen will, kann mit dem Bus hochfahren. Es ist auch möglich einen Spaziergang zum eigentlichen Gipfel von Hong Kong Island – dem Victoria Peak – zu starten. Oder man kann die Victoria-Peak-Gärten besuchen. Leider war es heute zu spät und mir war es das erste Mal seit dem ich hier bin ohne Jacke zu kalt draußen.

Peak Tram
Southern, Hong Kong
Conny Small

The Hong Kong Polytechnic University (PolyU), Student Halls of Residence & The University of Hong Kong (HKU)

Da ich Euch schon von einer anderen Uni erzählt habe, ist es langsam an der Zeit meine Universitäten vorzustellen. In Hong Kong gibt es insgesamt 8 staatliche Universitäten.

Ich bin an der PolyU eingeschrieben und wohne auch in einem der zugehörigen Studentenwohnheime.
Allerdings bin ich die meiste Zeit zur Probenherstellung und für die Messungen an der HKU. Diese Universität liegt etwa 45-60 Minuten per MTR/Bus von der PolyU entfernt.

Die PolyU wurde 1972 eröffnet und ist die größte staatlich finanzierte Universität. Sie liegt in Hung Hom auf Kowloon. Ich wohne etwa 10 Minuten zu Fuß in der „PolyU Student Halls of Residence“ entfernt. Dieses Studentenwohnheim, als einzelner Komplex betrachtet, ist vermutlich das größte auf der ganzen Welt. Nach meiner Rechnung (18 bewohnte Stockwerke mit jeweils ca. 88 Zimmern und je zwei Bewohner) logieren hier weit über 3000 Studenten. Erstaunlich – das ist fast die Einwohnerzahl meines Heimatortes und das sind zehn Mal so viele Einwohner, wie die kleinste Stadt Deutschlands aufweist! Jede Etage besitzt eine Küche mit zwei Kochplatten, zwei Mikrowellen und zwei Spülbecken. Ein kleiner Kühlschrank befindet sich auf jedem Zimmer. Ich hab Euch mal von der Internetseite des Studentenwohnheims einen Zimmer- und Etagenplan kopiert. Wie man erkennen kann, teilen sich zwei (oder 3) Leute ein Zimmer und somit 4 (oder 5) ein Bad. Jeweils zwei Etagen haben zusammen einen Saal – das heißt Etage 3 & 4, 5 & 6, usw. Das macht in der Summe 9 Säle (=Halls) mit jeweils eigenem Namen (Minyin Hall, Lisheng Hall, Xuemin Hall, Lizhi Hall, Wuxian Hall, Chengde Hall, Wuhua Hall, Kaiyuan Hall, Boyan Hall). Ich habe meine Zimmer im 6. Floor und bin damit ein Lishengian. Zum Wohnheim gehören unter anderem Wasch-, Fitness-, Spiele-, Lese-, Tanz-, Computer-, Billard-, Billard-, Klavierräume. Weiterhin gibt es noch Tischtennisplatten, die wir häufig in Beschlag nehmen. Geschlossen sind leider der Außenpool und die Kantine. Der Pool ist seit diesem Monat geschlossen, obwohl die Temperaturen es noch erlauben würden, und die Kantine ist seit Ende Juli geschlossen, da sich noch kein neuer Nachmieter gefunden hat.

Die HKU ist die älteste Hochschule in Hong Kong. Sie wurde 1911 gegründet und liegt nordwestlich auf Hong Kong Island in Pok Fu Lam. Das älteste und im Kolonialstil gebaute Haus mit dem Türmchen ist das Hauptgebäude. 2012 wurde ein neuer Komplex eingeweiht. Hier und da wird aber noch fleißig gebaut. Unter anderem auch an einem Anschluss für die MTR. Ich kann nur mit dem Bus hierher fahren und das ist schade, da es nur einen Studentenrabatt auf die MTR gibt. Die öffentlichen Verkehrsmittel sind zwar günstig, allerdings muss ich trotzdem die Kosten für das Pendeln zwischen den Unis selber tragen und so ist es auf die
Dauern nicht unbedingt preiswert. Außerdem ist es zeitlich gesehen auch besser zur Rush Hour die MTR zu nehmen. Auf dem Campus findet man unter anderem das „Stephen Hui Geological Museum“ und die „Pillar of Shame“ – die „Säule der Schande“. Am Fuße der Skulptur ist zu erkennen, dass sie an das Massaker am Tiananmen-Platz vom 4. Juni 1989 erinnern soll.

Insgesamt gefällt mir die HKU besser. Man sieht deutlich den Unterschied zur PolyU, die sich mitten in der überfüllten Großstadt befindet. Die HKU dagegen ist eher am Berg gelegen und hat deutlich mehr Ruhe sowie Platz für Grünflächen. Auch die Aussicht ist besser, aber natürlich nicht mit der „University of Science and Technologies“ zu vergleichen.

The University of Hong Kong
Central and Western, Hong Kong
  • Small
    Isabelle hat am kommentiert:

    Hallo, ich plane demnächst nach Homg-Kong zu fliegen. Ich finde es toll mit Dir schon vorab die Stadt zu entdecken. Vielleicht hast du ein paar gute Tipps! Dir auf jeden FAll viel Spass

Conny Small

Guangzhou - Tag 3

Der Schlaf auf einer richtigen Matratze war auch nach dieser Nacht wieder äußerst erholsam. Nach einem mehr als ausreichendem Frühstück brachen wir erneut auf – diesmal Richtung Sacred Heart Cathedral.

Die römisch-katholische Kirche wurde 1888 fertiggestellt. Links und rechts des Eingangs sind zwei Steine mit den Aufschriften "Jerusalem 1863" und "Roma 1863" zu finden. Laut geschichtlicher Überlieferung hat der damalige Bischof ein Kilogramm Erde aus Rom und einen Stein aus Jerusalem zur Gründung der Kirche verwendet.

Im Anschluss ging es zu einer erfolglosen Shoppingtour – keine Wunder, es gab ja auch nur Kitsch auf 6 Etagen. Nach dem Mittagessen ging es dann zurück nach Hong Kong. 


Guangzhou
Guangdong, China
Conny Small

Guangzhou - Tag 2

Nachdem wir zu kurz in einem (endlich wieder) bequemen Bett genächtigt hatten, kam die Offenbarung – die Aussicht gleicht bei Tag der Szenerie eines Armenviertels. Zum Frühstück gab es eine Mischung aus europäischen und chinesischen Essen.

Danach ging es sofort zum Bus und wir sind zum alten Huanpu Harbour aufgebrochen. Der Hafen war ziemlich klein und auf dem Weg kamen wir an einem Markt vorbei. Verkauft wurden Früchte, Meerestiere und andere "Nahrungsmittel". Bizarr war, dass Kinder Krebse wie Haustiere an einer Leine führten und mit ihnen spielten.

Nächster Stop war die Militärakademie Huangpu. Für mich leider eher uninteressant. Schon allein deshalb, weil mir der geschichtliche Hintergrund unklar ist.

Anschließend gab es wieder in einem Restaurant Mittagessen und eine einstündige Busfahrt zum Huang Hua Gang Memorial Park. Dieser Park wurde als Erinnerung an die 72 Märtyrer, die während des Tongmenghui-Aufstands umgebracht wurden, geschaffen.

Zum Abschluss des Tages gab es zwei schönere Programmpunkte. Zuerst spazierten wir durch den Liwan District Park (Liwan Chung). Dann ging es auf eine Bootstour auf den Perfluss mit inklusivem Buffet. Wir konnten die bunten Lichter am Uferrand und den 600m hohen Canton Tower bestaunen. Der Fernseh- und Aussichtsturm war nach seiner Eröffnung am 1. Oktober 2010 sogar für ein knappes halbes Jahr der höchste Fernsehturm sowie die zweithöchste freistehende Struktur der Welt. Momentan ist er immerhin noch das vierthöchste Bauwerk der Welt.


Guangzhou
Guangdong, China
Conny Small

Guangzhou - Tag 1

Über ein Programm unserer Uni konnten wir letztes Wochenende 3 Tage in Guangzhou inklusive Busfahrt, Hotel, Essen und Sightseeing für nur 70€ genießen. Guangzhou ist ungefähr 200 km von Hong Kong entfernt und es ist die Hauptstadt der Provinz Guangdong.

Nach anfänglichen Problemen ein Visum für Mainchina zu bekommen, haben wir es dann doch erfolgreich beantragt und sogar ein Zweifachvisum bekommen. Wie ich finde, sind 45€ allerdings ganz schön teuer für so einen Sticker im Reisepass.

Zuvor wechselten wir Geld, da Mainchina eine andere Währung als Hong Kong hat. Ungefähr 10HK$ (1€) entsprechen 8¥ (Yuán oder Renminbi). Außerdem benötigten wir wieder einen anderen Adapter, da es in Hong Kong die britischen Steckdosen gibt. Aber da ich zum Glück einen Universal-Reiseadapter besitze, war das kein Problem.

Letzten Samstagnachmittag ging es dann los. Nach einer 40 Minütigen Busfahrt haben wir die Grenze zu Fuß passiert und sind weitere 2 Stunden mit einen Bus gefahren. Der Buswechsel fand wahrscheinlich daher statt, weil in Mainchina wieder Rechtsverkehr herrscht. Ohje – wieder umdenken. Die Fahrt ging vorbei an einer abwechslungsreichen Landschaft – Hochhäuser, ärmlich aussehende Häuser, Fabriken, Plantagen, Flüsse, …

In Guangzhou angekommen, ging es gleich zum Abendessen in ein lokales Restaurant und danach zum Shoppen in die Bejing Pedestrian Street. Dort schlenderten wir durch die Straßen und ich habe ein neues Portemonnaie erstanden. Wir wurden mehrfach darauf hingewiesen, auf unsere Taschen Acht zu geben und nur in Gruppen zu bleiben. Aber es ist erfreulicherweise nichts oder niemand abhanden gekommen.

Dann ging es ins Rosedale Hotel und wir bekamen unseren Raumpartner zugeteilt. Ich durfte mir mit Karin ein Zimmer teilen. Wir hatten uns vorher schon ausgemacht zusammen in ein Zimmer zu gehen. Aber da wir nicht wählen durften, war das dann absolute Glückssache. Wir waren äußerst überrascht wie nobel unser Hotel doch ist. Ein paar haben sogar eine ganze Suite bekommen. Aber wir hatten dafür den besseren Ausblick – zumindest sah es bei Nacht so aus. Mal schauen wir es bei Helligkeit wirkt. Nach einer kurzen Erkundungstour entdeckten wir ein Fitnessstudio, eine Sauna, einen Pool, eine Bar und vieles mehr. Durch einen Ausgang landeten wir im McDonald und genossen ein Eis. Außerdem trafen wir die anderen Mädels aus unserer Reisegruppe mit denen wir uns angeregt unterhielten. Ich weiß, dass es sich viele in Deutschland wünschen und hier (wie auch in Hong Kong) gibt es ihn tatsächlich - den 24h-Lieferservice von McDonald. Pizzahut, KFC und andere bekannte Fastfoodketten bieten es ebenso an. Die
Auslieferung erfolgt per Motorroller oder sogar umweltfreundlich auf dem
Fahrrad.

Am Ende landeten wir in einer der erwähnten Suite zu einem Drink und blieben bis in die Nacht hinein.


Guangzhou
Guangdong, China
Conny Small

Happy Valley

Der Stadtteil Happy Valley befindet sich auf Hong Kong Island. Am bekanntesten dort ist die gleichnamige Pferderennbahn, die es seit 1846 gibt.

Zum ersten Mal war ich nun beim Pferderennen und ich muss sagen, es hat mir gefallen. Schließlich konnten wir die Rennen aus dem siebten Stock und mit einer ausgezeichneten Kulisse verfolgen. Oder vielleicht lag es auch daran, weil nebenbei Oktoberfest gefeiert wurde und wir deutsches Bier genossen.

Das Wettsystem habe ich zwar noch nicht komplett durchschaut, aber das ist auch nicht so schlimm – ich würde sowieso im wahrsten Sinne des Wortes auf das falsche Pferd setzen ;-) Zuständig für die Wetten ist der reichste Club der Welt – „The Hong Kong Jockeys Club“. Um Mitglied zu werden, bedarf es einer Wartezeit von 2 Jahren, zwei Mitglieder als Bürgen, eine Aufnahmegebühr und es muss ein Jahresbeitrag von rund einer Viertelmillion Hong Kong Dollar beglichen werden. Der Verein gilt als der größte Steuerzahler Hong Kongs und unterhält auch noch eine zweite Rennbahn in Sha Tin. Der Renndirektor ist übrigens ein Deutscher. Er wird nur als „EB“ bezeichnet, damit die Chinesen sich nicht die Zunge bei dem Namen Winfried Engelbrecht-Bresges brechen.

Happy Valley
Southern, Hong Kong
Conny Small

High Island Reservoir & Sai Wan Beach

Um zum Sai Wan Beach zu gelangen, muss man ungefähr eine Zeit von zwei Stunden einplanen. Mit der MTR und einem Minibus sind wir zum Fischerörtchen Sai Kung gefahren. Von hier aus nahmen wir einen weiteren Minibus, der uns an den Ausgangspunkt unserer kleinen Wanderung brachte. Entlang des Weges konnten wir eine grandiose Aussicht genießen. Das High Island Reservoir wurde 1978 durch Abpumpen des Meerwassers und Einleiten von Süßwasser angelegt. Nach circa einer dreiviertel Stunde sind wir am Strand angekommen und genossen dann ein paar erholsame Stunden bevor es die Strecke zurückging.

Sai Kung
Sai Kung, Hong Kong
Conny Small

Tempel of 10‘000 Buddhas

Der Wan Fo Shek Tempel ist eine Tempelanlage in Sha Tin (New Territories) auf dem Po Fook Hill. Die Anlage in einer Höhe von 320m besteht aus zwei Ebenen. Schon der Weg hinauf zum Tempel wird von unzähligen lebensgroßen, meist sitzenden Buddha-Jüngern gesäumt. Auf der ersten Ebene ist der Haupttempel mit 12800 Ministatuen an den Wänden zu bestaunen. Im Tempel befindet sich zudem der vergoldete Leichnam des Mönches und Tempelgründers Yuet Kai. Außerdem ist eine neunstöckige Pagode, zahlreiche weitere Statuen und ein vegetarisches Restaurant zu finden. Auf der zweiten Ebene sind weitere Gebäude und Statuen.

Sha Tin
Sha Tin, Hong Kong
Conny Small

Kowloon Park & TST East Promenade mit der Avenue of the Stars

Gestern war der Nationalfeiertag. Wir haben uns schon im Vorfeld gefreut, weil jedes Jahr ein großes Feuerwerk stattfindet. Leider ist es ausgerechnet dieses Jahr ausgefallen. Der Grund ist ein Bootsunfall bei dem auch Menschenleben zu beklagen sind. Der Unfall ereignete sich am gleichen Tag im vorangegangen Jahr.

Dennoch genossen wir den Tag im Kowloon Park. Früher war dort eine Kaserne für indische Soldaten der Kolonialarmee. Man kann durch den Park spazieren und Banyanbäume sowie u.a. Schildkröten im Teich bestaunen. Es gibt auch ein paar Volieren mit Papageien und anderen Vogelarten. Der Park bietet weiterhin die Möglichkeit im Kowloon Park Swimming Complex schwimmen zu gehen. Leider hatten wir keine Badesachen mit. Entlang eines Weges waren außerdem Skulpturen einheimischer Künstler zu sehen. Allerdings war ich mal wieder Fotoobjekt für kleine asiatische Frauen, die es scheinbar sehr mögen sich mit einer „großen“, blonden, europäischen Frau ablichten zu lassen.

Auf dem Rückweg sind wir die Tsim Sha Tsui East Promenade entlang gelaufen. Wir haben mal wieder die atemberaubende Skyline bestaunt und sind über die Avenue of the Stars flankiert. Hier sind Tafeln mit Starnamen und teilweise mit deren Handabdrücken in den Boden eingelassen, ähnlich wie beim Walk of Fame in LA. Die einzigen Stars, die ich allerdings kannte, waren Jacky Chan und Bruce Lee.

Kowloon Park
Yau Tsim Mong, Hong Kong
Conny Small

Tai O

Nach einer äußerst rasanten Busfahrt erreichten wir Tai O. Die Häuser des Fischerdörfchens sind auf Pfählen ins Wasser gebaut. Sie sehen mit den dünnen Stelzen allerdings nicht unbedingt vertrauenserweckend aus. Im Dorf werden zahlreiche Fische getrocknet und zum Verkauf angeboten. Auch andere Meeresfrüchte sind zu entdecken und seltsame Gerüche zu erschnüffeln.

Wir haben eine Bootstour durch das „Hongkonger Venedig“ gemacht und danach ging es genauso rasant wie schon die Bustour auf das offene Meer. Doch für nur 20 HK$ wurde uns nicht nur dies geboten, sondern noch eine weiter Attraktion versprochen. Ich habe zuerst nicht daran geglaubt einen Delfin zu sehen. Aber tatsächlich konnten wir etwas Unglaubliches bestaunen. Nicht nur einen „normalen“ Delfin – sondern einen rosafarbenen Delfin! Natürlich gibt es kein Beweisfoto, aber ich habe Zeugen, dass ich nicht verrückt bin :-)

Leider sollte man auch die Wasserverschmutzung und die Überfischung ansprechen. Lange wird man diese Tiere hier wohl nicht mehr bestaunen können.

Tai O
Islands, Hong Kong
Conny Small

Lung Yeuk Tau Heritage Trail

Wir sind letzten Freitag einen der Heritage Trails abgelaufen. Dafür haben wir den Weg in den Norden Hong Kongs in die New Territories zur MTR-Station Fanling gemacht und anschließend einen Minibus genommen.

Angekommen sahen wir den Unterschied zwischen einem Hong-Kong-Dorf im Vergleich zu seiner Großstadt. Die Häuser sind auf kleiner Grundfläche gebaut, 3 Stockwerke hoch und stehen meist dicht beieinander.

Wir besichtigten mehrere kleine eher verlassen wirkende Ansiedlungen und schlenderten durch die Gassen. Außerdem waren da noch die Sin Shut Study Hall (die war aufgrund des Feiertages geschlossen), der Tin Hau Temple mit zwei Glocken aus dem 18. Jh. und eine alte, restaurierte Stadtmauer zu sehen.

Wie man auf den Bilder erkennen kann, findet man etwas Landwirtschaft in den New Territories. Ich dachte schon in Hong Kong wird gar nichts angebaut und nur importiert. Aber die paar Pflanzen, die wir gesehen haben, sind wohl auch eher zum Privatverzehr.

Lung Yeuk Tau
North, Hong Kong
Conny Small

Usagi

Wie einige vielleicht aus der Presse mitbekommen haben, sollte uns gestern ein schwerer Taifun heimsuchen. Genau genommen der schwerste des Jahres 2013. (Ja Mutti ich habe Dir nichts erzählt, damit Du Dir keine Sorgen machst^^)

Zunächst war ich sehr traurig, dass „Usagi“ uns keinen intensiveren Besuch abgestattet hat. Aber nun habe ich im Internet von zahlreichen Todesopfern im südchinesischen Raum gelesen und bin ziemlich froh, dass er an Hong Kong vorbeigezogen ist.

Es wurden im Vorfeld zahlreiche Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Zum Beispiel blieben die Flugzeuge am Boden, alle öffentlichen Einrichtungen wurden bis Montagfrüh geschlossen und die Busse verkehrten nicht mehr nach 20:30 Uhr. Auch Danny und Selina (beide ebenfalls von der EAH Jena) mussten hier einen Tag länger verweilen. Aber ich glaube die beiden sind nicht ganz so unglücklich, da sie nun nur 3 Stunden Zwischenaufenthalt anstatt von 10 Stunden haben.

Zum Hongkonger Taifunwarnsystem: Ich denke dies ist sehr gut ausgeklügelt. Es gibt verschiedene Warnstufen:

- Nummer 1: im Umkreis von 800km ist ein tropische Wirbelsturm

- Nummer 3: erforderliche Sicherheitsmaßnahmen sind zu ergreifen

- Nummer 8: alle Bewohner sollen zuhause bleiben

- Nummer 9: Sturm mit Orkanstärken

- Nummer 10: das bedeutet das Schlimmste – das Auge des Taifuns

Die Stufen habe ich gerade erst gefunden und ich habe mich schon gewundert, warum es von Stufe 3 plötzlich sofort auf die 8 geht. Aber Stufe 2 sowie die Nummern 4-7 gibt es scheinbar nicht.

Wer noch interessiert ist: meine Quelle lautet Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Tropische_Wir...)


Conny Small

Moon Festival

Der zweitwichtigste chinesische Feiertag (neben dem chinesischen Neujahr) ist das Mid-Autumn Festival oder auch Moon Festival genannt. Zu diesem Fest geht jeder mit seiner Laterne in den Victoria Park, der ebenfalls mit den verschiedensten Lampions geschmückt ist.

Seit einigen Wochen gibt es die zum Fest gehörenden Moon Cakes, welche mit verschiedenen Füllungen angeboten werden. Zum Beispiel mit Egg Yolks (ganzes Eigelb), Lotuspaste oder Nüssen. Die Mondkuchen sind meistens so groß, dass man sie gar nicht alleine essen kann und sie sich daher wunderbar zum Teilen eignen.

Tung Lo Wan
Wan Chai, Hong Kong
  • Small
    Claus hat am kommentiert:

    sehr schöne bunte Motive!

Conny Small

Lantau Peak und Big Buddha

Am Sonntag haben wir eine schöne Wanderung gemacht und wir merken auch heute noch unsere Beine. Kein Wunder bei über 3000 Treppenstufen, die teilweise so hoch wie zwei normale Stufen sind. Aber die Aussicht hat sich allemal gelohnt, denn wie waren auf dem zweithöchsten Gipfel Hong Kongs – Fung Wong Shan (934 m). Der höchster Berg Hong Kongs ist der Tai Mo Shan, dieser ist nur 23 m höher. 

Beim Abstieg haben wir dem Tian Tan Buddha, die größte Buddhastatue unter freien Himmel, einen Besuch abgestattet und waren im Po Lin Vegetarian Restaurant essen. Dieses Restaurant gehört zum anliegenden Kloster. Auf dem gesamten Klostergelände ist es verboten nicht-vegetarische Kost oder alkoholische Getränke zu verzehren.


Po Lin Monastery
Islands, Hong Kong
Conny Small

University of Science and Technologies

Wie herrlich, da ist man am anderen Ende der Welt und wird von Johannes, er ist aus Jena, zu seiner WG-Party eingeladen. Außerdem hat er uns die University of Science and Technologies, dort studiert er, gezeigt. Diese Uni ist eine der führenden im internationalen Ranking und absolut sehenswert. Die Architektur erinnert zwar mit den ganzen Fliesen an ein Krankenhaus, aber die Einrichtung ist einfach der Hammer – Innenpool, Außenpool, ein Fußballplatz direkt am Meer, eigener Strand, eine noble
Bibliothek mit extra bequemen Sesseln und das beste: ein fantastischen Ausblick. Ich frag mich wie man da lernen kann – ich würde die ganze Zeit nur aus dem Fenster schauen. Mist, ich glaube wir haben eindeutig die falsche Uni gewählt :-)

Clear Water Bay
Sai Kung, Hong Kong
Conny Small

Die Märkte Hong Kongs

Hong Kong hat zahlreiche Märkte – den Flower Market, den Jade Market, den Gold Fish Market, den Ladies Market, den Night Market, den Elektronic Market, ...

Letzteres ist wirklich sehenswert. In Sham Shui Po gibt es ein Kaufhaus (Golden Computer Arcade), indem unglaublich vielen kleinen Ständen auf kleinsten Raum aneinandergereiht sind. Dort gibt es alles was das Elektronikherz begehrt – billig Spielkonsolen und Zubehör, Filme, Fernseher, sämtliche Arten an Kabeln, …

Die zwei größten seriösen Elektronikgeschäfte heißen Fortress und Broadway. Im zweiten habe ich nun endlich eine neue Kamera gefunden. Eines meiner ersten Bilder war der Schilderwald in Mong Kok.

Die restlichen Bilder sind auf dem Night Market entstanden und das letzte Foto zeigt kleine Zelte in denen jeweils Tarot-Karten gelegt werden oder aus der Hand gelesen wird.

Mong Kok
Yau Tsim Mong, Hong Kong
Conny Small

yǔsǎn = Regenschirm

Diese kleinen Gefährten sieht man bei nahezu jedem Wetter – kein Wunder, dass sie sogar einen eigenen Automaten haben. Denn Regenschirme sind hier nicht nur für die andauernden starken Regenfälle nützlich – nein sie werden auch als Schutz für starke Sonneinstrahlung verwendet. Dabei haben die „Honkies“ nicht Angst sich einen Sonnenbrand einzufangen - so wie ich ihn gerade habe – sondern um so weiß wie möglich zu bleiben. Weiße Haut zählt hier im fernen Osten scheinbar als Schönheitsideal. Selbst meine Zimmernachbarn (mit denen wir unglücklicherweise das Bad teilen) besitzen Duschgel mit „Whitening Effect“. Die spinnen, die Chinesen ;-)

Conny Small

Shek O Beach

Gestern waren wir das erste Mal am Strand. Ein echter Traum – eben noch zwischen den Hochhäusern und eine dreiviertel Stunde entfernt, hat man Sand unter den Füßen. Das Schwimmareal wird durch Hainetze vom offenen Meer abgetrennt. Ja ihr lest richtig: hier gibt es Haie!!! Ein wunderschöner entspannter Tag, den wir dann beim gemeinsamen Kochen ausklingen ließen. Leider haben wir uns einen gewaltigen Sonnenbrand eingefangen und dadurch wird schon das Rucksacktragen zur Qual.

Vorgestern haben wir uns nach Mong Kok verirrt, da meine Kamera unglücklicherweise den Geist aufgegeben hat. Entweder hat die Gute die hohe Luftfeuchtigkeit nicht vertragen, der Reiseadapter hat sie geschafft oder es ist einfach eine Alterserscheinung. Wer weiß, aber eine neue sollte nun schnell her. Leider wurde ich enttäuscht, das ersehnte Schnäppchen blieb aus und so muss ich über einen Neukauf erst ein paar Nächte schlafen.

Außerdem haben wir den Ladies Market unsicher gemacht. Demnächst folgt dann die Temple Street mit dem Night Market.

Shek O Village
Southern, Hong Kong
Conny Small

Lan Kwai Fong

So heißt die Partymeile schlechthin auf Hong Kong Island. Man trifft dort definitiv mehr Ausländer als Einheimische und kommt schnell mit Menschen aus anderen Nationen ins Gespräch. Auch wir haben uns schon zweimal innerhalb einer Woche ins Getümmel gestürzt und die Erfahrung gemacht, dass nach 00:30 Uhr keine MTR (so heißt die U-Bahn hier) mehr verkehrt. Beim ersten Mal machten wir noch den Fehler mit dem Taxi zurück zu fahren und bezahlten satte 15 €. Das kam uns auch soweit in Ordnung vor, da wir schließlich einen Tunnel passieren müssen. Vor den Tunneln ist jeweils eine Mautstelle, so wie man es auch aus Österreich oder Italien kennt. Beim zweiten Mal erzählte mir Eleanor jedoch, dass es auch eine billigere Alternative gibt – einen Minibus, der kostete im Vergleich nur 1/10. Die gebürtige Malaysierin Eleanor ist übrigens eine absolute Bereicherung für uns. Wir haben sie schon bei einem Besuch in Jena kennengelernt. Sie war der Buddy von einem ehemaligen Studenten eines höheren Jahrgangs, der das gleiche wie wir studierte. Ein Buddy wird jedem Austauschstudenten zugeteilt. Leider hatten wir drei mit unseren persönlichen Buddies kein Glück – die haben sich entweder nie gemeldet oder sind einfach nicht aufgetaucht. Dafür haben wir aber jetzt Eleanor – der wohl engagierteste Buddy von allen!

Für uns drei Mädels lohnte es sich an diesem Abend auf jeden Fall die Ladies Night in Lan Kwai Fong. Jede Frau bekommt ein bestimmtes angebotenes Getränk zum kostenlosen Verzehr und das kann sie bestellen sooft sie möchte – oder man wechselt einfach die Bar. Daniel dagegen musste bezahlen, aber ich glaube es war auch für ihn eine unvergessliche Nacht ;-)

Central
Central and Western, Hong Kong
Conny Small

„Es gibt niemals eine zweite Chance für den ersten Eindruck.“

Im Moment ist noch kein Alltag eingekehrt. Nach wie vor müssen wir uns an die Zeitumstellung, das Essen, Geld, Temperaturunterschiede und den Straßenverkehr gewöhnen.

Dennoch macht es unglaublich viel Spaß die verschiedensten Supermärkte zu durchforsten, um eigentümliche Produkte zu bestaunen und mit einem Kopfschütteln die überteuerten (westlich geprägten bzw. bekannten) Waren zu betrachten. --> Die Umrechnung für 10 Hong Kong Dollar ist in Etwa 1€. Obwohl der Umrechnungsfaktor so einfach ist, rechne ich ständig die
Beträge im Kopf um und will dadurch zu wenig oder manchmal auch zu viel bezahlen. Dabei sollte man wirklich aufpassen, wenn man am Markstand den nicht-engschlich-sprechenden Verkäufern beim Feilschen einen zu geringen Preis in Ihre Taschenrechner eintippt.
Probleme bereitet mir auch immer noch dieser Linksverkehr. Ständig schaut man in die falsche Richtung, wenn man über die Straße läuft. Aber seltsam ist das alle rechts laufen. Ich verstehe das nicht. Sogar die meisten Rolltreppen fahren rechts.

Hier darf man sogar in Laboren Essen und Trinken. Allerdings mussten wir einen Chemie- und Sicherheitstest für den Reinraum ablegen (sollte man in Deutschland auch einführen). Wobei der Begriff Reinraum wohl übertrieben ist – der sieht dreckiger aus als unser Zimmer beim Einzug^^

Wie eingangs schon beschrieben ist man ständig Temperaturwechseln unterzogen. Draußen ist es unglaublich warm und die Luftfeuchte sehr hoch, aber in sämtlichen Gebäuden fühlt es sich wie im Kühlschrank an und man braucht eine Jacke.

Deutschland vermisse ich im Moment nicht im Geringsten - aber so ein Stück Käse wäre sehr toll. Leider kann ich mit den nicht leisten. Na könnt ihr den Preis errechnen?

Conny Small

…und Berlin war wie New York – ein meilenweit entfernter Ort

Vorgestern hatten wir zwei Orientierungsveranstaltungen auf dem Campus und abends ging es bis in die Nacht hinein ans Putzen. Jacky und ich sind auf Knien gerutscht und nun sieht unser Zimmer einigermaßen bewohnbar aus. Außerdem haben wir endlich im vierten Anlauf in einem „7 eleven“ (das sind so kleine Lädchen, die gibt es überall) eine Prepaidkarte erstanden.

Gestern waren wir im Ikea und haben Kochutensilien, Bettwäsche, Knäckebrot, eine Brotbackmischung (ich vermisse schon jetzt das deutsche Brot) und einige Kleinigkeiten gekauft. Hach wie waren wir froh mal kurz auf richtigen Matratzen zu entspannen. 

Heute haben wir eine persönliche Führung unseres Kommilitonen, den wir somit schon aus der Heimat kennen, bekommen. Sam ist in Hong Kong, um seine Familie in den Ferien zu besuchen. Es war sehr interessant. Leider konnten wir nicht auf den Peak - die Warteschlange war einfach zu lang.

Conny Small

„Auch der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt.“ (Chinesische Weisheit)

Néi hóu,

Die ersten Tage im fernen Osten haben begonnen. Unser Abenteuers ist ein Auslandspraktikums im Rahmen unseres Masterstudiums (Studiengang "Scientific Instrumentation"). Zwei meiner Kommilitonen (Daniel und Jacky) von der Ernst-Abbe-Fachhochschule Jena und ich sind gemeinsam am 28. August 2013 am Frankfurter Flughafen mit dem Flieger BA 913 um 19:40 Uhr gestartet. Die erste 1.5-Stunden-Flugstrecke führten uns nach London Heathrow, wo wir nach weiteren eineinhalb Stunden Aufenthalt einen Direktflug (BA 27) nach Hong Kong antraten. Nach einer ungefähren Flugzeit von 12 Stunden sind wir insgesamt (mit der Anreise zum Frankfurter Flughafen und vom Hong Kong Airport zum Studentenwohnheim) weit über 24 Stunden unterwegs gewesen.

Doch trotz fehlendem Schlaf und eines unappetitlichen Frühstücks im Flugzeug, waren wir bei der Ankunft putzmunter und haben die ersten Tage weder viel gegessen noch geschlafen. Irgendwie habe ich mir diesen sogenannten Jetlag etwas anders vorgestellt.