Mit dem Rucksack durch Peru und Bolivien

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Bizzo Missing

VORWORT

Nur noch 33 Tage! Wie die Zeit vergeht! Bereits vor zwei oder drei Jahren kam Erika, inspiriert durch den Reisebericht einer Freundin, auf die Idee nach Peru und Bolivien zu reisen. Mich musste sie nicht lange überzeugen, da ich mir für mein kurzes Leben ein ehrgeizige Ziel gesetzt habe: Die Bereisung sämtlicher Länder unseres Planeten! Also, nichts wie hin! Gescheitert ist unser Vorhaben zunächst an den finanziellen Möglichkeiten, aber mittlerweile sind unsere Konten so prall gefüllt, dass unsere Traumreise am 30.05.2013 endlich stattfinden kann. Yeah!

Was haben Peru und Bolivien zu bieten? Aus heutiger Sicht kann ich diese Frage natürlich noch nicht beantworten, aber dennoch habe ich gewisse Vorstellungen und Erwartungen an diese beiden wunderschönen Länder. Ich freue mich in erster Linie auf die einzigartigen Sehenswürdigkeiten wie Machu Picchu, Titicacasee und Salar de Uyuni, aber auch auf die extreme Natur und die gewaltigen Höhen. Insgesamt erwartet uns eine völlig unterschiedliche Kultur und Lebensweise, die wir einfach erleben möchten.

Warum eine selbstorganisierte Rucksackreise und kein Pauschalurlaub? Ehrlich gesagt kann ich mir nichts Schrecklicheres vorstellen als eine Reise mit vorgegebenen Essens-, Besichtigungs- und Schlafenszeiten. Es macht einfach mehr Spaß, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen und zu organisieren. So stelle ich mir jedenfalls ein richtiges Abenteuer vor!

Wie läuft die Organisation? Bereits im Vorfeld haben wir eine feste Reiseroute ausgearbeitet sowie mögliche Hotels/Hostels und Transportmöglichkeiten herausgesucht. Im Wesentlichen hat uns die GEO Spezial Ausgabe "Peru und Bolivien - Die neue Welt der Inka" als Vorlage gedient. Wesentlicher Bestandteil einer Rucksackreise ist natürlich der Rucksack: Ich habe mir den 'Tatonka Yukon 50 für Männer' und Erika hat sich den 'Deuter Competition 55+10 SL für Frauen' zugelegt. Was die Biester wirklich taugen, wird sich zeigen, aber bisher bin ich restlos begeistert! Was Impfungen angeht sollte man die Standardimpfungen für Deutschland haben und sich zusätzlich gegen Gelbfieber und Hepatitis A impfen lassen. Wir werden uns zwar nicht in einem Gelbfieber gefährdeten Gebiet aufhalten, aber man liest immer wieder, dass bei der Einreise nach Bolivien ein Gelbfieber-Impfnachweis verlangt wird.

#Bizzo


Ich freue mich auch riesig auf unser Abenteuer! Hatte neulich schon Tränen in den Augen, als ich Peru- und Bolivienbilder gesehen habe und mir bewusst wurde: Wenn alles gut geht, dann darf auch ich das alles sehen. Kein Wunder, Peru und Bolivien sollen zu den naturstärksten/beeindruckendsten Ländern der Welt zählen. Da treffen Hitze und Kälte, Höhen und Tiefen sowie Dschungel, Wüste und Salzlandschaften aufeinander.

Südamerika - wir kommen!

#Erika

Cologne
North Rhine-Westphalia, Germany
Bizzo Missing

TAG 1 - ANKUNFT IN LIMA

  • 4 Uhr morgens aufstehen, Rucksack gepackt (16 kg)
  • Ankunft am Düsseldorfer Flughafen. In der Bahn auf Partyleichen gestoßen: "Die Party ist vorbei, Freunde!"
  • Kurzflug nach Amsterdam. Cooler Flughafen (Aquamassagen, Fußpflegefische, etc.). "Doll, doll, doll!"
  • Flug nach Lima (12 Std.). Perfekter Service (Essen und Trinken im Stundentakt, Filme: Life of Pi, Gangster Squad)
  • Ankunft in Lima. Keine Zollkontrolle, da der Zufallsgenerator (Hot Bottom) den Pfeil grün färbte. Glück gehabt! Transfer steht bereit. Autofahrt als erstes Abenteuer (Auto fahren in Lima ist Millimeterarbeit). Unser Fahrer ist ein Held. Lima zeigt sich von seiner hässlichsten Seite. Erster Eindruck: Keine schöne Stadt!
  • Ankunft im Hotel Runcu. Macht einen vernünftigen Eindruck. Nach fast 24-stündiger Reise ab ins Bett!

Lima
Lima Metropolitan Area, Peru
Bizzo Missing

TAG 2 - EINEN TAG IN LIMA

  • Aus dem Wasserhahn kommt rot-braunes Wasser, aber sonst ist alles cool!
  • Frühstück wird im obersten Stock mit Blick auf Lima/Miraflores eingenommen. Es gibt Rührei und Tamal (mit Geflügel gefüllte Maispampe). Draußen herrscht dichter Nebel (typisch für Lima). Der Blick vom Balkon nach draußen wirkt ein wenig unheimlich. Hohe Luftfeuchtigkeit. Es riecht nach verbrannten Kabeln.
  • Erster Erkundungsgang durch Miraflores. Wir wollen es ruhig angehen lassen (nicht zuviel Sightseeing). Sehen uns den Indian Market und danach den Kennedy Park an. Hier wimmelt es von zutraulichen Katzen. Trotz meiner Schwäche für diese Tiere, fasse ich keine an (wer weiß was die Biester für Krankheiten übertragen). Dann zum Highlight der Stadt: Die Küste. Hier zeigt Lima sich von seiner schönsten Seite. Es gibt Aussichtsplattformen, Surfer und ich teste meine erste Inka Cola. Schmeckt wie flüssiges Kaugummi, ist hier aber beliebter als Coca Cola. Anschließend gehen wir Essen. Um zwei Uhr Mittags gönnen wir uns den ersten Pisco Sour, der es in sich hat (eine Art Cocktail, gilt hier als Nationalgetränk). Die Bedienung meint: "Wenn man zwei davon getrunken hat, dann tanzt man auf dem Tisch!"
  • Morgen geht es schon weiter nach Ica. Wir besorgen uns schon einmal das Busticket.
  • Mit dem Taxi zurück ins Hotel. Der Fahrer kennt sie alle: Podolski, Schweinsteiger, Schalke Cero Cuatro. Ich bin begeistert. Wir sind so müde, dass wir nichts besonderes mehr unternehmen. Die Kräfte gut einteilen. Morgen geht die Reise weiter!
  • Trotz der ganzen Angstmacherei, haben wir uns immer sicher gefühlt. An jeder Ecke gibt es Ordnungshüter. Die Stadt ist nicht gerade schön, aber die Bewohner sind offen und zuvorkommend (guter Service). Ein optimaler Start für unsere Reise.

Lima
Lima Metropolitan Area, Peru
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TAG 3 - LAGUNA HUACACHINA (ICA)

  • Ausgeschlafen. Erika hat 15 Stunden durchgeschlafen.
  • Nach dem Frühstück (heute war es nicht so neblig) auschecken und mit dem Taxi zur Busstation "Cruz del Sur". Beste Busgesellschaft in Peru. Sicher, sauber, komfortabel. Wir werden aus Sicherheitsgründen gefilmt.
  • Auf dem Weg sehen wir die schöne Küste und die nicht so schönen Slums. Häuser sind oft nicht fertig gebaut. Insgesamt wirkt die Küstenregion trocken.
  • Ankunft in Ica (nach gut 4-stündiger Fahrt). Wir kaufen direkt das Ticket für die nächste große Reise nach Cusco am Montag. Ein junger Peruaner nimmt uns mit seinem kleinen Flitzer mit zur berühmten Oase Huacachina.
  • Ankunft in der Oase. Wow! Wir buchen uns ins schöne Hotel Suize ein.
  • Super schön hier! Es gibt einen Pool und wir sind umgeben von riesigen Sanddünen. Nice! Urlaubsstimmung kommt auf.
  • Abkühlung im Pool, dann hoch auf die Dünen. Anstrengend, aber toller Ausblick. Um uns herum fahren Sandbuggies und Sandboarder. Das nehmen wir uns für den nächsten Tag auch vor.
  • Abends gehen wir essen: Pisco Sour und Burger für mich, Ceviche (roher Fisch) für Erika im Huacafuckinchina. Ob das gut geht?
  • Das war ein schöner Tag.

Ica
Ica, Peru
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TAG 4 - DRAMA IM PARADIES

  • Erika beklagt sich über Bauchschmerzen. Sie verflucht das Ceviche von gestern. Sie bleibt erstmal im Bett liegen.
  • Ich mache mir einen schönen Vormittag: Pool-Aktion, Dünenbesteigung, etc. Hier ist es wie im Paradies!
  • Erika will zwecks schneller Genesung ins Krankenhaus nach Ica. Meine Stimmung schlägt um. Scheiße!
  • Kulturschock Krankenhaus! Keiner spricht Englisch. Fühle mich hilflos. Zahle ca. 10 € und bekomme dafür eine Plastiktüte voll mit Kochsalzlösungen und Zugängen. Mir wird schlecht! Erkläre Erika, dass ich Bedenken wegen der Hygiene habe und schlage vor von hier zu verschwinden. Wir wollen hier raus. Keiner versteht uns. Erika fällt in Ohnmacht. Ich gerate in Panik! Erika wird stabilisiert und bekommt ihren Zugang. Sie erhält irgendeine fragwürdige Medizin und 2 Liter Kochsalzlösung, dann dürfen wir endlich gehen. Absolute Grenzerfahrung!
  • Kurze Zeit später geht es Erika Gott sei Dank schon wesentlich besser. Sie bekommt im Hotel eine Hühnersuppe und ich ein spitzen Geflügelsteak. Wenigstens etwas.
  • Erika schläft. Ich erklimme am Abend die höchste Sanddüne unserer Gegend. Mega anstrengend, aber der Ausblick ist unfassbar. Freiheit pur! Durchatmen! Schock verdauen!
  • Was für ein Tag!

Ica
Ica, Peru
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TAG 5 - ADIOS HUACACHINA

  • Erika geht es besser. Puh! Unternehme trotzdem alleine einen Kurztrip zu den Ballestas Inseln. Sie hat aber nicht viel verpasst. Es gibt Felsen voller Vögel, Pelikane und Seelöwen zu sehen. Alles ganz schön und nett, aber auch nicht mehr.
  • In der Oase gehen Erika und ich vegetarisch essen. Uns wird das Hostel einer netten Engländerin empfohlen, die ausschließlich leichte, schmackhafte Kost anbietet. Ihre kleine Tochter und ihr Hund bespaßen uns. Ich zeige dem Mädchen einen Kartentrick, sie verbessert mein Englisch. Super Atmosphäre!
  • Sandboarden und Buggyfahren fallen leider flach. Erika ist traurig, aber wir wollen wegen ihres Magens kein Risiko eingehen.
  • Wir checken aus und begeben uns zur "Cruz del Sur" Busstation. Mit dem Luxus-Nachtbus geht es nach Cusco. Wir haben eine 18-stündige Fahrt vor uns! Gute Nacht!
  • Huacachina ist ein Traum. Hier fühlt man sich eigentlich wie in einem typischen Touristenurlaub, aber die Sanddünen machen den Unterschied. Sowas sieht man nicht alle Tage. Auch hier waren die Einheimischen immer freundlich und zuvorkommend.

Ica
Ica, Peru
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TAG 6 - CUSCO

  • Konnten im Bus relativ gut schlafen, hatten nämlich tolle Sitze, die fast wie Betten waren.
  • Krass! Morgens werden wir vom Anblick der beeindruckenden Berglandschaften geweckt. Wir befinden uns bereits auf ca. 3000 Metern Höhe. Die Fahrt durch die Serpentinen macht einen schwindelig. Wie eine spannende Achterbahnfahrt.
  • Kurz vor Ankunft müssen wir aufgrund einer Straßensperre hoch oben in den Anden für etwa eine halbe Stunde einen Zwangsstopp einlegen. Einheimische bieten uns Essen und Trinken am Straßenrand an. Erika bekommt einen riesigen Maiskolben und ich trinke zum ersten Mal ein selbstgebrautes Mais-Bier. Sehr schmackhaft. Das geht in den Kopf.
  • Cusco macht einen guten Eindruck. Kein Vergleich zur Küstenregion und den Slums auf dem Weg hier hin.
  • Checken ins verrückte Loki-Hostel ein. Hier gibt es alles was das Backpacker-Herz begehrt: Riesen-Bar, leckeres Essen und bekloppte Engländer (die gibt es anscheinend überall).
  • Die 4000 Meter Höhe spüren wir direkt in unseren Köpfen. Man bekommt schlecht Luft, man fühlt sich ein wenig high. Uns wird empfohlen Coca-Tee zu trinken. Gesagt getan!
  • Buchen bereits heute die Inka-Jungle-Trail-Tour für den kommenden Donnerstag (4 Tages Aktion-Tour).
  • Abends spazieren wir in die Stadt und probieren Alpaka-Pullis an (gar nicht schlecht). Cusco hat ein cooles Flair! Gefällt uns sehr gut.

Cuzco
Cusco, Peru
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TAG 7 - ZWEI TOURIS IN CUSCO

  • Mittags ins Zentrum von Cusco. Hier gibt es einen schönen Platz mit all den typischen Touristenfallen, die man sich so vorstellen kann (z.B. Foto machen mit armen peruanischem Mädchen mit Alpaka-Baby auf dem Arm).
  • Gehen auf Empfehlung von unserem Reiseführer (Marco Polo) in einem guten Restaurante essen, wo es u.a. Alpaka und Meerschweinchen zu essen gibt. Haben wir aber erstmal nicht probiert. Die armen Muckis!
  • Wollen in kürzester Zeit so viel wie möglich von der Stadt sehen, treten also bewusst in die Touri-Falle: Busrundfahrt. Highlights der Tour: Zwei lustige Schwedinnen (insgesamt sind wir die einzigen Gäste auf dieser Tour) und der Blick von der Christus-Statue (wesentlich kleiner als in Rio) auf die ganze Stadt. Wow!
  • Nächste Mission: Shopping! Kaufen landestypische Alpakakleidung (den Kram gibt es hier an jeder Ecke in allen Farben und Formen).
  • Der Markt von Cusco bietet eine Fülle von exotischen Waren wie etwa getrocknete Alpaka-Babys. Die Frauen haben kleine mobile Garküchen und bieten selbst gekochte Speisen an. Von dem Zeug halten wir lieber Abstand!
  • Am Abend zurück ins verrückte Loki-Hostel und einen Snack an der Bar einnehmen. Heute Abend ist das Motto: Saufspiele. Uns fällt ein besoffener Typ auf bekleidet mit einem Tiger-Top und einer riesigen orangen Schlumpfmütze.
  • Morgen geht schon der Inka-Jungle-Trail los. Wir treffen unseren Guide Amoroso (ein echter Inka), der uns nochmals alle wichtigen Details der Reise mitteilt. Wir sind so gespannt!

Cuzco
Cusco, Peru
Bizzo Missing

TAG 8 - INKA JUNGLE TRAIL I

  • Ab gehts! 4-Tages-Tour mit Ziel: Machu Picchu! Um 6:30 Uhr treffen wir unsere Gruppe, die aus ca. 12 Leuten besteht und der Typ mit der Schlumpfmütze ist natürlich auch mit am Start (das geht ja gut los).
  • Wir werden mit dem Bus auf den Berg Malaga gefahren (4300 Meter Höhe). Sind so hoch, dass wir uns in den Wolken befinden. Wie im Himmel! Von hier aus geht es mit dem Mountain-Bikes 3 Stunden die Serpentinen entlang abwärts (auf nur noch 1100 Metern Höhe). Super cool! Schlagartig ändern sich Temperaturen und Wetter abhängig von der Höhe in der man sich gerade befindet. Das Ganze ist eine ziemliche Sauerei, da man immer wieder durch kleine Bäche fahren muss. Nasse Ärsche sind vorprogrammiert, aber es macht einen riesen Spaß!
  • Am Ziel angekommen gibt es Lunch, dann gleich weiter zum Rafting (Erika hat mich überredet). Das Team, das uns betreut ist cool drauf. Mir wird ein wenig unwohl, als uns erklärt wird wie man sich verhalten soll, falls jemand über Bord geht (warum sollte das passieren?). Zu viele Infos, die ich mir nicht merken kann. Die Fahrt geht gut zur Sache. Ich sitze ganz vorne und bekomme ständig Wasser in die Fresse. Geil! Später erfahren wir, dass es im November auf diesem Fluss einen schweren Unfall gab, bei dem aber ein Billig-Unternehmen beteiligt gewesen sein soll. Naja, nochmal Schwein gehabt!
  • Am Abend  erreichen wir das Hostel in Santa Maria. Es ist winzig und es gibt kein warmes Wasser, aber sonst ist es ganz in Ordnung. Erika und ich bekommen eine Extrabehandlung, da wir das einzige Pärchen sind (dürfen in einem Doppelzimmer schlafen).
  • Beim gemeinsamen Abendessen stimmt uns Amoroso auf den nächsten Tag ein. Morgen wird gewandert. Wir sind gespannt!

Cuzco
Cusco, Peru
Bizzo Missing

TAG 9 - INKA JUNGLE TRAIL II

  • Um 7:30 startet unsere 8-stündige Wanderung (ca. 22 km) durch den Dschungel. Es ist sonnig und es wird uns geraten stündlich unser Mosquitospray und Sonnencreme zu benutzen. Die Umgebung ist beeindruckend. Hier wächst alles: Kaffee, Avocados, Orangen und Coca. Amoroso erklärt uns wie man Coca richtig kaut und wie Kokain hergestellt wird. Der Weg ist anstrengend, aber zwischendurch erreichen wir immer wieder kleine Häuschen der Einwohner, die uns für kleines Geld Getränke und Snacks anbieten. In der Küche einer Familie sieht man sogar einen Stall voller Meerschweinchen. Lecker!
  • Atemberaubende Aussichten hoch oben in den Anden werden uns geboten und wir kommen in den Genuss auf den echten Inka Pfaden zu laufen. Mega cool!
  • Ein Fluss wird mit Hilfe eines an einem Draht befestigten Käfigs überwunden. Es gibt keinerlei Sicherungen (man ist 25 Meter hoch), aber das macht die Sache nur noch aufregender.
  • Nach einem anstrengenden, aber unvergesslichen Tag gibt es das perfekte Finish: Baden in einer heißen Quelle! Eine Wohltat für die geschundenen Knochen. Nice!
  • Schließlich geht es mit dem Auto ins Hostel nach Santa Teresa. Ein super Tag!
  • Am nächsten Morgen erfahren wir, dass der verrückte Engländer mit der Schlumpfmütze sich die Kante gegeben hat und schlussendlich um 2 Uhr Nachts in dem Haus eines Einheimischen gefunden wurde. Er saß da mit einem Teller voller Essen. Die Frau des Hauses hatte ihn bekocht.

Cuzco
Cusco, Peru
Bizzo Missing

TAG 10 - INKA JUNGLE TRAIL III

  • Heute ist wieder Aktion angesagt: Die Zip-Lines. Fünf Seile sind zwischen die Berge gespannt und wir fahren an diesen herab. Adrenalin pur, da die Seile 250 Meter hoch sind und man bis zu 80 km/h schnell wird. Zum Abschluss überqueren wir noch eine ziemlich wacklige Hängebrücke in ähnlich schwindelerregender Höhe wie die Zip-Lines.
  • Dann wird wieder 3 Stunden entlang von Gleisen gewandert. Ziel: Aguas Calientes (der Ausgangspunkt für die Besteigung des Machu Picchu). Auf dem Weg kann man den Berg mit der geheimnisvollen Inka-Stadt schon erkennen. Man bekommt Gänsehaut bei dem Gedanken daran, dass wir schon morgen mit dem Anblick dieses Weltwunders belohnt werden. Ich finde es cool, dass wir uns dieses Highlight hart erarbeiten müssen und nicht einfach nur mit Zug ans Ziel fahren, sondern in der Gruppe mit dem Fahrrad, dem Boot, zu Fuß und mit den Zip-Lines eine 4-tägige Reise auf uns nehmen.
  • Ankunft in Aguas Calientes. Endlich sind wir da und checken ins Hostel ein. Hier wimmelt es vor Touristen und aus diesem Grund wollen wir morgen bereits um 4 Uhr aufstehen, um die ersten auf dem Machu Picchu zu sein.

Cuzco
Cusco, Peru
Bizzo Missing

TAG 11 - MACHU PICCHU

  • 4 Uhr morgens: Zeit zum Aufstehen! Wir begeben uns auf den Weg hoch zum Machu Picchu. Wer denkt, dass es jetzt nicht mehr weit ist, hat sich geschnitten. Wir müssen bestimmt 1000 Stufen (Inka-Fahrstuhl) erklimmen, um zum Einlass zu gelangen. Der Schweiß läuft in Strömen. Die erste Hälfte war schrecklich, dann kam man aber in einen gewissen Rhythmus. Unfassbar!
  • Amoroso empfängt uns am Eingang und wird uns durch die Inka-Stätte führen. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl diese berühmte Stadt zum ersten Mal zu sehen. Gänsehaut pur! Amoroso hat spannende Geschichten für uns auf Lager und führt uns durch die einzelnen Räume mit ihren Sehenswürdigkeiten. Kulturgeschichte die Spaß macht.
  • Nach der Führung heißt es Abschied nehmen. Amoroso hat uns auf der ganzen Tour immer als seine Familie bezeichnet und jetzt haben wir einen Vater verloren. Amoroso war der beste Guide den man sich vorstellen kann und die Tatsache, dass er selbst Inka ist, hat das Ganze noch echter wirken lassen. Insgesamt ist die Gruppe von Tag zu Tag immer mehr zusammen gewachsen, aber viele von den Leuten werden wir morgen im Loki-Hostel sicher noch einmal wieder sehen.
  • Die offizielle Tour ist beendet. Ziel erreicht? Nein! Obwohl wir schon jetzt komplett am Ende unserer Kräfte sind, entschließen wir uns den Machu Picchu Mountain zusätzlich zu besteigen. Vor uns liegen 1,5 Stunden Aufstieg vom Feinsten. Warum tun wir uns das an? Für das perfekte Foto? Für die Ehre? Wir wissen es nicht, wir gehen einfach los. Ich kann nicht mit Worten beschreiben wie anstrengend dieser Aufstieg und der anschließende Abstieg waren (wir standen mal wieder kurz vor der Ohnmacht), aber der Ausblick vom Gipfel ist einmalig. Oben treffen wir noch zwei weitere Jungs unserer Gruppe (ein Deutscher und ein Schwede), denen man den großen Durst und Hunger an ihren Gesichtern ablesen konnte (sie wirkten wie zwei streunende Straßenhunde). Wir teilten unsere Vorräte mit ihnen und hatten ein schönes Picknick mit einem tollen Blick auf die umliegenden Berge und natürlich auf die verlassenen Inka-Ruinen.
  • Der Heimweg steht an: Mit dem Zug, Bus und Taxi. Im Zug lief irgendeine schräge Show mit einer Folklore-Figur, peruanischer Musik und einer Modenschau ab. Wir waren zu müde, um das Ganze zu realisieren. Im Loki-Hostel angekommen. Eingeschlafen. Wer weiß, ob wir je wieder aufwachen?

Cuzco
Cusco, Peru
Bizzo Missing

TAG 12 - BACK TO LOKI

  • Ausgeschlafen, fühle mich aber ein wenig erkältet. Beschließe heute nicht mehr zu laufen und den Tag im Loki zu verbringen. Das Loki-Hostel in Cusco ist einfach nur spitze. Hier könnte ich Monate verbringen und mein ganzes Geld für Bier und Burger ausgeben.
  • Während ich meine Wunden lecke, organisiert Erika alles Nötige für die weitere Reise. Sie bucht für heute Abend eine Busfahrt nach Copacabana (Titikakasee, Bolivien). Außerdem gibt sie unsere dreckige Wäsche in die Wäscherei. Eine tolle Frau!
  • Frühstücken, ausruhen, Burger essen. Entspannung ist angesagt!
  • Fahren zur Busstation und begeben uns auf die Nachtfahrt nach Bolivien. Auf Wiedersehen Peru. Du hast uns sehr gut gefallen.

Cuzco
Cusco, Peru
Bizzo Missing

TAG 13 - COPACABANA

  • Die Busfahrt war ein wenig kühl. Nicht gut für meine Erkältung. Unterwegs lernen wir ein nettes Mädchen aus Leverkusen kennen (Gemma), die uns die nächsten Tage begleiten wird. Bisher dachte ich, dass in Leverkusen ausschließlich seelenlose Roboter, die für Bayer arbeiten, leben, aber sie hat mich eines Besseren belehrt.
  • Grenzgänger: Wir verlassen den Bus und müssen zu Fuß die peruanisch-bolivianische Grenze passieren. Willkommen in Bolivien!
  • In Copacabana angekommen buchen wir uns für eine Nacht in das gemütliche Hotel La Copula ein.
  • Auffällig sind die günstigen bolivianischen Preise. Für ein ausgiebiges, gutes Essen zahlt man nur wenige Euro.
  • Copacabana macht einen guten Eindruck. Man befindet sich direkt am Titikakasee und fühlt sich wie in einem Ferienort.
  • Wir beschließen einen kleinen Ausflug mit dem Boot zu den Floating Islands zu unternehmen. Das sind auf dem Wasser schwimmende Schilfbehausungen der Einheimischen. Die berühmten Schilfboote bekommen wir ebenfalls zu Gesicht.
  • Am Abend gehen wir essen. In unserem Hotel gibt es ein Restaurant, das bei den Touristen anscheinend sehr beliebt ist. Die Ladies bestellen sich Fondue und ich ein Filet-Mignon für lächerliche 6 Euro. Das Essen ist großartig und wir sind uns einig: Dies ist der gelungene Abschluss eines schönes Tages.

Copacabana
Tarija, Bolivia
Bizzo Missing

TAG 14 - ISLA DEL SOL

  • 7:30 aufstehen: Es regnet wie aus Eimern! Tolle Trockenzeit! Um 8:30 geht unsere Fähre zur Isla del Sol und unsere Stimmung ist aufgrund des Wetters angeschlagen.
  • Um 10:30 erreichen wir die Insel und wie durch ein Wunder scheint wieder die Sonne. Die Insel ist traumhaft schön. Hier gibt es tolle Aussichten, alte Inka-Ruinen und Tiere wie Schweine und Esel. Wir haben das Glück bei einem traditionellen Volksfest zusehen zu dürfen. Die Einheimischen vollziehen in landestypischer Tracht einen lustigen Tanz zu rhythmischer Blasmusik. Bolivien scheint was Kultur und Tradition angeht noch intensiver zu sein als Peru.
  • Zurück auf dem Festland begeben wir uns zur Busstation, um heute Abend noch La Paz, den höchsten Regierungssitz der Welt (etwa 4000 Meter hoch), zu erreichen.
  • Nach halb zurückgelegter Strecke müssen wir plötzlich aussteigen, da der Bus ein Gewässer überqueren muss. Wir setzen derweil mit einem separaten Boot über. Alles ein bisschen unheimlich.
  • In La Paz angekommen suchen wir ein Taxi in Richtung Loki-Hostel. Gemma hatte uns zuvor schon ein wenig Angst gemacht, da sie von Fake-Taxifahrern berichtete, die einen kidnappen und ausrauben. Außerdem soll La Paz die gefährlichste Stadt auf unserer Route sein. Am Busterminal spricht mich ein Einheimischer an und fragt, ob wir nicht gemeinsam das Taxi vor uns nehmen wollen (ein ganz normales Auto). Ich lehne dankend ab. Das geht ja gut los!
  • Ankunft im Hostel. Alles ist gut gegangen. Keine Entführung. Einchecken. Schlafen gehen.

Copacabana
Tarija, Bolivia
Bizzo Missing

TAG 15 - LA PAZ

  • Fühle mich immer noch erkältet und beschließe nichts Besonderes zu unternehmen.
  • Lege mich schlafen bis Erika ins Zimmer kommt und berichtet, dass es mit unserem Zimmer ein Missverständnis gegeben hat und wir für die zweite Nacht in ein 6-Bett-Mixed-Dorm wechseln müssen. Zum kotzen. Ich hasse fremde Menschen! Schluss mit der Gemütlichkeit.
  • Wir ziehen um und ich schlafe bis 16 Uhr. Erika und Gemma sind derzeit in La Paz shoppen.
  • Habe Hunger und begebe mich in die Bar. Das Loki in La Paz ist von der Organisation so aufgebaut wie in Cusco, nur das Design ist ganz anders. Wir befinden uns in eine Art Herrenhaus, das Ganze hat etwas von einer Harry-Potter-Kulisse.
  • Am Abend treffe ich meine beiden Ladies wieder. Sie haben ihren Trip unbeschadet überstanden. Wir gehen im Loki essen und dann schlafen.

La Paz
La Paz, Bolivia
Bizzo Missing

TAG 16 - PLANÄNDERUNG

  • Fühle mich besser. Zwischendurch muss man sich einfach mal schonen.
  • Schock am Morgen! In Uyuni und Umgebung soll ein ungewöhnlicher Schneesturm wüten, der unsere geplante 3-Tages-Tour rund um den Salar de Uyuni unmöglich macht. Es werden lediglich 1-Tages-Touren angeboten. Erika ist am Boden zerstört (ich sehe das alles nicht so dramatisch). Wir einigen uns auf die folgende Planänderung: Durch die nun dazugewonnene Zeit fahren wir heute Abend gemeinsam mit Gemma nach Sucre, die Hauptstadt und wohl schönste Stadt Boliviens, und erst dann nach Uyuni.
  • Gemma nimmt uns Mittags mit zu einer Free-City-Walking-Tour durch La Paz. Zwei gebürtige La Pazerinnen (?) zeigen uns ihre Stadt. Wir gehen unter anderem durch den Markt der Stadt. Der Verkauf auf der Straße hat Tradition in Bolivien. Die alten Frauen der Verkaufsstände sind Touristen gegenüber nicht so freundlich. Macht man ungefragt ein Foto von ihnen, kann es vorkommen, dass mit faulen Eiern beziehungsweise Fischen nach einem beworfen wird. Weiter sehen wir den Hexenmarkt mit irgendwelchem Woodoozeug und getrockneten Jungtieren, die beim Bau eines Hauses in das Fundament mit verbaut werden (als Opfergabe). Insgesamt war die Tour ganz cool (nicht nur weil sie umsonst war).
  • Kurz vor der Busfahrt nach Sucre gehen wir noch schnell was essen. Unsere Tourguides empfehlen uns das Pollo Copacabana. Eine Art KFC Boliviens. Spitzen Geflügel. In Bolivien gibt es keinen McDonalds und das ist der Ersatz.
  • Im Bus nach Sucre machen wir kurz halt in El Alto, das Ghetto von La Paz. Ich hab selten so viel Elend auf einem Haufen gesehen. Ein Irrer kloppt von außen an meine Scheibe und beschimpft mich, ein Blinder und ein armes Kind kommen bettelnd in den Bus und hinter mich setzt sich eine alte bolivianische Oma (in Tracht), die ihre Hand stets nur wenige Zentimeter von meinem Kopf entfernt ablegt. Was für eine Freak-Show. Ich bin froh als wir hier weg sind.
  • Die Nacht im Bus verläuft unruhig. Irgendwas stimmt mit dem Getriebe nicht.

La Paz
La Paz, Bolivia
Bizzo Missing

TAG 17 - SUCRE

  • Der Bus bleibt in Potosi stehen (3 Stunden vor Sucre). Müssen das Gefährt wechseln. Irgendwann kommen wir endlich an. Ganz schön anstrengende Fahrt. In Bolivien kommt man nur sehr langsam ans Ziel.
  • Um wieder ein bisschen Kraft zu tanken, buchen wir uns in ein schönes Hotel mit Pool ein. Sucre (die weiße Stadt) ist viel angenehmer als La Paz. Hier muss man nicht ständig Angst um sein Leben haben und kann herrlich entspannen.
  • Legen uns an den Pool und gehen wie immer gemeinsam Abendessen. Finden ein nettes Restaurant, dass anscheinend auch im Lonely Planet angepriesen wird. Hier sitzen ausschließlich Gringos, aber Atmosphäre und Qualität sind ausgezeichnet.
  • Wir sind müde und gehen ratzen.

Sucre
Chuquisaca, Bolivia
Bizzo Missing

TAG 18 – DIE WEIßE STADT

  • Nach dem Frühstücksbuffet (eine Auswahl an trockenen Gebäckteilchen) Erkundungstour durch Sucre.
  • Die Straßen waren teilweise wegen eines Autorennens quer durch die Stadt gesperrt. Ein lokales Großereignis. Getunte Rennwagen schießen mit einer Wahnsinnsgeschwindigkeit durch Sucre. Spektakulär!
  • Sucre scheint seinem Ruf, was Flair und Schönheit angeht, gerecht zu werden. Die übrigen Städte Boliviens (jedenfalls die, die wir gesehen haben) können hier nicht mithalten. Kirchen und Häuser sind anständig zu Ende gebaut und zum Großteil weiß verputzt. Putzig!
  • Rund ums bunte Zentrum sind aufgrund des Rennens verschiedene Fressstände aufgebaut, an denen Familien selbst zubereitete Speisen anbieten. Eine Art Stadtfest.
  • Treffen uns mittags mit Gemma um gemeinsam die Tour zum Salar de Uyuni unter Dach und Fach zu bringen. Buchen aus Zeitgründen nur eine 2-, Gemma eine 3-Tages-Tour (anscheinend ist dies wieder möglich). Uns wird versichert eine qualitativ hochwertiges Gesamtpacket erworben zu haben. Glückwünsch! Mal abwarten!
  • Zu dritt gehen wir zu einem netten Aussichtspunkt und genießen von oben den Blick auf die Umgebung.
  • Ein Wort zu Erika und Gemma: Es ist natürlich angenehm gleich zwei junge Ladies an meiner Seite zu haben, jedoch geht mir ihre Kaufsucht zunehmend auf den Keks. Egal an welchem Geschäft oder Stand man vorbeigeht, es wird überall geschaut, diskutiert und gekauft. Für mich heißt es: Warten, warten, warten...

Sucre
Chuquisaca, Bolivia
Bizzo Missing

TAG 19 – VON SUCRE NACH UYUNI

  • Auf den Busbahnhöfen hört man schon die Frauen, die Werbung für ihr Unternehmen machen, schreien: „Potosi, Uyuni, Potosi, Uyuni!“ Diese hohen, schrillen Stimmen sind ganz schön nervig.
  • Die Fahrt nach Uyuni beinhaltet einen 3-stündigen Aufenthalt in Potosi. Auf der Fahrt dorthin müssen ein bolivianischer Mann und seine kleine Tochter stehen (3 Stunden lang!). Versorgen die Kleine mit Süßigkeiten (sie saut sich vor Freude von oben bis unten mit Zucker und Speichel ein).
  • Ankunft in Potosi: Fahren mit dem Taxi ins Zentrum und picknicken. Die Stadt ist für ihren Bergbau bekannt. Von weitem entdecken wir jenen großen Berg in dem heute noch unter härtesten Arbeitsbedingungen Reste von Silber zu Tage getragen werden.
  • Weiterfahrt nach Uyuni. Ankunft um 23:30. Es ist eiskalt (-5 Grad). Checken im Hotel Julia ein (Charmefaktor gleich 0).

Potosi
Potosi, Bolivia
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TAG 20 – SALAR DE UYUNI I

  • Uyuni präsentiert sich wie eine Geisterstadt: Leere, breite Straßen, unfertige Gebäude, hässlich. Die Stadt existiert wahrscheinlich nur wegen dem weltberühmten Salar ganz in der Nähe.
  • Tourstart: Werden mit einem durchlebten Jeep abgeholt. Unsere Gruppe besteht aus 6 Personen plus Guide/Fahrer (spricht nur Spanisch). Neben uns gibt es einen Deutschen (Aussteiger, seit 14 Monaten unterwegs, beherrscht als einziger Spanisch), eine Engländerin und ein südkoreanisches Pärchen.
  • Erster Stopp: Lokomotivfriedhof. Tolle Motive!
  • Zweiter Stopp: Dorf der Salzarbeiter. Hier kann man Souvenirs kaufen und berits einige Salzhügel sehen.
  • Dritter Stopp: Beginn der Salzwüste. Die Arbeiten schöpfen Salz ab und türmen dieses zu Pyramiden zum Trocknen auf. Außergewöhnlich!
  • Vierter Stopp: Das Salzhotel. Ein Gebäude komplett aus Salz gefertigt. Hier gibt es zunächst Lunch (zähes Alpakafleisch), dann begeben wir uns auf den Salzsee und schießen lustige Distanzfotos, die aufgrund der endlosen weißen Fläche möglich sind. Erika legt beispielsweise ihren Arm auf einer Zigarettenschachtel ab und ich besteige eine Bierdose.
  • Fünfter Stopp: Mitten auf dem Salzsee. Endlose Weite. Sehen nur noch weiß und blau. Wow!
  • Sechter Stopp: Isla Inkahuasi. Unfassbar! Eine Insel voller Kakteen mitten in der Wüste. Von höchsten Punkt aus hat man einen atemberaubenden Ausblickauf diese skurrile Landschaft. Sowas sieht man nicht alle Tage. Haben das Gefühl uns in einer fremden Welt zu befinden. Bekommen erklärt, dass diese Insel vor 2 Millionen Jahren einst ein Korallenriff (so sieht das Gestein auch aus) und sie Salzwüste ein Meer war. Jetzt ausgetrocknet ergibt sich dieses einmalige Naturschauspiel.
  • Siebter Stopp: Sonnenuntergang. Noch mehr Farben. Unbeschreiblich!
  • Der Tag ist beendet. Es geht an den Fuß eines Vulkans, wo sich auch unser Hostel befinden soll. Denkste! Dort angekommen ist es geschlossen und ein weiteres nicht verfügbar, da zu teuer (angeblich 110 Dollar die Nacht). Unser Guide wirkt ratlos, da wir nicht bereit sind für die teure Unterkunft draufzuzahlen. Es ist stockdunkel und eiskalt. Schlagen vor nach Uyuni zurückzukehren, doch dies würde den Job des Fahrers kosten (sagt er jedenfalls). Nach langem hin und her (die Geschichte lief fast aus dem Ruder) zaubert der Guide eine dritte Bleibe (etwas weiter entfernt) aus dem Hut, wo wir endlich übernachten können. Warum nicht gleich so? Die Stimmung ist angespannt und das Vertrauensverhältnis zwischen Guide und Gruppe zerstört. Beim Abendessen entscheiden wir, dass wir morgen früh direkt nach Uyuni gefahren werden wollen, also auf die Highlights des zweiten Tages verzichten werden.
  • Der Deutsche (zuvor noch unser Held, da er die kompletten Diskussionen auf Spanisch führen musste) zieht sich gegen Abend noch gefühlt 10 Gramm Gras rein und entwickelt dabei irgendwelche Verschwörungstheorien. Das geht uns schließlich so auf die Nerven, dass wir Schlafen gehen.
  • Es ist so kalt, dass einem der Schnodder in der Nase gefriert.

Uyuni
Potosi, Bolivia
Bizzo Missing

TAG 21 - SALAR DE UYUNI II

  • Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg nach Uyuni. Der Guide ist mit unserer Entscheidung anscheinend nicht einverstanden und versucht bei der Rückfahrt Zeit rauszuschlagen (er fährt extrem langsam).
  • Vermuten, dass er noch das Beste aus der Situation machen möchte und bleibt unterwegs bei ein paar Highlights stehen: Flamingos, heiliges Grab voller Skelette und Opfergaben, Aussichtspunkte. Damit hat er einiges wieder gut gemacht.
  • Geendet ist der Tag aber doch beschissen: Ein Vogel hat mich von oben bis unten vollgekackt. Erika hat ihren Spaß.
  • Abends treffen wir uns mit dem südkoreanischen Pärchen unserer Gruppe zum Essen. Interessante Geschichten über die beiden unterschiedlichen Kulturen werden ausgetauscht. Echt spannend!

Uyuni
Potosi, Bolivia
Bizzo Missing

TAG 22 – RÜCKWEG I

  • 6:05 Uhr am Flughafen Uyuni. Nehme es mit der deutschen Pünktlichkeit so genau, dass der Airport nicht einmal geöffnet hat. Kurze Zeit später werden wir aber eingelassen.
  • Sind auf dem wohl kleinsten Flughafen der Welt gelandet. Es gibt genau ein Gate mit zwei Abflügen am Tag. Aus den Lautsprechern dröhnt Kuschelrock.
  • Fliegen direkt über den Salzsee. Coole Aussicht die Zweite!
  • In La Paz gönnen wir uns zum Abschluss ein gutes Hotel. Ab jetzt wird nur noch gechillt. Morgen früh geht die Heimreise weiter.

La Paz
La Paz, Bolivia
Bizzo Missing

TAG 23 – RÜCKWEG II

  • Morgens in den Flieger nach Lima.
  • Der Anschlussflug nach Amsterdam startet erst abends. Geplant war es den Tag in Lima zu verbringen, doch eine drohende Flughafensteuer von 50 €, die bei Rückkehr fällig würde, macht uns einen Strich durch die Rechnung. Beschließen die Stunden vor Ort totzuschlagen.
  • Über die Nacht nach Amsterdam.

Lima
Lima Metropolitan Area, Peru
Bizzo Missing

TAG 24 - ZU HAUSE

  • Von Amsterdam nach Köln. Wieder zu Hause! Danke, dass alles so gut geklappt hat!

Cologne
North Rhine-Westphalia, Germany