Frankreich-Tour 2016

Rundreise zur EM 2016

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Station erstellen
Timo Small

Mir sen wieder do!


Sodele, jetzt sen mir au endlich wieder
im Ländle oakomma ond deswega geits d letzschde Bericht uff
schwäbisch. Mir hend in de vergangene drei Wocha gnuag andere
Sprocha sprecha müssa. ;-)
Also, weils hald am Freidig ond
Samschdig bollawarm war, konnda mer kaum ebbes anderes macha als am
Meer oder an denne Pools zu endschbanna. Deswega hen mer am Freidig,
nachdem die zwoi andere Richtung Hoimat aufbrocha warad, ersch mol
dem blitzsaubere Schdrand ä Bsüchle abgschdattet. War hald bloß
bleed das kaum en Weed ganga isch ond Sonn oifach auf oin na bruzzeld
hot. Zumindeschd für mi war des nix, aber de andere hots scheinbar
gfalla. Die wared do au länger ond henn sich a spitza Färble gholt.
Gega obends hen mir dann onsere ganze Reschde vom Essen
neigschaufelt. Gab mordsmäßig viel gsonda Salat ond baar guade alde
Mauldäschle mit Oi aus d Pfann. Dazu no gschmelzde Zwiebla, war
saumäßig guad. :-)
Danoch hen mer dann doch nommal die Kärdla
auspackt ond a Ronde Benoggl gschpielt. Obends wared die meischde von
onserm Haufa dann doch sackrisch miad von d ganza Hitze ond dem viela
Essa. Deswega sen mer doch recht zeitig ins Neschd.

Am
nächschda morga wollt mer dann de Sonnauffgang oagugga ond sen scho
om halb sechs in d friah an Schdrand. Dui dauba Schell von Sonn got
aber net so auf wie mir dachd hen, doher konntesch vom Schdrändle au
net seha wies Dag wird. Sen mer hald wieder zrück en d Seuch ond hen
ons nommal aufs Ohr kaua.
Au an dem Tag wars wieder z'viel z'warm
fir de durchschnittliche Mitteleirobäer. Also hen mer wieder bei
saubere Tempradura om knapp 30 Grad in d friah gfrühstückt. I woiß
ed wia, aber denne andre vergot bei so em Wedderle oifach net d
Abbedid, i kriag da schier nix na. Danoch hen mer dann gregelt das
dui drei andere wo no do wared in d letzschda nachd bei ons als
Gäschd bleiba dürfet. Denne ihr Häusle war für den Dag scho
anderweil vermieded. Hot au ohne Problemle gklappt ond danoch sen die
erschde an Pool, wäred d Reschd scho mol oagfanga hod em Audole
uffzureima. I han dann beschlossa das i wedr an d Pool no ans Meer
muss, oifach z'hoiß. Au meine andre hens ned so lang ausghalta wie
die Däg davor. En d Sonn hen mer sicher ieber 40 Grad ket. Kaum zom
aushalda. Als dann älle wieder am Flecka wared, hen mer onser ganzes
Zeugs zamma packd, so das mer heit morga glei schdarda kennet. Obends
sen mer dann nommal essa ganga. Gab baar saugeile Hamburger ond
Pizza. Dazu a Fläschle Rosé oder „Big Beer“. ;-)) Do sen mer
dann ganz gmiatlich bis kurz vor 11e ghockt ond danoch schee ins
Bettle.

Heid morga hot d Wecker scho om feife gschellt, mir
wollded om sechse los. Also hod jeder no seine Sacha gmacht ons
restliche Zuigs vrstaut. Manne, Kerschdin ond Päd sen scho a weng
friaher los, do dui mid em Audo ja eh schneller sen als mir men
onserm großa Waga. D Hoimweg war vellig oproblematisch, lediglich
dui Wärme hot ons a weng zom schaffa gmacht. Aber middlerweil sen
mer älle wieder gsond ond monder dahoim oakomma ond aklimatisierad
ons jetzt erschd mol a weng, bevor mer ons nochher zom Fußball
luaga, end d Oschdalm treffed.

Des war dann also onser
Rondreisle, quer durchs Land mit Wein, Baguette ond sonschdige Sacha
was onsre Nochbor do drommed hald so hen ond
mached.

Dankscheeeeeeeee firs mitlesa ond mireisa. Vielleicht
hots eich ja a weng gfalla. :-)

- Timo -



Waldhausen
Baden-Wurttemberg, Germany
Timo Small

Aus und vorbei!



Wie beim letzten Eintrag bereits
erwähnt haben wir den Abend gemütlich beim grillen und Fußball
schauen ausklingen lassen. Auch wenn das mit der Internetverbindung
nicht immer so reibungslos klappte wie erhofft. Das Wetter und die
Aussicht waren wieder traumhaft. Nach dem Spiel packten wir dann
wieder alles zusammen und beendeten den Abend bei uns am
Wohnmobil.

Gestern stand natürlich alles im Zeichen des
Spieltages. Da wir wieder um 10 Uhr am Stadion sein mussten um unsere
Fahne abzugeben, entschlossen sich Sven und ich kurzerhand mit dem
Auto nach Marseille zu fahren. Immerhin 40 Minuten braucht man für
die einfache Fahrt. Am Stadion angekommen ging das Chaos aber leider
erst richtig los, da mal wieder weit und breit keiner war der einem
weiterhelfen konnte. Selbst die offiziellen vom „Fanclub
Nationalmannschaft“ waren zu oft überfordert. Nach schier endlos
schienenden 30 Minuten herumfragen und umherlaufen, hat's Sven dann
doch noch geschafft die Fahne abzugeben und unsere Karten fürs Spiel
zu holen. Ich bin am Auto geblieben, in Marseille weiß man ja nie
was passiert.
Gegen 11:15 Uhr waren wir dann endlich wieder am
Campingplatz und begannen mit den letzten Vorbereitungen fürs Spiel.
Da ich am Vorabend beim grillen in etwas spitzes getreten bin und das
nicht einfach so wieder raus wollte, wurde es dann höchst
professionell noch schnell entfernt. Vielen Dank nochmal an der
Stelle! ;-)
Um 13:45 Uhr war Abfahrt mit dem Shuttlebus. Mit etwas
Verspätung ging es dann Richtung Hafenstadt, wo wir zunächst zum
Stadion liefen um die restlichen Karten abzuholen. Am Stadion selber
ist ein schön gelegener Biergarten gewesen der zu fairen Preisen
Essen und Trinken angeboten hat. Nach der Stärkung ging es dann zum
Strand, wo auch der Treffpunkt für den Fanmarsch zum Stadion war.
Auf der ganzen Straße dorthin lockten immer wieder kleinere Bars zum
verweilen und wir sind auch einmal kurz eingekehrt. :-)
Am Strand
selber war zu dem Zeitpunkt bereits die Hölle los, genau so wie an
dem naheliegenden Supermarkt wo wir uns mit Getränken versorgten.
Dummerweise waren die alle warm, aber man muss sich mit etwas Eis und
Tüten nur zu helfen wissen. ;-)
Kurze Zeit später ging dann auch
der Marsch zum Stadion selber los, den wir aber nicht ganz
mitmachten, sondern kurz vor dem Ende abbrachen um an einem der
Stände entlang der Route noch etwas Zeit zu verbringen. Wir wären
sonst viel zu früh im Stadion gewesen. Genau an dieser Stelle sollte
dann auch eine Überraschung für uns aus Waldhausen warten.
Zumindest Matthias erzählte den ganzen Tag fast nix anderes und
telefonierte entsprechend viel. Da wir alle keine Ahnung hatten,
waren wir doch sehr gespannt wer denn nun gleich vor uns stehen
würde. Kurze Zeit später wars dann wirklich soweit und unser alter
Weggefährte „Swissi“ stand mit dem uns ebenfalls nicht
unbekannten „Fix“ vor uns. Die Überraschung war auf jeden Fall
gelungen, worauf man natürlich erst mal anstoßen musste. ;-)
Kurz
danach ging es dann endgültig Richtung Stadion, wo sich unsere Wege
dann auch trennten, weil wir insgesamt vier verschiedene Plätze
hatten. Teilweise sogar mitten unter den Franzosen. :-(

Das Spiel selber spricht leider für
sich, am Ende sicher selbst Schuld denn eigentlich darf man das Spiel
nicht verlieren. Schon gar nicht so. In Bestbesetzung stünden wir
nun wohl ziemlich sicher im Finale.
Die Rückfahrt war
entsprechend betrübt. Immerhin klappte bei den Bussen soweit alles,
das wir auch wieder sicher am Platz angekommen sind.

Nach
einem sehr geilen Mitternachtssnack (Chili) gingen wir dann nach und
nach auch ins Bett.

Heute Morgen stand dann zunächst Abschied
nehmen auf dem Programm. Matthias und Steffen mussten zurück, da sie
morgen bereits in Hannover erwartet werden.
Wir anderen
beschlossen hier um einen Tag zu verlängern und dann Sonntag früh
gen Heimat zu reisen. Unseren ursprünglichen Plan nochmal nach Paris
zu gehen haben wir verworfen.

- Timo -



Marseille
Provence-Alpes-Cote d'Azur, France
  • Small
    Claus hat am kommentiert:

    Hi Timo,
    Zeit mal Danke zu sagen, für die sehr persönliche Berichterstattung jeweils vom Ort des Geschehens - es war uns eine Ehre, euren Blog auf unserer Seite zu haben. Ihr hattet bis jetzt 1.034 Seitenaufrufe.
    Viele Grüße vom permondo-Team
    Claus

Timo Small

Tag am Strand!


Bei dem herrlichen Wetter gab es
gestern keine großen Diskussionen wie wir den Tag verbringen wollen.
Nachdem unsere restliche Crew (Manuel, Kerstin und Patrick) um 9:00
Uhr ankam und wir diese kurz untergebracht haben, gab es zunächst
ein ausgiebiges Weißwurstfrühstück. Anschließend planten wir den
Tag kurz durch und waren uns schnell einig das wir an den Strand
wollen. Zur besten Mittagssonne brachen wir dann vollgepackt mit
kalten Getränken Richtung Meer auf. Nach der ersten ausgiebigen
Abkühlung im immer noch sehr kühlem Wasser, an das man sich aber
nach ca. fünf Minuten doch sehr gut gewöhnt, stand nur noch die
pure Entspannung auf dem Plan. Unsere drei neuen waren von der langen
Fahrt doch sehr geschlaucht und auch uns kam bei der Hitze das
ausruhen sehr entgegen. Dummerweise war unsere Kühltasche nicht die
größte, weswegen man öfters mal für flüssigen Nachschub sorgen
musste. :-)
Vor der Austrocknung also geschützt, bekam der Tag
eine Eigendynamik wie man wie sie eigentlich nur vom Mäuerle in
Malle kennt. Dementsprechend gut gelaunt und mittlerweile sogar
Frisbee spielend, genossen wir die Abendsonne in der Bucht, ehe es um
21:00 Uhr zum vereinbarten Treffpunkt ging. Dort wurde zeitig der
Grill angeworfen, denn unser Hunger war durch den anstrengenden Tag
doch sehr enorm. Nach der Essensaufnahme wollten wir eigentlich noch
ein paar Spielchen zum Zeitvertreib spielen, doch schnell war klar
das viele völlig platt waren und nur noch schlafen wollten.
Daraufhin ging jeder seiner Wege und während die einen noch einen
köstlichen Rosé (Muskat) genossen, suchten die anderen ihr Bett
heim.



Heute morgen stand dann erst mal
ausschlafen auf dem Programm, weswegen aber einige trotzdem bereits
um 08:00 Uhr wach waren. Aufgrund akutem Biermangel entschlossen sich
Kerstin und Patrick heute morgen erneut zum Supermarkt zu fahren und
uns über den Tag zu retten. ;-) Währenddessen „bestaunte“ ich
die Verletzung von Manne am Zeh, die er sich beim Frisbee spielen
zugezogen hatte.
Die Frage wie wir morgen nach Marseille kommen,
beschäftigte schließlich den halben Campingplatz. Zum Glück
organisierte der Fanclub des DFB mittlerweile zwei Busse mit denen
wir sicher zum Stadion und zurück kommen. Die endgültige Zusage
bekamen wir allerdings erst heute morgen kurz nach dem wir wach
wurden. Der Bus kostet 45€ und fährt um 13:45 Uhr hier los, ehe es
um 17:45 Uhr zum Fanwalk geht und nach dem, hoffentlich, Finaleinzug
wieder zurück.
Während des bezahlen des Busses, wurde ein
französischer Fernsehsender (natürlich) auf uns aufmerksam und
entführte Steffen kurzerhand zu einem Live-Interview. Nachdem alles
im Kasten und auf unseren Handy war, gingen wir zu uns und begannen
die große Runde „Lügen und betrügen“. Ein Spiel das ich
wirklich jedem ans Herzen legen kann! ;-)


Die Hitze wurde mit der Zeit so extrem,
das wir gegen später doch noch auch Richtung Strand gingen.

Der
weitere Plan für den heutigen Tag sieht so aus das wir wieder zu
unserer Klippe von vorgestern gehen, gemeinsam grillen und gemütlich
unseren Finalgegner anschauen. ;-)

Den nächsten Bericht
gibt’s dann übermorgen, denn am Spieltag wird traditionell mit
einem Sektfrühstück gestartet. :-)

Morgen gilt's!

-
Timo -


Martigues
Provence-Alpes-Cote d'Azur, France
Timo Small

Perfekt gelaufen!


Das Gute vorneweg, mit unserem
Campingplatz in der Nähe von Marseille hat alles wunderbar geklappt.
Auch an dieser Stelle nochmal ein dickes Dankeschön für die
Organisation. ;-)
Pünktlich um 6:00 Uhr machten wir uns gestern
auf den Weg Richtung Marseille, wir entschieden uns dieses mal für
die Mautstraßen, da wir so früh wie möglich da sein wollten. Was
auf jeden Fall die richtige Entscheidung war. Insgesamt waren wir am
Ende ca. 100€ deswegen ärmer. Die Fahrt verbrachten wir ohne
größere Pausen. Eigentlich war eine zum einkaufen eingeplant, aber
unterwegs kam die Meldung das wir so schnell wie möglich am Platz
sein sollen, damit wir unseren auch noch sicher bekommen. Gesagt
getan und um kurz nach 13:00 Uhr waren wir vor Ort bei perfektem
Wetter, kaum eine Wolke am Himmel und um die 30 Grad. Auch das
einchecken lief dann komplett reibungslos und nach kurzer Zeit hatten
wir unseren Stellplatz bis kommenden Samstag. Auch hier tummeln sich
mittlerweile sehr viele deutsche und schnell kam die Frage auf wie
man denn von hier zum Spiel und wieder zurück kommt. Es fährt zwar
ein Zug, aber bei einer eventuellen Verlängerung und
Elfmeterschießen fährt dieser nicht wieder zurück. Und abends in
Marseille als deutscher bei so einem Spiel ist ein sehr hohes Risiko.
Nun wird mittlerweile hier überlegt ob man einen eigenen Bus
organisiert, der uns sicher zum Stadion und wieder zurück bringt.
Kurze Zeit später erfuhren wir das in Bordeaux, während dem Spiel
gegen Italien, sehr viel Wohnmobile aufgebrochen worden sind die
außerhalb vom Campingplatz standen.
Da wir unseren Einkauf ja
verschieben mussten, wollten wir ihn zügig nachholen. Zunächst ging
es aber an den wunderschön gelegenen Strand, der nur zwei Minuten zu
Fuß entfernt ist. Wir trauten uns einmal in das, naja, eher
suboptimal warme Wasser (~ 18 Grad), was aber für eine kurze
Erfrischung perfekt ist. Für ausgiebiges schwimmen würde ich es
eher weniger empfehlen. ;-) Danach erkundeten wir noch etwas die
Gegend um den Strand und fanden ein sehr schönes Plätzchen um den
Abend zu verbringen.
Mit diesem Wissen ging es dann zurück und
der Einkauf stand an. Der nächste größere Supermarkt ist zum Glück
nur eine Viertelstunde mit dem Auto entfernt. Da wir auf Vorrat
kaufen wollten, dauerte das ganze dementsprechend seine Zeit. Am Ende
hatten wir dann eine Rechnung von über 460€ beisammen, die dank
Kartenzahlung immerhin auf 430€ reduziert wurde. :-) Kurz nach
18:00 Uhr waren wir dann wieder zurück und packten sämtliche Sachen
für die abendliche Runde zusammen. Nach sehr ausgiebigem grillen und
einem tollen Sonnenuntergang, fielen dann auch endlich wieder die
Würfel. Bis kurz vor Mitternacht verbrachten wir am Strand, ehe es
zurück ging um noch den ein oder anderen Absacker zu sich zu nehmen
und den nächtlichen Hunger zu bekämpfen. :-)

Den Sonnenaufgang hab ich heute
morgen leider verpasst, wird aber garantiert die Tage nachgeholt!


Ansonsten sind wir seit vorhin
mittlerweile zu acht, da nun auch der Rest angekommen ist, zum Glück
inklusive reichlich Krista L. :D Wird sicherlich eine Bereicherung
für den Blog hier werden.

Wie der Tag heute noch verläuft
wird gegen später entschieden, wenn alle wieder am Platz sind und
ihre Sachen erledigt haben. Ein Besuch am Strand ist aber, bei wieder
traumhaften Wetter, absolute Pflicht.

C'est la vie! ;-)

-
Timo -



Martigues
Provence-Alpes-Cote d'Azur, France
Timo Small

Fluch besiegt!


Gestern stand natürlich der ganze Tag
im Zeichen des Spiels.
Da wir am Vorabend den Sieg der Waliser mit
vielen unseren Nachbarn geschaut haben und es danach dementsprechend
länger wurde, stand erst mal ausschlafen auf dem Programm. Zumindest
für die meisten, ich musste ja bis 10 Uhr am Stadion sein um unsere
Fahne abzugeben. Einer unserer Nachbarn hatte das gleiche Problem
und wir gingen um 9 Uhr los. Am Stadion angekommen war leider weit
und breit niemand vom DFB zu sehen der die Sachen einsammelt. Wir
wollten fast schon wieder zurück, da kamen wir mit zwei anderen
deutschen ins Gespräch die dasselbe Problem hatten. Ihre Info war
das um 10 Uhr jemand kommen würde. Nach und nach trafen immer mehr
mit ihren Fahnen ein und kurze Zeit später kam dann auch wirklich
jemand der sich der Sache annahm. Also Ende gut alles gut, was das
anging. Auch wenn die Organisation und Kommunikation innerhalb vom
DFB da doch zu wünschen übrig lässt.
Um 10:15 Uhr waren wir
wieder zurück und die anderen bereits auch alle schon wach. Nach
einem ausgiebigen Frühstück stand dann auch schnell der Plan für
den Tag. Da wir noch einige Lebensmittel brauchten gingen Matthias
und Steffen, unsere zwei Gäste, kurz noch einkaufen. Wir anderen
stimmten uns langsam auf das Spiel ein. Zur gleichen Zeit versuchten
zwei andere deutsche noch vier Karten fürs Spiel loszubekommen. Sie
hatten diese bei viagogo für je 250€ gekauft und wollten nicht
drauf sitzen bleiben. Da wir von Anfang an den Plan hatten für Patty
noch eine zu besorgen, kam uns das entgegen. Allerdings waren die
250€ natürlich viel zu viel und wir sagten das wir maximal 150€
ausgeben wollten. Das Angebot wurde zunächst noch abgelehnt, da sie
erst mal weiter gingen um die Karten für den teureren Preis zu
verkaufen. Wenig überraschend klappte dies natürlich nicht und eine
Stunden später kamen sie wieder und überließen uns die Karte für
150€. Zwischenzeitlich spielten wir anderen vier ne Runde Binokel,
über die ich hier nicht weiter schreiben will. Spätestens in
Marseille gibt’s dann aber die Revanche. ;-) Bis zum Essen fielen
dann die Würfel bei einigen ,sehr lustigen, Runden Lügen und
Betrügen, was wir in Marseille sicherlich fortsetzen werden. Bestens
gelaunt ging es dann um 19:30 Uhr Richtung Spielstätte. Nach den,
wieder mal, sehr laschen Kontrollen konnten wir ohne Probleme dann
auch zu dritt in den gleichen Block gelangen.

Zum Spiel
selber muss man glaub ich nicht mehr viel sagen, das Ergebnis und die
Entstehung spricht für sich. :-) So ein Krimi muss ich aber ehrlich
gesagt nicht mehr haben, gar nicht gut fürs Herz!
Dementsprechend
in Feierlaune kamen wir kurz nach Mitternacht wieder am Campingplatz
an wo wir die Nacht zum Tag machten. ;-) Vorsorglich schon ne Flasche
Rum für den Erfolgsfall gekauft, gab es dann zunächst für jeden
nen Cuba Libre. :D

Heute Morgen erlitten wir zunächst mal
einen mittelschweren Schock, als wir festgestellt haben das wir für
Marseille den falschen bzw. gar keinen Campingplatz gebucht hatten.
Den wo wir gebucht haben heißt zwar genau so, liegt aber wo völlig
anders. Nach einer kurzen Taktikbesprechung stand dann schnell klar
das Matthias und Steffen heute schon nach Marseille fahren um die
Sache vor Ort für uns zu klären. Wir hoffen das klappt auch alles
und das wir heute Abend dementsprechende Nachrichten von ihnen
bekommen. Daher reisen wir morgen auch schon bereits nach Marseille
um hoffentlich dann auf unseren ursprünglichen Platz zu kommen, der
erneut auch der offizielle des DFB ist. Unser Trip nach Monaco wird
dann aber leider vermutlich nichts werden. Wie die ganze Sache
ausgeht, erfahrt ihr dann beim nächsten mal.

Ansonsten steht
heute nichts mehr an, da wir morgen früh auch zeitig los
wollen.
Bleibt also nur noch zu hoffen das unser Halbfinalgegner
Island heißen wird. :-)



- Timo -



Bordeaux
Aquitaine, France
Timo Small

Cap ferret und Bordeuax


Wie gestern schon erwähnt waren wir
auch heute wieder Studiogäste beim Morgenmagazin der ARD. Einziger
Haken, wir mussten bereits um 4:00 Uhr aufstehen, da die Abfahrt eine
Stunde später anstand. Zielort war das „Cap Ferret“, die Fahrt
dorthin dauerte eine gute Stunde. Wir wurden, zusammen mit sieben
anderen, im Bus vom Fanclub der Nationalmannschaft hingefahren. Die
Fahrt war leider recht ungemütlich und kühl, da wir im oberen Teil
des Busses saßen mussten.
Um 06:15 Uhr kamen wir dann an und
wurden auch recht schnell eingewiesen. Der Ablauf war im Grunde immer
der gleiche, bei jeder Schalte war man im Hintergrund oder wurde
direkt eingebunden. Highlight der heutigen Sendung war am Ende der
Live-Auftritt von Julian Perretta mit seiner Single „Miracle“.
Nach der Sendung fanden wir dann noch heraus wer sich hinter dem
„moma-Orakel“ verbirgt. ;-)
Gegen 09:15 Uhr stand dann die
Rückfahrt an, dachten wir zuerst. Denn davor ging es noch in das
Hotel vom Studioexperten Gernot Rohr, das nur wenige Minuten vom
Drehort entfernt war. Dort wurde die ganze Crew und wir „Fans“
auf einen Kaffee eingeladen. :-) Das Hotel ist sehr schön gelegen
und auch ausgestattet. Nach einigen interessanten Anekdoten aus
seiner Frankfurter Zeit ging es gestärkt um 10:00 Uhr wieder
Richtung Campingplatz. Die Rückfahrt war leider genau so unangenehm
wie die Hinfahrt.
Wieder an unserem Wohnmobil angelangt, gab's
erst mal Burger mit Pommes an einem Stand der innerhalb der Platzes
betrieben wird. Im Anschluss wollten wir dann unsere Karten für
morgen abholen und noch kurz nach Bordeaux um die Stadt anzuschauen
und an der DFB-Fanbotschaft die Sache mit unserer Fahne zu klären.
Das Stadion ist zum Glück nur zwanzig Minuten zu Fuß von uns hier
weg. Also entschlossen wir uns zu laufen, da auch die Metro Station
direkt gegenüber von der Ausgabe der Tickets ist. Ohne Probleme und
recht zügig haben wir dann die Karten bekommen und sahen gleich das
wir direkt hinter dem Tor sind, in Reihe 19. Aber das kann in
Frankreich ja auch erste Reihe bedeuten. ;-)
Zwölf Stationen
später waren wir dann in der Innenstadt und die Fanbotschaft war in
der Fanzone, was auch unser erster Anlaufpunkt war. Nachdem die
Sachlage erklärt wurde, hatten wir wieder telefonischen Kontakt mit
dem gleichen Mitarbeiter vom letzten Mal. Er meinte er würde unsere
ursprüngliche E-Mail suchen und zurückrufen. Später hat er sie
dann auch gefunden und uns über die Sache aufgeklärt. Wir sollen
einfach morgen vor 10 Uhr unsere Fahne am Stadion abgeben, hierzu
sollte sich aber noch ein weiterer Mitarbeiter vom DFB vorher bei uns
melden, mal sehen ob das klappt.
Daraufhin schauten wir uns die
Innenstadt an und verweilten etwas an der Garonne. Aufgrund der
Müdigkeit und der Hitze fuhren wir dann aber doch relativ zeitig
wieder heim und erreichten unseren Platz kurz vor 16:00 Uhr.
Für
heute steht dann nur noch relaxen auf dem Plan, morgen wird sicher
anstrengend genug. Seit einer Stunde haben wir auch wieder zwei neue
Gäste bei uns, wie der Abend endet und was moregn so alles passiert,
lest ihr vermutlich erst am Sonntag. :D

Seid gespannt! ;-)

-
Timo -



Bordeaux
Aquitaine, France
  • Small
    Claus hat am kommentiert:

    #GERITA Das habt ihr gut gemacht! aber auch sehr spannend.
    Grüße vom permondo-Team und weiter viel Spaß!
    Claus

Timo Small

Große Düne und live im Ersten!


Gestern früh ging es wieder zeitig
los, da vor uns noch über 4h Fahrt nach Bordeaux lagen. Um 8:00 Uhr
klingelte der Wecker und um kurz nach 9:30 Uhr ging es dann auch
schon Richtung Südwesten.
Unterwegs überlegten wir uns, ob wir
vor dem einchecken noch einen Abstecher zur Küste machen sollten.
Schnell war auch ein Ziel gefunden, nämlich die „Dune di Pilat“,
das ist die größte Wanderdüne Europas. Sie bewegt sich pro Jahr um
ca. 4m.
Die Fahrt dorthin verlief, wieder auf Mautfreien Straßen
ohne größere Probleme und wir erreichten die Küste gegen 16:00
Uhr. Nach einem kurzen Fußmarsch standen wir auch schon davor und
die Größe und vor allem Höhe ist schon beeindruckend. Mindestens
genauso beeindruckend war, das wir den Gipfel komplett im Sand hoch
gelaufen sind. Ziemlich anstrengend!
Oben angekommen gab es
natürlich zunächst ein kleines Päuschen, bevor wir uns
entschlossen von oben an die Küste runter zu laufen. Auf dem ersten
Blick ein recht kurzer Weg, doch der Eindruck sollte am Ende
täuschen. Am Meer angelangt verweilten wir auch da ein Weilchen, ehe
es zurück zum Wohnmobil ging. Doch der Rückweg stellte sich dann
doch anstrengender heraus als wir annahmen, einzig Sven hatte von
Anfang an etwas Zweifel an dem Weg. ;-)
Nach den Strapazen wieder
am Beginn der Düne angelangt, kehrten wir noch kurz in ein
nahegelegene Bar ein um was zu trinken, ehe es endgültig Richtung
Bordeaux ging.
Unterwegs machten wir dann noch einen kleineren
Einkauf an Lebensmitteln und waren dann kurz vor 21:00 Uhr im
offiziellen DFB-Camp. :-)
Zügig fanden wir auch einen guten Platz
und bauten unsere Sachen auf. Zum Glück sind wir hier nun für fünf
Tage und haben etwas Ruhe von den Reisestrapazen.
Schnell merkte
man das auch dieser Platz fest in deutscher Hand sein sollte und
unsere Nachbarn wiesen uns daraufhin das heute Morgen das
ARD-Morgenmagazin von hier sendet. Wir entschlossen uns früh
aufzustehen um uns die Sache mal anzuschauen.
Kurz zuvor hängten
wir noch unsere Fahnen auf, was für den heutigen Tag von Vorteil
sein sollte. Seht ihr dann auf einem der Bilder. ;-)

So
standen wir heute um kurz nach 6:00 Uhr auf und sahen schon die
ersten Scheinwerfer und die laufende Sendung. Das ganze wurde
Luftlinie 20 Metern von unserem Platz ausgestrahlt.
Zu Beginn
standen wir bei einigen Beiträgen erst im Hintergrund, ehe das Team
auf uns selber zu kam und einen Beitrag mit uns drehen wollte. Danke
an dieser Stelle an Paco, der die Aufmerksamkeit auf sich gezogen
hat. Er hatte dann am Ende sogar die Ehre das Orakel für das Spiel
gegen Italien zu machen. :-) Die ganzen Beiträge sollten im Laufe
des Tages in der ARD-Mediathek verfügbar sein. :D
Für morgen
wurden wir auch schon gebucht, da geht’s um 05:15 Uhr los und mit
dem Bus an ein nahegelegenes Kap, wo die Sendung aufgenommen wird.

Ihr könnt also einschalten! ;-)
Heute werden wir nicht mehr
viel machen, außer uns etwas auf dem sehr schönen Platz
umzuschauen.

In diesem Sinne, bis morgen früh – live im
Ersten! ;-)

- Timo -



Bordeaux
Aquitaine, France
Timo Small

Entspannung und Kilometer fressen


Am Tag nach dem Spiel stellen wir uns
keinen Wecker, auch wenn es abends nicht soooooo lange ging. Das
kalte Wetter in der Nacht machte uns da echt einen Strich durch die
Rechnung.
So begann der Tag ganz gemütlich und ohne größere
Aktivitäten. Da wir ja in einer von Wald geprägten Landschaft
waren, entschlossen wir uns gegen Mittag die Gegend um den
Campingplatz zu erkunden. Einen richtigen Wanderweg gab es leider
nicht, daher liefen wir zu Beginn auf einem Trampelpfad quer durch
den Wald. Da es zu dem Zeitpunkt auch noch keine Beschilderung gab,
ging es immer der Nase nach. Nach einer knappen halben Stunde
erreichten wir das Ende des Waldes und fanden uns in einer Straße
wieder die uns unbekannt war. Daher liefen wir zur nächsten Kreuzung
um dann festzustellen das wir an der gleichen Stelle standen, wie vor
zwei Tagen, als wir die Bushaltetestelle suchten. So gingen wir
wieder zurück zum Camp um uns einen anderen Weg durch den Wald zu
suchen, wir wollten fast schon wieder umdrehen da entdeckten wir am
Seitenrand einen, naja Weg konnte man das nicht nennen, mehr eine
bessere Schlammspur die immer nur geradeaus ging. Also liefen wir los
um irgendwann festzustellen, das neben dem Schlamm auch immer größere
Pfützen den Weg bedeckten, nichtsdestotrotz erreichten wir nach ca.
30 Minuten die nächste Kreuzung. Hier hatten wir zum Glück wieder
Asphalt unter den Füßen, aber leider immer noch keine Schilder um
uns besser zu orientieren. Daher ging es wieder auf Verdacht weiter
und nach kurzer Zeit entdeckten wir dann auch die ersten Schilder und
Markierungen. Diesen folgend waren wir nach insgesamt über 2h wieder
am Platz angelangt. Entsprechend erschöpft gönnten wir uns erst mal
ein kleines Bad in der Sonne, die zu diesem Zeitpunkt endlich mal am
Himmel auftauchte. Pünktlich zum 18:00 Uhr Spiel Italien –
Spanien, wollten wir in die Bar um zu schauen wer unser Gegner im
Viertelfinale wird. Dummerweise hatte diese zu und auch der Plan B
das ganze per Stream am Laptop anzuschauen scheiterte. So hieß es
nun bis zum Abendessen etwas Zeit totzuschlagen. Nach dem sehr geilen
Abendessen (Spieße! :-)), gesellten sich dann noch unsere beiden
Nachbarn zu uns. Diese wollten auf maximal 1-2 Bier bleiben. Die
gesamte Runde wurde aber so gesellig das wir erst Stunden später,
ca. um 01:30 Uhr Gute Nacht zueinander sagten.

Heute Morgen
stand dann die erste von zwei Etappen auf dem Weg nach Bordeaux an.
Da wir früh los wollten, klingelte bereits um 07:00 Uhr der Wecker.
Nachdem alle Aufgaben erledigt und unser komplettes Zeugs im Auto
verstaut war ging es ca. 09:15 Uhr los. Zunächst wieder die gleiche
Strecke zurück nach Paris, die wir vor vier Tagen erst gefahren
sind. Natürlich auch wieder diese „Berg und Tal“ Passage, die
mir so viel Freude bereitet hat. Wir hielten auch noch kurz an einem
deutsch-französischen Soldatenfriedhof, den wir auf der Hinfahrt
bereits entdeckten. Bis Paris kamen wir ohne Probleme, dort standen
wir dann aber die komplette Zeit im stockenden Verkehr. Da wir auch
dieses Mal auf Mautpflichtige Straßen verzichtet haben, dauerte das
ganze natürlich seine Zeit. Bei einer der Pausen, entschieden wir
uns dann in Tours unseren Zwischenstopp einzulegen und auf gut Glück
einen Campingplatz anzufahren. Wir hatten für diese Nacht nämlich
noch nichts gebucht. Diese Entscheidung sollte sich später als
goldrichtig herausstellen. Nach etlichen Landstraßen und einer
nahezu immer gleichen Landschaft erreichten wir um 19:00 Uhr Tours
und hatten gleich beim ersten Campingplatz das Glück das noch Plätze
frei waren. Unter 30€ kostet uns diese Nacht inkl. Hund und Strom.
Der Platz ist sehr schön gelegen und quasi ums Eck ist einer der
großen Flüsse der Stadt – wunderschön zum laufen und um Bilder
zu machen. :-)
Auch die Sonne tat ihr übriges um unsere, ohnehin
schon gute Laune, noch zu verbessern. Einzig die vielen Steckmücken
sind wirklich eine Plage. Auf dem Platz selber leben auch etliche,
freilebende Hasen die immer mal wieder durchs Gebüsch spickeln.
Nach
einer kurzen Runde mit dem Hund, gab es Abendessen. Ich ging dann zum
Sonnenuntergang nochmal zum Fluss um ein paar Aufnahmen zu machen.
Im
Anschluss entschieden wir uns den restlichen Abend im Wagen zu
verbringen, da die Mückenplage immer schlimmer wurde. Außerdem
wollen wir morgen wieder früh los um die restlichen 340km bis
Bordeaux hinter uns zu bringen und evtl. noch einen kleinen Halt an
der Atlantikküste zu machen. :-)

Wie es in Bordeaux dann
aussieht, erfahrt ihr beim nächsten mal. ;-)

Bis dahin!

-
Timo -



Tours
Centre region, France
Timo Small

Viertelfinale - Check!


Auch gestern gingen wir den
morgendlichen Gewohnheiten nach, nachdem wir ca. um 09:00 Uhr
aufgestanden waren. Danach hieß es das Taxi zum Bahnhof zu
organisieren, was wieder mal schwerer war als es sich anhört. Die
freundliche Frau an der Rezeption konnte, warum auch immer, keine
Taxizentrale erreichen und bot uns kurzerhand an das ihr Vater uns um
13:00 Uhr fahren könne. Mit diesem Wissen gingen wir zurück und
verbrachten mit den alltäglich anstehenden Aufgaben die Zeit bis zur
Abfahrt.
Pünktlich zur vereinbarten Zeit gingen wir dann zum
Treffpunkt um festzustellen das der Vater von unserer Abmachung gar
nichts wusste und auch sofort abwinkte, da er, deutlich zu sehen,
schon einen im Tee hatte. :D Nach ein paar kurzen Diskussionen
untereinander fuhren wir dann mit dem Cousin der Tochter zum Bahnhof.
Die Tochter selber war auch schon leicht angeschlagen, ich hab
ehrlich gesagt keine Ahnung was die den ganzen Tag über hier so zu
sich nehmen. :D
Gegen 13:15 Uhr erreichten wir dann den Bahnhof
und hatten so noch massig Zeit bis unser Zug um 13:50 Uhr kam.
Zwischenzeitlich kamen auch noch zwei andere deutsche an den
Bahnsteig und nach einem kurzen Small-Talk stellten wir fest das
diese auf dem gleichen Campingplatz wie wir sind. Um die Sache
abzurunden waren diese sogar unsere direkten Nachbarn, Sachen gibt’s.
:-)
In Lille angekommen mussten wir dann erst zur Ticketausgabe,
diese befand sich ca. einen Kilometer vom Bahnhof entfernt. Warum man
das ganze nicht am Stadion macht bleibt mir nach wie vor ein Rätsel.
Sei's drum, auf dem Weg zum Ticketschalter setzte dann natürlich
auch der Regen ein und uns blieb kurze Zeit nichts anderes übrige
als einen Platz im trockenen zu suchen. Die Abholung der Tickets ging
zum Glück recht fix und wir gingen zurück zum Bahnhof, wo wir uns
in einer nahegelegenen mit vielen anderen deutschen das 1:0 von
Irland angeschaut haben, ehe wir uns auf dem Weg zum Stadion machten.
Sechs Stationen mit der Metro und eine kurze Fahrt mit dem
Shuttle-Bus später standen wir vor dem Stade Pierre Mauroy. Da der
DFB leider nicht in der Lage war uns rechtzeitig wegen der Fahne
Bescheid zu geben (ein insgesamt sehr bescheuertes Verfahren),
mussten wir also wieder versuchen diese zu schmuggeln. Im Vergleich
zum Spiel gegen Nordirland hatten wir aber leider nicht so viel Glück
und an der zweiten Kontrolle wurde sie aufgrund der Überlänge
wieder abgenommen. Dementsprechend gefrustet ging es dann in den
Innenbereich wo wir zwei noch kurz was gegessen haben bevor wir
unsere Plätze suchten. Wir hatten wieder perfekte Sicht vom
Unterrang aus. Die Zeit bis zum Spiel vertrieb man sich mit den
gängigen Methoden.

Das Spiel selber war von Anfang an viel
besser als die in der Gruppenphase, die frühe Führung war da
natürlich auch von Vorteil. Wenn der Elfmeter reingeht wäre es
natürlich noch entspannter gewesen, aber insgesamt hatten wir die
Slowaken deutlich im Griff und wenn man es konsequent zu Ende spielt,
wäre es sicher noch höher ausgegangen. Einzig die (zu späten)
Wechsel konnte ich nicht so recht nachvollziehen. Egal, Hauptsache
gewonnen und eine Runde weiter.
Die Stimmung selber war recht
ordentlich, da muss aber im Viertelfinale auf jeden Fall noch mehr
kommen.

Die Rückfahrt zum Bahnhof in Lille verlief ohne
Probleme und recht zügig, zur Abwechslung mal ne gute Organisation
der Franzosen. Am Bahnhof selbst hatten wir noch eine Stunde Zeit und
entschieden uns wieder in die Bar zu gehen. :-)
Der Zug war zum
Glück pünktlich und wir erreichten gegen 22:15 unser Ziel. Auf der
Fahrt lernten wir einen sehr stark angetrunkenen Franzosen kennen,
der sehr redebedürftig war. Erleichtert stiegen wir dann aus und
wollten in Richtung Campingplatz laufen, was über 3 Kilometer zu Fuß
sind. Wiederum zwei andere deutsche hatten das gleiche Problem,
hatten aber nicht vor zu laufen. Nach ein paar Anrufen konnten diese
dann zum Glück ein Taxi ordern, was zehn Minuten später auch kam.
So sparten wir uns den Fußweg und und teilten die Kosten für die
Fahrt. Kurz vor 23:00 Uhr waren wir dann wieder am Platz und hatten
also noch eine Stunde bis zum Geburtstag Zeit. :-)
Erstmal wurde
lecker gegessen (Gruß an die Küche ;-)) und um Punkt 00:00 Uhr
wurde dann dementsprechend angestoßen und gefeiert. Leider ist es
hier nachts recht kalt, was das draußen sitzen nicht so gemütlich
macht. Wir vermuten das hängt mit der Kontinentalplattenverschiebung
in Äquatorial-Guinea (INSIDER :D) zusammen.

Morgen geht es
dann auf der ersten Etappe in Richtung Bordeaux.

Bleibt
sauber!



- Timo -



Lille
Nord-Pas-de-Calais, France
Timo Small

Heeey ab in den Norden!


Wie im letzten Bericht schon erwähnt,
verbrachten wir den letzten Abend in Versailles mit purer
Entspannung. Lediglich die Vorbereitungen auf die Weiterfahrt am
nächsten Morgen wurden erledigt.

Pünktlich um 08:00 Uhr
standen wir am nächsten Tag auf und völlig ohne Stress ging es dann
um 10:30 Uhr Richtung Lille. Wir entschieden uns die Fahrt auf
normalen Straßen, ohne Maut, zurückzulegen. Die Entfernung betrug
270km und das Navi zeigte eine Fahrzeit von knapp 4h
an.
Glücklicherweise konnten wir unseren Platz vorwärts
verlassen, rückwärts raus fahren wäre etwas heikel geworden.

Durch den Pariser Stadtverkehr und einem kurzen Stück auf einer
Bundesstraße, lagen nur noch sehr schön gelegene Landstraßen vor
uns. Da wir unterwegs noch einen Großeinkauf machen wollten und sich
unser Tank langsam leerte, fuhren wir den nächstgelegen Supermarkt
an. Eine zunächst einfach klingende Aufgabe, entpuppte sich dann
doch als äußerst schwierig wenn man die Ausfahrt zum Areal den
Einkaufszentrum nicht findet. :D
Irgendwann standen wir dann aber
doch auf dem Parkplatz und begannen mit den Besorgungen. Ne gute
Stunde später waren wir an etlichen Lebensmitteln reicher und um
161€ ärmer. Nun hatten wir noch die Hürde mit dem tanken, auch
hier erst mal eine recht simpel klingende Aufgabe. Dumm nur wenn die
Tanksäulen keinerlei Karten von uns akzeptieren. Zum Glück
entdeckten wir dann aber noch das die Tankstelle in zwei Bereiche
untergliedert war. In einem musste man direkt mit der Karte an der
Säule zahlen, im anderen konnte man am Kassenhäuschen seine
Tankfüllung begleichen. Im zweiten Anlauf klappte dann auch alles
ohne Probleme und wir zahlten – mit Karte – am Häuschen.
Zu
dem Zeitpunkt standen uns noch knapp zwei Stunden Fahrt bevor und die
kommenden Kilometer sollten welche werden die man nicht so schnell
vergisst. Eine meist kerzengerade Strecke, die aber schlimmer wie
jede Berg- und Talbahn angelegt war, verursachte bei uns im Auto
unterschiedliche Reaktionen. Während Paco und ich nur beten konnten
das diese Tortur bald vorbei ist, hatte Sven am Steuer die pure
Freude.
Am Ende dieser, sehr gewöhnungsbedürftigen Strecke,
durchfuhren wir noch einige kleinere Ortschaften ehe wir die letzten
Kilometer wieder auf der Bundesstraße verbrachten. Schon hier merkte
man das diese Gegend sehr viel bewaldet ist und einige
Naturschutzgebiete und Nationalparks vorzuweisen hat. Schnell hatten
wir dann auch unseren Campingplatz mitten im Wald gefunden und fuhren
auf unseren Platz. Leider war dieser erneut recht schief und wir
konnten die Schräge nicht komplett ausgleichen. Ein Problem das wir
schon in Versailles hatten und das uns alle auch Schwierigkeiten mit
dem schlafen verursachte. Also gingen wir nochmal zur Rezeption und
bekamen zum Glück einen anderen, viel besseren Platz. Könnt ihr ja
auch auf den Bilder erkennen. ;-)
Im Anschluss bauten wir
schneller Hand das nötigste auf und grillten erst mal ausgiebig,
bevor es auf Erkundungstour durch den sehr schön angelegten und
idyllischen Platz ging. Da wir auch gleich mal unsere Weg nach Lille
für heute erforschen mussten, gingen wir dem Tipp nach das am Ende
der Straße unseres Camps eine Bushaltestelle sein sollte. Von dort
müsste man in die nächste Stadt kommen um den Zug nach Lille zu
erreichen. Der Fahrplan war recht übersichtlich und wir waren kurz
davor wieder zu gehen, als eine ältere Frau am Straßenrand mit
ihrem Auto anhielt und fragte ob wir Hilfe bräuchten. Sie erklärte
uns dann das sonntags leider keine Busse fahren und wir nach einer
Alternative suchen müssen. Entgegen der französisch-deutschen
Vorurteile, lud sie uns kurzerhand zu sich nach Hause ein um uns
anhand einer selbstgemalten Karte zu zeigen wie wir von A nach B
kommen. Sie wohnte zum Glück nur ein paar Meter von dort entfernt.
Nach dem kurzen, aber sehr hilfreichen Besuch wussten wir nun das der
Bahnhof ca. 30-45 Minuten zu Fuß von unserem Platz entfernt war.
Alternativ schrieb sie uns aber auch einige Taxinummern auf.
Wieder
am Camp angelangt, wollten wir noch das Abendspiel Kroatien –
Portugal anschauen. In der Bar des Platzes lief aber leider nur eine
Serie die man wohl mit GZSZ bei uns vergleichen kann. Idealerweise
ist der gesamte Platz fest in deutscher Hand und einige haben auch
eigene Fernseher dabei. So gesellten wir uns zu einer größeren
Gruppe und verfolgten den Sieg Portugals.
Nach dem Spiel gabs
dann noch einen „kleinen“ Abendsnack, bevor wir schlafen gingen.



Unsere Fahne werden wir wohl auch heute
wieder durch die Kontrollen durchschleusen müssen, da die Kumbis vom
DFB mal gar nix auf die Reihe bekommen was das ganze Thema angeht.


Ansonsten laufen aktuell die Vorbereitungen für das Spiel
nachher, in diesem Sinne – PROST!

- Timo -



Saint-Amand-les-Eaux
Nord-Pas-de-Calais, France
Timo Small

Ruhetag und Kultur


Gestern war, was das Wetter angeht, der
bisher Beste Tag. Mit Temperaturen an die 30 Grad mittags, war
schnell klar das keine großartigen Aktivitäten geplant werden.

Nach dem aufstehen und frühstücken gingen wir zu dritt ne Runde
mit dem Hund laufen, bereits da brannte die Sonne schon extrem vom
Himmel. Nach einer guten halben Stunde waren wir wieder am Platz und
machten das was man im Urlaub am besten macht, nämlich gar nix.
;-)
Irgendwann kam dann aber auf das unsere Vorräte an Essen und
Getränken langsam zur Neige gingen, also rafften Sven und ich uns
auf in den nahegelegen Supermarkt zu laufen um die prekäre Situation
wieder zu ändern.
Um endlich auch mal die landestypischen
Getränke zu kosten, deckten wir uns unter anderem mit zwei Flaschen
Rosé vom lokalen Anbieter ein. Ich nehm es vorweg, beide sollten den
Abend nicht überleben. Erschöpft von den Einkäufen wieder am Platz
angelangt, ging es direkt zum Pool der die nötige Abkühlung an
diesem Tag verschaffen sollte. Nahezu drei Stunden verbrachten wir
dort ehe der Hunger und die nach wie vor große Hitze, uns zurück
unter unseren Pavillon trieb.
Nach dem grillen und etwas
entspannen, begannen wir dann mal unsere Spielesammlung zu testen.
Über Kniffel, Mensch ärgere dich nicht, lügen und betrügen, sind
wir am Ende schließlich bei „wer bin ich“ gelandet. Ein sehr
geiles Spiel für die spätere Uhrzeit. ;-) Irgendwann kam dann unser
nordirischer Nachbar ums Eck, dem man auch anmerkte das er gegen die
enorme Hitze viel Flüssigkeit zu sich genommen hat. :-) Schnell kam
man ins Gespräch und kurze Zeit später wurde unsere Runde erneut
vergrößert. Wir hatten mittags am Pool vier andere deutsche
kennengelernt die ganz aus der Nähe bei uns daheim kommen, aus dem
Großraum Tübingen. Auch von denen setzen sich zwei zu uns und es
wurde immer feucht fröhlicher. Da jeder seine eigenen Getränke
mitbrachte hatten wir ne sehr breite Auswahl auf dem Tisch stehen.
:-) Und wie es bei solchen Festen so ist vergeht die Zeit wie im Flug
und um 3 Uhr nachts entschieden wir uns dann auch mal schlafen zu
gehen, während die anderen auf dem Campingplatz nach gleichgesinnten
suchten die ebenfalls noch wach waren.

Dementsprechend später
standen wir heute auch erst auf um dann schnell festzustellen das die
Wärme nicht mehr da war. Viele Wolken und ein kühler Wind
bestimmten den Morgen. Auf jeden Fall ein besseres Wetter um etwas zu
unternehmen als es gestern der Fall war. So fiel die Wahl schnell
darauf das wir uns heute das Schloss Versailles anschauen wollen,
welches nur 3,5km von unserem Platz entfernt liegt und man perfekt zu
Fuß erreichen kann. Kurz nach 12:00 Uhr sind wir dann los und
pünktlich zum Abmarsch kam auch die Sonne zurück und es wurde
wieder mehr als angenehm. Schon von weitem konnte man die
Menschenmassen sehen die alle zum Schloss wollten bzw. bereits drin
waren. Da man für den inneren Bereich Eintritt zahlen musste und die
Schlange dafür unendlich lang war, entschieden wir uns den Großteil
von außen anzusehen und waren daher auch nicht allzu lange vor Ort.
In der Nähe vom Schloss war ein kleiner Park mit nahegelegen See,
was unsere nächsten Ziele waren. Einen kurzen Spaziergang durch die
kleinen, verwinkelten Gassen später hatten wir dann auch den See
erreicht. Von weitem sehr schön gelegen und anzusehen, änderte sich
das Bild dann schnell. Das Wasser selbst war an vielen Stellen nicht
sauber und auch Schilder weißten daraufhin das man den Kontakt damit
vermeiden sollte. Trotzdem entschieden wir uns das Gewässer einmal
zu umrunden um dann dem Park einen Besuch abzustatten.
Zwischenzeitlich meldete sich aber der Hunger und so ging es erst mal
was essen. Schnell und durch etwas Glück hatten wir die örtliche
Fressmeile gefunden und dann auch recht flott das Restaurant unserer
Wahl. Zum Essen gab es dann zweimal Pizza und einmal Burger mit
Pommes. Frisch gestärkt ging es dann endlich zum Park um vor Ort
festzustellen das dieser geschlossen war. Also entschieden wir uns
den Rückweg anzutreten. Es ging nochmal kurz am Schloss vorbei ehe
wir gegen 17:00 Uhr wieder am Wohnmobil waren.
Für heute steht
dann nur noch die pure Entspannung auf dem Plan, bevor es morgen früh
bereits weiter Richtung Lille geht.
Dieses mal stehen uns zum
Glück nur ca. 4 Stunden Fahrt bevor.

Ob es in Lille dann mit
unserer Fahne und den Tickets geklappt hat, lest ihr beim nächsten
mal.
Denn mittlerweile haben wir sogar Kontakt mit dem DFB wegen
der ganzen Sache.

- Timo -



Versailles
Ile-de-France, France
Timo Small

Hauptstadt erobert!


Wie gestern schon erwähnt, begrüßte
uns Versailles am zweiten Tag von seiner Sonnenseite. Geweckt von der
Wärme im Auto und der Helligkeit von außen, standen wir gegen 8:00
Uhr auf um erst mal sämtliche Katerspuren zu analysieren und zu
bereinigen. Nach der kurzen Unterredung stand natürlich das
(Kater)Frühstück an. Ausreichend, vor allem mit Kaffee, versorgt
kehrten die ersten Lebensgeister zurück und die Planungen für den
vor uns liegenden Tag standen an. Hektik oder Stress, so waren wir
uns schnell einig, sollten für die kommenden Stunden absolut
vermieden werden. Da Swissi um 17:30 Uhr wieder vom Hauptbahnhof
zurück gen Heimat fahren musste, war schnell klar das wir ihn in die
Stadt begleiten und diese dann gleich mal ein wenig anschauen. Doch
zunächst wurden die morgendlichen Gepflogenheiten weiter ausgeführt.

Nachdem sich jeder wieder frisch gemacht hat und bereit für den
Tag war gab es, passend zum guten Wetter, natürlich das erste Krista
L. :D Eine Angewohnheit an die ich mich gewöhnen könnte.
Im
Anschluss diskutierten Swissi und ich, ach was schreib ich, wir
philosophierten über die sozialen Probleme der Welt, während Patty
und Sven mit Paco ne Runde laufen gingen. Gleichzeitig versuchte ich
noch den Bericht vom Vortag fertig zu schreiben und die Bilder zu
sortieren. Der Rest legte mittlerweile den Zeitplan für die nächsten
Stunden fest. Ursprünglich wollten wir um 13:00 Uhr Richtung Paris
aufbrechen, das ganze verzögerte sich dann aber über ne Stunde da
unser WLAN auf dem Platz nur in der Nähe der Rezeption verfügbar
ist und dieses sicher nicht zu den schnellste dieser Welt gehört. So
nutzten wir die Zeit für ein weiteres Bierchen während die Bilder
ihren Weg ins Netz suchten. Immerhin sind die Preise hier
erträglicher als bei den Spielen. Auch wenn das 0,5l Heineken für
5,80€ nicht gerade billig ist.

So ging es kurz nach 14:00
Uhr zum Bahnhof um mit dem Zug direkt zum Eiffelturm zu fahren. Nach
kurzen Komplikationen mit den Fahrkarten, saßen wir keine fünf
Minuten später bereits im Abteil. Die Fahrt dauerte ca. 20 Minuten
und auch in Paris selbst war das Wetter zunächst noch freundlich und
sonnig. Direkt am Wahrzeichen angekommen liefen wir einmal drumherum
und machten dementsprechende, schöne Bilder. Leider war der Park
rund um den Turm gesperrt und auch die Schlange zur Besichtigung
erschien uns zu lange, weswegen wir Richtung Aussichtsplattform
weiter gingen. Die Menschenmassen wurden auch hier nicht weniger und
nach den üblichen Fotos ging es dann direkt weiter zum Arc de
Triomphe. In der Nähe war auch gleich die Metro und ein paar
Haltestationen später standen wir am berühmtesten Kreisverkehrs des
Landes. Das Wetter hatte sich zu diesem Zeitpunkt leider geändert
und es begann zu nieseln. Daher hielten wir uns dort auch nicht allzu
lange auf, auch weil Swissi so langsam Richtung Hauptbahnhof musste.
Wir entschieden uns noch einen Abstecher zur Notre Dame zu machen und
verabschiedeten uns an der Haltestelle voneinander. Heute wissen wir
das seine Heimreise ohne Probleme verlief, einzig beim Umstieg in
Stuttgart musste er, nach eigenen Angaben, einen Sprint wie einst
Usain Bolt hinlegen um den Regio nach Waldhausen zu bekommen.
Dummerweise lässt sich der Wahrheitsgehalt dieser Meldung nicht
überprüfen, wir glauben ihm aber einfach mal das er den „Biss“
(Insider :D) entwickelt hat den Zug zu bekommen.
Auch an der
Notre Dame war das Wetter nicht besser, daher gab es neben den
obligatorischen Fotos noch eine kurze Verschnaufpause ehe wir uns
entschieden wieder zurück zu fahren. Glücklicherweise war ganz in
der Nähe eine Station von wo unser Zug direkt Richtung Versailles
fuhr. Noch besser war das wir wiederum keine zwei Minuten warten
mussten. Ohne Verspätung kamen wir dann wieder an unserem Bahnhof an
und deckten uns in den örtlichen, kleinen Supermärkten mit neuen
Lebensmitteln ein. Bierpreis hier 1,71€ pro Dose Carlsberg.
Nach
einem kurzen Marsch zurück zum Camp, war wieder Zeit für etwas
Regeneration. Zur zweiten Halbzeit der 18:00 Uhr Spiele machten wir
uns dann auf dem Weg Richtung Kiosk um mitanzusehen wie Portugal es
nicht schaffte gegen die Ungarn zu gewinnen. Die Meldung vom späten
Tor der Isländer gegen unsere Freunde des Alpenstaates sorgte für
gute Stimmung und einer Abreisewelle vieler rot-weiß-roten Kumbis
vom Campingplatz heute.
Nach dem Schlusspfiff wurde dann langsam
das Abendessen zubereitet und da bisher nur der Grill im Einsatz war,
gab es zur Abwechslung mal Nudeln mit Salat. Wirklich sehr lecker
nach den Unmengen an Fleisch die letzten Tage. :-)
Da wir uns
ordentlich Zeit gelassen hatten, reichte es bei den Abendspielen
wieder nur zur zweiten Halbzeit. Auch hier waren wir mit den
Ergebnissen und den daraus folgenden Paarungen fürs Achtelfinale
durchaus zufrieden. Die vielen Nordiren auf dem Platz sahen das späte
Tor ihrer Nachbarn gegen Italien dagegen eher mit gemischten
Gefühlen. Nach Abpfiff ging es dann auch wieder zügig zurück an
unseren Platz, wo es noch den ein oder anderen Absacker gab bevor das
Bett rufte.

Heute Morgen war das Wetter wieder so gut wie
gestern und bisher hält es auch.
Morgen gibt’s wohl nicht allzu
viel zu berichten, wir haben uns heute auf einen Ruhetag geeinigt,
sind ja schließlich im Urlaub. :-)

Morgen geht’s dann zum
Schloss!

Freut auch drauf und macht nix, wo wir auch nicht
machen würden!

- Timo -



Versailles
Ile-de-France, France
Timo Small

La Bouche – der Mund

Pünktlich
um 09:00 Uhr am Montag begannen die letzten Vorbereitungen für den
Trip. Nach den letzten Einkäufen und Besorgungen ging es für uns
Richtung Crailsheim um das Wohnmobil abzuholen. Ohne Probleme verlief
dort die Übergabe und somit stand die erste Fahrt mit unseren neuen
Wohnung an. :-) Auch diese konnten wir bzw. Sven meistern und die
Beladung konnte beginnen.


Kurz nach 02:00 Uhr nachts fuhren
wir dann endlich los Richtung Paris. Während Patty und ich zunächst
versuchten etwas Schlaf zu finden, übernahm Sven die erste Schicht
am Steuer. Immer Bestens unterhalten vom Beifahrer „Swissy“. Ohne
Schwierigkeiten, Stau oder sonstige Hindernisse konnten wir die
ersten Kilometer der insgesamt siebenstündigen Fahrt, laut Navi,
bewältigen. Der einsetzende, starke Regen, verlangsamte etwas das
vorankommen. Bedingungen die nachts beim Fahren nicht unbedingt
optimal sind. Bei Iffezheim überquerten wir dann die Grenze und
waren somit im Land der Weine angekommen.
Bei der Hälfte der
Fahrt wechselten Sven und ich dann den Fahrersitz. Das Wetter
besserte sich leider nur minimal, aber immerhin waren die Straßen so
gut wie leer. Nur die regelmäßigen Mautstellen trübten etwas die
Stimmung aufgrund der nicht immer ganz so billigen Preise. Insgesamt
mussten wir 88€ bis zum Campingplatz bezahlen. Gegen 09:00 Uhr
machten wir dann eine längere Pause zum Weißwurstfrühstück.
Swissy organisierte im Vorfeld das Essen und Trinken und da wir
sowieso erst ab 14:00 auf unseren Platz durften, ließen wir uns
Zeit. Insgesamt machten wir 1,5h Rast um dann die letzten 150
Kilometer bis zum Ziel in Angriff zu nehmen. Auf der letzten Etappe
verdichtete sich dann auch zunehmend der Verkehr, bis wir schließlich
in Paris selber nur noch Schritttempo fahren konnten. Trotzdem ging
es recht flüssig durch die Hauptstadt Frankreichs, besser als ich um
die Uhrzeit vermutete. Kurz vor 13:00 Uhr erreichten wir dann unseren
Campingplatz und konnten, nach ein Paar Missverständnissen, zügig
auf unsere Platz fahren. Die Unebenheit des Platzes machten uns
leider etwas zu schaffen, weswegen es über eine halbe Stunde dauerte
bis wir unseren Wagen einigermaßen im Wasser hatten. Zur Belohnung
gab's dann erst mal das ein oder andere Bier. :-)
Nachdem alles
soweit aufgebaut war ging es für uns dann Richtung Stadion. An der
Rezeption lagen freundlicherweise Verbindungen aus, wie man am
schnellsten und einfachsten zu den beiden Stadien gelangt. Wir
mussten ca. 10 Minuten zur nächsten Bushaltestellen laufen. Hört
sich im ersten Moment nicht weit an, wenn man aber zehn Dosen
mitnehmen muss ändert sich die Sache dann etwas. :D An der
Haltestelle warteten wir nur zwei Minuten bis der Bus kam, mit dem
wir 21 Stationen bis zu unserem Umstieg zurücklegten. Die Fahrt
dauerte knapp ne halbe Stunde. Von dort aus ging es dann mit der
Metro, drei Stationen weit, bis zum Stadion. Dort angekommen hatten
wir noch knapp zwei Stunden bis zum Anpfiff. Die Vorplätze rund um
den „Parc des Princes“ waren fest in grüner, nordirischer Hand.
Nur vereinzelt konnte man in weiß gekleidete Menschen entdecken.
Zügig ging es dann für uns zum Eingang, wo die Ordner uns mit dem
Bier natürlich noch abwiesen. Zum Erschrecken aller gelang es uns
dann aber trotzdem die noch vorhandenen Biere durch den
Sicherheitsbereich zu bekommen. Dazu mussten wir die Dosen nur auf
der anderen Seite des Zaunes abstellen, durch die Kontrolle gehen und
die Biere dann wieder einzusammeln. Die Krönung des Ganzen war das
genau daneben ein Polizeiauto stand. Soviel dazu...
Frohgelaunt
machten wir uns dann mit dem Proviant zum Eingang, wäre da nicht 100
Meter weiter eine weitere Kontrolle gewesen, bei der unser Trick dann
leider nicht mehr funktionierte. Also hieß es erst mal austrinken,
was aber keinem größere Probleme bereitete. ;-)
Dort trennten
uns dann unseren Wege, da wir in unterschiedlichen Blöcken waren.
Einmal ums Stadion gelaufen standen Sven und ich dann auch am Eingang
und damit vor der letzten Hürde unsere Fahne beim dritten Versuch
endlich mal ins Stadion zu bringen. Hierbei sei gesagt das ich an
der ersten Kontrolle mein Panzertape abgeben musste.
Die Flagge
hatte ich dieses Mal um den Körper gebunden und dann Jacke und
Bauchtasche drüber, dazu noch ne normale Fahne um den Bauch damit
unsere nicht auffällt. Am Ordner angekommen, wollte er natürlich
alles komplett sehen. Mit etwas Glück und Geschick kam ich dann aber
trotzdem durch und wir hatten zumindest das mal geschafft. Das
nächste Problem ließ aber nicht lange auf sich warten, in unserem
Block war kein Platz mehr die Fahne aufzuhängen. Kurz umgeschaut gab
es zum Glück noch auf der anderen Seite der Kurve einige frei
Stellen. Dort konnten wir aber nur mit den Schnüren an der Fahne
nicht viel anfangen. Glücklicherweise halfen uns paar Kumbis mit
Tape aus und die Fahne hing dann endlich das erste mal. :-)
Unser
Werk konnten wir von unseren Plätzen recht gut beobachten und waren
uns einig das es noch Steigerungspotential gibt, waren aber in dem
Moment mehr als zufrieden.

Bis zum Spiel hieß es dann noch
ne knappe Stunde zu warten und die Hoffnung auf eine bessere Leistung
war weiterhin vorhanden.
Das Spiel war dann leider geprägt von
alten Fehlern und ausgelassenen Chancen, diese uns dann einen Strich
durch die Rechnung machten, einen lockeren Einzug ins Achtelfinale
anzuschauen. Auch die Führung änderte daran nichts. Da aber auch
die Polen nicht über ein 1:0 hinauskamen (Geil Kuba!), reichte uns
der knappe Erfolg zum Gruppensieg. Dies wiederum war die Beste,
sportliche Nachricht für uns an diesem Tag, da wir nun unsere Route
nicht ändern mussten, was mit einigem, auch finanziellen Aufwand,
verbunden wäre. Die größte Frechheit sahen wir dann kurz vor dem
verlassen des Stadions auf der Leinwand. Wer auch immer die Wahl zum
Spieler des Spiels durchgeführt hat, hatte auf jeden Fall noch Reste
von allen bekannten Drogen dieser Welt im Blut, denn aufgrund welcher
sportlichen Leistung man diesen Özil da wählen kann, hat sich
keinem erschlossen. Die Reaktionen im Block der verbliebenen Fans
waren da eindeutig.
Im Anschluss holten wir dann unsere Fahne und
liefen zum vereinbarten Treffpunkt. Auf dem Weg dahin trafen wir
unsere zwei Mitfahrer vom ersten Spiel gegen die Ukraine und wir
verabredeten uns spätestens in Bordeaux zum Viertelfinale, mit
hoffentlich deutscher Beteiligung.

Am Treffpunkt angekommen
ging es dann auch sofort Richtung Campingplatz zurück, da sich der
Hunger mittlerweile deutlich meldete. Auch die Rückfahrt verlief
ohne Komplikationen und wir waren kurz nach 21:00 Uhr wieder am am
Platz, der allerdings verlassen war.
Patty hatte das Spiel am
Kiosk angeschaut und saß da auch noch, was uns verleitete mit
einigen anderen deutschen noch zwei Bier zu trinken, bevor es endlich
zur Einweihung des Grills ging. Nach ein paar, verständlichen,
Problemen das Ding zum laufen zu bringen grillten dann endlich die
ersten Würstchen und Steaks. Als dann alle satt waren, gab's noch
das ein oder andere Getränk bevor es um ca. 01:00 Uhr ins Bett ging.


Heute Morgen erwartete uns bereits bestes Wetter zum
aufstehen und frühstücken.
Was sonst noch alles passiert ist,
lest ihr morgen an gleicher Stelle. ;-)

Zum Schluss noch ein
„Gut Kick“ an alle Kumbis! Haut rein!

- Timo -



Versailles
Ile-de-France, France
Timo Small

Wohl dem der einen Stürmer hat...


Zum zweiten Gruppenspiel wartete Paris
auf uns.
Dieses Mal sollte es mit dem TGV um 12:50 zum Zielort
gehen, doch bevor man in den TGV steigt muss man erst zum
meistgenannten Hauptbahnhof der letzten Jahre kommen – Stuttgart.
Da kam auch gleich eine erste, kleinere Schwierigkeit auf uns zu.
Aufgrund Bauarbeiten hatte der Zug bereits in Waldhausen mehr als elf
Minuten Verspätung, welche sich bis Stuttgart auf über 20 erhöhen
sollten. Glücklicherweise hatten wir genügend Puffer und kamen so
kurz nach 12:00 Uhr an. Ne knappe Stunde blieb also noch um uns mit
genügend Essen und Trinken zu versorgen. Bei der Essensauswahl gab
es drei verschiedene Meinungen, bei den Getränken zum Glück nicht.
:-) Könnt ihr auf einem Bild ganz gut erkennen.

Der TGV stand
schon ne gute halbe Stunde vor Abfahrt am Gleis und wir entschieden
uns gleich einzusteigen. Da wir keine zusammenhängende Plätze
hatten, musste wir uns für die Fahrt also trennen, dachten wir
zumindest zu diesem Zeitpunkt. Die Plätze eingenommen, konnte man
früh feststellen das die meisten Mitfahrer den gleichen Grund der
Reise gewählt hatten wie wir. Aber eben nur die meisten, so fanden
sich neben Sven und mir im „Vierer“ zwei Personen wieder die wohl
weder mit dem Fußball, noch mit den dazugehörigen Trinkgewohnheiten
vertraut waren. Die ältere Dame der beiden schaute zunächst etwas
schockiert auf die Palette Bier. Selbst als wir ihr versicherten das
die Menge für drei Personen ist, war sie von ihrer ursprünglichen
Meinung nicht abzubringen. Sie erklärte uns das sie in Paris abends
ein Geschäftsessen hätte und keine Lust das wir irgendwann unser
Bier auf sie verschütten. Auch mein Erwiderung das ich gar nicht vor
habe Bier zu verschütten konnte sie nicht beruhigen, weswegen sie
schon vor dem ersten Halt die Flucht ergriff. Kurze Zeit später
waren wir also doch zu dritt vereint im Zug. Der übrig gebliebende
Nebensitzer blieb stur und verweilte bis Paris bei uns. Allerdings
konzentrierte er sich mehr auf seine Musiknoten im Laptop, als auf
unsere geistreichen Unterhaltungen. Selbst Schuld sag ich da nur. Die
restliche Hinfahrt verlief ohne nennenswerte, weitere Zwischenfälle.


Pünktlich in Paris angekommen, wartete die Stadt der Liebe
mit dem gleichen, lieblosen und grauen Wetter wie zu Hause. Also ging
es schnellstens zum Ticketschalter um dann in den Hostels einchecken
zu können. Zwei Stationen vom Hauptbahnhof entfernt waren wir dann
auch schon vor Ort. Zum Glück fanden wir uns dort schnell zurecht
und fanden unsere Unterkünfte, die sich in der gleichen Straße
befanden. Unser dritter Mann, mit dem ebenfalls besten Vornamen der
Welt, musste nachbuchen und konnte nur noch einen Platz in einem
Achterzimmer ergattern. Etwas von Angst erfüllt vertraute er uns all
seine Wertsachen an und ging zum einchecken. Eine Viertelstunde
später kam er zurück und seinem Gesichtsausdruck zur Folge, konnte
man schnell erahnen das sein Zimmer nicht unbedingt einer Suite im
Hyatt glich. ;-) Keine zwei Minuten zu Fuß lag dann unser Hostel.
Machte auf den ersten Blick zwar keinen besseren Eindruck, aber wir
hatten ein Doppelzimmer, was schon mal wie Luxus wirkte im Vergleich
zum Mehrbettzimmer. Der Check-In verlief problemlos, dummerweise gab
uns der Mitarbeiter den Schlüssel für ein Zimmer das bereits belegt
war – kann bei der Hektik der EM schon mal passieren. Wir klärten
ihn auf und bekamen zügig ein neues Schlafgemach zugewiesen. Dieses
war dann auch wirklich leer und lag sogar im ersten Stock, anstatt im
fünften wie das ursprüngliche. Kurz umgezogen und dann ging es auch
schon zurück zur Metro und Richtung Stadion. In der Metro selber
interpretierten wir dann ein Zeichen am Fahrplan leider falsch,
weswegen wir eine Station zu weit fuhren und nicht wie 99% des Zuges
an der richtigen Haltestelle ausgestiegen sind. War aber alles halb
so wild, da wir viel Zeit hatten und der Zug zurück keine fünf
Minuten später kam. Dummerweise war im ersten Zug zurück kaum noch
Platz und dann kamen aus dem nichts auch noch paar sportliche,
deutsche Jungs ums Eck, die sicher ihre eigene Meinung zu den
Geschehnissen in Lille hatten. Mittlerweile war unser gekauftes Bier
auch alle, was etwas die Stimmung drückte. ;-) Doch keine fünf
Minuten später konnten wir die eine Station zum Stadion zurückfahren
und uns am dortigen „Fanfest“ auf dem Bahnhofsvorplatz erfreuen.
Die Preise fürs Bier lagen hier dann sage und schreibe bei 8€ pro
halbem Liter Gerstensaft. Über die konsumierte Menge, hülle ich nun
mal den Mantel des Schweigens. :-) Auch das Essen war nur
unwesentlich billiger und besser. Nichtsdestotrotz stimmten wir uns
also feucht fröhlich aufs Spiel ein. Timo, also der andere, musste
seine Karten noch vor Ort von einem bekannten abholen. Leider
verspätete der sich, so dass Sven und ich schon mal Richtung Stadion
gingen. Das kurz davor gekaufte Bier sollte als Wegzehrung dienen,
die Ordner an der ersten Absperrung sahen das anders und wollten uns
nur mit leerem Becher passieren lassen. Wir beugten uns dem Wunsch
und tranken zügig leer um in den Stadionbereich zu gelangen. Dort
einmal hinter die deutsche Kurve gelaufen, standen wir schon in der
Schlange zum Eingang. Die Blockabfertigung machte es möglich das
hinter mir und vor Sven zunächst dicht gemacht wurde. Die Kontrollen
waren, wie in Lille, ein Witz. Bei jedem Bundesligaheimspiel wird man
dreimal besser durchsucht als bei den Witzfiguren. So passierte im
nächsten Moment etwas, mit dem keiner von uns gerechnet hätte. Das
die Sicherheitskräfte unsere Fahne sehen wollen, kann ich ja noch
nachvollziehen. Das die dann aber verbieten uns diese mit ins Stadion
zu nehmen, da diese zu groß sei, glich im ersten Moment einem Witz.
Der Mann der uns dies mitteilte lachte leider nicht mit und all
unsere Versuche dies noch abzuwenden waren erfolglos. „Immerhin“
durften wir die Fahne abgeben und nach dem Spiel wieder holen.
Dementsprechend gefrustet ging es dann zum Block. Ein Blick auf
unsere Karten ließ vermuten was wenige Momente später Gewissheit
war. Wir hatten Plätze in der letzten Reihe des Oberranges, dennoch
war die Sicht richtig gut und man hatte nie das Gefühl so weit weg
zu sitzen, wie man vermutlich wirklich war. Die Zeit bis zum Spiel
vertrödelte man auf gewohnte Weise, auch die Bekanntgabe der
Aufstellung wollte mich dann nicht zuversichtlicher stimmen, als ich
ohnehin nicht war.

Mit Beginn des Spiels konnte man schnell
feststellen das unsere Elf nicht unbedingt einer Leistungssteigerung
unterlag. Ähnliche Probleme wie gegen die Ukraine, nur das die Polen
diese oftmals besser zu nutzen wussten und in einigen Situationen nur
an sich selber scheiterten.
So ein Platz in der letzten Reihe hat
neben der ungewohnten Sicht, noch einen weiteren Nachteil für mich.
Man sieht einfach viel zu viel und bei dem Spiel leider zu viele
Fehler der deutschen Mannschaft. Da ist so ein Platz im Unterrang für
die Nerven wirklich Gold wert. Erschreckend war festzustellen das
unser Team scheinbar nur eine Offensivtaktik zur Auswahl hatte und
die Polen das, logischerweise, schnell durchschaut hatten.
Als ich
dann zur Halbzeit auf personelle Wechsel hoffte, kehrte auch bei
diesem Wunsch schnell die Ernüchterung ein. Unser Coach vertraute
seiner Taktik weiter und seinem gegenüber hat das sicher gefallen.
Erst nachdem der gesamte deutsche Block lautstark den Gomez forderte
wurde Löw aktiv. Gomez selber konnte leider kaum noch aktiv werden
und hatte auch keine Antwort auf die Defensive aus dem Nachbarland.
Entsprechend enttäuscht waren wieder dann mit dem Schlusspfiff,
weniger wegen des Endresultates, mehr aufgrund der eigenen gezeigten
Leistung. Gegen Nordirland kann jetzt nur das Ziel sein (hoch) zu
gewinnen.

Unser Treffpunkt im Anschluss war die gleiche Stelle
wo sich vorher unsere Wege trennten Mit etwas Verzögerung kamen
Sven und ich dort an. Irgendwas für 8€ hatte uns aufgehalten. Die
Situation am Bahnhof war leider keine schöne, immer mehr Menschen
kamen auf den Platz und gefühlt fuhr kein Zug ein bzw. weiter
Richtung Hauptbahnhof. Etwas verzweifelt machten wir uns nach ca.
einer halben Stunde Warten mal auf den Weg zu schauen was es rund um
den Bahnhof gibt. Die erste Idee evtl. mit dem Taxi zum Hostel zu
gelangen wurde schnell wieder überworfen. Für uns alle überraschend
war die Lage auf der anderen Seite der Haltestelle eine viel bessere.
Hier war weder eine längere Schlange, noch wurden einzelne Bereiche
gesperrt. So konnten wir ca. zehn Minuten später bereits in die
Metro steigen. Mit einem Umstieg am Gare du Nord, waren wir dem Ziel
nahe. Doch zu früh gefreut, eine Station vor unserem Ausstieg fuhr
unsere Bahn nicht mehr weiter. Kurze Zeit später wurde bekannt das
es sich um einen „Personenschaden“ im vorderen Waggon handelte.
Näheres wurde nicht gesagt und wir mussten den letzten, knappen
Kilometer bis zum Hostel zu Fuß gehen. Unterwegs kamen wir an einer
Fressmeile vorbei, doch die Müdigkeit war zu dem Zeitpunkt bereits
zu groß und wir gingen einfach weiter. Als wir dann endlich die
Straße mit unseren Unterkünften gefunden hatte, kam die Frage auf
ob man doch nicht nochmal zurück solle um was zu essen, der Weg war
ja nun bekannt. Gesagt getan! Fündig wurden Timo und ich bei einem
Dönerladen wie er in Frankreich üblich erscheint. Deren Döner
beinhaltet nämlich folgendes: ein aufgeschnittenes Baguette mit
Fleisch und Pommes gefüllt. Für 6,50€ unschlagbar. :D Sven ging
auf eigenen Wunsch leer aus.
Nach der Stärkung liefen wir dann
dann zügig zurück zum Hostel wo wir kurz vo 01:00 Uhr ankamen und
uns auch sofort schlafen legten.

Heute Morgen klingelte dann
um 05:30 Uhr der Wecker, unser TGV zurück fuhr bereits um 07:25 Uhr
Richtung Heimat. Auch hier verlief alles ohne unüblichen Ereignisse
und wir kamen fast pünktlich um 11:15 Uhr wieder in der
Landeshauptstadt an. Von dort ging es dann mit dem Regio nach
Waldhausen, was wir kurz vor 12:00 Uhr erreichten.

In der
Nacht von Montag auf Dienstag geht die Rundreise dann endlich richtig
los mit unserem Wohnmobil. :-)
Ich hoffe im nächsten Bericht auf
sportlich mehr Erfolg, alles andere kann gerne so lustig bleiben.


Bis dahin!

- Timo -



Paris
Ile-de-France, France
Timo Small

Erstes Spiel - Erster Sieg!

Fast pünktlich um 7:00 Uhr gings gestern los nach Lille zum ersten Gruppenspiel gegen die Ukraine. Die
Hinfahrt verlief weitestgehend unspektakulär, neben einer etwas zu
kurzen Nacht wollte auch das Wetter auf dem Weg in den Norden
Frankreichs nicht besser werden. So empfing uns die Stadt an der Deûle
mit einem wolkenbedeckten Himmer, der zur Ankunftszeit seinen Inhalt
aber noch für sich behielt. Recht zügig fanden wir das Parkhaus in der
Nähe des Stadions, was glücklicherweise auch nur einen Steinwurf von der
Autobahn entfernt ist.
Der erste Weg führte dann zum Kartenhäuschen,
wo zwei unserer Mitreisenden ihre Tickets noch abholen mussten. Das
ganze dauerte etwas länger als gedacht, war am Ende aber erfolgreich und
darauf kommt es ja auch an. Als nächstes ging es dann mit der Metro
Richtung Innenstadt, ungefähr zur gleichen Zeit öffnete der Himmel seine
Schleusen, glücklicherweise war die Entfernung zur Haltestelle nicht
allzuweit, weswegen wir vom Regen größtenteils verschont geblieben sind.

Zahlreiche
deutsche Fans kreuzten überall unseren Weg und auch an den öffentlichen
Plätzen dominierten die Farben Schwarz und Weiß. So langsam meldete
sich dann auch der Hunger bei uns, daher suchten wir uns erstmal einen
Platz in einem der zahlreichen Restaurants rund um den Platz "Charles de
Gaulle". Nach kurzer Suche wurden wir auch fündig und stärkten uns mit
regionalem Essen und Bier. Die Preise sind, wen wunderts, "etwas" teurer
als bei uns. So zahlt man für das 0,5l Bier sage und schreibe 7,40€.
Zum Glück hab ich das erst bei der Rechnung erfahren, sonst wärs
vielleicht eins weniger geworden - ach wem erzähl ich da was. Das hätte
auch nix geändert. ;-)
Nach dem Essen zogen wir weiter, einmal über
den Platz in die nächstgelegene Bar. Der Regen hatte sich immer noch
nicht verzogen und im Innebereich gab es keinen Platz mehr. So saßen wir
draußen unter großen Regenschirmen und tranken das nächste, extrem
preiswerte Bier. ;-)

Den anschließenden Fanmarsch zum Stadion
haben wir leider verpasst, versuchten aber diesen doch noch einzuholen.
Ich nehm es vorneweg, wir habe es nicht geschafft in den knapp sieben
Kilometern bis zum Stadion den Anschluss herzustellen. Daher suchten wir
kurz vor dem Großraum des Stadions noch eine kleine Bar auf dem Weg
auf, die komplett in deutscher Hand war. Auch hier gab es, völlig
unerwartet, noch ein Bier. Ich muss leider gestehen das ich vergessen
hab was wir dort für eins bezahlen mussten. 90 Minuten vor Anpfiff ging
es dann endgültig ins große, weite Rund. Die angekündigten
Sicherheitsvorkehrungen waren zumindest bei mir ein Witz. Ein flüchtiger
Blick in meine Bauchtasche war alles was der Ordnungsdienst als
Präventation angesehen hat. Das Stadion selber war schon recht früh sehr
gut gefüllt. Unsere Plätze waren schnell eingenommen und so blieb noch
etwas Zeit die ganze "Show" vor dem Anstoß zu verfolgen, war absolut
nicht mein Ding aber jedem das Seine. Bis hin zum Anpfiff gibt es dann
noch einen Zehn-Sekunden Countdown, damit auch wirklich jeder versteht
das es in Kürze losgeht.

Das Spiel selber war insgesamt eine
schwere Geburt für unsere Elf. Auch die frühe Führung brachte, zumindest
in Halbzeit eins, nicht immer die gewünschte Sicherheit. So hätten wir
uns über ein Unentschieden zur Pause nicht beschweren dürfen. Der zweite
Durchgang war dann deutlich besser, wobei man hier viel zu oft
verpasste den Sack zuzumachen. Wieso bringt man in so einer Phase
eigentlich keinen Mario Gomez, Herr Löw? Naja egal, am Ende haben wir ja
die drei Punkte und deswegen hat der Trainer sicher auch alles richtig
gemacht. Für das weitere Turnier war es für uns sicher hilfreich das
Schweinsteiger das 2:0 gemacht hat, so einen in Top-Form brauchen wir.
Er kann dann gerne für den Vorlagengeber zum zweiten Tor spielen.

Nach
Abpfiff ging es dann direkt zum Parkhaus wo wir uns alle wieder trafen
und schnell Richtung Heimat aufbrachen. Auch die Rückfahrt verlief
komplett problemlos. An dieser Stelle nochmal ein Dankeschön an die
Fahrer für den reibungslosen Ablauf. :-)
Punkt 7:00 Uhr, also genau 24h nach Aufbruch, waren wir wieder in Waldhausen.

Am Donnerstag geht es dann um 12:50 Uhr ab Stuttgart mit dem TGV nach Paris zum zweiten Gruppenspiel gegen Polen.
Doch auch da werden wir, anders als ursprünglich gedacht, nicht nur zu zweit sein. ;-) Seid gespannt.

- Timo -

Lille
Nord-Pas-de-Calais, France
Timo Small

Aufsteiger !!!!!

Hurra hurra Kreisliga A!

Iiiiiiiijaaaaaaaaaaa!!!!!!!!!!!!!!!!

Sind kurz vor Lille!

Geiler Tag!

Gruß an alle Aufsteiger!

Timo Small

Lasset die Spiele beginnen!

Gestern ging sie also los, die EM. Und auch wenn bei uns allen der Fokus ganz klar auf heute Nachmittag liegt, ist so ein Eröffnungsspiel trotzdem immer was besonderes und vielleicht auch der Beginn etwas ganz großem für die deutsche Elf.
Leider, aus meiner Sicht, konnten die Franzosen das Spiel gestern gewinnen. Ein Unentschieden wäre wohl verdient gewesen, aber aufgrund der heutigen Ereignisse war das nicht mehr als eine Randnotiz für mich.

Bevor sich einige fragen wovon ich eigentlich die ganze Zeit schreibe, hier die Antwort:
https://www.facebook.com/events/2788912824...
Für alle wo jetzt nun erst von der Veranstaltung erfahren, haben sicher noch genügend Zeit bis 15:30 Uhr in Bargau zu sein. ;-) Wir freuen uns über jede Art von Unterstützung!

Direkt nach dem Spiel findet, unabhängig vom Ausgang des Spiels, unsere Saisonabschlussfeier in der hiesigen Ostalm statt.
Quasi wiederum direkt danach geht es für uns zwei morgen nach Lille zum ersten Gruppenspiel gegen die Ukraine. Ich hoffe zeitnah morgen euch die ersten Impressionen davon zukommen zu lassen, möchte an dieser Stelle aber nichts versprechen. :D
Spätestens am Montag erfahrt ihr dann wie der Trip war.

In diesem Sinne, ab heute zählt nur noch der Sieg! :-)

- Timo -

Waldhausen
Baden-Wurttemberg, Germany
Timo Small

Tick tack, tick tack...

Unaufhaltsam tickt die Uhr bis zum ersten Spiel runter. Heute in einer Woche ist bereits das Eröffnungsspiel der Franzosen gegen Rumänien. Ganz uneigennützig fänd ich da ein Unentschieden ein tolles Ergebnis. :-)

Die eigene Mannschaft bekleckert sich, wie so oft üblich vor großen Turnieren, aktuell nicht gerade mit Ruhm. Dennoch sind und bleiben wir ne Turniermannschaft, auch wenn ich persönlich nicht unbedingt vom Kader so überzeugt bin nach all den verletzungsbedingten Absagen. Die Hoffnung stirbt aber natürlich zuletzt. ;-)
Gegen die Ukraine im ersten Spiel sollte es so oder so zu einem Sieg reichen und dann gilt es sich, wie bei der WM, von Partie zu Partie zu steigern.
Unsere Anreise zu diesem Spiel steht leider noch in den Sternen, näheres dazu sobald wir Gewissheit haben. Es wird auf jeden Fall jede Menge "nette" Bilder geben, soviel sei an dieser Stelle bereits versprochen. :D

Da wir als Weltmeister logischerweise auch zum Kreis der Titelkandidaten 2016 zählen und die Jungs das Ding natürlich auch nach Hause bringen wollen, ist heute passenderweise DER EM-Song des Jahres erschienen.
Um Punkt 14:00 Uhr gaben das Ausnahmeduo "Franz Krauder und sei Säckle" ihren Beitrag zum diesjährigen Turniersieg bekannt.
Unter diesem Link können alle Fans und die wo es noch werden wollen (und sicher werden) den Song anhören und mitsingen:
https://www.youtube.com/watch?v=vz1f-1XWxm8

Für uns selber stehen nun erstmal die Relegationsspiele mit dem TSV an, bevor das Abenteuer EM beginnt.
"Unglücklicherweise" könnte es hier einen fließenden Übergang geben, da am Samstag, 11. Juni das hoffentlich zweite Spiel um den Aufstieg ansteht und im Anschluss unsere Abschlussfeier in der Ostalm stattfindet. Am nächsten Tag geht es dann (vermutlich direkt :D) weiter nach Lille wo die Ukraine auf uns wartet.
Ihr seht also, es stehen auch vor der EM noch einige interessante Tage an.

Bleibt uns gewogen! ;-)

- Timo -






Waldhausen
Baden-Wurttemberg, Germany
Timo Small

Countdown läuft...

So, erstmal ein Hallo an alle die uns hier folgen werden. :-)

Nach der Bundesliga ist vor der EM und daher gibts heute unseren ersten von hoffentlich vielen tollen Einträgen.
Aktuell stehen die letzten Planungen an, ehe es dann am 20. Juni, in genau vier Wochen, endlich losgeht.
Natürlich werden wir euch aber auch über die ersten beiden Gruppenspielen hier auf dem Laufenden halten.

Wie ihr anhand der Route erkennen könnt, führt uns unserer Weg als erstes nach Paris, wo dann auch am 21. Juni das letzte Gruppenspiel gegen Nordirland auf dem Plan steht. Fünf Tage später geht es dann Richtung Norden nach Lille, wo wir neben einem Geburtstag hoffentlich auch den Einzug ins Viertelfinale feiern können. Dieses würde dann in Bordeaux stattfinden, wo wir uns vom 29. Juni bis zum 04. Juli aufhalten werden. Vorletzte Station ist dann die Hafenstadt Marseile ganz im Süden des Landes von wo es dann am 09. Juli wieder zurück nach Paris geht zum Finale.

Wir hoffen euch an vielen interessanten und vor allem sportlich erfolgreichen Momenten teilhaben zu lassen um dann am 11. Juli mit dem Pokal wieder nach Hause zu kommen. :-)

Fragen, Kritik, Komplimente usw. könnt ihr in den Kommentaren hier oder am einfachsten dann auf Facebook hinterlassen.

Noch ein Hinweis, die Hashtags zur Reise sind:
#em2016
#gutdruff

Waldhausen
Baden-Wurttemberg, Germany