Kolumbien 2016

Von März bis Juli werde ich in Medellin, Kolumbien mein Auslandspraktikum machen!

Blog

Dies ist dein Tour-Blog. Füge Einträge mit Fotos und Standort hinzu oder einfach nur Text und dokumentiere was du gesehen hast, wo du warst und worüber du nachgedacht hast. Wenn du möchtest, lass andere deinem Tour-Blog folgen und an deinen Erfahrungen teilhaben. Wie das geht? Hier entlang zum Video-Handbuch.

Beginne jetzt mit dem Bloggen und…

Station erstellen
Roland und Susanne Bendrien Small

Geburtstag in Rio Claro

Ich hatte mir zum Geburtstag ein Naturreservat ausgesucht etwa 3 Autostunden von Medellín entfernt. Der Geburtstag wurde tatsächlich sehr abenteuerlich mit wildwasser rafting (leider keine Bilder weil die Kamera sonst nass geworden wäre) und in Höhlen klettern.

Wir hatten zwei Nächte in einem super schönen Hotel mit eigenem Häuschen und einer riesigen Parkanlage auf der sich allerlei Getier fand darunter wunderschöne bunte Vögel und Warane die schon ohne Schwanz bis zu 50 cm maßen. Am Ankunftstag badeten wir gleich im Fluss der nicht um sonst "klarer Fluss" auf Spanisch heißt. Angenehmerweise waren wir in dem Reservat wie im Hotel fast alleine, nicht so ein Andrang wie in der Karibik. An den Morgen meines Geburtstages schipperten wir ein bisschen mit dem Schlauchboot über den Fluss und legten badestopps ein. Am Nachmittag gingen wir dann nur zu zweit und einem Führer in eine riesige Höhle. Das war ein richtiges Abenteuer, wir wateten durch den Fluss der durch die Höhle floss and Skorpionspinnen vorbei während wir von nachtaktiven Vögeln angeschrieen wurden. Dies alles nur mit einer Taschenlampe bewaffnet. Solch einen Tourismus erlebt man wirklich nur in Kolumbien, in Deutschland würde man das wohl niemandem zutrauen.

Heute sind wir dann nach Medellin zurückgekehrt um heute Abend noch die Abschiedsparty mit meinen Freunden zu feiern und Morgen geht es schon wieder nach Bogota.

Doradal
Antioquia, Colombia
Roland und Susanne Bendrien Small

Zurück in Medellin

Wieder in Medellin zurück haben wir ein sehr schickes Hotel bezogen ganz nah an der Ausgehmeile. 

Am ersten Tag haben wir einen Ausflug nach Santa Fe gemacht mit einer Kolumbianischen reisegruppe. Wir haben uns die älteste Brücke Kolumbiens angesehen, sind mit der Seilbahn gefahren und haben einen Bummel durch das koloniale Dörfchen gemacht. 

Am nächsten Tag haben wir an einer fantastischen Stadtführung durch Medellin teilgenommen die sogar auf Englisch war. Am abend waren wir noch bei meiner Freundin Isa und ihrer Familie zu einem super netten Abendessen eingeladen. 

Medellin
Antioquia, Colombia
  • Small
    marion landgraf hat am kommentiert:

    Hallo Geburtstagskind, alles Gute zu deinem Geburtstag, Glück, Gesundheit und dass deine Wünsche in Erfüllung gehen! Hab noch einen wunderschönen Urlaub und viele Grüße an Roland!

  • Small
    Roland und Susanne Bendrien hat am kommentiert:

    Hallo liebe Marion vielen lieben Dank für die Geburtstagswünsche! Wir sehen uns ja dann spätestens auf der Hochzeit deiner Tochter :)

Roland und Susanne Bendrien Small

Parque Tayrona

Den zweiten Tag in Cartagena verbrachten wir leider im Hotel und im Krankenhaus da das Abendessen wohl nicht mehr ganz so frisch war. Zum Glück war am nächsten Tag alles wieder gut und wir Fuhren in den 4 Stunden entfernten karibischen Naturschutzpark. Dort bezogen wir unsere eigene komfortable Hütte im Urwald und vergnügten uns noch im Pool. 

Am nächsten Morgen versuchten wir zu den Badestränden vorzudringen. Die Kassiererinnen waren mit dem Ansturm der Besucher überfordert was in einer Wartezeit von drei Stunden resultierte. Danach wurden wir mit dem Bus zum ersten wunderschönen Strand befördert wo man aber wegen den Strömungen nicht baden durfte. Deshalb ritten wir auf dem Pferdchen durch den Urwald und marschierten noch ein Stück bis wir uns endlich ins kühle nass stürzen durften. Die Zeit am Strand war super bis wir uns dann wieder auf den Weg zurück machen mussten . 

Santa Marta
Caqueta, Colombia
Roland und Susanne Bendrien Small

Cartagena

Gestern sind wir mit dem Flugzeug von leticia nach Cartagena in der karibik geflogen. Statt 28 Grad und gefühlte 90% Luftfeuchtigkeit ist es hier 35 Grad heiß und trocken.

Wir ließen uns bei Susannes Freundin kelly nieder, da ihre Familie hier ein Haus hat. Kelly zeigte uns noch den Stadtteil und wir gingen abends essen.

Die Nacht brachte leider keine Abkühlung: die Luft stand bei 30 grad. Einzig  ein Ventilator sorgte für ein Luftzug, jedoch wachte Roland am nächsten morgen mit rückenschmerzen und steifen Nacken auf, was aber schnell wieder verflog.

Wir fuhren in die historische Altstadt, welche aus sehr vielen kleinen Gässchen besteht. Hier gibt es viele Restaurants in denen man hervorragend Fisch essen kann. Wir besuchten außerdem den Palast der Inquisition, welche hier um 1600 tätig war. Am späten Nachmittag bestiegen wir die hiesige Burg. Von dort hat man einen tollen Blick auf die Stadt und in den unzähligen gängen kann man sich regelrecht verlaufen.

Am abend bezogen wir ein klimatisiertes hotel in der Innenstadt, gingen essen und genossen eine annähernd kühle meerespriese. 

Cartagena de Indias
Bolivar, Colombia
Roland und Susanne Bendrien Small

Amazonas

Wir waren vier Nächte in Leticia im Amazonas und haben viele Insekten Stiche davon getragen aber wir haben immer schön Malaria Tabletten genommen. Im Urwald ist es wirklich so feucht wie immer behauptet wird man wird nie richtig trocken . 

Leticia ist ein winziges Dorf mit eigenem Flughafen. Wir hatten aber sogar einen englischsprachigen Führer ergattert der uns alles über die Tierwelt erklärt hat. Wir sind im Amazonas bootchen gefahren und haben Dörfer mit Indianern besucht. Wir haben Faultiere gestreichelt und viele tropische Vögel gesehen. Wir sind im kletterpark auf 40 m hohe Bäume geklettert und haben uns auf seilrutschen hinabgleiten lassen. Dann sind wir im Kayak durch die Mangroven geschippert. Zu essen gab es meist Fisch aus dem Amazonas auch Piranja stand auf der Speisekarte. 

Jetzt machen wir uns auf in die Karibik es geht nach Catagena wo wir bei einer Freundin unterkommen werden. 

Leticia
Amazonas, Colombia
Roland und Susanne Bendrien Small

Bogota

Wir haben noch einen geruhsamen Tag in Villa de Leyva verbracht bevor wir nach Bogotá gefahren sind. Im Dorf haben wir uns Fossilien angeschaut die noch am Ort des Fundes lagen und das Museum wurde einfach darüber gebaut. Danach gab es noch die Kultstätte der Muisca Indianer die schon vor 4000 Jahren eine Art Stone Hedge erbaut haben. Außerdem ein Feld mit männlichen Gemächten aus Stein. 

In Bogotá haben wir uns die Altstadt und das Goldmuseum mit beeindruckenden Stücken angesehen. Wir sind auf den Berg Monserrat gegondelt mit schönem Blick über die Stadt. Wir haben noch einen Ausflug in das nahegelegene Zipanquira gemacht wo es die größte unterirdische Kathedrale der Welt gibt die in einem riesigen Salzbergwerk liegt. 

Jetzt geht es endlich raus aus der grauen Hauptstadt wir fliegen in den Amazonas! 

Bogota
Distrito Especial, Colombia
Roland und Susanne Bendrien Small

Villa de Leyva

Gestern sind wir zu einem kleinen Kolonialdorf  4 Stunden entfernt von der Hauptstadt Bogotá gefahren. Wir sind in einem traditionellen hotel untergekommen und haben heute vormittag eine privattour mit spanischsprachigem Führer gemacht. Ich hab immer schön für Roland übersetzt. Wir haben uns zwei Wasserfälle im Urwald angesehen und am Nachmittag haben wir eine abenteuerliche Wanderung gemacht. Wir wurden mit einem tollen Blick über die Landschaft belohnt. Jetzt trinken wir ein Bier auf dem Marktplatz und warten auf das Abendessen. 

Villa de Leyva
Boyaca, Colombia
Roland und Susanne Bendrien Small

Roland da!

Roland ist gut in Bogota angekommen wir haben noch was kleines gegessen und jetzt heist es erstmal schlafen. Wir melden uns bald mit berichten! 

Roland und Susanne Bendrien Small

Ausflug nach Peru

Nach 5 Tagen "Auslandsaufenthalt" in Lima, Peru habe ich viel zu erzaehlen also stellt euch auf einen laengeren Bericht ein!

Ein Freund den ich in Medellin kennen gelernt habe hatte mich zu seiner Familie nach Peru eingeladen damit ich mal was anderes sehe und auch damit ich mein Visa auf eine einfache Art und Weise auf weitere 90 Tage verlaengern kann (dies geschieht automatisch durch die erneute Einreise in Columbien). Also habe ich meinen Chef gefragt ob ich mal ein bisschen Urlaub nehmen kann und der hat gemeint ich soll mir ruhig Zeit nehmen und Suedamerika anschauen. 

Lima ist eine Stadt in der Wueste, die Berge rundherum sind kahl und sandig und die Luft ist konstant diesig weil die Stadt direkt am Meer liegt. Dieses graue Ambiente macht die 9 Millionen Stadt nicht gerade einladend ausserdem hat man wirklich das Gefuehl in der 3. Welt angekommen zu sein. Die Familie meines Bekannten hat eine eigene Firma und gehoert hier zu der reichen Schicht aber ihr Haus ist klein und heruntergekommen und in keinem der Wohnungen wo ich wahr scheint man viel Wert auf Sauberkeit zu legen. Liegt villeicht auch daran das hier konstant alles staubig ist wegen dem Sand. Dafuer ist die Familie um so freundlicher gewesen und auch um so zahlreicher. Der Vater von meinem Freund hat drei Frauen gehabt und insgesamt 5 Kinder wobei mein Freund auch noch Halbgeschwister Muetterlicherseits hat. Man kann sich also vorstellen wie viele Cousins und Tanten daraus resultieren und diese habe ich alle auf der Familienfeier kennengelernt. Die Menschen sehen hier alle sehr asiatisch aus jeder hat mindestens einen Chinesen oder Japaner in der Familie da dies logischerweise die naechstgelegenen Laender sind und deshalb reger austausch herrscht. Die Menschen sind in ihrer Art etwas zurueckhaltender als die Leute aus Medellin aber trotzdem sehr freundlich. Das wichtigste was die Leute hier unter gastfreundschaft verstehen ist den Gast gut zu bewirten. Die Peruanische Kueche soll die zweitbeste der Welt sein, nach der Franzoesischen und ich muss sagen da ist schon was dran. 

Hier in Peru habe ich hauptsaechlich drei Sachen gemacht: gegessen, getrunken und im Auto gesessen. Der Verkehr in der Grossstadt ist katasrophal, wir haben Stunden gebraucht um an unsere Ziele zu kommen. Einen Abend haben wir mit seinen Geschwistern Abends am Strand gesessen und Bier getrunken, dann haben wir nochmal mit der ganzen Familie gesessen und getrunken und am Freitag Abend hatte ich dann die Ehere kostenlos in einen Luxusclub zu kommen mit Live Darbietung eines bekannten Saengers und wir waren bis 5 Uhr unterwegs. Gegessen habe ich alles was die Kueche hier so hergiebt, Cebiche das ist in Zitrone marinierter roher Fisch, verschiedene Fleischsorten vom Grill, Arroz chaufa das ist eine Art chinesischer Reis und noch vieles weitere. 

Nebenbei haben wir dann noch das Stadtzentrum besucht, Lima ist eine Geschichtstraechtige stadt schon im Jahr 1535 gegruendet und hat eine dementsprechend kolonial anmutende Altstadt mit vielen wunderschoenen Kirchen und einer riesigen Kathedrale wo es eine kostenlose Fuehrung gab. Dann haben wir noch einen Ausflug an den Strand gemacht aber ins Wasser habe ich mich nicht getraut das war naemlich sau kalt hier ist es grad Winter, kann man sich also so vorstellen wie der Sommer an der Ostsee. So gesehen habe ich Peru von einer sehr realen seite kennengelernt und zwar so wie die Menschen hier wirklich leben und habe die schoenen und haesslichen Seiten der Stadt kennen gelernt. Ein super interessanter Ausflug aber ich freue mich schon riesig auf mein Zuhause in Medellin!


Lima
Lima Metropolitan Area, Peru
  • Small
    marion landgraf hat am kommentiert:

    Hallo Susanne, wir freuen uns immer sehr, deine Reiseberichte zu lesen und die Fotos zu sehen!
    Merke dir alles gut, wir wollen später alles genauer hören! Wenn Roland dann dazu kommt, wird es dann bestimmt noch besser, da Urlaub! Wir denken an dich! Liebe Grüße Marion und Jörg

Roland und Susanne Bendrien Small

Salsa in Cali

Dieses Wochenende bin ich ziemlich spontan nach Cali geflogen einmal um zu ein paar buddhistischen Vorträgen zu gehen und zum anderen natürlich auch um mir die Stadt anzusehen!

Ich hatte sogar mein eigenes Zimmer mit Bett im buddhistischen Zentrum und am Freitag Abend sind wir natürlich gleich allesamt in eine traditionelle Salsa Bar gegangen, denn Cali ist die Hauptstadt des Salsa in Südamerika! Das kann man auch sehen, denn die Paare hier tanzen wirklich toll da hat man nur freude beim zuschauen! Ich bin natürlich auch ein bisschen mitgehopst aber leider nicht ganz so mühelos. Wer mal gerne einen Geschmack vom Salsa haben will hier ist ein youtube video mit einem sehr bekannten Salsa und im Text geht es um die Stadt Cali, ist auch mit ein paar Bildchen untermalt: https://www.youtube.com/watch?v=QkPsIA7N8Jc

Am Samstag Abend war der Kurs dann offiziell zuende aber meine Freundin Alejandra hat sich bereit erklärt mir bis einschließlich Sonntag noch die Stadt zu zeigen und deshalb sind wir mit noch weiteren Freunden losgezogen und haben in einer Bar heimisches Bier und Aborrajado (Gebackene Banane mit Käse) genossen, dann abends ging es nochmal in einen etwas moderneren Club wo sogar ab und zu etwas Englische Musik gespielt wurde, hier eine Seltenheit. Am Sonntag sind wir dann in den Zoo gegangen, wohl der beste Kolumbiens und was super ist, es gibt fast nur einheimische Tiere in den Gehegen. Die Warane die auf dem Baum sitzen haben aber nicht zum Inventar des Zoos gehört, diese riesigen Tiere laufen hier frei in der Gegend rum. Dann gab es noch ein tolles Mittagessen auf einer Terrasse mit Blick auf die Stadt, es gab Sancocho, das ist die Suppe und mir wurde gesagt das Hähnchen sei nur Beilage... Und dann noch eine Variation aus Nachspeisen. Zurück bin ich dann Abends mit einem kleinen Propellermaschienchen geflogen. Eine super Stadt!

Roland und Susanne Bendrien Small

Familienausflug nach Santa Fe

Der Muttertag ist super wichtig in Kolumbien und wird ausgiebig zelebriert, da meine Mama ja in Deutschland ist habe ich mir eine Ersatzfamilie gesucht um auch einen Familientag zu feiern.

Meine Freundin Angela hat mich eingeladen mit ihrer Familie nach Santa Fe zu fahren, Sie hatte sich nämlich einen Tagesausflug von ihren Söhnen gewünscht und so sind wir um 9 Uhr morgens ins ca. 1,5 h entfernte Santa Fe de Antioquia gefahren. An Bord waren Mutti (Angela), Oma, Hund und die Kinder darunter ich. Aber die Söhne haben sich natürlich was besonderes einfallen lassen und uns in ein Spa gefahren wo wir Sangria schlürfend im Pool gedümpelt haben bei 30 °C da Santa Fe um einiges tiefer liegt als Medellin und deshalb auch viel heißer ist. Dann gab es noch ein riesiges Buffet zum Mittagessen und gegen 3 Uhr sind wir dann losgefahren um auch was von dem Dorf zu sehen. Aber zuerst ging es zum Puente de Occidente, eine Brücke aus dem Jahr 1884 die natürlich renoviert wurde aber noch die ursprüngliche Konstruktion ist. Sie führt über den Rio Cauca, den zweitlängsten Fluss Kolumbiens. Wir haben dort die Aussicht genossen und sind dann ins Dorf gefahren wo wir erstmal bei einer befreundeten Familie halt gemacht haben die uns auf Bier und Grillgut eingeladen haben. Nach einem netten gespräch haben wir dann noch eine Runde durch das nächtliche Santa Fe gedreht, da am Montag feiertag ist war der ganze Marktplatz eine große Party. Danach fuhren wir wieder nach Medellin zurück, wir waren etwa 11 Uhr wieder daheim.

Roland und Susanne Bendrien Small

Medellin Graffiti Tour

Heute habe ich an einer Tour in Medellín teilgenommen um auch die Stadt in der ich wohne mal genauer kennen zu lernen...

Die Graffiti Tour findet in der Comuna 13 statt, einem der ehemalst gefährlichen Viertel hier in Medellin das man vor 10 Jahren überhaupt nicht betreten konnte. Aber es hat sich einiges geändert, die Leute sind zwar nicht reich geworden aber wenigstens hat die Gewalt um einiges abgenommen. Wir hatten einen Tourguide der in dieser gegend aufgewachsen ist und jetzt Rapper ist und sich mit der Tour nebenbei noch was dazu verdient. Wir haben viel über die Geschichte gelernt, dass die Regierung um die Geruillas aus diesem gebiet auszutreiben Operationen durchgeführt hat wo sie alles umgebracht haben was sich bewegt hat und alles abgebrannt haben und natürlich damit hauptsächtlich die Zivilbevölkerung getroffen hat. Aber neben den gruseligen Geschichten hat er auch viel zu der "friedlichen Revulotion" erzählt, also mit der Street Art und der Rap Musik die Kinder von der Straße zu holen und ihnen eine andere Beschäftigung als die Kriminalität zu geben. Die Graffiti Bilder haben hier meißt der viel Symbolik, oft sind  Frieden und Hoffnung das Thema. Außerdem hat die Regierung durch das Armenviertel eine ganze Kette an Rolltreppen installiert um den Transport zu vereinfachen. Schon eine lustige Idee... Und was super schön ist, in dem ganzen viertel hört man jeden Tag zu jeder Uhrzeit Rap Musik oder Raggeaton die aus verschiedenen Häusern schallt und die Kinder spielen fröhlich auf der Straße, also bei mir hat diese gegend eigentlich nur positive Eindrücke hinterlassen.

Roland und Susanne Bendrien Small

Ausflug nach Jardín

Dieses Wochenende war ich mit meiner Freundin Kelly (sie ist Kolumbianerin aber ursprünglich aus einer anderen Stadt namens Cartagena) in einem Dorf namens Jardín was auf Spanisch "Garten" bedeutet.

Wir sind am Samstag um 6 Uhr Morgens im Busterminal in Medellin losgefahren und dann 4 h bis nach Jardín gegondelt, sehr günstig die Busfahrt hat nur 6 € gekostet. Im Dörfchen angekommen haben wir erstmal unser Hotelzimmer bezogen und haben dann das Dorf erkundet. Alles zu Fuß begehbar, einen kleinen Marktplatz und für so ein kleines Dorf eine überdimensionierte Kathedrale. Es gab auch eine "Seilbahn" die nur aus einem Holzkäfig bestand und die bis zu 4 Personen auf einen Aussichtspunkt gebracht hat (siehe Bild). Als wir das überlebt haben haben wir uns dann noch das Museum von einem sehr netten Führer zeigen lassen und sind unterwegs noch einem Touristenführer über den Weg gelaufen der uns eine Tour zu den Höhlen mit Wasserfall angeboten hat. Das haben wir dann auch gleich für den nächsten Tag gebucht. Am Abend sind wir dann noch zu einem nahegelegenen Wasserfall gelaufen und zurück im Dorf haben wir auf dem Marktplatz nochmal den Touristenführer getroffen der uns gleich zu einem Kaffe und einer langen Unterhaltung über Unterschiede in den Gepflogenheiten zwischen Deutschland und Kolumbien eingeladen hat. Danach haben wir dann noch eine Disco unsicher gemacht, aber nur bis um 11 Uhr weil wir ja am nächsten Tag früh raus mussten.

Am Sonntag ging es dann nach einem ausladenden Frühstück mit dem Jeep los zu unserem Abenteuer. Wir waren 8 Personen mit Führer, wobei zwei Personen auf dem Dach des Jeeps platz nehmen mussten. Wir fuhren also ca. eine Stunde durch Bananen und Kaffee Plantagen um schließlich an einem Bauernhof anzukommen. Dort wurden dann die zahmsten Pferde für die Touristen ausgesucht und wir ritten los in Richtung Höhle, es gibt nämlich keine befahrbare Straße dort hin. Nach 1,5 Stunden reiten durch wunderschöne Landschaften aber recht unwegsame Pfade erreichten wir den nächsten Bauernhof wo wir abstiegen und zu Fuß weiter mussten weil sich dieser Weg nicht mal mehr für Pferde eignete. Tief im Jungel erreichten wir dann die Höhle mit spektakulärem Wasserfall wo sich eige wagemutige Personen abseilten. Wir begnügten uns damit ein Bad in dem eiskalten Wasser zu nehmen. Danach gab es dann noch ein Picknik als Belohnung und dann wieder den beschwerlichen Weg zurück. Am Nachmittag waren wir dann erschöpft und schlammverschmiert wieder zurück in Jardín wo wir uns noch einen Kaffee gönnten und dann um 4 Uhr Nachmittags den Bus zurück nach Medellin nahmen.

Was für ein Abenteuer!

Roland und Susanne Bendrien Small

Deutsches Restaurant und Shoppen

Dieses Wochenende habe ich es mal ruhig angehen lassen und war heute (Samstag) mit meiner Freundin Manu in der Innenstadt shoppen und auch vom Donnerstag möchte ich erzälen als wir ein "Geschäftsessen" in einem Deutschen Restaurant hatten.

Da wir ja in ein neues Büro eingezogen sind hatte ich am Montag vorgeschlagen ob wir das nicht alle zusammen feiern wollen indem wir essen gehen, und ich hatte schon länger den Plan mit meinen Kollegen in ein deutsches Lokal hier in Medellin zu gehen. Alle fanden die Idee super und so fand sich das ganze Team inklusive Ehefrauen im "Aleman Pues" ein. Auf dem Foto sehr ihr links den Typ in lila heißt Camilo, dass ist der der die Firma gegründet hat und somit der Chef ist, aber das Arbeitsverhältnis ist hier eher wie das einer großen Familie. Was nicht bedeutet das nicht gearbeitet wird, vor allem Camilo habe ich das Gefühl ist Workoholic, unglaublich was der leistet, gibt nebenbei noch Vorlesungen in der Uni Abends von 6-9 Uhr! War jedenfalls super nett und wie ihr seht gab es Köstritzer, das Bier was auch viel in Leipzig getrunken wird, da hab ich mir natürlich gleich eins bestellt. Dann gab es für alle große Platten mit Bratwürstchen und zur Nachspeise noch Apfelstrudel, nebenbei lief nur deutsche schlager Musik ist ja ganz lustig wenn man nichts versteht aber nach einer Weile fand ich das schon nervig. Aber das Essen war lecker und der Abend super nett, mal sehen ob ich in Deutschland jeh so gute Arbeitskollegen finden kann!

Dann war ich heute mit Manu, die die Sekräterin bei uns in der Firma ist und ihrer 4-Jährigen Tochter Salome in der Innenstadt shoppen. Ich brauchte nähmlich ein paar schicke Blusen für die Arbeit und hab natürlich nebenbei noch viele andere Sachen gekauft. Wir waren im "Palast der Mode" wirklich ein schönes Gebäude (siehe Bild) und die Preise sind wirklich unglaublich, aber jetzt auch nicht so wie villeicht in Thailand, ich hab jetzt für eine Bluse 8 € bezahlt was auf jeden Fall super ist. Mittags sind wir dann bei McDonalds eingekehrt weil die Kleine dort essen wollte, jetzt habe ich das McDonalds Erlebnis jetzt auch schon hinter mir, was hier besonders ist dass es eine "Soßentheke" gibt wo man sich verschiedene Salsas nehemen kann um die dann auf den Burger zu tun. Danach haben wir uns noch ein kleines Stück Torte in einem Laden gegönnt wo die Torten aussahen wie Kunstwerke. Um 4 bin ich dann ziemlich fertig zuhause angekommen weil es nur so gewimmelt hat von Leuten und unglaublich heiß war in der Innenstadt aber ein super spannendes Erlebnis!


Roland und Susanne Bendrien Small

Villa de Leyva

Von Donnerstag bis Sonntag war ich in Villa de Leyva ein Dorf relativ nah bei Bogotá im Rahmen eines Buddhistischen Kurses.

Donnerstag um 17 Uhr am Flughafen ging es schonmal damit los das mir mitgeteilt wurde das mein Flug gestrichen wurde weil es Probleme mit den Flügen gibt und alle Flüge verspätet sind. Aber das macht nichts, ich wurde von der netten Dame auf einen Flug um 18 Uhr gebucht. Aber irgendwie waren alle Flüge so sehr verspätet, dass wir dann erst 20 Uhr in der Maschiene saßen. Auf dem Rollfeld stellten die Piloten fest, dass das Flugzeug kaputt ist und wir umdrehen müssen und in ein anderen Flugzeug steigen müssen. Letztenendes war ich dann 22 Uhr in Bogotá und hab den Vortrag am Abend von Tomek einem buddh Lehrer verpasst aber war nicht so schlimm denn ich bin gleichzeitig mit einem Freund angekommen der seinen Flug um 21 Uhr hatte und so konnten wir gemeinsam ins Zentrum von Bogota fahren.

Dort saßen wir dann gemütlich bei Wein mit Freunden bei sammen und bei den Latinos braucht es nicht lange bis es Musik gibt und dann letztenendes auch wild getanzt wird. Letztenendes bin ich dann um 3 Uhr Nachts im Bett gewesen und musste um 7 Uhr schon wieder aufstehen um mit den Freunden den Bus nach Villa de Leyva zu nehmen. Wir frühstückten noch gemütlich und mit einer Stunde verspätung fuhr der Bus dann los, nach etwa 4 Stunden waren wir in Villa de Leyva und aßen erstmal groß Mittag. Dann fuhren wir ins Retreatcenter, also das Stück Land auf dem der Kurs stattfand und bauten unsere Zelte auf. Die Landschaft war atemberaubend schön, mit Bergen und Grasland. Wir waren höchstens 80 Leute und ich hatte mich zum servieren von Essen eingeschrieben. Deshalb musste ich auch immer schon 7 Uhr aufstehen um das Frühstück zu servieren.

Die ersten Vorträge mit Tomek liefen super gut, ich saß in der ersten Reihe, dann am Samstag Vormittag Skype-Session mit Ole und am Samstag Abend Maggie. Doch in der sekunde als Maggie anfing ihren Vortrag zu halten fing es an wie aus Kübeln zu Schütten und zu Gewittern, sowas habe ich noch nicht erlebt. Es regnete so stark, dass das Vortragszelt unter wasser gesetzt wurde und wir alle auf die Erhöhung aus Holz flüchteten auf der Maggie saß, siehe Bild. Dann mit einem gewaltigen Donner fiel der Strom aus, was zu erwarten war, und wir setzten uns alle noch enger um Maggie weil ja jetzt auch kein Mikrophon mehr ging. Mit Taschenlampen ausgestattet lauschten wir dann andächtig ihren Ausführungen bis Mitternacht, und bis dahin hatte es dann endlich aufgehört zu regnen. Doch die Wüste hatte sich natürlich in eine Schlammwüste verwandelt und ich versuchte vergeblich meine Kleidung nicht dreckig zu machen weil ich nicht so viele Klamotten mitgenommen hatte. Ich kroch dann in mein Zelt und war sehr dankbar, das dieses innen trocken geblieben war. Am nächsten Tag kochte ich dann Rührei zum Früstück und das ging auch ohne Strom da wir mit Gas kochten. Gegen Mittag war der Strom dann wieder zurück, wir hatten noch eine Session mit Ole und dann ging es gegen Mittag mit Bus zurück nach Bogotá.

Sonntag war ich dann 22 Uhr wieder zuhause, und sehr dankbar über die warme Dusche und das Bett. War ein tolles Erlebnis!

Roland und Susanne Bendrien Small

Guatapé

Am Sonntag habe ich einen Tagesausflug mit einer geführten Tour nach Guatapé gemacht...

Wir sind um 7:30 Uhr Früh mit einer Reisegruppe bestehend aus 30 Leuten losgefahren, die Tour war auf Spanisch aber das war gar kein Problem. Ich bin mit meiner amerikanischen Freundin Shannon gefahren, ich hatte sie vorher auf einer anderen Tour kennen gelernt. Wir sind etwa zwei Stunden nach Guatapé gefahren, dann haben wir erstmal einen Arepa zum Frühstück bekommen und dann sind wir zum Piedra de Penol, ein Stein der 220 m aus der Erde herausragt. Dort durften wir 700 Stufen hochlaufen bis wir eine super Aussicht auf die Umgebung genießen konnten. Um den Stein herum ist ein riesiger Stausee der eine sehr zerklüftete Form hat weil es eben ein angestauter See ist der ein Wasserkraftwerk speist das nacht unserem Tourleiter 30 % des Energiebedarfs der Region Antioquia deckt. Danach gab es dann Mittag und eine Tour auf einem Boot wo es mit lauter musik und Bierausschank recht lustig zuging. Am Schluss wurden wir dann noch von einem wunderschönen Regenbogen überrascht.

Zum Nachmittag hin hat es dann etwas geregnet aber wir haben uns nicht davon abbringen lassen die Stadt Guatapé zu erkunden wo die Häuser alle wunderschön Bunt sind und die sogenannte Zócalos besitzten die ursprünglich zum Schutz des Hauses gegen Umwelteinflüsse dienten aber jetzt reich verziert sind mit verschiedensten Motiven. Gegen Nachmittag sind wir wieder heimkutschiert worden und waren dann wieder 7 Uhr in Medellín, der ganze Spaß hat all inklusive 20 € gekostet!

Den weiblichen Phönix den man auf einem der Bilder sieht steht für eines der Dörfer das umgesiedelt werden musste als der Stausee gemacht wurde, die Wasserwerke mussten ein ganzes Dorf komplett neu bauen um die Genehmigung zu bekommen. Anstatt aus dem Feuer wurde diese Stadt aus dem Wasser wiedergeboren.

  • Small
    Rosi hat am kommentiert:

    Klingt nach einen super Ausflug!

Roland und Susanne Bendrien Small

Was hier so alles anders ist...

Nach einem Monat Medellín kann ich feststellen das es mir hier super gefällt aber es gibt ein paar Dinge die jedem Deutschen seltsam anmuten oder Kuriositäten die ich gerne mal auflisten möchte:

1. NICHTS in diesem Land funktioniert ohne Passnummer, und wenn du nur Bananen kaufst wollen sie deine Passnummer wissen es ist unglaublich. Jedesmal wenn ich also zur Bank oder Apotheke gehe oder ein Telefon kaufen will muss ich diese Passnummer angeben. Problem: Deutsche haben keine Passnummer in einem Fortmat wie die Kolumbianer sondern diese Nummer hat auch Buchstaben was der Computer natürlich ablehnt. Also muss ich jedes Mal erklären das ich sowas nicht habe und letztenendes tippen sie dann meistens einfach irgendeine Nummer ein...

2. Klopapier darf man nicht ins Klo schmeißen! Sondern kommt in den Müll, was ich ehrlich gesagt ziemlich ekelig finde.

3. Junge Erwachsene meines alters wohnen immer noch bei Ihren Eltern, meißtens bis sie verheiratet sind! So alleine Wohnen oder WG ist hier nicht in.

4. Wenn man hier einem Busfahrer einen 15 € Schein gibt entschuldigt man sich weil man keine kleineren Scheine hat, bei uns in Deutschland entschudigt sich man villeicht für einen 100 € schein. Jedenfalls ist der größte Schein den es gibt der 15 € schein, und wenn man also mal etwas mehr Geld abheben geht fühlt man sich der Anzahl der Scheine nach wie ein Millionär. 1 Peso Münzen gibt es gar nicht, das kleinste sind 50 Peso das entspricht einem Cent.

5. Alleine etwas unternehmen finden die Kolumbianer total komisch, wenn man ihnen erzählt das man alleine irgendwo hinreist sind sie immer ganz erschrocken wiso man denn sowas machen will? Hier immer mit Freunden, desto mehr desto besser!

6. Pico y placa: Das ist ein Gesetz das Besagt das zwischen 7-9 Uhr und 17-20 Uhr nur Autos mit bestimmten Zahlenkombinationen auf ihren Nummernschildern fahren dürfen. Deshalb kann es oft sein das dir die Person sagt: oh da kann ich nicht kommen, Montag und Mittwoch habe ich pico y placa! Zu fuß laufen die Leute hier nur selten, meißtens sehe ich auf dem Weg zur Arbeit nur welche die Joggen. Aber das liegt villeicht auch daran das die Straßen hier sehr steil sind!

7. Jede Familie hat hier eine finca, ein Ferienhaus zu dem man am Wochenende fährt. Das ist meist in den Bergen rund um Medellín und wirklich jeder hat sowas mir wurde schon von X leuten angeboten mit Ihnen ein Wochenende in der finca zu verbringen, ich werde dann mal mit meiner Familie fahren bei der ich wohne.

Das ist war mir jetzt soweit erstmal einfällt...

Roland und Susanne Bendrien Small

Kaffee Farm

Heute habe ich an einer Tagestour zu einer Kaffefarm 1,5 Stunden von Medellin entfernt in der Nähe von Fredonia teilgenommen.

Wir sind um 9 Uhr losgefahren und haben uns den Weg zur Kaffefarm mit dem Kleinbus mit 8 Personen über Schotterpisten hart erarbeiten müssen. Aber es hat sich gelohnt, wir waren auf einer kleinen Farm einer Familie die das Geschäft schon seit 5 Generationen betreibt. Auf der Farm wuchs nicht nur Kaffee sondern auch Bananen, Papaya, Mais, Zuckerrohr, Bohnen und was man hier so isst natürlich auch ein kleiner Stall mit Hühnern und Schweinen denn hier in den Bergen sind die meißten Leute selbstversorger, da der Boden so nahaft ist das man eigentlich nichts kaufen braucht.

Zuerst haben wir ein Frühstück bekommen aus Arepas (Maisfladen), Käse und selbstgepressten Orangensaft von eigenen Orangen, ich will gar nichts anderen mehr trinken! Danach sind wir kreuz und quer durch die Plantage gelaufen und haben zum Schluss auch unseren eigenen Kaffee pflücken dürfen, den wir dann auch mit einer Maschiene entschalt haben. Leider muss der Kaffee danach gewaschen und getrocknet werden deshalb haben wir unseren eigenen nicht trinken können. Aber wir haben dann schon getrockneten Kaffee selber geröstet und gemalen, den es dann auch zu trinken gab. Wir haben aber den Kaffee richtig verkostet, also raten müssen welcher Kaffee gut/schlechte Qualität ist usw. Zwischenrein gab es dann nochmal ein großes Mittagessen mit super leckerer Kochbanane, die es hier ja zu fast allen Gerichten gibt, selbst von Omi in der Küche zubereitet. Zum Schluss konnte man dann natürlich noch Kaffee von der Farm kaufen, ich habe jetzt mal ein Paket für meine Arbeit mitgenommen, denn der Kaffee den die Leute hier tagtäglich trinken schmeckt erbärmlich weil er wie wir auf der Farm gelern haben aus den Kaffeebohnen mit Defekten gemacht ist.

Wissenswetes über Kaffee:

Eine Kaffeepflanze braucht 3 Jahre bis man von ihr ernten kann, dann hat sie Blüten, grüne und rote Bohnen gleichzeitig, man kann also das ganze Jahr ernten. Man erntet nur die Roten Bohnen wenn die grünen mit dabei sind dann schmeckt der Kaffee schlecht. Die Bohnen werden von Hand geerntet es gibt bis jetzt auf der Welt noch kein automatisches Verfahren! Kolumbien ist der drittgrößte Produzent von Kaffeebohnen auf der Welt und der größte Produzent von "Arabica mild gewaschen". Der Kaffee wird dann geschält und getrocknet  (maschinell oder in der sonne) und zum Schluss geröstet, dann bekommt er erst seine dunkle Farbe. Ein Paket von dem guten Kaffee kostet hier nur 3 € und verdienen können die Bauern kaum daran da der Herstellungsprozess und natürlich vor allem die Handarbeit zum Pflücken so teuer ist. Also denkt das nächste mal daran wenn ihr Kaffee trinkt wie viel Arbeit da drin steckt! ;)

Roland und Susanne Bendrien Small

Disco in Kolumbien

Dieses Wochenende war ich mit einer Freundin aus und ich will mal genauer beschreiben was hier anders ist wenn man tanzen geht.
Ich hab mich mit ihr bei ihr Zuhause getroffen und dann wurde ich erstmal von ihrer Mutti geschminkt und hab zöpfchen bekommen das ist hier grad in. Dann haben wir uns mit ihren Freundinnen getroffen allesamt sehr schick viel Haut und hohe Schuhe. Ich hatte keine heels und war trotzdem größer als alle. Hier fragen mich die Leute ständig nach meiner Größe und sind dann immer sehr beeindruckt. Jedenfalls sind wir dann zu einer party Meile gegangen und haben uns in einer Kneipe einen Tisch gesucht. Hier gibt es keine Tanzflächen sondern man tanzt sehr beengt zwischen den Stühlen. Wir haben einen Liter Rum für uns alle bestellt den man hier mit Limonade mischt. Als snack gibt es dazu umsonst popcorn und Mango mit Salz. In der disco kam nur latino Musik und alle tanzen Salsa und Rumba. Es tanzen hier hauptsächlich Paare und man wird ständig zum tanzen aufgefordert. Nur schlecht wenn man die Tänze nicht kann so wie ich. Aber meine Freundinnen haben sich bemüht mir zu zeigen wie das geht. Letztendlich sind wir dann 6 Uhr ins Bett gegangen und ich habe bei meiner Freundin übernachtet weil man hier nachts nicht allein taxi fahren soll. Das erstmal dazu.

Roland und Susanne Bendrien Small

Parque Arví

Heute habe ich einen Ausflug in den Parque Arví gemacht ein Naturschutzpark gleich direkt neben Medellin.

Da heute hier ja auch Feiertag ist und ich nicht arbeiten musste bin ich mit einem Kumpel von mir namens Terry in den Park gefahren der sich ganz leicht mit S-Bahn und Seilbahn von mir zuhause aus erreichen lässt. Medellin verfügt über verschiedene Seilbahnen die als art öffentliches Verkehrsnetz dienen, da man bei den steilen Berghängen hier und den engen Straßen mit Autofahren schlecht beraten ist.

In der Gondel hatte man einen tollen Ausbilck auf die Stadt, und die nicht ganz so reichen viertel hier, obwohl die unverputzten Häuser nicht gerade schön aussehen leben die Leute dort nicht schlecht sie haben Strom und Wasseranschluss und die Seilbahn als Verkehrsmittel. Als wir dann im Park angekommen sind, gab es erstmal eine kleine Art Ausstellung mit Kreuzen aus frischen Blumen wegen Ostern, die Leute hier sind ja sehr katholisch, mir wurde gesagt 90% sind Katholiken. Die Geschichte mit dem Osterhasen gibt es hier aber scheinbar nicht...

Wir waren dann in einem speziellen Teil des Parkes der für Touristen vorgesehen ist, der rest des Naturschutzgebietes ist gar nicht zugänglich. Dort gab es eine Art vergnügungspark, die meißten Leute aus Medellin gehen wohl hier her um an der frischen Luft zu relaxxen und ihre Kinder zu bespaßen, so richtig wandern kann man hier wohl nur wenig. Das hielt uns aber nicht davon ab irgendwelche Trampelpfade zu erkunden, und wir sind ganz schön viel gelaufen. Der Jungel hier ist eher subtropisch da wir uns hier ja auf 2500 m Höhe befinden, den richtigen Urwald gibts dann eher in Küstennähe. Aber ich habe trotzdem einen Kolibi gesehen der sich aber leider nicht fotografieren ließ aber dafür ein anderer riesiger Paradiesvogel siehe Bild (bestimmt so groß wie ein Huhn). Zum Mittag haben wir gefüllte Churros gegessen, das ist frittierter Teig in Zucker gewendet, nicht grad gesund aber wir haben uns ja sportlich betätigt.

Am Nachmittag haben wir dann ziemlich erschöft den Rückweg angetreten, Terry ist sogar im Bus eingeschlafen...und ich hab einen ziemlichen Sonnenbrand!

Roland und Susanne Bendrien Small

Obstmarkt

Da heute (Montag) hier in Kolumbien ein Feiertag ist habe ich heute mal an einer Tour über den Obstmarkt am Vormittag teilnehmen können...

Die Tour ging 3 h über den Markt namens Minorista und außerhalb der Tour kommen hier keine Touristen her weil der Ort einen schlechten Ruf hat, da er vor einigen Jahren sehr gefährlich war. Aber deshalb werden die Touren jetzt hier gemacht um zu zeigen, dass es jetzt ein Sicherer Ort ist, und es ist sehr lustig da sich die Einheimischen rießig über die Touristen freuen.

Während der Tour haben wir 15! verschiedene Obstsorten probiert und danach hat sich noch jeder einen Saft aus seinem Lieblingsobst aussuchen dürfen, ich glaube jetzt ist mein Bedürfnis nach Vitaminen erstmal gedeckt. Bekannte Obstsorten wie Papaya und Mangos gib es hier natürlich sehr viel aber auch Obst was ich noch nie vorher gesehen habe, z.B. gibt es hier fünf verschiedene Sorten Maracuja.

Unten auf dem ersten Bild sieht man links unten Pitayaha bei uns Drachenfrucht, dadrüber das grüne Guayaba, dadrüber sieht man ein paar Lampionfrüchte und dadrüber das Grukenähnliche ist eine art Marakuja heißt Curuba. Rechts unten auf dem Bild auch eine Art Marakuja heißt Granadilla, dadrüber Tomate de Arbol, dann zwei Melonen, darüber sind Kaktusfrüchte und ganz oben das mit den Stacheln sind Guanabana. Davon habe ich alle gekostet bis auf die Melone :D Auf dem einen Bild sieht man unsere Führerin Cherimoya austeilen und der Rest sind einfach Eindrücke vom Markt.


Roland und Susanne Bendrien Small

Meine erste Arbeitswoche

Meine erste Woche im Büro war bis jetzt recht entspannt, die Arbeitsweise hier kann man ja nicht mit Deutschland verlgeichen...

Jedenfalls bin ich am ersten Tag gleich zu spät gekommen weil ich eigetntlich zu Fuß gehen wollte weil das Gebäude so nah ist aber leider hat es natürlich geschüttet als ich aufgestanden bin. Und wenn es hier regnet gibt es kein freies Taxi mehr weil alle mit dem Taxi fahren wollten. Zum Glück gab mir der Pförtner dann den Tipp mit dem Bus zu fahren was wunderbar funktioniert hat und ich bin nur 5 min zu spät zur Besprechnung gekommen.

Unser Ingenieurbüro besteht aus 7 Ingenieuren, davon sind Camilo und Santiago die Chefs. Es gibt noch eine Sekretärin und mich als Praktikantin, und es ist ein sehr kleines Büro aber die meißte Zeit sind die Leute eh unterwegs, haben Meetings oder schauen sich irgendwelche Baustellen an. Ich habe zu Anfang die Aufgabe bekommen mich zum Thema Erdwärmepumpen zu informieren und inwieweit diese in Kolumbien marktfähig sind, sowas gibt es hier nämlich gar nicht.

Mittag wird entweder bestellt oder man geht ins angrenzende Einkaufszentrum und wärend der Arbeit wird immer recht viel gequatscht. Von der Sprache verstehe ich schon recht viel es ist immer nur etwas anstrengend selber zu sprechen, ich brauche noch zu viel Zeit um sinnvolle Sätze zu bilden. Meine Kollegen sind jedenfalls total nett und immer sehr beflissen zu fragen wie es mir geht, ob sie mir helfen können und erklären mir gerne Kolumbianische besonderheiten. Keiner von uns ist älter als 40 ich denke da sind alle einfach auf einer Wellenlänge.

Am Mittwoch war ich mit meiner Freundin Isa und ihren Freunden Abendessen, ich habe eine Picada, eine Platte mit verschiedenen Speisen gegessen darunter auch Blutwurst wo ich nie dachte das mir sowas schmeckt aber das Essen war extrem lecker, siehe Bild unten.

Dann habe ich noch ein Bild von dem Gebäude in dem ich arbeite, und ein Bild von dem Blick aus unserem Büro.

Roland und Susanne Bendrien Small

Party Wochenende

Jetzt kommt endlich der Bericht von diesem Wochenende, es
war viel los deshalb hatte ich keine Zeit zu schreiben.

Was ist das Resümee nach einer Woche? Das dies das perfekte
Land zum leben ist (wenn man Geld hat) denn es ist warm, die Leute sind sehr
offen und freundlich, es ist ein bisschen günstiger als in Deutschland und es
gibt tolles essen sowie tropische Früchte.

Am Freitagabend bin ich mit einem meiner neuen Freunde was
trinken gegangen, ich habe verschiedene Kolumbianische Biersorten probiert,
sind alle etwas seicht aber geht schon. Dann habe ich noch einen Cocktail
probiert der mir empfohlen wurde aus Bier, Whisky , Blue Curacau und Salz hat
ganz schrecklich geschmeckt.

Von Samstag auf Sonntag war ich in Manizales, bzw. in der
Nähe in einem Ferienhaus mit ca. 15 Personen. Es war ein treffen mehrerer
buddhistischer Gruppen aus Bogotá, Calí, Manizales und natürlich auch Medellín.
Wir wollten Eigentlich um 4 Uhr am Samstag in Manizales sein um an einem Vortrag
teilzunehmen aber anstatt vier Stunden brauchen wir sieben Stunden für 250 km. Hier
gibt es keine so praktischen Sachen wie Autobahnen sondern die Straßen die die
großen Städte verbinden ähneln unseren Landstraßen in sehr abgelegenen
Gebieten. Aber die Fahrt war trotzdem sehr spaßig weil wir im Auto nach Kolumbianischer
Art laut latino Musik gehört haben und eine wunderschöne Landschaft zu
bestaunen war. Natürlich sind wir zu spät für den Vortrag gekommen, also dann
als er zu Ende war, aber das hat nicht gemacht, wir sind in das Ferienhaus
gefahren und hatten dort eine tolle Party. Wir haben gegrillt, einige der
Freunde haben mir versucht zu zeigen wie man Salsa tanzt und den Rest der Nacht
haben wir im Pool verbracht. Es ist ja so unglaublich warm hier und die Natur
ist wie ein Paradies.

Am Morgen gab es dann nochmal ein Koordinationstreffen und
Mittagessen und danach haben wir uns auch schon wieder verabschiedet und sind
nach Hause gedüst. Diesmal waren es zum Glück nur die 4 Stunden, aber ich war
trotzdem erst um 7 Uhr zuhause.

Ja das war ein ereignisreiches Wochenende und nächste Woche
ist meine erste Arbeitswoche! Bericht folgt...

PS: auf den Bilder sieht man einmal wie man in Kolumbien ein kostenloses Taxi bekommt, dann noch zwei Bilder von meinem Zimmer hier und meine Freunde aus Medellín.


Manizales
Caldas Department, Colombia
Roland und Susanne Bendrien Small

Botanischer Garten

Ich bin gerade im botanischen Garten von Medellin ein schöner Park mit vielen tropischen Pflanzen und Tieren. Hier klettern Komodowarane auf den Bäumen rum und es gibt viele Bunte Vögel die leider immer wegfliegen wenn man sie fotografieren will. Heute morgen habe ich jemanden getroffen der den selben weg fahren wollte wie ich und sie war so nett mir zu zeigen wie man den Bus benutzt. Man zahlt hier einen Pauschalpreis etwa 25 cent und wenn man halten will drückt man einen Knopf und der Bus bleibt stehen. Genauso hält der Bus auch wenn man irgendwo auf der Straße steht und ihm winkt. Danach bin ich mit der Metro zum Garten gefahren praktischer weise kann man mit dem Bus Ticket auch die Metro mit benutzen. 

Roland und Susanne Bendrien Small

Erkundung von el Poblado

So an meinem Zweiten Tag ist auch unglaublich viel passiert...

Zuerst habe ich meine neuen Chefs getroffen zum Früstück, ich fange zwar erst Montag an zu arbeiten aber schonmal zum kennen lernen. Die beiden sind zwei agile junge Ingenieure die mich sehr herzlich begrüßt haben. Wir haben darüber gesprochen was ich während meiner Praktikumszeit hier machen werde und hört sich alles sehr gut an einschließlich der Aussage dass ich mir die Arbeitszeit selber einteilen kann.

Da ich dann noch einige Student Zeit hatte bevor mein Spanischkurs losging habe ich mich noch etwas in dem Staddteil el Poblado herumgetrieben und bin erstmal in ein Einkaufszentrum gegangen. Das muss ich sagen ist hier wirlich ein Erlebnis, da das Einkaufszentrum eher wie ein Park anmutet mit ganz vielen Bäumen und Grünflächen in dem Gebäude da es ja nicht überdacht ist, da es hier ja nicht kalt wird. Ich habe mich dort herumgetrieben und mir die Geschäfte angeschaut und zum Mittag einen Fisch mit plattgeklopfter Kochbanane gegessen siehe Bild. War super lecker und hat nur 3 € gekostet! Danach bin ich zu fuß eine halbe Stunde zu meiner Sprachschule gelaufen und habe mir unterwegs noch einen Fruchtshake gegönnt die man hier überall kaufen kann.

Nach zwei Stunden Unterricht habe ich mich mit Terry getroffen, einem Freund aus dem Buddhistischen Zentrum hier und wir sind noch ein bisschen durch die Stadt spaziert und haben zu Abend gegessen bevor wir ins Zentrum gingen. Die Leute dort waren super herzlich und ich habe mich auch schon recht gut auf Spanisch verständigen können. Am Wochenende fahren ein paar von den Freunden zu einem Reiselehrerwochenende nach Manizales da hab ich natürlich gleich gesagt ich komme mit, ist natürlich eine super gelegenheit für mich die Gegend zu sehen.

Das wars auch schon, danach bin ich nur noch Tot ins Bett gefallen!

Roland und Susanne Bendrien Small

Mein erster Tag in Medellín!

So jetzt melde ich mich mal aus dem fernen Kolumbien!

Die Reise wahr sehr anstrengend aber bisher muss ich sagen hat es sich auf jeden Fall gelohnt. Ich wohne bei einer Familie mit 7-jähriger Tochter in einem Apartment in el Poblado, eines der wohlhabensten Stadtviertel hier. Die Wohnung ist für drei Personen riesig weis nicht wie viele Quadratmeter aber es sind bestimm zehn Zimmer und jedes Zimmer hat ein eigenes Bad außer natürlich Küche und so. Ich habe hier das kleinste Zimmer, es ist eigentlich das Zimmer der Bediensteten die hier wohl jeder hat der was auf sich hält, nur unsere Bedienstete wohnt hier nicht sondern kommt zweimal die Woche zum Putzen und Wäsche waschen. Die Bedienstete heißt Margarita und die habe ich heute auch schon kennen gelernt, sie ist super freundlich und hat mir auch gleich ein typisch kolumbianisches Frühstück gemacht, Arepas mit Käse eine Art Maisfladen und dazu natürlich Kaffee. Ich werde aber später noch in ein größeres Zimmer umziehen das auch nicht gebraucht wird aber das muss erst noch gestrichen werden.

Dann wahr ich heute einkaufen und habe die auslandende Gemüse und Obsttheke bestaunt und natürlich gleich einiges gekauft und zum Beispiel kleine Mangos gekauft jeweils nicht größer als ein Ei und dann noch eine Maracuja und Margarita hat mir gesagt, dass man die hier mit Salz! isst was ich natürlich gleich probieren musste, schmeckt interessant :D

Dann war ich noch in der Sprachschule und hatte zwei Privatstunden, ich habe eine super nette Lehrerin bekommen und habe die Fahrt mit dem Taxi zurück auch gut überstanden. Der Verkehr ist hier chaotisch aber ich glaube das ist in Südamerika normal, was hier noch erschwerend hinzu kommt ist, dass Medellin in einem Tal liegt und es auf beiden Seiten steil den Berg hochgeht und die Straßen sehr steil sind.

Soweit mein erster Eindruck hier noch ein paar Bilder...

PS: Das Kanienchen heißt la perla und ist das Hauskanienchen auch sprichwörtlich da es durch das ganze Haus laufen darf. Angenehmer weise macht es nur in das dafür vorgesehene Behältnis.