Frankreich ganz spontan

Ist zwar nicht so eine abenteuerwütige Reise wie Neuseeland, aber ich finde einen Blockeintrag Wert :)

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Johanna Herbers Missing

Frankreich in 2 Tagen :D

Montag ging es endlich los. Frisch geduscht, Sachen gepackt und im Auto verstaut. Abenteuertour olé!!

Zuerst sind wir auf einem schicken Markt einkaufen gegangen für unseren Roadtrip. Da habe ich was gesehen, was man fast nicht erzählen darf. In einer großen Scheune wurden Hühner, Kaninchen, Gänse und sogar Hunde in winzigen Käfigen gehalten und zum Verkauf angeboten. Es stank schlimmer als Hähnchengülle!! Wiederlich. Und es war laut. Es war so eine Massenabfertigung. Und dieser Tiermarkt ist da jeden Montag. Das war echt ein krasser Anblick, wie eng diese Tiere in den winzigen Käfig schon gestapelt wurden :(

Das war mein negativster Eindruck in Frankreich. Nachdem wir uns auf dem Markt gut eingedeckt hatten, ging es weiter gen Norden Richtung La Rochelle. Nach ca. 4 Stunden, gegen Abend sind wir in diesem super schönen Strandstädtchen (Boden und GEbäude, alles mit Sandsteinen) mit kleinen Zäunchen und Gässchen beschmückt, angekommen und sind zum Strand spaziert. Dann sind wir noch ne Stunde ca. weiter gefahren bis wir den perfekten Platz zum Nächtigen gefunden haben. Zum Kofferraum raus sah man die Sonne im Wasser untergehen. Mit Isomatten und Schlafsack haben wir uns an Strand gelegt, haben ein kleines Nickerchen gehlaten und haben uns den Sonnenuntergang angeschaut. Es war ein super schöner Abend. Da war der zeitpunkt an dem wir beide wussten: Solche Momente braucht man einfach ab und zu im Leben! Stille! Einfach nur Stille !! Am besten natürlich im Sand sitzend am Meer :)

Nachdem uns dann doch zu frisch wurde, sind wir zum Auto und haben gekocht. Auch haben wir dort ( auf dem Parkplatz standen mehrere Camper) unsere ersten und einzigen Deutschen aus Braunschweig getroffen. Nach einem kurzen Schnack mit denen haben wir uns und das Auto bettfertig gemacht und sind entspannt eingeschlafen.

Nach einer unruihgen Nacht wurde ich ungewollter Weise schon früh wach und konnte nicht wieder einschlafen. Merle wollte noch weiter pennen. So habe ich mich flott angezogen und bin runter zum Strand. Es war ein wunderbarer Morgen! Und ich war auch voller Elan noch mehr von FRankreich zu sehen und weiter zufahren. Nachdem mir im Wasser die Füße dochzu kalt wurden, zog ich mir Schuhe an. Dann sind Merle und ich nochmal gemeinsam runter und haben einen schönnen langen Strandspaziergang gemacht um gemeinsam in den Strand zu starten. Merle hat dann sogar noch ein Bad im Meer genommen, weil Sie einfach nicht wach wurde ;) In der Zeit hatte ich das Frühstück vorbereitet und nachdem wir entspannt gefrühstückt hatten, ging die Fahrt weiter. Leider bekam Merle immer mehr Halsschmerzen und ihr war super kalt. Die Klimaanlage ist ihr nicht gut bekommen.

Autofahren kann man in Frankreich wirklich gut. Okay man muss sich an das Hoch und Runter gewöhnen und an die krassen Abbiegungen aber sonst ist es durch die geringeren Fahrtgeschwindigkeiten als in Deutschland deutlich stressfreier. Wir haben viel Musik gehört oder uns mit Höhrspielen begnügt und natürlich gaaanz viel gequatscht. Tat super gut !!

Gegen späten NAchmittag freuten wir uns endlich an unserem nächsten Ziel angekommen zu sein. Saint-Malo an der Nordküste FRankreichs. Hier wollte Merle abends noch einen Kumpel, den sie in Neuseeland kennen gerlernt hat, treffen. Saint-Malo ist die dritte Sehenwürdigkeit nach Paris und dem Eifelturm in FRankreich, die man gesehen haben muss. Es ist krass. So was hat man noch nie gesehen. Diese Stadt ist komplett mit Wehrmauen umgeben und drum herum Strand und Wasser. Und ein riesiger Hafen. Nur über eine Zufahrt gelangt man nach Saint-Malo. Von weitem dachten wir, dass es eine Burg ist, da nur Burgtürme hinter diesen Wehrmauern hervorragen. Super cool. Und das Faszinierende war, hinter diesen Mauern ist dann aber ein  ganz normales Städtchen mit Kirche, Post, vielen vielen Restaurants und natürlich teuren Hotels. Aber dort wohnen auch sehr viele Menschen. Spntan, weil wir gerade zur passenden Zeit am passenden Ort waren, haben wir sogar einen (kath.) Gottesdienst besucht. Genauso wie bei uns, irgendwie aber auch wieder vollkommen anders :D Es war schön. Nachdem wir dann noch durch die schönen gemütlichen gassen und auf der wehrmauer oben drauf lang gelaufen sind, bekamen wir Hunger (diese menschlichen Bedürfnisse sind echt nervig!!) und sind wieder Richtung Auto getapert um zu kochen. Den Abend haben wir dann kurzzeitig getrennt verbracht. Merle hat Ihren Kumpel getroffen und ich habe diese Situation genutzt um einfach Zeit für mich zu haben :) Und es tat so gut. Einfach durch die Starßen zu gehen, die Leute die draußen in den Restaurants saßen auf sich wirken zu lassen, die Lcihter und einfach diese gemütlich, geschützte Atmosphäre dieser Stadt zu genießen. Sehr romantisch :) Irgendwann wurde ich so müde, dass ich fast im gehen eingeschlafen wäre. So machte ich mich auf den Weg zum Auto um dort zu pennen, bis MErle wieder kommt. Und als ich es mir gerade auf dem Beifahrersitz gemütlich gemacht hatte und mich in meinen Schlafsack verkriechen wollte, kam sie auch schon wieder :) Sie war noch top fit und somit sind wir sogar nachts noch zwei Stündchen gefahren, damit wir am nächsten Tag gen Deutschland nur noch 8 Stunden fahren mussten.

Diese 8 Stunden vergingen dann auch wie im Flug. Und wir waren beide froh als wir in Deutscland auf der autobahn endlich mal wieder bisschen peeesen durften :D ! Und Bumbleebee erst !! Er kam die letzten Tage ja gar nicht auf seine Kosten.

In Hannover angekommen, waren wir echt matschig in der Birne, waren nur noch einkaufen und ab in die Wohnung. Kochen, Duschen ( mit Burchard skypen :) ) und ab ins Bett !!! Und all das Geschehene im Schlaf verarbeiten !!


So das war mein kleiner Spontantrip nach Frankreich. Ich hoffe, euch hat der Blog gefallen.

Liebe Grüße, Johanna

Johanna Herbers Missing

On the road

Momentan habe ich nicht viel Zeit und daher nur ein kurzes Update: Sonne, Meer, wnderschöner Hafen in Saint-Malu, Entspannung, schöne Orte entdecken :D Und viel Auto düüüsen :) Mehr wenn ich Zeit habe :) Denke an euch, bis ganz bald !

Johanna Herbers Missing

4 Tage bei Familie Flemming in Frankreich


Mein erster Tag war der entspannteste. Nachdem ich entspannt
ausschlafen konnte und alle nochmal vernünftig und wach begrüßt
habe, wurde uns schnell erklärt das heute ein tag ist an dem wir
„frei“ haben. Da Merle und ich nämlich für Lau dort übernachten
konnten und mitessen durften bzw. was ja in einer Famillie normal
ist, habe wir halt unsere Hilfe in allen Dingen die anstanden
angeboten. Und da an dem Donnerstag nicht wirklich was zu tun war und
die Kinder auch noch bis 16 Uhr im Kindergarten und Schule sind,
haben wir kurzerhand beschlossen, nach Auch (augesprochen Osch) zu
fahren. Eigentlich wollte ich nicht schon wieder ins Auto, aber bevor
ich die nächsten Tage gar nicht was anderes sehe als die Gite habe
ich gedacht okay fahre man los.


Schöne Landschaft und sehr gemütlich zu fahren mit 90 auf den
Landstraßen. An Auch war besonders eine wunderbare Kathedrale und
als wir gerade noch eintraten, bevor sie abgeschlossen wurde, finge
die Orgel an zu spielen. Das war ein schöner Moment. Dann sind wir
ein bisschen gebummelt, haben einen Tee und Kaffee in einem Cafe
geschlürft und haben einfach das süße französische Städtchen
genossen. Was besonders witzig war, waren die neuen Erstsemester in
dieser Stadt. Sie liefen mit Eiern, Rasierschaum, Konfetti un Federn
und alles möglicem beschmiert durch die Stadt. Es ist eine Tradition
hier das die älteren Semester die Erstsemester so zusauen dürfen
und diese in ihrem Look um Geld von Leuten betteln. Tooootal witzig.
Ständig kamen die bei uns an :D Sogar an Ampeln haben die gewartet.
Einige waren auch aneinander gebunden und konnten sich von selbst gar
nicht von einander lösen :D Als Dankeschön bekam man ein paar
Bonons. Ich finde die Tradition sollte man auch bei uns einführen!
Wobei die Deutschen dann sehr wahrscheinlich einfach wegrennen würden
:D In Auch geparkt hatten wir auf einem total schrägen Parkplatz.
Glücklicherweise hat Bumblebee stand gehalten, sodass wir mit vielen
neuen Eindrücken zurück zur Gite fahren konnten.


Als wir wiederkamen, habe ich die Kids kennengelernt.Super süß
!! Und super snstrengend :D Aber das gehört ja einfach dazu :) Das
witzige war das ich von allen hier Jojo genannt werde, total verrückt
aber irgendwie auch heimisch. Und die Kids verstehen alles was ich
auf Deutsch sage, antworten aber auf Französisch. Und da die Eltern
Englisch miteinander reden, werden die Kinder also dreisprachig
aufwachsen. Den einen Abend kümmert sich der Papa, mit deutscher
gute Nach Geschichte um die Kinder während die Mama sich um die
Pilger kümmert und am nächsten Abend genau andersrum. Immer im
Wechsel.


Die Abende haben wir oft gemeinsam draußen oder am Küchentisch
mit einem Glas Wein gemütlich ausklingen lassen, nachdem Merle und
ich beim äufräumen der Küche, nachdem die Pilger versorgt waren,
geholfen haben.


Freitag und Samstag stand dann das Lehmhaus im Mittelpunkt. Das
könnt ihr euch nicht vorstellen. Wird da einfach eine Masse aus
Wasser und Sand gemixt. Diese mussten wir dann immer gut mit Stroh
vermixen, sodass an allen Halmen diese Matsche war und darauf hin
werden aus dieser Masse Wände hochgezogen. Das passiert in dem Mann
immer Schichtweise etwas von der Masser aufeinanderstopft. Und das
haben wir im Wechsel immer gemacht. Es war gute Arbeit. Mein Po tut
davon weh. Aber man war in Bewegung und den ganzen Tag drau0en. Was
ich besonders fand ist die Mittagpause. Merle und ich sind dann
irgendwann zum Kochen rein gegangen. Als das Essen noch nicht ganz
fertig war werden die Leute hier schon gerufen. Gemütlichkeit steht
im Mittelpunkt. Das hat mir Andreas (Merles Onkel) oft erklärt. Ihm
fällt es schwer immer gemütlich zubleiben, wenn es eigentlich wei0
dass noch so viel zu tun ist. Typisch Deutsch eben :D


Aber zurück zum französischen Essen. Das Essen steht warm auf
dem Tisch, aber es kann auch vorkommen, dass es schon kalt ist wenn
man dann endlich anfängt weil man sich erst mal eeeewig unterhält.
Dann schenken sich wohl paar was auf aber dann wird erst wieder
eeewig erzählt und erzählt. Wenn der Gang dann in Ruhe hinter sich
gebrahct wurde, gibt es noch eine Käseplatte und Brot. Gaaanz in
Ruhe natürlich. Und nach einer gefühlten Eeeewigkeit (was selbst
mir zu lang wurde) kam die richtige Nachspeise auf den Tisch. Und bin
dann jemand auf die Idee kommt abzuräumen, sind insgesamt bestimmt 2
Stunden für das Mittagessen drauf gegangen. Und dann soll noch
jemand wirklich Lust habe weiter zu machen ? :D Hinzu kommt, dass
egal zu welcher Tageszeit es gibt immer Wein zum Mittag und
Abendessen. Auch nur ein Glas. Aber es gibt immer Wein! :D Einerseitd
finde ich dieses Gemütlichkeits- und Gemeinschaftsritual super super
schön. Aber andererseits kann ich Andreas auch voll verstehen, wenn
er auch weiter am Lehmhaus arbeiten möchte.




Uuuund am Sonntag war es eher ein stressiger Morgen. Ich musste
direkt die Linder nehmen, konnte nichtmal in Ruhe frühstücken,
Merle musste sich um die Pilgerzimmer kümmern und Freunde und
Familie waren alle mit dem Lehmhaus zugange. Dan sollten wir gegen
Mittag aber auch einkaufen, was wir nicht mehr rechtzeitig schafften,
weil die Geschäfte irgendwann ja auch schließen. Dafür konnten
Merle und ich bisschen runter fahren und für uns auf einem
interessanten African Market nach schönen Dingen schauen und kaufen
!! :) Als wir wieder in der Gite ankamen waren alle gemeinsam gerade
nicht mehr am arbeiten sondern ratet mal ??! Ja genau an Gemeinschaft
genießen und essen :D Danach haben wir uns dann eewig darum
gekümmert dass die Küche mal wieder in Hochglanz gebracht wird.
Gegen Abend haben wir mit den Kids immer Flugzeug gespielt, wodurch
sie unglaublich müde wurden und sie sozusagen ins Bett gefligen
sind. Das war immer sehr schön. Auch hat der Sohnemann jedem (sogar
auch den Pilgern ein Gute-Nacht-Bisu (Kuss)) gegeben. Das war immer
sehr witzig :D Am letzten Abend haben Merle und ich noch einen lamgen
Spaziergang über den Camino gemacht und Obst und Gemüse für unsere
Abreise am nächsten Tag geerntet.




So das war etas über die Zeit in der Gite. Neue Einfrücke und
die französische Kultur sowie der Jakobsweg wurde mir näher
gebracht.




Und mit diesen Eindrücken sind wir heute mit dem Auto
losgedüüüst. Wieder auf einen Weg wo wir selbst nicht wissen wo er
uns hinführt.



Johanna Herbers Missing

Unterkunft


Am nächsten Morgen, nahm ich dann zum ersten Mal die Gíte
(Herberge/Hostel) war. Auch begrüßte ich Andreas und Lily, Tante
und Onkel von Merle, nochmal richtig. Und natürlich Merle wieder zu
sehen, war super schön !! Andreas und Lily die Inhaber dieser Gite,
welche direkt am Camino (Pilgerweg nach Santiago) liegt, haben sich
ebenfalls auf der Pilgerstrecke kennengelernt und vor ca. 8 Jahren
entschieden diese Gíte zu eröffnen. Andreas war vorher Ingeneur in
Deutschland und Lily Krankenschwester in Frankreich. Aber beide waren
auch nicht mehr wirklich zufrieden. Hier habe ich gemerkt, dass es
tausend unterschiedliche Gründe haben kann den Camino zu laufen.
Selbstfindungsprozess, Partnersuche, religiöse Hintergründe, Ruhe,
Spaß am Wandern, neue Begegnungen und Bekanntschaften machen,
Neuanfang. Die meisten Leute sind auch nicht in meinem Alter (auf
jeden Fall nicht auf dem Weg von Frankreich aus, weil dieser nicht so
überlaufen ist wie der in Spanien), sondern meistens sind die Pilger
zwischen 40 und 60. Total cool, wenn man sich in diesem Alter dazu
entscheidet den Camino zu machen. Es ist auch total machbar. Zwischen
den Gítes ist meistens ein Abstand von 14-17 Kilometer. So kann
jeder seine Tagesetappen selbst entscheiden. Und es muss so entspannt
sein, am Tag nur eins auf dem Plan zu haben: Laufen !




So jetzt erst mal wieder zurück zur Gíte :D Super schönes
Häuschen. Es ist schon ca 350 Jahre alt, was man in dem Bau auch
sieht. In jeden Raum sind Holzbalken und alles ist ganz curious und
verwinkelt. Diese Holzbalken an den Decken und in den Wänden und
Steinboden und Wände ab und zu machen ein so gemütliches Flair.
Viele gemütliche und alles unterschiedlich bunte Möbel und Lampen
und ein Klavier machen die Atmosphäre perfekt. Lily hat schon ein
gutes Auge, um Räume besonders und zum runter kommen zu gestalten.
Es ist einfach nichts perfekt, und nichts ist wirklich einheitlich.
Und gerade das macht es so perfekt. Den Pilgern gehört ein Teil des
Hauses und der andere Teil ist privat und gehört Merle´s Familie.
Auch deren Küche ist der Wahnisinn. Ein riesen Kamin überragt den
Raum, welcher im Winter auch mit einem offenen Feuer genutzt wird,
momentan aber die Spielzeuge der Kinder Josephine (2)und Oskar(4) im
dort verstaut werden :D


Der Garten hier ist rieeeesieg. Auch ist weit und breit kein
anderes Haus zu sehen. Die Auffahrt war ein gefühlt 5 Kilometer
langer Schotterweg, der auf und ab ging. Beim letzten Hügel hatte
ich wirklich Angst um Bumblebee. Aber wir haben es gemeinsam
geschafft. Puh :) Über Tag laufen Hühner frei herum und die Pilger
kommen sogar durch den Garten zur Gi´te gelaufen. Hier und dort
hängt eine Hängematte zum Entspannen und überall sind nette
Sitzgelegenheiten verstreut. Und eine Riesen Rasenfläche für die
Kids zum spielen. Was super besonders ist, dass die Familie sich an
Gemüse und Obst komplett selbst versorgt. Pflaumen- und Feigenbäume
sind im Garten verstreut und aus einem riesen Gemüsegarten gibt es
sooo leckere Tomaten und Zuchini und Kartoffeln und Erdbeeren und und
und. Auf jeden Fall fühle ich mich hier auf Anhieb wohl !!



Johanna Herbers Missing

Très belle landscape ;)

Vor Aufregung und Ansporn wurde ich nach einer eher unruhigen Nacht gegen halb 9 wach. Ich versuchte noch weiter zu schlafen, war aber einfach nicht mehr müde. Also Katzenwäsche, den morgenlichen Toilettengang und dann super entspannt frühstücken. Ein perfekter Morgen. Leider habe ich dann gemerkt, dass ich meine Zahnpasta vergessen hatte. Ziemlich ekelig. Glücklicherweise war ich ja aber eh allein, sodass es keinen störte. Nur mich selbst. Naja egal.

Und weiter ging die Fahrt. Bald kam ich auch schon über die französische Grenze. Schnell und auch schon über NAcht wurde mir immer wieder klar, dass mir diese Straßen nicht unbekannt vorkamen. Des öfteren war ich schon auf diesen Straßen. Meist aber im Bus am Schlafen: Schüleraustausch in Frankreich oder auf den Weg nach Lorett de Mar. Doch welche Straßen ich nicht mehr in Erinnerung hatte, waren die um Paris !! Gegen Mittag war ich überwältigt. Von weitem sah ich 4 übereinander gebaute Autobahnen in verschiedensten Richtungen ragen. Und ich musste unten drunter her. Und üüüüüüberall Autos !! Und alles voll !! Und die Rollerfahrer fahren einfach wie es Ihnen passt ! Wahnsinn !! Aber nach einer Weile hat es echt Spaß gemacht. War auch nicht schwer. Ich musste nur meine Augen offen halten :)

Froh war ich trotzdem, als ich diese Etappe hinter mir hatte. Da wusste ich, dass es nur noch ca. 6/7 Stunden Fahrt sind. Hälfte geschafft, whoop whoop !! :D

Nach einer Weile machte ich eine Entdeckung !! Bumblebee besitzt Tempomaaat !!!! Richtig praktisch. Das ich das nicht eher entdeckt hatte, ärgert mich immernoch :D

So also 130 km/h, Tempomat rein und entspannen. Beim Tanken überlegte ich mir, wie ich denen

an der Kasse in meinem perfekten
Französisch erklären konnte, an welcher Säule ich getankt hatte.
Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht :) An der Kasse merkte
ich dann schnell, dass ich die Zahl auch einfach auf Englisch hätte
sagen können. Naja ich hatte ja nur versucht mal bisschen
Französisch wieder zu reden :)


Nach einer Weile wurde ich müde und fuhr den nächsten
landschaftlich schönen Rastplatz an. Dort machte ich es mir
gemütlich, aß zu Mittag und legte mich dann ne halbe Stunde aufs
Ohr. Das war einfach paradisiesch. Mitten am Tag zu pennen ! Das
sollte ich öfter machen. Es tat so gut und ist war ein Gefühl von
Urlaub. Sowieso im Auto :D richtig cool !


Dann irgendwann gings weiter. 4 Stunden waren noch vor mir. Und
diese Autofahrt war die schönste. Je weiter man in den Süden von
Frankreich fuhr, desto schöner wurde die Landschaft. Oft erinnerte
sie mich an Neuseeland und ich fühlte mich sofort wieder so als wäre
ich dort. Diese Autobahn, wie bergig die einfach waren und die
Steigungen waren nicht ohne. Die Sonne hat alles in so schönes Licht
wirken lassen, und ich habe ienfach nur genossen. Irgendwann bekam
ich Hunger und machte eine kurze Pause, um zu essen.


Merle gab mir ein Tipp welcher Weg eigentlich kürzer sein sollte,
und auch eine Mautstrecke umfuhr. Im Nachhinein war sie jedoch viel
länger. Und diese halbe Stunde die ich extra gefahren bin war zu
viel. Als ich von der Autobahn abfuhr, war es fast dunkel. Und dann
kam die Inlandstraßen, welche echt gewöhnungsbedürftig waren.
Hinzu kam, dass ich müder und müder wurde. Es war echt nicht
einfach. Plötzlich musste ich abbiegen, habe es nicht geschafft und
fuhre eine Straße immer weiter hinauf. Ein riesieger Berg. Und es
ging höher und höher. Dabei wollte ich nur ankommen. Ich haderte
wirklich mit mir ob ich anhalten sollte, um kurz die Augen zu
schließen, aber es waren halt auch nur noch 11 Minuten. Als ich dann
irgendwann wieder auf einer zivilisierten Straße ankam, mit anderen
Autos, blendeten mich die Autos so extrem das ich Panik bekam.
Kurzerhand fuhr ich auf den nächsten Parkplatz und machte eine
Pause, die ich wirklich brauchte.Nach einer Weile fuhr ich weiter und
war in 3 min bei der Herberge (Gíte ) von Merles Onkel und Tante.
(Ankunftszeit: 22.20). Aber ich stand komplett neben mir. Ich kann
mich jetzt auch nur noch schlecht dran erinnern. Ich glaube ich war
noch nie so ausgelaugt. Da war mir klar, okay die Auswirkungen einer
solchen langen Autofahrt prasseln auf einen herab, wenn du am Ziel
angekommen bist. Und mehr als duschen und schlafen hab ich dann auch
nicht mehr geschafft.


'

  • Missing
    claudia hat am kommentiert:

    Jojo, du bist soo geil! Bumblebee besitzt Tempomat... ich hab mich grad tot gelacht :D :D Herbers-Verpeiltheit on Tour!! Go for it!!

Johanna Herbers Missing

Freedom Night Drive


Damit sich nicht jeder wundert, was ich
in Frankreich mache oder damit ich den Fragen in What´s App eine
vernünftige, in Ruhe verfasste Antwort geben kann :) bitteschön:


Nach langem, wirklich sehr langem Hin
und Her, habe ich mich endlich dazu entschieden nach Merle, die
gerade bei Ihrem Onkel in der Nähe von Toulouse verweilt, mit
Burchard´s Auto Bumblebee ( ich meine, irgendwas muss ja für mich
rausspringen, wenn der Kerl sich gerade schön in Florida seinen  Bauch bräunt) in den Süden von Frankreich zu fahren.


Am Mittwoch Abend habe ich alles ins
Auto gepackt: Matratze, Schlafsack, Schlafkissen, Koffer und Proviant
für die Fahrt. Das wars, recht einfach ! Fahrzeugpapiere und
Servicecard (auf die Papa ja schwört) waren schon im Auto drin.
Okay, den Einmalalkoholtester, den man in Frankreich auf den Straßen
immer mit sich führen muss, musste ich mir noch extra besorgen.


Auf sehr wunderlicher Weise wurde aus
meiner geplanten Abfahrtszeit gegen 20/21 Uhr, dann plötzlich 23 Uhr.
Nach langer, kompletter Verständnislosigkeit von meiner Familie, wie bescheuert und gefährlich es doch wäre, wenn ich jetzt noch losfahren würde, habe ich
versucht zu schlafen. Ging nicht.


Also verfogte ich meinen sowieso
eigentlichen Plan und fuhr voller Adrenalin und Freude in meine pure
Freiheit !!


Erste Hürde: Gerade gegen 00.15 auf
die Autobahn drauf gefahren, schon Stau ! Mit zwei Autos ! Und nur
wegen zwei solch kleiner Riesenradflügel. War aber irgenwie auch
witzig. Fängt ja super man, meine Aktion.


Weiter gings, und sogar super flott.
Ruckzuck war ich in Belgien. Verrückt war, wie voll die Rastplätze
nachts mit LKW´s zugeparkt sind. Alles dicht. Sogar die Auto
Parkplätze (soweit es ihnen möglich war) waren überfüllt mit
LKW´s. Bei der Vorstellung, diese LKW´s in ein bis zwei Stunden mit
auf der Autobahn zu haben, gab mir einen ziemlichen Ansporn und
natürlich das nicht aufhörende Adrenalin, welches ich über die Freude an der Unabhänigkeit und Freiheit aussprühte, einfach weiter zu fahren. Als
das spannende Hörbuch dann zu Ende war, wurde ich auch müder und
ich suchte nach einem zivilisiert wirkenden Rastplatz. Es war
inzwischen auch halb 5 in der früh. Aber so hatte ich meine 4 von
insgesamt 13 Stunden Fahrtzeit auch schon abgehakt. Mit den guten
Aussichten konnte ich mich beruhigt schlafen legen. Hinterbank runter
geklappt, Matratze drauf, Schlafsack drauf, Johanna rein. Gute Nacht.
Auto abschließen und Pfefferspray in Greifweite nicht vergessen !



  • Missing
    Lu Ise hat am kommentiert:

    Ach das ist ja witzig Johanna :D
    Viel Spaß noch und bring dein Pfefferspray nicht verloren ;)
    Nächste Mal bin ich dabei :))