Balkantour 2015

Eine Tracking tour von Kroatien nach Griechenland

Blog

Dies ist dein Tour-Blog. Füge Einträge mit Fotos und Standort hinzu oder einfach nur Text und dokumentiere was du gesehen hast, wo du warst und worüber du nachgedacht hast. Wenn du möchtest, lass andere deinem Tour-Blog folgen und an deinen Erfahrungen teilhaben. Wie das geht? Hier entlang zum Video-Handbuch.

Beginne jetzt mit dem Bloggen und…

Station erstellen
Magnus Small

Ende meiner Reise

Alles was ein Anfang hat, hat auch ein Ende. Es waren für mich drei sehr intensive, spannende, lehreiche, amüsante, anstrengende, abwechslungsreiche, herausfordernde und genüssliche  Monate. Ich hab vieles erlebt, was ich mir im Vorherein gar nicht vorstellen konnte. Ich legte tausende von Km zurück, auf die unterschiedlichste Art und weise. Auch die Behausungen waren mit weit über 50 Plätzen sehr abwechslungsreich. Es war für mich eine Erfahrung. Eine Idee die ich umgesetzt hatte. Ich hab vorher noch nie eine solche tour gemacht. Alles war neu für mich. So musste, oder durfte ich bessergesagt auch vieles neu dazulernen. Ich traf auf so viele gute Menschen, die mir offen und interessiert begegneten. Sie gaben mir alles, obschon ich nicht viel zu bieten hatte. Es ist nicht möglich dies in worte zu fassen was ich alles erlebt hatte. Auch Fotos können nur einen kleinen teil davon wiedergeben. Doch hoffe ich mit meinem Blog euch ein kleinen Einblick in meine Tour durch den Balkan gegeben zu haben.

Mir hat das schreiben "meistens" spass gemacht. und wenn ich keine Lust hatte, so sind die Einträge kürzer ausgefallen :D.  Doch im Nachhinein bin ich froh um diesen Blog. Er half mir, mein erlebtes zu reflektieren und zu sortieren. Ich musste mir bewusst machen, was ich überhaupt alles erlebt hab. Es ist auch gut, mal zwischendurch die Einträge durchzulesen. Das hat mich dann doch hin und wieder zum schmunzeln gebracht.

Morgen ist es nun soweit. Es geht  von Istanbul via Zürich zurück nach St. Gallen. Für all diejenigen die meinen Blog verfollgt haben, möchte ich danken. Ich hoffe es hat euch gefallen und ich konnte euch ein kleinen Einblick in die Welt des Balkans geben.

in diesem Sinne wünsche ich euch alles gute und viel Spass bei euren zukünftigen Reisen

Magnus

Istanbul
Istanbul, Turkey
  • Small
    Claus hat am kommentiert:

    Hallo Magnus,
    ich denke, die wirkliche Dimension deines Abenteuers wirst du erst nach einer Weile verstehen. Pass auf, dass der "Alltag" dich nicht zu schnell wieder verschlingt und lies einfach ab und zu mal wieder nach, das hilft gegen das Vergessen.
    Danke, dass wir dabei sein durften - viele Grüße vom permondo-Team
    Claus

Magnus Small

Flug zu den tausend Türmen

Am Montagmorgen hiess es für mich Abschiednehmen von Griechenland. Ich machte mich früh auf Richtung Flughafen Athen. Denn der liegt rund eine Fahrstunde ausserhalb des Zentrums. Nun der Flughafen selbst ist klein und sehr übersichtlich. Und der Flug war zum glück auch nur 55 Minuten. Denn ich hab bei diesem Flug das Grosse Los gezogen. Ich hatte einen Fensterplatz, was normalerweise wirklich toll ist, doch meine Sitznachbarin hatte mit abstand die grösste Körperfüllmenge von allen Passagieren zu bieten. Natürlich nicht wirklich witzig wenn man einen so grossen Hintern hat, dass dieser links und rechts die Sitze auch noch in beschlag nimmt.

In Istanbul angekommen (am Flughafen SAW im asiatischen Teil der Stadt) suchte ich zu erst mal ein Bus Richtung Taksim Platz. Denn ich ging für die erste Nacht in ein Hostel im Stadtzentrum. Freunde bei denen ich in Thessaloniki wohnen konnte, machten hier für ein paar Tage Urlaub. Das wollte ich mir natürlich nicht entgehen lassen, sie nochmals zu sehen. Die Busfahrt dauerte rund 2 Stunden. Was ich eigentlich für in Ordnung hielt. Denn Istanbul ist die Stadt, die den Namen Mega-City wirklich verdient. Mit rund 18 Millionen Einwohnern ist sie eine der grössten Städte weltweit. So verbrachten wir einen super amüsanten und appetitreichend Abend miteinander. Denn das Essen hier ist einfach nur traumhaft. Abwechslungsreich und sehr vielfältig. Ich hab jedoch ein Problem. Das Essen hier wirkt auf mich wie bei manch einem der Mc Donalds besuch. Ich hab nach kurzer Zeit wieder Hunger. Aber ich denke das liegt vielmehr daran, dass man keine 15 Meter gehen kann, ohne an einem Essenstand vorbeizukommen. Ach selbst beim schreiben bekomme ich schon wieder Hunger (uff). Gekocht wird übrigens in allem und überrall wo es nur immer möglich ist. Mein Faforit ist der Fotografierte Kleinbus. Und lecker war es dann obendrein auch noch. mhhhhhhh

Am nächsten Tag hab ich dann meine Sachen zusammengepackt und bin Stadtauswärts (eine Stunde mit der Metrobahn) zu meinem hiesigen Gastgeber gefahren. Die Stadt ist soooooo gross, da ist man auch nach einer Stunde Fahrzeit immer noch inmitten von Istanbul. Gewaltig. Kurz auf dem Heimweg noch auf dem Wochenmarkt vorbei und schon ging es ab nach Hause. Wie immer gab es lokales Essen, was auch hier wieder sehr sehr gut war. Allgemein ist mal noch zu erwähnen dass im ganzen Balkan und nun auch hier in Istanbul die Tiefkühler mehr zur Wohnungsdekoration gehören, als dass sie wirklich genutzt werden. Hier wird ausschliesslich frisch gekocht. was ich natürlich supper finde.

Habt ihr gewusst das es in der Türkei auch die Migros gibt? Fand ich ganz schön Witzig als ich den laden sah. Natürlich musste ich auch kurz reinschauen. Sieht ziemlich ähnlich aus wie bei uns. Die haben auch so eine Kundenkarte, ich glaube die heisst hier Cümülüs...

Und da ich nun sooo viel mal das wort Essen geschrieben hab, gehe ich dann mal etwas essen... :D

Magnus Small

Bilder von Athen


Athen. Eine Stadt die gespickt ist von alter und neuer Geschichte. Athen so wie man es heute kennt, ist eine sehr junge Stadt. Noch um 1950 soll die Stadt nicht mehr als 100`000 Einwohner gehabt haben. Was heute mit beinahe 4 Millionen Menschen beinahe nicht mehr vorstellbar ist. Gehaust hab ich in Athen an drei verschiedenen Orten. Einmal mitten in der Stadt, dann neben dem Fussballstadion von Panatinaikos und einmal etwas ausserhalb bei den Olympischen Anlagen. Die Museen und die denkmalgeschützten Gebäude sind sehr sehenswert und beeindruckend. Doch kann ich mich einfach nicht an den Massentourismus gewöhnen. Was ich ganz lässig fand, war die Metro. Da es bei uns bekannterweise so etwas nicht existiert, fahre ich damit im Ausland um so lieber um her. Aber was will ich da noch gross erzählen. Diese Stadt mit ihren historischen Schätzen muss man selbst erlebt haben. Es sind einfach zu viele historische Eindrücke, die da auf einem einprasseln. 

Nun bin ich dabei, mich auf Istanbul vorzubereiten. Montagmittag fliege ich von hier an den Bosporus. Mal schauen wie ich in einer Stadt mit mehr als 10 Mio. zurecht komme. Es wird übrigens mein 10 Land in dieser Tour und 16 bereiste Land in diesem Jahr sein. Ich freue mich, aber zuerst geniesse ich jetzt noch Athen.

Magnus Small

bei den Spartanern zu gast

Wie im letzten Eintrag geschrieben, hause ich in Thessaloniki als Couchsurfer bei Privatpersonen. Ist eine ganz neue und sehr eindrückliche Art, eine Stadt zu erleben. Thessaloniki hat rund eine Million Einwohner. Davon sind rund 200`000 Junge Studenten und Studentinnen. Die beiden Hoster (Gastgeber) ermöglichen mir einen Einblick in die Stadt, den ich sonst eher weniger bekommen hätte. So ging ich mit meinem ersten Gastgeber zu einem Appero. Eigentlich wäre dieser für Besucher einer Doktorweiterbildung gedacht gewesen. Einer seiner Freunde ist an diesem Meeting mit dabei und hat uns den Ort durchgegeben. War schon etwas komisch, doch eigentlich noch ganz witzig. Denn das Ganze spielte sich in einem 4 Stern Hotel und Kongresshaus ab. Also ziemlich gehobene Sache. Zu meinem erstaunen hat dies niemanden gestört. Normalerweise gehen sie in die Uni Mittagessen. Für alle Studis sei das Essen gratis. So verwundert es einem auch nicht, wenn Leute, die nur wenig Geld haben sich gratis verpflegen. Anscheinend machen dies ziemlich viele...

Nach der Verpflegung gab es einen Spaziergang zurück in die Stadt. Denn die Strassen hier sind notorisch verstopft und da es nur Busse gibt, ist man zu Fuss meist schneller am Ziel. Am nächsten Tag hab ich mich vom ersten Gastgeber verabschiedet und machte mich auf Richtung Meer. In einem Restaurant hab ich dann mal ein Tappas bestellt. Anscheinend hab ich etwas mehr bestellt als gedacht. Die brachten einen Teller nach dem anderen. Da musste ich mich dann richtig beeilen um zum nächsten Gastgeber zu kommen.

Wieder war ich zu gast bei Studenten. Diesmal sind die Studenten an der Universität um Ingenieure zu werden.

zwei richtig coole und klasse Jungs. Als erstes unternahm ich gleich mal eine Velotour quer durch die Stadt. Wir gingen einkaufen, was sich für mich als Neulenker auf griechischen Strassen als regelrechtes Abenteuer herausstellte. Aber wie ihr seht ist ja alles gut gegangen. Auf dem Rückweg schauten wir noch bei seinem ehemaligen Racing Team vorbei. Alle grossen Unis (Auch ETH Zürich) haben ein Racing Team, bei welchem die Studierenden ein Rennwagen herstellen. Eine sehr eindrückliche Sache. Am Abend ging es dann an ein Festival. Es gibt hier sehr viele unterschiedliche Hilfsorganisationen, linke Gewerkschaften und Parteien. Bei diesem Festival ging es einerseits um informieren von aktuellen Themen, anderseits um das sammeln von Geld und stimmen, damit die Projekte finanziert werden können. Könnt ihr euch noch an den Bericht erinnern, den ich in Belgrad geschrieben hab, Es gab dort einen Fotografen, der dem jetzigen Flüchtlingsstrom immer wider nachreist und diesen Fotografisch festhält. Er ist ein guter Freund meines Gastgebers. Er war dann auch der Grund, weshalb wir dort hin gingen, um seine Fotos zu besichtigen. Natürlich wusste ich nicht dass er es ist. Dies stellte sich erst vor Ort heraus.

Falls auch ihr mal seine Bilder und Dokumenation anschauen wolt, hier der Link zu seiner Homepage: www.dimitrischantzaras.com/

 Am Sonntag stand nach dem langen Ausgang zuerst ausschlafen auf dem Programm. Anschliessend war ich mit meinem Gastgeber und seiner Freundin zum Grillen eingeladen. In einem Aussenquartier der Stadt bei einem Studentenfreund und seiner Familie. Richtige griechische Küche mit allem Drum und Dran. Am abend war Fussball angesagt. Doch auch hier war für uns der eintritt Frei. Nicht dass dies normal wäre, doch es gibt einen Eingang für Spezielle Fans. Und da mein Gastgeber extrem gut vernetzt ist ( wie alle die ich hier kennengelernt hatte), war auch dieser Anlass for free :)

Natürlich hab ich dann auch noch etwas Touri Stadtbesichtigung gemacht. denn die haben hier wirklich viele Monumente, Kirchen und alte freigelegte Ruinen. Morgen geht es dann Richtung Athen. Mit dem Zug und natürlich zum halben Preis. Wissen und Kontakte lohnen sich :)

man liest sich in Athen


Magnus Small

Teil 2: 1 Woche: 5 Städte in 5 Ländern

Sofia ist eine mega City. Keine Ahnung wie viele Einwohner. Ich denke mal über eine Million. Wiederum alles extrem Günstig so dass man sich so einiges gönnen kann. Das Hostel war riesig. Ich wohnte ihn einem Apartment ausserhalb des Hostel in einem ganz normalen Wohngebäude. War echt super. Kurz den Rucksack zwischen deponiert und schon ging eine Stadtführung der Speziellen Art los. Und zwar eine Bar besichtigungstour quer durch die Stadt. War ein lustiger Haufen und es wurde dementsprechend auch wieder spät. Am nächsten Tag stand dann Stadtbesichtigung auf dem Plan und eine Mütze kaufen. Die Temperaturen sind auch hier markant gefallen. Bei der Suche nach einer Mütze hab ich dann die Stadt besichtigt. Es gibt hier viele lustige Kiosk. Die haben das Bedienungsfenster ca. einen halben Meter über dem Boden, was zu ziemlich amüsanten Situationen führt. Leider hab ich davon keine Fotos :(

Am nächsten Morgen musste ich früh aus den Federn. Tagwach um 06.00 Uhr. Der Busbahnhof liegt eigentlich im Zentrum der Stadt. Doch wenn dass Zentrum rund 4 Km Umkreis hat, braucht man doch eine weile bis man dort ankommt. Ticket gekauft und los ging die fahrt nach Thessaloniki (Griechenland). Wie immer war es natürlich mein Bus der bei der Grenze auseinandergenommen wurde. Der Zirkus dauerte diesmal mehr als 2 Stunden. Dass weil bei einer Grossfamilie Probleme mit den Dokumenten bestanden. Nun gut. trotzdem war ich dann im laufe des nachittags in der Stadt angekommen. Ich kann euch sagen hier sind die Herausforderungen dann doch nochmals etwas grösser. denn von der lateinischen Schrift halten die Griechen dann mal so gar nichts. Das Zentrum hab ich dank Unterstützung dann auch noch gefunden. Mein Gastgeber holte mich dann im Zentrum ab, was mir die Sache um einiges erleichterte. Sein Name ist Fotis. ein Junger leicht flippiger Musiker der in einer 1 Zimmerwohnung wohnt.

Seine Freunde/innen sind alle an der Uni oder arbeiten als Englisch Lehrerinnen oder aber Übersetzer. So ist die Verständigung auch kein Problem. Da Fotis sein Training verschwitzt hatte, brachte mich eine Freundin in seine Wohnung. Coole Lage. Hoch über Thessaloniki innerhalb von alten Burgmauern in einem Mehrfamilienhaus. Am Abend hatte dann mein Gastgeber einen Auftritt. Er war als Alleinunterhalter in einer Taverne aufgetreten. Seine Freunde kamen natürlich auch zum zuhören. So wurde es ein ganz amüsanter und unterhaltsamer Abend mit ganz vielen lokalen Spezialitäten. Mal schauen wies weiter geht.

Bilder stammen aus Sofia

  • Small
    Claus hat am kommentiert:

    Rasant! Kannst du mir von unterwegs einen (besonderen) Schachtdeckel (Gullideckel) fotografieren? Kommt dann auch in den Spezialblog http://www.permondo.com/tours/98.
    Danke und gute Weiterreise!
    dein permondo-Team

Magnus Small

1 Woche: 5 Städte in 5 Ländern

Hy zusammen

Ach wie die Zeit doch schnell vergeht. Schon eine ganze Woche her seit dem letzten Eintrag. Dies liegt an dem einfachen Grund, dass ich extrem viel umhergereist bin. Gestartet war ich aus Skopje und dass mit leichtem Handicap. Denn am Vorabend war ich mit drei einheimischen noch um die Häuser gezogen. dass die an einem Freitag nicht um 12.00 Uhr nach hause gehen, war mir eigentlich auch klar. Aber es hat sich gelohnt. Wieder mal an Orte gekommen an denen sonst meist nur mit viel Glück und Zufall hinkommt. So war es mir dann auch egal, wenn die Busfahrt nach Pristina sehr ruhig verlief.

Pristina ist die Hauptstadt vom Kosovo. Jedoch anerkennen nicht alle Länder den Kosovo als unabhängigen Stadt, was zu weitreichenden Konsequenzen führt. Was soll ich euch über Pristina erzählen. Eigentlich nicht viel, denn die Stadt hat mir persönlich nicht gefallen. Das in vielen Städten die Bauten nicht wirklich schön sind, ist mir bewusst, doch haben auch diese ihren charm. In Pristina hab ich diesen gänzlich vermisst. Im Gegensatz zu der Architektur war dass Essen wirklich gut und extrem Günstig. Ein Menu gab es ab 4 Euro. Fast Food ab 1.50 Euro. Das selbe gilt natürlich auch für die Getränke.

Nach Pristina wollte ich nach Nis. Nis liegt im südöstlichen Landesteils von Serbien. Doch dies gestaltete sich schwieriger als gedacht. 1. Gab es plötzlich keinen direkten Bus mehr von Pristina nach Nis. 2. Hatte ich ein grosses Problem mit meinem Pass. Da ich bei der Einreise von Mazedonien nach Pristina einen Stempel inne hatte, würde ich in Serbien als Ilegall eingereister datiert werden. Doch wollte ich mich von meiner Idee nochmals nach Serbien zu gehen irgend wie einfach nicht abbringen lassen. Also machte ich einen riesen Umweg. Zuerst ging es 2 Fahrstunden und eine 1/2 Stündige Passkontrolle retour nach Skopje. Nach ebenfalls zweistündiger Wartezeit ging es dann mit dem nächsten Bus von Skopje nach Nis weiter. Schlussendlich war es gegen 19.00 Uhr und bereits dunkel, als ich in Nis ankam. Trotzdem war die Stadt mit ihrem schön beleuchtetem Zentrum ein cooler Abendausflug.

Ich wäre noch gerne ein Tag geblieben, doch musste ich weiter, schliesslich wollte ich ja noch Sofia anschauen bevor ich zu meinen Gastgebern nach Thessaloniki geh. Mein Reiseglück hielt weiter an. Denn von Nis nach Sofia fahren genau zwei Busse einer um vier Uhr morgens und einer um vier Uhr abends. Darum hat mir der Hostelbesitzer empfohlen, dass ich doch per Autostopp nach Sofia gehen soll. Er zeigte mir auf der Karte eine Autobahnraststätte die gut zu erreichen ist. Leider ist die Raststätte nicht sehr beliebt. Ich hatte ganze 4 Stunden gewartet. gekommen sind 17 Autos und 3 regionale Lastwagen. Ob da die Raststätte wirklich rentiert??? Ich bezweifle es mal stark. Deshalb beeilte ich mich wider zurück in die Stadt. Ich konnte mir gerade noch eines der letzten Tickets ergattern (für den Kleinbus) und schon ging die Reise weiter.

Mit dem Kleinbus kamen wir superschnell voran. Doch nützt dir die beste Fahrweise ohne grossen Verkehr nichts, wenn du dafür wiederum mehr als eine Stunde am Zoll stehst. und dass für gerade mal 17 Leute. Da schätzt man den freien Grenzübergang bei uns zuhause wieder viel mehr. Somit war es auch bei der Ankunft in Sofia bereits wieder dunkel (glaube um 21.20 Uhr im Hostel angekommen).

Bildlegende:

1 - 4Pristina

5 - ende Nis und fahrt nach Sofia

Magnus Small

Skopje

Skopje ist die Hauptstadt Mazedoniens. Das Zentrum ist sehr beeindruckend. Zwar noch im Aufbau aber sehr schön zum anschauen. man fühlt sich wie im Disney Land.

  • Missing
    Helena hat am kommentiert:

    Schöner Markt, da bekommt man ja direkt Hunger.... und der östliche Einfluss bei den Monumenten ist hier gut sichtbar......spannend

  • Small
    Magnus hat am kommentiert:

    leider alles nur Fassade. Da Skopje über keinen alten historischen Stadtkern verfügt, werden die Häuser und Brücken im Zentrum auf alt getrimmt. Ausgenommen ist der osmanische Teil.

Magnus Small

Stunden ohne Meter

Hy zusammen

Heute Abend bin ich in Skopje (Mazedonien) angekommen. Wie erwartet war die Reise hierher lang. Sehr lang sogar. gestartet war ich an der Küste von Saranda. Danach ging es rund 7 Stunden Berg auf, Berg ab bis nach Korca. Noch einmal kurz in ein Kleinbus umgestiegen und ich hab mit Pogradec mein Tagesziel erreicht. Die Distanz von 245 Km war eigentlich nicht so viel. Doch durfte ich Bekanntschaft mit den Bergstrassen von Albanien machen. Früher wurden die Strassen an die hänge gebaut oder in diese eingelassen. Zudem waren es damals einfache Kiesstrassen. Das ist auch heute noch so, ausser das das Kies angewalzt und mit einer dünnen Schicht Teer überzogen wurde. So ist es auch nicht  verwunderlich, dass ein Grossteil der Bergstrassen in einem katastrophalen Zustand sind, was eine zügige Reise verunmöglicht. Dies wird aber nicht mehr all zu lange der Fall sein. sie sind fleisig daran, neue bessere Strassen zu bauen, welche nicht mehr ganz so viele Kurven aufweisen.

Die Reise hatte aber auch sein ganz eigenen reiz. So war der Bus total überladen (wie meistens). und neben Menschen wurden auch hier wieder viel Getreide und zwei Geissen mittransportiert. Neben mir sass ein älterer Man. Er konnte kein Englisch, doch er hatte eine sehr ausgeprägte Zeichensprache. So hatten wir uns ziemlich gut verständigt. Was ich ziemlich lustig fand, war das der Fahrer Lust auf einen Kaffee hatte. So wurde kurzerhand ein 20Minütiger Stopp eingelegt.  Hatte aber auch nichts dagegen mal die beine zu vertreten. Gezeichnet war die Fahrt von wunderschönen meist kaum bewohnten Berg- und Wiesenlandschaften.

Pogradec liegt an einem See und grenzt an Mazedonien. Ich verbrachte hier zwei Nächte. Hatte ein ganzes Hostel für mich alleine, was zwischendurch mal ganz cool war. Über das 30`000 Einwohnerstädtchen gibt es nicht viel zu erzählen. Ist für einheimische in heissen Sommertagen ein beliebtes Urlaubsziel, da es hier etwas kühler ist, als im restlichen Land. Von hier aus lief ich rund 15 Km über die Grenze bis zum ersten Dorf in Mazedonien. Ein Taxifahrer der auf dem Rückweg von der Grenze war, nahm mich und zwei weitere einheimische mit nach Ohrid. Sei anscheinend auch unter Schutz der UNESCO. Doch war ich keine 2 Minuten in der Stadt. Als ich ihm sagte, das ich heute noch nach Skopje wolle, gab er plötzlich gas. Er Sah 100 Meter vor uns den Bus der nach Skopje ging. hupend und blinkend überholt und vor den Car gesetzt. So kam ich vom Taxi direkt in den Reisecar. Auch noch speziell aber ich war froh, dass ich nicht noch warten musste.

Skopje
, Macedonia
Magnus Small

Die würfel sind gefallen

Gestern und heute war in Saranda Relaxen angesagt. denn die Berg und Talfahrt zu fuss und mit dem Bus ist ganz schön in die Knochen gegangen, so dass ich auch heute noch Muskelkater davontrage. Deshalb machte ich dass, was man an einem Wochenende so tut. Fussball schauen, essen gehen, faulenzen und noch kurz in den Ausgang.

Den mein grösste aufgabe war es, meine weitere Reise ein wenig zu planen. Den grundsätzlich hab ich mit dem erreichen von der Hafenstadt Saranda und der möglichen überfahrt nach Korfu mein gesetztes Tracking-Ziel erreicht. von Hier aus hätte ich die Möglichkeit, zurück in die Schweiz zu fliegen, was grundsätzlich einmal der plan war.

Doch ich fühle mich weiterhin sehr fit, habe noch rund 4 Wochen Zeit und die Temperaturen sind auch noch über der 20 Grad Marke. Also hab ich mich dafür entschieden. nochmals ein paar Ortschaften anzuhängen. Doch dafür musste ich mir erst mal klar werden, wo ich hin möchte und was zu dieser Jahreszeit auch Sinn macht. Denn Strände hab ich für den Moment mehr als genug gesehen. Zudem wird nun von Tag zu Tag schwieriger, ausserhalb von Städten eine günstige Unterkunft zu kriegen. Und da die nachfollgenden Ländern nicht gerade die günstigsten sind, benötigte ich einen Plan B.

Als erstes hab ich mir mal ne mögliche Route ausgesucht. Saranda über Korca nach Pogradec. Dann geht es nach Skopje (Mazedonien). Von dort ein Kurzer Abstecher nach Pristina (Kosovo) und wieder zurück nach Skopje. Von dort aus geht es nach Thessaloniki (Griechenland). Anschliessend der Küste entlang nach Istanbul (Türkei). Eventuell lege ich vorhin noch einen kurzen stopp in Sofia (Bulgarien) ein. Mal schauen.

Da mein Englisch in den letzten zwei Monaten kontinuierlich besser wurde. War ich nun in der Lage, einen Account bei Couchsurfing anzulegen. Hier eine kurze Begriffsdefinition für meine Grosseltern und diejenigen, die das System Couchsurfing nicht kennen.

Couchsurfing ist eine Internetplattform in welcher man als privater einem reisenden sein Sofa (Couch) oder aber auch ein Bett gratis zur Verfügung stellt. Dies funktioniert ganz einfach. Man erstellt ein Profil im Internet und kann dann Personen auf der ganzen Welt anfragen, ob sie für die angefragte Zeit Lust und Platz haben. diese haben dann die Möglichkeit, die Anfrage anzunehmen oder aber abzulehnen. jeder kann Nutzer aber auch Anbieter sein. Also alles in allem eine sehr coole Sache welche ich baldmöglichst ausprobieren werde.

Magnus Small

Bergen, Meer und die Klimazone

Guten Morgen allerseits

Mittlerweilen bin ich in Saranda angekommen. Saranda liegt ganz im Süden von Albanien an der Küste, nur drei Kilometer von der Insel Korfu entfernt. aber alles der Reihe nach. gestartet bin ich in Berat. Mit Regionalbus, Kleinbussen und Privatautos bin ich am Abend in Vlora angekommen. Vlora ist ein kleines Städtchen was grundsätzlichg nicht viel zu bieten hat, ausser ein neues Hostel, das heuer eröffnet hatte. Wie so üblich hat es noch so seine Kinderkrankheiten. So war es eine ganz lustige Angelegenheit, als ein Russe, ein Argentinier und ich den Hostelbesitzer beim Umbau der Sanitären Anlagen unterstützten. Alle haben mal auf dem Bau gearbeitet und so war die ganze Sache nachts um halb elf auch erledigt. Zum dank gabs dann ein paar Bierchen. coole Sache wo ich mich richtig wohl fühlte. Doch am nächsten Tag ging meine Reise bei Zeiten weiter. Von Vlora aus marschierte ich rund 10 Km Richtung Oricum, bevor mich ein Kleinbus die restliche Distanz mitnahm.

In Oricum kurz was gegessen und schon ging es weiter Richtung Nationalpark Liogara Karaburun mit einer gigantischen Klimawechselzone. Auf der Fahrt nach oben wollte mich der Kontrolleur mit den Fahrtickets bescheissen. Doch da ehr den Preis derart massiv übertrieben hatte, haben die anderen Fahrgäste interveniert, was zu sehr amüsanten und hitzigen Diskusionen führte. Schlussendlich bezahlte ich den normalen Preis. Auf der Passhöhe angekommen verliess ich dann den Bus. Was ich hier erlebte, war ein für mich sehr spezielles und seltenes Phänomen.

Ich kam vom Mitteleuropäischen Klimazone nach rund 100 Meter in die Südliche Klimazone. Vom den Nadelbäumen wie bei uns zu hause, zu kargen Küstenklippen und Steinhängen. Einfach überwältigend und mit worten kaum zu beschreiben. Der Ausblick auf die kommenden Küsten waren dann noch das Zückerchen.

Doch von hier oben bis zum Meer waren es 1024 Höhenmeter. Also entschied ich mich anstelle langen Strassenschlaufen einfach quer nach unten zu gehen. War eine sehr mutige, stränge und auch halsbrecherische Aktion. So entschied ich mich nach 2 gröberen Stürzen auf ungefestigtem Grund, die letzten 5 Km doch der Strasse entlang zu laufen.

Als Belohnung traf ich auf einsame wunderschöne Küstenabschnitte, welche in ihrer Farbenpracht kaum zu übertreffen sind. Und da es sich gerade so perfekt ergab, schlief ich auch gleich am Strand. So ging es rund zwei Tage lang weiter. Strände, Berge, Strände, Berge... Mal laufen mal fahren. Immer gerade dass, wonach ich Lust hatte.

Leider ist es eine Tatsache, das schon in wenigen Jahren fast alle Strände bebaut sind. Doch was mich bis anhin noch positiv stimmt. Es sind hier meist kleine Familienbetriebe und keine grossen Hotelkomplexe. Doch diese werden kommen. Wenn nicht morgen dann bestimmt in den nächsten 10 Jahren.

Ich bin daher froh, viele Küsten so angetroffen zu haben, wie man sich Küsten vorstellt. Wunderschön und naturbelassen.


Noch so nebenbei: Falls ihr mal im Balkan und/oder Albanien unterwegs seid. Bitte immer schön auf den Boden achten. Schachtdeckel und der gleichen sind hier oftmals mangelwahre....

Magnus Small

per zufall zum Weltkulturerbe

Ich wollte von Tirana Richtung Süden weiter ziehen. Doch wo hin? Ich nahm die Landkarte und suchte mir Orte heraus, die als sehenswert gegenzeichnet waren. Eine Ortschaft davon war Berat. Da es dort auch noch ein Hostel gab, war die Entscheidung eigentlich schnell gefallen. Also ging ich in Tirana auf die Suche der Busstation. und Tatsächlich. In einem Hinterhof standen verschiedene Busse die Richtung Süden fuhren.

Die Reise an sich war schon sehr speziell. Vorbei an riisigen Olivenplantagen, unzähligen ein-Mann Bunker und stetig wechselnden Vegetationen. Doch am lustigsten war der Bus an sich. Wie auch in späteren Fahrten ist auch dieser Bus nicht nur ein Verkehrsmittel von a nach b, sondern überbringt Pakete, hält dort an wo Menschen ein und aussteigen müssen, fungiert als Wechselstube und  noch vieles mehr. Natürlich durfte auch ne Ziege unten im Kofferraum nicht fehlen, die gleich neben einem kompletten Hausrat und Baumaterial transportiert wurde. Und dazwischen war natürlich noch mein Gepäckstück.

In Berat angekommen, staunte ich nicht schlecht. Das Städtchen war wirklich schön und hat herausragende Quartiere. Natürlich hat es hier wie im ganzen Land Burgruinen und unterschiedliche Gotteshäuser. Als ich in meinem schlauen Buch nachleste, das Berat unter UNESCO Weltkulturerbe steht, wurde mir einiges klar. Mit rund 2400 Jahren ist Berat eines der ältesten besiedelten Gebiete in Albanien. Als sichtbares Merkmal sind die an die Felsen gebauten Wohn- und Geschäftshäuser mit ihren weissen Fassaden und steinernen Dächern.

Wenn man bedenkt das aktuell rund 10 - 15`000 Touristen in diese Malerische Stadt kommen, ist das gar nichts. und da der Tourismus noch überschaubar ist, sind die Preise für Getränke, Essen und Übernachtungen wie im restlichen Land tief. Ein cooler Ort.

Noch was nebenbei:

Auf einem Foto seht ihr ein ziemliches Wirr war von Elektroleitungen. Da verwundert es einem auch nicht, das zwischendurch der Strom mal aus viel. Lustig war es, da ich mit einem Brasilianer auf der Veranda sass als ein lauter knall durch das Tal donnerte. Carlo so hiess der andere Traveler wusste gleich was es war. Das ist nur der Transformator (glaube ich hatte er gesagt) der explodiert ist. Wir werden schnell wider Strom haben, passiert bei mir zuhause immer mal wieder. Das man hier überhaupt regelmässig Strom hat, verwundert einem dann manchmal doch ein bisschen ...

Magnus Small

Albanien und die zwei Welten

Hy zusammen

Ach ich Versuches nochmals mit der zweiten Version meiner ersten Tage in Albanien. Denn die erste Version hat es mir nicht gespeichert.... so beginne ich nochmals von vorn.

Wie hier im Blog kam ich auch nicht so einfach nach Albanien. Denn genau an diesem Tag an dem ich fahren wollte, gab es keinen Bus. Nun gut dann gehe ich wie schon vorher per Autostopp. Keine 5 Minuten vor einer Bäckerei gestanden, fragte mich ein Albaner, ob ich nach Shkoder (Albanien) gehen möchte. Nach kurzem verhandeln wurde ich dann auch für 6 Euro die 60 Km weite Strecke mitgenommen. Es sei bei den Albanern normal, dass sie Leute mitnehmen, gegen ein Endgeld. Es habe früher das fehlende ÖV netz ersetzt, welches erst seit 2007 gibt. In Skhoder angekommen, suchte ich mir in einem Kaffee ein geeignetes Hostel heraus. Ich fand eines doch als ich dort ankam, war es schon voll. Tja Pech gehabt. Zu allem übel begann es auch noch so richtig heftig zu regnen, als ich mich auf die Suche nach einem ersatzhostel machte. Ich fand auch eines. Unten eine Bar, oben Mehrbettzimmer. Eigentlich nicht schlecht,  wenn es nicht so ringhörig gewesen wäre. Deshalb hatte ich mich nach der zweiten schlaflosen Nacht auch dazu entschieden, in die Hauptstadt zu reisen.

Shkoder selbst hat nicht all zu viel zu bieten. Eine hübsche Burgruine von welcher man einen genialen überblick auf die umliegenden Gebirge hat. Ansonsten ist in Albanien so ziemlich alles anders als in den anderen Balkanländern, in denen ich zuvor war. Andere Sprache, andere Währung und vor allem fühlt man sich in Albanien rund 15 bis 20 Jahre zurückversetzt.

So existieren hier schlicht keine Busbahnhöfe. Den Standort hab ich mit zwei deutschen Travelern nur dank den Infos von einheimischen gefunden. Denn nur ein kleines Schild am Strassenrand verriet, dass hier ein Bus nach Tirana fährt. Auch muss man hier stetig aufpassen, das man nicht übers Ohr gehauen wird. Was vorhin noch unter Gastfreundlichkeit gerne weitergeholfen wurde, sind sie hier noch nicht ganz so weit. Den Touristisch ist Albanien noch in den Kinderschuhen. Aktuell sind die Traveler Routen recht gut erschlossen. Man kann so quasi sagen, das Back Packers die Vorhut vor den normalen Touristen sind. Abenteurer, Reiselustige und noch viele Mehr. So verwundert es auch einem nicht, das es praktisch keine Touristeninformationen gibt. oder einen Stadtplan.

Tirana ist die Hauptstadt von Albanien. Mit ca. 0.8 - 1 Mio. Einwohner leben rund ein Drittel der Gesamtbevölkerung Albaniens in Tirana.  Die Stadt ist eigentlich sehr Grün, jedoch total chaotisch und ohne sichtbaren plan aufgebaut. Es gibt eine kleine Innenstadt, die herausgeputzt ist. Der rest ist so, wie man sich eine Stadt vorstellt, die von Armut geprägt ist. Es gibt grundsätzlich nur kleine Geschäfte. Vieles wird aus Garagen heraus angeboten und auch repariert, was zu sehr amüsanten Spaziergängen führt. Gekauft und verkauft wird dabei alles, was man zu Geld machen kann. Alte Handys, Röhrenfernseher und Möbel bekommen hier ihr 5es Leben.

Unternehmen kann man hier trotz der hohen Arbeitslosigkeit und Armut einiges. Ein besuch in einem Kaffee lohnt sich immer. Am spannensten ist es morgens den Einheimischen zuzuschauen, wie sie total beschäftigt sind, alle am Telefon hängen oder miteinander fachsimpeln, um anschliessend mit einem Brot wieder nah hause zu gehen. Oder man beobachtet den Verkehr, welcher doch sehr Atemberaubend gefährlich ist, jedoch seine eigene Logik aufweist. Wenn nicht gehupt wird, dann fehlt einem schon richtig was.

Ansonsten war ich noch an einem Fussballspiel, einem Bierfest, einem Töfftreffen und auf dem Ski Tower, welcher ein 360 Grad Restaurant auf dem Dach hat.

Was die Küche anbelangt, ist Albanien hervorragend. Abwechslungsreich und natürlich mit viel Fleisch und Fisch versehen. zudem wird wie in den bisherigen Ländern ausschliesslich frisch gekocht. Fertigprodukte findet man hier nur mit viel Mühe, was ich sehr positiv finde.

Morgen verlasse ich die Hauptstadt und ziehe weiter Richtung Süden. Das Wetter wird in rund 4 Tagen umschlagen. Von aktuell 25 Grad und meist Sonne  zu regen bei 18 Grad. mal schauen wo ich dann so bin.

Magnus Small

Verrückte Küstenreise

Nach viel erlebten ist wieder mal Zeit für ein Eintrag. Nun ich war 3 Nächte in Budva (Montegro). Eigentlich ein sehr schöner Ort, doch schon so touristisch wie z.B. Mallorca oder Rimini. Trotzdem fand ich auch hier ein paar schöne ecken um sich zu entspannen. Anschliessend wollte ich noch kurz nach Kotor. War mir irgendwie bekannt, doch sagte mir trotzdem nichts. Also ging ich in das rund 40 Km entfernte Städtchen. Kotor liegt in einer von Bergen umgebenen Bucht mit Zugang zum Meer. Nicht schlecht hatte ich deshalb gestaunt als am Morgen ein Riesenkreuzer vor meinem Hostelfenster war. Denn das Hiesige Hostel lag direkt am Meer. Richtig richtig cool. Wenn du aufwachst, weil die Signalhörner so laut sind. Aber es hat einem geholfen nach dem strengen Abend wieder aufzustehen.

Den die Nächte Kotor waren streng. Es war ein sogenanntes Party Hostel, mit allem was so dazugehört. Zum glück ist dies nicht an jedem Ort so, das währe mir dann doch zu streng. Deshalb machte ich  mich dann doch auch bald auf Richtung Albanien. Dass ganze natürlich mit Autostopp (Hitch hiking)

Als erstes fuhr ich mit einem LKW rund 10 Km mit. Danach wechselte ich zu einem Kleintransporter der Wohnzimmer einrichtet. Als drittes Fahrzeug hatte ich für diesen Tag ein normales Auto, welches von zwei Belgier gemietet wurde. Da sie noch schwimmen wollten, wurde ich mitten in der Sch.... ausgesetzt. Doch dies hatte sich als gut erwiesen. 3 Km gelaufen und dann kam ich an einen Hammerstrand, mit nicht sehr vielen läuten. So hatte es am hiesigem Zeltplatz genügend Platz um mit direkter Sicht aufs Meer einschlafen zu können.

Am nächsten Tag ging es dann weiter. Zuerst ein Kaffee zur Stärkung und dann ab an den Strassenrand. An diesem Morgen hat mich ein älterer Herr mitgenommen, der verwunderlicher weise sehr gut englisch sprechen konnte. Wie sich im Gespräch herausstellte ist er eigentlich pensioniert. Doch über die Wintermonate ist er Kapitän eines Containerschiffs welches im afrikanischen Raum unterwegs ist. Zuvor arbeitete er als Schiffskapitän für die hiesige Polizei in Bar. Dies hatte er mir während der Fahrt und am Hafen bei einem Kaffee erzählt. Lustigerweise ist es hier praktisch unmöglich die Leute einzuladen. Der Herr hatte mich nicht nur gefahren, sondern auch noch auf den Kaffee eingeladen.

Danach ging es aber wieder weiter. Als ich versuchte zu einer weiteren Mitfahrgelegenheit zu kommen, kam eine Frau hinzu. Agnes ist ihr Name. Sie kommt aus polen und arbeitet jedes Jahr für drei Monaten in Budva als Touristenführerin. Anstelle dass wir uns gegenseitig um die Autos konkurenzieren, schlossen wir uns für den Rest des Tages zusammen. Dank ihrer guten Sprachkenntnisse (Serbisch) fanden wir mehrere coole Strände. Einer war sogar so stark abgelegen, das ausser Geissen einem Esel und einem Hund nicht anderes in der Bucht anzutreffen war. Nach mehreren stopps und diversen Stränden, sind wir am Abend in Ulcinj angekommen. Hier ist noch einer der grössten Strände ohne Hotelanlagen in Europa. Sage und schreibe 17Km lang und mit supperfeinem dunklem Lavasand versehen. Der strand ist so flach abfallend, dass man auch 25 Meter weit im Meer noch problemlos stehen kann. Es ist ende Saison und das sieht man überall. Nur die Hälfte hat offen und ein Grossteil der Geschäfte sowie der Strandkörbe sind schon verräumt. Aber genau dass macht aus meiner Sicht den Reiz aus. So hat man aktuell bei sommerlichen Temperaturen unheimlich viel Platz.

Da aber nicht mehr so viele Trackingtouristen unterwegs sind, trifft man an manchen Orten immer mal wider die selben Leute an. Denn auch wenn alle individuell reisen. Zwischendurch mal ein Bett eine Waschmaschine und Internet ist schon nicht schlecht. Die beiden mit den weissen lacken hatten Pech und wurden im letzten Hostel in Budva von Bettwanzen heimgesucht. Glücklicherweise blieb ich bis anhin von solchen Problemen verschont.

Magnus Small

Podgorica - Rijeka Cronjevica - Budva

Nach dem ich mich in Podgorica von der sehr schönen aber ansträngenden fahrt erholt hatte, machte ich mich auf Richtung Meer. Der weg führte wie schon die Zugstrecke über atemberaubende Gebirgslandschaften. Leider gab es bis auf ein paar wenige ausnahmen nur die Hauptstrasse um Richtung Süden zu gelangen.  Nach rund 20 Km kam ein Wegweiser welcher einen Campingplatz anzeigte. Also nichts wie los dort hin. Denn wildcampen ist hier aufgrund der dichten Wälder und vielen Steinen beinahe unmöglich. Der weg führte über eine kleine Nebenstrasse, welche ich natürlich nicht laufen musste. denn kaum verliess ich die Hauptstrasse, wurde ich gebeten mitzufahren, da die Wege aus der Sicht der Einheimischen zu weit sind. Für ein zwei Fotos hatte der gute Herr dann auch extra angehalten. Der Zeltplatz stellte sich als mehrbessere Wiese heraus. Übernachtet hatte ich darauf gratis. Der liebe Betreiber kam erst so spät als ich schon schlief und da ich am morgen bereits um 5 Uhr aufstand..... tja einmal glück gehabt. Das Sonnenaufgangfoto war dann auch an diesem Morgen entstanden. Anscheinend ist und war die Region ein Naturschutzpark. Doch die beste Zeit hat dieser Ort mit Sicherheit hinter sich.

Aber der weg ging ja weiter. Nach rund 2 Stündiger Wanderung traf ich im nirgendwo ein alter Mann an. Wir hatten uns köstlich amüsiert da wir sichtlich mühe hatten uns gegenseitig zu verstehen. Die Zeit hatte ich zudem auch gleich für mein erstes Frühstück genutzt. Und wie schon am Vortag wurde ich kurze zeit später wieder mitgenommen. zuerst hatte er mich mit Trauben, die extrem süss waren versorgt und anschliessend auch noch ins nächste Dorf gefahren, was nochmals rund 15 Km weit weg war. 2 Kaffes Später begann mein letzter abschnitt Richtung Meer. Und wieder das gleiche Spiel rund 15 Minuten gelaufen und dann von einem jungen Paar mitgenommen. In Budva so heisst die Stadt angekommen, war ich natürlich direkt ans Meer gesteuert. Später fand ich dann auch noch eine akzeptable Unterkunft mit einem herlichen Sitzplatz.

Die Temperaturen sind aktuell zwischen 28 - 36 Grad. Bei diesem schönen Wetter habe ich deshalb nichts spannendes gemacht..... auser am strand gelegen und die Zeit genossen. :D

in diesem sinne wünsche ich allen ein erholsames Weekend

Magnus Small

wenn der zug mal fährt..

Hey zusammen

ich bin in den vergangenen Wochen schon mit so einigen Verkehrsmitteln unterwegs gewesen. Nun wollte ich mir auch mal eine Zugreise gönnen, die über das Dinarische Gebirgsmassivs führt. Angefangen hatte alles in Belgrad. Schon vor der Abfahrt war der Zug total überfüllt. Zum glück hatte ich am Vortag einen Sitzplatz reserviert. Doch hier wird das ganze sehr entspannt gesehen. So waren wir zu 8 in einem Sechserabteil. Mal schlief einer vor dem Abteil, mal standen zwei jeweils abwechslend im zwischengang. Oder man rückte einfach einwenig zusammen. dann hatten alle platz. Da ich der einzige war, der nicht serbisch sprechen konnte, brauchte der offene Kontaktaustausch seine Zeit. Doch da die Zugfahrt rund 11 Stunden dauerte, war davon genügend vorhanden.

Es entwickelte sich eine sehr unterhaltsame Zugfahrt. Ach und geteilt wird hier alles. Vom Sitzplatz über Wasser hin zu Brot und Gebäck. Einfach alles. das ganze wurde natürlich von einer wunderschönen Reiseroute umrundet. So waren auf der strecke rund 200 Tunnels und 200 Brücken zu passieren.

Da momentan viele Flüchtlinge im Balkan unterwegs sind, sind die Grenzkontrollen ziemlich streng. So dauerte der Übergang von Serbien nach Montenegro auch mehr als eine Stunde. Doch wie immer ging alles reibungslos. Für Zugliebhaber ist die Strecke auf jeden fall zu empfehlen, auch wenn elf Stunden ganz schön anstrengend sein können.

Nun bin ich ausgeruht in Podgorica. Morgen geht es dann weiter Richtung Küste.

sonnige Grüsse aus Montenegro 

Magnus Small

Derby des Wahnsinns

Am Samstag 12. September fand in Belgrad das sehr bekannte Fussballderby zwischen roter Stern Belgrad und Partisan Belgrad statt. Es ist nicht irgend ein Derby, sondern eines der Spektakulärsten in ganz Europa. Natürlich wollte ich mir dies nicht entgehen lassen, obschon es sehr heissblütig und z.T. auch gefährlich zu und her geht.

Die Stimmung innerhalb des Stadions kann man grundsätzlich gar nicht beschreiben. Auch die Bilder bringen die gewalltige Stimmung, Spannung und Leidenschaft nur bedingt rüber. Schon der Weg zum Stadion wahr nicht ganz ohne. So sind die beiden Vereine so sehr verfeindet, das beinahe alle Zuschauer auf dem Weg zum Stadion ohne Fan-Utensilien unterwegs sind. Auch standen auf rund 4 Km geschätzte alle 150 Meter rund 10 Uniformierte Polizisten, welche rund um das Stadion die Sicherheit gewährleisten sollten.

Im Stadion hatte ich ein Ticket für die Haupttribüne. Dies ist jedoch anders als bei uns. So gibt es keine neutralen Zuschauer. Entweder man ist für die einen oder eben für die anderen. Schon eine Stunde vor dem Spiel war es zwischenzeitlich so laut, dass man sein eigenes Wort kaum verstand und dass bei nicht all zu vielen Zuschauern. Doch je näher der Anpfiff kam, desto mehr Zuschauer kamen auf die Ränge. Es wurde laut. Richtig Richtig laut.

Roter Stern ging mit 1:0 in Führung, was das Stadion  zum ersten mal so richtigen explodieren lies. Partisan hatte dann in der 44 Minute das Spiel nach einem schönen Konter ausgeglichen, was die Gästefans in Ektase versetzte. Das 2:1 eins für roter Stern war ein sehenswerter Heber, welcher wunderschön im linken Fadenkreuz ins Tor gelang. Und danach war kein halten mehr. Als die roten gar noch das 3:1 erziehlten, wurde es so laut, dass man sein eigenes Wort gar nicht mehr verstand. Das ganze Spiel wurde von beiden Seiten mit extrem viel Pyrotechnik zudem noch verstärkt. Einfach eine Gänsehautstimmung und purer Wahnsinn.

Zum Schluss verliess ich wie einige andere das Stadion in der 89 Minute. So hatte man keinerlei Probleme in die Stadt zurückzukehren. Den hier spielt eine andere Liga, zwar nicht fussballtechnisch (war ein sehr gutes und unterhaltsames Spiel) jedoch fan-technisch.

Magnus Small

Belgrad und die Umstellung

Hy liebe Leute

Nach einer doch sehr schüttelnden und Berg auf und ab gezeichneten Fahrt kam ich vorgestern Abend in Belgrad an. Die Fahrt verlief eigentlich sehr angenehm für hiesige Verhältnisse. Ausser das Geschwindigkeitsangaben, Strassenmarkierungen und Abstandhalten eher als Vorschlag angesehen werden, als ein Gesetz. Nun musste ich mich in der 2 Millionenstadt erst mal zurechtfinden. Dies fängt zum Beispiel bei der Währung an. 1 Fr. ist umgerechnet 110 Dinar wert. So hatte ich zu Beginn etwas mühe mit den hohen Beträgen, wenn man vorhin stets mit kleinem Münz bezahlen musste, läuft man hier mit 1000er Noten herum.

Leider war mein erstes Hostel für die erste Nacht ausgebucht. Ich reservierte für die nächsten Tage und begann dann mit der Suche eines neuen Hostels. Dies gestaltete sich eigentlich ganz einfach. So hat es in ganz Belgrad etwa 90 Hostels. Die einen etwas konfortabler, die anderen eben weniger. Ich fand ein Hostel ganz in der Nähe des Bahnhofes. Das Wetter ist aktuell eher regnerisch. So verwunderte es mich nicht, das Familien mit kindern, welche auf der Flucht sind, für einige Nächte im gleichen Hostel untergebracht sind. Zudem durfte ich auch Bekanntschaft mit dem Sexgewerbe machen. Anscheinend ist es normal, das Stripperinen und Colgirls in Hostels wohnen. So teilte ich das Zimmer mit einer Russin (welche aber in der Nacht arbeiten war), einem Deutschen und einem Syrer.

Am nächsten Tag zog ich dann in mein eigentliches Hostel um. Es heisst home sweet home. Dieser Name verdient es sich tatsächlich. Ein neu renoviertes Hostel mit 4 Bettzimmer in welchem man wirklich viel platz hat. Wohnzimmer und ein Esszimmer sind Modern eingerichtet und eigentlich wie zuhause. Es fühlt sich an wie in einer Grossfamilie. Das schönste an der ganzen Sache ist die Hygiene. Es mag gut mit einem Hotel der höheren Klasse mithalten.

Was die Berichterstattung über die Flüchtlingswelle angeht, sehe ich hier ein geteiltes Bild. So gibt es diese Zeltplätze und man trifft die Flüchtlinge auch in Kleingruppen auf der Strasse, doch ich befinde es als sehr gesittet und organisiert. An anderen orten der Stadt bemerkt man hingegen gar nichts.

Was mein gestriger Aufesteller war. Ich hab ein ticket für das Fussballderby ergattert. Am Samstag spielt roter Stern Belgrad vs. Partizan Belgrad. Ich freue mich darauf

Magnus Small

Fazit: Bosnien und Herzegowina

Morgen verlasse ich Sarajevo und ziehe für ein paar Tage Weiter nach Belgrad. Zeit um ein Fazit über das Land Bosnien und Herzegowina zu ziehen.

1. Die Landschaft

Die Landschaft in Bosnien und Herzegowina ist atemberaubend. Meist sehr dicht bewaldet und mit vielen kleineren und grösseren Flüssen versehen. Leider ist hier der Abfall noch ein grosses Problem. Viele Flüsse, Strassenränder und Böschungen sind mit Abfall übersäht. Zudem wird auch heute noch viel Müll einfach verbrannt, was einen beissenden Geruch in der Nase hinterlässt. Die Dörfer und Städte sind meist noch vom Krieg gezeichnet, haben jedoch meist einen grossen Scharm. Viele Gebäude weisen zudem eine meist grossen geschichtlichen Hintergrund auf.

2. Die Menschen in Bosnien und Herzegowina

Ich hab in den beinahe 3 Wochen in diesem Land stets nur gute Erfahrungen gemacht. Sie sind sehr gastfreundlich und hilfsbereit. Ich hatte den Eindruck, dass ihnen das Wohl des "Fremden" sehr wichtig ist. Vor Kriminalität muss man hier wirklich keine Angst haben. Du kannst dein Lap Top oder dein Rucksack ohne Problem im Restaurant oder im Café stehen lassen, um auf die Toilette zu gehen. Da hätte ich zu Hause schon mehr Bedenken. Man merkt dass das Land gespalten ist und man somit auch behutsam über die einzelnen Regionen sprechen muss. Doch wenn man dies beachtet hat man keinerlei Probleme.

3. Verkehr

Hierzulande ist das Hauptverkehrsmittel der Bus. Sie fahren von Stadt zu Stadt für einen günstigen Preis. Per Anhalter funktioniert auch sehr gut. Meist wird man gefragt ob man ein Stück mitfahren möchte. Es gibt hier auch Zugverbindungen. Diese sind jedoch stark veraltet und fahren dementsprechend nur sehr langsam. Die Strassen sind grösstenteils gut, jedoch nicht für Fussgänger ausgelegt. Durch die Topographie des Landes sind die meisten Strassen sehr Kurvenreich und gehen stets auf und ab. Was der Fahrstiehl der Einheimischen anbelangt, würde ich diesen meist als halsbrecherisch betiteln. Überholen in kurven, stetiges Hupen und missachten von Geschwindigkeitsvorgaben sind hier an der Tagesordnung. Auch geparkt wird dort, wo platz ist. Aber grundsätzlich alles sehr entspannt und nicht gehässig wie bei uns.

4. Essen und Trinken

Das essen ist hierzulande sehr gut, jedoch fleischlastig. Ausserhalb von den Städten ist das Angebot beschränkt, doch man findet immer mal etwas. Die Qualität befinde ich als gut bis sehr gut. Es wird ausschliesslich frisch gekocht. So hatte ich auch mit dem Magen nie Beschwerden.

5. Geld

Die konvertible Mark ist rund die Hälfte eines Euros wert. Ausgenommen von Sarajevo City (meist doppelt so hohe Preise) sind die Getränke, Übernachtungen und das Essen extrem günstig. So kostet ein Kaffee rund 50 Cent und ein Halbliter Bier bekommt man zwischen 1.0 - 1.50 Euro. Für ein Essen im Restaurant bezahlt man je nach dem zwischen 3.- bis 10 Euro. Also alles in allem ein sehr günstiger Preis für gute Qualität.

Magnus Small

Ein paar Gedanken...

Ich hatte die letzten Tage einiges von Sarajevo gesehen. Nach und nach wurde mir bewusst, was eigentlich Geschichte wirklich heisst. Ich lese nicht die Geschichte, sondern befinde mich mitten darin. Ich muss euch ehrlich eingstehen, das gewisse Erlebnisse mir unter die Haut gehen. Zum Beispiel sieht man in der ganzen Stadt rote Flecken welche durch Randsteine im Boden umrandet sind. Dies sind nicht anderes als jene Orte, an denen mindesten 3 oder mehr Personen durch Granateinschläge gestorben waren. Oder wenn Mann an am Einschlagsort steht wo beim Gemüsemarkt 60 Menschen gestorben waren und die Interventionen durch die Amerikaner ausgelöst hatte. Zu Beginn nahm ich es zur kenntniss. Ich konnte es nicht richtig einordnen. Doch durch besuche in Bibliotheken, Fotogallerien, und der Besuch zum Holocaust von Srebrenica wurden meine Augen weit geöffnet. Es fährt bei einem ein und man fängt an das bisher gesehene zu hinterfragen. Eine grosse Frage die sich mir aufdrängte war: wie geht man mit der erlebten geschichte um, wenn man Tag für Tag von ihr umgeben ist?

Bei einer Touristenführung stellte ich genau diese Frage dem Touristenführer. Seine Antwort war eigentlich ganz einfach. Verzeihe aber vergiss es nicht. Dies hat mich sehr bewundert, da ehr sehr ausführlich von seinen Erlebnissen berichtet hat. Und wenn du auch gleich noch an dem Ort stehst, wovon es sich handelt, dann fühlt man sich in der Zeit zurückversetzt.

Solche Erlebnisse gab es in den letzten Wochen einige und es werden auch noch einige dazukommen( z.B. aktuelle Flüchtlingsstrom in Belgrad). Doch keine ist mir bisher so tief eingedrungen wie die Geschichte von Sarajevo. Es gibt mir nun ein ganzheitlicheres Bild, welches mit dem ersten Puzzleteil im Jahre 1992 begann (Erste Flüchtlinge in meiner Schulklasse aus dem Balkan) und nun mit der aktiven Besichtigung und Auseinandersetzung der hiesigen Geschichte das Bild grösstenteils komplettiert.

Vielleicht fragt ihr euch weshalb ich genau diesen Beitrag hier schreibe. Es geht nicht darum was man erlebt hat oder einem widerfahren ist, sondern wie man damit umgeht. Ich denke 20 Jahre sind nicht viel, für dass was alles vorgefallen ist. Doch wie alle damit umgehen stimmt mich positiv. Natürlich sind Spannungen unter den einzelnen Volksgruppen zu spüren, doch finde ich es bewundernswert, das zumindest versucht wird, ein gemeinsamer Weg einzuschlagen.


Wichtig:

Mit diesem Text möchte ich niemanden in Schutz nehmen oder aber angreifen. Es sind meine persönlichen Eindrücke und Empfindungen, die ich in meinem Blog niedergeschrieben hab.


  • Missing
    Helena hat am kommentiert:

    Hut ab, dass Du Dich all diesen Gedanken und Empfindungen stellst! Jeder der/die mit offenen Augen in die Welt hinaus geht, versteht die Ansichten der Menschen vielleicht ein bisschen besser. Wir sind alle nur Gäste auf dieser Welt, sehen wir ihre Schönheit und feiern wir zusammen. Die Zeit ist reif für Frieden.

Magnus Small

Impressionen von Sarajevo

  • Small
    Laura hat am kommentiert:

    Hallo Magnus! Toller Blog und tolle Eindrücke von deiner Reise! Wir haben deine Tour deshalb letzte Woche auf der permondo-Facebookseite geteilt, vielleicht hast du ja Lust einmal vorbeizuschauen: https://www.facebook.com/Permondo/photos/a...

  • Small
    Magnus hat am kommentiert:

    Hey Laura
    Vielen Dank für dein Kompliment. Es freut mich wenn dir/euch mein Blog gefällt. Da schaue ich natürlich sehr gerne mal vorbei.
    Liebe Grüsse aus Sarajevo

Magnus Small

Geschichte von Sarajevo

Sarajevo als Stadt hat eine jüngere aber sehr intensive und prägende Geschichte. Als Hauptentwickler vom Dorf zu einer Stadt ist den Osmanen zuzuschreiben, welche Mitte des 15. Jahrhundert das Gebiet des heutigen Mittelbosnien besetzten. Mit der Besetzung durch die Osmanen hielt im Balkan auch der Muslimische Glauben den Einzug. Die Entwicklung wurde stetig vorangetrieben. Auch heute sind die osmanischen Einflüsse aus Städtebaulicher Sicht noch sehr gut ersichtlich. Es gibt zum Beispiel einen Stadtteil (Est-Sarajevo), in dem man sich wie in einer arabischen Stadt fühlt. Mit Basar, verschiedenen Einkaufsstrassen und natürlich türkischem Kaffee.

Nach dem Zerfall des Osmanischen reiches übernahmen die Habsburger 1878 (Österreich-Ungarn) die Herrschaft über die Landesgebiete. Zuerst sollten diese das Land nur verwalten, wurde aber später okkupiert. Die Herrschaft der Habsburger dauerte dann auch bis zum Beginn des ersten Weltkrieges, welcher hier in Sarajevo ihren Uhrsprung hatte. Doch hatten die Habsburger auch viel gutes für die Stadt. Sie modernisierten die Infrastruktur. Erstellten viele neue Gebäude und finanzierten prächtige Bauten. So waren die Besetzter fluch und Segen gleichzeitig.

Als der Kronprinz Franz Ferdinand am 28. Juni 1914 zu einem öffentlichen Besuch nach Sarajevo kam, sollte dies sein letzter sein. Die Bewegung junges Bosnien, welche für ein unabhängiges Bosnien einstand, hatte an diesem Tag zwei Attentat auf den Kronprinz ausgeübt. Franz Ferdinand wurde in seinem offenen Wagen von einem 19 Jährigen Mann erschossen. Der Tot des Kronprinzen hatte danach den ersten Weltkrieg ausgelöst.  Nach dem 1. Weltkrieg wurde das Königsreich der Serben, Kroaten und Slowenen gegründet. Bosnien und Herzegowina war ein teil davon. Der Hauptsitz befand sich in dieser Zeit in Belgrad. Sarajevo behielt zwar seinen Hauptstadtstatus, der bezog sich jedoch nur auf teile Ostbosnien. In die Stadt wurde damals nicht viel investiert. So sind heute aus dieser Zeit Epoche auch keine Bauten sichtbar.

Hitler hatte 1941 zusammen mit den Italienern zusammen Sarajevo eingenommen. Einerseits war Sarajevo ein wichtiger Stützpunkt für Hitlers Truppen, andererseits war hier auch ein grosser Wiederstand in den umliegenden Bergen. Angeführt wurde der Wiederstand durch Titos. Bis zum Tod von Titos 1980, entwickelte sich Sarajevo rasant. Danach begannen trotz der gut durchgeführten Olympischen Spielen 1984 die ersten Spannung innerhalb des ehemaligen Jugoslawien. Länder wie Kroatien, Montenegro und Slowenien lösten sich von Grossjugoslawien und gründeten ihre eigenen Kleinstaaten.

Die Abstimmung 1992 ob sich Bosnien und Herzegowina als eigenständiger Staat ablösen soll, löste den damaligen Krieg mit ihren verherenden Folgen aus.

21 Jahre Nach Beendigung des Krieges sieht man die Spuren tortz stetigem Wiederaufbau noch an den meisten Ecken. Ein Hauptgrund dafür ist das fehlende Geld, um Häuser von den Kriegsschäden Vollständig zu befreien. Es ist ein Teil der Geschichte dieser Stadt welche so viele verschiedene kulurelle und Bauliche Sehenswürdigkeiten vorweist. Dies ist nur ein Kurzer Zusammenschnitt dieser sehr interessanten Stadt. Wer selbst mehr erfahren möchte, dem enpfehle ich ein Besuch dieser Stadt. Seit diesem Jahr gibt es auch Direktflüge von Zürich und Genf nach Sarajevo.

Magnus Small

Olympische Bobbahn

Hier ein paar Bilder von der ehemaligen Bobbahn von den olympischen Spielen von 1984. Sie liegt hoch über der Stadt in einem dichten Waldstück. Sie ist mitlerweilen nicht mehr so gut im Stand, jedoch immer noch sehr beeindruckend.

Magnus Small

1.Etappe: Sarajevo

Hey liebe Freunde

Nun hab ich mein erstes Etappenziel erreicht. Ich bin gestern Nachmittag in Sarajevo angekommen und hab mir einen kleinen überblick über die Stadt verschafft.  Nun heisst es für mich ausruhen und in aller ruhe die Stadt besichtigen. Ich werde nun eine Woche hier verbringen. Schlafen hatte und werde ich in einem wirklich tollen Hostel. Nun bin ich gespannt was die Stadt und ihre Geschichte so alles zu bieten hat. Ich freue mich jetzt schon, meine Eindrücke und Erlebnisse mit euch zu teilen.

Und wisst ihr was das tollste ist? Sie haben eine Waschmaschine und einen Tumbler. Nach drei Wochen ist das ein wirklich cooler Luxus :D......


  • Missing
    Helena hat am kommentiert:

    Geniess deine Woche.....so viele Eindrücke müssen auch mal verdaut werden....und viel Spass beim Wäschewaschen.....

Magnus Small

Visoko, ihre Pyramide und eine Baustelle

Visoko. Eine kleine Stadt die mit all ihren umliegenden Dörfern rund 55`000 Einwohnern zählt. Ich kam am Sonntagnachmittag hier an. Als erstes ging ich zu meiner reservierten Unterkunft. Es war aber mehr eine Baustelle als etwas anderes. Der nette Herr Emir hat ein Haus gebaut und dies als Hostel im Internet ausgeschrieben. Nur fertig ist es noch nicht ganz. Tja dass kann passieren. Nach etwas Verhandeln zahlte ich auch nur noch einen Bruchteil von dem was er sonst verlangt hätte.

Eigentlich tut er mir auch etwas leid. Denn Mitschuld an der ganzen Miesere hat auch der Schweizer Franken. Wie ihr vielleicht wisst, haben viele Menschen ihre Hypotheken bei Banken in Schweizerfranken angelegt. Da ihre Währung an den Euro gekoppelt ist und dieser gegenüber dem Franken dramatisch gefallen war, stiegen die Hypozinsen erheblich an. Geld das nun vielen hier fehlt.

In meinem Reisebuch steht beschrieben, dass ein reges treiben am täglichen Markt besteht. Und dies kann ich bestätigen. Ich sass in einem Kaffee und konnte dem ganzen Schauspiel gut zuschauen. Auf dem einen Foto seht ihr ein Paar Frauen die vor einem Gebüsch stehen. Dahinter hat ein Mann begonnen Kleider auf der Hecke auszubreiten. Er Kam am Anfang gar nicht richtig nach mit auslegen, da hatten ihn die Frauen ihn schon in Beschlag genommen. 5 Minuten Später war wieder niemand bei ihm. Und dann aus heiterem Himmel hatte es wieder ein dutzend Frauen beim Stand. Ach und wenn ihr euch fragt was die Männer in dieser zeit machen, die gehen wie im ganzen Land liebend gern Bingo Spielen. Solche Lokale findet man selbst in den kleinsten Dörfer. Es geht dabei um Liveglückspiel. Allgemein spielen hier alle wie verrückt. Egal um was es geht. Hauptsache man kann wetten.

Nun aber zu den besagten Pyramiden. Ich hatte mir am Montag die zeit genommen, mich auf den Berg hinaufzuwinden. Auf der Hälfte musste man dann eintritt zahlen. Touris zahlen 5 Euro, Einheimische Touris nur die hälfte. Tja nicht viel reden und mit ein paar einheimischen Touristen zum Eingang gegangen und schon hab ich nur die hälfte für die Märchenstunde gezahlt.

Es gibt zu der Pyramide oder aber Erderhebung zwei Theorien. Ein Hobby Archäologe (kein Witz) ist der Meinung, das Die Pyramiden (3Stück) von Menschenhand erschaffen worden seien. Hier ein kleiner Auszug aus dem Wikipedia:

Die Idee, unter dem Berg Visočica könne sich ein uraltes Bauwerk verbergen, wurde erstmals durch den Autor und Geschäftsmann Semir Osmanagić veröffentlicht, der in der Gegend Steinblöcke und Mörtel fand, die seiner Meinung nach früher das Bauwerk abdeckten. Osmanagić, der als Bauunternehmer in Texas zu Vermögen gelangt war, gab Anfang 2006 bekannt, dass Grabungen mit einem internationalen Team aus Australien, Österreich, Bosnien, Schottland und Slowenien durchgeführt würden,[1] wobei viele der angeblich beteiligten Archäologen später angaben, die Teilnahme abgelehnt zu haben und niemals vor Ort gewesen zu sein.[2] Die Ausgrabungen begannen im April 2006.

auf der anderen Seite hat kein einziger Wissenschaftler von Rang hat Osmanagićs Behauptungen bestätigt. Aus geologischer Sicht ist die rechteckige Form der Hügel vielmehr schlicht auf die Eigenschaften der Brekzie, eines Sedimentgesteins, das die Berge aufbaut, zurückzuführen. Dieses Gestein ist aus plattenförmigen eckigen Brocken aufgebaut, die bei flüchtiger Betrachtung künstlich behauenen Steinen ähneln, und bildet dadurch auch auffällig eckige Geländeformen. Im Berg entdeckte Tunnel wurden von John Bohannon 2006 in einem Aufsatz in der renommierten Zeitschrift Science als Überreste alter Minen und kleinere Mauern als Ruinen mittelalterlicher Wasserbecken identifiziert.

Man kann es interpretieren wie mann will. Schön anzusehen war der Berg allemal und der Guide war auch von seiner Interpretation der Erderhebung sehr überzeugt. Ich persönlich fand es einfach eine schöne geschichte mit der Möglichkeit, etwas Tourissmus in die Region zu bringen. Mehr aber auch nicht.


Magnus Small

Sonne, Hitze und ein Luxushotel

Hey Liebe Freunde

Kennt ihr das Gefühl, wenn man nicht mehr kann? So war es mir gestern gegangen. Aber alles der Reihe nach.

Vorgestern hatte ich mich von Travnik Richtung Sarajevo aufgemacht. Dabei zog ich ein Schländriantag ein. Ein bisschen gehen, etwas mit den einheimischen reden und natürlich ein ausgiebiges Mittagsschläfchen auf einer schattigen Wiese. Dann noch ein paar Km gelaufen und einen wunderschönen Schlafplatz auf einem Damm gefunden. Nur mit schlafen war da nicht so viel. Denn gegen die Dämmerung kamen dutzende von Enten hierher zum schlafen. Und eines kann ich euch garantieren, die können ziemlich laut sein....

Nun gut am nächsten Tag machte ich mich auf Richtung Zenica. Dies war eine ehemalige Industriestatt mit vielen Hochöfen und einer hohen Luftverschmutzung. Nun dies ist heute aber nicht mehr der fall.

Der weg führte mich über Vitez, wo es eine Abkürzung über eine Passstrasse gab. alles in allem rund 30Km. Dies wäre eigentlich auch kein Problem gewesen und der Weg war auch sehr schön. Aber da gab es noch die hohen Temperaturen und die ewig scheinende Sonne. Ohne gross Schatten gesehen zu haben, lief ich meinem tagesziel entgegen. Ich wusste von einem Motel/Hostel,  das auf der anderen Stadtseite lag. Als ich in der Stadt ankam kontrollierte ich total erschöpft die Angaben und nahm meine letzten Kräfte zusammen, um zum besagten Motel/Hostel zu gelangen. Doch wie es zur Erschöpfung passte, schloss es diesen Frühling. Dies war im Internet jedoch nirgends ersichtlich.

Ziemlich frustriert und erschöpft machte ich mich wieder auf Richtung Zentrum. Mittlerweilen war es mir egal wo ich schlafen werde. Ich sagte mir: Das nächste Hotel das kommt, dass nehme ich. Schei...... Egal wie es aussieht und wie teuer es ist.

Gesagt getan. Nur war das nächste Hotel ein 4 Sterne Hotel und das Modernste in der ganzen Stadt. Aber das ist dir in einem solchen Moment einfach nur egal. Nun ging ich an die Rezeption ohne überhaupt zu begreifen, wo ich eigentlich bin.  Die nette Dame hatte dann auch ein Zimmer für mich. Hätte ich eigentlich nicht gedacht, so stinkend und Verschwitzt ich zu diesem Moment war. Erst als ich im Zimmer war, merkte ich..... Shit das ist ja eine halbe Villa für mich alleine. Vor lauter Müdigkeit hatte ich zudem ganz vergessen zu fragen was dieser Spass eigentlich kostet, aber dazu später mehr.

Als erstes mal die klamotten verworfen und ein ausgiebiges Bad genommen. Im Anschluss das ganze Zimmer unter die Lupe genommen, denn es war wierklich sehr luxuriös. Das Hotel liegt gleich neben dem Fussballstadion wo auch viele Nati Spiele Ausgetragen werden (Nächstes ist am 6. Sep. gegen Andorra). So verwundert es einem nicht, dass auch heute die einheimische Fussballmannschaft sowie die Gastmannschaft im Hotel gastierten. Mann kann es so quasi mit dem Hotel Einstein in St. Gallen vergleichen.

Eine lustige Sequenz gab es noch, die ich euch nicht verschweigen möchte. Wie es sich für ein solches Hotel gehört, haben die natürlich auch einen Kofferträger. Der arme Kerl musste meinen 24 KG schweren und stark verschwitzen Rucksack in mein Zimmerbringen. Man hat es ihm angesehen, dass er nicht jeden Tag mit Rucksacktouristen zu tun hat.

 Ach Ja und heute wurde mir auch klar was mich dieser Spass gekostet hatte. Es waren gut 55.- Fr.

Natürlich mit einem riesigen Buffet bei welchem ich mich auch ausgiebig bedient hatte.  Nun geht die Reise mit dem Bus nach Visoko. Sie liegt rund 30Km entfernt von der Stadt Sarajevo. Anscheinend gibt es dort Erderhebungen, die wie Pyramyden aussehen. Mal Schauen ob dem auch wirklich so ist.

Bis dann...


Magnus Small

Auszeit, Austausch, Umkehren

Wie ich schon in meinem letzten Blogeintrag geschrieben hatte, wohnte ich für drei Nächte in einem Hostel. Dies fand ich noch eine spannende Sache. So traf ich Leute aus England, Belgien, Amerika und Frankreich.

Jeder macht so seine eigene Tour. Die einen sind mit Interrail unterwegs, andere mieteten sich ein Auto und einer ist mit einem uralten Töff hier. Kurzerhand sind wir gemeinsam im Fluss baden gegangen und anschliessend auf einem festgelegten Boot Nachtessen. Liebe grüsse an alle Reisenden. Wünsche euch weiterhin viel spass.

Am nächsten Vormittag begann ich dann meinen Weg Richtung Travnik. Nach rund 20 Km und fast am ende der letzten Häuser vor einem rund 30 Km Waldweg wurde ich von einem Mann zu einem Slibowitz eingeladen. Sie waren gerade dabei ein Schaf zu enthäuten und für den Grill vorzubereiten.

Sie bekamen wie könnte es auch anders sein Besuch aus Basel (Münchenstein). Kurzerhand wurde ich zum Nachtessen eingeladen und durfte auch noch bei ihnen schlafen. Man glaubt es nicht wie viel hier bei Festen aufgetischt wird. Nicht nur ein ganzes Lamm sondern auch noch Poulet und Cevapcici. So verwunderte es mich nicht, dass ich mich total überessen hatte. Doch es gibt da ja ein Heilmittel namens Slibowitz (hoffentlich schreibe ich es richtig).

Wie sich herausstellte hatte der Einheimische grosse Sorge um mich. Denn die nächsten 30Km kommen ausser Bären, Wölfen und schlangen keine Häuser. So war es ihm ein grosses Anliegen, dass ich doch den Bus bis nach Travnik nehmen soll. Da ich meine Regeln hab und diese auch stets befolge (Nr1: Höre immer auf die Einheimischen, wenn es gefährlich werden könnte) nahm ich den Rat an und kehrte mit ihm zusammen am nächsten Morgen nach Banja Luka zurück. Noch kurz verabschiedet und eine stunde Später sass ich im Bus. Uffffff was für eine Busfahrt. Eigentlich ziemlich kriminell wie sie hier fahren. Und da die Strecke auch noch voller Kurven war, wurde die Fahrt im alten Bus zu einem richtigen Abenteuer. Nun es ist alles gut gegangen. Aber mein Magen brauchte seine Zeit, bis er sich wieder erholt hatte.

Nun Bin ich kurz vor der Abreise von Travnik Richtung Sarajevo. Travnik ist eine kleine Stadt mit rund 8000 Einwohnern. Es liegt an der Grenze von der Republik und der Föderation. Den Abend verbrachte ich auf einer Terrasse mit einheimischen Fussballfans und ein paar Bierchen.

Noch ein kleiner Nachtrag zu Banja Luka. Unten seht ihr ein Foto mit einer Uhr darauf. Banja Luka wurde nicht nur von Kriegen immer wieder zerstört, sondern 1969 auch von einem verherenden Erdbeben. Die Uhr steht Symbolisch für den Beginn des grossen bebens.

So nun muss ich aber weiter. bis bald...

Travnik
Federacija Bosne I Hercegovine, Bosnia and Herzegovina
Magnus Small

Die Stadt Banja Luka

Banja Luka ist in der serbischen Republik mit rund 220`000 Einwohnern die grösste Stadt. Allgemein ist Bosnien und Herzegowina in zwei Hauptverwaltungsgebiete unterteilt. Ich befinde mich aktuell in der Republik Srpska. Die Bosnisch-Kroatische Föderation mit der Hauptstadt Sarajevo ist das zweite Verwaltungsgebiet. Natürlich gibt es innerhalb dieser Gebiete auch nochmals Unterteilungen. Dies erkennt man einerseits an den Religionen die je nach Region die Vormachtstellung haben, andererseits an dem verwendeten Alphabet. in der Serbischen Republik ist das kyrillische Alphabet im Vordergrund. Anderorts die uns bekannte lateinische Schreibweise vorherrschend.

Zum Glück sind hier in der Stadt die meisten Schilder doppelt beschriftet. So fällt die Orientierung ein wenig leichter. Allgemein kann man sagen, das Banja Luka trotz ihrer Grösse geografisch einfach aufgebaut ist. Die Kriege (1 und 2 zweiter Weltkrieg) aber vor allem der letzte Krieg in den 90`er Jahren hat vieles zerstört. So wurden auch beinahe alle Moscheen in und um Banja Luka zerstört. Das Stadtzentrum ist Modern und neu aufgebaut. Geht man ein paar Seitengassen Weiter, Sieht man vorwiegend Plattenbauten.

Die Stadt ist voll von kleinen Cafés/Bars, Märkten und kleinen Läden. Mittlerweilen gibt es auch hier grössere Einkaufszentren. Was mich sehr beeindruckt ist die Rollstuhlfreundlichkeit. Beinahe alle Übergänge sind gegenzeichnet und für Rollstuhlfahrer angelegt. Auch die Signalisation an den Strassenkreuzungen finde ich super. So wird wie in vielen anderen Städten auch den Fussgängern angezeigt, wie lange sie noch warten müssen. Die Fussgängerdisziplin ist dementsprechend auch sehr hoch.

Auffallend ist wie im ganzen Land die sehr hohe Raucherrate. Die Preise für ein Pack Zigaretten sind hier so tief (ca. 2.- Fr.) dass die allermeisten hier rauchen. Ganz erstaunt war ich, dass man hier auch innerhalb der Restaurants, und den Einkaufszentren raucht. Nichtraucher haben hier also einen ziemlich schweren stand. Das gleiche gilt im übrigen auch für Vegetarier. Es gibt in Bosnien das Sprichwort, dass es nur eine Mahlzeit ist, wenn sie auch Fleisch beinhaltet. Es ist deshalb keine Seltenheit, wenn man schon zum Frühstück Cevapcici ist. Trotz des hohen Fleischkonsum in diesem Land, ist die Gemüse und Beilage Auswahl vor allem an den Märkten riesen Gross.

Entgegen der bei uns langläufigen Meinung, dass die Balkanländer und vor allem die Städte gefährlich sind, kann ich nicht bestätigen. Ich befinde die Menschen in diesem Land als sehr freundlich, hilfsbereit und gastfreundlich. Vor allem auf dem lande ist ihnen das Wohl des Fremden wichtig. Natürlich hat dies auch stets mit der eigenen Haltung und Ausstrahlung zu tun. Doch waren meine Erfahrungen bis anhin stets positiv.


Banja Luka
Republika Srpska, Bosnia and Herzegovina
Magnus Small

und plötzlich war ich in banja luka

Eigentlich war mein tagesziel Novi Grad. Doch manchmal kommt es anders als man denkt. So hatte ich nach ausgiebigem Morgenkaffe bis am Mittag mich in den Tag hineingelebt. Danach wollte ich eigentlich gemütlich ein paar Km laufen um im nächsten Dorf etwas zu essen.

Auf der Hauptstrasse hält ein Junger Mann an und fragt wohin ich wolle. Eingestiegen und ins Gespräch gekommen. Er war unterwegs zu seiner Freundin, die in Solothurn wohnt und aktuell hier in den Ferien ist. Kurzerhand wurde ich von ihm zu einem Kaffee eingeladen. An Novi Grad vorbei in die Stadt Prijedor. Wie sich herausstellte war die ganze Familie hier in den Ferien. Die Familie und ihre Geschwister (5 Brüder) haben alles von Grund auf neu aufgebaut gehabt, was der Krieg zerstört hatte. Als erstes Wurde ich von allen herzlich willkommen geheissen und ausgiebig ausgefragt, was ich denn so tue. Danach gab es Mittagessen, Kaffee und ein Rundgang durch ihr Anwesen welches ziemlich gross ist.

Drei stunden später verabschiedete ich mich von ihnen und mein weg ging weiter. Noch immer geplättet von den Eindrücken sass ich schon im nächsten Auto. Der Fahrer musste Richtung Zentrum von Banja Luka. Verständigt haben wir uns mit Händen und Füssen und ein Mix von verschiedenen Sprachen. Wie sich herausstellte gehört ihm ein Caffe/Bar. Natürlich bin ich bei ihm eingekehrt. Plötzlich wurde ich von einer Jungen Frau auf Schweizerdeutsch angespochen. Zufälligerweise wird der Caffe/Bar Besitzer Götti ihres zweiten Kindes. Wir redeten und redeten und ich wurde stets aufs neue Eingeladen.

Dem nicht genug. Irgend wann gegen den frühen Abend begann ich ein Hotel im Internet zu suchen. Natürlich mit tatkräftiger Unterstützung der Einheimischen welche für mich wie wild herumtelefonierten. Ich fand ein Hostel etwa 500 Meter vom Stadtzentrum entfernt. So wurde ich zu guter Letzt auch noch dort hingefahren.

Für diejenigen die Hostel nicht kennen. Dies kann man vergleichen mit Jugendherbergen. Eine sehr preisgünstige Alternative zu Hotel oder Zimmer. So kostet mich eine Nacht rund 12.-Fr. was für die Lage und die Grösse der Stadt (glaube zweit grösste in Bosnien und Herzegowina) ziemlich wenig ist.

Leider habe ich vor lauter eindrücken fast keine Fotos gemacht. Sowas erlebt man nur wenn man zu Fuss unterwegs ist. Ich finde genau diese Erfahrungen sind unbezahlbar.

somit wünsche ich euch allen einen guten Wochenstart

Magnus Small

Bihac, Minen und Wildschweine

Nach dem grossen Trubel im Nationalpark, gönnte ich mir eine Verschnaufpause in Bihac. Bihac liegt in Bosnien und Herzegowina am westlichsten punkt des Landes. In der kleinen Stadt ist es einfach sich zurechtzufinden. Die Stadt ist durch den Fluss Una in zwei hälften geteilt und wird durch eine Hauptbrücke zusammengehalten. Es gibt hier viele kleine Läden, Märkte und eine Flaniermeile mit vielen Strassenkaffees. Da es immer wieder stark regnete entschied ich mich ein Hotelzimmer zu nehmen. Ein wenig mit der Rezeptionistin verhandelt, und schon hatte ich ein wunderschönes Zimmer mit ausgiebigem Frühstück für rund 30.- Fr.

Gestärkt und ausgeruht machte ich mich über einen Feldweg Richtung Bosanska Krupa auf. Nach kurzer Zeit wurde mir bewusst, dass ich wirklich in Bosnien und Herzegowina bin. Nicht mal das Städtchen verlassen kamen schon die ersten Tafeln mit dem Hinweis, in welchen gebieten noch Minen sind. Also immer schön auf dem Weg bleiben und laufen. Dies rund 16 Kilometer durch eine sehr schöne abgelegene Gegend. Ich traf auf halbem Weg ein Paar Häuser an. Dort hatte ich mich für die Nacht auch niedergelassen. Natürlich hatte ich keine zehn Minuten später die gesammte Aufmerksamkeit der Einheimischen auf mich gezogen. Sie kamen schauen und wir versuchten uns mit Händen und Füssen zu verständigen. Zum Schutz ihrer Maisfelder vor Wildschweinen, haben sie Schutzzäune aufgebaut. Ich kann euch versichern dass ich in der Nacht froh um diese zäune war....

Am nächsten Tag ging dann die Reise Weiter durch Minen verseuchtes gebiet. Noch ein kleiner Nachtrag zu den Minen. Das Militär ist auch heute noch aktiv an der Beseitigung der gefährlichen Altlasten. Die Beschilderung der gefährlichen Gebiete ist sehr gut und wenn man sich stets an die Einheimischen hält, kann einem auch nichts passieren.

Bosanska Krupa ist ein kleines Städtchen an der Una. Das Spezielle hier ist die enge Zusammenkunft von drei Religionen. Ich finde dies ein schönes Beispiel, wie es gehen kann. Nun mache ich mich auf nach Novi Grad.

Magnus Small

National Park Plitvicka Jezera

Sagt euch der Name etwas? Hier wurde ein Grossteil der Winnetou Filme gedreht.

Eine atemberaubende Landschaft mit vielen Wasserfällen und 13 Seen. Doch eines muss man den Kroaten lassen. Sie wissen wie man Schönheit vermarkten muss. So war ich nicht schlecht erstaunt, als ich am Dienstagabend eintraf. 1000ende von Leuten waren da. Uff einfach zu viel. Ich bekam den Tipp dass ich am Morgen so früh wie möglich gehen soll, denn die ersten Reisecars kommen um halb 9 Uhr an.

Rund 7Km entfernt auf einem Campingplatz übernachtet und schon war es morgen. Tagwach um halb 6 Uhr. Dank eines freundlichen Franzosen aus Paris (ist 5 Wochen mit dem Auto unterwegs) war ich per Autostopp schnell beim Eingang.

Alles andere sagen Bilder mehr als Worte...

  • Missing
    Helena hat am kommentiert:

    Wow....da wär es sicher schön etwas zu bleiben.....wenn all die Touris weg sind .......

Magnus Small

Hölen von Rakovica

Auf dem Weg zum Nationalpark sah ich eine Tafel, die zu Tropfsteinhöhlen führt. Ein einheimischer junger Mann hatte mich nach kurzer Zeit die 8 Kilometer an den sprichwörtlichen A... der Welt mitgenommen. War eine coole Sache.

Der Rundgang durch die eine begebbare Höhle war durch ein Touristenführer begleitet. Insgesamt gibt es mehr als 100 Höhlen, wovon rund 40% unter wasser stehen. War echt spannend.

Den Rückweg auf die Hauptstrasse hatte ich zu fuss begonnen. Nach 3 Km nahmen mich zwei Elektriker mit, die gerade auf dem Weg nach hause waren.

Magnus Small

slunj und die strassenwanderung

Nicht schlecht hatte ich gestaunt, als ich in Slunj ankam. Als erstes besuchte ich eine alte Mühlesiedlung. Es ist zwar ein Touristenort, doch durch das schlechte Wetter hatte es nicht so viele Besucher. Es zeigte, wie die Menschen früher ende des 19`anfangs des 20`Jahrunderts gelebt hatten. Ein wirklich schöner Ort den ich nur empfehlen kann.

Danach ging meine reise zu fuss weiter Richtung Plitvicka Jezera. Eigentlich sollte nach 4Km eine Abzweigung kommen, die mich grösstenteils über eine Landstrasse dort hin führt. Ja sollte wenn und aber. Sie war zwar gekommen und ich hatte sie auch genommen, doch nach 2Km war schluss (siehe Foto). Tja rechts um kehrt alles zurück und dann die nächsten 14 Km einer der meist befahrenen Hauptstrassen entlanggelaufen. Natürlich ohne Fussgängerweg. Die Strasse muss man sich vorstellen, als würde man auf den Gotthard wandern. Etwas halsbrecherisch, doch nach einer stunde hat man sich daran gewöhnt.

Entschädigt wurde ich durch atemberaubende ausblicke, welche man mit einem Auto bestimmt nicht gleich wahrnehmen würde.

Die Nacht verbrachte ich an einem Waldrand unmittelbar in der nähe des einzigen Wohnhauses weit und breit. Safe ist Saft.

  • Missing
    Hoegger guido hat am kommentiert:

    Ach du armer, hast hoffentlich genug Wasser bei dir gehabt. Weiter viel vergnügen. Interessante Berichte
    Guido

Magnus Small

Karlovac

Karlovac ist eine Kleine Stadt mitten in Kroatien. Sie stellen das hierzulande bekannte Karlovacko Pivo (Bier) her. Aus meiner Sicht ist die Stadt auf den ersten Blick nichts besonders sehenswertes. Viele Gebäude sind auch heute noch zeugen vom Krieg. Einschusslöcher, abfallender Putz und zerfallende Gebäude prägen das Stadtbild. Leider war ich eine Woche zu früh dran. Denn ab nächster Woche findet hier ein 10 Tägiges Bierfest zu ehren ihres Karlovacko statt.

Ich fand in mitten der Statt ein 2 Sternehotel. Sandra die Besitzerin war eigentlich ausgebucht. Sie war schon selbst mit dem Rucksack für längere Zeit unterwegs. So bot sie mir kurzfristig ihr ausziehbares Sofa für einen kleinen Unkostenbeitrag an. Fand ich eine coole Geste. Da es heute stark regnete und ich für die 50 Kilometer durch dichtbewaldetes gebiet keinen schlauen weg fand, entschied ich mich heute den Bus nach Slunj zu nehmen. Ich bin gespannt was mich hier erwartet.

Karlovac
Karlovac, Croatia
Magnus Small

die ersten tage

hoppla schon sind die ersten tage vorbei. Zeit für einen ersten richtigen Eintrag.

Nun am Donnerstagabend war ich voller Tatendrang in Zagreb gelandet. ufffffff ganz vergessen dass das Flugzeug klimatisiert war. eine richtige Hitzewelle hat mich in empfang genommen. Blauäugig wie ich bin und bei 38 Grad steuerte ich mit ein paar Bierchen intus Richtung Velika Gorica. Nach gefühlten 3 Kilometern besuchte ich zum ersten mal ein Café/Bar. Denn ich hatte einerseits Durst und anderseits hatte ich nur eine Grosslandkarte und benötiget deshalb Internet, um mir ein paar geografische helferchen zu speichern.

Dies war mir vorerst auch gelungen. und dann gings los. Ich lief und lief und lief. plötzlich wurde es dunkel und ich hatte keinen plan mehr wo ich war. das einzige Orientierungshilfsmittel waren die ankommenden Flugzeuge. Ziemlich müde lies ich mich auf einer Lichtung umgeben von dichtem Wald nieder. Nur von weitem hörte man stunden langes gebelle. Am morgen waren die Hunde dann ruhig, doch dann kamen die Gügel zu ihrem Einsatz. Ach wie gerne hätte ich nun ein Poulet :D

Ich packte meine Sachen zusammen und lief in eine Richtung einem Kiesweg entlang. Nach 2 Stunden erreichte ich ein Dorf namens Donji Trpuci mit einem kleinen Kaffee. ach wie war ich froh um diesen Kaffee und etwas Wasser. Natürlich hatte ich aus meinen Fehlern gelernt und genauere Screen shots vom Google Maps gemacht. Gestärkt und frohen Muts machte ich mich auf Richtung Pisarovina. Plötzlich hielt ein Auto neben mir an und versuchte mir etwas zu erklären. Er holte hilfe um sein Anliegen zu übersetzten. Es half nichts wir beide hatten keine Ahnung was wir wollten. Er sagte plötzlich ich soll mit ihm mitfahren er bringe mich nach Pisarovina. Nicht weiter überlegt sind wir gemeinsam in das Dorf gefahren. Der gutmütige hies im übrigen Djuri und ist stark gläubig. Ein echt guter Typ. In der nächsten Bar tranken wir ein paar Bierchen miteinander. Die Kellnerin konnte ein wenig deutsch und half beim übersetzen. Danach zottelte ich weiter. noch Kurz eine Pizza gegessen und dann ging es ab Richtung Fluss Kupa. Eigentlich wollte ich darin baden, doch war er einfach ein paar grad zu warm. so blieb es beim anschauen und nachmittäglichen Nickerchen am Fluss. Als ich wieder erwachte kam mir in den Sinn was die Kellnerin gesagt hatte. Morgen sei ein grosser Feiertag. Also husch husch ins nächste Dorf gelaufen um mich mit Wasser einzudecken. Übernachtet hatte ich an einem schönen Fleckchen. Bei einer Fischzucht mitten in einem Wald.

Der Nächste Tag ist schnell erzählt- laufen laufen laufen laufen. alles hatte zu. so ging ich rund 35 Kilometer bis ich wiederum ein Cafe/Bar antraf um eins zu trinken und mich für den Abend vorzubereiten. Und falls ihr euch fragt ob ich denn nichts gegessen hab. Ein wenig Brot und Fleisch. Es ist hier einfacher an ein kühles Bier zu gelangen als zu etwas essen. Da ich wirklich hungrig war, meine Füsse überbelastet wurden und mein Steissbein durch den Rucksack aufgescheuert war, war mein ziel Karlovac. eine Kleinstadt rund 15 Kilometer vom jetzigen Standort entfernt. Bis zum Stadtrand hab ich es noch geschaft, bevor ein heftiges Gewitter einsetzte. Zelt aufgebaut und schon begann der regen bis mitten in die nacht hinein.

  • Missing
    Helena hat am kommentiert:

    Cool gestartet.....sieht manchmal einfacher aus als es ist oder? Besonders wenn der Rucksack scheuert oder Blase quälen...
    Aber mit der Zeit hast Du den Dreh bestimmt draussen.....mach weiter und geniess die wunderschöne Landschaft.

Magnus Small

alles bereit

Liebe Freunde

Uff war dass ein ding noch alles zusammenzustellen. Nun ist aber alles bereit für die grosse Tour. Starten werde ich am Donnerstag 13. August in Zagreb (Kroatien). Den Flug hab ich schon mal :D

falls es mit diesem Blog klappt erfahrt ihr natürlich noch mehr von meiner Reise


Bis bald

Magnus