24 Tage Kuba - eine Zeitreise

Wir wollen das wahre kubanische Leben kennenlernen, abseits des Massentourismus und der All-Inclusive-Bunker. Schwerpunkte sind die Menschen, Natur und die Strände.

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Teil 4: Noch mehr Vinales

7. April: Heute holen wir unseren Mietwagen in Pinar del Rio ab. Zur Mietstation fahren wir mit dem wahrscheinlich klapprigsten Lada in ganz Kuba. Fensterheber, Türöffner, Anschnallgurte - alles Fehlanzeige. Aber wir kommen heil an. Bei der Autovermietung klappt es am Anfang auch überraschend gut. Immerhin hatten die Leute unsere Reservierung auf dem Plan. Bis alles ausgefüllt war, dauerte es ca eine halbe Stunde. Dann versuchten wir uns noch eine weitere halbe Stunde mit der Kreditkartenzahlung - vergeblich. Also ab zur Bank mit einem der Mitarbeiter in unserem zukünftigen Auto. Das Auto fährt schon mal, zumindest jetzt. Denn nachdem endlich alles erledigt war, hinderte uns eine leere Batterie an der Fahrt, direkt vor der Vermietstation. Wir sind keinen einzigen Meter selbst gefahren! Und die beiden Mitarbeiter sind schnell in den Feierabend verschwunden. Gott sei Dank sind die Kubaner super hilfsbereit, sodass die Nachbarn schnell auf uns aufmerksam wurden. Irgendwie hat irgendjemand einen der Mitarbeiter erreicht, der dann extra wieder zurückgelaufen kam. Die Batterie war dann schnell getauscht und wir konnten endlich losfahren. Zurück in Vinales machen wir noch eine kleine Wanderung und landen wieder bei der Kaffeeplantage, wo wir mit den Pferden schon langgeritten sind. Wir unterhalten uns mit den supernetten Leuten dort und genießen den Sonnenuntergang. Zurück in der Casa organisiere ich spontan noch eine Geburtstagstorte für Andy, der morgen Geburtstag hat.


8. April: Heute ist Andy Geburtstag und zur Feier des Tages stehen wir um 06:30 Uhr auf und fotografieren den Sonnenaufgang. Leider gibt es heute nicht die typischen Nebel im Tal, aber die Aussicht ist trotzdem grandios. Später schauen wir uns noch die zweitgrößte Höhle Lateinamerikas an, die Cueca de San Tomas. Hiervon sind wir allerdings sehr enttäuscht, da wir uns bestimmt mit 20 Leuten da durchgeschoben haben und der Guide nur dumme Witze gerissen hat. Also machen wir uns in der sengenden Hitze auf den Weg zu einer weiteren kleineren Höhle, in der es sogar ein kleines Naturbecken zum Baden gibt - eine willkommene Erfrischung. Abends in der Casa bekommt Andy dann auch seine Quetschwunde Überraschungstorte und ein spanisches Geburtstagsständchen. Plötzlich fällt auch noch eine lustige 12-köpfige Reisegruppe aus Neuseeland in unsere Casa ein, mit denen wir dann noch Andy Geburtstag feiern. Leider ist es unser letzter Abend in Vinales.

9. April: Heute legen wir nochmal einen Strandtag ein, diesmal auf der Cayo Jutias, die mit dem Auto erreichbar ist. Diese Insel gefällt uns noch besser als Cayo Levisa und ist zum Schnorcheln super geeignet, da das Riff nicht weit vom Strand entfernt ist. Nur die fiesen portugiesischen Galeeren (Quallen) beunruhigen uns ein wenig. Es passiert aber nichts. Nachmittags fahren wir dann nicht, wie geplant, nach Maria la Gorda, sondern Richtung Osten nach Soroa.

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    andy kurth hat am kommentiert:

    Coole Reise! Wenn ihr es noch schafft, nehmt auf jeden Fall einen Mojito auf der Terrasse des rosa Hotels Los Jazmines in Vinales! Mit Blick über das ganze Tal.

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Teil 3: Vinales und Strand

5. April: Heute geht es nach Vinales. Darauf freuen wir uns besonders. Das Taxi ist pünktlich und wie vorgeschrieben, sind wir eine Stunde vor Abfahrt am Busterminal. Wir fragen uns aber schnell, warum. Die „nette“ Dame am Schalter spielt Solitäre, während die Fahrgäste brav in der Schlange warten:-D Relativ pünktlich geht es aber los und nach 4 Stunden kommen wir in Vinales an. Hier ist die Zeit echt stehen geblieben, denn hier werden die Äcker noch mit Ochsen und Egge gepflügt. Die Landschaft ist wunderschön mit den ungewöhnlichen Mogotes und dem roten Sand. Unsere neue Casa hat sogar einen Pool und eine Bar. Wir fühlen uns gleich wohl. Ein paar Minuten später kommt ein netter „Cowboy“, wir nennen ihn Sancho Panza und bietet uns einen Reitausflug an. Nach einem gescheiterten Verhandlungsversuch sagen wir trotzdem zu und ein paar Stunden später sitzen wir auf Mojito und Coco Loco und reiten durch das Valle de Vinales. Wir machen Halt bei einem Tabakbauern und lernen viel über den Tabakanbau. Weiter gehts zu einer Kaffeeplantage, die mit Kaffee eigentlich nichts zu tun hat. Eher mit Zuckerrohr, aber das kommt bei den Touristen wohl nicht so gut an wie Kaffee. Am Abend stellen wir fest, dass unsere Casa-Mama „Nenita“ heute Geburtstag hat und für alle Gäste quietschbunten Kuchen spendiert. Wie es sich für Kuba gehört, wird hier mit Rum in Wassergläsern angestoßen. Na dann Prost!
6. April: Der erste Strandtag steht bevor, es geht nach Cayo Levisa. Auf diese Insel kommt man nur per Boot. Außer einem Restaurant und einem Hotel mit Bungalows gibt es nichts auf dieser Insel. Nicht mal Straßen oder Autos. Dafür tolles türkises Wasser. Gott sei Dank haben wir das Essen gestern gleich mitgebucht und bezahlt, denn wir sind wieder mal blank, da die Geldautomaten wieder mal nicht funktionieren. Naja egal, heute relaxen wir erstmal und kümmern uns morgen darum. Wir sind schon total kubanisch:-D

Vinales
Pinar del Rio, Cuba
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Teil 2 Havanna

3. April: Der Tag beginnt mit einem wunderschönen Sonnenaufgang am Malecon. Die Szenerie ist wirklich beeindruckend. Außerdem ist es schon um 07.30 Uhr angenehm warm. Nach dem Frühstück laufen wir zum Hotel Habana Libre, wo man angeblich einen Bus nach Vinales buchen kann. Nachdem wir eine halbe Stunde angestanden haben, erfahren wir, dass dies nur drei Tage im Voraus machbar ist. Auch das ist Kuba. Manchmal steht man sich einfach umsonst die Beine in den Bauch. Also fahren wir zur nächsten Busgesellschaft und buchen dort unsere Tickets. Und das ganz ohne Pass. Was für ein Erfolg! Im Anschluss besuchen wir den Friedhof Cristobal Colón, der wirklich riesig ist. Wäre heute nicht Karfreitag, würden hier sogar Reisebusse reinfahren. Hier gibt es sogar Straßen mit Straßennamen! Und natürlich muss man Eintritt zahlen. Der Besuch lohnt sich aber allemal. Teilweise stehen hier wirklich riesige Mausoleen und Grabkapellen. Außerdem sehen wir unseren ersten Kolibri. Der war so winzig. Auf dem Rückweg laufen wir am Platz der Revolution vorbei. Da ist heute wegen des Feiertags nichts los….Also erstmal was essen im Paladar „Los Amigos“. Als Paladar werden privat geführte Restaurants bezeichnet, die oft besseres Essen anbieten, als die staatlichen Restaurants. Im Los Amigos ist das Essen gut, aber nicht weltbewegend. Da wir danach keine Lust mehr auf Sightseeing haben, gehen wir ins Hotel National, welches eine sehr bewegte Vergangenheit hat. Denn hier sind schon die großen Mafiabosse und andere Berühmtheiten abgestiegen. Auf der Terrasse lässt sich die Hitze bei einem Cuba Libre und einer Zigarre bestens aushalten :-) Später am Abend setzen wir uns an den Malecon und mischen uns unter das Volk. Wir lernen Cristobal und seine Freundin kennen. Er ist uns aufgefallen, weil er das Bayern München Logo auf der Wade tätowiert hat. Wie verrückt! Außerdem treffen wir noch Angelika, die mit uns im gleichen Flieger saß, und ihre Freundin Franni. Gemeinsam gehen wir Richtung Zentrum und trinken Rum aus dem Tetra Pak für umgerechnet einen Euro. Wir bekommen ein Gefühl für das Leben von jungen Menschen in Kuba. Eine eigene Wohnung oder Feiern gehen am Wochenende sind finanziell einfach nicht drin. Daher ist so ein Abend mit uns Touristen wohl eine willkommene Abwechslung. Natürlich laden wir die beiden auf einen Mojito ein, den sie sich selbst niemals leisten würden, auch wenn ein Cocktail gerade mal 2 € kostet. Nach den ganzen Eindrücken schlafen wir heute Nacht sehr gut.

4. April: An unserem letzten ganzen Tag in Havanna steht China Town im Viertel „Centro Habana“, eine Tabakfabrik und das Museum der Revolution auf dem Programm. Kurzes Fazit zu den drei Punkten: Wir haben keinen einzigen Chinesen gesehen, die Tabakfabrik war umgezogen und das Museum war nur mäßig interessant (wir sind aber auch nicht wirklich die Museums-Fans). Den Rest des Tages versuchen wir Geld zu holen, aber kein einziger Automat in Havanna funktioniert. Anscheinend gibt es ein Kommunikationsproblem. Und da heute Samstag ist, haben die Banken und Wechselstuben auch schon geschlossen. Falls wir heute kein Geld mehr bekommen, können wir nicht mal unsere Casa bezahlen - kein schönes Gefühl. Irgendwann tun uns die Füße vom vielen Laufen so weh, dass wir erstmal eine kleine Siesta einlegen. Abends versuchen wir dann nochmal unser Glück mit dem Geldautomaten. Und endlich klappt es. Zur Feier gehen wir ins nächstgelegene Paladar. Die Cocktails sind lecker, aber das Essen hier ist eher komisch. Der Tomatensalat besteht hier aus überbackenen Tomaten und die Paella nur aus Fleisch:-D Damit endet unsere Zeit in Havanna und wir freuen uns, dass wir morgen die ländliche Gegend von Vinales kennenlernen.

Havana
Ciudad de la Habana, Cuba
Catinka Missing

Teil 1 Kuba - mehr als Rum, Zigarren und Salsa

Hallo und willkommen auf meinem allerersten Blog!

Andy und ich sind aufgebrochen, um das spannende Kuba zu entdecken. 24 Tage waren wir unterwegs und haben so einiges erlebt. Gefühlt reist man ein paar Jahrzehnte in die Vergangenheit. Aber genau das ist das Reizvolle an diesem Land. Wer das noch selbst erleben möchte, sollte sich beeilen. Denn auch in Kuba ändern sich die Umstände. Aber noch immer gibt es nur sehr sehr eingeschränktes Internet in Kuba. Das ist auch der Grund, warum mein Reisebericht erst jetzt kommt.

1. April: Wir landen um ca. 21 Uhr Ortszeit in Havanna und sollen von einem Taxifahrer abgeholt werden, der uns zu unserer Unterkunft bringen soll. Zu unserer Überraschung steht er wirklich da:-D Wir nehmen noch ein weiteres deutsches Pärchen mit in die Stadt und müssen prompt das erste Mal mit dem Taxifahrer über den Preis streiten. Außerdem werfe ich ihm zu Unrecht vor, mir falsches Wechselgeld gegeben zu haben. Ganz schön peinlich. Aber jetzt weiß ich wenigstens genau, wie die Geldscheine aussehen. Mit der Reservierung unserer casa particular klappt alles wunderbar und für die nächsten 4 Nächte ist die Casa de Mary in Havana unser zu Hause. Casa particulares sind übrigens Privatunterkünfte, ähnlich wie ein Bed & Breakfast.

2. April: Unser erster Tag in Havanna steht bevor und wir sind schon sehr gespannt. Zum Frühstück gibt es frisches Obst (Papaya, Guave, Ananas), frische Fruchtsäfte, Rührei und pappiges Brot mit Guaven-Marmelade. Welch ein gesundes Frühstück. Als erstes schauen wir uns heute Habana Vieja, den historischen Stadtkern, an. Am berühmten Malecon sehen wir schon die ersten Oldtimer. Dass die aber in echt total laut sind und stinken, sieht man auf den ganzen tollen Bildern natürlich nicht;-) Wir besuchen noch das Rum-Museum von Havana Club mit anschließender Rumverkostung. Salud!


Havana
Ciudad de la Habana, Cuba
  • Small
    Claus hat am kommentiert:

    Hallo Catinka, hallo Andy,
    das fängt ja schon stark an! super Bilder. Ihr könnt auch für jeden Tag einen Blogeintrag machen und das Datum zurücksetzen. Wir sind gespannt auf die ganze Geschichte!
    euer permondo-Team

  • Missing
    Marie-Luise hat am kommentiert:

    Hallo Catinka und Andy,
    Haben eure Casa -besitzer das Taxi zur Abholung am Flughafen für euch gebucht? Habt ihr alles alleine ohne Guide unternommen? Freu mich auf die restliche Geschichte von euch!