Jura Höhenweg

Der Jura Höhenweg verbindet in einem grosszügigen Bogen Zürich mit Genf. Die aussichtsreiche Ferntour durch zwei Sprachregionen bietet die Entdeckung einer vielfältigen, starken Landschaft. 310 km und 15 Etappen stehen vor uns. In Tages- oder Zweitages-Etappen werden wir diesen Weg wandern.

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Nicole Small

8. Etappen plus die Hälfte der 9. - Chasseral bis Vue des Alpes und weiter bis La Tourne

Sehr früh wollen wir am Sonntag starten. Zum einen liegt ein langer Weg vor uns. Zum anderen fährt auf Vue des Alpes nur gerade ein Bus um 13 Uhr 35. Einige wollen den erreichen und ab dort heimreisen. 

Im Hotel Chasseral gibt es um 5 Uhr 30 weder Kaffee noch Frühstück. Schlussendlich war das aber eher Vor- als Nachteil. Wir wurden nämlich Dank Werner mit Kaffee ans Bett verwöhnt. Mit Gaskocher hat er frischen Kaffee gekocht und mit einem Schöggeli serviert. 

Von der erhofften schönen Morgenstimmung war nicht viel zu sehen. Die hat sich gut hinter Nebel versteckt. Und geregnet hat es. Trotzdem liefen wir pünktlich los. Über weglose Weiden geht s abwärts. Dann steil durch rutschigen Wald. Ab Le Pâquier wirds flach. Hier haben wir uns einen Kaffeehalt in einem Restaurant erhofft. Leider war es geschlossen. Etwas frustriert laufen wir über Weiden und durch Wälder über Envers und La Colle hinauf zum langgezogenen Mont Amin, auf dessen Rücken Vue des Alpes erreicht wird. Dort gibt s dann endlich einen lang ersehnten Halt im Restaurant. 

Ein Teil der Gruppe verabschiedet sich dort. Für die anderen geht es weiter bis La Tourne. Wir bleiben über 1000 Meter Seehöhe, und da der Weg oft auf dem Kamm verläuft, gibt es Aus- und Fernsicht pur. Auch wenn das Wetter nicht ganz so gut war - wunderschön anzuschauen. Der gewellte Weg führt zum aussichtsreichen Mont Racine. Wir sitzen gemütlich unter dem Triangulationspunkt und lassen den Blick über den Neuenburgersee schweifen. Eine Stunde vor dem Ziel machen wir Halt im Grande Sagneule eine kleine, gemütliche Bergbeiz. Wir lassen das Weekend kurz vor Ende Revue passieren. Und nehmen dann noch das letzte Stück Weg in Angriff. 

Es war ein super Wochenende. Mit einer lustigen Truppe. Abwechslungsreichem Wetter. Und wunderschöner Landschaft. 

Nun freue ich mich auf die nächste Etappe am 18./19. Juli - es geht zum Creux du Van. Wer dabei sein möchte und noch nicht angemeldet ist - bitte bis Ende Juni melden. 

Nicole Small

7. Etappe / Frinvillier bis Chasseral

7. Etappe Frinvillier bis Chasseral

Um 10 Uhr war der Treffpunkt beim Bahnhof Frinvillier. Blöderweise sassen 8 Leute im verspäteten Zug von Zürich nach Biel und verpassten so den Anschluss nach Frinvillier. Die restlichen 5 der Gruppe warteten schon beim Treffpunkt. Anstatt in Biel eine Stunde auf den nächsten Zug zu warten haben wir kurzerhand entschlossen zwei Taxis zu füllen. Und so waren wir trotzdem fast pünktlich bei den anderen. 

Der Aufstieg von Frinvillier ist auf den ersten Kilometern recht stotzig. Wir wandern durch Wald und über Weiden. Und sind froh dass es kein heisser Sommertag ist. Bei der Crêt du Soleil haben wir den Grat erreicht - es geht in angenehmer Steigung weiter. 

Auf einer schönen Blumenwiese haben wir unser Picknick genossen. Kurz darauf beim Jurahaus gab es dann Kaffee und sehr leckeren Kuchen. 

Bald nach dem weiterlaufen erblicken wir in der Ferne unser Ziel: Den Chasseral. Mit 1607 Metern ist er der höchste Punkt des Berner Juras. Er liegt in einem Naturschutzgebiet, das unter anderem Gämsen und Murmeltiere beherbergt. Die haben sich allerdings gut versteckt. Dafür haben wir die reiche alpine Flora bewundern können. 

Immer näher kommt der 120 m hohe Sendeturm auf dem Chasseral. Schon beim Anmarsch ist die fantastische Rundsicht welche der exponierte Berg bietet genussvoll. Auf dem benachbarten Mont Crosin sieht man den derzeit grössten Windpark der Schweiz. 16 Windturbinen, die bei Normalbetrieb insgesamt 40 Millionen Kilowattstunden produzieren, was dem Energiebedarf einer schweizerischen Kleinstadt entspricht. 

Vom Gipfelsignal gelangen wir auf einem Teersträsschen in wenigen Minuten hinunter zum Hotel. Unsere Unterkunft für die heutige Nacht. 

Es wird eine kurze Nacht werden. Wir haben geplant um 6 Uhr loszulaufen. Trotzdem wird der Abend lang, lustig und feuchtfröhlich. Was am nächsten Morgen, bei den einen mehr bei den anderen weniger, bemerkbar ist. 

Nicole Small

6. Etappe / Weissenstein bis Frinvillier

6. Etappe Weissenstein - Frinvillier

Beim Frühstück werden wir verwöhnt mit (einem Stück) frisch gebackenem Zopf und Käse (noch mehr Käse?). 

Frisch gestärkt starten wir die 6. Etappe:

22.4 km / 800m hoch / 1540m runter / 7 h 10

Entlang des Planetenwegs steigen wir hoch zur Hasenmatt. Mit 1444 müM ist dies die höchste Erhebung im Kanton Solothurn. Weit hinten erblicken wir Biel und den Bielersee. Und sehen so, dass wir noch ein gutes Stück vor uns haben. Beim Obergrechenberg steht eine nächste kleine Rast an. 

Der Höhenweg führt weiter Richtung Stierenberg. Am Ausgang des Waldes laufen wir ein Stück entlang einer Trockenmauer. Diese werden ohne Mörtel gebaut und bieten Tieren und Pflanzen einen willkommenen Lebensraum. Warum haben Menschen Steine zu Trockenmauern aufeinander geschichtet? Ganz einfach: Weil sie nicht mehr als Sammler und Jäger unterwegs waren, sondern sesshaft wurden und Landwirtschaft betrieben. Sie räumten die Steine von den Feldern und bauten daraus Mauern, um Weideland einzuzäunen, und Terrassen, um den steilen Flanken urbares Land abzutrotzen. Steine waren das einfachste, elementarste Baumaterial.

Nach durchschreiten einer ausgedehnten Zone mit Wochenendhäuschen und nach einem Abstieg auf einem sehr holprigen Pfad erreichen wir das erste französischsprachige Dorf : Plagne. Gemäss Reiseführer sei die Fortsetzung bis Frinvillier ziemlich unattraktiv. Sie empfehlen sogar die Tour hier abzubrechen und mit dem Bus nach Frinvillier zu fahren. Wir haben uns nicht abschrecken lassen. Und diese Entscheidung war richtig, den wir können diesen Rat nicht nachvollziehen. Der Weg runter nach Frinvillier war steil aber schön. Über Kuhwiesen und durch Wälder. 

In Frinvillier hat sich die Gruppe getrennt. Ein Teil wanderte ca. 45 min weiter durch die Taubenlochschlucht nach Biel. Der andere Teil nahm ab Frinvillier den Zug nach Biel.  Am 20. Juni werden die meisten wieder zusammen kommen. Dann heisst es: Frinvillier bis Chasseral und am Tag darauf Chasseral bis Vue des Alpes und weiter bis La Tourne. Ich freue mich schon sehr darauf! 


  • Small
    Felix hat am kommentiert:

    hallo nicole, tolle strecke, schöne bilder und super blog! macht freude zu lesen.

Nicole Small

5. Etappe / Balsthal bis Weissenstein

5. Etappe Balsthal - Hinter Weissenstein

Um halb zehn besammeln sich 15 Wanderer um die 5. Etappe in Angriff zu nehmen:

22.5 km / 1250m hoch / 465m runter / 7 h 05

Wir verlassen Balsthal über die Innere Klus und befinden uns bald schon im ziemlich steilen Aufstieg durch den Wald zur Schwengimatt. Hier, auf genau 1000 müM haben wir eine Stärkung verdient. Weitere 230 Meter geht es hoch bis zum Höllchöpfli. Dort geniessen wir Rast und die Aussicht über das Aaretal. 

Nach dem Abstieg vom Höllchöpfli entscheiden wir uns den Juraweg-Nr. 5 kurz zu verlassen um ein Stück auf dem Gratweg zu laufen. Dieser Weg ist schön - aber nicht zu vergleichen mit dem Grat den wir bei der 1. Etappe auf der Lägern gelaufen sind. Beim Restaurant Vorder Schmidenmatt sitzen wir gemütlich in der Sonne. Auch wenn drinnen die ein oder andere am Stammtisch willkommen gewesen wäre. 

Weiter geht es am Seilpark in Balmberg vorbei. Erinnerungen an einen anderen Ausflug zum Seilpark Wasserfallen  und den schwarzen Parcour kommen hoch. Immer näher rückt die Rötiflue, an deren westlichen Flanke der letzte Anstieg zu bewältigen ist. Wir laufen am Kurhaus vorbei - weiter bis zum Hinteren Weissenstein. Unsere Unterkunft ist erreicht. http://www.hinterweissenstein.ch/?page_id=118 

Ein Apéro auf der Terrasse. Zimmerbezug. Und dann eine sehr feine Rösti und ein lustiger Abend. Die Nacht war im Vergleich zum Stroh bei der letzten Etappe luxuriös. Und mit den richtigen Ohrstöpseln hat auch das Schnarchen aus allen Richtungen nicht gestört. 

Nicole Small

4. Etappe / Hauenstein - Balsthal

... nach einer ungemütlichen Nacht geht es weiter mit der 4. Etappe


Wanderzeit: 7 h
Distanz: 21.2 km
Kondition: schwer
Höhenmeter: 975 rauf / 1155 runter

Wir bekommen ein leckeres Frühstück auf dem Hof. Die Sonne scheint. Der Himmel ist blau. So machen wir uns trotz Schlafmangel motiviert auf den Weg. Am Südhang des Ifleter Berges geht es vorbei am Weiler Iffenthal zur Challhöchi. Auf der Militärstrasse gelangt man zur Belchenflue. Auf der einen Seite erblicken wir die Alpen. Auf der anderen den Schwarzwald und die Vogesen. Ausserdem zeigen sich Teile des Tafel- und Kettenjuras.

Die Wanderung führt weiter über benachbarte Anhöhen und an Berghöfen vorbei nach Bärenwil, einem Weiler der basellandschaftlichen Gemeinde Langenbruck. Hier ist die Kirche ein Wirtshaus. Im Chilchli machen wir eine kurzen Halt.

Die Pause konnten wir brauchen, den es folgte ein ruppiger Anstieg. Später grüsst rechterhand die imposanten Ruine Alt-Bechburg. Die recht ausgedehnte Burganlage wurde im 11. Jahrhundert von den Freiherren von Bechburg erbaut. Im Laufe der Zeit kamen die verschiedenen Teile der Burg an verschiedene Eigentümer, womit die Anlage zu einer Doppelburg wurde. Dem Geschlecht verblieb als Eigenburg nur die hintere Burg. Die vordere Burg gehörte dem Bischof von Basel. Anfang des 14. Jahrhuntert kaufte der Ritter Heinrich von Ifenthal zuerst die vordere Burg (1325) und danach die hintere Burg (1336) und brachte sie somit zusammen.

In der sehr schönen Bergwirtschaft Tiefmatt hatten wir ein verspätetes Mittagessen verdient. Danach folgte nochmals ein steiler Aufstieg, zuletzt in den Felsen, wird der Roggenschnarz erreicht. Ohne grosse Niveauunterschiede führt der Weg zur Roggenflue. Nach dem Genuss des sich bietenden Panoramals folgt der teilweise steile und rutschige Abstieg in den Bezirksort Balsthal.

Ein Osterwochenende neigt sich mit vielen Eindrücken dem Ende entgegen. Es waren zwei sehr lustige, schöne Wander-Tage. Etwas Ko machen sich alle auf den Heimweg. Danke dass Ihr dabei wart! Es war super! Ich freue mich auf Pfingsten :-)

Nicole Small

3. Etappe / Staffelegg - Hauenstein

3. Etappe am 5. April Ostersonntag - Staffelegg bis Hauenstein

Wanderzeit: 6 h 15
Distanz: 19.5 km
Kondition: Schwer
Höhenmeter: 910 rauf / 860 runter

Vor Ostern fegte Sturm Niklas über die Schweiz. Zum Glück meldete der Wetterbericht aber auf Sonntag und Montag schon wieder viel besseres Wetter. Er sollte recht behalten.

Um 10 Uhr startete die Wanderung auf der Staffelegg. 13 Leute marschierten los - zunächst auf Feldsträsschen und dann auf einem Waldweg zum Bänkerjoch, einem lokalen Übergang zwischen Benken und Küttigen. Vor uns liegt die von weither sichtbare Wasserflue. Kurz darauf entscheiden wir, statt direkt nach rechts auf dem Höhenweg weiterzulaufen, nach links zu gehen, um einen Abstecher auf den zweithöchsten Punkt im Aargau - die 866m hohe Wasserflue zu machen. Belohnt werden wir mit einer sensationellen Aussicht und einem schönen Wolkenspiel am Himmel. Unsere Bulgarische Gipfelstürmerin macht Ihren ersten Eintrag in ein Gipfelbuch.

Danach geht es zurück zum Jura Höhenweg. Und weiter bis zur Salhöhe. Hier ist Picknick-Time. Wir werden verwöhnt mit bulgarischen Klössen. Feinem Wein. Schokolade und Ostereier.

Nach dem Essen verlassen wir den Kanton Aargau, um uns für den Rest der Etappe zumeist im solothurnisch-basellandschaftlichen Grenzgebiet zu bewegen. Der Weg führt uns zwischen wunderschön verschneiten Bäumen zum höchsten Punkt des Kanton Aargau. Wir befinden uns 908 MüM. Weiter geht es zur Geissflue. Nachdem wir die schöne Aussicht genossen haben musste nochmals ein kleiner Abstecher sein - zur Rohrer-Platte (mein lediger Name)

Für ganz kurze Zeit betreten wir auf der flachen Passhöhe der Schafmatt den Kanton Basel-Land. Im Berghaus Schafmatt ist es dann auch Zeit für einen Kaffee.

Auf Naturwegen und matschigen Wiesen wandern wir weiter. Immer wieder können wir einen Blick ins Mittelland und zu den Alpen respektive auf den Baselbieter Tafel-Jura und zu Vogesen und Schwarzwald geniessen. Wir werden von einem kleinen Schneesturm überrascht - nach wenigen Minuten scheint aber schon wieder die Sonne.

Die 3. Etappe neigt sich langsam dem Ende entgegen. Nahe von Hausenstein sehen wir die Ruine der einst stolzen Frohburg. Nach einem teilweise recht steilen Abstieg erreichen wir das Passdorf Hauenstein.

Hier übernachten wir auf einem Bauernhof im Stroh:http://www.neumatt1.ch/schlafimstroh.php . Wir erleben einen sehr lustigen, gemütlichen Abend. Danach eine kalte Nacht in unserem Strohlager....

Nicole Small

2. Etappe / Brugg - Staffelegg

Die Zweite Etappe startet am Sonntag 15. März um 11 Uhr beim Bahnhof in Brugg.

Zahlen zu diesem Wegstück:

Wanderzeit: 4h45
Distanz: 16.2km
Höhenmeter: 640m hoch / 370m

Zu neunt liefen wir durch die Altstadt, am Salzhaus vorbei weiter zum schwarzen Turm. Dort überquerten wir die Aare. Der Himmel war noch bedeckt. Aber die Sonne hat gekämpft. Auf dem Weg zum Weiler "Vierlinden" haben wir uns an einer Herde lieblicher Alpakas erfreut. Ich weiss jetzt, dass man Lamas und Alpakas sehr gut an der Ohrform unterscheiden kann: Lamas haben sogenannte "Bananenohren", dass heißt, die Ohren sind leicht gebogen und erinnern an die Form einer Banane. Die Ohren von Alpakas sehen hingegen eher aus wie eine Speerspitze

Der Blick ins Aaretal und hinüber zur Habsburg war etwas verhangen. Die Sonne hat aber mehr und mehr gekämpft und schlussendlich gewonnen. Nach durchqueren eines Waldstückes stand bald die "Linner Linde" vor uns. Ein imposanter Baum. 700 bis 800 Jahre alt. Ein Stamm-Umfang von 11 Meter! Um ihn zu umarmen braucht es acht Leute.

Auf dem Weg zum Linnerberg sahen wir hinüber zur  im 18. Jahrhundert zerfallene Burg Schenkenberg. Weiter ging es über offenes Gelände zur Staffelegg - dem Übergang zwischen Aarau und Frick. Dieser Jurapass wurde schon zur Zeit der Römer benutzt.

Im Restaurant Staffelegg habe wir die 2. Etappe gemütlich ausklingen lassen.

Diese Wegstrecke ist wahrscheinlich kein Highlight des Jura-Höhenweg. Aber dank einer lustigen Gruppe war es sehr schön und kurzweilig. Ich freue mich sehr dass ich mindestens die Hälfte der heutigen Gruppe an Ostern wieder sehe. Wenn wir die 3. und die 4. Etappe unter die Füsse nehmen.

Nicole Small

1. Etappe / Dielsdorf - Brugg

Das Projekt "Jura Höhenweg" beginnt :-)

Zu sechst starteten wir um 8 Uhr 30 mit der 1. Etappe.

Uns erwarten 24.7 km.
Als Wanderzeit ist 7 h 20 angegeben.
Höhenmeter: 895m rauf / 970m runter

Zuerst liefen wir hoch zum schönen Städtchen Regensberg. Dann ging es in angenehmer Steigung weiter zur Hochwacht. Die exponierte Lage dient der Flugsicherung für den Flughafen Zürich. Im Restaurant auf der Hochwacht bekamen wir Kaffee - obwohl es erst in einer  Stunde geöffnet hätte. Manchmal braucht es so wenig um Menschen glücklich zu machen ;-)

Frisch gestärkt wanderten wir über den Lägernkamm durch ein wunderschönes Waldreservat. Nach dem Lägernsattel teilt sicher der Weg. Die Route 5 führt dem Lägern-Nordhang entlang zum Schartenfels. Der andere Weg führt über den Grat. Vor dem Gratweg steh eine Infotafel: "Exponierter Weg, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit zwingend erforderlich". Wir entschieden uns für den Gratweg.

Dies haben wir nicht bereut. Auch wenn der Weg wirklich recht abenteuerlich war. Vor allem auch weil man das im Kanton Zürich gar nicht erwarten würde. Nach einem Abstieg über den felsigen Grat kamen wir zur Schartenfels über Baden. Auf einem Bänkli genossen wir die Sonne, die Aussicht und unseren Zmittag.

Danach ging es viele Treppen hinunter und dann über die Limmat-Holzbrücke in die Altstadt von Baden. Wer Baden nur vom durchfahren kennt erahnt nicht wie schön es dort ist. Nach dem Weg durch die Stadt ging es weiter mit Treppen. Diesmal hinauf - bis zur Ruine "auf dem Stein".

Weiter ging ansteigend Richtung Baldegg. Schon bald stand der 35m hohe Wasserturm vor uns den man besteigen kann. Nachdem wir die Aussicht genossen haben bot sich ein zweiter Halt im Restaurant an.

Nach Durchquerung eines ausgedehnten Waldes steht man fast unvermittelt (ohne den erneut erwarteten Anstieg) auf einer Kanzel, dem Gebenstorfer Horn. Dort hat man einen gute Aussicht auf das Wasserschloss - wo drei der fünf grössten Flüsse der Schweiz (Aare, Limmat und Reuss) zusammenfliessen.

Der Abstieg führt uns nach Gebenstorf. Über die Reuss. Und weiter der Aare entlang bis Brugg. Unser heutiges Ziel war erreicht. Es war ein supertoller Tag. Alles hat gepasst. Perfektes Wetter. Eine schöne Wegstrecke. Aber vor allem eine supercoole Gruppe! Ich Danke Euch allen :-)

Ich bin nun doch etwas müde. Und es kommt mir entgegen, dass die 2. Etappe morgen erst um 11 Uhr startet.