Nordsumatra und ein bisschen von Java

Sechs Wochen mit dem Rucksack in Indonesien

Blog

Dies ist dein Tour-Blog. Füge Einträge mit Fotos und Standort hinzu oder einfach nur Text und dokumentiere was du gesehen hast, wo du warst und worüber du nachgedacht hast. Wenn du möchtest, lass andere deinem Tour-Blog folgen und an deinen Erfahrungen teilhaben. Wie das geht? Hier entlang zum Video-Handbuch.

Beginne jetzt mit dem Bloggen und…

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Boris Small

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Sorry für den verspäteten letzten Blog!

Die letzte Woche über war ich krank in meinem Hostel. Was ich allerdings von Jakarta sah, war grässlich! Es herrscht angeblich der krasseste Verkehr der Welt - eine Straße zu überqueren gleicht einer Heldentat. Die Flüsse welche durch die Stadt fliessen, sind grün mit schwarzen glibbrigen Mutationen darin. Das Wasser stinkt unbeschreiblich, und doch dient es den armen Bewohnern als Toilette, Dusche und zum Wäsche waschen. An allen Ecken wird aus dieser Brühe gefischt. Die Vorstellung einen dieser Fische zu Essen dreht mir den Magen um.

Die Reise war für mich eine der prägensten Erfahrungen die ich machen durfte! Trotz anfänglicher Bedenken allein zu reisen, fühlte ich mich nie einsam.

Vielen Dank an all die wunderbaren Menschen denen ich während dieser 6 Wochen begegnet bin!  

  • Small
    Claus hat am kommentiert:

    Hallo Boris,

    danke für deine spannenden Geschichten und coolen Fotos. Vielleicht interessiert es dich, dass du bis heute fast 1.500 Seitenaufrufe hattest.
    Dein permondo-Team

Boris Small

Bandung

Viertgrößte Stadt Inonesiens, bekannt für billige Klamotten und ein paar schöne Bauten aus der holländischen Kolonialzeit.

Viele der großen Modelabels lassen in Bandung ihre Kollektionen produzieren. In den Factoryoutlets lässts sich für wenig Geld prima shoppen.

Abends spielt in einigen Bars und Restaurants Live Musik. Bei Bier und leckerem Essen geniesse ich den Abend.

Nachts wache ich gegen 4 Uhr mit nem Schüttelfrost, Fieber und Übelkeit auf. Pünktlich zu den ersten Schreien der Muezzin entledige ich mich, begleitet von ähnlichen Tönen, auf dem Dach des Hostels meines Mageninhalts. Die Nacht war schrecklich und auch die nächsten Tage fühlte ich mich zu nicht viel fähig.

Letztes Ziel meiner Reise ist Jakarta, die Stadt die man liebt oder hasst...

Bandung
West Java, Indonesia
Boris Small

Chilln in der Java Lagoon

Auf den Stadttroubel folgt in bewährter Manier die Zeit zum relaxen. Nachdem mir Pangandaran an der Südküste nicht getaugt hat, bin ich noch 8 Km weiter gefahren um mir den Tip des Stefan Loose Reiseführers, Java Lagoon Hotel, anzuschauen. Er schreibt von einsamen Stränden, völliger Ruhe, schönem Garten und günstigen, gut ausgestatteten Zimmern. Cedric aus de Bretagne ist der Inhaber und betreibt dieses kleine, sehr schön angelegte Resort zusammen mit seiner Frau. Ich bin der einzige Gast, der kilometerweite Strand gehört mir :)

So verbringe ich hier einige Tage mit lesen, Moped fahren und faulenzen. Mir gehts blendend! Die Art und Weise wie aufmerksam und herzlich die beiden sich um mich kümmern, fühlt sich an als wäre ich ein Freund des Hauses.

Da mir klar ist das ich euch interessante Impressionen liefern muss und nicht mit Bildern a la Boris beim lesen am Strand, Ich lesend im Garten, usw. punkten kann, schwing ich mich auf den Motorroller und erkunde die Gegend.

Um an das erste Ziel zu gelangen, stellt man das Gefährt am Rande eines Dorfes ab und folgt 20 Minuten einem schmalen Pfad durch den Urwald. So gelangt man an die Quelle eines Flusses, von wo ab man sich diesen wieder heruntertreiben lassen kann. Kurz vorm Ziel treffe ich auf eine kleine Gruppe samt Guide und schließe mich ihnen gegen einen Obolus an.
Der Guide ist sein Geld allemal wert! Er zeigt uns von welchen Felsen man ins Wasser springen kann, wohin man sich treiben lassen sollte oder auch nicht, wir schwimmen in eine stockfinstere Höhle, staunen nicht schlecht als er uns durch einen Wasserfall schwimmen lässt um uns dahinter in einer Tropfsteinhöhle zu befinden. Zu guter letzt springen wir aus 8 Metern, die wir über offenliegende Wurzeln erklommen haben, ins kühle Nass und schwingen unsere nicht ganz so trainierten Körper wie Tarzan an Lianen ins Wasser. Dann, als wir uns ein paar hundert Meter den Fluss hinunter treiben lassen, fängt der indonesische Guide plötzlich an zu singen: Hänschen klein, ging allein, in die weite Welt hinein...  Viel weiter kann ich den Text nicht - er schon :)

Die Fahrt Richtung Batu Karas (Surferparadies) findet unter einem Wolkenbruch statt (danke Dennis für den Poncho!). Der Spot ist ein Traum zu surfen. Die Wellen brechen immer an der selben Stelle, einem Felsen, und lassen einen bis zu 350 m drauf reiten. Leider waren kaum Wellen vorhanden, sonst hätt ich mit nem riesen Leihboard den Profis den Spaß verdorben. 

Zuletzt besuchte ich noch eine Schildkröten Aufzuchtstation. Hier werden kranke aufgepeppelt und kleine fürs große Meer vorbereitet.

Nach 4 Tagen hieß es wieder Sachen packen und weiterreisen. Letzte Station vor Jakarta wird Bandung. Cedric fährt mich wie selbstverständlich nach Pangandaran von wo aus der Bus abfährt.

Pangandaran
West Java, Indonesia
Boris Small

Die Fahrt zu den Tempeln Borobudur und Prambanan


In der Straße Prawirotaman, zwei Minuten Fußweg von meinem wunderschönen Homestay De Pendopo, befindet sich das Cafe/Restaurant Viavia. Neben ultra leckeren Gerichten und fair gehandelten Souvenirs, werden hier auch die verschiedensten Touren organisiert. Jedesmal wenn hierfür ein Motorrad oder Auto genutzt wird, bekommt ein Baumsetzling Erde um die Füße - behaupten sie jedenfalls :)

Ich hab mich für die Besichtigung der Tempelanlagen Borobudur und Prambanan entschieden.
Fahrzeit: 4 Stunden

Straße: alternative Route, vorbei an Reisfeldern und Dörfern wo sich Touristen nur sehr selten hin verirren.

Fahrzeug: Motorrad mit Fahrer

Nach zwanzig Minuten meinte ich zu meinem Fahrer, das ich mir nicht sicher bin ob ich beide Tempel ansehen möchte, da mir bereits alles weh tat. Doch man gewöhnt sich an alles.

In einem winzigen Dorf war gerade Markt, wo ich die Hauptattraktion war und mich durch die kulinarischen Leckerbissen der Stände arbeitete. Die Preise sind hier nochmal anders als in der Stadt. Nachdem ich einen Packen Tempeh (Schimmelnde Soyabohnen) verköstigt hatte, streckte ich der Frau 2000 Rp. (13 Cent)entgegen und fragte ob das genug sei? Nach kurzer Verständigung mit meinem Guide, erklärte mir dieser, das ich für das Geld 10 Pack bekomme, was ich danken ablehnte.
Eine andere Marktfrau rollte mir eine Zigarette mit ihrem selbst angebauten Tabak und kleinen Wurzelstückchen - für den Geschmack :) Unter Beobachtung aller Anwesenden, lies ich mir diese schmecken und hatte nach dem ersten Zug incl. Hustenanfall die Lacher auf meiner Seite...

Über die beiden Tempel möchte ich nicht viele Worte verlieren da Wikipedia das schon für mich übernommen hat.
Sie sind den Eintritt auf jeden Fall wert, sofern man sich zumindest ein wenig dafür interessiert.



Prambanan
Special Region of Yogyakarta, Indonesia
Boris Small

Yogyakarta die Kulturstadt Javas

Chef ist hier der Sultan Hamengku Buwono X, welcher ähnlich einer Gottheit verehrt wird. Da er gleichzeitig auch der Gouverneur dieses 3,5 Mio. Nestchens ist, bestimmt er wos lang geht.
In seinem Anwesen, dem Kraton beschäftigt er angeblich 1000 Soldaten und 2000 bedienstete. Da gibts Tanzgruppen, Musikanten, Theater Schauspieler, Wachen und und und...


Ich fand ja die (Frauen)Tanzgruppe ungemein ästhetisch (siehe Bilder - wobei keine von denen so hübsch ist wie meine Mary!) . Der Tanz war nicht schnell, es gab auch keine Höhepunkte oder Zwischeneinlagen, er war grazil und die Bewegungen mit solch einer Genauigkeit ausgeführt das mir der Mund offen stand. Unter der ständigen Kontrolle ihrer Tanzlehrer war die Anspannung für jeden Zuschauer zu spüren. Der Schweiss lief während den 3 Stunden (1 1/2 Std.  Mädels, 1 1/2 Std. Jungs) in strömen.   

Dannn waren da noch die Musikanten, deren Show ich, nachdem sie sage und schreibe 30 Minuten dasselbe langweilige gedudel gespielt haben, schweigend verlassen hab. 

Nicht zu vergessen die Schauspieler die eine javanesiche Geschichte a la Romeo & Julia ergreifend darlegen.


Was einem nicht selten passiert wenn man durch Yogyakartas Strassen läuft ist, von einem Becakfahrer angesprochen zu werden.Das Schema ist immer das selbe:

1. Hello Mister! (beste Reaktion: ignorieren! Ich kann das nicht, weshalb der Mono-, zum Dialog wird)   
2. Were u from? ( Antwort: I´am from Germany)   
3. Ohh German! (Was soviel heisst wie Ohh, viel Geld!)   
4. Osil, Behnbaue, Swensteige (Bekannte deutsche Fußballer um das Gespräch aufzulockern)   
5. Were u going?  (Bei einer nun folgenden Angabe der Wegstrecke länger als ein Fußballfeld (ausgenommen das in Karsee) oder gar Planlosigkeit, folgt 6.)   
6. Ohhhh, long way! Looong way!!!  (Natürlich sitz ich kurz drauf in dem Gefährt, da ich anfangs nicht Nein sagen kann. Der Preis ist im Grunde festgelegt 15000 Rp für einen Km. Die Fahrt ist auch ganz nett.)
7. Batik, batik?!  (Hier gibts richtig gute Batikkünstler und Unmengen an Verkaufsläden. Damit die Ware an die Touristen gebracht wird, bekommen die Becakfahrer eine Entlöhnung für jeden angeschleppten und ahnungslosen Kunden - wie mich)

Fazit: Becakfahrer sind auf gut deutsch, "arme Schweine"! In Yogyakarta tummeln sich ca. 20.000 von ihnen jeden Tag von früh morgens bis spät in die Nacht. Unter ihnen auch wirklich alte Opas. Die Räder sind zum Teil schrottplatzreif doch für ein neues fehlt meist das Geld. Der Konkurrenzkampf ist ungemein hart, zumal Mopeds und Taxis schneller und billiger sind. Und es nervt tierisch wenn man als umherreisender regelrecht bedrängt wird einzusteigen. Trotzdem würde ich mein Geld immer wieder bei den Herren los werden, die mich mit purer Muskelkraft und ohne Abgase durch den aberwitzigen Verkehr der Städte tragen.

Desweiteren finden sich an allen Ecken Holzschnitzereien, große und kleine Schmuckmanufakturen, Tücherweber und Wayang Puppenhersteller.

Diese Puppen und das mit ihnen aufgeführte Schattentheater haben ihren religösen und rituellen Hintergrund aus dem hier gelebten Animismus. Eine Spirituelle Auffassung der Beseeltheit aller Naturerscheinungen (Pflanzen, Tiere, Steine...). Für mich sah die Puppe erst völlig uninteressant aus, bis mir die Bedeutung der Einzelheiten erklärt wurden (Google).

Wohlwissend was mich auf dem Birdmarket erwartet, fiel es mir alles andere als leicht ihn komplett abzulaufen. Tiere, eingepfercht in Käfige in die sie gar nicht gehören. Die Augen, die Schreie, Monotone Bewegungen der Insassen und das Gelächter der hunderten von Wärtern drehten mir schier den Magen um. Besonders schlimm fand ich das Eichhörnchen (siehe Bild) welches an eine 5 cm lange Kordel angebunden war und ständig von Leuten betatscht wurde.

Im nächsten Blog gehts zu den Tempeln Borobudur und Prabanan.

Yogyakarta
Special Region of Yogyakarta, Indonesia
Boris Small

Auf nen Abstecher nach Kuala Lumpur

Nach dreieinhalb Wochen verlasse ich mein liebgewonnenes Inselchen Sumatra in Richtung Malaysia.

Grund: Als Reisender erhält man ein 30 Tage Visa, welches wohl nur mit mehreren Behördengängen zu verlängern ist. Andere Möglichkeit ist, für 12 Stunden auszureisen um wieder mit 30 Tage Visa rein zu kommen. 

Flüge mit Air Asia sind super billig... ;)

In Kuala Lumpur angekommen, merke ich schnell dass hier die Uhren anders ticken. Die Busse fahren pünktlich nach einem Plan, die Infrastruktur ist besser als in manchen deutschen Großstädten und es gibt Mülleimer.

Mein Hostel liegt direkt am Eingang zur Chinatown und nicht fern zu einer Bushaltestelle. Ums kurz zu machen, mir hat in dieser Stadt nicht viel gefallen. Toll war die Möglichkeit mit kostenfreien Bussen die Stadt zu erkunden, doch außer den Petronas Twintowern gefiel mir nix. Selbst der Park war irgendwie steril, langweilig, doof!

Froh hier weg zu kommen steige ich am Freitag um 9 Uhr in den Air Asia Flieger nach Yogyakarta wo es, vorweggenommen, selbst dem Boris wieder gefällt !



Kuala Lumpur
Kuala Lumpur, Malaysia
Boris Small

Tuk Tuk am Lake Toba

HORAS!...

...schallt es einem laut entgegen sobald man den Bereich in und um den Lake Toba erreicht.                                             

Auf 905 Höhenmeter liegt der gröste Vulkansee der Erde. Entstanden ist er vor ca. 74.000 Jahren als der Supervulkan Toba nach dem heftigsten Ausbruch der letzten 2 Mio. Jahre in sich zusamensackte. Als ich mit dem Schiff von Parapat nach Tuktuk fahre, fühl ich mich sofort wie daheim am schönen Bodensee. Das angenehme Klima tut sein übriges dazu.

Hier lebt das stolze Volk der Batak. Vor etwas mehr als einem Jahrhundert hätte ich diese Gegend nicht als mein Favorit zum Ausspannen gewählt, da ich ansonsten vermutlich im Kochtopf gelandet wär. Über Eindringlinge und Gesetzesbrecher wurde damals in einer Sitzrunde wichtiger Batak beraten. Desöfteren hies es "Kopf ab"! Anschließend hat der König sich die Innereien schmecken lassen um noch mächtiger zu werden. Diese Zeiten sind vorbei, seit der deutsche Missionar Nommensen den Batak gegen Ende des 18. Jahrhunderts gezeigt hat das es auch anders geht. Heutzutage sind so ziemlich alle protestantische Christen. 

Wie bereits erwähnt bin ich hier zum ausspannen (Reisen kann ziemlich anstrengend sein), und das tue ich die nächsten Tage auch in Tuk Tuk, einer kleinen Halbinsel auf der Halbinsel. Mein Guesthouse Samosir Cottage entpuppt sich als genau die richtige Wahl hierfür. Für 7 Euro bekomme ich ein sauberes Zimmer mit top Dusche, himmlischer Matratze und grandiosem Ausblick. Die Sumatrische Küche ist übrigens super lecker!

Am Montag machte ich mich früh Morgens mit einem Moped auf den Weg die Insel zu erkunden. Vorbei an farbigen Gräbern, grünen Reisfeldern und einer traumhaften Kulisse erreiche ich Simanindo. Im dortigen Batak Museum findet jeweils um 10:30 ein traditioneller Tanz statt, bei dem ich nicht nur beiwohne sondern überraschenderweise auch     teilnehme :). Das Video meiner Tanzkünste wird hier (ihr dürft jetzt wieder aufatmen) nicht veröffentlicht.

Kurze Zeit später komme ich an einer Party vorbei mit Musik und Tanz, die Leute lächeln und bitten mich ihrem Fest beizuwohnen. Noch bevor ich die Frage, ob ich hunger habe beantworten kann, reicht mir eine Frau nen Teller mit einer riesen Portion Reis, Curry und viel Ochse (Viel Fett und Innereien, wenig Muskelfleisch). Ein älterer Mann steht auf und bietet mir seinen Stuhl an. Ein anderer kommt mit vier Bechern Wasser, einer Suppe und stellt sie mir zu Füßen - Gastfreundschaft wie ich sie bisher noch nirgends erlebt habe!

Ein Großteil der ca. 200 Gäste, alle schön gekleidet, tanzt zu Batakmusik und Gesang es wird viel gelacht und ich frage wo denn das Hochzeitspaar sei ? Daraufhin klärt mich der Sohn des verstorbenen 104 jährigen Mannes über den Grund der Feier auf. Ich spüre wie mir die Röte ins Gesicht steigt, entschuldige mich schnell für mein Unwissen und bekunde mein Beileid. Daraufhin versucht er mir zu beschreiben, dass dies ein schöner, freudiger Tag sei, da sein Vater 6 Kinder liebevoll großgezogen habe und dafür gesorgt hat das sie rechtschaffene Erwachsene wurden. Der Leichnahm liegt aufgebahrt auf einem Tisch, bedeckt mit einem Tuch, inmitten der feiernden.
Mit großem Erstaunen denke ich über seine Worte nach und schau mir nochmal die feiernde Gesellschaft an, bevor ich mich bei vielen per Handschlag für alles bedanke und von dannen ziehe. 

Von Pangururan beschließe ich meinen Rückweg mitten durch die Insel zu nehmen, vorbei am Lake Sidihoni, ein See im See. Um so höher ich komme, desto schöner wird die Umgebung. Der Zustand der Straße verhält sich genau andersherum. Auf dem Weg fragen mich Einwohner immer wieder wo ich denn hin wolle, und lächeln blöde als ich ihnen meine Absicht, auf die andere Seite der Insel zu kommen darlege. Stunden später finde ich mich auf einem, im Grunde nicht befahrbaren Weg, inmitten eines Dschungels wieder, da fällt mir das Lächeln der Leute ein... Umkehren ist was für Feiglinge, denk ich so bei mir und kämpf mich mit dem Moped über Stock und Stein. Es ist 16:30 und ein Ende nicht in Sicht. Dunkel wirds hier gegen 18:30 Uhr. In der Hoffnung das kein Sumatratigerin der Nähe ist und die Reifen die spitzen Steine und Schläge unbeschadet überstehen, forciere ich mein Tempo. In Schrittgeschwindigkeit treffe ich eine halbe Stunde auf Zivilisation in Form zweier junger Männer auf ihren Mopeds. Sie lächeln!!! als sie mich aus dem Urwald kommen sehen und beruhigen mich, da ich laut ihrer Aussage in einer Stunde in Tomok sein werde, wenn ich mich ranhalte. Kurz vor Dunkelheit erreiche ich und das Moped unbeschadet das Guesthouse, geb den Schlüssel ab und beende den Tag mit Fish Rendang und ner großen Flasche Bintag.

Zu den Bildern:

  • 2. Hab 100 Luftballons als kleine Geschenke für Kinder dabei, manchen muss man zeigen was man damit machen kann.
  • 7. Der Bataktanz
  • 9. schielender Jesus
  • 12. und 18. zwei der vielen Failiengräber
  • 15. 16. und 19. die Bestattungsfeier

Pulau Samosir
North Sumatra, Indonesia
Boris Small

Banda Aceh

Für viele westliche Touristen ist Banda Aceh nur ein notwendiges Übel um nach Pulau Weh zu gelangen.

Traurige Bekanntheit erlangte die Provinz durch das Seebeben (Stärke 9,1) und den darauffolgenden Tsunami am 26.Dezember 2004 - eine der schwersten Katastrophe der Menschheitsgeschichte.

(https://www.youtube.com/watch?v=J3sSkbnCtB0)

Allein in der Stadt, die dem Epizentrum am nächsten war, starben ca. 25.000 Menschen. Insgesamt wurden durch diese Welle zwischen 250.000 und 300.000 Leben ausgelöscht. Jeder hier hat seine Geschichte, manche haben die komplette Familie verloren, andere, sowie der Becakfahrer Harry, waren Monate lang von ihren liebsten getrennt ohne zu wissen ob sie überlebt haben oder nicht. Harrys Eltern konnten der Welle nicht entfliehen. Seine Frau befand sich auf Pulau Weh - nach knapp hundert Tagen der Unsicherheit begegneten sie sich in ihrer beider Heimatstadt.

13:30 Uhr: Setz mich in ein Cafe um den Blog zu schreiben. Kaum angefangen ruft schon wieder ein Tuktukfahrer ob ich wohin fahren möchte.... Genervt lehne ich ab und konzentriere mich wieder auf den Laptop. Kurze Zeit später sitzt der Kerl neben mir und stellt mit recht gutem Englisch die üblichen Fragen ( wo kommst du her?, wohin gehts?, wo ist deine Frau?). Mit mittlerweile gewohnter Routine antworte ich schnell um mich abermals den wichtigen Dingen zu widmen, nämlich meinem Blog! Nach einigen Minuten die ich ihn nicht beachtet habe, beginnt er von sich zu erzählen. Von dem Tsunami, dem Bürgerkrieg von 1976 bis 2005, der Scharia, seiner Familie und der Stadt die er so liebt. Vor 2004 hatte er einen gut laufenden Copyshop, jetzt verdient er sein Geld indem er Leute wie mich mit seinem auf Raten finanzierten Becak durch die Gegend fährt. An den seltenen guten Tagen hat er am Abend 200.000 Rupiah (14 €) in der Tasche an schlechten nichts.

Kurzer Hand schlage ich vor noch in das berühmte Cafe Rumoh Aceh zu fahren in welchem der beste und teuerste Kaffee der Welt serviert wird. Dort angekommen erhalte ich vom Geschäftsführer eine ausführliche Beschreibung über das Haus und natürlich den Kopi Luwak. Dem Fleckenmusang ist der ausgezeichnete Geschmack zu verdanken oder besser gesagt dessen Verdauung. Er schluckt die besten Bohnen, verdaut das Fruchtfleisch und unterzieht den Rest einer fermentierung ehe er es wieder auskackt. Gewaschen und geröstet kommt das Extrakt in meine sowie in des Fahrers Tasse (hab ihn auf die 2,30 € eingeladen) und schmeckt - nicht!

Auf dem Weg zu meinem Bus nach Medan steigt er um 18:30 von seinem Gefährt und eilt, mit der Bitte an mich kurz zu warten, in eine Moschee zum beten :) Bei der Verabschiedung gibt er mir noch seine Emailadresse und seinen Namen - Harry.

Im Luxusbus wird mir vom Kaffe und der abermals kamikazeartigen Fahrweise übel. Zudem tropft mir das Wasser der Klimaanlage in unregelmäßigen Abständen auf den Kopf, was mir schier die Fassung raubt.


Ach ja, die Scharia. Die Religionspolizei des Islam.

Banda Aceh ist der einzige Bereich Indonesiens in dem die Gesetze der Scharia gelten und strikt gehandhabt werden. Die in Grün uniformierten Polizisten sind an allen Ecken zu sehen. Immer auf der Suche nach Unzüchtigem Verhalten.

So muss eine Frau verschleiert sein um keinerlei äußerlichen Reize zu zeigen.  Auf dem Motorrad wird natürlich hinten gesessen, aber nicht wie auf nem Sattel (viel zu männlich) sondern im Frauensitz, seitlich mit geschlossenen Beinen!  Sex vor der Ehe gibt es hier vermutlich wirklich nicht, denn sollte der Mann in der Hochzeitsnacht feststellen das er nicht der erste ist, setzts als mindeststrafe 100 Stockschläge, nach dem Freitagsgebet in aller Öffentlichkeit... (Sure 24,2-3)   
Ganz schlecht siehts bei einer Vergewaltigung aus, die missbrauchte Frau muss zumindest 4 Augenzeugen (im besten Fall männlich) vorweisen die den Vorgang bestätigen. Tun sie das nicht, wird die Frau desöfteren im Gegenzug wegen Verleumdung von Ehebruch (Sure 24,4) angeklagt und rechtmäßig gezüchtigt.

Mann und Frau (unverheiratet) dürfen sich nicht gemeinsam ohne Begleitung an einsamen Orten treffen.  Ein Kuss = 30 Hiebe!

Weltliche Vergnügen wie Tanz, Alkohol, Drogen und Glückspiel sind verboten.

Dies war nur ein Bruchteil der Verordnungen die in Gottes (Allahs) Namen hier einzuhalten sind.

Sollte ich hier etwas falsch dargestellt haben, so bitte ich darum mir dies mitzuteilen um es ggf. zu löschen.

Obwohl die traurigen und negativen Berichte über diese Stadt überwiegen, fiel mir auf wie außerordentlich gastfreundlich die Menschen, stets mit einem Lächeln auf den Lippen, ihr tägliches Leben bestreiten.

Zu den Bildern:

  • 1. Harry und ich und zwei Tassen des weltbesten Kaffes :)
  • 2. Das Boot welches auf dem Haus gespült wurde rettete 59 Fischern das Leben.
  • 3. Haifischhäute -> Medizin                                      
  • 7. Mein Becakfahrer in der Moschee :)                                 
  • 9. Eines der traditionellen Acehnesichen Häuser, für deren Bau kein einziger Nagel verwendet wurde.                      
  • 10. Zwei Boote im Garten                                                                                                         
  • 14. Ein Massengrab in dem 40.000 Körper, von Lastwagen angekarrt, ihre letzte Ruhe fanden. Nebenan liegen die Kinder.
  • 16. ein 2600 Tonnen schweres Schiff welches vom Tsunami 4 Km weit in die Stadt befördert wurde.

Banda Aceh
Aceh, Indonesia
  • Missing
    Katja hat am kommentiert:

    Hallo Boris,
    Lese deinen Blog sehr gerne, auch wenn er mich so n bisschen neidisch macht....
    Funktioniert die Schreiberei und Fotos hochladen gut?
    Brenne schon darauf mehr von deine Taucherlebnissen zu erfahren! Gehst du noch auf die Inseln da im Westen?

  • Small
    Boris hat am kommentiert:

    Hi Katja,
    funktioniert soweit alles bestens! (Danke ans Permondoteam für die Plattform)
    Das Tauchen war eine riesen Erfahrung, bin froh den Kurs gemacht zu haben. Was sich da alles unter der Wasseroberfläche abspielt muss man erleben. Videos und Bilder gibts bei nem Bier ;)
    Mein Visum ist sogut wie abgelaufen, weshalb ich mich bald Richtung Java aufmache.

    LG Bo

Boris Small

Pulau Weh

Einem Bett entgegensehnend, liegen wir (Max, Alex und ich) in Banda Aceh um 5:30 am Fährableger nach Pulau Weh. Die Muezzine der umliegenden Moscheen rufen schon ne ganze Weile zum Morgengebet. Mit Schlaf, Kaffe und nem kleinen Frühstück überbrücken wir die 4 Stunden bis zum Ablegen vom Festland.

Begleitet von Delphinen erreichen wir nach eineinhalb Stunden den Hafen, von wo aus es mit Becaks nach Iboih weiter geht. Nach kurzem abchecken der Unterkunft wollt ich für die kommenden Tage noch einen Open Water Diver Kurs buchen, und find mich 2 Stunden später mit meinem Tauchlehrer Pablo, Maske und Gasflasche aufm Rücken bei der ersten Lektion unter Wasser wieder :).

Die nächsten Tage verbringe ich größtenteils bei meinen neuen Freunden, den Fischen, um 3 Tage später die Padi Open Water Diver Prüfung zu bestehen (terima kasih Pablo!). Zu sehen gibts hier so einiges! Feuer-, Triggerfische, Moränen, Mantas, Schildkröten, Thunfische aber auch Haie sind keine Seltenheit.

Hier ist alles etwas ruhiger, die Leute sehr freundlich und aufgeschlossen. Man fühlt sich binnen kürzester Zeit als ein Teil der Iboihfamilie. Die Abende sind ruhig, man sitz gemütlich mit anderen in einem der zahlreichen Restaurants und unterhält sich bei Speiß und Trank über die Reiseerfahrungen oder die Unterwasserwelt.

Banda Aceh
Aceh, Indonesia
  • Small
    Michael hat am kommentiert:

    hey boris! sau starke tour und bilder. es macht echt spaß deinen reisebericht zu lesen und irgendwie auch "live" dabei zu sein!

  • Small
    Boris hat am kommentiert:

    Das freut mich, danke Michael!

Boris Small

Horrorfahrt nach Pulau Weh

Gut gelaunt saß ich gegen 9 Uhr mit meinen Mitstreitern Alex und Max aus Deutschland am Straßenrand und warteten auf einen Minibus in Richtung Banda Aceh. Diese
operieren nicht nach einem Zeitplan, sie fahren los wenn der Bus voll ist. Voll ist hier nicht endgültig sondern relativ. Nach einer Stunde Wartezeit kam einer dieser schnuckeligen Fahrzeuge vorbei und lud uns ein. 16 (in Worten: sechzehn)  Passagiere (12 Erwachsene und 4 Kids) konnten in dem mit 9 Sitzplätzen ausgestatteten Minibus für ein paar Stunden eng aneinander geschmiegt verweilen. Die Strecke war größtenteils unasphaltiert, serpentinenartig und von Schlaglöchern übersät.
Viel möcht ich über diese Erfahrung eigentlich gar nicht schreiben, da ich merke wie meine Laune rapide sinkt wenn ich nur daran denke.
Drum in Kürze: Sind dem sicheren Tod während dieser Fahrt mehrere Male von der Schippe gesprungen. An Schlaf war nicht zu denken. Fahrer war die letzten 20 Km auf Koks. Nach 19 Stunden Ankunft am Hafen von Banda Aceh.


Boris Small

Jungletrekking im Gunung Leuser Nationalpark

Um 9 Uhr gehts mit unseren Guide Safar zu Fuß los in den Regenwald. Nach 15 Minuten befinden wir uns in einer anderen Welt. Hier vergisst man sofort alles unwichtige und ist dankbar einige Stunden in diesem Biotop zwischen Riesenasseln und Orang-Utans verbringen zu dürfen. Während unserer Tour durch den Wald zeigt uns Safar seine Heimat, denn hier ist er aufgewachsen. Wo sich die Tiere und Pflanzen befinden, die uns Touristen nie vor Augen gekommen wären, weiss er genau. Auch die wild lebenden Orang-Utans können sich nicht ewig vor uns verstecken. Zwei von diesen wunderschönen Geschöpfen durften wir nach langer Suche in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten.

Als Lastenträger angefangen hat er sich durch zuhören die englische Sprache weitestgehend angeeignet. Nun führt er mit seinen 18 Jahren die Intressenten durch diesen Irrgarten und kocht zusammen mit seinem Freund Speedy, dem Träger, leckere Mahlzeiten. Holz fürs Feuer hats hier genug, man muss nur wissen wo. Die beiden bewirten uns besser als in so manchem deutschen Restaurant mit einer Herzlichkeit die in Deutschland selten zu finden ist.

Bevor wir vier in einer Plastikfolienhütte unter Sternenhimmel schlafen gehen reden wir noch lang am Lagerfeuer miteinander über deren und das unsere tägliche Leben.

Safar, gehört dem Volk der Gayo an und ist ca. einmal im Monat als Guide tätig. Die anderen Tage hilft er Ahmad im Guesthouse oder sucht etwas das er am Straßenrand den wenigen vorbeifahrenden verkaufen kann (Früchte, Kakaobohnen usw.). Sein Radius in dem er sich bisher bewegt hat ist ca. 25 km um Ketambe. Städte über 500 Einwohner kennt er nicht. Ich hab ein schwer zu beschreibendes Gefühl, als ich ihm versuche zu erklären wie es außerhalb des Urwaldes aussieht und zugeht. Reisen würde er auch gerne. Sein Traum ist einmal ein eigenes Guesthouse in Ketambe zu haben und Europa zu sehen - dafür will er hart arbeiten. Bei einem Monats Durschnittslohn von ca. 130 € kein leichtes Vorhaben. Ich hoffe ihn eines Tages selbst als Gast bewirten zu dürfen.


Die Nacht ist stockfinster und laut! Glühwürmchen schwirren umher, es surrt, knackt, der Fluß rauscht und hin und wieder mal ein Affenruf. Ich falle mit vielen Gedanken im Kopf in einen unruhigen Schlaf.

Am nächsten Morgen hängt mir ein Egel am Fuß und saugt sich genüsslich voll. Charles hat Dünnpfiff, weswegen wir die Tour vorzeitig abbrechen. Auf dem Rückweg führt uns Safar und Speedy noch an tolle Aussichtspunkte bevor wir überwältigt von den Eindrücken an unseren Ausgangspunkt zurückkehren.

Ich kann jedem uneingeschränkt empfehlen in Ketambe bei Ahmad (oder später bei Safars Guesthouse) einzuchecken und diese Welt zu erleben!  

Boris Small

Ketambe

Von Mario, nem schweizer und seiner Indonesischen Frau mitgenommen, durchfahren wir (Charles aus Canada und ich) die Prärie in nem Jeep. Jedes andere Autoformat wäre suboptimal da die Straßen oftmals mehr Löcher als ebene Fläche besitzen. Die Straße nach Ketambe ist die einzige "Straße" durch den Gunung Leuser Nationalpark was uns später noch zu schaffen machen wird. Nach 6 Stunden fahrt checken wir erschöpft im Friendship Guesthouse beim äußerst liebenswürdigen Ahmad ein.

Während Charles sich mit dem günstigen Bungalow zufrieden gibt, denk ich mir sch.... drauf und lass mich im Luxusraum nieder - 7 Euro die Nacht :) Nach nem Bad im Alas Fluß, Vesper und einem prickelnden Kaltgetränk ist schluss für heut.

Boris Small

Besteigung des Gunung Sibayak

Unwirklich, wie ne Mondlanschaft wirkt die Kraterumgebung auf mich.
Der Geruch von Schwefel liegt in der Luft. Der Blick zum vor wenigen
Tagen ausgebrochenen Gunung Sinabung ist atemberaubend. Beim Abstieg
kann man zwischen 3 Möglichkeiten wählen:

1. Den gleichen weg zurück (langweilig!)
2. Steil bergab durch Dschungelähnliches Terrain auf nem Pfad der sich nicht verzweigt ( für Abenteurer).

3. Den weg durch den Dschungel wobei man immer wieder die Wahl hat links
oder rechts zu laufen. Mit Glück kommt man wieder aus dem Regenwald raus
ansonsten... Einige haben sich verirrt und sind verstorben. Drum nur
mit Guide!

Wir haben uns für Nummer 2 Entschieden. Nach ca. 1
1/2 Stunden Abstieg wartet die Belohnung für die Anstrengung in Form
von Heissen Quellen und nem eiskalten Bintang auf uns :)

Berastagi ist
bekannt für seinen Markt mit dem vielen frische Gemüse und Obst welches
hier in den Hochebenen angebaut wird. Die Menschen sind äußerst
freundlich und interessiert. Wenn man sich nur ein paar Brocken ihrer
Sprache aneignet und das Mittagessen nicht auf Englisch versucht zu
bestellen, erntet man viele erstaunte Blicke und freundliches Gelächter.

Morgen mach ich mich auf den Weg nach Ketambe. Jungletrekking und so...

Selamat Malam!


Berastagi
North Sumatra, Indonesia
Boris Small

Berastagi

Hier gefällts mir. Auf 1300 Metern gelegen ist das Klima kühler als
unten. Die Straßen sind gesäumt von Ständen die alles verkaufen. Ich
konzentrier mich auf die welche Essen zu verkaufen haben und pfeiff mir
erst mal nen Hund mit Beilagen rein. Bier an der Ecke und zurück zu
meinem Homestay "Wisma Sibayak" (60000 Rupiah pro Nacht = ca. 4 Euro)
geführt von einer reizenden Oma. Morgen steht eine VULKANBESTEIGUNG an.
Der Sibayak wird von mir erklommen - ob das ne gute Idee ist?! Wir
werden sehen :) Bis Dann!


Berastagi
North Sumatra, Indonesia
Boris Small

Medan nach Berastagi

Im Flugzeug nach Medan hatte ich nen halben Sitz, da meine Nebensitzerin gut im Futter stand :( Nach der Ankunft bin ich allen aufdringlichen Taxifahrern zum
Trotz in nen Bus eingestiegen. Gute Entscheidung! Erstens abartig billig ( 30000 Rupien = 2 Euro für ne Strecke von ca. 90 Km) und zweitens
witzig :) Man versteht kein Wort, weiss nicht wo man aussteigen soll und

als ob das nicht genug ist, wird mir spätestens jetzt klar das der
Fahrer ein Profi in seinem Fach ist! Kein so ein jämmerlicher Anfänger
wie der Kurte aus Jakarta.
Der Nervenkitzel bei der Landung eines
Flugzeugs ist mit einem der unzähligen Überholmanövern in einer
uneinischtigen Kurve zu vergleichen. Ein junger Indonese erkennt meine
Sorgen, beruhigt mich mit einem "very good driver" und fährt den

restlichen Weg mit mir nach Berastagi, wo vor 2 Tagen der Vulkan
Sinabung ausgebrochen ist
 ( http://de.euronews.com/2015/02/09/indonesi... ).


Medan
North Sumatra, Indonesia
Boris Small

Zwischenstop in Jakarta

Am richtigen Tag angekommen (http://www.taz.de/!109290/) drum ist wenigstens was los hier in diesem knapp 10 Mio. Städtchen.
Die Einwohner scheinen nicht sonderlich überrascht - kommt wohl öfters
vor.  
Krass! Die hohe Luftfeuchte, der Verkehr, die Lautstärke. War
in nem Zustand zwischen lachen und weinen als ich mit dem Minibus ca. 20
Km in einer Stunde durch Jakartas Slums gefahren werde um vom Hotel zum Flughafen (Luftlinie zum Terminal sind ca.
800 m) zu gelangen. Bei dem was hier auf den Strassen abgeht hat Hitchcock Regie
geführt! Regeln gibt es nicht - es gewinnt der welcher zuletzt abbremst -
und glaubt mir, hier will jeder ein Gewinnen...


Jakarta
DKI Jakarta, Indonesia
Boris Small

Bald gehts los...

Puhuuu, die Vorbereitungen sind soweit abgeschlossen - die Nervosität steigt...

Kurze Zusammenfassung: Bevor ich im April meine neue Arbeitsstelle antrete dacht ich mir, machste ne Reise - allein.

6 Wochen hab ich Zeit, weit weg und günstig solls sein -> Indonesien passt wohl
perfekt! Erst war Java, Bali und Lombok anvisiert. Um aber den
bevorstehenden Kulturschock auf die Spitze zu treiben, hab ich mich dann
doch für die Indonesische Insel Sumatra entschieden. 

Sumatra hat
eine Fläche von 473000 km² und ist damit ungefähr so groß wie good old
Germany, Die Schweiz und Österreich zusammen. Ausreichend Fläche die in 6
Wochen von mir erforscht werden möchte :) 

Am Sonntag, den 8.2.2015 gehts los, ich halt euch auf dem Laufenden!

Freu mich über Kommentare ;)

Bis dann!

Euer Boris


Konstanz
Baden-Wurttemberg, Germany
  • Missing
    Stefan hat am kommentiert:

    Alles Gute, Bo. Ich wünsche Dir eine gute Reise, tolle Erfahrungen und liebe Menschen. Pass auf Dich auf und komm gesund wieder zurück.

  • Missing
    Daniel hat am kommentiert:

    So, jetzt hast du dein absolutes Abenteuer!!! Sind die Sumatranier denn wirklich kleiner als der gemeine Mitteleuropäer?! Und gibts da auch vollbärtige Glatzen, oder fällst du auf? Dann immer schön die VAUDE aufsetzen. Viel Spaß, pass gut auf (nich so nah an Vulkan ran) !!!Auf dass wir bald mal wieder 'n Meckatzer trinken können.

  • Missing
    Gerda hat am kommentiert:

    He Bo, wo bist du abgeblieben? Du bist jetzt 5 Tage unterwegs und noch kein Lebenszeichen von dir. Hast kein Internet? Grüßle Mom

  • Missing
    Pisch hat am kommentiert:

    Dad
    Hallo Boris.
    Hast ja schon bald die ganze Insel gesehen.
    Kannst ja dann wieder heim.
    Dort im Norden ist es wohl schön " kühl ".
    Auf gutes Gelingen.
    Dad u. Geli

  • Missing
    Stefan hat am kommentiert:

    Hallo Bo, tolle Bilder vom Vulkan-Abenteuer! Ist das ne Jackfruit? Ich liebe das Obst dort... Rambutan, Salak, Mangosteen... Alles Gute!

  • Missing
    Volkman hat am kommentiert:

    Hallo Bo,
    so wie es aussieht bist gut angekommen. Wünsche dir viel Spass und bin auf weitere gute Blog Einträge und Bilder gespannt. Gruß und alles Gute.

  • Small
    Boris hat am kommentiert:

    Hey Danke für eure Kommentare - freut mich dass den Blog auch jemand verfolgt :)

    @Daniel: Ich bin hier mit meinen 1,74 m ein Riese. Hab außer wenigen Touristen noch keinen mit Vollbart gesehen, geschweige denn mit Glatze+Bart :)

    @Stefan: Ne, ist ne Durian (Stinkfrucht). Riecht nach Furtz, schmeckt extrem fettig -> zum abgewöhnen. (Janetszitsch die würd dir schmecken!)

  • Missing
    Karlheinz Stadelmaier hat am kommentiert:

    Hi Boris,
    ich habe mir dein Abenteuer-block rein gezogen und bin total begeistert :-)
    Dein Schatz hat mir die Adresse zu kommen lassen,
    ich wünsche Dir noch ein paar tolle Urlaubswochen und viel Spaß bei allem was noch ansteht.
    Grießle aus dem kaltem Argental. Karlheinz

  • Small
    Louisa hat am kommentiert:

    Hallo Boris,
    ich habe ein paar deiner Blogeinträge gelesen, wirklich sehr interessant. Ich fliege nächste Woche für drei Wochen in den Norden Sumatras und nutze deine Eindrücke als Reise- Inspiration! Authentischer und anschaulicher als im Lonely Planet. ;)
    Wie lange bist du noch vor Ort? Falls wir uns noch über den Weg laufen, sage ich dir bescheid. Kenne ja deinen Namen und Aussehen. :D
    Viele Grüße,
    Louisa aus Berlin

  • Small
    Boris hat am kommentiert:

    Hi Louisa,
    das werden drei tolle Wochen, da bin ich mir sicher!
    Da ich grad in Java bin und mein Rückflug in etwas mehr als einer Woche ist, wirds voraussichtlich nix mit einem Treffen. Wünsch dir aber viel Spaß und intertessante Kontakte! Schreibst du auch nen Blog?
    LG Bo