Ostfafrika (Äthiopien, Ruanda, Uganda)

Wollt ihr mehr Reisen in Ostafrika wissen außer dem üblichen Strandurlaub in Mombasa (Kenia) oder Sansibar (Tansania) oder dem obligatorischen Safaritrip durch den Masaai Mara National Park? Dann würd ich gerne unsere 2-wöchige Backpacker-Tour in Äthiopien, Ruanda und Uganda mit euch teilen. Reisen durch das das Grenzgebiet der Demokratischen Republik Kongo, übernachten im romantischen Baumhaus umgeben von Affen und Elefanten, im Bus sitzen mit 24 anderen Personen und diversen Hühnern, obwohl der eigentlich nur für 14 Personen zugelassen ist und vieles mehr...

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Gesa Missing

Entebbe Flughafen

Die letzten Minuten in Uganda, gegen 2 Uhr betreten wir das Rollfeld, wo einsam und alleine eine ehtiopian airlines-propellermaschine steht...achja, nach so vielen Kilometern durch das tiefste Ostafrika schockt einen das nun auch nicht mehr. Auch dass wir nicht direkt nach Addis Abeba, Äthiopien fliegen, sondern nun 800 Kilometer Umweg über Kigali, Ruanda fliegen, um noch Personen einzusammeln, bringt einen nun auch mehr zu lachen. Trotz meiner Erwartungen schafft die kleine Propellermaschine die 2000 Kilometer nach Addis Abeba, wo wir dann in ein größeres Flugzeug Richtung Frankfurt umsteigen. Eine unvergessliche Reise!


Entebbe
Wakiso, Uganda
Gesa Missing

Jinja, Victoria See

Eine kleine Bootstour auf den Victoriasee zu den Quellen des Nil, eine Motorradtaxifahrt zu den (ehemaligen!!!) Bujagali Falls, wir versuchen den letzten Tag bestmöglich der Tour zu genießen. Die Fahrt zu den Bujagali Falls lohnt sich nicht, denn die einstigen Waserfälle mussten einem Staudamm weichen, der das Wasserlevel anhob und die so einst besondere Landschaft in eine normale Uferlandschaft verwandelte. Der dort einst florierende Tourismus ist noch in Überresten vorhanden, aber nur noch wenige verirren sich dorthin. So geht es mittags zurück nach Kampala und in die Flughafenstadt Entebbe. Dort besuchen wir den botanischen Garten in dem einst Tarzan gedreht wurde und investieren die letzten Ugandischen Schilling in eins der besten Restaurants der Stadt. Um 23:30 geht es mit dem Flughafentransfer zum Flughafen von Entebbe.

Jinja
Jinja, Uganda
Gesa Missing

Auf dem Weg zum Victoria See

Eine unvergessliche Nacht im Baumhaus liegt hinter uns (die wohl bestinvestiertesten 30 USD des Urlaubs) und wird sind früh wach um den Dschungel zu genießen, am Camp gibt es noch eine Dusche und ein Frühstück, danach eine Motorradtaxifahrt nach Fort Portal, eine Busfahrt in die Hauptstadt Kampala und einen weiteren Bus nach Jinja an den Victoriasee. Da wir nicht mehr weit vom Flughafen entfernt sind, nimmt die Anzahl der Touristen merklich zu.

Jinja
Jinja, Uganda
Gesa Missing

Das Baumhaus im Semuliki National Park, Uganda

Morgens reisen wir aus dem Ruwenzori Guest House ab und fahren mit einem Taxi zum Semuliki National Park um eine Chimpansentour zu machen. Warum Chimpansen? Um eine Gorillatour zu machen, braucht man eine der nur selten ausgestellten und 500 USD pro Person kostenden Erlaubnisse, daher entschieden wir uns einfach für die etwas günstigeren Chimpansen. Mit uns diese Tour macht ein Belgier, der mit dem Fahrrad durch Uganda fährt. Wir beschließen auch die Nacht im Semuliki National Park zu verbringen, aber nicht in einer der schicken (und teuren) Hütten, sondern in einem Baumhaus ohne Strom und fließend Wasser etwa 1,5 km Fußweg vom Camp entfernt. Es gehört um Camp, so bringt uns ein Mitarbeiter hin und erklärt uns letzte Instruktionen, da wir mitten im Dschungel sind, dürfen wir nachts nicht das Baumhaus verlassen. Als es langsam dunkel wird draußen, hören wir von der Lichtung vor dem Baumhaus wie eine Horde Elefanten sich nähert und im Wasserloch der Lichtung ein Bad nimmt, leider sind die Taschenlampen zu schwach um sie zu sehen. Ab 20 Uhr ist es stockduster und auch wenn man nichts sehen kann, die Vögel, Affen und andere Tiere sind unüberhörbar.

Bundibugyo
Bundibugyo, Uganda
Gesa Missing

Fort Portal und der Kibale National Park, Uganda

Im Hotel haben wir abends noch ein deutsches Pärchen kennengelernt, die sich für ihre zweiwöchige Uganda-Tour ein Auto mit Fahrer gemietet haben. Da sie noch zwei Plätze frei im Auto haben, nehmen Sie uns netterweise im Auto mit in den etwa 30 Kilometer entfernten Kibale Forest National Park. National Parks sind in Uganda für Ausländer teuer, aber nach den Strapazen der vorletzten Nacht brauchen wir immernoch Entspannung. Nach einer Tour durch den Park und dem Besuch der "männlichen" und "weiblichen" heißen Quellen besuchen wir noch ein Fischerdorf am Lake Albert. Die Stimmung ist seltsam, denn in dem Dorf wird via Seeverkehr viel Schmuggel mit dem Kongo betrieben, daher sind Ausländer nicht gerne gesehen und wir fahren bald wieder, besser keinen Ärger einhandeln.

Kibaale
Kibaale, Uganda
Gesa Missing

Der lange Weg nach Fort Portal

Nach der Erfahrung der letzten Nacht haben wir aufgegeben einen durchfahrenden Bus zu bekommen, die Lösung heißt mit Minibussen von Stadt zu Stadt zu fahren. Erste Station ist ein Bus von Kabale nach Mbarara, für die 140 Kilometer brauchen wir etwa 3 Stunden, dafür gibt es die Militärhochzeit in Mbarara gratis dazu. Es ist mittags und wer schon einmal mit öffentlichen Verkehrsmitteln in Afrika unterwegs war, weiß: Durch das Busfenster wird man allerbestens versorgt. Neben Waser, Cola und Keksen kaufen wir auch frisch gebratene Maniokwurzeln und Maracuja, das sollte für den Rest der Fahrt reichen. Da die Minibusse nicht irgendwo warten und offiziell in der Stadt Mitfahrer einsammeln dürfen, fahren wir immer wieder im Kreis bis die auf dem Bus außen vermerkte Anzahl von 14 Personen erreicht ist. Wie...nur die Mindestanzahl? Das bleibt natürlich nicht so, denn sobald die Stadtgrenzen und die Polizeikontrolle über die Anzahl der Personen im Auto passiert wurde, werden Personen eingeladen bis der Bus aus allen Nähten platzt. Uganda hat eine der höchsten Wachstumsraten weltweit und so sitzt auf jedem zweiten Schoß ein Kind, auf dem Markt gekaufte Hühner müssen da unter dem Sitz auf ihren Bestimmungsort warten. Wir brauchen für die weiteren 180 Kilometer über 4 Stunden, denn ständig möchte jemand der 24 Erwachsenen, diversen Kinder und Hühner aussteigen, so dass fast jedes Mal alle aus dem Bus aussteigen müssen um die Tür frei zu machen. Völlig k.o. nach der langen Fahrt erreichen wir dann Fort Portal und unser hotel http://www.ruwenzoriview.com/

Fort Portal
Kabarole, Uganda
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Kabale, Uganda

Der Tiefpunkt der Reise: Wir haben die halbe Nacht unfreiwillig auf der Busstation von Kabale verbracht, unser Plan den Nachtbus um 23 Uhr ins 300 km entfernte Fort Portal zu nehmen, scheiterte am fehlenden Bus, obwohl der Ticketverkäufer die ganze Zeit beteurte "Its coming"...von wegen. Wir waren nicht die einzigen, die dort unfreiwillig blieben, und erfuhren von anderen Wartenden, dass sie seit 2 Tagen schon auf den Bus warten. Um 2 Uhr nachts haben wir dann aufgegeben und sind in das einzige "hotel" was um diese Uhrzeit noch aufhatte: Eine Mischung aus Stundenhotel und Disko, aber das einzige, was um 2 Uhr morgens noch geöffnet hatte.

Kabale
Kabale, Uganda
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Kisoro, Uganda

Der erste Morgen in Uganda im Graceland Hotel (leider hält der Name nicht, was er verspricht). Wir wandern los Richtung Mutanda-See auf dem Snake-Trail, zum Glück ist keine davon da. Nach einem Mittagessen wollen wir in die nächste Stadt Kabale, denn von da soll es Nachtbusse nach Fort Portal geben. Schnell stellt sich raus: Wir sind verwöhnt vom ruandischen Bussystem, denn einen offiziellen Bus nach Kabale gibt es nicht. Gut, dann nehmen wir halt ein Taxi. Das lässt sich auch schnell finden, Preis wird verhandelt, er wartet nur noch, bis das Auto voll ist. "Voll" heißt dann, dass wir letztendlich zu 8 mit Gepäck in einem kleinen PKW los Richtung Kabale fahren. Da kurz vor der Stadt Polizeikontrollen zu erwarten sind, fahren wir den Rest offroad über die Dörfer, Schlaglöcher inklusive.

Kisoro
Kisoro, Uganda
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Gisenyi, Ruanda und Kisoro, Uganda

Heute wird es spannend, es geht mit dem Motorradtaxi zurück nach Rubavu, mit dem Minibus weiter nach Musanze (Ruhengeri) und dann mit einem weiteren MInibus in den kleinen Grenzort Cyanika an der Grenze zu Uganda. Die Regenzeit macht sich wieder bemerkbar, so kommen wir in der einzigen Bar des Ortes für 2 Stunden unter. Da wir aber noch die Grenze überqueren wollen, geht es dann doch durch den strömenden Regen zu Fuß über die Grenze. Offizielle Ausreise aus Ruanda, Polizeiüberprüfung in Uganda (den Polizisten störten wir leider gerade bei seiner Lektüre, wie man am schnellsten reich wird) und danach eine offizielle Einreise in Uganda. Auf der Grenze tauschen wir Geld, der 20-Euro-Schein wird genauestens überprüft. Hinter dem Grenzbalken wartet dann auch schon ein Taxi in den nächsten Ort Kisoro.

Kisoro
Kisoro, Uganda
Gesa Missing

Kleines Dorf am Kivu-See, Ruanda

Unser Hotel liegt direkt am Kivu-See, ein See voll von Methan. Auf der anderen Seite des Ufers sieht man die Demokratische Republik Kongo. Wir schließen uns einem japanischen Pärchen an und fahren mit einem Holzboot raus auf den See zu einer kleinen Vorinsel. Spannend ist das Abendessen, wir gehen im Dorf essen in ein simples Haus, wo mit roter Farbe "Restaurant" geschrieben ist. Ich glaube hier haben noch nie Weiße gegessen, so sehr freut es die Besitzerin, dass wir kommen. Es gab nur eine einzige Speise, aber die war echt lecker. :)

Gesa Missing

Musanze (Ruhengeri) und Rubavu, Ruanda

Nach einer zweiten Nacht in Musanze gehts weiter mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Rubavu zum Kivu-See. Die Stadt liegt direkt an der Grenze zum Kongo und der Stadt Goma. Bisher haben wir uns geweigert mit Motorradtaxen zu fahren, nun kommt die Einsicht, dass es manchmal das einzige Verkehrsmittel ist. Mit dem geht es dann von der Rubavu südlich zu einem kleinen Dorf am See.

Rubavu
Province de l'Ouest, Rwanda
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Musanze (Ruhengeri), Ruanda

Erster Morgen im Norden Ruandas: Heute wird ein Fahrer mit Wagen gemietet und zu den Seen Burera und Ruhondo gefahren. Auf dem Weg lernen wir 2 Schweizer kennen, die von Kapstadt nach Nordafrika fahren wollen.

Musanze
Province du Nord, Rwanda
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Kigali, Ruanda

Montagmittag: Ankunft am Flughafen in Kigali, neben den Taxen fahren auch Busse vom Flughafen in die Innenstadt (Preis ca 0,30 € pP), leider nicht wie erhofft zum Busbahnhof, aber für den restlichen Weg kann man wieder ein Taxi nehmen (nach Feststellung, dass weder Kartenlesen noch eindeutige Wegbeschreibungen zu den Stärken der Einwohner gehören). Am Busbahnhof angekommen (siehe Bild) stellt man 2 Sachen schnell fest: Fast alle Städte in Ruanda haben 2 Namen, von denen in der Regel nur einer bei den Busplänen genannt wird: Man sucht die Stadt, die man sich aus dem Reiseführer als Zielort rausgesucht hat, also vergeblich. Die zweite Sache war wirklich überraschend: Ruanda hat ein nahezu perfekt organisiertes Bussystem: In fast jede Stadt des Landes fährt alle 30 Minuten ein Bus, und das sogar pünktlich!

Kigali
Kigali Province, Rwanda
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In Addis Ababa, Äthiopien

Samstag-Sonntag: In Addis lohnt sich auf alle Fälle der Besuch des Merkatos (siehe Bild), bei Regen etwas vermatscht, aber vielfältig und alles andere als touristisch. Auch das Ethnologische Museum bei der Uni darf man nicht verpassen, es zeigt die vielfältigen Kulturen Äthiopiens.

Gesa Missing

Ankunft in Äthiopien

Samstag, 25.8. 6 Uhr morgens: Nach einem Nachtflug Ankunft am Bole International Airport, Addis Ababa, Äthiopien. Visum für 20 US Dollar am Flughafen kaufen, Geld tauschen und ein Taxi Richtung vorgebuchtes Hotel organisieren. Es gibt blaue und gelbe Taxen, die blauen sind günstiger und etwas abenteuerlicher, zum Ziel schaffen es aber beide. :)

Bole International Airport
Addis Ababa, Ethiopia