Wir sind dann mal weg :-) 8 Monate Südostasien, Australien & Neuseeland

Basti & Verena on the road!

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Verena Missing

Perhentian Islands, Kuala Lumpur II, Dubai

Und endlich waren wir bei der Fähre zu den Trauminseln angekommen. Die Nacht im Bus war in Ordnung und wir waren bereit für Sonne, Strand und Meer...

Am Hauptstrand (Long Beach) der kleineren der beiden Inseln angekommen, gingen wir zielstrebig auf die Unterkunft zu, von der uns ein Pärchen im Hostel in Singapur erzählt hatte. Es stellte sich jedoch schwieriger heraus als gedacht, ein Zimmer zu bekommen. Es war 8 Uhr in der Früh und die Check-out Zeit war erst um 11:30 Uhr, weshalb die Mitarbeiter an der Rezeption absolut keine Auskunft darüber geben konnten, ob ein Zimmer frei war oder wurde. Denn es wird - was ja total viel Sinn macht - immer nur Tag für Tag bezahlt. Also warteten wir mal und hofften auf eines der günstigen Zimmer. Und tatsächlich, wir ergatterten schlussendlich eines! Im Gegensatz zu einigen anderen Reisenden, die zuvor andere Unterkünfte unter die Lupe genommen hatten und dadurch zu spät waren. Wir hatten wohl eines der letzten Zimmer bekommen.. also zogen wir mal ein. Ein kleines Zimmer mit nur dem Bett drin, Balkon mit sogar Meerblick, passt doch ganz gut! Bad und Klo waren in einem anderen Gebäude daneben, wobei wir diese Einrichtungen mit den anderen Gästen der "billige-Zimmer-Kategorie", sowie den Arbeitern des Resorts, die auch alle dort wo hausten, teilten. Das war auch völlig in Ordnung, da es viele Toiletten mit Duschen gab und diese auch in gutem Zustand waren. Also inspizierten wir mal das Zimmer genauer.. und da entdeckten wir sie: unsere wohl bekannten Feinde aus Thailand hatten uns wohl schlussendlich doch noch ausfindig machen können und machten sich für ihre nächste Attacke bereit. Die glitzerkleinen und überaus nervigen Ameisen waren zurück!! Aber nicht mit uns!!! Diesmal wussten wir sofort was zu tun war, besorgten uns sogleich einen Anti-Insektenspray von der Rezeption und starteten den Gegenangriff. Außerdem stellten wir die Plastikstühle und den Tisch vom Balkon ins Zimmer, um unser Gepäck erhöht und überschaubar aufbewahren zu können. Perfekt, los geht's zum Strand!
Der Sand war beinahe weiß, das Wasser unglaublich klar und ruhig. Fast wie ein Swimmingpool. Das Essen war supergut und billig und die "ich-bin-im-Paradies-Stimmung" aus Thailand kam wieder auf. Leider wurde das Bild bald getrübt, als wir am Strand die Unmengen an kleinen Öllacken entdeckten. Offensichtlich besitzt hier jeder sein eigenes kleines Boot, deren Motoren alle lecken und konstant das schwarze Gift ins Meer befördern. Da sich das Öl ja nicht mit Wasser bindet, bilden sich kleine (oder auch größere) Klumpen, die dann angeschwemmt werden und sich in der Hitze feuchtfröhlich zu Lacken ausbreiten. Und welche Überraschung: den Einheimischen ists schnurz. Auch Müll ist wieder überall zu finden, der dann irgendwo herumliegt, stinkt und irgendwann einfach verbrannt wird. In einem Land das schon seit langer Zeit vom Tourismus lebt und auch mit Sicherheit dadurch nicht so wenig Geld besitzt, wäre es doch irgendwie zu erwarten, zumindest ein klein wenig entwickeltes Gedankengut aufzuschnappen und sich ein bisschen um die Umwelt zu bemühen. Aber ja was soll man sagen, Fehlanzeige. Echt traurig.
Aber abgesehen davon, war es echt toll! Den ganzen Tag chillen, lesen, Musik hören, schwimmen und natürlich schnorcheln. Es gab wieder eine Vielzahl unterschiedlicher kunterbunter und wunderschöner Fische zu entdecken und auch Basti's Freunde die Triggerfische sind hier oft zu beobachten. Aber Basti hat einen neuen Freund gefunden: Als er so dahin schnorchelte sah er ihn plötzlich. Nervosität packte ihn, aber die Neugier überwiegte und er blieb an seinem Beobachtungsposten, wähernd das Tier unter ihm seine Kreise zog: ein Riffhai. Davon sind hier einige unterwegs und Basti machte es sich zur Aufgabe ein gutes Foto zu ergattern. Deshalb schwamm er jeden Tag aufs Neue, nun gewappnet mit der Unterwasserkamera, zu seinem Spot. Doch leider kam er dem eleganten Geschöpf nie mehr so Nahe wie am ersten Tag.
Abgeshen von der Unterwasserwelt tümmeln sich hier noch andere interessante Tiere herum. Zunächst sind hier überall Eichkätzchen zu beobachten, die von Dach zu Dach springen, Nahrung sammeln, auf den Bäumen herumhopsen und so manche Kokosnüsse lostreten. Und ja, die können bekanntlich gefährlich sein, was wir schon einige Male hautnah miterlebten. Fast täglich knallt eine der Bomen auf den Sand herab, weshalb wir unseren Liegeplatz immer sehr sorgfältig auswählen und trotzdem bei jedem Rascheln den Blick nach oben richten. Außerdem huschen immer wieder Lizzarde über den Weg, die von 20cm bis 3m groß sein können. Und die großen sehen dann eigentlich schon fast wie kleine Krokodile aus, was ab und zu schon recht erschrecken kann. Und natürlich gab es auch wieder Unmengen an Geckos, wie zum Beispiel Gustav, den wir gerne in unserem Zimmer als unser Haustier akzeptierten, unter der Bedingung, dass er alle Mosquitos verschmaust die ihm unter die Nase kommen. Und das tat er wohl auch.
Nach einer Woche hatten wir uns schon ganz gut eingelebt und haben eine gewisse Routine entwickelt. Also beschlossen wir ein bisschen Abwechslung reinzubringen und endlich mal wieder einen Tauchtrip zu machen, da die Rede davon war, dass sich ein Whaleshark hier rumtummelte. Wir haben viel gesehen, Whaleshark zwar leider keinen, dafür einige Bamboosharks und wir haben auch ein Souvenir aus den Tiefen mitgenommen: Verena beklagte sich schon am Vortag über juckende Punkte auf den Armen. Unser erster Gedanke: Bedbucks. Dabei hätten wir es doch schon besser wissen müssen. Und der Tauchgang gab ihr den Rest - die Pusteln aus Thailand waren zurück. Nicht schon wieder!!!! Diesmal wussten wir schon was zu tun war, also ging's gleich mal mit dem Taxiboot zum Arzt und Verena bekam wieder eine fette Spritze und einige Tabletten. Vermutlich wird die Allergie vom Plankton, von Quallen oder deren Nesseln hervorgerufen. Das hieß für Verena nun Meerverbot. Also verbrachte sie den Rest des Aufenthalts irgendwo im Schatten, da sie ja leider das Meer nicht zur Abkühlung nutzen konnte. Dadurch wurde sie zwar vielleicht nicht so braun, aber dafür auch nicht rot!
Am vorletzten Tag auf der Insel nahm Basti an einem Schnorcheltrip teil, wo er nun schlussendlich doch noch seine Fotos von seinen geliebten Riffhaien ergattern konnte. Außerdem erspähte er Riesenschildkröten, die sich umarmend im Kreis drehten, große Humpback Parrotfische, einen Eagleray mit einem zwei Meter langem Stachel, seine alten Freunde die Triggerfische und unzählige andere Fische und Meeresbewohner. Und da er einer der Einzigen am Trip war der auch tatsächlich Schwimmen und Tauchen konnte, hatte er immer freie Sicht, während sich die Anderen manchmal mit Basti's Rücken unter ihnen begnügen mussten.
Eine weitere Abwechslung bot eine Wanderung zu Windmühlen in der Mitte der Insel, wo wir natürlich auch hinspazierten, und danach gleich noch weiter zu einer anderen Bucht (D'Lagoon), wo wir mal einen anderen Strand zu sehen bekamen.
Wir nutzten unseren Aufenthalt hier außerdem, wieder ein wenig in Form zu kommen. Das bedeutet jeden zweiten Tag am Strand in den Sonnenaufgang hineinlaufen und beinahe täglich ein kleines abendliches Workout am Meer. Verena ist nun hoffentlich für den Frauenlauf vorbereitet - so weit das geht nach sieben Monaten Trainingspause - und kann die 5 km auch wirklich durchlaufen. Basti hingegen steigerte sich jedes Mal und ist nun eine Laufmaschine sozusagen. Obwohl wir hier anscheinend irgendwie einen Trend ausgelöst haben und uns jedes Mal mehr Leute auf unserer Laufstrecke entgegenjoggten (sogar Einheimische, bei denen Sport eigentlich nicht wirklich Beachtung findet), war Basti immer sowohl der Erste, als auch der Letzte am Strand. Soviel wie er hier gelaufen ist, ist er wohl in den letzten 2 Jahren zusammen nicht gelaufen!
Abends gingen wir oft in eine Bar am Strand, in der die aktuellsten Kinofilme auf einer großen Leinwand abgespielt wurden. Jeder Film begann mit einem Hinweis, dass es verboten ist den Film für öffentliche Zwecke zu verwenden, was aber den Betreibern und den Gästen erst recht, ziemlich egal war - und alle amüsierten sich prächtig.
Und das war wohl auch schon alles unseres 3-wöchigen Aufenthalts auf den Perhentian Islands.

Kuala Lumpur Nummer 2
Mit dem Nachtbus ging's dann zurück nach Kuala Lumpur, wo wir in ein komplett neu erbautes Hotel eincheckten. Alles war total modern sowie sauber und die Angestellten scheuten kein Bemühen um den Gästen einen angenehmen Aufenthalt zu bescheren. Also genossen wir den Luxus, das überaus leckere Frühstück und shoppten täglich - natürlich fast ausschließlich Souveniers ;) - aber nur fast - bis wir eine zusätzliche Tasche kaufen mussten um alles nach Hause befördern zu können.

Dubai
Und schon saßen wir im Flieger. Bevor wir unsere Liebsten wieder in die Arme schließen konnten, stand jedoch noch ein Zwischenstopp an: Dubai.
Wir spazierten am ersten Tag durch die Altstadt (Souq) und die Dubai Mall (in der sich ein Aquarium samt Haien und anderem Getier, ein Eislaufplatz und viele andere Späße befinden), bestaunten das höchste Gebäude der Welt (Burj Kalifa) und eine Mosche in der uns Einiges über den Islam erklärt wurde, was überaus interessant war. Außerdem kam Verena dort in den Genuss eines Cafes mit Kamelmilch, was ebenfalls interessant war. Am Abend wollten wir uns eine Lichter-Wasser-Show vor dem Burj Kalifa ansehen, doch zuvor ging's nochmal ins Hotelzimmer um ein kleines Nickerchen einzulegen. Und so schliefen wir kurz... und ein bisschen länger... und länger... und plötzlich war es 1 Uhr Morgens. Ups... da war wohl wer müde! Also doch keine Show für Basti und Verena!
Am nächsten Tag genossen wir das tolle Frühstücksbuffet und schlenderten noch durch das Goldviertel (Goldsouq), bevors wieder ab zum Flughafen ging. Dubai war im Großen und Ganzen interessant und nett, aber auf jeden Fall viiiiiel zu heiß!!!

Und das war's!!! Die Zeit ist veronnen und wir sitzen schon wieder im Flieger... und man glaubt es kaum, diesmal geht's tatsächlich schon nach Hause!
Mit einem lachenden und einem weinenden Auge und um unzählige Erfahrungen und Eindrücke reicher, sind wir nun am Weg. Und bald wieder mit all unseren Freunden und unserer Familie vereint!
Es war eine unglaublich tolle, wahrscheinlich sogar die schönste Zeit unseres Lebens und wir werden all unsere Erinnerungen in Ehren halten.

Verena Missing

MALAYSIEN: Kuala Lumpur

In Johor Bharu angekommen, erlebten wir unser blaues Wunder.

Im vollgestopften Bus mussten wir unser gesamtes Gepäck bei uns haben und sowohl an der Grenze Singapur's als auch Malaysien's mit Sack und Pack aussteigen, alles durch die ganzen Kontrollen schleppen, unseren Bus wieder finden und uns einen Platz im Bus suchen, der völlig überfüllt war. Nach dieser Busfahrt wollten wir einfach nur mehr unser Ticket weiter zu den Perhentian Islands und das so schnell wie möglich. Also wartete Verena in einer Ecke im Schatten mit all den Rucksäcken und Basti machte sich auf den Weg zu den Schaltern. Geschockt musste er feststellen, dass aufgrund des anstehenden Feiertags die reisefreudigen Malaysier das lange Wochenende nutzten, um ans Meer zu fahren. Alle Busse der nächsten zwei Tage waren ausgebucht. Bumm. Was sollen wir jetzt machen?? In einem uninteressanten Städtchen irendwo im nirgendwo saßen wir verzweifelt da und waren kurz davor alle Flüge umzubuchen und einfach nach Hause zu fliegen. Wir waren müde, es war megaheiß und unsere Schultern und Rücken schmerzten bereits massiv vom vielen Schleppen der Monsterrucksäcke. Schlussendlich fand Basti ein Unternehmen das uns zumindet ein Ticket nach Kuala Lumpur anbieten konnte. Also gut, es wird umdisponiert und zuerst mal in die Hauptstadt gefahren. Und dann sehen wir weiter!

Nach der 7-stündigen Busfahrt (die eigentlich nur vier dauern sollte) versuchten wir herauszufinden, ob es von hier aus vielleicht noch Tickets zu den Inseln gab. Fehlanzeige. Nächster möglicher Platz in zwei Tagen, am Abend. Ok, dann nehmen wir eben diesen und erkunden schon etwas früher als geplant die Stadt. Wir gingn zu KFC um das Internet zu nutzen und buchten eine Unterkunft. Ok, geschafft! Auf geht's zur U-Bahn. Und hier wartete schon die nächste Überraschung auf uns: alles war absolut unorganisiert und undurchsichtig. Wo müssen wir hin? Wo fährt unsere U-Bahn weg? Wo kriegen wir Tickets her? Wir erkämpften uns die Informationen, fragten viele Leute und standen endlich an den Ticketschaltern.. gemeisam mit hunderten von Leuten, da man sich hier für jede einzelne Fahrt einen Chip kaufen muss und wie gesagt ganz Malaysien im Urlaubsfieber war. Irgendwann hatten wir auch das überstanden und waren ENDLICH in der U-Bahn und bald im Quartier. Und schliefen sehr schnell wie Steine.

Am ersten Tag schliefen wir uns so richtig aus und schlenderten dann am Central Market umher. Danach steuerten wir in Richtung Chinatown und dann zum Merdeka Square, der leider aufgrund des Feiertags abgesperrt war. Also klapperten wir das daneben liegende Textil Museum ab und gingen danach zu den berühmten Twin Towers, welche die wohl einzige richtige Attraktion Kuala Lumpur's darstellen. Wir spazierten dort durch den Park und bewunderten die modernen Türme, die imposant in den Himmel ragten. Später warfen wir nochmal einen Blick im Dunkeln darauf, um auch die Atmosphäre der beleuchteten Türme bei Nacht zu erleben.

Am nächsten Tag war der Merdeka Square wieder für uns Touris zugänglich. Also begaben wir uns dort zuerst in die Kuala Lumpur City Gallery, wo wir ein riesiges Modell der Stadt begutachten durften, das sowohl den momentanen Zustand der Stadt, als auch die für die Zukunft geplanten Gebäude darstellte. Danach schlenderten wir über den Platz, bevor es für uns nach Little India weiterging. Die Gegend dort war eigentlich nicht anders als der Rest der Stadt. Zumindest entdeckten wir keine besonderen Gebäude oder Ähnliches, nur arbeiten und leben hier eben fast ausschließlich Inder. Da wir keine weiteren Pläne mehr hatten, suchten wir nach einer anderen Beschäftigung außer Sightseeing. Da Bastis Mähne sich schon rundherum zu kräuseln begann, kam ihm ein Gedanke: Lassen wir doch mal von einem indischen Frisör zeigen, was er so drauf hat - Frisur à la Bollywood! Also begaben wir uns auf die Suche. Es stellte sich leider heraus, dass es garnicht so einfach war, einen Frisör zu finden der Männer bedient! Nach dem vierten Salon und ein paar hilfsbereiten Einheimischen, wurden wir schließlich fündig und Basti saß schon unter der Schere. Schnipp schnapp Haare ab. Dann noch mit einer Messerklinge die Stoppel abscheren und weils so schön war eine deftige Kopfmassage. Die gab Verena (welche den größten Spaß an der ganzen Tortur hatte) das Letzte und sie konnte sich ihr Lachen nicht mehr zurückhalten. Basti's Augen waren mit aller Kraft zusammengepresst, während sich alle Gesichtsmuskeln sichtlich anspannten. Der Frisör knetete feucht fröhlich weiter und warf Verena immer wieder schiefe und verwirrte Blicke zu. Die Frisur war im Endeffekt eigentlich ganz gut (abgesehen davon, dass eine Kotlette mit dem Messer bis zur Hälfte abgeschabt worden war, während die andere wohl in Vergessenheit geraten war), nur der Kopf brummte Basti eine ganze Weile später immer noch. Danach bummelten wir ein wenig durch ein Shoppingcenter, bevor wir unser Gepäck vom Quartier holten und uns auf den Weg zum Busbahnhof machten.

Dort angekommen, wollten wir noch kurz zu Abend essen und uns dann im Bus Schlafen legen. Verena blieb bei den Rucksäcken, während sich Basti etwas vom Foodcourt holte. Nun war Verena an der Reihe, die im Weggehen Basti zurief, die Zeit der Abfahrt noch mal zu kontrollieren, nur um sicher zu gehen. Als sie mit knurrendem Magen und leckerem Essen zurück zum Tisch kam, sah sie in Basti's blasses Gesicht. Er hatte sich verlesen und unser Bus, auf den wir nun schon zwei Tage gewartet hatten, ist um 9am bereits ohne uns abgedampft. Um 9pm standen wir nun da wie bestellt und nicht abgeholt und Verzweiflung machte sich allmählich breit... Basti raste runter zum Schalter um zu checken, ob es vielleicht einen anderen Bus in der nächsten Zeit geben würde. In der Zwischenzeit konnte Verena ihr ersehntes Essen nicht mehr ganz so genießen. Als Basti verkündete, dass wir wohl Glück im Unglück hatten und er tatsächlich noch Tickets für einen Bus ergattern konnte, der eine halbe Stunde später abfuhr, waren wir vorerst mal erleichtert. Nur Basti ärgerte sich noch bis in den Schlaf, die Zeiten verwechselt zu haben...

Perhentian Islands, we are on our way - finally!!!

Verena Missing

SINGAPUR

Und wir waren wieder zurück in Asien. Mal sehen was die sauberste Stadt der Welt zu bieten hat...

Wir machten uns mit unserem Gepäck, das im Laufe der Reise auf seltsame Weise immer mehr wurde und dadurch schon unglaublich schwer war, auf zum Hostel. Dort angekommen, freuten wir uns riesig über die dort verfügbaren Computer mit endlich mal wieder richtig schnellem Internet und widmeten uns (da es sowieso in Strömen regnete) unserem Blog. Endlich konnten wir wieder Fotos hochladen und genossen es, durch unsere Erinnerungen wieder an all die schönen Orte unserer Reise zurückgebracht zu werden. Am Abend erkundigten wir uns über günstige Möglichkeiten zu Abend zu Essen und gingen zum nahe gelegenen Foodcourt, wo wir uns seit gefühlten Ewigkeiten wieder mal asiatisches Essen mit viel Gemüse und sogar Fleisch (das war in den letzten Monaten kaum in unsere Ernährung eingeschlossen) in die Mägen stopften, bis wir fast platzten.

Am ersten richtigen Tag in Singapur gingen wir in der Früh ins arabische Viertel ("Arabic Quarter") und spazierten zwischen den Teppichverkäufern, Läden mit schönen Stoffen für Kleider bzw. Kopftücher, Restaurants und Moscheen herum. Als es am frühen Nachmittag zu regnen begann (was hier wohl immer der Fall ist), begaben wir uns wieder zurück ins Hostel und widmeten uns erneut unserem Blog. Am Abend besichtigten wir die Innenstadt, wo sich viele tolle Gebäude vor uns erstreckten, vorbei an der City Hall, der St. Andrews Church, bis zum Surpreme Court, wo es dann allmählich finster wurde und wir die Stadt bei Nacht weiter erkundeten. Wir schlenderten den Fluss entlang, mit all den wunderschön beleuchteten Brücken und marschierten zum Hafen um die Marina bei Nacht zu begutachten. Wir bestaunten die beleuchteten Gebäude, das enorme, megamoderne und berühmte Hotel "Marina Bay Sands" (welches einen riiiiesigen Infinitypool für seine Gäste am Dach hat), sowie das Wahrzeichen Singapur's, den Merlion. Am Ende kamen wir zu den Theatres by the Bay, wo sogar ein gratis Konzert gespielt wurde dem wir ein wenig lauschten und dann die Dachterasse erklommen, um das Lichtermeer der Stadt zu genießen.

Den nächsten Tag begannen wir in "Chinatown", wo es wieder alles Nützliche und auch Unnütze zu kaufen gibt. Die Straßen waren teilweise vollgepackt mit Verkaufsständen und ansonsten gab es wieder viele Restaurants und Tempel. Als zu Mittag wieder die ersten Tropfen auf uns herab fielen, fuhren wir wieder zurück in Quartier um erneut unseren Blog mit noch fehlenden Fotos auszustatten. An diesem Abend marschierten wir wieder zur Marina um all die Gebäude des Vorabends auch bei Tageslicht zu sehen und dann weiter zu den Gardens at the Bay. Wir waren begeistert von den schönen Gärten und vor allem den Supertrees, die riesigen modernen Konstruktionen in Form vom Bäumen sind, die mit unterschiedlichen Pflanzen bewachsen sind. Als es dunkel war gabs noch eine Lichter-Musik-Show bei den Bäumen. Wir legten uns auf den Boden mit Blick hinauf in die riesigen "Baumkronen" und ließen uns verzaubern. Danach gingen wir über das Marina Bay Sands Hotel, wo wir uns die Lobby ansahen, zurück zur Marina. Dort schlenderten wir noch ein bisschen durch die Shoppingmall, vollgestopft mit unleistbaren Luxusgeschäften und kamen nochmal in den Genuss einer Lichter-Musik-Show am Hafen. Danach fielen wir ins Bett.

Am folgenden Morgen erkundeten wir das Stadtviertel "Little India". Da uns diemal der Regen verschonte ging's danach gleich weiter in den Fort Canning Park, wo wir ein wenig herumspazierten und dafür marschierten wir diesmal schon früher ins Hostel zurück, ohne Abendprogramm.

Am letzten Tag stand der Mount Faber am Programm, wo wir die Southern Ridges bis zum Hort Park wanderten. Danach ging's ab zum botanischen Garten, der uns von Basti's Opa wärmstens empfohlen wurde. Und wir wurden nicht enttäscht: vor allem der Orchideengarten hatte es in sich, mit all den wunderschönen Blüten rund um uns herum. Basti war mehr als begeistert, stoppte an beinahe jeder Blüte die auf unserem Weg lag und hätten wir keine Digitalkamera, wäre der Film jetzt ausgeknipst. Später marschierten wir durch die Orchard Road, wo ein riesiges Shopping Center nach dem Anderen aus dem Boden ragt, welche uns alle zu teuer waren. Als dann der Himmel wieder Wasser auf uns losließ, begaben wir uns zur Abwechslung mal in ein Kino. Es gab zwar 16 Säle, aber es wurden trotzdem nur 3 verschiedene Filme gezeigt, die uns alle nicht wirklich überzeugten. Da es aber recht billig war und wir sowieso nichts anderes machen konnten, verfrachteten wir unsere Hintern in einen der eisgekühlten Säle und erfreuten uns mehr oder der weniger an dem Blockbuster "The Avengers". Der Film selbst ist zwar nicht wirklich unser Geschmack, aber schon allein die Begeisterungsfähigkeit der Asiaten unterhielt uns blendend. Danach gingen wir erneut zur bereits beleuchteten Marina, wo wir die tolle Konstruktion der Helix Bridge begutachteten. Und das war schon wieder der letzte Tag unseres Singapur-Aufenthalts.

Am nächsten Morgen begaben wir uns zum Busbahnhof, um nach Johor Bharu (Grenzort in Malaysien) zu fahren und von dort ein Busticket zu den Perhentian Islands zu kaufen und gleich auf die schönen Inseln weiterzureisen.

Die Sauberkeit betreffend waren wir schon äußerst neugierig, was uns hier erwarten würde. Da es überaus hohe Strafen auf Müll gibt, der nicht im Mistkübel landet, hatten wir hohe Erwartungen. Auch Kaugummis sind in Singapur verboten, da diese leider oft ihr Leben als Kleks am Asphalt weiterführen (wobei wir uns sicher sind, dass es hier eine Kaugummi-Mafia geben muss!! So ganz ohne Kaugummis wärs ja langweilig und außerdem ist ja bekanntlich alles Verbotene plötzlich interessant. Da trifft man dann wahrscheinlich suspekte Gestalten in dunklen Gassen die einem Orbit oder gar Hubba Bubba andrehen wollen). Eine weitere Neuigkeit war für uns, dass Essen oder Trinken in U-Bahnen und auch in den Stationen verboten ist! Da muss man sich im Hochsommer einen halben Liter Wasser im Vorraus runterschütten wenn man mal 1-2 Stunden mit den Öffis unterwegs ist. Verena war ein paar mal aus Gewohnheit kurz davor was zu trinken, erinnerte sich aber zum Glück früh genug an die 500$ (ca 350€) Strafe und packte die Flasche schnell wieder weg. Basti hingegen lehrte sich die kühle Flüssigkeit freudig die Kehle runter, bis ihm das Warnschild wieder ins Blickfeld hüpfte und er hastig das Wasser wegpackte. Kurz darauf wurde eine Durchsage in der Station getätigt, die freundlich auf das Ess- und Trinkverbot und die möglichen Folgen des Regelbruchs hinwies. Ob es Zufall oder Kontrolle durch Kameras war wissen wir nicht, getrunken haben wir auf jeden Fall nicht mehr!
Im Allgemeinen ist uns die Stadt nicht ganz so sauber erschienen wie wir erwartet hatten, da auch hier immer wieder mal Dinge wie eine Coladose oder Verpackungspapier im Gebüsch oder Ähnlichem zu sehen sind. Aber dass es für viele Menschen zu schwierig ist ihren Müll zu tragen bis ein Mistkübel kommt, müssen wir ja leider auch in Österreich immer wieder mal erleben. Für ein asiatisches Land ist es zweifellos ultrasauber und auch im Vergleich zu Wien (wo im Vergleich zu anderen Städten bzw. Ländern auch viel Wert auf Sauberkeit gelegt wird) ist weniger Müll zu erblicken. Vor allem sind nirgends Zigarettenstummel oder herumklebende Kaugummis zu sehen, was leider in Wien irgendwie schon zum Bild dazugehört und meist gar nicht mehr wahrgenommen wird. Tja, da können wir uns eine Scheibe abschneiden.

Verena Missing

Fazit AUSTRALIEN

Was wir im Endeffekt so über Australien zu sagen haben:

Die Leute hier sind wirklich sehr freundlich, hilfsbereit und wahnsinnig offen, jedoch teilweise auch ein wenig rücksichtslos, vor allem die Kinder, was höchstwahrscheinlich an der - unserem Eindruck nach - eher laschen Erziehung liegt. Die kleinen Racker drängten sich in Museen unverschämt vor oder liefen am Strand über unsere Badetücher und ihre Eltern blieben völlig unberührt. Auch die Erwachsenen platzierten sich an Aussichtspunkten einfach mal direkt vor uns, uninteressiert daran, dass ihre Rücken vor unseren Gesichtern ein ganz kleines bisschen unsere Sicht beeinträchtigen könnte. Aber im Großen und Ganzen waren alle immer total nett.

Australier haben offensichtlich die Angewohnheit, sich an Wochenenden oder auch am Nachmittag bzw. Abend an den Stränden und an schönen Plätzen zusammenzukommen, gemeinsam ein BBQ zu machen oder einfach zu tratschen. Das klingt ja eigentlich total toll und wir würden es bei so vielen gratis Grillgelegenheiten nicht anders machen, aber für uns als freecamper (die meist eher ruhige Plätzchen suchen) war es oft ein wenig unangenehm, da wir so unseren Schlafplatz immer mit einer Horde laut quatschender Einheimischer teilen mussten.

Basti's große Erwartungen das Surfen betreffend, wurden leider nicht mal annähernd erfüllt. Die Wellen waren meist sehr klein und das Wasser war, selbst wenn total schlechte Bedingungen herrschten, völlig überlaufen. Hier ists mit dem Surfen wohl wie in Österreich mit dem Schifahren. Jeder kann es (manche besser, manche schlechter) und jeder tut es. Wenn Schifahren gratis wäre, wären wir wohl auch jedes Wochenende am Berg und die Pisten wären noch überfüllter, was eben im line-up der Fall ist. Alle Altersgruppen sind im Wasser vertreten, ebenso alle Boardgrößen, und Basti musste sich immer wieder über die Longboarder ärgern, die ihm die Welle wegschnappten, wenn mal eine hereinkam.

Unser Budget betreffend hatten wir schon ein bisschen Angst vor den gesalzenen Preisen Australiens. Zu unserer Überraschung, war es jedoch wirklich nicht schlimm! Dadurch, dass wir den Camper schon weit im Voraus gebucht hatten, freuten wir uns über einen so guten Preis, der sogar die Mitarbeiterin beim Verleih ins Staunen brachte. Und wenn man im Supermarkt genau schaut, findet man eine Menge toller Schnäppchen! Vor allem wenn man sich von Haferlocken und Nudeln ernährt, drückts nicht so auf die Geldbörse ;) Auch die echt günstigen Spritpreise begeisterten uns, und da wir nie einen Campingplatz aufsuchten, sondern als freecamper unterwegs waren, konnten wir auch hier noch einige Euros sparen.

Was uns außerordentlich positiv in Erinnerung bleiben wird, sind die Themeparks, in denen wir 3 echt tolle Tage verbrachten. Ohne langem Anstehen folgte ein Adrenalinschub auf den nächsten und unsere Bauchmuskeln und Gesichtsmuskeln schmerzten schon vom vielen Lachen und Grinsen. Auch die Landschaft Australiens war superschön! Besonders gut gefallen haben uns außerdem die Gegend um Cairns und die Blue Mountains. Auch die vielen Leuchttürme waren stets sehr schön und die Great Ocean Road war wahnsinnig toll! Ganz zu schweigen von Sydney und Melbourne, die uns beide außerordentlich gut gefallen haben.

Wir bekamen alles zu sehen, vom Regenwald über Strände bis hin zu den beeindruckenden Blue Mountains, den Felsformationen an der Great Ocean Road und den megaschönen Städten. Und dabei haben wir nur einn kleinen Teil des Landes bereist! Australien hat wirklich viel zu bieten!!

Verena Missing

AUSTRALIEN: Melbourne, die Great Ocean Road und der Grampians National Park

Australia... here we are again :)

Melbourne
Wir hatten wieder über Air B'n'B eine günstige Unterkunft, mitten im Zentrum Melbournes gefunden. Und eine bessere hätten wir nicht erwischen können.. Wir wohnten bei dem supernetten Timo, der aus Deutschland ausgewandert ist um bei Siemens ein bisschen Chef zu spielen. Da hausten wir nun also - im 16. Stock - und konnten natürlich auch den Sauna-/Wellnessbereich im Erdgeschoß und die Whirlpools auf der Dachterasse im 29. Stock mitverwenden.. und welche Überraschung: das taten wir auch jeden Abend! Na das war vielleicht eine Umstellung vom "Leben im Combi" zum "Leben im Luxus".. aber wir sind da nicht so pingelig, wir waren auch mit diesem Lebensstil zufrieden ;)
Und auch die Stadt ließ keine Wünsche offen. Architektonisch ein Wahnsinn, mit dieser Vielfalt an unterschiedlichen Stilen. Von supermodernen Hochhäusern über alte Kirchen und Kathedralen, bis hin zu einer Bahnstation im indischen Stil (die eigentlich in Neu Dehli erbaut werden sollte, jedoch wurden die Baupläne verwechselt) und ganz vielen anderen tollen Bauten. Alles in allem, eine wahnsinnig schöne Stadt!
An unserem ersten Tag nahmen wir gleich mal eine "free walkingtour" in Anspruch, wo uns eine nette Studentin alle wichtigsten Ecken Melbournes und noch weitere Geheimtipps zeigte. Dazu zählten Chinatown, einige extrem coole Streetart-Gassen und viele andere Sehenswürdigkeiten und Plätze, begleitet von geschichtlichen Infos.
Später sind wir nach St. Kilda - dem Stadtteil am Meer - gefahren, sind dort beim Luna Park (eine Art Mini-Prater), an einem Markt und am Pier herumgeschlendert, wo wir sogar ein paar Pinguine (unsere kleinen Freunde die Blue Penguins) entdeckten. Am Abend kamen wir dann noch in den Genuss eines "Australien Football"- Spieles, auf welches wir dort zufällig stießen.
Auch an den anderen Tagen genossen wir die Stadt in vollen Zügen. Wir spazierten durch supernette Viertel mit Bars, Cafes und tollen kleinen Geschäften, klapperten ein paar Märkte ab, beobachteten die Straßen Melbournes und shoppten am Ende noch ein bisschen.

Unterwegs im Camper
Und schon stand wieder ein Tapetenwechsel an: zurück ins Auto!
Wir holten unseren (diesmal weißen und dadurch ein wenig unauffälligeren) Jucy-Camper ab, deckten uns mit Lebensmittel ein und organisierten uns wieder mal in unseren neuen vier Wänden. Wir mussten uns erst wieder ans Campen gewöhnen, fanden jedoch schnell wieder Freude daran.
Unsere erste Station war Geelong, ein kleines nettes Städtchen am Meer. Dort chillten wir ein bisschen am Strand und spazierten die Promenade ab, wo wir immer wieder lustige Holzfiguren entdeckten.

Great Ocean Road
Der nächate Stopp war schon die berühmte Great Ocean Road. Nach ein paar netten Stationen - Bells Beach (schöner Strand wo zu Ostern immer der Rip Curl Surf-Contest stattfindet), Point Addis (schöne Klippen), Anglesea (Kängurus die auf dem Golfplatz dort leben), Spit Point (schöner Leuchtturm), Erskine Falls (netter Wasserfall), Teddys Lookout (Aussichtsplatz mit Blick auf die Great Ocean Road), sind wir dann in Kennett River stehen geblieben, wo sich ein Paradies für Verena erstreckte. Wir sahen nicht nur Koalas, die teilweise so nahe waren dass man sie streicheln konnte, sondern es flogen sogar Papageien auf uns zu, setzten sich auf unsere Schultern, Arme und Köpfe und das alles in der freien Wildbahn - einfach großartig!
Am nächsten Tag machten wir einen Walk durch den beeindruckenden Regenwald und sahen am Weg zum Otway Lighthouse wieder viele Koalas in den Bäumen chillen.
Dann standen die Gibson's Steps am Programm, wo wir bereits den ersten der 12 Aposteln erblicken konnten. Danach kam dann auch schon der Hauptaussichtspunkt der berühmten 12 Aposteln, wo sich riesige Felsformtionen von den rot-braunen Sandsteinklippen abgelöst haben und nun individuell und imposant aus dem Wasser ragen. Einfach toll! Da das Wetter nicht ideal war und sie uns so gut gefallen haben, ging's am folgenden Morgen gleich nochmal hin. Einige der Felsen waren jedoch noch im Schatten der Klippen, weshalb wir später nochmals zurückkehrten und dann nochmals, um die Apostel auch wirklich bei bestem Licht begutachten zu können. Auch danach legten wir noch einige Stopps an Aussichtspunkten ein, wo die massiven Sandsteinklippen zu bestaunen waren.
Mit der Zeit wurde das Wetter leider immer schlechter und gegen Abend kam der Regen dann so richtig. Da waren wir dann ziemlich froh nicht mehr in unserem kleinen Combi zu sein, auch wenn wir ihn ansonsten echt vermisst hatten.
Es war generell aufgrund des Herbstwetters nachts schon ziemlich kalt, aber durch den Regen wurde es nun noch mal kälter und so packten wir mal alles an Gewand aus, das wir zum Schlafen übereinander tragen konnten.

Grampians National Park
Nach der grandiosen Küste ging's weiter zur nächsten Sensation, dem Grampians National Park. Zuerst wollten wir gleich mal den höchsten Berg des Nationalparks, den Mount Williams, erklimmen. Also starteten wir unseren ersten Walk ... und hier bekamen auch wir nun den April so richtig zu spüren: gestartet bei Sonnenschein, kam ziemlich rasch ein extrem kalter Wind auf, allmählich begleitet von Regen der sich in Graupel/Hagel verwandelte und ja, sogar Schnee viel kurzfristig auf uns herab. Und nein, es handelt sich dabei nicht um eine Tageswanderung bzw. einen 3000m Berg, sondern das alles geschah innerhalb von 30 Minuten!!! April, April, der tut was er will! Oben angekommen warteten wir im Gestrüpp, als Schutz vor dem eisigen Wind, um den Ausblick vielleicht doch noch bei Sonnenschein genießen zu können. Irgendwann gaben wir dann auf und beschlossen den Weg hinunter zu joggen (um schneller zu sein und nicht noch mal vom Regen überrascht zu werden), was uns unsere Beine am nächsten Tag spüren ließen. Wandern sind wir nun zwar gewohnt, bergab Laufen jedoch offensichtlich nicht.
Am Abend genossen wir einen wunderschönen Sonnenuntergang beim Reeds Lookout. Die Fahrt zum Campingplatz war dann etwas außergewöhnlich: da es in der Nacht unglaublich kalt im Auto wurde, beschlossen wir bei der Fahrt zum Schlafplatz die Heizung vollgas aufzudrehen, um alles aufzuheizen und so zumindest die ersten paar Stunden der Nacht im Warmen zu verbringen. Da es dadurch extrem heiß wurde während der Fahrt, saßen wir nur in Unterwäsche da und brausten so durch die Nacht. Das war bestimmt ein witziger Anblick, was uns auch ein paar verwirrte Blicke bestätigten. Bevor wir einschliefen starrten wir noch einige Zeit überwältigt durch das Dachfenster auf den Sternenhimmel. Milliarden der leuchtenden Punkte erstreckten sich über uns, sodass wir begeistert kaum mehr wegsehen konnten. Einfach wunderschön!
Am nächsten Tag zogen wir wieder unsere Wanderschuhe an und begaben uns zu einigen Walks. Da 2014 ein großes Buschfeuer war, sind hier die Bäume alle verkohlt gewesen, was ein äußerst interessantes Bild ergab! Am folgenden Tag ging's über den Grand Canyon zum Pinnacle, wo wir von außerordentlich beeindruckenden Felsformationen umringt waren.

Zurück nach Melbourne
Und schon waren wir wieder am Weg zurück in die große Stadt, wo wir zwei weitere Tage mit unserem Camper verbringen wollten. Wir fuhren auf der Autobahn dahin und waren gerade auf der Suche nach einer Campingmöglichkeit in der Nähe der Stadt, als plötzlich das Auto massivst zu ruckeln begann.. na toll, ein Platten!!! Basti blieb sofort stehen, Verena hüpfte schnell aus dem Auto um herauszufinden, welcher Reifen dran glauben musste. Aber nein, die waren doch alle intakt! Hmm... sie warf einen Blick unter das Auto und erblickte sofort die Flüssigkeit, die bereits eine kleine Lacke gebildet hatte. Es stellte sich heraus, dass der Kopf der Antriebswelle abgebrochen war und ein Loch in den Tank gerissen hatte. Der frisch eingetankte Benzin verabschiedete sich nun vom Auto und es bildete sich zügig eine stinkende Lacke unter uns. Wir informierten Jucy und warteten am Straßenrand auf Hilfe, die auch irgendwann kam. Es dauerte ungefähr vier Stunden - und es war echt kalt - bis wir endlich in ein Hotel gebracht wurden, wo wir die Nacht verbringen sollten. Als wir dann im Bett lagen, mit Tee in der Hand und mit einer Heizdecke (!!!), in Erinnerung an unsere vergangenen Eisnächte, war die unamgenehme Wartezeit schnell vergessen.
Und nun kam der spannende Teil: wie geht es weiter? Wir kamen zu dem Schluss, dass es eigentlich besser wäre kein Ersatzauto zu bekommen, sondern gleich nach Melbourne zu fahren und dort in eine Unterkunft zu gehen. Nach harten Verhandlungen schlug Basti den perfekten Deal heraus: Wir fuhren mit dem Zug in die Stadt, wobei natürlich Jucy die Fahrkarten zahlte und bekamen für die Unannehmlichkeiten nicht einen, nicht zwei, sondern gleich alle Tage der Miete rückerstattet!! Mit dem hätten wir nicht gerechnet!

Melboune
Zurück in der wunderschönen Stadt Melbourne angekommen, begann die problematische Unterkunftssuche. Da wir keinen Internetzugang am Handy hatten, mussten wir erstmal irgendwo W-LAN herkriegen, um eine günstige Unterkunft zu finden. Wir wechselten, samt unserem ganzen Gepäck wohlbemerkt, einige Male den Standort, die Verbindungen war aber leider überall gleich mies. Nach einiger Zeit und vielen verlorenen Nerven hatten wir endlich was gebucht und waren am Weg in unsere letzte Unterkunft in Australien. Die letzten Tage genossen wir indem wir nochmal durchs Zentrum Melbournes spazierten, den Straßenmusikern zuhörten und die Atmosphäre der Stadt aufsaugten. Am Abend begaben wir uns auch einmal ins Casino, wo wir zwar im Endeffekt mit 0 rausgingen, Verena aber ihren Spaß am Roulette-Tisch hatte, nachdem sie Basti's Verluste wieder reingeholt hatte.

So verbrachten wir noch zwei nette Tage in Australien, bevor wir uns zum Flughafen begaben und wieder in die Lüfte abhoben.

Next stop: Kuala Lumpur mit Weiterflug nach Singapur - Los geht's!

Verena Missing

Fazit NEUSEELAND

Tja, was gibts da viel zu sagen?

In einem Wort: atemberaubend

Aber hier ein bisschen detaillierter:
Die Landschaft ist einfach grandios! Österreich ist ein wunderschönes Land und wir haben ehrlich nicht erwartet, eine solche Steigerung an schönen Landschaften zu Gesicht zu bekommen. Wir waren jeden Tag aufs neue überwältigt.
Auch die Tierwelt ist total schön. Abgesehen von den Robben, Seelöwen, Delphinen und Pinguinen, ist man stets von lustig singenden Vögeln und Unmengen an Kühen und Schafen umringt. Besonders die Schafshirtenhunde haben uns beeindruckt. Blitzschnell umringen sie hunderte weiße Wollknäul und leiten sie problemlos von einem Punkt zum nächsten. Verena hat zwar schon viele abgerichtete Hunde gesehen, aber die hier waren einfach sensationell!
Das Campen war hier überhaupt kein Problem, überall gab es entweder günstige oder gar gratis Caminggelegenheiten. Einfach toll!
Auch die Kosten hielten sich in Grenzen. Wir waren auf einen megateueren Aufenthalt eingestellt, fanden aber immer günstige Lebensmittel in den Supermärkten und waren positiv überrascht, wie wenig Geld wir für die zwei Monate brauchten.

Natürlich gibt es auch ein paar negative Erinnerungen. Zunächst mussten wir uns sehr oft über Sandfliegen ärgern, die so manchen Morgen unerträglich machten. Kaum aus dem Auto ausgestiegen, befanden sich bereits massenhaft beißende kleine Fliegen überall am Körper, deren Bisse massiv jucken. Wir versuchten diese nervigen roten Punkte zu vermeiden indem wir lange Kleidung trugen und konnten so auch meistens das Schlimmste verhindern.
Und ja, die asiatischen Touristen. Hmm.. was soll man sagen - sie sind eine Klasse für sich!
Der typische Asiatische Tourist kommt aus Korea, Japan oder China, meist einer großen Stadt wo er normalerweise kein Auto fährt, und packt hier vergnügt seinen Führerschein, den er wahrscheinlich irgendwo gewonnen hat, aus. Er mietet sich entweder ein Riesenteil von Auto oder reist in einer Reisegruppe. Beide Versionen sind fatal: Der Bus oder die Riesenblechschüssel schwankt die Straße mit 30-50 kmh dahin, damit auch ja niemand überholen kann, und bleibt immer wieder mitten auf der Straße stehen, damit die schöne Landschaft fotografiert werden kann. Sie stellen absolut keine Gefahr für den Verkehr dar und verstehen die Straßenregeln mit Sicherheit!
Aber auch die Fahrkünste der Einheimischen waren teilweise äußerst nervenaufreibend. Irgendwie scheint es üblich zu sein die Straße dahinzukriechen und sobald eine Überholspur kommt, das Gaspedal so richtig zu reizen. Da wird überholen dann schwierig. Ja, da waren einige ärgerliche Situationen dabei..
Ein weiterer unangenehmer Punkt ist die teils angespannte Atmosphäre zwischen Camper und so manchem Einheimischen. Da es hier Unmengen an Campern gibt, sind die Neuseeländer teilweise (verständlicherweise) schon genervt. Nicht nur die unberechenbaren Asiaten auf den Straßen werden oft diakutiert, sondern auch die Tatsache, dass das Land von Campermassen teilweise überrollt wird. Da erlebt man es immer wieder mal, dass spät Abends oder früh Morgens ein Auto zu einem free Campingspot fährt, ein paar Mal hupt um alle aufzuwecken und wieder abhaut. Das senkt dann natürlich die Stimmung und ein Gefühl des "Unwillkommen-seins" kommt auf.

Aber wir haben im Gegensatz dazu auch so viel Gastfreundschaft und Freundlichkeit erfahren und unsere Zeit hier so genossen, dass all die negativen Dinge schnell vergessen sind und die positiven klar überwiegen!

Bastl & Verena Small

Es gibt wieder Fotos!!!!

Die Blogs ab Laos bis inklusive Australien sind mit Fotos ausgestattet worden :-)

Neuseeland Suedinsel ist auch komplett. 

Neuseeland Nordinsel folgt vermutlich bald. 

Viel Spass!

Verena Missing

Die Nordinsel

Neugierig auf unsere nächste Etappe kamen wir mit der Fähre an und blieben gleich mal in der Hauptstadt Neuseelands, in Wellington. Die Stadt selbst ist eher unauffällig, eine Stadt eben, jedoch mit sehr schöner Küste natürlich, was toll war zum Schlafen! Ein Highlight ist das Museum "Te Papa", welches riesengroß, umfangreich, mega interessant, modern und obendrein gratis ist. Dort verbrachten wir einen ganzen Tag und dann noch zur Weta Cave, wo die ganzen Figuren, Waffen, Masken usw. für Fantasyfilme (Herr der Ringe, Hobbit, Avatar, Spiderman,...) hergestellt werden und man einen Einblick in die Produktion solcher Filme bekommt. War wahnsinnig spannend!!

Danach ging's ab in Richtung Norden. Kaum waren wir am Weg, plötzlich - boom, da war er. Aus dem Boden ragte das imposante Gestein majestätisch bis in die Wolken - der Vulkan Taranaki. Vor allem Verena, die zum ersten Mal einen Blick auf solch ein Naturwunder werfen konnte, war durch und durch fasziniert.

Unser erster Programmpunkt war ein Schiffswrack, das man angeblich am Strand in Patea begutachten kann. Dort angekommen wartete bereits ein tolles Bild auf uns. Riesige Klippen, die von schwarzem Sand umgeben sind und dazu die mächtigen Wellen des Meeres - großartig! Das einzige das fehlte war das Wrack. Unser neu erworbener outdoor Travelguide war wohl doch nicht so toll.. als uns ein Mann entgegen kam erklärte er uns, dass sich das Wrack ein Stück weiter rauf am Strand befindet. Also kämpften wir uns schnell wieder die schwarzen Dünen hinauf, was einige Anstrengung erforderte. Basti war ein bisschen vor Verena und plötzlich drehte er sich mit verzerrtem Gesicht zu ihr um. Tja, wie soll es auch anders sein: ein Zehennagel ist wieder mal flöten gegangen. Auaaaa!!! Schon zum dritten Mal auf unserer Reise musste sich der arme Basti von einem seiner zehn Zehenschutzschilder verabschieden. Und da warens nur noch sieben.. Fußmodel kann er wohl keines mehr werden. In seinem Fall wäre es wohl gar keine so schlechte Idee sich seine Zehen versichern zu lassen!! Würde sich bestimmt auszahlen! ;)

Naja, alles war verarztet und es ging weiter zu ein paar Wanderungen. Wir wollten dann auf einem Parkplatz übernachten, an dem offiziell nur Selbstversorger-Camper stehen dürfen und mit einer "wird schon passen"- Einstellung kochten wir bei märchenhaftem Sonnenuntergang mit Blick auf den Vulkan unser Abendessen und bereiteten dann unser Auto zum Schlafen vor. Gemütlich lagen wir da und lasen ein bisschen, als plötzlich ein Wachmann seine Runde drehte. Er leuchtete zuerst einige Male unser Schlafzimmer an und näherte sich schließlich. Oh no!!! Jetzt müssen wir wohl doch noch Strafe zahlen!! Wir krochen aus unserer Höhle und waren auf alles gefasst. Der Wachmann war aber, entgegen unserer Erwartungen, total nett und meinte nur, dass wir besser wegfahren sollten, da sich jemand der großen Camper beschwert hatte weil wir (nicht self-contained) hier stehen. Er meinte, dass höchstwahrscheinlich die Polizei später kommen würde und er uns nur warnen wollte. Er empfahl uns einfach irgendwo an einer Rastbucht an der Straße stehen zu bleiben, da dort nur selten jemand vorbei kommt. Echt total nett!!! Also bauten wir schnell wieder unser Auto um und waren schon am Weg auf der Suche nach einem geeigneten Platz. Da wir am nächsten Morgen einen Berg neben dem Vulkan erklimmen wollten, beschlossen wir dann gleich dort zu parken wo der Walk startet. Dort im Finsteren angekommen, bereiteten wir erneut alles zum Schlafen vor. Dabei klemmte sich Basti plötzlich einen Nerv im Rücken ein, weshalb die Nacht dann nicht ganz so erholsam für ihn war. In der Früh fühlte er sich wieder ein wenig besser und wir marschierten los, bergauf. Während des Wanderns wurde Basti's Rücken jedoch immer schmerzhafter, bis sich sogar seine gesamte Bauchmuskulatur verkrampfte und er Schwierigkeiten beim Atmen hatte. Da wir jedoch schon fast unser Ziel erreicht hatten, wollte er unmöglich umdrehen und so kämpfte er sich, unter besorgten Blicken Verena's, hinauf. Der Ausblick war atemberaubend, direkt neben dem riesigen Mount Taranaki, der von der Sonne majestätisch beleuchtet wurde. Mit ganz kleinen Babyschritten, um Basti's Rücken nicht zu sehr zu strapazieren, machten wir uns dan langsam auf den Rückweg. Und dann ging's gleich ab ins Krankenhaus. Mit Schmerzmittel und Muskalentspannern ausgestattet, ging's weiter zu den White Cliffs.

Und dort war es ebenfalls wieder richtig schön!! Wir bestaunten die "Three sisters", wo große Felsblöcke neben riesigen weißen Klippen aus dem Wasser ragten, und spazierten den Strand ab. Als die Flut kam wagten wir uns einen Landweg entlang, vorbei an kohlrabenschwaren Kühen die beängstigend aggressiv wirkten, bis zu den Spitzen der White Cliffs, wo bei Flut angeblich das Wasser massiv hinauf donnert, sodass sogar die Erde dort ein bisschen bebt. Leider war absolut gar kein Wellengang, weshalb hier nicht mal ein kleiner Tropfen den Weg nach oben schaffte. Dafür trafen wir dort zwei pensionierte Neuseeländer, die sich ihrer Leidenschaft, dem Fischen, hingaben. Wir bekamen eine Einführung ins Fischen und plauderten über Gott und die Welt. Immer wieder wurde die Angel raufgezogen, wobei jedes Mal nicht nur der Köder sondern gleich der ganze Haken fehlte, da hier wohl ein Hai sein Unwesen trieb. Sie erzählten uns von einem Fisch mit Flügeln und 6 Beinen der sprechen konnte und noch mehr Märchen. Wir wurden auch eingeladen bei einem der Beiden zu Schlafen, jedoch wohnten sie beide in der Gegend, aus der wir gerade gekommen waren. Als wir uns dann wieder auf den Weg machten, lief uns plötzlich einer der Beiden nach und hielt stolz einen Fisch in die Höhe. Und da war er: Flügel, 6 Beine und er gab seltsame Geräusche von sich - unglaublich!!!!

Auf der Suche nach einem geeingneten Schlafplatz waren wir dann ein wenig traurig, dass wir das Angebot des Fischers nicht annehmen konnten, vor allem weil es hier nirgends gratis Campingmöglichkeiten gab. Wir fuhren also in eine kleine, eher abgelegene Straße, wo sich drei Bauernhäuser befanden. Als ein Mann auf seinem Quad (konnte also nur der Bauer sein) in unsere Richtung brauste, ergriff Verena, inspiriert von der Gastfreundlichkeit der Fischer, die Chance und fragte ihn ob es denn in Ordnung wäre, wenn wir auf seinem Land wo stehen und schlafen würden. Und das war das Beste, das uns passieren hätte können! Wir konnten hier nicht nur legal und ohne Bedenken schlafen, sondern wurden am Abend gleich noch von Mike und Jan, die sich hier ein megaschönes Traumhaus an die Klippen gebaut haben und nun die Pension hier verbringen, zum Tee und Tratsch eingeladen. Sie haben uns liebevoll aufgenommen und sich in der Rolle unserer neuseeländischen Eltern gesehen. Am Morgen konnten wir uns duschen und bekamen gleich noch Tee/Kaffee und Toasts dazu, später wurden wir von Jan mit köstlichen White Bait Fritters verwöhnt, die hier eine Spezialität sind. Wir hatten zwar schon zuvor des Öfteren davon gelesen, wussten aber nicht genau was es war und es war uns auch viel zu teuer. Tja, jetzt kamen wir in den Genuss von Mike's selbst gefangenen White Baits (ganz kleine Fische), die mit Eiern serviert werden. Außerdem kamen noch Jan's Bruder und dessen Frau vorbei und wir schlugen uns die Bäuche mit Passionfruittorte voll. Als wäre das noch nicht genug, wurden wir am Abend von unseren Ersatzeltern noch in ein Cafe eingeladen, wo Mike's selbstgefischte Fische zu den besten Fish and Chips verarbeitet wurden, die wir je gegessen haben. Man sieht, wir wurden so sehr verwöhnt, da kann man sich ja nur wohl fühlen und eine Atmosphäre eines zu Hauses, die uns auf unserer Reise natürlich immer wieder doch sehr abgeht, kam auf. Wir konnten auch wieder mal unsere gesamte Wäsche waschen und fühlten uns einfach pudelwohl. Es ist unglaublich, wie sehr man sich darüber freuen kann wieder mal kurz in einem Alltagsleben dabei zu sein! Gemeinsam essen, tratschen und am Abend fernsehen.. es war so gemütlich und erholsam, genau das hatten wir wieder mal gebraucht.
Abgesehen von unserem "Urlaub vom Urlaub bei Mike und Jan" gingen wir am Nachmittag die Gegend und die Strände dort erkunden und sind dabei fast von der Flut geschluckt worden: Mike erzählte uns von einem loop den wir gehen wollten, also sprangen wir auf seinen Quad auf und düsten zu dem Pfad runter zum Meer. Abenteuerlustig kämpften wir uns den steilen Sandhang hinunter und den Strand entlang. Irgendwann standen wir jedoch auf Grund der Flut an, da das Wasser bei der vor uns liegenden Kurve bereits bis zu den Felsen kam. Wir ließen uns aber nicht abschrecken und folgten der letzten großen Welle nach draußen, um schnell um die Felsen zu laufen, bevor die nächste Welle kam. Tja, da haben wir uns wohl ein bisschen verkalkuliert!! Extrem plötzlich stieg das Wasser mindestens einen Meter, bis nur noch Verenas Kopf rausragte. Zum Glück ist ja Basti ein klein wenig größer und streckte verzweifelt die Kameratasche nach oben, um das Schlimmste zu vermeiden. So schnell und gut wir konnten kämpften wir gegen den Sog hinaus aufs Meer an und gelangten bald wieder zurück zum Ausgangspunkt. Watschelnass und heilfroh dass der Kamera (und den gesamten Fotos unserer Reise wohlbemerkt) nichts passiert war, traten wir wieder unseren Rückweg an. Doch nix mit dem loop! Und das Meer sollte man echt nie unterschätzen!!!

Vom Vulkanfieber der Nordinsel gepackt, ging's dann weiter zum Tongariro Crossing, der populärsten Tageswanderung Neuseelands. Wir gingen ein paar kleinere Walks und begaben uns dann zu unserem Schlafplatz und machten uns für die größte und anstrengendste Wanderung unserer Reise bereit. Am nächsten Morgen kämpften wir uns in der eisigen Dunkelheit aus dem Auto und siehe da: die Windshutzscheibe war mit einer dünnen Eisschicht überzogen!! Da hat uns wohl kurz der Winter aus Österreich besucht! Insgesamt waren wir 8 Stunden unterwegs (wobei wir mittleirweile schon fast Profiwanderer waren und massenhaft Leute überholten) und zwickten auch noch den Aufstieg auf den Vulkan (Mount Ngauruhoe) selbst ein - die eigentliche Wanderung geht nur daran vorbei. Und das war wieder ein echtes Abenteuer. Der riesige Berg ist von einer dicken Schicht losem Schotter und Gestein überzogen, was den extrem steilen Aufstieg noch mal um einiges erschwerte. Dazu kommt, dass ein paar "Schwammerl" Bergsteigen wohl nicht gewohnt waren und immer wieder mal einen Stein/Fels los traten. Darauf folgte immer ein Kanon aus "rock, rock, rock,...". Sobald man das Stichwort hörte musste man also schnell reagieren, nach oben blicken und sich im Fall des Falles, dass das Gestein direkt auf einen zuraste, in Sicherheit begeben. Ja, das war schon ein mulmiges Gefühl!! Aber oben angelangt war es unglaublich!!! Ein riesen Krater, ab und zu warme Schwefelwolken die aus den Massen auftraten und erst der Ausblick!! Auf die unterschiedlichen Seen rundherum und den noch größeren, schneebedeckten Vulkan Mount Ruhapehu. Und das bei strahlendem Sonnenschein, einfach grandios!! Auch der Abstieg war wieder eine Herausforderung, da man am Besten einfach den Berg runterlief und mit den Fersen die lose Sand-Gestein-Mischung wegschob. Da warf Verena immer wieder mal unfreiwillige Pausen auf dem Popsch ein - der geschickte Basti schaffte es natürlich ohne. Der Rest der Wanderung war auch total beeindruckend! Zwischen unterschiedlichen Vulkanformationen und an beinahe neon-grünen und extrem blauen Seen entlang und alles begleitet von Sonne und spektakulärem Ausblick. Es ist echt schwierig solche Eindrücke in Worte zu fassen.

Und dann blieben wir mal für ein paar Tage bei den Vulkanlandschaften in der Umgebung. Wir sahen Mud Pools (Löcher, wo sich heiße Luft aus der Erde durch Schlamm hocharbeitet, wodurch blubbernde Schlammblasen entstehen), genossen die Zeit in sechs unterschiedlichen natürlichen (gratis!!) heißen Quellen und kochten sogar Eier in einer davon, während wir in einer Betonwanne nebenan (früher von den Ureinwohnern Neuseelands, den Maori, benutzt) entspannten. Zwei der natürlichen "hot pools" mündeten sogar in einen Fluss, wodurch man sich ganz einfach eine Stelle mit der gewünschten Temperatur suchen konnte oder auch abwechselnd kalt-warm Bäder nehmen konnte, ohne das Wasser zu verlassen. Wie faszinierend ist das?! In einem der Pools lernten wir auch ein nettes deutsches Paar kennen, mit dem wir dann zwei tolle Tage verbrachten. Außerdem besuchten wir ein paar "Vulkan-Parks", wo man die Aktivität der Erdmassen beobachten kann. War echt unglaublich so etwas zu erleben!

In Rotorua angelangt, wurden wir herzlich von Lynn, einer guten Freundin von Basti's Mama, empfangen und vier Tage lang verwöhnt. Es ist kaum zu erklären wie sehr wir uns über ein Bett - so richtig mit Matratze und allem drum und dran - gefreut haben und wie gut wir geschlafen haben!! Auch kulinarisch fehlte es uns an nichts und am letzten Abend bedankten wir uns indem wir unsere Gastgeberin bekochten. Außerdem hat Verena hier wieder eine Verbündete gefunden, die mit ihr den Neuseeländischen Bachelor im Fernsehen anschaute, was sie mit Jan begonnen hatte fiebernd zu verfolgen. In der Gegend hier bewunderten wir wieder die Vulkanaktivität, wo mitten in der Stadt plötzlich warmer Schwefelrauch aus dem Boden steigt und wo es sogar einen in (Schwefel)Wolken gehüllten Park gibt! Einfach unglaublich!!
Des Weiteren erfreuten wir uns an so einigen Spielereien. Zuerst ließen wir uns in riesigen, mit Wasser befüllten Gummibällen einen Hang runterrollen, dann begaben wir uns wieder zur Luge (die Art Sommerrodelbahn die wir bereits in Queenstown so lustig fanden) und zuguterletzt ließen wir uns von den wilden Fluten beim Rafting bei den Tutea Falls mitreißen. Und das war mal wieder extrem!!! Wir donnerten einige Wasserfälle hinunter und am Schluss kam der höchste kommerzielle Rafting-Wasserfall der Welt (7m). Verena und Basti wurden natürlich im Boot ganz vorne hinplatziert. Wir bekamen die Anweisung, falls sich das Boot umdrehen sollte, zu unseren Füßen zu tauchen um Luft zu holen und dann an sie Oberfläche zu schwimmen. Na toll, hört sich ja gut an! Und los ging's.. wir tauchten vorn über in den strömenden weißen Schaum ein. Basti und Verena bekamen natürlich die stärkste Sogwirkung ab und konnten sich nicht mehr im Boot halten. Basti konnte sich zum Glück an der Schnur am Rand festhalten und war schnell wieder an der Oberfläche und zurück um Boot. Doch wo war Verena? Sie hatte leider nicht so viel Kraft und wurde wie in einer Waschmaschine, zusammengerollt zu einer kleinen Kugel, durch die Strömungen gespült. Da sie komplett die Orientierung verloren hatte, konnte sie auch nichts weiter machen als geduldig zu warten, wieder an die Oberflähe zu kommen. So wurde die Kugel hin- und hergespült und der Drang Luft zu holen, wurde größer und größer. Nach einer gefühlten Ewigkeit und im Glauben alle würden das gleiche durchmachen, gelangte sie endlich an die Oberfläche, wo alle gemütlich im Boot saßen und Ausschau nach der Kugel hielten. Hahaha, das war vielleicht ein Erlebnis!!

Unser nächstes Ziel war in Whakatane, wo uns ein pensioniertes Paar, das wir auf der Südinsel kennen gelernt hatten, auf ihre Kiwi-fruit-Farm eingeladen haben. Joan und David hatten auch ihren 8-jährigen Enkel Jamie übers Wochenende zu Besuch, was total lustig war! Vor allem weil es sich dabei um einen Mini-Basti handelte. Einen Nachmittag verbrachten wir in ihrem Strandhaus wo wir ein bisschen surfen gingen, spielten in den Wellen herum, und hatten echt total viel Spaß! Auch eine Tour über die Kiwi-Farm ließen wir uns nicht entgehen und wurden wieder durch und durch verwöhnt. Am Ende bekamen wir noch einen riesigen Sack voll Kiwis mit auf sie Reise, die wir dann täglich genossen. Falls wir je einen Vitamin C Mangel gehabt haben, jetzt ist er mit Sicherheit weg!!

Nach der tollen Verpflegung bei der Julians Family ging die Reise weiter in den Norden. Zuerst stand die Coromandel Peninsula am Plan. Der erste Stopp war bei der Cathedral Cove, wo wir uns einen Parkplatz hart erkämpfen mussten und dann den Nachmittag am Strand verbrachten. Es gab sogar einen kleinen Wasserfall, der munter von den Felsen auf den Sand plätscherte. Dort gabs für Basti und Verena noch eine kurze natürliche Dusche, bevor wir weiter nördlich fuhren. Als wir dann so die Straße entlang fuhren, sahen wir plötzlich ein paar kleine schwarze Tierchen vor uns herlaufen. Was ist das?? Katzen? Hunde? Nein, es waren kleine Babywildschweine!! Als wir ausstiegen um die süßen Schweinchen zu fotografieren, kam zufällig gerade der Bauer vorbei und erklärte uns, während er eines davon am Bauch kraulte (das mögen sie nämlich besonders), dass er den Wildschweinen, die ja ansonsten gejagt und verschmaust werden, ein sicheres Zuhause bietet. In dem Areal befanden sich unzählige davon und die kleinen Ausreißer, sie da vor unserem Auto herumspaziert sind, waren erst vier Tage alt. Unglaublich niedlich!!

Nachdem wir die wunderschöne Landschaft der Coromandel Peninsula genießen konnten, ging's weiter nach Northland. Zuerst hielten wir an einem schönen Wasserfall und dann bei den Waipu Caves, wo wir uns mit Badesachen und Stirnlampen ausgerüstet in das Herz des Berges begaben, um dort ein paar Glühwürmchen in Augenschein zu nehmen. Dementsprechend haben wir ja mit Glühwürmchen gerechnet, doch als sich unsere Augen an die Dunkelheit gewohnt hatten, waren wir überwältigt von dem Anblick der sich uns bot. Es handelte sich nicht nur um ein paar kleine leuchtende Punkte in der Dunkelheit, sondern um eine ganze Galaxie!! Teilweise war die Höhle durch die ganzen kleinen Lichterchen so erhellt, dass wir uns ohne Lampen fortbewegen konnten... unfassbar schön!
Vom Höhlenfieber und der Abenteuerlust gepackt, begaben wir uns zu den Abbey Caves, wo wir die wieder total beeindruckenden Höhlen erkundeten und viele Glühwürmchen bewundern konnten.
Unser nächster Stopp war Matapouri, wo wir über den wunderschönen, an Thailand erinnernden Strand hinweg, einen kurzen Walk zum "Mermaid Pool" machten. Dabei handelt es sich um einen natürlichen Tide Pool zwischen Felsen, der nur bei Low Tide (Ebbe) zugänglich ist. Da das Wasser kristallklar war, sah man bis auf den Grund des Beckens, der mit einer dünnen gelbgrünen Moosschicht überzogen war. Die Farbenspiele und Spiegelungen waren dadurch einfach nur genial!! Später sind wir dann noch zur Whale Bay gewandert, wo wir auf einem einsamen Strand mit unglaublich klarem und tiefblauem Wasser ein wenig lasen und chillten.
Bei Toiletten, die von niemand geringerem als unserem Landsmann Hundertwasser designed wurden, mussten wir natürlich auch einen kurzen Stopp einlegen. Er hat hier nämlich seine letzten 25 Jahre gelebt, bevor er 2000 verstarb.
Ein weiteres unglaublich schönes Plätzchen war bei den Rainbow Falls. Als uns der Wasserfall zu langweilig wurde, kletterten wir drauf los und erkundeten eine große, moosbewachsenen Höhle, die sich hinter dem runterdonnernden Wasser befand - sehr cool!!
Der nächste Programmpunkt war ein Walk in Mahinepua. Als wir am Strand ankamen sahen wir einige Autos, Camper und Zelte dort stehen, also versuchten wir mal rauszukriegen, ob wir hier vielleicht auch bleiben konnten. Wir erfuhren, dass es sich um ein Maori Reserve handelte. Wir wurden zu der verantwortlichen Dame weitergeschickt, die uns sofort total nett willkommen hieß. Perfekt!! Also machten wir uns gleich mal auf den Weg, die Küste entlang zu einem tollen Aussichtspunkt, und danach auf einem Strand die Beine entspannen. Und geschlafen haben wir dann eben direkt am Strand! Was will man mehr?
Auch der St. Pauls Rock stand uns noch bevor, ein recht kurzer aber
anstrengender Aufstieg, wo wir mit einem tollen Ausblick belohnt wurden. Danach fuhren wir zur Maitai Bay, wo wir zuerst mal auf einem Hügel jausneten, der in Mitte der beiden Traumstrände Maitai und Merita war, wodurch es Jausenbrot mit Traumausblick gab. Danach verbrachten wir natürlich einen schönen Tag auf einem der Strände. Auch am Rarawa Beach, total weißer Sand übersät von schönen Muscheln, machten wir einen Spaziergang. Bevor wir nach Northland kamen, hatten wir keine Ahnung, dass es auch in Neuseeland Strände mit weißem Sand und kristallklarem Wasser gibt - so richtig karibisch... Dieses Land hat einfach alles zu bieten!!
An der Spitze Northland's angekommen, am Cape Reinga, beobachteten wir das raue Meer und fuhren dann zu den Te Paki Dunes. Wir haben ja nun schon unterschiedliche Sandünen gesehen, aber diese hier waren wohl am beeindruckendsten. Es war wirklich wie in der Wüste. So spazierten wir zwei Stunden Düne auf Düne ab, bis wir keine Kraft mehr in den Beinen hatten. Es war so unglaublich schön! Dann ging's weiter zu dem Örtchen Oponi, wo in einem Museum ein Video über Opo den Delphin, der ca. 1950 einen Sommer lang die Touristen in Oponi begeisterte, zugänglich ist. Der wilde Delphin fand Gefallen an den Touristen, die in Strömen in das kleine Örtchen drängten um mit Opo zu spielen. Als nächstes stand der Waipoua Forest auf unserem Programm, der von extrem massiven und riesigen Kauri Trees durchzogen ist. Wir gingen einige Wege im Wald ab, bis wir an einem Schild (Weg zur Zeit gesperrt) Halt machen mussten. Natürlich passte das so garnicht in Basti's Plan, da er sich sicher war, dass es sich um einen Loop handelte und der Weg wieder zurück führte. Also hüpften wir über die Absperrung und marschierten los. Der Weg wurde immer enger und enger, bewachsener und bewachsener, die Stimmung immer schlechter und schlechter. Als nach einiger Zeit und ein paar verlorenen Nerven einfach kein Weg mehr zu erkennen war, mussten wir dann doch wieder umkehren und uns durch das Gebüsch zurück kämpfen.. ja, da musste sich der abenteuerlustige Basti wieder mal ein bisschen ärgern, aber was soll's.. nicht jeder Weg mündet in einem lustigen Abenteuer.
Unsere nächste Destination hat uns wieder umgehauen! Die Kai-Iwi Lakes sind Dünenseen, was bedeutet weißer Sand sowohl am Strand, als auch am gesamten Grund der Seen. Dadurch ist das Wasser natürlich kristallklar.. es war tatsächlich wie in der Karibik! Und das in Neuseeland - einfach genial!! Dort verbrachten wir zwei entspannende Tage und genossen die Sonnenstrahlen am Strand.

Und schon stand unser letzter Halt an: Auckland. Da wir bei unserer Ankunft noch das Auto hatten, fuhren wir gleich mal zum Mount Eden, einen mittlerweile mit saftigem grünem Rasen überzogener Vulkankrater, von dem aus man einen tollem Blick über die Stadt hat. Danach stand uns die Autorückgabe bevor. Zuerst wollten wir noch versuchen, unsere am Weg ersteigerten Gebrauchsgegenstände (Decken, Polster, Wasserkanister, Aufbewahrungsboxen usw.) loszuwerden. Also setzten wir uns ungeniert vor das Warehouse, kritzelten mit einem fetten Stift "for sale" auf einen Karton und setzten unser bestes "ich bin so lieb, kauf mir was ab - Blick" auf. Zuerst ernteten wir viele neugierige Blicke, einige Lächeln und dann kam auch schon unsere erste Kundin. Decken samt Bezügen waren wir schon mal los. Wenig später kam auch ein älterer Herr, der gekonnt und steinhart unsere Preise drückte und unseren Wasserkanister mit den Boxen erstand. Auf den restlichen Dingen blieben wir leider sitzen, aber wir haben etwas viel schöneres dazugewonnen: die Erfahrung von unglaublicher Freundlichkeit und Nächstenliebe einiger Mitmenschen. Während unserer gesamten Zeit kamen zuerst ein Paar, das uns einen Schlafplatz anbot, ein junger Man mit seiner Freundin, die uns nichts abkaufen wollten sondern uns einfach 10$ schenken wollten und eine Familie, deren Kinder munter auf uns zu liefen und uns ein paar Doller in die Hand drücken wollten. Wir haben natürlich nichts davon amgenommen, aber das Erlebnis dieser Hilfsbereitschaft war unvergesslich! Zu erwähnen ist auch, dass es sich bei allen, möglicherweise auch zufällig, um Maoris handelte, die mit Sicherheit das Geld mehr gebrauchen können als wir. Trotzdem hätten sie uns ohne zu zögern geholfen.. wir waren und sind schlichtweg sprachlos über diese Freundlichkeit und werden dieses Gefühl hoffentlich nie vergessen.
Danach brachten wir schweren Herzens unser treues Auto zum Vermieter zurück und mussten nun irgendwie ins Zentrum gelangen. Also beschlossen wir, mal die günstige und abenteuerliche Variante von so vielen anderen Backpackern auszuprobieren: Autostoppen. Wir kritzelten diesmal "City Center" auf unseren Karton und standen also neugierig am Straßenrand. Überraschenderweise saßen wir bereits zwei Minuten später in einem klimatisierten Audi, tratschten munter mit unserem Wohltäter und düsten in die Stadt. Super gelaufen!!
In Auckland erkundeten wir die Stadt, ergatterten noch ein paar Souveniers und über unsere noch übrig gebliebenen Pölster und Decken durfte sich eine Obdachlose freuen.

Auch die Waiheke Island, neben Auckland, wollten wir uns nicht entgehen lassen. Natürlich haben wir Sparfüchse wieder mal den besten Deal gefunden und die Fähre dür nur ein paar Dollar gebucht. Dafür mussten wir uns bereits um 5 Uhr Morgens aus dem Bett hieven und schlaftrunken zur Fähre baumeln. So kamen wir jedoch auch in den Genuss Aucklands Lichtermeer bei Nacht zu sehen, was natürlich auch etwas für sich hat. Auf der Insel machten wir einige Wanderungen, leider alle von Niesel begleitet, war aber trotzdem nett.

Und das war's. Nur ungern nahmen wir Abschied von diesem unbeschreiblichen und atemberaubenden Land und fuhren in Richtung Flughafen. Alles lief glatt, bis wir zum Boarding kamen. Als wir der Stewardess unser Ticket reichten, leuchtete ein rotes Lichtlein auf und wir wurden aufgefordert, zu einem anderen Schalter zu gehen. Verena befürchtete sofort, dass dies etwas mit ihrem Eintrag beim Einreisen (der illegal eingeführte Pfefferspray) zu tun haben könnte. Besorgt warteten wir nun und gaben erneut unsere Tickets ab. Doch nein, etwas ganz anderes passierte: wir bekamen ein Upgrate!! So kamen wir zum Abschluss unseres tollem Aufenthalts in Neuseeland noch in den Genuss der Business Class, mit Massagesessel, Buffet und Champagner und natürlich dr Weinkarte für Verena. Grandios!!!

In Melbourne angekommen, wollten wir dann garnicht mehr aussteigen! :)

Verena Missing

NEUSEELAND: Die Südinsel

Und hier sind wir!! Flieger ist gelandet, der Flug ist durch tratschen mit unserem Sitznachbarn, der uns viel über unser Reiseziel (seine Heimat) erzählte, sehr schnell vergangen und wir konnten kaum mehr erwarten, das Land von dem wir schon so viele tolle Dinge gehört hatten nun endlich selbst zu erforschen. Also schnappten wir unser Handgepäck, begaben uns zu den Sicherheitsschaltern (wir haben auch alle Dinge angegeben die wir mit uns führten, um ja keine Probleme zu bekommen und rasch abhauen zu können) und dann noch Gepäck holen... HALT! Nicht so schnell, die junge blonde Dame hat hier etwas vonwegen Waffen angekreuzt? Ach, ein Pfefferspray im Gepäck? Dann bitte zu Schalter 5 und den Anweisungen folgen. Ok, wird gemacht. Wir haben ja alles von vornherein angegeben, kann ja nix passieren. Falsch gedacht! Da Waffen in Neuseeland absolut illegal und strengstens verboten sind - die Mitarbeiterin erklärte uns, dass selbst die Polizei hier keine Waffen an sich trägt - hat Verena nun ein kleines Problemski... Nach einem kleinen Verhör, ein paar bürokratischen Dingen und einem Eintrag in ihrem Profil (etwas in die Richtung "illegale Waffen eingeführt") und dem Verlust unzähliger Nerven begaben wir uns erschöpft und totmüde (es war mittlerweile 3 Uhr Früh) in die Empfangshalle, wo wir um 8 Uhr von unseren Hosts der gebuchten Air B'n'B Unterkunft abgeholt werden sollten. Also versuchten wir die Zeit tot zu schlagen und ein wenig Schlaf abzubekommen. Endlich war es Zeit für unser Taxi, leider zeigte sich jedoch weit und breit niemand. Wir hatten dies bereits befürchtet, da die Buchung kurz vor Abflug gecancelled wurde, aber wir wollten es nicht so recht glauben (vor allem weil wir schon persönlichen Kontakt mit den Vermietern hatten und sie eben meinten, sie holen uns ab) und hofften bis zum Schluss auf einen Systemfehler. Um 08:20 Uhr gaben wir auf und hatten keinen Plan was wir nun tun sollten. Die Hostels der Stadt waren laut Internet alle ausgebucht, also würde uns wohl nichts anderes übrig bleiben als in ein teures Hotel zu gehen. Na das fängt ja alles toll an! Ein Schlag ins Gesicht nach dem Anderen. Da saßen wir nun, wie begossene Pudel, totmüde, enttäuscht und entmutigt.

Christchurch
Als wir uns ein wenig aufgerafft hatten gingen wir zum Infostand am Flughafen, wo sich ein außerordentlich netter schweizer Auswanderer um uns annahm und uns tatsächlich noch einen Hostelplatz verschuf! Phu, Glück gehabt! Doch keine Nacht unter der Brücke!!
Nach dem einchecken gingen wir gleich mal ein bisschen die Stadt bewundern.. tja, leider mussten wir feststellen, dass es nicht mehr allzu viel zu bewundern gibt. Wir waren schockiert, wie wenig von den Erdbeben verschont geblieben ist. Beinahe jedes zweite Haus ist weggefegt, baufällig oder im Renoivierungszustand. Die Stadt wirkt wie eine Geisterstadt, die Straßen sind halbleer. Die meisten Einwohner sind nach der Katastrophe verständlicherweise weggezogen und zurück bleibt eine stille Stadt mit vielen Baustellen und einigen Wenigen, die ihr Bestes geben, Christchurch wieder attraktiv zu gestalten. Und das gelingt ihnen auch ganz gut: viele Hausmauern sind mit tollen Graffittis verziert und es gibt lustige und interessante Kunstprojekte, überall in der Stadt verstreut, zu entdecken. Hierzu zählen ein Platz mit überdimensionalen Möbeln oder auch ein anderer Platz mit 185 unterschiedlichen weißen Stühlen, die für die Todesopfer der Katastrophe stehen.
Nun stand uns ein wichtiger Schritt bevor: unser zu Hause für die nächsten 2 Monate abholen!! Der erste Eindruck war, dass es ziemlich neu ist, noch nicht viele km am Buckel hat, jedoch echt klein wirkt!! Na das kann ja was werden! Ab ging's zum Warehouse um uns Decken, Polster und ein paar Camping-Notwendigkeiten zu besorgen und uns danach mit Essen einzudecken. Dann mussten wir mal ein System in unsere 4 Wände bringen. Am Parkplatz des Supermarktes tüftelten wir die beste Möglichkeit, alles in das Auto zu stopfen und trotzdem ein wenig Platz zu haben, aus und zweifelten langsam an unserer Entscheidung, die billigste Variante zu nehmen und in einem Combi statt einem Van zu hausen.. na mal schaun...
Und unser erstes Ziel, Akaroa, wurde ins Navi getipselt - let's go!

Akaroa
Die Landschaft dort ist schlichtweg phantastisch! Nach jeder Kurve hat man das Bedürfnis die atemberaubenden Ausblicke festzuhalten und zu fotografieren. Tolle grün bewachsene Hügel auf denen unzählige Schäfchen herumgrasen, strahlender Sonnenschein, türkises Wasser und eine unglaubliche Ruhe - einfach atemberaubend! Bei einer kleinen Wanderung zum Leuchtturm fanden wir einen verletzten Igel, den Verena unmöglich zurücklassen konnte, in Basti's Kapperl steckte und dann bei einer Farm die Bauern beim Schafe scheren unterbrach um den kleinen, sich mittlerweile bei Verena sehr wohl fühlenden Zwerg, zu übergeben. Dann stand ein weiteres Highlight auf dem Programm: Delphinschwimmen! Und zwar mir den kleinsten Delphinen der Welt, den Hectors Dolphins, die leider vom Aussterben bedroht sind und wo unsere Bezahlung den Tieren zu Hilfe kommt. Wir fuhren mit Steve, unserem echt lässigen Guide und einem Pärchen aus Deutschland mit dem Boot hinaus aufs türkise Meer und als wir ein paar Delphine sahen blieben wir stehen und begaben uns ins Wasser. Die Tiere schwammen neugierig zu uns und umringten uns förmlich. Es war echt unglaublich! Volle 45 Minuten waren wir im Wasser, ständig begeitet von 3-10 Delphinen, die teilweise nur 20 cm neben uns vorbeischwammen und uns wohl sehr interessant fanden. Steve meinte, dass sie selten so lange Kontakt wollen. Als wir mit dem Boot wieder am Rückweg waren, spielten sie sich noch eine Weile mit den vom Boot erzeugten Wellen und rasten neben uns her. Das war eine unglaublich beeindruckende Erfahrung, vor allem weil die Tiere aus freiem Willen mit uns schwammen und hier zu nichts gezwungen werden. Steve hat uns während der Fahrt viel über die dort lebenden Tiere erzählt und wir haben sogar blue penguins (die kleinsten Pinguine der Welt, die leider ebenfalls als bedrohte Tierart gelten) im Meer herumschwimmen gesehen.
Auch mit unserer "Wohnung auf 4 Rädern" kamen wir rasch sehr gut zurecht und bauten das Auto im nullkommanix zum Schlafzimmer um.

Lakes Tekapo & Pukaki
Unser nächstes Ziel war zuerst der atemberaubend schöne See "Lake Tepako", der uns mit seinem unglaublich türkisen Wasser sehr beeindruckte. Danach sind wir zum "Lake Pukaki" weitergezogen, wo wir aus dem Staunen garnicht mehr herauskamen. Da wir uns glücklicherweise über strahlenden Sonnenschein freuen durften, hatten wir von unserer Campingwiese aus einen atembraubenden Blick über den See zum Mount Cook, der uns mit seinem gigantischen Gletscher anlockte.

Mount Cook
Also fuhren wir auch dort hin und klapperten einige Wanderwege am Fuße des Berges ab. Und wir hatten echt durchwegs einen umwerfenden Ausblick, sodass wir auch hier wieder Fotos über Fotos schossen. Am Gletschersee angelangt, kühlten wir uns im wortwörtlich EISkalten Wasser ab und der verrückte Basti schwamm sogar bis zu einem Eisblock und wieder zurück!! Wobei er am Rückweg nicht mehr ganz so viel Gefühl in seinen Beine hatte.. aber nix passiert, sowas erlebt man nur einmal!

Oamaru
Die nächste Station war ein kleines Städtchen weiter südlich an der Küste, wo man Abends Pinguine beobachten kann, die sich vom Meer über den Strand ins Gebüsch zum Schlafen begeben. Zuerst gingen wir zu einem Strand an dem "Yellow-Eyed-Penguins" zu sehen sind, haben jedoch nur einen gesehen und selbst der war megaweit von uns entfernt, war also nicht so spektakulär wie erwartet. Danach fuhren wir zum Parkplatz eines "Blue-Penguin-Centers", wo man Eintritt zahlen muss um die Kolonie bei der Strandüberquerung zu beobachten. Das wollten wir Sparfüchse natürlich nicht und warteten so mit ein paar anderen Leuten einfach am Parkplatz. Als es finster wurde kam plötzlich ein Gemurmel und Geflüster auf und schon sahen wir ein paar der süßen Mini-Pinguine vom Meer herauf auf die Straße spazieren. Wie kleine Banden watschelten sie auf die mit ihren Kameras warteten Touris zu und blieben immer wieder mal stehen und es schien fast so, als würden sie sich beratschlagen wie sie am Besten die Straße überqueren und die Touris umgehen konnten, bevor sie wieder in der Gruppe weiterwackelten. Total süß!!!

Katiki Point
Als nächstes fuhren wir zu einer Klippe, wo eine Menge Robbenfamilien ihr zu Hause gefunden haben. Am Weg dorthin blieben wir noch bei den Moeraki Boulders an der Küste stehen, wo runde Felsen wie Bälle aus dem Wasser ragen. Wirklich sehr beeindruckend, was die Natur so alles fabriziert! Am Katiki Point angekommen, beobachteten wir geschätzte 100 Robben, die faul auf Felsen herumchillten, während ihre Jungen im Wasser herumtollten. Das war ein unglaublicher Anblick!! Hier bekamen wir nun sogar zwei Yellow-Eyed-Penguins von nicht allzu weiter Entfernung zu Gesicht, echt toll!

Otago Peninsula
Die nächste Station war eine schöne Halbinsel, die wir mit mehreren Ausblick-Stopps abgefahren sind. Ganz am Zipfel draußen liegt ein Albatros Center, wo wir die gigantischen Vögel (3m Flügelspannweite), die durch die Lüfte gleiteten, beobachten konnten. Hier befindet sich nämlich die einzige am Festland brütende Albatros Kolonie der Welt. Danach verbrachten wir noch einige Zeit an der Sandfly Bay, wo wir wieder ein paar Yellow-Eyed-Penguins zu Gesicht bekamen. Außerdem chillten dort Seelöwen am Strand, die uns auch sehr beeindruckten. Diese Tiere sind echt groß!! Mit denen sollte sich nicht mal Riesen-Basti anlegen!

Dunedin
Bei Dunedin handelt es sich um eine nette Stadt mit vielen Backsteinhäusern. Hier gingen wir wieder auf Graffitti-Jagt. Wie schon in Christchurch, waren auch hier an vielen Hausmauern sehr schöne Kunstwerke gesprayed bzw. gemalt. Wir nutzten noch das Internet in der Library und gingen in die Art Gallery, wo wir uns wieder mal nur darüber wundern konnten, was so manche Leute unter Kunst verstehen.

Southeastcoast
Über eine Scenic Route mit wunderschönen Ausblicken, ging's weiter zu den Catlins. Dort klapperten wir einige schöne Plätzchen ab und beobachteten Seelöwen, die ca. 10m von uns entfernt ihre massiven Körper aus dem Wasser hievten und dann am Strand entspannten. Die Tierwelt in Neuseeland ist einfach nur genial!
Außerdem legten wir einige Stopps an kleinen Walks zu Wasserfällen und durch Wälder ein, die alle total schön waren. In der Nacht hatte es zum ersten Mal so richtig geregnet und die Spiegelungen der Wassertropfen auf den moosbewachsenen Bäumen und in den Gräsern waren unglaublich schön.
Später hielten wir an der so genannten "Lost Gypsie Gallerie", wo ein Typ einen uralten Wohnwagen benutzt um seine kleinen Kunstwerke auszustellen. Es handelt sich dabei um mechanische Bastelleien, die lustig, völlig schräg und physikalisch total interessant waren. In seinem Garten gabs noch mehr zu entdecken und Basti war voll in seinem Element.
An der Porpoise Bay durften wir nochmals ein paar Hectors Dolphins beobachten, die hier ganz nahe zum Strand kommen. Wir beobachteten sie die Wellen surfen und sahen sie sogar ein paar mal richtig herausspringen.. genial!
Im Fossil Forest begutachteten wir 1000 Jahre alte, versteinerte Bäume und suchten nach Edelsteinen am Gemstone Beach, wo immer wieder verschiedene Edelsteine gefunden werden. Also steckten wir mal alle Steine ein, die irgendwie schön aussahen und vielleicht sind wir ja eigentlich schon Millionäre.

Fjordland
Auf dem Weg zum Milford Sound stoppten wir bei den Clifden Caves, schnappten uns unsere Stirnlampen und begaben uns in die Tiefen der Berge. Ganz allein unter massenhaft Gestein gingen wir nun auf Entdeckungsreise in der Dunkelheit und hatten eine Menge Spaß dabei. Mitten drin schalteten wir mal unsere Lampen aus und entdeckten in der völligen Dunkelheit, eine Menge Glühwürmchen. Wir bewältigten selbst die megaengen Stellen, die schon ein bisschen ein mulmiges Gefühl verursachten, und fanden unseren Weg wieder nach draußen.
Die letzte Nacht vor unserem Ziel war leider extrem mühsam. Wir übernachteten natürlich wie immer an einem gratis Platz an dem Campen erlaubt war. Die Wiese war direkt neben einer historischen Brücke und leider zog diese nicht nur uns an.. während wir gemütlich unser leckeres Abendessen kochten und verschmausten, brummten immer wieder Motorräder herbei. Die ultracoolen Ledertypen fotografierten die Brücke und rasten wieder davon. Das wäre ja an sich auch garkein Problem, die Sache ist jedoch die, dass die coolen Cruiser uns mit ihrem Gebrumme auch noch Spätabends beglückten.. und rund um Mitternacht noch immer.. und danach auch.. und danach.. am Morgen krochen alle Camper aus ihren Autos und Zelten, mit verschwollenen Augen und großem Ärger ins Gesicht geschrieben und wir sprachen einen ankommenden Motorradfahrer an, was denn das sollte. Es stellte sich heraus, dass eine Motorradralley stattgefunden hatte, wobei es eine Aufgabe war, die Brücke zu fotografieren. Tja, so etwas direkt an einem Campingplatz zu veranstalten ist auch nicht grad die feinste Art. Naja, was soll man machen - geschlafen haben wir jedenfalls alle nicht viel.

Milford Sound
Der erste Tag auf der Milford Road war leider immer von ein wenig Regen begleitet. Wir gingen trotzdem ein paar kurze Walks und bewunderten die Natur. Am nächsten Tag verzogen sich die Wolken immer mehr und mehr bis hin zu perfekt blauem Himmel mit totalem Sonnenschein und wir genossen die warmen Sonnenstrahlen auf unserer Haut, die wir die letzten Tage schon so vermisst hatten. Wir spazierten durch undenkbar schöne Wälder, wo die Bäume mit Moos überzogen waren wie ein dünnes Fell und zu Wasserfällen mit kristallklarem Wasser. Dann zogen wir weiter zu unserem Ziel, dem Milford Sound, wo wir auch noch herumwanderten und dann eine Bootstour durch den Sound (eigentlich ein Fjord) machten. Die bewachsenen Berge, die hier majestätisch aus dem Wasser ragen, verziert mit ein paar kleinen glitzernden oder teilweise auch massiven Wasserfällen, waren unglaublich schön! Da es die letzten Tage geregnet hatte und nun die Sonne auf uns runter strahlte, gab es viele Lichtspiele zu bewundern und sogar einige Regenbögen, zu denen wir so nahe mit dem Boot fuhren, dass man das Gefühl hatte, man bräuchte nur den Arm auszustrecken und könnte sie anfassen.
Zum Schlafen ging's an einen See, der so klar und ruhig war, dass sich die Berge spiegelten, was ein unfassbar schönes Bild schuf. Am nächsten Morgen standen noch ein paar Wanderungen durch die atemberaubende Natur am Programm und dann ging die Reise weiter in DIE Extremsportstadt schlechthin, Queenstown.

Queenstown
Am ersten Morgen stand gleich mal eine Jet-Boat-Fahrt auf dem Programm. Da sich die Fahrt um Einiges verzögert hatte, bekamen wir gratis Cafe für die Erwachsenen und gratis Kakao für den kleinen Basti. Na, das nehmen wir doch gern! Außerdem durften wir durch die alte Goldmine spazieren und uns sogar im Gold schürfen probieren, was normalerweise alles extra zu zahlen ist. Da haben wir echt Glück gehabt, obwohl wir leider kein Gold gefunden haben - war trotzdem lustig! Schließlich wurden wir zum Boot gebracht und die wilde Fahrt begann. Wir rasten den Fluss entlang, wobei eine 360 Grad Drehung auf die andere folgte und wir so nahe an die umliegenden Felsen zustürmten, dass man jedesmal dachte, jetzt krachts gleich!! Basti und Verena wollten natürlich unbedingt in der ersten Reihe sitzen und wurden von oben bis unten plitschnass.. und genossen es in vollen Zügen! War echt lustig!!
Für den nächsten Tag hatten wir Mountainbikes gebucht und freuten uns schon riesig auf die Tour. Nachdem wir die Räder geholt hatten radelten wir noch kurz zur Bibliothek, um das Internet zu nutzen. Und plötzlich begann es zu nieseln.. zu regnen.. zu schütten. Na toll!!! Da saßen wir nun, im Vorraum der Library, Internetzugang war bereits aufgebraucht, Räder standen vor der Tür und der Regen schoss nur so herab. Und dazu kam noch ein Mörderwind! Hmm.. also warteten wir eben ein bisschen und langsam legte sich der Regen auch zum Glück und wir traten tapfer unseren Kampf gegen den Wind an. Wir ließen uns die Laune nicht verderben und radelten unsere geplante Strecke ab. Das Positive war, dass ansonsten fast niemand unterwegs war und wir die Wege ganz für uns allein hatten. Das Negative, dass der Muskelkarter nicht nur in den Beinen (extremer Gegenwind), sondern auch in den Armen (extremer Seitenwind, wo man wirklich kämpfen musste, den Lenker gerade zu halten) auftreten sollte. Aber wir genossen jeden Meter der 40 km im Sturm und freuten uns darüber, uns mal wieder richtig verausgaben zu können.
Der folgende Tag begann mit einer Gondelfahrt, anschließend ging's mit einem Sessellift noch weiter rauf und dann düsten wir die Strecke mit einer Art Sommerrodelbahn, wo jedoch jede Person seinen Wagen selbst kutschieren muss, wieder runter. War echt total witzig, vor allem die zwei Kuppen, die das Gefährt richtig zum springen brachten. Der Ausblick von oben war auch schön, war richtig toll!
Wir wollten ursprünglich auch einen Fallschirmsprung dort machen, der uns aber zu teuer war. Auch wegen einem Bungeesprung haben wir lange hin- und herüberlegt, als wir jedoch die Brücke sahen, die nicht so spektakulär wirkte (da waren einige Geräte im Themepark in Australien heftiger), verschoben wir das Ganze auf Österreich. Das wird dann mal eine Abwechslung vom faden Lehrerdasein ;)

Mount Aspiring Nationalpark
Die nächste Station war ein Nationalpark, in dem wir zum Rob Roy Glacier wanderten, da uns ein Paar aus Kalifornien, das wir beim Mount Cook kennen gelernt hatten, diesen wärmstens empfohlen hatte. Die Wanderung selbst hat uns nicht so umgehaun, da man stundenlang nur im Wald bergauf spaziert und nicht besonders viel zu sehen bekommt. Am Gletscher oben war es jedoch wunderschön, mit grünen Wiesen, kleinen Bächen und einer Menge Wasserfälle die nur so runterdonnerten. Hat sich doch echt ausgezahlt!

Wanaka
Zuerst besuchten wir die "Puzzling World", wo man unter anderem eine Menge optischer Illusionen inspizieren kann und sich den Weg durch ein echt großes Labyrinth suchen muss. Das war richtig toll und spaßig!! Dann gabs eine Jause am Lake Wanaka und danach wanderten wir gemütlich zum Lake Diamond mit tollem Ausblick über Wanaka. In den nächsten Tagen sollte uns das Wetterglück leider verlassen und wir reisten im Regen weiter.

Fox Glacier & Franz Josef Glacier
Das Wetter war zwar bei beiden Wanderungen schlecht, jedoch wollten wir als Österreicher besonders den zweiten Gletscher nicht auslassen. Immer wieder von Regentropfen begleitet schritten wir voran, jedoch war der Gletscher am Ende leider immer in Wolken gehüllt. Hätten wir uns wohl sparen können, da gibt's daheim schönere Ausblicke. Erschreckend war jedoch, wie sehr die Gletscher zurückgegangen sind. Klimaerwärmung, here we go!

Westküste
Am Weg in den Norden stoppten wir zuerst kurz bei einer Bucht, wo sobald es finster wird, Unmengen an Glühwürmchen ihr Unwesen treiben. Wir spazierten 100m zum Glühwürmchenort und waren umringt von kleinen gelbgrünen Punkten. Das war wieder einmal wunderschön! Dann ging's weiter zu den Pancake Rocks, wo die Felsen wie ein Stapel Palatschinken aussehen.
Zuletzt wanderten wir noch den Pororari River entlang, der eines der Hihlights der Südinsel für uns war. An den Ufern des glasklaren Flusses ragten die schönsten, von Moos verzierten Bäume aus der Erde, umrundet von Palmen, Farnen und anderen wunderschönen Pflanzen. Es war so märchenhaft, dass Verena nur darauf wartete, dass irgendwo eine Waldfee heraushüpfte. Dort gönnten wir uns auch ein Bad im eiskalten Wasser und genossen die grandiose Atmosphäre.

Der Norden
Im Norden angekommen, fuhren wir zuerst zu den "Te Waikoropupu Springs". Das Wasser war so klar und blau, dass es schon fast unrealistisch wirkte. Basti freute sich eigentlich schon aufs Schnorcheln, jedoch war es verboten das Wasser zu betreten, da es sich um einen heiligen Platz für die Maori handelte.. schade.
Danach stand die "Rawhiti Cave" am Programm, wo der Aufstieg megasteil und anstrengend war, die Höhle jedoch richtig spektakulär!! Hat sich ausgezahlt! Von der Decke ragten Unmengen an Spitzen herab, was ein richtig düsteres bzw. gruseliges Bild erschuf.
Am Abend begaben wir uns in die "Labyrinth Rocks", wo verachiedenste Wege durch große Felsen führen und überall kleine Spielsachen und Figuren versteckt sind. Da gibts viel zu entdecken und es ist echt toll für Kinder.. und auch für Bastis und Verenas ;)
Ganz im Norden angekommen, wanderten wir zum Wharariki Beach, der richtig schön ist mit seinen Dünen, Felsformationen und natürlich den Robben.
Danach spazierten wir zum Cape Farewell, mit wunderschönen Ausblicken runter auf die Küste und auf den Spit (die Sandschlaufe die sich ganz an der Spitze des Nordens ins Meer erstreckt).
Im Abel Tasman National Park gingen wir den Harewoods Hole Walking Track, der ganz nett durch Wälder und Felswege führte und am Ende einen Ausblick ins Tal bot, uns aber nicht ganz so überzeugte. Da haben wir mittlerweile schon schönere Dinge gesehen!
Danach fuhren wir an einen Strand wo ein gigantischer Felsen im Meer die Gestalt eines gepaltenen Apfel (split apple) hat, wo wir dann ein bisschen schwimmen gingen.

Nelson
Wir kamen in die nächste größere Stadt, Nelson. Bereits am Weg dorthin zeigte sich das Wetter von einer immer schlechteren Seite, bis wir schließlich nach der ersten Nacht auf einem Parkplatz im totalen Regen aufwachten. Wir schnappten unsere gesamten elektronischen Geräte und liefen so schnell wir konnten durch die tausenden herabfallenden Tropfen zur Bibliothek. Platschnass dort angekommen, chillten wir uns in eine Ecke und zapften ihren Strom ab. Das Wetter blieb dann leider auch am nächsten Tag noch so, aber wir hatten echt Glück bei dem schlechten Wetter in der Stadt zu sein, da wir hier wenigstens ein bisshen bummeln und in die Bibliothek gehen konnten und nicht nur im Auto vergammeln mussten.

Kaikoura
Und schon stand unsere letzte Station der Südinsel an. Dort konnten wir massenhaft Robben an unterschiedlichen Punkten und aus nur ein paar Metern Entfernung beobachten. Das war einfach unglaublich!! Wir sahen sogar ganz viele Babys, die fröhlich und munter auf den Felsen herumhopsten, die Erwachsenen sikkierten oder sich im Wasser vergnügten.
Dort machten wir dann eine Kajaktour, wo uns immer wieder Dusky Dolphins begleiteten, unter uns durchtauchten oder neben uns raussprangen - einfach unfassbar! Auch eine Robbe kam ins Wasser, drehte sich vergnügt im kühlen Nass neben uns umher und einen Albertros sahen wir auch.
Um noch mehr Robben in ihrer natürlichen Umwelt beobachten zu können hatten wir dann sogar einen Seal-Swim gebucht, wo wir mit einem Boot zu einer Bucht fuhren und dort herumschnorchelten und so die Tiere hautnah erleben konnten. Leider waren sie nicht so verspielt wie wir uns das vorgestellt hatten und ziemlich unbeeindruckt von den Menschen. Anstatt mit ihnen zu schwimmen, waren wir hier reine Beobachter, was aber auch großartig war.
Abgesehen von den tollem Tierelebnissen sind wir den Peninsula Walk gewandert, wo man während der gesamten Zeit einen atemberaubenden Ausblick auf die rauhe Küste hat. Das war wunderschön!! Umgeben von goldenen Kornfeldern klatschten die Wellen auf die Felsen und die Sonne brachte das Wasser zum glitzern - phenomenal!

Das war's also von der Südinsel, die uns echt umgehauen hat. Ein Ort war schöner als der andere und wir sind schlichtweg begeistert von diesem phenomenal schönen Land. Mal sehen, was die Nordinsel nun bringt!

Um eine Vorstellung zu haben wies bei uns aussieht, kommen diesmal ein paar Fotos mit. Leider nur mit dem Handy aufgenommen, aber immerhin :)

Verena Missing

Central Coast & Blue Mountains

Unsere nächste Station war Byron Bay, ein bekanntes Surferstädtchen in der eine Hippieatmosphäre herrschen soll. Tja, ein paar deutsche 18-jährige "möchte-gern-Hippies" haben wir tatsächlich gesehen. Die kleine Stadt hat zwar nette Straßen mit kleinen Geschäften, ist aber leider völlig überlaufen und der Altersdurchschnitt liegt irgendwo im Teenagerbereich. Die Wellen waren leider auch hier nicht besonders und nach einem gescheiterten Schnorchelversuch zu einem Wrack (die Strömung war echt massiv), machten wir noch ein Work Out am Strand und belohnten uns dann mit einem leckerschmecker BBQ, sorgar mit Käsekrainern!! Danach begaben wir uns auf einen Coastal Walk zum Lighthouse, wo es wirklich total schön war und wo uns sogar ein paar Wallabys (kleine Kängurus) überraschten.

Den folgenden Tag verbrachten wir an einem echt interessanten See den wir zufällig entdeckt hatten. Das Wasser des Lake Ainsworth war rot und die Sicht beschränkte sich auf maximal 10cm. Man hatte das Gefühl in Blut zu schwimmen, echt schräg!! Dort chillten wir also ein wenig, gingen ein bisschen Schwimmen und am nächten Tag fuhren wir weiter zum Coffs Harbour. Dort sind wir am Hafen herumspaziert und dann weiter nach South West Rocks, wo wir an den Klippen des tobenden Meeres jausneten und dann noch ein kurzes Work Out am Strand machten. Duschen waren wir am Campingplatz daneben, wo einfach mal 2 echt große Kängurus herumhopsten! Wahnsinn!!! Danach sind wir wieder einmal zu einem Leuchtturm spaziert weil uns dort die Aussicht immer so gut gefällt. Es begegneten uns auch hier wieder Kängurus und später ging's weiter nach Crescent Head. War ein toller Tag!

Am nächsten Morgen gingen wir in Port Macquarie ins Koala Hospital. Dort werden verwundete Koalas wieder aufgepäppelt und wenn möglich wieder in die Natur entlassen. Und Verena hat sich verliebt. Ein Koala kam, als Verena sich näherte, ans Gitter seines Geheges und streckte ihr den Kopf neugierig entgegen. Plötzlich machte es "pimm" und sein Kopf war außerhalb der Gitterstreben und er gaffte Verena mit großen Augen an und erst nach ein paar Versuchen schaffte es das kleine graue Wollknäul, seinen Kopf wieder hineinzuziehen. Der war unglaublich süß!!! Danach statteten wir dem "Roto House" (einem sehr alten und historischen Haus nebenan) einen Besuch ab, fuhren auch hier zum Lighthouse und dann weiter nach Port Stephens. Hier spazierten wir durch eine wunderschöne Dünenlandschaft, wo es weit und breit außer Sand nichts zu sehen gab. Wir beschlossen zum Sonnenaufgang auf die Dünen zu wandern, jedoch machte uns ein verregneter Morgen einen Strich durch die Rechnung.

Also ging's weiter nach Newcastle, wo wir das Fort und den Leuchtturm begutachteten. Zum Frühstück gabs Pancakes, zubereitet auf einem BBQ eines Parks, war echt lecker!!! Und schon stand ein Szenenwechsel am Programm: die Blue Mountains.

Diese Gegend hat uns seit langem wieder einmal den Atem geraubt. Obwohl wir nun schon so viel gesehen haben, waren wir von der Natur hier schlichtweg begeistert! Von den unterschiedlichen Arten des Regenwaldes, über die beeindruckenden Wasserfälle und die wunderschönen, von Wäldern bedeckten Hügel, bis hin zu den massiven Felsformationen. Auch das Wetter war perfekt, was unsere Begeisterung noch verstärkte. Hier wanderten wir also zwei Tage lang herum und genossen die Landschaft. Um uns duschen zu können gönnten wir uns am Abend einen Saunagang mit Whirlpool und danach richtigen Duschen (nicht so wie die Strandduschen der letzten Wochen), für einen Schnäppchenpreis von ein paar Euros. Und obendrein gab's noch Geheimtipps von den Einheimischen mates in der Sauna. Tja, wozu so ein Saunatratsch gut sein kann! Wir klapperten natürlich alle dieser Insidertipps ab, wobei uns einer davon einige Nerven und Angstschweiß kostete. Um an einen Wasserfall zu kommen, ließen wir uns vom Navi zu einer Straße geleiten, die sich plötzlich in einen Feldweg verwandelte, der lediglich aus heftigsten Schlaglöchern und riesigen Steinen bestand und außerdem extrem steil war. Und dazu kam: es gab natürlich keinerlei Umkehrmöglichkeiten. Und wir natürlich mittendrin, oh mein Gott!!! Da unsere Versicherung nicht für unbefestigte Straßen galt, waren wir auf uns allein gestellt. Und als der Unterboden die Straße streifte, fiel uns das Herz in die Hose. Als endlich eine Möglichkeit des Wendens bestand nutzten wir sie und kamen auch heil wieder zurück an. Sofort checkten wir das Auto und als wir keine Ölspuren entdeckten, machte sich allmählich Erleichterung breit. Phu, Glück gehabt!!!

Nach der unglaublichen Landschaft und den turbulenten Erlebnissen in den Blue Mountains ging's wieder zurück in die große Stadt. Sydney.

Hier war's mit dem freecampen ein bisschen schwieriger! Aber wir ließen uns nicht abschrecken und blieben mitten in Manly an einer ruhigeren Straße stehen. Die Handgriffe für das Herrichten des Bettes hatten wir bereits so automatisiert, dass wir im nullkommanichts bereit im Bett lagen und wohl keinerlei Aufmerksam auf uns zogen. Perfekt! Am nächsten Morgen stand ein Abenteuer am Programm: der Sharkdive Xtreme. Nach einer kurzen Einführung, unserer Unterschrift, dass wir bei jeglichen Verletzungen oder Verlusten kein Anrecht auf Anklage hätten und einer Auffrischung unserer Tauchfertigkeiten, ging's ab ins Aquarium, wo wir von 3 verschiedenen Arten von Haien, ein paar Rochen (einer hatte die Größe eines Queensize Betts), Riesenschildkröten und ganz vielen anderen tollen Meeresbewohnern umrundet wurden. Es war wirklich unglaublich!! Die Haie waren nur cm von uns entfernt (ein kleiner stieß zu Beginn sogar gleich mal gegen Verena's Kopf) und sie beobachteten uns wohl genau so wie wir sie. War ohne Frage eine tolle Erfahrung, vor allem kamen wir ja wieder heil raus! ;)
Nach dem Tauchgang schlenderten wir noch durch das Aquarium und betrachteten seine Bewohner nochmal durch Glas und beäugten auch all die anderen Tiere der Anlage.

Danach begaben wir uns auf die Suche nach Käufern für Basti's Surfbrett. Wir klebten einen Zettel mit dem Preis dran und machten uns auf den Weg zum Strand. Kurz vor der Promenade kam ein junger Portugiese auf uns zu, der sich das Schnäppchen nicht entgehen lassen wollte. Er meinte er hole noch kurz Geld aus seiner Wohnung und käme dann zum Strand. Super gelaufen! Also chillten wir uns hin und warteten auf unseren Käufer. Und wieder mal warteten wir, und warteten und warteten und Basti wurde schon allmählich ungeduldig. Als wir schließlich der Realität, dass er wohl nicht zurückkehren würde, ins Auge sehen mussten und da sich auch sonst noch niemand interessiert zeigte, gingen wir mal ein wenig herum, sprachen Leute an und schlenderten zu ein paar Hostels. Als wir die Hoffnung schon beinahe aufegeben hatten, hörte Basti plötzlich ein paar spanische Burschen über das Brett reden. Er ergriff die Chance und quatschte sie auf spanisch an, ob sie nicht ein Surfbrett bräuchten. Die Burschen waren maximal 17 Jahre alt, scheinbar auf Sprachreise hier und begeistert davon, dass Basti spanisch sprechen konnte. Mit ein wenig Geschick schwatzte er ihnen das Brett schließlich auf und hat somit für sein ganzes Surfvergnügen in Australien nur 5$ bezahlt! Na das zahlt sich doch mal aus!!

Erleichtert darüber, dass wir nicht - wie befürchtet - auf dem Surfbrett sitzen blieben, suchten wir wieder einen Schlafplatz für uns und unseren Camper und verbrachten so die letzte Nacht in der wuderschönen Stadt Sydney. Am nächsten morgen putzten wir noch das Auto bevor wir es zurückbrachten und dann ging's ab zum Flughafen und rein in die Wolken.

New Zealand, we are coming!!!!!

Verena Missing

Gold Coast

Tja, da saßen wir nun in unserem Camper gefangen und es hörte garnicht mehr auf, auf uns niederzubrasseln. Also fuhren wir erst mal zur Infostation der Glasshouse Mountains, nutzten dort die überdachten Sitzgelegenheiten um zu Frühstücken und surften ein wenig im gratis Internet und warteten, dass der Regen nachlässt. Warteten.. und warteten.. und war..wurden ziemlich ungeduldig! Also beschlossen wir das schöne Gebirge zu spritzen und stattdessen einen 3-Tages-Pass für den größten Themepark Australiens, die "Dreamworld", sowie die "Whitewaterworld" zu kaufen. Und das war auch die beste Entscheidung!!!!! Da es den ganzen Tag wie aus Kübeln schüttete, waren nur ganz wenige Adrenalin-Junkies unterwegs und wir hatten freie Bahn zu allen Achterbahnen, Rutschen und anderen Späßen! Im Gegenteil, wir mussten sogar einmal Leute zusammenrufen, da eine Mindestanzahl von Personen für die Fahrt notwendig war. Der verregnete Tag verwandelte sich für uns in einen der besten Tage der bisherigen Reise. Wie kleine Kinder rannten wir mit leuchtenden Augen von einer Attraktion zur nächsten und lachten so viel wie scho lange nicht mehr. Auch der nächste Tag startete etwas verregnet, wodurch wieder eher weniger Besucher im Park waren. Das Wetter wurde aber immer besser, bis hin zu totalem Sonnenschein, weshalb wir dann die Zeit im Waterpark genossen. Der letzte Tag unseres Passes fiel auf einen sonnigen Sonntag, weshalb nun die Massen in die Parks strömten. Das war uns jedoch ziemlich egal, da wir bereits alles zur Genüge genutzt hatten und nun nur mehr im Park herumspazierten und uns an kleineren Attraktionen erfreuten. Am Nachmittag fuhren wir dann zum Surfers Paradise, da der Eintritt zum Observation Deck eines Wolkenkratzers (die Plattform war im 77. Stock, in 219 m Höhe) in unserem 3-Tages-Pass inkludiert war, was wir uns natürlich nicht entgehen ließen. Und der Ausblick war echt toll!! Das einzig negative an diesen drei Tagen war ein kleiner Zwischenfall, der uns leider auch jetzt noch nachhängt. Als wir nach unserem ersten Tag in den Erlebnisparks zum Auto zurückkehrten, in strömendem Regen wohlbemerkt, verriegelte sich seltsamerweise irgendwie die Schiebetür nicht. Als sich dann auch die Fenster nicht automatisch öffnen ließen, dämmerte es uns allmählich. Die Batterie war leer. Basti hatte wohl leider vergessen, das Licht abzudrehen. Normalerweise schlägt das Auto auch Alarm, was diesmal leider nicht der Fall war. Wir saßen im Auto, umringt von fallenden Regentropfen und nur noch ein paar vereinzelten Autos am Parkplatz. Na toll! Als sich ein paar junge Männer ihrem Auto näherten ergriff Verena die Chance und begab sich in den Regen. Einer von ihnen hatte zum Glück ein Starterkabel dabei und erklärte sich bereit uns auszuhelfen. Zum Glück ging noch mal alles gut und wir fuhren ein Stück weiter um uns einen Schlafplatz zu suchen, um die Batterie ein wenig aufzuladen. Als wir in der Früh dann wieder weiterzogen, sprang der Motor erneut nicht an. Erst beim zweiten Versuch gelang es uns die Karre in Gang zu setzen und seither haben wir bei jedem Anstarten ein flaues Gefühl im Magen. Da wir nie lange Strecken fahren kann sich die Batterie wohl nicht auseichend erholen. Mal schaun, was da noch kommt!

Nach den turbulenten drei Tagen düsten wir die Gold Coast entlang, weiter in den Süden zuerst zum Burleigh Heads, wo wir am Strand ein kleines BBQ machten. Die Grillplatte war sofort schwarz und wir schafften es leider trotz allem Bemühen nicht, sie zu reinigen - der Grill war zu unserer Verteidigung auch wohl kaputt, da die Platte viiiel zu heiß war. Dann flüchteten wir ganz schnell weg vom versauten Grill weiter zum Currumbin Beach. Dort bereiteten wir unser Bettchen vor und sobald wir uns gewaschen hatten, legten wir uns ins Auto und betrachteten ein beeindruckendes Gewitter-Blitz-Spiel in den umliegenden Wolken, die wenig später einige cm Wasser auf die Erde niederließen. Basti rettete noch seine draußen stehenden Flip Flops, die fröhlich am Parkplatz herumschwammen und wir schliefen beim Regengeprassel ein.

Am nächsten Tag wachte Basti aufgrund der Geräusche von zufallenden Autotüren ganz früh auf, warf verschlafen einen Blick aus dem Fenster und konnte es kaum fassen. Der gesamte Parkplatz war bereits voll - und das um 6 Uhr Morgens!! Tja, it's "Autralia Day"!!!! Die Massen strömten zum Strand, alle ausgestattet mit den unterschiedlichsten Utensilien mit der australischen Flagge bedruckt, und zelibrierten ihre Freude Australier zu sein. Wir ergatterten noch einen Platz im Schatten, wo wir dann den Tag verbrachten und Basti auch ein bisschen surfen konnte. Am Abend wurde Basti am Parkplatz von einem Mann in den 60ern angesprochen, der mit seinem Moped vorbei tuckerte. Er bat Basti sein Surfbrett doch bitte mal umzudrehen, er hatte ihn schon früher hier gesehen gehabt und wollte kurz etwas abchecken. Also tat Basti dem älteren Herrn den Gefallen, welchem es einen Grinser aufzog, als er die Vorderseite des Bretts zu Gesicht bekam. Es stellte sich heraus, dass Basti an den Schöpfer des Boards gestoßen war, der vor 25 Jahren dieses Brett geshaped hat!!! Unglaublich!! Glücklich darüber, dass es noch in heilem Zustand und sogar noch immer in Verwendung ist, verzog sich Bastis neuer Freund wieder. Zum Schlafen vertschüssten wir und dann in den Süden nach Kirra, kamen aber am nächsten Tag nochmals zurück, da Basti auf bessere Wellen hoffte. Leider waren sie erneut nicht besonders aufregend und so setzte Basti seine Suche nach der perfekten Welle am Kirra Point fort, wo er leider auch nicht sein Surferglück fand. Also ging's weiter zum Snapper Rocks, einem sehr berühmten Surfspot, wo wir uns eine Schokotorte vom Aldi holten, um Basti's Frust ein wenig zu lindern. Und als wir da so an der Promenade saßen und unsere köstliche Schokotorte verdrückten - und dabei eine Menge neidischer Blicke ernteten - wen entdeckt da Basti in den tobenden Wellen: Mick Fanning!!!! Ja, ganz recht! Einer der weltbesten Surfer vergnügte sich vor unserer Nase im Wasser. Und auch eine Menge anderer Surfer (viele davon sicher gesponsert) waren beinahe auf seinem Niveau, was für ein Anblick!! Wir kletterten über die Felsen, so weit raus wies nur ging, und beobachteten die pros (ca. 50 m von ihnen entfernt) bis sich die Sonne langsam vertschüsste. Einmal lief Mick sogar genau an uns vorbei, da sich die Surfer immer ganz in unserer Nähe von den Klippen in die Wellen stürzten.

Am folgenden Tag stürzte sich Basti in Coolangetta, inspiriert vom Anblick der Pros am Vortag, nochmal ins blaue Nass, leider waren jedoch die Wellen sehr klein und als er ein paar blaue Quallen mit ca. 1m Durchmesser rund um ihn entdeckte, ließ er es lieber sein.

Und weiter geht's, die Central Coast entlang, bis nach Sydney.

Verena Missing

Brisbane und die Sunshine Coast

Auch in Brisbane erklärte sich ein netter älterer Herr Namens Ross einverstanden, uns ein Dach über dem Kopf zu geben. Couchsurfing hat sich echt schon ausgezahlt!!! Diesmal hatten wir sogar ein eigenes Zimmer mit eigenem Klo und Bad zur Verfügung, und das gratis!! Was für ein Luxus!!!

Da es unglaublich heiß war (36 Grad mit zusätzlicher 100%iger Luftfeuchtigkeit), spazierten wir zuerst mal durch die Stadt und begaben uns dann so schnell wie möglich zur "Southbank", wo ein künstlich angelegter Strand für Abkühlung sorgen soll. In der Stadt fuhren wir in der City Hall mit dem ältesten handbetätigten Lift Australiens in den Glockenturm, um die Aussicht über die Stadt zu genießen, spazierten durch den botanischen Garten und eilten dann im Laufschritt zur angesteuerten Badegelegenheit. Auch den folgenden Tag verbrachten wir an der Southbank. Leider gabs fast keine Schattenplätze und die dies gab, waren natürlich belegt - also bruzelten wir in der Megahitze nur so dahin und schmissen uns von Zeit zu Zeit ins nicht allzu kühle Nass. Danach gings noch in ein klimatisiertes Museum, um unsere Gehirne auf Trab zu halten.
Am Abend wollten wir für Ross Kaiserschmarren mit Zwetschkenröster kochen (hatten wir auch mit Keiran gekocht), leider konnten wir auch hier die Hitze des Herds nicht ganz so unter Kontrolle kriegen und so gabs ein paar schwarze Pfannküchleins. Zum Glück hatte Ross schon Abend gegessen als er nach Hause kam und lehnte das Ergebnis unserer Kochkünste dankend ab.

Und dann war es so weit, das nächste Abenteuer stand uns bevor: der Camper-Van!!!
Wir begaben uns zur Jucy-Station und erhielten unser neues zu Hause für die nächsten drei Wochen - und los geht's, here we come!!!!!

Der erste Stop war gleich in der Nähe, ein supertolles Outlet, wo wir ein paar Kleinigkeiten ergattern konnten. Es gab fast nur Sportgeschäfte und wir hätten soooo viel kaufen können, jedoch schreckte uns der Gedanke das ganze Zeug noch über vier Monate mitzuschleppen, doch sehr ab. Basti fand schlussendlich noch eine Leash für sein neu erworbenes secondhand Surboard. Jetzt fehlen nur noch die guten Wellen.. na dann suchen wir mal.

Erster Stopp: Dicky's Beach.
Basti schmiss sich sogleich in die Wellen, während Verena im Schatten chillte und wir organisierten uns mal im Bus. Am Abend wurde unser Kocher zum ersten Mal angeworfen und das Bett hergerichtet. Alles funktioniert einwandfrei!! Nur ein Mosquitonetz wäre von Vorteil, da wir aufgrund der Hitze Nachts alle Fenster offen lassen müssen und dadurch den Gelsen freie Bahn zum Buffet bieten. Aber direkt am Strand schlafen und aufwachen ist einfach nur toll!!! Vor allem weil es überall gratis Sanitäranlagen und Trinkwasser gibt. Da wird Campen leicht gemacht!! :)

Zweiter Stopp: Maroochydore Beach
Auch dort konnte Basti wieder ein bisschen surfen, jedoch waren die Wellen nicht wirklich aufregend und die Sonne unglaublich heiß, sodass wir zu Mittag beschlossen weiterzuziehen. So kamen wir zum Coolum Beach Park Aussichtspunkt.
Wir entdeckten einen kleinen Parkplatz (wieder mit Toiletten und Sitzgelegenheiten) auf einem kleinen Hügel mit wunderschönem Ausblick über die umliegenden Strände. Wir parkten uns ein und Basti begab sich wieder in die Wellen, später kochten und schmausten wir bei wunderschönem Ausblick und schmissen uns aufs Ohr. Am nächsten Tag besetzten wir gleich weiter einen der acht Parkplätze, sehr zum Ärger der unzähligen Australier die ununterbrochen mit ihren Riesenautos raufdonnerten und weil meistens kein Parkplatz frei war wieder das Weite suchten. Da war es uns ein wenig zu busy und wir spazierten runter an den Strand. Zuerst gingen wir ein bisschen Schnorcheln und Basti warf sich wieder mit seinem Brett in die Fluten.

Dritter Stopp: Noosa National Park
Wir entdeckten einen atemberaubend schönen Strand mit beinahe weißem Sand bei türkisem Meer, wo wir uns in den Schatten chillten, uns von Ameisen sekkieren ließen und uns unseren Büchern widmeten. Am Abend gabs noch ein superanstrengendes Work-out im Park neben dem Parkplatz und dann stand Schlafplatzsuche am Programm. Nach laaaangem Herumgekurve (es gab überall Schilder mit "No Over-Night-Stays") parkten wir schlussendlich in einer kleinen Seitengasse und wurden am Morgen vom Gesang kunterbunter Papageien, die direkt über uns (das große Dachfenster haben wir ja Nachts immer geöffnet) ihr Morgenträtschchen abhielten. Das war echt lässig! Und dann ging's nochmal zurück zum Noosa National Park, wo wir am Vorabend einen netten Badebereich gefunden hatten, um dort ein wenig zu chillen.

Vierter Stopp: Hervey Bay
Da dort unsere zweitätige Fraser-Island-Tour am folgenden Tag losstartete, ging's zunächst mal zum Strand um zu kochen und die Sanitäranlagen zu benutzen und dann ging's direkt vor die Tür des Tour-Operators, wo wir uns ins Land der Träume begaben.

Am nächsten Tag gab's gleich in der Früh eine Einführung für all jene, die sich als Fahrer gemeldet hatten (wir natürlich darunter) um mit den fetten Allradautos im Sand der Insel herumkurven zu dürfen. Später kam der Rest der Truppe und es ging los zur Fähre. Basti gleich mal als einer der ersten beiden driver. Er meisterte die Buckelpistenstraßen der Insel mit Bravour und brachte uns alle zuerst zu einem See zum Baden, dann zu einem Schiffswrack und zuletzt in unser Quartier. Am Abend gabs leckeres BBQ und viel Getratsche und am nächsten Tag zu Sanddühnen und zwei weiteren Seen. Zweiterer war der wohl schönste See der Welt, mit weißem Sandstrand, türkisem SÜSS!!!wasser und keinerlei eigenartiger Tiere drin! Verena's Traum!! Leider versteckte sich die Sonne und so war der Ausblick nicht ganz so perfekt. Auch Verena durfte ihre Fahrkünste unter Beweis stellen und kassierte großes Lob für ihre sanfte Fahrweise. Auf der Tour sahen wir außerdem riesige Spinnen, eine fette Schlange, Dingos und einen echt großen Goana. War ein supertoller Ausflug mit einer supernetten Truppe!!! Vor allem unser Tourguide war der Hammer: Mitten in Australien treffen wir hier auf Fritz, den stets gut gelaunten und für alle Späße bereiten 76-jährigen Oberösterreicher, der seit 42 Jahren in Austalien lebt und den stärksten österreichischen Akzent hat, den wir je gehört haben. Kaum machte er den Mund auf, zog es Basti und Verena einen fetten Grinser auf. Da kann Schwarzenegger einpacken!!!

Letzter Stopp: Rainbow Beach
Aufgrund vieler Empfehlungen des wunderschönen Rainbow Beaches kamen wir voller hoher Erwartungen dort an, suchten uns einen versteckten Parkplatz gleich beim Strand und schlummerten zufrieden ein. In der Früh hüpften wir mit den ersten Sonnenstrahlen aus den Federn und fuhren los um einen geeigneten Frühstücksplatz am Strand zu suchen. Wir kurvten die Küste entlang, unser Ziel - die berüchtigten Sanddünen - blieben uns jedoch verborgen. Auch die Sonne versteckte sich allmählich und nach einem Frühstück am Strand chillten wir noch, bis uns ein paar Regentropfen die Stimmung vermiesten. Doch die Stimmung sollte noch viel weiter in den Keller sinken... Da die Regenwölkchen unserem Plan des Strandtags einen Strich durch die Rechnung gemacht hatten, folgte das Ersatzprogramm: BBQ!!! Am Vortag hatten wir voller Freude Käsekrainer bei Aldi entdeckt und natürlich zugeschlagen. Während nun die Würstchen am Grill lagen, die Spiegeleier und Karotten bruzelten und der Salat bereit stand, gesellten sich noch ein paar RIESEN Regenwolken zu uns und beglückten uns mit einer Abkühlung. Alles schwamm bereits im Wasser - und die Stimmung sank noch weiter. In Windeseile räumte Verena den BBQ ab und wollte alles in den Camper bringen, wo Basti bereits die Tür mit voller Wucht (da waren wohl Monstermuskeln, Eile und ein wenig Ärger über die Wetterüberraschung vereint) geöffnet hatte. Das Problem: sie ließ sich nun nicht mehr schließen!!! Da saßen wir nun. Das ganze leckere Essen auf einen Teller gequetscht, alle Kochutensilien noch schnell abgewaschen und es regnete feucht fröhlich auf unser Hab und Gut. Tja, und unsere Stimmung war nun wohl irgendwo in den Erdmassen unterhalb des Kellers angelangt. Nachdem wir wieder einen klaren Kopf hatten machte sich Basti auf zur nächsten Telefonzelle um unsere Auto-Vermietung anzurufen, während Verena die Schiebetür mit Decken und Handtüchern ausstattete, um die ansonsten so begehrten kühlen Wassertropfen draussen zu halten. Einige Zeit später waren wir auch schon unterwegs zu einem Mechaniker, der uns die ausgehakte Tür mit ein paar Handgriffen einränkte. Als wir wegen der Bezahlung nachfragten meinte er nur "Merry Christmas!!", was unseren Stimmungspegel wieder gewaltig steigen ließ. Danach fanden wir doch noch die Dünen, welche trotz Regen sehr schön waren (und vor allem waren außer uns auch keine anderen Touris unterwegs) und machten uns dann auf in Richtung Glasshouse Mountains und der Rainbow Beach wird uns wohl eher als RAINbow Beach in Erinnerung bleiben.

Verena Missing

Cairns

Unseren Cairns-Aufenthalt begannen wir sogleich mit einem Highlight: eine Segeltour. Es war unglaublich toll so weit weg von allem, mitten am Meer herumzuschippern und den Wellen zu lauschen. Beim Schnorcheln entdeckten wir Wasserschildkröten, Basti erblickte einen Catfish und ein winzigkleiner gelber Fisch wich Verena nicht mehr von der Seite. Das Boot wurde außerdem mal kurz von einem Delphin begleitet, der sich 1-2 Meter vom Boot entfernt mit den Wellen spielte. Am Abend gabs ein Lagerfeuer am Strand einer einsamen Insel - es war wirklich toll, nur das Schlafen am Boot war ziemlich wackelig. Basti und Verena hatten jedoch sogar eine eigene Kabine, im Gegensatz zu zwei älteren Damen, die an Deck ihren Schlafplatz zugeteilt bekommen hatten und nachdem sie vom Regen eingewaschelt worden waren ins Innere des Bootes flüchteten. Da jedoch alle Schlafplätze belegt waren, mussten sie sich mit dem Boden begnügen - da haben wir noch mal Glück gehabt! Die zwei waren jedoch ans Segeln und solche Situationen gewöhnt und eine der beiden hatte sowieso einen Dauerspiegel während des gesamten Trips, daher war ihr das ganze eher egal. Hauptsache ihr Bier fürs Frühstück blieb heil.

Nach dem Trip checkten wir in einem Hostel ein und verbrachten einen schönen Tag an der Lagoon. Dabei handelt es sich um ein superschönes gratis Freibad mit BBQ Gelegenheiten und Lifeguards. Da es in den Gewässern aufgrund der Krokodile nicht so empfehlenswert ist zu baden, hat die Stadt diese tolle und vor allem gratis Freizeitanlage gebaut. Sehr bewundernswert!!

Am folgenden Tag liehen wir uns ein Auto aus. Zuerst verbrachten wir ein paar Tage in Port Douglas, wo wir viel im Regenwald spazierten, sogar eine Schlange und Waterdragons erspähen konnten und die atemberaubende Natur genossen. Am letzten Tag besuchten wir das Port Douglas Wildlife Habitat, wo Verena endlich Kängurus sehen konnte (abgesehen von den toten Kängurus die man in beinahe regelmäßigen Abständen an den Straßenrändern sah) und sie sogar füttern konnte und wo es unter anderem auch Koalas, Krokodile und viele andere tolle Tiere gab.
Danach ging die Reise weiter ins "Tableland", wo wir in Atherton für drei Nächte die Couch des sehr netten Keirran surften (= wir nutzten Couchsurfing um uns das Geld für eine Unterkunft zu sparen und Einheimische kennen zu lernen). Teils mit und teils ohne ihm erkundeten wir die Gegend. Wir wanderten wieder durch den Regenwald, sahen wild lebende Kängurus, Schildkröten, Platypusse, riesige "Strangler-Fig-Trees" und viele andere tolle Dinge.

Dann ging's noch mal kurz zurück nach Cairns um das Mietauto zurückzugeben. Wir chillten noch mal ein bisschen in der Lagoon, machten ein wenig Sport (Verena lief die Promenade entlang während Basti an seinen Stahlmuskeln arbeitete) und beobachteten am Abend die Flying Foxes (Flughunde), die Abends in Scharen über Cairns fliegen.

Und schon ging's wieder zum Flughafen, um zur nächsten Station - Brisbane - zu gelangen.

Verena Missing

AUSTRALIEN: Sydney

Nach einem langen Flug mit vielen tollen Filmen, wirklich gutem Essen aber leider nur sehr wenig Schlaf, sind wir in Sydney gelandet. Nach dem Besorgen der Tickets für die Öffis sind wir gleich mal zu unserem Quartier (Air B'n'B) gestartet. Es war ein nettes Haus in der Vorstadt (Epping), wo eine Frau mit 2 Hunden und ihrer Katze lebt. Die Tiere waren zwar zu Beginn ganz süß, aber wenn die Katze am selben Tisch ihr Abendessen serviert bekommt wie wir und Basti kein work-out im Garten machen kann weil der Hund ihn ununterbrochen anstupst und abschleckt um ihn dazu zu bringen mit ihm Stöckchenwerfen zu spielen, ist das nicht mehr ganz so lustig. Auch waren die Distanzen nicht ganz korrekt angegeben, da es uns leider mindestens eine Stunde kostete, um ins Zentrum zu gelangen. Ansonsten war die Unterkunft in Ordnung, wenn auch vor allem im Küchenbereich nicht ganz so sauber und die Vermieterin war zwar etwas verwirrt, aber sehr nett.
Da wir nach dem Flug ein wenig geschlaucht waren (Verena war auf dem Weg zum Quartier nicht mehr so wirklich ansprechbar und wirkte eher wie ein Zomie), warfen wir uns noch kurz aufs Ohr, bevor wir später ins Zentrum fuhren und die berühmte Oper und den Circular Quay abcheckten. Da die ganzen Supermärkte geschlossen hatten gabs zum Abendessen Instant Nudeln und dann hieß es mal so richtig fein schlafen!!!!

Am nächsten Tag standen wir zuerst mal vor zwei geschlossenen Museen (aufgrund der Feiertage, obwohl der 27.12. uns nicht als Feiertag bekannt war) und begannen dann den Tag erst so richtig mit dem Paddington Markt. Dieser hat uns dann aber echt gut gefallen und wir konnten sogar ein paar Kleinigkeiten ergattern. Danach ging's in den Hyde Park, zum ANZAC War Memorial, zur Art Gallery of NSW, zum The Rocks Market (ein bisschen touristischer als der Paddington Market) und zum The Rocks Discovery Center. War alles sehr interessant! Am Abend waren wir dann seit Ewigkeiten wieder in einem großen, richtigen Supermarkt!!!! Die Freude über all die Angebote und das garnicht allzu teure Essen ging ein wenig mit uns durch (wir hatten schon befürchtet wir müssten in Australien hungern) und wir kauften wohl genug Lebensmittel für 2 Wochen ein. Nach beinahe drei Monaten waren wir überglücklich mal selbst kochen zu können und unser Abendessen, die schmackhaften Nudeln mit feinster Tomatensauce, waren einfach köstlich!!!

Am folgenden Tag war es, wie schon am Tag zuvor, leider immer etwas bewölkt. Wir spazierten durch den Botanischen Garten, wo wir eigentlich an einer gratis Tour teilgenommen hatten, nach viel zu vielen Informationen jedoch beschlossen ihn auf eigene Faust zu erkunden. Der Garten ist wirklich unglaublich schön, mitten in der Stadt und das alles gratis!! Richtig toll!!! Danach besichtigten wir den Mrs. Macquaries Chair, wo der Ausblick zur Harbour Bridge und der Opera unglaublich toll war und das Museum of Contemporary Art. Die Ausstellumgsstücke dort waren für unseren Geschmack jedoch ein bisschen ZU contemporary und wir standen meist ziemlich ratlos, wenn nicht sogar ein wenig verwirrt, vor den Kunstwerken. Dann ging's mit der Fähre nach Darling Harbour, dort noch am Fishmarket spaziert und das Victoria Building erkundet, und ab ging's nach Hause zu erneuten leckeren Nudeln mit Tomatensauce.

An Verena's Geburtstag wurde sie von dem wohl besten Freund der Welt unglaublich verwöhnt. Als sie zum Frühstück kam war bereits alles gedeckt, die Wäsche war gewaschen und zum Trocknen aufgehängt, die gesamte Jause für den ganzen Tag war bereits vorbereitet und eingepackt und auch für strahlenden Sonnenschein hatte er offensichtlich gesorgt. So marschierten wir los zur Fähre, in Richtung Watson's Bay. Dort spazierten wir zum Lighthouse und zu The Gap (eine Riesenklippe an der sehr viele Selbstmorde verübt werden), wo wir überall einen unglaublichen Ausblick genießen durften. Dann ging's zum Bondi Beach, wo der Strand extrem vollgestopft war, und weiter zu unserem Ziel dem Iceberg Bad. Dabei handelt es sich um angelegte Salzwasserpools, direkt am Meer, die zum Längenschwimmen dienen. Dort chillten wir dann ein wenig in der Sonne und konnten uns endlich wieder mal sportlich betätigen. Später machten wir uns auf zum "Bondi to Coggee Cliff Walk", wo man ein paar Stunden lang an den Kliffen, bei atemberaubendem Ausblick, dahinwandert. War einfach unglaublich schön! Am Abend ging's noch mal kurz in den Supermarkt, um für Verena als Geburtstagstortenersatz ein paar Leckerein zu kaufen. War ein wirklich toller Tag!! :)

Den nächsten Tag begannen wir mit einem Spaziergang über die Harbour Bridge, natürlich mit dem Pylon Lookout (Blick über die Stadt) und danach ging's mit der Fähre zum Manly Beach. Dort chillten wir dann ein wenig und begaben uns auf einen weiteren Cliffwalk über den Shally Beach. Der Ausblick war wieder sehr beeindruckend!!

Und schon war es soweit: New Years Eve stand vor der Tür. Wir studierten die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Plätze von denen man das wohl beeindruckendste Feuerwerk begutachten konnte und entschlossen uns bald für eine gute Position. Also machten wir uns am Vormittag auf zum Eingang des Geländes, welches ab einer gewissen Größe der Menschenansammlung geschlossen wird. Vollgepackt mit Essen und Trinken für den ganzen Tag und die Nacht, ergatterten wir gerade noch ein kleines Plätzchen auf der Wiese, wo wir unsere Decke ausbreiten konnten. Erst später bemerkten wir, was für ein Glück wir hatten und wie unglaublich gut unser Platz (in der zweiten Reihe!!) war. Mit den drei deutschen Burschen vor uns, die sogar dort übernachtet hatten um sich den Platz zu sichern, freundeten wir uns schnell an, brutselten den ganzen Tag in der heißen Sonne und genossen die Festival-Stimmung. Als wir einen Spaziergang durch die Massen wagten um unser Wasser aufzufüllen, bemerkten wir erst die unglaubliche Menschenansammlung!!! Überall, wo wo es nur irgendwie möglich war sich hinzusetzen, zwangen sich die Leute aneinander und das bei Temperaturen, bei denen man wohl ein Spiegelei am Asphalt machen könnte!! Ja, da verbreiteten sich die interessantesten Körpergerüche. :-/ Also eilten wir schnell wieder zurück zu unseren anscheinend luxuriösen 3 Quadratmetern, genossen eine Flugshow und warteten gespannt auf das berühmte Feuerwerk. Und das hatte es echt in sich, was für ein Spektakel!!! Von der Harbour Bridge ergoss sich ein Lichter-Wasserfall und beim Finale waren wir wortwörtlich umrundet von dem schönsten Feuerwerkregen, den wir bisher gesehen hatten. Nach einem Sektanstoß aufs neue Jahr und ein wenig Gequatsche mit unseren neuen Freunden aus Deutschland - die uns so einige Dinge hinterließen, da sie zum Party machen nichts mitnehmen wollten und daher ihr gesamtes Campingequipmemt und ihren Essensvorrat stehen ließen (macht total Sinn und ist überaus verständlich) - begaben wir uns auf den laaaangen Heimweg. Wir waren natürlich megaintelligent und umgingen den Stau in der Zugstation indem wir gleich im Laufschritt zur nächsten Station gingen - oder auch nicht... denn wir waren wohl nicht die Einzigen, die diese glohrreiche Idee hatten und so staute es sich auch dort massivst!!! Wäre eine Massenpanik ausgebrochen, wärs das wohl mit uns gewesen..

Am Neujahrstag erklimmten wir nochmals die Harbour Bridge um dort ein Schloss anzubringen und so einen guten Start ins neue Jahr zu sichern.
Und so verließen wir die wunderschöne Stadt Sydney vorerst und begaben uns am nächten Tag per Flugzeug in den Norden, nach Cairns.

Verena Missing

Fazit THAILAND

Entgegen unserer Erwartungen empfanden wir Thailand echt nicht so extrem touristisch und waren eigentlich durchwegs begeistert. Da war Vietnam viel touristischer - wir waren aber auch in der Nebensaison im Süden unterwegs, kann natürlich im Winter ganz anders sein!
Die Thailänder haben wir als sehr nettes Volk in Erinnerung und das Land bot die atemberaubendsten Strände und Plätze auf denen wir bisher waren. Koh Tao steht da ganz oben auf der Liste.

Das Essen ist einfach nur lecker - nach dem Kochkurs können wir ja sogar einige Speisen selbst zubereiten, jipiiiii - und auch hygienisch war alles immer top. Obwohl wir viel streedfood gekostet haben, hatten wir hier wir nie Probleme.

Thailand werden wir wohl irgendwann mal wieder bereisen.

  • Missing
    Dominik Ku hat am kommentiert:

    Klingt ja fast so als Müsst Ich Das Fürn Sommer in Betracht Ziehen...
    Wie Schauts shopping Thema aus? Ähm, Soll Ich Für die Marina Fragen ^^

Verena Missing

Chiang Rai & Chiang Mai

Nach 3-tägiger Weißbrot+Bananen Diät am Slowboat in Richtung Thailand ging's Verena ganz schnell wieder gut. Die Fahrt war sehr chillig, stets mit schönem Ausblick, nur ab und zu ein wenig kalt. Waren 2 Tage am Boot und übernachteten einmal in Pakbeng bei der Hälfte der Strecke. Und schon kamen wir an der Grenze an. Gemeinsam mit einer Hand voll anderen Touristen checkten wir uns ein Tuk Tuk zur Grenze. So saßen wir also da, zusammen mit einem Südtiroler (Patrick), einer Britin, zwei Argentiniern, einer Italienerin und einem Pärchen aus China (die nicht ganz wussten wie ihnen geschah, aber uns einfach bis zum Ende überall hin folgten). Als endlich alle gezahlt hatten - mit den unterschiedlichsten Währungen - platzierte sich der Fahrer also hinters Steuer und los ging's.. oder nicht? Nachdem er das Tuk Tuk fünf mal abgewürgt hatte, weil er es irgendwie nie schaffte das Gaspedal zu bedienen sobald der Motor endlich mal lief, überzeugten wir ihn schließlich, ein anderes Tuk Tuk (es parkten noch 2 daneben, die alle zusammen gehörten!!) zu benutzen. Da die Zeit für uns nicht stehen geblieben war, machten wir uns allmählich Sorgen noch über die Grenze zu kommen, da laut Internet die Grenzen um 6 Uhr geschlossem würden, was schon besorgniserregend nahe rückte. Der Tuk Tuk Fahrer blieb aber entspannt und meinte nur "no, no, don't close!" Naja, dann fuhren wir eben los...
Am Grenzübergang angekommen waren weit und breit keine Leute zu sehen, aber wir konnten tatsächlich aus Laos aus- und in Thailand einreisen. Nur wollte uns ein Mitarbeiter in Laos mit Hilfe eines wohl selbst ausgedruckten Schildes eine Gebühr verrechnen, da wir "außerhalb der Dienstzeiten" waren. Basti durchschaute das Ganze und so ignorierten wir ihn ganz einfach.
Endlich über der Grenze angekommen gab es nun natürlich nur noch einen Tuk Tuk/Mini-Bus Fahrer, wodurch sich das Runterhandeln als etwas schwierig erwies. Nach laaaaangem diskutieren saßen wir alle zusammen in einem Art Riesen-Tuk Tuk nach Chiang Rai, eingewickelt in jeglichen Decken die wir alle ausgegraben hatten (da das Tuk Tuk natürlich keine richtigen Fenster besaß). Zusammengekuschelt war die 2-Stunden-Fahrt dann auch ganz ok, es wurde gequatscht, gequatscht, gequatscht (nur die Chinesen schliefen) und so verging die Zeit auch ziemlich schnell.

In Chiang Rai angekommen, checkten wir gemeinsam mit Patrick in einem total netten und sehr witzigen Quartier ein, das ein wenig an ein Puppenhaus erinnerte, und gingen noch auf den Night-Market Abendessen. Am nächsten Tag besichtigten wir noch den weißen Tempel, der echt wahnsinnig toll und ganz anders als die bisherigen Tempel, war! Es handelt sich weniger um ein religiöses Gebäude, sodern viel mehr um moderne Kunst! Der Innenraum ist ein einziges Riesengemälde mit winzigen versteckten Abbildungen wie Superman, Michael Jackson oder George Bush und Osama Bin Laden. War echt sehr cool!

Am Nachmittag ging's per Bus weiter in Richtung Chiang Mai, wo wir am ersten Tag einen Thai Kochkurs (Sammy's Organic Cooking Class) besuchten, der echt mega witzig war, und die folgenden 3 Tage hieß es Trekking!!! Das war auch eine echt tolle Erfahrung! Unser Guide Ton kämpfte sich mit uns durch den Dschungel und wir kamen zu einer Elefantenfarm und zum Bamboo-Rafting. Das Essen wurde über Feuer in selbstgemachten Bambusutensilien gekocht, Ratten wurden gefangen, als Klo diente ein Loch und zum Duschen konnte man sich Wasser drüberleeren. War wirklich total authentisch und super!!
Wieder in der Stadt angekommen gingen wir am letzten Abend noch zu einem Thai-Boxkampf, wovon wir aber eher enttäscht waren. War leider nicht so spektakulär wie erwartet..

Und das war's dann auch schon wieder mit dem Norden Thailands und so begaben wir uns in den Flieger, wieder zurück zum Start unserer Reise: Bangkok.

Verena Missing

back to Bangkok

Wieder zurück in der Hauptstadt Thailand's schleppten wir unser gesamtes Gepäck (das schon echt schwer war - war wirklich höchste Zeit ein Paket heimzuschicken) in die selbe Unterkunft in der wir schon beim erste Mal hausten. Und der nächste Tag war dann schon Weihnachten!!!! :D

Den Tag verbrachten wir damit noch einige Dinge (Toiletartikel usw.) zu besorgen, für die man in Australien vermutlich ein bisschen mehr hinlegen muss. Am Nachmittag wurden alle Großeltern angerufen und wir skypten gaaaanz lang mit unseren Mamis und Papis und später wagten wir uns beide zum Frisör!! Voller Angst mit einer "Asia-Frisur" rauszuspazieren ließen wir die überglückliche Frisörin, die wohl nicht so oft europäisches dickes Haar in die Hände bekommt, ihre Künste anwenden. Und wir waren beide total zufrieden!! Am Abend putzten wir uns heraus (Verena grub sogar die Wimperntusche aus) und gingen fein essen. Sushi a la carte - all you can eat!!!! Das war wohl das beste Sushi das wir bisher gegessen hatten!! Sehr lecker!!! Danach hieß es dann statt Geschenke auspacken: Geschenke einkaufen!! Und so taumelten wir mit vollgestopftem Bäuchen durch den Nightmarket. War trotz fehlendem Familienfest ein sehr schöner Abend!
Am nächsten Tag gaben wir endlich unser mittlerweile 11 kg schweres Paket ab und verließen Asien...

Nächstes Abenteuer: AUSTRALIEN!!!!

Verena Missing

Fazit LAOS

Laos hat uns wirklich sehr beeindruckt!

Bereits die Landschaft, die vom Bus aus zu sehen war, war einfach atemberaubend. Leider gab es keinen Stop und deshalb keine Fotos, aber die Bilder der beeindruckenden, bewachsenen Hügellandschaft sind in unserer Erinnerung verwurzelt und es ist leicht möglich, dass es irgendwann ein Wiedersehen gibt!

Die Laoten sind unserer Erfahrung nach ein extrem nettes und ehrliches Volk. Preise waren überall angeschrieben und wir hatten fast nie das Gefühl (außer bei unserem "caveguide") Opfer des Tourismus zu sein. Das ganze Land wirkt generell noch sehr unverdorben vom Tourismus und wir hoffen, dass das so bleibt!

Wir sind beide total begeistert von Laos und hätten gerne noch mehr Zeit gehabt um das Land zu erkunden.

Verena Missing

LAOS: Vientiane

Die gefürchtete 22-Stunden-Busfahrt, die uns ein wenig Sorgen bereitet hatte, war im Endeffekt halb so wild. Die Vietnamesen vertrieben uns zwar mitten in der Nacht von unseren Plätzen um mehr Platz für sich zu haben (obwohl Touristen die Busfahrt eigentlich finanzieren) - so mussten sich Basti und Verena eben eng zusammenkuscheln - und Verena musste schlussendlich doch noch Freundschaft mit den "Hockerlklos" schließen, aber ansonsten war die Fahrt völlig in Ordnung.
In Vientiane angekommen, redeten wir uns mit den anderen Touris zusammen, um uns ein Tuk Tuk ins Zentrum zu teilen. Auf der Suche nach einem geeigneten Quartier wurden wir auch schnell fündig und blieben in einer einfachen, aber von sehr netten Leuten betriebenen Unterkunft. Der junge Mann an der Rezeption bot uns sogar, nachdem wir bereits versichert hatten dass wir das Zimmer ohnehin nehmen werden, nochmals Rabatt und täglich gratis Trinkwasser an. Na da sagen wir nicht nein!! :-)

Der erste Eindruck der Stadt war schon mal äußerst positiv! Alles wirkt viel ruhiger, es wird nicht ununterbrochen gehupt und die Straßen sind nicht wie bisher vollgestopft von Moped-Fahrern, die oft während dem Fahren durch ihr Handy abgelenkt sind und man sich schon hin und wieder die Frage stellt ob sie denn das Ding auch tatsächlich unter Kontrolle haben, sondern hier findet man viele Autos in ruhigem, geregeltem Verkehr! Eine sehr willkommene Abwechslung!
Auch die Stadt selbst gefiel uns auf Anhieb. In ihrem Kolonialstil erbaut, wirkt sie sehr europäisch und erinnert ab und zu sogar ein bisschen an Wien... ach, wie schön!!
Ein weiterer extrem positiver Punkt der uns sogleich aufgefallen ist, sind die Preise. Zwar ein kleines bisschen teuerer als Vietnam, aber natürlich immer noch günstig, glänzt Laos wohl mit seiner Fähigkeit, Preise anzuschreiben!!!! Es gilt "gleicher Preis für alle", was wir auch am Abend beim Night-Food-Market erleben durften. Dieser war übrigens auch ein Highlight mit den ehrlichen Preisen, superleckerem Essen und unglaublich netten Leuten!! Ständig wird man angelächelt und die Verkäufer versuchen trotz fehlenden Englischkenntnissen zu kommunizieren, was wirklich witzig war. Verena hat auch einen neuen Freund gefunden: wir machten es uns neben einer Boule-Bahn gemütlich, um dort unsere ergatterten Leckereien zu verschmausen und gleichzeitig den älteren Herren bei ihrer Freizeitbeschäftigung zusehen zu können. Das gleiche dachte sich wohl auch ein ins Alter gekommener Mann, der am Nebentisch saß und stets versuchte mit Verena zu quatschen. Da er nur noch drei Zähne besaß, fiel es ihr jedoch ziemlich schwer in seinen von sich gegebenen Lauten Wörter zu erkennen, aber zumindest seine Grinseattacken konnte sie erwidern (das kann sie ja auch ganz gut) und sie wurden sofort Freunde. Am Ende stellte sich heraus, dass er ein fortune-teller (Wahrsager) war und wünschte oder prophezeihte uns (schwer zu sagen was er genau sagen wollte) viel Glück. Na dann kann ja nichts mehr schief gehen!

Am nächsten Tag checkten wir uns wieder einmal Fahrräder und klapperten die Sehenswürdigkeiten ab. Zuerst stand das Museum "Cope Center/Rehabilitation Center" am Programm. Phu, das war wieder berührend. Laos ist das am Meisten bombadierte Land. Ca. 10 Jahre lang wurde das Land alle 8 Minuten von großen Bomben getroffen!!! Vor allem die Millionen Streubomben, die mittels Flugzeugen von den USA über dem Land abgeworfen wurden, stellen ein Riesenproblem dar. Da über ein Drittel davon nicht explodiert ist, kam es auch nach Ende des Krieges zu fatalen Zwischenfällen, welche unzählige Leben gekostet und schwerste Verletzungen (vor allem an neugierien Kindern) verursacht haben. Auch an Aufklärung fehlt es leider noch häufig, da Einheimische das Metall oft als kostbares Material ansehen das sie verkaufen können und dadurch zu ein wenig Geld kommen können, weshalb sich viele Leute auf die Suche nach den Metallteilen machen und die Bomben unterschätzen. Die Menschen hier sind durch die Hölle gegangen und der Albtraum ist noch nicht vorbei. Es gibt Organisationen, die mit Entschärfungsteams versuchen die Bomben aufzuspüren und das Land zu säubern, was aber noch sehr sehr lange dauern wird.

Nach dem Museumsbesuch radelten wir weiter zum Triumphbogen, besichtigten einen Tempel (wo ein Buddha ausfindig gemacht wurde, dem, lieber Fritz, Verena in jeglicher Hinsicht mehr ähnelt) und dann genossen wir den Sonnenuntergang an der Promenade.

Soviel zur Hauptstadt Laos' - und ab mit dem Bus nach Vangvieng.

Verena Missing

Vang Vieng

Nach unserer Ankunft suchten wir gleich ein günstiges Hotel und machten uns am Nachmittag noch auf den Weg zur ersten Höhle, die auch zu Fuß erreichbar war.

Am nächsten Tag standen noch ein paar Höhlen auf dem Programm. Wir suchten passende Mountainbikes, wobei es eine Weile dauerte ein XL Bike für Basti zu finden, und radelten los zu einer Drei-Höhlen-Tour. Als wir uns den Höhlen näherten, kamen wir zu einer Brücke und wurden angewiesen, unsere Räder abzustellen und Tickets zu kaufen. Ein Bursche in unserem Alter meinte, wir sollen ihm folgen. In der Annahme, er würde uns den Weg zur ersten Höhle zeigen, folgten wir im Laufschritt. Er rannte nahezu durch die Gegend und wir folgten auf Schritt und Tritt - und schon waren wir beim Eingang der ersten Höhle. Er wollte uns noch mit Stirnlampen ausstatten, wir hatten jedoch unsere eigenen mit, und rein ging's in die Dunkelheit. Anscheinend ist hier ein Guide im Ticketpreis inbegriffen. Nach der eher hastigen Tour ging's weiter zu einer zweiten Höhle und auch dort beglückte er uns weiterhin mit seiner Anwesenheit. Die Höhlen waren wirklich sehr schön und spannend. Am Weg zur "watercave" blieb unser Guide plötzlich stehen und meinte er müsse hier umdrehen, sah uns mit Dackelblick an und gab ein leises "money for the guide" von sich. Da er uns so lange begleitet hatte, wollten wir ihm sowieso etwas geben und hielten ihm die umgerechneten 2€ hin. Tja, da waren wir wohl ZU positiv dem Volk des Landes gegenüber eingestellt. Er meinte, nein nein nein, der Guide kostet 20€!!!! Wie bitte??? Wir haben ihm total ruhig und nett erklärt, dass wir nie nach einem Guide gefragt hatten und die Höhlen allein besuchen wollten, auch unsere eigenen Lampen mit hatten (die er uns auch berechnet hätte, hätten wir seine genommen) und ihm gerne Trinkgeld geben, aber sicher nicht für einen Job bezahlen, den wir nie in Anspruch nehmen wollten. Lange Diskussionen folgten, doch Basti war groß, er war klein, da hatte er kein Leiberl. Enttäuscht, einen weiteren "Touri-Ausnehme-Vorfall" miterlebt haben zu müssen, wanderten wir weiter. Die letzte Höhle war super!! Sie war vollkommen befüllt mit Wasser und man musste sich in einem Schwimmreifen (LKW-Reifen-Schlauch) liegend, an Seilen durchziehen. War wirklich lustig!!

Am Abend wollten wir noch durch Reisfelder zu einem Aussichtspunkt radeln - natürlich auf eigene Faust - was wohl keine so gute Idee war!! Wir folgten einem kleinen Trampelpfad von dem wir dachten das könnte der Weg sein, bis wir plötzlich inmitten ausgetrockneter Reisfelder (aufgrund der Trockenzeit) herumirrten und schließlich beschlossen wieder den Rückweg anzutreten. Wieder zurück am Fluss entdeckten wir Blindfüchse dann doch noch das Riesenschild mit Wegweiser und folgten nun dem richtigen Pfad. Die Aussicht vom Berg war toll, jedoch waren die Felsen messerscharf, was den An- und Abstieg etwas unangenehm machte. Und Verena fand wieder einen neuen Freund. Ein Hund begleitete uns bereits seit dem Fluss, blieb aber dann am Fuß des Berges. Beim Abstieg kamen uns andere Touristen entgegen, die den Hund nun im Schlepptau hatten und er hang sich uns wieder an und blieb beim Abstieg an unserer Seite. Während wir uns wie die größten Mongos fast in Zeitlupe die spitzen Felsen hinunterquälten, hüpfte der Hund freudig und munter hinunter. Selbst die Leitern meisterte er mit Bravour - Respekt!!!
Am Abend fand sich auch Basti neue Freunde. Während er auf sein Sandwich wartete, riefen ihm zwei ältere Koreaner immer wieder etwas zu, grinsten und deuteten ihm, er solle zu ihnen kommen. Ohne viel Worte jedoch mit viel Gelächter wurde er von ihnen noch auf ein Biertschi eingeladen und so klang der Tag aus.

Am folgenden Tag schwangen wir uns wieder auf unsere Räder und merkten gleich, dass der Vortag bei unseren Popschis wohl Spuren hinterlassen hatte. Trotz schmerzenden Hinterteilen düsten wir wieder über Stock und Stein, und Verena war ganz froh, dass ihrer zum Glück ein wenig gepolstert war. Es ging zur Blue Lagoon, wo wir beschlossen Basti's Geburtstag zu verbringen. Die Höhle dort war riesig!! Sehr beeindruckend! Und die Blue Lagoon selbst war genau richtig für Basti. Er schoss die Saltos von den Ästen und der monkey-bar Schaukel nur so raus und begeisterte das asiatische Publikum. Diese jedoch waren auch nicht ohne und es schien als spielten sie das Spiel "wer verletzt sich zuerst". Ohne jegliche Rücksichtnahme auf andere und mit keinerlei Körpergefühl warfen sie sich, natürlich gepolstert mit Schwimmwesten - ach, die geliebten Schwimmwesten - in die Tiefen und hatten den größten Spaß dabei. Es war als würde man eine pubertierende Teenagergruppe beobachten. Allgemein war das jumpen sehr lustig und vor allem der kleine Basti konnte sich so richtig austoben. Bei der Heimfahrt genossen wir die beeindruckende Natur rundherum und begegneten vielen Kindern die gerade von der Schule heimgingen und deren Schultaschen teilweise beinahe so groß waren wie sie selbst, Kindern auf Rädern und sogar einer Fußballmannschaft, die auf einer Art Minitraktor tansportiert wurde. Alle waren total nett, lächelten uns an und grüßten mit einem freundlichen "sabaidee".
Am Abend chillten wir uns in eine Bar im Wasser und später verschlang Basti noch mit leuchtenden Augen sein traditionelles Geburtstagsschnitzel (auch wenn es hier als "snitchzel" bezeichnet wurde). War ein toller und gelungener Geburtstag!

Am letzten Tag begaben wir uns am Vormittag in die Fänge des "Tubings". Dabei wird man wieder mit einem aufgepumpten LKW-Schlauch ins Wasser gelassen und treibt 2 1/2 Stunden flussabwärts. Zwischendurch gibt es immer wieder Bars, bei denen man sich ans Ufer ziehen lassen kann, wo die Party abgeht. Da wir jedoch die ersten beiden Touris des Tages waren, war noch keine Party im Gange und wir blieben im Wasser und genossen die Landschaft um uns. Es war äußert schön und wir genossen die ruhige und chillige Atmosphäre in vollen Zügen. Danach ging's zum Bus.

Über Vang Vieng sei noch zu sagen, dass wir noch nie so viele Rechtschreibfehler auf Schildern und Tafeln wie dort gesehen haben. Da hatten wir eine Menge Spaß. Vom Bungarlow über Bungawlow zu Bangalow oder auch priese oder priece galten wohl für die Bezeichnung des Preises usw. :D
Ein weiteres Highlight waren die Chill-Restaurants, bei denen die Tische auf fast der gleichen Höhe wie die Sitzpolsterungen ringsum waren und überall Bildschirme angebracht waren, wo stets die Serie "Friends" lief. In unserem Stammtrestaurant direkt am Fluss kamen wir in den Genuss des besten "Pad Thai" und dem leckersten "Sticky Rice", den wir bisher essen durften. Und nicht zu vergessen die grandiosen 1€ Straßenstand-Sandwiches und Pancakes, von denen Basti meist zusätzlich 2-3 am Tag verdrückt hat.

Next stop: Luang Prabang

Verena Missing

Luang Prabang

Im netten kleinen Städtchen Luang Prabang angekommen, suchten wir uns ein Zimmer (das sich mit der Zeit als ein wenig murchtelig herausstellte) und gingen am Abend noch ein bisschen den Markt erkunden.
Am nächsten Morgen entdeckte Basti ein günstiges und unglaublich leckeres Frühstücksbuffet in einem veganen Restaurant, wo wir uns die Bäuche bis zum Anschlag vollschlugen. Tagsüber schlenderten wir dann durch die Straßen und besichtigten einen Tempel auf einem Hügel mitten in der Stadt, mit Blick über die Dächer Luang Prabangs. Am Abend machten wir unseren Kreuzzug durch den Night-Market, um Andenken und Mitbringsel zu ersteigern. Da unsere Mägen sich mittlerweile wieder meldeten, kam das Angebot im Markt, sich für 1€ einen Teller bei einem Buffet so anzufüllen wie man mag, ganz recht. Und nein, mehr als wir ihn vollstopften, gehts wohl nicht!

Tja, das ganze Geschlemme war wohl nicht die beste Idee und so verbrachte Verena den nächsten Morgen auf der Toilette. Nach beinahe zweieinhalb Monaten Asien ohne jegliche Probleme, jedoch ganz ok. Den Tag verbrachten wir dann in einer versteckten Chill-Bar am Fluss Namens "Utopia". Mal den ganzen Tag nichts tun, ist ja auch nicht schlecht.
Während Verena später ein bisschen in den Geschäften bummelte, kamen ein paar Schulbuben auf Basti zu und übten voller Begeisterung "fist-bumps" und "high-fives" mit ihm. Was für ein süßer Anblick!!! :-)
Am Abend gab's für Basti nochmal den 1-€-auflad-Teller und am nächsten Morgen gehts zum slowboat, um am Mekong innerhalb von 2 Tagen nach Thailand zu reisen.

Chang Mai, wir kommen!!

Verena Missing

Fazit VIETNAM

Was haben wir nun rückblickend über Vietnam zu sagen?

Was uns negativ in Erinnerung bleiben wird ist, dass hier die Leute den Touristen unverfrohren ins Gesicht lügen um Profit aus ihnen zu schlagen. Das ist uns leider oft aufgefallen und dadurch begegneten wir vielen Einheimischen wohl eher reservierter. Ohne zu handeln kann die Reise schnell mal doppelt so viel kosten. Aber natürlich begegneten wir auch einigen äußerst netten Einheimischen, die uns auf jedem Fall auch positiv in Erinnerung bleiben werden!

Es gibt hier überall Touristenpreise, was bedeutet, dass nirgends Preise angeschrieben sind und auf Nachfrage, nach langem Getuschel unter den Einheimischen, ein massivst überteuerter Preis genannt wird. Das ständige Runterhandeln kann auf Dauer dann schon anstrengend werden und wir freuen uns wieder auf fixe Preise! Auch dass die Leute, die das Glück haben einen Shop zu haben, sich eine goldene Nase an den Touristen verdienen, obwohl sie wirklich nichts leisten müssen, während sich andere weit unter der Armutsgrenze herumschlagen müssen, ist sehr ärgerlich. Den Verkäufern scheint es hier ausgesprochen gut zu gehen, da sie alle in ihren Shops sitzen und auf ihre Smartphones und Tablets starren. Internet und Satellitenfernsehen gibt es hier übrigens auch ÜBERALL!!! Selbst im kleinsten Dorf werden die Kinder nicht vor neuen Technologien verschont und verbringen auch hier viel zu viel Zeit damit.

Auch hier gab es wieder überall Unmengen an Mopeds und der Verkehr wirkt extrem durcheinander. Es scheint trotz allem zu funktionieren, vor allem weil alle Teilnehmer sehr langsam fahren und dadurch immer ausweichen können. Für einen Europäer ist es aber sehr anstrengend, da man sehr lange braucht um von einem Fleck zum anderen zu gelangen und der Tumult auf den Straßen sehr gefährlich wirkt. Wir bevorzugen klar unsere geregelte Art des Verkehrs!

Aber natürlich überwiegen die positiven Eindrücke. Generell ist hier alles sehr günstig (Hotels, Essen, Transport, Shopping) und auch das Land hat sehr viel zu bieten. Alle Orte die wir besucht haben sind auf unterschiedliche Weise sehr schön und auch wirklich empfehlenswert! Es ist unglaublich wie vielfältig das Land ist. Von der Millionenstadt, über wunderschöne Wüstenlandschaften, tolle Strände, beeindruckende Reisterassen bis hin zu mächtigen Felsformationen im Meer und vieles mehr.

Alles in allem ist Vietnam ein sehr interessantes Land und es war schön all diese Erfahrungen machen zu können!

  • Small
    Michael hat am kommentiert:

    das klingt ja nicht so prickelnd! wie wars im bus?

Verena Missing

Halong Bay

Kaum waren wir mit dem Nachtzug wieder in Hanoi angekommen, ging's kurz zu Lilly ins Reisebüro unser Gepäck umpacken (wir konnten unsere großen Rucksäcke bei ihr lassen während wir auf den Touren waren), und gleich weiter in den nächsten Bus zu unserem Boot.
Bereits im Bus lernten wir zwei Portugiesinnen aus Lissabon (eine war sogar aus Figueira da Foz, Rui's Heimatstadt) kennen, mit denen wir uns supergut unterhielten. Die Gruppe war bunt durchgefwürfelt, Herkunft und Alter variierten in alle Richtungen. Zwei Frauen in ihren 60ern (ein Pärchen) aus Florida, zwei Burschen aus Belgien, ein Mädel aus Südafrika, ein Mädel aus Finnland, ein Pärchen aus Oregon, ein deutsches Pärchen (das schon seit über einem Jahr auf Reisen ist), die zwei Portugiesinnen und wir.
Zu Mittag erreichten wir den Hafen, wo wir die Kabinen unseres Bootes bezogen und Mittagessen an Deck serviert bekamen. Zwar war auch hier die Sonne nicht zu sehen, aber wir hatten trotzdem gute Sicht auf die Felsformationen, die überall majestätisch aus dem Wasser ragten. Wir fuhren auch zu einer Höhle (an Land) und später gab es auch die Möglichkeit von Board aus zu kajaken, jedoch gab es zu wenig Kajaks, die die zur Verfügung standen waren teilweise bereits ohne Sitz und einige der Paddeln waren abgebrochen und nicht zu gebrauchen. Tja, die Organisation ließ mal wieder zu wünschen übrig.. Außerdem war es eisig kalt, also ließen wir den Spaß mal aus. Am Abend gab's einen kleinen Kochkurs, wo wir "fresh sringrolls" selbst machen und schlemmen durften. Danach wurde viel geplaudert und wir versuchten uns auch im squid-fischen - blieben jedoch trotz großer Geduld erfolglos. Die Nacht war sehr angenehm, vor allem weil in unserer Kabine - im Gegensatz zu ein paar anderen - die Heizung funktioniert hat. Am nächsten Morgen gab's noch Frühstück am Boot und dann ging's an Land, um mit einem Bus zuerst zur "hospital cave" und dann zur Monkey Island, wo unsere Unterkunft für die nächste Nacht war. Die "hospital cave", wo im Krieg eine riesige Höhle zum Spital umfunktioniert wurde, war sehr interessant. So konnten sich die Verwundeten verstecken und in 3 eingebauten Etagen!!! medizinisch versorgt werden.
Auf der Monkey Island angekommen, gab's einen "hot pot" zu Essen, wo eine kochende Suppe am Tisch steht und man je nach Belieben Nudeln, Gemüse, Fleisch, Meeresfrüchte usw. reingeben und dann verspeisen konnte. Danach checkten wir uns gleich mit den beiden Belgiern zwei Doppelkajaks (es gab wieder mal nur 3 für alle Gäste), und paddelten los zur Monkey Bay, wo wir viele Affen beobachten konnten und zu einem Aussichtspunkt wanderten. Da das Kajak von Dirk und Ward ein Leck hatte, machten sie sich danach wieder auf den Rückweg, während wir uns noch zum floating village (ein Fischerdorf auf Floßen das 3000 Einwohner zählt) kämpften. Unser Kajak schien einen enormen Rechtsdrall zu haben, was vor allem Basti einige Nerven kostete. Er bemerkte dann, dass wohl sein Paddel auf einer Seite falsch montiert war. Da er (angeblich) eher die treibende Kraft des Kajaks darstellte, tauschte er dann mit Verena die Paddel und so kämpften wir uns wieder zurück zu unserem Hotel. Als wir am Strand ankamen, wurden wir voller Aufregung erwartet, da sich beim Wandern eine der beiden älteren Damen aus Florida wohl stark am Arm verletzt hatte und angeblich niemand wusste was sie tun sollten. Sie meinten es wäre eine offene Wunde, die möglicherweise bis zum Knochen reichte - na toll!!! Basti eilte in unseren Bungalow um unser erste Hilfe Kit zu holen, während Verena der Gruppe entgegeneilte und sich bereit erklärte sich um die Wunde zu kümmern, da wohl niemand es wagte den provisorischen Verband zu entfernen und einen Blick auf die Wunde zu werfen. Sie eilten also ins Hotel, baten um Wasser, um de Wunde zu reinigen und Verbandszeug. Zum Glück war ein junger Mann einer anderen Reisegruppe so freundlich auch seine Hilfe anzubieten und so beratschlagten sich er und Verena was sie tun sollten. Vorsichtig lösten sie das Tuch von der Wunde und säuberten sie mit Wasser. Sie war wirklich ziemlich groß, sehr weit offen, jedoch war kein Knochen zu sehen. Die Patientin konnte noch alle Finger bewegen und hatte in allen Gefühl, was ein gutes Zeichen war. Die Wunde blutete zum Glück auch nicht mehr und so gaben sie einfach einen frischen Verband drauf. Es wurde dann eine französische Krankenschwester aus einer weiteren Reisegruppe ausfindig gemacht, die auch einen Blick drauf warf, jedoch außer Hysterie nicht viel beitrug. Die Patientin wirde dann ins Spital gebracht, wo sie mit 10 Stichen genäht wurde - phu, das war ziemlich aufregend!
Am Abend gab's (sehr zu Basti's Freude) ein Buffet, wo wir unsere Bäuche so richtig vollschlugen. Die Nacht in unserem Bungalow war - trotz nich funktionierender Heizung - sehr erholsam und am nächsten Morgen ging's zurück nach Hanoi.

Eine weitere Aufregung stellte Lilly dar, die während unsres Trips unseren Reiseleiter kontaktierte und unsere belgischen Freunde beschuldigte, mit einem gefälschten 100$ Schein gezahlt zu haben und sie aufforderte, ins Büro zu kommen und den Geldschein auszutauschen. Dirk und Ward hatten den Geldschein jedoch direkt von einer Bank in Belgien geholt und waren sich sicher, dass ihr Geld nicht gefälscht war und sie keinesfalls den Schein "zurück"nehmen oder austauschen würden. Also fuhren sie nach dem Trip mit uns gemeinsam zum Büro zurück (wir hatten unser Gepäck ja auch noch dort und außerdem wollten wir Gebrauch der Bestpreisgarantie machen, da in Sapa jemand weniger gezahlt hatte). In der Agentur angekommen, war von Lilly natürlich weit und breit keine Spur. Uns wurde mitgeteilt, dass ihre Mutter krank war und sie deshalb zu Hause bleiben musste. Tja, so ein Zufall!! Per Telefon und einer Vertretung mussten nun die Belgier herumstreiten und als die Polizei angedroht wurde (die hier natürlich korrupt ist), suchten sie ganz einfach das Weite. Auch wir wurden extrem angeschnauzt, da wir versuchten unseren Freunden zu helfen, und Geld sahen wir natürlich auch keines. Wir waren beide sehr von Lilly enttäuscht, da sie wirklich sehr ehrlich gewirkt hatte, worin wir offensichtlich falsch lagen.

Leider ließ uns dieses Erlebnis Vietnam nun mit einem bitteren Nachgeschmack verlassen. Und auf ging's zum Bus, um durch die Horror-22-Stunden-Fahrt in die Hauptstadt Laos', Vientiane, zu gelangen.

Verena Missing

Sapa

Lilly's Travels:
Da es unzählige Reisebüros gab, wo die Preise willkürlich variierten, machten wir uns im Internet auf die Suche nach einer vertrauenswürdigen Agentur. Basti wurde fündig und wir gingen zu Lilly's Travel Agency, die sogar eine Bestpreisgarantie gibt (hat jemand am selben Trip weniger bezahlt, erstattet sie die Preisdifferenz zurück). Da wir bei der Halong Bay Tour nicht auf einem Teenager-überfüllten Partyboot landen wollten, entschieden wir uns bei den beiden Trips die mittlere Preisklasse zu wählen. Lilly schien sehr fair und ehrlich (was wir bisher in Vietnam äußerst selten bis noch nie erlebt hatten) und so buchten wir. Als erstes stand also der Sapa Trip, mit einer Nächtigung in einem homestay (bei Locals) und einer im Hotel, an.

Voll hoher Erwartungen auf eine atemberaubende Landschaft gefüllt mit Reisterassen und unglaublich schönen Ausblicken, stiegen wir also zuerst in den Nachtzug und dann in den Bus nach Sapa. Je näher wir kamen, desto mehr Kleidungsschichten mussten wir anlegen. Die Sonne hatte wohl beschlossen uns zu diesem Reiseziel mal nicht zu begleiten. Stattdessen schickte sie uns ihren Cousin, den Nebel, als Vertretung. Je näher wir Sapa kamen, desto weniger konnten wir durch das Fenster des Minibuses erkennen. Dem Fahrer war das ziemlich egal und er rauschte die Serpentinen ohne jeglicher Sicht hinauf und bei jedem Gegenverkehr hielten wir kurz die Luft an. Doch Abenteuer gut überstanden, sind gut angekommen. Wir lieferten unser Gepäck im Hotel ab, bekamen noch Frühstück und wanderten mit unserer Gruppe los in Richtung homestay. Zwei Schritte aus der Tür draussen, und schon wurden wir von einem Schwarm von Gummistiefel tragenden Mini-Frauen mit Kindern oder Körben auf die Rücken geschnallt begleitet, die munter drauf los quasselten. Bald erkannten wir ein Muster, nämlich hatte sich jede der Frauen wohl einen Touri ausgesucht, dem sie nicht mehr von der Seite wich. Und so wanderten wir durch Nebel, Schlamm und Gatsch. Unsere Begleiterinnen boten immer wieder ihre Hilfe bei den megarutschigen Wegen an, die einige (vor allem asiatische) Touristen dankbar in Anspruch nahmen. Viele unserer Mitreisenden hatten wohl nicht ganz so die Kontrolle über ihre Bewegungen und waren zu unserer Belustigung mit der Zeit von oben bis unten mit Schlamm bedeckt. Da wir durch den Nebel nicht sehr viel erkennen konnten und uns die schöne Landschaft verwehrt blieb, waren wir dankbar über diese Unterhaltung.
Zu Mittag erreichten wir das Dorf unserer Begleiterinnen, wo wir Mittagessen bekamen und von unseren selbst ernannten Schutzengeln aufgefordert wurden, ihnen nun (nicht billige) Taschen oder Schmuck abzukaufen. Weigerte man sich, wurde man mit äußerst bösen Blicken und wütenden Worten bedeckt. Verena kaufte Basti's neuer Freundin (die wirklich total nett war) eine kleine Tasche ab und wurde sofort von ihrer eigenen Begleiterin konfrontiert: "you shopping with her, now you shopping with me!" Als ihr Verena erklärte, dass sie bereits etwas gekauft hat und nicht noch mehr kaufen wird, wurde sie in nicht zu identifizierenden Worten beschimpft. Nach dem Essen wanderten wir weiter, wo uns sofort wieder neue Begleiterinnen auflauerten. Diesmal lehnten wir jedoch jeden Kontakt und jede Hilfe ab und erklärten von Anfang an, dass wir nichts kaufen würden, woraufhin sie sich unverzüglich umdrehten und nach anderen Opfern suchten.
Der homestay stellte sich etwas anders als erwartet heraus: statt einem einfachen kleinen Häuschen mit Feuerstelle und Kindern die herumlaufen, handelte es sich um ein extra für Touristen errichtetes Haus mit Matratzenlager, schönen Sanitäranlagen, Warmwasser und sogar Internet - nur die Heizung fehlte. Damit hatten wir nicht gerechnet. Wir hatten extremes Glück mit unsrer Gruppe, die nicht besser hätte sein können. Wirklich nette Leute aus der Schweiz, Norwegen, England und Holland waren zusammengewürfelt und es war megalustig! Am Abend gabs das Essen am Boden serviert und anschließend Reisschnapps um gut schlafen zu können. Zwei Mädels unserer Gruppe hatten wohl etwas Schlechtes erwischt und entleerten sich in der Nacht einige Male, am nächsten Tag war aber zum Glück wieder alles in Ordnung. Zum Frühstück gabs dann Pancakes und wir maschierten weiter. Die einzige Local-Erfahrung des homestays war die eisige Kälte und auch das Abendessen war typisch (wirklich gut!!) und selbst gemacht.
An diesem Tag war die Sicht etwas besser und wir konnten nun endlich den Ausblick genießen. Die zweite Nacht verbrachten wir dann im Hotel, wo es auch wieder eisig kalt war. Verena wollte sich durch ein heißes Bad aufwärmen und setzte sich voller Freude in die Wanne. Das warme Wasser rauschte aus dem Hahn. Nach 10 cm war es dann nicht mehr so warm - oh no!!! Das war's wohl mit dem Warmwasser!! Auch der Strom viel während unseres Aufenthalts 4 Mal aus, wodurch das Klogehen ein wenig erschwert wurde. Die Mitarbeiter fingen jedoch geübt Kerzen aus ihren Taschen und so kam sogar ein wenig Weihnachtsstimmung auf. Wir lernten bei der letzten Wanderung außerdem ein Pärchen aus Salzburg kennen, die auch total nett waren. War echt schön nach so langer Zeit wieder mal ein wenig mit Österreichern zu plaudern!

Alles in allem war der Trip sehr lustig und die Reisterassen waren wirklich unglaublich beeindruckend!! Wir haben viele neue Freunde gefunden und hatten eine Menge Spaß!

Und ab in dem Nachtzug, wieder zurück nach Hanoi!!

Verena Missing

Hanoi

Letzte Station: busy busy Hanoi

Leider ging unsere Taktik, uns bei der Ankunft mit dem Bus ein Hotel aufschwatzen zu lassen und den Preis bis zu unserem Wunschpreis runterzuhandeln, diesmal nicht auf. Es erwartete uns leider niemand beim Busstopp und so mussten wir uns selbst auf die Suche nach einer Unterkunft machen. Als wir dann fündig geworden waren und eingecheckt hatten, schleppten wir unser Gepäck in den 4. (gefühlten 8.) Stock.. phu!!!

Dann ging's mal raus auf die Straßen, um einen Eindruck der Stadt zu gewinnen. Ja... unser Eindruck... hmm... busy busy busy. Hier wimmelt es nur so von Mopeds und auch dem einen oder anderen Auto, der Verkehr ist wohl eher nicht so geregelt und jedes Überqueren der Straße wird von einer Menge Adrenalin begleitet. Die einzige Regel ist hier (wie wir das bisher schon aus den anderen Städten kennen, nur 10 mal extremer): hupen bedeutet "Achtung, ich komme, ich fahre, pass auf weil ich bleib nicht stehen!" Tja, da waren schon einige brenzlige Situationen dabei.. aber nix passiert, gehört halt dazu!!

Hanoi selbst hat uns nicht so wirklich überzeugen können. Die Straßen sind links und recht vollgestopft von Ständen und Läden wo man alles mögliche kaufen kann (zu unserer Belustigung auch eine Menge an Weihnachtsdekoration) und die Gehsteige sind vollgestopft mit Mopeds, sodass es keine andere Möglichkeit gibt als mitten im Verkehr zu spazieren. Naja, zum Glück sind hier ja alle sehr rücksichtsvoll und man fühlt sich total sicher so zwischen all den vorbeizischenden Mopeds ;)

Wo's uns jedoch wirklich gefallen hat, war auf einer sehr alten Brücke die über die Stadt führt und nur von Mopeds benutzt wird. Von dort aus gab's eine Menge zu sehen, von Slums und der Stadt selbst bis hin zu sehr schönen Landschaften in der Ferne. Und es gab sogar einen eigenen Weg für Fußgänger!!!!!

Nach dem ganzen Trubel der Stadt mussten wir mal raus und buchten sowohl einen Trip nach Sapa (Wandern zwischen Reisterassen und unglaublich schöner Landschaft) und einen Bootstrip in die Halong Bay (eine Nacht am Boot schlafen, eine Nacht auf einem tollen Strand in Bungalows verbringen)...
... und auf gehts!

Verena Missing

Hué

Zu Hue gibts nicht allzu viel zu erzählen..

Wir haben wieder ein Super-Schnäppchen Hotelzimmer gefunden (wir wurden sogar darauf hingewiesen vor den anderen Gästen unseren Preis geheim zu halten), und auch ein Stammrestaurant (cafe on thu wheels) war schnell gefunden, welches es eindeutig in die Top 3 der bisherigen Restaurants geschafft hat!!!

Ansonsten wurde die Gegend wieder mit Fahrrädern erkundet, wo wir zu einigen Tempeln und vielen Schlammwegen kamen, in denen unsere Drahtesel beinahe stecken blieben. Dann gabs natürlich noch die Kaiserstadt (imperial city) zu begutachten und ansonsten waren hier wohl die vielen Geschäfte mit extrem günstiger Sportbekleidung das Highlight, wo uns als Sportlehrer nichts anderes übrig blieb, als zuzuschlagen!!

Nach zwei Nächten ging's dann weiter in die Hauptstadt Vietnams: Hanoi

Verena Missing

Hoi An

Die romantische Stadt Hoi An:

Voller Vorfreude auf dieses schöne kleine Städtchen kamen wir in der Früh mit dem Nachtbus an. Die Fahrt war wieder einmal ein Abenteuer gewesen: Zuerst standen wir eine halbe Ewigkeit am Busbahnhof, alle Fahrgäste bereits in ihren Sitzen und überreif zur Abfahrt, während die Crew draußen am werken war. In der Dunkelheit konnte man erkennen, dass sie einen Reifen des Buses abgenommen hatten und ihn untersuchten, wohl erfolglos waren, und nach einiger Zeit wieder montierten - na das kann ja was werden!!!
Mit zwei Stunden Verspätung rasten wir dann endlich los - und ja, wir fuhren nicht, sondern rasten! Die verlorene Zeit musste ja verständlicherweise wieder reingeholt werden. Da kann natürlich keine Rücksicht auf die Befindlichkeit der Fahrgäste genommen werden. Man muss schließlich Prioritäten setzten. Und so schoss der Bus über jegliche Schlaglöcher, dass wir nur so durch die Gegend flogen. Das erste Mal im Bus den Gurt angelegt und diesen extra fest zugeschnürt - was nicht besonders hilfreich für die Blase ist, in einem Bus der keine Klopausen macht (würde ja Zeit kosten) und das Klo unzumutbar ist - um nicht ständig ein paar Zentimeter aus dem Sitz gehoben zu werden, versuchten wir zu schlafen. Auch das Problem mit der Musik war voraussehbar, als wir während der Reifenbearbeitung in voller Lautstärke mit Backsteetboys, Britney Spears und sogar Weihnachtsliedern beglückt wurden. Zuerst wars ja ganz witzig, aber schlafen kann man so wohl eher nicht. Basti beschloss kurz vor der Abfahrt es diesmal selbst in die Hand zu nehmen und da keiner im Bus war, sie einfach abzudrehn. Ein voller Erfolg - wir blieben diesmal verschont.

Endlich in Hoi An angekommen, wurden wir sofort belagert und bequatscht um uns eine Unterkunft anzudrehen. Sehr zu unserem Vorteil, denn wir hatten noch nichts gebucht und konnten so die Preise enorm runterhandeln. Wir wurden in unser extrem billiges Hotel kutschiert (das auf booking.com keineswegs billig ist), checkten ein und warfen uns gleich in den kühlen indoor-pool. Später schlenderten wir durch die Straßen von Hoi An, die vor allem am Abend, beleuchtet von bunten Laternen, total romantisch ist. Entlang dem Fluss genossen wir die Stimmung, die lediglich von Einheimischen ein wenig gedrückt wird, von denen man ununterbrochen angequatscht wird und sie versuchen einem irgendentwas zu verkaufen.
Auch Basti fand seine große Liebe in der romantischen Stadt. Leider war es nicht Verena. Sein Herz schlug von nun an nur mehr für die süße, in Zucker gewälzte Köstlichkeit von einem Donut!! Diese wurden hier frisch an jeder Ecke verkauft und Basti handelte bereits bei seinem ersten Kauf so weit es ging runter, und ergatterte von nun an jeden Tag mindestens 4 solcher Riesendonuts für umgerechnete lächerliche 20 Cent (die anderen Touristen zahlten immer den dreifachen Preis, aber Basti verhandelt hart wenn es um etwas wichtiges geht).

Wir blieben 3 Tage im "Venedig Vietnam's", wo wir eigentlich hauptsächlich nur herumspazierten und die Stadt genossen. Einen Vormittag lang nahmen wir an einer gratis Radtour die von Studenten angeboten wird, teil. Wir wurden an einheimische Plätze geführt an denen zum Beispiel Boote, Schlafmatten, Reisnudeln oder auch die in den Shops zu kaufenden Souvenirs hergestellt werden. Es war überaus interessant einen Blick in das Leben der Einheimischen werfen zu können und die Guides waren supernett und lustig. War eine tolle Erfahrung und wir fanden einige neue Freunde!

Ein weiterer Höhepunkt unseres Aufenthalts war Basti's Errungenschaft von maßangefertigten Anzugschuhen!! Da es für seine Riesenlatschen oft ein wenig schwierig ist irgendwelche Schuhe, geschweige denn Anzugschuhe zu finden, beschloss er sie in einem der vielen Läden hier herstellen zu lassen. Wir erwischten ein ausgezeichnetes uns sehr kompetentes Umternehmen und Basti ist voll und ganz zufrieden! Jetzt muss ihn Verena nur noch überreden sie auch tatsächlich anzuziehen und mit ihr zu tanzen!!

Die Stadt selbst hat uns supergut gefallen. Die Läden sind leider völlig überteuert, da es hier vor allem von älteren Touristen nur so wimmelt, die garnicht erst versuchen zu handeln. Auch das ständige Angequatschtwerden kann schon ganz schön nerven. Ansonsten ist die Stimmung am Fluss mit den Laternen wunderschön!!

Next stop: Hué

  • Missing
    FritzZ hat am kommentiert:

    Die Bilder von dem Markt sind toll. Und die Maßschuhe zu sehen freue ich mich - wenn sie es bis zum Ende der Reise schaffen :-)

Verena Missing

Nha Trang

In Nha Trang angekommen (der Bus blieb zum Glück gleich um die Ecke unseres Hotels stehen), checkten wir ein und erkundeten mal die Gegend.

Wir bemerkten schnell, dass die Sprache die uns von rundherum zu Ohren kam keinesfalls asiatisch war. Auch die bleichen (oder oft mittlerweile krebsroten), groß gewachsenen und meist massiv übergewichtigen Körper die sich am Strand rekelten oder verwunderlicherweise oft einfach dort standen, in aufrechter Haltung und Hände in die Hüften gestützt, ihren pompösen Körper präsentierend, waren eindeutig nicht asiatischen Ursprungs. Nein, die Stadt wurde von den Russen eingenommen!!
Es waren fast keine Touristen aus anderen Ländern dort, die Speisekarte war auf Russisch statt Englisch, ja selbst die Einheimischen warfen uns russische Floskeln vor die Füße und nahmen den rauhen Umgangston ihrer Haupturlauber an.

Der Aufenthalt in Nha Trang war ansonsten eher entspannend. Die ersten beiden Tage waren ein wenig verregnet. Wir schlenderten am ersten Nachmittag nur durch die Straßen und erkundigten uns über Tauchmöglichkeiten - aufgrund der schlechter Sicht ließen wirs schlussendlich aber bleiben.

Am zweiten Tag gönnten wir uns - mal etwas anderes - einen Tag in einer Therme. Es war wirklich toll statt herumlatschen mal in warmem Wasser zu entspannen (vor allem passte es perfekt zu dem kühlen regnerischen Wetter). Auch das Schlammbad ließen wir uns nicht entgehen und genossen den Tag in vollen Zügen!!

Am letzten Tag checkten wir aus, ließen unser Gepäck jedoch noch im Hotel und chillten uns, da die Sonne uns an diesem Tag endlich wieder gefunden hatte, an den Strand. Am Nachmittag konnten wir nochmal im Hotel duschen und weiter geht's mit dem Nachtbus nach Hoi An.

Verena Missing

Dalat

Huiii... bereits im Bus merkten wir den Klimawechsel! Aus Verena's Sommerkleidchen wurde Kleidchen mit Leggings darunter und Pullover drüber. Da Dalat sehr hoch liegt, ist es hier sehr kühl. Die Stadt ist auch ein beliebtes Urlaubsziel für Vietnamesen, die hier alle ihre Winterjacken, bis hin zu Pelzen, ausführen konnten - obwohl das etwas übertrieben war, so kalt wars nun auch nicht!! Auf den Verkaufsständen gab es anstatt von Bikinis und Shirts, nun Pullover, Jacken, Hauben und Handschuhe! Außerdem gab es überall getrocknete Früchte zu kaufen, da bei diesem Klima sehr viel Obst angebaut werden kann, das es hier sonst nirgends gibt, wie zum Beispiel Erdbeeren. Die Gegend ist überflutet von den Glashäusern, Beeten und Feldern. Wahrscheinlich aus diesem Grund scheint es den Bewohnern wirtschaftlich sehr gut zu gehen. Der Lebensstandard ist hier, soweit wir das beurteilen können, um vieles höher als in den Orten die wir bisher kennen lernen durften. Es gibt auch sehr viele Restaurants und Bars die mit einer außergewöhnlichen Liebe fürs Detail designed und eingerichtet wurden!! Da war eines schöner und kreativer als das andere! Auch die Angestellten waren überall sehr bemüht.

Am ersten Abend wollten wir essen gehen und kamen an einem Restaurant vorbei, das unglaublich nett aussah. Der Geschäftsführer (ein sehr junger, ambitionierter Vietnamese) kam gleich zu uns, erklärte uns dass es leider keine englische Karte gab, er uns aber gerne ein Menü für einen von uns gewünschten Betrag zusammenstellte. Und es war echt toll!! Wir waren die einzigen Europäer und mussten immer wieder mal nachfragen wie man das uns vorgelegte Gericht denn nun isst. War wirklich lustig und eine tolle Erfahrung!

Am nächsten Tag wagten wir uns in die wilden Gewässer Dalat's - Canyoning!! Unsere Gruppe war total nett und unser Guide superlustig!! Es war zwar zwischendurch immer wieder mal ziemlich kalt, aber das Adrenalin des Abseilens an den Wasserfällen und des Klippenspringens ließ die Kälte schnell in den Hintergrund rücken. War ein toller Tag!!

Am folgenden Tag checkten wir uns wieder mal zwei Räder und machten uns auf den Weg zu ein paar ausgewählten Punkten (Tempel, alter Bahnhof, Crazy House). Auf unserer Karte schien alles sehr nah. Ja, Luftlinie vielleicht!!! Von den Höhenunterschieden war natürlich nirgens was erwähnt.. und so machten wir einige Meter! Naja, ein bisschen Sport schadet ja nicht! Am Weg ernteten wir unzählige verwunderte Blicke, da wir wohl die einzigen waren, die sich auf Drahteseln fortbewegten. Leider war das Wetter auch nicht so gut, es nieselte den ganzen Tag so dahin.. aber was solls, kann ja nicht immer nur schön sein!

Allgemein hat uns Dalat sehr gut gefallen! Es war um einiges sauberer als in den Gegenden bisher und die kreativen Cafes und Restaurants sind wirklich toll! Außerdem war es unglaublich angenehm mal mit einer dicken Decke bei kühler Zimmertemperatur zu schlafen! Auch das Streetfood war mal ganz anders! Es gab eher warme Leckereien, wie eine Art Kartoffel, die wie Maroni schmeckt oder warme "Shakes" (z.B. Erdnuss, Soya oder Green Tea).

Das war's von Dalat, weiter geht's nach Nha Trang.

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    Steffi hat am kommentiert:

    Hey ihr zwei! Bin schon gespannt auf den nächsten Bericht - bei uns is es zwar am Radl ein bissl frischer, aber sonst genauso unweihnachtlich wie bei euch ;-) Bei dem nass-kalt-graus-Wetter das wir grad haben komm ich mir am Radl immer vor wie in den neuen Gemüse-Laden im Kühlschrank....bis ihr zrückkommts schau i aus wie20 ;-)

Verena Missing

Mui Né

Der Nachtbus war wiedermal ein Erlebnis. Zunächst mal waren wir die einzigen Touristen im Bus. Dann, während Verena bereits im Land der Träume war, konnte Basti nicht einschlafen, da der Busfahrer und seine Crew (es sitzen immer ein Paar Leute vorne zusammen) die Gäste ignorierten und laut Musik aufgedreht hatten. Er beschloss schließlich sie zu bitten die Musik im Nachtbus, der dafür gedacht ist darin zu schlafen, abzudrehen. Also begab er sich nach vorne und erklärte ihnen sein Anliegen, woraufhin sie die Musik auch abdrehten. Zufrieden ging er zurück. Er konnte es nicht fassen: noch während er am Weg zu seinem Platz war, ertönten wieder die vietnamesischen Gesänge aus den Lautsprechern. Genervt drehte er sich um, wo er die lachende Buscrew erblickte und steuerte wütend erneut auf sie zu. Diesmal mit scharfem Ton, brachte er sie dazu, die Musik wieder abzustellen. Voller Vorfreude auf den ersehnten Schlaf machte Basti es sich wieder auf seinem Platz bequem. Ungefähr 10 Minuten später, als er kurz vorm Einschlafen war, die erneute Frechheit: Die nun schon bekannten Klänge ertönten wieder aus den Lautsprechern. Tja, es hatte wohl keinen Sinn und Basti versuchte trotzdem ein wenig Schlaf abzubekommen.
Endlich in Mui Né angekommen, wurde uns mit Handzeichen verständlich gemacht, dass wir alle in einen kleinen Bus einsteigen sollten der uns zu unseren Zielen bringt. Da wir noch nichts gebucht hatten erklärten wir dem Fahrer dass wir zu der Straße mit all den Guesthouses wollen. Also düsten wir los und kurvten in der Bampa herum, wo nacheinander die Locals abgeladen wurden, bis nur noch wir übrig waren. Der Busfahrer hatte wohl keine Ahnung was er mit uns machen sollte. Also zeigten wir ihm auf einer Karte, wo wir hinwollten und gaben ihm Anhaltspunkte wie "to the market" und dann "to the bus station", jedoch schien es als hätte er keine Ahnung wo sich diese Dinge befinden. Und vor allem hatte er keine Ahnung wie man eine Karte liest! Igendwann kamen wir wieder zur gleichen Stelle an der wir ursprünglich mit dem Nachtbus stehen geblieben waren und er meinte das sei "the bus station". Also wanderten wir vollbepackt die Straße lang, auf der Suche nach den Guesthouses die laut der Karte nach der Busstation kommen sollten. Und wir wanderten.. und jammerten.. und schleppten uns weiter.. nach ca. einer viertel Stunde kamen wir zum: Markt!!!! Wir waren natürlich ganz wo anders rausgelassen worden als wir wollten!! Nach weiteren 15 Minuten Marsch fanden wir schließlich ein Guesthouse das ein Zimmer für uns hatte...

Wir chillten dann ein wenig an unserem Strand und zu Mittag leihten wir uns ein Moped aus, um zur fairy spring zu fahren. Die war echt wunderschön!! Ein kleiner Bach der zwischen weißen und roten Sandünen und Felsformationen entlangführt (eine mini Version des Grand Canyon), bis zu einem kleinen Wasserfall. Am Abend gabs noch ein Work-out für Basti am Strand und dann ab ins Bett und mal so richtig gut schlafen!

Am nächsten Tag genossen wir noch mal den schönen Strandabschnitt unseres Quartiers, mit den ewig hohen Palmen, deren Kokosnüsse uns ein wenig beunruhigten. Einmal machte es nicht weit von Basti "plumps" und da lag schon eine im Sand vergraben - Glück gehabt! Wir blieben dann eher unter den Palmenblattdächern im Schatten... Am Nachmittag kurvten wir mit dem Moped durch die Gegend und machten uns auf den weiten Weg zu den weißen Sanddünen. Wir mussten einige Male nach dem Weg fragen, wurden teilweise in falsche Richtungen geschickt, wurden fast vom Wind verblasen und sind ein paar mal im Sand beinahe weggerutscht, aber es hat sich echt ausgezahlt!! Sand, soweit das Auge reicht! Wirklich sehr schön!! Am Rückweg bemerkten wir, dass unser Moped immer "Schüsse" von sich gab, wenn wir fast zum Stehen kamen. So schreckten wir einige Leute am Heimweg und hatten unseren Spaß dabei :)

Am letzten Tag in Mui Né ratterten wir am Vormittag mit dem Moped noch zu den roten Sanddünen, die auch sehr beeindruckend waren! Uns liefen schon von der Weite Kinder entgegen, die dort Rutschen vermieten, mit denen man den Sand runterdüsen kann. Da wir die Verkäuferkarriere der Kinder jedoch nicht unterstützen wollen und sie lieber in Schulen sehen würden, (vor allem vormittags unter der Woche) ließen wir diesen Spaß aus.

Zu Mittag wurden wir dann von einem kleinen Bus abgeholt und so geht es weiter nach Dalat.

Bastl & Verena Small

Ho Chi Minh City (Saigon)

An der Grenze nach Vietnam dauerte es diemal etwas länger. Wir wussten alle nicht so recht wie uns geschah, ständig wurden alle Pässe des zusammengewürfelten Haufens im Bus abgesammelt, ein böser Mann mit scharfem Ton verschwand damit und dann heißts warten und hoffen dass hier keine krummen Dinge ablaufen. Wir hatten aber unseren Spaß im Bus, man muss das alles mit Humor sehen. Da alles ziemlich lange dauerte, zitterten wir schon den Anschlussbus nach Ho Chi Minh City (Saigon) zu erwischen. Hat aber zum Glück alles geklappt. Der Bus in Vietnam hat uns umgehaun! So bequem sind wir bisher noch nicht gereist!! Liegend ging's nun nach Saigon. Dort angekommen ab in die Unterkunft und ins Betti.

Am nächsten Tag checkten wir mal die Stadt aus, klapperten ein paar Märkte ab (wo Verena einen neuen Rucksack ergatterte und nun kein Stinki mehr sein muss), den Independance Palace und das alte Postamt.

Am nächsten Tag machten wir eine Tour zu den Cu Chi Tunnel, durch welche die Vietnamesen den Krieg für sich entscheiden konnten. War extrem interessant!! Man konnte auch ein wenig in den Tunneln herumgehen bzw. wohl eher herumkriechen, wo Verena immer befürchtete dass Basti stecken bleibt und sie allein weiterreisen muss. Um den Überraschungsmoment, in dessen Genuß man bei jeder gebuchten Reise kommt auch hier einzubauen, ging's mit einem riesen Umweg bei der Hinfahrt zu einem unangekündigten Zwischenstopp zu einer Behinderten-Arbeitsstätte. Der Fakt, dass davon nie die Rede war und uns das alles eine Stunde der eigentlich gebuchten Tour kostete, war ärgerlich. Die beeinträchtigten Menschen haben jedoch unser volles Mitgefühl und es ist nicht in Worte zu fassen wie unverschämt und schrecklich die Aktion der Amerikaner war, Agent Orange (Chemikalien die über das Land versprüht wurden und unzählige Missbildungen verursachten) im Krieg einzusetzen. Am Abend rundeten wir die geschichtliche Weiterbildung noch mit dem Vietnam-Kriegs-Museum ab.

Am folgenden Tag stand eine Tour zum Mekong Delta am Programm. Auch diese stellte sich wieder als eine einzige Wundertüte heraus. Wir wussten nie wo die Reise als nächstes hinführte. Unser Reiseleiter "Tony" war jedoch unglaublich witzig! Ein alter Man der für die Tour zu leben schien! Voller Elan brachte er uns zu unterschiedlichen Stationen an denen man Dinge kosten und natürlich kaufen konnte: Coconut-Candy, Coconut-Icecream, Tea, Knabberzeugs, Schnaps, Obst, wir wurden betanzt und angesungen und am Schluss hatten wir sogar das Vergnügen einer Pferdekutschenfahrt (einmal die Straße rauf und wieder runter). Vom Fluss selbst haben wir nur bei den Überfahrten was gesehen, von den Leuten die am Fluss wohnen leider nichts. Dafür konnten wir viel kosten. Basti empfands ein wenig als Geld- und Zeitverschwendung, Verena hat's gefallen :P

Am Abend ließen wir uns noch zum Kauf eines Hop-on Hop-off Bustickets überreden, welches alle unsere kommenden Fahrten in Vietnam abdeckt. Als wir danach die Rezensionen des Unternehmens im Internet lasen, war's wohl nicht so klug. Mal schaun was da jetzt kommt.

Aber zuerst noch mit dem Nachtbus nach Mui Né. Und ab geht die Post...


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    FritzZ hat am kommentiert:

    An der Ähnlichkeit mit dem weißen Buddha muss Verena noch etwas arbeiten :-)

  • Missing
    Steffi hat am kommentiert:

    Wie bitte seids ihr in die Tunnel reingekommen? Hat sich der Basti da mal schnell die Schulter ausgekegelt? Und der Reiseführer is ja ein Traum! Und die Pferdekutsche erst....wie im Salzburger Land ;)

Bastl & Verena Small

Fazit KAMBODSCHA

Was ist nun unser Gesamteindruck des Landes?

Die Angkor Tempel waren unglaublich beeindruckend! Leider konnte uns Siem Reap nicht wirklich überzeugen. Wir fühlten uns nicht sehr wohl zwischen all den Leuten die in uns nur wandelnde Dollarzeichen sahen. Dieser Eindruck der Einheimischen wurde aber im Zuge der Weiterreise immer positiver und im Allgemeinen sind die Kambodschaner ein sehr nettes Volk!

Was uns sehr negativ in Erinnerung bleiben wird ist das fehlende Bewusstsein für unsere Umwelt. 
Überall die Müllberge zu sehen war sehr erschreckend! Auf uns wirkte es so als gäbe es bereits viele Organisationen die versuchen dagegen anzusteuern, bisher leider eher erfolglos. Hoffentlich ändert sich das in naher Zukunft! 
Auch die Abgase sind hier ein Problem. Jede Person besitzt ein Moped und es werden wirklich alle Strecken damit zurückgelegt. Da wird wirklich kein Meter zu Fuß gegangen! Auch die Busse und andere Fahrzeuge lassen immer den Motor laufen. Als Tourist durch Abgaswolken zu marschieren steht an der Tagesordnung. Die mopedfahrenden Bewohner tragen alle Masken um die schwarzen Wolken nicht einatmen zu müssen, daran den Motor abzustellen denkt jedoch niemand. Vor allem sind die Autos hier meist solche, die bei uns vor 15 Jahren schon kein Pickerl mehr bekommen hätten.

Die Mopeds selbst sind hier aber auch ein absolutes Highlight!! Sie ersetzen alles, vom PKW zum LKW. Alle Waren oder Familienmitglieder werden einfach rundherum draufgeschnallt wo noch Platz ist. Wir haben echt schon viel gesehen: von der 6-köpfigen Familie über lebende Gänse und Schweine.. Außerdem gibt es wohl keine Altersbegrenzung, jeder der ein Moped lenken kann fährt halt mal. Da kutschiert einfach der 8-jährige Sohn die Mama durch die Gegend.. Wir sind schon gespannt was uns in Vietnam noch erwartet!

Allgemein hat uns Kambodscha leider nicht so richtig überzeugen können. Die Tempel sind auf jeden Fall sehenswert, aber ansonsten gibt es unserer Meinung nach in anderen Ländern schönere Orte und für uns wird es eher kein Wiedersehen mit Kambodscha geben. Einmal gesehen reicht vollkommen :)


Verena Missing

Kampot

Vom Meer ging's nun nach Kampot, an den Fluss, mal etwas anderes! Wir hatten noch kein Quartier gebucht, aber uns eines rausgesucht das wir nun mit einem Tuk Tuk ansteuerten. Dieses wird von einem Australier geführt, der ein paar Bungalows am Ufer vermietet und gratis Paddleboards und Windsurfbretter anbietet - perfekt für uns, da müssen wir hin! Endlich an der Adresse angekommen stapften wir vollbepackt und voller Erwartungen auf einen coolen Aufenthalt zur Rezeption. Dort wurden wir von einer intensiven Graswolke begrüßt und statt einem lässigen Surfer-Australier begrüßte uns ein Franzose mit langen Dreads. Wir merkten schnell dass auch die anderen Gäste wirkten als wären sie irgendwo in ihrer eigenen Welt und sich alle der Baguette-Sprache bedienten. Als wir nach den Surfbrettern fragten und uns der Betreiber erklärte er hätte das Guesthouse vor einem Jahr übernommen und die Bretter wären wohl mal in einer Flut abhanden gekommen (er war wohl zu beschäftigt mit seinem Joint anstatt die Bretter einfach wegzuräumen als das Wasser stieg), entschieden wir uns nach einer anderen Unterkunft zu suchen. Gleich nebenan wurden wir auch sofort fündig und zogen in einen Stroh-Palmen-Bungalow. Der Betreiber war einer der nettesten Menschen die wir bisher kennen lernen durften und überzeugte uns in dem ruhigen Familienbetrieb zu bleiben. Um gleich die Visa für Vietnam in Auftrag geben zu können, mussten wir noch kurz ins Zentrum, da Verena noch Passfotos brauchte. Unser Quartier bot gratis Fahrräder für seine Gäste an, die wir uns gleich mal schnappten. Basti musste zwar ohne Bremsen auskommen und der Sattel war nicht verstellbar und Verena's Sattel war ganz unten, weder verstell- noch fixierbar und ihre Pedale hingen nur so ein wenig dran, aber sie fuhren. Die Fotos waren dann schnell gemacht und als Abendessen gab's noch leckeren Tischgrill. Dan wurden die Stirnlampen umgeschnallt und ab ging die Erlebnisfahrt in Richtung Quartier. Ratter .. ratter .. ratter und plötzlich, schon ziemlich nahe am Guesthouse, bemerkten wir dass wir vergessen hatten Geld abzuheben. Basti schnappte sich Verena's Rad um zumindest Bremsen zu haben und radelte zurück in die Dunkelheit. Während Verena sich in die Mosquitodusche wagte und versuchte sich blitzartig abzubrausen, kämpfte sich Basti nach dem Geldabheben mit seinem Klappergestell auch endlich Richung Quartier vor. Der Sattel war bei diesem Rad noch weiter unten, sodass Basti garnicht wusste wohin mit seinen ewig langen Haxis. Und plötzlich ging's KNAX und aus den dranhängenden Pedalen wurden runtergebrochene Pedale.. und so hatte Basti nun ein tolles Laufrad! Einem Hund am Weg war das wohl sehr suspekt und er knurrte Basti mit seinen leuchtenden Augen aus der Dunkelheit an. Er warf das "Rad" zur Seite, wimmelte ihn ab und dann schnell heim zu Verena!!

Am Abend gaben wir noch unsere Pässe ab um das Visum zu bekommen - schon ein sehr komisches Gefühl so ganz ohne Pass zu sein und zusätzlich 140$ leichter!!!
Dann noch das Mosquitonetz über die Matratze spannen und gute Nacht!

Am nächsten Tag wagten wir es wieder mal bei einer geführten Tour mitzufahren. Es war recht lustig, haben eine super Truppe erwischt mit einer australischen Familie und zwei Schwestern aus Boston. Wir wussten zwar alle nicht was genau die Attraktion der Plätze war die wir begutachten durften, aber von sarkastischen Kommentaren begleitet war die Tour wirklich witzig! Und vor allem die Bootsfahrt in den Sonnenuntergang war dann richtig schön!! Außerdem fanden wir neue Freunde - eine Gruppe von Mönchen. Wir trafen sie immer wieder während der Tour und wir stellten wohl die größte Attraktion der ganzen Tour für sie dar.. sie standen sozusagen in einer Schlange um nacheinander Fotos mit uns machen zu können!! Alles in allem hat sich die Tour echt ausgezahlt.

Am folgenden Tag leihten wir uns ein Moped in unserem Quartier aus und fuhren zum Hafen, um auf Rabbit Island zu kommen. Nach einigen Schwierigkeiten kamen wir schließlich hin und verzogen uns gleich vom Hauptstrand. Wir stießen auf einen kleinen Strand mit kristallklarem Wasser und wo wir ganz allein waren!! Es war einfach wunderschön!!!

Am Abend bekamen wir endlich unsere Pässe - nun mit Vietnam Visum ausgestattet - zurück. Erleicherung.

Und so gings am nächsten Morgen mit dem Bus ab nach Vietnam.

Verena Missing

Sihanoukville

Unsere Popularität stieg drastisch an - von verstohlenen Blicken und Starren über Zurufe "hello, hello" und winken bis hin zu Bitten ob sie nicht ein Foto mit uns machen könnten. Vor allem wenn wir den Strand entlang gingen wurden wir wie von Paparazzis belagert - aber auf positive Art - wir hatten einiges zu Lachen und die Leute waren wirklich sehr nett und freundlich!!

Am ersten Tag checkten wir nach der Nacht im Bus in einem Hostel ein. Wir hatten extremes Glück noch ein Zimmer zu kriegen, da alles wegen dem water festival ziemlich ausgebucht war. Da alle frei hatten und viele dem Trubel des Festes in der Stadt entkommen wollten, kamen sie in Massen zum Strand und bildeten hier neuen Trubel. Der Hauptstrand war echt vollgestopft! Zum Glück waren die Feiertage am nächsten Tag vorbei und es beruhigte sich allmählich am Strand. Die Strände waren nun zwar endlich ruhiger, jedoch kam nun auch der ganze Müll zum Vorschein, der hier einfach überall herumliegt!!! Es ist einfach unglaublich. Umweltbewusstsein = Null
Wir sahen sogar einen Fluss der kein Wasser mehr beinhaltet, sondern nun ein reiner Müllberg ist. Echt schlimm!!!

Am nächsten Tag wollten wir mal die umliegenden Strände mit Rädern erkunden. Also gingen wir zu dem anscheinend einzigen Verleih und nahmen die Drahtesel an uns. Und so wackelten wir mal dahin. Die Strände waren nicht sonderlich beeindruckend - das Wasser eher trüb und der Sand immer voller Liebe fürs Detail mit leeren Plastikflaschen, Verpackungen und Dosen geschmückt - muss wohl höchstmoderne Kunst sein, haben wir vorher so noch nicht gekannt. Nach der zweiten Strandbesichtigung schaffte es Basti irgendwie einen massiven Achter ins Hinterrad zu zaubern. Ganz vorsichtig und sehr behutsam versuchte er das Rad wieder gerade zu biegen, leider ohne Erfolg.. und so ging's weiter - noch mehr wackelnd als zuvor. Dann wollten wir auf eine Insel fahren die über eine Brücke erreichbar ist und laut Reiseführer die schönsten Strände der Gegend bieten soll. Also quälten wir unsere Drahtesel den Berg hinauf und standen vor einem großen Tor. Verschlossen. Ein Mopedfahrer kam hinter uns und das riesen Tor öffnete sich. Das Moped fuhr problemlos hindurch und wir wollten folgen. Doch nicht so schnell!! Der Torwächter sah uns mit dunklem Blick an und gab uns in mit ein paar unzusammenhängenden Wörtern zu verstehen, dass die Insel erst in vier Monaten zu betreten sein wird. Wir sahen später auch die Rohbauten am Ufer, die wohl alle Hotels werden sollen. Tja, danke für den tollen Tipp lieber Reiseführer! Wir wissen zwar nicht wo du deine Informationen herbekommst, findens aber toll dass du die schönen Strände bereits genießen konntest die erst in einigen Monaten betretbar sind!!! Die letzte Station war der Otres Beach, welcher eindeutig der schönste war! Dort checkten wir uns eine Hängematte und chillten mal ein bissi..

Am Abend gingen wir immer in ein Restaurant das von einem sehr netten Südafrikaner geführt wird und erst die erste Woche geöffnet hatte. Seine Spezialisierung ist sehr billiges Essen (fast alles nur 1$) - genau das richtige für uns!!! Später klapperten wir noch ein paar kleine Geschäfte ab, wo Basti zwei Mega-Schäppchen fand. Überglücklich mit den zwei neuen Boardshorts im Gepäck ging's dann zu einem zusätzlichen Burger für Basti bei einem Typ der sogar 4kg Burger macht - und zwar echt lecker! Da dieser auch Bustickets organisiert kauften wir gleich Tickets für die Weiterfahrt am nächsten Morgen nach Kampot und er erzählte uns noch über seine Erfahrungen im Krieg (der ja erst 1993 geendet hatte!!). War sehr gemütlich und überaus interessant.

Am nächsten Tag frühstückten wir noch gemütlich, packten alles zusammen und warteten vor unserem Quartier auf den Mini-Van.. und warteten.. und warteten.. und wurden nach einer halben Stunde doch ein wenig angefressen. Basti beschloss zu unserem Vermittler zu gehen und mal nachzufragen. Seine Frau meinte der Bus wäre ausgebucht und daher müsste der Fahrer erst alle Leute einsammeln - aber er sei unterwegs.. da sich nach einer weiteren halben Stunde immer noch kein Bus blicken ließ, ging Basti - nun ein wenig mehr angefressen - wieder zum Verkäufer. Diemal war er anwesend und begleitete ihn zu unserem Quartier. Nach einiger Zeit deutete er uns dass wir kommen sollten und führte uns zu einem Mini-Van, der bereits zuvor hier stehen geblieben war, wir hatten dem Fahrer unser Ticket gezeigt und er war weiter gefahren. Dann kurvten wir eine weitere Stunde in der Gegend herum, um den Bus wieder mal so voll wie möglich zu kriegen. Als kein Platz mehr frei war, rückten die Einheimischen einfach zusammen und quetschten noch mehr Leute dazwischen. Und irgendwann fuhren wir dann wirklich los... war alles sehr mühsam, aber zumindest kamen wir an unser Ziel. Leider verpassten sie uns noch eine Erinnerung, da sie Verena's Rucksack offensichtlich neben irgendwelche Kisten befüllt mit Fischen, Meeresfrüchten oder anderen grauslichst riechenden Dingen quetschten. Die Seitentasche und deren Inhalt nahmen natürlich diesen wundervollen Duft an! Den Inhalt konnten wir waschen, bei der Seitentasche blieb jedoch jeder Versuch ihn zu putzen erfolglos. So reisen Basti und Stinki nun weiter...

  • Missing
    Dominik Ku hat am kommentiert:

    Geile radl, sebi darf wiedermal als chefmechaniker ran :)

Verena Missing

Phnom Penh

Rumpeldipumpel - und wir waren seit langem wieder einmal in einer Großstadt. Phnom Phen.

Da wir eine Reservierung in einem Guesthouse hatten, ließen wir uns von einem Tuk Tuk gleich mal hinkutschieren. Das Knurren unserer Mägen hatte sich bereits zu einem lautstarken, nicht mehr zu ignorierenden Geräusch entwickelt, dem nun dringend entgegengewirkt werden musste. Nach wiederholten Versuchen unseres Guesthousechefs uns in sein Restaurant zu locken ("You can bring your bags to the room and later you come down, have something to eat or to drink and we make the check in", "where you go? want something to eat - in the restaurant?",...) begaben wir uns in die Straßen der Hauptstadt Kambodschas und fanden ein nettes indisches Restaurant (Verena suderte schon seit längerem dass sie mal indisch essen will) das sehr nett, günstig und das Essen wirklich lecker war.

Am folgenden Morgen gingen wir ins Tuol - Sleng (S21) Musem, das war wirklich extrem berührend, bedrückend, schockierend. Es handelt sich dabei um eine ehemalige Schule die unter Pol Pot's Regime zu einem geheimen Gefängnis umfunktioniert wurde, wo die Gefangenen (Kritiker seines Regimes) zu schlimmsten Bedingungen eingepfärcht und auf grausamste Weise gefoltern und schlussendlich am "killing field" zu Massen ermordet wurden (nicht mit Schusswaffen sondern zu Tode gefoltertert, um kein Geld für Munition ausgeben zu müssen). Es starben um die 200.000 Menschen am "killing field". In den Räumen spürte man regelrecht das Leid das den Gefangenen zugefügt wurde. Zu sehen in welchen notdürftigst errichteten Barracken sie leben mussten und wie sie gefoltert wurden um ein Geständnis abzulegen, über Taten die sie niemals begangen hatten, zum Beispiel sie seien Spione usw. (Die Geständnisse waren verschriftlicht ausgestellt) war unbeschreiblich schrecklich - als wäre man mitten drin. Und das unfassbare ist, dass das alles erst vor 35 Jahren stattfand (Pol Pots Regime - Khmer rouge - war von 1975-1979)!!! Auch Erlebnisberichte von Überlebenden waren ausgestellt die einfach nur Gänsehaut verursachten und ein paar Zeitzeugen waren sogar vor dem Museum um Bücher zu verkaufen und ihre Geschichten zu erzählen.

Später gingen wir zum Russian Market ein wenig Bummeln und dann wieder zurück ins Quartier.

Am nächsten Tag wollten wir uns ein Busticket für die Weiterfahrt nach Sihanoukville organisieren, was sich als ziemlich schwierig herausstellte und Basti sehr viele Nerven kostete. Da genau an diesem Wochenende das water festival (soweit wir das beurteilen können handelt es sich um ein Kanurennen) stattfand, welches das gesamte Land auf den Kopf stellte, war die ganze Stadt im Ausnahmezustand. Es kamen Millionen von Menschen in die Stadt und viele Busfahrten wurden während des ganzen Spaßes eingestellt. Außerdem wurde das Wochenende als "public holiday" angesehen, was alles noch erschwerte (nur zur Info: Kambodscha hat 27 Feiertage jährlich). Schlussendlich fanden wir doch noch einen Nachtbus, den wir für nächsten Tag buchten - wir waren uns jedoch bis zur letzten Sekunde unsicher ob er auch wirklich fahren würde.

Das water festival fand zuletzt 2010 statt, wo es zu einer Massenpanik kam bei der über 300 Menschen starben. Seither wurde es jährlich - aus unterschiedlichen Gründen - abgesagt. Endlich war es nun so weit - die Kanus begaben sich alle an den Fluss und es wurde heftigst um die Wette gepaddelt. Aus allen Provinzen des Landes strömten die Menschen in ihre Hauptstadt, um sich das Gepaddle und Geschreie live zu geben. Viele waren zu unserer Unterhaltung das erste Mal in einer Stadt!! :D

Als wir später in einem Einkaufszentrum waren, staute es sich plötzlich an der Rolltreppe vor uns. Wir wurden schon ein wenig ungeduldig was denn da blockierte, bis wir einen kleinen Jungen - an der Hand seines Vaters - sahen, der zögernd immer wieder vorsichtig einen Fuß zur Rolltreppe streckte und schnell wieder zurückzog. Als er endlich den Schritt wagte stand er taumelnd, nach Gleichgewicht ringend, dort. Der Ausstieg war die nächste Herausforderung, wo er schnell einen Hops nach vor machte, heruntersprang und noch mal einen prüfenden und skeptischen Blick auf die Treppe zurückwarf.
Aber nicht nur wir wurden unterhalten, sondern wir stellten auch eine Attraktion für das Volk dar. Egal wo wir waren, vor allem die Kinder starrten uns mit erstaunten Blicken aus allen Seiten an. Sie bekamen wohl das erste Mal in ihrem Leben Nicht-Asiaten zu Gesicht. Ein Riese und eine auch ziemlich große Frau (Verena ist ja meistens größer als ihr Papa) mit gelben Haaren!! Unglaublich!!!! Was für eine verrückte Welt! Wir begannen die Kinder anzulächeln oder ihnen zuzuwinken, mit unterschiedlichen Reaktionen. Manche lächelten oder winkten zurück und konnten den Blick garnicht mehr abwenden, andere versteckten sich blitzartig hinter Mama und warfen immer wieder verstohlene Blicke in unsere Richtung.

Am Abend schlenderten wir am Fluss zwischen dem Trubel der Massen entlang, füllten unsere Mägen mit Marktessen (Night Market) und genossen ein tolles Feuerwerk.

Am Folgetag klapperten wir noch den letzten Markt, den Central Market ab, der so riesig war, dass wir garnicht erst versuchten ihn systematisch zu besichtigen, sondern einfach wild drauf los, kreuz und quer gingen, auf der Suche nach tollen Schnäppchen. Basti hat sogar Nike Free Schuhe in seiner Größe gefunden, der Verkäufer ließ jedoch nicht viel mit sich verhandeln. Auch nach einigen Versuchen ihm zu erklären, dass die sonst wohl niemand kaufen würde, wurde er nicht weich. Er meinte er verkaufe ganz viele großer Schuhe, was wir stark bezweifeln, betrachtet man die Tatsache, dass Asiaten im Durchschnitt Basti ca. bis zur Hüfte gehen ;) Dann halt eben keine neuen Schuhe für Basti...
Am Nachmittag noch mal zum water festival und am Abend in strömendem Regen mit einem Tuk Tuk zum Bus. Dort noch ein wenig gewartet und um 01:30 gings mit bevorstehenden 4 Stunden im Hotel Nightbus (mit Stockbetten im Bus) Richtung Sihanoukville. Die Fahrt war eigenartig, da man - vor allem in Transportmittel in denen man schläft - immer gut auf sein Gepäck achten sollte. Da der Bus unzählige Male irgendwo stehen blieb (obwohl es hieß er würde durchfahren), Einheimische aus- und kurze Zeit später wieder einstiegen und diese dabei im engen Gang zwischen den Betten an allen Passagieren vorbeirauschten, war vor allem Verena, die unsere beiden Rucksäcke worin unsere gesamten Wertsachen verstaut waren bei ihren Füßen liegen hatte, immer ein wenig besorgt und bekam nicht allzu viel Schlaf ab. Auch Basti's Ruhephase wollte sich nicht so recht einstellen. Obwohl er sich nach Abfahrt des Buses gleich ein freies Bett unter den Nagel gerissen hatte, um uns beiden mehr Platz zu verschaffen, reichte der Platz für Bastis lange Haxen noch lange nicht aus... naja, was soll man machen... das ist wohl der Nachteil an langen Gazellenbeinen.. :P

Verena Missing

KAMBODSCHA: Siem Reap & Tempel von Angkor

Gerade noch am Strand in Thailand gechillt und schon saßen wir im Bus in Richtung Grenze zu Kambodscha.. für den Bus haben wir wohl einen richtig guten Preis bekommen, da wir ein Pärchen kennen lernten, wo sie eine Thailänderin war und sie trotzdem um 1/3 mehr bezahlt haben als wir - schon sehr bitter!

Start 14:00 Uhr in Koh Lanta - Ankunft 13:30 Uhr in Siem Reap, also stand uns eine lange Busfahrt bevor. Es war aber ganz in Ordnung und wir erwischten in Bangkok sofort einen Anschlussbus, mussten also nirgens warten. Im Allgemeinen bekamen wir halbwegs viel Schlaf ab.

An der Grenze war dann alles ein ziemliches Durcheinander. Um den Touris so viel Kohle wie möglich aus den Taschen zu ziehen gibt es keine wirkliche Beschilderung und sie wollen einem ein völlig überteuertes Visum andrehen. Wir hatten zum Glück unseres bereits online beantragt und dadurch ersparten wir uns den Spaß und folgten einer Gruppe von Turbanen, die zielstrebig das Gelände überquerten und wirkten, als würden sie sich auskennen. Wir haben auf das richtige Pferd gesetzt und gelangten problemlos zu den unterschiedlichen Schaltern und waren - schwupsdiwups - auch schon in Kambodscha. Generell hatte vor allem Verena ein wenig ein mulmiges Gefühl bei den Menschenmassen und vor allem deshalb, weil fast alle Menschen dort Hüte und Art Masken trugen, die sie sehr gefährlich wirken ließen - erinnerten an Mitglieder mexikanischer Drogenkartelle. Da war sie dann ganz froh, endlich im Taxi zum Quartier zu sitzen..

Auch das Taxi fuhr dann nicht wie ausgemacht zum Quartier, sondern zu einer abgesonderten Taxistelle, erzählten uns Märchen vonwegen dieses Taxi dürfe von der Polizei aus nicht weiter fahren und wir müssten Taxi wechseln und wollten uns natürlich noch mehr Geld abknöpfen. Wir waren dann ziemlich sauer und sagten klipp und klar dass wir da nicht mitspielen, es ausgemacht war, wir bezahlt haben und er uns hinbringen MUSS! Da ihr Englisch nicht für Verhandlungen ausreichte und wir sie ziemlich angefressen anstarrten gaben sie auf und brachten uns dann doch noch die zwei Straßen!!! weiter zu unserem Guesthouse. Das waren unsere ersten Begegnungen mit der "wir nehmen die ganzen Touris aus, die sind ja sowieso alle Millionäre" - Einstellung. Am Abend wollten wir dann Essen gehen, wo wir auch wieder auf gesalzene Preise stießen - vergleichbar mit Preisen daheim. Auch die "Supermäkte" (winzig kleine Läden die scheinbar alle privat sind) schockten uns, wo das billigste Wasser (1 1/2 Liter) 50 Cent bzw. manchmal 1 $ kosteten.

Am nächsten Tag stand der erste Tempel-Besuchs-Tag am Programm. Wir beschlossen ein Tuk Tuk zu nehmen, um die weiter weg liegenden Tempel zu besuchen und die darauffolgenden Tage Räder auszuleihen. Basti hatte im Reiseführer gelesen wie viel man ca. am Tag für ein Tuk Tuk zahlen muss und auch hier - obwohl an jeder Ecke 3 Tuk Tuks standen und man ständig angequatscht wird - verlangte der Fahrer der uns schon am Vorabend belagert hatte und eigentlich recht nett schien und vor allem gut Englisch sprach, wieder viel mehr als wir zahlen wollten. Also marschierten wir mal weiter und fanden sofort einen anderen Tuk Tuk Fahrer, der sofort mit unseren Preisvorstellungen zufrieden war. Und ab ging die Post..

Zuerst noch Frühstücken (wir haben ein günstiges Restaurant gefunden bei dem zwar die Angestellten mehr als demotiviert waren, teilweise schliefen oder einfach nur angefressen dreinschauten wenn man das Lokal betrat, das Essen jedoch sehr gut, billig und große Portionen waren - das war nun unsere Hauptnahrungsquelle) und dann ging's mit dem Tuk Tuk noch einen Drei-Tages-Pass für die Tempel kaufen und los geht die Sightseeingtour.

Die Tempel haben uns gleich mal umgehaun!!! Mit Moos bewachsene und mit feinen Mustern eingravierte Felstürme und -mauern, die mit riesigen Bäumen umgeben waren, welche teilweise ihre massiven Wurzeln um die Tempelmauern schlungen - einfach unbeschreiblich beeindruckend!! Es ist unvorstellbar wie das alles vor teilweise über 1000 Jahren, nur mit Hilfe von Elefanten, errichtet wurde!!
Das negative an all diesen Eindrücken waren jedoch die erneuten Versuche der Einheimischen, möglichst viel Profit aus den Touristen zu schlagen. Einerseits ist es verständlich, andererseits einfach nur anstrengend, wenn vor jedem Tempel mindestens 2 Kinder herlaufen und mit traurigem Dackelblick Bänder, Magneten oder Postkarten andrehen wollen. Bei den ersten paar Tempeln redeten wir noch mit den Kindern und versuchten sie höflich abzuwimmeln (was wirklich schwierig ist, sie folgen einem bis man im Tuk Tuk sitzt und tatsächlich wegfährt), an den darauffolgenden Tagen versuchten wir es mit ignorieren, klipp und klar sagen dass man nichts kauft oder sie mit einem "maybe later" zufriedenzustellen. Keiner der Versuche war aber wirklich erfolgreich.. Es ist erschreckend zu sehen wie diese Kinder hier "arbeiten", anstatt in die Schule zu gehen. Vor allem, da es hier unzählige Organisationen gibt, welche Familien mit kostenlosem Reis, gratis Schulbildung und gratis Gesundheistversorgung versorgen.

Am nächsten Tag checkten wir uns Räder und radelten in Richtung Floating Village (Häuser auf Floßen, wobei das ganze Dorf immer wieder den Standplatz wechselt). Da wir wussten dass man nur mit einer extrem überteuerten geführten Tour zu dem Dorf kommt, beschlossen wir uns nur die Gegend dort anzusehen. Es war wirklich sehr interessant zu sehen wie die Einheimischen hier leben! Leider mussten wir auch hier wieder die Geldgierigkeit des Volkes erfahren. Sobald wir stehen blieben, kamen von runderum Kinder auf uns zugelaufen. Nein, sie waren nicht interessiert woher wir kamen oder sonst an unserer Person, sondern man hörte schon von der Ferne die mittlerweile vertrauten Worte "one dollar, one dollar"! Kinder (3-8 Jahre alt!!!), die natürlich ansonsten kein Wort Englisch konnten, hielten bereits ihre kleinen Hände auf und sahen das Ganze als Spiel. Selbst Kinder die wir nur aus der Ferne im Wasser baden sahen winkten uns zu und riefen "one dollar" - sehr, sehr traurig! Das wird hier den Kindern wohl von Geburt an eingetrichtert.

Am folgenden Tag standen wieder Tempel am Programm, diesmal mit unseren Drahteseln. Bereits um 5 Uhr Morgens startete die Tour, um rechtzeitig zum Sonnenaufgang am Angkor Wat zu sein. Mit Stirnlampen ausgerüstet und einem gemurmelten "I hoff des zoit si aus!" ging's los. Endlich kamen wir beim Tempel an und umschlichen die Securities um einen guten Spot ohne andere Touristen zu haben. Da saßen wir also und warteten auf einen unvergesslichen Sonnenaufgang.. und warteten.. und warteten.. und dann ein Tröpfchen.. und noch ein Tröpfchen.. und ganz viele Tröpfchens.. oh no!!!
Schnell flüchteten wir unter ein kleines Dach, wo wir kurz darauf bemerkten in einem Ameisennest zu stehen. Schnell unter einen Baum in der Nähe, mit nun juckenden und brennenden Füßen :-/
Und der Sonne gefiels dann auch nicht mehr, die versteckte sich hinter Wolken.. naja, man kanns halt nie wissen..
Als sich der Regen legte und es aufzog setzten wir unsere Tempel-Tour fort und genossen wieder großartige Anblicke.
Diesmal hatten wir sogar ein Abendprogramm geplant - ein Zirkus! Es gibt hier eine Organisation, welche Kinder von der Straße holt und ihnen eine Zukunftsperspektive bietet. Innerhalb von 8 Jahren werden sie entweder in Kunst, Musik oder Zirkuskunst/Akrobatik gelehrt, um später einen Beruf ausüben zu können. Das mussten wir natürlich unterstützen und es hat sich voll ausgezahlt!! Die Show war mega beeindruckend!!! So echt und authentisch und sie hatten wirklich was drauf - sehr tolles Ding, das hier aufgezogen wird!

Am nächsten Tag radelten wir noch die restlichen Tempel ab, gingen am Abend was essen und dann packen um am Morgen weiterzureisen.

Heute Früh ging's dann zum Bus. Jetzt sitzen wir in einem fahrenden Mosquitonest auf einem Feldweg (die Nationalstraße!!) Richtung Phnom Penh, der Hauptstadt von Kambodscha. Mittlerweile ist auch die Klimaanlage ausgefallen. Schwitzend und fuchtelnd die Mosquitos vertreibend sitzen wir also da und der Bus rumpelt so vor sich hin.

  • Missing
    Dominik Ku hat am kommentiert:

    Ja, Endlich Registriert Damit Ich da Mal Meinen Senf Dazu Geben Kann :)

    Haha, die Diskussion Mit Dem Taxler Hätte Ich Gerne Miterlebt, Vorallem Hätte Ich Gerne Gesehen Wie er Dann 2 Straßen Weiter Gesagt Hat "Wir Sind da" Muss bitter Sein Wenn Man da Nochmal Draufzahlt, Aber Eig Klassisch...

Bastl & Verena Small

Koh Lanta

Vorerst unsere letzte Station in Thailand - Koh Lanta

Bei der Busfahrt nach Koh Lanta lernten wir 2 wirklich nette Mädels
aus Griechenland kennen, die uns mit Tipps für Vietnam ausstatteten.
Auch ein älteres Ehepaar war in unserem Mini-Bus (er aus Deutschland,
sie aus Spanien), mit denen wir uns recht gut unterhielten.

In Koh Lanta wurden wir an den Strand Hat Klong Nin gebracht, wo wir
ein total nettes Zimmer am Strand ergatterten. Und dann wurde mal an dem
ewig langen und menschenleeren Strand gechillt.

Am nächsten Tag mieteten wir uns wieder Mal ein Moped, um auf
Erkundungstour zu gehen. Wir kamen zur Old Town, zur Chipsy village,
aßen auf einem Markt zu Mittag - sehr zur Freude Verena's weil sie ganz
viel kosten konnte - und zu ganz vielen Stränden. Die Strände erinnern
an uns wohl bekannte europäische Strände. Sehr schön, aber nicht so
atemberaubend wie die Inseln zuvor. Was jedoch toll war ist, dass wir
auf den Stränden fast immer ganz allein waren. Gegen Abend kam der Regen
und wir begaben uns wieder in unser Hotel. Am Abend noch ein bisschen
schwimmen gehen, was Essen und am Strand den Sonnenuntergang genießen -
der war übrigens echt wunderschön!! Das Farbenspiel war unglaublich!

Die folgenden zwei Tage wurden mal nur gechillt, gesportelt und
genossen.. war echt schön!! Vor allem ein bissi Sport machen war mal
wieder toll!


Verena Missing

Ao Nang

Ao Nang - wo uns das Glück kurzfristig verließ..

.. alles begann noch in Koh Tao, wo wir nach unseren letzten Tauchgängen auf die Nachtfähre warteten. Verena entdeckte nach und nach immer mehr Mosquitostiche und kaufte sich schlussendlich einen Tigerbalsam, um etwas gegen den Juckreiz tun zu können. Die Nachtfähre war superbequem, da fast keine Passagiere an Board waren und jeder ein ca. 120 m breites Bett für sich allein hatte. Verena bakam wegen dem ständigen Jucken trotzdem nicht viel Schlaf ab.

Vom Hafen wurden wir dann zu unserem Mini-Van gebracht, der uns nach Ao Nang bringen sollte. Mit einer Hand voll Leute warteten wir also auf den Bus und stiegen alle ein, als er endlich da war. Noch bevor wir es uns in der ersten Reihe bequem machen konnten, wurden wir schon mit der reizenden Art unseres Fahrers konfrontiert: Er schrie uns plötzlich an, unsere Rucksäcke (die bei unseren Füßen standen), dürften auf keinen Fall die "Elektronik" (damit waren wohl die Lautsprecher des Radios, vor die er extra Plexiglasscheiben angebracht hatte, gemeint) berühren. Außerdem hielt er uns nacheinander mit einer kraft- und schwungvollen Bewegung Listen vors Gesicht, auf denen er liebevoll seine Regeln (wie "don't bring noise to your neighbours") festgehalten hatte. Er schlichtete uns 5x um, damit alle der Größe nach auf ihre Sitze passten und somit nichts anderes im Bus berührten. Endlich setzte er sich nervös vors Steuer und trat aufs Gas. Kurze Zeit später blieb er wieder stehen, da ja noch ein Platz im Bus frei war und welcher unbedingt aufgefüllt gehörte. Er erklärte uns in seinem überaus freundlichen Ton, dass noch zwei Personen mitfahren würden. Unsere Mitreisenden aus Israel konfrontierten ihn sogleich mit dem Fakt, dass doch nur noch ein Platz frei ist!! Darauf erwiderte er in scharfem Ton: "the seats look big to me!! Yes!! Space for more!!!" Da sie jedoch anderer Ansicht waren und außerdem es wagten einen Rucksack auf einen Sitz zu stellen (welcher diesen ja verschmutzen könnte!!), wollte unser netter Fahrer sie gleich an Ort und Stelle aus dem Bus werfen. Als er sich endlich beruhigt hatt