Backpacking in Thailand

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Max Missing

Inselhopping

Nach dem Aufenthalt in Phetburi habe ich mich auf die kurze Minivanfahrt nach Hua Hin begeben. Der Ort ist allerdings nicht allzu erwähnenswert. Das Highlight ist definitiv der Strand, der allerdings auch eher mittelmäßig ist für thailändische Verhältnisse. Trotzdem war es toll,  nach einem Monat in Thailand endlich mal ins Meer zu springen, welches so gar nicht mehr als "kühles Nass" bezeichnet werden kann. 


Nach nur einer Nacht in Hua Hin erwartete mich mein Transfer nach Koh Phangan. Diesen hatte ich in Phetburi über den Guesthousebesitzer gebucht, der wiederum via Telefon für mich die Anweisung erhalten hat, auf ein Konto bei einer Bank Geld einzuzahlen. Nachdem ich so also auf seltsame Art und Weise etwas über 30€ los geworden bin, war ich froh, dass ich auch tatsächlich mitgenommen wurde. Auf Koh Phangan angekommen, habe ich für den nächsten Tag einen Tauchtrip gebucht und im Anschluss auf Grund des Regens im Hostel die Bilder des letzten Posts hochgeladen. Der nächste Tag brachte perfektes Wetter mit sich, was die Tauchgänge neben den vielen Fischen noch besser gemacht hat. 


Abends, nach einem kleinen Nachmittagsnap stand dann auch schon der Grund, für meinen Besuch auf Koh Phangan auf dem Programm: Die legendäre Full-Moon-Party. Definitiv sehenswert und ziemlich lustig war es! Um sich das ganze trotz des Nichtvorhandenseins von Fotos halbwegs vorstellen zu können, denke man sich zuerst einen Strand gesäumt von Bars, die alle laute und verschiedene Musik spielen. Davor stehen des weiteren Stände, wo in 1L-Eimerchen Longtrinks zu ca. 4€ verkauft werden. Nun füllt sich der Strand mit bunt gekleideten und bemalten Menschen, die das umfangreiche Angebot an Alkohol bereits ausführlich getestet haben. Wie man sich leicht vorstellen kann eine durchaus sehr lustige Atmosphäre, die zu mehr Eimern anstiftet, weshalb man durchaus den nächsten Tag im Bett verplanen kann. Also ging es am übernachsten und zweiten verregneten Tag in Folge per Fähre und Bus nach Krabi, wo ich völlig durchgefroren (!) und nass abends ankam. Hier wollte ich eigentlich den nächsten Tag verbringen, bin aber auf Grund erneuten Regens direkt nach Railay Beach weitergefahren. Dies soll ein sehr schöner Strand sein, was ich nur teilweise bestätigen kann, weshalb hier lediglich Luxusresorts Gäste beherbergen. Daher habe ich mich mit einem Israeli von der Fähre auf den Weg nach Tonsai Beach gemacht, der mir schon von einigen Backpackern als eine Art gelobtes Land verkauft wurde. Dieses hat allerdings vor ca. zwei Monaten aufgehört zu existieren, da sämtliche Strandbars und Schlafhütten (Bungalows) am Strand dem Bau eines neuen Luxiaresorts geopfert wurden. Nun exitierten nur noch einige Bungalows und Bars zurück gezogen im Wald. Die vielen Kratzer, die ich mir bei der Klettertour durch den Dschungel zum Strand zugezogen habe schienen sich also nicht gelohnt zu haben. Immerhin haben wir allerdings schnell eine Akzeptable Unterkunft gefunden, sowie für den nächsten Tag eine Deep Water Soloing Tour gebucht.


Der wahre Grund für die Beliebtheit von Tonsai sind nämlich die vielen Kletterrouten in den umliegenden Klippen. Dazu passend ging die von uns gebuchte Tour mit einem Boot zu einer im Meer liegenden Klippe, wo wir ohne Sicherung den ganzen Tag geklettert sind. Am Ende jeder erfolgreich gemeisterten Route stand der obligatorische Sprung ins Meer, für mich, sowie die meisten anderen, waren 12m dabei die oberste Schmerzgrenze. Im wahrsten Sinne des Wortes, wie ich immer noch spüre. 


Am folgenden Tag habe ich die Fähre nach Koh Lanta genommen, ebenfalls ein Tipp vieler Leute und diesmal auch tatsächlich ganz wunderbar. Das Hostel ist vom Preis-Leistungsverhältnis das bisher beste. Fünf Minuten sind es zu Fuß bis zu einem kilometerlangen, schönen Strand. Da gibt es einige Beachbars, das ganze ist aber trotzdem nicht überladen und schafft genau die richtige Atmosphäre. Will man allerdings mehr Einsamkeit, sowie einen wirklich wunderschönen Strand, so kann man mit dem Roller losziehen und die Insel entdecken. Das habe ich heute getan, allerdings wurde ich beim Sonnen von einem heftigen Regen überrascht, die Strände der Insel hatte ich da allerdings schon besichtigt. Meinen absoluten Lieblingsstrand habe ich im Mai Phai Beach gefunden. Gestern war ich allerdings erstmal wieder tauchen, die Sicht war leider nicht so gut, trotzdem hat es sich gelohnt. 


P.S. Da sind auch noch alters Bilder dabei, weil ich jetzt auch endlich mal die Bilder von der Gopro hochgeladen habe.

Max Missing

Kanchanaburi und Phetchaburi

Nach Pai bin ich doch nicht direkt nach Bangkok gefahren, sondern habe mir nochmal einen Stopp in Chiang Mai gegönnt, um noch eine Nacht in meinem Lieblingshostel zu schlafen. Das war auch eine sehr gute Entscheidung, denn an dem Abend haben wir mit 7 Leuten unter Anleitung der Hostelbesitzerin Arlhan gekocht. Am nächsten Tag habe ich mit Arlhans Fahrrad nochmal ein wenig die Stadt erkundet. Dabei habe ich meiner Kaffeesucht nochmal freien Lauf gelassen und ausgenutzt, dass es in Chiang Mai den wohl besten und günstigsten Kaffee in Thailand gibt. Außerdem habe ich mein erstes Eis gegessen und festgestellt, dass Langneseeis hier durchaus sehr günstig ist. Also ca. 50 cent für ein großes Cornetto.


Abends ging es dann mit dem Nachtbus nach Bangkok. Da ich allerdings schon um vier Uhr morgens dort ankam, entschied ich mich kurzerhand dazu, direkt nach Kanchanaburi weiter zu fahren, einem Ort mit viel Geschichte aus dem zweiten Weltkrieg. Da ich um neun Uhr schon in einem Guesthouse eingecheckt hatte, hätte ich mich eigentlich direkt auf den Weg in die Stadt machen können, was allerdings durch heftigen Regen verhindert wurde. Also bin ich erst um eins los marschiert, was aber durchaus gereicht hat, um die sehenswerten Touristenattraktionen abzuklappern. Dazu zählt unter anderem die Brücke am Kwai, die filminteressierten Menschen haben da mit Sicherheit direkt ein Bild vor Augen. Dieses ist allerdings ein Trugschluss, die originale Brücke ist eine nicht allzu sehenswerte Stahlkonstruktion. Der geschichtliche Part des Films, also dass die Brücke von Kriegsgefangenen der Japaner erbaut wurde, stimmt allerdings. Darüber hinaus wurde außerdem noch eine komplette Zugverbindung zwischen Thailand und Myanmar durch die Berge und den Dschungel errichtet. Die Anstrengungen und die Opfer, die das gefordert hat, sind im Museum am Hellfire Pass dargestellt, dass ich nach einer 70km langen Rollerfahrt am nächsten Tag besichtigt habe. Im Anschluss ging es in den Erawan National Park, in dem ich ungestört an einem Fluss eine Nacht gecampt habe. Das war zum einen für sich eine super Erfahrung, zum Anderen ermöglichte mir das die Besteigung des siebenstufigen Wasserfalls früh am nächsten Morgen und ohne die Touristenströme, die mit Bussen dorthin gekarrt werden. an den einzelnen Stufen konnte man jeweils baden, was ich allerdings nicht so exzessiv genutzt habe, da dort Fische mit Längen bis zu 40cm schwammen, die doch recht forsch an mir knabbern wollten. 


Im Anschluss gings wieder zurück nach Kanchanaburi und von dort nach Bangkok, wo mich im Hostel die Nachricht erwartete, dass am Abend in der hosteleigenen Rooftopbar eine Hollywoodparty steigt. Dieser habe ich mich dann, nach einer Dusche und einer ausgiebigen Stärkung an Essensständen der Umgebung, angeschlossen. Wie zu erwarten wurde es doch ein recht langer und lustiger Abend, weshalb ich mich dazu entschloss noch eine zweite Nacht in Bangkok zu bleiben, um ordentlicj ausschlafen zu können. Dies ermöglichte mir außerdem am Samstag wieder zu dem Couchsurfertreffen mit dem Kochen zu gehen. Und was soll ich sagen? Es hat wieder fantastisch geschmeckt und auch die Leute waren wieder alle sehr interessante Gesprächspartner. 


Am nächsten Morgen bin ich dann mit dem Zug vier Stunden in Richtung Süden nach Pretchaburi gefahren, wo ich jetzt gerade auf Grund erneuten Regens in meinem Zimmer hocke und die Zeit finde diesen Artikel zu verfassen. Heute morgen allerdings habe ich es noch geschafft mit meinem ausgeliehenen Roller zu einer Palast- und Tempelanlage auf einen Berg zu fahren und außerdem zu einer großen Tropfsteinhöhle, die einen der größten Höhlenschreine Thailands beherbergt. Hier war es mal wieder nötig alles an Besitztümern in der Tasche zu verstauen, da hunderte Affen darauf lauerten, alles was in den Händen getragen wird, zu entwenden. Morgen geht es dann nach Hua Hin, der Strandresidenz des Königs, wo ich hoffentlich zum ersten mal ins Meer springen kann. 


P.s Die Bilder kommen wieder bei der nächsten Gelegenheit.

Max Missing

Update aus Pai

In den letzten fünf Tagen habe ich wieder so einiges erlebt. Zunächst einmal ging es am Montag auf einen TRip in die Berge um Chiang Mai mit einem Deutschen, den ich im Hostel getroffen habe, sowie der Hotelbesitzerin. Dafür habe ich mir extra einen Roller ausgeliehen. Die Tour ging durch die Berge über schmale Straßen zunächst zu einem Fluss zum schwimmen und im Anschluss zu einem Elefantencamp, wo die Elefanten von ihren Mahouts mit Essen versorgt und gewaschen wurden. Das ganze kann man zwar auch als Tour buchen, ist dann allerdings sehr touristisch. Hier hatte man das Gefühl, die Elefanten werden gut behandelt und nicht überfordert. Abends wollten wir dann noch mit den beiden Belgiern und den beiden Engländern aus dem Hostel klettern gehen. Da die beiden Engländer sich auch Roller gemietet hatten an dem Tag, fuhren wir also mit den drei Rollern zu fünft zu der Halle. Da sich diese allerdings leider als geschlossen erwies, sind wir nur ein Bier trinken und was essen gegangen und danach wieder ins Hostel. 


Am nächsten Tag musste ich nämlich früh raus, da ich an einer dreitägige Motorradtour durch den Dschungel teilnehmen wollte. Diese hatte ich schon vorher gebucht, es war allerdings bis zuletzt unklar, ob sie statt findet. Da sich allerdings eine Schweizerin gefunden hat, die dieselbe Tour gebucht hat, sind wir also los gefahren. Ich hatte mein eigenes Bike, sie allerdings hat das Beifahren bei einem Guide bevorzugt. Zunächst sind wir viel Highway gefahren bis zu einem Wasserfall, wo man sich allerdings leider nicht abkühlen konnte. Dieses Verlangen verging nichtsdestotrotz sehr schnell, als wir nach einer langen Fahrt über sehr zerfurchte Schotterpisten endlich auf dem höchsten Berg Thailands ankamen. Dort fühlte ich mich Good Old Germany bei 14°C und Nebel sehr nahe. Letzterer allerdings sorgte für eine tolle, mysteriösr Stimmung und gute Bilder. Vor allem beim Sonnenuntergang, den wir dort noch genießen konnten. Davon waren selbst die Guides fasziniert, weshalb wir auf dem Weg zu unserer ersten Unterkunft im Dunklen durch Gelände fahren mussten. Dort erwartete uns dann ein großer Haufen essen, von dem alten Ehepaar, in deren Hütten wir schlafen sollten, mit Liebe zubereitet. Mit genügend lokal und halblegal gebrannten Reiswhiskey haben wir allerdings alles aufessen können. 


Am nächsten Morgen stand zunächst Tubing auf dem Programm, dabei lässt man sich in einem Autoreifen einen Fluss hinunter treiben. Das hat zwar Spaß gemacht, nach zwei Stunden waren wir dann allerdings genug entspannt und aufgeweicht, so dass es wieder auf die Crossroller ging. Heute standen zunächst keine richtig abenteuerlichen Strecken aber dafür wunderschöner Urwald, nur ab und an durch Reisfelder und Obstplantagen unterbrochen, auf dem Programm. Der Kontrast der verschiedenen Grüntöne der Felder und des Urwaldes kommt zwar auf den Bildern nicht so gut raus, aber man kann es in etwa erahnen. Als es schon kurz davor war dunkel zu werden, sind wir noch das letzte Stück zu unserer zweiten Unterkunft gefahren. Dieses Stück hätte ich im Dunklen allerdings auch niemals fahren können, es war eine durchaus mountainbikewürdige Strecke, die es hoch und runter ging, krönend abgeschlossen von einer ca. 30cm breiten Brücke. Auch am zweiten Abend war wieder sowohl essen, als auch Reiswhiskey reichlich vorhanden, nur Strom fehlte, da wir in einem Dorf des Bergvolkes der Karen geschlafen haben. Mit Hilfe eines Lagerfeuers und von Kerzen fiel die Orientierung in dem aus wenigen Bambushütten bestehenden Dorf allerdings nicht weiter schwer. 


Dank mehrerer in dem Dorf lebenden Hähne, die meine durchwachte Nacht zu verantworten haben, musste ich den dritten Tag mit viel Kaffee starten. Dank eines Wasserfalls, den wir nach einer ca. einstündigen Fahrt erreichten, bin ich aber doch auch gut wach geworden. Hier konnte man nämlich wunderbar duschen in perfekt temperierten Wasser. Im Anschluss ging es dann wieder zurück nach Chiang Mai, wo wir gegen Abend vollkommen durchnässt, vom am Ende einsetzenden Regen, ankamen. Da das richtig coole Hostel, in dem ich vorher in Chiang Mai geschlafen habe, geschlossen hatte, habe ich eine Nacht in einem anderen Hostel verbracht. 


Von dort wurde ich nach meiner ersten Thaimassage, die ich mir am Morgen gegönnt habe, abgeholt und nach Pai gebracht. Pai ist für viele Backpacker die Traumdestination schlechthin. Ich habe soweit noch niemanden getroffen, der es nicht mag. Ich scheine da die berühmte Ausnahme von der Regel zu sein. Die Lage ist zwar super, mitten in einem großen Tal in den Bergen, aber die Stadt selber ist ein absolut künstliches Touristendorf. Es ist sogar schwierig gutes Essen zu finden, was für mich persönlich  am schlimmsten ist. Die vielen Bars dagegen sind ganz cool. Für ein paar Tage war es jetzt ganz nett, abends was trinken zu gehen, mit einem Spanier, mit dem ich mir eine Doppelzimmerhütte direkt am Fluss für keine zwei Euro teile. Den habe ich im Bus getroffen. Gestern hat mir einen Wasserfall gezeigt, wo wir eine komplette Thaiboxingschule auf ihrem Ausflug getroffen haben. Von diesen echt witzigen aber nicht Englisch sprechenden Leuten wurden wir auf ein paar Runden whiskey eingeladen, weshalb wir im Prinzip den ganzen gestrigen Tag am Wasserfall verbracht haben.


Abends haben wir dann von einem riesigen an der Bergseite sitzenden Buddha aus den Sonnenuntergang beobachtet. Im Anschluss waren wir noch mit einem Holländer, den wir da getroffen haben was trinken. Mit dem bin ich heute viel durch die Gegend gefahren und habe mir die Natur um Pai angesehen. Morgen gehts dann wieder nach Bangkok.   


P.s mit den Fotos ist was schief gelaufen. In den nächsten Tagen kommen noch mehr.

  • Missing
    Werner Laumans hat am kommentiert:

    Lieber Maximilian,
    mit Freude und Interesse haben wir die lebendig geschriebenen Berichte über Deine z.T. abenteuerlichen Unternehmungen gelesen. Bewundernswert, mit welcher Gelassenheit Du alles organisierst und erlebst. Wir haben unsere Alben und Karten unserer Thailandreise herausgeholt, verfolgen Deine Reiseroute und genießen noch einmal unsere Reise anhand der Bilder. Nicht vergleichbar!! Bei uns war alles nicht so abenteuerlich, viel geruhsamer.
    Hast Du auch eine Bootsfahrt auf dem Mekong gemacht?
    Sei vorsichtig auf Deiner weiteren Reise! Alles Gute und liebe Grüße aus Köln.
    Oma und Opa

Max Missing

Auf in den Norden

So, nun melde ich mich nach einigen Tagen auch endlich mal wieder zu Wort. Die Fotos hatte ich letztens aus Sukhotai hochgeladen. Da war ich nachdem ich zuvor Lopburi und Ayutthaya erkundet hatte. In Lopburi gab es ebenfalls einige Ruinen mitten in der Stadt zu bestaunen. Da die Stadt aber deutlich übersichtlicher ist als Ayutthaya konnte ich leicht alles zu Fuß erkunden. Wesentlich interessanter als die Ruinen allerdings waren die Affen, die diese bevölkern. Einerseits ein Garant für gute Fotos und Spaß, andererseits allerdings auch ein Stressfaktor. So musste ich konstant auf meine Sachen aufpassen und einmal sogar kurz wegrennen, als ein allzu aufdringlicher Affe mir gefolgt ist. 


Von Lopburi aus gings dann mit dem Zug in der dritten Klasse nach Sukhothai. Das war definitiv eine Erfahrung für sich, thailändische Großeltern mit ihrem Enkel zubeobachten, mit denen ich mir einen Viererplatz geteilt habe. Im Endeffekt muss ich sagen, dass sich dritte Klasse schlimmer anhört als es ist. Ein paar Stunden kann man das durchaus machen, wenn man seine Ansprüche etwas etwas herunter schraubt. Außerdem habe ich da noch ein italienisches Paar kennen gelernt, mit denen ich mir dann ein Guesthouse gesucht habe. Nach einer Dusche haben wir uns dann getroffen, um was essen zu gehen. Dabei habe ich gemerkt, wie schwierig essen in Thailand für Vegetarier sein kann. Meine Essensgewohnheiten, d.h. einfach irgendwas bestellen, könnte ich so nicht durchziehen. Das wäre sehr schade, in den Genuss exquisiter Schweinegedärme und Gehirn wäre ich dann wohl vorgestern nicht gekommen. 

Nach dem essen haben wir uns noch ein paar Chang-Biers schmecken lassen. Im Laufe des Abends habe ich entschieden zwei Nächte zu bleiben, da das Guesthouse echt nett war. Die beiden Abende davor hatte ich mehr in Unterkünften verbracht, wo es nicht wirklich möglich andere Traveller kennen zu lernen. Am nächsten Morgen habe ich zusätzlich zu den Italienern noch eine Gruppe Deutscher kennen gelernt, mit denen ich mit Leihfahrrädern die Altstadt erkundet habe. Die Italiener hingegen haben sich stilecht auf Motorroller geschwungen und das ganze deutlich weniger schweißtreibend durchgezogen. Immerhin habe ich mich dieses mal nicht nennenswert verbrannt beim radeln. 


Am nächsten Tag gings dann mit dem Bus nach Phayao. Hier sollte einer der schönsten Sonnenuntergänge Thailands statt finden, den ich aber leider auf Grund der Verspätung meines Busses verpasst habe. Immerhin habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Busse sehr bequem sind und ihren Europäischen Verwandten in nichts nachstehen. Da es außer dem Sonnenuntergang in Phayao allerdings nichts wesentliches zu tun gibt, habe ich mir am nächsten Tag kurzerhand einen Roller geliehen und knappe 160 km weit das Umland erkundet. In einem kleinen Ort gab es dann auch die schon erwähnte Suppe mit Innereien. Leider hat sich das Umland nicht als so fotogen wie erhofft herausgestellt, nichtsdestotrotz war die Fahrt super. Abends gings dann noch mit dem Bus weiter nach Chiang Rai. Dort war auch endlich mal wieder eine nennenswerte Barszene vorhanden, die ich mit einer gemischten Englisch-Schwedisch-Thailändischen Gruppe erkundet habe. Da allerdings Chiang Mai das weitaus größere Angebot an Outdooraktivitäten bietet, bin ich gestern mit dem Bus da hin gefahren und werde wohl auch noch eine Weile hier bleiben. Das Hostel kostet nämlich nahezu nichts und hat eine richtig gemütliche Atmosphäre, da es sich vielmehr un eine Art Homestay handelt. Mit zwei Engländern und zwei Belgiern, sowie einigen Thais, die wir über eine Angestellte kennen gelernt hatten, haben wir den Abend bei ein paar Bier im Barviertel Chiang Mais verbracht. Nichsdesotrotz ging es heute früh raus, um zusammen mit den Belgiern in die Kunst des thailändisch Kochens im Rahmen eines Kurses eingeführt zu werden. Das war einfach nur genial lecker, das einzig Negative war wohl die überwältigende Menge an Essen.    


Max Missing

Von Bahnfahren, Märkten und Essen

So, nun melde ich mich zum ersten mal aus einer anderen Stadt. Da mein grober Plan vorsieht langsam in den Norden Thailands zu tingeln, habe ich gestern den Zug nach Ayutthaya genommen. 


Doch zunächst zu meinen weiteren Erlebnissen in der Stadt, die niemals schläft, aber wo vieles schon um 2 Uhr morgens schließt. Zunächst einmal bin ich jedoch aus der Nähe der Khao San Road in ein anderes Hostel in Sukhumvit gezogen. Hier hat man auch endlich Anschluss an das Bahnnetz der Stadt und ist nicht mehr auf überteuerte Tuktuks oder Taxis angewiesen. Dies habe ich am Samstag direkt mal genutzt und bin in den Norden Bangkoks zum Chatuchakmarket gefahren. Das ist der größte Markt der Stadt und berühmt für das Gewusel, welches sich aber als gar nicht mal so schlimm herausstellte. Dafür war es unter der Überdachung extrem heiß, weshalb ich nach drei Stunden froh war wieder den Ausgang gefunden zu haben. Ganz im Gegenteil zur Hinfahrt war die Unterkühlung der Bahn auf Temperaturen um den Gefrierpunkt nun ein Segen. Da es nun schon nachmittags war, habe ich mich auf den Weg zu Thomas und Jaqui gemacht. Ein deutsch-thailändisches Paar, die jeden Samstag in ihrem Haus Couchsurfer einladen zum gemeinsamen Kochen. Das konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Für alle, die früher kamen, bestand auch noch die Möglichkeit zu einem Gemüsemarkt zu gehen. Das war auch sehr cool, so haben wir beispielsweise frisch gepresste Kokosmilch zum kochen gekauft und allerlei abenteuerliches Gemüse. Neben den Ständen liefen fröhlich große, beharrte Spinnen durch die Gegend. Am Ende waren wir dann 18 Leute aus allen möglichen Ländern und hatten viel Spaß. Der exotischste dabei war vermutlich ein Ägypter, der noch nie vom Oktoberfest gehört hatte. Das war sehr kurios. Am Ende sind dann er, eine Amerikanerin, ein Franzose und ich noch was trinken gefahren und haben einen kleinen Abstecher zum SoiCowboy gemacht, um das auch mal nicht nur in Hangover 2 gesehen zu haben. Diese Gasse ist auch tatsächlich kurios. Um zwei jedoch hatte das Raten, ob Ladyboy oder nicht, ein Ende, da ab da alles dicht gemacht hat und einem Nachtmarkt gewichen ist, wo es nochmal richtig gutes Essen gab. 

Am nächsten morgen gings dann mit dem Zug dritter Klasse nach Ayutthaya. Zunächst hatte ich jedoch noch das zweifelhafte Vergnügen die öffentliche Toilette am Bahnhof zu besuchen. Die 80km lange Fahrt dauerte zwei Stunden, aber da die Sitze wider erwarten nicht aus Holz waren, war das kein Problem.


Hier in Ayutthaya bin ich heute mit dem Rad durch die ganzen alten Ruinen in der brütenden Hitze gefahren. Das war allerdings viel zu heiß, weswegen ich zwischen durch wieder an einem Markt Halt gemacht habe, um etwas zu essen. Die Frau war dort so entzückt von mir als großem, blonden Deutschen, dass ich irre viel zu essen und noch Bananen und zwei Getränke zum absoluten Tiefspreis von 45 Baht bekommen habe. Trinkgeld wollte die gute Frau partout nicht annehmen. 


Jetzt gehts aber gleich weiter zu den Affen nach Lopburi. 

Max Missing

Bangkok

Mein zweiter Tag in Bangkok war voll gepackt bis oben hin. Zunächst einmal habe ich mich aufgemacht, auf dem Fluß mit dem Taxiboot zu fahren. Das stellte sich zwar als interessant heraus, aber wirklich schön kann man das nicht nennen. Bangkok ist eben keine hübsche Stadt, sondern eine mit Charakter. Da hören die parallelen zu Bochum dann aber auch schon auf. Ich bin deshalb nach einigen Haltestellen spontan ausgestiegen, um Chinatown zu erkunden. Sich zu verlaufen und alle möglichen Ecken zu sehen, wo kaum Touristen sind, ist hier besonders leicht. Den Überblick habe ich allerdings trotzdem behalten, da ich gefühlte zwei Köpfe aus der Menschenmenge herausgeragt bin. In einer der besagten Ecken, habe ich mich dann tatsächlich getraut irgendwas zu essen zu bestellen. Das kostet zwar Überwindung, aber die Anwesenheit einiger Leute, die dort ihr Essen offensichtlich genossen haben, hat mir Zuversicht geschenkt. Das Resultat, eine Suppe mit nur teilweise identifizierbaren Stücken Fleisch und Fisch  hat mich dann auch in meiner Abenteuerlust bestärkt.


Frisch gestärkt habe ich mich also auf den Rückweg gemacht. Auf der Bootsfahrt hatte ich genügend Zeit ein Fazit zu ziehen, Chinatown lohnt sich, nur die Restaurants für Haiflossen sollte man alle abfackeln. 


Abends hat sich dann tatsächlich eine Gruppe gefunden, mit der ich mal das viel gerühmte Nachtleben der Khao San Road erleben konnte. Mit einem Niederländer und zwei Deutschen sind wir also los uns ich habe meinen ersten Bucket (Gin Tonic) getrunken. Es sollten noch einige mehr und ein durchwegs witziger Abend folgen.


Heute habe ich zu Fuß und per Scootertaxi ein bisschen die Innenstadt erkundet. Zweiteres ist zwar halsbrecherisch, aber ein empfehlenswertes Abenteuer.


P.S die Bilder von meiner Kamera werde ich alle nach reichen. Aus technischen Gründen gibt es bis dahin nur Handybilder zu begutachten.

Bangkok
Bangkok, Thailand
Max Missing

Ankunft in Bangkok

Nach einem langen und anstrengenden Flug mit sich andeutenden Halsschmerzen bin ich also vor ca. 19 h in Bangkok gelandet. Der anschließende Taxiverkehr durch die Nacht, erhellt von unzähligen Leuchtreklamen und Fahrzeugen, stellte sich als deutlich abenteuerlicher als die vorangegangene Zugfahrt heraus. Der Taxifahrer hat mir auch noch einiges mit ca. 3 Brocken Englisch erzählt, wovon allerdings nur wenig mehr als die nette Geste bei mir ankam. Müde, aber froh bin ich also im Hostel angekommen. Das Zimmer ist klimatisiert, was tatsächlich sehr sinnvoll ist, besonders wenn man sich dieses mit elf anderen Menschen teilen muss. Nach kurzer Beratung eines amerikanischen Zimmernachbarn habe ich mich zu Fuß auf den Weg Richtung Khao San Road begeben. Mein festes Ziel: Etwas zu essen und ein Bier besorgen. Ersteres habe ich durch den Erwerb gebratener Nudeln an einer Garküche Bgehakt. Etwas experimentelles habe ich mich noch nicht getraut. Eine Flasche Bier habe ich anschließend in einem 7/11 erstanden, woraufhin ich mich wieder auf den Weg ins Histel gemacht habe, um es in Gesellschaft meines Zimmernachbarn zu trinken. Von ihm erfuhr ich dann auch, dass für ihn die unzähligen 7/11 Läden "Leuchtfeuer des Lebens" sind, da er die aus Amerika gewohnt ist. Heute morgen habe ich mich dann nach einer guten Nacht mit einer Chilenin und einem Inder unterhalten und im Anschluss sind wir was essen gegangen (Grünes Curry - eine deutliche Steigerung des Sxhärfegrades). Da es gerade regnet bin ich jetzt erstmal im Hostel und gleich wollen wir in ein Museum.

Bangkok
Bangkok, Thailand
Max Missing

Test

Noch bin ich nicht in Thailand, deshalb gibts hier erstmal nur ein Testfoto aus Krakau

Bochum
North Rhine-Westphalia, Germany
  • Small
    Felix hat am kommentiert:

    test bestanden... freue mich auf unterwasserbilder, machst doch welche, oder?

  • Missing
    Max hat am kommentiert:

    Was die Unterwasserbilder angeht muss ich mal schauen, aber zumindest Videos wirds geben ;)

  • Missing
    Hannah hat am kommentiert:

    Bist du schon angekommen?