Angekommen: Beijing (6. Etappe und Rückreise)

1.131 km mit dem Fahrrad von der Mongolei nach Peking, zurück mit der Transsib

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Dies ist dein Tour-Blog. Füge Einträge mit Fotos und Standort hinzu oder einfach nur Text und dokumentiere was du gesehen hast, wo du warst und worüber du nachgedacht hast. Wenn du möchtest, lass andere deinem Tour-Blog folgen und an deinen Erfahrungen teilhaben. Wie das geht? Hier entlang zum Video-Handbuch.

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Claus Small

Übersicht Gesamtstrecke Hannover - Beijing

PuC Small

Staunen am Flughafen

Aufstehen um 6.00 Uhr. Nach dem Frühstück sind die beiden Transferfahrer pünktlich um 7.30 in der Lobby. Einladen und Staunen, dass wir keine Klappräder haben.

Samstagsmorgenausreiseverkehr aus Moskau. Nach einer Stunde teilweiser rasanter Fahrt Ankunft am Flughafen. Um die Räder zu durchleuchten (Tatsache!) müssen die Vorderreifen abmontiert werden. Bei Check-in ist die erste Ansage, dass wir die Räder in Folie verpacken sollen. Dass wir schon jeder ein Gepäckstück abgegeben haben, gibt uns etwas Sicherheit. 

Der Folienverpacker weigert sich. Wohl zu viel Arbeit, die zu lange dauert. Zurück zum Check-in. Die Mitarbeiter dort sind wirklich bemüht und schließlich unterschreiben wir, dass wir bei Schäden auf Ersatz verzichten. Dann die Räder bei der Großgepäckabgabe abgeben, Schein stempeln lassen, Übergepäck bezahlen, stempeln lassen, zurück zum Check-in, wo wir schon einen Privatschalter haben und endlich die Bordkarten erhalten. Danach Schlangen bei der Passkontrolle, der Bordkartenstempelstelle und der Sicherheitskontrolle. Als wir beim Gate sind, reicht die Zeit gerade noch für einen Toilettengang. Dann Boarding. Zeit am Flughafen bis dahin: zwei Stunden.

Ruhiger, pünktlicher Flug mit ausreichend Verpflegung. 

Home, sweet home.

Hanover
Lower Saxony, Germany
  • Small
    Isabelle hat am kommentiert:

    Bienvenue! Die Sonne ist sogar da! Genieß die Rückkehr.

  • Small
    Gebke hat am kommentiert:

    Herzlich willkommen!!!!

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    Frosch hat am kommentiert:

    Willkommen Zuhause!!!! Wir freuen uns mit euch das ihr es geschafft habt und gesund zuhause angekommen seit.

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    andy kurth hat am kommentiert:

    Home Sweet Home! Was les ich denn nun abends? mmmmh vielleicht mal die Geschichte der Segler http://www.permondo.com/de/tours/338/blog

  • Small
    Claus hat am kommentiert:

    Schön, wieder zuhause zu sein.
    Falls jemand mal ein paar Minuten mit durch China fahren will, kann er/sie das hier https://www.youtube.com/watch?v=xMecwPIdIVs tun.

PuC Small

Moskau im Regen

Wenig neue Aussichten aus dem Abteilfenster. Mittags Ausflug (durch acht Waggons) zum Speisewagen. Nachmittags nochmal fertige Nudelsuppe, diesmal russische. Vorbereitung für die Ankunft in Moskau, das Wetter wird zusehend schlechter und der Zug langsamer, um pünktlich einzufahren.

Im Regen steigen wir aus und versuchen beim Gepäckwagen unsere Räder zu bekommen. Erst mal ohne Erfolg – wir sollen das Ausladen abwarten und dann zur Gepäckausgabe kommen. Schließlich laden wir die Räder selbst aus. Der Mitarbeiter notiert irgendetwas aus dem Pass und wir suchen ein Taxi, das groß genug ist.

Am Taxistand Chaos. Die Ansprechpartner wechseln sekündlich und schließlich findet sich ein Georgier, der bereit ist uns in seinem Kombi mitzunehmen. Über den Preis verhandeln wir bis zur Ankunft am Hotel. Vorher muss er noch seinen halben Hausstand aus dem Kofferraum ausladen und irgendwo zwischenlagern.  Trotzdem geht die Heckklappe nicht zu. Freitagabendstau. 

Nach ca. einer Stunde sind wir am Hotel, wo unsere Reservierung auch nach 20 Minuten nicht gefunden wird. Ich bitte den Rezeptionsmitarbeiter bei der Agentur anzurufen und auf einmal geht es. 19. Stock. Die Fahrräder schließen wir (gegen Zusatzgebühr) in einer Garderobe an. Duschen, Umpacken für den Flug, kleine Pizza beim Italiener um die Ecke. Unruhiger Schlaf.

Moscow
Moscow Federal City, Russia
PuC Small

Plattes Land, dieses Mal braun

Frühmorgens vor Omsk weckt Olga, die Wagenschaffnerin, den Neuzugang. Er steigt schon wieder aus. Ausschlafen und trotzdem früh aufstehen, wir bekommen ja ständig eine Stunde geschenkt. 

Nach dem Frühstück widmen wir uns den Bildern der Etappe 5 und 6. 

PuC Small

Nochmal Baikal

Nach einer ruhigen ungestörten Nacht nähern wir uns dem Baikalsee.

Wir sehen eine Unterkunft mit Banja direkt am Baikalsee kurzzeitig wieder – und auch das Magazin, wo wir die gefrorenen Pelmeni für unsere Selbstkochaktion gekauft haben. In Irkutsk verkürzt sich der Aufenthalt und wir nutzen die Zeit, um auf dem Bahnsteig von unserem Wagen 1 in den Speisewagen (hinter Wagen 8) zu laufen. Das Schnitzel ist ok, wir sind wieder bei den gewohnt kleinen russischen Portionen. Aus dem Fenster sehen wir auf der anderen Flussseite das Boot, auf dem wir gern mal ein Bier getrunken haben. Dazu reichen 20 Minuten Aufenthalt nicht aus.

Auch sonst – bilden wir uns wenigstens ein – sehen wir den ein oder anderen Straßenabschnitt oder Bahnhof wieder, den wir im Sommer bereits befahren bzw. gesehen hatten.

Spätabends  Zusatzbelegung für Bett 4 durch einen Russen.

  • Small
    Laura hat am kommentiert:

    Ui, was für Aussichten!

PuC Small

Herbst

Nachts bekommen wir Zusatzbelegung. Ausschlafen. Der Blick aus dem Fenster zeigt die Vegetation ähnlich der nördlichen Mongolei – mit intensiver Laubfärbung!

Die junge Russin in Bett 3 ist nicht sehr gesprächig. 

Die Bildauswahl aus der bereits einmal getroffenen Auswahl für eine Zusammenfassung unserer Tour ist echt anstrengend.

PuC Small

Neue Grenzerfahrungen

Wir schlafen gut bis 2.30 Uhr. Passeinsammeln China. Dann sollen wir zum Zollgebäude gehen, aber falscher Alarm, es gibt dort einen chinesischen Duty-Free-Shop, wo wir uns letztmalig für Yuan eindecken. Gegen 6.00 Uhr haben wir die Pässe zurück und fahren über die Grenze, die noch eine echte Grenze ist.

Tatsächlich ist es jetzt hier 8.00 Uhr, also 8 Stunden Differenz zu Deutschland und 6 zu Moskau. Im Zug und im ganzen Bahnbetrieb gilt diese „Moskauer Zeit“, also 2.00 Uhr. Wir werden also bis Moskau immer etwa 25-Stunden-Tage haben und uns am besten nach dem Sonnenaufgang richten.

Dann sollen plötzlich noch drei Chinesen in unser Abteil. Wie bereits gedacht, waren wir im falschen untergebracht, da die Zugbegleitung in „unserem“ gewohnt hat. Nach Reklamation ziehen die beiden Damen aus und wir mit allem um.

In Russland Passabgabe, intensive Abteildurchsuchung incl. Hund. Kurz nachdem wir die Pässe zurückbekommen haben, müssen wir beide und ein Chinese mit Gepäck aussteigen, und die 500 m bis zum Zollgebäude gehen. Dort wieder warten, der Chinese hat schon Kreislaufprobleme. Alles was uns passiert, ist, dass die Pässe nochmal kontrolliert werden, das Gepäck gewogen wird (35 kg sind erlaubt, wir haben ca. 20 kg – hätte man auch sehen können),  und wir eine Zollerklärung ausfüllen müssen. Dann zurück ins Abteil und Gepäck verstauen – und gleich wieder raus, da die Wagons wegen der unterschiedlichen Spurbreiten zum Räderwechsel müssen. Dann wieder Warten am und im Bahnhof, Einkauf in einem Magazin im Ort. Den Chinesen haben wir nicht wiedergesehen.

Start mehr als 12 Stunden nach dem Wecken. Schlafen, Abendessen, Schlafen.

PuC Small

Erinnerungen

Der Zug ist noch fast leer, als wir um 23.00 Uhr in Peking starten. Olga und Natalia sind unsere Wagenschaffnerinnen, die Fahrräder stehen einsam im Gepäckwagen (Fotografierverbot) und wir haben ein 4er-Abteil für uns. Wir schlafen gut. Die Lok und der Speisewagen sind noch chinesisch besetzt. Wir essen letztmalig mit Stäbchen. Das Essen ist gut, aber die Portionen etwas kleiner als gewohnt.

Wir nutzen die Zeit, um die Highlights der ersten Etappe aussuchen, als noch kein Baum grün war und wir manchmal etwas gefroren haben. Beim Blick aus dem Fenster sehen wir weitere chinesische Bauaktivitäten in Form von Hochhäusern und unendlichen Straßen.

PuC Small

Danke

0 km. Abschied von Beijing. Letztes Packen, Duschen. Wir sind gespannt, was uns in der Transsibirischen so erwartet.

Von unterwegs werden wir uns wohl nicht melden, so dass wir die letzten blog-Einträge mit den Eisenbahnerfahrungen erst zuhause machen werden.

Ein guter Zeitpunkt, Danke zu sagen:

• allen, die unseren blog mehr oder weniger regelmäßig gelesen haben und gedanklich mitgefahren sind,

• allen, die auch mal einen Kommentar geschrieben haben. Das hat und das Gefühl gegeben,  eben nicht mehrere tausend Kilometer von zuhause entfernt zu sein,

• dem Team vom Fahrradkontor (Spichernstr.  7, 30161 Hannover, werkstatt@fahrradkontor.de), das uns mit Beratung im Verkauf und Werkstatt, und selbst virtuell unterwegs, gut bei den Rädern und bei den Ersatzteilen beraten und unterstützt hat.

• den Damen von Knop-Reisen  (Hollanderweg 77 in 28355 Bremen, info@knop-reisen.de), die gemeinsam mit Lovely-Tours in Irkutsk (irkutsk@lovelytour.ru) den Urlaub am Baikal organisiert haben. Sie haben auch unsere Visa für die Mongolei und China und die Rückfahrt durch Russland besorgt, und die Transsib-Reise und den Rückflug organisiert.

• den Ex-Kollegen von TUI Russia, die mit ihrer Einladung das 90-Tages-Visum ermöglicht haben,

• dem Permondo-Team, das kleine Anregungen immer gleich umgesetzt hat, und den virtuellen Kontakt in die Heimat ermöglichte. Dazu haben wir jetzt eine perfekte Dokumentation unserer Tour, auch gut, falls wir selbst überraschend mal das eine oder andere Detail vergessen haben,

• dem Dockhorn-Team (DieHausaerzte@gmx.de) , das uns impfmäßig fit gemacht hat, und dessen Bordapotheke wir zum Glück kaum benutzt haben,

• Windfinder (www.windfinder.de), die uns bis nach Sibirien die Streckenplanung haben optimieren lassen.  Danach war es mit den Vorhersagen etwas weniger präzise,

• all den namenlosen Hinweisgebern, die alles stehen und liegen gelassen haben, um uns mit Händen und Füßen zu erklären, um uns etwas aufzumalen (im Sand oder auf Papier) oder um uns persönlich (per Rad, Motorrad, Auto) den Weg zu zeigen, 

• allen Zufallsbekanntschaften unterwegs, vor allem den deutschsprachigen. Man sollte nicht unterschätzen, wie schön es nach Tagen/Wochen mal wieder ist, in seiner Muttersprache ein wenig zu klönen. Mit vielen haben wir nach wie vor Kontakt,

• und nicht zuletzt unseren Familien, die die Geduld und die Kraft für die lange Trennung aufgebracht haben und uns immer ganz nah waren.

… und wie „immer“ eine Abschiedsgalerie.

  • Small
    Gebke hat am kommentiert:

    Ich möchte mich auch bedanken, für einen tollen blog mit ganz vielen schönen Bildern und Erfahrungsberichten. Eine gute Rückfahrt und auf ein baldiges Wiedersehen!

  • Missing
    Reinhold Nissler hat am kommentiert:

    Glückwunsch, tolle Leistung und nun eine entspannte Heimreise.
    Gruß Reinhold

PuC Small

Kurze Städtereise

0 km. Tagesausflug mit dem Hochgeschwindigkeitszug nach Tianjin (chinesisch 天津市), auch Tientsin, ist eine wichtige Hafenstadt in der Volksrepublik China. Der Ballungsraum (einschließlich Vororte) hat 6,4 Millionen Einwohner (2007). Das Anstehen nach Tickets dauert länger als die Zugfahrt, die Geschwindigkeiten von knapp 300 km/h erreicht. Die Stadt selbst ist eher nüchtern. Die Luft unterwegs war so diesig (Smog) wie in Peking selbst.

Beijing
Beijing, China
PuC Small

Eigentlich reiner Luxus

0 km. Wer gönnt sich schon Peking zu Fuß ohne Termindruck und richtiges Ziel. Entweder es fehlt die Zeit, die Möglichkeit oder die Gelassenheit.

Wir haben uns die Zeit einfach genommen. Bei Regen sind wir gestern zeitweise in die U-Bahn oder die Einkaufszentren ausgewichen. 

Auf diese Weise kann man die Stadt mit allen Sinnen spüren. Einige Bilder gibt es davon auch. Die Ähnlichkeit des älteren Chinesischen Herrn mit KFC ist rein zufällig.

An den letzten beiden Abenden opfern wir uns für unsere Leser und testen zwei Peking-Enten-Spezialrestaurants. Ein modernes in der Fußgängerzone und ein etabliertes in der Nähe vom Himmelstempel. Eindeutiger Sieger: das Quan Xin Yuan Roast Duck Restaurant, in der Näher der U-Bahn-Linie 5, Station „Tiantandongmen“. Netterer Service, Zusehen  beim Zerteilen, Erklärung des „Wrap-Essens, günstigeres Bier.

Liebe Grüße an Marlies. Du hast dich hoffentlich verwöhnen lassen!?

Beijing
Beijing, China
  • Small
    Winfried Schulze hat am kommentiert:

    Hallo ihr beiden, zunächst meine Hochachtung für eure Leistung. Ich habe gewusst, dass ihr es schafft und freue mich für euch. Eine wirklich bemerkenswerte Leistung!
    Viele Grüße, diesmal vom sonnigen Nordseestrand von Den Haag in das regnerische Bejing. Ich freue mich auf ein Wiedersehen in Hannover! Euch eine entspannte und eindrucksvolle Rückreise. Winfried

PuC Small

Galerie: Nochmal Bushaltestellen

Die letzten russischen, die mongolischen und die chinesischen.

  • Small
    Laura hat am kommentiert:

    Neben den Fensterbildern, meine Lieblingsgalerien!!

PuC Small

Kein Kaiserwetter, aber Kaiserpalast

0 km. Um 9.00 Uhr treffen wir Herrn Chen. Mit ihm als Guide wollen wir einige der Sehenswürdigkeiten abarbeiten. Vorher klären wir gemeinsam mit ihm die Abgabe der Fahrräder beim Zoll am Bahnhof. Alleine hätten wir den Zoll wahrscheinlich nicht mal gefunden.

Dann mit der U-Bahn zum Platz des himmlischen Friedens und dann zum Kaiserpalast. Von dort mit Bus und Bahn zum Himmelstempel. Alles mächtig gewaltig und schon 600 Jahre alt. Leider ist es sehr diesig. Das führt aber nicht zu weniger Fotos … und Peter hat eine neue Sportart für sich entdeckt.

Die Verbotene Stadt (chinesisch 紫禁城 Zǐjìnchéng ‚Purpurne Verbotene Stadt‘ oder chinesisch 故宫 Gùgōng ‚Kaiserpalast‘) befindet sich im Zentrum Pekings. Dort lebten und regierten bis zur Revolution 1911 die chinesischen Kaiser der Dynastien Ming und Qing. Der einfachen Bevölkerung war der Zutritt verwehrt – was den Namen Verbotene Stadt erklärt. Die Verbotene Stadt liegt am nördlichen Ende des Platzes des himmlischen Friedens. 1987 wurde sie von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Die Dächer der meisten Hauptgebäude waren teilvergoldet und mit in Gelb, der Symbolfarbe des chinesischen Kaisers, glasierten Ziegeln gedeckt. Kein Gebäude in Peking durfte die Verbotene Stadt in der Höhe überragen.

Der Himmelstempel (chinesisch 天壇 / 天坛 Tiāntán) ist eine Tempelanlage in Peking, in der die Kaiser der Ming- und Qing-Dynastien jedes Jahr für eine gute Ernte beteten. Die Anlage liegt im Süden der Stadt inmitten eines großen Parks. Die gesamte Anlage ist von einer kilometerlangen doppelten Mauer umgeben. Durch die doppelte Mauer um die gesamte Anlage in einem Abstand von etlichen Metern entsteht ein innerer und ein äußerer Bereich des Tempels. Die wichtigsten Gebäude der Anlage befinden sich im inneren Bereich. (Quelle:Herr Chen und http://de.wikipedia.org/wiki)

Beijing
Beijing, China
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    Laura hat am kommentiert:

    Sehr interessant. Schöne Gebäude haben die da in der Verbotenen Stadt.

PuC Small

Rückreisevorbereitungen

0 km. Der heutige Tag stand bei bestem Wetter (der Wind spielt ja jetzt keine Rolle mehr) im Zeichen der Rückreisevorbereitungen. Abholen des Transsib-Tickets, ein letztes Mal Ketten- und Reifenwechsel, Packprobe: Passt das übrig gebliebene Gepäck in (je) zwei Taschen?

Einige Bilder der näheren Umgebung des Hotels und die Preisfrage des Tages: Was zeigt die Zahl, die auf dem Rechner zu sehen ist?

Morgen geht es dann mit der U-Bahn zu einigen Sehenswürdigkeiten.

In den letzten Tagen des blogs werden wir noch einige Fotogalerien hochladen, die über einen längeren Zeitraum entstanden sind.  

... und besondere Grüße an Björn.

Beijing
Beijing, China
  • Missing
    Hermann Rottmann hat am kommentiert:

    Superleistung! Herzlichen Glückwunsch Euch Beiden und kommt heil zurück! Es war sehr spannend, Euch virtuell zu begleiten mit den tollen Berichten und Bildern! Viele Grüße Hermann

  • Small
    andy kurth hat am kommentiert:

    Herzlichen Glückwunsch! Eine wirklich legendäre Leistung!

  • Missing
    Jan van Daal hat am kommentiert:

    Geniale Berichte und Foto's und eine wahnsinnige Leistung!

PuC Small

Nichts ist unmöglich.

66 km. Sonne satt, gute Straße und flache Strecke, aber von Anfang an Einfahrt in eine Großstadt. Wir haben einige hinter uns, aber selbst gegenüber Moskau ist das hier noch eine Nummer größer.

Wie immer haben wir keinen Stadtplan und fahren nur nach Kompass und Ausschilderung. Durch die getrennten Radwege verpassen wir dann einen entscheidenden Hinweis zum Links-Abbiegen und machen noch eine kleine Stadtrundfahrt durch Süd-Peking, bis wir mit freundlicher Hilfe zum Platz des Himmlischen Friedens finden.

Mit den Rädern kommen wir nicht auf den Platz, also seitliches Zieleinlauffoto. Auch die letzte Hotelsuche gestaltet sich schwierig, da Straßennamen und Hausnummern eher mal sporadisch angebracht sind und das Hotel etwas versteckt liegt. Auch hier finden wir letztlich den Weg durch eine Chinesen, der gerade aus der Schweiz und Deutschland zurückgekehrt ist und uns mit seinem Motorroller vorwegfährt.

Das war’s also mit der kleinen Radtour, die so schweinekalt im April begonnen hat und so heiß im September in Peking endet. Bis wir wirklich realisiert haben, was wir hier eigentlich gemacht haben, wird es wohl noch etwas dauern. Danke, allen, die an uns geglaubt haben. Alle anderen: siehe Überschrift.

Auch zum Abschluss der sechsten Etappe (China) ein wenig Statistik und natürlich auch zur Gesamtstrecke.

• 1.131 gefahrene Kilometer. 

• In 63 Stunden reiner Fahrzeit.

• Durchschnittliche Geschwindigkeit 18,0 km/h

• Durchschnittliche Tagesetappe 75 km

• Mit 6,1 m Höhenanstieg pro Kilometer waren sehr moderat.

• 7 % Regentage (konkret: 1 Tag)

Zum Vergleich die Gesamtstrecke:

• 10.639 gefahrene Kilometer. 

• In 587 Stunden reiner Fahrzeit an 112 Fahrtagen. Das sind nur 16,4 % der gesamten Zeit (mit Pausen 149 Tage) die wir unterwegs waren.

• Durchschnittliche Geschwindigkeit 18,1 km/h

• Durchschnittliche gefahrene Tagesetappe 95 km

• 15 % Regentage

• DtO (Distance to Origin) ist jetzt 7. 586 km

• TD/DtO  hat sich auf die Gesamtstrecke weiter auf 140% verschlechtert, da wir bei der 6. Etappe auch viel Richtung Süd (Südost) gefahren sind. Heißt übersetzt, dass wir 40% mehr gefahren sind, als wenn wir genau die Luftlinienverbindung    Hannover – Peking gefahren wären.

• Und dann sind wir noch ca. 75 km  hoch (und natürlich auch wieder herunter) gefahren. Das sind ca. 7 m pro Kilometer.


Beijing
Beijing, China
  • Small
    Laura hat am kommentiert:

    Auch Hamburg grüßt Peking. Herzlichen Glückwunsch von uns Beiden. Ging ja dann doch ganz flott. Schönes Zielfoto, scheint ja recht warm zu sein. Genießt die Sonne (mal ohne Sportprogramm) und habt ein paar schöne Tage! Viele Grüße von Laura + Andrea. :)

  • Small
    Ralf Winkler hat am kommentiert:

    Ich kann Euch nur gratulieren und wie man wohl auf neudeutsch sagt: Krass Respekt! Tolle Leistung!

  • Missing
    Rainer Ernst hat am kommentiert:

    Herzlichen Glückwunsch, super Leistung nun kommt wieder gesund nach Hause! Beste Grüße Doris und Rainer

  • Small
    Anika hat am kommentiert:

    Herzlichen Glückwunsch! Ich habe zwar immer geglaubt, dass Sie das schaffen, aber es ist trotzdem sehr beeindruckend, wenn es dann geschafft ist! Gute Rückfahrt und bis bald!

  • Small
    Gebke hat am kommentiert:

    Herzlichen Glückwunsch!!!!!!!

  • Missing
    Gesine Hansel hat am kommentiert:

    Respekt!!! Glückwunsch Und Willkommen zurück!

  • Small
    Frosch hat am kommentiert:

    Berlin Grüßt Běijīng!!! Herzlichen Glückwunsch!!!!!!!!!!!! Tolle Leistung sowohl in sportlicher Hinsicht, als auch in Bezug auf die tollen Reiseberichte und Fotos. Man hatte immer das Gefühl Live dabei zu sein. Genießt die Tage in Peking und die schöne Rückfahrt!! Olaf und Burkhard

  • Small
    Max Mank hat am kommentiert:

    Auch ich beglückwünsche Euch zu dieser phänomenalen Leistung. Es war eine Freude Eure Berichte zu lesen und die Blider zu sehen. Permondo ist eine super Plattform!
    Ich freu mich schon wahnsinnig auf Eure Geschichten und Erfahrungsberichte. Für Eure Heimreise wünsche ich Euch gutes gelingen und dass Ihr die Zugfahrt genießen könnt.
    Bis ganz bald in Good Old Hannover,
    Max

PuC Small

Durch die Mauer

51 km. 10 km hinter der Stadt das Highlight des Tages. Wir fahren in der Fußgängerzone durch die chinesische Mauer. Nach endloser Diskussion mit dem Personal parken wir die Räder neben einer öffentlichen Toilette und machen uns an den Aufstieg. Gut, wenn man seine Beine etwas trainiert hat.

Die Chinesische Mauer (chinesisch 萬里長城 ), auch „Große Mauer“ genannt, ist eine historische Grenzbefestigung, die das chinesische Kaiserreich vor nomadischen Reitervölkern aus dem Norden schützen sollte. Mit ihrem Bau wurde im 7. Jahrhundert v. Chr. begonnen. Sie erstreckt sich nach neuesten Erhebungen über 21.196,18 Kilometer. Hinsichtlich Volumen und Masse gilt die chinesische Mauer als das größte Bauwerk der Welt. (Quelle: Wikipedia)

Die Weiterfahrt nach Changping entwickelt sich nach wenigen Kilometern auf der S217 zu einer Abfahrt bis auf Hannover-Niveau, auf dem auch Peking liegt. Dabei durchfahren wir (verbotenerweise) auch einen drei Kilometer langen Tunnel. Das Hotel ist (Hauptstadtpreise?) etwas teurer (35 €) und etwas schlechter als die bisherigen.

Wir freuen uns inzwischen sehr, dass es bald heim geht. Es ist jetzt auch genug. Wir haben (fast) alles bewiesen, was wir beweisen wollten. Aber – ein wenig Melancholie kommt doch auf. Die letzte Bushaltestelle ist fotografiert, morgen früh das letzte Mal die Taschen packen, die letzte Picknick-Pause unterwegs, das letzte Ankommer-Bier…

Changping
Beijing, China
  • Small
    Isabelle hat am kommentiert:

    BRAVO! ihr habt es geschafft. Bin sehr glüclich für euch!

  • Small
    Annette hat am kommentiert:

    Boltenhagen grüßt Peking!! Herzlichen Glückwunsch!!! Heute ist der 01.09. und wir wissen bereits, dass ihr gut in Peking angekommen seid. Ich / wir freuen uns sehr.
    HERZLICHEN GLÜCkWUNSCH!! Ich umarme euch beide. Ganz herzliche Glückwünsche auch von Sabine und Carina. Meine Eltern grüßen auch!! Habt eine schöne und entspannte Zeit in Peking, bevor ihr euch auf die Rückreise macht. Kuss

PuC Small

Grass- und Wetland

31 km. Tagesausflug zum Reservoir. Im „Grassland“ kann man auf einem Steppen-ähnlichen Gelände Pferde ausleihen, aber wir hatten ja unsere Drahtesel dabei.  Im“Lakedistrict“, der mit verschiedenen Rundwegen sehr schön angelegt ist, kann man u.a. Vögel beobachten, oder einfach die Aussicht und vor allem die Stille genießen. Nach den lauten Straßen und den quirligen Städten eine sehr angenehme Seite Chinas. Die touristische Vermarktung klappt wohl noch nicht so richtig. Zum Mittagessen gab es im Freien Nudelsuppe für 3 € für zwei.

Yanqing
Beijing, China
PuC Small

Nochmal Natur pur

76 km. Am Anfang war die Baustelle. Danach fahren wir hauptsächlich auf der G110. Gute Straße, Rückenwind, aber leider viel Verkehr, vor allem LKWs. Unterwegs eine der zahlreichen Riesentankstellen.

Etwas zu früh biegen wir nach Süden ab und kommen so in den Genuss einer Fahrt durch die Landwirtschaft. Neben Mais und Sonnenblumen auch Weinanbau. Nach gut zwei Kilometern sind wir auf der richtigen Straße (S217) angekommen und genießen auch dort die Landschaft des Guanting Reservoirs. Ein Wasserspeicher für die Pekinger Region. Mit mehrfacher Hilfe finden wir ein Hotel in Kangzhuangzhen, in dem wir zwei Nächte bleiben werden.

Abendessen mit reichlich (einfacher) Auswahl, aus der wir dann viel zu viel auswählen.

Heute nach langer Zeit mal wieder ein Inside. Wir sind noch den zweiten Teil der Ausrüstungstipps schuldig, nachdem wir ja inzwischen fast alles schon einmal benutzt haben.

Inside 17: Ausrüstung (2) (natürlich abhängig von eventueller Versorgung unterwegs)

1)Fahrrad

a) Fahrrad (ggf. Griffe/Sattel/Pedalen austauschen)

b) Fronttaschenträger

c) Lenkertasche

d) 2 Wasserflaschen + -halter

e) U-Schloss + Zahlenschloss

f) 2 Ersatzreifen

g) 2 Ersatzschläuche

h) Flickzeug/Isolierband

i) Werkzeug incl. für Kette

j) mind. 2 Ketten

k) Ersatzspeichen

l) Ersatzzüge für Schaltung

m) Ersatz-Bremsbelege

n) Luftpumpe

o) Taschen vorn/hinten

p) GPS/Tacho

q) Helm

r) Spanngummis

2) Übernachtung/Selbstversorgung

a) Zelt 

b) Schlafsack

c) Isomatte

d) Leine

e) 4 Wäscheklammern

f) Kocher/Gaskartuschen/Feuerzeug

g) Topf/Griff

h) Verschließbare Plastikschalen

i) Teller/Essbesteck/Isobecher

j) Instantkaffee/Tee/ Fleischbrühe

k) Magnesium u.ä. z.B als Tabletten

l) Energy-Gel für schwere Etappen

m) Taschenmesser o.ä.

3) Sonstiges

a) Fotoapparat/Akku/Ladegerät

b) Laptop/Schnur/Maus/Tasche zum Schutz

c) Mobil-Telefon/Ladekabel

d) Akkus für GPS/Ladestation/Verbindungskabel USB

e) Landkarten/Übersetzungshilfen

f) Pass/Hülle gegen Verschmutzung

g) Kulturbeutel/Inhalt

h) Reiseapotheke

i) Leichte Taschen für Ordnung in den Fahrradtaschen

j) Mappe für Papierkram

k) Kl. Plastiktüten (gibt es nachher beim Einkauf)/ein wenig Alufolie

Yanqing
Beijing, China
  • Small
    Isabelle hat am kommentiert:

    ich kann kaum fassen, daß ihr fast angekommen seid! Was gab es nach der Vorspeise?

PuC Small

Traumfahrt

112 km. Ab 6.00 Uhr schallt die Musik der Frühgymnastik vom Großen Platz herüber. Kurz vor 7.00 Uhr geht es los. Die Straßen sind noch leer. Wir kennen die Höhenmeter der Strecke nicht und misstrauen dem Wetter. Die Bergespitzen lassen sich gelegentlich durch den Nebel sehen und nach 20 km geht es stetig bergauf, 20 km lang durch diesige grüne Landschaft. Wir gewinnen ca. 300 Meter.

Dann die Belohnung. 30 km lang, 600 Höhenmeter bergab. Teilweise durch Weidenalleen. Das alles bei gutem Wind und bedecktem Himmel.

Heute hatten wir unsere letzte Etappe, die länger als 100 km war. Bis Peking sind es noch ca. 160 km, eigentlich eine ordentliche Tagesetappe, die wir uns aber in drei Tage plus Ruhetag aufgeteilt haben, um genussvoll in Peking einzufahren.

Zum Abendessen hatte das erste Lokal kein Bier, im zweiten kosten zwei gute Nudelsuppen und 4 Bier 2,50 € und im dritten essen wir leckere Kalbsspieße auch sehr preiswert.

Xiahuayuan
Hebei, China
  • Small
    Max Mank hat am kommentiert:

    Ich bin begeistert und ehrlich gesagt ein wenig sprachlos!!!
    Genießt die letzten Kilometer Eurer Tour. Daheim sind alle schon in freudiger Erwartung Euch endlich wieder in die Arme schließen zu können.
    Bis ganz bald, der Max ausm Vogelsberch.

  • Small
    Gebke hat am kommentiert:

    Bild 3 erinnert mich an das "Auenland". Haben Chinesen auch stark behaarte breite Füße?.....

    Viel Spaß bei den letzen 160km. Ich frage mich jetzt schon, was ich in den kommenden Monaten machen soll, wenn der Blog "beendet" ist......

PuC Small

Durch die Berge

107 km. Irgendwann musste es ja passieren. Nachdem wir jetzt schon länger durch das ebene Tal fahren, das von Bergen umzingelt ist, war absehbar, dass wir da mal drüber müssen. Wir kommen also bis zu einer Höhe von fast 1.600 m, dann geht es wieder bergab. Das bei Sonne und  meist seitlichem Wind.

Auch sonst hatte die Etappe einige Besonderheiten. 

• Von einem Auslieferungsteam für Fenster auf einem Dreirad  werden wir  auf eine Umleitung hingewiesen, die uns 10 km kostet. Aber wenigstens nichts umsonst gefahren. 

• Wir versuchen auf die neue, nicht freigegebene Autobahn zu kommen, und wecken dabei (Tatsache!) die Wachmannschaft, die uns wieder auf die normale Straße schickt.

• Ein Straßenbelag, den wir noch nicht hatten, taucht auf.

• Ein echter Tunnel, aber mit Licht am Ende.

• Wir fahren an Plätzen vorbei, wo in großem Stil Kohle verschoben wird.

• Als wir durch Guangling fahren: das gleiche Bild wie in allen Städten, in denen wir bisher waren – Abriss und Neubau bis zu 20 Stockwerken, breite Straßen, große Begrünungsaktionen. Wer in China noch eingeschossige Gebiete in Städten sehen will, muss sich wohl beeilen.

Neuer Hoteltiefpreis mit 12,50€ für’s Doppelzimmer (ohne Frühstück). Das erste „Hotel“, was wir anfahren, stellt sich als Puff heraus und wir entschließen uns, dass wir die russischen Erfahrungen nicht wiederholen müssen.  Warenhaus mit merkwürdiger Nationalitätszuordnung und Schönheitsmaske. Abends gehen wir in ein Spezialitätenrestaurant für Eselfleisch. Sehr schmackhaft.

Yuxian
Hebei, China
  • Small
    Isabelle hat am kommentiert:

    bis jetzt fand ich das nur toll. Ich freue mich, daß ich heute nicht dabei sein müsste... Bravo pour votre courage!

PuC Small

Noch'n Kloster

0 km. Nach dem reichhaltigen Frühstück im 4-Sterne-Hotel für 30€/DZ fahren wir zur nächsten Sehenswürdigkeit. Das Hängende Kloster (chinesisch 懸空寺 / 悬空寺 Xuánkōngsì) ist der Name eines mitten in eine Felswand gebauten Klosters fünf Kilometer außerhalb. Es wurde im 6. Jahrhundert erbaut.

Als der Vorschlag zum Bau des Klosters gemacht wurde, soll kaum jemand seine Verwirklichung für möglich gehalten haben. Ein Baumeister namens Zhang willigte schließlich ein, die Aufgabe zu übernehmen. Zunächst wurden die einzelnen Teile am Fuß des Felsen vorgefertigt, dann transportierte man sie auf den Gipfel und ließ sie von dort herunter. Die Bauarbeiter hingen an Seilen, mit je einer Schleife um die Hüfte und um die Füße. (Quelle:  http://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%A4ngende...)

Nachmittags Rasur für 60 Cent und noch ein paar Stadteindrücke.

Hunyuan
Shanxi, China
  • Small
    Isabelle hat am kommentiert:

    Irgendwie kann der Mensch (fast) alles schaffen. Ziel muss nur klar sein :-)

PuC Small

Sonntagsausflug

50 km. Bei bestem Wetter, wenig Wind und einem moderaten Anstieg fahren wir die kurze Strecke nach Hunyuan. Unterwegs hauptsächlich Mais- und Sonnenblumenfelder. Wir fahren an einigen landwirtschaftlichen Zwischenhandelsmärkten vorbei, wo vor allem Kartoffeln, Melonen und Paprika in größeren Mengen den Eigentümer wechseln.

Hier in China verliert der sportliche Teil unserer Tour ein wenig Gewicht gegenüber dem touristischen, der bisher immer untergeordnet war. Das liegt an den Sicherheitstagen, die wir am Ende eingeplant haben, falls wir aus irgendeinem Grund auf der Strecke Irkutsk – Peking Zeit verloren hätten. Tatsächlich sind wir durch die Wüste sogar schneller gewesen als geplant (Straßenglück) und somit können wir jetzt ein wenig Sightseeing machen.

Nachmittags (Klein-)Stadtbummel und abends zum Chinesen. Kein Ausfall, die Bestellungen klappen immer besser.

Hunyuan
Shanxi, China
  • Small
    Isabelle hat am kommentiert:

    ich freue mich sehr, dass ihr soviel Zeit habt. China ist einfach faszinierend.

  • Small
    Winfried Schulze hat am kommentiert:

    Hallo Ihr zwei, nun sitze ich mit einer Reisegruppe im Zug nach Basel für eine 6-tägige Schweiztour (übrigens auch in permondo dokumentiert) und freue mich, wieder Zeit zu haben, eure spektakuläre Tour zu verfolgen. Ich wünsche euch noch ein paar schöne und weniger anstrengende Tag in China und freue mich auf weitere tolle Fotos und auf ein Wiedersehen Mitte September.

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    Jan hat am kommentiert:

    Schöne Berge!

PuC Small

Pagode satt

0 km. Es gibt hier eine 9-stöckige, fast 1.000 Jahre alte Pagode, „The most wonderful pagoda under the heaven“.  Sie ist 67 m hoch und eine reine Holzkonstruktion . Zusammen mit dem Tour Eiffel und dem schiefen Turm von Pisa gehört sie (sagt man hier) zu „The three wonders of pagoda in the world“...

… und ist natürlich mit den Gebäuden ringsum ein wunderbares Fotomotiv. Leider ist sie nicht mehr zu besteigen.

Yingxian
Shanxi, China
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    Isabelle hat am kommentiert:

    Das Fotobuch wird genial...

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    Jan hat am kommentiert:

    1000 Jahre? Wow... Das Bild durch das Tor ist schön!

PuC Small

Südspitze

82 km.  Bei sonnigem Wetter fahren wir ca. 13 km, bis wir an den Stadtrand kommen. Zeit genug, nochmal das Verhalten im Straßenverkehr zu beobachten:  Nur nach vorn orientiert, jeder Lücke nutzen, so schnell wie möglich, Regeln nur beachten, wenn vorteilhaft. Das Verhalten lässt sich vielleicht auch auf andere Lebensbereiche übertragen.

Der Versuch auf die Autobahn zu kommen, wird, wie erwartet, von der Polizei vereitelt. Das zweite Mal werden wir ausgebremst, als eine Brücke der G208 spontan gesperrt ist. Ein chinesischer Radfahrer erläutert uns mit vielen Worten eine Umgehung, wovon wir natürlich nichts verstehen. Am Ende fährt er vorweg. Den Weg (s. Fotos) hätten wir allein nie gefunden.

Kurz vor Mittag passieren wir nach sehr staubiger Fahrt Huairen mit einer kniffligen Ortsdurchfahrt. Auch hier, wie in allen Städten bisher, unglaubliche Bautätigkeit. Was macht China mit dem Mitteleinsatz an Menschen, Material und Geld, wenn die „Renovierungsarbeiten“ in den Städten (zu denen man sehr unterschiedliche Meinungen haben kann) abgeschlossen sind? Und das dauert nicht mehr lange.

Yingxian, wo wir einen weiteren Pausentag einlegen,  ist etwas touristischer. Schönes Hotel mit ganz schwachem Netz. Wir sind jetzt am südlichsten Punkt unserer gesamten Tour. Das viertletzte Bild ist übrigens ein Zahnarzt-"laden" und kein Friseur.

Yingxian
Shanxi, China
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    Laura hat am kommentiert:

    Wow, was für beeindruckende (und so unterschiedliche) Bilder. Sind das die Hühnerbeine? Und das arme Tier auf dem Moped. :( Dafür aber tolle Kuchen, süße Katzen und gute Bilder von der nächtlichen Straße!

PuC Small

Kulturprogramm

0 km. Regenwetter. Hotelfrühstück: ein Teller, zwei Stäbchen und ein gekochtes Ei in die Hand. Dann Buffet verschiedene Gemüse (kalt und warm) und Nudeln, Reis oder Hefekloß. Dazu als einziges Getränk warme Milch.

Nach einem schwarzen Kaffee auf dem Zimmer fahren wir (aufgrund eines Tipps aus der Heimat) mit dem Taxi ca. 20 km (hin und zurück für 25€) zu den Yúngāng-Grotten (chinesisch 雲岡石窟 / 云冈石窟). Die buddhistische Höhlentempel wurden hauptsächlich im Zeitraum 460-525 n. Chr. während der Nördlichen Wei-Dynastie aus dem Sandstein herausgearbeitet und sind ein herausragendes Beispiel chinesischer Steinmetzkunst aus der Frühzeit des Buddhismus in China. Insgesamt besteht die Gesamtanlage aus 252 Grotten und Nischen. Daneben gibt es einige sehenswerte Tempel und eine moderne Ausstellungshalle.

1973 besuchte der französische Präsident Pompidou die Grotten gemeinsam mit Zhou Enlai, der anschließend den Auftrag zur Renovierung und Gestaltung der Anlage gab. Seit dem Jahr 2001 ist sie in der Liste des Weltkulturerbes eingetragen.

Datong
Shanxi, China
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    Konrad Pohl hat am kommentiert:

    Hallo ihr beiden radelnden Weltreisenden, was Ihr bisher geschafft habt ist sensationell !!! Alles Gute auch weiterhin, Ihr seid ja bereits längst auf der Ziellinie. Bis dahin gutes Material und stabile Beine (und nicht nur die). Wir wünschen Euch eine gute Heimreise, möge alles so gut klappen wie bisher. Wir treten morgen unseren Urlaub in Südtirol an. Haltet durch ... !!!

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    Rainer Ernst hat am kommentiert:

    Hallo Peter, hallo Claus, einfach sensationell. Weiterhin viel Freude und Kraft in den Beinen auf den letzten Kilometern. Auf ein baldiges Wiedersehen. Beste Grüße Rainer

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    Björn Dorra hat am kommentiert:

    Wie immer, ganz tolle Bilder. Danke :)

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    Laura hat am kommentiert:

    Schöne Bilder und interessante Bäume, die die da haben. :)

PuC Small

Mal wieder Staub schlucken

47 km. Nach dem Frühstücksbuffet, bei dem wir verschiedene chinesische Backwaren ausprobieren, geht es auf kurze Fahrt nach Datong. Morgens ist es nebelig später diesig. Der gestrige Regen hat für viel Schlamm und Staub auf den Straßen gesorgt und der LKW-Verkehr ist hier intensiv. Zum zweiten Frühstück gibt es im Wasserkocher bereitete Eier, Paprika und Brot.

Reizvolle Landschaft bis vor Datong (ca. 2 Mio. Ew.), wo die Ortseinfahrt von LKW-Werkstätten und –Imbissen gesäumt ist und wir nur noch durch Schlamm, Staub und Müll fahren. In Datong ist der zweite Hotelversuch erfolgreich. Ruhiges, gutes Zimmer, Aufzug, WLan im Foyer, Frühstück und ein schöner Platz für unsere Fahrräder im Speisesaal des Personals. Für 18 € die Nacht.

Abends Fisch und Reis und chin. Salat.

Datong
Shanxi, China
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    Laura hat am kommentiert:

    Eier im Wasserkocher kochen, gar keine schlechte Idee.

PuC Small

Die Zehn steht

73 km. Der erste Regen seit Ulaan Batar. Beginnt in der Nacht und hört den ganzen Tag nicht mehr so richtig auf. Wir warten ein wenig ab und tragen dann die Räder aus der 3. Etage zur Rezeption. Nach ca. 13 km haben wir die Stadt hinter uns gelassen. Feuchte Fahrt mit Gegenwind und einigen Hügeln – der richtige Rahmen für unser kleines Jubiläum.

Wenige Bilder von der Strecke, die bei Sonne sicher ihren Reiz gehabt hätte.

Dafür heute ein Mentalitätsvergleich zwischen Russen/Russinnen – Mongolen/Mongolinnen - Chinesen/Chinesinnen. Der ist natürlich subjektiv  und bezieht sich nur auf die kleine Stichprobe, die wir nehmen konnten.

Russen werden cool geboren. Sie leben schließlich im größten Land der Welt. Mongolen sind sehr selbstbewusst. Ihr Land war schließlich im 13. Jahrhundert das größte und erfolgreichste der Welt. Chinesen sind eher zurückhaltend. Trotzdem sie im erfolgreichsten Land der Welt leben.

Uns begegnen unterschiedliche Typen Menschen in Russland. Die, die Hilfe stumpf verweigern (20%) und die anderen, die alles versuchen, sogar mit Fahrrad oder Auto vorfahren, wenn die Wegbeschreibung zu kompliziert ist. Mongolen sind immer freundlich und fröhlich und helfen immer wenn sie können. Uns begegnen unterschiedliche Typen Menschen in China. Die, die nur lachen und nicht gefragt werden wollen (50%,) und die, die alles versuchen zu helfen.

Jeder Russe kennt Deutschland. Der zweite Weltkrieg läuft schließlich jeden Tag irgendwo zur besten Sendezeit. Einige Mongolen kennen Deutschland. Vielleicht aus Erinnerung, als noch zur besten Sendezeit …Kein Chinese kennt Deutschland, und ein VW ist ein chinesisches Auto.

Das Lieblingsspielzeug des russischen Autofahrers ist der Schlüssel. Damit kann er sein Auto sehr geräuschvoll schließen und öffnen. Immer wieder. Das Lieblingsspielzeug des mongolischen Autofahrers ist die Hupe. Damit grüßt jeder zweite fröhlich. Das Lieblingsspielzeug des chinesischen Autofahrers ist seine LAUTE Hupe. Sie ist gleichzeitig die Kontrolle, ob er eingeschlafen ist, muss also alle 30 Sekunden bedient werden (bei Busfahrern alle 15 Sekunden).

Russen respektieren Zebrastreifen und rote Ampeln. Mongolen haben keine Zebrastreifen und Ampeln. Chinesen fahren immer, Hauptsache, sie haben gehupt.

Auf jeden Russen kommen zwei Hunde, ein großer scharfer, der angeleint ist und ein kleiner Kläffer, der frei herumläuft. Das wird leider manchmal verwechselt. Auf jede mongolische Familie kommt ein Hund, der weder scharf ist, noch kläfft. Manche chinesische Frau hat einen kleinen Hund, der nicht zu groß werden darf, damit er noch in den ….

Feng Town
Nei Mongol, China
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    Andrea hat am kommentiert:

    Super Leistung Jungs(oder eher Ü50er)!!! Bleibt trotzdem weiter achtsam, das Ziel rückt näher und näher.Freue mich schon auf ein gesundes Wiedersehen. Andrea

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    Ralf Winkler hat am kommentiert:

    Regen? Ich hoffe, Ihr geratet nicht in die Überschwemmungsgebiete! Passt auf Euch auf!

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    Gebke hat am kommentiert:

    Glückwunsch zum 10.000ten Km!!!

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    Laura hat am kommentiert:

    Sehr amüsanter Vergleich!! Und nein, die kleinen Hunde kommen nicht in den Topf!!!

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    Jan hat am kommentiert:

    So lange 49% der Erlöse nach Deutschland fließen, können die Chinesen gerne glauben, dass ein VW chinesisch ist ;-)

PuC Small

Hello

0 km. Heute gibt es Feuerwerk erst um 8.00 Uhr. Passt uns zum Ausschlafen ganz gut. Schnell noch die Kette ölen, dann Stadtbummel.

Wenn man in China das Hotel verlässt, ist man sofort im Geschehen. Die Lebendigkeit einer deutschen Stadt kann man gut in einem „Wimmelbild“ zeigen. Viele verschiedene Szenen an verschiedenen Plätzen. In China bräuchte man dafür eine dritte Dimension.

Jede Straße hat Läden, Kleingewerbe und Lokale dicht an dicht nebeneinander. In der Tradition der russischen Straßenverkäufer natürlich von der gleichen Sorte (Buch-, Obst-, Gewürzläden oder auch Fensterherstellung), alle nebeneinander. Viele leben (und schlafen) in ihrem Laden. „Hello“ ist das Wort mit dem hier jeder uns Exoten begrüßt. Manche können auch noch „Bye bye“.

Mitten in der Stadt eine riesige neu angelegte Grünfläche. Alte Viertel werden abgerissen und mit Hochhäusern bebaut. 

Jining
Nei Mongol, China
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    Björn Dorra hat am kommentiert:

    Mann - gerade ein paar Tage viel um die Ohren, und ich glaube, ich habe Wochen verpasst. Wahrscheinlich sind eure Tage / Stunden an Eindrücken, Wochen bei uns. Macht mal wieder einen Film, bitte ;)

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    Isabelle hat am kommentiert:

    Und überall Smartphones!

PuC Small

über Land

81 km. Geweckt werden wir um 6.00 Uhr von Feuerwerksböllern (ca. 100) – genau das Richtige an einem Sonntagmorgen. 

Nach dem Frühstück nehmen wir eine Nebenstrecke. Nachdem wir bisher in China durch Wüste und Steppe von Stadt zu Stadt gefahren sind, gibt es jetzt die ersten Dörfer. Kartoffeln, Getreide, Mais, Sonnenblumen und anderes wechseln sich ab. Dazu kommen die aufgeforsteten „Wälder“. Also viel zu sehen heute – und zu fotografieren.

Mittags erreichen wir Ulanqab und suchen uns ein Hotel nahe dem Zentrum (22€ pro Nacht). In dieser Metropole (immerhin 2,7 Mio. Einwohner schon 2004) werden wir auch den morgigen Tag verbringen.

Abends "Restaurant"-Besuch auf der Grillmeile. Wir essen verschiedene Spieße und gegrillte Aubergine. Dabei lernen wir in diesem besonderen Ambiente viele nette Menschen kennen, von denen einer (Hugo Boss T-Shirt) auch noch unsere Zeche bezahlt.

Jining
Nei Mongol, China
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    Isabelle hat am kommentiert:

    Es wird immer spannender! Geniess auch die Sonne. Hier ist das Wetter eher...

PuC Small

Rauschen im Walde

96 km. Der Wind hat die Richtung beibehalten, wir nicht. Seitlicher (meist) Rückenwind bei Sonne. 

Die Landschaft wird schnell grüner, es gibt Ackerbau (Mais, Sonnenblumen etc.) und der Baumbestand durch Wiederaufforstungsbemühungen nimmt deutlich zu. Das Blätterrauschen hsbrn wir lange nicht mehr gehört. Massive Windkraftparks sorgen dafür, dass die intensive Straßenbeleuchtung in den Orten möglich ist.

Wir fahren an einer Ziegelei vorbei und sind trotz späten Starts schon um 14.00 Uhr am Ziel. Gutes Hotel (Doppelzimmer 30 € ).

Auch in diesem Ort (immerhin mehr als 300.000 Einwohner) sind wir wohl die einzigen Westeuropäer. Hier ist der Begriff „Individualreise“ wirklich angebracht. Bunte Beleuchtung, Tanz und Feuerwerk auch hier.

Shangdu
Nei Mongol, China
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    Annette hat am kommentiert:

    Hallo ihr beiden "Individualreisenden". Jetzt in China wird ja ein deutlicher Unterschied zur Mongolei sichtbar. Hier ist das Thema Energiesparen offensichtlich noch nicht angekommen. Mit dem Strom wird in der ländlichen Gegend genauso verschwenderisch umgegannen, wie in Chinas Großstädten.
    Die Häuser sehen aber sehr nett aus! Wie überdemensionale Zuckerdosen!!
    Viel Freude und Kraft auf der den letzten paar hundert Kilometern.
    Liebe Grüße Annette

  • Small
    andy kurth hat am kommentiert:

    Den mit der Pumpgun hätte ich nicht fotografiert ;-) Passt auf Euch auf. Es ist total spannend zu lesen!

PuC Small

Die Wüste versteppt

131 km. Heute zeigt sich mal wieder die Wirkung des Windes. Wir fahren etwas später los, da der Wind am Vormittag von Süd auf Nordwest drehen soll. Bei meist guter Straße und einigen Wolken schaffen wir die längere Strecke trotz mehr Höhenmeter  mit seitlichem Rückenwind schneller als gestern.

Die Wüste wird Stück für Stück grüner. Zum Teil, weil wir jetzt wieder in Steppengebiet kommen, zum Teil weil es viele Begrünungsaktivitäten gibt. Sofern sie nicht von Kamelen sabotiert werden. 

Das Hotel scheint für den Ort deutlich überdimensioniert und wir bekommen zwei schöne Zimmer zum Preis von einem. Nach den Blicken der Einwohner bei unserem Versorgungsbummel durch den Ort, sind wir wohl auch heute die einzigen Touristen hier. Kaufen kann man alles.

Abends gehen wir – genau, zum Chinesen. Oder wie sich nachher herausstellt, zu ausgewanderten Mongolen. Wir bestellen viel zu viel (für 20 €), schaffen es dann aber doch. Sehr herzlicher Abschied.

Hatten wir lange nicht: Bilderrätsel. Diesmal eine deutsche Redewendung, am Orginalschauplatz nachgestellt.

Xianghuangqi
Nei Mongol, China
  • Small
    Gebke hat am kommentiert:

    Lösung: "... In China ein Sack Reis platzt!" Kann ich zur Belohnung diesen Sack erhalten? weiterhin gute Fahrt!

  • Small
    PuC hat am kommentiert:

    Leider falsch. Gewinn ware die Teilnehme an de letzten Etappe m Bergtrikot gewesen. Schade.

  • Missing
    jupp hat am kommentiert:

    Hallo, ihr seht weiterhin sehr gut aus. Es soll so bleiben. Bleibt gesund. Weiterhin alles Gute

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    Björn Dorra hat am kommentiert:

    Esst mehr! Nichts gegen die schlanke Linie - aber esst mehr :)

  • Small
    Laura hat am kommentiert:

    Dieses Hotelzimmer kann absolut mit den amerikanischen Pendants mithalten. ;)

PuC Small

Arbeitssieg

118 km bei warmen  Gegenwind. Nachdem die Rezeption geweckt ist und Geld gegen Pässe getauscht wurde, machen wir uns kurz nach 6.00 Uhr auf unsere erste richtige China-Etappe. Nach dem Ortsende stehen einige Saurier in der Wüste. Manche sind inzwischen wohl gestorben und können so auch als Fahrradständer dienen.

Die Sonne zeigt sich glücklicherweise während der gesamten Fahrt nicht, die Straße ist gut und wir haben nur gut 400 Höhenmeter. Trotzdem bedarf es konsequenten Windschattenfahrens auf der ganzen Strecke. Und dabei kein Wäldchen oder Ort, wo der Wind mal unterbrochen wird. Es gibt hier erste erfolgreiche Begrünungsbemühungen entlang der Bahnlinie.

Das Highlight des Tages ist, dass die Kühe auf den Schildern sich seit Litauen erstmalig ändern.

Der Retortenort ist voller Leben. Trotzdem fragt man sich, wer in den unzähligen Lokalen wohl essen mag, wo wir beiden wahrscheinlich die einzigen Touristen in der Stadt sind. Das merken wir beim Abendessen, als sich die ganze Familie um unsere Bestellung kümmert.

  • Small
    Gebke hat am kommentiert:

    wie bestellt man in Nordchina Essen? Die Speisekarten gibt es doch nicht auf deutsch, englisch oder spansich, wie sonst üblich ;-))

  • Small
    PuC hat am kommentiert:

    Bild in der Karte, oder aus dem Bilderbuch. Wir sammeln das auf chinesisch, was schmeckt.

PuC Small

Wüste(n)party

0 km. Wüsten- und Grenzort im Norden Chinas? Nichts davon merkt man in dieser Stadt. Natürlich ist wie in der Mongolei weiterhin ringsherum Wüste. Die Stadt mit ihren vierspurigen Straßen, Hochhäusern, Autos und Elektobikes lässt das schnell vergessen. Das viele Hupen und die Unsitte des aktives  Anstehen mit Körperkontakt und viel Gedränge sind allerdings geblieben. Die Damenschuhe werden wieder höher.

Neu ist das gepflegte Ambiente, die Alleen, wenig Staub, ein riesiges Warenangebot, auch von Lebensmitteln aller Art. Und die Menschen, die Arbeiten UND Leben sehr ernst zu nehmen scheinen. Abends noch public viewing eines Kinofilms auf der Riesenleinwand an der Hauptstraße, Party mit lauter Musik auf dem Platz neben unserem Hotel, woanders Feuerwerk. Morgens um 6.30 Uhr Wecken durch regelmäßige Bässe. Auf dem Platz ist gemeinsamer  Frühtanz angesagt.

Wie in jeder Stadt der Welt finden sich auch Hinterhöfe und Ecken, die man nicht so gern vorzeigt…

Erenhot
Nei Mongol, China
PuC Small

Heute Abend gehen wir zum Chinesen.

11 km.Kurz vor 8.00 Uhr sind wir an der Grenze, und erfahren das was wir schon gehört hatten, aus erster Hand. Einreise nur per Auto. Ein gutes Geschäft für die Busse und die Jeep-Kamikaze-Fahrer. Ein Auto wird schnell beschafft – alles ist hier gut durchorganisiert. Die Räder auf das Dach, die Taschen vor den nur teilweise vorhandenen Rücksitz. Drei Mongolen und wir in dem Wagen.

An der Mongolischen Grenzstation alle (incl. Gepäck) raus und in das Gebäude. Aktives Anstehen, Gepäckdurchleuchtung, gegen Gebühr (50 Cent), Passkontrolle – „Gute Reise“.

Wieder alle(s) in den Wagen, letzte Stempelkontrolle mongolisch. Zur chinesischen Grenzstation. Räder vom Dach, alles Gepäck befestigen. Räder ins Gebäude. Aktives Anstehen, Gepäckgebühr (1 €). Passkontrolle – die Chefbeamten sind sich nicht ganz einig, ob wir die Räder durch die Passkontrolle schieben dürfen. Es gibt dann einen eigenen Durchgang. Gepäck vom Rad, durchleuchten.

Aus dem Gebäude raus, alle(s) ins Auto, Räder auf das Dach. Letzte Stempelkontrolle chinesisch. Nach etwa 1 km lassen wir stoppen, packen die Räder und radeln den Rest. Klingt kompliziert? Ist es auch, und hektisch! Und kostet ca. 25 € pro Person.

Genauso viel wie eine Nacht hier im Hotel (für zwei). Dann Geld tauschen (geht bei mongolischen Devisen nur mit Privatpersonen), essen, erster Einkauf, Stadtbummel, verschlafene Markthalle. Wir bleiben noch einen Tag.

Abendessen: Lammkeule mit Nudel-Eiersuppe.

Gruß und Dank an Knop-Reisen in Bremen, die uns den Baikal-Urlaub organisiert haben, einen Teil der Visa und den Rücktransport. Bisher alles bestens.

Erenhot
Nei Mongol, China
  • Small
    Andrea hat am kommentiert:

    Ich hoffe die Räder haben den Dachtransport gut überstanden, sowas waren sie ja bis jetzt nicht gewohnt! Guten Start in China, ab jetzt wird wohl nur noch beim Chinesen gegessen ?!? Liebe Grüße an Euch Beide von Andrea

  • Small
    Ralf Winkler hat am kommentiert:

    Die Einreise nach China gestaltet sich ja recht aufwendig. Das erinnert mich ein wenig an die Einreise in den einen oder anderen neuen oder zukünftigen EU- Staat Anfang der 1990. Bei denen konnte man noch einiges mit einen buntbedruckten Stück Papier lösen. ;-)

  • Small
    Frosch hat am kommentiert:

    Hallo Ihr Beiden! Super! Das letzte Land ist erreicht! Vielleicht könnt ihr mal gleich für uns Ausschau halten nach geeigneten Pflegekräften fürs Alter, bei eurem Weg nach Peking. Ich habe heute in unseren Provinznachrichten gehört das Altenpflegekräfte aus China die letzte Rettung für uns alle sind. E sollen wohl demnächst 150 nach Deutschland kommen um die Lücken zu füllen. Das bedeutet demnächst steigende Preise und eine Marktlücke. Vielleicht könnt Ihr ja mal Optionen abschließen. Wir wünschen euch eine schöne letzte Etappe. Tolle Leistung! Und ich bin mal gespannt auf euren Bericht ob das Essen in China besser ist als bei unserem Lieblings Chinesen in Berlin, wo wir im April zusammen mit Euch waren. Also alles Gute weiterhin von Olaf und Burkhard aus Berlin!

  • Small
    Claus hat am kommentiert:

    Das Essen hier kann sicher mithalten. Der Unterhaltungswert sowohl unserer Bestellung (bis in die Küche hinein) und des sonstigen Lebens in diesen kleinen Lokalitäten ist bestimmt höher als in Berlin ;-)
    Grüße in die Hauptstadt!