Indonesien – Design tour

Bewertung, Design-Hochschulen und Wirtschaft in Indonesien.

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Gunnar Spellmeyer Small

Meine Abreise

... steht dann kurz bevor. Zunächst also nach Singapur. Ich bin dort per Mail in WLANS erreichbar. @Pitt: ich teile dir noch eine Mobilnummer o.ä. mit, wie wir uns ggf. treffen könnten. Wie sind eigentlich die Internetzugänge in Indonesien so? Im Hotel möglich?

  • Small
    Pitt Berkemeyer hat am kommentiert:

    Lieber Gunnar, Ich bin am 29. Und 30. Kurz in Singapur, Sollte Ein Treffen Klappen Wäre Das Schön. Hast du Aber Zu Viel um die Ohren Sehen Wir Uns ja in Jogja. Ich Komme am 29. Gegen Mittag Und Verlasse Die Stadt Wieder Einen Tag Später. In Singapur Wohne Ich Im Hotel 81 Selegie Straße 161. Das ist Im Zentrum / Bugis. Meine Handynummer ist + 62 813 2627 9424.
    Internetverbindungen im Indonesischen Städten Gibt es in Vielen Cafés Und in Hotels Sowieso. Auf Dem Land Sieht Das Dann Anders aus. Die Nutzung ist Grundsätzlich kostenlos. Bei Meinem Letzten Aufenthalt in D Krieg es Bei Weitem Komplizierte Einen Netzzugang Zu Finden. Allerdings ist Das Netz Langsamer Und Natürlich Weniger Gesichert Wie in D.
    Die Abdeckung Mit Handynetzen ist Nahezu 100 %. Selbst der Ärmste Indonesier Hut Noch Zwei Davon Und Nutzt Diese Ausgiebig in Seinem Bergdorf.

Pitt Berkemeyer Small

Persönliche Erfahrungen

Lieber Gunnar, Das ist jetzt vielleicht schon bekannt, aber ich setze es noch mal hier hinein...

wie schon einige Male angekündigt möchte ich dir ein wenig über das Verständnis des Begriffs Design hier auf Java aus meiner Sicht berichten. Ich tue dies um vielleicht eine etwas
realistische Ausgangssituation zu fördern und gegeben falls Missverständnisse zu
verhindern.

Java besitzt einen
indisch basierenden, aber (auf Java seit dem 16. Jahrh.) stark islamisch geprägten Kulturkreis. Darüber hinaus hat
es so etwas wie eine Industrialisierung in westlichen Sinne nie gegeben. Auch
400 Jahre Kolonialgeschichte der Holländer haben darauf keinen Einfluss genommen,
die haben das Land nur landwirtschaftlich ausgebeutet. Substanziell muss noch
hinzugenommen werden, dass es westliche Renaissance (das entdecken einer eigenen, unabhängigen Schöpferkraft des Menschen) im traditionellen Asien allgemein eher
unbekannt ist (Entwicklungen wie in Japan oder neuerdings in China können
nicht ohne weiteres auf traditionell orientierte Staaten wie Indonesien übertragen werden). Unser Begriff von Genie oder genial ist hier weitgehend
unbekannt, so könnt ihr euch darauf einstellen, das persönliche Kreativität
eher verhalten ausgeübt wird.

Provokation oder Protest via Designhaltungen
kommen nur sehr selten vor. Der Islam seinerseits hat zur Verhinderung eines
uns eher vertrauten Gestaltungsansatzes ebenfalls viel beigetragen. Da
indonesische Menschen, auch die Jugend, sehr fromm sind steht die Unterordnung
unter religiöse Praktiken an erster Stelle. Bitte wundert euch nicht wenn auch Designstudenten ihre fünf täglichen Pflichtgebete in der Moschee oder Gebetsraum rigoros
einhalten. Hinzu kommt, das islamische Ausdruckskultur
eher auf kartographischen Dekorationen (z.B. im Grafikdesign) fixiert ist als an
der Entwicklung von frischen, innovativen Gestaltungsformen. Beispiele welche
unserer Gestaltungsvorstellung näher kommen sind eher modisch kopiert und nach
meiner Einschätzung nicht wirklich Bestandteil des gesellschaftlich visuellen
Ausdrucks. Wobei auch festzuhalten ist, dass das „Abkupfern“ anderer Gestaltungen
in Indonesien grundsätzlich keinen negativen Ruf hat.

Was ihr zu sehen bekommt
ist höchstwahrscheinlich ein Designverständnis welches sich überwiegend an
Dekor und weniger an Funktion orientiert. In der Lehre wird, soweit ich das einschätzen kann, nicht systematisch vorgegangen. Ich habe noch nicht
mitbekommen, dass Farb- und Formwissen über so etwas wie ein Grundstudium
erfahren werden (das gab es in Spanien aber auch nur rudimentär). Ich habe den
Eindruck, dass ein Designstudium hier eher eine Art „On the Job Training“ ist.

Des weiteren ist der Blick hier auf Java nicht unbedingt international ausgerichtet.
Vieles geht an der Insel vorbei oder kommt mit einer Verspätung von mehreren
Jahren hier an. Eine Infrastruktur von Institutionen (berufsständisch oder
allgemein) die sich mit Gestaltungsfragen beschäftigen gibt es nur
ansatzweise. Auch die freie Kunstszene bietet kaum nennenswerte
Orientierungshilfen in ästhetischen oder konzeptionellen Fragen. Was an
traditionellen Kunsthandwerk und Kunst vorhanden ist, ist in seiner Ausführung
erstarrt und beschäftigt sich ausschließlich mit der Reproduktion von altem
Kulturgut. Innovation findet nur vereinzelt statt.

Ich hatte die
unglaublich interessante Erfahrung von zwei Workshops zum Thema Design in der Höheren Schule für Holztechnik in Jepara. Dort sollen sehr junge Menschen (18-22)
erste Eindrücke in Design bekommen die sie im Rahmen eines auf Möbel
ausgerichteten Studiengangs weiter bearbeiten sollen. Als ich im ersten
Workshop danach fragte welche Designer diese jungen Menschen als Vorbild
zitieren würden bekam ich die Antwort (halt dich fest): Leonardo da Vinci und Präsident Sukarno (erster Präsident der Republik der auch ein wenig
kunstsinnig war und das Monument National MOMA in Jakarta verbrochen hat. Böse
Zungen sagen es ist Sukarnos letzte Erektion. Ich hatte nicht den Eindruck,
dass die Lehrer der Schule dem viel hinzufügen wollten, sie beschäftigten
sich eher mit eher primitiv technischen Fragen.

Zu den Lehrkräften möchte ich auch noch ein wenig schreiben. Indonesier sind besonders höfliche
und freundliche Menschen, einfach nette Zeitgenossen. Je höher man aber auf
der beruflichen Erfolgsleiter steigt desto beratungsresistenter geben sich die Männer
(überwiegend Kerle Frauen kommen da nur selten vor). Traditionell begründet
ist dies in der Hierarchie des Älteren über den Jüngeren (auch wieder eine religiös-traditionellen Weltsicht). Initiativen von jüngeren Lehrkräften werden meist durch
die Seniors abgewürgt. Alphatiere haben hier noch alle Möglichkeiten. Grundsätzlich
ist es ja gut wenn sich die Menschen eine klare Vorstellung von ihrem Wert
schaffen, aber manchmal ist es eben schwierig die Mauer der Beratungsresistenz
zu durchbrechen. Mit ein bisschen Arroganz muss man in diesen Kreisen schon
rechnen.

Soweit eine, etwas
ungeordnete, kleine Kulturvorbereitung für euren Besuch. Es kann sein, dass es
ein wenig der Euphorie entgegenwirkt. Ich möchte auch ausdrücklich darauf
hinweisen, dass dies mein ganz persönlicher Eindruck ist, basierend auf meine
Zeit mit Javanern und die machen eindeutig die Musik in Indonesien.

Jetzt noch ein paar
praktische Angelegenheiten. Ich wohne in Semarang, ca. 80km von Yogyakarta
entfernt. Dafür braucht man bei normalem Verkehr 4 (vier) Stunden, will sagen
der Verkehr auf Java ist brutal. Es gibt jedoch sehr günstig und einfach Autos
mit Fahrer zu mieten (ca.50 Euro am Tag) die fahren einen dann dahin wo man hin will. Obligatorisches Sight Seeing um Yogya, neben dieser Sultansstadt, sind
die Tempelanlagen von Borobodur und Prambanan. Hotelkapazitäten sind im 4
Sterne Bereich mit internationalem Standard ausreichend vorhanden (Soll ich
mich darum kümmern? Das geht von hier aus einfacher als von Europa). Was euer
Programm angeht müssen wir noch klären was ihr, neben ISI, sehen wollt. Wenn
es klappt würde ich eine Rundreise von Yogyakarta (Kunst, ISI...), Solo
(Batik, Textil, Schule für darstellende Kunst...), Semarang (nix weiter als
Business...) nach Jepara (Möbel, Kunsthandwerk, Schnitzer...) vorschlagen, das
ist aber schon ein ziemlich umfangreiches Unterfangen, wie gesagt der
Verkehr... auf dem Weg kann ihr dann tiefe Einblicke in den javanischen Alltag
bekommen...

Solltest du noch Fragen
haben, bitte gerne! Soweit einige ungeordnete Gedankensplitter was euch gegeben falls hier erwarten könnte. Schön; spannend; aufschlussreich; klärend
wird es sicher.


Beste Grüsse und bis bald - Pitt

Pitt Berkemeyer Small

Koennte es so gehen?

Hier mal der Entwurf für einen Zeitablauf. Ich bitte in jedem Fall um Meinungen, Wünsche und Anregungen. Auch besteht noch die Frage wie ich mit Hotelbuchungen verfahren soll? In Yogyakarta habe ich pro forma mal im Hotel Tulips folgendes gebucht: Zwei Einzelzimmer (Pitt, Gunnar) 2 Doppelzimmer (Frank, Hendrik, Achmad).

1.04. Ankunft

2.04. ISI voraussichtlich ganztägig


3.04. Vormittags eventuell Abschluss ISI


          Am Vormittag Fahrt nach Solo mit touristischem Stopp in Prambanan / 
Hindu Tempel

          Am Mittag Gespräch mit ATMI in Solo. 


          Möglicherweise Übernachtung in Surakarta/Solo oder nach
Semarang


4.04. Semarang, Gespraech mit DISPERINDAG ueber Gewerbefoerderung Creative
Industry


         Uebernachtung in Semarang


5.04. Fruehmorgens Fahrt nach Jepara, entweder Besuch der Schnitzer- und
Moebel oder Gastlesung in STTDNU


         Nachmittags Freizeit da Freitag (islamischer Gebetstag)


         Uebernachtung in Jepara


6.04. Entweder Besuch der Schnitzer- und Moebelproduzenten oder Gastlesung in
STTDNU


         Nachmittags Rueckfahrt nach Yogyakarta


         Uebernachtung in Yogyakarta


7.04. Abflug

  • Small
    Gunnar Spellmeyer hat am kommentiert:

    Programm ist Top, Besten Dank! Pflege Ich in Kürze Im Pfad Ein... Oder Einer der Studien Vlt.?

  • Small
    Björn Dorra hat am kommentiert:

    Sind Eigentlich Auch Gäste Erlaubt?!

  • Small
    Gunnar Spellmeyer hat am kommentiert:

    Haha, der Permondo-Björn ist da. Komm Mit, Junge! Nebenbei: es Wäre ja Schön, Wenn Die Standorte Auch Die Wirkliche Adresse Und Nicht Einfach Nur "Zentral-Yogyakarta" Zeigen Würden... Oder Liegt Das Einfach Nur ein Indonesien selbst? Und Noch Etwas: Meine Augen Werden Schlechter: Im Mengentext Wäre Eine Schwarze Art Doch Besser, Habe Immer Ein Schleiergefühl Vor Augen. Aber Sonst Schon Mal Prima, Wünsche Euch Viel Erfolg!

  • Small
    Björn Dorra hat am kommentiert:

    @Gunnar: Wie Jetzt? Echt? Ich Könnte Mitkommen? Ich Würde mich Auch Echt Für Verbesserungen Im Mengentext stark Machen!

  • Small
    Pitt Berkemeyer hat am kommentiert:

    Hallo Jungs Im Shallow Land, Ich Schliesse mich Dem Wunsch Nach Besserer Textverarbeitung an Mein Programm Sah Eigentlich Vorm Posten Eigentlich Ganz Anders aus. Eine Solide Formatierung Waere Schoen - Uebrigens Hut Zentral Java Das Besuchsjahr 2013 Ausgerufen: besuchen Sie Jawa Tengah - auch Gaeste Sind Mehr als Willkommen... Gruss

  • Small
    Björn Dorra hat am kommentiert:

    @Pitt: du Kannst Deinen Eintrag Auch Nachträglich Bearbeiten. Im Text-Editor findest Du Oben "Buttons" Für Die Formatierung.

  • Small
    Gunnar Spellmeyer hat am kommentiert:

    Äh, Guter Tipp, Björn! Ist Doch Immer Wieder Schön, Wenn der Macher selbst Dabei ist...

  • Small
    Pitt Berkemeyer hat am kommentiert:

    @Bjön Danke Für die Tipps. Ja, Die Hatte Ich Schon Vorher Gesehen Und Versucht Einen Text Den Ich Vorher in Word Erstellt Hatte Zu Importieren Und Dann Dem Format des Blogs Anzupassen, Ging Leider Nicht so gut. Z.B. Lassen Sich Zeilenabstände Und Tabulatoren Nicht Korrigieren. Nonne Weiß Ich Wohl, Dass Ein Blog Zum Direktschreiben Gedacht ist, da es Aber Nicht Immer Spaß Macht in Den Begrenzten Textmöglichkeiten Eines Blogformats Mengentext Zu Erstellen, Wäre es Mitunter Aber Schön Wenn Etwas Mehr Edition Möglich Wäre.
    War Aber Noch Interessanter ist, ist der Unterschied Zwischen der Eingabe Im Eingabefenster Und der Publizierten Version. Mal Salopp Gesagt, Das Haut Dann sterben Ganze Formatierung Durcheinander.
    Auf Jeden Fall Aber Dank Für die Möglichkeit, in Dieser Plattform Überhaupt Schreiben Zu Können. Ich Gestehe Auch Das Ich Wenig Blogger Erfahrung Besitze Und Ma ja Grundsätzlich Nicht Ein Medium Mit Dem Anderen Vergleichen Sollte. Meine Hinweise Sind Lediglich Die pics Eines Unbedarften Nutzers.
    Nichts Für Ungut - Mit Besten Grüßen, Pitt

  • Small
    Björn Dorra hat am kommentiert:

    @Pitt - Wir Sind ja Für Alle Hinweise Dankbar. Noch ist die Plattform Im Aufbau Und es Wird Sich Noch Viel Verbessern.

Pitt Berkemeyer Small

Selamat datang...

... = "Herzlich Willkommen" schreibt der "Lokale Vorbereiter" auf der anderen Seite der Weltkugel.

Vorauseilend bitte ich Verzeihung im Falle merkwuerdiger Blogeintraege. Diese Medium ist mir nicht so gelaeufig wie vielleicht erwartet wird. Dennoch moechte ich mich aktiv daran beteiligen, auch um aufzuzeigen welchen Stellenwert ich euerm Besuch beimesse.

Solltet ihr euch Gedanken um tropische Erkrankungen machen, so kann ich euch grundsaetzlich beruhigen. Es wird euch hier nicht anders ergehen als ob ihr im Hochsommer in ein europaeisches Land fahrt, welches nicht unbedingt den Versorgungsstanmdart in Westeuropa hat. Obwohl: Durchfall habe ich auch schon in Frankreich bekommen und Wasser aus der Leitung trinke ich in Madrid auch nicht.

Auf jeden Fall aber hier noch einige Hinweise zu moeglichen Impfungen:

Tetanus / Diphterie / Poliomyelitis / Virusgrippe / Tollwut / Hepatitis A+B. Malaria und Deguefieber sind nicht notwendig. Alles das ist optional, da wir
uns ja nicht in den Busch begeben kann man die Gefahr, selbst eines Durchfalls,
auf das Minumim beschraenken. Besonders Java hat eine gute Versoregungslage mit
Aerzten und Krankenhaeusern. Von gesundheitlich Standpunkt her muss man sich auf Java
keine wirklichen Sorgen machen, andere asiatische Laender und Gegenden sind da schon problematischer.

Solltet ihr irgend welche weitergehenden Fragen haben ist die Platform ja nun klar - wir steh in Kontakt

Salam dari Jawa Tengah - Pitt


  • Small
    Gunnar Spellmeyer hat am kommentiert:

    Herzlichen WDank, Pitt! Das Klappt Doch Schon Prima!

Gunnar Spellmeyer Small

intro

Hallo zusammen, vlt. eignet sich diese Tool gut zur Planung. Kommentiert und ergänzt also ruhig ... wichtig wird jetzt die Ankunft der drei Studierenden zu erfahren...