Pinky und Brain erobern die Welt...

beginnen wir mal mit Norwegen

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Was war nochmal Regen?

Wehmut macht sich breit…heute ist unser letzter Tag in Norwegen angebrochen. Nach einer erneut kurzen Nacht schwingen wir uns aus unserem Ferienlager Doppelstockbett und packen unsere 7 Sachen. Noch ein kurzer Plausch mit unserer deutschsprachigen Zimmergenossin aus Fulda bevor wir uns über das wirklich üppige Frühstücksbuffet hermachten. Eins kann man sagen, die reichliche Auswahl überraschte uns und lecker war es auch. Das Sahnehäubchen: war es doch die günstigste Unterkunft der Woche und das Frühstück war bereits mit enthalten. Nach diesem Start in den Tag konnte auch die Sonne nicht mehr ohne uns sein und bescherte uns einen strahlend blauen Himmel. Bei der Eroberung der Weltherrschaft wäre Regen auch ganz schön doof ;-). Na dann nichts wie los Richtung Innenstadt. Eine gähnende Leere überraschte uns im Zentrum von Bergen. Die Iron Maiden Party ging wohl gestern etwas länger! Wir streiften durch die Gässchen und genossen die Ruhe ohne die Tourimassen. Heute stand auch noch ein kultureller Programmpunkt an, war dieses geschichtliche Bauwerk ja gestern von langlotschen Bombenlegern besetzt und für uns nicht zugänglich. Und so starteten wir unsere Tour mitten in den Ab- und Aufräumarbeiten des Konzertes von gestern Abend, alte Gemäuer und Festung kucken. Brain ganz in ihrem Element… Ich (Pinky) machte es mir auf einer Bank so lange gemütlich und genoss die Sonnenstrahlen. Brain wäre nicht Brain, würde sie nicht versuchen noch Profit aus dem gestrigen Abend zu schlagen. Hatte doch die Schnüffelnase schon wieder was entdeckt. Da lag es im Gras… ein unversehrtes Tourplakat von Iron Maiden in Bergen. Was das wohl bei Ebay so bringt? Bei unserem weiteren Streifzug durch die Festungsanlage Bergenhus standen wir plötzlich mittendrin, halbnackte Körper lagen da im Gras. Sonnenbaden auf Norwegisch. In Deutschland undenkbar sowas bei einer Sehenswürdigkeit zu sehen…hier wie vieles kein Problem. Wir bummelten noch ein wenig durch dir Gassen. Durchstreiften allerlei Künstlergeschäfte in Bryggen und waren ganz angetan von Werkstätten mit Selfmade Produkten, wie zum Beispiel alles aus Elchleder. Ein hübsches kleines Kaffee lud uns zum Verweilen in der Sonne ein. Wir assen eine Kleinigkeit, genossen das Wetter und beobachteten andere Touristen. Einige Zeit später ging es dann Richtung Flughafen. Autoabgabe, Check in, rein in den Flieger und schon hoben wir ab. Tschüss schönes Norwegen, das war zwar unser erstes Mal…aber sicher nicht das letzte. In Berlin wieder angekommen wartete schon eine Überraschung auf uns, das war also Regen…Danke Deutschland!

Auf der Rückfahrt von Berlin nach Hause, hiess es nochmal tanken. Bei der Einfahrt in die Tankstelle schrie Brain auf: Alter…ach du Scheisse…haben die hier den Arsch offen, 1,70€ für den Liter Benzin. Pinky zuckte zusammen und war auch der Meinung es an einer anderen Tankstelle zu probieren. Also einfach Gas und weiter. Wir fuhren und fuhren, keine Tankstelle weit und breit in Sicht. Langsam wurden wir unruhig und unser Lieblingssatz: Wie weit ist es denn noch?! Wurde plötzlich wichtiger als je zu vor. Abfahrt Dessau Süd war unsere letzte Chance und es wurde knapp…sehr knapp. „So weit unten habe ich die Tanknadel noch nie gesehen“ sagte Pinky. Wir irrten in diesem verfluchten Dessau hin und her. Kilometer um Kilometer verstrichen ohne auch nur irgendeine Tankstelle zu sichten. Und da war er wieder, der Retter in der Not, der Colt Seavers aus Dessau, der Taxifahrer unseres Glücks könnte es werden…wurde es aber nicht. „Gleich 500m und dann links“… hää, an dieser Tankstelle sind wir doch gerade erst vorbei gefahren. Licht aus heisst doch zu….oder?! Na danke, wir waren genau so weit wie vorher. Und weiter ging die Irrfahrt, bis wir eine Radfahrerin sichteten…nachts um zwölf in Dessau! So beschlossen wir, bei voller Fahrt sie zu belästigen. Und siehe da… wir waren gerettet. Nur noch ca. 500m gerade aus und es leuchtete uns ein grosses Tankstellenschild an. Jetzt spielte der Preis so gar keine Rolle mehr. Her mit dem Zeug!!! Unsere Ersparnis lag bei 8 Cent pro Liter, die wir auf den Schock aber für die benötige Nervennahrung wieder investieren mussten. Weiter ging‘s Richtung Heimat und gegen ca. 1 Uhr kamen wir dann endlich wieder zu Hause an.

This was the End!


Bergen
Hordaland, Norway
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    andy kurth hat am kommentiert:

    coole Tour! Wann geht Ihr wieder los?

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    [Gelöschter Nutzer] hat am kommentiert:

    Hallo Andy
    Vielen Dank. Mal schauen...meist treiben wir uns ja auf Festivals in Deutschland herum. Aber man könnte ja auch mal darüber schreiben. Ich werde Brain mal kontaktieren :-).

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last stop... Bergen

Noch den gestrigen Tag in den Knochen, kam uns so ein Travelday wie gerufen. Aber wir müssen unbedingt noch etwas zum Besten geben, was sich nach unserem Blog schreiben noch ereignete. Denn ganz unerwartet wurden wir Ohrenzeugen eines Liebesaktes. Denn einige Bewohner auf diesem Planeten haben immer noch nicht verstanden, dass Jugendherbergen nur aus Brettern und Stoffen zusammengenagelt wurden. Und somit wurden wir mehr oder weniger taktvoll in den Schlaf gewiegt. Und wir wissen nun, dass "ich komme" auf Norwegisch genauso viel bedeutet wie in Deutsch. ;-)

Nach einer kurzen Nacht ging's los nach Bergen. Über Autobahnen mit der Höchstgeschwindigkeit von 90km/h, durch 200 Meter tiefe Tunnel unter dem Meeresspiegel entlang und Fährfahrten, wo sich ungewohnt viele Norweger auf einmal an einem Platz tummelten, machte die Fahrt zu einem Erlebnis. So eine Fähre erscheint uns doch als eine gute Kontaktbörse für Singles. Und hier fielen uns zum ersten Mal diese vielen schwarz gekleideten Menschen auf. War hier etwa ein Festival im Gange und wir haben nichts davon gewusst? Später sollte des Rätsels Lösung uns noch ereilen. Für die gesamte Strecke von 190km brauchten wir ganze 5 Stunden. Mühsam ernährt sich der Elch! Endlich am Ziel angekommen regnete es. Was ist denn da los? So hatten wir das nicht bestellt. Aber die Wahrscheinlichkeit bei 250 Regentagen im Jahr war schwindend gering, das wir einen ganz ohne Regen erwischen. Zumindest meinte es Klärchen gut mit uns und bahnte sich kurze Zeit später wieder ihren Weg durch das Wolkenbett. Nun hiess es husch husch unser kuscheliges 4-Frauen-Zimmer beziehen und dann ab in die City. Anfangs uns noch schwer gefallen, fragten wir mit lockerer Zunge an der Rezeption nach dem Bus und das ganze natürlich auf ENGLISCH!!! :-) In der City angekommen, liessen wir uns wieder treiben und konnten an den grossen Sale Beschriftungen natürlich nicht vorbei gehen. Könnte ja ein Schnäppchen zu schlagen sein. Und hier fielen sie uns wieder auf, diese schwarz gekleideten Menschen. Hier ist doch irgendwo ein Nest?! Aber wir machten weiter mit unserer Erkundungstour in Richtung Tourihotspot's. Der Fischmarkt war unser nächstes Ziel, denn Pinky muss sich doch noch durch die landestypischen Köstlichkeiten durchprobieren. Kaum auf dem Markt angekommen verschafften wir uns einen ersten Überblick. So eine Königskrabbe wird wohl dran glauben müssen. Dies empfahl uns auch die deutschsprachige Verkäuferin. Und Pinky liess es sich kurz darauf schmecken... Immer mehr Schwarzkittel säumten die Strasse und langsam dämmerte uns, das hier heute wohl was grosses im Gange ist. Kurzum fragten wir unsere nette Verkäuferin. Und des Rätsels Lösung ward gefunden... IRON MAIDEN is in the House. Na dann mal nichts wie hin. Mittendrin statt nur dabei war unser Motto. Wie kleine Pfadfinder suchten wir nach der besten Möglichkeit, das Ganze auch ohne Tickets mal aus der Nähe zu bestaunen. Ein Berg, ein Abhang und wir in den Büschen...perfekte Sicht auf die Massen und volle Dröhnung auf die Ohren. Was wollten wir mehr…und das alles für lau. Sparen in Norwegen könnte unser neuer Auftrag sein!!! Leider war unser Intermezzo nicht von langer Dauer und ein Security wurde auf uns aufmerksam. Mit einem kurzen „nix verstehen“ unsererseits lächelten wir sein Understatement einfach weg und verliessen unseren Paparazzi Platz. Nun wurde es Zeit den Magen zu füllen. Und wie der Reiseführer uns für Sparfüchse empfohlen hat, ging es zu Pasta Sentralen. Für „nur“ 295 NOK hatten wir was Warmes im Bauch und für norwegische Verhältnisse auch wenig gezahlt.

Wir haben uns überlegt nach unserer Rückkehr ein Buch zu schreiben. Titel: „Wie komme ich mit wenig Geld und noch weniger Englisch durch Norwegen“

Bestsellergarantie :-)

Bergen
Hordaland, Norway
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    Stave Nagahani hat am kommentiert:

    Ich würde eins nehmen!

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    Sarah hat am kommentiert:

    es macht Spaß euren Blog zu lesen. Ich würde gern euren Travelguide dann kaufen. Bislang war ich nur mal 3 Tage in Bergen und Oslo - für mehr hats nicht gereicht... sooo teuer das Land! :-) Viel Spaß euch weiterhin.

Kindergeburtstag war gestern

Was hatten wir nicht alles schon erlebt hier in Norwegen, aber der heutige Tag musste ja noch mal ne Schippe drauf legen. Es fing schon damit an, das der frühe Vogel uns mal kreuzweise konnte. Heute schliefen wir mal bis halb 8 ;-). Nach einem ausgiebigen Frühstück machten wir uns auf Richtung Kjerag. Aus der angenommenen 1, 5 Stunde Fahrtzeit wurden 3. Es ging vorbei an wunderschönen Landschaften, einsamen Wochenendhäusern und Elchen im Schafspelz. Bei einer Höchstgeschwindigkeit von 90km/h konnte sogar die Fahrerin Pinky einen Blick auf alles werfen. Nur die Schilder zum erreichen des Zieles sind uns nicht aufgefallen (Gab ja auch nicht wirklich welche). Laut unserer Karte führte nur ein Weg zu unserem Ziel, aber wir wären nicht wir, hätten wir nicht noch einen geheimen Weg entdeckt. Huch...wo waren wir denn plötzlich... die Strasse endete und wurde zur Geröllwüste...sind wir hier wirklich richtig? Ja, denn laut Karte gab es ja nur diesen einen Weg. Also fuhren wir weiter, vorbei an einsamen Häuschen und an Beschilderungen mit der Aufschrift privat. Aber wenn wir etwas können, dann Schilder gekonnt ignorieren. Und siehe da...auch dieser Weg hatte irgendwann ein Ende. Leider wurde die Ausfahrt durch eine Schranke versperrt. Und wie in den Tagen zuvor war der Glücksgott auf unserer Seite....puh, jetzt aber schnell weg hier und auf die asphaltierte Strasse, denn das wird wohl unser eigentlicher Weg gewesen sein. Weiter ging es Richtung Kjerag und auch gleich mal daran vorbei. Denn der Parkplatz sah beim ersten Anhalten nicht aus, als ob wir hier richtig wären. Eine schlechte Ausschilderung, machte uns ja schon den gesamten Weg einen Strich durch die Rechnung. Losfahren und auf Beschilderung hoffen, war in diesem Falle nicht so glücklich gewählt. Wir waren aber auch verwöhnt durch den Preikestohlen. An jeder Ecke wurde er angepriesen und war grossräumig beschildert und hier...NICHTS!!! Somit machten wir eine Sonderfahrt Richtung Lysebotn, einmal die Serpentinen runter und wieder rauf. 12km für nicht's... Schlussendlich landeten wir doch wieder auf dem Parkplatz, um das Abenteuer zu beginnen. 6 Stunden, 12km, 400 Höhenmeter und ein sagenhafter Stein im Fels lagen vor uns. Hätten wir gewusst, was da auf uns zukommt....wären wir wohl unten geblieben. Wie im Reiseführer beschrieben, sollte es ein schwieriger Weg werden. Ach...so schwierig kann's ja nicht sein, dachten wir. Nach gestern, kann es ja nicht schwieriger werden. Aber wie sich schon nach den ersten Metern heraus stellt, war der Tripp von gestern ja ein Kindergeburtstag gegen das hier. 3 Berge voll steiler Felswände, tiefe Fallhöhen, Geschicklichkeit in allen Gliedmassen, über Wasser und Schnee bedeckte Pfade erkämpften wir uns mühsam den Weg. Dabei war Brain's Lieblingssatz: Alter... das glaubt uns kein Mensch!!! Und der Satz des Vortages wurde auch zu unserem gemacht: Wie weit ist es noch? Die uns entgegengebrachten Antworten, liessen erkennen, das der knappe Sauerstoffgehalt und die karge Felslandschaft das Zeitgefühl einiger zu wünschen übrig liess. Und so liefen wir...und liefen...und liefen...und liefen... Kurzzeitig stellten wir sogar die Existenz des Kjeragbolten in Frage! Nach gefühlten unendlichen Stunden, kamen wir endlich am Stein der Steine an. Um dieses alles geniessen zu können, benötigten wir erst mal eine kräftige Stärkung. Nun schauten wir uns das erst mal genauer an… dafür hatte sich der Weg aber so was von gelohnt. Jetzt allen Mut zusammen nehmen und rauf auf das Ding, dachte sich Pinky. Und mit schlottrigen Knien wurde der Stein erobert. Was für ein Erlebnis, schon allein für diesen glückseligen Gesichtsausdruck hatte sich die Schinderei gelohnt, dachte sich Brain und entschädigte sie dafür, dass sie nicht so mutig war. Für den Rückweg mobilisierten wir die letzten Reserven und der Himmel hielt noch ein extra Sahnehäupchen für uns bereit. Eine kalte Dusche zum Nulltarif… na vielen Dank auch. Und jetzt wurde es auch noch rutschig… als ob der Weg an sich nicht schon schwierig genug wäre. Die ersten Geier kreisten über uns und hofften wohl auf ein fettes Abendmahl. Aber den Gefallen würden wir ihnen nicht tun, denn wer will schon in dieser Einöde tot über dem Gartenzaun hängen. Elfenhaft und federleicht gleiteten wir den Rückweg hinab. Halb acht stiegen wir schweissgebadet ins Auto und traten unsere Heimreise Richtung Unterkunft an.

Fazit: Preikestohlen war wandern für Anfänger, Kjerag ist wandern für "Helden" wie uns.


Lysebotn
Rogaland, Norway
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    Stave Nagahani hat am kommentiert:

    Ja ja ohne navi funktioniert nichts. Das kennt man schon und der Beifahrer weiß auch nicht wo es hingeht:-)! Sieht irgendwie anders aus als Zuhause.

Wie weit ist es noch?

Wieder mal von der Sonne wachgeküsst...morgens um 6 Uhr... konnten wir unser Glück kaum fassen. Wir haben offensichtlich den richtigen Wettergott angebetet. Schon wieder muss die Sonnencreme ins Handgepäck. Nach unserer Rückkehr wird man uns fragen in welchen südlichen Gefilden wir nun wirklich waren.

Unser erster Anlaufpunkt war der Lufthavn Stavanger, wo wir unseren Leihwagen in Empfang nehmen konnten. Mit schnellen Fusses ging es Richtung Bushaltestelle. Schon wieder mal die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen...ohje. Wir haben ja schon so unsere Erfahrungen gemacht. Hat es auch Spucktüten in den Bussen hier in Norwegen? Diese Frage stellten wir uns schon kurze Zeit später, als die Fahrweise des Busfahrers erneut unsere Magensäure aktivierte ...Gas...Bremse...Gas...Bremse...Haltebucht anfahren...Gas...Bremse...Gas... Bremse...Kreisverkehr...Gas... Bremse... Haltebucht anfahren.  Diese Fahrweise scheint zum guten Ton hier in Norwegen zu gehören. Oder warum wird uns immer so schlecht hier, sind wir doch sonst nicht solche Memmen. Wir schieben es mal auf den Bussfahrer, die andere Luft und der nördliche Breitengrad. Irgend etwas davon ist es ...GANZ BESTIMMT!!!

Am Lufthavn angekommen, ging die Autoübergabe ganz flott. Wir haben ein niegelnagelneues Auto bekommen, wir scheinen einen guten Eindruck zu machen, wenn man uns solche Güter anvertraut. Was tankt eigentlich so ein Hybridauto? Benzin oder Diesel? Ohne noch mal bei der netten Tante nachzufragen, haben wir uns für Benzin entschieden. Wird schon gut gehen... Und plötzlich fiel es uns wie Schuppen von den Augen. Warum lief das jetzt alles so reibungslos... ach ja, wir waren NICHT am Infopoint. Irgendwie aber auch schade, wurde es doch schon zu einem täglichen Ritual. Und weiter ging es zu unserem heutigen Ausflugziel...dem Preikestohlen. Nach kurzer Stippvisite im KIWI Minipreis machten wir uns auf zur Fähre. Einmal über den grossen Teich bitte! Kaum standen wir auf der Fähre ging es auch schon los. Und wie muss man jetzt bezahlen? Kann ja nicht für umsonst sein! Haha...hatte doch die nette Dame von Europcar uns etwas auf Englisch erzählt, aber Mrs. Sherlock "Pinky" Holmes and Mrs. Dr. "Brain" Watson kombinierten. Kleiner grauer Kasten...Auto...kleiner grauer Kasten...wurde erst bei der Anmietung befestigt: Könnte das etwa ein Hinweis sein? Kurzer Blick in die anderen Auto's...mhh...alle anderen haben auch so etwas. Das ist es also...unser Zahlungsmittel. Wir haben den Fall gelöst! Am Parkplatz des Preikestohlen angekommen, packten wir unsere sieben Sachen zusammen und folgten der wandernden Herde. Der Weg ist wie in allen Reiseführern NICHT beschrieben recht anspruchsvoll und anstrengend. Wir marschierten an zerrissenen Jens und blanken Füssen vorbei...immer Richtung Kanzel. Schon bald machten wir unsere erste Fotobekanntschaft und waren von deutschsprechenden Menschen umzingelt. Norwegen scheint das neue Malle zu sein. Wir fotografierten uns an den Hotspots des Weges und trafen unsere Fotobekanntschaft Ghassan aus Italien wieder. Die gesamte Verständigung lief auf Englisch ;-) Und folgendes wurde uns bewusst. Was gibt es wohl für eine bessere Anmache als: Ich mache ein Foto von dir…mit meiner Profikamera…und du gibst mir deine Emailadresse. Das wird zum nächsten Festival gleich mal getestet. Endlich oben angekommen hat sich die Plagerei aber geloht. Die Kanzel lud zum Verweilen und Fotoshooting ein. Und da war er wieder…Ghassan our new friend. Und wieder machte er Fotos von und für uns. Dieses mal gab‘s noch seine Visitenkarte dazu.

Es wurde Zeit für den Rückweg…Fussballdeutschland wartete auf uns. Auch der Abstieg war nochmals recht anstrengend und die uns entgegenkommenden Leidensgenossen kannte nur eine Frage: WIE WEIT IST ES NOCH? Nicht weit…gar nicht weit…das ist zu schaffen…die Hälfte ist schon geschafft… nun ja, sollen wir das wirklich sagen… 1/3 ist schon geschafft, waren nur einige unserer Floskeln die wir zum Besten gaben. Schliesslich waren wir ja schon auf dem Rückweg. Auf dem Parkplatz angekommen standen wir wieder vor einer Frage? Wie zahlen wir die Parkgebühren? Bei der Einfahrt ging die Schranke einfach auf… und jetzt? Infopoint oder selber rausfinden. Wir beschlossen uns zu belesen. Das scheint unser Glückstag zu sein. Und wieder kommen wir ohne Hilfspersonal aus. Nun aber husch husch…und auf dem schnellsten Wege zu unserer „komfortablen“ Unterkunft und dem Public Viewing auf norwegisch… Schlaaaaand  Hier wartete bereits ein aufgeregter Fan, natürlich aus Deutschland und wir machten es uns vor der Glotze gemütlich. Kein überragendes Spiel, aber mit einem 0:1 kann Brain beruhigt ins Bett gehen und wir können uns im Traum die Frage stellen: Was erwartet uns morgen? Eine anspruchsvolle Strecke zum Kjeragbolten und vielleicht stellen wir die Frage der Fragen… WIE WEIT IST ES NOCH?


Stavanger
Rogaland, Norway
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    Stave Nagahani hat am kommentiert:

    Mit Sachsen flirten macht aber mehr Spaß. Allein Fußball gucken ist aber auch doof!

Travelday to Stavanger

Der heutige Tag stand ganz im Zeichen des weiteren Eroberungsfeldzuges durch Norwegen. Auf gegen Westen und das schon 4 Stunden nach Sonnenaufgang!!!

Die strategischen Vorbereitungen haben sich ausgezahlt. Bei nem guten Kaffee, ner ordentlichen Portion Elektrizität und nem freien Wi-Fi konnte auf dem Weg in die neue Provinz ja gar nichts mehr schief gehen. Und so tuckerten wir los... 8 Stunden Zugfahrt sollten es werden. Anfangs über die zurechtgelegten Brechtüten geschmunzelt, sollte sich doch später noch heraus stellen, das sie von Nutzen sein könnten. Erst mal liessen wir uns den kostenlosen Kaffee und das mitgebrachte Frühstück schmecken. Anschliessend bauten wir unsere Technikstation auf und loggten uns in die weite Welt des freien Internetzuganges ein. Eines muss man sagen, freies Internet in Norwegen gehört hier einfach zum guten Ton. Da kann sich Deutschland noch ne Scheibe abschneiden. Und jetzt fing es an...das flaue Gefühl in der Magengegend. War der Kaffee nicht gut? Oder waren es fremdländische Zutaten im Frühstücksgebäck die unsere Magengegend unsicher machten? Egal...ich kümmerte mich erst mal um die Festivalfotos vom vergangenen Wochenende, während Brain versuchte sich durch ein Nickerchen abzulenken. Das half aber nur bedingt... nach gut einer Stunde präsentierte ich stolz mein Ergebnis auf Facebook und wir waren beide sichtlich amüsiert. Das gab Brain den Rest. Kurze Zeit darauf hielt ich mein ersten Nickerchen und plötzlich war Brain verschwunden. Anfangs war ich noch voller Hoffnung, das sie uns eine Waffel aus der Cafeteria organisiert, aber so lange kann das ja nicht dauern! Ich wurde unruhig und nach gefühlten 20 Minuten kam sie wieder und man sah das sie die Toilette der Spucktüte vorgezogen hatte. Das flaue Gefühl in der Magengegend sollte uns noch die ganze Zugfahrt begleiten. Wer hätte das gedacht!!!

In Stavanger angekommen führte unser erster Weg wieder zu einem Infoschalter. Was kann jetzt noch kommen!!! Wieso werden wir das Gefühl nicht los, dass wir die Touri's mit den schlechtesten Englischkenntissen...ever...ever...ever zu sein scheinen. Und unsere Vorahnung sollte sich mal wieder Bewahrheiten. Nach unzähligem Nachfragen haben wir ihn gefunden... den Mann für alle Fälle. Nein... nicht Colt Seavers, aber er kann locker mit ihm mithalten. Uns so fanden wir nach langem hin und her den Weg zu unserer Herberge. Es sollte sich herausstellen...juhu ein Zeltplatz...als ob wir das nicht erst gehabt haben. Erinnerungen an das vergangene Wochenende kommen hoch. Wir beziehen unsere nette kleine Unterkunft und machen noch einen kurzen Abstecher an den Mosvatnet See, wo uns die Mücken sofort genauer unter die Lupe nahmen.

Später noch kurze Übersicht verschaffen für den morgigen Tag:

Weg zum Flughafen, um Auto zu holen -> check...

Rucksack mit diversen Allerlei -> check...

Sachen zum wandern breit gelegt ->check...

Preikestolen wir kommen...


Stavanger
Rogaland, Norway
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    Ralf Winkler hat am kommentiert:

    Macht Spaß zu lesen! Habt Ihr noch rausgefunden wie so es im Zug Spucktüten gibt? ;-)

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    Stave Nagahani hat am kommentiert:

    Das lag bestimmt am schnellen Rückwärtsfahren mit dem Zug:-)))! Warum ist das Englisch immer noch so schlecht:-))???

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    Sabrina hat am kommentiert:

    ...weil die mir zugesicherten Trainingseinheiten nicht gemacht werden...

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    [Gelöschter Nutzer] hat am kommentiert:

    Hallo Ralf... Vielen Dank, wir geben uns ja auch wirklich Mühe. Die Spucktüten werden wahrscheinlich öfter gebraucht. Wir haben das Ganze ja auch nicht so gut vertragen.

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Oslo an einem Tag

9:30 Uhr der Wecker klingelt.... Sind wir nicht gerade erst ins Bett gegangen? Ein Blick aus dem Fenster verspricht uns perfektes Sightseeing Wetter. Blauer Himmel... Sonnenschein... und das im regenreichsten Land Europas.

Heute lassen wir uns treiben und mal sehen was Oslo zu bieten hat. Der erste Weg führte uns Richtung Central Station, wo wir unsere Weiterfahrt nach Stavanger nochmals abchecken wollten. Auf dem Weg dorthin lud uns ein nettes kleines Cafè zum Frühstück ein. Die Kostenfalle von gestern verdaut, liessen wir es uns so richtig schmecken. Eine Bestellung mit unserem beschränkten englischen Wortschatz wurde schnell überflüssig, denn "Ich zeige darauf" ist immer noch die einfachste Kommunikation. Mit einem Kaffee und vollem Bauch ging es weiter Richtung Central Station. Vorbei an "blühenden Landschaften" kamen wir in der Central Station an. Nach einem kurzen Rundumblick, waren wir genau so schlau wie vorher. Wo bitte fährt unser Zug morgen ab? Wieder hiess es, Infoschalter und beten das der nette Herr deutsch sprechen kann. Ein Satz mit X das war wohl nix!!! Trotz kurzer Anlaufschwierigkeiten, bekamen wir die nötigen Informationen. Jetzt fehlte noch das Ticket und die Verbindung von unserer Unterkunft zum Bahnhof. Tram... Metro... Bus... Tram... Metro... Bus. Wir gaben uns wirklich Mühe, aber wer zum Teufel noch mal hat hier die Organisation geleitet. Oh nein... oh nein... und wieder blieb nur der Infopoint übrig. Dieses mal in der Metro Station...GROSSER FEHLER!!!! Nun ja es kann nicht immer Sonntag sein. Noch immer grübeln wir, welches englische Kauderwelsch schlimmer war?!. Fazit: Wir waren genauso schlau wie vorher. Informationsgehalt gleich null aber wir würden in sein Zeugnis schreiben... "Er hat sich sehr bemüht". Auf zum nächsten Infopoint, es kann ja nicht mehr schlimmer werden. Dieses mal entschieden wir uns für die Busstation. Und siehe da, die Völkerverständigung klappt doch. 3 Minuten... 5 Sätze... 2 Tickets + Abfahrtszeit = erledigt. Puh... geschafft, nun kann es entspannt weiter gehen.

Wir lassen uns treiben durch die Stadt, vorbei an diversen Grossbaustellen erreichten wir die Oper. Eine perfekte Kulisse für ein Fotoshooting. Wir machten die Oper zu unserer Bühne. Beim weiteren herumschlendern erreichten wir die Akershus Festning. Ich Kulturbanause Pinky hatte wenig Interesse an diesen alten Mauern und Brain ergab sich diesem Zustand und versuchte die Festung im Schnelldurchlauf zu erobern. Nach diesem Kulturprogramm zog es uns wieder Richtung Innenstadt. Langsam wurde es Zeit für eine erneute Nahrungsaufnahme. The Home Of Wopper ist genau das Richtige für uns. Hier ist die Kommunikation ja so was von einfach. Denn Wopper heisst auf der ganzen Welt gleich! Anschliessend wurde es Zeit, mal ein bisschen blaublütige Luft zu schnuppern. Die Sensationslust trieb uns auf dem kürzesten Weg Richtung det kongelige slott. Der dortige Schlosspark lud uns zum verweilen ein und so ein bisschen Sissifeeling hat noch keinem geschadet. Nur wo ist der Prinz mit seinem scheiss Gaul, wenn man ihn mal braucht...

Nun wurde es Zeit, wenigstens ein Frauen-Gen zu aktivieren...SHOPPING.

Zitat: Reiseführer Marco Polo "Niemand fährt zum Shopping nach Norwegen". Aber wir wären ja nicht wir, wenn wir nicht doch das eine oder andere Schnäppchen aufgestöbert hätten ;-)

Danach noch kurzer Provianteinkauf im Supermarkt um die Ecke für unsere morgige Weiterreise im Zug... dann ab ins Hotel, denn wie lautet morgen die Devise: "Nur der frühe Vogel verpasst nicht den Zug".

Oslo
Oslo Fylke, Norway
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    Stave Nagahani hat am kommentiert:

    Ja mit dem Englisch ist so ne Sache:-)))! Ich glaube, da hat jemand mal nen Kurs besucht!!

Oslo

Nach ca 1.5h Flug sind wir sanft wie eine Feder auf dem Flughafen Oslo Gardermonen gelandet. Puh endlich da...

Aber schon wartete die nächste Herausforderung auf uns... wie kommen wir zu unserer Unterkunft. Erst mal raus und Richtung Bahn. Kann ja nicht so schwer sein... dachten wir. Vorher haben wir uns noch schön eine APP herunter geladen, um sie dann doch nicht zu benutzen. Wir machen es wie die Grossen, wir gehen an den Ticketautomaten um dann festzustellen, das wir diesem leider doch nicht gewachsen sind. Mist nun müssen wir doch an den Infoschalter... blöd... hatten wir ihn doch kurz vorher so gekonnt ignoriert. Der nette Herr hinter der Infoteheke hat uns sofort darauf hin gewiesen... ICH SPRECHE AUCH DEUTSCH... Haben wir wieder ein Glück!!! Jetzt gings plötzlich so einfach... und dann kam er der Hacken... der Kostenhacken. Der nette Infoonkel hat uns den Bus empfohlen und ohne weiter nach zu fragen schrie ich "Pinky" den nehmen wir! 7 Minuten bis zur Abfahrt hiess Gas geben... und wir rannten in Richtung Kostenfalle!!! Unglaubliche 410NOK = ca. 50 Euro durften wir blechen, um läppische 50km mit dem Bus zu überbrücken. Worauf Brain sofort beschloss, in Zukunft ist die erste Frage: "Geht das auch billiger?"

Nach diesem teuren Kurztripp sind wir in unserer Unterkunft angekommen und nett empfangen worden. Brain konnte noch einen letzten Blick auf das Spiel Kroatien gegen Mexiko erhaschen bevor wir uns auf den Weg in  Richtung Etage 3 auf unser Zimmer machten.

http://www.ankerapartment.no/

Oslo
Oslo Fylke, Norway

Berlin

Nach 5 Stunden Fahrt die ohne grosse Staus (dank dem Tipp von Marek über die A38 quer feldein von Gelsenkirchen nach Berlin zu fahren) sind wir rechtzeitig 1,5 h vor Abflug am Check-In eingetrudelt. Ohne grosse Probleme und ohne auch nur ein Gramm Übergepäck (was für ein Wunder) konnten wir den Check-In schnell hinter uns lassen. Um es auch hier noch einmal deutlich zu erwähnen. Sabrina hatte nur 14.4kg Gepäck und Diana 19.2kg. Die Airline Norwegian schaut nicht so genau auf die Grösse vom Handgepäck, was unsere Mitflieger da an Handgepäckmassen mit sich führten und in den Stauraum quetschten, war ein Schauspiel sonders gleichen. Nach diesem Einstiegserlebnisprogramm rollten wir Richtung Startbahn. Ich sass bequem auf meinem Komfortplatz und Sabrina stand leicht (aber nur ganz leicht) die Angst des Startszenarios im Gesicht geschrieben. Endlich in der Luft angekommen, wurde uns kurze Zeit später die Karte mit dem an Bord befindlichen Köstlichkeiten gereicht. Aber Gott sei dank, hatten die Sparbrötchen weder Hunger noch Durst ;-)

Berlin
Berlin, Germany
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    Stave Nagahani hat am kommentiert:

    Das sieht doch trotz Flugangst ziemlich entspannt aus:-))!