Next stop South America

Von April bis August 2014 war ich mit meinem Backpack in Südostasien unterwegs. Viele Reisende kennen das, fängt man einmal an, wird die Liste mit den Reisezielen immer länger, man möchte andere Teile der Welt entdecken, weitere Kulturen kennenlernen, sich in neue Abenteuer stürzen und wunderbare Menschen treffen. Also geht's jetzt für mich und meinen Backpack für zwei Monate nach Ecuador und Peru!

Blog

Dies ist dein Tour-Blog. Füge Einträge mit Fotos und Standort hinzu oder einfach nur Text und dokumentiere was du gesehen hast, wo du warst und worüber du nachgedacht hast. Wenn du möchtest, lass andere deinem Tour-Blog folgen und an deinen Erfahrungen teilhaben. Wie das geht? Hier entlang zum Video-Handbuch.

Beginne jetzt mit dem Bloggen und…

Station erstellen
Schudebake Small

Ein letztes Mal hoch hinaus!

Etwas ausgelaugt vom Dschungel war ich eigentlich nicht sonderlich motiviert am nächsten Tag gleich wieder 7 Stunden in den Bus zu steigen, um mich auf den Weg nach Aguas Caliente, auch bekannt als Machupicchu Town zu machen. Aber man kann Peru wohl kaum bereist haben, ohne Machupicchu besucht zu haben. Auch wenn ich keine 5 Tage wandern wollte, ein bisschen körperliche Aktivität gehört für mich zum Machupicchu-Erlebnis dazu. Also ging es mit dem Bus und anderen Reisewütigen 7 Stunden lang durch die Berge nach Hidroelectrica. Von hier aus ging es zu Fuß ca. 2,5 Stunden entlang der Schienen nach Aguas Caliente. Ich wusste, dass ich mir in Aguas Caliente ein Zimmer mit drei Deutschen teilen würde, glücklicher Weise erkennen sich Deutsche oft untereinander, spätestens am schrecklichen Akzent im Englisch. Also waren die drei schnell ausfindig gemacht, die Chemie stimmte und so entschieden wir uns fröhlich zusammen zu wandern. Unser Weg führte uns auch durch den einen oder anderen Eisenbahntunnel, wie in einem guten Film begleitet einen die Sonne in diesen und man kommt im strömenden Regen auf der anderen Seite wieder raus. Die letzten 20 Minuten wurden wir dann ordentlich, bis auf die Unterbüx, durchgenässt. Umso größer war die Freude über ein ordentliches Hotelzimmer, warmes Wasser und einen Fernseher!

Am nächsten morgen, viel zu früh um 4Uhr ging es dann gemeinsam zum Startpunkt um endlich Machupicchu zu erklimmen. Mit anderen Wahnsinnigen und vielen Taschenlampen warteten wir bis um 5Uhr die Brücke der Brücken geöffnet wurde und wir damit das go hatten. Mal eben schnell hoch da ist aber nicht, die unebenen Stufen und gerade auch die Höhe machen den Aufstieg doch zu einer etwas schweißtreibenden Sache. Doch die Mühe hat sich eindeutig, wie ihr eventuell auf den Bildern erahnen könnt, gelohnt. Machupicchu ist nicht ohne Grund für viele Reisende ein Must-See in Südamerika. Die Inkastätte ist einfach wunderschön in den Bergen gelegen und der Ort an sich strahlt etwas ganz besonderes aus, was sich nur schwer beschreiben lässt. Wir haben uns ausreichend Zeit zum Erkunden genommen, bevor es dann nach verdienten Lunch zurück nach Hidroelectrica und von dort aus wieder mit dem Bus nach Cusco ging.

Am nächsten Tag ging die Reise dann auch schon glatt mit dem Nachtbus weiter, diesmal hieß eines der letzten Ziele meiner Reise Huacachina, eine Oase in der Wüste Perus. Die angekündigten 16 Stunden Busfahrt zogen sich etwas in die Länge, uns kam ein kleiner Zusammenstoß mit einem Truck dazwischen, welcher uns drei Stunden auf dem Highway im Nirgendwo bescherte. Die Oase, mit Pool, lecker Getränken, gutem Essen, Sandborading usw. hatten wir uns somit umso mehr verdient. Nach 2 Tagen ging es dann noch nach Paracas an die Küste, an die sehr sehr windigen und sandige Küste - hallo Sandsturm, bevor es dann für mich noch eine Nacht nach Lima ging. Und das waren dann auch schon wieder 2 Monate Südamerika, Resümee, damn it, war das schön! Ich werde definitiv wiederkommen!

Machupicchu
Cusco, Peru
  • Small
    Isabelle hat am kommentiert:

    Ich finde es soooo schön

Schudebake Small

Tarzan und Jane oder doch eher Wolfskind?!

Mein Ausflug in den Dschungel war mit gemischten Gefühlen verbunden. Morgens um 6h, nach einer Stunde warten, wurde ich endlich abgeholt und gleich zur Seite genommen, um mich über die aktuelle Situation aufzuklären. Meine Gruppe bestand hauptsächlich aus Peruanern und einer Israelin, die wohl schon etwas Stress gemacht hatte. Hoch motiviert ging es also los, um dann doch nach etwas Hin und Her die Israelin wieder auszuladen. Für mich hieß es ab jetzt also meine nicht vorhandenen Sprachkenntnisse zu testen, denn außer dem Guide, sprach nur eine Peruanerin Englisch. Die nächsten vier Tage waren also sehr Spanischlastig, was mit der Zeit etwas anstrengend wurde. Die Gruppe im Gesamten war super. Die Peruaner waren super nett, trotz Verständigungsproblem. Den ersten Tag verbrachten wir vor allem hauptsächlich im Bus und mit Birdwatching, übernachtet haben wir in einer Lodge, noch nicht so tief im Dschungel. Am nächsten morgen ging es früh mit dem Boot tiefer in den Dschungel und auch hier wartete nicht nur eine wunderschöne Landschaft auf mich, sondern auch viele bunte Vögel und Insekten, die ich bisher höchstens in Zeichentrickfilmen gesehen hatte. Die zweite Nacht verbrachten wir auf einer Plattform mitten im Dschungel, ein Erlebnis, welches ich so schnell nicht vergessen werde. Denn anstatt von dem nachts wirklich lauten Dschungel wachgehalten zu werden, wachte ich leider auf, weil der Guide mir nachts etwas zu nahe kam. Dementsprechend war die Nacht dezent kurz für mich und der Guide hatte am nächsten morgen Probleme sich seine Englischkenntnisse ins Gedächtnis zu rufen. Mit noch mehr Spanisch ging es dann weiter mit dem Boot zur nächsten Unterkunft, von welcher aus wir eine Nachtwanderung machten und eine Tarantel und ein kleines Krokodil (oder irgendwas der Gattung entsprechend) bewundern konnten. Ehrlich gesagt konnte ich den letzten Tag und somit die Rückfahrt nach Cusco kaum erwarten. Frühstück gab's im Boot und dann war der letzte Stop im Dschungel ein Rehabilitationscamp. Hier war ich nicht mehr nur für den Guide interessant, ein Affe entschied sich minutenlang auf meinen Schultern Platz zu nehmen und mit uns ein wenig spazieren zu gehen - definitiv mein Highlight. Auf dem Rückweg wurde noch kurz bei einer der vielen Inkastätten Stop gemacht und dann war ich endlich wieder zurück in der Zivilisation.

Versteht mich nicht falsch der Manu Nationalpark ist ein Traum, vermutlich einer der schönsten Orte, die ich bisher besucht habe. Die Natur ist atemberaubend und die Tierwelt ist natürlich faszinierend. Leider konnte ich diese Schönheit nur in begrenzten Maße genießen, wenn die Gespräche hauptsächlich in Spanisch stattfinden, fühlt man sich doch manchmal etwas außen vor und wenn man dann noch negativ vom Guide überrascht wird, wird der Kreis von Personen mit denen man sich unterhalten kann, plötzlich wahnsinnig klein. Ich habe einfach mit der Gesamtsituation etwas Pech gehabt, bereue aber nicht, dass ich diesen Teil Perus kennengelernt habe! Nur habe ich von den Männern hier langsam echt genug, wo ist die australische Reisebegleitung wenn man sie mal braucht?! Trekken!

Gerade habe ich erfahren, dass am 23.09. Touristen von Einheimischen im Manus Nationalpark entführt wurden, Glück gehabt, dass ich nur einen lästigen Tourguide loswerden musste und stattdessen mit einem Affen flirten durfte!

Manu
Madre de Dios, Peru
Schudebake Small

Lake Titicaca und Incastätten


Die Zeit rennt, in 6 Tagen geht es leider nach Hause und ich hänge etwas mit den Einträgen hinterher. Von Arequipa ging es nach Puno. Puno an sich ist nicht sonderlich sehenswert, liegt aber am berühmten Titicacasee, einer der größten Seen Südamerikas, der teilweise zu Peru gehört, aber auch zu Bolivien. Der Besuch des Titicacasees ist ziemlich touristisch. Auch ich habe mich diesem Angebot angeschlossen und eine 2-Tages-Tour auf dem See gemacht, um einen Eindruck von dem hochgelegenen See zu bekommen. Am ersten Tag ging es zu den Floating Islands, bunt angezogene Menschen, die angeblich noch auf den künstlichen Inseln nahe Puno leben. Ob ich diesen Zauber, mit singender Verabschiedung glauben soll, ist eine andere Sache. Anschließend haben wir noch zwei besiedelte natürliche Inseln besucht, inklusive Homestay auf einer der Inseln (Name vergessen, shame on me!). Der Homestay hat sich etwas anders als angedacht herausgestellt. Man hat in einem für Touristen vorbereiteten Zimmer geschlafen und wurde von der "Mama" bekocht. Außer Anthony und mir war dort noch ein nettes englisches Pärchen untergebracht, mit Händen und Füßen und ein wenig Spanisch war die Unterhaltung mit unserer Mama und unserem Papa durchaus interessant. Abends wurden wir zum traditionellen Tanz in Schale geworfen. Am nächsten Tag stand die letzte Insel auf dem Programmpunkt, auf welcher man hauptsächlich mit frischem Fisch gefüttert wurde.

In dem völlig überhitzten Nachtbus ging es dann für uns nach Cusco, in die Stadt der Städte in Peru. In Cusco bleiben viele Reisende eine Zeitlang hängen, auch ich könnte hier durchaus noch verweilen und mir weiter leckere Waffeln und anderes gutes Essen schmecken lassen. Cusco ist nicht nur eine schöne Stadt, sondern auch ein guter Ausgangspunkt für viele Touren, am bekanntesten ist wohl Machupicchu. Ich habe Cusco aber nicht nur als Startpunkt für Machupicchu genutzt, sondern auch für eine Tour ins Sacred Valley (Bilder) und in den Manu Nationalpark (dazu im nächsten Post mehr). Sacred Valley ist nicht nur wunderschön zwischen den Bergen gelegen, man erhascht wunderschöne Blicke auf schneebedeckte Berggipfel, sondern auch hier waren die Inca aktiv. Ich habe Sacred Valley mit einer großen Horde an Touristen besucht, alle haben sich wunderbar aufgereiht durch die Incastätten treiben lassen, und mehr oder weniger aufmerksam dem Guide mit der Fahne zugehört. Alles auf Englisch und Spanisch natürlich, wunderbar für die, die ihr Spanisch trainieren wollen, anstrengend für die Kulturbaunausen unter uns, ich zähle mich ausnahmsweise dazu, denen die Wartezeit etwas zu lang vorkam. Wie ihr lesen könnt, habe ich die letzten Tage sehr touristisch verbracht, da kann ein Ausflug in den Dschungel nicht schaden, um auch noch mal eine andere Seite Perus kennenzulernen. Dazu hoffentlich ganz bald mehr, jetzt muss ich mich aber erst mal in den nächsten Nachtbus schwingen. (Ja ich hänge mit den Einträgen wie gesagt hinterher :D )

Puno
Puno, Peru
Schudebake Small

Vom Nordlicht zur Bergziege

Wie bereits im letzten Post durchgekommen sein mag, Arequipa besticht unter anderem durch gutes Essen, welches eventuell aber nicht immer dem Backpackergeldbeutel schmeckt. Aber Magen und Seele wollen ja gefüttert werden. Ansonsten macht Arequipa, zumindest im Stadtkern, weniger den Eindruck einer peruanischen Stadt, man könnte auch irgendwo in Europa unterwegs sein. Um doch ein bisschen peruanische Luft zu schnuppern, hat es uns zum großen zentralen Markt verschlagen, in welchem man von Fisch, Fleisch, über Säfte, Brot, Deo, Kleidung, usw. alles bekommen kann. Überwältigt von der Größe des Markts, mussten wir uns natürlich erst mal mit einem frischen Milchshake stärken, bevor dann Hüte für unsere bevorstehende Wanderung im strahlenden Sonnenschein auf der Einkaufsliste standen.

Perfekt ausgestattet, definitiv als Touristen erkennbar (blond und weiß reicht nicht, sicher ist sicher), mit Hüten und der ein oder anderen Energiequelle ausgestattet, wurden wir morgens, man könnte es durchaus auch nachts nennen um 3 Uhr mit anderen wahnsinnigen Backpackern in einen Minivan gestopft und bei Eiseskälte drei/ vier Stunden lang durch die Landschaft zum Frühstück kutschiert. Nach Brötchen und Cocatee (gut gegen die Höhenkrankheit, schließlich turnten wir zwischendurch auf 3650m rum) ging es erst mal zur Aussichtsplattform, von welcher ein Rudel Touristen Kondore abschoss, ausschließlich mit der Kamera, versteht sich. Inzwischen gut von der Sonne aufgewärmt, bereitete uns Hans, unser Guide (typisch peruanisch eben) seelisch auf die ersten 3 Stunden unseres Hikes vor. Munter ging es 1200m bergab, als Belohnung wartet ein leckeres Mittagessen auf uns, auf Nachfrage kam heraus, dass wir gerade Alpaka verspeist hatten. So ganz überzeugt hat es mich noch nicht, das Fleisch hat meiner Meinung nach einen recht intensiven Geschmack, Richtung Wild, ich werde aber noch mal eine Verkostung vornehmen.

Frisch gestärkt, hieß es dann noch mal weitere 3 Stunden wandern, wobei es sich um einen flachen Streckenabschnitt handelte, also das peruanische Flach, nicht das Norddeutsche. Deich hoch, Deich runter, nebenbei wurde uns die vorhandene Flora und Fauna erklärt und eine Kriegsbemalung diente als Erkennungszeichen unseres Stammes. Belohnt wurden wir mit der Ankunft in einer Oase. Der Canyon, welcher übrigens tiefer als der Grand Canyon ist, besticht durch eine weitestgehend trockene Landschaft. Unsere Unterkunft lag in einem kleinen wunderschönen grünen Tal, mit heißen Quellen. Nachdem wir auf die Zimmer verteilt wurde, ging es für alle schnell in den Pool um den Staub vom Körper zu waschen. Dieser Ort hat die Bezeichnung Oase wirklich verdient, noch nie habe ich so viele Sterne am Himmel bestaunen dürfen, ein Moment, den man für immer festhalten will oder zumindest mit ins Bett nimmt, bevor es am nächsten morgen um 5 Uhr ohne Frühstück (zum Glück hatten wir ausreichend Snacks!) wieder 1000 Höhenmetern bergauf zu bezwingen galt. Da ich ja außer plattem Land mehr oder weniger nur Deiche gewohnt bin, hatte ich mich schon auf tausend Tode eingestellt, letztendlich waren 3 Stunden für das Heraufklettern angesetzt, nach etwas über 2 Stunden war ich oben und wurde mit einer Wahnsinnsaussicht belohnt. Vielleicht sollte ich doch noch umsatteln, Bergziege statt Nordlicht? Ansonsten wartet trotz der Aussicht noch ein leckeres und wohlverdienten Frühstück und Hot Springs auf uns. Auf dem Rückweg nach Arequipa wurde noch für den Blick auf die verschiedene Vulkane, die für die Umgebung prägnant sind, sowie für ein Haufen Lamas Stopp gemacht.

Ordentlich ausgeruht und mit Bananapancake gestärkt ging es dann gestern auf huppeliger Piste 5 Stunden lang im Minivan nach Puno, eine Stadt am Titicacasee gelegen. Ab morgen wird dieser dann für 2 Tage unsicher gemacht, mit einer vermutlich sehr touristischen Tour und einem hoffentlich authentischen Homestay (einer Übernachtung bei einer der Familien auf der Insel).

Arequipa
Arequipa, Peru
Schudebake Small

Eine Busfahrt die ist lustig, ...

Baños ist unter Backpackern insbesondere aufgrund der vielen Outdoor Adventure Aktivitäten sehr beliebt, von Wandern, über Raften, Schaukeln oder Paragliding ist alles mit dabei. Ich habe mich am ersten Tag gleich, in netter Begleitung, am Wandern versucht. Wir haben es geschafft, aus den angekündigten 45min zur Aussichtsplattform eine 4-5 stündige Tour zu machen, mit der Orientierung hat es somit wunderbar funktioniert. Die folgenden Tage fielen bei mir leider etwas ins Wasser, Baños zeigte sich von seiner feuchtfröhlichen Seite. Mein Schaukelbild ist fast so beeindruckend wie das aller derer, die die wunderbare Aussicht genießen durften. Aber hey, wer schaukelt schon in Regen und Wolken? Swinging in the rain! Auch beim Paragliding war das Wetter nicht ganz auf meiner Seite, so blieb mir auch dieses verwehrt. Trotzdem hätte ich in Baños durchaus etwas länger hängen bleiben können, das Hostel und die Leute luden durchaus zum Verweilen ein. Stattdessen ging es aber 8 Stunden mit dem Bus durch eine teilweise atemberaubende Landschaft nach Cuenca.

Cuenca ist eine Stadt, die im ersten Moment gar nicht mal so ecuadorianisch wirkt. Viele Europäer lassen sich hier nieder, ein Glück für mich, ein Besuch in der deutschen Bäckerei durfte nicht fehlen. Ansonsten ist in Cuenca nicht viel los. Die Stadt ist schön anzuschauen, wenn man ausreichend Zeit und gutes Wetter hat, dann lohnt sich ein Besuch im nahe gelegenen Nationalpark, ich hatte von beidem eher weniger zur Verfügung.

Somit ging es nach zwei Tagen schon weiter, mit dem Nachtbus über die Grenze, Hallo Peru! Mein erster Eindruck von Peru? Viel Wüste, viel Bus! Mein ersten richtigen Stopp erreichte ich, zusammen mit meiner australischen Reisebegleitung, nach ca. 31 Stunden. Lang, aber lohnenswert. Um fünf Uhr morgens wurden wir total übermüdet in Huaraz, Trekking-Paradies, rausgeworfen und haben uns nach kurzen Hin und Her ins nächste Hostel schleifen lassen. Nach ein paar Stunden weiterem Schlaf habe ich dann die Schönheit der Natur um mich herum wahrnehmen dürfen. Huaraz ist umgeben von Bergen, wirkt teilweise super busy, lädt aber gleichzeitig zum Verweilen ein. Nachdem wir für den nächsten Tag eine Tages-Hiking-Tour zur Laguna 69 gebucht hatten, musste noch schnell ein neues Outfit zusammengestellt werden. Mit neuer Wanderhose, ja ich hab jetzt auch eine mit abtrennbaren Beinen, neuem Schal und Mütze ging es dann am nächsten Tag super früh in die Berge. Man könnte meinen, dass einem bei 4600 Höhenmetern schon mal die Luft ausgeht, unser Guide ist aber locker flockig vorweggerannt. Trotzdem blieb noch ausreichend Zeit atemberaubende Landschaft zu bewundern und den ein oder anderen Schluckt Cocatee gegen die Höhe zu schlürfen.

Wer 31 Stunden im Bus verbringen kann, kann auch mal eben läppische 26 Stunden im Bus verkraften, man lebt sich ja langsam ein ;) Von Huaraz ging es lange durch die Berge, vorbei an unendlich vielen Kreuzen (sehr beruhigend), anschließend durch die Wüste nach Lima. Lima hat mich besonders durch den dichten Verkehr beeindruckt, schließlich blieb in den zwei Stunden in denen wir in diesem steckten ausreichend Zeit dafür. Von Lima sollte es auch gleich mit dem nächsten Bus nach Arequipa weitergehen. Weil diese Tour mit ca. 14 Stunden (letztendlich waren es 16) angesetzt war, entschieden wir uns für die komfortablen und etwas teureren VIP-Sitze. Was soll ich sagen, ich habe das erste mal seit Anfang August richtig gut geschlafen!

Arequipa liegt recht weit im Süden von Peru (ich weiß, ich lasse ein paar Dinge aus). Der erste Eindruck, den ich nach riesen Obstsalat und Free-Walking-Tour erlangen konnte, lädt durchaus zum Verweilen ein, zumindest bis morgen noch, bevor es dann zum Colca-Canon geht.

Arequipa
Arequipa, Peru
  • Small
    Laura hat am kommentiert:

    Wow, das hört sich wirklich nach "viel Bus" an. Und trotzdem so viele tolle Bilder. :) Weiterhin eine gute Reise! PS: Hast du schon gesehen, dass wir deine Tour auf unserer Facebookseite vorgestellt haben? https://www.facebook.com/Permondo/photos/a...

  • Small
    Schudebake hat am kommentiert:

    Oh wow! Gerade erst mal angeguckt! Vielen Dank :)

Schudebake Small

Wildlife paradies Galapagos

Eine Woche Galapagos liegt jetzt hinter mir und wenn ich mir die Bilder so angucke, bin ich aufs neue begeistert von dem was ich gerade erst erlebt habe. Dass die Galapagos Inseln, ein sagen wir mal mehr oder weniger kostspieliger Ausflug werden würden, war mir von Anfang an bewusst, wie sehr es sich lohnen würde, wusste ich bis dahin aber noch nicht. Die Galapagos Inseln ist eine Inselgruppe knapp 2 Stunden Flugzeit vom ecuadorianischen Festland entfernt. Der Nationalpark gehört zu Ecuador, so zahlen Einheimische 6-8$ Eintritt, Touris hingegen mal eben läppische 100$. Hoffen wir mal, dass mein Geld sinnvoll genutzt wird. All die Inseln zu besuchen, würde vermutlich etwas länger dauern, als die Woche, die ich sowohl zeitlich, als auch aufgrund meines Budgets, zur Verfügung hatte. Ne gute Alternative um möglichst viel von den Inseln zu sehen, sind vermutlich die Cruises, wobei auch dieses recht kostspielig sind und ich nicht gerade großes Interesse hatte tagelang auf einem Boot zusammengepfercht zu sein. Ich habe mich dementsprechend entschlossen, sowohl ein paar Tage auf Santa Cruz (wohl die Hauptinsel, sehr touristisch, da es für viele Reisende der Start- und Endpunkt ist) und auf Isabela zu verbringen.

Die ersten Tage auf Santa Cruz war ich mit 2 deutschen Mädels in einer Unterkunft, wobei wir uns nur abends gemütlich austauschen konnten, da es organisatorisch mit den Touren nicht anders machbar war. Von Santa Cruz aus habe ich eine Schnorcheltour gemacht, Haie, Wasserleguane, Seerobben inklusive, sowie ein schöner Strand mit unendlich aufdringlichen Bremsen und natürlich leckerem Essen (Ceviche, typisch nicht nur in Ecuador, sondern beispielsweise auch in Peru, ich muss gestehen, dass ich es nicht wirklich beschreiben kann. Es handelt sich definitiv um Fisch, man munkelt, dieser sei roh, dass war hier aber nicht der Fall, lecker angemacht mit Lemongras, Tomate, usw. Ist aber auch in den unterschiedlichen Regionen wieder verschieden, in Peru soll das Ceviche besser sein, vielleicht dann noch mal mehr dazu). Ansonsten ist auf Santa Cruz insbesondere noch Tortuga (Schildkröte - ja mein Spanisch ist atemberaubend!) Bay sehr sehenswert. Ein unendlich schöner Strand, der morgens insbesondere zum Joggen einlädt. Habe es eigens getestet und kann es nur empfehlen, also falls jemand Zeit hat ;)

Isabela wirkte auf mich auf den ersten Blick authentischer, weniger touristisch, obwohl es natürlich auch hier nur so vor Touristen wimmelt. Dennoch wirkt der Ort, an dem sich das Hauptgeschehen abspielt, deutlich entspannter. Auf Isabela kann man wunderbar alle möglichen Tiere beobachten, also habe ich hiermit, neben Spaziergängen am Strand, hauptsächlich meine Zeit verbracht. Es räkeln sich dutzende faule Seehunde in der Sonne, manchmal leistet ihnen der ein oder andere Pinguin Gesellschaft oder es läuft einem beim Spazierengehen eine große Schildkröte über den Weg. Ganz abgesehen von den ganzen Leguanen natürlich, die man gar nicht verfehlen kann. Natürlich dürfen die Bluefootboobies und Flamingos nicht fehlen. Da das alles nun ja wirklich nicht sonderlich beeindruckend ist, ich mein in Hamburg wird mir auch ständig der Weg von einem Seehund versperrt, habe ich mich entschieden auch von Isabela aus noch mal schnorcheln zu gehen. Schließlich wollte ich unbedingt noch mit Wasserschildkröten schwimmen. Und was soll ich sagen, ich kann mich nicht beschweren, man musste fast aufpassen nicht von einem 1,80m großen Exemplar gerammt zu werden, so viel Verkehr war im Wasser. Darüber hinaus habe ich noch ein paar Haie gesehen, langsam sollte ich mich an den Anblick gewöhnt haben, ganz geheuer war mir die Sache aber doch nicht. Damit das Geld auch gut angelegt war, gab's noch recht große Seepferdchen und einen Schwarm Rochen zu sehen. Vom Boot aus haben wir sogar noch ca. 4m große Rochen gesehen.

Alles in allem waren die Galapagos also durchaus lohnenswert, nur von den ecuadorianischen Männern habe ich jetzt echt erst mal genug. Ja ich bin weiß und blond, aber deswegen muss ich nicht ständig penetrant angeflirtet und betouched werden. Allgemein tue ich mich mit der Stellung der Frau hier etwas schwer und freue mich jetzt doch im Landesinneren in Baños (wörtlich übersetzt Badezimmer) zwischen ganz vielen Backpackern zu sein :)

Galapagos
Galapagos, Ecuador
Schudebake Small

Einmal die Küste entlang

Ich lasse mal besser noch mal schnell etwas von mir hören, bevor ich morgen für eine Woche ins Paradies zu den Schildkröten, Seehunden, Pinguinen, ... auf die Galapagosinseln verschwinde.

Meine Erkältung bin ich am Strand schnell losgeworden, auch wenn die Sonne durchaus etwas zimperlich war. Meine erste Station hieß Atacames, ein Ort an der Küste recht weit im Norden von Ecuador, wunderbar beliebt bei den Ecuadorianer und eher weniger bei den Backpackern. Auch mein Fall war es nicht so, super touristisch und voll, also habe ich mich nach einem kurzen Zwischenstopp schnell wieder vom Acker gemacht. Stattdessen habe ich Halt im viel viel ruhigeren und verschlafenen Fischerdorf und Backpacker-Hippie-Place Mompiche gemacht. Vielen mag Mompiche viel zu ruhig sein, dennoch kann man hier durchaus hängen bleiben. Mompiche versprüht einen gewissen Charme, es gibt reichlich gute Essensmöglichkeiten und schöne Strände. Auf einer kleinen Insel, nicht weit vom Mompiche, habe ich gleich zweimal meinen Tagträumen nachgehangen und Kokosnussweitwurf gespielt ;) Auch der Playa Negra (Schwarzer Strand) ist wirklich einen Besuch wert. Nachdem ich hier ordentlich die Seele hab baumeln lassen, ging es mit den verschiedensten Bussen etwas weiter südlich nach Canoa (Surfersparadies). Gerade bei den Busfahrten merke ich, dass meine Sprachkenntnisse durchaus noch ausbaufähig sind, aber bis dahin lasse ich mich von einem Bus zum nächsten schubsen und hoffe, dass ich auch am richtigen Ort ankomme. Die Ecuadorianer lassen es eigentlich seeehhrrr langsam angehen, aber bei den Bussen muss es dann immer ganz schnell gehen, da wird gehupt, der Zielort wird gerufen und zack entweder man entscheidet sich schnell einzusteigen, manchmal auch eher aufzuspringen, oder man hat meine Chance vertan. Ich war bisher immer noch sportlich genug ;)

In Canoa wollte ich nicht wirklich viel Zeit verbringen. Es ging eher darum, die Fahrt etwas zu splitten und nicht Ewigkeiten bei wunderbar lauter Musik sich durch die Landschaft kutschieren zu lassen. Canoa ist bei vielen Reisenden vor allem wegen seiner Wellen beliebt, ich habe mich aber für Bananenmilchshake und zu gucken entschieden. Aus dem Faulsein wurde aber nichts, da ich einem naja sagen wir mal etwas überfreundlichen Ecuadorianer bei seinen Englisch-Hausaufgaben geholfen habe. Es ging darum, dass er Interviews auf Englisch führt. Resultat des Ganzen, Ecuadorianer haben TV schauen als Hobby, und ich sollte Koks bei Traurigkeit ausprobieren, ihm würde das immer helfen.

Mein letzter Halt an der Küste: Puerto Lopez, hallo all ihr Touris! Puerto Lopez ist ein beliebter Touristenmagnet, besonders aufgrund der Wale, die zu dieser Zeit sich vor der Küste versammeln. Natürlich durfte ich mir das Spektakel auch nicht entgehen lassen und so ging es mit Clara, meiner spanischen Reisebegleitung in Puerto Lopez, sowie Mitbewohnerin in einem wunderschönen Bungalow, ab aufs Boot. Die Wale ließen uns etwas zappeln, aber unsere Geduld wurde mit dem atemberaubenden Anblick einer Walfamilie belohnt. Als Dank habe ich diese auch gleich mit meinem Frühstück gefüttert - gütig wie ich bin. In Puerto Lopez haben wir uns noch den Nationalpark Los Frailis angeguckt, uns mächtig den Bauch mit Leckereien wie Pizza und Bier voll geschlagen und es uns einfach gut gehen lassen. Besonders angetan waren wir von der Wahl der Miss Puerto Lopez, kleine Mädchen, die in Prinzessinnenkleider gesteckt werden, super aufgetackelt sind und Sachen von sich gegeben, wie: Die Männer hier sind so mutig. Besonders toll in der Kombination mit den Männern, die einem ständig hinterher pfeifen und einem mit Hey Baby begrüßen. Hoch motiviert, tanzender Weise (wirklich bei der Musik kann man nicht anders, man kann sie vor allem nicht überhören) ging es vorhin zu unserem Nachquartier in Guayaquil. Guayaquil trägt nicht gerade den Stempel Sicherheitszone, deswegen hocken wir jetzt in unserem doch recht, naja ich nenne es mal vorsichtig teuren Hostel und warten auf unsere Flüge morgen. Mich rufen die Galapagos und Clara leider die Heimat.

Puerto Lopez
Manabi, Ecuador
Schudebake Small

Kalt, kälter Hochland - Hallo Erkältung!

Viele haben mich vor der Abreise um 2 Monate Sommer beneidet, dabei aber die Tücken des Hochlandes ignoriert. Ja an der Küste, wo ich mich jetzt gerade in Atacames befinde, trifft man auf durchaus sommerliche Temperaturen. Aber Ecuador besticht nun mal auch durch seine Anden und da wird es auch gerne mal etwas frischer. Resultat des ganzen ist eine nette Erkältung, somit habe ich zumindest gerade schon mal einen Reisebegleiter.

Von Quito ging es am Samstag morgen mit Rachel aus der Schweiz zum Quilotoa Loop ins ecuadorianische Hochland. Je nach Verkehrslage und abhängig von der Geschwindigkeit mit welcher sich der Bus füllt (oft fahren die Busse erst los, wenn sie auch tatsächlich voll besetzt sind), gelangt man innerhalb von ca. 3 Stunden von Quito ins Hochland. Der Quilotoa Loop besticht nicht nur durch wunderschöne Berglandschaften mit traditionellen Dörfern und Einheimischen, Anziehungspunkt ist vor allem die Laguna Quilotoa, ein Kratersee in Mitten eines Vulkans.

Nachdem wir uns in einem wirklich charmanten Hostel eingebucht hatten, haben wir erst mal kurz den Krater besichtigt, sind dann aber eher planlos durch die wunderschöne Natur gewandert. Ich würde euch gerne mit Bildern von der Schönheit der Landschaft überzeugen, talentiert wie ich bin, habe ich diese aber versehentlich von der SD-Card gelöscht und hoffe inständig darauf, dass der Fotogott gnädig ist und ich diese in Deutschland wiederherstellen kann. Nach dem Spaziergang, welcher bei den Höhenmetern (ca. 3900m) schon fast einer Sporteinheit gleicht, ging es zurück ins Hostel, wo wir uns mit einer Tasse Tee am Ofen niedergelassen haben. Ja Tee und Ofen, nicht Bikini und Cocktail! In Ecuador gibt es in den Häusern keine Heizung, dementsprechend war es im Rest des Hauses sehr kalt. Am nächsten Morgen durfte ich dann feststellen, dass unsere Sporteinheit vom Vortag nur das Aufwärmprogramm war. 4,5 Stunden sind wir bergauf, bergab um den Krater gewandert, teilweise sogar geklettert, so steil war es zwischendurch. Für eine Schweizerin eine nette Sporteinheit, für mich der pure Kampf ums Überleben ;) Nein ganz so schlimm war es nicht, ich betreibe ja ab und zu auch Zuhause mal etwas Sport, dennoch bin ich gestern körperlich schon an meine Grenzen geraten, wackelige Beine, Herzrasen, Kopfschmerzen und geschwollene Finger. Aber ich habe es natürlich durchgezogen und es hat sich wirklich gelohnt. Hier kann ich immerhin mit ein paar Handyfotos dienen und mich ärgern, dass all die tollen Fotos weg sind.

Nach einem weiteren Tee am Ofen ging es dann zurück nach Quito, duschen, essen, Wein trinken, Rucksack packen und dann saß ich auch schon im Nachtbus nach Atacames. Heute morgen um halb 6h wurde, ging es mit dem Motortaxi zum Hostel, vorbei an einem toten Hund auf der Straße, da fühlt man sich gleich willkommen. Am Hostel, wurde ich jedoch freundlich von der schweizerischen Inhaberin begrüßt und konnte noch etwas in der Hängematte ruhen.

Mit Erkältung, verlorenen Bildern und etwas Einsamkeit mache ich mich jetzt daran meine weitere Reiseroute zu planen. Aktuell habe ich aufgrund meiner Grenzerfahrung beim Trekken etwas Respekt vor Peru, vielleicht sollte ich mich doch heimlich nach Kolumbien schleichen. Aber jetzt schleiche ich mich erst mal an den Strand.

Atacames
Esmeraldas Province, Ecuador
Schudebake Small

Wenig Luft und viele Entscheidungen

Nach einem doch recht anstrengenden, langen und kalten Flug bin ich Dienstagabend in Quito angekommen! Quito ist Ecuadors Hauptstadt und raubt einem bei 2850m schnell den Atem. Ich muss mich nicht nur mental (andere Kultur, dezenter Mangel an Sprachkenntnissen, usw.) auf Südamerika einstellen, auch mein Körper hat noch etwas Anpassungsschwierigkeiten. Die ersten zwei Tage hatte ich mit Kopfschmerzen zu kämpfen, jetzt plagen mich nur noch eine trockene Nase, ein trockener Hals und trockene Lippen. Aber immerhin sind meine Lippen so wunderschön rot, dass ich glatt auf den Lippenstift verzichten kann, wir praktisch!

Meine erste Nacht in Ecuador war mit ca. 3 Stunden Schlaf sehr kurz, glücklicher Weise hat meine Mama sich von mir per Skype vollheulen lassen. Nach einem langen Flug, wenig Schlaf und Kopfschmerzen war der erste Gedanke nämlich (ich denke, manche Reisende kennen das): "Was mach ich hier eigentlich wieder für ein Quatsch? Hätten es zwei Wochen Strandurlaub nicht auch getan?!" Nach nur 3/4 Tagen hier kann ich euch sagen, NEIN, hätten sie nicht. Ich hab mich schnell wieder an den Backpackerlebensstil gewöhnt und genieße ihn in vollen Zügen, wären da nur nicht diese Masse an Entscheidungen zu treffen, Strand oder Berge oder doch lieber Dschungel? Ich weiß, Luxusprobleme! Aber was ich in Asien gelernt hab, lass es ruhig angehen und nimm dir Zeit. Alles sieht man eh nicht und wenn es einem irgendwo gefällt, warum nicht verweilen.

Und das tue ich nun, ich verweile in Quito, aber eigentlich eher um anzukommen und meinem Körper auch erst mal etwas Ruhe zu gönnen. An meinem ersten Tag habe ich an einer Free Walking Tour teilgenommen. Ich weiß nicht, ob einige von euch das Prinzip kennen, es handelt sich dabei um Stadtführungen auf Basis eines kleinen Trinkgeldes, man erfährt ein wenig geschichtliche Hintergründe und erlangt einen ersten Eindruck von der Stadt. Free Walking Tours werden inzwischen in vielen Ländern angeboten, beispielsweise auch in Hamburg ;). Durch die Tour habe ich nicht nur die wirklich schöne Altstadt Quitos erkundet, ich habe auch die ersten Kontakte zu anderen Reisewütigen geknüpft. Nach der Tour gab es ein erstes ecuadorianischen Essen, Hähnchen, mit Reis und Bohnensoße. Es gibt hier viel Fleisch und Reis, darüber hinaus lieben die Ecuadorianer alles was süß ist, sehr süß und gegen Frittiertes spricht auch nichts! Entspricht natürlich genau meiner Ernährungsweise, oder auch eher weniger, aber vom Fleisch fallen werde ich schon nicht, davon gibt es ja genug ;).

Gestern war ich mit Claudia aus dem Saarland unterwegs, der Plan war mit dem Teleférico (einer Seilbahn) auf einen der Berge, die Quito umgeben, zu fahren und die Aussicht zu genießen. Da mein Körper gar nicht auf Zack war und es noch mal ein enormer Hohe Anstieg gewesen wäre, habe ich an der Station gewartet, brav an meiner Cola genuckelt und das ein oder andere Wort im Wörterbuch nachgeschlagen. Anschließend haben wir dann den Äquator besichtigt und uns ein wenig am Mittelpunkt der Erde niedergelassen. Warum auch nicht!

Den heutigen Tag nutze ich vor allem um mir Gedanken zu machen, wo ich auf dieser Reise meine Prioritäten setzten will. Man erhält von vielen anderen Reisenden viele wertvolle Tipps lässt sich gerne für alles mögliche begeistern, doch am Ende sollte man sich wirklich bewusst machen was man selber möchte. Mir schwärmt gerade ungefähr jeder von Kolumbien vor, ich sollte dort unbedingt hinfahren, klar sofort gerne, aber das Flugzeug wird in Lima nicht auf mich warten. Eine Entscheidung habe ich immerhin schon mal getroffen, morgen werde ich nach Otavalo, welches etwas oberhalb Quitos liegt und für seine Märkte bekannt ist.

Ich werde jetzt weiter Reiseführer und Wörterbuch wälzen und mir faul die Sonne auf den Pelz scheinen lasen. In diesem Sinne: Hasta pronto! :)

Quito
Pichincha Province, Ecuador
Schudebake Small

Backpack entstauben leicht gemacht

Eigentlich sollte ich jetzt wahnsinnig aufgeregt sein und mich über mein neues Reiseziel informieren. Ich muss euch leider enttäuschen, das ist aktuell nicht der Fall. Am Dienstag geht es für 2 Monate nach Südamerika, genauer nach Ecuador und Peru, oder was mir sonst so in den Sinn kommt. Ich habe bisher noch keine Pläne gemacht, vielleicht, weil ich einfach wahnsinnig viel Unistress hatte die letzten Wochen, oder weil ich in Südostasien gelernt habe, dass Pläne im Generellen eh dazu da sind um sie über Bord zu werfen. Und seien wir mal ehrlich, so ein Reiseführer dient doch also perfekte Leselektüre während des Flugs. Achja und vielleicht sollte ich dann auch noch etwas in meinem Spanisch-Wörterbuch blättern... wie war das: "Hablo un poco español." Oder vielleicht gleich besser "No hablo español." Ich kann mir immerhin Wein, Bier oder wenn nichts anderes zur Verfügung steht auch Wasser bestellen, überleben werde ich also. Auch meine Vorbereitungen bezüglich des Packens lassen noch dezenter Weise zu wünschen übrig. Hätte ich nicht so eine super Mama, wäre ich vermutlich ohne Reiseapotheke von dannen gezogen. Aber hey, das wird schon alles, Genie und Wahnsinn und ein kleines bisschen riesen Chaos klingt nach genau der richtigen Mischung für wunderbare Erlebnisse!

Ich habe lang mit mir gekämpft, ob ich überhaupt wieder einen Blog schreiben soll, habe mich jetzt aber nach mehreren Nachfragen dafür entschieden. Einen Reiseblog zuschreiben, ist nicht nur wahnsinnig zeitintensiv, man braucht auch eine einigermaßen funktionierende Internetverbindung, aber ich versuche euch trotzdem regelmäßig auf dem Laufenden zu halten. Bitte ignoriert aber alle Rechtschreibfehler und komischen Worte, die nicht in den Text passen. Es ist eure Kreativität gefragt, ersetzt unpassende Wörter bitte beim Lesen durch eure eigenen, das Tablet denkt so manches mal, es wäre schlauer als ich und wüsste was ich schreiben möchte. Vielleicht ist es ja auch schlauer. Das muss ich noch herausfinden ;)

Ich freue mich auf eine wunderbare Zeit und auf all die Erlebnisse, die ich hier mehr oder weniger lebendig mit euch teilen werde. Und natürlich freue ich mich auch auf eure lieben Kommentare, auch wenn ich die Beantwortung der Kommentare bei meiner letzten Reise sehr stiefmütterlich behandelt habe. Während des Reisens ist es wie mit den Rentnern, man hat einfach nie Zeit! In diesem Sinne, bis die Tage!

Jork
Lower Saxony, Germany
Schudebake Small

Seele baumeln lassen auf Bali

Wo ist noch gleich die Zeit geblieben? Meine letzten 10 Tage standen an, welche ich auf Bali verbracht habe. Ich muss gestehen, nach fast 4 Monaten reisen, wollte ich meine letzten Tage etwas ruhiger angehen und den balinesischen Strand entern, so dass mir jeglicher Spot, ich sei ja immer noch so hell, bei der Heimreise erspart bleiben würde. Außerdem hat so ein bisschen Strand und Seele baumeln lassen noch niemanden geschadet und schlechtes Wetter und stressigen Alltag kommen in Deutschland eh viel schneller auf mich zu als ich mir jetzt überhaupt vorstellen mag.

Meinen Strandurlaub auf Bali habe ich hauptsächlich in Seminyak verbracht. Ja vermutlich Schande über mein Haupt es gibt so viele toller Orte auf Bali, aber touristisch, da müssen wir mal ehrlich sein, ist es auf Bali fast an jeder Ecke. Warum gerade Seminyak? Seminyak ist zumindest nicht der völlig überlaufende Partyort Kuta, wo man insbesondere die Spezies betrunkender, lauter Australier antreffen kann (um keine Vorurteile aufkommen zu lassen, es gibt natürlich auch andere, habe ich ja gerade zuvor erlebt!). Seminyak ist etwas ruhiger, hat aber trotzdem farbenfroh beleuchtete Bars am Strand zu bieten, die abends das Bier zu einem ganz besonderen Erlebnis machen. Außerdem hatte ich in Seminyak ein nettes Hostel entdeckt, in dem ich mich wohl gefühlt habe und in welchem man schnell nette Leute kennengelernt hat. So stand meiner Entspannung also wirklich nichts im Wege.

Um aber doch zumindest ein wenig mehr von Bali zu Gesicht bekommen zu haben, bin ich auch noch, zusammen mit einer Elisabeth aus Belgien, nach Ubud aufgebrochen. Ubud malte ich mir als idyllischen kleinen Ort im Landesinneren von Bali aus. Weit verfehlt, klein ist Ubud nun wirklich nicht, aber es lädt durchaus zum Entspannen und Verweilen ein. Durch den Film "Eat, Pray, Love" bekannt geworden, hat die Stadt in den letzten Jahren einen enormen touristischen Aufschwung erlebt und wird nicht mehr nur als Hippieort, sondern viel mehr als Wellness Oase gehandelt. Ich habe mich großzügiger Weise als Versuchsperson zur Verfügung gestellt und muss schon sagen, so ein Spabesuch könnte bei mir öfter auf dem Programm stehen. Darüber hinaus besticht Ubud nicht nur mit gutem Essen, sondern mit einer wunderschönen Natur, wie zum Beispiel Reisterassen und Kaffeeplantagen. Bei unserer Downhill Fahrradtour konnten wir zwar den üblichen Tourigruppen nicht entgehen, aber zumindest zählten wir nicht zu der Sorte "in Minivan gequetscht". Und auf der Anfahrt bot sich uns wirklich eine fantastische Aufsicht auf die wunderschöne Landschaft. Die Freundlichkeit der Balinesen und die vielen kleinen süßen Unterkünfte rundet das Programm Ubud definitiv ab und regt zum Wiederkommen an.

Ansonsten stand für mich eigentlich noch der Uluwatu Tempel auf der kurzen Liste der Dinge, die ich in Bali erkunden wollte. Ein freundlicher Indonesier hatte mir angeboten mich dort mit seinem Schotter hinzufahren, anscheinend lag aber doch eine simple Form der Misskommunikation vor, so dass ich zwar nicht den Tempel gesehen habe, dafür aber ein kühles Bier bei untergehenden Sonne genossen habe.

Meine Tage gingen wahnsinnig schnell vorbei und ich habe versucht jede Sekunde, jeden Moment einzusaugen und festzuhalten. Ich habe es mir bei reichlich frischen Obst und Fruchtshakes gut gehen lassen und habe das Leben in vollen Zügen genossen. Morgen geht es sicherlich mit etwas komischen Gefühl in der Magengegend zurück in die Heimat! 

Bali
Bali, Indonesia
  • Small
    Paul hat am kommentiert:

    ich beneide dich. schöne bilder die du hier online stellst. da möchte man gleich losfliegen. sitzt du jetzt im flieger zurück nach deutschland, oder?

Schudebake Small

Abstecher nach Downunder

Welch ein Luxus, eine Woche das gleiche Bett und sogar zur Abwechslung mal keinen Reis, nur am den Temperaturen hätten die Australier durchaus etwas schrauben können. Ich habe eine Woche den bitter kalten australischen Winter erlebt, zumindest waren es morgens sogar nur 5°C, aber tagsüber ließ es sich doch gerade so bei länger Hose und Jacke aushalten ohne Erfrierungen davon zu tragen.

In Perth habe ich eine Woche meine neuseeländische Freundin Steph besucht, mir den Magen voll geschlagen und Kängurus gejagt. Ohne einen Blick auf Känguru, Koala, Wombat und Co erhascht zu haben, konnte ich das Land ja nun wirklich schlecht verlassen.

Perth besticht vor allem durch viele kleine super hippe Restaurants und Bars und wahnsinnig viel interessanter Streetart. Besonders angetan hat es mir Fremantle etwas außerhalb von Perth an der Küste gelegen. Die kleine Hafenstadt hat neben Strand und mehr und jeder Menge Fish&Chips viele kleine fesche Läden zu bieten und lädt durch sein junges, buntes Flair zum Verweilen ein. Besonders bekannt ist Fremantle durch sein Gefängnis, welches eines der ersten Kulturerbe Australiens war, dennoch habe mich lieber von Fremantle an sich verführen lassen, als mich der Kultur zu widmen - Schande über mein Haupt!

Was lässt sich ansonsten über das australische Gemüt berichten? Sind Australier faul? Vielleicht nicht direkt faul, da man gerade abends doch viele Menschen bei sportlichen Betätigungen beobachten kann, aber wenn wir ehrlich sind, ohne Auto geht bei den Australiern gar nichts. Als ich mich für den 3km Fußmarsch zum Wildlifepark entschieden hatte und den Shuttlebus verschmäht hatte, wurde ich höflich aber bestimmend auf den Shuttlebus aufmerksam gemacht. Der nette Spaziergang wurde mir auf dem Rückweg dann auch verwehrt, obwohl ich mich noch versuchte auf leisen Sollen davon zu schleichen. Ich halte fest, wenn man Strecken gerne zu Fuß erledigt, wird man durchaus für verrückt erklärt. Ansonsten sind die Australier wirklich wahnsinnig nett und aufgeschlossen und im großen und ganzen an deiner Geschichte interessiert. So kam es auch dazu, dass Steph und ich bei einer kostenlosen Weinprobe gelandet sind und es uns ordentlich haben gut gehen lassen. Unseren letzten Abend haben wir gebührend beim Zelten und einer guten Flasche Wein und KÄSE!!! ausklingen lassen und das darauffolgende Frühstück am Strand hat meinen Besuch in Australien perfekt abgerundet.

Eine Woche Australien hat zumindest ein Einblick in den riesigen Kontinent gegeben, der von unendlichen vielen Deutschen jedes Jahr aufs neue bereist wird - und was soll ich sagen, ich muss wohl wiederkommen!

Thanks Steph for the wonderful host, really enjoyed my time with you. Hope to see you again soon. You are always more than welcome, girl!

Perth
Western Australia, Australia
Schudebake Small

Definitiv eine Reise wert - Indonesien

Nach dem Entspannen im Paradies darf ruhig ein wenig Abenteuer folgen. So haben wir unseren einzigen Tag auf Lombok gut genutzt, uns einen Roller gemietet (ja natürlich ist uns das Benzin auf der Fahrt ausgegangen - Abenteuer eben!) und sind zu zwei wunderschönen Wasserfällen gedüst, in denen wir uns eine Abkühlung genehmigt haben. Am nächsten Tag ging es dann abenteuerreich weiter. Wir hatten uns für eine viertägige Bootstour von Lombok nach Flores entschieden und nach elendigem Warten ging es dann endlich auf unser doch sehr simples Zuhause für die nächsten vier Tage. Geschlafen wurde mit alle Mann auf dem Deck auf dünnen Matratzen, als Dusche diente die große, doch recht salzwasserhaltige Badewanne namens Ozean und eine Toilette für uns alle musste genügen. Auch wenn das Boot nicht sonderlich komfortable war, so etwas sollte man aber in Indonesien auch nicht unbedingt erwarten, stellte sich diese Art der Fortbewegung günstiger als ein Flug heraus. Nebenbei haben wir noch wunderschöne Snorklingspots besucht, schöne Landschaften gesehen und natürlich mit den Komododragons gekämpft. Nach den vier Tagen waren wir aber doch etwas froh, das Boot verlassen zu können und Nicks Rücken freute sich über eine vernünftige Matratze. Darüber hinaus war unsere Freude über ein abwechslungsreicheres Essen kaum in Worte zu fassen, nachdem wir 4 Tage lang zweimal am Tag Reis und Kohl gegessen haben, waren Burger und Pizza (typisch indonesisch halt) dringend notwendig.

Auch Flores an sich war für uns eine wundervolle Erfahrung, da die Insel im Vergleich zu den anderen Orten noch sehr authentisch wirkt und weniger touristisch entwickelt ist. Von Labuan Bajo ging es am nächsten Tag gleich weiter nach Ruteng, wo wir eine Nacht in einem Kloster nächtigen und die Spiderwebricefields (einzigartig in ganz Indonesien) besuchten. Gleich am nächsten Tag mussten wir aus zeitlichen Gründen aber schon nach Bajawa aufbrechen, wo wir drei traditionelle Dörfer besuchten und mit den Einheimischen, so gut wie eben möglich, ins Gespräch kamen. Gerne hätten wir in Bajawa noch eine weitere Nacht verbracht, da diese Kleinstadt einen gewissen Charme auf uns ausübte, doch schon früh am nächsten Morgen ging die Reise weiter nach Riung, ein kleines Dorf, welches unter Touristen durch die 17 Islands ein Nationalpark bekannt ist. Von Riung aus machten wir am nächsten Tag einen Tagesausflug zu den 17 Islands, schnorchelten, sahen unglaublich viele Flying Foxes, hatten Barbecue am Strand und hatten einfach einen wohlverdienten Tag der Entspannung! Etwas erholt ging es dann gleich wieder weiter zu unserer letzten Station nach Moni, wo wir uns die Color Lakes des Mount Kelimutu angucken wollten. Am Tag unserer Ankunft haben wir uns bei einem Spaziergang erstmal die wunderschöne Umgebung angeguckt und sind durch ein paar Dörfer gewandert, wo wir herzlich von den Menschen begrüßt wurden. Die Freundlichkeit und Herzlichkeit der Menschen auf Flores hat uns wirklich nachhaltig beeindruckt. Überall strahlen einen die Menschen an, grüßen einen, Kinder kommen auf einen zugelaufen und wollen deinen Namen wissen, eine wundervolle Erfahrung. Am nächsten Morgen hieß es früh aufstehen, um den atemberaubenden Sonnenaufgang, äh Nebel zu bestaunen. Einmal kurz haben wir einen der berühmten Seen erspähen können, ansonsten war unsere Aussicht doch sehr weiß uns kühl. Nach zweieinhalb Stunden frieren, haben wir uns dazu entschieden zurück ins Dorf zuwandern. Unsere Wanderroute schien wohl etwas von der üblichen Route abzuweichen, so wanderten wir schließlich durch ein Stück tiefsten Urwald, rutschen mehr oder weniger den Berg herunter, wurden wieder begeistert von den Einheimischen empfangen und wurden nach ca. zweieinhalb bis drei Stunden mit einem leckeren Frühstück in unserem Guesthouse belohnt. Den Rest des Tages ging es für uns dann eher ruhig an, bevor wir am nächsten Tag zurück nach Ende (ja so heißt die Stadt) fuhren. Die Indonesien haben sich bemüht unsere letzte Abenteuerlust zu befriedigen und so haben sie extra für uns mitten in voller Fahrt einen Reifen des Busses platzen lassen. Alles nicht so schlimm, den Streckenabschnitt am Abhang entlang hatten wir glücklicher Weise gerade hinter uns gelassen und der Reifenwechsel wurde routiniert und zügig erledigt.

Flores war wirklich eine wertvolle und beeindruckende Erfahrung, die ich nicht missen möchte. Die Fröhlichkeit und Herzlichkeit, die die Menschen an den Tag legen, ist einfach unglaublich. Und auch die Einfachheit, mit der Mann sich auf der Insel auseinandersetzen muss, macht einem noch mal  deutlicher bewusst, in was für unterschiedlichen Welten wir doch leben und wie gut es uns doch eigentlich geht.Obwohl geht es uns wirklich besser? Haben wir zwischen unserem ganzen Luxus und materiellen Reichtum nicht eventuell die Herzlichkeit und Fröhlichkeit, sowie den Zusammenhalt verloren. Geht es uns wirklich besser oder sind wir aus sozialer Sicht nicht eigentlich um einiges ärmer als diese Menschen? Zumindest könnten uns manchmal ein wenig mehr Fröhlichkeit und Leichtigkeit nicht schaden! 

Um unser Inselhopping zu perfektionieren, sind wir nicht direkt zurück nach Bali geflogen, sondern lieber erst nach Timor, haben dann noch einen Abstecher nach Lombok gemacht und haben letztendlich Anflug auf Bali genommen. Und weil es so schön war, ging es für mich heute morgen gleich weiter auf einen Abstecher nach Perth, Australien. Warum auch nicht!

Schudebake Small

Insel-Hopping wie ein Weltmeister! Super Deutschland olé olé!

Auch hier geht so etwas wie die Weltmeisterschaft natürlich nicht an mir vorbei! Ich habe so gut wie möglich jedes Spiel verfolgt (sogar auf Mount Bromo ist uns das Wunder gegen Brasilien nicht entgangen) und brav mein Trikot mit Stolz getragen! Aber nun zurück zu einem viel größeren Abenteuer - Indonesien und auch ein kleines bisschen Singapur.

Bei einem kurzen Zwischenstopp in Singapur habe ich nicht nur ein wenig die Stadt erkundet, sondern auch meine neue Reisebegleitung aufgegabelt. Ab jetzt habe ich meinen Belgier für 3,5 Wochen im Schlepptau und muss mich erst mal an das Reisen zu zweit gewöhnen. Viele Reisende haben mir in meinen jetzt schon 3 Monaten (die Zeit rennt) von Singapur vorgeschwärmt und ich frage mich ehrlich warum?! Auf mich hat die Stadt leider überhaupt nicht gewirkt, ich fand den Disney Land Charme für Erwachsene eher etwas irritierend. Dennoch gibt es natürlich auch hier interessante und auch imposante Ecken, sei es das Marina Bay Sands Hotel, der botanische Garten (schön, aber auch nicht schöner als der Hamburger - natürlich) oder Little India. Ich muss sagen, dass ich insbesondere in Little India meine männliche Begleitung doch recht schnell schätzen gelernt habe. Auch wenn Singapur sehr sicher und strikt sein soll, habe ich mich als blonde weiße Deern doch etwas unwohl gefühlt.

Von Singapur ging es für uns nach Yogyakarta auf Java, Indonesien. Statt 25$ für das Visa hatten wir die Ehre 35$ zu zahlen. Ich mein was will man bei solch einem offiziellen Schild (Papier und Eding) schon machen?! Auf jeden Fall haben wir uns nach geglückter Einreise erst mal Yogyakarta angesehen, auf Grund des Ramadans waren aber fast alle touristischen Attraktionen der Stadt geschlossen, was für uns weniger dramatisch war, da diese eh nicht viel herzumachen schienen. Statt dessen haben wir uns etwas durch die kleinen Gassen abseits der belebten Hauptstraße treiben lassen und haben uns von der Freundlichkeit der Indonesier begeistern lassen. Yogyakarta ist vor allem für die zwei UNESCO geschützten Temple Borobudur und Prambanan bekannt, daher konnten wir uns diese natürlich nicht entgehen lassen und haben durch die Fahrt mit dem Roller sogar noch ein bisschen mehr von der Landschaft gesehen. Auch hier ist solch eine männliche Reisebegleitung durchaus praktisch. Diese lässt sich gut als Chauffeur durch den durchaus teilweise sehr interessanten Verkehr nutzen, natürlich war ich hingegen für eine erfolgreiche Navigation zuständig. Must-See auf Java sind zudem noch Mount Bromo und Mount Ijen, beides haben wir, sehr üblich für Indonesien, mit einer Tour abgedeckt. Am ersten Tag ging es mit dem Bus ca. 11 Stunden lang zum Mount Bromo, wo wir um 3 Uhr morgens schon wieder aus den Kojen fallen mussten, um den atemberaubenden Sonnenaufgang zu sehen. Im Fall der Glücklichen, ich darf uns dazu zählen, erhascht man anstatt des Sonnenaufganges einen Blick auf eine Wand aus Nebel - toll! Okay, dafür hat das Ergebnis Deutschland gegen Brasilien für Erheiterung gesorgt und der Ausblick von Mount Bromo selber war nachher auch mehr als versöhnend! Nach dem Frühstück ging es dann wieder zusammengewürfelt im Minivan für mehrere Stunden über Javas Straßen zum Mount Ijen. Dieses Mal durften wir sogar schon um 1 Uhr nachts wieder aufstehen, um dieses Mal sogar das Blue Fire (Resultat Schwefel) und einen atemberaubenden Sonnenaufgang zu sehen. Mount Ijen wird täglich von den Arbeitern bestiegen, um Schwefel abzutransportieren. Nicht nur der Geruch und der schwere Auf-und Anstieg lässt einen realisieren, wie leicht wir doch in Europa in der Regel Geld verdienen können, sondern auch das Gewicht der mit Schwefel gefüllten Körbe, die nur auf einer Schulter getragen werden, die weder Nick noch im geringeren Ich natürlich heben konnten, lässt einen nachdenklich werden.

Dennoch war der Ausblick, nachdem wir die Spitze erreichten hatten einfach
unbeschreiblich. Blickte man zu einer Seite hatte man den Sonnenaufgang über
der Küste Javas, blickte man zur anderen Seite lichte sich langsam der Krater
Mount Ijens mit dem in der Mitte liegenden See. Wunderschön und unheimlich
schwer zu beschreiben.

Unendlich zufrieden machten wir uns anschließend auf den Weg nach Bali, um
von dort am nächsten Tag zu den Gili Islands überzusetzen. Und von dort
schreibe ich jetzt meinen Blogeintrag, Gili Air, Paradies, Indonesien! Die Gili
Islands sind eine kleine Inselgruppe vor Lombok und bestechen durch tolle
unterschiedliche Atmosphären und wunderschöne Landschaften. Nach einer Nacht
auf Gili Tranwang (eher die Party-Insel) haben wir uns per Schnorchelausflug
auf den Weg zu Gili Air gemacht. Schnorcheln ist hier einfach unbeschreiblich
schön und ich glaube nicht, dass ich jemals in meinem Leben so etwas Schönes
gesehen habe, wie die Reefs hier. Nicht nur die bunten Fische waren
verzaubernd, sondern ganz besonders auch die Schildkröten. Gili Air ist etwas
kleiner und entspannter als Gili Tranwang und ist eine gute Mischung zwischen
Ruhe und anderen menschlichen Wesen. Ich mein wo hat man schon an einem Tag
Candlelightdinner am Strand, inklusive Feuerwerkt und am nächsten Morgen
Frühstück mit frischen Obst und Pancake am Strand im Sonnenschein. So wir
genießen jetzt unseren Cocktail, am Strand mit Lagefeuer versteht sich!

Fotos (dieses Mal nicht nur von mir, sondern auch von Nick) folgen bei vernünftiger Internetverbindung!

Schudebake Small

Bin ich schon vom Tellerrand gefallen?

Dieser Post ist anders als die vorherigen und ist sicherlich nicht als Kritik oder Verurteilung, sonder viel mehr als Gedankenfluss zu verstehen.

Vielleicht bin ich ja zu idealistisch, zu naiv oder zu blond? Aber im Moment stoße ich während meiner Reise immer wieder auf Momente die mich sehr nachdenklich stimmen. Immer wieder bekomme ich Gespräche mit, in denen sich Reisende aus Westeuropa über die zunehmende Einwanderung, insbesondere aus ärmeren, wie den osteuropäischen Ländern beschweren. Sie gehen noch viel weiter, sie verurteilen sogar ihre Regierungen für die Aufnahme von Migranten. Und sie scheren jene unter einen Teppich, nutzen die Einwanderer unsere recht guten Sozialsysteme doch nur aus und wollen sich gleichzeitig nicht integrieren. Doch ist es wirklich so einfach? Ermögliche ich mit solch einem Standpunkt Integration überhaupt? Und woher nehme ich mir das Recht Menschen für ihre Träume, Wünsche und das Streben nach einer besseren Zukunft zu verurteilen? Und wo ist der Unterschied zu uns Reisenden gerade? Möchte ich wirklich bestreiten, dass nicht auch finanzielle Absichten mein Reiseziel beeinflusst haben? Ich möchte nicht leugnen, dass die Situationen nicht komplett vergleichbar sind. Aber schimmern nicht einige Nuancen unserer Absichten in den gleichen Farben? Steht hinter allem nicht das Ziel eines einigermaßen guten Lebensstandard? Ich möchte nicht sagen, dass es nicht auch Einwander gibt, die unseren Sozialstaat ausnutzen, aber tun das nicht Menschen in unseren eigenen Reihen auch? Mir machen die unüberlegten Stigmatisierungen Angst. In welche Richtung bewegen wir uns gerade in Westeuropa? Sollten wir nicht aus der Vergangenheit gelernt haben? Ich möchte nicht anprangern, aber bin ich nicht auch gerade ein Einwanderer auf Zeit? Ich verstehe schon, dass ich natürlich auch Geld in die Länder hier bringe. Aber seien wir doch ehrlich, auch unter den Reisenden gibt es genug, die die Armut und Not der Menschen ausnutzen, auf ihren finanziellen Vorteil bedacht sind und die Würde der Menschen hier mit Füßen treten. Ich möchte nicht sagen, dass die Entwicklungen in unseren Ländern richtig sind. Ich denke,  unsere Nationen, ja ganz Europa versagt gerade in dem Punkt der Integration. Oder will sich wirklich keiner der Einwanderer integrieren? Ich will auch nicht mit dem Finger auf andere zeigen und mich ausschließen. Aber sollten wir nicht gerade als Reisende versuchen über den Tellerrand hinaus zu blicken und neben Schwarz und Weiß noch andere Nuancen in dieser Thematik erkennen und nicht jedem das gleiche Stigma überstülpen? Oder befinde ich mich als Westeuropäer in einer anderen Lage? Habe ich andere Rechte, nur weil ich das Glück habe in einem recht wohlhabenden Land aufgewachsen zu sein? Bin ich gerade kein Einwanderer auf Zeit, weil ich das Glück habe mir solch eine Reise zu ermöglichen? Sind meine Absichten daher die besseren? Ich glaube nicht, dass ich, nur weil ich das Glück habe in einem Land mit relativ doppeltem Boden aufzuwachsen, mir das Recht rausnehmen kann, zu verurteilen. Viel mehr glaube ich, dass ich die Pflicht habe, darüber nachzudenken, wie Integration besser gelingen kann oder wie Menschen in ihrer Heimat überleben können. Es sollte kein Gegeneinander, sondern ein Miteinander sein. Und ich bin gewiss kein Engel, kein besserer Mensch und kein Weltverbesserer (bzw.  Achtung Gender Weltverbessererin, wenn wir schon bei all diesen Dingen sind) und ich bin bestimmt auch nicht vorurteilsfrei. Aber sollten wir nicht alle etwas über den Tellerrand hinaus blicken? Und wer wenn nicht wir, die gerade neue Kulturen und neue Länder kennenlernen und denen häufig eine Welle an Gastfreundschaft und Interesse entgegen schlägt!? 

  • Small
    Sarah hat am kommentiert:

    deine Gedanken regen zum Nachdenken an... :-) danke dafür!

Schudebake Small

Immer her mit dem lecker Essen!

Leckerschmecker Thailand! Natürlich hat Thailand (ich befinde mich im Norden, Chiang Mai und Pai) außer einer hervorragenden Küche noch vieles mehr zu bieten, wie eine tolle Landschaft, nette Menschen und einen tollen Lebensstil, aber das ESSEN! Die Begeisterung für das Thai Essen teile ich anscheinend mit vielen Menschen, so dass zich Kochkurse angeboten werden und man die Qual der Wahl hat und mit etwas Glück dann an einen richtig tollen Kochkurs mit einer netten Gruppe gerät. So ist es mir ergangen. Ich habe einen eintägigen Kochkurs bei Sammy gebucht, der mich morgens gut gelaunt am Hostel abholte und dann mit unserer Truppe erst mal einen Abstecher auf einen der Märkte hier machte. Dort wurde uns der Unterschied zwischen den unterschiedlichen Reissorten erklärt, so wie der Gewinn von Kokosnussmilch. Nach dem er den Einkauf für unseren bevorstehenden Essensmarathon erledigt hatte, ging es auch schon etwas raus aus Chiang Mai, auf seine Farm. Vieles baut Sammy mit seiner Familie vor Ort selber an, so dass er uns insbesondere die verschiedenen Gewürze noch mal intensiv erklärt hat. Danach ging es auch schon an die knochenharte Arbeit. Jeder hatte vorher auf dem Markt entschieden, was er/sie kochen wollte, und dann fingen wir auch schon an, nach Anleitung unsere erste eigene Currypaste zu mahlen. Ich habe nicht nur ein wirklich fantastisch schmeckendes grünes Curry gezaubert (fragt mich nicht, wie mir das gelungen ist - gute Schule halt), sondern darüber hinaus ist mir auch noch ein Pad Thai (bekanntes Nudelgerichte), eine Kokosnuss-Hühnchen-Suppe, Frühlingsrollen und Sticky Rice mit Mango (ein Dessert ähnlich wie Milchreis aber doch wieder ganz anders) gelungen. Bei der Dessertwahl habe ich immer neidisch auf meine liebe holländische Nachbarin geschielt, da sie sich für eine wirklich köstliche Kokosnuss-Bananen-Suppe entschieden hat. Da wir alle mehr verschlungen haben, als unser Magen eigentlich bereit war aufzunehmen, hat sie die Suppe freundschaftlich mit mir geteilt. Zum Abschluss wurde uns noch ein Kochbuch ausgehändigt, in der Hoffnung, dass wir auch Zuhause noch mal erfolgreich thailändische kochen werden. Versuchen werde ich es auf jeden Fall!

Natürlich habe ich hier in Thailand aber auch noch viele andere tolle Dinge erlebt. Zum Beispiel haben meine alten Bekannten aus Laos mich überredet mit ihnen die Tiger besuchen zu gehen. Tiger sollten eigentlich nicht als Touristenattraktion dienen, von daher war ich erst gegen solch einen Besuch. Dennoch habe ich mich letztendlich dafür entschieden. Wann kommt man solch imposanten Tieren sonst noch mal so nahe? Außerdem mag es vielleicht manchmal besser sein die Besonderheit eines Tieres zu erfahren, um es danach umso mehr zu schätzen und vielleicht auch zu schützen? Ich weiß es nicht, vielleicht rede ich meinem Gewissen auch selber nur gut zu. Wurden die Tiere unter Beruhigungsmittel gesetzt, damit sie den ganzen Tourizirkus über sich ergehen lassen? Ich mag es nicht bestreiten, ich weiß es nicht. Ich habe auf jeden Fall teilweise sehr schläfrige Tiere erlebt, wiederum wurden wir vorzeitig aus dem Gehe geschleust, weil die Tiere zu aktiv wurden und damit das Risiko für uns zu groß wurde. Das neuseeländische Pärchen hat eine Stangen Geld dort gelassen und kam dafür aber auch in das Vergnügen mit 2 Monate alten Tiger zu spielen. Diese kleinen waren definitiv aktiv und haben die wenn auch etwas unnatürlich Spielkameradschaft genossen. Leider brauchten sie aktuell keine Kindheitspädagogin, ich habe extra angefragt.

Im Norden Thailands wird auch vermehrt das Ziplinen angeboten, mir hingegen gefällt der Hochseilklettergarten Geesthacht besser. Die Natur ist vielleicht etwas weniger beeindruckend, dafür ist man aber aktiv und hängt nicht nur die ganze Zeit faul in der Gegend rum.

Chiang Mai ist, mir war es nicht bewusst, die zweit größte Stadt Thailands, nach Bangkok versteht sich. Mir gefällt diese aktive Stadt unheimlich gut, neben den vielen Tempel ist Chiang Mai vor allem für seinen Nachtmarkt berühmt und ja Mist warum reise ich noch gleich mit einem Backpack und kann ich nicht einfach alles in meinem Koffer schmeißen, was mich gerade so anlächelt? Das sind die wahren Leiden eines Backpackers. Ich weiß, ich bin schon ziemlich arm dran.

Neben Chiang Mai habe ich mich auch noch das nördlicher gelegene Pair angeguckt. Pai ist nicht nur als Hippie Ort bekannt, sondern insbesondere auch für die kurvigen Straßen, die man erst mal überstehen muss, um von Chiang Mai nach Pai zu kommen. Pais Umgebung ist noch etwas schöner, als die von Chiang Mai, dennoch genießen viele Reisende einfach die Atmosphäre der kleinen Stadt und nutzen die Zeit zum Entspanne - so habe auch ich es gemacht.

Bevor es Donnerstag nach Singapur geht, stehen noch die letzten Punkte auf meiner Liste. Oft wurde ich wie eine Außerirdische angeguckt, dass ich bisher noch keine Massage oder Mani- und Pediküre über mich hab ergehen lassen  und ja, es gehört wohl zu den Erfahrungen hier dazu. Also werde ich mich etzt um das entsprechende Beautyprogramm kümmern. 

Chiang Mai
Chiang Mai, Thailand
  • Small
    Paul hat am kommentiert:

    sind die tiere auf drogen?

Schudebake Small

Oh du wunderschönes Laos

Obwohl gerade mal Halbzeit meiner Reise ist, muss ich schon jetzt ein wenig auf die Zeit gucken, daher muss ich meinen Aufenthalt in Laos leider etwas kürzer gestalten, als vor der Reise mal geplant. Gleich am Flughafen in Vientiane bin ich auf Luke und Dee, ein Pärchen aus Neuseeland gestoßen. Genau wie ich, waren sie weder mit Kip (Laotische Währung) noch mit ausreichend Dollar ausgestattet, um das Visum zu bezahlen. Der Geldautomat vor Ort half aber gerne aus. Gemeinsam haben wir uns dann auf ins Stadtinnere von Vientiane, Laos Hauptstadt gemacht. Vientiane ist eine recht ruhige Stadt, die eigentlich nicht viel zu bieten hat, aber durchaus durch ihre vielen Cafés und Bäckereien besticht. Besonders sehenswert ist in Vientiane das Cobe Museum. Hierbei handelt es sich um ein Wohltätigkeitsprojekt, welches sich den Opfern des Stillen Krieges kümmert. Wie viele wusste auch ich nicht über die Gesichte Laos bescheid, doch auch Laos was in den Vietnamkrieg involviert, da die Amerikanern hier Stützpunkte aufgebaut hatten. Laos ist auf die Quadratmeter gesehen (ich hoffe, ich erinnere mich richtig und lügen jetzt nicht) das meist bebombte Land, wobei ca. 30% der Bomben nicht explodiert sind und heute noch insbesondere für die Landbevölkerung, die Felder bewirtschaften eine Gefahr darstellen. Immer wieder explodieren in Laos somit noch heute Bomben und führen zu schweren Verletzung. Cobe kümmert sich um die Opfer, in dem Prothesen oder auch Rollstühle angefertigt werden. Aber auch Rehamaßnahmen, Physio- und Ergotherapie gehört zu den Angeboten, mit denen Cobe versucht den Opfern das Leben zu erleichtern. Darüber hinaus werden Minen- bzw. Bombensucher und Entschärfen, sowie Physiotherapeuten ausgebildet. Viele Menschen hier in Laos gewinnen somit die Hoffnung und die Möglichkeit zurück an der Arbeitswelt teilzunehmen und das für die Familie wichtige Geld zu verdienen. Gerade in der Landwirtschaft ist jede helfende Hand notwendig, um die Familie über Wasser zu halten.

Neben dieser traurigen Seite, hat Laos neben einer faszinierenden Natur auch noch eine liebevolle und nette Bevölkerung zu bieten. Die Laoten stechen besonders durch ihre ruhige Art hervor. So fährt der Bus halt erst um 10 Uhr, statt um 8.30 Uhr ab, weil noch auf Mitfahrer gewartet wird. Auch wenn die Straße plötzlich mitten auf der Strecke gesperrt wird, weil sie mal eben neu aufgerissen wird, ist das hier vor Ort kein Problem.

Von Vientiane ging es für uns nach Vang Vieng, einen Ort der unter vielen Backpackern vor allem als Partyort und für das Tuben bekannt ist. An meinem Geburtstag haben auch wir uns hier am Tuben versucht, obwohl man mehr von einer Bar zur nächsten getingelt ist, als das man im Tube saß. Trotzdem war es alles in allem eine witzige Erfahrung.

Der nächste Stop hieß für uns dann Luang Prabang. Luang Prabang wird oft als Herzstück Laos gehandelt und die kleine Stadt mit seinem leichten französischen Einfluss und den vielen kleinen Cafés lädt definitiv zum Verweilen und Entspannen ein. Wenn man dennoch etwas Abwechslung sucht, kann man zum Beispiel den wunderschönen Wasserfall besuchen und ein Bad zur Erfrischung nehmen oder den Elefanten näher kommen. Der Elefanten-Tourismus hier vor Ort, wie auch in allen andern Orten, muss jedoch vorsichtig betrachtet werden, so war es uns wichtig, dass bei der Elefantenfarm, die wir besichtigten das Wohl und der Schutz der Elefanten im Vordergrund stand.

Für mich ging es auf sehr holprigen Straßen (und der Fahrer des Minivans hilt sich für Michael Schuhmacher) dann noch weiter in den laotischen Norden, in das weniger besuchte und ruhiger Nong Khiaw, welches von Bergen eingerahmt wird und durch den Mekong in zwei Teile geteilt wird. Nong Khiaw ermöglicht einem einen besseren Eindruck vom laotischen Leben zu erlangen und ist nach Luang Prabang eine willkommene Abwechslung in ruhiger Idylle. In Nong Khiaw gilt es vor allem die Natur zu erkunden und zu bestaunen oder einfach nur die Seele baumeln zu lassen und abends bei einem Bierchen den klaren Sternenhimmel zu betrachten und nach Sternschnuppen Ausschau zu halten.

Heute Abend geht es dann auch schon in den Norden Thailands nach Chiang Mai, wo die gute thailändische Küche auf mich wartet, so fern sich mein Magen bald weder erholt.

Laos
, Laos
Schudebake Small

Falling in love - Hong Kong

Hallo Hong Kong - Hallo Kulturschock Klappe die Zweite. Hongkong wird auch das New York Asiens genannt und ich weiß jetzt warum. Die Stadt ist busy, überall strahlen Werbekampangen von riesen Bildschirmen auf einen herab, Geschäftsleute gehören zum Straßenbild, sowie die vielen Taxen und Kaffeeläden. Dennoch bleibt der asiatische Charme erhalten. Auf den verschiedenen Straßenmärkten kann man sein Verhandlungsgeschick unter Beweis stellen und die verschiedensten kulinarischen Küchen laden zu Gaumenfreuden ein. Neben dem Linksverkehr (der zu dem im Vergleich sehr geordnet ist), schockiert/überrascht einen auch die plötzliche asiatische Strukturiertheit. Die Wege in den Metros sind in rechts und links eingeteilt, je nachdem ob man die Metro verlässt oder gerade einsteigen will, Pfeile weisen einem den richtigen Weg. Freundlich werden die Nutzer des Metrosystems darauf hingewiesen sich doch bitte auf der Rolltreppe festzuhalten und nicht ständig auf das Handy zu gucken - dagegen geht es bei uns wirklich noch sozial und kommunikativ zu. Hongkong ist nicht nur multikulturell, Hongkong ist viel mehr international, was mich komplett begeistert hat. Das gemeinsame Leben von Asiaten und Westmenschen (mein Deutsch lässt nach) hat sich komplett ins Stadtbild etabliert und Englisch gehört zum normalen Umgangston. Neben der atemberaubenden Skyline, mit unglaublich vielen Rooftopbars, verzaubert Hongkong darüber hinaus aber noch mit schönen Landschaften. So laden beispielsweise am Wochenende kleine Inseln dazu ein dem Großstadtjungle zu entfliehen.

Internationales Flair und asiatischer Charme haben diese Stadt für mich zu einem Highlight gemacht. Auch wenn die Lebensunterhaltskosten immens hoch sind und eine kleine Lücke in meinem Reisebudget hinterlassen haben, könnte ich mir hier einen längeren Aufenthalt (Hallo Arbeitswelt) durchaus vorstellen. Da Hongkong eine sehr arbeitsorientiere Stadt ist, findet das soziale Leben meist abends statt. Die verschiedenen Restaurants und Bars sind dann gut gefüllt und überall treffen die Menschen zusammen. Auch das legendäre Pferderennen in Happy Valley ist ein bekannter Treffpunkt und eine beliebte Abendbeschäftigung. Auch gegen ein Feierabendbierchen am Pier mit Blick auf Hongkongs Skyline spricht nichts.

Darüber hinaus kann ich auch noch einen Besuch im lokalen Krankenhaus als Sightseeing-Punkt empfehlen. Ich habe mich für das 2-stündige Wohlfühlprogramm mit ausreichend Schmerzen und der richtigen Dosis Antibiotika entschieden. Die medizinische Versorgung vor Ort ist meiner Meinung nach sehr gut. Das Personal ist sehr freundlich und kompetent und für Erfrierungen dritten Grades aufgrund einer sehr hoch eingestellten Klimaanlage wird gesorgt. Spaß beiseite, liebe Kinder, kratzt keine Mückenstiche auf, die können sich durchaus böse entzünden und so ein gesunder Fuß ist beim Reisen schon mehr oder minder notwendig. Ich habe noch nie in meinem Leben solche Schmerzen erlitten wie in diesem Krankenhaus und ich habe in 2 Monaten nicht so viel gefroren wie in Hongkong (mir wurde netter Weise eine Wolldecke gereicht), aber trotzdem, meine Wunde ist geheilt und mein Fuß ist wieder voll einsatztauglich - Resümee gut! Und die Reisekrankenversicherung hat sich gelohnt!

Hongkong ich komme gerne wieder, jetzt erkunde ich aber erst mal das wunderschöne und zum Glück günstigere Laos!

Hong Kong
, Hong Kong
  • Small
    Sarah hat am kommentiert:

    oh wie schön, du fliegst nach Laos. ich beneide dich :-) sabai dii...

Schudebake Small

Kröhnender Abschied von Vietnam - Sapa

Von Halong Bay aus ging es nach Hanoi, Vietnams Hauptstadt. Auch wenn Hanoi täglich zig Touristen beherbergt, findet das tägliche lokale Leben der Einheimischen auf Hanois Straßen statt. Der touristische Schwerpunkt begrenzt sich hauptsächlich auf die Altstadt. Wagt man sich über diese Grenzen hinaus, ist man schnell einer der wenigen Touristen, welches Hanoi für mich als Stadt unheimlich spannend gemacht hat. Begeistert haben mich die zahlreichen Street Food Stände, an denen sich auch unheimlich viele Einheimische getummelt haben. Das Leben in Hanoi wirkte auf mich sehr gesellig, auch wenn man zwischendurch von den kleinen Plastikhockern aufspringen musste, um diesen auf den Fußweg zu retten, damit er nicht von der Polizei mitgenommen wird. Stühle und Tische, sowie Motorroller, dürfen nicht auf den Straßen stehen und werden von der Polizei kompromisslos eingesammelt. Hanoi lud mich nicht zum typischen Sightseeing ein, sondern viel mehr zum verloren gehen und dabei unglaublich Plätze zu entdecken, wie zum Beispiel Menschen, die quasi auf den Schienen leben, oder ein Park voller Einheimischer, in dem gerade ein Charity Konzert stattfand.
Von Hanoi aus ging es zu meiner letzten Station in Vietnam, nach Sapa. Sapa liegt im Norden Vietnams, nahe der chinesischen Grenze. Die Busfahrt nach Sapa war ein kleines Erlebnis, da mein Busunternehmen mich in meinem Hostel vergessen hatte. So wurde ich zwei Stunden verspätet auf ein Scooter geladen und prompt ging es 15 Minuten durch Hanois Stadtverkehr. Fast wurde die rasante Fahrt durch ein Taxi gestoppt, doch mein Fahrer konnte noch geschickt ausweichen. Ich wurde dann an ein fremdes Busunternehmen übergeben und so ging es 14 Stunden (immerhin fast die versprochenen 10 Stunden) in einem viel zu kleinem Bett mit dem Sleepingbus nach Sapa. Der Aufwand hat sich aber definitiv gelohnt. Es hat schon einen Grund warum unheimliche viele Touristen diesen Ort besuchen. Wie viele andere Orte in Vietnam besticht auch Sapa mit einer wundervollen Natur, Reisterasse an Reisterasse in den Bergen. Ich habe mir auf dem Weg zu meinem Hostel eine Einheimische angelacht, bzw. sie ist einfach nicht mehr von meiner Seite gewichen und hatte mir irgendwann das Versprechen entlockt, sie abends anzurufen und bei ihr für den nächsten Tag eine Trekkingtour zu buchen. So ging es heute für mich durch die Berge, entlang an Reisterassen und durch kleine Dörfer. In dem Dorf meines Tourguides ging es dann in ihre kleine Hütte, die sie auch für Homestays (Übernachtungen mit den Einheimischen) anbietet. Dort habe ich mir nicht nur ihre Wohnsituation angeguckt, sondern wurde auch noch kulinarisches verwöhnt und von ihren süßen Kindern bespaßt. So ein Einblick verdeutlich doch noch mal ganz radikal wie unterschiedlich das Leben der Menschen hier, doch zu meinem Leben ist. Sie ist 24 Jahre alt, seit 8 Jahren verheiratet und hat 3 Kinder, die teilweise sehr auf sich alleine gestellt sind. Ich bin fast 24 Jahre alt, habe gerade mal eine Berufsbezeichnung und habe einfach die Möglichkeit 4 Monate durch die Welt zu reisen. Sie ist nicht unglücklich mit ihrem Leben, aber mir wird wieder deutlich, wie wahnsinnig gut ich es habe! Gefühlt ist Sapa für mich so unterschiedlich vom Rest von Vietnam und dennoch rundet es das Land für mich vollkommen ab. Neben der faszinierenden Landschaft und den lieben Menschen, habe ich hier noch mal einen ganz anderen Einblick in das alltägliche Leben erhalten, abseits von dem lauten, turbulenten Straßenleben in den Städten.
Morgen geht es mit dem Sleepingbus zurück nach Hanoi, wo ich noch eine Nacht verbringe, bevor ich Dienstag nach Hongkong fliege.

  • Small
    Claus hat am kommentiert:

    Gerade auch Sapa hast du sehr schön beschrieben - danke.

  • Small
    Schudebake hat am kommentiert:

    Vielen Dank! Freut mich sehr, dass mein Blog gut ankommt! :)

  • Small
    Anna hat am kommentiert:

    Ich genieße Ihr Blog. Wir sehen Sie uns in Vietnam eine tolle Zeit haben! Ich werde da in einigen Tagen sein :-)

Schudebake Small

Vietnams Naturwunder

Ninh Binh ist eine meiner Meinung nach noch sehr von dem Tourismus unberührte Stadt und besticht vor allem durch die atemberaubende Landschaft Tam Cocs. Tam Coc wird auch das Halong Bay des Landes genannt und ist hingegen deutlich auf den Tourismus ausgelegt. Man schippert auf dem Fluss zwischen riesigen Felsen entlang und kriegt zwischendurch noch Fanta oder Oreo Kekse angedreht - aber alles cheap cheap natürlich und good price, wenn nicht sogar Happy Hour. Rein aus Sicherheitsgründen dürfen natürlich auch nur zwei Ausländer pro Boot transportiert werden, wobei hingegen die Anzahl bei den Einheimischen unbegrenzt zu seinen scheint. Dennoch ist Tam Coc definitiv sehenswert! Nach unserer Bootstour haben wir uns noch für eine Wanderung entschieden, die unseren Schweiß auf jeden Fall wert war. Neben einem kleinen Tempel im Berg und natürlich wunderschöner Landschaft, haben wir eine kleines verstecktes Tal entdeckt, in welchem lediglich eine kleine Hütte war. Ganz unerwartet hat uns der Bewohner dieser Hütte zu einen Höhle geführt und uns ausgestattet mit seiner Taschenlampe eine Führung im fließenden Vietnamesisch geben. Hier muss ich meine Behauptung (aus der Euphorie heraus) aus dem vorherigen Eintrag revidieren, wir sind anscheinend doch noch keine Vietnamesen, so konnten wir zwar nullkommanichts verstehen, haben aber unser Interesse mit entsprechend vielen Ahhhs und Ohhhs zur Kenntnis gebracht.

Von Ninh Binh ging es dann mit einem Minivan nach Halong Bay City, wo wir eigentlich direkt für den nächsten Tag eine der berühmt berüchtigten Bootstouren buchen wollten. Gar nicht mal so leicht, da viele der Touren von Hanoi aus gebucht werden. Dennoch waren wir erfolgreich, konnten die das Mittelklasse Boot (ein wenig Luxus muss ja auch mal sein) aber erst für den übernächsten Tag buchen, so dass wir einen Tag lang die Seele haben baumeln lassen.

Und wir haben es nicht bereut, unser Boot entsprach zum Glück den Bildern und auch der Preis, den wir gezahlt haben, war angemessen. Man hört dazu so einige Horrorgeschichten von extremen Preisunterschieden und leeren Versprechungen. Doch unser Boot war gerade mal mit 13 Leuten beladen, so dass wir eine nette kleine Gruppe abgaben. Das einzige Manko war der doch sehr strikte Stundenplan. Gerade mal auf dem Boot angekommen gab es schon Lunch, bevor man dann nach ca. 45 minütiger Verdauungspause in eine Höhle ging, worauf sofort das Kayaking folgte. Anschließend ging es nach 10 minütiger Fahrt zum Strand. Nach dem Sonnenuntergang gab es dann Dinner und abends war endlich Zeit dazu die Seele baumeln zu lassen, jedoch sollte man dieses nicht zu lange tun. Da man netter Weise um 7 Uhr am nächsten morgen zum Frühstück geweckt wird und anschließend nach etwas Zeit auf dem Deck eine Einführung in die Mysterien der Frühlingsrollen bekommt. Also wehe es sagt noch mal einer, dass ich hier Urlaub mache!

Halong Bay zählt zu einem der sieben Welt Natur Wunder und ist somit einer der touristischen Magneten Vietnams. Trotz der vielen Touristenboote ist die Umgebung ein Traum und lässt sich durchaus genießen. Wobei in der Hauptsaison häufig sehr viel Müll im Wasser treiben soll. Ich habe insbesondere den Sonnenuntergang an Deck genossen und das Philosophieren bei dem ein oder anderem Bier unter dem Sternenhimmel. Solche Momente sind einfach unvergessbar, schwer teilbar, aber unglaublich wertvoll.

Schudebake Small

On the road

Von Da Lat ging es zusammen mit Dieuwke (Niederlande) nach Nah Trang, welches wir jedoch ausschließlich aus Zwecken der Reiseunterbrechung besuchten. Nah Trang hat außer einem Strand, einem riesigen Waterpark und einem Haufen Russen nicht viel zu bieten. In unserem Hostel lernten wir Caro aus Rostock kennen und am nächsten Abend machten wir uns zu dritt mit dem Nachtbus auf den Weg nach Hoi An.

Hoi An wurde mir schon von vielen anderen Reisenden empfohlen und ich wurde nicht enttäuscht. Mit den vielen kleinen Gassen, netten Läden, kleinen Cafés und der untypisch ruhigen Atmosphäre lädt Hoi An definitiv zum Verweilen ein! Bekannt ist die Stadt vor allem für ihre Schneidereinen, daher ließ es sich natürlich nicht umgehen sich zwei Kleider anfertigen zu lassen. Achja und natürlich ein Paar Ledersandalen - Frau hat ja Platz im Rucksack. Abends verzaubert Hoi An durch farbenreiche Lichter entlang des Flusses. Auch das Feilschen lässt sich hier auf dem Markt mit zahlreichen Souvenirs hervorragend üben. Istanbul kann jetzt definitiv kommen - ich bin vorbereitet. Übrigens für Nachahmende muss ich dringend vor der Suchtgefahr warnen! Zudem hat Hoi An außer Shoppingmöglichkeiten aber auch noch schöne Strände zu bieten. So haben Caro und ich uns entschieden einen Tag auf dem Drahtesel zu verbringen und uns in Hoi Ans Umgebung zu verlieren. Fasziniert waren wir insbesondere von den kleinen Dörfern außerhalb von Hoi An. Aus jeder Ecke kam ein lautes und herzliches Hello und man erhält einen Eindruck von der ländlichen Lebensweise der Vietnamesen.

Nach vier Tagen hieß es dennoch auch für uns Abschied nehmen von Hoi An. Um den Abschied möglichst gebührend zu zelebrieren haben wir Hoi An auf Scootern verlassen und sind 150km entlang der vietnamesischen Küste nach Hue gefahren. Was soll ich sagen, wir sind jetzt offiziell geprüfte Vietnamesen, schließlich haben wir den Straßenverkehr hervorragend gemeistert und haben zudem noch eine unglaubliche Landschaft gesehen. Auch Hue diente ausschließlich der Reiseunterbrechung und von hier aus ging es dann mit dem Nachtbus nach Ninh Binh. 

Hoi An
Quang Nam, Vietnam
Schudebake Small

Da Lat - Outdoor adventure paradise

Als ich in Da Lat ankam, dachte ich, dass dies genau der richtige Ort ist um einfach mal auszuspannen und all die wundervollen Cafés auszuprobieren. Auch mein Hostel lädt durch massig Freundlichkeit, eine warme Dusche, ausreichend Privatsphäre in meiner eigenen kleinen Kojen, schmackhaften Frühstück und unglaublicher Sauberkeit zum Verweilen und Entspannen ein. Aber kaum angekommen habe ich auch ein Haufen netter Menschen kennengelernt, so dass ich gleich am nächsten Tag mit einem Israeli und einem Vietnamesen eine Easy Rider Tour durch Da Lat und Umgebung machte. Easy Rider Tour heißt eigentlich, dass man sich einen Guide bucht und mit diesem auf dem Motorrad zu unterschiedlichen Orten fährt - Wasserfälle, Kaffeeplantagen... worauf man halt Lust hat. Wir wollten das ganze jedoch fachmännisch ohne Guide vollziehen, da die beiden mit eigenen Motorrädern unterwegs waren. Wir kamen jedoch recht schnell an den Punkt, an dem wir uns eingestehen mussten, dass wir ohne Guide etwas aufgeschmissen sind. Glücklicherweise stießen wir an einer Tankstelle auf drei Australier mit ihrem Easy Rider, die sich netterweise bereit erklärten, uns in ihre kleine Gemeinde aufzunehmen.

Neben der atemberaubenden bergigen Landschaft des Landesinneren von Vietnam haben wir darüber hinaus noch unterschiedliche Farmen besucht. Zum Beispiel wird der Großteil der Blumen hier in Vietnam in Da Lat gezüchtet. Die Kaffeeplantagen haben wir für eine Rast und einen leckeren frischgemahlenen Kaffee bei unglaublicher Aussicht genutzt. Anschließend ging es zu den Elephant-Waterfalls und zur Silkfarm. Durch die Berge ging es dann zur DER Sommerrodelbahn in Da Lats Umgebung. Da ich weder ein Fan von solch Fahrgeschäften bin, noch dies jemals zuvor ausprobiert hatte, noch in die vietnamesische Konstruktion vertraute, kostete es mich zu erst einige Überwindung. Aber gut, warum macht man solch eine Reise, genau, um über seine Grenzen hinauszugehen und um Neues auszuprobieren. Zack wurde ich in einen Bob geschnallt, kriege noch kurz Instruktion wie ich bremsen kann und schon befand ich mich auf dem Weg nach unten. Ich hab es überlebt und ich hatte sogar Gefallen dran, ich weiß nur immer noch nicht, ob der Bob aus der Bahn fallen kann oder nicht :D Daher habe ich sicherheitshalber immer etwas mehr gebremst, als vermutlich notwendig. Der ganze Tag auf einem Motorrad war zwar super spannend, aber auch sehr anstrengend, so dass ich mich einfach nur auf ein Abendessen und mein Bett, sowie einen entspannten nächsten Tag freute.

Das Abendessen fand in geselliger Runde statt und prompt befand ich mich in einer Canyoning-Firma, wo ich mit 3 Holländerinnen, einem Dänen und einem Engländer eine Canyoningtour für den nächsten Tag buchte. Statt entspannen und ausschlafen, hieß es somit früh aufstehen und rein in die Ausrüstung. Aber es hat sich gelohnt! Ca. 7 Stunden sind wir durch die bergige Umgebung Da Lats gestapft, haben uns unter anderem an Wasserfällen abgeseilt, sind von Felsen gesprungen und haben natürliche Wasserrutschen zwischen Felsen getestet. Das ganze stellte sich als ganz schön anstrengend heraus, so dass ich endlich mal das Gefühl hatte, mich sportlich betätigt zu haben. Dennoch war ich abends ziemlich geschafft und ziemlich durchgefroren - komisch wenn man den ganzen Tag in nassen Klamotte rumturnt, aber zumindest war die heiße Dusche am Ende des Tages, die beste, die ich seit Beginn meiner Reise hatte ;).

Viele der lieben Menschen, die ich hier in Da Lat kennengelernt habe, sind heute aufgebrochen. Teils in den Norden teils in den Süden, so dass ich zumindest einige auf meiner weiteren Reise Richtung Norden wiedertreffen werde. Heute bleibt mir dann endlich mal Zeit mich etwas zu entspannend und von den tollen, spannenden letzten Tagen zu erholen - mein Körper wird es mir danken. Und ich komme endlich dazu die vielen kleinen einladenden Cafés zu testen, bevor es dann morgen weiterRichtung Norden geht.

Schudebake Small

Tschüss Kabodscha - Hallo atemberaubendes Vietnam

Kaum hatten wir unser Visum in der Hand ging es auch schon los nach Ha Tien in Vietnam. Der Bus war gebucht und anders als erwartet, wurden wir in einen Minivan verfrachtet, bzw. eher gestapelt. Wir waren daher froh, als wir uns an der Grenze zu Vietnam (Ha Tien ist ein Grenzort) entfalten konnten und ab dort per Motorroller nach Ha Tien befördert wurden. Meine erste Motorrollerfahrt habe ich unbeschadet überstanden. Da in Vietnam, im Gegensatz zu Kambodscha, Helmpflicht zu bestehen scheint, kann ich nun endlich meine seit der Grundschule vorhandene Kopfläusephobie bekämpfen. Zumindest muss ich mich mit dem Tragen fremder Helme arrangieren, wenn ich hier irgendwie vorwärts kommen möchte.

In Ha Tien angekommen, haben wir uns ganz spontan entschieden, dass wir doch nicht dort bleiben wollen. Die Suche nach einem Nachtbus nach Ho Chi Minh City (Saigon) gestaltete sich erst mehr oder minder kompliziert, da niemand in dieser Stadt Englisch sprechen zu schien. Aus dem nichts tauchte dann aber doch unsere Rettung auf, ein unglaublich netter Vietnamese, der fließend Englisch sprach und uns dann zur Busstation gebracht hat und uns auch noch beim Ticketkauf geholfen hat. Netter Herr!

Mit dem Nachtbus ging es dann ca. 8/9 Stunden über Land und Fluss nach HCMC. Dadurch, dass Nachtbusse aber meist Sleepingbuses sind, hat man quasi ein eigenes kleines Bett an Board und kann somit sogar ein wenig schlafen, zumindest wenn man nicht direkt am Lautsprecher liegt, aus dem in nicht gerade unüberhörbarer Lautstärke asiatische Musik truddelt.

In Ho Chi Minh bin ich 2 Nächte geblieben. Was soll ich sagen? Mir gefällt die Stadt unheimlich. Erst mal ist sie im Vergleich sehr sauber und es gibt keine TukTuk-Fahrer, das heißt, man konnte wirklich mal entspannt durch die Gegend schlendern, ohne ständig "No thanks" sagen zu müssen - großartig! Außerdem gibt es in HCMC dank des französischen Einflusses ausreichend Cafés, welche ein genüssliches Frühstück ermöglichen. Kann es etwas besseres geben?! Ich wage es zu bezweifeln. Die zwei Tage in HCMC habe ich mit Sightseeing, Kultur (Kriegsmuseum) und natürlich dem ein oder anderen Bier und etwas Feierei verbracht.

Danach ging meine Reise weiter, ca. 5 Stunden über Land nach Mui Ne. Ein Küstenort, der insbesondere als Kite- und Surfspot und unter den Russen bekannt ist. Ja die Russen! Selbst in den Restaurants waren die Speisekarten auf Russisch zu finden. Was war großartig an Mui Ne?! Der Wind! Als Nordlicht kann man bei der Hitze ab und zu schon mal die nordischen Brise vermissen, aber Mui Ne hatte davon einiges zu bieten. Ansonsten gibt es aber auch nicht viel mehr zu sehen, als die Sanddünen, auf welchen man sich im Sandsurfen versuchen kann. Ja ich muss noch etwas üben, ich sah doch anschließend sehr gepudert aus.

Die "Bretter" zum Sandsurfen konnte man fast ausschließlich von Kindern mieten, wodurch man als Tourist automatisch die Kinderarbeit hier im Land unterstützt. Das widerspricht eigentlich komplett meiner Natur und meinem Idealismus, aber zumindest begleitet mich der Gedanke über die Umständen der Kinderarbeit meine Reise über und hat hoffentlich Einfluss auf mein hoffentlich bevorstehendes Masterstudium in der Sozialen Arbeit mit internationaler Perspektive.

Von Mui Ne aus buchten ich meinen Bus nach Da Lat und befand mich dann um 6:30 Uhr morgens anders als erwartet in einem local Bus, eingequetscht zwischen einem anderen Deutschen, der auch nicht wusste wohin mit seinen Beinen. So ging es dann 5 Stunden ohne Klimaanlage unter anderem über die Berge ins Landesinnere nach Da Lat.

Schudebake Small

Von Phnom Penh ins Paradies

So großartig, mein ganzer Beitrag hat sich mal eben einfach verabschiedet. Danke, also noch mal von vorne.

Von Siem Reap bin ich 9 Stunden lang auf huppeliger Piste in einem Bus voller Einheimischer durch das kambodschanische Land gefahren. Wobei man sich auf die vorher gemachten Angaben bezüglich der Fahrtdauer nicht so ganz verlassen sollten. Für mich haben sie aus den 6 Stunden also doch lieber 9 Stunden gemacht, Ehre wem Ehre gebührt. Der erste Stop dieser durchaus interessanten Fahrt war der Straßenrand, der von den Einheimischen als Toilette umfunktioniert wurde. Für mich war dieser erste Stop der Moment, in dem ich mir überlegt habe meine Flüssigkeitszufuhr für einige Stunden einzuschränken. Auf jeden Fall hatte ich während der Fahrt Gesellschaft von einem 29 jährigen Kambodschaner, der sehr von meiner Hautfarbe begeistert war (ja, ich bin immer noch sehr hell, ich arbeite dran!). Dennoch konnte der Gute nicht so ganz verstehen, dass es mich glücklich macht alleine zu reisen. Auch dem Umstand meines Single-Daseins war ihm etwas rätselhaft, worauf hin er sich als mein kambodschanischen Freund anbot. Wirklich sehr hilfsbereit.

Gegen 17 Uhr hatte ich dann endlich mein Hostel in Phnom Penh erreicht und habe den Abend bei Bier und Barbecue ausklingen lassen.

Mein ersten Tag im Phnom Penh habe ich einem sehr bedrückenden, aber dennoch sehenswerten Ort gewürdigt - den Killingfields und dem Gefängnis S21. Ähnlich wie in unserer Geschichte, kam es auch in Kambodscha zu Massentötungen, bei denen ca. 3 Millionen Kambodschaner ihr Leben verloren und somit ca. 1/3 der Bevölkerung ausgelöscht wurde. Die Leichen wurden in sogenannten Killingfields vergraben. Bis heute sind weder alle Killingfields entdeckt, noch sind alle Leichen ausgegraben. Auch bei dem Killingfield in Phnom Penh, welches eines der berühmtesten ins ganz Kambodscha ist, wird man immer wieder darauf hingewiesen, dass man freigespülte Knochen doch bitte liegen lassen sollte. Die Roten Khmer haben, ähnlich wie Hitler, grundlos Millionen von Menschen umgebracht, gebildete und nicht gebildete Menschen, Männer, Frauen und Kinder. Die Art und Weise war dabei besonders grauenvoll. Mal wurde der Kopf eingeschlagen, mal die Kehle durchgeschnitten und Babys wurden mit dem Kopf an den Killingtree geschmettert. Viele der Opfer des Killingfields in Phnom Penh wurden aus dem S21 dorthin geliefert. Der Abtransport aus dem Gefängnis fand nachts statt und blieb damit lange unentdeckt. Vietnam hat Kambodscha schließlich von den Roten Khmer befreit, dennoch wurde die Regierung sogar noch ca. 1980 (eventuell lüge ich gerade, aber doch noch recht spät) von der UN unterstützt, weil man Vietnam keinen Glauben schenken wollte.

Den Abend habe ich auf jeden Fall etwas fröhlicher verbracht, bei wahnsinnig leckerem Essen auf dem Night Market von Phnom Penh. An den Essensständen wurde überall das gleiche Essen angeboten und nach der Bestellung nahm man auf einem der vielen auf dem Boden liegenden Teppiche platz und nahm dort das Essen zu sich. Eine wirklich tolle Erfahrung.

Am nächsten Tag habe ich Phnom Penh dann zu Fuß erkundet und ca. 100 TukTuk-Fahrern gesagt, dass ich gerade kein TukTuk fahren möchte. Abends bin ich dann noch mit einer Kanadierin und einer Amerikanerin durch Phnom Penh gelaufen. Leider wurde der Kanadierin auf dem Rückweg (20 Meter vorm Hostel) das Portmonee mit sämtlichem Inhalt aus der Hand gerissen. Eine typische Sache in Phnom Penh aber auch in anderen Städten in Kambodscha. " Männer sind zusammen unterwegs, meist auf dem Motorroller und einer reißt dir dann deine Tasche weg. So haben wir den Abend dann mit Karten sperren verbracht. Zum Glück hat uns aber ein wirklich sehr netter Kambodschaner geholfen, der ihr dafür sein Handy geliehen hat. Sie durfte das Handy sogar noch bis zum nächsten Tag behalten, um den Rückruf der Bank entgegennehmen zu können.

Für mich ging es am nächsten morgen endlich mit dem Bus nach Shianoukville und von dort aus dann mit der Fähre nach Koh Rong eine der schönsten Inseln Kambodschas. Dort habe ich jetzt 2 Tage mit entspannen und sonnen verbracht. Die Landschaft ist wirklich traumhaft. Weißer Sand, klares Wasser in zich Blautönen und Palmen. Der Weg zu einem besonders schönen Strand führte mich durch ein Stück "Dschungel", zumindest habe ich eine Schlange sichten können.

Jetzt bin ich gerade schon wieder in Shianoukville, wo ich heute mein Visum für Vietnam beantragen wollte, aber auch hier scheint heute Feiertag zu sein, so dass ich das auf morgen verschieben muss. Und dann werde ich mich langsam Richtung Vietnam bewegen, so dass ich nächste Woche auf jeden Fall schon in Vietnam sein werde, worauf ich mich wahnsinnig freue

Ich denke, die Bilder werden euch eventuell ein wenig neidisch machen. Gut so!

  • Small
    Claus hat am kommentiert:

    Das mit dem neidisch machen funktioniert. Wir wünschen uns weiter so lebensnahe Beschreibungen und schöne Bilder. Danke.

  • Small
    Armin hat am kommentiert:

    Viel Spaß im schönsten Land der Welt! Diebe gibt es leider in jedem Land, aber die Hilfsbereitschaft dort ist unglaublich. In dem Sinne, genies das Paradies =)

Schudebake Small

Kambodscha - Abenteuerland

Der erste Einfall zu Kambodscha? Definitiv korrupte Grenzposten. Eigentlich kostet das Visum 20 Dollar, sogar laut offiziellem Schild direkt über der Visa-vergabe-Stelle, wie auch immer man sie genau bezeichnet. Laut handschriftlicher Notiz sollte das Visum nun aber neuerdings 20 Dollar + 100 Baht extra kosten. 100 Baht ist nicht viel Geld, zumindest nicht für die meisten Touristen, es sind in etwa 3 Euro, aber verarscht wird man trotzdem. Als ich mich erst nicht verarschen lassen wollte und mich geweigert habe die 100 Baht extra zu zahlen, wurde mir kommentarlos mein Reisepass natürlich ohne Visum überreicht. Man kommt also um das verarscht werden gar nicht rum.

Naja zumindest war meine Fahrt von Bangkok nach Siem Reap trotz 8,5 Stunden sehr angenehm. Meine erste Unterkunft hier in Siem Reap war leider eine ziemliche Absteige, Format Kifferparadies. Aber mein neues Hostel ist dafür sehr nett und man lernt schnell Leute kennen.

Gestern habe ich mir Siem Reap angeguckt und bin nur so auseinander gelaufen - dank ziemlich hoher Luftfeuchtigkeit. Im Gegensatz zu Bangkok ist die Stadt sehr klein, was ich aber gerade unheimlich angenehm finde. Viel hat Siem Reap eigentlich aber nicht zu bieten. Es wird insbesondere durch die günstige Lage zu Angkor Wat nur so von Horden von Menschen heimgesucht, so dass sich die Bevölkerung sehr auf den Tourismus eingestellt hat. "Lady, Lady, TukTuk?" Ich glaube "No, thanks." werden definitiv die am meisten verwendeten Wörter am Ende meiner Reise sein.

Heute morgen bin ich schon um 4 Uhr morgens aufgestanden um mir den Sonnenaufgang über Angkor Wat anzugucken und es hat sich definitiv gelohnt. Gemeinsam mit 2 Holländerinnen habe ich mir danach noch unterschiedliche Tempel angeguckt. Gegen 10 Uhr haben wir uns aber wieder auf den Rückweg begeben, auch morgens kann die Hitze schon wirklich schlauchen. So dass wir fix und fertig zurück ins Hostel sind, immerhin hatten wir da aber auch schon 5 Stunden bei den Tempel und in einer sagenhaften Natur verbracht. Sogar mit freilaufenden, wilden Affen.

Die Tempel, aber mindestens genauso die Natur Drumherum sind wirklich beeindruckend und waren definitiv einen Besuch wert!

Morgen geht es dann mit dem Bus nach Phnom Penh in die Hauptstadt Kambodschas.

Ich schicke euch etwas Sonne,

Anna

Schudebake Small

Bangkok Klappe die Zweite

Noch ein kleines Update von meinem letzten Tag in Bangkok und damit auch Thailand.

Besuch des Grand Palace mit Kerstin (aus Österreich) und danach geniales Pad Thai in einer Mischung aus Restaurant und Streetfood. Abends mit dem TukTuk zur Khao San Road auf einer Bier und ein sehr leckeres Curry.

Schudebake Small

Erster Kulturschock - Bangkok

Moin ihr Lieben,

Ich bin gut in Bangkok angekommen und bleibe nur noch heute hier, morgen geht es dann nach Kambodscha.

Der Flug war wirklich sehr entspannend, einziges Manko, immer wenn die Stewardess bei mir angekommen ist, war nur noch ein Essen vorhanden - ich konnte nicht mehr wählen. Aber das konnte ich gerade so verkraften.

Am Flughafen in Bangkok bin ich dann auf einen argentinischen Freak getroffen, zusammen sind wir dann mit noch einem russischen Pärchen mit dem Zug nach Bangkok reingefahren. Mein Hostel habe ich gleich problemlos gefunden, es liegt direkt an der Skytrain Station - wie praktisch. Bis heute habe ich mir das Zimmer mit zwei Koreanerinnen geteilt, die aber leider nicht wirklich Englisch sprechen.

Zu Bangkok: Die Hitze macht das Erkunden doch etwas schleppend. So richtig motiviert bin ich bei so viel Wärme noch nicht. Den ersten Abend bin ich mit dem Argentinier zu einem Nightmarket mit einem Boot gefahren. Da war es schon ziemlich beeindruckend, viele kleine Stände, man hätte gefühlt alles kaufen können. Aber eigentlich war das ganze doch sehr touristisch. Aber leckeres Essen gab es da, für nicht mal umgerechnet 2€.

Gestern habe ich Bangkok dann alleine erkundet, da der Argentinier mir viel zu anstrengend und touchy war. Ich bevorzuge es doch nicht die ganze Zeit abgeknutscht zu werden, Kulturunterschiede hin oder her.

Gestern habe ich mich viel im Boot auf dem Fluss befunden. Man saß schattige und der Fahrtwind hat sehr gut getan. Vielleicht hat mir der Aufstieg auf einen Tempel den Rest gegeben, auf jeden Fall bin ich früher als geplant mit Sonnenstich ins Hostel zurück gekehrt. Ein gebührender Start würde ich sagen. Abends konnte ich mich dann aber doch noch aufraffen und habe mit ein paar Deutschen (ja also fast, Bayern halt) Bier getrunken. Eigentlich nicht so die coole Kombination mit Sonnenstich, aber besser als alleine auf dem Zimmer zu sitzen.

Jetzt muss ich erst mal organisieren wie ich am besten nach Kambodscha komme.

Bis bald,

Anna

Schudebake Small

Ahoi, Leinen los!

Moin ihr Lieben,


in knapp zwei Wochen heißt es für mich wieder: Tschüss, ich bin dann mal weg! Und hallo Südostasien!

Dank der vielen wahnsinnigen Menschen, die mir doch tatsächlich immer wieder die selbe quälende Frage gestellt haben und mir damit unendlich viele schlaflose Nächte bereitet haben. "Du wirst doch aber einen Blog führen, oder???" Merkt ihr was? Ein "Nein!" ist bei der Frage irgendwie als Antwort nicht vorgesehen. Anscheinend seid ihr leicht masochistisch veranlagt, wenn ihr euch wirklich mit Fotos und Berichten von weißen Stränden und türkisem Wasser neidisch machen lassen wollt. Aber gut okay, ich will ja nicht so sein und werde mich am Bloggen versuchen, aber ohne Gewähr und auf eigene Gefahr. So ein Blog will gepflegt werden, fast so wie ein Tamagotchi. Ob ich dieser Aufgabe tatsächlich gewachsen bin, wird sich im Laufe der nächsten Wochen und Monate herausstellen. Ich werde mir größte Mühe geben euch vor Neid platzen zu lassen!

Aber auch was anderes muss mal gesagt werden, danke an euch alle, dass ihr mir dieses Erlebnis gönnt und mich dabei unterstützt! Und das größte Dankeschön geht dabei an dich, Mamita!

Ich freue mich auf eine unvergessliche Zeit und die tolle Möglichkeit euch, dank dieses Blogs, ein wenig daran teilhaben zu lassen!

Jork
Lower Saxony, Germany
  • Missing
    Ludolphi hat am kommentiert:

    Geniess die Zeit und lass uns neidisch werden !