Julia goes Südostasien

In 6 Wochen durch Thailand, Laos und Kambodscha

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Julia Gierig Missing

Tag 35 - 40 - Koh "Relax" Tao

Helau und Allaaf!

Nach einer Woche unentschuldigter Blog-Abwesenheit melde ich mich nun wieder zum Dienst um euch von Koh Tao zu berichten. Schonmal vorweg: Es wird nicht viel sein da ich 1. alles eine Woche später rekonstruiere und 2. nicht viel angestellt habe ausser relaxen (darf ja auch mal sein, Urlaub kann ja manchmal sooo anstrengend sein).

Ich bin also Sonntag zusammen mit Erika rüber nach Koh Tao in einem überaus bemitleidenswerten Zustand. Wir haben den Tag also nicht mehr viel gemacht ausser zu schlafen. Koh Tao ist ein ganzes Stück kleiner als Koh Phangan und alles ist ein bisschen ruhiger und gemütlicher, aber auch deutlich teurer.  Montags erkunden wir mit einem Roller die Insel, was besonders interessant wird, als die Straßen aufhören und es auf sandigen Pfaden weitergeht. Aber alles save, aufgrund meiner überdurchschnittlichen Roller-Skills. Wir kommen zu mehreren wunderschönen Aussichtspunkten von denen aus man die ganze Insel überblicken kann. Wir lassen jedoch den Sonnenuntergang aus, da ich mir den Weg zurück lieber nicht bei Dunkelheit antun möchte. 

Mittwochs machen wir ein ganztägige Schnorcheltour auf einem Boot rund um die Insel. Koh Tao ist nämlich nach dem Great Barrier Reef der Ort um zu tauchen. Man wird hier förmlich überrannt von Tauch-Angeboten, da dies jedoch einiges kostet beschliessen wir uns auf den Schnorchel-Kompromiss einzulassen. Die Tour ist toll, Koh Tao hält was es verspricht. Aufgrund des kristallklaren Wassers bekomme ich wunderschöne Fische und Korallen zu sehen. Eigentlich Bin Ich garnicht so der Fischtyp, aber die Fische dort sind echt crazy! Ah, Achja, und Haie schwimmen dort auch rum (Sorry Mama...). Haha, aber die tun nix, ich schwör! Die sind wirklich total ungefährlich und ganz klein und mögen keine Menschen, und schonmal garnicht Julias.

Am Abend treffen wir uns mit Joe, Louis, Tiger und Fleur, die nun auch von Phangan nach Koh Tao übergesiedelt sind. Wir dinieren fürstlich direkt am Strand und genießen eine der täglichen Fire-Shows. Die Jungs haben's echt drauf! Irgendwann wird eine brennende Limbo-Stange herausgeholt, aber Ich kann mich noch zurückhalten. Als dann aber schliesslich ein brennendes Seil zum Seilchen springen einlädt juckte mir doch ganz schön in den Füßen. Ich denke mir, wann in meinem Leben werde Ich so etwas bescheuertes nochmal machen können? Nachdem ich die ganze Sache ca eine halbe Stunde observiert und auf Sicherheit überprüft habe versuche auch mein Glück. Garnicht so einfach im Sand, aber ich habs ja drauf. Bis dann irgendwann irgendein besoffener Vollidiot mit ins Seil springen will und dafür sorgt, dass das brennende Seil auf mir landet. Naja, ein paar verkohlte Haare, aber 100% Adrenalin und Riesen-Spaß! Zum wiederholten Male machen wir die Nacht zum Tag (ok, lange nicht so sehr wie beim letzten Mal, man wird ja auch nicht jünger), wodurch Ich die nächsten Tage ziemlich ereignislos am Strand verbringe. 

Am Samstag Nachmittag nehme ich dann die Fähre & Nachtbus nach Bangkok, Abschied nehmen von meinen Freunden und einem der vielen Paradiese die ich auf meiner Reise sehen durfte. 

Was ich definitiv nicht vermissen werde sind die Fahrten in den Nachtbussen. Alter Falter. Eigentlich sollen wir um 5.30 morgens in Bangkok ankommen (15 Std Reise -.-), aber wie auch immer zum Teufel das möglich ist kommen wir 3 Stunden früher, um 2.30, mitten in der Nacht an! Wie bitte? Ich habe natürlich wie immer keine Unterkunft vorher gebucht (meiner Meinung nach Beste und ja auch spannendste Art zu reisen) und darf das jetzt also mitten in der Nacht in einer Stadt wie Bangkok tun. Aber ok, halb so wild um ehrlich zu sein, ich bin auch nicht allein damit. Ende gut, alles gut.

Montag geht's dann nach Dubai und Dienstag von dort aus nachhause! 

Ich bedanke mich bei allen die mir mittels dieses Blogs gefolgt sind auf meiner Reise, das bedeutet mir sehr viel!!

Bis bald und liebe Grüße aus Bangkok!

Julia

Ko Tao Island
Surat Thani, Thailand
Julia Gierig Missing

Tag 31 - 34 - Koh Phangan

Hallo zusammen!

Nach meinem anstrengenden Trip von Siem Reap nach Koh Phangan bekam ich also endlich endlich meinen lang ersehnten Schlaf, der bis 12 Uhr mittags dauern sollte. Das war mal nötig! Erica und ich teilen uns das süße Hüttchen, da wir keine Ahnung haben wo die anderen abgeblieben sind, gehen wir zu zweitfrühstücken. Alles was das Herz begehrt, ausgeschlafen und an einem Traumstrand, was will man mehr? 

Koh Phangan ist eigentlich verschrien als wine von Touristen übervölkerte Partyinsel. Da die weltbekannte Fullmoonparty aber gerade vorbei ist, scheint die Insel beinahe wie ausgestorben zu sein (vergleichsweise), was das ganze sehr sehr angenehm macht. Und sonst hat die Insel auch viel mehr zu bieten als diese eine große Party, der Strand an dem wir sind ist z.b. sooo schön! Was mich auf die Idee bringt (wie Hier üblich) einen Roller zu mieten um mich mal auf der Insel umzusehen.

Ich bekomme von der hübschen Dame mit der unglaublich tiefen Stimme den Schlüssel fürs Gefährt ohne auch nur irgendwas Führerschein ähnliches vorzeigen zu müssen. Die Dame dachte sich, dass mir ein pinker Roller mit dazu passenden Helm unglaublich gut stehen müsste. Ooookay :-D Ich mache mich vorsichtig auf den Weg und merke schnell dass die Maschine ziemlichen Wumms hat, 90 geht damit sicher (keine Sorge, fahre nie schneller als 60). Die Insel ist viel viel größer als ich dachte, alleine zum Hafen fahre ich schon 20 Minuten. Dort entdecke ich einen der besten Essensmärkte bisher. Es gibt einfach Alles, und das in vielfacher Ausführung! Ich probiere Hähnchen am Spieß welches vor Fett nur so trieft und Pancake zum Nachtisch. Nein, ich werde hier definitiv nicht abnehmen. Weitergehts ins Inselinnere (irgendwie habe ich die Straße entlang der Strände verpasst) durch hügelige Dschungelartige Landschaft. Ich genieße die Fahrt und habe mich mittlerweile auch an den Linksverkehr gewöhnt. Ich lege einen Zwischenstopp an einer kleinen Insel namens Ko Ma ein. Um hierher zu kommen muss man ca 100m durch Bauchnabel hohes Wasser waten. Viel gibts dort leider nicht zu sehen und ich mache mich auf den Rückweg zu den Bungalows.

Am nächsten Tag ziehen Erica und ich um, da unsere Unterkunft am Leela Beach doch etwas weit ab vom Schuss ist. Mit all unserem Gepäck zu zweit auf dem Roller ist doch eine kleine Herausforderung, zum Glück bin ich da ja einigermaßen erfahren was das Roller fahren betrifft! Wir kommen in einem günstigen Backpacker-Guesthouse unter, welches zudem noch sehr günstig ist (2,50€ für das 8-Bett Zimmer indem wir jedoch alleine hausen). Von dort aus fahren wir zum Foodmarket den ich auch den anderen Mädels gerne zeigen möchte.

Am Nachmittag geht's für mich weiter. Gestern schon habe ich nach langer Sucherei via Google eher durch Zufall entdeckt dass man hier Wakeboarden kann! Da ich das unbedingt Hier machen wollte habe ich garnicht lange überlegt und sofort gebucht! Ich war ja schon ein paar mal zuhause auf einer Bahn, deshalb wollte ich hier mal schauen wie das mit einem Motorboot so klappt. Der ganze Spaß ist leider super teuer und nur 20 Minuten, aber das gönne ich mir halt mal und versuche dann mehr zu sparen. Ich fahre also zusammen mit dem Betreiber Jamie, ein Engländer der seit 8 Jahren hier lebt, zu seinem Motorboot. Nach kurzer Einweisung schmeisst er mich auch schon ins Wasser (nicht ohne sich den Kommentar zu verkneifen, dass er vllt doch das Kinderboard hätte mitnehmen sollen). Und naja, was soll ich sagen, ich bin halt einfach ein Naturtalent! :-D Schon beim ersten Versuch komme ich aus dem Wasser und stehe sicher auf dem Board. Es macht riesigen Spaß und ist meiner Meinung nach etwas einfacher als auf einer Bahn. Ab und an zerlegts mich dann doch, da Jamie mich immer wildere Sachen machen lässt. Am Ende gelingt mir sogar ein Sprung (naja sagen wir kleiner Hüpfer) über eine Welle. Leider ging's viel zu schnell um, aber es hat sich trotzdem gelohnt! 

Später fahren wir zu einer richtig coolen Bar welche sich auf einer kleinen Anhöhe auf der Bergspitze befindet. Der Ausblick von Hier ist super und wir kommen genau richtig zum Sonnenuntergang. Heute Abend findet eine große Halfmoonparty statt, allerdings wissen wir noch nicht genau ob wir hingehen sollen, da wir bisher nicht so viel gutes darüber gehört haben. Zurück in unserem Hostel zieht sich die Entscheidungsfindung (Tom, Tiger, Fleht, Joe, Louie und Benedikt aus Deutschland sind mittlerweile auch da) zieht sich bis 1.30 in der Nacht hin, bis wir uns schliesslich entscheiden zur anderen "Eden Garden Party" zu gehen. Die Taxifahrt dorthin dauert eine halbe Stunde, aber es geht über Straßen die diesen Namen nicht verdient haben! Mit 3fachem Schleudertrauma kommen wir endlich an, der Ort ist am Strand gelegen und die Bar ist quasi in die Felsen eingebaut. Der Abend ist super, als wir gehen ist es 8 Uhr morgens und Taghell :-) Dadurch bekommen wir nun auch den Weg zurück durch den Dschungel im hellen zu sehen, welcher nun mehr einer Achterbahn gleicht und total Spaß macht! Da ich um 10 Uhr den Roller abgeben muss und wir um 1 das Schiff nach Ko Tao nehmen, habe ich die super Idee am besten garnicht zu schlafen. Ich war selten so fertig in meinem Leben ;-)

Ich melde mich dann also wieder von Koh Tao! :-)

Bis bald, Julia

Kok Pangan Island
Surat Thani, Thailand
Julia Gierig Missing

Tag 29 - 30 - In 2 Tagen ins Inselparadies

Sawadi-kaa aus Thailand!

Schluss mit faul sein, Zeit für ein Update. Also, wie gesagt sollte mich der Bus Dienstag Nacht an meinem Hostel abholen. Nachdem ich mit meinem letzten Nachtbus-Nachbar Jeff so viel Glück hatte, hatte ich jetzt ziemlich Schiss davor wer mich nun erwartet. Der Nachtbus war lange nicht so komfortabel wie der letzte, aber immer nochin Ordnung! Und glücklicherweise hatte ich meine beiden Sitze für mich allein undkonnte dementsprechend gute 3 Stunden schlafen, ehe wir um 6 Uhr morgens an der thailändischen Grenze geweckt wurden. Hundemüde mussten wir das zähe Visa-Prozedere über uns ergehen lassen. Zu dem Zeitpunkt war schon alles ganz hektisch auf den Beinen dort. Bis auf: Um Punkt 7 Uhr tönte plötzlich aus allen möglichen Lautsprechern die Nationalhymne, worauf jeder Fußgänger, Auto, Tuktuk, Fahrad, auf der Stelle wie angewurzelt stehen blieb um der Hymne Respekt zu zollen! Ziemlich merkwürdige Situation für Aussenstehende. Nun gut, weiter ging es von der Grenze aus nach Bangkok in einem Mini-Van, leider mit kleiner Verspätung aus folgendem Grund: Dieser...Typ. Hat nichts besseres zu tun als sich 20 Minuten zu beschweren, dass er ja auf keinen Fall die paar Stunden auf dem Sitz neben dem ganzen Gepäck sitzen kann ("I payed the same money as them!!", hallo irgendwer muss da halt sitzen, schonmal in Laos oder Kambodscha gereist??). Also wurden die Sitzplätze schliesslich wild hin und her getauscht und einstimmig von der Männerriege beschlossen, dass das kleine deutsche Mädel ihren super Fensterplatz aufgeben soll, um vorne den Notstuhl zwischen Fahrer und Beifahrer zu besetzen. Danke du Penner!!

Nun gut, bedeutete also wieder keinen Schlaf für mich. Nichtsdestotrotz kamen wir pünktlich mittags in Bangkok an. Nachdem ich mich meiner roten Klamotten entledigt habe (schwierige Farbe momentan in Bangkok) buchte ich sofort das nächste Nachtbus-Ticket nach Koh Phangan für selbigen Abend. Ich verbrachte die verbleibenden 6 Stunden mit Essen, rumlaufen und Geld ausgeben. Von den Unruhen habe ich übrigens überhaupt nichts mitbekommen, nur im Fernsehen. Um 18 Uhr abends kam der Bus, ein Nachtbus mit sitzen zum runterklappen, nicht wirklich komfortabel. Die Fahrt soll 12 Stunden dauern und ich schlafe wieder nur 2 Stunden. Mittags kommen wir am Hafen an und ich bin nur noch ein wandelnder dreckiger Zombie. Dusche, Bett, wo seit ihr?? Mit dem Boot geht es rüber zur Insel, es sind irgendwie super viele Deutsche Hier.

Am Hafen lerne ich Tiger und Fleur aus England, Tom aus Australien und Erica aus Finnland kennen. Das Grüppchen ist auf dem weg zu irgendeiner günstigen Bleibe, da schliesse ich mich doch gerne sofort an! Nach einiger Zeit (ok es waren Stunden mit zwischendurch essen und so) finden wir DEN Traumstrand mit super günstigen Winz-Bungalows für kleines Geld! Der Strand ist so schön, Alles sieht aus wie im Märchen! Nachdem wir uns eingerichtet ha nehmen wir unser wohlverdientes Bad im Meer und bekommen einen super Sonnenuntergang zu sehen. Abends gehen wir noch zur Lighthouse-Party direkt bei uns in der Nähe, auf der ich Joe (Psychologie Masterstudent, selbstständig, suuuper interessanter Typ) und seinen Kumpel Loui kennen. Später falle ich hundemüde ins Bett und versuche den verpassten Schlaf nachzuholen!

Kok Pangan Island
Surat Thani, Thailand
Julia Gierig Missing

Tag 27 - 28 - .... und weiter gehts nach Siem Reap!

Sabaidee!!

Der sogenannte Hotel-Bus soll mich also um 19 Uhr abholen, Ankunftszeit in Siem Reap ist 6 Uhr morgens. Der Bus ist zum pennen ein Traum, man hat ein ganz normales sauberes Bett indem man einfach bis zum naechsten morgen pennen kann. Allerdings sind es Doppelbetten, die von der Groesse her auch locker als 1 Person Bett durchgehen koennten. Da ich alleine bin, weiss ich also nicht mit welch gluecklicher Person ich mir heute Nacht dieses super schmale Bett teilen darf. Ich bete zu sonst was, dass ich nicht irgendeinen ekeligen alten Schmierlapp zugeteilt bekomme. Und es hat sogar geholfen, mein Hotel-Bus Roommate ist Jeff, 28, aus Pennsylvania, USA. Super netter Typ, wir verstehen uns von Anfang an super und mir faellt ein riesiger Stein vom Herzen. Trotz des komfortablen Busses schlafe ich in der Nacht nur sehr wenig, da die kambodschanischen Strassen total rumpelig sind. Puenktlich um 6 Uhr morgens kommen wir in Siem Reap an und zu meiner Ueberraschung habe ich mit meinem Bus-Ticket ein Gratis Tuktuk zu den zahlreichen Guesthouses gebucht. Ich schnappe mir Jeff und zusammen machen wir uns auf die Suche nach einer Bleibe. Das Guesthouse unserer Wahl bietet mir um einiges mehr Luxus als ich die lezten beiden Wochen gewohnt war: Zimmer zu zweit, dicke Matratzen, warme Dusche, sauber,... was will man mehr? Jeff und ich treffen uns gegen 10 mit zwei Englaenderinnen welche Jeff in Vietnam kennengelernt hat, um zusammen zu DEM Tempel Angkor Wat zu fahren und uns noch weitere Tempel in dem Eck anzusehen. Wir buchen uns den netten Tuktuk-Fahrer von morgens direkt fuer den ganzen Tag, sodass er uns zu den Hotspots bringen kann.

Als erstes geht es also nach Angkor Wat. Diese Tempelruine ist wirklich riesig und macht ganz schoen Eindruck. Kaum vorstellbar wie alt diese Gebaeude sind. Allerdings ist es mal wieder total ueberlaufen mit Touristen, vor allem aus Korea, China und Vietnam. Diese Ruinen ohne die ganzen Leute wuerden glaube ich noch ganz anders wirken. So ist es leider fuer mich ganz nett anzusehen, mehr aber auch nicht. Ich hatte mich vorher informiert, was man dort an Kleidung tragen sollte und bekam die Information dass man eine Art Rock bekommt um den Tempel zu besteigen, falls man nur Shorts an hat. Nun gut, dem war dann nicht so und ich durfte erstmal schoen draussen bleiben. Ich darf mir von nun an die Haehme von den anderen anhoeren und bin unter uns von nun an das Flittchen von Angkor Wat ;)

Nach Angkor Wat sehen wir noch 3 andere Tempel-Ruinen, die mir alle irgendwie viel besser gefallen als der erste! Vor allem der Tempel in dem auch Tombraider gedreht wurde gefaellt mir am besten. Der ganze Temeplbezirk wurde teilweise von der Natur zurueckerobert, alles ist verwuchtert und mit Baeumen verwachsen. Die Ganze Tempelrennerei bei 33 Grad im Schatten macht uns ziemlich schnell zu schaffen und wir sind froh, dass wir nur die kleine Tour gebucht haben und nicht die grosse! Gegen Nachmittag bringt uns unser Guide zurueck in die Stadt und wir gehen zunaechst zur bekannten "Pub Street" welche vor allem nachts brodelt. Am Abend beschliessen Jeff und Ich uns die einstuendige Show des "Cambodian Circus" anzuschauen, sie wurde mir waermstens von jemanden den ich in Sihanoukville getroffen habe empfohlem. Die Artisten in diesem Zirkus sind alles ehemalige Strassenkinder und kommen von einer speziellen Artisten-Schule welche sich zum Ziel gesetzt hat die Kinder-Armut in Kambodscha zu bekaempfen und den Kindern ein besseres Leben zu ermoeglichen. Die Show ist wirklich total super, viel Artistik, Humor, Jonglage, Musik und Show. Vorher hat eine Trommelgruppe von ca 10 Maedchen aus Madagaskar noch einen Gastauftritt, welcher auch genial ist! Nachher treffen wir uns noch mit Sophie und Nadya um zusammen zu essen und fallen danach jedoch direkt muede ins Bett, da wir ja die Nacht davor nicht wirklich viel geschlafen haben, trotz Hotel-Bus.

Am naechsten Morgen fahren wir zu den Floating Villages auf dem drittgroessten See der Welt, Tonle Sap. Mit 20 Dollar leider kein guenstiger Spass, mir faellt auf dass mir das Geld hier so in den Haenden zerrinnt. Unser Guide fuer diese Tour ist Chang, ein 21-jaehriger Volunteer, welcher auch in diesen Doerfern aufgewachsen sind. Die ca. 600 Familien dort geniessen leider keinerlei Unterstuetzung der kambodschanischen Regierung und leben ein abgeschiedenes Leben in Armut. Zunaechst fahren wir mit dem Boot durch die Doerfer, es sind alles schwimmende Haeuser, es gibt sogar einen schwimmenden Tempel, Basketball-Platz und eine Schule! Auf einem der schwimmenden Restaurants machen wir halt, hier werden u.a. auch Krokodile und Schlangen gehalten! Wer weiss wofuer... Anschliessend fahren wir zur einzigen Schule dieses Dorfes. Vorher bekommen wir die Moeglichkeit Grundnahrungsmittel zu kaufen, um diese den Kindern hier zu spenden. Ich bin mir nicht ganz sicher ob wir hier verarscht werden, oder ob die Sachen wirklich so teuer sind. Ich bin mittlerweile ziemlich skeptisch geworden was Spenden etc. angeht, aber ich vertraue unserem Guide eigentlich ziemlich und denke dass das schon so passt. Wir kaufen also ein Riesenpaket Nudeln und bringen es den Kindern in die Schule. Die Kinder sind soooooo suess! Als wir das Paket ueberreichen merkt man leider, dass die Kids schon ziemlich gewohnt sind anschliessend aufzuspringen um mit den reichen weissen Menschen ein Gruppenfoto zu machen. Wenn man sich jedoch ein paaar Minuten mit ihnen beschaeftigt wird die ganze Situation jedoch wieder authentisch und es macht total Spass mit den Kindern zu spielen und Englisch zu ueben! Die Stunden in dieser Schule ist auf jedenfall ein riesiges Highlight meiner bisherigen Reise!

Nach dem Floating-Village-Trip zieht es uns zurueck ins Center um etwas zu essen und ein wenig zu entspannen. Am Nachmittag ueberredet Jeff uns eine Fisch-Massage mitzumachen. Man haelt seine Fuesse ins Wasser und die Fische stuerzen sich sofort drauf um die tote Haut abzuknabbern. Es hat soooo Spass gemacht! Das Gefuehl ist am Anfang echt eigenartig und wir kriegen uns alle zunaechst garnicht mehr ein weil es so kitzelig ist! Anscheinend mag der Betreiber uns, aus 20 Minuten die wir bezahlen werden letztendlich 2,5 Stunden. Waehrend wir also dort so sitzen und uns auffressen lassen, begegnen wir zwei ganz besonderen Menschen. Zunaechst Ly Phoe, 22, Tuktuk-Fahrer aus Kambodscha. Einer der offensten Kambodschander den ich bisher kennenlernen durfte! Er hat viele Traeume und Ideen wie er am besten Geld verdienen kann und wir Brainstormen ungefaehr eine Stunde lang wie er sein Tuktuk am besten pimpen kann um die meisten Menschen anzulocken. Wir machen uns mit dem Handy ein bisschen Musik an, worauf ein 12-jaehriges kambodschanisches Maedchen welches Armbaender verkauft, bei uns innehaelt und ploetzlich richtig cool anfaengt zu tanzen! Die kleine kann total super Englisch und erzeahlt uns, dass sie immer auf der Suche ist nach Touristen die laenger in Siem Reap bleiben, damit sie diese mitbringen kann in ihr Dorf um dort Englisch zu unterrichten! Das Maedel ist echt tough und fordert Jeff auf eine Runde Schnick-Schnack-Schnuck heraus. Gewinnt Jeff, gibts ein Armband for free, gewinnt sie, muss er 2 kaufen. Das Ende der Geschichte ist, dass sie ihn in 3 Runden 3:0 schlaegt und Jeff keinen einzigen Treffer landen konnte. So cool!

Nachdem wir uns endlich vom Fisch-Pool losreissen konnten, lassen wir uns zu einem Restaurant bringen, welches Sophie und Nadya empfohlen wurde. Hier werden Kinder von der Strasse geholt, um ihnen kochen, kellnern sowie diverse Service-Dienstleistungen beizubringen und ihnen eine Ausbildung zu ermoeglichen. Das Prinzip ist, dass diejenigen die schon laenger dabei sind, die "Teacher" sind, und die Neulinge die "Students". Beide Gruppen tragen also auch T-Shirts mit der jeweiligen Aufschrift. Das Ambiente dort ist wirklich schoen und auch das Essen schmeckt gut, vor allem natuerlich aufgrund der Tatsache da es fuer einen guten Zweck ist. Ein sehr sozialer Tag also!

Gegen 2 Uhr morgens holt mich ein Schlaf-Bus ab, um mich nach Bangkok zu bringen. Von dort aus moechte ich nach Koh Tao, Ko Phangan und evtl. je nach Zeit Koh Chang und Koh PhiPhi um dort meine restlichen verbleibenden Tage zu verbringen. Ich denke, dass ich am Donnerstag morgen dort ankommen werde.

Viele Gruesse aus Bangkok,

Julia


Siem Reap
Siem Reap Province, Cambodia
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    Ralf Winkler hat am kommentiert:

    was für schöne Bilder! Ich bin begeistert! Mehr davon.

Julia Gierig Missing

Tag 25 - 26 - Zurueck nach Sihanoukville...

Da bin ich wieder!

Vier mehr oder weniger ereignsreiche Tage liegen hinter mir und ich kann euch endlich mal wieder berichten, was in den letzten Tagen so be mir los war.

Wie schon erwaehnt ging es am Samstag Morgen von Koh Rong zurueck nach Sihanoukville. Die Insel ist super schoen, aber nach 3 Tagen gibt es dort nicht mehr all zu viel zu tun oder zu erleben. In Sihanoukville bin ich wieder auf mich allein gestellt, allerdings freu ich mich diesmal sehr drueber mal wieder etwas Zeit nur fuer mich zu haben. Ich checke wieder im selben Hostel ein in dem ich vorher schonmal war (da weiss man was man hat), entscheide mich aber fuer diese Nacht gegen die Ober-billig-1$-Variante, und fuer die Luxus-4$-Option. Bedeutet jedoch auch Schlafsaal mit 8 Betten, allerdings habe ich ein Doppelbett fuer mich ganz alleine. Ich nutze den Tag um dies und das zu erledigen, was nach ein paar Tagen ausserhalb wirklicher Zivilisation so ansteht wie Waesche waschen (..lassen), Kleinigkeiten einkaufen, zum Markt etc. Hier gibt es ueberall Buecherlaeden in denen man nicht nur Buecher kaufen kann, sondern seins auch einfach gegen ein anderes eintauschen kann! Ich lasse also mein deutsches Buch dort und nehme mir dafuer ein neues Life of Pi Buch mit, super praktisch so etwas! Gegen Abend lasse ich mich an der Hostel eigenen Bar nieder und froehne meiner Internet und Smartphone-Sucht. Hier lerne ich einen super betrunkenen Australier, Rory (25), sowie einen Norweger mit super coolem Freddy Mercury Schnurrbart kennen. Die beiden sind witzig und ich beschliesse den Abend mit den beiden und ein paar anderen auszugehen, zu den zahlreichen Strandbars. Heute,am 15. ist auch Vollmond, d.h. ueberall wird Fullmoon gefeiert. Wieder einmal fallen mir am Strand die zahllosen Bettler auf, unter ihnen auch einige Kinder.

Am naechsten Tag lasse ich mich von einem der vielen Motorroller-Taxifahrern zu einem der vier Straende bringen. Ohne Helm... Aber das Gefuehl bei 30 Grad Aussentemperatur mit einem kleinen Roller durchs nirgendwo zu duesen ist einfach einmalig! Ich hoffe ich kann mir auf meinem Trip auch demnaechst mal einen Roller fuer mich ganz alleine buchen und einfach mal durch die Gegend fahren ohne wirkliches Ziel. Der sog. Otres Beach ist wirklich schoen, zwar reiht sich auch ein Bar-Restaurant an das naechste, allerdings gibt es nur hoechstens 2 Reihen Liegen und alles ist ein bisschen gemnuetlicher und kleiner als an meinem "Heim-Strand". Hier wird auch einiges an Wassersport angeboten, u.a. sehe ich auch einige Kitesurfer und ich bekomme richtig Lust das auch einmal auszuprobieren! Aufgrund mangelnder Zeit muss ich das jedoch fuer heute sein lassen und beschliesse es auf jeden Fall auf den thalaendischen Inseln zu probieren. Ich geniesse die Zeit fuer mich und verbringe einen wirklich schoenen Tag am Strand. Zureuck geht es dann wieder mit dem Roller, am Abend wartet ein Schlaf-Bus auf mich, um mich nach Siem Reap zu bringen.

Vielen Dank fuers lesen & Beste Gruesse,

Julia

 

Krong Preah Seihanu
Preah Seihanu, Cambodia
Julia Gierig Missing

Tag 22 - 24 - Trauminsel Koh Rong

Aloa!

Heute melde ich mich von der wunderschonen Insel Koh Rong im Süden Kambodschas!

Am Mittwochmorgen ging es mit dem Slowboat rüber nach Koh Rong. Und wieder einmal merkte ich, dass ich mich in der Nähe von Wasser einfach wohk fühle. Es ging hinaus auf den offenen Ozean, die Fahrt zur Insel war an sich schon so super schön! Auf dem Boot lernte ich Florian aus Bremen kennen, und wir sollten komplette 3 Tage auf Koh Rong zusammen verbringen. Gegen 13 Uhr kamen wir an und wurden von trsumhaften Stränden empfangen, die ich bisher nur aus dem Katalog kenne. Dieser Ort gehört definitiv zu einem der schönsten die ich bisher in meinem Leben gesehen habe, schaut euch die Fotos an! Wie immer müssen wir uns zunächst auf die Suche nach einer Bleibe machen, was garnicht so einfach ist, da wir fast die letzten sind die vom Boot kamen. Der Haupstrand ist gesäumt von Hostels, Bars und Restaurants. Es gibt nur Strand, sonst nichts, was das Tragen von Schuhen von nun an überflüssig macht. Schon bald passieren wir ein großes schwarzes Loch zwischen den ganzen Bambus-Bars. Vor ein paar Tagen sind Hier 2 Guesthouses komplett niedergebrannt, sieht wirklich traurig aus. Da ein großer Teil des "Sanitär-Wassers" zum löscheb benutzt wurde, ist das ohnehin schon knappe Wasser  noch knapper und man wird zu 1 min duschen angehalten. Auch Strom gibt es nur vernünftig zwischen 18 und 2 Uhr.

Nachdem wir uns häuslich eingerichtet haben beschliessen wir uns auf eine ca 45 minütige Trekkingtour durch den Dschungel zu machen, auf die andere Seite der Insel zum Long Beach, dem längsten Strand Kambodschas. Der Weg dorthin ist einzigartig, mitten durch den Dschungel und ziemlich anstrengend. Aber es lohnt sich auf jedenfalls, für das was wir dann sehen! Kristallklares türkises Wasser und weißer endloser Strand! Das Sahnehäubchen ist dann noch der wunderschöne Sonnenuntergang. Da es dann schon dunkel ist und ich faul bin, laufen wir nicht zurück sondern nehmen eines der Boote. Uns erwartet eine Nacht voll von dröhnender Musik, und dann auch noch von 3 verschiedenen Bars. Ich bin allerdings so müde, dass ich trotzdem Wie ein Stein schlafe.

Für den nächsten Tag haben wir eine Bootstour gebucht. Gegen Mittag geht es los und ich befinde mich endlich wieder auf dem Wasser. Nach einer Weile stoppen wir und haben eine Stunde Zeit zum schnorcheln. Es macht wirklich Spaß, aber was soll ich sagen, ich sehe ein paar Fische die ganz normal aussehen (Fische halt) und ein paar Steine. Danach sollen wir eigentlich fischen gehen, allerdings ist der Seegang so stark, dass das leider nicht geht. Trotzdem bekommen wir ein solides Mittagessen bevor wir zum Longbeach kutschiert werden. Dieser war wiederum genauso wunderschön Wie Tags zuvor auch. Abends treffe ich dann Marjolein wieder, die ein paar Tage länger in Pnom Penh geblieben ist. Mit Julia aus Lippstadt die ich im Hostel kennengelernt habe sind wir nun zu viert.

Am nächsten Tag laufen wir 4 zum 4KBeach, den dritten großen Strand auf der Insel. Und wieder sehe ich einen unglaublich schönen Ort, es ist einfach traumhaft! Wir verbringen fast den halben Tag Hier und ich hole mir einen fetten Sonnenbrand ab. Aber gut, wird ja alles braun. Mittlerweile bin ich übrigens glaube ich so braun, dass ich im dunkeln verschwinde ;-) Morgen fahre ich zurück nach Sihanoukville und bleibe wohl noch eine Nacht worauf es nach Siem Reap geht. Ich hänge meinem Zeitplan ungefähr eine halbe Woche hinterher, aber was solls, lebe den Moment, plane nichts! :-)

Ich melde mich dann wieder,

Lieben Gruß

Julia

Krong Preah Seihanu
Preah Seihanu, Cambodia
Julia Gierig Missing

Tag 20 - 21 - Von Si Phan Don nach Sihanoukville mit 30 km/h

Melde mich zurück, heute aus: Kambodscha!

Am Montagmorgen um 8 fand ich mich am kleinen Strand auf Don Det ein um mich auf den Weg nach Kambodscha zu machen. Zum ersten mal seit einiger Zeit bin ich wieder alleine unterwegs, ich freuemich jedoch auf die Herausforderung. Zunächst geht es mit Boot und Bus ca eine Stunde zur Kambodschanischen Grenze. Dort angekommen wird bei jedem erst einmal mit so einem Lasergerät die Temperatur gemessen (die wollen sich halt keine Pest und Cholera ins Land holen), wodurch sich das Gerücht breit macht, dass wir alle jetzt auf ewig einen Chip implantiert hätten. Das Ganze Visa Prozedere zieht sich ungefähr 2 Stunden hin und das in brütender Hitze.  Nach großerVerwirrung wer jetzt in welchen Bus gehört nehme ich endlich in einer fahrenden Schrottkiste Platz und bin froh diesen Platz noch bekommen zu haben. Denn Wie augenscheinlich öfters haben mehr Menschen diesen Bus gebucht, als Plätze dasind. D.h. dass die Übriggebliebenen schön gemütlich auf kleinen Plastikhöckerchen Platz nehmen dürfen, und das für 7 Stunden (Anm.: schön wärs)! Über etliche Kilometer Lehm-Trampelpfade geht es nun mit ca 30 kmh Richtung Pnom Penh. An Schlafen ist bei dem Geschaukel nicht zu denken, zu dem ist es brütend heiss. Eigentlich sollten wir um 6 in p.p. ankommen, letztendlich ist es jedoch 2 Uhr Nachts als ich mich aufmache um ein Hostel zu suchen. Ich Ende schließlich in einem Schlafsaal mit 10 weiteren Leuten, aber ich will einfach nur pennen. 

Ich habe also von Anfang an keine gute Beziehung zur Hauptstadt Kambodschas und beschliesse am nächsten Morgen direkt den nächsten freien Bus zur Küste zu nehmen. Im Tuktuk zum Busbahnhof treffe ich Max aus Amerika und Vera aus Finnland und quatsche die beiden in altbekannter Manier an. Die beiden sollen mich für den heutigen Tag begleiten. Im Bus nach Sihanoukville Teile ich mir 2 Sitze mit einer Hier heimischen Frau und deren kleinen Sohn, so süß! Aber auch eng, dabei bin ich doch sooo müde! Naja was solls. Nach 4 Stunden Fahrt kommen wir in Sihanoukville an und ckecken in einem 14er Schlafsaal für 1$ pro Nacht ein, warum nicht! Das hostel ist cool, mit Bar, Billiardtischen etc. 

Und endlich sehe ich das Meer! Definitiv eines meiner Highlights bisher. Weißer Strand, lauwarmes Wasser, Sonne, was will man mehr? Morgen mache ich mich auf zur 2 std entfernen Insel Ko Rong, freue mich schon drauf was mich dort erwartet.


Liebe Grüße und bis bald,

Julia

Krong Preah Seihanu
Preah Seihanu, Cambodia
  • Small
    Ralf Winkler hat am kommentiert:

    um das Meer beneide ich Dich, um den Platz im Bus nicht, dazu bin ich zu alt!

Julia Gierig Missing

Tag 12 - 19 - Heaven on earth auf den 4000 Islands

Hallo zusammen,

nach laengerer Abwesenheit melde ich mich endlich mal wieder hier!

Am 2. Februar namen Marjolein und ich den Flieger in den Sueden von Laos, genau genommen nach Paxse. Da wir nur begrenzt Zeit haben haben wir uns fuer diese schnelle jedoch aber auch teure Reisemoeglichkeit entschieden. In Paxse angekommen treffen wir Manuel aus Deutschland und Jonina aus Holland, welche wir schon auf dem Slowboat kennengelernt haben. Wir beschliessen zusammen direkt den Bus zu den 4000 Islands zu nehmen und keine Zeit in Paxse zu vergeuden. Am Busbahnhof gesellt sich dann noch Ken aus China zu uns. Der "Bus" stellt sich heraus als ein etwas groesseres Tuk Tuk und wir ahnen schlimmes als uns mittgeteilt wird, dass wir die naechsten 3 Stunden mit 25 Leuten auf einer Rumpelstrasse in diesem Monstrum verbringen werden. Ich bleibe jedoch wie immer optimistisch, weil ich ja solche Geschichten irgendwie immer mega witzig finde! Und die Fahrt an sich wird schon ein Highlight, es ist einfach unfassbar im Vergleich zu deutschen Standards. Ich habe super Gespraeche mit Manuel und Ken ueber deutsche Wirtschaft und Politik (im Ernst!) und es ist toll zu hoeren wie die Menschen in China Deutschland erfahren. Nach ungefaehr der Haelfte der Strecke halten wir an um zu tanken und mit einem Mal rennen 10 hysterische Lao-Frauen auf unser Gefaehrt zu und halten alle moegliche Sachen in das Auto die sie verkaufen wollen. Im Ernst, die wedeln mit 3 gebratenen Huehnern am Spiess vor meinem Gesicht rum und keifen wie verrueckt! Nach dem kurzen Zwischenstoppp verlauft die Weiterfahrt ruhig und wir kommen puenktlich zum Sonnenuntergang am Hafen von Nakasang an. Ein kleines Boot bringt uns zur Insel Don Khone und die Stimmung koennte kaum romantischer sein. Die Insel Don Khone ist eine kleinere, ruhigere Insel auf dem Mekong. Wir suchen uns ein geeignetes Hostel und verabreden uns zu fuenft zum Abendessen. 

Am naechsten Tag mache ich mich alleine (muss auch echt mal sein) auf mit einem gemieteten Fahrrad (1 Euro/Tag) um einen Wasserfall in der Naehe zu sehen. Es ist wirklich schon in bruetender Mittagssonne fuer sich allein auf dem Fahrrad eine einsame Strasse entlang zu fahren. Der Wasserfall ist wirklich schoen und es sind nur ein paar weitere Menschen dort. Zu meiner Freude gibt es dort auch noch einen suessen kleinen Strand, welchen ich mir natuerlich nicht entgehen lasse, genauso wie mein erstes Bad im Mekong.  Dienstag ziehe ich um auf die Insel Don Det, da hier doch einiges mehr los sein soll als auf Don Kohne (=nichts). Ich finde nach einiger Zeit suchen ein Zimmer im Bungalow mit Terasse und Blick direkt auf den Fluss fuer 4 Euro pro Nacht, ein Traum. Auf Don Det lerne ich den Franzosen Pablo und den US-Amerikaner Josh kennen. Fuer einen Franzosen spricht Pablo super Englisch und ich habe tolle Gespraeche mit ihm. Er hat seinen Job und alles in Paris gekuendigt und tourt jetzt um die Welt um sich einen Ort auszusuchen an dem er leben moechte. Die naechsten Tage verbringe ich mit den beiden, zeige Pablo den Wasserfall, spiele Volleyball und mache ansonsten einfach garnichts ausser faul sein. Am Mittwoch Abend ziehen wir nach 11 Uhr (alles macht um 11 Uhr zu) zum Strand und Pablo holt seine Gitarre raus. Nach und nach wird aus unserem vierer Grueppchen eine Gruppe von 20-30 Leuten, es kommen immer mehr Leute. Unter anderem ein Englaender der sich aus verschiedenen leeren Flaschen ein Drumset bastelt, er ist sooooo gut! Definitiv eines meiner schoensten Erlebnisse hier bisher.

Am naechsten Tag raste ich beinahe aus vor Freude, da ich durch Zufall Ingrid, Vaghan und Camilo vorbeischlendern sehe, die gerade hier angekommen sind. Mit der Zeit habe ich mich gelangweilt und war schon fast soweit das Busticket fuer die naechste Station zu buchen, aber das treffen mit den dreien aendert natuerlich sofort alles! Ich teile mir absofort mit Ingrid ein Zimmer, was fuer mich dann also 2 Euro pro Nacht und eine tolle Gesellschaft bedeutet. Wir verbringen die naechsten Tage zusammen und haben eine wirkich schoene Zeit (die zum grossen Teil aus nichtstun besteht). Einen Tag schliessen wir uns einer ganztaegigen Kayaktour an und sehen die vom Aussterben bedrohten Irradaway-Delfine, den groessten Wasserfall Sueostasiens und wunderschoene Landschaft. Auf dem Rueckweg entdecken wir auf einem Markt zwei lebendige suesse Baby Eulen die anscheinend zum Verzehr verkauft werden. Wir beschliessen die beiden suessen zu kaufen und lassen sie spaeter auf der Insel frei. Gute Tat fuer heute abgehakt.

Am naechsten Tag bekommen wir weitere Gesellschaft von George, Marius und Damon, die Luang Prabang Crew ist also wieder komplett! Eigentlich wollte ich ja schon laengst weg sein, aber da die drei jetzt hier sind beschliesse ich noch ein paar Tage laenger zu bleiben. Meine Vietnam Plaene begrabe ich nun komplett, aber das kommt dann einfach bei meiner naechsten Reise auf die Liste.

Morgen, Montag den 10.2. werde ich weiterziehen mit dem Bus nach Pnom Penh, der Hauptstadt von Kambodscha. Bedeutet leider den kompletten Tag (11 Std) im Bus bei ueber 30 Grad Aussentemperatur. Naja. Pablo gab mir den Tip, unbedingt zur Insel Ko Rong im Sueden Kambodschas zu reisen, fuer ihn bisher das schoenste was er gesehen hat. Das wird dann also mein naechstes Ziel sein. Evtl. danach die beruehmten Tempel von Angkor Wat in Seam Riep und anschliessend ueber Bangkok zu den suedlichen Inseln von Thailand.


Liebe Gruesse aus Laos  und bis bald,

Julia

Muang Khong
Champasak, Laos
Julia Gierig Missing

Tag 10 - 11 - Luang Prabang

Hello again, endlich mal wieder Zeit von Mir hören zu lassen!

Am Donnerstag den 30. 1. kamen wir also in Luang Prabang an. Am nächsten Morgen machten wir uns auf den Weg zum Markt, da wir uns dort mit Marius wiedertreffen wollten. Große wiedersehensfreude, ich war wirklich froh ihn hier wiederzusehen! Aufgrund seiner Empfehlung gingen ich, marjolein, Marius, damon, Ingrid aus Holland und Vaughn aus Neuseeland runter zum flussufer um ein ordentliches frühstück zu suchen. Hier reiht sich ein lokal mit super Ausblick auf den Fluss an das andere. Das Frühstück ist wirklich super lecker und wir haben wirklich super tiefgehende Gespräche (und das am frühen Morgen!). Es ist wirklich interessant zu hören aus welchem Grund andere momentan hier sind und was für eine Geschichte sie haben. PS: wir sind eine 7er Gruppe, alle arbeitslos :-D Ingrid erzählte, dass sie auf ko tao 10 Tage meditiert hat, verrückt. 

Nach dem Frühstück beschliessen marjolein und ich eine bar mit Pool zz suchen, die in der Nähe sein soll. Direkt in der Straße in der wir uns befinden steht schon ein Hinweisschild mit Pfeil zur bar, von daher gehen wir davon aus dass es nicht weit sein kann. Also laufen wir in brütender mittaggssonne zum nächsten Schild...und zum nächsten...und zum nächsten...bis wir uns nach ungefähr einer stunde Fußmarsch voll verfranst haben, uns aber niemand den richtigen weg sagen kann da NIEMAND englisch spricht! Da ich die super Idee hatte mich erst am Pool einzucremen bekomme ich meinen ersten fetten sonnenbrand ab. Letzteendlich lassen wir uns von einem Taxi hinbringen (ungefähr 300m Fährt, war klar) und gönnen uns eine wohlverdiente Abkühlung im Pool! Wir verbringen den halben Tag dort und ich mache Bekanntschaft mit Matt aus Michigan.

Abends beschliessen wir zu einem kleinen strändchen zu laufen mit allen um uns mit einem Beerlao den Sonnenuntergang anzusehen. Die Atmosphäre ist wirklich super, da sich scheinbar alle darauf verstehen auch mal ein paar Minuten einfach nicht zu reden. Als die Sonne weg ist drehen wir unsere zweite Runde auf dem Foodmarket. Ein besonderes Erlebnis hatten wir hier als urplötzlich in der ganzen Stadt der Strom ausfiel. Es war dunkel, sooooo dunkel! Es war verblüffend anzusehen in welcher windeseile die laoten unzählige Kerzen aufstellend, wodurch es noch gemütlicher wurde. 

Am Abend beschließen wir auszugehen, der "Place to be" scheint hier eine bar namens Utopia zu sein. Und das ist sie zurecht, es ist super schön dort, fast alles im freien zwischen Palmen und auf liegen. In Laos macht alles um 11 Uhr zu, wodurch in luang prabang nach 11 alles was noch auf den Beinen ist zur städtischen Bowlingbahn zieht, da dort wohl der einzige Ort ist an dem man noch Alkohol bekommen kann. Deshalb landen wir wohl auch letztendlich dort. Bowling ist wirklich nicht zz unterschätzen wenn man ein bisschen einen im Tee hat, ich war aber immerhin nicht letzte und es hat Riesen Spaß gemacht ;-)

Den Tag danach war ich dementsprechend etwas gerädert, habe mich aber zusammengerissen und bin um 8 Uhr aufgestanden um mit marjolein in ein anderes hostel umzuziehen. Wir landeten im spicy lemon lao, welches ein einziges Hippie Dorf zu sein scheint! Hat mir ziemlich gut gefallen, es gab viel Musik, Lagerfeuer und die Menschen waren einfach unendlich freundlich (wie eigentlich sowieso alle laoten). Von dort aus machten wir uns mit einem tuktuk auf den Weg um uns einen großen Wasserfall anzusehen. Das Wasser dort war so türkisblau dass es fast schon unecht aussah! An einer Stelle konnte man schwimmen gehen, an einem Baum hang ein Seil, wodurch man eine super schaukel hatte zum abspringen. Dass musste ich natürlich sofort austesten ;-) der Wasserfall an sich war auch sehr cool. Das Problem an der ganzen Sache war nur, dass ja momentan noch chinese new year Ferien sind, und das ganze Gebiet total überfüllt war. Leider hat das dem Ort den ganzen Zauber genommen. Am Abend gönn ich mir meine erste richtige Massage hier und es war sooooo gut. Aber auch ein bisschen verrückt. Später gingen wir noch auf einen Abstecher zur utopia bar um auf unseren letzten Abend als Gruppe anzustoßen.  Leider heisst es morgen Abschied nehmen, da marjolein und ich den Flieger runter nach pakse nehmen und die anderen nach Viangveng bzw vientiane fahren. Ich werde diese Gruppe sehr vermissen, ich hätte eine tolle Zeit. Glücklicherweise bin ich auch noch mit meiner chiang Mai Truppe in Kontakt, sodass ich immer mal wieder höre wie es den Jungs so ergeht.

Also, Sonntag 2.2. dann Flug nach pakse, von dort aus direkt zu den 4000 islands im Süden von laos an der kambodschanischen Grenze.

Melde mich & danke fürs lesen!

Julia

Louangphrabang
Louangphabang, Laos
Julia Gierig Missing

Tag 7 - 9 - Drei Tage Bootstour nach Luang Prabang

Hallo zusammen,

nach 3 Tagen Reise melde ich mich wohlbehalten zzrück bei euch. Am Dienstag Morgen hiess es Abschied nehmen von Frank und Ewout, die ihre nächste Etappe in Pai verbringen werden. Marjolein und ich bekommen auf diesem Trip Gesellschaft von Damonaus den USA und George aus UK, die wir mehr oder weniger im Hostel kennengelernt haben. 

Wir haben die Route die vor uns liegt noch nich so ganz kapiert, also lassen wir es einfach auf uns zukommen (ws sowieso bisher auf dieser Reise immer der beste Plan gewesen ist). Es ging also zunächst los mit dem Mini-van richtung Chiang Rai. Auf dem Weg steigen immer mehr Leute aus aller Herren Länder dazu, aber leider ist der Bus nicht sehr kommunikativ. Wir stoppen für 20 Minuten am berühmten White Tempel in der Nähe von Chiang Rai. Es ist ein riesiger Tempel ganz in weiß, mit Spiegelglas verziert. Ich bin mir sicher dass dort die Schneekönigin wohnt. Um reinzugehen muss man sich als Frau so ein langes Tuch umwickeln. Als Marjolein ein Foto machen will schmeiss ich mich in Lose, woraufhin ein Aufpasser direkt neben mir durchs Megafon schreit "No sexy Miss please!". Okay okay, verstanden. Zu unserer Enttäuschung sitzen wir jetzt noch den ganzen Tag im Bus und kriegen weder Wasser noch Boot zu sehen. An unserer ersten Übernachtungsstätte macht sich Galgenhumor breit. So ein abgewracktes Ding! Wer damals die große Freude hatte mit mir in dieser leicht verfallenen "Jugendherberge" in Brandenburg zu hausen weiß was ich meine. Aber alle nehmen es mit Humor, sodass wir trotzdem einen schönen Abend verbringen. Beim Karten spielen lernen wir noch Vaughn aus Neuseeland und Ingrid aus Holland kennen, die von nun an zu unserem Grüppchen dazu gehören sollen.

Am nächsten Morgen geht's um 6 Uhr früh zur laotischen Grenze um den Visa Kram zu regeln. Es ist nebelig und etwas kalt, und wir sind mitten im nirgendwo, was der Umgebung etwas mystisch gruseliges verleiht. Keine Angst Mama, ich hab trotzdem genug lange Sachen mit! Ein Schmankerl war hier noch dass wir auf dem kurzen Weg zur Grenzstation mit 10 Leuten auf der Ladefläche von so einem ollen Truck Platznehmen dürften. Why Not, ich bin ja immer für sowas! Der Grenzübergang verläuft problemlos sodass wir nach weiteren 20 Minuten Fährt endlich auf das Boot kommen. Ich schätze hier können ungefähr 100 Leute sitzen. Es sieht eigentlich aus wie ein großer schwimmender Bus, die sitze scheinen ausrangierte Sitte aus VW Bussen oder so zu sein. Manche sind noch nichtmals festgeschraubt. 

Die Landschaft die wir zu sehen bekommen ist traumhaft. Wälder, Dschungel, Berge, kleine Strände. Auch bei 7 Stunden Fahrt kann man sich kaum sattsehen. Mittlerweile ist es glücklicherweise auch warm geworden. Die Fahrt verläuft ansonsten nicht spektakulär. Gegen 5 kommen wir in Pak Beng an, wo unsere nächste Zwischenstation ist. Es ist ein kleines süßes Dorf welches sich scheinbar ganz auf die Reisenden von den Bootstouren sspezialisiert hat. Zusammen mit Damon und George und zwei Mädels aus Australien (George will wohl eine der beiden abschleppen vermute ich) suchen wir das nä hstbeste Guesthouse und landen direkt einen Volltreffer. Das hostel ist wirklich niedlich, hat einen tollen Ausblick und ist vor allem sauber. Abends gehen wir noch in eine Bar Essen was und spielen eine Runde Kings Cup, wo ich natürlich unschlagbar bin.

Am nächsten Morgen geht es um 8 weiter mit dem Boot. Hier stoßen Ingrid und Vaughn wieder zu uns, die wir zwischenzeitlich verloren hatten. Wir sichern uns im Boot die einzigen plätze  bei denen man sich gegenübersitzt, was sofort viel kommunikativer ist. Es geht weiter mit der atemberaubenden Landschaft, die Berge werden immer höher, die Wälder tiefer. Es ist aber dann doch auch wieder 7 Stunden Fahrt, was ziemlich langweilig werden kann. Gegen 5 kommen wir in Luang Prabang an und werden nun zu neunt in die Stadt verfrachtet. Im Tuktuk wird nicht viel gesprochen, da alle zum ersten mal dieses neue Land erfahren. In der City versuchen wir also mit dieser großen Gruppe eine Bleibe zu finden was eine gute Stunde dauert. Morgen ist Chinese Nee Year, sodass alles ausgebucht ist. Wir landen schliesslich in einem etwas ranzigen, aber sauberen guesthouse. Abends gehen wir zum Night Market, welcher wirklich spannend ist. Es gibt super viel zu sehen, zum Essen gibt es ein großes Buffet, welches dann warm gemacht wird. Die vielen Farben hier tun ihr übriges.

Morgen mieten wir wahrscheinlich ein fiets und schauen uns um.

Bis dahin, ich melde mich! 

Lieben Gruß aus Laos, Julia

Louangphrabang
Louangphabang, Laos
Julia Gierig Missing

Tag 5 - 6 - Dschungelbuch live

Welcome to the Djungle!

Marjolein, Ich und Ewout und Frank, die sich unabhaengig von uns auch fuer diese Tour entschieden haben, werden um halb 10 bei unserem Hostel abgeholt. Vorher verabschieden wir uns noch von Marius, der heute weiterzieht nach Laos.

Wir werden von einem ueberaus netten Thai begruesst, der sich mit Noom vorstellt und unser Guide fuer die naechsten 2 Tage zu sein scheint. Wir hoffen gleich noch weitere nette Reisende kennenzulernen, da wir eine 9er Gruppe sein sollen. Am naechsten Stop stossen dann 5 Koreaner/-innen zu uns. Okay, das koennte wieder schwierig werden, da auch Koreaner oft sehr zurueckhaltend sind. Zu allem Ueberfluss quatschen die auch noch die komplette einstuendige Hinfahrt zum Startpunkt nur auf koreanisch miteinander. Aber okay, wenn wir sie ansprechen antworten sie sehr nett und koennen eigentlich auch ganz gut Englisch.

Am Startpunkt angekommen bekommen wir noch ein Lunch (Reis mit irgendwas), wovon wir glauben dass wir es auch bitter noetig haben werden, da sich vor uns bereits Riesen-Berge auftuermen. Es geht los in einem Affenzahn, unser Guide ist so ein drahtiger Kleiner Typ der diese Strecke glaube ich taeglich laeuft. Es war sooooooooo anstrengend! Es ging die ganze Zeit steil bergauf auf einer Strasse, die heisse Mittagssonne tut ihr uebriges. Ich muss mich echt bemuehen neben der Anstrengung auch ab und an mal nach oben und rechts und links zu schauen um die Landschaft zu geniessen, welche unglaublich schoen ist. Nach ungefaehr der Haelfte verlassen wir die Lehm-Strasse und bewegen uns nur noch auf kleinen Trampelpfaden welche so steil nach oben gehen, dass man manchmal alle Viere benutzen muss. Aber der Aufstieg hat sich wirklich gelohnt, ich glaube nicht dass ich je in meinem Leben so eine schoene Aussicht gesehen habe. Oben angekommen stehen wir vor einem Tor, welches den Eingang zu einem kleinen Bervolk markiert. Noom bringt uns noch bei wie man in deren Sprache Hallo und Danke sagt und erinnert uns daran Respekt zu zeigen vor den Einwohnern. Ich bin sehr froh, dass er das nochmal sagt, ich wirklich keine Lust habe diese Menschen zu sehen oder zu behandeln wie Tiere im Zoo, sondern ihnen wirklich respektvoll und dankbar zu begegnen. Aus diesem Grund hatte ich auch keine Lust die bekannten "Long-Neck" Frauen zu sehen, welche auch hier ganz in der Naehe ihr Dorf haben, da ich denke dass es bei denen noch schlimmer ist mit den Touristen.

Im Dorf angekommen ist es wie in einer anderen Welt, die Menschen leben in Bambus Huetten, welche auch auf Bambus Pfaehlen gebaut sind. Wir warden in unserer eigenen Huette schlafen, alle in einem Raum mit einer Matratze und Moskitonetz fuer jeden.Sieht auf jeden Fall gemuetlich aus! Von der Terasse aus hat man einen atemberaubenden Blick auf die Berge, wir befinden uns so gut wie im Himmel. Ich und die anderen drei machen uns auf den Weg um ein bisschen die Umgebung zu erkunden. Wir machen super viele Fotos und erwischen den perfekten Sonnenuntergang-Moment! Die Fotos sind wirklich cool und wir versprechen uns die Fotos auszutauschen wenn wir wieder zuhause sind.

Zurueck bei unserer Huette hat Noom schon das Essen fertig und wir nehmen Platz auf dem wackeligen Bambus-Boden. Es war soooooo lecker! Reis mit Kartoffeln, Curry und irgendwas (wahrscheinlich Nachbars Hund oder so). "Real Thai Food" meinte Noom nur. Nach dem Essen macht er uns ein paar Kerzen auf dem Boden an ("I will make it romantic for you") und es wird nochmal gemuetlicher als es eh schon war. Perfekt abgerundet wird das ganze als Noom seine Gitarre rausholt. Schade dass er nur Thai Lieder kann. Danach hat er vorgeschlagen dass 21 Game zu spielen. Nicht wichtig wie es funktioniert, nur dass der Verlierer  durch den Gewinner mit einem schwarzen Strich (die Farbe war Russ vom Boden der Pfanne) angemalt werden muss. Fuehrte dazu, dass wir am Ende alle schwarze Kriegsbemalung hatten. Ich bekam natuerlich ein Hitlerbaertchen von Marjolein verpasst :-P

Ich schlief wirklich gut in der Bambushuette, obwohl die Matrazte ein bisschen hart war. Nach dem Fruehstueck machten wir uns auf zu einem grossen Wasserfall. Es ging wirklich steil runter und es war echt nicht ungefaehrlich. Aber die Aussicht war wiederrum super, schade dass man die ganze Zeit auf seine Fuesse schauen musste um sich nicht lang zu legen. Wir befanden uns mitten in der Natur und vor allem nach den 3 tagen in Bagkok habe ich das wirklich sooo genossen!

Ich sags euch, der Wasserfall war sooooo kalt! Wir konnten aber natuerlich trotzdem nicht wiederstehen und sind ins Wasser. Irgendwann konnten wir dann auch wieder atmen und Frank hat super coole Fotos mit seiner wasserdichten Kamera gemacht.

Weiter gings zum Elephant Riding. Marjolein war sich die ganze Zeit nicht sicher ob sie es machen soll, wegen der Behandlung der Elefanten und so. Wir habens letztlich zusammen gemacht, aber ich habe auch so meine Zweifel. War auch jetzt nicht sooo geil. Viel besser war dagegen das Rafting welches danach auf dem Plan stand! Da hab ich doch noch ein bisschen Training gehabt heute! Ich war total in meinem Element, war echt gut. Schon nach 5 Sekunden sind 2 Jungs ueber Bord gegangen (Luschen...:-D) und es kam ein bisschen Hektik und Aufregung auf. Ist aber nix passiert, ich haette die sonst auch gerettet ;). Das Rafting hat wirklich Spass gemacht und die Zeit in der Natur hat mir wirklich gut getan! Ich werde so etwas sicher nochmal machen hier.

Morgen geht es also mit dem SLowboat 3 Tage lang nach Luang Prabang. Kein Internet wahrscheinlich, aber mal schauen, vielleicht doch. Die anderen warten auf mich, da wir uns heute Abend leider verabschieden muessen von den Jungs und wir deshalb noch ein Bierchen trinken wollen zusammen.

Also bis bald, Danke fuers lessen!

Julia

 


Chiang Mai
Chiang Mai, Thailand
  • Small
    Claus hat am kommentiert:

    Hallo Julia,
    das liest sich sehr spannend, schade, dass es gerade keine Bilder gibt. Falls du Hilfe von permondo brauchst, Kontakt gibt's über das Fragezeichen unten rechts. Weiterhin viel Spaß!!

Julia Gierig Missing

Tag 4 - Chiang Mai Relaxing

Sawadee-kaaa aus Chiang Mai!

Da ich 2 Tage Netzlos war, hole ich jetzt hier nach was sich in den letzten Tagen abgespielt hat.

Samstag den 25. Januar habe ich mir erst einmal ein Fruehstueck am Pool gegoennt. DIe letzten Tage waren doch ganz schoen anstrengend und ich denke, dass ich mir diesen einen Tag ein bisschen Pause verdient habe. Marjolein und ich buchen eine 2-Tages-Tour im Dschungel mit Uebernachtung bei einem Bergvolk, Whitewater-Rafting, Elefanten-Reiten und schwimmen am Wasserfall. Das wird sicher super, wir freuen uns sehr drauf!

Am Pool treffen wir dann auch die anderen, Ewout, Frank und Marius. Zusammen ueberlegen wir, wie wir die naechsten Tage bzw Wochen verbringen warden. Ich werde wahrscheinlich nach unserer Dschungel Tour mit dem Slowboat nach Laos tucker, das ganze dauert 3 Tage! Aber wird sicher richtig cool und bestimmt besser als das ganze in so einem Rumpel Reisebus zu machen, was uebrigens genauso lange dauern wuerde. Strassen hier nix gut. Marjolein wird mich begleiten, wir haben ungefaehr dieselbe Route im Kopf und es wird noch ein paar Tage dauern bis wir uns trennen werden. Marius nimmt das Slowboat schon morgen und kann uns dann berichten wie es war. Er war schon oft in Thailand und verbringt im Jahr immer ungefaehr 6 Monate hier, er konnte uns also sehr viel von seinen Erfahrungen und Tips berichten. Er ist unterwegs zu den Inseln im Sueden wo es uns ja alle frueher oder spaeter hinzieht, wir werden uns also auf jedenfall dort wiedersehen.

Immer wieder kommen wir darauf zu sprechen, dass es echt Schicksal gewesen sein muss, dass wir 5 die eigentlich alle alleine reisen, uns getroffen haben! Es gab so viele Momente an denen es auch sehr gut anders haette kommen koennen (ich wollte eigentlich garnicht nach Chiang Mai, Marjolein wollte eigentlich einen Zug eher nehmen, wir trafen MArius und Ewout zufaellig am Taxi,...)!

Am Nachmittag gehen wir zum Markt in Chiang Mai und gehen was Essen. Marius gibt uns den Tipp, am besten in Laeden zu essen in welchen auch viele Thais zum essen sitzen. Sollte dort naemlich jemand krank werden vom essen, spricht sich das schnell rum und schliesslich wuerde keiner mehr dort hingehen. Abends setzen wir uns gemuetlich auf ein Bier an den Pool. Wir wollen heute ausgehen und schauen uns nach einer Bar in den Nebenstrassen um, aaaaber was ist das? Von 06.00pm bis zum naechsten Tag wird NIRGENDS mehr Alkohol verkauft, da irgendwie gerade oertliche Wahlen sind?? Ziemlich schnell haben wir das ganze Bier im Hostel auf, mit freundlicher Hilfe von u.a. Damon und diversen anderen die sich uns mittlerweile angeschlossen haben (ich glaube wir waren letztendlich ueber 10 Leute auf der Suche nach Bier). Ein freundlicher Tuktuk Fahrer verspricht uns, dass DER Laden in Chiang Mai heute offen hat und auch Alkohol verkauft. Wir steigen also ein und nach ungefaehr 300m Fahrt sind wir da. "100 Baht each Person, please.".... Ist klar! Mal wieder will mich einer dieser netten Tuktuk fahrer ueber den Tisch ziehen, wir geben ihm jeder ungefaehr 10 Baht (25 Cent) und damit scheint er dann auch zufrieden zu sein.

Der Club "Spicy" ist ganz gut gefuellt, gemischt mit Thais, aber auch super vielen Travellern aus der ganzen Welt. Die ganze Zeit wird nur gefragt "Where are you from? Where are you from?". Ich treffe also Reisende aus Frankreich, England, Neuseeland, Israel,... leider musste ich auf tiefergehende Unterhaltungen verzichten aufgrund der lauten (jedoch ueberaus guten) Musik.

Muede gehen wir gegen halb 5 ins Bett und hoffen morgen den Dschungel Trip gut zu ueberstehen (ich habe uebrigens so gut wie garkeinen Jetlag gehabt, wie geht das den?).

 

Viele Gruesse, Julia

 

PS: Leider keine Fotos, da der PC irgendwie meine Speicherkarte nicht mehr lessen moechte. Ich hoffe ich habe sie nicht geschrottet, aber auf der Kamera funktioniert sie zumindest noch... Dasselbe gilt fuer die Dschungel-Fotos....

 


 

Julia Gierig Missing

Tag 3 - Erster Tag Chiang Mai


Welcome to Chiang Mai!

Am Bahnhof angekommen schloss ich mich zunaechst Fauzie and friends an, da ich nicht wusste was ich sonst tun sollte. Und wen erblickten meine mueden 1-Stunden-Schlaf Augen da? Marjolein, die ich am ersten Abend in Bangkok getroffen hatte! Ich freute mich rieseig, vor allem da sie anscheinend auch noch kein Hostel fuer die Nacht gebucht hatte und wir so zusammen auf die Suche gehen konnten. Im Zug hatte sie Frank aus Florida kennengelernt, sodass wir von nun an eine 3er Gruppe waren. Wir machten uns also auf den Weg zu den Taxi/Tuktuk/Mix-aus-Auto-Tuktuk-und-LKW Steanden und fragten jemanden ob er uns wohl ins Zentrum bringen koennte. Er brachte uns zu seinem TukTuk AUto Dings, wo wir dann Ewout aus Holland und Marius aus Norwegen trafen. Auch die beiden waren alleine unterwegs, ahtten sich im Zug getroffen und waren jetzt auf der Suche nach einer Bleibe. Unser Wolfsrudel wurde also auf 5 vergroessert. In der "City" stoppten wir zunaechst fuer ein richtig geiles frisches Fruehstueck mit leckeren Milkshakes, sehr sehr gut. Von da aus hielten wir uns an die Empfehlungen von Marjoleins Reisefuehrer und checkten im "MD House" ein. Als wir dort ankamen stach uns sofort der grosse Pool ins Auge (Pools gibts hier nicht sooo oft), was natuerlich grosse freude ausloeste, da es mittlerweile ziemlich warm war. Doch was ist das? Der Pool hat eine eher laengliche Form und an einem Ende 2 Rundungen die wohl Whirlpools sind. Ein Tourist der dort sass sah unsere Blicke und lachte sofort laut los und schrie "Do you see that? Its a giant Dick-Pool!!". Darf ich vorstellen, das ist Damian aus Kalifornien. Wir warden ihm noch einige Male hier begegnen. Aber bitte, wer hat sich denn ausgedacht hier einen riesigen PEnis-Pool hinzubauen? Dieses Hostel war uns also auf Anblick sympatisch :-D

Wir checkten mit einem 3er Zimmer fuer die Jungs und einem 2er Zimmer fuer mich und MArjolein fuer einen guten Preis ein, Fruehstueck inclusive. Nachdem wir unsere Sachen losgeworden sind, sind wir auf in die Stadt um uns ein bisschen umzugucken. Chiang Mai ist soooo viel schooner als Bangkok! Viel langsamer, ruhiger, beschaulicher und es gibt viel zu sehen und vor allem zu essen. Zum Mittag hatten wir uns so eine Nudelsuppe ausgesucht, ich beschloss dort noch ein bisschen scharf reinzustreuen, da ich hier bisher noch garnicht scharf gegessen hatte. Grosser Fehler! Auch Ewout ist darauf reingefallen und wir haben sehr gelitten. Spaeter goennten wir uns noch ein leckeres Singha Bierchen am Fluss und machten uns auf den Heimweg.

Der Plan ist morgen (also Samstag; man verliert hier total das Gefuehl dafuer welcher Tag heute ist!) ein paar Unternehmungen zu planen und mir Gedanken ueber meine Weiterreise zu machen. Und sonnen am Pool.

Wahrscheinlich warden ich und MArjolein eine Dschungel Tour mit Rafting und Wasserfall und so mit einer Uebernachtung zu buchen. Das wird sicher cool! Koennte also dann aber sein, dass ich 2 Tage nicht on air bin, da im Dschungel der Empfang meist nicht so prickelnd ist ;)

Liebe Gruesse nach Deutschland aus Chiang Mai! Julia

  • Small
    Ben hat am kommentiert:

    #lecker. Was ist da drin?

Julia Gierig Missing

Tag 2 - 3 Bangkok, Nachtzug

Hallo zusammen!

Von ungefaehr 800 Kilometern weiter melde ich mich zurueck!

Der zweite Tag in Bangkok war voll mit Eindruecken und etwas stressing. Koennte daran liegen, dass Bangkok eine sehr stressige Stadt ist. Ich bin an diesem Tag alleine losgezogen, da ich noch einige Sachen besorgen musste und so flexible sein wollte. Ich wollte also zunaechst los zum Bahnhof um mir ein Zugticket fuer den Nachtzug nach Chiang Mai zu kaufen. Ich fragte also einen freundlichen Taxi-Fahrer ob er mich dorthin bringen koennte. Er erklaerte mir dann lang und breit in seinem gebrochenen Englisch, dass das keine gute Idee sei, da momentan ALLE Thais am Bahnhof waehren, da alle wegen der Proteste aus Bangkok rauswollen. Ich solle mein Ticket also besser bei einem Tourist Office buchen, das waere viiiiel einfacher. Ein bisschen skeptisch war ich schon, aber es hoerte sich fuer mich zunaechst plausible an, also stimmte ich ein. An diesem Tourist Office schaute ich mich gut um ob ich irgendwo ein Zeichen des offiziellen Thailaendischen Touristen Bueros sehe, konnte es aber nicht direct entdecken. Es sah aber trotzdem alles offiziell aus, also ging ich rein. Ich wollte von dem ueberaus netten Thai der mir mit dem Ticket helfen wollte gerne eine Visitenkarte des T.A.T. (= offiziell) sehen um sicher zu gehen, dass die mich hier nicht verarschen wollen (man hoert ja so einiges). Blablabla "When youre happy than I am happy" war dann sinngemaess der wortlaut. Im folgenden erklaerte er mir dass gerade ALLE Menschen nach Chiang Mai wollen, von daher seien alle Hostels, alle Train Tickets und alle Touren dort ausgebucht, es sei denn ich buche es ueber ihn fuer 5880 Baht also ungefaehr 140 Euro was sehr sehr viel Geld ist. Ist klar! Der Mann war soooo super net, aber irgendwie kam mir das doch komisch vor, sodas ich es doch erstmal alleine am Bahnhof versuchen wollte mit dem Ticket. Und siehe da, der Bahnhof war leer, ich bekam ohne Probleme mein Ticket fuer 770 Baht. Danke fuer die Zeitverschwendung guter Herr!

Vom Bahnhof aus bin ich dann auf einen Abstecher durch China Town gelaufen. Alles hektisch, bunt, voll, toller Markt! Um Geld zu sparen (ein Tuktuk zuruck zum Hostel haette bestimmt 1,50 Euro gekostet) beschloss ich zurueck zu laufen. Waehrend ich unterwegs war fiel mir auf, dass ich ueberhaupt nicht Weiss wo diese ominoesen Proteste sein sollen und dass es gut sein kann dass ich geradewegs dort reinmarschiere! Ich kam dann letztendlich wirklich direkt an diversen Strassensperren und bewaffneten (allerdings ohne Magazin?) SOldaten vorbei, und ich legte einen Zahn zu um dort weg zukommen. Heile am Hostel angelangt habe ich noch eine super schoene Seitenstrasse entdeckt, in der ich mich auf einen Happen Path Thai (Nudeln mit Gemuese und Fleisch und so) eingelassen habe und Leute beobachtet habe. Von dort aus ging es mit Sack und Pack zum Bahnhof wo auch schon der Zug auf mich wartete.

Ich hoffte in meinem Abteil noch mehr Reisende zu treffen, um neue KOntakte knuepfen zu koennen. Leider waren jedoch irgendwie nur Asiaten in meinem Abteil, sodass ich befuerchtet habe, mit niemanden dort in Kontakt zu kommen, da die Asiaten von ihrer Kultur her ja doch ein bisschen schuechtern sind. Gleichzeitig dachte ich mir jedoch auch, dass ich so schnell nicht mehr die Gelegenheit bekommen werde auch mal Asiaten hier naeher kennen zu lernen. Es dauerte zu meiner UEberraschung auch nicht lange bis Fauzie aus Malaysia mich ansprach. Er war mit 2 Freunden von Kuala Lumpur aus gestartet und hatte schon die fuenfte Nacht oder so im Zug hinter sich. Oookay, toller Urlaub. Ich habe mich ganz gut mit ihm unterhalten und siehe da, er ist von Beruf Sportpsychologe, wie cool! Gegen 22 Uhr wurden dann die normalen Sitze zu Betten umgebaut und es sah wirklich alles sehr gemuetlich aus! Leider habe ich aber trotz TKKG Einschlafhilfe vielleicht nur eine Stunde geschlafen. ABer ok, bin ja hart im nehmen. Gegen halb neun bin ich dann aufgestanden und kam in den Genuss von super schooner thailandischer Landschaft. Das kann man such wirklich Stunden geben. Aufgrund einer Empfehlung im Reisefuehrer ging ich fuer das Fruehstueck zum Speisewagen und ich muss sagen er wurde zurecht empfohlen. Nicht wirklich aus kulinarischen Gruenden, sondern weil dort eine super Stimmung herrscht und man viele lustige entspannte Leute trifft! Es lief die ganze Zeit Musik, das personal hatte sich fuer heute morgen die sogenannte Holland-Songs Playliste ausgesucht. Sooooo witzig! Das bedeutet also dass am fruehen morgen die ganze Zeit Party Musik lief, von Que Sera ueber I will survive zum Klassiker "Het is een nacht" von Guus Meeuwis, ich bin ausgerastet vor Freude :-D

Um circa 10 Uhr kamen wir dann heile in Chiang Mai an!

Julia Gierig Missing

Tag 1 - Bangkok

Hallo zusammen, heute melde ich mich vom Hostel PC (welcher leider keinen SD Karten-Leser hat)!

Gestern habe ich den ersten Tag in Bangkok verbracht. Ich hatte ja gehofft die Hollaenderin wiederzusehen, habe sie dann aber nicht mehr erwischt. Also bin ich zunaechst alleine losgezogen zum 7-Eleven ums Eck und habe mich mit Wasser und einer Zahnbuerste versorgt (Hauptsache 10 Desinfektionsmittel gegen alle Krankheiten, aber keine Zahnbuerste dabei). Dann bin ich ein wenig die Hauptstrasse runtergeschlendert und habe nach etwas essbarem gesucht. Keine Ahnung was die Thais zum Fruehstueck essen, ich glaube Suppe oder so. Gluecklicherweise habe ich dann einen kleinen Laden (erbaut aus KArtons und Wellpappe gefunden, welcher ein normales europaisches Fruehstueck im Angebot zu haben schien. Normales Fruehstueck gibt es hier aber eigentlich auch ueberall, Bangkok ist total auf Touris eingestellt. Lecker Mangoshake, Ruehrei und Toast fuer 2 Euro, kann man nix sagen.

Bin dann zum Hostel zurueck um Kamera etc zu holen und erwischte gluecklicherweise gerade 2 Typen die den Anschein machten gerade in die Stadt zu gehen. Ich werde mich daran gewoehnen muessen einfach dreist Leute anzuquatschen, wenn ich nicht alleine unterwegs sein moechte. Also habe ich die 2 einfach angesprochen was sie vorhaben am Tag und ob ich mich vielleicht anschliessen kann. Und was soll ich sagen, mal wieder Hollaender :-) Die beiden, Daan und Gerben, waren super nett und haben sich bereit erkklaert mich mitzunehmen durch Bangkok. Manmuss allerdings dazu sagen, dass sie eigentlich keine andere Wahl hatten ;-) Ich habe mich aber wirklich gefragt, warum ich als ich hollaendisch gelernt habe dachte dass ich diese Sprache wahrscheinlich nie wieder brauchen werde. Da fliegt man tausende von Kilometern und wird eines anderen belehrt. Wie gut dass ich so multilingual bin.

Also bin ich mit den beiden zunaechst zum Flussufer, da wir mit dem Boot zu verschiedenen Tempeln und Sehenswuerdigkeiten in der Stadt wollten. Mit dem Boot sind wir dann erst zu so einem super schoenen Schildkroeten-Zoo/Garten und zwei Tempeln. Dabei sind wir ein ganzes Stueck gelaufen, zumeist in ganz kleinen engen Gassen, in welchen man den Bewohnern direkt ins Zimmerchen gucken konnte. Das hat sich viel mehr als das echte Thailand angefuehlt als in dem Touri-Viertel in dem das Hostel steht. Einer der Tempel, Wat Arun, ist komplett mit Porzellan verziert, es sieht aus als haetten sie alte Kaputte Porzellan-Teller genommen und zu Blumen etc zusammengestellt. Tja man muss nur improvisieren koennen. Diesen Tempel konnte man auch besteigen, allerdings waren die Treppen mega steil, also Papa haette sich nicht dort hochgetraut! Wieder heile unten angekommenhaben wir uns ne Kokosnuss gegoennt, war echt lecker.

Mittlerweile war es Nachmittag, wir beschlossen zum Baiyoke Sky Tower zu fahren, von dem man einen super Blick ueber die Stadt haben sollte. Eine Mitfahrgelegenheit im Tuktuk oder Taxi muss man sich echt hart erhandeln, die Fahrer verlangen meist sehr ueberteuerte Preise, und man muss echt hart auf einem festen Preis beharren. Zur Not sagt man, dass man ein anderes Taxi nimmt, die gibt es hier zu tausenden. Aber ich muss sagen, die Tuktuk Trips find ich schon richtig geil, koennte nur vielleicht etwas unsicher sein ;) Leider war uns der Sky Tower mit 10 Euro ein bisschen zu teuer (sind wir reiche Europaer oder was) sodass wir dort in der Gegend etwas essen gegangen sind. An jeder Ecke stehen sog. Garkuechen, einfach ein Herd und Toepfe auf Rollen bei denen man fuer kleines Geld alles moegliche zum Essen bekommen kann. Habe bisher noch keine schlechten Erfahrungen gemacht, im Gegenteil!

Mit dem Tuktuk sind wir dann wieder zureuck zum Hostel, die Fahrer sind meistens sehr freundlich wobei man immer aufpassen muss, dass die ja auch einfach nur Geld verdienen wollen. Das Exemplar jetzt fragte uns also ob wir auf dem Weg noch einen Abstecher machen koennen zu so nem Schneider-Laden, "nur um zu gucken". Er sagte uns ehrlicherweise, dass wir wirklich nur gucken brauchen und dann wieder gehen koennten. Er bekommt dafuer einen Tankgutschein. Die Masche war mir schon aus Reisefuehrer bekannt und da er ehrlich war und sehr sehr nett, haben wir ihm dann auch den Gefallen getan. Das gleiche haben wir dann auch noch mit so einem Reisebuero abgezogen und wir fragten uns schon wo er uns noch alles hinbringt. War aber alles kein Problem da wir einen Festpreis ausgemacht hatten und wir so noch ein bisschen von der STadt sehen konnten. 40 Baht = 1 Euro fuer bestimmt eine halbe STunde Fahrt durch Bangkok ist schon in Ordnung. 

WIr sind dort uebrigens auch an ein paar Regierungsgebauden vorbeigefahren, da gabs aber wirklich nichts zu sehen, ausser dass Soldaten davor Wache gehalten haben. Generell habe ich bis gestern noch absolut garnichts mitbekommen, davon dass hier irgendetwas mit Protesten los sein soll, wirklich ueberhaupt nichts! Die gazen Regierungsgebaude  und Protestaktionen sind eh in einem ganz anderen Teil der Stadt als wo ich mich aufhalte. Dachte ich zumindest :-) Wenn ich im Hostel bin hoert man immer von irgendwoher super coole Live Musik und manchmal Reden auf Thai. Ich und Marjolein dachten, dass waere ein Festival, bis Daan mir erklaerte dass das einer der Proteste ist. Die Demonstranten haben eine riesige Bruecke ueber den Chao Praya River in Beschlag genommen und haben dort mit einer grossen Plane ihr XXL Camp aufgemacht. Dort steht auch eine Buehne  auf der jeden Tag Programm mit viel Musik ist. Ich habs im Internet nachgelesen, die Menschen dort sind wie sowieso die meisten hier kein bisschen auf Gewalt aus und machen eigentlich den ganzen Tag nur Party oder pennen. Ein sehr friedlicher Protest also. Man kann von der Dachterasse des Hostels auf die Bruecke schauen und hat dadurch jeden Abend Live-Musik. Fanden wir eigentlich garnicht mal so schlecht :-)

Heute werde ich Bangkok noch ein wenig auf eigene Faust erkunden, bevor es dann heute Abend mit dem Nachtzug 12-14 Stunden nach Chiang Mai geht. Bangkok ist eine krasse statt und hat auch definitiv viel zu sehen, aber ich merke schon, dass es langsam Zeit wird etwas anderes zu sehen. Vielleicht eine Stadt die nicht ganz so gross, laut und wuselig ist wie Bangkok!

Vielen Dank fuers lesen! Ich melde mich dann :)


Julia


PS: Fotos gibts dann auch noch...


  • Missing
    Diana hat am kommentiert:

    Hi Julia! Chiang Mai habe ich durchaus auch als "wuselig" in Erinnerung, aber es ist dann doch viel kleiner als Bangkok ;-) Boah, ich kriege gerade eine Neidattacke... Genieße den Trip!!!

Julia Gierig Missing

Tag 0 - Erstes Update

Hallo zusammen,

zunächst einmal das wichtigste: ich bin heile und ohne größere Schwierigkeiten in Bangkok angekommen! Schreibe vom Handy aus, deshalb mal eben nur die Kurzfassung:

abends gings los, mir war schon relativ mulmig zumute, da hat auch nicht gerade was dran geändert dass sich meine liebe Familie am Flughafen alle Mühe gegeben hat mir auch noch bis in den letzten flughafenwinkel hinterher zu winken. Ging dann aber schnell besser.

Flug Düsseldorf - Dubai war ganz gut, richtig geil mit eigenem Touchscreen TV und Controller um zu zocken. Konnte nur nicht schlafen, weshalb ich in dubai dann demenzsprechend gerädert war. Meine Stimmung hebte sich jedoch Schlagartig als die Emirates-Trulla mir eröffnete dass ich schon zum zweiten mal in meinem Leben unverschuldet zu einem Business Class Upgrade für den flug nach bangkok komme! na wer sagts denn, das glück ist halt den tüchtigen haha. Und was soll ich sagen, es war sooooooo geil, ich wollte garnicgt mehr da weg! man konnte einfach mal richtig geil liegen und hatte platz ohbe ende und ne schöne Glotze war auch wieder dabei! haette ich gerne wieder wenns sich denn einrichten lässt ;-) 

in bangkok angekommen habe ich mir schon gewünscht nicht alleine unterwegs zu sein, da ich echt keinen plan hatte von warumwieso und weshalb. aber letztendlich alles gut gegangen. Habe mich dann noch an zwei deutsche gehangen die schon öfter hier wsren und bin zusammen mit den beiden zu meiner ersten tuk-tuk fahrt gekommen. Hat was :-D 


Dann war ich ein bisschen Lost in Bangkok und musste durch mega dunkle Seitenstraßen (wie gut dass ich Pfefferspray habe!), könnte mich aber durchfragen und habs dann gefunden. Das Zimmer ist halt ein Zimmer. Bett welches sauber aussieht, tischchen, Spiegel, das wars. Habe dann grad noch spontan eine Holländerin angelandet und bin mit ihr was essen gewesen. Habe aber irgendwie das Gefühl dass ich die nicht wiedersehe. 

So das war jetzt doch garnicht mal so wenig. Ich muss jetzt ins bett weil hier ists Viertel vor 12  aber mein Körper hat Viertel vor 6, das kann ja was geben. Muss ich wohl auf Annikas Geheimrezept zurückgreifen und mir ns Folge TKKG reinziehen (wirkt echt fast schon komatös!).


Also, gute Nacht vom anderen Ende der Welt.


Ps: leider keine Fotos vom tuktuk, das hab ich mich nicht getraut.

edit: fotos hochladen geht grad irgendwie vom handy aus nicht, ich schau morgen mal was dalos ist

Bangkok
Bangkok, Thailand
Julia Gierig Missing

Letzte Vorbereitungen

Hallo liebe Freunde, Familie, Verwandte, Bekannte und wen es nicht sonst noch so alles gibt!

Schön, dass ihr meinem Reisetagebuch folgen wollt. Hier werde ich mich immer mal wieder zu Wort melden (schon alleine damit Mama sich keine Sorgen macht), Fotos Hochladen etc. Ich schau mal wie ich das genau machen werde, wahrscheinlich über etwaiges Hostel WLAN oder Handy, von daher achtet bitte nicht so auf meinen Schreibstil

Dusseldorf
North Rhine-Westphalia, Germany
  • FOOBAR
    [Gelöschter Nutzer] hat am kommentiert:

    Wünsche schon mal einen guten Flug! Hoffentlich schaffst du einiges bei deinem doch recht engen Zeitplan zu erkundigen :-)
    Freu mich schon auf deine Reiseberichte und Fotos :-)

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