In einem Jahr durch Südostasien

Der kürzeste Weg zu dir selbst führt einmal um die Welt (Richard Hoffmann). Ich lade Dich herzlichst dazu ein, mich auf meinem Abenteuer zu begleiten. Es ist ein Versuch mit den gegebenen finanziellen Mitteln, so viel Zeit wie nur möglich durch Südostasien zu reisen. Meine Wege werden mich voraussichtlich queer durch Indien, Kambodscha und die Philippinen führen. :) FOTOS von unserer Tour findest du meistens unter der Option ROUTE

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Dies ist dein Tour-Blog. Füge Einträge mit Fotos und Standort hinzu oder einfach nur Text und dokumentiere was du gesehen hast, wo du warst und worüber du nachgedacht hast. Wenn du möchtest, lass andere deinem Tour-Blog folgen und an deinen Erfahrungen teilhaben. Wie das geht? Hier entlang zum Video-Handbuch.

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Station erstellen
Jasmin Small

Pokhara und Annapurna Area

Die Entscheidung nach Nepal zu gehen, fiel uns nicht schwer.
Alle schwaermten von den Bergen und der wundervollen Aussicht. Die Reise von Darjeeling
nach Nepal per Bus war definitiv die aufreibenste die wir bisher erlebt haben. Ich
habe in meinem Blog bereits mehrfach
ueber unschoene Bus- oder Bahnfahrten berichtet, deshalb werde ich mich hier auch
sehr kurz fassen. Ich moechte euch allerdings einen kleinen Eindruck geben in Kurzzusammenfassung:
fuenfzehn Stunden in einem ueberfuellten Bus in der letzten Reihe zusammengequetscht
mit insgesamt sechs Personen wo im Vergleich zu deutschen Verhaeltnissen max. vier
bis fuenf Personen Platz haetten, kein Freiraum und keine Moeglickeit aufzustehen
da Personen wegen Platzmangel auf dem Boden schlafen mussten, eine Sitzbank auf
der man sass und welche bei jeder Bodenwelle aus ihrer Verankerung rutschte, Strassenverhaeltnisse
wie in der Vorkriegszeit, Gepaeck das durch die schlechten Strassen einfach vom
Bus fiel und verloren ging, und zu guter letzt eine Panne die mehr als eine Stunde
dauerte - Fazit: nach dieser Fahrt war ich ein nervliches Wrack :P.


Von Kathmandu aus nahmen wir uns die Zeit uns mit anderen Travellern
auszutauschen um herauszufinden welcher der vielen Trekkingrouten fuer uns geeignet
waeren. Fuer uns war es wichtig nicht zu viel Geld ausgeben zu muessen, es sollte
fuers erste nicht zu lange dauern und vor allem wollten wir Berge sehen. Aus all
diesen Wuenschen kristallisierte sich schnell der passende Trek fuer uns heraus:
der ABC Trek + dem Poonhill Trek. Natuerlich ist auch der Everest Trek
unheimlich reizvoll aber diesbezueglich braeuchten wir mehr Planungszeit und
vor allem Geld. Insgesamt kann man sagen, je hoeher der Trek umso intensiver
die Investitionen. Auch ein guter Tipp ist es, sich das bezuegliche Equipment
in Kathmandu anzuschaffen und nicht in Pokhara, hier gibt es zwar auch ueberall
Geschaefte die das benoetigte anbietem aber handeln und die Moeglichkeit Geld
zu sparen kann man besser in Kathmandu. Wir haben uns gegen einen Guide entschieden,
dar der ABC Trek so populaer ist, dass niemand verloren gehen kann. Ein Guide
ist sowohl beim Poon Hill als auch dem ABC Trek nicht von Noeten und meiner Meinung
nach nur Geldmacherrei. Von einem Guesthouse zum naechsten ist es nicht weit und
im Zweifelsfall fragt man nach dem Weg. Das gleiche gilt fuer Sherpa die einem
die Sachen tragen, dies kann man natuerlich aus Bequemlichkeit in Anspruch nehmen
was fuer uns allerdings nicht in Betracht kam. Wir haben unseren Rucksack auf
ein Minimum reduziert auch ein Schlafsack war im Mai absolut nicht notwendig da
alle Gaesthaeuser Decken anbieten.


Ich will nicht so viel von diesem Trek erzaehlen... ihr solltet
ihn einfach selbst machen. Auch wenn ich innerhalb der letzten zehn Tage oft gelitten
habe und der Muskelkater mich auch heute noch ziemlich quaelt, wuerde ich die Erfahrung
nicht mehr missen wollen. Die Aussicht ist einfach wundervoll und belohnt einen
fuer alle Blessuren die man auf dem Weg erleidet. Einen kleinen Eindruck findet
ihr unter den Bildern auf meiner Route. Leider ist meine Kamera fuer solche gewaltigen
Naturaufnahmen nicht die Beste, jedoch sollten die Eindruecke genuegen.


Jasmin Small

Darjeeling

Vermutlich hat jeder bereits von dem beruehmten Teeanbaugebiet
namens Darjeeling gehoert. Die Hitze die sich ueber das Land Indien legte war auch
uns mittlerweilen ueberdruessig aus diesem Grund entschieden wir uns so schnell
wie moeglich in den Norden zu gelangen um der Hitze im rund zweitausend Meter hoch
gelegenen Darjeeling zu entfliehen. Nicht nur der drueckenden Waerme wegen, sondern
auch der wundervollen Aussicht und Trekkingmoeglichkeiten, freuten wir uns auf diesen
Teil Indiens. Innerhalb mehrerer Tage fuhren wir vom Sueden Indiens, mehr als zweitausend
Kilometer Richtung Norden. Die Fahrt war fuer uns mehr als anstengend, da die Zugtickets
in Indien nicht ohne groesseren Aufwand erhaeltlich sind mussten wir jedes Ticket
nehmen was noch kurzfristig erhaeltlich war. Wer von Chennai nach Kolkata ueber
vierundzwanzig Stunden in der Sleeper Class gefahren ist, weiss wo von ich
spreche. An Ruhe oder Schlaf ist kaum zu denken, da staendig eine Horde von
Verkaeufern, Bettlern, Transvestiten und sonstigen Personen die man zu einem
erfuellten Schlaf nicht benoetigen wuerde durch den Zug laufen und lauthals ihr
Anliegen heraus bruellen. Um jeden laengeren Aufenthalt in einer der groessen
Staedte Indiens zu vermeiden, buchten wir direkt bei Ankunft in Kolkata den Nachtbus
nach Siliguri. Dies sollte also der zweite Tag, ohne die Moeglichkeit sich eine
zu goennen, werden. Stinkend und total uebermuedet sassen wir frierend im Bus,
da die Klimaanlage auf gefuehlte minus zehnzehn Grad eingestellt wurde. Wer in Asien
einen Bus mit Klimaanlage bucht bekommt immer einen Kuehllaster fuer
Frischfleisch. Auch hier ist an Schlaf nicht zu denken denn vom frieren
abgesehen, sind die Strassenverhaeltnisse katastrophal. Bei manchen Schlagloechern
griff man nach allem was einem Halt geben konnte, aus Angst aus dem oberen Bett
zu fallen. Das Ergebnis dieses Marathon waren, zwei stinkende uebermuedete
Traveller die krank aus dem Bus in Siliguri fielen. Doch von hier aus waren wir
unserem Ziel nur noch eine Tagesfahrt entfernt. Wir nahmen uns ein Hotel, duschten
und schliefen ausgiebig und regelten alles fuer die Weiterfahrt nach Darjeeling.
Am naechsten Tag waren die Strapazen der Vortage fast vergessen, so sehr freute
man sich auf die kuehle frische Luft und die schoene Aussicht auf die Berge. Wir
stiegen in ein Sammeltaxi und fuhren los, doch wo sind eigentlich diese zweitausend
Meter hohen Berge? Es liegt eine derartige Smogwolke ueber dem Land das man die
Berge ueberhaupt nicht sehen konnte. Wir fuhren also die Serpentinen entlang die
Berghaenge hinauf und mussten feststellen, dass man von Darjeeling weder die schneebedeckten
Berge noch die gegenueberliegenden Berghaenge sehen konnte. Gross war also die Enttaeuschung
von der wundervollen Aussicht war keine Rede mehr und die Vermutung der Einheimischen
das es morgens besser wird, hat sich in den drei Tagen in denen wir dort waren leider
nicht bestaetigt. Unser Vorhaben trekken zu gehen um die Berge zu sehen kam uns
unter diesen Umstaenden leider auch sinnlos vor, wieso trekken gehen, wenn die Aussicht
fehlt? Was leider auch der Grund ist fuer die wenigen Bilder unter der Rubrik
Route die ihr verfolgen koennt. Doch etwas Gutes hatte es dennoch, in Darjeeling
zu verweilen. Es gibt hier echt koestliches Brot, frisch gemachte Butter, Aufschnitt,
herrlicher Kaese und alles ohne Konservierungsstoffe. Fuer alle die wie ich, das
heimische Essen vermisse sollten unbedingt Darjeeling einen Besuch abstatten.
In dieser Zeit war ich, auch wenn ich ihn aufgrund von Smog nicht sehen konnte,
wie im Himmel ;] . Jeden Abend sass man mit dem gesamtel Hostel zusammen trank gemeinsam
Alkohol bediente sich am Kaese und tauschte sich angeregt aus. Hier entstand auch
unsere weitere Reieplanung. Die vielen Eindruecke von Nepal die uns andere Traveller
gaben, machte uns neugierig. Kurzerhand entschlossen wir uns den Traum vom Trekking
nicht aufzugeben .....wir wuerden noch vor Ablauf des indischen Visums nach Nepal
gehen.


Jasmin Small

Varkala Beach

Varkala sollte unser naechstes Ziel sein, da wir nicht wie geplant
ueber die Backwaters von Allapuzha nach Kollam fahren konnten, nahmen wir am darauffolgenden
Tag den Bus nach Varkala. Auch dieser suedliche Teil des Strandes hat eine besondere
Bedeutung fuer Hindus denn an diesen Ort kommen jeden Tag eine vielzahl von Indern
um die Asche der Verstorbenen am Meer zu verstreuen. Der noerdliche Teil des Strandes
wird hingegen von Sonnenanbetern aus der ganzen Welt besucht. Auch fuer uns sollte
es die letzten entspannten Tage werden bevor wir uns in den Zug setzen um erneut
ueber 1000km in den Norden zu fahren.


Varkalas Besonderheit ist die Lage direkt an den schwindelerregenden
Klippen direkt am Meer. Auch hier konnten wir von unheimlichen Glueck sprechen in
der Nebensaison angereist zu sein, denn die Preise fuer ein Zimmer gingen erheblich
in den Keller, so erhielten wir ein sauberes, gefliesstes Bungalow in Top Lage direkt
zum Riff fuer nur 400 Rupien. Direkt am Rand der Klippen verlaeuft ein schmaler
Weg als Promnade an unzaheligen Geaschaeften und Restaurants vorbei, wo hauptsaechlich
"frischer" Fisch praesentiert und serviert wird. Am Riff gibt es auch
mehrere Bars in denen abends Live-Musik gespielt wird und neugierige Besucher mit
Cocktail Happy-Hour in ihre Lokale locken. Wegen der abflauenden Besucherstroeme
war es in der Zeit in der wir dort waren angenehm ruhig. Schon bereits am ersten
Abend haben wir uns ein Stammlokal zum Essen ausgesucht und genossen die wundervolle
Aussicht auf die abendlich stattfindenden Gewitter ueber dem Meer die man von den
Klippen besonders gut sehen konnte. Auch das abendliche ablegen der Fischerboote
bot einen romantischen und faszinierenden Anblick, denn weit draussen auf dem Meer
sahen die Lichter der vielen hundert Boote aus wie eine Perlenkette aus Lichtern
am Horizont. Leider hat Varkala unserer Meinung auch einen Nachteil - der Strand.
Dieser ist zwar ueber Treppen direkt von den Klippen aus zu erreichen jedoch
ist er staendig nass. Der Meeresspiegel ist zu unserer Zeit so hoch gewesen das
sich kleine Seen auf dem breiten Strand bildeten und nur ein kleines Stueck
uebrig blieb an dem man sich hinlegen konnte. Zu erwaehnen waere auch, dass dieser
Strand keine Schattenmoeglichkeit bietet und die Stroemung ziemlich stark ist,
vorsicht sollte also beim planschen nicht nur wegen der grossen Wellen geboten
sein.


Da wir den Strand in Varkala
also eher mittelmaessig fanden, mieteten wir uns einen Roller um in sechzig
Kilometer entfernte Kovalam zu fahren und den dortigen Strand auszuspaehen. Wir
haben uns leider nicht den besten Tag ausgesucht denn als Backpacker verliert
man auch das Zeitgefuehl weshalb wir oft froh sind ueberhaupt sagen zu koennen
welchen Monat wir haben. :-D Jedenfalls war es Sonntag als wir nach Kovalam fuhren
und der Strand war bevoelkert mit hunderten von Inder die ihren freien Tag
genossen. Dieser Umstand sorgte jedenfalls dafuer das der Strand vollkommen
ueberfuellt und unangenehm laut war, hinzu kommt auch die Tatsache das es fuer
mich als Frau unangenehm ist mich vor einem Rudel Inder zu entbloessen da diese
wirklich unangenehm in Gruppen um einen herum stehen und keinerlei Scham besizten
einen anzustarren und mit ihren Blicken weiter auszuziehen. Allerdings
bemerkten wir nach kurzer Zeit den Nachteil Kovalams obwohl der Strand nur
geringfuegig besser war als Varkala war, herrschten hier hohe Preise. Wir waren
doch etwas geschockt als wir wir die Preise in den Restaurants verglichen und feststellen
mussten das diese doppelt so hoch waren als die in Varkala. Letzendlich fanden wir
uns damit ab die letzten Tage in Varkala zu verbringen und mehr die Aussicht zu
geniessen als am Strand liegen zu koennen. Wir persoenlich haben uns von allen Straenden
die wir in Indien sehen durften am Gokarna Beach, Palolem und Benaulim in Goa am
wohlsten gefuehlt. Jeder Strand hatte bisher seine Besonderheiten aber nicht ueberall
fanden wir es schoen. Fuer uns persoenlich haben wir festgestellt das es sehr angenehm
war in der Nebensaision die Kueste zu bereisen da es ueberall nicht ueberfuellt
und guenstig war. Wer es auch ein wenig ruhiger mag, koennen wir also auch die Nebensaison
empfehlen

  • Small
    Ralf Winkler hat am kommentiert:

    Tolle Bilder! Und Ihr seid sicher, dass Ihr bei den Farben nicht "nachgeholfen" habt? ;-) Ich freu mich schon auf die nächstn Berichte und Fotos!

Jasmin Small

Backwaters Kerala

Die Stadt Kochi stellt fuer viele Touristen den Startpunkt fuer
eine Backwatertour dar. Die Backwaters bestehen aus vielen groesseren und kleinen
Kanaele die sich an der Westkueste und durch den Staat Kerala ziehen. Die Touristen
kommen hier her wegen der ein bis mehrtaegigen Bootstouren durch die Backwaters
und der Moeglichkeit auf einem der Hausboote zu uebernachten. Kochi war fuer uns
ebenfalls nur ein kleiner Zwischenhalt auch wenn Fort Kochi fuer einige sehenswert
erscheinen mag, haben wir persoenlich keine besonderes Interesse gehabt mit dem
wir einen laengeren Aufenthalt begruenden konnten. Auch wenn wir von vielen anderen
hoerten das Kochi eine besondere Stadt sein sollte konnten wir diese Meinung leider
nicht teilen auch nachdem wir uns einen Roller mieteten um die Stadt auf eigene
Faust zu erkunden. Bis auf die Tatsache, dass Kochi einen weitaus moderneren Eindruck
als z.B. Delhi machte empfanden wir es doch als gaehnend langweilig also buchten
wir nach nur kurzer Zeit ein Ticket nach Allapuzha um dort unsere Backwatertour
zu beginnen. Bevor wir dort ankamen haben wir bereits von vielen gehoert das eine
Tour auf den Kanaelen des Landes ein unbedingtes "Muss" waere. Wir stellten
uns anhand der vielen Erzaehlungen vor, auf kleinen schmale Kanaele per Boot umgeben
von dichter Vegetation, von Dorf zu Dorf zu fahren. Eigentlich wollten wir versuchen
keine der gefuehrten Touren zu buchen sondern wenn moeglich ein kleines Boot auf
eigene Faust zu chartern. Dieses Vorhaben haben wir leider nicht umsetzen koennen
da wir in der Nebensaison niemanden finden konnten der uns durch die Kanaele fahren
wollte also waren wir letztendlich doch gezwungen eine der gefuehrten Touren zu
buchen. Wir entschieden uns fuer eine ganztaegige Tour in einem kleinen ueberdachten
Kanu, da es die beste Alternative zu den umweltschaedigten Motorbooten darstellte.
Leider haben wir uns die Tour ein wenig anders vorgestellt - von dichter Vegetation
leider keine Spur sondern eher breite Kanaele mit hohem Verhekrsaufkommen. Vielleicht
haette wir doch ein Motorboot nehmen sollen um in abgelegenere Gebiete vordringen
zu koennen aber genau das wollten wir der Umwelt zu liebe nicht tun. Auch wenn aktuell
Nebensaison ist, haben wir vielerlei Motor- und Hausboote gesehen in denen
mehrere Personen uebernachten koennen, worunter die Wasserqualitaet erheblich leidet,
hinzu kommt das staendige Waschen der Waesche im Flusswasser.


Ein schoener Tag war es dennoch, nicht zuletzt wegen der
kunterbunt gemischten und kleinen Reisetruppe aus Frankreich, Iran und
Neuseeland. Das Essen auf der Tour war ausgezeichnet und lecker und nach so
langer Zeit war es auch der erste Regen den wir bei dieser Hitze erleben
durften was auch gleichzeitig die Monsumzeit ankuendigte. Ich habe mir im grossen
und ganzen leider was anderes unter einer Backwatertour vorgestellt. Das Bild von
einer romatischen Tour durch schmale naturbelassene Kanaele wie man sie sich im
Amazonasgebiet vorstellt, muss man hier sicherlich streichen. Vorstellen kann ich
mir auch das es in der Hauptsaison nur von Booten wimmelt, wobei leider auch das
letzte Stueck Magie verloren geht. Ob nun eine Tour von grundauf nicht empfehlenswert
ist muss jeder selbst entscheiden und kann von Tour und Bewegungsmittel unterschiedlich
sein. Wir hatten dennoch einen sehr schoenen Tag mit unseren Mitreisenden
verbringen duerfen und oft ist das Lachen mit seinen Mitmenschen viel mehr wert
als das Erlebnis selbst. ;-) 


Jasmin Small

Gokarna Ruheoase am Meer

Vom wunderschoenen Hampi fuhren wir wieder Richtung Strand um
uns von den heissen Temperaturen abzukuehlen. Gokarna ist ein Wallfahrtsort fuer
Inder, da hier eines der wichtigsten Relikte Indiens das Pranalingam liegt. Nur
ein Blick auf dieses Heiligtum genuegt um sich von hundert Suenden reinwaschen
zu lassen. Noch lange nicht genug um jemals eine Chance auf Absolution zu erhalten
aber dies war letzendlich auch nicht der Grund, weshalb es uns nach Gokarna zog,
sondern kamen wir der schoenen Straende wegen. In der Naehe von Gokarna befinde
sich vier Strandabschnitte welche beidseitig von Felsenkuesten umrandet sind. Von
diesen sind allerdings nur zwei, der Kuldeep und Om Beach, per Auto zu erreichen.
Uns wurde beim buchen unseres Bustickets von Hampi nach Gokarna mitgeteilt, das
wir Gokarna am naechsten Morgen um sechs Uhr erreichen wuerden. Umso mehr waren
wir erstaunt bereits mitten in der Nacht an unserem Ziel angekommen zu sein, denn
zumeist waren wir es bisher doch eher gewohnt mindestens eine Stunde Verspaetung
zu haben. Es war nun drei Uhr nachts und wie so haeufig hatten wir vorher kein Hotel
gebucht, da wir uns vor Ort spontan entschliessen wollten, welchen der Straende
zum Verbleib wir waehlen wuerden. Mit Sack und Pack und einer Taschenlampe bewaffnet
liefen wir zum Strande doch hier waren um diese Uhrzeit bereits die Restaurants
geschlossen und menschenleer was die Suche nach einem Hotel unmoeglich machte. Aus
diesem Grund entschlossen wir, es uns am Strand bequem zu machen und dort die restliche
Nacht zu verweilen. Die Entscheidung haben wir nicht bereut denn so erlebten
wir hautnah wie der Strand mit Beginn der ersten Sonnenstrahlen zum Leben
erwachte. Angefangen von einer Herde Kuehe die gelassen von ihrem
Naechtigungsplatz traege und gelangweilt ueber unser muehevoll errichtetes
Zeltlager stampften und sich nur mit etwas Glueck nicht direkt ueber den Sachen
entledigten. Nach und nach erwachten auch die Strassenhunde zum Leben und nach kuerzester
Zeit hatten wir mehrer Welpen und Hunde um
uns herum die unsere Sachen zu ihrem Eigentum erklaerten. Auch wenn die Nacht kuerzer
als erwartet war, hatten wir einige schoene Eindruecke die uns unter anderen Umstaenden
verborgen geblieben waeren.


Mit unserer Wahl den Om Beach zu bevorzugen, haben wir unserer
Meinung nach die richtige Entscheidung gefaellt. Das Publikum ist kunterbunt gemischt
von Hippies bis Joga-Touristen in jedem Alter. Unsere Huettennachbarn waren
z.B. gesellige Personen die sich allabendlich bei Gitarre und Bier trafen um
beim gemeinsamen rauchen von Hash und auch sonst allen erdenklichen Drogen
ueber das Leben philosophierten. Schon allen diese aufschlussreichen und
tiefsinnigen Gespraeche belauschen zu duerfen war interessanter als jede Folge
auf dem National Geographik Channel :-D . Der Om Beach ist zwar im Gegensatz zum
Kudlebeach nicht so breit allerdings ist er auch familaerer und ruhiger. Wer noch
mehr Einsamkeit bevorzugt waehlt den Halfmoonbeach oder fuer absolute Abgeschiedenheit
den Paradisebeach. Beide dieser Straende sind nicht mit dem Rikscha oder Auto erreichbar
sondern muessen zu Fuss ueber die Klippen vom Om Beach aufgesucht werden, was mit
schweren Gepaeck sehr abenteuerlich sein kann. Alternativ kann man sich auch
mit einem Boot an die Straende bringen lassen was aber unheimlich teuer ist. Dabei
ist der Halfmoonbeach mit seinen zwei Restaurants und einem kleinen Hotel das
reinste Erlebnisparadies im Gegensatz zum Paradisebeach. Der Paradisebeach hat keinerlei
Hotels oder Essensmoeglichkeiten sondern besteht mehr aus einem Zeltlager von
Haengematten die eine handvoll Abenteurer aufgehaengt haben. Hier besteht der einzige
Luxus in einem taeglich vorbei kommenden Fischerboot das Fruechte und Wasser mitbringt
ansonsten verzichtet man auf alles andere und lebt gemuetlich und gestrandet in
den Tag hinein. Wir empfanden die Straende von Gorkana und seinem besonderen Flair
als entspannte Moeglichkeit ohne Massen
an russischen Touristen wie man sie in Goa antrifft, Generell kann man sagen, dass die Reisezeit in der Nebensaison an der Westkueste entspannter und um einiges billiger ist als in der Hauptsaison in Dezember und Januar. 


Jasmin Small

Hampi das Weltkulturerbe Indiens

Auch an dieser Stelle muessen wir wieder erwaehnen das es nicht immer einfach ist neue Blogeintraege hochzuladen. Leider bietet Indien nicht haeufig die geeignete Internetgeschwindigkeit um etwas neues von uns hoehren zu lassen. Wir geben uns allerdings viel Muehe euch auf dem laufenden zu halten. ... auch wenn es mal wieder ein wenig laenger dauert! :)

Nach Goa zog es uns weiter landeinwaerts zu den Tempelruinen
von Hampi. Hampi gilt bei vielen als das Sehenswerteste von Indien und ist somit
noch beliebter als das Taj Mahal in Agrar. Schon bei Anreise merkt man den Zauber
dieser unwirklichen Landschaft in die die alten Tempelruinen eingebettet sind. Eine
Landschaft wie aus einem Maerchen bestehend aus gigantischen braunen Steinen die
wahllos, so scheint es, ueber das Land verstreut wurden umrandet von gruenen Bananenplantagen.
Fuer uns war relativ schnell klar das wir an diesem Ort mehr Zeit verbringen wollten
da es hier einiges zu sehen und erkunden gab wie Berge die man ueber abenteuerliche
Pfade erklimmen konnte bis hin zu unzaehligen Tempelruinen. Fuer mich persoenlich
spielten in Hampi die Tempelruinen jedoch keine grosse Rolle da ich um ehrlich zu
sein genug von den unzaehligen Tempeln hatte die ich bisher besichtigt habe. Ich
benuegte mich damt ein wenig mit dem Mofa die Gegend zu erkunden und den Zauber
auf mich wirken zu lassen ohne bei vierzig Grad durch die Hitze laufen zu muessen.
Auch ohne einen Besuch der Tempel strahlt der Ort viel Ruhe aus, von den unzaehligen
Affen die herum tollen oder der morgendlichen Waschzeremonie des Tempel-Elefanten
Laxmi im Fluss, den man fuer ein paar Rupien waschen und buersten kann, besitzt
die Umgebung einen enormen Zauber. Letzendlich verweilten wir hier sieben Naechte
zusammen mit anderen Travellern die wir hier kennen lernen durften. Ich kann jedem
den Besuch von Hampi nur waermstens empfehlen, dieser Ort ist wundervoll und bietet
einige schoene Ueberraschungen nicht ohne Grund gehoert Hampi zum Weltkulturerbe
und bietet unglaubliche Fotomotive.

FOTOS findet Ihr wie immer bei uns unter der Option ROUTE

Jasmin Small

Goa

Leider war es fuer uns in letzter Zeit nicht moeglich neue Blogeintraege hochzuladen. Teils lag es an der schlechten Internetverbindung oder auch an einem kaputten USB Stick. Nun holen wir dies natuerlich gerne nach Schritt fuer Schritt (falls es das Internet anbietet) :)

Fuer uns war es an der Zeit, das stressige Reisen von A nach
B vorerst zu beenden um unserem Koerper und Geist Ruhe und Entspannung zu goennen.
Das Hauptreiseziel fuer eine wohltuende Auszeit ist der an der Westküste gelegene und kleinste Staat
Goa, welcher durch seine wundervollen Palmenstrände foermlich zum laengeren Verweilen
einlaedt. Wir entschieden uns direkt von den Ellora Caves nach Goa zu reisen, ohne
einen Tag -trotz Zwischenstopp- in Mumbai zu bleiben. Zu sehr waren wir von den
Anstrengungen der staendigen Weiterfahrten und gesunheitlichen Problemen des indischen
Essens geschlaucht. Wir stiegen in Margao aus und liessen uns ins nicht weit entfernte
Oertchen Benaulim bringen, welches zu unsere Freude direkt an einem breiten
Sandstrand gelegen ist und bot fuer die letzten vier Wochen unser Zuhause und Zufluchtsort.
Goa ist in jeder Hinsicht ein komplettes Wellnessprogramm fuer europaeische Traveller,
denn hier muss ich als Frau nicht in bruetend heisser Hitze lange Sachen
anziehen um meine Schultern und Beine bedeckt zu halten wie es fuer Frauen in Indien
ueblich ist und mich vor den unangenehmen Blicken der Maenner zu verstecken. Auch
mein Magen konnte sich freuen, denn extra fuer ihn gibt es an das touristische Publikum
angepasst ganz annehmbare Pasta, Pizza, Steak und frischen Fisch sowie leckere
Cocktails zu moderaten Preisen direkt am Strand. Endlich gibt es wieder Fleisch
und frischen Fisch, die fleischlose Fastenzeit war vorerst vorbei und das zu guterletzt
ohne Durchfall und grosse Reue. Zudem bietet Goa abwechslungsreiche Straende (ueberall
mit vorwiegend russischen Publikum) von Hippieparty Straenden wie Arambol, Anjuna
und Vagator bis hin zu wunderschoenen Ruheoasen wie Benaulim und zuletzt Palolem
welcher durch seine besondere Schoenheit glaenzt und bei jung und alt gleichermassen
beliebt ist. Da Benaulim ziemlich im Mittelpunkt von Goa liegt, mieteten wir
uns kurzerhand einen Roller und erkundeten alles gemuetlich und auf eigene Faust
ohne uns in drueckend heisse Busse zu quetschen. Von Old Goa mit seinen schoenen
Kirchen, dem Saturdaynight Market als Highlight in Baga welcher durch seine riesigen
Auswahl an Klamotten zur Schnaeppchenjagd fuer Touristen einlaedt und den Straenden
entlang der Kueste, haben wir einiges gesehen und besucht. Sogar die Sehnsucht nach
dem bei uns in Deutschland gefeierten Karneval war so gross, dass wir uns den Karnevalsumzug
in Margao ansahen (fuer alle die sich drueber wundern - ja Karneval wird auch
hier "gross" gefeiert) und leider feststellen mussten, dass die Inder
bestimmt nicht fuer ihre mitreissende humorvolle Art bekannt sind. Im Gegensatz
zu unserem Karneval kam uns der indische Karneval einer Totenfeier gleich bei dem
zumindest in Margao keine heitere Stimmung, trotz live Band und Umzugswagen,aufkommen
wollte.


Doch leider waren die letzten vier Wochen nicht ganz so sorgenfrei
wie erhofft. Mit den angenehmen Temperaturen und den gemuetlichen Abenden auf dem
Balkon bekamen wir trotz wiederholten einspruehen mit Mueckenspray, vereinzelt die
einen oder anderen Mückenstiche. Nach
zwei Wochen bekam Henri hohes Fieber und naechtliche Schuettelfrostanfaelle. Als
das Fieber dann die vierzig Gradgrenze erreichte, mussten wir leider auch schlimmeres
in Betracht ziehen. Noch am gleichen Abend besuchten wir einen Arzt augenscheinlich
ein Mann fuer alle Faelle der von Metzger, Frauenarzt, Zahnarzt und Allgemeinmediziner
alles zu sein schien und unsere Befuerchtungen bekraeftigte. Es koennte Malaria
oder Denguefieber sein, weshalb wir um einen Bluttest nicht herum kamen. Der naechste
Tag brachte dann endlich die Erloesung - es war kein Malaria und Denguefieber. Unterdessen
ist Henri wieder vollkommen gesund und munter, woraufhin wir neue Plaene in Angriff
nehmen koennen. Zusaetzliche Freude bereitete uns auch recht spontaner Besuch
aus Deutschland. Henris Bruder David besuchte uns in Indien und ohne grosses
zoegern fragten wir ihn vor seiner Anreise um einen wirklich wichtigen Gefallen:
deutsche Salami! Wir flehten David an uns eine grosse Salami mitzubringen. Hierzu
eine kleine Erklaerung, In Indien gibt es weder grosse Auswahl an Kaese oder Wurst,
die beim Verzehr auch wirklich wie Wurst oder nicht kuenstlichen Kaese schmeckt.
Indien bringt es wirklich fertig alles nach Curry schmecken zu lassen oder ungeniessbar
zu wuerzen. Als dann der lang ersehnte Tag anbrach, feierten wir die Ankunft von
David, der uns das Objekt der Begierde mitbrachte  wie ein kleines Fest, indem wir fast die ganze
Salami, voller Sehnsucht, innerhalb einer Nacht gegessen haben. Dies war
natuerlich nur einer der vielen Gruende, weshalb wir uns riesig ueber den
Besuch von David gefreut haben :-D. Fuer alle anderen die uns besuchen kommen wollen!
BRINGT BITTE SALAMI MIT!! ;-)



  • Small
    Ralf Winkler hat am kommentiert:

    Das ist aber schön da und schön, dass Ihr wieder da seid. Ich wünsche Euch wirklich von ganzem Herzen dass Ihr jetzt gesund bleibt, veschont von Magenproblemen, Fieber und und und. Ich freu mich schon auf Eure nächsten Berichte. Viele Grüße aus Niedersachsen, wo es Mettwurst, Salami, Stracke und viele andere gibt ;-)

  • Small
    permondo hat am kommentiert:

    Gut wieder von Euch zu hören!
    Könnt Ihr vielleicht einen Hinweis in den Tourtext mit aufnehmen, dass man Eure tollen Fotos in der Route findet. Danke.

Jasmin Small

Ellora, die Hoehlen Besichtigung

Von Varanasi aus haben wir uns entschieden nach Ellora zu fahren
um das abklappern von Sehenswuerdigkeiten mit den Ellora Hoehlen vorerst zu beenden.
Ellora liegt weiter suedlich von Varanasi und bereits beim aussteigen bemerkten
wir den Temperaturunterschied - endlich wird es waermer. Auch wenn uns in den naechsten
Monaten steigende Temperaturen auf bis zu vierzig Grad erwarten und wir wahrscheinlich
vor Hitze fast gegrillt werden, freuten wir uns auf die ersten Vorboten und waermenden
Sonnenstrahlen.


Als guenstigen Ausgangspunkt fuer das Ausflugsziel der Elloracaves
bietet sich Aurangabad an. Es liegt nicht unweit von den Hoehlen entfernt und ist
guenstig per Bus oder Sammeltaxi zu erreichen. Die oeffentlichen Busse fahren von
der Bus Station ab und kosten 30 Rupien pro Fahrt. An dieser Stelle ergibt sich
wieder die Moeglichkeit eine nette Geschichte zu erzaehlen welche einem die Unterschiede
bei Nutzung von oeffentlichen Verkehrsmittel zwischen Indien und Deutschland
bewusst werden laesst. Wenn ein Bus in den Busbahnhof einfaehrt versuchen
zeitgleich fuenfzig Inder den Bus zu stuermen, wohlwissend das nicht jeder einen
Platz bekommt. Um sich bereits vorm einsteigen einen Platz zu sichern, werfen
sie alles was ihnen gerade in die Haende faellt durch eines der offenen Fenster
auf einen Sitzplatz um diesen als "reserviert" zu markieren.  Dies erinnert einen doch stark an das fruehe
Aufstehen im Urlaubsresort um sich um fuenf Uhr morgens eine Strandliege mit einem
Handtuch zu reservieren. Ein Reservierungsverfahren das wir deutschen wohl am
besten beherrschen und zusammen mit den Englaendern perfektioniert haben. Die
ganze Situation verwandelt sich explosionsartig in ein getuemmel aus Menschen
die sogar durch das Kabinenfenster des Busfahrers klettern nur um einen Platz
zu bekommen. Mit deutscher Zurueckhaltung erreicht man an dieser Stelle leider nicht
viel, also muss man sich auf das "Kik-Syndrom", welches bekanntlich an
den Wuehltischen eines grossen deutschen Klamottenherstellers herrscht einlassen,
also Augen zu und durch. Auch wir vergassen unsere guten Manieren und kletterten
ueber das Fenster ueber den Busfahrer hinweg in den Bus. Vielleicht war es der Uebermut
und Triumph der uns an dieser Stelle leichtsinnig werden lies aber wir suchten uns
einen Platz aus auf dem ein unscheinbares Taschentuch lag und legten es beiseite
bevor wir uns hinsetzten... dies war der Moment in dem wir selbst gegen die Spielregeln
verstiessen, auf die wir im Urlaub selbst gerne beharren aber dies ist in dem Moment
kaum vergleichbar mit Urlaub sondern erinnert stark an eine Sonderform des Kriegs
um einen Sitzplatz. Jedenfalls kam der wuetende Besitzer des Taschentuchs in den
Bus gestuermt und fing bereits von der Tuer an wild zu gestikulieren das wir den
Platz zu raeumen haetten. Doch nun kam wieder die typisch deutsche Sinn fuer Sturheit
zum vorschein nach dem Motto  "ÄTSCH!
Wer zuerst kommt malt zuerst!" Kampflos wollten wir jedenfalls nicht
aufgeben und nach einer hitzigen Diskussion auf Deutsch und Hindi welche drohte
in einer bedrohlichen Situation zu enden, gaben wir schliesslich nach und uberliessen
dem Mann seinen Platz. In diesem Fall sollte man sich ein anderes Sprichwort vor
Augen fuehren "der Kluegere gibt nach" und bot uns ein wenig Trost auch
wenn wir anerkennen mussten, das wir den Weltmeistertitel im Sonnenliegen und Sitzplaetze
reservieren leider an die Inder abgeben mussten.

Aber nun zurueck zu den Ellora Hoehlen. Diese liegen an einem
Berghang und kosten 250Rupien Eintritt fuer Auslaender und 10 fuer Einheimische
;-) . Es befinden sich 34 Hoehlen auf dem Gelaende, wovon die einen mehr oder
weniger sehenswert sind. Die ersten wurden ab 500 n. Christi in den Stein
gehauen und im laufe der darauffolgenden Jahrhunderte kamen mehrere dazu. Es
ist wirklich sehr beeindruckend zu sehen welche enorme Arbeit es gekostet haben
musste ganze Hallen, welche von buddhistischen Moenchen zum beten genutzt
wurden, in den massiven Stein zu schlagen. Die eingeschlagenen Buddhastatuen, Verzierungen
sowie die spaeter erstellten, zum teil zweistoeckigen Hinduhoehlen sind wirklich
unglaublich und wurden fuer die Ewigkeit gemacht. Leider sind sich einige Hoehlen
von den vielzahl an Skulpturen sehr aehnlich und wirken dem Anschein nach sich zu
wiederholen. Das Prunkstueck bietet ohne Zweifel die Hoehle Nummer 16, welche man
sich am besten bis zum Schluss aufheben sollte. In diesem Fall wurde ein ganzer
Tempel welcher von mehreren Elefantenstatuen flankiert wird aus dem Stein
gemeisselt,. Der Tempel ist rundherum begehbar und bietet einem jede Menge Fotomotive.
Ich will mir gar nicht ausmalen wie viel Arbeit und Fingerfertigkeit dazu
noetig waren, um die ueberall vorhandenen Verzierungen, Reliefs, Statuen und Tuerme
aus einer Felswand zu schlagen. Ellora bietet sicherlich einen interessanten
Ausflugspunkt und ist absolut sehenswert. Ich rate dazu die Tour von Aurangabad
aus auf eigene Faust zu planen, da man hier mehr Zeit hat um sich alles in Ruhe
anzusehen und die Touren aus den Travelerbueros sehr gehetzt sind.


Jasmin Small

Varanasi die aelteste Stadt Indiens

Bereits viele
Traveller berichteten uns von Varanasi als atemberaubende Stadt in der man die Spiritualitaet
spueren und auf sich wirken lassen kann. Varanasi ist die aelteste Stadt Indiens
der Dreh- und Angelpunkt fuer alle glaeubigen Hindus und Travellern auf ihrer
Weiterreise nach Nepal. Die Stadt liegt direkt am heiligen Fluss Ganges und ist
fuer seine vielen Treppen (Ghats) die direkt am Ufer des Ganges liegen, bekannt.
Wir haben uns aus diesem Grund nicht unweit der Ghats, in einem Hotel innerhalb
der Altstadt niedergelassen. Das Elvis Guesthouse liegt nur eine Gehminute von den
Ghats am suedlichen Ende der Stadt entfernt. Es hat wie viele andere Hotels eine
gemuetliche Dachterasse mit Restaurant zu angemessenen Preisen und Wi-Fi. Das Hotel
wird von der guten Seele des Hotels Mr. Lala gemanaget und ist absolut empfehlenswert.

Nachdem ich
nun aus Varanasi abgereist bin blicke ich doch etwas wehmuetig zurueck auf die kurze
Zeit die ich hier verbringen konnte, denn gerne haette ich das Geschehen am
Ufer das Ganges und seinen Ghats weiter auf mich wirken lassen. Insgesamt gibt
es rund hundert verschiedene Treppen direkt an Flussufer welche jeweils ihre
eigene religioese Bedeutung haben. Viele Hindus kommen hier her um sich vom
Ganges Reinheit geben zu lassen indem
sie sich hier waschen, baden und vom heiligen Wasser trinken. Viele anderen widerum kommen nach Varanasi um zu
sterben, denn derer dessen Koerper am Ganges verbrannt werden, haben das Glueck
das ihre Seele direkt ins Totenreich uebergehen kann. Die Verbrennungen der
Toten findet oeffentlich am Ufer der Marnikarnika Ghat statt. Hier werden am
laufenden Band Leichen, eingehuellt in weissen Tuecher, zum letzten mal im Ganges gewaschen, verbrannt und dessen
Asche anschliessend im Ganges verstreut. An diesen Stellen sieht man auch viele
Tiere wie die vielfach vorkommenden Strassenhunde oder Ziegen welche auf einen vielversprechenden
Knochen hoffen der bei der Verbrennung uebrig bleibt. Fuer die Hindus schliesst
sich hier der Kreislauf des Lebens indem der Ganges Leben schenkt und wieder nimmt.
Doch auch hier ist Vorsicht geboten manche kriminellen Personen versuchen auch
hier Geld zu verdienen indem sie um eine Spende fuer die Toten bitten oder
Touristen erzaehlen sie duerften nur gegen Geld den Verbrennungen zusehen.

Ein wirkliches
Highlight der Stadt, war die Besichtigung der Naeherwerkstaetten, welche wir uns
auf Empfehlung von Mr. Lala ansahen. In den schmalen und engen Gassen von
Varanasi versteckt sich hinter jeder Tuer eine weitere Ueberraschung so dass wir
feststellen mussten, das sich ein Unternehmen mit siebenhundert Beschaeftigten
auf ein ganzes Stadtviertel und unzaehligen kleinen Werkstaetten verteilte. Hier
konnte man sich vor Augen fuehren wie ein handgefertigter Saris, das typische
Kleidungsstueck einer indischen Frau, hergestellt wird. Hierbei wird der zehn
Meter lange Sari von Hand gewebt und mit aufwendigen Stickereien verziert
. Varanasi stellt hierbei einen wichtigen
Handelspunkt fuer Seide und Kashmir dar. Im moslemischen Viertel der Stadt wird
alles aus Seide und teuren handgefertigten Stoffen verkauft. Allerdings gibt es
auch hier vielerlei Geschaefte die minderwertige Stoffe als teure Seidenprodukte
verkaufen.

  • Small
    Ralf Winkler hat am kommentiert:

    Beeindruckende Bilder! Ist der Bauch wieder ok?

  • Small
    Jasmin hat am kommentiert:

    Vieeeeelen DANK - ja es ist alles wieder in Ordnung dem Bauch geht es blendent

Jasmin Small

Agra die (stinkende) Stadt der Traeume

Man hoerte bereits im Vorfeld ueber Agra, dass diese
Stadt nicht wirklich durch ihre Schoenheit glaenzen wuerde und man riet uns ihr angesichts
dessen nur einen Tag zu schenken. Auch wenn Agra in jeder Hinsicht kein
schoener Ort zum verbleiben darstellte, fuehlte ich mich durch die Magen-Darm-Erkrankung
dazu gezwungen das Hotel direkt bei Akunft fuer laengere Zeit zu buchen. Die
Stadt liegt unter einer dicken Smogwolke, es stinkt durch den herumliegenden Muell
erbaermlich,  und angesichts der vielen Strassenkinder
und ueberaus hartnaeckigen Rikschafahrer die einen ständig auf Schritt und Tritt
verfolgten, konnte ich mir wirklich schoenere Orte vorstellen an denen ich mich
auskurieren wollte. Allerdings fuehlte ich mich Angesichts der Tatsache das es
in Bussen gar keine und in Zuegen nur Hocktoiletten gibt, wohler bei dem Gedanken, zuerst vollstaendig zu genesen. Es gibt in direkter Umgebung zur Stadt vier Sehenswuerdigkeiten
die fuer einen Abstecher lohnenswert sind, hierzu gehoeren das Taj Mahal, das Agra
Fort, Fathepur Sikri und der große Stadtmarkt am Agra Fort. Leider haben wir den
Fehler begangen im oertlichen Touristenzentrum eine ganztaegige Tour zu buchen,
welche die Hauptsehenswuerdigkeiten, ausgenommen des Marktes, abfaehrt. Die Tour
war wirklich sehr gehetzt und irgendwie fuehlte man sich wie ein typisch chinesischer
Tourist der mit seiner Kamera bewaffnet durch die Sehenswuerdigkeiten hetzt, ohne
diese auf sich wirken lassen zu koennen. Dabei haben alle Sehenswuerdigkeiten genug
zu bieten um ihnen mehr Zeit witmen zu koennen. Als besonders schade empfand ich
es, dass man durch die Tour nur eine knappe Stunde Zeit hatte um das Taj Mahal zu
besichtigen. Fuer mich als Frau erfuellt es einen doch mit grosser Erfurcht wenn
man das aus Liebe errichtete Grabmal betrachtet, welches wohl eher an einen Palast
aus Mamor erinnert und als letze Ruhestaette fuer eine einzige Frau Mumtaz
Mahal ("erwaehlte des Palastes") gebaut wurde.


Ich rate jedem sich zwei Tage Zeit zu nehmen und die Sehenswuerdigkeiten
auf eigene Faust zu erkunden. Dabei wuerde ich Fathepur Sikri (die verlassene Mogulstadt)
aufgrund der Entfernung an einem anderen Tag wie das Taj Mahal und das
ebenfalls atemberaubende Agra Fort besuchen. Letzteres ist leider nur zu einem
Drittel fuer Besucher geoeffnet besitzt aber schöne Gaerten, in denen Abends fuer
Besucher eine Lichtershow stattfindet und ist mit seinen zwei Kilometern, dass
groesste Fort Indiens.


Der Markt am Agra Fort bietet allerhand Kleinkram fuer Touristen
und Einheimische und  liegt unweit vom Bahnhof
entfernt. Hier wird alles angeboten was das Herz begehrt, von Fruechten bis Stoffen
und Taschen ist alles zu finden. Acht geben sollte man hier jedoch auf seine Brieftasche
und Habseligkeiten, da sich hier im engen Gedraenge des Marktgeschehens die
beste Moeglichkeit fuer Diebe ergibt. 


Jasmin Small

Jaipur Pink City

Wir haben uns für die Reise von Jaisalmer nach Jaipur für die guenstige Variante in Form einer Nachtbusfahrt entschieden. Dieser kostet im Vergleich zum Zug nur die Haelfte des Preises und schien, da es sich auch hier um einen Sleeperbus handelt, keine schlechte Alternative zu sein. Die Buchung eines Bustickets hat wohl etwas mit dem Kauf eines Lotterieloses gleich, man weiss leider nie ob man gewinnt. :-D auch wenn der Begriff "Deluxe" im ersten Moment verlockend klingen mag, kann es sich hierbei um einen Bus handeln der Anno 1460 gebaut wurde. 


Im Bus angekommen erhielten wir unsere Schlafkabine mit zuziehbaren und getoenten Scheiben. Die Polsterung auf der man schlafen sollte war definitiv gefuehlte hundert Jahre alt, fiel durch die fielen Risse auseinander und roch dementsprechend wenig angenehm. Wer in Indien unterwegs ist rechnet mit dem schlimmsten und ob man es glaubt oder nicht ...wir waren ueber diese alte abgeranzte Schuessel positv ueberrascht, da es sicherlich noch schlimmer haette kommen koennen. wenn man also denkt es kann nicht schlimmer werden wird man in Indien oft eines anderen belehrt. ;-) 

Zu unserem "Glueck" haben wir einen Schlafplatz direkt ueber der Hinterachse des Buses bekommen. Um die Nacht in wenigen Worten zu beschreiben: wir fuehlten uns wie Sardinen in einer Dose welche zusaetzlich kraeftig geschuettelt wurde. Fuer mich als Frau war es das erste Mal das ich mir fuer eine Busfahrt einen Sport-BH gewuenscht haette und froh war bei dem Schuetteltrauma nicht seekrank zu werden. Im schlimmsten Fall wurde man vom Bett aus, bei ueberfahren eines Hubels, bis zu Decke katapoltiert. Man bedenke das die Distanz ca. ein Meter betraegt, an Schlaf war da nicht zu denken XD Aber davon abgesehen war es sehr schoen mit seinen Partner in einen abgetrennten Bereich verbringen zu koennen.


Leider hat das gute indische Essen dazu gefuehrt, dass wir uns die Stadt nicht weiter ansehen konnten und keine direkten Erfahrungsberichte vorliegen. Es ist ja ueberall bekannt, das es hinsichtlich der Hygiene in den Garkuechen einige Defizite gibt. Dies fuehrte bei mir wohl auch leider zu einer andauernden Magendarmerkrankung die man mit Hilfe jeder Menge Medikamente erst einmal auskurieren musste. Als Rucksacktourist versucht man eben doch an jeder Ecke zu sparen. Erfahrungsgemaess haben wir bisher jedoch wenige bzw. keine schwerwiegende Magenprobleme gehabt obwohl wir taeglich das Strassenessen oder das Essen in echt schaebigen Restaurants zu uns nehmen. 

.....

Jaipur
Rajasthan, India
  • Small
    Ralf Winkler hat am kommentiert:

    Ich hoffe, es geht Euch bald wieder besser!

  • Small
    Jasmin hat am kommentiert:

    Danke, es geht mir mittlerweile schon besser und die nächste Geschichte folgt auch bald..... von Agra.

Jasmin Small

Jaisalmer die Wuestenstadt

Weiter ging es via Nachtzug nach Jaisalmer. Diesmal haben uns uberraschen lassen und ein Hotel fuer 75 Rupien gebucht. Bei Ankunft haben wir bereits das schlimmste vom schlimmsten erwartet und wurden hingegen unserer Erwartung positiv ueberrascht. Das Hotel Abu Safari bietet sogar einen kostenlosen Abholservice vom Bahnhof in Jaisalmer an was einem nach einer anstrengenden Nacht im Nachtzug wirklich sehr angenehm sein kann. Angekommen im Hotel erhaelt man direkt eine Tasse heissen Chai Tee und eine absolut nette Begruessung. Das Hotel wird zusammen von Abu und seiner Freundin geleitet. Die Zimmer sind absolut sauber und in einem echt guten Zustand da es sich hierbei um einen Neubau handelt. Das Hotel bietet neben warmen Wasser, einem Restaurant und den ueblichen Zugbuchungen auch Safaritouren an. Es lohnt sich allerdings die Preise auch innerhalb der Stadt zu vergleichen und nicht direkt das erste Angebot zu buchen. Auch Abu Safri bietet eine tolle Safari mit einem Rundumpaket an inkl.Shisha. WICHTIG ist es, dass fuer das Wohl der Safarigaeste ausreichend gesorgt ist. Vor allem sollten genuegend Essen und Decken zur Verfuegung gestellt werden, da die Temperaturen auf den Gefrierpunkt sinken kann. Wir schlossen uns zwei weiteren Personen aus Canada an und entschieden uns fuer eine Tages + Nachttour, welche von Trotters angeboten wurde fuer (1650 Rupien = 19,40Euro).  

Es mangelte uns an nichts, wir wurden ausreichend versorgt inkl. Fruehstueck, Abendessen und Snacks. Entspannt sitzt man mit anderen Backpackern am Lagerfeuer und geniesst den Sternenhimmel. Wir persoenlich haben uns fuer eine Eintagestour mit Ubernachtung in der Wueste  von 12:00Uhr bis 12:00Uhr des naechsten Tages entschieden. Es koennen jedoch mehrere Tagestouren bis zu vier Tage gebucht werden. Wir empfanden es als voellig ausreichend jeden Tag die Kamele fuer 1 1/2 Stunden zu reiten, da die Landschaft nicht viel Abwechslung bietet und der Ritt nicht fuer jeden ein Vergnuegen darstellen kann. Das Beste war der Sternenhimmel der einen fuer alles entschaedigte. Auch wenn man bis auf die Knochen durchfror und eine Erkaeltung mit nachhause brachte ist eine Kameltour eine absolute Empfehlung.  

Ebenfalls zu empfehlen ist ein Besuch im offiziellen Bhang Shop, direkt am Eingang des Forts. Es ist eine legale Moeglichkeit Drogen zu kaufen. Der Konsum und Kauf von Gras und Hasch sind in Indien verboten, jedoch liefert das legale Bhang eine vergleichbare Wirkung des Rauschzustands wie beim Konsum von Gras. Es wird hier in Form von Lassis (typisch indischen Shakes), Tabak oder Keksen verkauft.  Ein absolutes "HIGH"-Light auf jeder Kamelsafari ;) zum guten Preis!!! Die Shakes kann man in unterschiedlichen Staerken bestellen von leicht bis super stark fuer 90Rupien also 1,05Euro oder super starke Kekse im Zehnerpack fuer 900 Rupien. EINER dieser Kekse ist voellig ausreichend wenn man noch etwas von der Kameltour mitbekommen will ;)   (aktuelle Fotos sind unter dem Punkt Route zu finden) 


  • Small
    Isabelle hat am kommentiert:

    tolle Farben!

  • Small
    Bianca hat am kommentiert:

    Jassy! SUPER!!! TOLL!! Pass auf dich auf! ;-D Liebe Grüße! Bianca

Jasmin Small

Jodhpur die blaue Stadt

Nachdem uns Delhi echt ein wenig zu kalt geworden ist, haben wir uns dazu entschlossen waermere Gefilde aufzusuchen. Da Indien bekanntlich ein grosses Land ist, fahren die meisten Zuege nur ueber Nacht. Wir haben uns den Luxus gegoennt und einen Zug in AC zweiter Klasse gebucht, der kostenpunkt liegt hier bei rund 1200 Rupien, also umgerechnet 14Euro. Natuerlich sind die indischen Standards nicht mit europaeischen zu vergleichen. Die Toilette ist z.B. nur ein Loch im Boden das direkt auf die Gleise fuehrt und hat etwas aehnlichkeit mit einem Balanceakt auf einem Seil. Man kann also mit zweiter Klasse fahren (vier Schlafplaetze), dritte Klasse (sechs Schlafplaetze) und der Sleeperclass (so viel wie reinpassen :P ....es wird gestapelt).

Das Guesthouse welches wir fuer 200 Rupien gebucht haben (2,50Euro die Nacht), ist im Gegensatz zu Delhi eine Wohltat. Es bietet alles was das Herz begehrt vom Waescheservice, Internetcafe, Restaurant, Ausfluege, Ticketbuchungen uvm. das Highlight ist eine Dachterasse von der man einen wundervollen Ausblick auf die Festung geniessen kann. Von hier aus kann man sowohl abends wie auch tagsueber mit anderen Backpackern bei einem Bier Informationen austauschen und die Aussicht geniessen. Das Guesthouse ist ein Familienbetrieb in dem uns alle sehr hoeflich, freundlich und hilfsbereit entgegen gekommen sind. Der angbotene Restaurantservice bietet von Spaghetti, typisch indischen Speisen, Fruhstueck uvm. ein vielzahl an Gerichten an. Diese werden im Vergleich zu anderen Restaurants zu nicht ueberhoehten Preisen angeboten - zwar ist das Essen lecker, jedoch ist man nicht ausreichend gesaettigt.  

Jodhpur wird die blaue Stadt genannt, da ein grossteil der Haueser im Indigoblau gestrichen wurden. Die Menschen sind hier im Gegensatz zu Delhi nicht so aufdringlich und viel freundlicher. Als Tipp kann man hier erwaehnen, dass man alles gut zu Fuss erreichen kann und keine Rikscha benoetigt. Sowohl das Fort als auch die Stadt kann innerhalb von zwei bis drei Tagen ausreichend erforscht und entdeckt werden. Der Eintritt fuer die Festung belaeuft sich auf 400Rupien (kleiner Tipp... ein wenig Verhandlungsgeschick hilft und der Preis faellt auf 300pro Person). Die Aussicht der umliegenden Tempel ist atemberaubend und der leichte Aufstieg lohnt sich allemal. Die Stadt bietet insgesamt viele kleine Laeden mit Gewuerzen, Stoffen und wunderschoenen Kleidern und Saris fuer die Frauen. 

  • Small
    andy kurth hat am kommentiert:

    #spannend

  • Small
    Ralf Winkler hat am kommentiert:

    Tolle Bilder und mit der Eisenbahn fahren in Indien ist bestimmt spannend!

Jasmin Small

New Delhi

Heute ist unser letzter Tag in Delhi.

Die Geschichten ueber Delhi sind bei weitem nicht uebertrieben. Die Stadt haut einen foermlich um. Es ist dreckig, laut und durch den vielen Verkehr haengt eine dichte Smogschicht ueber der Stadt, welche die Luft schwer und wie dichten Nebel erscheinen laesst bei  momentan recht kalten 10Grad Celsius.

Wir haben uns das Ziel gesetzt mit nur 10 Euro am Tag zu kalkulieren um zu ueberleben. Ein Hotelzimmer (mehr Zimmer als Hotel) kostet hier 200Rupien also umgerechnet 2,40Euro. Dann hat das Deluxezimmer ein kleines Fenster und wurde seit gefuehlten zehn Jahren nicht mehr geputzt. Es stinkt erbaermlich, die Kopfkissen haben Backsteinartigekonsistenz und seit ihrer Herstellung auch kein Wasser mehr gesehen ABER es reicht vollkommen aus um zu schlafen (jedenfalls haben wir bisher keinen Hautausschlag oder Bettwanzen gehabt). :) Wer sich hier ein wenig umschaut kann fuer 2Euro am Tag inkl. Getraenken echt lecker essen gehen. Wir sind teilweise doch sehr von der recht guten Qualitaet des Essens ueberrascht. 

Jedoch hat Delhi auch seine Schattenseiten, Armut an jeder Strassenecke und Bettler die einem fuer umgerechnet 100 Rupien also knapp einen Euro die Fuesse kuessen wuerden. Jeder versucht aus einem Geld zu gewinnen und man erkennt dass alle Touristen bereits nach wenigen Tagen zielgerichtet durch die Strassen gehen, ohne den Bettlern, Verkaufern, Strassenkindern und allen anderen Leuten die einen Non Stop ansprechen ein Gehoer zu schenken. Leider erschwert dies auch die Kontaktaufnahme mit anderen Touristen. Auch Personen die einem zunaechst freundlich und hilfsbereit erscheinen entpuppen sich recht schnell als Schlepper oder Bettler, Delhi ist demnach eine Stadt in der fuer alles gezahlt werden soll, wenn es nach den Indern geht, selbst fuer die Information wo man das naechste Klo finden kann.  

Unser naechter Stop ist Jodhpur (demnaechst also mehr)

New Delhi
Delhi, India
  • Small
    Björn Dorra hat am kommentiert:

    Hallo Jasmin,

    liest sich gut, Dein erster Beitrag! Vielleicht kannst Du ja auch mal ein Foto machen?!

    Bin gespannt auf den nächsten Beitrag!

  • Small
    Jasmin hat am kommentiert:

    Hey Bilder sind auf der Option Route zu sehen :)

  • Missing
    Rudolf Heese hat am kommentiert:

    Sehr schön. Als wäre man selbst dabei!