Road Trip 2015 - Cinque Terre

Mit dem Clio durch Deutschland, Schweiz, Italien und Österreich

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Levanto - Cinque Terre

Der Campingplatz 'Acqua Dolce' in Levanto ist super gelegen, wird professionell geführt und ist bei Deutschen anscheinend sehr beliebt. Wir bekommen einen der letzten Plätze für unser grünes Zelt.

Das kleine Städtchen Levanto hat einen schönen Strand und dient uns als Ausgangspunkt für die Besichtigung der fünf Küstenstädte 'Cinque Terre', die von hier aus mit dem Zug problemlos zu erreichen sind.

Am Bahnhof kauft man sich ein Ticket, mit dem man den ganzen Tag per Zug die einzelnen Städte abfahren kann. Die Gebühren für die Wanderwege sind ebenfalls im Ticket enthalten. Unsere Tour startet mit der Fahrt von Levanto nach Monterosso - zur größten der fünf Städte. Von hier aus begeben wir uns gemeinsam mit vielen anderen Touristen auf einen beliebten Wanderweg, der uns bergauf und bergab zur zweiten Stadt Vernazza führt. Vernazza besteht aus vielen kleinen bunten, dicht aneinander gebauten Häusern, die sich direkt an der Küste befinden. Ein toller Anblick. Die Strecke nach Corniglia lassen wir uns wieder mit dem Zug fahren. Hier nehmen wir einen alternativen Wanderweg, der uns zwar auch zur vierten Stadt Manarola, aber nicht entlang Küste, sondern eher landeinwärts durch die Weinberge führt. Nach Aussage einer Dame am Bahnhof in Levanto einer der schönsten Wege in diesem Gebiet. Und wir wurden nicht enttäuscht: Nach einem anstrengenden Aufstieg erreichen wir die Weinberge und haben einen fantastischen Panoramablick auf das Mittelmeer. Das ist auf jeden Fall das Highlight unserer Reise. In Manarola angekommen ist es leider schon zu spät um die letzte Stadt Romaggiore zu besichtigen. Mit einem netten Abendessen direkt am Meer beenden wir unsere schöne Reise zu den Cinque Terre.

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Mailand - Wohnen bei Anna und Pippo

Als Unterkunft für Mailand haben wir uns über die Plattform 'Airbnb' das Privat-Appartement von Anna und Pippo (einem Mailänder Pärchen)  bereits im Vorfeld gebucht. Anna hat uns nach Ankunft freundlich in Empfang genommen und ihre kleine, aber gemütliche Wohnung präsentiert. Darüberhinaus dürfen wir sogar ihre Fahrräder benutzen (zwei echte Fahrrad-Schlampen ;-)).

Am ersten Abend gehen wir Essen und haben die laut TripAdvisor beste Pizzeria der Stadt 'Pizza Am' rausgesucht. Wir sind ein wenig erstaunt, da uns bei Betreten sofort eine kleine Vorspeise und ein Sekt in die Hand gedrückt wird (das ist hier anscheinend üblich, da die Wartezeit, um hier einen Platz zu bekommen, sehr lang werden kann). Wir haben Glück, da genau noch ein Platz für uns frei ist. Als Pizza stehen die klassischen italienischen Varianten zur Auswahl: Also ohne Salami usw., sondern nur mit Mozzarella, Tomaten und Basilikum. Ein Hochgenuss, super lecker.

Kulinarisch geht es weiter, da in der Nähe bei den Kanälen ein Street Food Festival stattfindet, auf dem sämtliche italienische Speisen und Getränke zu finden sind, die man sich vorstellen kann. Dieses Festival findet jedes Wochenende statt. Leider sind wir schon zu satt, um hier richtig zuschlagen zu können.

Am nächsten Tag haben wir uns die Fahrräder geschnappt, sind zum Mailänder Dom gefahren und haben dort das Dach bestiegen. Von hier oben aus hat man ein herrlichen Blick auf die Stadt, aber die Tatsache, dass man sich gerade auf dem Dach dieses imposanten Bauwerks befindet ist noch beeindruckender. Nach einer kurzen Auszeit im Stadtpark sind wir zum Kloster gefahren, in dem 'das letzte Abendmahl' gezeigt wird. Eigentlich sind die Tickets schon lange ausverkauft, aber da gerade die EXPO im Mailand stattfinden, gibt es heute eine Sonderführung von der kaum einer weiß. Wir bekommen zwei der letzten Karten. Bevor man das Wandgemälde zu Gesicht bekommt, muss man zunächst ein Luftschleusen-System durchlaufen. Die anschließende Stimmung im Raum des Gemäldes war sehr bedächtig. Keiner hat gesprochen. Das war eine sehr interessante Erfahrung.

Abends gehen wir wieder Essen. Dieses Mal hausgemachte Pasta. Sehr gut.

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Weggis - Camping auf dem Bauernhof

Schon der Weg in die Zentralschweiz beeindruckt: Die schneebedeckten Bergkuppen der Alpen lenken einen ziemlich stark von der eigentlichen Autofahrt ab.

In Weggis angekommen (das ist ein kleines Örtchen in der Nähe von Luzern) schlagen wir unser Zelt standesgemäß auf dem schönsten Wiesenhügel des Bauernhofs Gerbiweid auf. Übrigens ist das genau der Hügel auf dem schon Erikas Eltern ihren letzten Schweizurlaub verbracht haben. Der Ausblick auf die umliegenden Wiesen und Berge ist einzigartig. Ein Highlight des Bauernhofs besteht darin, dass man sich frisch gemolkene Milch zum Frühstück bestellen kann.

Am zweiten Tag wollten wir eigentlich eine Schiffsüberfahrt nach Luzern unternehmen, da diese aber 75 Euro kosten sollte, haben wir uns entschieden die 20 km mit dem Auto zu fahren (das ist die wesentlich günstigere Variante). Die Stadt ist relativ übersichtlich, aber sehr hübsch anzusehen. Ein Highlight ist der Spaziergang auf der alten Stadtmauer mit schönem Ausblick auf Luzern.

Am Abend haben wir uns ein Lagerfeuer direkt am See gemacht, wobei das nötige Brennholz schon an den Feuerstellen bereitliegt. Bei Sonnenuntergang haben wir uns gegrillte Steaks und Stockbrot schmecken lassen.

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Obermaiselstein - Wannenkopfhütte

Morgens um 8:00 Uhr machen wir uns auf den Weg zur ca. 600 km entfernten Wannenkopfhütte nach Obermaiselstein bei Oberstdorf.

Nach einer netten Begrüßung durch einen kleinen Willkommensschnaps besichtigen wir unsere Übernachtungsmöglichkeit für die kommenden zwei Nächte. Die wunderschöne Holzhütte liegt einsam mitten im Allgäu auf ca. 1.300 Metern Höhe und bietet neben kleinen rustikalen Zimmern eine hervorragende Bewirtung an. Am ersten Abend wird uns ein köstliches Drei-Gänge-Menü bestehend aus Hochzeitssuppe, Schweinefilets mit Kässpatzen und Apfelstrudel serviert.  Am nächsten Morgen der Schock: Es ist Ende Mai, aber heute Nacht hat es kräftig geschneit. Die Tannen sind wie zu Weihnachten mit weißem Schnee bedeckt. Obwohl wir für diese Wetterlage keine passende Kleidung eingepackt haben, versuchen wir den Wannenkopf, dessen Gipfel auf 1.700 Metern Höhe liegt, zu besteigen. Kurz vorm Ziel sind wir allerdings gezwungen umzukehren, da die Wege so zugeschneit sind, dass es für uns kein vorankommen mehr gibt. Einen in China produzierten Plastik-Regen-Poncho funktionieren wir kurzerhand als Schlitten um und fahren den Berg hinab Richtung Hütte.

Nach kurzem Aufwärmen bestaunen wir anschließend die Breitachklamm in Oberstdorf. Die Breitach (ein reißender Fluss) hat in den letzten 10.000 Jahren diese Klamm (Schlucht) geformt, welche definitiv einen Besuch wert ist.

Am Abend grillt der Hüttenkoch uns leckere Steaks und Würstchen. Ein Weizen rundet das Ganze ab.

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Vorbereitung

Unterkünfte:

Obermaiselstein 20.05. - 22.05.: Wannenkopfhütte / Riedbergstraße, 87538 Obermaiselstein (*)

Weggis 22.05. - 24.05.: Bauernhof Gerbeweid / Gerbeweid - Eichistraße 2, 6353 Weggis

Mailand 24.05. - 26.05.: Pippo&Anna (Airbnb) / Via Ruggero Bonghi 9, 20141 Mailand (*)

Levanto 26.05. - 29.05.: Camping Acqua Dolce / Via Guido Semenza 5, 19015 Levanto

Bregenz 29.05. - 30.05.: Camping Weiss / Brachsenweg 4, 6900 Bregenz

(*) bereits gebucht