China

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Bori_Christian Missing

Beijing

Endlich habe ich den Anfang geschafft. Bekanntlich ist der erste
Schritt auch immer der schwerste und gerade in den letzten Wochen ist
soviel passiert, dass man kaum die Zeit fand sich einmal hinzusetzen, zu
verschnaufen und seine Gedanken in Worte zu fassen. China ist anders
und Deutschland und die kleinen Probleme, die doch irgendwie unseren
Alltag bestimmen, haben hier sehr schnell an Bedeutung verloren. Jeder,
der schon einmal hier war bzw. sich schon einmal länger in Asien
rumgetrieben hat, wird jetzt zustimmend mit dem Kopf nicken. Chinesische
Großstädte gleichen einem Ameisenhaufen. Man muss es einfach einmal
erlebt haben.
Ich habe mich entschlossen diesen Blog zu schreiben, 
damit ich unseren Freunden eine stundenlange Dia-Show am Ende ersparen
kann und wir in der Lage sind, alle auf dem Laufenden zu halten. Ich
werde an entsprechender Stelle versuchen einige Hintergrundinfos  zu
diesem aufregenden und sehr fremden Land zu geben.
Wir sind am 04.08.
in Beijing gelandet. Diese Stadt ist rießig. Offiziell leben hier rund
21 Millionen Menschen. Im Vergleich: Ungarn ist 9,9 Millionen stark. Das
gesamte Verwaltungsgebiet von Beijing ist etwas größer als
Schleswig-Holstein, allerdings ist das reine Stadtgebiet deulich
kleiner.
Der erste Unterschied, der einen voll erwischt, ist das
Klima. Es ist heiß und drückend. Die Luft schmeckt anders und dass Atmen
fällt einem schwer. Es fühlt sich an, als würde man beim Einatmen
weniger Sauerstoff zu sich nehmen. Wahrscheinlich ist da auch was dran,
denn die Luft in Beijing ist streckenweise schlicht toxisch. Der
Richtwert der WHO wird an manchen Tagen um das 20fache überstiegen. Eine
Studie ergab, dass 2010 rund 1,2 Millionen Menschen an den Folgen der
Luftverschmutzung verstorben sind. Dauerhaft leben möchte ich hier also
nicht, aber ansonsten ist die Stadt eine Reise wert. Wir hatten eine
sehr schöne Unterkunft in der Nähe der Hutongs. Hierbei handelt es sich
um typische tradtionelle Viertel im Herzen Beijings. Zumeist einstöckige
graue Gebäude, die von kleinen Gassen durchzogen sind. Diese Viertel
haben einen ganz besonderen Charme, sind aber leider auch vom Aussterben
bedroht, da sie verstärkt moderneren Gebäuden weichen müssen.
Nachdem
wir den ersten Tag die Wirkung der Stadt und das gute Essen genossen
haben, standen am zweiten Tag die Hutongs sowie der Drum- und Bell-Tower
auf dem Programm. Hierbei handelt es sich um zwei Türme, die 1272
erbaut wurden, einander gegenüber liegen und über hunderte von Jahren
das Uhrwerk der Stadt darstellten. Sie regelten die Öffnung und
Schließung der Stadttore, die Nachtruhe und ähnliches.
Am dritten
Tag ging es zum Tian'anmen-Platz und die Verbotenene Stadt. Besagter
Platz, bei uns auch bekannt als der Platz  am Tor des Himmlischen
Friedens, fand aufgrund des Tian'anmen-Massakers vom 3-4. Juni 1989 eine
traurige Berühmtheit. Bei diesem sehr bedeutenden Ereignis kam es zu
der gewaltsamen Niederschlagung eines Volksaufstandes. Studenten, und
später auch andere Arbeiter, forderten eine Demokratisierung des
politischen Systems. Die geschichtlichen Hintergründe hier näher zu
beleuchten, würde hier den Rahmen sprengen. Interessant ist aber, dass
dieses Ereignis so erfolgreich von der Regierung verdrängt wurde, dass
junge Chinesen heute wenig bis garnichts darüber wissen. Heute ist der
Platz, genauso wie auch die Verbotene Stadt, ein Tourismusmagnet.
Unzählige Menschen - und ich meine wirklich viele Menschen, insbesondere
Chinesen - pilgern hierher um ein weiteres Reiseziel auf ihrer
imaginären To-Do-Liste abzuhacken. So scheint es zumindest, denn häufig
scheint das Beweisfoto wichtiger als der Ort an sich. An den
entsprechenden Spots werden hunderte Fotos geschossen und vergnügt in
die Linse gelächelt. Früher noch mit einfachen Kameras, heute mit iPhone
und Selfie-Stick. Letztere hat hier definitiv jeder und ich bin mir
jetzt schon sicher, was einige von euch zu Weihnachten erhalten.
Schlimmer wird es nur an ganz besonderen Orten wie beispielsweise der
chinesischen Mauer. Denn hier gibt es wirklich viele Menschen! Da darf
man auch gerne mal dicht gedrängt zwei Stunden in der Schlange stehen.
Berührungsängste sollte man hier also nicht haben.
Ach, Beijing ist
schon eine aufregende Stadt. Nicht die schönste, aber auf jeden Fall ein
guter Startpunkt. Sie ist laut, betriebsam und dreckig. Eine gut geölte
Maschine, bestimmt von großen Straßen, grauen Gebäuden und
sozialistischer Architektur. Nirgendwo ist die Partei so präsent, doch
schaut man genau hin, so erkennt man eine bunte, vielschichtige Kultur,
die geprägt ist vom alten Werten und dem Verlangen nach den Vorzügen der
westlicher Kultur. Mao meets Apple. Wir haben viel erlebt in
dieser einen Woche und sind gut gelaunt gen Süden aufgebrochen. Nach
Xi'an um genau zu sein. Der ersten Hauptstadt des chinesischen
Kaiserreiches und Ort der Terrakotta-Armee.

Beijing
Beijing, China
Bori_Christian Missing
  • Small
    Sarah hat am kommentiert:

    Hi... wann gehts denn los bei euch? Schöne Grüße aus... Hannover :-)

  • Missing
    Bori_Christian hat am kommentiert:

    Hi Sarah, danke für Deine Interesse. Start ist Anfang August und wir sind schon mächtig in der Planung. In Kürze gibt's mehr :)

  • Small
    Claus hat am kommentiert:

    Hallo Bori_Christian,
    Super, dass es jetzt losgeht!
    Überleg mal, ob du dein Tagebuch nicht lieber hier im Blog schreiben willst - der ist dafür gedacht.
    Das Aktuellste steht oben, du kannst das Datum anpassen und deine Leute können jeweils kommentieren.
    Viele Grüße vom permondo-Team
    Claus