Einmal um die Welt - mein größtes Abenteuer

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Dies ist dein Tour-Blog. Füge Einträge mit Fotos und Standort hinzu oder einfach nur Text und dokumentiere was du gesehen hast, wo du warst und worüber du nachgedacht hast. Wenn du möchtest, lass andere deinem Tour-Blog folgen und an deinen Erfahrungen teilhaben. Wie das geht? Hier entlang zum Video-Handbuch.

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Diana Manwire Missing

Home sweet home

Wieder einmal packe ich meinen Rucksack und mache mich auf zu einem Flughafen. Nur ist es diesmal ganz anders als die vielen male in den letzten Monaten zuvor: es ist mein letzter Flug auf meiner Reise, denn nach 5 Monaten geht es zurück nach Deutschland. Im Gegensatz zu meiner ersten Erfahrung mit Virgin Atlantic kann ich diesmal ueber die Beinfreiheit in der Maschine nicht klagen und da um die 200 Plätze unbesetzt bleiben setzt nach dem Start eine Art Völkerwanderung ein und fast jeder macht es sich in einer Reihe ganz für sich sich alleine bequem. Nach 11 Stunden Flug und Zwischenlandung in London Getwick setzt der Flieger ohne Probleme in Köln /Bonn auf. Als Begrüssungskomitee warten meine Eltern am Ausgang und ich werde mit leckeren Wurstbroten empfangen. Madame Fee ist in Ihrer Euphorie recht zurückhaltend und schenkt mir neben einem kurzen Schwanzwedeln nur wenig Beachtung. Dafür freuen sich meine Eltern um so mehr und ich geniesse die mitgebrachten Brote - Mütter wissen eben womit sie einen glücklich machen können. Nach 5 Monaten Toastbrot ist das genau das Richtige. Und mit dem Brot bin ich dann auch für Fee wieder interessant. Liebe geht eben doch durch den Magen und mit Fred hat sie auch Ihren Frieden geschlossen. Er darf sogar mit Ihr kuscheln und wird daher jetzt nach der grossen Reise dauerhaft bei Fee und mir einziehen. Nach 2 Tagen verwöhnen lassen bei Muttern geht es mit vollgepacktem Auto zurück nach Verden. Beim Betreten meiner Wohnung werde ich von Luftballons, Sekt und selbstgebackenem Kuchen begruesst. Liebe Heinzelmännchen haben meine Wohnung zur Ankunft geschmückt.
Zwar wäre ich sehr gerne noch länger gereist, aber so kommt man gerne wieder nach Hause.

Übernachtung: zu Hause im eigenem Bett

Germany
, Germany
  • Missing
    Petra hat am kommentiert:

    Schön, dass wir Dich gesund und munter mit all Deinen phantastisches Eindrücken und Erlebnisses wieder haben :-) wir freuen uns schon jetzt auf einen langen Fotoabend mit vielen spannenden Berichten!

Diana Manwire Missing

Las Vegas

Na ja, da ich ja nicht alle Tage in Las Vegas bin, muss ich doch aufschreiben, was ich alles gesehen und gemacht habe. Bequem lasse ich mich vom Megabus von LA nach Las Vegas kutschieren. Mitten in der Würste von Nevada taucht sie dann auf: " The fabulous City of Las Vegas". Auf dem Weg zu meinem Hotel fahren wir an allen grossen Casinos und Hotels vorbei und ich komme aus dem Staunen nicht mehr heraus. Eine riesige Bettenburg reiht sich an die andere und auch wenn die Themenhotels teilweise ziemlich kitschig sind, so sind sie doch ganz schön beeindruckend. Mein Hotel ist in Downtown, also etwas entfernt vom eigentlichen "Strip" an dem die grossen Casinos Bellagio, Cesars Palace, Mirage, usw. gelegen sind. Als ich in mein Zimmer mit sogar 2 King size Betten komme, komme ich mir vor wie im Himmel, allerdings bin ich nach 5 Monaten Hostel, mit Doppelstockbetten und Gemeinschaftsbad nicht mehr objektiv und jedes Einzelzimmer mit Bad ist momentan in meinen Augen Luxus pur. Das Hotel hat direkten Zugang zur Freemon Street. Eine überdachte Fußgängerzone deren Dach Abends durch eine LED Show beleuchtet wird. Das besondere an Vegas ist, dass es hier erlaubt ist, Alkohol rund um die Uhr auf der Strasse zu trinken, und diese Freiheit kosten die meisten aus. Schon zum Frühstück kaufen einige die riesigen Becher mit zuckersuessen Mixgetraenken. Bei Temperaturen zwischen 35 und 42Grad hat dass natürlich seinen Effekt, aber das ist ja auch der Grund aus dem viele Leute hier sind. Ich versuche mich an einem 1Liter Becher "frozen Long Island Icetea", gebe aber nach der Hälfte auf. Das Zeug ist einfach zu suess und daher ungenießbar. Der Literbecher war uebrigens die kleinste Portion, die man kaufen konnte. Einen Tag habe ich mir reserviert um den Strip mit seinen Hotels und Geschäften abzulaufen. Die Gebäude sind allerdings nicht nur Hotel und Spielhalle, sondern es sind nahezu ganze Dörfer und da noch hinzu kommt, dass teilweise ein Hotel ins andere über geht ist es ein leichtes sich zu verlaufen. Ist man noch im Mandalay Bay oder schon im Excalibur, oder gehört das Casino bereits zum "New York, New York"? Ich versuche mein Glück an einem der Automaten im Cesars Palace und trotzdem ich das Spiel ueberhaupt nicht verstehe, habe ich plötzlich meinen Einsatz von 10 Dollar verdoppelt! Euforisch durch diesen Gewinn beflügelt, glaube ich an eine Glückssträhne und spiele gleich im Bellagio weiter... innerhalb von 10 Minuten sind die ganzen 20 Dollar verspielt. Tja, wie gewonnen, so zerronnen. Ich glaube ja immer noch dass der Automat im Bellagio kaputt war. Fred, der sich extra einen Automaten mit Lassie Thema ausgesucht hat, hat auch kein Glück. Um über eine Enttäuschung hinweg zu kommen hilft bekanntlich nur Schokolade, also führt mich mein Weg direkt zur M&M world. 4 Stockwerke voll gestopft mit allem was das Schoki-Liebhaber und M&M Marken Herz begehrt. Zwar habe ich meinen Firmenausweis nicht mit dabei, aber ein freundliches Lächeln, eine Unterschrift und ein bisschen Mars Smalltalk reichen auch aus um meinen 40% Mitarbeiter Rabatt zu bekommen. Da es viel zu warm ist um Schokolade durch die Strassen zu tragen, muss ich leider (hi, hi) meine gesamten gekaufte Schätze direkt essen. 

Der Stadtbereich zwischen den grossen Casinos und Downtown ist Hochzeitsland. Tür an Tür befinden sich hier " Wedding Chapples" und von der "Drive through" Trauung, bis zur Elvis Hochzeit ist hier für jeden Geschmack eine spontane, offiziell anerkannte Hochzeit möglich. Gemessen an der Anzahl der Hochzeitskapellen scheint es auch ziemlich viele Menschen zu geben, die von dem Angbot gebrauch machen.

Las Vegas ist auch eine Stadt der Shows und Clubs. Von David Copperfield, bis Brittney Spears und Circle du Soleil haben viele der bekannten Showstars Auftritte in den großen Hotels. Die Circle du Soleil Show die ich mir ansehen wollte, hat aber gerade für eine Woche Pause und daher entscheide ich mich für einen Club und zwar den momentan angesagtesten der Stadt: das Omnia im Cesars Palace. Wer mich kennt weiß, das ich so gar kein Disco Typ bin und eigentlich nie in Clubs gehe, aber ich muss sagen das Omnia ist schon was ganz besonderes. Ultra stylisch und exklusiv. Zwar ist der Eintritt speziell für Frauen wirklich human, aber der Vodka Redbull für 23 Dollar ist dann doch schon im höheren Preissegment angesiedelt. Dagegen sind die Preise beim Apré ski ein Klacks.

Der Abend im Omnia ist mein letzter in Las Vegas und gleichzeitig auch der letzte meiner Reise. Somit habe zum Schluss meiner Reise noch einmal etwas ganz Neues gewagt: alleine in einen Club zu gehen...und ich habe es überlebt ;o).

Zum absoluten Finale bestaune ich dann noch das Wasserspiel vor dem Bellagio Hotel, ein toller Abschluss meiner Reise wie ich finde!

Ach ja, und uebrigens, Elvis lebt! Ich habe ihn gesehen :o)


Hotel: The Golden Nugget

Las Vegas
Nevada, United States
Diana Manwire Missing

Las Vegas

Der Eintrag zu Las Vegas, ist einfach und kurz, denn:
"What happens in Vegas, stays in Vegas! ;o)

Las Vegas
Nevada, United States
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Santa Monica


Ich 

bin immer noch in LA, aber es ist hier in Santa Monica so ganz anders als in Hollywood. Vielleicht ist es der Strand der die Stimmung verändert. Die Leute schwimmen, spielen Volleyball oder liegen einfach am Strand. Anders als im Rest von Amerika ist Fahrrad fahren hier ziemlich beliebt und statt mit dem Auto die Strassen auf und ab zu fahren, cruised man hier mit dem Fahrrad, wahlweise auch mit dem Skatboard ueber die Strandpromenade. Sehen und gesehen werde ist speziell in Venice Beach das Motto. Während auf dem Pier von Santa Monica die Touristen sich den Bauch mit Fastfood voll schlagen und am Riesenrad oder der Achterbahn anstehen, zelebrieren die " Locals" in Venice Beach Selbstdarstellung in Perfektion. Hier die Skateboarder, dort die Rollerskater, da die Basketball Spieler und Jongleure. Und was natürlich nicht fehlen darf, die Gewichtestaemmer am Muscle Beach. Sie alle haben etwas gemeinsam: sie lieben dass Publikum, und davon gibt es reichlich. Ich verbringe eine ganzen Nachmittag in Venice und es ist keine Sekunde langweilig. Fitness wird in Santa Monica und auf seinen angrenzenden Stränden Venice und Malibu ganz gross geschrieben. Da ich mir ja schon den Ranyon Canyon angesehen habe, darf die zweite Outdoor Fitness Strecke der Stars nicht fehlen und daher fahre ich zu " the Santa Monica Stairs". Zwei Treppen mit jeweils um die 170 Stufen. Im Laufe der Jahre ist es schon fast Kult geworden diese Stufen als Workout rauf und runter zu laufen. " The Stairs" sind auch bei vielen Hollywood stars beliebt, leider entdecke ich keine, zumindest keine die mir bekannt sind. Allerdings hätte ich Dwayn Johnson ja auch nicht erkannt wenn er mir auf der Treppe begegnet wäre. Natürlich laufe ich die Treppen auch hoch und bin erstaunt wie gut es geht, vielleicht bin ich ja in den letzten 5 Monaten doch nicht so eingerostet wie ich dachte.
Nach Traumfabrik und Körperkult, wird es mal wieder Zeit für ein wenig Kultur. Mit Erstaunen stelle ich fest dass das Wohnhaus von Charles und Ray Eames sich in Santa Monica befindet und besichtigt werden kann, also, nichts wie hin! Das Haus ist innen und aussen weitgehend so belassen wie es zum Tode von Ray Eames in den Achtziger Jahren eingerichtet war und ist eines von 24 Case Study Häusern (Haus Nr. 8) die in den 40ger Jahren bebaut wurden. Auch wenn ich fast 40 Minuten durch die Strassen geirrt bin um das Haus zu finden, so hat es sich doch vollstens gelohnt und ich kann einen Besuch nur weiter empfehlen. Als ich bei der kleinen Führung erwähnte, dass mich die Offenheit des Hauses an den Baustiel der deutschen Fertighausfirma HUF erinnert, sprang sie Vertreterin der " Eames Foundation" vor Begeisterung wie ein kleines Kind in die Luft und stimmte mir zu. Sie gestannt mir, dass ein HUF Haus ihr Traum sei und dass sie daran arbeitet eines Tages eines zu besitzen.


Auf meinem Weg zum Bus der mich nach Las Vegas bringen soll, laufe ich zufällig mitten durch Dreharbeiten und als ich am Info Schalter des Bahnhofs nach meinem Bus Frage, antwortet der Herr hinterm Tresen: " Entschuldigung, ich bin Schauspieler. Ich tu nur so als würde ich hier arbeiten." Tja, das ist LA!

Hostel: YHA Santa Monica

Santa Monica
California, United States
Diana Manwire Missing

Hollywood

Vom Naturparadies nonstop in die Großstadt, das heisst es erst einmal zu verarbeiten. Bei der Landung in Los Angeles erwarten mich frostige 16Grad und ich bin froh dass ich meine Winterjacke bei mir habe, die mich vor Frostbeulen schützt. Von der viel besungenen " Californian Sun" ist weder etwas zusehen noch zu spuehren. Naja tagsueber sind es immerhin um die 25 Grad, damit kann man leben.
Mein Hostel liegt direkt am Hollywood Boulevard, zentraler geht es in Hollywood kaum, und so mache ich mich gleich nach meiner Ankunft auf den Weg um meine Mission: Fotos von den Sternen von Rin TinTin und Lassie machen! Zu erfüllen.
Es sei erwähnt, das der Hollywood Boulevard seeeehhhr lang ist und gefühlte 1000 Sterne beherbergt. Letztendlich werde ich erst nach intensiver Internet Recherche fündig. Fred ist selig und posiert stolz mit seine Filmhelden für ein Foto. Da ich mir vorgenommen habe möglichst viele Standard Touri Aktivitäten in LA zu machen, darf auch ein Bild mit dem Hollywood Schriftzug nicht fehlen, sowie ein hike auf dem Runyon Canyon Park (ein Berg mitten in der Stadt von dem aus man einen tollen Blick ueber Los Angeles hat und den die Stars als Fitnessstrecke oder zum Hundespaziergang nutzen). Und wenn man schon mal in Hollywood ist, muss auch ein Abstecher nach Beverly Hills sein. Netterweise bietet das Hostel einen Spaziergang durch das Wohngebiet der Schönen und Reichen an und den lasse ich mir nicht entgehen. Erst einmal laufen wir ueber den Rodeo Drive. Ich habe ja schon in Tokio viele der teuren Marken gesehen, aber hier auf der Prachtstraße Beverly Hills sind alle, wirklich alle vertreten. In keinem der Schaufenster sind Preise zu finden, die grossen Geschärfte wie Chanel oder YSL haben neben dem Haupteingang auch bewachte Hintereingaenge an die die Parkplätze angrenzen und auf der Strasse vor den Geschäften cruisen alle Nobelautomarken die Rang und Namen haben. Ich habe außerhalb von Deutschland noch nie so viele Audis, BMWs oder Mercedese gesehen. Wir bekommen auch den teuersten Herrenausstatter der Welt " the house oft bijon" zusehen, natürlich nur von aussen. Hier kaufen Scheichs, Filmstars, Präsidenten, und und und ein, und alle brauchen einen Termin. Offizielle Öffnungszeiten gibt es nicht. Die Lieblingsfarbe des Ladenbesitzers ist gelb, daher steht meist ein gelber Rolls Royce vor dem Geschärft, für den eine Ladenangestellte jede Stunde Geld in die Parkuhr werfen muss.
Die Häuser in Beverly Hills sind groß, sehr groß! Beim schlendern durch die Strassen sehen wir u.a. die Häuser von Mick Jagger, Rod Stuard, Ellen, Robert de Niro, die Playboy Villa, das Haus in dem Michael Jackson tot aufgefunden wurde, das ehemalige Haus von Elvis, usw. Es sind so viele, dass ich mir gar nicht alle Namen der Stars merken konnte. Allerdings antwortete unser Guide bei der Nachfrage zu Bewohnern von manchen Häuser auch nur: die sind nicht berühmt, sondern einfach nur reich!
In der Traumfabrik möchte ich mir auch ein Filmstudio ansehen. Zur Auswahl stehen Universal, Warner Brothers, Disney und Paramount Pictures - meine Wahl fällt auf dir Warner Brother Film Studios und so melde ich mich zu einer 2 stuendigen Tour an. Wir sind nur 4 Leute in meiner Gruppe ( es ist ja auch erst 8 Uhr morgens) und der Guide der uns über das Gelände fährt richtet sich ganz individuell danach was wir sehen wollen. Zuerst sehen wir uns ein Außengelände an, dass wie ein Jungle gestaltet ist. Hier wurden Szenen für Jurassic Park und Indiana Jones nach gedreht, aber auch ein paar Aussenaufnahmen für die Serien "True Blood" and "The Big Bang Theory". Wir bekommen viele Hintergrund Informationen und sind erstaunt, dass einige Häuser, gleich bis zu 4 verschiedene Kulissen darstellen können, mal Stadthalle, mal Schule, mal Feuerwehr oder Geschärft, je nach dem von welcher Seite man es betrachtet. Eigentlich sind die Häuser und Straßenzüge in den Filmen und Serien immer wieder die gleichen, nur mal unterschiedlich gestrichen oder aus einem anderen Winkel aufgenommen, so finden die Kulissen des Filmklassikers " Casablanca" heute immer noch Verwendung in aktuellen Serien wie Gilmore Girls. Schließlich dürfen wir noch in eines der vielen Filmstudios in denen aktuell gefilmt wird. Bei den Komödien sind tatsächlich Zuschauer beim Dreh auf der Tribüne und müssen den gesamten Drehtag im Studio bleiben. Bei der Serie " Friends " sollen das schon mal ab und zu ganze 10 Stunden gewesen sein.
Beim nachmittäglichen flanieren ueber den Hollywood Boulevard laufe ich zufällig in die Premiere des Filmes " San Andreas ". Vor dem Chinese Theater, in dem bis vor ein paar Jahren noch die Oscars verliehen worden sind, ist ein roter Teppich ausgerollt ( naja eigentlich war er schwarz) und viele gut aussehende Reporter und Fotografen warteten auf die Schauspieler. Ich habe mich einfach zu der Menschenmenge gegenüber dem Theater zugesellt und darauf gewartet was da so kommen mag. Vom Film hatte ich noch nie etwas gehört und der Name des Haupdarstellers, Dwayn Johnson - the Rock, sagte mir auch nichts. Plötzlich erscheint über uns ein Hubschrauber und mit voller Sirenen Gewalt biegt ein Feuerlöschzug um die Ecke. Auf dem Trittbrett des Feuerwehrwagens steht ein Man im grauen Anzug und Sonnenbrille. Die Menge jubelt, die Fotografen machen Bilder was das Zeug hält und mir kommt Mann nun doch etwas bekannt vor. Ich habe Ihn tatsächlich schon einmal in einem Film gesehen.
Und dann rastet die Menge aus! "The Rock" persönlich geht nicht etwar zum schwarzen Teppich, sondern läuft zur wartenden Menschenmenge, schüttelt Hände und macht Selfies. Sie Szenerie ist irgendwie unwirklich. Ein filmreifer Auftritt wie in Hollywood, ach ja, da bin ich ja auch gerade!



Hostel: USA Hostels Hollywood

Hollywood
California, United States
Diana Manwire Missing

Kauai

Oh Neuseeland, zieh Dich warm an, Kauai ist Dir was Naturschönheiten angeht dicht auf den Fersen!
Mit seinen Stränden, den vielen Palmen, dem unberührtem Innland, sowie dem atemberaubenden Waimea Canyon und der tollen Na Pali Coast ist Kauai einfach wunderschön. Die unglaublich Natur ist auch Hollywood nicht verborgen geblieben und so haben sie Kauai als Drehort ua. für Jurassic Parc, King Kong und Indiana Jones ausgewählt. Ich kann das gut versehen, denn wenn man einen Jungle braucht, ist der Norden von Kauai genau die richtige Wahl.
Rund um die Insel führt genaugenommen nur eine grössere Straße ( niedlicherweise wird die Strasse als Highway bezeichnet), die aber leider, oder zum Glück für die Natur, sich nicht als Ring schließt, sonder U-foermig entlang der Küste verläuft. Gut dass ich einen Mietwagen habe, somit bin ich unabhängig vom nahe zu nicht existierenden " public Transport". Es gibt auch sage und schreibe ganze 2 nennenswerten Hostel auf Kauai und da es wie gesagt mit Bussen nicht weit her ist, stehen vorm Hostel so viele Autos wie ich sie noch nie zuvor an einem Hostel gesehen habe.
Ich muss nicht lange überlegen was ich als erstes auf der Insel machen möchte und buche daher gleich nach meiner Ankunft meinen lang ersehnten Helikopterflug. Da mein Flug über den Gletscher in Neuseeland sprichwörtlich ins Wasser gefallen ist, nutze ich hier auf Hawaii die Gelegenheit... und es ist einfach toll! Auch für Fred ist es der erst Heliflug und daher genießen wir beide die phantastische Aussicht auf Gegenden von Kauai, die weder mit dem Auto noch zu Fuss erreichbar sind. Kauai aus der Luft ist wirklich ein Erlebnis. Wir fliegen ganz nah an den riesigen Wasserfall aus Jurassic Park heran, über den Mt Waialeale ( mit 335 Regentagen ist er einer der regenreichsten Orte der Erde) und entlang der Na Pali Küste. Inspiriert durch die Ansicht aus dem Heli fahre ich am darauffolgenden Tag den Waimea Canyon hinauf. Ich komme nur recht langsam auf der Bergstraße vorran, dann es gibt einfach zu viele tolle Fotostops entlang der Strecke. Am Ende der Strasse angekommen, tut sich ein atemberaubender Blick in das Kalalau Tal auf. Sieht man das Tal herunter glaubt man dass jede Sekunde ein Dinosaurier aus dem Dickicht kommen könnte.
Der Strand auf den man hinunter sieht, ist ein Fleckchen Erde dass nur mit dem Schiff /Kayak oder zu Fuss über den Kalalau Track erreichbar ist. Wegen dieser Abgeschiedenheit ist die Bucht ein Geheimtipp für Aussteiger. Manche wohnen seit mehreren Jahren im Jungel oder am Strand von Kalalau, Kleidung ist optional und angebaut wird alles was gegessen oder geraucht werden kann. Während der Jungel des Hostels in Byron Bay eher ein Ausprobieren für Jugendliche zu sein scheint, praktizieren die Hippies in Kalalau tatsächlich zumindest für eine gewisse Zeit eine etwas andere Lebensform. Interessieren würden mich die Waldmenschen schon, aber der der Weg zu ihnen ueber denn 35km langen Kalalau Trail ist mir doch zu beschwerlich und außerdem braucht man eine Zugangsberechtigung, die schon weit im Voraus ausverkauft ist.
Paul mit dem ich zusammen aus Ohau hier angekommen bin, macht sich aber mit schwerem Rucksack und Regenplane auf den Weg. Da der Kalalau Trail an der Na Pali Küste entlang verläuft und aus diesem Grunde zu einem der schönsten Wanderwege der Welt gezählt wird, laufe ich zumindest die ersten km des Trails und auch einen abenteuerlichen Wanderweg zum Hanakapiai Wasserfall. Es geht zwar die ganz Strecke hoch und runter, aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt: wirklich eine tolle Strecke mit Blick auf die Kueste und der absoluten "Jungel Erfahrung". Ziemlich ko komme ich wieder auf dem Parkplatz an und laufe zufaellig direkt Paul in die Arme. Der ist gerade von seinem 3tätigen Kalalau trip zurück, hat einen Tag davon im Hippie Camp verbracht, sich wieder von einer Feuerquallen Attacke erholt und ist noch ganz gefangen von den Eindrücken der Wanderung.
Meinen letzten Tag auf Hawaii, lasse ich ruhig am Strand ausklingen.
Zwar habe ich nur 2 Inseln von Hawaii gesehen, aber die haben sich gelohnt und es ist wirklich ein Naturparadies.

Hostel: International Hostel Kauai


Kauai
Hawaii, United States
  • Missing
    Miss Sophie hat am kommentiert:

    Huhu, bist du mittlerweile schon in LA angekommen? LG und bis bald :)

Diana Manwire Missing

O'ahu

Tief in der Nacht treffe ich in Honolulu ein und lasse daher den ersten Tag ruhig angehen. Erst einmal werden die notwendigen Dinge besorgt um US kompatibel zu sein: US Adapter, US Telefonkarten, US Dollars,..... Am Nachmittag kommt noch etwas Kultur hinzu, denn ich sehe mir Pearl Habour an. Da ich nun schon einmal in Honolulu bin und in Waikiki wohne, denke ich mir dass eine professionelle Surf Trainingsstunde nicht fehlen darf deswegen buche ich gleich für den nächsten Tag eine Stunde bei " Girls who surf'. Den Abend lasse ich am Strand von Waikik ausklingen. Tag zwei steht im Zeichen des Sports. In der Surf Gruppe sind wir nur zu dritt und schon beim zweiten Versuch schaffe ich es auf dem Brett zu stehen und mich von der (Mini) Welle tragen zu lassen. Es ist einfach ein tolles Gefuehl und wenn die Nordsee wärmer, blauer und das Wasser häufiger da wäre würde ich bestimmt öfter nach Cuxhaven fahren um Surfen zu lernen. Nach zwei Stunden, sind wir geschafft, aber glücklich über unsere Erfolge. Fred hat es lieber bei Trockenuebungen an Land belassen, er ist eben doch kein Seehund. Am Nachmittag wage ich die Besteigung des Diament Head Crater von dem man einen phantastischen Blick auf Honolulu hat.
An Tag 3 fahre ich mit meinem kleinen Mietwagen die Küste entlang in den Norden der Insel. Hier am "North Shore" gibt es die besten Surfstraende Hawaiis. Besonders Sunset Beach zieht mit seinen Riesenwellen im Dezember Surfprofis aus aller Welt an. Und an der "Pipe" finden jeden Winter die groessten Wettbewerbe der Weltsurferscene statt. Jetzt ist allerdings Sommer und daher sind die Wellen nicht sehr hoch, aber meiner Meinung nach immer noch beeindruckend. Ich geniesse den Nachmittag am Strand mit Buch und direkten Blick auf die lokale Surfergemeinschafft in den Wellen.
Nach nur 4 Tagen verlasse ich Ohau um nach Kauai weiter zu ziehen. Zusammen mit Paul, einem Deutschen der das letzte Jahr als Skilehrer in Whisler - Kanada gearbeitet hat und gerade von einem Alaska Heli Ski Trip kommt, fahre ich die Kueste entlang wieder zurück nach Honolulu. Auf dem Weg genehmigen wir uns noch ein Shaved Ice fuer dass die Leute hier in langen Schlangen anstehen. Es handelt sich dabei um Eis, dass von einem Wasser Eis Block geschabt und mit Sirup uebergossen wird. Spätestens jetzt wissen wir dass wir in Amerika sind: die kleine Portion ist riesig, die Farben knallig bunt und das ganze extrem süß. Nach der Hälfte geben wir beide auf, da wir Gefahr laufen an einem Zucker Schock zu sterben.

Hostel:
Waikiki: The Beach Waikiki Boutique Hostel
North Shore: The Hawaii Backpackers

Oahu
Hawaii, United States
Diana Manwire Missing

Aloha

Trotzdem 2015 kein Schaltjahr ist, hat mein Jahr jetzt 366 Tage. Da Fred und ich die Datumsgrenze ueberfliegen , erleben wir den 15.5.2015 gleich zwei mal: zuerst in Fiji und für eine Stunde Zwischenstop auf Samoa und dann noch einmal auf Hawaii. Und von 10 Stunden vor deutscher Zeit sein, hüpfen wir auf 12 Stunden hinter mittel europäischer Zeit.
Leider habe ich nur 10 Tage hier so dass ich mich entscheiden muss welche Inseln ich mir ansehen möchte. Die Wahl faellt auf Ohau, denn auf der liegt Honolulu und da komme ich mit dem Flugzeug an und dann suche ich mir noch Kauai aus. Die grosse Insel Hawaii und Maui schaffen es leider zeitlich nicht mehr auf meine Liste.

Hawaii
Hawaii, United States
Diana Manwire Missing

Fiji Tour

So schön die Strände von Fiji auch sind, ich kann mir nicht vorstellen nur im Sand zu faulenzen, daher habe ich eine 6 tätige Tour einmal um die Hauptinsel Viti Levu herum gebucht.
Der Reisebus sammelt 8 Mitstreiter in den verschiedenen Backpacker Hostel ein, bis wir am Ende das 4 Sterne Sophitel Beach Resort ansteuern. Hier an diesem Luxus Hotel stossen 3 Australier zu uns. Wir restlichen fragen uns alle, warum jemand der in solch einem Hotel wohnt, eine Backpacker budget Tour bucht. Auffallend ist, dass einer der Jungs und die Frau unter Ihnen extrem gut aussehend sind und der dritte im Bunde eine beeindruckende Kamera bei sich trägt und gleich beim Einsteigen fragt ob wir Ihm die Erlaubnis geben uns während der Tour zu filmen und das im Internet zu veröffentlichen. Etwas dubios das Ganze, aber die Neugierde auf das Trio ist geweckt und die Tour scheint spannend zu werden.
Auf der Busfahrt lueftet sich dann das Geheimnis: der gut aussehende Strahlemann ist Tyson Mayr ( der Name sagt uns allen "nicht Australiern" rein gar nichts), Model, war schon auf dem Titel des MensHealth Magazin, hat im Februar an der australischen Version von "ich bin ein Star holt mich hier raus" teilgenommen und verdient sein Geld als professioneller Reisender, sprich Reiseveranstalter bezahlen Ihn dafür, dass er Urlaub macht und darüber im Internet unter dem Namen "the naked traveller" berichtet.
Die schicke Blondine ist seine Freundin, Lisa Hyde, wie sie uns erzählt ist sie Fashion Designerin für Sonnenbrillen und Kleidung und hat ein eigens Modelabel "Shevoke". Natürlich bloggt auch sie im Internet und ist damit so erfolgreich, dass namenhafte Modelabel ihr kostenlos Kleider und aehnliches zukommen lassen. Sie gab aber zu, dass Prada sich momentan noch etwas ziehrt ;o). Gerade hat sie die Dreharbeiten des australischen "Bachlor" abgedreht und war eine der letzten beiden Kandidatinnen.
Unsere Tour startet mit einem Ausflug zur Robinson Crusoe Insel. Das kleine Paradies besteht nur aus einem Urlaubs Resort und ist direkt vor der Viti Levu gelegen. Unser kleines Boot von einem kleinen Begruessungskommite empfangen und wir erhalten eine Einführung in die Dinge die es auf der Insel zu erleben gibt. Vom Kochkurs, Schnorcheln, ueber heisse Kohlen laufen (nicht für die Gäste erlaubt, sonder nur als Vorführung), bis zum Krabben Rennen und einer Java Zeremonie, von der Ankunft bis zu unserer Abreise am nächsten Tag kostenlos an Aktivitäten am Laufenden Band teilnehmen, oder einfach nur in der Hängematte die "Fiji Time" genießen.
Während wir tagsüber nur eine Handvoll von Menschen auf der Insel sind, kommen zum Abendessens mit Kultur Programm zwei Boote mit Gästen vom Festland hinzu.
Wir bekommen eine tolle Tanzvorführung zu sehen und sie Feuertaenzer Show ist einfach nur beeindruckend.
Am nächsten Tag machen wir eine Regenwald Wanderung. Angeblich eines der Highlights der Tour. Da ich in Neuseeland und Australien schon mehrere Male im Regenwald war erwarte ich nichts besonderes. Unser Guide läuft ohne Schuhe und emphielt uns das gleiche zu tun. Die Wanderung entpuppt sich als eine der abendteuerlichsten und lustigsten Trips die ich je gemacht habe. Es geht mitten durch den Regenwald teilweise nur auf zugewachsenen Trampelpfaden, durch knoecheltiefen Schlamm und durch Fluesse in denen uns das Wasser tatsächlich fast bis zum Hals steht. Schließlich heisst es nur noch Badesachen anlassen und dann geht es quer durch den Wald zu einem Wasserfall. Nach dem Schlamm und dem Laufen in der Hitze genießen wir das Wasser und die Jungs stürzen sich auch gleich mit Kopfsprung und Rueckwertssalto von den Felsen. Auf unserem Rückweg geht bereits die Sonne unter und das letzte Stück des Weges werden wir in einem kleinen Boot durch den stockdunklen Dschungel ausgefahren. Wirklich ein tolles Erlebnis.
Am Abend lassen wir es uns mit Cocktails in unserem besten Resort auf der Tour gut gehen.
Tag 3 der "Feejeeexperience" startet mit einer Stadtrundfahrten durch Suva, die Hauptstadt von FIji. Ein etwas morbider alter Brauch in Fiji ist das Essen von Menschen und unser Guide hat grossen Spass dran immer mal wieder eine Kannibalen Geschichte zum Besten zu geben. Daher besuchen wir auch Das Grab von "Uende Uende", der angeblich die meisten Menschen gegessen haben soll. Beruhigend ist, dass diese Tradition seit Mitte des 19.Jhd. nicht mehr praktiziert wird. Am Nachmittag besuchen wir ein Waisenhaus und ueberreichen dort unsere mitgebrachten Geschenke: Lebensmittel. Die Kinder sind wirklich toll und man merkt dass sie Besuch gewohnt sind, z.B. war am Tag zuvor der Ministerpräsident zu Gast. Nach dem das Eis gebrochen ist, wird beim Schubkarrenrennen und Fangen spielen nur noch geschrieben und gelacht. Beim Abschied hängen die Kinder winkend und " Auf Wiedersehen" rufend an der Verander des Hauses.
Mit diesen nachhaltigen Eindrücken von den Kindern, fahren wir in ein Bergdorf und nehmen an einer kompletten Kava Zeremonie mit dem Chief und den Dorf Oberhäuptern teil. Tyson wird als Sprecher für unsere Gruppe aus gewählt und sitzt daher neben dem Chief und uebergibt in unserem Namen eine Kava Wurzel als Dankesgeschenk. Der Geschmack von Kava ist .... sagen wir mal gewöhnungsbedürftig! Unser Guide findet das Getränk, dass nach Spülwasser aussieht, furchtbar, muss aber des Abstandes wegen eine ziemlich grosse Schuessel aus trinken. Wir bekommen ein reichhaltiges Mittagsbuffet geboten, dass die Frauen des Dorfes für uns zubereitet haben und nach dem Essen nehmen uns die Jungs des Dorfes mit zu einer Flussfahrt auf zusammengebundenen Bambusrohren. Diese Floesse sehen zwar etwas abenteuerlich aus, halten uns aber auf wundersamerweise ueber Wasser.
Tag 4 steht im Zeichen von Wellness. Da die grossen Fiji Inseln vulkanischen Ursprungs sind, gibt es hier "Mudpools" und heisse Quellen. Erst heißt es sich von oben bis unten mit Schlamm einschmieren, dann das Ganze trocknen lassen und nach dem Abwaschen in den heissen Quellen genüsslich durchgahren lassen. Zum Abschluss habe ich mir noch eine Rücken Massage mit Kokosoel gegönnt.
An Tag 5 und 6 trennt sich die Gruppe und während die Meisten nach Manta Ray Island fahren, verbringen ich zwei entspannte Tage auf Beachcomber Island mit schnorcheln, lesen und Cocktails. Ein perfekter Abschluss für eine beeindruckende Zeit auf den Fiji Inseln.
Sie sind landschaftlich wirklich traumhaft schön und die Gastfreundschaft der Menschen selbst auf den abgelegenen Bergstraßen lassen es ziemlich nah ans Paradies herankommen. Aber auch die schönste Zeit hat mal ein Ende und so heisst es Vinaka (Danke) und Mothe (Auf Wiedersehen) Fiji.  

Tour Organisation: Feejeeexperience



Filmche zum trip gibt es auf YouTube unter: TysonTravel TV! Tag 4,5 und 6 werden dort in den nächsten Tagen hochgeladen.





Fiji
, Fiji
Diana Manwire Missing

Bula Fiji!

Nach 3.5 Stunden Flug werde ich mit einem herzlichen "Bula" am Flughafen von Nadi willkommen geheißen.
6 Tage Rundreise auf den Fiji Inseln liegen vor mir: Welcome to Paradies :o)

Nadi
Western, Fiji
Diana Manwire Missing

Bye bye Australia!

Ein weiterer Abschnitt meiner Reise geht zu Ende. Nach 2 Monaten heißt es Abschied nehmen vom roten Kontinent. Es waren tolle Wochen mit wieder einmal unglaublich vielen neuen Eindrücken. Entfernungen haben hier eine ganz andere Dimension und diese Weite gepaart mit so verschiedenen Tieren und Pflanzen zu erleben wird mir auf jeden Fall in Erinnerung bleiben. Eines hat Australien auf jeden Fall geschafft, es hat mich fürs Schnorcheln begeistern können. Man könnte fast meinen ich wäre von meiner Wasserphobie kuriert.
Tja, und da das Land soooo groß ist gibt es noch genügend weisse Flecke auf meiner Landkarte, die erkundet werden wollen.
Also gibt es nur eines zu sagen: ich komme irgendwann wieder, Dowunder!

Australia
, Australia
Diana Manwire Missing

Great Barrier Reef

Kein Australien Besuch ohne Great Barrier Reef Trip! Wenn man schon mal hier ist, steht dieser Ausflug definitiv auf der To do Liste. Da meine Zeit mittlerweile dahin rinnt, fahre ich an den nördlichen Zipfel des Great Barrier Reefs um wenigsten einen Eindruck von dem Naturpark zu bekommen. Als Ausgangspunkt habe ich mir den kleinen Ort Agnes Water ausgesucht, wo ich erst einmal einen relaxten Tag in einen traumhaften Hostel verbinge. Für meine "Reef Erfahrung" mache ich einen Tagesausflug zur Insel "Lady Musgrave" vom Minioertchen "1770" aus. Angeblich ist dieses Dorf das einzige auf der Welt dessen Name nur aus Zahlen besteht, aber irgendwie ist es gar kein richtiger Ort, denn es besteht eigentlich nur aus einer Bootsanlegestelle. Mit einem Boot fahren wir erst einmal 1,5h raus auf die offene See. Zum Glück ist das Meer ungewöhnlich ruhig, so dass Fred und ich diesmal von der Seekrankheit verschont bleiben. Die Insel liegt wie gemalt als grüne Oase im türkis-blauem Meer und rund herum erstreckt sich das Korallenriff. Bei einem kleinen Spaziergang über die Insel finden wir unter anderem Spuren von Wasserschildkrötenbabys, die nach dem Schluepfen von ihrem Nest aus über den Strand hinweg in Meer gerobbt sind. Nach einer Fahrt mit dem Glasbodenboot ueber das Riff, heisst es rein ins 25 Grad warme Nass und dass Riff mit Schnorchel und Flossen selbst erkunden. Zwischen all den Fischen und den farbigen Korallen ist das Schnorcheln einfach nur herrlich. Ich sehe sogar 3 grosse grüne Schildkröten! Als Abschluss des tollen Tages begleiten uns noch einige Delfine auf unserer Bootsfahrt zurück nach 1770.
Somit ended meine Zeit in Australien mit einem besonderen Highlight und ich trete meine 10 stuendige Nachtbusfahrt zurück nach Brisbane mit netten Bildern im Kopf an.

Hostel: Cool Bananas

Agnes Water
Queensland, Australia
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Noosa

Nach dem Zoo Besuch geht es weiter nach Noosa. Die Stadt hat es mir gleich angetan und sie kommt mir vor wie Byron Bay für Erwachsene: traumhafte Strände, Surfer wohin man schaut und kleine Geschäfte und Restaurants. Im Unterschied zu Byron sind die Surfer hier im allgemeinen ab 30 Jahren aufwärts, die Geschäfte tragen Namen wie Hugo Boss oder Kookai, die Restaurants sind romantisch mit Lichterketten beleuchtet und es wird Saxophon Live Musik gespielt. Ein Ort ganz nach meinem Geschmack.
Direkt vor der Haustür von Noosa liegt der Everglades National Park und ich verbringen einen tollen Tag damit einen Teil des Parks mit dem Kanu zu erkunden. Einen anderen National Park kann man direkt vom Hauptstrand von Noosa erreichen. Entlang dee Küste verläuft ein Wanderweg vorbei an Buchten in denen immer Surfer zu finden sind. Je weiter man in den National Park vordringt und je abgelegener die Bucht, umso aelter und besser sind die Surfer. Statt zum Golfen geht man hier mit Mitte 60 mal kurz zum Wellenreiten.
Ich nutze Noosa auch als Ausgangspunkt für eine 2 Tages Tour nach Fraser Island, die größte Sandinsel der Welt und den Ort mit der reinrassigsten Dingo Population.
Unsere Gruppe besteht aus 23 Leuten, die auf 3 Jeeps aufgeteilt wird. In meinem Auto sind 5 von uns 7 Passagieren fahrberechtigt und so wechseln wir uns in den beiden Tagen am Steuer ab. Es ist eine ganz neue Fahrerfahrung und es macht grossen Spass am Strand zu fahren und sich mit 4 Radantrieb durch die Sandpisten im Regenwald zu pflügen. Leider ueberrascht uns am 2 Tag Regen und Sturm im Paradies, so dass wie den glasklaren Lake Mackanzi im strömenden Regen besuchen müssen. Das Wasser des Sees ist jedoch überraschend warm und so stürzen sich die Meisten von uns in die Fluten. Nass sind wir ja sowieso schon!
Und auf unserer Weiterfahrt sehen wir Ihn dann: unseren wilden Dingo! Wie bestellt liegt er mitten im Regenwald am Wegesrand. Ein wunderschönes Tier, das sich erst einmal genüsslich aus seinem Nickerchen erhebt, sich streckt und dann filmreif ein Jaulkonzert anstimmt. Dabei ist der schicke Dingo-Mann ganz entspannt und macht trotz unserer Jeeps in nur 10 Metern Abstand keine Anstalten zu verschwinden. Da wir nun unseren wilden Dingo gesehen haben, ist der Tag trotz Dauerregen gerettet.

Hostel: Halse Lodge YHA & Noosa Nomads

Noosa Heads
Queensland, Australia
Diana Manwire Missing

Brisbane


Nach Erzaehlungen ist Brisbane die am schnellsten wachsende Stadt in Australien, denn viele sehen in Ihr eine gute Alternative zur Großstadt Sydney. Mir ist es schon fast zu gross, denn nach dem beschaulichen Byron Bay ist so eine Stadt erst mal wieder gewöhnungsbedürftig. Wie eigentlich schon zur Routine geworden, erlaufe ich erst mal die Stadt um mich zu orientieren und mit ihr "warm" zu werden. Auf meinem Weg zeigt sich dass Brisbane neben vielen Menschen auch sehr schöne Ecken hat. Ich laufe am Fluss entlang, durch Teile des Botanischen Gartens, vorbei an schönen Uni Anlagen und der Fußgängerzone. Besonders angetan hat es mir der Badestrand der mitten in der Stadt gelegen ist.
Wieder einmal schlägt mein Radar für Großveranstaltungen an: während meines Aufenthaltes in Brisbane ist der ANZAC Day. ANZAC steht für: "Australien and New Zealand Army Corp" und einmal im Jahr wird den Soldaten gedacht. Diese Jahr ist das 100 jährige Jubiläum und es ist DAS Ereignis in Australien. Eigentlich wollte ich es vermeiden am ANZAC day in einer grossen Stadt zu sein, aber wie der Zufall es will verbringen ich Ihn ausgerechnet in der zweitgrößten Stadt der gesamten Ostküste. Also Pech gehabt. Da ich nun schon einmal vor Ort bin sehe ich mir die Parade an. Es ist das erste Mal dass ich eine Militärparade sehe und noch mal brauche ich dass wirklich nicht. All die Soldaten und Veteranen mit Ihren Orden und hunderte von Menschen jubeln Ihnen zu.... Diese Helden Verehrung verursachte bei mir ziemliche Gänsehaut und ist so gar nichts für mich.
Nach zwei Tagen ziehe ich weiter nach Norden. Nur wenige Kilometer von Brisbane entfernt liegt der "Australia Zoo" die erste Adresse in Australien wenn es um Wildlife geht.
Der Australia Zoo ist der Zoo von Steve Irwin, dem "Crocodil Hunter", der spätestens seit seinem Tod durch den Stich eines Stachelrochens ins Herz vor ein paar Jahren zum absoluten National Helden aufgestiegen ist. Es gibt sogar einen " Steve Irwin Day" und sein Name wird extrem gut vermarktet. Nach seinem Tod haben seine Frau und vor allem seine Tochter die Leitung des Zoos uebernommen. Trotz der totalen Vermarktung muss ich zugeben das der Zoo richtig gut ist. Zwar ist er etwas krokodillastig, aber die Shows und Gehege sind toll gemacht und so verbringen ich einen ganzen Tag im Tierpark.

Hostel: Brisbane Central YHA

Brisbane
Queensland, Australia
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Byron Bay!

Byron Bay: traumhafte Strände, viele Boutiquen die zum shoppen einladen, leckere Restaurants .... Eine kleine gemütliche Stadt in der alle unheimlich entspannt sind. Surfen ist hier eine Lebenseinstellung und Vollbart mit Dreadlocks absolut salonfähig.
Ich habe mich im Art Factory Hostel eingemietet. Es ist eine grosse Anlage auf der unterschiedlich Zimmerkonzepte zu finden sind: normale Hostel Mehrbettzimmer, Tepees, grosse Zelte, einzelne Häuser, ein Zeltplatz und ein Bereich für Wohnmobile.
Ich habe mir das Lakeside Cottage ausgesucht: ein 10 Bett Häuschens direkt am See und rundherum laufen lauter Laguane und Truthähne herum.

Unser kleines Cottage liegt direkt neben dem Camping Platz, dem sogenannten "Dschungel"! Auf dem Gelände der Art Factory ist der Dschungel ein eigener Mikrokosmos: Jeden Abend wird dort gemeinschaftlich gesungen und getanzt, alle haben sich ganz doll lieb und selbst vom blossen Passivrauchen sieht man hier schon nach kurzer Zeit ganze Herden von rosa Elefanten.
Es wird erzählt, dass Leute im Dschungel verschwanden und erst nach einigen Wochen wieder auftauchten, mit vielen Ketten und Glöckchen um den Hals, tief in sich ruhend und der festen Überzeugung, dass sie auserwählt sind eine neue Religion zu gründen.

Auf dem Hostel Gelände werden täglich unterschiedliche Workshops und Aktivitäten angeboten, von Yoga, über Afrikanisches Trommeln oder Körbe flechten, es gibt so einiges, was man tun kann.

Ich laufe erst einmal die Küste entlang zum Cape Byron, dem oestlichsten Punkt von Australien und zum dort erbauten Leuchtturm. Die Strände, die man vom Leutturmhuegel sehen kann sind wirklich toll und ich bin rechtzeitig zum Sonnenuntergang wieder zurück in der Stadt. Abends versammeln sich einige Musiker zum spontanen musizieren am Strand, was in der untergehenden Sonne und mit den Abendsurfern im Meer, dem Ort eine ganz eigene Urlaubsstimmung verleiht.
Am Morgen nehme ich an der Yoga Stunde teil. Wieder etwas was ich bisher noch nie gemacht habe und ich finde es ist genau das Richtige als Start in den Tag. Zwar bin ich ja schon an der Westküste geschnorchelt, abe tauchen, mit Flasche und so habe ich noch nicht ausprobiert. Da kommt es gerade recht, dass das Hostel eine Schnuppereinfuehrung ins Tauschen im Pool anbietet. Ich muss sagen, Tauchen koennte mir auch gefallen.
Meine restliche Zeit in Byron verbringen ich damit durch die Boutiquen zu stöbern und lasse es mir am Strand gut gehen.

Hostel: The Art Factory Normands

Byron Bay
New South Wales, Australia
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    Miss Sophie hat am kommentiert:

    Art Factory ist super, da war ich auch schon 2x. Viel Spass in Byron :)

  • Missing
    Diana Manwire hat am kommentiert:

    Spass hatte ich da auf jeden Fall. Ist wirklich ein ganz spezielles Hostel.

Diana Manwire Missing

Go North

Nach den erholsamen Tagen bei Almut geht es " Back on the Road" nach Norden. Erst einmal mit dem Zug nach Newcastle, wo ich aber nur eine Nacht als Zwischenstop nutze um den Greyhound Bus zunehmen, der mein Transportmittel für die nächsten Wochen sein wird. Der Bus stellt sich als sehr luxuriös heraus, mit extrem viel Beinfreiheit, Stromanschluss an jedem Sitz und freihes WLAN. Nicht schlecht, vor allem den Stromanschluss zum Laden von Handy, E-book Reader, Tablet und Fotoapparat lerne ich ziemlich schnell zu schätzen.
Mein nächster Stop ist Port Macquarie. Mein gebuchtes Hostel erweist sich als Glücksgriff, mit nur wenigen Betten ist es sehr persönlich und trotz kostenlosem WLAN sitzen nur wenige vor Ihren Handys oder Tablets, stattdessen wird zusammen gesessen und sich unterhalten. Wer schnell genug ist kann sich für einen der 6 Plätze auf der Surfer Liste eintragen. Am zweiten Tag fasse ich mir ein Herz und schreibe mich ein. Wenn man schon mal in Australien ist muss man zumindest einmal auf dem Brett gestanden haben. Standup Paddling habe ich ja schon kurz erfolgreich bei Almut ausprobiert, aber jetzt wird es ernst. Kein Paddel, kein Segel, nur die Welle, das Brett und ich!
Naja, surfen ist ja eigentlich so angedacht, dass man auf dem Board steht und elegant auf der Welle reitet..... Zumindest in meiner ersten Stunde funktioniert das nicht wirklich. Es gab genau eine einzige, ca. 5 sec. lange Begebenheit in der ich es wirklich geschafft habe auf dem Brett zu stehen und mich von der Welle tragen zu lassen. Nur ein Mal und auch nur kurz, aber es war toll und trotz totaler Erschöpfung und aufgeschrammtem Knie verlangt diese Erfahrung definitiv nach mehr in den kommenden Wochen. Die meisten Zeit habe ich aber im Wasser verbracht.
Am nächsten Tag ist Erholung angesagt ( ziemlicher Muskelkater) und daher besuche ich das Koala Hospital, das wilde Koala pflegt, die z.B. angefahren, von Hunden angegriffen oder bei Waldbränden verletzt worden sind. Auch die Kunst kommt in Port Macquarie nicht zu kurz: durch die Stadt zieht sich ein netter Skulpturenpfad auf dem verschiedene Künstler Koala Skulpturen sehr phantasievoll gestaltet haben und entlang des Ufers kann jeder die grossen Steine und Felsbrocken bemalen und nach seinem Belieben gestalten.

Hostel:
Newcastle: Newcastle YHA
Port Macquarie: Beachside Backpackers

Port Macquarie
New South Wales, Australia
Diana Manwire Missing

Sydney


 ist definitiv andes als Melbourne! Ähnlich wie dort nehme ich auch hier an einer kostenlose Stadtführung teil und bekomme bei einem 3 stuendigen Spaziergang die Besonderheiten und auch die Insidertips der Stadt erzählt. Die Tour endet am Hafen mit den Klassikern : Sydney Opernhaus und der Habour Bridge. Es sind schon tolle Bauwerke und ich kann es fast nicht glauben, dass ich tatsächlich davor stehe. Da ich ja doch ziemliche Höhenangst habe entscheide ich mich den legendären Bridge Climb ueber die Habour Bridge nicht zu machen und steige daher nur auf einen der Pylone bzw. Pfeiler die die Brücke begrenzen. Auch von hier hat man einen tollen Überblick und die Höhe reicht mir schon.
Bei meinem Streifzug durch die Strassen komme ich am Capitol Theater vorbei in dem gerade " Les Miserable " aufgeführt wird. Spontan entscheide ich mich mir einen schönen Abend im Musical zu genehmigen. Nach meinem nicht zu stande gekommenen Helikopterflug auf den Franz Josef Gletscher und weil ich keinen Walhai zusehen bekommen habe, beschliesse ich, mir das zu gönnen.
Nach einem tollen Abend im Musical verbringe ich einen ganzen Tag in Manley und komme gerade rechtzeitig nach Sydney zurück um die Harbour Bridge und die Oper in der Abendstimmung zu sehen.
An meinem letzten Tag in Sydney treffe ich Sophies Schwester Almut, die nicht weit entfernt von Sydney wohnt. Zusammen mit ihr und Ihrer Tochter machen wir den beliebten und sehr schönen Walk von Bondi Beach nach Cougee Beach. Die Strände an denen wir vorbei kommen sind wirklich toll und besonders am Bondi Beach sind viele Surfer und entspannte Backpacker zu finden.
Die nächsten 2 Tage verbringen ich bei Almut und geniesse Sonne, Strand und nach 3 Monaten wieder einmal einen Fernsehabend.

 Hostel in Sydney: Wake up!

Sydney
New South Wales, Australia
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    Miss Sophie hat am kommentiert:

    Hihi, und gleich das stand up paddle board ausprobiert! So soll es sein :) Viel Spass in Terrigal.

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    Diana Manwire hat am kommentiert:

    Ja, hat viel Spass gemacht, bin allerdings doch einige Male im Wasser gelandet :o). Waren wirklich schöne Tage bei Deiner Schwester. Jetzt geht es weiter Richtung Byron Bay.

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    Miss Sophie hat am kommentiert:

    Byron Bay ist ein Muss! :) Viel Spass dort

Diana Manwire Missing

Tasmanien oder Under Down Under

Wieder geht es mit dem Bus auf Tour und wieder in die Wildnis, diesmal aber in grüne Waldlandschaften mit Wasserfällen und Seen. 5 Tage reise ich mit 24 Gleichgesinnten ( 21 Frauen und 3 Männern) einmal um ganz Tasmanien herum.
Von Hobart aus fahren wir nach Strahan das sehr schön am Horden River gelegen ist. Um uns die Beine etwas zu vertreten laufen wir zu den Montezuma Falls einem 90 m hohen Wasserfall der mitten im Regenwald liegt. Auf dem Weg nach Strahan machen wir am Lake St. Clair halt. Es ist mit der tiefste See Tasmaniens und auch gleichzeitig der Endpunkt des Overland walking Tracks. Der Track ist ein ca. 70 km langer Wanderweg der (in den Sommermonaten) von den Cradle Mountains im Norden in Richtung Süden gelaufen wird. Als wir am See ankommen zeigen die vielen Tracking Rucksäcke das auch jetzt im Herbst der "Overlander" noch sehr beliebt ist. Beim Anblick der Wanderer werde ich ziemlich neidisch, denn ich hatte ziemlich mit dem Track geliebaeugelt, mich dann aber doch für die Busrundreise entschieden, da man auf der doch mehr vom Land mitbekommt als wenn !an nur durch die Wildnis läuft. Fred hat meine Entscheidung ziemlich gefreut, er ist nicht so der Läufertyp. In unserem kleinen Uebernachtungsort Strahan stürzen wir uns ins Nachtleben und sehen wir uns als Abendveranstaltung ein Theaterstück "The Ship that never was" an bei dem auch die Zuschauer vorm Mitspielen nicht verschont bleiben.
Ein besonderes Highlight ist die Fahrt in den Cradle Mountains National Park. Vorbei am Dove Lake erklimmen wir "Marion' s Lookout" von dem man einen fantastischen Blick auf den National Park hat. In Launceston, die zweit größte Stadt in Tasmanien, machen wir einen Morgenspaziergang zum Cataract George, der in der Morgensonne ein tolles Panorama bietet. Auf unserer Rund geht es weiter am der Wineglass Bay, und an Feycinet vorbei, die zwar sehr schön anzusehen sind aber durch ziemlich trübes Wetter nicht ganz Postkarten Panorama bieten. Kurz vor Hobart besuchen wir ein Wildlife Park in dem australische Wildtiere beheimatet sind: das Bonorong Wildlife Sanctuary. Wir bekommen von den engagierten Tierpflegern eine tolle Führung und dürfen Kolas und Baby Wombats streicheln, sowie Kängurus füttern. Besonders spannend ist die Fuetterung der Tasmanischen Teufel, die auch mit gutem Willen nicht als hübsche Tierchen zu bezeichnen sind. Es gibt schönere Geräusche als das zermalmen von Knochen zwischen einem "Tassi Devil" Kiefer. Tourorganosation:





Tasmania
Tasmania, Australia
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Hobart oder im Land des kleinen Teufels

Nach einem Zwischenstop im quirligen Melbourne lande ich in Hobart, die größte Stadt in Tasmanien. Hier in Tassi soll die Natur viel rauher, das Tempo langsamer und das Essen wesentlich besser sein als im Rest von Australien. Hobart empfängt mich mit Nieselregen und mit kuehlen 19Grad, im Flughafen Shuttle spielen sie Nena' s 99 Luftballons auf englisch und die Fish & Chips werden nicht in Zeitungspapier gewickelt sondern auf einer stylischen Schieferplatten arrangiert - somit kann ich nur bestätigen, die Klischees stimmen soweit und und ich muss sagen es gefällt mir ganz gut.
Die Innenstadt von Hobart ist leicht zu Fuss zu erkunden und das Hafengebiet laed mit seinen kleinen Lokalen zum schlendern ein.
Ein besonderes Highlight ist das MONA - das Museum of Old and New Art. Es wird als eines der besten Kunstmuseen der Welt angesehen. Das lasse ich mir natürlich nicht entgehen und so nehme ich die museumseigene Fähre vom Hafen aus zum Museum. Die Exponate haben keinerlei Beschriftungen, dafür bekommt jeder Besucher einen Ipod auf dem man alle Informationen und teilweise auch Audiokommentare der Künstler abrufen kann und zurück zu Hause kann man seine Tour noch einmal am Computer verfolgen und weitere Details lesen. Manche Dinge, speziell die Videoinstallationen sind ohne Hintergrundinformation ziemlich gewöhnungsbedürftig.
Abends besuche ich noch eine Galerie die auf Aboriginie Kunst spezialisiert ist und da Karfreitag ist gibt der Galeriebesitzer ein Glas Wein aus.
Meinen letzten Tag in Hobart verbringen ich auf dem Salamanca Markt. Es ist schon komisch all diese Obst und Gemuese Sorten hier erntefrisch zu sehen, denn hier auf der Südhalbkugel ist Ostern im Herbst und somit ist gerade Erntezeit. Die nächsten 5 Tage werde ich Tasmanien per Bus erkunden. Hostel: Hobart


Hobart
Tasmania, Australia
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Fremantle

An meinem "freien Tag" in Perth sehe ich mir den Vorort Fremantle an. Mit ueber 28000 Einwohnern ist es aber eher eine eigene Stadt und mit seinen vielen Cafés, Galerien und Museen hat es einen leichten Hippie Flair. Nach leckerem Kuchen und erfrischendem Bier am Hafen, soll auch das geschichtliche nicht zu kurz kommen, und daher nehme ich an einer Fuehrung durch dass alte Gefängnis teil. Das Fremantle Prison ist das einzige Gefängnis an der australischen Westküste in das damals die Strafgefangenen aus England gebracht wurden. 2010 wurde es in die Liste der UNESCO Weltkulturstaetten aufgenommen.

Fremantle
Western Australia, Australia
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Exmouth - auch ein Walhai ist letzten Endes nur ein Fisch!

Nach einem kurzen Ausflug in die Zivilisation, mache ich mich mit 9 weiteren Reisenden von Perth aus auf den Weg nach Exmouth. Ein kleiner Abstecher von gesamt 2100 km in den Norden von Western Australia. Im Gegensatz zu meinem Nullabour trip, steigen die Temperaturen wie erwartet immer weiter an, je weiter wir uns nach Norden bewegen. Exmouth empfängt uns mit molligen 40 Grad und da ist es verständlich, dass sich hier alles um Aktivitäten im Wasser dreht. Was mir und allen anderen allerdings nicht bewusst ist, ist dass mit den Temperaturen auch die Anzahl an Fliegen zunimmt. Zwar stechen diese im Gegensatz zu Mücken nicht, aber Ihre Angewohnheit in Augen, Nase und Mund zu krabbeln ist doch aeusserst lästig. Insider der Region tragen praktischerweise ein Fliegen Netz ueber dem Kopf. Leider sind wir keine Insider und müssen daher die nervige Biester irgendwie ertragen.
Unser erster Stop ist an den "Pinnacles" eine Ebene mit unzähligen Kalkstein Säulen. Unser Guide erklärt uns dass diese Säulen einmal Bäume waren, die durch den Meeressand versteinert sind, somit stehen wir mitten in einem Steinwald. Die Landschaft sieht ziemlich bizarr, aber auch faszinierend aus. Tag 2 führt uns in die Weltkulturerbe Region "Sharks Bay". Nach einem kleinen Stop am Billabong Roadhouse, Shell Beach und am Hamelin Pool mit seinen Stromatolithen, die der aeltesten bekannten Lebensform auf der Erde aehneln, geht es nach Monkey Mia. Hier in Monkey Mia kommen jeden Tag Delfine an den Strand und bis vor ein paar Jahren durfte man die niedlichen Flipper sogar noch streicheln. Heute dürfen nur noch 4-5 auserwählte Leute ein paar Fische verfüttern. Trotz der " don't touch" Policy, kommen täglich ueber hundert Menschen nach Monkey Mia um den Delfinen ganz nah zu sein. Einer aus unserer Gruppe hat das Glück und wird zur Fütterung ausgewählt.
Bei unserer Weiterfahrt Richtung Norden kommen wir durch die Stadt Carnarvon. Rund um dieses Städtchen werden Bananen, Mangos, Avokados,.... und was nicht noch alles angebaut. Und diese Region zaehlt zu einer de Hauptanbauregionen für Obst und Gemüse in Australien. Jetzt im Herbst sollte eigentlich die Ernte beginnen, aber was wir sehen sind nur verwüstete Felder und zerstörte Plantagen. Vor 2 Wochen ist ein Zyklon ( der Name für einen Hurrikan auf der Südhalbkugel) ueber das Land gezogen und hat die gesamte Region extrem stark verwüstet. Der Preis für Bananen ist auch sofort angestiegen, da dieses Jahr aus Western Australia so gut wie keine Ernte zu erwarten ist. Da wegen des Zyklons Exmouth evakuiert worden ist und die Schäden an unserem Hostel dort noch nicht vollstaendig behoben sind quartieren wir uns für 3 Nächte im beschaulichen Coral Bay ein und fahren nur für einen Tagesausflug zum fantastischen Turquoise Bay nach Exmouth. Sowohl Coral Bay als auch Exmouth liegen im Ningaloo Marine National Park der wirklich ein Traum für Schnorchel- und Tauchfans ist. Das bunte Korallenriff ziehen sich bis an den Strand, so dass man nicht einmal ein Boot benötigt um sich farbenfrohe Fische, Meeresschildkröten oder Riffhaie anzusehen. Dazu kommt noch, dass die Strände nahezu Menschenleer sind, denn im Gegensatz zum Great Barrier Reef, machen sich nur eingefleischte Wasserratten auf den langen Weg um in diese abgelegene Region zu gelangen. Sogar mich als nahezu "Wasserabstinentslerin" zieht es ins Meer und ich geniesse das Schnorcheln. Es stellt sich heraus, dass wir genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort für Walhaie sind. Die verschiedenen Ausflugsboote melden täglich 1 bis sogar 5 Sichtungen. Leider,leider komme ich nicht dazu meinen Walhai zu sehen, dann genau an dem Tag an dem wir rausfahren wollen muss das Ausflugsboot repariert werden und alle anderen Anbieter sind entweder ausgebucht oder haben paradoxerweise zu wenig Anmeldungen um rauszufahren. Ich beschliesse das ein Walhai ja auch nur ein ueberdimensionaler Fisch ist und buche als Alternative : "Schwimmen mit Manta Rochen"! Es stellt sich für mich als ein unglaubliches Erlebnis heraus. Entgegen meiner Fobie gegenüber tiefem Wasser und offenem Meer ist es einfach nur toll. Wir schnorcheln im klaren Wasser mit Schildkröten und nur 2-3 Meter entfernt tummeln sich Riffhaie. Und dann sichten wir im 9 Meter tiefen Wasser unseren Manta! Unglaublich elegant " fliegt" er durchs Wasser und wir dürfen ihn für eine geschlagene halbe Stunde auf seiner Reise durchs Meer begleiten. Vielleicht komme ich irgendwann noch einmal zurück um doch noch meinen Walhai zu sehen, aber die Tatsache dass sich diese Kollegen dort aufhalten wo das Waser um die 140 Meter tief ist, lässt mich ein wenig daran zweifeln ob ich das Erlebnis genauso genießen koennte wie meine Manta Begegnung.
Auf unserer 1500km langen Rückfahrt nach Perth haben wir das Glück noch weitere australische Tiere hautnah zu erleben. In einer Tierrettungsstation dürfen wir ein Kängurubaby mit gebrochenem Beinchen streicheln und zu 3 Dingos ins Gehege. Fred hat sich beim Anblick der 3 wilden Caniden dann doch ueberlegt, lieber im Bus zu warten. Mit weiteren unvergesslichen Einducken kommen wir schließlich nach 7 Tagen wieder in Perth an.



Tourorganisation:

Exmouth
Western Australia, Australia
Diana Manwire Missing

Go North

Und wieder geht es in den Busch. Diesmal von Perth die Westküste hinauf bis nach Exmouth und wieder zurück nach Perth.
Am 31. werde ich darüber berichten, hoffentlich dann mit Bildern von Walhaien.

  • Missing
    Anna Galliani hat am kommentiert:

    Viel Spaß und ich freue mich auf die weiteren Berichte! Bis dahin muss ich mir dann wohl eine andere Lektüre für die nächtlichen Stillpausen suchen ;-).

  • Missing
    Bödefeld hat am kommentiert:

    Ich hoffe du hast dir den Traum verwirklicht und hast Walhaie gesehen , und bist gut durch den Busch gekommen ! :-)

  • Missing
    Diana Manwire hat am kommentiert:

    Leider habe ich meinen Walhai nicht zu Gesicht bekommen, aber ein Manta Rochen hat mich dafür gut entschädigt. Last Euch nicht wegwehen!

  • Missing
    Petra hat am kommentiert:

    Oh was für schöne Fotos! Du entdeckst noch Deine Liebe zum Wasser ;-) Wir haben hier auch ganz viel Wasser…nur leider von oben und in Tropfenform, gerne auch mal als Hagel :-( Am Samstag geht´s nach Bayern, da soll noch Schnee fallen!!! Gut, dass wir die Winterreifen noch nicht gewechselt haben. Pass auf Dich auf!

  • Missing
    Diana Manwire hat am kommentiert:

    Ja, und Du wirst es nicht glauben, aber ich plane mir eine Taucherbrille und Schnorchel zu zu legen. Freu mich nämlich schon auf die Strände an der Ostkueste,Fidschi und Hawaii. Ist hier irgendwie netter als an der Nordsee.
    Bitte fahrt vorsichtig und bringt mir meinen Julian ( und natürlich auch Euch) wieder wohlbehalten nach Hause. Viel Spass und schöne Ostern.

Diana Manwire Missing

Perth

10 Tage im Busch haben ihre Spuren hinterlassen daher geniesse ich erst einmal einen entspannten Beauty - und Waschtag. Abends treffen wir uns noch einmal mit einigen aus unserer Reisegruppe und verbringen einen netten Abend im Nachtleben von Perth. Ausnahmsweise sind in den Clubs mal keine Flipflops erlaubt was heimlich ungewöhnlich ist, denn wenn die Australier eine Sportart beherrschen, dann ist es das " Extrem Flipflopping". Ich dachte dass ich durch mein Training in Neuseeland schon ganz gut mit den sogenannten "Jandales" zurecht komme, aber ich muss dann doch einsehen, dass die Australier in einer ganz anderen Liga spielen. Kein Berg zu steil, kein Weg zu steinig, es gibt einfach nichts was man hier nicht in Flipflops macht.
Ein Tag ist für einen Ausflug nach "Rottnest Island " reserviert. Mit einigen aus der Reisegruppe befahren wir die Insel mit dem Fahrrad,  ständig auf der Suche nach den nur hier vorkommenden "Quokkas" kleine Nager, die wie eine Mischung aus Ratte und Känguru aussehen. Wir wollen unbedingt ein Selfie mit den putzigen Tierchen schießen. Auf unserer Suche kommen wir an traumhaften Stränden vorbei und so genießen wir zwischen den Radstrecken auch ein wenig Strandleben.
Und dann endlich finden wir unsere Quokkas! Sie sind unglaublich niedlich und sehr zutraulich. Dank etwas Wasser aus einem Flaschenverschluss schaffen wir es dann sogar die putzigen Nager für Selfies zu positionieren.

Hostel: Wickham Retreat Backpackers

Perth
Western Australia, Australia
Diana Manwire Missing

Go West oder my swag is my castle

Morgens in aller Fruehe um 6:30 Uhr geht es los: 3000km Strasse von Adelaide nach Perth! Nicht viele nehmen die umstaendlichen Strassenroute um nach Perth zu gelangen, denn ein 3 stuendiger Flug wuerde einen auch ans Ziel bringen, aber mein Ziel ist genau ein anderes, naemlich die Weite und Groesse dieses roten Kontinentes (zumindest ein wenig) am eigenen Leib zu spueren. Die Touristen Information raet mir dringend davon ab diese Strecke alleine in Angriff zu nehmen und auch Hannah warnt mich vor Kaenguruhs die sich in der Abenddaemmerung gerne mal in der Einoede vor ein Auto werfen. Auch liegen zwischen zwei Tankstellen schon mal 200km, was mich bei meinem Benzin Management bestimmt in ziemliche Schwierigkeiten bringen wuerde. Oeffentliche Verkersmittel operieren entlang der Route schon mal gar nicht Die nette Dame im Greyhound office beschrieb den Grund dafuer diplomatisch damit dass die Strecke nicht stark frequentiert ist und sie daher vor ein paar Jahren den Service im gesamten Sueden und Westen Australiens eingestellt haben. Auch sie fragt mich unglaeubig, warum ich denn nicht nach Perth fliegen wuerde.

Aber mein Entschluss steht fest, und daher mache ich mich mit 16 weiteren Abenteuerlustigen mit einer organisierten Bustour auf eine 10 taegige Reise ueber die Nullarbor Ebene. Die Gruppe ist altersmaessig sehr gemischt von ueber 60 bis Anfang 20 ist alles vertreten und neben den obligatorischen Deutschen sind auch Schweizer, Englaender aber auch jemand aus Tasmanien und einige Australier mit von der Partie. Die Australier wollten sich endlich einmal das Australien ansehen das im Ausland so bekannt ist: rote Erde, Kaenguruhs und endlose Ebenen.

Unser Reiseleiter Joe, der auch gleichzeitig unser Fahrer ist, ist ein Australier wie er im Buche steht und ein Kumpel von Ihm, Luke - der ebenfalls Reiseleiter ist, aber noch nie diesen abgelegenen Teil seines Heimatlandes gesehen hat, begleitet uns ebenfalls. Die beiden sind ein perfektes Team und Ihnen scheint auch nach stundenlanger Fahrt nie die Energie aus zu gehen.
Geschlafen wird die gesamte Tour unter freiem Himmel mal auf Campingplätzen, mal im Busch, mal mit Duschen, aber auch mal ohne jegliche Sanitären Anlagen. Obligatorische Frage am morgen: haben wir heute Abend Toiletten? Unser Nachtlager sind sogenannte "Swags": Ein- Personen Schlafsäcke mit Schaumstoff Matratze in die man mit seinem eigenen Schlafsack hineinkrabbelt. Als Regen, Licht oder sonstwas Schutz hat der Swag eine Stoffklappe, die man über den Kopf klappen kann. So ganz eins mit der Natur zu sein bin ich als Zentralheizungs- Mensch gar nicht gewohnt, daher stelle ich am ersten Abend meine Turnschuhe schön neben meiner Schlafstätte auf den Boden und schluepfe am Morgen naiv direkt in die praktisch bereitstehenden Treter. Kaum bin ich in den Schuhen wird mir ganz Heiss und Kalt, denn das war im Land der Skorpione und Spinnen eine ziemlich unüberlegte Aktion. Für den Rest der Reise lassen wie Nachts nur noch unsere Flipflops neben uns liegen, da kann wenigstens nichts hineinkriechen.
Unser Buesschen ist vollgestopft mit allem was man für eine Gruppe im Outback und für den Australier am Strand so braucht: Obst, Wasserkanister im Gang und 3 Surfbretter finden zusammen mit Unmengen anderer Dinge irgendwie Platz.
Zwar stehen jeden Tag mehrere Stunden Busfahrt auf dem Plan, aber wir machen zwischendurch immer wieder kleine Buschwalks, Weinproben oder Besuche von Aborigini Stätten. Auch das australische Wildlife können wir hautnah erleben neben Kängurus, besuchen uns auch Emus auf den Campingplätzen und das Schwimmen mit Seelöwen war ein ganz besonderes Erlebnis. Nur Fred ist etwas enttaeuscht, denn so sehr er auch im Busch Ausschau gehalten hat, es hat sich weit und breit kein Dingo blicken lassen. Die tolle Truppe, Joe, Luke und vor allem die unglaubliche Weite, die traumhaften Strände und die Möglichkeit der australischen Tierwelt ganz nah zu sein, haben diese Fahrt unvergesslich gemacht und ich bin so froh dass ich nicht einfach geflogen bin.

Übernachtung: Irgendwo im Nirgendwo
Tag 1:Waren George
Tag 2: Coodlie Parc
Tag 3: Fowlers Bay
Tag 4: Cocklebiddy Campsite
Tag 5+6: Lucky Bay (Kängurus im Camp und am Strand)
Tag 7: Mt Trio Busch camp (Wolkenbruch)
Tag 8: Quinninup (Kängurus & Emus im Camp)
Tag 9: Campground near Margarete River
Tag 10: Perth

Tourorganisation: The Nullarbor

Nullarbor
South Australia, Australia
Diana Manwire Missing

Go West

Heute startet meine 10 tätige Reise von Adelaide nach Perth. Da wir in eher abgelegenen Orten uebernachten werden wird die Internet Abdeckung eher dürftig sein und meine Berichte wahrscheinlich erst wieder ab dem 20. März folgen. Bin schon ganz gespannt was es auf der langen Tour zu sehen gibt.

  • Missing
    Bödefeld hat am kommentiert:

    Hallo Diana , viel Spaß weiterhin und denke daran mittlerweile ist auch "der kleine Hobbit " verfilmt das sind also viele nasse Wochenenden :-)

Diana Manwire Missing

Great Ocean Road and the Grampians

Nach 2,5 Monaten individuellem Reisen werde ich die nächsten 24Tage mit 3 verschiedenen Reisegruppen unterwegs sein. Zunächst geht es mit einer Gruppe von Melbourne nach Adelaide. Auf der "Great Ocean Road" fahren wird an der Tasmanischen See entlang, vorbei an schönen Surfstraenden und Abschnitten mit Regenwald. Der Regenwald ist zwar bei weitem nicht so ueppig wie in Neuseeland, aber trotzdem noch beeindruckend mit seiner Pflanzen und Tiervielfalt. Wir finden sogar eine der schwarzen Schnecken die Fleischfresser sind und können freilebende Koalas an einem Rastplatz beim Schlafen beobachten. Beim Befahren der Ocean Road darf natürlichen ein Stop an den 12 Aposteln nicht fehlen. Es sind zwar in Wirklichkeit nie wirklich zwölf Felsformationen gewesen und 2009 ist noch dazu einer der Felsen eingestürzt, aber es ist trotzdem ein toller Anblick. Wir machen noch weitere Fotostops am Loch Ard Gorge und der London Bridge, einer Felsformation die der London Bridge in England aehnlich sieht, bzw. sah, denn sie ist 2011 eingestürzt und statt einer Brücke kann man vom Lookout jetzt nur noch eine Insel betrachten. Von der Küste biegen wir landeinwärts ab hinein in den "Grampians National Park" einem bewaldeten Gebirgszug, in dem wir vorallem einem Tier begegnen: dem Känguru ! (O.k. es sind auch ein paar Wallebies darunter, aber wer kann die schon so einfach auseinander halten).
Nicht nur dass mehrere Male vereinzelte Tiere selbstmörderische vor unserem Bus die Strasse kreuzen, sie hüpfen auch am Abend überall in unserem Übernachtungsort " Halls Gap" durch die Gärten. Am Morgen sehen wir uns eine Gruppe von Kängurus aus der Nähe an, die gerade ihr Frühstück direkt neben unserem Hostel einnimmt. Tapfer hat sich Fred den "bedrohlichen Monstern" entgegen gestellt. Ich muss sagen, der Kleine ist auf der Reise echt mutig geworden! Allerdings stellt sich schon bald heraus, dass die Kängurus alles andere als bissig oder gefährlich sind, sondern es lieben gekrault und gekratzt zu werden.
Des weiteren sehen wir uns auch die McKenzie Falls an und machen einen Morgenspaziergang zu den "Balconies". Bevor wir uns von den Grampians verabschieden besuchen wir noch das" Brambuk" Cultural Center. Es beinhaltet ein gutes Aborigine Informationszentrum, für das wir leider nur recht wenig Zeit zum durchstreifen haben. Auf dem Weg nach Adelaide sehen wir noch den Pink Lake und passieren in "Border Town" die Staatsgrenze von Victoria nach South Australia und müssen daher unsere Uhren um 30 Minuten!!! zurückstellen Ich muss zugeben dass ich bisher noch nie von einer 30 Minuten Zeitverschiebung gehört habe. Illegalerweise schmuggeln wir einen Apfel über die Staatsgrenze, denn es ist verboten Obst oder Gemüse in den Staat South Australia einzuführen. Gegen Abend erreichen wir schließlich Adelaide.

Unterkunft: Backpackers in Halls Gap & Adelaide YHA Central in Adelaide

Adelaide
South Australia, Australia
Diana Manwire Missing

Melbourne

Mein erster Kontakt mit Australien ist Melbourne und das Erste was mir auffällt sind die Massen an Menschen. Christchurch war dagegen ein ruhiges Dorf. Selbst am Sonntag brodelt das Leben auf der Strasse und es gibt anscheinend kaum einem Tag an dem nicht irgendeine Veranstaltung statt findet. Vor allem gibt es so unheimlich leckere Sachen zu essen. Kaum eine Nationalität die nicht vertreten ist. Ich habe sogar ein Schweizer Restaurant gefunden. Mir haben es die Sushi und Dumpling take aways in Chinatown besonders angetan. Zwar kein Vergleich zu dem Sushi in Tokio aber trotzdem lecker. Mein Hotel ist in direkter Nachbarschaft zur Staatsbibliothek von Victoria gelegen und hat einen tollen Ausblick auf die Stadt.
Um in der grossen Stadt nicht verloren herum zu irren, melde ich mich zu einem Stadtspaziergang bei einer "City Greeting Tour" an. Einfach bei der Touri Info anmelden und ein Tourguide läuft dann mit einem ca. 2 Stunden durch die Stadt. Der Clou an der Sache ist dass der Guide sich den Interessen der Besucher anpasst und dass das Ganze auch noch kostenlos ist, nicht mal Trinkgeld darf der er annehmen. Mit mir ist heute nur ein Ehepaar aus Florida für die Tour eingeschrieben und so ziehen wir 3 mit unserem Guide Ian los um Melbourne zu erkunden. Ian ist super und zeigt uns neben den Hauptattraktionen auch kleine Schätzchen, die nur Insider kennen. Z.B. wollte ich Melbourne gerne von oben sehen, also nimmt er uns mit ins Sofitel Hotel, mit dem Fahrstuhl in den 37. Stock und schickt uns dort zu den Toiletten. Durch die Tuer gegangen, verschlägt es uns erst einmal fast den Atem. Statt einer Wand ist dort nur eine riesige Glasscheibe mit einem fantastischen Blick über das Cricket Stadion, den Tennis court der Australien Open und dem Rest der Stadt. Ian erwartet uns draussen mit einem breiten Grinsen! Wir erfahren viele kleine Geschichten zu Gebäuden und Gassen. So darf man z.b. in einigen Gassen legal Graffiti sprayen und so kommt es dass in der Stadt keine Schmierereien zu finden sind, was ziemlich außergewöhnlich für eine Großstadt ist, aber die Gassen wahre Kunstwerke sind in denen kein Winkel unbemalt ist. Sogar die Mülltonnen werden nicht ausgelassen. Laut Ian haelt kein Bild länger als 4 Wochen, spätestens dann ist es mit etwas anderem über sprüht. Letztendlich dauert unser Spaziergang ueber 4 Stunden und in Ermangelung von Trinkgeld geben wir Ian als Dank wenigstens eine heisse Schokolade aus, als er uns für eine Pause in ein verstecktes Schokoladen Restaurant führt.
In Melbourne finden anscheinend ständig irgendwelche Events statt. Während meiner 3 Tage hier ist das Japanese Summer Festival, das Moomba Festival, Future Music Fastival undund ein Wasserski Wettkampf, was unzählige Menschen in die Innenstadt zieht. Nächste Woche ist Formel 1 (der Grosse Preis von Australien) und danach das Final Spiel der Cricket Weltmeisterschaft.
Langeweile kommt somit in Melbourne nicht auf.
Für mich heisst es aber morgen schon Abschied von der Stadt des Sports zu nehmen, denn ich starte meine 6000km lange Reise entlang der Ostküste Australiens an.

Unterkunft: Space Hotel Melbourne

Melbourne
Victoria, Australia
Diana Manwire Missing

Willkommen in Australien

Hallo Land der Kängurus, Koalas, Wombats, giftigen Spinnen, Schlange, weissen Haien, Skorpionen und sonstigem niedlichen Getier.

Australia
, Australia
Diana Manwire Missing

Auf Wiedersehen Neuseeland!

Erstaunlich wie schnell 2 Monate vergehen können.
Wegen der tollen Natur, den freundlichen Menschen und der faszinierenden Maori Kultur ist es nicht einfach sich von Aotearoa zu verabschieden und es steht fest, ich werde auf jeden Fall wiederkommen um die vielen noch ausstehenden Punkte auf der Liste abzuarbeiten (vielleicht so in 10 Jahren :o)).
Aufgabe für zu Hause: "Der Herr der Ringe" Trilogie und "Der Hobbit" 1-3 ansehen, sowie Ego -Training für Fred bezüglich Orcs und sonstigen Mittelerdgeschoepfen.

New Zealand
, New Zealand
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    Henning hat am kommentiert:

    Hi Diana, LOTR habe ich. Wir können uns ja mal ein verregnetes Wochenende damit beschäftigen :-) - dafür benötigt man ganz schön Sitzfleisch - die habe alle Überlänge. Das Training für Fred absolvieren wir dann gleich mit.

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    Diana Manwire hat am kommentiert:

    Super und verregnete Wochenenden fuer mehrere Sessions werden sich in Deutschland bestimmt finden lassen ;o) Liebe Gruesse aus Downunder.

Diana Manwire Missing

Christchurch oder Quark City

Meine letzte Station im Land der grossen weissen Wolke ist Christchurch. Nach der Ruhe in Akaroa kommt mir die größte Stadt auf der Südinsel wie ein Bienenstock vor. Viele Menschen, Autos und vor allem überall Baustellen in der Innenstadt. Der schöne Botanische Garten bietet da einen ruhigen Kontrast zum emsigen Treiben. Das Stadtzentrum von Christchurch bestand noch vor 5 Jahren aus vielen Steinbauten, die die City wie eine englische Stadt aussehen gelassen haben. Aber das war einmal! Die mehr als 3000 Erdbeben in den letzten Jahren haben ca. 80% der Häuser im Stadtzentrum unbewohnbar gemacht. Besonders die beiden Erdbeben 2010 und 2011 haben der Stadt den Rest gegeben. Zwar sind bei den Erdbewegungen nur wenige Bauten wirklich eingestürzt, aber viele Häuser ind so stark beschädigt, dass sie abgerissen werden müssen. Dieses und nächstes Jahr wurden als die Hauptaufbaujahre auserkoren. Ueberall, aber auch wirklich ueberall wird gebaut. Bauarbeiter, Kräne, Absperrungen so weit das Auge reicht. Mich wuerde es nicht wundern wenn Christchurch seine Stadtfarben bald von rot-schwarz auf neon orange bzw. neon gelb aendert, quasi als Tribune an die Wiederaufbauer ihrer Stadt. Eigentlich sehen die meisten Straßenzüge wie runtergekommene Stadtrandviertel aus: zertrümmerte Scheiben oder mit Brettern vernagelte Fenster, Häuserruinen aus denen Pflanzen herauswachen und daneben leeres Brachland mit etwas Bauschutt. Aber anders als in irgendwelchen Armenvierteln handelt es sich hier um frühere Haupteinkaufsstraßen oder um teure Hotels und Bürogebäude.
Aber die Neuseeländer und vor allem die Bewohner von Christchurch lassen sich nicht unter kriegen. Schon bald nach dem Februar Erdbeben 2011 haben sie angefangen die Stadt zurück zu erobern. An allen möglichen Stellen wurden und werden kleine Kunstinstallationen errichtet z.b bunte Plastikschafe als Strassensperren oder tolle Gemälde auf den Fassaden der beschädigten Gebäude. So kommt es, dass trotz der Zerstörung die Stadt farbenfroh ist und dass es zwischen den Baustellen immer wieder etwas Neues zu entdecken gibt. Besonders gelungen ist die Re:Start Mall: Das aus bunten Schiffskontainern zusammengebaute Einkaufszentrum. Allerdings ist es auch so ziemlich die einzige Stelle im Zentrum an der man etwas kaufen kann, für Lebensmittel muss man ziemlich weit an den Rand des Stadtzentrums. Ich musste für meinen Einkauf gute 40 Minuten Fussmarsch in Kauf nehmen - one Way! Apropo Kontainer, mich wundert, dass es in Hamburg noch welche im Hafen gibt. Hier sind seit den Beben unzählige davon verbaut worden. Interessant was man so alles mit den Metallkisten machen kann: darin wohnen, Häuser oder Wände damit abstützen oder Strassen damit vor Steinschlag schützen.
Aber die Ausbaupläne für die Stadt sind ambitioniert und vieles soll in diesem und nächsten Jahr fertiggestellt werden.
Ein freies Bett in Christchurch zu finden erweist sich als nicht einfach, nicht nur dass viele Hotels zerstört sind und in den verbliebenen viele Bauarbeiter wohnen, nein es ist auch ausgerechnet oder zum Glück diese Woche das "Te Matatini". DAS Festival bei dem die besten Maori Haka Gruppen gegen einander antreten. Der Wettkampf findet alle zwei Jahre immer an einem anderen Ort in NZ, meist auf der Nordinsel statt. Diese Jahr treten 43 Gruppen gegeneinander an und es werden um die 35000 Zuschauer erwartet. Da das Festgelände auch noch direkt um die Ecke meines Hostels liegt, muss ich mir das natürliche ansehen.
Ich finde ein perfekter Abschluss meiner Neuseelandreise!



Hostel: The  Dorset House

Christchurch
Canterbury, New Zealand
Diana Manwire Missing

Akaroa

Zum Ende meines Neuseeland Trips goenne ich mir ein paar Tage Urlaub vom Reisen und befolge daher den Tip von Evelyn und Reise nach Akaroa. 4Tage Sonne (bis zu 31°C), Strand und französisches Fair. Ein kleines Städtchen, aber wirklich traumhaft. Die Uhr scheint hier langsamer zu ticken und der niedliche Innenhof meines Hostels laed zum doesen in der Hängematte ein. Zwar waren die Engländer zuerst hier, aber da sich hier 1840 viele französische Siedler niedergelassen haben ist der französische Einfluss unverkennbar (und wird auch touristisch gut vermarktet). Schicke mit liebe gestaltete Häuschen und alle Strassen Namen sind auf französisch. Viele Neuseeländer verbringen das Wochenende hier und seit dem Erdbeben 2011 legen die grossen Cruiseschiffe in Akaroa statt in Christchurch bzw. Lyttelton an, da steigt die Anzahl an Menschen schon mal schlagartig von eigentlichen 700 auf über 10000 an. Während meines Aufenthaltes legt ein Gay - Cruise Schiff aus Australien kommend mit 2000 Passagieren an und gibt dem Örtchen einen bunten und schrillen touch. Zwar hat das Erdbeben auch in Akaroa z.B. auf dem Friehof seine Spuren hinterlassen, aber es scheint nicht so stark betroffen gewesen zu sein wie viele andere Orte.

Akaroa ist auch bekannt dafür, dass man Hektor Delfine beobachten kann. Diese kleinste Art von Delfinen soll auch die seltenste sein. Diese kleinen Flipper lasse ich mir natürlich nicht entgehen und mache mit einem alten Segelschiff eine Rundfahrt bis raus in den Pazifik. Und tatsächlich wird unser Boot schon bald von kleinen Delfinen begleitet, die lustig um uns herum schwimmen. Des weiteren sichten wir noch vereinzelte kleine blaue Pinguine, Kormorane, Fellrobben und andere Seevögel deren Namen ich mir nicht merken kann. An Stellen an denen genügend Wind zum segeln ist, schaltet der Kapitän den Motor aus und leise Musik an. Bei strahlendem Sonnenschein, auf türkisem Meer mit Delfinen um einen herum - ein perfektes romantisch - friedliches Erlebnis. Sogar Fred hat es sich an Deck gemütlich gemacht und zeigt diesmal keinerlei Anzeichen von Seekrankheit.
Akarua hat aber auch schöne Wanderwege zu bieten, daher unternehme ich eine Tagestour zum Gipfel hinter der Stadt. 29°C sind zwar nicht die idealen Temperaturen um 800 Hoehenmeter auf einen unbewaldeten Berg zu steigen, aber manchmal macht man einfach solche verrückten Dinge. Ich stelle auch schon bald fest, dass Neuseeländer eine andere Auffassung des Wortes "steil" haben. Merke: "up Hill" bedeutet steil bergauf und "steep climb" bezeichnet eine Strecke, die in den europäischen Alpen nur mit Seilsicherung und Steigeisen betreten werden dürfte. Zumindest werde ich nach dem "steep climb" mit einer tollen Aussicht auf die Banks Peninsula belohnt. Fred lässt sich, wie immer wenn es etwas anstrengender wird, tragen.

Hostel: Chez la Mer

Akaroa
Canterbury, New Zealand
Diana Manwire Missing

Oamaru

Laut Lonely Planet gibt es hier Pinguine und da dieses Nest auf dem Weg nach Akarua liegt, nichts wie hin. Da mein Hostel Booklet nur ein Hostel an gibt, gehe ich davon aus dass es sich um ein kleines Dorf handelt, dass ausser Pinguinen nichts zu bieten hat. Weit gefehlt! Mich erwartet eine Stadt mit vielen Cafés und Künstler Ateliers. Da es um Oamaru herum keine Bäume gab hat man viele Häuser aus Sandstein gebaut, was für Neuseeland sehr selten ist und der Stadt einen besonderen Charme verleiht. 1880 war die Stadt sehr reich und hatte die gleiche Gruesse wie Los Angeles zur damaligen Zeit. Naja, allerdings haben sich die beiden Städte von da an umverkennbar unterschiedlich entwickelt. Heute ziehen die vielen kleine Kunstgeschaefte und Werkstätten Leute in die Stadt, allerdings der groesste Magnet sind die Pinguine. Es gibt gleich zwei unterschiedliche Kolonien: "Yellow eyed" und "Kleine Blaue" Pinguine.
Die "Yellow eyed" leben an einem abgelegeneren Strand, kostenlos aus der Ferne zu besichtigen. Von ihnen soll es nur noch 4800 Tiere geben und sie kommen hauptsaechlich im Bereich um die Südinsel von Neuseeland herum vor. Gegen Sonnenuntergang kommen die Pingus aus dem Meer zurück um ihre Jungen zu füttern. Ich habe Glück und kann an dem Abend sogar 3 "Yellow eyed" Pinguine beobachten, einige Mitbeobachter um mich herum haben schon ein paar erfolglose Abende hinter sich. Etwas anders sieht es bei den blauen Pinguinen aus. Sie sind die kleinste Pinguin Art und ihre Kolonie liegt direkt am Hafen von Oamaru und wird gut vermarktet. Gegen Eintritt kann man der allabendlichen Heimkehr von ca. 150 kleinen blauen Watschlern beiwohnen. Für dieses Ereignis ist eigens ein Besucherzentrum mit Tribünen errichtet worden und kleine Nistkaesten stehen für die blauen Bewohner bereit. Fotos sind nicht erlaubt, da sie die kleinen Pinguine stören würden. Schade, denn diese pussierlichen Tierchen sind einfach zu niedlich.
Ich laufe noch einen Track rund um Oamaru von dem man eine tolle Aussicht auf die Stadt hat, sehe mir das Stadtmuseum an und besuche eine Käserei. Am letzten Abend meines zweitägigen Aufendhaltes nehme ich zusammen mit einem Iren und einem Deutschen an einem Kneipenquiz teil. Von 7 Tischen machen wir den letzten Platz ( wer kennt schon die Vornamen von aktuellen Lebenspartner von neuseeländischen Serienschauspielern????) bekommen aber einen extra Applaus dafür. Viel Spass hatten wir auf jeden Fall!

Hostel: The Empire Hotel

Oamaru
Otago, New Zealand
Diana Manwire Missing

Dunedin

Dunedin ist das Edinburgh von Neuseeland. Benannt nach dem alten Namen des schottischen Originals sieht es auch ein wenig schottisch aus: Steinhäuser, Pubs und ueberall Studenten. Da ich nur 1,5 Tage hier bin mache ich das Sprinter Programm. Zuerst einmal eine Stadtrundfahrten (mit der steilsten Strasse der Welt) zum orientieren und kennenlernen, dann etwas Kultur mit dem sehr guten Otago Museum und dem Toitu Settlers Museum. Schließlich dem kulinarischen Teil: einem kurzen Blick in die Speight's Brauerei und einer Tour durch die Cadbury Schokoladen Fabrik mit einem 22 Meter Schokoladenwasserfall und leckerer Gratis-Schoki.

Hostel: Kiwi's Nest

Dunedin
Otago, New Zealand
Diana Manwire Missing

Te Anau

Nach dem Track heißt es erst einmal, Wäsche waschen und ausruhen. Te Anau ist für viele Wanderer der Start oder Zielpunkt ihrer Touren. Routeburn, Milford und Kepler Läufer nutzen das Städtchen als Basiscamp und auch der Milford Sound und der Doubtful Sound sind von hier aus am Einfachsten zu erreichen.
Nach dem ich mir den Milford Sound ja bereits angesehen habe, bin ich auf den Doubtful Sound gespannt. Er ist wesentlich grösser als der Milford, allerdings auch schwer zu erreichen, was dazu führt dass dort wesentlich weniger Leute anzutreffen sind.
Es geht von Te Anau aus mit einem Bus nach Manapouri, mit einem Boot über einen See, dann wieder mit einem Bus zum eigentlichen Ausflugsboot. Aber die komplizierte Anreise hat sich gelohnt, dank Regen und Wolken ist die Stimmung richtig mystisch und überall läuft das Wasser in Form von Wasserfällen aus den Bergen heraus. Während des Cruises hört es auf zu regnen und die Sonne kommt zwischen den Bergen und dem Nebel heraus. Da im Gegensatz zum Milford Sound nur zwei Schiffe gleichzeitig im Fjord herumfahren, lassen sich Albatrosse und Fellrobben durch unser Boot nicht stören und in einer Bucht umkreist eine Schule von Bottlenose Delphinen unser Schiff. In dieser verwunschenen Landschaft wirklich beeindruckend, vor allem da der Kapitän den Motor ausgestellt hat und wir in totaler Stille im Sound dahin trieben. Keiner sprach ein Wort, nur das Pusten der Delphine war zu hören.
Am nächsten Tag laufe ich eine Tagesetappe des Kepler Tracks und sehe mir Kakas, Bergpapageien, Keas und die extrem seltenen Takahes in einem Vogelgehege an. Hunde sind auf den Tracks nicht erlaubt ("Dogs may kill kiwis"), somit bleibt Fred im Rucksack und genießt es getragen zu werden.
Mein nächster Stop soll in Dunedin sein, aber es erweist sich als aeusserst schwierig dort ein Zimmer zu bekommen. Letztentlich bleibe ich eine Nacht länger in Te Anau da das günstigste Zimmer in Dunedin 180 Dollar kosten würde, und das muss ja nun nicht sein. Die Zimmerknappheit scheint momentan überall in den Städten zu herrschen. Einigen bleibt nur noch in Ihren Autos zu schlafen, da auch die Zeltplätze ausgebucht sind. Die Gruende dafür: Cricket WM und Chinese New Year. Und da dieses Jahr das Jahr des Schafes ist strömen die Chinesen in Massen ins absolute Mutterland des Schafes, nach Neuseeland! Jetzt erklärt sich für mich auch warum die Chinesen all diese kitschigen Plüsch Schafe in den Souvenirlaeden kaufen. Sogar die Bekleidungsfirma Icebreake hat eine Special Edition von T-Shirts aus Merino Wolle herausgebracht "our year".

Hostel: Bob & Maxines

Te Anau
Southland, New Zealand
  • Missing
    Sandra Brunkert hat am kommentiert:

    Hi Diana,
    das sieht alles sooo schön aus. Als LOTR Fan muss ich Dich allerdings korrigieren: das Elbenland heißt Bruchtal, nicht Isengart. Soviel Zeit muss sein :-)

  • Missing
    Diana Manwire hat am kommentiert:

    OHA, da spricht die Fachfrau. Danke für den Hinweis. Ich habe das ganze jetzt mal gegoogelt und werde meinen Eintrag diesbezüglichen mal ueberarbeiten. Ziemlich kompliziert diese Tolkien Welt, diese Namen kann sich ja kein Mensch merken. Vielleicht sollte ich mir doch mal die Filme ansehen :o)

Diana Manwire Missing

Routeburn Track, Glenorchy & Milford Sound

Heute startet mein Walk auf dem Routeburn Track: 32km in 3 Tagen mit Übernachtungen in Hütten ohne Internet oder Telefon Signal. Elektrisches Licht bis 22Uhr, keine Duschen aber immerhin mit fließend kaltem Wasser und Gaskochflaechen.
Zunächst geht es mit dem Bus nach Glenorchy, einem kleinen Ort im Nirgendwo hinter Queenstown. Das Dörfchen wird eigentlich nur von Wanderern angesteuert, denn hier ist der Ein-bzw. Ausstieg des Routeburn Tracks. Einer der beliebtesten der insgesamt 9 "Great Walks" auf den Kiwi Inseln. Nur 30 Autominuten vom quirligen Queenstown entfernt tut sich in Glenorchy eine unwirkliche Landschaft mit Bergen und Seen auf. Als wir mit dem Bus einen Fotostop am Lake Wakatipu einlegen sind alle Businsassen einfach nur begeistert. Genau wie wir muss wohl Peter Jackson gefühlt haben, denn er hat diese Stelle für das Shooting der Saroman  "Isengard" in der Herr der Ringe verwendet. Leider schaffen wir es nicht nach "Paradies", noch kleiner und noch weiter im Nirwana. Dieser Ort soll das wahre Mekka der LOTR Fans und Landschaftsphotographen sein.

1.Tag Routeburn: Shelter nach Falls Hut (9km)
Nach dem uns der Bus am Routeburn Shelter abgesetzt hat, startet jeder nach und nach los. Der gut präparierte Weg führt durch verwunschenen Regenwald und langsam aufwärts an einem Bach entlang. Von der Falls Flat Hütte an wird der Weg überraschend steil, aber der Aufstieg wird durch die tolle Aussicht ins Elbenland versuesst. Leider komme ich bereits kurz nach Mittag an meiner Übernachtungshütte, Falls Hut an. Ich wäre gerne noch weiter gelaufen! Bei meiner Ankunft begrüßt mich ein unerwartet toller Ausblick von der Terrasse der Falls Hut.
Der Huettenkomplex besteht aus 2 Bereichen: einmal einer kleineren DOC Hütte, mit Holz Etagenbetten, Gaskochern und Kerzen für die Zeit nach 10Uhr Abends und einer groesseren Hütte bzw. einem Haus. Dieses Haus ist für die geführten Touren und darf auch nur von den entsprechenden Gästen betreten werden. Hier gibt es Liegestuehle auf der umglasten Sonnenterrasse und auf jeden Ankömmling wartet ein kühler Willkommenstrunk. Die Wanderer der geführten Touren laufen nur mit kleinem Tagesrucksack, das restliche Gepäck wird mit dem Hubschrauber von Hütte zu Hütte geflogen.
Im Laufe des Nachmittags füllt sich die DOC Unterkunft und da es kein Internet, Radio oder aehnliches gibt, muss man sich nach guter alter Manier unterhalten. In dieser Nacht bin ich die einzige Deutsche unter 48 Leuten, für Neuseeland aeusserst ungewöhnlich. Nur Birgit die Freundin des Huettenverwalters ist Deutsch und bei einer Tasse Tee stellt sich heraus, dass sie eigentlich in Accra, in Ghana geboren worden ist. Schon lustig was es für Zufälle gibt.
Nach dem obligatorischen "Hut-talk" des Huettenwartes ueber Sicherheitsaspekte und Fakten zur Umgebung, eröffnet der Verwalter ein Spiel: wer die meisten Sprachen auf einem Wandplakat richtig erkennt, gewinnt eine Tafel Schokolade. Und unglaublich, aber dieses simple Spiel kann Erwachsene Menschen tatsaechlich 1,5 Stunden beschaeftigt halten. Erstaunlich was in der Abwesenheit von Multimedia möglich ist. Unser Tisch gewinnt den grossen Schoki Preis. Hauptsächlich dank einer Holländerin, die Friesisch und Afrikaans erkennt und einem US Amerikaner der sofort Hindi, Malaiisch und Thai identifiziert. Ich war ganz stolz dass ich Litauisch beisteuern konnte, leider war es am Ende doch Lettisch.
Beim Betrachten des Sonnenuntergangs ueber den Hügeln, fehlt mir eigentlich nur eines: ein gutes Glas Wein! Aber natürlich schleppt keiner ein extra Kilo hier hinauf nur für den kurzen Genuss.
Als ich mich in meine Koje einmummel, ist das Klirren von Weinglaessern und ein " Salute" vom Haus der geführten Wanderung zu hören. Naja, wir hatten bestimmt mehr Spass und die bessere Schokolade!


  1. Tag Routeburn: Falls Hut nach Howden Hut (20km)
    Da ich aller Warnungen zum Trotz erst im Januar meinen Walk gebucht habe, habe ich keinen Platz mehr in der mittleren Hütte des Tracks buchen können, sondern mus in der letzten Hütte des Tracks übernachten. Somit liegt ein langer Marsch vor mir und ich bin eine der Ersten die am Morgen aufbricht. In der Morgensonne geht es über Ebenen am Lake Harris vorbei zum Harris Saddle und als Abstecher hinauf auf den Conical Hill. Durch den frühen Aufbruch sind ein Holländer und ich die Einzigen auf dem Gipfel und wir genießen die Stille mit einem tollen Ausblick auf den entfernten Milford Sound. Entlang des Berges mit ständigem Blick ins Hollyford Valley geht es zur Mackenzie Hütte am grün-blauen Mackenzie Lake. Von hier geht es wieder in den Regenwald hinein, mit Wasserfällen und moosbewachsenen Bäumen. Ziemlich muede komme ich schließlich an der Howden Hut an und nach dem "Hut-talk" gehe ich sofort ins Bett.


  2. Tag Routeburn: Howden Hut nach Divide (3,4km)
    Der Vorteil meines langen Marsches am Vortag ist, dass ich schon fast am Endpunkt des Routeburn Tracks bin. Es ist also noch Zeit den "Key Summit" zu erklimmen. Vom Gipfel hat man einen fantastischen Blick auf einen See und die umliegenden Berge....bei gutem Wetter! Als ich oben ankomme stehe ich nur vor einer Nebelwand! Na ja, wofür gibt es denn schließlich Postkarten. Schon nach kurzer Zeit komme ich am Parkplatz "The Divide" an - mein Endpunkt des Routeburn Tracks.
    Fazit: wunderbar! Irgend wann muss ich wiederkommen um die andern Tracks zu laufen. Unbedingt!


Da "The Divide" nur 30 min vom Milford Sound entfernt ist, habe ich schon im Vorraus einen Schiffs-cruise durch den Milford Sound gebucht. Also kaum an "The Divide" angekommen besteigen ich meinen Shuttle Bus und lasse mich zum Schiff bringen. Nach dem Track ist die Fahrt durch den malerischen Fjord sehr entspannend. Vielleicht lag es daran dass die beeindruckenden Bildern des Routeburn Tracks noch in meinem Kopf waren, oder daran, dass ich ziemlich muede von den vorhergegangenen Tagen war, aber die immer wieder beschriebene totale Faszination stellte sich bei mir nicht ein. Zwar ist der Milford Sound unbestritten schön, aber mehr auch nicht. Nach dem Cruise bringt mich der Bus nach Te Anau, wo schon mein restliches Gepäck aus Queenstown und nach 3 Tagen auch endlich wieder eine Dusche auf mich wartet.

Glenorchy
Otago, New Zealand
Diana Manwire Missing

Bungy, Burger, Frisbee Golf

Queenstown: die Stadt am Lake Wakatipu, mit Ausblick auf das beeindruckende Bergmassiv "the Remarkables" und dem Queenstown Garden, der zum herum schlendern einlädt. Kleine Cafés, Restaurants und Bars säumen die Gassen in der Innenstadt und man lässt den Tag beim Sonnenuntergang am Seeuferstrand ausklingen.
Soweit, so romantisch, doch eigentlich steht Queenstown besonders für eines: Funsport!!!
Es dreht sich hier alles um den ultimativen Adrenalin Kick. Ein Ticket office reiht sich ans andere und vom Shark boat ride, über Bubble Football, bis zum obligatorischen Bungyjump lässt sich alles buchen. AJ Hackett erfand hier das kommerzielle Bungyspringen, somit steht der Sprung aus grosser Höhe am Gummiband an erster Stelle auf der To Do Liste von den meisten Queenstown Besuchern. Da der einfache Sprung für viele nicht mehr ausreicht um den Puls zu erhöhen, erfindet das AJ Hackett Imperium immer neue Varianten die sich mit einem Gummiband und Höhe so machen lassen: Der klassische 43m Sprung von der Brücke ins Wasser, der 134m "Nevis Highwire" Sprung von einer Plattform, "the Swing" eine Schaukel an Gummiseilen in 109m Höhe über einem Tal und und und. Wer sich den ultimativen Kick holen möchte kann die verschiedenen Verrücktheiten direkt als Combo buchen und alles an einem Tag hintereinander machen. Einigen Kombinationen sollte man allerdings zeitlich gut planen, so bekam ich mit wie eine Ticket Verkäuferin jemanden vorschlugen doch lieber das Jetboating um 11 Uhr und den Bungyjump um 13 Uhr zu machen und nicht umgekehrt, da sie Jetboating direkt nach dem Mittagessen nicht empfehlen würde. Letztendlich sei es aber seine Entscheidung.
Es scheint an Fred doch ein wenig genagt zu haben, dass er sich im Land der Orcs nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat, daher wagt er todesmitig sowohl einen Bungy jump als auch einen Jetboat ride. Ziemlich verständlich, denn hier kann leicht der "IKEA Effekt" eintreten kann: spätestens wenn man zum 5. Mal an den Teelichtern vorbeikommt, greift man zu. Genauso ist das hier mit den Bungy Sprüngen, sie können sogar direkt im Hostel oder im Fastfood Laden gebucht werden. Angeblich springt man ab 65 Jahren umsonst. Diese Kombinationen aus Höhe, Geschwindigkeit und Wasser sind aber definitiv nichts für mich. Ausserdem hatte ich mein ultimative Adrenalinaktivitaet ja schon in Wanaka. Ich suche mir lieber eine andere Funsportart aus. Eine, die für den absoluten Adrenalin Schub sorgt... vor allem bei denen, die sich irgendwo in meiner Nähe aufhalten: Frisbee Golf! Es macht richtigen Spass, allerdings bin ich absolut untalentiert darin und ich muss leider erkennen, dass es anscheinend in erster Linie doch nicht an Fee liegt, dass wir keine Karriere im Dogfrisbee eingeschlagen haben.
Zusammen mit einer Holländerin mache ich eine Fahrradtour zur Kawarau Bridge, der Brücke von der die ersten Bungy Sprüngen veranstaltet wurden: " the home of bungy". Unglaublich, dass sich Leute freiwillig am Gummiband hängend in die Tiefe stürzen. Im Minutentakt springen Menschen aller Altersstufen von der Brücke, mal zu zweit, mal in Badehose. Fred wählt die trockene Variante, sprich er taucht nicht ins Wasser ein.
Nicht weit von Queenstown entfernt befindet sich Arrowtown, eine alte Goldgräber Stadt. Ich mache einen Tagesausflug dorthin und versuche mein Glück im Goldschuerfen. Zwar kann man immer noch Goldstaub im Fluss finden, aber mir scheint die Technik und Geduld zu fehlen, zumindest finde ich nichts und muss mit dem grossen Reichtum wohl bis Las Vegas warten.
An meinem letzten Tag in dieser tollen Stadt, die Gemütlichkeit, Natur und Adrenalin Kick vereint treffe ich die letzten Vorbereitungen für meinen 3 tägigen Routeburn Track und gönne mir zum Abschluss ein Patagonia Eis und einen legendären "Fergburger".

Hostel: The flaming Kiwi

Queenstown
Otago, New Zealand
  • Missing
    Evelyn hat am kommentiert:

    0

  • Missing
    MarenElfers hat am kommentiert:

    Wow, wow, nochmals wow, Diana! Wenn Ihr das tatsächlich alles macht, von dem Du schreibst, dann wachsen Fred und Du aber ganz schönn über Euch heraus.
    Es ist wirklich spannend den Beschreibungen zu folgen und die Fotos machen die Vorstellungen perfekt.
    Du machst alles richtig...hier ist es immernoch grau, neblig, kalt....*brrrr*.
    Wenn ich Deine Berichte lese friere ich ein bischen weniger und freue mich für Euch, dass Ihr so viel Spaß habt. Genießt weiterhin jeden Augenblich!
    Gut, dass Du eingesehen hast, dass nicht alles am Hund liegt ;) Dog-Frisbee sieht klasse aus....ihr könnt dafür andere Dinge ganz klasse!
    Viele liebe Grüße Maren

  • Missing
    Diana Manwire hat am kommentiert:

    Yes, I really enjoy my time here in NZ and the nature is amazing. I actually fell n love with all the pies in general, we should really start up a business in Germany arround sandwishes and pies. I do not know why this is not done so far. Unfortunately I did not make it to the Gibbston Valley for wine tasting, but visited the Ribbon winery in Wanaka, which was very tasty. I have to say after an intensive study over the last weeks I prefer Riesling vs Sauvingnon Blanc :o). Time in NZ is going to an end. I am right now in Dunedin and just Oamaru and Akarua are on my route befor I take off to Australia. Unbelievable how time is flying. Hope everything is o.k. in Germany and be sure that I do not Miss the weather ;o).

Diana Manwire Missing

Wanaka

Nach den trüben Tagen am Franz Josef und Fox Gletscher suche ich die Sonne und finde sie in Wanaka. Der Weg dorthin führt über den Haast Pass durch Regenwaldgebiet mit satt bewaldeten Wäldern und Wasserfällen. Das kleine Pendant zu Queenstown liegt am gleich namigen See und ist ein beliebtes Naherholungsgebiet der Neuseeländer. Fast alle verrückten Aktionen, die es in Queenstown gibt findet man auch hier: Jetboat fahren, Skydiving, Helikopterfliegen,... Neben den Adrenalin Aktivitäten hat Wanaka auch wunderschöne Natur zu bieten, wie z.B. den tollen See mit schneebedeckten Bergen im Hintergrund. Nicht weit entfernt liegt der Roy Gletscher, der Mt. Aspering und viele schöne Wanderwege ziehen sich durch die Landschaft. Ich mache eine kleine Wanderung zum Ribbon Weingut entlang des Sees und verkoste leckeren Riesling und Pinot Noir sowie den seltenen Osteiner, den es angeblich nur in einen kleinen Gebiet in Deutschland und eben auf wenigen ha des Ribbon Weingutes gibt. Laut wikipedia scheint das sogar zu stimmen. Wer mich kennt weiss, dass weder Wasser, noch Höhe oder grosse Geschwindigkeiten mein Ding sind. Somit sind Baden im Meer oder Karussellfahrten Aktivitäten die ich eher ungerne tue. Auch Skifahren sollte man immer mit bedacht. Aber da das Leben ja nun mal kein Ponyhof ist und man ja mal aus seiner Komfort zone herausgehen muss, buche ich kurzentschlossen einen "canyoning" Trip! Eingepackt in einen aeusserst modischen (;o))aber zum Glück dicken Neoprenanzug verbringen ich mit 3 anderen Verrückten einen ganzen Tag damit durch einen Fluss zu laufen, teilweise zu schwimmen, zu tauchen, sich abzuseilen, Wasserfälle runter zu rutschen und aus mehreren Metern ins Flussbett zu springen. Teilweise eine Grenzerfahrungen, aber für uns alle ein riesiger Spass und vermutlich dass Verrückteste was ich je gemacht habe. Abends entspannen ich erst einmal mit einem Wein und geniesse den friedlichen Blick auf den Lake Wanaka. https://www.youtube.com/watch?v=7kT9a7A_j0s


Nach 4 Tagen im sonnigen Wanaka setzt plötzlich der Regen ein und die Temperaturen sinken von 28, auf 17 Grad. Es ist als würde mir das Städtchen sagen dass es nun wirklich Zeit ist zu gehen und daher nehme ich das Angebot einer Französin an und verlasse mein nettes Hostel Richtung Queenstown. Queenstown liegt nur 1Stunde entfernt, aber die Fahrt dorthin bietet ein tolles Panorama. Die Strasse schlängelt sich durch Landschaftszuege, die man aus Filmen kennt in denen kleine Wesen mit grossen behaarten Füssen eine wichtige Rolle spielen. Es geht vorbei an Cardrona, einer Siedlung die das aelteste Hotel Neuseelands sein Eiden nennt und an einer Farm an deren Zaun viele, bzw. sehr viele BHs hängen. Der Ursprung bzw. die Bedeutung der ungewöhnlichen Dekoration war meiner Fahrerin auch nicht bekannt, Sie wusste nur, dass die BHs von Reisenden aufgehängt werden und der Zaun immer mal wieder vom Besitzer "geleert" wird. Es soll auch schon zu einigen Unfällen wegen Fotostops gekommen sein. Schon bald taucht zwischen den Bergen Queenstown auf.


Hostel: Wanaka Bakpaka  

Wanaka
Otago, New Zealand
  • Missing
    Miss Sophie hat am kommentiert:

    Hört sich super an. Ich fand Wanaka traumhaft und viel schöner als Queenstown, aber in Queenstown ist einfach mehr los :) Viel Spass dort.

Diana Manwire Missing

Rain on the rocks

Da durch meine Reise diese Jahr mein Skiurlaub ausfällt, ein Winter ohne Weiss aber irgendwie komisch ist, fahre ich von Hokitika die Ostküste nach Süden zum Franz Josef und zum Fox Gletscher. Beide liegen nur 30 Autominuten von einander entfernt und schlängeln sich zwischen Bergen ins Tal. Das kuriose ist, dass sich bis auf 250 Höhenmeter herunter "fliessen" und Ihr Gletscherwasser schon nach wenigen Kilometern ins Meer mündet.

Leider fällt mein geplanter Hubschrauberflug auf den Gletscher mit anschließender Wanderung auf dem Eis im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser. Was, wie ich erfahre nichts ungewöhnliches ist, denn: willkommen in einer der regenreichsten Regionen der Welt! Die Ostküste Neuseelands ist Regenwaldgebiet und die jährliche Niederschlagsmenge am Franz Josef Gletscher ist fast 10 mal hoeher als das was in London vom Himmel herunter kommt. Von meinen 4 Tagen in der Region schüttet es an 3 Tagen wie aus Kübeln, so dass an grössere Spaziergänge nicht zu denken ist und alle Touren zum Gletscher für mehrere Tage abgesagt werden.
Immerhin gibt es einen Sonnentag und den nutze ich um zum Gletscher hinaus zu fahren und den Franz Josef einmal von nahem zu sehen (netterweise leiht mir ein Kölner sein Fahrrad für diesen Ausflug).

Ich sehe mir auch den Lake Matheson an. Ein See dessen Wasser durch den hohen Eisengehalt wie ein Spiegel wirkt und sich daher Morgens und Abends der Mt. Cook, der Mt. Tasman und der Fox Gletscher darin außergewöhnlich klar spiegeln. Natürlich funktioniert die Reflektion nur wenn die Sonne scheint, der Himmel wolkenlos ist und kein Lueftchen weht, damit die Wasseroberflaeche ganz glatt ist. Bei meinem Besuch ist es bewölkt und windig! Naja, wofür gibt es denn schließlich Postkarten. Selbst der Reiseführer empfiehlt die Postkarten Variante denn die Idealbedingungen treten so gut wie nie ein, ich sag nur: Regenwald!

Hostels: Franz Josef: Sir Cedric Inn; Fox: Ivory Towers

Franz Josef
West Coast, New Zealand
  • Missing
    Bödefeld hat am kommentiert:

    Guten Morgen , immer schön am Ball bleiben und nicht vergessen wenn du wieder da bist wird gegrillt :-)

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    Diana Manwire hat am kommentiert:

    Aber klar doch, Dein Grill ist nicht nur zu Dekoration da. Kannst ja schon einmal auf Langusten -Jagd gehen.

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    Bödefeld hat am kommentiert:

    Hallo Diana , Langusten werde ich wohl nicht jagen aber sei dir sicher das was gejagtes auf den Grill kommt , und hier ist es seit Wochen trübe von daher bist du immer noch auf der Sonnenseite !

Diana Manwire Missing

Hokitika

Was in Kaikoura der Crayfish, ist in Hokitika die Jade. Die frühere Goldgräberstadt hat sich ganz dem "Greenstone" verschrieben. Allerdings wird sie in dieser kleinen Stadt nicht nur verkauft, sondern Jadeschmuck wird hier auch hergestellt. Einige Geschäfte haben ihre Werkstätten gleich angegliedert und im allgemeinen sind diese Handwerksräume zur Besichtigung frei zugänglich. Aber man kann nicht nur den Profis über die Schulter schauen, sondern auch selbst Steine bearbeiten. Da Handwerkliches ja mein Ding ist, nutze ich einen Regentag und besuche einen "carving Workshop" bei BONZ 'N' STONZ. Einfach einen schönen Stein vom Strand mitbringen oder ein Stück Jade von Dave dem Ladenbesitzer erwerben und los geht's. Nach Design- und Stein Auswahl heißt es ran an die Schleifmaschine. Nach 4 Stunden bin ich stolze Besitzerin eines selbst hergestellten Armbands.
Hokitika ist eine kleine aber schöne Stadt direkt am Meer gelegen, aber auch mit Blick auf ein beeindruckendes Bergmassiv. Während meiner Zeit in Hokitika findet ein Skulpturen Wettbewerb am Strand statt: "Drift Wood & Sand". Als Baumaterial sollen hauptsächlich Dinge verwendet werden die am Strand herumliegen. Das Team von meinem Hostel baut ein ueberdimensionales Bett und gewinnt damit einen Sonderpreis.
Eine weitere Attraktion vor Ort ist ein Kiwihouse. Zwei Kiwis können in einem Nachthaus beobachtet werden und ich muss schon sagen, dass diese kleinen Kerlchen wirklich niedlich sind und zum kringeln lustig laufen. Neben den Kiwis beherbergt das Haus auch noch einige Fische und ein Aquarium mit Riesenaalen. Solche großen Aale habe ich noch nie gesehen, sie sind bis zu 1,5 Meter lang und das aelteste Tier im Tank wird auf 110 Jahre geschätzt. Da gerade Fütterung ist darf man sie mit Fleischhappen füttern und sogar " streicheln ". Ganz schön glitschig die Schätzchen, aber gleichzeitig auch weicher als gedacht.

Hostel: Drifting Sands

Hokitika
West Coast, New Zealand
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    Anna Galliani hat am kommentiert:

    Liebe Diana! Ich war ganz schön in Verzug gekommen mit dem Lesen deiner Berichte und habe es heute endlich als Frühstückslektüre nachgeholt :) - so schön und beeindruckend, was du erlebst!
    Bei solch farbenfrohen Bildern lässt sich der graue Himmel über Osnabrück gleich viel besser aushalten ;).
    Ich wünsche dir weiterhin so tolle Reisestationen und Erlebnisse!
    Liebe Grüße,
    Anna (noch immer kugelrund ;)...)

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    Diana Manwire hat am kommentiert:

    Hallo Anna,
    Vielen Dank für die lieben Reisewuensche.
    Ich kann mir vorstellen, dass der junge Mann nur noch Stunden vom "Auszug" entfernt ist :o). Ich wuensch Dir alles Gute und viele Gruesse aus dem Kiwi-Land.

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    Diana Manwire hat am kommentiert:

    Hallo Anna,
    Vielen Dank für die lieben Reisewuensche.
    Ich kann mir vorstellen, dass der junge Mann nur noch Stunden vom "Auszug" entfernt ist :o). Ich wuensch Dir alles Gute und viele Gruesse aus dem Kiwi-Land.

Diana Manwire Missing

Vom pazifischen Ozean zur Tasmanischen See

So schön die Ostküste und der Pazifik auch sind, so sehr möchte ich mir die Westküste der Südinsel nicht entgehen lassen. Die Schwierigkeit ist nur, wie hinkommen?! Da keiner der Überlandbusse die West - Ostverbindung befährt, setze ich auf ein anderes oeffentliches Verkehrsmittel: die Bahn. Von Christchurch aus nehme ich den "TranzAlpin" nach Greymouth an der Ostküste. Reiseführer und andere Reisende beschreiben diese Bahnstrecke als: " one of the world's most scenic train journeys", also kann die Wahl sooo falsch nicht sein.
Ausgerechnet an diesem Tag regnet es zum ersten mal während meiner gesamten bisherigen Reise und somit ist die Aussicht auf die Landschaft zunächst ziemlich getrübt, aber im Laufe der Fahrt verziehen sich die Wolken und die Sonne kommt raus. Der TranzAlpine ist mit allem ausgerüstet was man für eine Fotosafari braucht: riesige Fensterflaechen mit entspiegelten Scheiben, kostenlose Kopfhörer über die man Informationen über die vorbeiziehende Landschaft erhält auf jedem Sitz, einen Gepäckwagen damit die Koffer nicht im Gang rumstehen, Speisewagen und der Clou ist ein Aussichtswagen ohne Fensterscheiben! In Deutschland sicherheitstechnisch der Supergau, hier einfach ein tolles Erlebnis. Naja, Kinder dürfen sich nicht ohne Aufsicht dort aufhalten und als es durch einen 8,5km langen Tunnel ging wurde selbst hier der spezielle Wagen gesperrt, aber waehrend der Durchfahrt durch alle anderen Tunneln war er gut besucht.
Die Fahrt geht durch tolle Flusstäler und Ebenen und es geht stehtig höher in die neuseeländischen südlichen Alpen bis zum Arthur's Pass. Von hier verläuft die Strecke durch Wälder und Täler bis wir schließlich nach 4,5 Stunden an der Westküste ankommen.
Einige Leute bereisen diese Strecke als netten Tagesausflug und bleiben daher nur ein paar Stunden in Greymouth, um dann mit dem selben Zug wieder zurück nach Christchurch zu fahren.
Ich habe jedoch anderes vor und besteigen daher den nächsten Bus Richtung Süden. Kurz nach Verlassen der Stadt erfahre ich wieder einmal ein Beispiel für neuseeländischen Pragmatismus: eine Brücke die Einspurig ist! O.k. , dass kommt ja mal vor, aber bisher habe ich noch nie eine gesehen die von Autos UND dem Zug genutzt wird. Da man sich schon auf das wesentliche beschränkt hat, hat man auch gleich so etwas aufwendiges wie eine Ampel weggelassen. Trotzdem ziemlich viel Auto UND Zugverkehr herrscht, scheint es aber zu funktionieren, zumindest passieren wir dir Brücke unfallfrei und ich komme wohlbehalten in Hokitika an.

Hostel Christchurch: The jailhouse

Arthur's Pass
Canterbury, New Zealand
Diana Manwire Missing

Kaikoura - crayfish city

Am Pazifik entlang lasse ich mich vom Bus nach Kaikoura chauffieren. Bezeichnender kann ein Name für ein Stadt nicht sein, denn auf Maori heißt "Kai" Essen und "koura" Crayfish. Nach dem ich längere Zeit nach diesem ominösen crayfish gesucht habe, eröffnet mir google schließlich, daß es sich um Hummer bzw. Languste handelt. Die Stadt macht seinem Namen alle Ehre dann hier dreht sich alles um das liebe Krustentier und um alles was auf oder im Wasser zu Hause ist.
Crayfish ( Languste) wird überall vom Restaurant bis zur Pommesbude angeboten, allerdings unterscheiden sich die Preise mit ca. 80 - 100 Dollar geringfügig von unserer Currywurst mit Pommes.
Neben Crayfish essen ist in Kaikoura fast alles möglich was man bezüglich Sea Wildlife machen kann: Wale Watching zu Boot oder mit Flugzeug, Albatross Beoabachtung, Swimmen mit Delphinen oder Robben und und und..
Ich haben mich aufs Boot gewagt und mich für Wale Watching entschieden... mit vollem Erfolg: 2 Pottwale, einen Buckelwal, einige spielende Robben, Albatrosse und schließlich viele Delphine kreuzen unseren Weg - eine tolle Erfahrung!
Fred erweist sich nicht gerade als hartgesottener Seehund, denn Ihm wurde bei dem Seegang ganz schön übel.
Ein älteres schwedisches Ehepaar hat den Tag beim Angeln verbracht und kommt mit 6 Langusten und 2,5kg verschiedensten Arten von Fisch zurück ins Hostel. Da sich der Fang "leider" nicht lange hält, veranstalten wir abends ein großes Fischgrillen mit leckerem Wein und Kräuterbrot - ein perfekter Ausklang für einen tollen Tag.

Hostel: Albatross Inn, Kaikoura

Kaikoura
Canterbury, New Zealand
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    Nati hat am kommentiert:

    Lecker…Langusten vom Grill….hört sich super an !! sieht auf jeden Fall sehr lecker aus ! bzgl. Seekrankheit sprachst Du da wirklich von Fred ;-)

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    Diana Manwire hat am kommentiert:

    Ups, erwischt! Mir ging es wirklich uebel und meinem Frühstück konnte ich schon nach kurzer Zeit adieu sagen. Danach war aber alles supie und die Langusten waren wirklich lecker. Allerdings haette ich keine 50 Dollar dafür im Resto zahlen wollen.

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    Petra hat am kommentiert:

    Oh was fuer tolle Bilder! Das muss wirklich eine tolle Erfahrung gewesen sein den Seeriesen so nah zu sein. Und nebenbei beneide ich Dich wirklich um die Sonne! Hier stürmt und regnet es. Eine ganz tolle Kombination für Hundespaziergänge mit Kinderwagen ;-)

Diana Manwire Missing

Picton & Marlborough Sounds

Nach Nelson führt mich mein Weg zurück nach Picton, die kleine Hafenstadt in der ich vor ein paar Tagen von der Nordinsel aus angekommen bin. Vor den Toren des Städtchens liegen die Marlborough Sounds, die bewaldeten Berge scheinen direkt aus dem Wasser herauszuwachsen. Entlang der Sounds führt der Queens Charlotte Track, allerdings ist auch dieser Great Walk mehr oder weniger ausgebucht, daher mache ich auch hier nur einen Tages - Abstecher auf den Track. Mit dem Wassertaxi fahre ich vom Picton Hafen aus durch die Sounds zur "Lochmara Lodge". Einem Resort mit einige Tieren, Kunsthandwerk, Kanus, Badestrand UND einem Zugang zum Queens Charlotte Track.
Gleich nach der Ankunft mache ich mich auf den Weg zum Wanderweg und werde nicht enttäuscht: Die Aussicht ist wunderschoen und aehnlich zum Abel Tasman sind die Farben unglaublich intensiv. Das Grün der Wälder im Kontrast zum türkis-blau des Wassers, ist einfach nur toll.

Hostel: Jugglers Rest, Picton

Picton
Marlborough, New Zealand
  • Small
    Sigrid hat am kommentiert:

    Hallo Diana,
    das sind ja wunderschöne Bilder! Wir wären jetzt gerne bei dir :)!
    Genieße deine Auszeit weiter in vollen Zügen und nehme die schönen
    Eindrücke mit. Wir freuen uns auf die nächsten Infos!
    Sigrid und Friedhelm

  • Missing
    Nati hat am kommentiert:

    Hallo Diana, ich bin jetzt endlich mal dazu gekommen Deine Berichte zu lesen und bin begeistert….hört sich toll an, viele wunderbare neue Eindrücke und Erlebnisse und super Fotos !! Viel Spass und 'Safe travers' weiterhin !! haben dich letzte Woche beim Skifahren vermisst….aber Du hattest ja bessere Dinge zu tun ;-) lg Nati

Diana Manwire Missing

Nelson und Abel Tasman National Park


Kaum in Picton an Land gegangen steige ich in den Bus nach Nelson, mit dem Ziel mir ein wenig den Abel Tasman National Parc anzusehen.
Nelson ist nach Christchurch die zweit aelteste Stadt Neuseelands hat aber in all der Zeit seinen Kleinstadt Charakter behalten. Es gibt keine Hochhäuser, viele kleine Geschärfte, eine Kathedrale und einige Cafes. Überall grünt und blüht es, so dass es richtig Spass macht einfach nur mit dem geliehenen Fahrrad durch die Strasse oder in die umliegenden Huegel zu fahren. Natürlich kommt auch Nelson nicht ohne Herr der Ringe Anekdote aus. Nelson ist Heimat des "Ring Makers", sprich ein hier ansässiger Juwelier namens Jens Hansen hat " den einen Ring" geschmiedet (naja, für die Dreharbeiten eigentlich 40zig mal "den einen Ring") und der ein oder andere Fan kauft sich eine Kopie vom Meister persönlich gearbeitet. Ich kann mich gerade noch zurückhalten.
Zusätzlich dazu nennt Nelson auch den geographischen Mittelpunkt Neuseelands sein Eigen. Zwar ist es ein ziemlicher Aufstieg bis zur markierten Stelle, aber man wird für die Anstrengung mit einem tollen Blick über die Stadt belohnt.

Von Nelson aus ist es leicht in den Abel Tasman National Park zu gelangen und eigentlich hatte ich vor den Abel Tasman Cost Walk zu laufen, ein 60km langer Wanderweg teilweise durch Waldgebiet, teilweise an traumhaften Stränden entlang, aber leider sind momentan alles Hüttenunterkuenfte entlang des Weges ausgebucht.
Als Alternative dazu mache ich eine Tageswanderung, laufe also nur eine Teilstrecke des "Great Walks" und nutze eines der vielen Wassertaxen für den Hin-und Rücktransports.
Das Wetter ist traumhaft und ich geniesse die Schiffsfahrt entlang der Kueste. Das Taxi setzt mich mit noch einigen anderen am Medlands Beach ab und wir laufen 11 km durch schöne Waldwege immer entlang der Kueste bis zum tollen Strand von Anchorage. Hier habe ich noch Zeit bis das Schiff uns abholt und daher springe ich zu Abkühlung in die glasklaren Futen. (O.k. vielleicht war es auch eher ein langsames hineingehen. :o)).
Auf jeden Fall hat es sich gelohnt den Abel Tasman doch noch wenigstens ansatzweise gemacht zu haben, den die Strände und die Natur sind dort einfach wunderschön.

Hostel: Tramper Rest & Honey Suckle House


Nelson
Nelson, New Zealand
Diana Manwire Missing

Von Norden, nach Süden

Die Nordinsel Neuseelands war nur als kurzer Zwischenstopp geplant, daher heißt es nun bye bye Norden, hallo Süden! Genau genommen geht es von Wellington auf der Nordinsel nach Picton auf der Südinsel. Dieser Teil von Neuseeland soll ja das eigentliche Naturerlebnis sein, denn laut Reiseführer leben im Norden 60% und im Süden nur 30% der Neuseeländer (die restlichen 10% sind anscheinend irgendwo auf der Welt verstreut oder gerade im Urlaub). Ich bin gespannt was es auf diese Insel alles zu entdecken gibt.

New Zealand
, New Zealand
Diana Manwire Missing

Wellington - die Hauptstadt

Der Vorteil mit dem Bus zu reisen ist, daß man während der Fahrt die Umgebung und Landschaft genießen kann. Mit dem XXL- Taxi schlängeln wir uns von National Park Village, über Wanganui nach ganz unten in den Süden der Nordinsel - nach Wellington.

Schon gleich stelle ich fest, daß Wellington an Berghängen erbaut worden ist. Der Aufstieg zu meinem Hostel ist eine ziemlich sportliche Angelegenheit. Ein romantisches Cable Car bringt einen daher in die höher gelegenen Teile der Stadt, da es aber nur ein öffentliches Cable Car gibt und die Leute in Wellington erfinderisch sind, gibt es über 400 private mehr oder weniger gewagte Konstruktionen die die Bewohner zu Ihren Häusern bringen.
Ich nehme das Cable Car um mir den botanischen Garten anzusehen. Der Innenstadtbereich ist gemütlich zu erlaufen und so genieße ich die Stimmung der kleinen Boutiquen und Cafes auf der Cuba Street und am Hafen. Ein leckerer Morgen - Cupcake in Martha's Pantry und Abendessen im stylischen Matterhorn Restaurant.
Am Hafen spielt sich buntes Leben ab. Hier jemand in Anzug und Krawatte mit Rucksack auf dem Rücken und auf einem Roller unterwegs, da ein paar Kinder die sich vom Sprungturm ins Hafenbecken stürzen und dazwischen immer wieder Jogger, Jogger, Jogger. Zuerst denke ich, ich bin, wie schon in Tokio, in einen Stadtlauf geraten, aber es handelt sich hier nur um Massen von Büroangestellten, die in Ihrer Mittagspause eine Runde drehen.

Nicht fehlen darf natürlich ein Besuch im National Museum "Te Papa", es ist riesig, kostenlos und wirklich nett gemacht. Hier treffe ich auch meinem ersten und hoffentlich auch einzigen Orc. Fred der Held, hat sich nicht gerade schützend vor mich geworfen, aber es waren anscheinend genügend Leute um uns herum um den Orc zur Salzsäule erstarren zu lassen. Gandalf wurde hingegen vom Stadtmarketing in der Touristeninformation einquartiert.

Ich muß sagen, Wellington ist wirklich ein schönes Städtchen mit einem tollen Charme.
Ein bißchen irritieren nur die hier und da zu findenden Häuser der unterschiedlichen Landesvertretungen und das Parliament House - und da fällt einem erst wieder ein, ach ja, dieses nette Stadt ist ja die Hauptstadt :o) !

Hostel: Worldwide Backpackers

Wellington
Wellington, New Zealand