Ein halbes Jahr in Florence, South Carolina

Ich werde ein halbes Jahr in Florence South Carolina leben und euch mit meinem Blog über meine Erfahrungen auf dem laufenden halten

Blog

Dies ist dein Tour-Blog. Füge Einträge mit Fotos und Standort hinzu oder einfach nur Text und dokumentiere was du gesehen hast, wo du warst und worüber du nachgedacht hast. Wenn du möchtest, lass andere deinem Tour-Blog folgen und an deinen Erfahrungen teilhaben. Wie das geht? Hier entlang zum Video-Handbuch.

Beginne jetzt mit dem Bloggen und…

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Schiessen

Im Gespräch mit Ana und Troy über Waffen habe ich nach einer Möglichkeit gefragt, ob ich selbst mal schiessen kann. Troy ist sofort Feuer und Flamme und organisiert einen Termin für uns drei. Im Blue Line Shooting Center  kann man an 10 Schießständen seine Kunst zeigen. Troy, der gerade seinen Dienst beim Militär beendet hat, organisiert alles für uns. Wahl der Waffen, Target. Ich muss nur ein Dokument ausfüllen und ganz wichtig ist dabei die Führerscheinnummer. Wir bekommen Kopfhörer und eine Schutzbrille und los geht es. 

Ehrlich gesagt bin ich zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht mehr für das ganze Unternehmen und bei meiner Targetwahl habe ich mich streng geweigert irgend etwas mit menschlichem oder tierischem Umriss zu wählen. Eine gute Alternative war dann das Target mit den Flaschen. Beim ersten Schuss im Raum erschrecke ich zu Tode, der Pulverdampf ist auch etwas stickig.

Troy legt natürlich vor, Ana folgt mit einigen Schüssen aus der .22 und 9mm und ich ziere mich noch etwas den ersten Schuss zu tun. Langsam gewöhne ich mich aber an die Umgebung und ich will auch kein Spielverderber sein. Mit der .22 schiesse ich auf ein 5 Meter entferntes Ziel. Ich bemühe mich schon wirklich auch die Flaschen zu treffen. Nach dem ersten Schuss geht es auch wirklich viel leichter. Kaum Rückschlag der Waffe. Troy ist hoch zufrieden mit mir. Ein Versuch mit der 9mm ist da schon wesentlich heftiger. Ich nehme mein zerschossenes Target mit und Troy erkundigt sich zum Schluss noch ausführlich nach den Bedingungen eine Waffe zu kaufen und einen Waffenschein zu machen. 

Ja, auch das ist wohl ein unvergessliches Erlebnis und gehört einfach zu USA.

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    K_und_D hat am kommentiert:

    'Do you feel lucky, punk?' :-)

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Galerie Annies Baby

Was wie ein etwas komischer Name klingt, ist nichts anderes als eine Malklasse. In dieser Galerie kann man sich einen Abend buchen, ein Bild auswählen und eine Künstlerin hilft einem beim Erstellen eines eigenen Kunstwerkes. Ich habe von George Rodrigues (Südstaaten Künstler) das Bild "Blue dog Speaks" gewählt. 

Einige meiner Arbeitskolleginnen hatten mir diesen Vorschlag mit der Malstunde gemacht und ich habe sofort zugestimmt. War ein tolles Erlebnis. 

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Unterwegs am Abend

Zur Zeit gehe ich sehr viel Abends mit Bekannten aus. Es sind zum Teil Arbeitskolleginngen aber auch sonstige Leute aus Florence mit denen man einfach eine gute Zeit hat.

Langsam bricht bei allen die Panik aus, weil ich bald wieder gehe. Ich halte das zwar für amerikanisch übertrieben, aber auch für mich wird der kommende Abschied langsam zu einer traurigen Gewissheit. Ich hätte nicht damit gerechnet, dass ich mich hier so gut aufgehoben fühle. 

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    Jutta gibbert hat am kommentiert:

    Hallo Ute,genieße noch deine restlichen Tage und lass es dir gut gehen. Auch in Old germany freut man sich sehr dich bald wieder zu sehen. Liebe Grüße jutta

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Base Ball

Ernst hat mich zu einem High School Base Ball Spiel mitgenommen. Sein Sohn ist im Team der Wilson High School, die er auch besucht. Gespielt hat er allerdings nicht, da er im vorhergehenden Spiel eingesetzt wurde. Es war ein wunderschöner Frühlingsabend. Leider konnte man durch den Zaun nicht gut fotografieren. Trotzdem ein paar Bilder.

Ernst hat mir zuvor in der Firma versucht mir die Regeln zu erklären. Hoffnungslos, ich hätte nicht gedacht, dass es so viele Regeln überhaupt gibt. 

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Reenactment

Am 8. März wurde in Florence ein sogenanntes Reenactment Spektakel aufgeführt. In der Nähe einer noch aktiven Plantage (Farm) wurden auf einem zur Plantage gehörigen Feld Szenen aus dem Bürgerkrieg nachgestellt. Tatsächlich gab es am  5. März 1865 diese Auseinandersetzung. Es war ein sehr nettes Spektakel mit alten Kanonen und Kostümen aus dieser Zeit. Ferner waren auch sonst noch einige Stände mit Militaria, Essen und Kleidern aufgebaut. Die Schausteller sehen recht originell aus und sie ziehen wohl den ganzen Sommer von einem Ort zu andern. Somit sind die Bärte wohl alle echt. Schön war natürlich auch, dass das Wetter mitgespielt hat. Es war sonnig und nach dem recht kalten Wochenende zuvor sehr warm (20°C). 

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NY review mit Ernst

Ich sitze wieder in meinem Büro und plötzlich um 10 Uhr kommt Ernst vorbei. Er hat einen Plan. 11:30 nimmt er mich mit in die Francis Marion University Mensa nur 5 Minuten von Roche entfernt. Keiner kennt ihn (mich sowieso nicht) und für 7$ kann man soviel essen wie man will. Keiner stört uns, wie sonst in ROCHE. 

Jetzt muss ich rapportieren. Ja, mein Night life war nicht schlecht aber eben einfach NIX. Vor diesem Geständnis hatte ich Schiss. Er lächelt gut väterlich und ist trotzdem zufrieden mit mir. War ja mein erstes Mal NY. Einige Dinge kann er in seinem NY Tourist Advisor ändern (DIA, NEW Museum), das Hotel kann er auch empfehlen 400$ für 4 Nächte mit Tax, sauber, ruhig, alle U Bahnen, Times Square 500m, Tra-la-la. The Marshall...

Meine Arbeitskolleginnen hatten nur Mitleid mit mir. Sie haben nur Ohren für das Wetter.....10° F  (-10°C), Oh my God...

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Zurück zum Flughafen

Letzte Bilder auf dem Weg zum Flughafen.

Am Flughafen dann die grosse Überraschung. Flug gestrichen!! Ich ahnen es schon, als ich auf die Monitore schaue. 

Ich rufe in meinem Hotel an und sie nehmen mich wieder. Heute wäre mir mal nach einem Prime Rip zumute, aber bei den NY Preisen, nehme ich in einem Lokal gleich wieder reiss aus. 37$ für ein 10oz mach ich nicht mit. Da gehe ich lieber nochmal in mein Lieblingsrestaurant "The Marshall" grad gegenüber. Ein bisschen teuer wie alles in NY aber auch super lecker. 

Den gewonnen (Mon)Tag verbringe ich zu guter letzt noch im MoMa (Museum of Modern Art). Warum ich da nicht gleich hingegangen bin, wie jeder andere vernünftige (Kunst)Tourist? Eben, es ist ein Kunst Supermarkt, aber von jedem Künstler grad mal ein Bild. Vielleicht mal noch von Picasso und Monet ein ganzer Raum. Gesamt Wert: mehrere Milliarden mit Archiv und was grad in der Welt verliehen ist. Sorry nix mehr für mich. Das hab ich mir schon 2x in Deutschland angetan (nach Bonn mit dem Bus und extra nach Berlin geflogen). 

Die Björk Retrospektive beginnt am 14. März, aber was man jetzt schon sehen kann, hab ich entweder auf CD oder DVD seit mehreren Jahren. 

Trotzdem verbringe ich fast 3 Stunden im MoMA. Es ist einfach zu gross(artig). Allein schon der Museumshop und die ganzen Bücher, die man kaufen könnte... herrlich. Ich war da, ganz ohne Absicht aber mit vollem Herzen. 

Nun kann auch ich sagen: I love NY.

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Guggenheim

Letztes Kunst Highlight soll noch das Guggenheim werden. Ich beginne wieder im 6 Stock. Anfänglich habe ich nur Augen für das Gebäude und die Architektur, aber die Ausstellung über den Konzeptkünster On Kawara zieht mich mehr und mehr in den Bann. Nervig sind nur die vielen deutschen Touristen mit ihren beschissenen Kommentaren. 

Fotografieren ist nicht erlaubt, so muss man es halt heimlich machen.....

Noch habe ich ungefähr 3 Stunden Zeit um mich auf den Weg zum Flughafen zu machen und so spaziere ich durch den verschneiten Central Park. Heute ist aber das Wetter echt trüb und es beginnt sogar zu schneien. Dafür ist es aber wieder viel wärmer, nur noch ungefähr um die 0°C. Auch sind nicht alle Wege im Park geräumt und mein Spaziergang beginnt mit einer Rutschpartie auf einem vereisten Weg. Das Schneegestöbert wird immer heftiger und somit setzt der vorhergesagte Snow Storm langsam ein. 

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China Town

Zunächst bleibe ich wegen der Kunst in Soho hängen. Hier gibt es die ganz schicken Designer Läden und sehr viele Kunstgalerien. Auch wegen der Kälte besuche ich immer wieder einige Galerien, um mich schlicht aufzuwärmen. Allerdings ist das auch genau mein Ding und erneut verliere ich wieder ewig viel Zeit, aber super schön.

Nun muss ich aber doch China Town nur 4 Strassen weiter fotografieren. Sonne hin oder her. Plötzlicher Lärm erregt mein Interesse und Drachenfiguren werden durch die Strassen getragen. 

Etwas eklig finde ich in einigen Geschäften die Tröge voller lebendiger Kröten, ich will mir gar nicht vorstellen, wozu die verwendet werden. Das Bild ist leider Mist, da ich am fotografieren gehindert werde. Sonst ist es aber kein Problem. Insgesamt erinnert mich das sehr an Szenen aus Bangkok, Thailand, da gab es auch einen speziellen Markt.

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9/11 Memorial

Ich bin früh wach und fahre um 9 Uhr zum 9/11 Memorial. Die zwei Türme vom World Trade Center wurden am 11. September 2001 von Al Kaida (Bin Laden) durch entführte Flugzeuge zum Einsturz gebracht. Insgesamt wurden 4 Flugzeuge entführt und es starben ca. 3000 Menschen bei diesem ersten wirklich ganz grossen Terrorangriff. Ich kann mich noch gut daran erinnern wie das im Fernsehen gezeigt wurde. Seit diesem Tag hat sich Amerika wirklich stark verändert und noch heute spürt man die Auswirkungen in den ganzen Sicherheitsmassnahmen an öffentlichen Plätzen, nicht nur in USA. 

Jetzt wurde dort ein Memorial und ein Museum errichtet. Der Platz und das Museum ist wirklich einzigartig. Wo die zwei Türme standen, gibt es jetzt zwei in die Tiefe gebaute, schwarze Wasserbecken. Nur eines war wegen der Kälte voll mit dem Wasser in Betrieb.

Tief bewegt verlasse ich viel später als geplant das Gelände.

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9/11 nachts

Noch bin ich ja nicht wirklich weit gekommen heute und so fahre ich wieder zum 9/11 Memorial zurück. Mich dünkt nach Beleuchtung, et voila...

Am Schluss gehe ich noch zum nächtlichen Grand Central Bahnhof und bis hoch in die 86 Strasse zum Guggenheim. Dort spart man aber mit Licht!

Tot müde und ehrlich gesagt am Ar... sinke ich wieder um 22 Uhr zu Bett. Nix Show, aber genug Theater am Times Square.

Voller Schrecken sehe ich dann aber noch mein Gesicht im Spiegel beim Zähne putzen. Die Sonne und die Kälte haben ein kleines Desaster angerichtet. Irgendwie bin ich Puter rot. Kenne ich sonst nur von Schneeschuhtouren im Gebirge.

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The New (Contemporary) Museum

Schon am Tag zuvor ist mir dieses Museum in der Bowery Street aufgefallen. Neue, ganz moderne Kunst. Ich habe noch knapp 2 Stunden Zeit bis es schliesst. Hier sieht man nun wirklich ein paar spezielle Mädels und Jungs (Haare, Klamotten) und ich könnte schwören, dass mindestens die Hälfte der Besucher offensichtlich auf irgendwelchen Drogen rumspaziert, um sich zu inspirieren. 

Ein schön designtes Museum, dass wie aus mehreren übereinander gestapelten Würfeln aussieht. Ich beginne im 6 Stock und muss mich gegen Ende leider noch sputen um alles zu sehen. 50 Künstler aus 25 Ländern. Es kommen alle Mittel zum Einsatz. Malerei, Skulptur, Teppiche, Video, Sound..... Unvergesslich. Und ätsch: Ernst hat es zwar auf der Liste, kennt es aber nicht. Bilder lass ich lieber mal weg, denn es ist eher der Gesamteindruck der fasziniert!

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Time Square

Zurück gehe ich wie schon tags zuvor über den Times Square. Sehr viele Touristen, Ticketverkäufer für Shows und ganz viel Reklame.

Ein langer, erlebnisreicher, schöner aber sehr kalter Tag geht für mich schon um 11 Uhr zu Ende. 

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Empire State Building

Plötzlich zieht es mich zum Empire State Building. Es ist so gegen 4 Uhr und ich könnte von da ja noch die Stadt bei Tag von oben sehen und sogar bis zur Dämmerung bleiben. Zwei U-Bahn Stationen und schwupp bin ich direkt davor. Keine Warteschlange und zügig durch die flughafenähnlichen Kontrollen. Dann Ticket kaufen und ab in den Lift. Jedoch nur bis in den 80 Stock, ab da beginnt dann das Chaos. Warteschlangen auf den Fluren, man wird recht geschickt um die Ecken geschleust und landet dann so nach 20 Minuten in einem Lift der einem die letzten 6 Stockwerke nach oben bringt. Trotzdem hab ich grad noch Glück und erwische etwas Sonnenuntergang. Der Ausblick ist meiner Meinung nach besser als vom Top of the Rock. Lower Manhattan im Abendlicht ist wirklich geil. Wieder saukalt und ich muss mich 3x aufwärmen. Jedoch rundum  Gang. Kosten 29$.

Zurück natürlich durch einen riesigen Souvenirshop. Ich kaufe eine Tasse und ein T-shirt. Nochmal 40$.

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Little Italy

China Town ist etwas besonderes und wirklich sehr urig. Nebenan gibt es noch Little Italy. Das ist aber nur die Mulberry Street. Da die Sonne schon recht tief steht und es recht schattig zwischen den Häusern ist, will ich nochmals hier vorbeikommen. Lediglich in einer kleinen italienischen Konditorei (Ferrara) trinke ich einen Café und esse ganz leckeren Kuchen. Es stellt sich aber heraus, dass dies das falsche Ferrara ist. Das grosse, berühmte Café ist um die Ecke. Trotzdem richtig Italienisch. Die Kleinen sollen auch leben, bestimmt gehören sie ja dem selben Patrone. Sonst hat es noch sehr viele italienische Restaurants und es sieht tatsächlich alles sehr nach einer Gasse in Italien aus.

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Brooklyn Bridge

Die Brooklyn Bridge zieht mich irgendwie magisch an. Allerdings: das Ding nimmt ganz schön Anlauf in der Stadt und ich mache einige Umwege, um den Einstieg zu finden. Dann bin ich recht enttäuscht, denn ich habe mir das mit einer besseren Aussicht vorgestellt. Man geht über den beiden Fahrspuren und sieht sehr viele Seile. Dann geht es natürlich nochmals weit nach Brooklyn hinein und man muss das Brooklyn Ufer auch erst mal finden. 

Allerdings ist es jetzt am Nachmittag nicht mehr so kalt, nur noch etwa 0 bis -3°C! Ich hätte auf Ernst hören sollen. Ein bisschen Zeitverschwendung. Zurück fahre ich mit der U Bahn nach China Town und Little Italy.

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Wall Street

Zurück laufe ich durch die Wall Street und den Finance District. Ehrlich gesagt nichts besonderes. Die Amis haben nur einen Stier, der für starke Börsen Zeiten steht. Einen Bären als Symbol für schwache Börsenzeiten haben sie nicht!

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Staten Island Ferry

Die Skyline von Manhattan und die Freiheitsstatue sind die grossen Touristenattraktionen von NY. Ernst hat mir geraten diese kostenlose Fähre zu benutzen. Ganz unten in Lower Manhatten wimmelt es von Leuten, die einem eine Bootsfahrt verkaufen wollen. Die Aussicht ist von dieser Fähre auch überwältigend genug. Die Fahrt dauert eine halbe Stunde. Mit der nächsten fahre ich gleich wieder zurück. 

Auch hier sieht man die angefrorene NY Bay und auf dem Aussendeck zieht es auf der Rückfahrt recht stark. 

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Top of the Rock

Nach der Ankunft suche ich mein Hotel in Midtown bzw. dem Stadtteil Hells Kitchen auf. Ich habe im Travel Inn in der 515 West 42h Street gebucht. Das ist sehr Nahe am Time Square. Mit dem Bus fahre ich zu einer U-Bahn Station und von dort geht es in wenigen Stationen mit dem E-Train zum Bus Bahnhof Port Authority. Eigentlich sollte ich erst um 14 Uhr einchecken, aber mir wird problemlos bereits um 12 Uhr mein Zimmer gegeben.

Da ich ja ein grosser Kunstfreund bin, laufe ich zunächst mal Richtung Chelsea (22h Street), wo sich sehr viele Gallerien und die DIA Art Foundation befinden. Ernst hat mich mit vielen Informationen ausgestattet und da wir ja die gleichen Kunstinteressen teilen, war er in den vergangenen Tagen häufig bei mir und hat mich beraten. Ich habe das Gefühl, das hat ihm sehr viel Spass gemacht. Er war in seinen ersten USA Jahren oft in NY, denn er hatte noch keine Familie.

Der etwas lange Fussmarsch ist eine tolle Einstimmung, aber es ist tatsächlich sehr kalt. Die DIA Art Foundation gibt es allerdings an dieser Stelle nicht mehr, sie haben nur noch Büros da. Allerdings ist das 6 stöckige Gebäude voll mit vielen Gallerien! Und auch sonst gibt es jede Menge Gallerien in der 22h Street und in der 8 Avenue.

Meine erste Entdeckung ist ein Fotograph namens Duane Michaels. Sonst viele tolle Sachen, aber nur ganz junge Kunst. 

Als es dunkel wird, gehe ich zum Top of the Rock im Rockefeller Center. Hier soll man keine langen Warteschlangen haben, was auch stimmt. Ich bin überwältigt vom Anblick über diese Stadt aus dem 70 Stockwerk. Das rote Gebäude ist das Empire State Building. Die grosse dunkle Fläche ist der Central Park und der grelle Lickfleck rechts unten ist der Times Square. Allerdings ist es saukalt und ich muss öfter mal wieder reingehen, um meine eiskalten Finger aufzuwärmen. Kein rundum Gang. Kosten 29$.

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Flug nach New York City

Am Donnerstag bin ich für 4 Tage von Myrtle Beach nach New York City geflogen. Die Wetterprognosen sind für diese Zeit alles andere als angenehm, es soll sehr kalt sein (-10 bis -15°C). Aus diesem Grund habe ich mich noch mit einigen zusätzlichen Klamotten (neue Schuhe & Merino Socken) in Florence eingedeckt. Eine Winterjacke konnte ich noch per Schnellversand bei Amazon bestellen. 

Schon beim Anflug auf diese Stadt sieht man eine recht ungewöhnliche Situation. Die Küste und der Hudson River sehen sehr zugefroren aus. Ich lande um 11 Uhr in La Guardia.

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Schnee in Florence!

Dieser Winter kann man in Florence nur als sehr kalt bezeichnen. Da ich aber nur immer für kurze Zeit draussen bin geht es grad so mit meiner Bekleidung. Bis jetzt musste ich nur einige male Scheibenkratzen, aber heute Nacht hat es tatsächlich ein bisschen geschneit.

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Kirchen

An einem Sonntag im November ist mir auf meiner meist befahrenen Strasse 3th Loop aufgefallen, dass es auf nicht mal 10 km Fahrstrecke mindestens 15 Kirchen gibt. Noch am gleichen Tag hab ich dann systematisch angefangen diese zu fotografieren. Am vergangenen Sonntag hab ich noch ein paar Bilder hinzugefügt   Da ich ja in Süd-Florence wohne, gibt es in den anderen Himmelsrichtungen natürlich nochmals die gleichen Kirchen und auch mitten in der Pampa gibt es bei jeder nur etwas größeren Siedlung eine Kirche. Manchmal steht sogar eine am Wegesrand und die Gläubigen kommen dann von den viel kleineren Strassen und Feldwegen. 


Im wesentlichen sind es Baptisten und Methodisten Kirchen. Es gelingt mir nicht diese zu unterscheiden. Das sind wohl alles Evangelikaner bzw. Protestanten, aber schon mit diesen Oberbegriffen komme ich total ins schleudern. 


Die Kirchen sind alle viel kleiner als unsere und es hangt wohl sehr stark vom jeweiligen Pfarrer ab, wie gut seine Kirche besucht wird.

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Werbung am Strassenrand

In USA werden vor allem grosse Highways und die Innenstädte mit riesigen Werbetafeln bestückt  Fährt man in eine Stadt hinein, so sind es zumeist Werbung für Hotel- und Restaurantketten, die man am nächsten Abzweig findet. In den Städten hab ich noch einige Kuriositäten gefunden, die zumeist vom Staat lanciert werden und uns eher komisch vorkommen.


DUI:  Drive under Influence, also Fahren unter Alkohol, Pillen Drogen, musste ich auch nachschauen.


Handy Nutzung scheint wohl beim Autofahren zum Telefonieren erlaubt, aber das schreiben von SMS (Texting) wird besonders verachtet. 


Waffen vor Kindern schützen. Ist bei uns undenkbar, auch die Schweizer haben keine solchen Plakate (nötig).


Anwerbung für die Armee (Marines) und Spendenaufrufe für invaliede Heimkehrer (Welcome home the brave). Wenn unsere Flinten-Uschi so weitermacht mit ihrer Privatarmee ist das wohl Zukunftsmusik.


Die Armee ist als Arbeitgeber durchaus beliebt, denn sie bezahlt komplett für Aus- und Weiterbildung der Anwärter. USA ist ein Land indem beide Eltern hart für die Ausbildung ihrer Kinder arbeiten und bezahlen. Bereits im Kindergarten geht das mit erheblichen Beiträgen (mehrere 100$/Monat) schon los. Hier sind gerade oft die Kirchen stark involviert. Später entscheiden vorallem die Schulgebühren über die Qualität der Ausbildung. Für ein Kind kommen da schnell mehrere 1000 $/Jahr zusammen, für die Uni geht es dann in die 10.000$. Das ist auch ein Grund warum sehr viele Frauen arbeiten und die Familien Schulden haben. Auch hier ist der Gedanke, die Kinder sollen es später mal besser haben. 

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Florence

Ich habe bis jetzt noch keine Bilder von Florence gezeigt. Der Grund dafür ist, dass diese Stadt kein eigentliches Zentrum hat. Alle Gebäude sind maximal 3 Stockwerke hoch und so gibt es nichts was sich ein bisschen hervorhebt. Sonst ist es stark zersiedelt und zwischen den Geschäftsvierteln und Wohnsiedlungen gibt es auch viele Waldstücke und mehr oder weniger grosse Tümpel und Seen. Trotzdem bin ich am Sonntag mal 3 Stunden, bei 0°C, kreuz und quer mit dem Auto durch Florence gefahren und hab einige Aufnahmen gemacht.

Der weisse Toyota Camry ist zur Zeit mein Auto. Ich sage zur Zeit, weil es schon das 4. Auto ist. Zuerst hatte ich 3 ältere Modelle (Rot, weiss und silber) und ich musste sie immer tauschen, weil etwas vorgefallen ist. Im Roten hatte ich eine Schraube im Reifen und hab Luft verloren, beim Weissen hatte Toyota eine Rückrufaktion und beim Silbernen war zum Jahresende der Vertrag beendet und wurde verkauft. Der ganz neue ist der schönste.

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    Schwarz Nicole hat am kommentiert:

    Also verhungern kannst Du in dieser Stadt nicht! ich sehe nur Werbugen von Fast-food, Restaurants und Tankstellen! Hat eigentlich nicht sehr viel Charme, Florence, oder?!

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Downtown

Downtown gibt es zwar als Ort, aber das ist so ziemlich das übelste Viertel von Florence. Die Gegend ist auch aus den üblichen Gründen verrufen. Drogen und Prostitution. Trotz aller Kirchen gibt es hier auch ein Etablissemente. Es wird empfohlen sich nach 23 Uhr nicht in Downtown aufzuhalten. Es gibt Bemühungen dies nun zu ändern (Tourismus), aber dies ist wohl auch ein Balanceakt mit den derzeit dort ansässigen Schwarzen. Erste Erfolge gibt es bereits, denn ein sehr reicher schwarzer Arzt ist dort bereit zu investieren. So sind einige nette Restaurants dort entstanden. Trotzdem bleibt noch viel zu tun. Bilder muss ich noch machen.

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Stone Mountain

Auf dem Heimweg fahre ich noch an Stone Mountain vorbei (30 min. von Atlanta). Dies ist ein einziger grosser Granitberg der ungefähr 100 Meter aus dem Boden ragt (auf den Hochhaus Bildern sieht man ihn im Hintergrund). Hunderte von Leuten sind auf dem Weg nach oben und es ist lustig zu sehen, welch lustiges Völckchen sich dort bewegt. Vom professionell ausgestatteten Wanderer mit Rucksack und Stöcken, Jogger und recht beleibten Amis ist alles vertreten. Für mich ist der Hügel ein Klacks, aber viele ächtzen und stöhnen sich da hoch und wieder runter. Oben sind dann noch mehr Leute, weil man von der anderen Seite auch mit einer Seilbahn hochfahren kann. Die Aussicht auf die Skyline von Atlanta ist sehr nett, sonst gibt es weit und breit nur flaches Land. 


Nun muss ich aber schnell meinen Rückweg antreten, denn es ist schon 16:30. Die Fahrt nach Florence dauert noch 4,5 Stunden. 

Das war ein wunderschönes Frühlings - Wochenende!

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    Schwarz Nicole hat am kommentiert:

    Wunderschöne Natur. Die Gondelbahn kommt mir sehr "schweizerisch" vor!
    Danke Ute für alle die Photos.

    Ich freue mich auf den nächsten Weihnachtsapéro . Da kannst Du sicher über all Deine Ausflüge berichten!

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Atlanta, Piedmont Park 2

 Ich gehe nochmals in den Pietmond Park, um zu fotografieren. Es ist herrlich warm um die Mittagszeit mit 20°C. Wieder sind sehr viele Leute im Park und die Atmosphäre ist wunderbar frühlingshaft  Ich laufe eine sehr grosse Runde und finde weitere sehr schöne Fotostandorte.

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Atlanta, Martin Luther King

Martin Luther King ist in Atlanta geboren und somit hat er in seinem Geburtsviertel einen eigenen Memorial District. Vor kurzem habe ich ja auch den Film Selma über seinen Demo-Marsch gesehen. 


Nach einer Stunde trudel ich mit meiner Bummelbahn dort an. Es gibt ein Besucherzentrum mit Museum, zwei Kirchen (alte und neue Ebeneezer Baptist Church), sein Grab und sein Geburtshaus zu sehen. Ich gehe mal in die neue Ebeneezer Baptist Church und tatsächlich beginnt dort gleich ein Gottesdienst. Hin und hergerissen, ob ich da bleiben soll, bleibe ich, schliesslich setze ich mich sogar und mache ein paar Fotos. Fast ausschliesslich schwarze Gläubige und nur ein paar versprengte Weisse (Touristen? wie mich?). Viele sehr alte schwarze Damen in feierlicher Sonntagskleidung. Zum Anfang gibt es von einem riesigen Chor zwei recht schmissige Kirchenlieder, danach sprechen wohl 15 schwarze Kinder was den African Americans alles angetan wurde. Bei Kind Nummer 8 gehe ich und schaue die anderen Plätze an. Ich laufe in 20 Minuten zurück zum Hotel.

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Atlanta, Strassenbahn

Atlanta hat seit kurzem eine kleine Tramlinie. Da sie kostenlos ist und um nicht in der Stadt rumzukurven, latsche ich mal 10 Minuten dahin und warte 10 Minuten. Nun ist die Linie einspurig im Kreis und fährt erstmal für mich in die falsche Richtung. Am Olympia Platz bleibt sie eine gefühlte Ewigkeit stehen (15 Minuten) und ich bereue meinen Entschluss. Einige Leute schauen das Ding ungläubig an, steigen aber nicht ein. Die nächsten 6 Stationen dauern auch eine Ewigkeit. Sicherheitshinweise vor der Abfahrt (Mist), lange Stoppzeiten an den Haltestellen. Dazu hält das Würmchen noch an jeder Ampel und sogar an Stoppschildern. 

Zum Hotel laufe ich in 20 Minuten zurück. Von mir aus können sie das Teil grad wieder abbauen. 

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Atlanta, Hard Rock Café

Nun sterbe ich aber langsam vor Hunger. Im Hooters muss ich zusätzlich noch lange an der Bar warten: es ist voll. Danach gehe ich rüber ins Hard Rock Café. Ich frage nach Live Musik und im Saal nebenan spielt tatsächlich eine halbe Stunde später eine Band. Schlagzeug, Bass und eine Frau spielt Gitarre und singt: Bast ist der Name der Band. Der Sound ist fantastisch. Um 11:30 gehe ich zurück ins Hotel. 

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Atlanta, Piedmont Park

Wieder unten will ich im Hotel einchecken, kaufe aber im Hardrock Café noch 2 T-Shirts. Im Hotel lässt es mir keine Ruhe, denn ich will noch die Skyline von Atlanta fotografieren. Es ist nun nach 17 Uhr und bald wird es dunkel. Mein Auto parke ich am Botanischen Garten und bin gleich im öffentlichen Park. 

Es sind recht viele Leute unterwegs. Jogger, verliebte Paare, Hundehalter und Fotografen. Ich schaffe eine kleine Runde mit zwei schönen Standorten, um zu fotografieren. Langsam wird es dunkel und ich benötige sehr viel Zeit, um mir eine Fotoposition zu basteln. Der Anblick ist fantastisch. 

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    Schwarz Nicole hat am kommentiert:

    ouahh, wünderschöne Photos beim Eindunkeln!

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Atlanta, Glasaufzug Hotel Westin

Schon die ganze Zeit überlege ich mir, wie ich auf ein Hochhausdach kommen kann. Ich frage einfach in einem Hotel nach und sie sagen mir: ich solle zum Westin gehen, dort gibt es ein Drehrestaurant im 72 Stock!!. Eine Rezeption steht vor dem Aufzug und für 8$ kann ich nach oben fahren. Ich warte aber noch etwas geduldig bis noch andere Gäste nach oben wollen, denn alleine habe ich in dem Glasding Schiss. Es kommt ein schwarzes Paar (sehr schick beide) und ich setze mich auf den Boden, Blick zur Tür. Sie lachen verwundert über mich, äussern aber auch ganz lieb Verständnis und loben meine Courage. Die Fahrt ist schnell, aber ruhig. Oben ein fantastischer Ausblick. Ich gewöhne mich langsam an die Höhe, bin aber immer wieder etwas wacklig unterwegs. Die Sonne macht aber das fotografieren auf einer Seite unmöglich. Den Rückweg schaffe ich im Stehen mit Blick aus dem Fenster!


Nachts habe ich nochmal das Bedürfnis nach oben zu gehen. Diesmal ist eine lange Schlange am Aufzug und ich schmuggle mich ohne Bezahlung in den Lift. Leider spiegeln die Glasscheiben den Hintergrund etwas. Man kann nicht direkt ans Glas stehen. Nachts ist die Beleuchtung der Stadt nochmals schöner als am Tag.

http://www.sundialrestaurant.com/view/

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Atlanta, Coca-Cola (Museum?)

Wie bei jedem Museum bezahlt man Eintritt. 17$ sind schon recht happig. Es dreht sich im wesentlichen um das Coca-Cola Gefühl. Ich trinke ja kein Cola, weil ich davon nie schlafen kann und ich immer das Gefühl habe, gleich rülpsen zu müssen. Eine junge Dame nimmt ca. 100 Leute in Empfang und fragt erstmals ausgiebig  wo die Leute denn alle herkommen. Cola ist logischerweise auf der ganzen Welt bekannt. Danach im Schnellsprech ein paar Angaben zur Firma. Danach ein Film, der das Lebensgefühl Cola erklärt (?). Nach dem Film kann man alleine in verschiedene Räume/ Abteilungen eintreten. Ich schaue mir die Werbeartikel aus der ganzen Welt und über die vielen Jahrzehnte an. Deutschland ist mit der Fussball WM 2006 vertreten.
Die 4D Show ist wirklich super gut gemacht. Mit 3D hab ich ja schon Erfahrung (Kino, Harry Potter in Orlando) aber hier bewegen sich noch die Stühle. Blitzartig hoch, runter, vibrieren, in den Rücken picksen. Ich bin danach völlig verschwitzt. Bin halt nix gewohnt. Eine Showabteilung zeigt noch die Abfüllung von Cola in Zeitlupe (1/60). Auf Filmen sieht man diese in der richtigen Geschwindigkeit. Einige Sachen lasse ich aus. Zum einen gibt es wieder Warteschlangen und die Zeit vergeht rasend schnell. 
Am Ausgang hat man noch die Möglichkeit 100 Produkte der Coca-Cola Company aus der ganzen Welt zu probieren. Deutschland ist mit Mezzo-Mix vertreten. Andere Länder haben aber wirklich furchtbare Geschmäcker. Für mich ist da viel Bäh dabei (z.B: Indien, China und andere Asiaten). In Italien verkaufen sie etwas, dass wie Aspirin schmeckt!!, da trinke ich lieber deren Wein. 
Dann natürlich ein riesiger Souvenier Shop. Als Andenken kaufe ich 2 T-Shirts und eine Kaffeetasse. 

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Atlanta, This is CNN

Mein Hotel erlaubt mir mein Auto noch vor dem Einchecken zu parken. Da das Hotel sehr zentral liegt, mache ich mich zu Fuss auf den Weg Richtung CNN. Das ist der grosse Nachrichten Sender zu dem ich in den letzten Monaten eine Hassliebe entwickelt habe. Liebe, weil man ohne Nachrichten nicht sein will und kann. Hass, weil ich die Art der Berichterstattung total hasse. Im Oktober nur Ebola, seit November nur Terroristen und ISIS (bei uns glaube ich: IS Truppen) mit gelegentlichen Unterbrechungen von Wetterkapriolen und ein bisschen Mord und Totschlag (Polizei/Schwarze). Natürlich noch extrem viel Werbung.


Zu meiner grossen Überraschung kann ich in 20 Minuten gleich an einer Führung teilnehmen. Das Gebäude erinnert mich ein bisschen an das Sony Center in Berlin. Wir fahren mit einer Rolltreppe in den 8 Stock und arbeiten uns von da wieder mit einem Tourguide nach unten. Man blickt in einige Studioräume, die Nachrichtenzentrale und erfährt sehr viel über die Geschichte von CNN und wie man Fernsehen macht. Es gibt einige wirklich spannende Einblicke. Das Wetter wird zum Beispiel vor einem grünen Vorhang  kommentiert und mit den Landkarten und Temperaturanzeigen überblendet. Als Andenken kaufe ich 2 T-Shirts und eine Kaffeetasse.


Die grossen Cracks von CNN sind aber alle im Studio in New York. Atlanta ist eher der Konzern Hauptsitz.

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SuperBowl

Am Sonntag war SuperBowl Tag. Das ist das Finale der Amerikanischen Football League. Um 17 Uhr treffen wir uns im Buffalo Wild Wings. Es sind meine Arbeitskolleginnen Julie, Ana und Mira. Um 18:30 Uhr beginnt das Spiel. Wir futtern ordentlich Wings in allen möglichen Schärfe Graden. Die Aufmerksamkeit der Zuschauer ist nicht wirklich gross, nur wenn gerade mal wieder eine Mannschaft punktet, brandet überschwängliche Begeisterung aus. Sonst wird weiter geredet und gefuttert. die Bedienungen haben einen harten Job.

Nun ja. Die Regeln kenne ich nicht und gelegentlich werden mir einige davon erklärt. Es spielen die Seahawks aus Seattle gegen die New England Patriots. Blau-Weisse gegen Weiss-Blaue. Es sieht für mich immer so aus als würden sich 20 Mann gegenseitig die Köpfe einrennen. Die Spielzüge dauern nur wenige Sekunden! Zwischen drin sehr viel Werbung.Die Werbung ist auch ein Höhepunkt, denn dort stellen die Firmen ihre neuen Clips das erste mal vor. Tatsächlich sind ein paar witzige Sachen dabei. Zur Halbzeit gibt es eine gigantische Musikshow und Kate Perry reitet auf einem riesigen Pferd/Stier durch die Arena und fliegt durch die Luft. Die Stimmung ist super, kein Platz ist leer und viele kommen gar nicht mehr rein.

Am Samstag habe ich in der Badischen Zeitung gelesen, dass ein Spieler der Patriots aus Deutschland kommt. Da ich aber von meinen Mädels gleich zu Beginn erfahren habe, dass sie die Patriots hassen, halte ich lieber meine Klappe und freue mich nur insgeheim, dass die Patriots nach der Halbzeit an den Seahawks vorbeiziehen und das Spiel gewinnen. Nach 22 Uhr ist die Affäre vorbei. 

Ja, ich bin tatsächlich mehr als 5 Stunden auf diesem Hocker an unserem kleinen Stehtisch gehockt.

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Kino

Ich war am Freitag und am Samstag im Kino. Im ersten Film waren nur Weisse und wohl nur 10 Schwarze. Bei American Sniper geht es um einen Scharfschützen (Seals) im Irak/Afghanistan-Krieg. Clint Eastwood ist der Regisseur und er beruht auf einer wahren Geschichte. Die Einsätze dieser Spezialtruppe sind happig und die Familie zuhause leidet auch schrecklich. Auch Julies Mann ist noch in Afghanistan und packt gerade zusammen. Sie hat immer Angst, dass im letzten Moment noch was passieren kann.

Im 2.ten Film Selma geht es um den schwarzen Bürgerrechtler Martin Luther King. Er hat für das Wahlrecht der Schwarzen in den 60er Jahren gekämpft. Auch eine wahre Geschichte und sehr gut gemacht. Ich war eine von den ganz wenigen Weissen.  

Die Vorschauen waren auch recht aufschlussreich. Arnie kommt als Terminator im März. Mad Max und Moby Dick kommen auch wieder. 

Jeweils nach den Filmen bin ich alleine ins Southern Hops und habe mich wieder sehr gut unterhalten. Immer war Live Musik. Am Samstag spielte eine Blue-Grass Band mit recht vielen Mann auf der Bühne. Im Publikum trugen sehr viele ihre Cowboyhüte. 

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Sport

Tatsächlich halte ich mein sportliches Niveau recht hoch. Gleich nachdem Uwe wieder zurückgeflogen ist, habe ich mich am nächsten Tag wieder bei McLeod Health & Fitness angemeldet. Zuerst wollten sie mir den Discount für Roche nicht mehr geben. Statt 47$ sollte ich 75$ bezahlen. Ich habe dann bei Roche nachgefragt und es gibt tatsächlich keinen offiziellen Vertrag. Linda (HR) hat sich aber für mich eingesetzt und so bin ich beim 2. mal sehr nett empfangen worden. Das Schreiben von einem McLeod Oberen musste ich gar nicht verwenden. 

Das Studio ist wunderschön und sie haben eine Vielzahl von Trainerstunden. Ich bin 2x in der Woche da. SculpU ist ein Muskeltraining mit Lang und Kurzhanteln und die Wiederholungen sind ganz schön fies. Man schwitzt nicht viel, aber es tut recht weh.

Dann gibt es noch die Bike Classes. Mittwoch heisst "extreme power cycle" und da sind noch Hanteln und Liegestützen integriert. Egal war man macht: viel Schweiss und heiss. 

Am Wochenende bin ich lieber draussen und laufe auf dem Railtrail. 2,5k ist eine Länge und seit letztem Wochenende bin ich auch wieder bei 10k. Dieses Wochenende bin ich 2x 10k gelaufen, (Sa & So). Bei Amazon US habe ich mir mal neue Schuhe bestellt und wenn sie gut sind, dann kaufen ich mehr davon. Halber Preis wie bei uns.

Ich muss furchtbar auf mein Gewicht aufpassen. Bei mir ist es nicht mal das Essen, sondern eher das Bier. Ich habe jetzt festgestellt, dass mein geliebtes Blue Moon ca. 200 Kalorien hat, wohingegen ein Bud oder Miller light weniger als 100 haben kann. Ich bin dann auch nicht der Typ der nur eins trinkt!!

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Obama

Heute hat Obama seine Rede an die Nation gehalten. CNN hat den ganzen Abend darüber berichtet und die Rede wurde Live übertragen. Wie bei uns im Fussball wird schon vorher spekuliert, was wohl zur Sprache kommt und wie er sich nach seiner verlorenen Wahl im November wohl schlägt. Er steht auf ziemlich einsamem Posten für die Rest seiner Zeit, denn die Republikaner haben sowohl im Kongress als auch im Senat nun die Mehrheit. 

Da ich ja schon in Washington war, waren die Aussenbilder (Präsident steigt ins Auto und fährt zum Kapitol) super. Die ganzen Politpromis kenn ich natürlich nicht. Traditionell ist aber die Hütte voll.

Ich fand die Rede super, aber nach einer Stunde CNN Analyse mit Experten und Zuschauernrunden ist da nicht mehr viel positives übrig gebliebene. Naja, wenigstens ist jetzt wieder mal meine ganze Wäsche gebügelt. 

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Congaree-Nationalpark

Leider habe ich erst am Donnerstag erfahren, dass am Montag ein Feiertag (Martin Luther King Memirial Day) ist. Somit habe ich nichts geplant. Tja, war ja eh nicht in Stimmung. Somit bin ich nur am Montag in den Congaree National Park gefahren. Nun gut, es ist wieder ein Sumpf aber ich kann dort doch immerhin mal 3 Stunden eine kleine Wanderung machen. Es ist wunderbar warm und die Sonne scheint. Der Parkplatz ist recht voll und ich höre und sehe immer wieder mal Leute, was mir ein bisschen Mut macht so weit zu laufen. 

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    Schwarz Nicole hat am kommentiert:

    Ouaahh, wunderschön (habs geschafft, bin wieder dabei!) LG

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Miyami Japanese Steak House

Mit Ruben gehe ich am Sonntag Abend Essen. Seine Wahl ist ein Japanisches Steakhouse mit Live Cooking. Wirklich gutes Essen und ein toller Zeitvertreib. 

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Karaoke

Von den Margaritas so richtig in Fahrt komme ich um 23 Uhr noch auf die Idee Ruben eine SMS zu schicken. 

Er ist im Wooden Nickel (Holz Pfennig) und er freut sich, dass ich komme. Das geht noch ein bisschen tiefer als das Apple Annies oder Therapie Now. Dort wird ein Karaoke Abend veranstaltet. Echt der Hammer. Mit Mühe kann ich mich drücken, aber ständig singt irgend einer. Die Bilder sind zwar Mist, aber schaut selbst. So gegen 2 Uhr bin ich dann daheim.

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    K_und_D hat am kommentiert:

    Da ist man ja direkt froh, hast du nur Fotos und keine Audioaufnahmen gemacht ;-)

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Margaritas

Am Freitag nehmen mich andere Arbeitskolleginnen mit in ein Mexikanisches Restaurant. Wieder sind Geremia und Ana dabei. Den ganzen Abend wird nur über die Firma gesprochen. Zum ersten Mal haben sie auch Gelegenheit vertraulich über einige Erfahrungen bei der Inspektion zu sprechen. Am Tisch wird Guacamole zubereitet und es gibt Margaretes. 

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Tecalis Geburtstag

Am Donnerstag hat Tecali Geburtstag. Sie ist im Büro neben mir. Sie nehmen mich am Abend mit in das "FAZ Café". Von der Firma sind Tecali, Ana, Geremia und Marthesia dabei. Mein Akku vom iPhone ist leer und so gibt es keine Bilder. Ihr kleiner 3-jähriger Sohn ist der Star des Abends.

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Frau Pfeiffer ist müde

Diese Woche ist von einer neuen Stimmung geprägt. 

Frau Pfeiffer ist müde. Nach den vielen Wochen und Monaten in denen ich immer neues geplant und erlebt habe, will ich nicht mehr. Aber keine Angst, das ist nur ein kleiner Rückzug, das mache ich sonst auch gelegentlich. Nun das Wetter ist hier nun auch richtig winterlich. Temperaturen von kaum über 10 Grad, morgens viel Frost und die Sonne will auch nicht mehr scheinen. Es ist so die Stimmung Suppe essen und Sauna. Auf Bildbearbeitung hab ich auch grad keine Lust. 


Meine Hauptbeschäftigung ist nun nur noch Lesen und Fernsehen. Tom Hanks ist grad mein Favorit: Philadelphia, Forest Gump und Cast Away. Sonst mag ich noch Tarrantino: Pulp Fiction und gleich noch beide Kill Bills an einem Abend. Nun das sind keine neuen Sachen aber sehr gute Unterhaltung.

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    benny hat am kommentiert:

    Hej, gegen den Winter Blues hilft laufen :) nach so ner laufrunde im tristen mistwetter fühlt man sich gleich besser.

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Pat's Geburtstag

Ernst hat mich bereits vor langer Zeit gebeten, beim 50 Geburtstag seiner Frau Fotos zu machen. Ich bin froh, dass ich ihm auf diese Art endlich mal etwas zurückgeben kann. Um 17 Uhr starten wir vor seinem Haus. Er hat 2 Strech-Limousinen gemietet und damit fahren wir zu einer der vornehmsten Locations im Raum Florence, Abingdon Manor in Latta.  Für Pat ist alles eine Überraschung. Wir sind genau 20 Personen. 

Es ist ein tolles Fest im sehr festlichen Rahmen von Arbingdon Manor, mit einer diskreten Jazz Band und 6 vorzüglichen Gängen. Als Höhepunkt spielen ihre Kinder mit der Jazzband. Stefan spielt mit seinem Saxophonlehrer ein venezolanisches Volkslied. Alle drei spielen noch auf unterschiedlichen Instrumenten “Happy Birthday” für Mama. Gegen 22 Uhr geht es wieder heim. Da Pat eine Yoga Lehrerin ist, ist der Kuchen eine Anlehnung an Yoga.


Abingdon Manor ist kein Restaurant. Eigentlich ist es ein Bed & Breakfast und kann sonst lediglich für Events gebucht werden. Die meisten kennen es von Feiern auch mit Roche.

http://www.abingdonmanor.com/


Am Sonntag ist genau das Wetter, um die Bilder vom Geburtstag auszusortieren. Grau und kalt. Ich laufe nur noch meine 5 km auf dem Rail-Trail. 

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Christiane verlässt uns

Am Freitag hat Christiane ihren Geburtstag im Southern Hops gefeiert. Gleichzeit war dies aber auch ihr Abschied von Florence. Nach 2 Jahren als Produktionsleiterin von Roche wird sie im Februar nach Basel zurückkehren. Ich benutze diese Gelegenheit, um mich auf die Geburtstagsfeier für Pat einzuschiessen (Fotos). Ich habe Uwe gebeten, mir seine Nikon samt Blitz dazulassen. Nun habe ich endlich mal gescheite Bilder von den Leuten, mit denen ich gelegentlich ausgehe. 

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Happy New Year

Euch allen ein gutes neues Jahr 2015 mit viel Glück, Erfolg und vor allem Gesundheit.

Nachfolgend könnt ihr alles über die Florida Reise von Uwe und mir lesen.

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    Schwarz Nicole hat am kommentiert:

    Vielen Dank Ute. Ich wünsche Dir auch alles Gute, viel Glück und Gesundheit. Weiterhin schöne Zeit in Florence. Ganz liebe Grüsse aus Basel.

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    gabrielle briswalder hat am kommentiert:

    Danke Schon Für Alle Schöne Bildern Und Geschichte, du Bist Sehr Begabt. Viel Spaß Noch.

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Florence

Wir fahren nicht direkt nach Florence, aber das Wetter ist zu grau, es regnet gelegentlich und windet stark. Somit haben wir keine Lust nach Myrtle Beach zu gehen. Wir fahren über Georgetown langsam über kleine Strassen zurück nach Florence und sind um 14 Uhr wieder daheim. Gelegentlich fotografieren wir mal etwas halb Verfallenes (Häuser Schuppen, Tankstellen).


Abends treffen wir uns wieder mit Niroo und machen ein bischen Barhopping. Es ist aber fast nirgends was los. Alle sind wohl müde von den Feiertagen oder pleite.


Samstag ist es mal schön gar nichts zu machen und am Sonntag gibt es nur noch einen kurzen Spaziergang im Nahen Lynches River County Park. Laut Regenradar App soll von Westen zum Teil starker Regen kommen. Mit Uwe’s Begleitung drehen wir mal die ganze Runde. Ich alleine würde mich das nicht trauen. Es ist heute sehr warm, wir gehen ohne Jacken. Als wir daheim sind regnet es bald extrem stark.

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Charleston

Nach Charlston sind es lediglich 2 Stunden zu fahren. Ich kenne mich ja schon ein bischen aus. Und so zeige ich Uwe alles was ich bereits gesehen habe. Uwe zeigt sich jedoch ein bischen gelangweilt und macht keine Bilder mehr. Ich habe ja schon dutzende Bilder gemacht. So bummeln wir nur noch etwas durch die Gassen. In einer Sportsbar taut er allerdings wieder auf. Bei Bier, Chicken Wings und einem Eishockeyspiel könnte man ihn wohl ewig sitzen lassen.


Eigentlich hätte ich mir die Übernachtung sparen können, denn er will nur noch in ein Outback Steakhouse und nicht mehr in die vielen schönen Kneipen. Zum Laufen ist es wieder mal zu weit und Parkplätze sind rar und teuer.

Charleston
South Carolina, United States
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Savannah, Georgia

Heute laufen wir sehr viel in Savannah herum. Dies ist auch eine sehr schöne aber im Kern recht kleine Stadt mit vielen hübschen Häusern und sehr vielen Parkanlagen. Diese Parks gehören zum Plankonzept des damaligen Regierenden. Es hat eine Uferpromenade, weil es am Savannah River liegt. Beide fotografieren wir wieder viel. Um uns aber für Silvester fit zu halten, gehen wir auch mal zurück zum Hotel und machen eine längere Pause.


Wir wollen nochmal beim Kubaner essen und bekommen gerade noch einen Platz. Wir bemerken, dass viele Leute nach uns weggeschickt werden, dafür aber wohl geladene Gaeste ankommen und überschwänglich empfangen werden. 


Nach dem Essen und jeweils 2 Mojitos gehen wir Downtown, um zu schauen wie und ob die Amerikaner New Year feiern. Es gibt einige Plätze wo draussen Bands spielen, natürlich auch am Hafen. Zwischen zeitlich gehen wir auch mal in eine Sportsbar, um uns aufzuwärmen, denn wir sind ja nicht mehr im Süden. Wir gehen wieder zu dem Platz wo eher Uwe’s Musik (Rock) gespielt wird und um 12 stossen wir mit einem Bier an und wünschen uns und den umstehenden ein gutes neues Jahr. Aus einer Kanone wird Konfetti geschossen und das war’s dann auch schon. Die Musik spielt weiter und wir gehen als uns kühl wird heim. 

Savannah
Georgia, United States
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Daytona Beach

Trotz etwas Regen will ich noch nach Daytona Beach. Uwe lässt für einen Biker-Freund ein Motorrad T-Shirt drucken und wir fahren gemütlich auf einer Panorama Strasse bis nach St. Augustine. Danach gehen wir wieder auf den Highway bis nach Savannah.


In Savannah haben wir ein sehr schönes Hotel. Ich suche ein Restaurant in der Nähe und wir gehen zu einem Kubaner nur ein paar Schritte vom Hotel entfernt. Uwe kennt bis jetzt Mojito nicht, es schmeckt ihm aber sehr schnell. Das Essen ist köstlich.

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Orlando, 3. Tag

Zwar bleibt uns noch ein Tag hier aber wir haben beide keine Lust mehr auf dieses amerikanische Entertainment. Uwe zeigt auch kein Interesse an Cape Canaveral. Trotzdem fahren wir mal in diese Richtung. Es soll dort ein schönes Naturreservat geben: Canaveral National Seashore. Mit dem Auto kann man dort einen Natur-Trail fahren. Hier wollen alle das gleiche: Natur. Nun ist das auch nicht viel anderes als in den Everglades ausser das man noch ans Meer kann, aber wir sind hier einfach glücklicher.

Titusville
Florida, United States
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Orlando, Seaworld

Uwe will lieber zu Seaworld, mir ist es völlig egal. Disney Epcot hätte ich noch angeboten. Der Shuttlebus bringt uns dorthin. Hier bezahlt man 99$/Person Eintritt. Es gibt hier einige schöne Aquarien aber sonst wieder das gleiche: sorry ich wiederhole mich: lange Warteschlangen bei Attraktionen, eine aberwizige Achterbahn, Fress-Stände und Souvenier Shops. 


Die Achterbahn ist so verrückt, dass man wohl die ganze Zeit überkopf fährt. Die (weiblichen) Schreie sind weit über das Gelände zu hören. Wir wollen nicht in die Arktis Welt, weil man wohl 80 Minuten warten muss. Wir geben uns mit dem Manta und Hai Aquarium zufrieden, besuchen eine Delfin und eine Orca Show. Und gegen Ende gelingt uns noch mit 30 Minuten Wartezeit ein Zutritt zu Polar Express. Es wird ein 10 Minuten Trailer vom Film Polar Express gezeigt und ich habe wieder Angst vor einer Achterbahn. Tatsächlich sehen wir nur 3 weitere Aquarien mit Weisswalen, Robben und Walrossen. Wohl Bewohner polarer Meerregionen. Pünktlich verlassen wir 17:15 das Gelände, laufen zur Bushaltestelle, wo uns am morgen der Busfahrer 17:30 eingeschärft hat. Nach 45 Minuten rufe ich im Hotel an, aber keiner will etwas damit zu tun haben. Wir nehmen ein Taxi. Im Hotel gibt man mir die Nummer vom Busunternehmen und nur um jemanden zu ärgern, rufe ich dort an und spiele die Blamierte. Nach 2 Minuten rumgehampel lege ich auf.

Heute gehen wir bei Hooters essen. Naja, so hübsch sind die Bedienungen auch nicht alle. Ausser den orangenen Hotpants und den weissen T-Shirts ist da nicht viel Spezielles, aber das Sportsbar Ambiente und das Essen sind klasse. 

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Orlando, Universal Studios

Heute besuchen wir die Universal Studios. Das Frühstück ist schrecklich und der Raum dafür viel zu klein. Wir nehmen einen Shuttlebus vom Hotel. Im Internet habe ich keine günstigen Tickets gefunden. Wir bezahlen den vollen Eintritt von 144$/Person. 

Drinnen schauen wir uns mal um und sind so nach einer Stunde bei Harry Potter. Die Nachbildung der Stadt ist sehr schön gemacht. Ein Drache auf einem Hausdach spukt Feuer und obwohl ich kein grosser Potter-Kenner bin, gefällt es mir recht gut. Irgendwie gelangen wir zur Warteschlange für eine 3D-Animation. Wir stehen dort dann für mehr als 2 Stunden an. Was geboten wird, haben wir keine Ahnung. Ich werde etwas nervös als ich einige Warnschilder lese und mir schwant etwas schlimmes. Schliesslich kann ich mal jemand fragen: ein kleiner Rollercoster (Achterbahn) mit Effekten!!. Noch sind wir immer noch am warten, aber Uwe kann mich überzeugen zu bleiben. Tatsächlich ist es für mich etwas schlimm, aber es geht so schnell, dass alles auch schnell vorbei ist. Die 3D Effekte sind verblüffend gut gemacht. 


Beispiel: Ein Drache spukt Feuer direkt in unsere Gesichter und dadurch das etwas Wasser verspritzt wird, hat man eine unglaublich körperliche Empfindung.

Wieder draussen schlendern wir noch lange weiter auf dem Gelände. Es sind wegen der Ferien unglaublich viele Besucher heute hier. Auch bei Man in Black, Transformers und den Simsons sind die Wartezeiten über 2 Stunden. 

Ansonsten besteht alles nur aus Fress-Ständen/Läden, Souvenier Shops und Filmkulissen. Es gibt noch eine riesige Achterbahn und die Schreie dröhnen über das ganze Gelände. Langsam bekommen wir Hunger und verlassen Universal und gehen ins Hard Rock Cafe auf dem Gelände. Die Natchos Appetizer Portion reicht für zwei. Die Pause tut echt gut. Im Preis ist noch ein Adventure Park mit drinn, den wir kurz besuchen. Hier geht es im wesentlichen um Comic-Helden. Aber auch hier wieder das gleiche: lange Warteschlangen bei Attraktionen, eine aberwizige Achterbahn, Fress-Stände und Souvenier Shops. Vorzeitig verlassen wir den Park und nehmen ein Taxi. Wir fühlen uns beide völlig Über–Entertaint. 

Heute gehen wir mal in das Longhorns Steinhaus. Auch das ist eine Kette, die es auch in Florence gibt. Zur Feier des Tages nehmen wir ein 30oz T.Bone Steak und teilen uns das Riesending. 

Orlando
Florida, United States
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Anna-Maria Island

Die Fahrt nach Orlando ist lediglich 3 Stunden und so nutzen wir den Tag und fahren zum Strand in Anna-Maria Island. Das ist ein Tip von Paul aus Florence, dem ich von unseren Plänen erzählt habe. Sofort fällt das intensive Weiss des Sandes auf. Das einzige was uns stört sind die vielen toten Fische denen wir ausweichen. Wir sehen einige Angler und ich frage einfach mal nach. Nun es ist aussortierter Beifang, der wohl dummer Weise an Land gespült wurde. 

So etwas Negatives zu kommentieren, fällt den Amerikanern sehr schwer und so machen sie zunächst einmal einen weiten Bogen um das Thema und fragen mich nach meinem Akzent. Ja, er war auch in Deutschland, es hat ihm auch sehr gefallen, erzählt einige Anekdoten davon und ich denke ich bekomme keine Antwort mehr. Dann sagt er ganz schnell: Ein grosses Schiff hat mit dem Netz gefischt und dabei sind viele Fische über Bord gegangen. Nette Umschreibung aber man kann diese Sorte wohl nicht essen.

Das Hotel in Orlando ist nicht wirklich gut, aber teuer. Kein WIFI und dafür bekomme ich nur seltsame Erklärungen. 

Anna Maria
Florida, United States
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Everglades, Big Cypress Bend

Wir besuchen noch 2 schöne Aussichtspunkte und fahren dann bereits im Dunkeln zum Hotel.

Heute fallen wir mit dem Essen total auf die Nase. Eigentlich wollte ich zu Chilis, auch eine Kette. Kein Auto auf dem Parkplatz; geschlossen. Auf unserem Zimmer suche ich mit der App Yelp nach Alternativen und ich sehe sofort den Hinweis: 25. Dezember, gesetzlicher Feiertag, wohl eher schwierig etwas zu finden. Wir fahren eine lange Strasse entlang und schielen immer auf die Parkplätze oder Beleuchtung. Asiaten, Pizzaläden alles zu. Einzig ein nahe gelegener McDonalds hilft uns aus der Patsche. Kosten heute: 14$ für 2 Personen. Nicht schön aber doch interessant. Latinos, Schwarze und wir, alles total voll und lange Schlangen, um anzustehen. Ein Weihnachtsmenü, dass man wohl auch nie vergisst. 

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Everglades, Off Road

Ich habe etwas von einer Strasse gelesen, die sehr abenteuerlich zu befahren wäre und dafür recht interessante Einblicke in einen Cypressenwald bietet. Anfangs finden wir das noch recht spannend aber mit der Zeit wird die Strasse doch immer schlechter und nur in Schrittgeschwindigkeit durch den Wald zu fahren, um trotzdem ein paar Schlaglöcher zu erwischen, wird mir zu anstrengend. Ausserdem habe ich Schiss um das Auto, ein Toyota Camry ist halt kein Truck. Wir drehen um und schauen lieber nochmals auf einem Boardwalk nach Motiven.

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Everglades, 10.000 Islands

Heute besuchen wir Everglades City. Von hier aus machen wir spontan eine Bootstour in die Ten Thousant Islands. Wir sind ein bisschen luftig angezogen für das Boot, aber es geht grad so. Wie der Name schon sagt, gibt es hier tausende von Mangroven Inseln, die gelegentlich sehr schön im Licht liegen. Auch hier erklärt der Kapitän extrem viel und er zeigt uns viele Vögel. Highlight sind hier für uns eine Kolonie Weisser Pelikane und einige Delfine. Diese spielen richtigehend mit unserem Boot, aber sie sind einfach zu schnell, um sie gut zu fotografieren. 

Everglades City
Florida, United States
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Everglades, Shark Valley

Um in die Everglades zu gelangen ist die Lage des Hotels perfekt. Wir benutzen den Highway 41 und steuern zuerst mal ein Visitorcenter an. Dort bekommen wir eine Karte und es wird auf einige angelegte Boardwalks (mehr oder weniger lange Stege über den Sumpf) hingewiesen. Hier hat man gute und sichere Chancen Aligatoren und Vögel zu sehen. Die Rangerin im Visitor Center ist furchbar stolz darauf uns zu sagen, dass auch auf ihrem Boardwalk gerade 3 Seekühe (Mammals) zu sehen sind. Die Fotos sind natürlich Mist, denn ausser einem riesigen braunen Klumpen mit einer Schwanzflosse sieht man ja nichts. Trotzdem sehr beeindruckend, denn diese Tiere sind recht selten geworden. 

Auf dem nächsten Boardwalk dann auch für mich zum ersten mal Aligatoren. Ich sehe noch, dass einige Leute entlang des Highways marschieren und ich folge ihnen. Es sind noch mehr Aligatoren da und sie sind auch besser im Licht, um sie zu fotographieren. 


Unser eigentliches Ziel ist allerdings Shark Valley. Dort haben wir die üblichen Diskussionen. Man kann ein Fahrrad mieten oder eine teurere Tramtour buchen. Uwe setzt sich mit der Tramtour durch: fortgeschrittene Zeit, Hitze und Schwüle und vor allem wohl wegen den schlechten Erfahrungen mit mir. Die Tram bewegt sich langsam durch den Parkabschnitt und ein Führer erklärt sehr viel über die Landschaft und die Tiere. Der Wagen ist offen und so kann ich eigentlich doch recht gut fotografieren. Der Führer zeigt uns Baby Aligatoren, die wir kaum bemerkt hätten. Highlight ist ein Turm von dem aus man recht gut über den Park fotografieren kann. Auch hier hat es einige Aligatoren. Einer liegt uns fast ein bischen im Weg und so kann man ihn super gut fotografieren. Es ist wirklich ein komisches Gefühl, wenn man aus 3 Metern Entfernung vor so einem Tier in die Knie geht, um seine Zähne zu fotografieren. Ich denke immer, der schnappt doch noch nach mir.

Gegen 15 Uhr ist die Tour vorbei. Wir laufen noch ein paar Meter auf dem Tramweg zurük und machen noch mehr Bildern von Vögeln und Gators. Die Rückfahrt dauert ca. 1.5 Stunden.


Heute zeige ich Uwe mal die Outback Steakhouse-Kette und er ist begeistert. Wir müssen etwas lange warten. Er wählt ein Prime Rip und es ist eine Freude ihm beim Essen zuzusehen. 

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    Beatrice hat am kommentiert:

    Wow die Viecher sind ja echt beeindruckend,ich hätte mich nicht getraut vor so einem Aligator in die Knie zu gehen. Das Gebiss ist schon Furcht einflößend.

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Naples

Heute machen wir uns auf den Weg nach Naples am Golf von Mexiko. Da ich ja bereits 3 Tage in Miami Beach und kurz auf den Florida Keys war, habe ich dieses Ziel gewählt. Auch von dort hat man einen guten Zugang zu den Everglades. Die Fahrt soll wieder 5 Stunden dauern und quer durch Orlando führen. Tatsächlich ist alles total einfach zu fahren, aber es zieht sich doch wahnsinnig. Landschaftlich ändert sich wenig ausser den Fichten hat es nun Palmen. Es wird deutlich wärmer bis über 25 Grad.


Nach dem Einchecken suchen wir noch den Golf von Mexiko und auch hier habe ich die Lage des Hotels und die Distanzen völlig falsch eingeschätzt. Auch das Parkproblem bleibt uns erhalten und so können wir nur noch knapp eine Stunde am Strand verbringen. Die Hoffnung auf einen perfekten Sonnenuntergang wird doch noch von einer Wolke gestört. Wir laufen auf einer Querstrasse zum Strand zurück zum Auto und sehen einige sehr tolle Villen. Hier ist der Strand nicht mit hohen Hotels, sondern eher mit Resorts und Villen bebaut. 


Wir fahren wieder zurück zum Hotel und suchen dort in der Naehe ein Restaurant. Die App Yelp zeigt uns einige sehr gute Möglichkeiten und wir wählen ein peruanisches Restaurant. Das Essen ist super, aber auch ein bischen verspielt angerichtet, kleine Portionen und recht teuer. Alle Fernseher im Raum zeigen peruanische Reisebilder und machen somit Werbung und Lust auf Peru. 

Naples
Florida, United States
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Castillo de San Marcos National Monument

Das Castillo de San Marcos ist ein von den Spaniern erbautes Fort in St. Augustine, Florida.

Es sieht aus der Luft recht spektakulär aus, Vom Boden eher schwierig darzustellen. Uwe geht auch rein.

utepf Small

St. Augustine, Florida

Erstes Ziel unserer Florida Reise ist St. Augustine. Die Fahrt dorthin dauert 5 Stunden und ist meine längste Strecke bis jetzt. Es ist durchweg grau und regnet gelegentlich.

St. Augustine ist die älteste durchgehend besiedelte von Europäern gegründete Stadt der USA und hat einen sehr gut erhaltenen und touristischen Stadtkern. Noch am Abend gehen wir ein bischen downtown. Ähnlich wie in Charlston sind Parkplätze ein Problem. Entweder teuer oder weit entfernt.

Wir essen Barbeque (BBQ) in einem von Tripadvisor empfohlenen BBQ Restaurant. Hunderte gute Empfehlungen von Touristen, denen wir zustimmen.

Am nächsten Tag laufen wir dann vom Hotel aus und schauen uns das ganze mal bei Tag an. Es dauert etwa 30 Minuten, obwohl ich dachte das Hotel wäre recht zentral. Typisch USA halt. Noch ist recht wenig los auf den Strassen und so gelingen uns trotz trübem Wetter einige nette Aufnahmen. Mit recht müden Beinen kehren wir gegen 15 Uhr wieder ins Hotel zurück und nehmen das Auto zu einem ebenfalls sehenswerten Leuchturm. Ich kann ihn jedoch wegen meinem Schwindelproblem nicht besteigen bzw. ich versuche es erst gar nicht (Wendeltreppe mit viel freier Sicht). 

Wir machen zu guter letzt noch einen Strandspaziergang.

Wir essen in einem vom Hotel nahe gelegenen amerikanischen Restaurant (nix Kette, nix touristisch, nur wenige aber sehr gute Empfehlungen) und Uwe trinkt wieder mal ein Bier. Als Appetizer nehmen wir 10 Chicken Wings und danach jeder einen Burger. Uwe gefällt das Essen und die Atmosphäre in diesem Lokal, dass von Anwohnern und gelegentlich verirrten Touristen besucht wird.

St. Augustine
Florida, United States
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Uwe kommt zu Besuch

Uwe kommt am Mittwoch, 17. Dezember angeflogen. Wir werden eine Florida Reise über die Feiertage machen.

Am Donnerstag gehe ich mit ihm in ein sehr gutes Restaurant in Florence: Red Bone Alley, um ihm gleich mal amerikanische Steaks zu präsentieren. Ich essen Shrimp & Grits. Danach gehen wir eine Türe weiter zu Seminar Bier. Das ist eine Art Mikrobrauerei. Fünf Freunde träumen den amerikanischen Traum vom reich werden und brauen in ihrer Freizeit 10 Sorten Bier. Für 8$ kann man 6 Sorten probieren.  Diese werden auf Holzbrettern serviert. Bei 5-6 Leuten gehen davon schon einige Racks weg. Dort bin ich mit Niroo und den anderen verabredet. Niroo ist schon seit Tagen gespannt auf Uwe und ich hab ihr vorab schon mal ein Bild gezeigt. Später gehen wir noch ins Southern Hops. 

Am Freitagnachmittag organisiert ROCHE eine Weihnachtsfeier auch für die Familien. Ich hole Uwe ab und ich wundere mich warum Uwe nichts Essen will, denn die Firma hat ein hübsches Büffet aufgebaut. Meine Frage, ob er gefrühstückt hat, verneint er. 

Langsam bekomme ich dann heraus, dass er Magenschmerzen vom kalten Bier bekommen hat. Das einzig Magenfreundliche  was ich ihm bei mir anbieten kann, ist ein Grießbrei (Grits), der hier im Süden wie Polenta zum Essen gereicht wird. Dann habe ich ihm noch eine warme Bettflasche gemacht. Um ihm nicht ständig mit Fragen nach seinem Befinden und Besserung auf den Wecker zu gehen, fotografiere ich in Florence Weihnachtsdekoration.

Ich fahre wieder in diese reichere Neighbourhood mit den schönen Häusern und tatsächlich beschäftigt mich das einige Zeit. In USA dekoriert auch nicht jeder. Viele Häuser sind ganz dunkel. Wer aber dekoriert, macht es recht üppig. Ich meine bei uns wird mittlerweile sogar mehr gemacht. 

Meine grossen Pläne für den Samstag kann ich streichen. Mein Plan wäre gewesen: Nach Myrtle Beach zu fahren, um Jeans mit Uwe zu kaufen. Myrtle Beach anschauen und zum Strand zu gehen, bei Hooters zu essen. Ein Restaurant mit ausgesuchten Bedienungen. https://www.hooters.com/Home/Default.aspx und im Brook Green Garden die Weihnachtsdeko zu fotografieren.

Es blieb beim Jeans & Schuhe kaufen. Am Sonntag starten wir unsere Florida Reise und Uwe geht es viel besser.

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    Jutta gibbert hat am kommentiert:

    Soooooo einen großen Weihnachtsmann, Ute diesen solltest du dir als Erinnerung mitbringen, der ist wirklich schön und würde in deinem Garten perfekt stehen, Gruß aus dem regnerischen Aachen jutta

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Keys und beinahe Everglades

Da mein Flug um 20 Uhr geht, habe ich noch den ganzen Tag Zeit. Ich nutze den Tag um meinen Mietwagen mal wieder zu benutzen. In 1 Stunde sollte ich an den Florida Keys sein. Ich fahre bis Islamorada. Ernst hat mir schon gesagt, dass sie sich nicht wirklich lohnen und ewig lang zu fahren sind (Key West, nochmal 100 Meilen). Ich bin etwas enttäuscht. Einige Versuche an den Strand zu kommen sind unmöglich, weil alles nur Privatgelände ist. Ein kleiner Park will 8$ Tagespauschale und das ist es mir nicht wert. Ich hätte wohl noch bis Long Key fahren sollen, aber ich war zu planlos. Dann wäre ich auf einer Strecke mit nur Autobahn und Wasser gewesen. Ich fahre zurück nach Homestead und biege rechts! auf die Card Sound Road ein. Das ist zwar nicht ganz Everglades, aber ich bin trotzdem sehr begeistert und verbringe 2 Stunden mit einigen Fotostops. Links nach Flamingo wäre wohl besser gewesen, aber dann hätte ich bestimmt den Flieger verpasst. Um 16:30 mache ich mich wieder auf den Rückweg nach Fort Lauderdale zum Flughafen. Ich komme ohne Staus durch. 

Um 20:10 Uhr startet das Flugzeug pünktlich, ich sitze um 22 Uhr im Auto und fahre etwas schneller nach Florence. Nach 23 Uhr bin ich daheim.

Das Wochenende war schon unglaublich teuer (Flug, Mietwagen, Hotel, Parken, (Essen)), aber ich möchte keine Sekunde missen.

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    Schwarz Nicole hat am kommentiert:

    und, kein Krokodil gesehen?

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    utepf hat am kommentiert:

    Noe, ich bin eh zu feige.

utepf Small

Sonnenaufgang

Da ich ja wieder einmal nichts vom Nachtleben mitbekommen habe, bin ich schon um 6 Uhr wach. Es ist noch dunkel und ich will den Sonnenaufgang erleben. Hinter mir ist auch der Vollmond zu sehen. 

utepf Small

Art Deko

ex Wikipedia: Art déco (frz., Abkürzung von arts décoratifs, etwa: „verzierende Künste“) ist eine Bewegung in der Designgeschichte von etwa 1920 bis 1940, die die Formgebung von Gegenständen in allen Lebensbereichen wie Architektur, Möbeln, Fahrzeugen, Kleidermode, Schmuck oder Gebrauchsartikeln umfasste. Beispiele für eine geschlossene Stadtanlage im Stil des Art déco sind Reims oder Napier (Neuseeland). Bekannt ist auch das Art-déco-Viertel in Miami Beach. Da haben wir es doch.

Die Amerikaner haben sich das eurppäische Lebensgefühl einfach ins Land geholt.

  • Missing
    hessec hat am kommentiert:

    War ja vor 20 Jahren auch schon mal in Miami (allerdings nur sehr kurz), aber Du hast meine Erinnerungen sehr gut aufgefrischt. Danke!

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Miami Beach

Schon an der Art hat mich das Mobilitätsproblem sehr beschäftig. Dieses Valet Parking passt mir nicht. Auch Busse bleiben im Verkehr stecken. Die City Bikes sind mir zu kompliziert und zu teuer, denn sie sind eher für Kurzzeit Benutzung vorgesehen. Laufen ist zu langsam und zu weit.


Mein erster Weg führt mich zum Fahrradverleih. Ich bekomme ein ganz tolles Mountain Bike (Spezialized Hard Rock) für 24$ von 10 bis 18 Uhr. Meine Reise beginnt in der 39th Strasse. Es beginnt hier ein tolles Spektakel: Aufsteigen, radeln, bremsen, fotografieren und so weiter und so fort. Ich liebe diese Flexibilität. Ich surfe richtig planlos über die Insel Richtung South Beach. Man darf auf den 3x so breiten Gehwegen fahren und es gibt sogar spezielle Radlerspuren wie in Basel! In den ruhigeren Gegenden von South Beach kann man auch mal mitten auf der Strasse fahren. 


Miami Beach fasziniert mich. Die Strandpromenade setzt sich fort bis South Beach (1th Strasse). Im Inneren der Insel gibt es die Art Deco Bauten und zur Biscayne Bay hin gibt es einige Inseln mit unglaublichen Häusern und Yachten davor. Manchmal sieht man vor lauter Boot das Haus nicht mehr. Ich radle bis South Beach und überquere den MacArthur Causeway (Stau von hinten bis vorne), um einen besseren Blick auf die Skyline von Miami und auf die Kreuzfahrtschiffe zu bekommen (6 Stück, eins ist nicht auf dem Bild). 

Ich fahre auch einmal auf eine Insel (W Star Island Drive) und schwöre dem Pförtner keine Fotos zu machen. Was man durch die Gartentörchen sieht, ist unglaublicher Reichtum. Auch die Autos vor den Hütten sind der Wahnsinn. Ich stehe vor einem BMW i8, ein irres Ding. Sonst halt Bentley, Porsche, Ferrari, Astons usw. Ich möchte zu gerne wissen, was da für Leute wohnen. Ich habe ganz naive Vorstellungen von Prominenten, Bänkern und Konzernchefs. Heute habe ich jedoch erfahren: Viele Südamerikaner: Narko = Drogengeld. Gott-sei-dank habe ich das nicht vorher gewusst. Meine verträumte Tour wäre nicht mal halb so schön gewesen. Irgendwie aber auch logisch, da muss dann schon die Kohle stimmen: Lage, Hütte, Yacht und gleich mehrere teure Autos.


Über den Venetian Causeway gehe ich wieder zurück nach Miami Beach. Damit die super tollen Yachten aus der Biscayne Bay schippern können, gibt es hier mehrere Zugbrücken, die die Durchfahrt erlauben. Ich schaue dem Spektakel einmal zu. Kurz vor 18Uhr gebe ich mein Fahrrad ab, es wird eh dunkel. Schade , dass die am Sonntag nicht geöffnet haben. So viel Luxus habe ich noch nie im Leben gesehen. 


Neben dem Fahrrad Geschäft ist eine riesiges Zelt von der Art Basel: Select, das ich noch mit schnellen Schritten durchquere. Die Galeristen wollen ihr Geschäft und die Künstler erklären, aber ich geniere mich, weil ich so verschwitzt bin. Auf dem Fahrrad hat man das gar nicht so gemerkt. Schnell heim zum Duschen und dann in ein anderes Kubanisches Restaurant. Der Mochito haut mich nach den 2 Bierchen endgültig um. 

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Nachtspaziergang

Mein Hotel ist 50 m vom Strand entfernt. Ich mache noch einen Strandspaziergang und mache einige Nachtaufnahmen. Die Strandkulisse ist überwältigend. Hoteltürme so weit das Auge reicht. Hoch und runter. Der Strand ist wohl 20 Meter breit und ewig lang. Die Promenade bricht zwar irgendwann ab, und so gehe ich an der 3 spurigen (nur eine Richtung) wieder zurück zum Hotel.


An der Rezeption frage ich nach einem Fahrradverleih. Ich schlafe bei meinen weiteren Planungen für den Samstag allerdings ein. 

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ART Basel Miami Beach

Natürlich kann ich um 12 Uhr mein Zimmer  noch nicht beziehen und so fahre ich mal zum Convention Center, um die ART Basel / Miami Beach zu besuchen. Es sind zwar nur 6 Meilen, aber ich bleibe total im Verkehr stecken und brauche dafür fast eine Stunde. Dann die grosse Enttäuschung: keine Parkplätze und deshalb das Chaos. Die VIP Karte ist da auch nichts wert. Ich suche mit dem TomTom ein Parkhaus und es ist mit 25$ für 4-6 Stunden nicht wirklich billig. Mit Parkplätzen wird hier viel Geld gemacht. Das ART Wochenende ist natürlich für die extrem hohen Preise mitverantwortlich. Schilder sind überklebt mit neuen Preisen. Mein Radius vergrößert sich immer mehr und ich muss fast 1 Meile laufen. Im Parkhaus mache ich zwischen den Autos erstmal einen Kleiderwechsel. Es hat 30°C. Schon anders als die 7°C heute Nacht in Florence.


Gegen 14 Uhr bin ich dann endlich an der ART und ich bleibe bis gegen 18 Uhr. Die ART ist natürlich das Gleiche wie in Basel. Viele Galeristen kennt man ja mit den Jahren und die Exponate sind wirklich hervorragend. Es hat sehr viele Leute. Mit der VIP Karte von Ernst kann ich aber zumindest in der Collectors Lounge mal eine Pause machen. Das ist schon eine sehr vornehme Welt!


Im Hotel muss ich dann nochmals 23$ für mein Valet Parking pro Tag bezahlen. Ich gebe den Autoschlüssel einfach ab und es wird dann irgendwo geparkt. Wenn man es wieder haben will, muss man 10 Minuten warten und sie holen es dann. Öffentliche Parkplätze sind auch teuer, Glückssache und eh rar.


Nun muss ich aber mal was Essen. Gerade gegenüber gibt es ein kubanisches Restaurant. Das ist mir sehr angenehm und auch Ernst hat mir empfohlen in solchen Restaurants zu essen. Ich checke zuerst natürlich mit der App Yelp ihre Bewertung. Sie haben eine sehr gute Bewertung von 4.5 von 5 Sternen. Reis, braune Bohnen und eine kleine Lammkeule, sehr gut. Letzte Weihnachten war ich ja in Kuba. Das ist auch mal eine Abwechslung zum amerikanischen Essen (Burger, Fries, Steak, Nachos, Pizza).

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Flug

Heute muss ich ganz früh aus den Federn, denn der Flug geht um 8 Uhr ab Myrtle Beach nach Fort Lauderdale. Ich habe einen Fensterplatz zur Küstenseite hin. Sehr schön die Sümpfe mal von oben zu sehen. Der Anflug nach Fort Lauderdale ist grandios.


Um 10:30 sitze ich bereits in meinem Mietwagen und suche zuerst mal mein Hotel in Miami Beach. Wow, sind das Autobahnen hier. Ohne TomTom wäre ich total verloren und auch mit ist es ganz schön anstrengend. Alles 6-8 spurig. Ausfahrt rechts, Ausfahrt links. 

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Vorschau auf die kommende Woche

Am Freitag fliege ich nach Miami Beach zur Art Basel-Miami Beach. Ernst hat mir sein VIP Ticket geschenkt. 

Ich fliege ab Myrtle Beach, wo ich ca. 1.5 Stunden hinfahren muss. Der Flug ist um 8 Uhr morgens, also muss ich wohl vor 5 Uhr starten. Um 10 Uhr bin ich dann in Fort Lauderdale. Mit einem Mietwagen geht es dann nach Miami Beach.

Zurueck geht es am Sonntag abend um 20 Uhr. 22 Uhr in Myrtle Beach und hoffentlich um Mitternacht zu Hause in Florence. Hoffentlich habe ich da keine Verspaetung. Das sind optimale Zeiten um volle 3 Tage unterwegs zu sein.

Diese Woche ist PTDQ am inspizieren, naechste Woche ist FDA Inspektion !!

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    hessec hat am kommentiert:

    Bin schon neidisch ... Art Basel - Miami Beach ... mmmmhhhhmmm. War zwar dieses Jahr mal wieder hier in Basel auf der Art, aber Miami Beach ist dann doch noch eine Ecke schöner ;-)))

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    Schwarz Nicole hat am kommentiert:

    bin auch so neidisch. Hast Du Glück! Also geniesse es!

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    Schwarz Nicole hat am kommentiert:

    Übrigens, Du hast heute Dein Gratimann verpasst! Ich kann ihn nicht über den Teich schicken, der würde sicher nie ankommen oder total ausgetrocknet!

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    Jutta gibbert hat am kommentiert:

    Viel Spaß, genieße deinen Ausflug und viele nikolausgrüsse aus Old germany jutta

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Heimfahrt

Mit den schlimmsten Befürchtungen gehe ich natürlich zum Bahnhof Union Station in DC. Ich bin 45 Minuten früher da und suche mal den Versammlungsort für meinen Zug. Auf einer Anzeige steht: Arrival: on time, also pünktlich. Jetzt früstücke ich erstmal in einem sehr gesund aussehenden Café ein Blueberry Muffin mit gutem Kaffee. Gleichzeitig kaufe ich noch 2 Sandwiches, eine Banane und ein (Bircher!!) Müsli, um bei Verspätung nicht auf den Zugfrass angewiesen zu sein. Die Menschenmenge an unserem Versammlungsort wird immer grösser und 15 Minuten vor Abfahrt dürfen wir zum Gleis gehen. Ordner weisen uns auf Zetteln Plätze je nach Ankunftsort zu. Ich bin im Wagon/Abteil für Florence, Sitz 52. Neben mir sitzt bereits eine junge Studentin für Theaterwissenschaft, sie ist schon seit 5 Uhr morgens unterwegs und will nach Florence/Myrtle Beach. Wir unterhalten uns gelegentlich kurz. Mit Wifi ist diesmal nix. Nur in der Lounge und vielleicht noch im Wagon nebenan gibt es WIFI. Das war bei der Hinfahrt einfach Glück. Ich versuche Uwe zu erreichen. Das funktioniert zwar aber mit dem vielen Umgebungslärm in der Lounge hört er mich fast nicht. Mit Kopfhörern verstehe ich ihn perfekt. Wir brechen trotzdem ab.


Nach der Hälfte der Fahrt steigt ein Bekannter von Emilie zu und sie verbringen die meiste Zeit in der Lounge. Ich sortiere meine Fotos anhand des Kameradisplays. Nun von 800 bleiben 450 Bilder übrig. Ich werde schon nicht die guten gelöscht haben. Als wir mit 20 Minuten Verspätung in Florence eintreffen, hab ich mein Buch auf dem iPad fast fertig gelesen und bin sehr erleichtert über die geringe Verspätung. Geht doch. 


Zur Feier der Rückreise gehe ich in ein Steakhouse: “Outback”. Da ich allein bin, wird mir angeboten direkt zur Bar zu gehen und auch dort zu bestellen. Den Rest können sich erfahrene Blogleser ja schon denken und aufhören zu lesen.


Ricky schaut sich das Footballspiel seines Lieblingsvereins an. Er ist aus North Carolina, seit 6 Wochen Trucker, weil aus der Finanzwelt ausgestiegen, burn out. Sein Kollege schläft schon im Truck. Er trinkt Whiskey, was nicht zu seiner neuen Fahreridentität passt. Gemeinsam mit seiner Freundin will er ein eigenes Fuhrunternehmen mit mehreren Trucks gründen. Er erläutert mir seinen Business Plan. Gegen Ende des Spiels ist er sehr nervös, weil sein Team verliert. Eigentlich will ich nach dem 2. Bier gehen, aber er meint ich müsste unbedingt noch das New Castel probieren. Und so plaudern wir munter weiter bis nach dem 3. Bier, ich trinke etwas schneller und dann verabschiede ich mich blitzartig. Als ich aus dem Lokal trete, sehe ich in einiger Entfernung einen grossen, unbeleuchteten Truck. Um 8 Uhr bin ich im Apartment. Ich habe nicht die falschen Bilder gelöscht.

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    K_und_D hat am kommentiert:

    Ooooooooooooooh, Outback Steakhouse.... my favorite! :-)

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    gabrielle briswalder hat am kommentiert:

    Danke Für Die Tolle Kommentare, Fotos etc.... Grosse Schmutz

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    Jutta gibbert hat am kommentiert:

    Hi Ute nu kann ich auch wieder dabei sein. Wow tolle Fotos werde richtig neidisch und sehr kurzweilig geschrieben. Liebe Grüße jutta und in Frankfurt fahren ab 24 Uhr auch keine Bahnen mehr das hätte ich dir auch bieten können. Jutta

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    utepf hat am kommentiert:

    Ich bekomme sehr viele positive Kommentare fur meinen Schreibstil. Das freut mich natuerlich ganz besonders und motiviert. Das mit den Bildern bin ich ja schon gewohnt. Trotzdem denke ich immer ich schreibe zu viel, aber es passiert halt auch so viel.

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    benny hat am kommentiert:

    Sind schon paar highlight fotos dabei, dachte immer Du knipst n bisschen rum :)
    Und selfie vorm weissen haus hat auch nicht jeder !
    nur weiter so...sehr kurzweilig..lg benny

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Nachtfotographie

Heute ist zwar kein Sonnenuntergang wie gestern aber es ist deutlich wärmer und somit dauern meine Nachtaufnahmen viel länger. Ich klappere nochmals einige beleuchtete Memorials im Süden der Mall ab. Unterhalte mich mit einem hübschen jüngeren Deutschen, der für 1 Jahr in USA ist (Philadelphia). 


Zurück in Arlington esse ich bei einem Italiener in der Nachbarschaft und es ist wirklich ein sehr gutes Fettuchine al Salmone. 

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National Gallery of Arts

Gegen 15 Uhr gehe ich in den Ostflügel der National Gallery of Arts. Ich bin verblüfft über die Gebäudearchitektur im Verhältnis zu den sehr modernen, teils riesigen und hochwertigen Objekten. Künstler und Objekte sind mir vertraut. Kaum 30 Objekte sind in dem riesigen Gebäude untergebracht, und somit bin ich auch schnell fertig mit besichtigen. Durch einen unterirdischen Tunnel kommt man in den Westflügel und dies ist ein Museum im klassischen Stil. Lange Gänge mit abzweigenden Räumen, nur Bilder in klassischer Rund herum Hängung. Total überfüllt. Ich will mir eine Sonderausstellung ansehen, verdufte aber wieder, weil totales Gedränge herrscht. Die Luft ist furchtbar. Noch vor Schliessung um 17 Uhr bin ich wieder draussen.

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Memorials

Über die Memorial Bridge gehe ich rüber zur Mall und halte mich weiter rechts als am Vortag. Ich schlendere vom Martin Luther King zum Roosevelt und zum Jefferson Memorial. Die Memorials sind sehr kunstvoll gemacht und sehr interessant. 

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Arlington National Cemetery

Eine Metro Station neben mir liegt der Arlington National Cemetery (Friedhof für National Helden). Auch dies ist eine Sehenswürdigkeit von Washington. Hier liegt das Grab von J.F. Kennedy und darüber hinaus gibt es hier tolle Fotomotive. Ich bleibe etwas mehr als 1 Stunde und habe wohl nur einen winzigen Teil gesehen. Es ist 5-6 Grad wärmer als gestern (immer noch Mütze und Handschuhe) und die Sonne scheint durch Schleierwolken.

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    hessec hat am kommentiert:

    Deine Schilderungen und Bilder sind sehr eindrücklich. Erinnere mich noch gut an meinen Washington-Besuch. Erfreulicherweise damals aber im Sommer. Denn jetzt habe ich das Gefühl schier die Kälte zu spüren ... aber ab diesem Eintrag bist Du Deiner Zeit ein wenig voraus ... es ist wohl der 29.11.2014 gemeint ;-))

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    utepf hat am kommentiert:

    Ups ja klar, dass soll nicht heissen, dass ich schon wieder lieber nach Hause will.

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Washington DC, 1. Tag

Morgens gehe ich zur Metro. Dazu benutze ich mein iPhone und es sind kaum 5 Minuten zur Metro zu laufen! Allerdings auf der anderen Seite der Metrostation. Tja. 


In der Mitte der grossen Mall an der Smithsonia Station steige ich aus. Als Mall wird hier ein riesiger Grünbereich zwischen dem Lincoln Memorial und dem Kapitol bezeichnet. Es gibt hier zahlreiche Memorials (Gedenkstätten) für ehemalige Präsidenten, Persönlichkeiten und Kriegsdenkmäler. Zahlreiche kostenlose Museen umrunden die Mall. Ich gehe mal zu dem riesigen Obelisken (Washington Monument) und zum Weissen Haus hinüber. Es ist recht kalt (~ 0°C) und ich brauche Handschuhe und eine Mütze. Ich gehe stadteinwärts aber hier gibt es nur Banken, Versicherungen und Institute. Ein angrenzender Stadtteil heisst Georgetown und dort weiss ich, dass es einen Apple Store gibt. Da werde ich doch wohl auch was zum anziehen finden. 


Nach einem ziemlich langen Marsch wieder mit dem iPhone als Wegweiser (Metro gibt es nicht dorthin) bin ich in Georgetown und es ist richtig nett hier. Ein Geschäft reiht sich an das andere. Viele Frauen sind wohl auf dem Black Friday Trip. Black Friday ist ein Rabatt Tag. Ich kaufe bei NIKE eine Mütze und in einem anderen Geschäft ein paar kuschelige Handschuhe. Natürlich muss ich noch zu Apple. Das iPhone 5S (unlocked) gibt es problemlos überall für 550$ und am Black Friday gibt es noch 50$ für den amerikanischen iTunes Store als Gutschein. Das iPhone 6 (750$) gibt es aber nicht mit unlock. Unlock bedeutet so viel wie frei, ohne Vertrag bzw. Sim Karten Bindung. Ich bin unschlüssig und gehe ohne Telefon, denn mir ist auch klar, dass meine ganze Reiserei zur Zeit heftige Summen verschlingt. Der Tag ist ja noch lang. 


Am Potomac River laufe ich zurück zur Mall. Mir ist nicht mehr so kalt und gelegentlich lockert der Himmel auf. Trotzdem bleibt es ein anstrengender Tag und nur Laufen hilft gegen die Kälte. Auf die Museen hab ich noch keine Lust. Um 15 Uhr wird es deutlich freundlicher (beim Capitol), die Sonne scheint und die Bilder werden zahlreicher. Um 17 Uhr wird es dunkel und ich versuche mich in Nachtaufnahmen. Aber es ist zu kalt. Um 19 Uhr bin ich wieder im Hotel. Ich gehe noch in ein Burgerlokal in der Nachbarschaft. Hier soll Obama den russischen Präsidenten Medwedew ganz privat hingeschleppt haben. Vielleicht nicht zum jetzigen Besitzer, aber vielleicht doch. Es ist recht urig. Ein Ethiopier will unbedingt mit mir sprechen, aber sein Englisch ist nach 14 Jahren in USA grotten schlecht und extrem einfach. 

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Happy Thanksgiving

Mein Zug fährt um 11:39 und somit kann ich den Tag sehr langsam angehen. Um 11:15 bin ich am Bahnhof und es sind noch weitere Reisende im Wartesaal. In USA kann man nicht selbst zum Gleis gehen und eventuell werden noch Sicherheitskontrollen durchgeführt. Um 11:30 dürfen wir den Wartesaal verlassen und treten vor das Gebäude. Der Zug fährt ein und zuerst steigen die Ankommenden aus und wir dürfen danach einsteigen. Da wir sehr wenige sind, gehen alle durch einen Zugang. Ich habe die Wahl zwischen einem Wagon mit Wifi oder ohne. Ich staune über die ordentliche Organisation, habe aber nichts einzuwenden. Der Zug fährt pünktlich ab.


Ich verbinde mich mit Wifi und sehe, dass dies von sehr guter Qualität ist. Ich rufe meine Mutter an und lade sie zu einem Facetime ein (Skype für Apple User). Störungsfrei können wir eine ganze Weile plaudern. Ich spreche noch mit anderen und schon ist die halbe Reisezeit um. Nun bleibt der Zug plötzlich stehen und mit Uwe kann ich nicht mehr sprechen. Scheint wohl mitten in der Pampa zu sein. Es ist so gegen 16 Uhr.


Nun bestätigen sich die negative Kommentare von Ernst. Die Durchsagen des Zugpersonals ähneln denen, die ich auch von Deutschland kenne. 


Vor uns ist ein Güterzug liegengeblieben und es gibt keine Möglichkeit diesen zu überholen. Scheinbar ist die Strecke 1-spurig. Man versucht das Problem mit dem Bremssystem zu beheben. Immer wieder wird eine rasche Weiterfahrt angekündigt. Die ersten 2 Stunden bin ich wahnsinnig sauer und fluche vor mich hin. Da ich aber bemerke, dass alle meine Mitreisenden (es sind nur ~15 Personen im Waggon) extreme ruhig sind, beruhige ich mich langsam und werde genauso stoisch. Den Ratschlag von Ernst etwas zum Essen mitzunehmen, habe ich umgesetzt. Langsam wird es dunkel. Um 20:10 setzt sich der Zug wieder in Bewegung. Es ist nicht gelungen den Güterzug zu reparieren, man hat ihn zur nächsten 2-spurigen Strecke abgeschleppt. Insgesamt sind 3 Stunden und 50 Minuten vergangen. Nachdem wir wieder Weiterfahren, dürfen wir uns gratis aus der Bordküche bedienen. Es ist aber wirklich schlechte Verpflegung. Bäh.


Noch sind des 3-4 Stunden zu reisen! Später wird jedoch schnell klar, dass dies nicht nur eine reine Geduldsprobe war, sondern auch ein handfestes Problem werden kann. Die Metro in Washington D.C. schliesst um 24 Uhr. Letzte Züge fahren so gegen 23:45. Der Schaffner rät mir in Alexandria auszusteigen, um dort die Blaue Metro Linie nach Arlington zu erwischen. Die Fahrt nach DC würde nochmals 20 Minuten dauern und dann ist es vorbei mit der Metro. Mein Sitznachbar versucht alle möglichen Bekannten zu erreichen, denn sonst muss er bis zum Öffnen der Metro um 4 Uhr weiter warten. Für ein Taxi hat er kein Geld. Wegen Thanksgiving hat er aber keinen Erfolg, (vielleicht alle ziemlich blau?).


Ich steige um 23:20 in Alexandria aus. Das ist weit draussen vor Washington bzw. Arlington. Ich schliesse mich einem älteren Herrn an, der ständig versucht mit mir deutsch zu sprechen. Wir benötigen Hilfe vom Bahnhofspersonal um ein Ticket zu lösen. Wir hetzen zum Bahnsteig und nach 3 Minuten kommt der Zug. Im Zug eine Durchsage: Last train, no more connections to silver and yellow line. Letzter Zug, keine Anschlüsse möglich. Wow, das Taxi wäre verdammt teuer geworden. Ich steige wie geplant in Rosselyn aus und ich suche ein Taxi zum relative nahen Hotel. Nun sind in USA 3-4 Blocks mit Gepäck auch nicht das leichteste. Eine Frau schnappt sich das letzte Taxi vor mir und ich gehe zur nächst grösseren Strasse, um ein Taxi anzuhalten. Es ist saukalt, windig und recht ruhig auf den Strassen. 


Zu guter letzt muss ich mich noch mit dem Taxifahrer auseinander setzen. Ich nenne Hotel und Adresse des Hotels. Ich sitze hinten und verfolge mit dem iPhone seine Route. Wir entfernen uns vom Ziel und ich greife ein. Er steuert ein Best Western an, dass er kennt. Ich bestehe auf meinem Best Western, dass ich gebucht habe. Er ist völlig verblüfft. Nach einigem hin und her, nimmt er sein Handy und schnell geht es wieder zurück. Er fragt was für mich ein fairer Preis wäre und ich gebe ihm 10$. Er gibt mir noch seine Telefonnummer!


Um 0:48 liege ich im Bett und falte meine Haende auf dem Bauch. 

Thanksgiving is over. 

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Amerikanisches Essen und grosse Pläne

So langsam stecke ich meine Fühler nach gutem amerikanischem Essen aus. Im Creek Ratz werde ich zu Chicken Wings überredet. Ein Tresennachbar hilft mir bei der Bestellung insofern, dass ich zwei verschiedene Sorten Wings mit verschiedenen Dips bekomme. Alles wirklich super lecker. 


Am Freitag Mittag habe ich ein Cultural Training. Dort werde ich über die Unterschiede von Amerikanern, Indern und Mexikanern informiert. Das sind die Kulturen mit denen ich zusammen bin. Denise ist sehr nett und legt recht schnell ihr „Great, Amazing, Awesome„ ab. Sie war 8 Jahre in Europa und es ist sehr lustig mit ihr. Wir essen noch im nahen Chilys und ich bekomme einen sehr guten Burger. 

Ich bin kaum 5 Minuten zuhause und es meldet sich Niroo. Ich will sie nicht länger vertrösten und wir treffen uns im Therapies Now. Ray und Theresia sind auch dabei. Später gehen wir noch ins Southern Hops. Es spielt eine Band, es ist sehr laut aber auch wirklich klasse. 


Mit Ray und Theresia spreche ich über meine Washington Pläne über Thanksgiving. Da ich ihre Einladung zu Thanksgiving ablehne, empfehlen sie mir eine Zugfahrt. Zum einen wegen den Wetterverhältnissen aber auch weil am Sonntag wohl sehr viel Thanksging Rückreiseverkehr sein wird. 


Am Samstag mache ich nicht viel. Ich suche den Bahnhof und kaufe eine Karte nach Washinton DC. Hauptstadt. Mit dem Auto sind es 6 Stunden, wenn alles bombig läuft, was aber nicht zu erwarten ist. Der Zug braucht 8 Stunden. Thanksgiving ist am Donnerstag 27. November. Also fahre ich am Donnerstag vormittag los, Freitag und Samstag habe ich Zeit mir die Stadt anzuschauen und am Sonntag geht es um 10 Uhr morgens zurück. (Als ich am Montag Ernst von meinen Plänen erzähle, verspottet er mich abgrundtief: Zugfahren ist was für arme Leute oder führerscheinloses Gesindel, die Bahn ist unzuverlässig das es kracht. Wir werden ja sehen)


Im Southern Hops werden am Samstag Abend Nachos und Pizza bestellt und ich gebe zu, dass dies meine beste amerikanische Pizza bisher ist. Hier verhandelt Raguh (Mann von Niroo) ein bisschen wegen der Pizza und es ist klar, dass er als Inder eine richtig Scharfe mit vielen Jalopenas bestellt. 

Man soll halt nicht unbedingt bei den Ketten einkehren, dann wird es richtig Klasse.

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    Natalie hat am kommentiert:

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    Schwarz Nicole hat am kommentiert:

    schön Dich zu "verfolgen"! Und ich wünsche Dir viel Spass in Washington DC und warte gespannt auf die Photos. Machs guet und sonnige Grüsse aus Basel.

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    K_und_D hat am kommentiert:

    "die Bahn ist unzuverlässig das es kracht"
    Na, schlimmer als in Deutschland kann es ja eigentlich nicht sein, gell ;-)
    Viel Spass in Washington!

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    hat am kommentiert:

    FrohesThanksgiving in der Capitale

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Bibber Woche

Die Temperaturen sind hier stark gesunken. Am Montag muss ich natürlich meine neuen Hemden und Schuhe anziehen und ich erlebe eine üble Überraschung. Da ich nicht auf dem Verteiler der allgemeinen mails für die Site in Florence bin, habe ich nur am Rande mitbekommen, dass die Produktion diese Woche stillsteht. Es werden zahlreiche Revisionsarbeiten durchgeführt. Dies bedeutet auch, dass die Heizung ausgeschaltet wird! Es wurde somit den Leuten von QC freigestellt hier oder von zuhause aus zu arbeiten. Schon auf dem Parkplatz ist deutlich zu bemerken, dass viele freigenommen haben. Es werden von Tag zu Tag weniger, denn es wird auch von Tag zu Tag kälter und das Gebäude kühlt stark aus. Schon morgens, wenn ich aus dem Haus gehe, sind die Scheiben vom Toyota gefroren. Am Dienstag und Mittwoch suche ich ein Domizil in einem benachbarten Gebäude (nicht abgeschaltet) in einem Sitzungszimmer. 

Der Höhepunkt ist dann am Donnerstag morgen und ich beschliesse mich nach dem Mittagessen samt Laptop zu verdrücken. 2 T-shirts, Hemd, Fliessjacke und Jacke nutzen auch nichts, wenn man nur vor dem PC sitzt. Ganz USA ist ein Eisschrank, und die Schneefälle von Buffalo kann ich sowohl auf CNN und in der Badischen Zeitung verfolgen. Am Donnerstag Abend wurde die Heizung wieder eingeschaltet und am Freitag ist der Spuk vorbei. Am Samstag ist ein recht schöner warmer Tag. Am Sonntag regnet es ohne Unterbrechung und es ist sehr schwül warm mit fast 20 Grad. Ich gehe nicht mal aus dem Haus und verschiebe meine Sportaktivitäten stündlich. Dafür bin ich mit skypen und endlich mal mit meinen Bildern beschäftigt. Mitte nächste Woche geht es mit den Temperaturen aber wieder in den Keller.

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McLeod Health Club

Seit Mitte Oktober bin ich im McLeod Health Club angemeldet. Das ist ein riesiges Fitness Studio und als Roche Mitarbeiter hat man einen kleinen Rabatt. Ich versuche 2x pro Woche dort hinzugehen, denn es ist ja jetzt immer Abends dunkel. Es stehen hunderte von Fitness Maschinen herum und es gibt zahlreiche Stunden. Bis jetzt habe ich immer nur bei Power Cycle mitgemacht. Das sind Standfahrräder und ein Trainer gibt Anweisungen zum Gang und zu den Umdrehungen. Ich bin immer froh, wenn die 45 Minuten vorbei sind. 

Heute war ich zum ersten Mal bei Skulp U. Man hat lange und kurze Hanteln, einen Step, den man  schräg einstellt, sowie eine Matte. Eine Trainerin gibt Anweisungen und es gibt laute Musik dazu. Ana (Mexikanerin) geht auch in diese Stunde und sie hilft mir den ganzen Kram vorzubereiten. Vorsichtshalber nehme ich von allem mal die kleinsten Gewichte. Durch die vielen Wiederholungen werden die entsprechenden Muskeln hart und schwer.

Schon jetzt beim schreiben merke ich wie mein Oberkörper schmerzt.

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Netflix, House of cards

Ich habe alle 26 Folgen von House of Cards verschlungen. Ganz grosses Kino und ich spotte nie mehr über Leute, die an Serien gebannt hängen. Teilweise habe ich mir bis zu 3 Folgen (je 45 Minuten) pro Abend hintereinander rein gepfiffen. Das läuft grad so durch.

Laut Christiane muss ich jetzt als nächstes "Orange is the new Black" anschauen. Laut Pat (Frau von Ernst) eher "Breaking Bad". 

Trotzdem: meine Bilder von Oktober sind auch schon weitgehend bearbeitet. Ich suche jetzt gerade einen Fotobuch Hersteller in USA. Ich lege Wert auf das Lay flat Format, so dass ich keinen Falz in der Mitte habe. My Publisher ist grad der Favorit. Die Software hat aber gewaltige Mängel und ist mir zu einfach. Ich werde mal einen Test machen, um zu sehen wie das überhaupt aussieht. Ich bekomme fast täglich mails mit Coupons und Rabatten von denen.

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Donation (Spenden)

In USA wird sehr viel gespendet. Jeder der viel hat soll an Arme denken und was abgeben. Auch die Teilnahmegebühr vom 5000 Meterlauf war hauptsächlich eine Spende.

Auch die Firma unterstützt durch Wettbewerbe immer wieder solche Anlässe. Schon seit Wochen stehen in unserer Halle im Gebäude zahlreiche Taschen mit Konservendosen, die irgend etwas andeuten. 

Jedes Team kauft auf eigene Rechnung Konservendosen und soll daraus etwas bauen. Es sind wohl 7 Teams, jedes hat einen Namen und Roche sponsert T-Shirts. Ziel ist es so viele Dosen wie möglich zu kaufen und etwas kreatives daraus zu bauen. Seit Donnerstag wird gebaut. Einige waren wohl auch am Wochenende hier. Zum Schluss wird ein Siegerteam ermittelt und alle Dosen werden an eine Suppenküche verschenkt. Schaut euch mal die Bauwerke an. 

Wer nicht gleich durchblickt. Eine Pillendose, eine Tablettenschachtel, ein Truck, ein Baum, Football, DNA und ein Football Stadion.

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    hessec hat am kommentiert:

    Deine Kollegen sind ja super kreativ. Aber bin schon froh, dass diese Form der Raumgestaltung hier noch nicht Einzug genommen hat.

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Tanger Outlet, Myrtle Beach

Wie angekündigt ist es heute bewölkt und sehr grau aber eine Spur wärmer, vielleicht 10 Grad. Ich beschliesse das Tanger Outlet in Myrtle Beach zu besuchen. Dies sind ungefähr 1.5 Stunden zu fahren. Unterwegs mach ich einige Fotostops, aber es ist sehr grau. Mir springen ein Baumwollfeld, eine historische Tankstelle sowie ein paar alte, verfallene Farmerschuppen ins Auge. 


Jeder sagt: wenn man Markenkleidung kaufen will, soll man ins Tanger Outlet gehen. Geplant ist zwar nur schauen, aber… 


Tatsächlich gibt es hier eine grosse Ansammlung von Geschäften. Es gibt viel (Sport)Bekleidung, Schuhe, Kosmetik und so sind Marken wie Puma, Adidas, Levis, Hilfinger, Polo Ralph Lauren und viele andere hier versammelt. Ich staune tatsächlich über die Preise und dies gibt dann auch den Ausschlag selbst zu zugreifen. 


Mein Beispiel: Schuhe. Ich schleiche um ein Paar Stiefeletten herum. Die Wildlederfarbe ist toll in braun. Es gibt sie aber auch noch in Schwarz, auch etwas rauher. Zunächst geht es um die Grösse, ja ganz gut, 6.5 wäre richtig. Ein paar Meter laufen, ja doch sehr bequem und sie klappern nicht. Es sind 2 Preise angeschieben. 175 $ und 150$. Ups, ja das ist zuviel. Es tritt eine Verkäuferin zu mir und sagt es gibt heute 30% auf alle Artikel im Laden und wenn ich ein zweites Paar kaufe, kostet das Zweite nur die Hälfte. Ich bin begeistert und will nun den Gesamtpreis für die 2 Paar Schuhe wissen. Ich muss mich eine Weile gedulden, denn sie ist nicht berechtigt an der Kasse diese Rabatte einzugeben. Also von den 150 muss wohl erst die Steuer weg, dann 30% weg. Und so ist man dann bei ~90$ pro Paar. Das 2. Paar kostet dann ~45$. Auf jeden Fall zahle ich 141$ für beide Paare. Was gibt es da noch zu überlegen. 


Polo Ralph Lauren und Hilfinger habe ich in Deutschland noch nie besucht: viel zu teuer. Hier sind aber alle Läden mit Schildern von 20%, 30%, 40% und 50% dekoriert. Nimm 1, zahle für das 2te die Hälfte. Schluß endlich kaufe ich noch 3 Hemden. 


Dann schaue ich noch bei Levi’s Jeans vorbei. 29$ eine Jeans (501,505), kaufe 2 für 39$. Ich kaufe aber keine Hosen, das hat noch Zeit. Das gleiche bei Adidas, Puma und North Face. 


Nach dieser Euphorie muss ich erst mal was Essen und Tanken. Zum Schluss beschliesse ich noch eine Tour durch Myrtle Beach zu machen. Es ist schon nach 16 Uhr und es wird wohl bald dunkel. Ich mache einen kurzen Abstecher ans Meer und sehe eine lange Hotelreihe in Richtung Süden. Der Strand ist schön. Ich fahre den ganzen Oceans Boulevard runter und die Hotels werden zunehmend beleuchtet. 


Zum Schluss passiert noch etwas komisches mit dem Navi. Eigentlich geht es ziemlich senkrecht auf dem Highway 51 (4-spurig) nach Florence. Mitten in Conway soll ich links abbiegen. Ich mache das und mir kommt es zwar komisch vor, aber ich denke der Highway kommt bald wieder. Ich gurke quasi auf einer Nebenstrecke (378, 2-spurig) heim. Das allein ist noch kein Beinbruch, aber ich bekomme Angst! Es geht fast eine Stunde nur durch einen stockfinsteren Wald, nebenan immer wieder Tierkadaver (hier werden viele Rehe und Opossums totgefahren, das kenne ich schon von meinem Arbeitsweg) gelegentlich mal ein Licht von einer Farm, kein Dorf und noch seltener ein Auto, das mir entgegen kommt. Als mich ein Pick-up überholt, versuche ich hinter ihm zu bleiben, das hat mich enorm beruhigt, denn ich denke ständig an das Schlimmste (Panne, ein Tier, dass mir ins Auto springt auch Halloween ist wieder präsent). Zeitersparnis keine: +7 Minuten wie ich auf Google Maps später herausfinde. Das lag wohl daran, das mein Apartment im Süden von Florence liegt. Die kürzeste Strecke ist wohl nicht immer die beste.

Wie man aber da draussen leben kann, begreife ich nicht. Kein Wunder haben die alle Waffen.

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    Natalie hat am kommentiert:

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    benny hat am kommentiert:

    Beim north face shopping werd ich neidisch :)

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Fauler Samstag

Ich skype mit Uwe und meiner Mutter, fahre in die Stadt um endlich einen Friseurtermin zu vereinbaren und kaufe mir noch eine warme Decke für mein Bett. Von Donnerstag auf Samstag ist es sehr kalt geworden und es sind wohl die ersten Tage an denen es hier kälter als in Basel ist. Es scheint zwar die Sonne aber mehr als 5-7 Grad sind es nicht. Ich portioniere meine Sachen aus dem Sam’s Club, lese Badische Zeitung und bearbeite weiter meine Oktober Bilder. Für Sport bin ich viel zu faul. 

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Sam’s Club, Red Bowl und Apple Annies

Am Freitag nach der Arbeit rät mir Ernst ihn zum Sam’s Club zu begleiten. Dies ist ein Supermarkt, den man nur mit einer Mitgliedskarte besuchen darf. Dies entspricht dem Metro Markt bei uns in dem nur Gastronomen einkaufen können. Die Portionen sind hier viel grösser und die Preise billiger. Hauptziel ist hierbei natürlich der Käse, den es hier in einer Vielzahl von europäischen Sorten gibt. Ich finde Trüffelkäse, Blauschimmelkäse, spanischen Manchego und schweizer Greyerzer. Ich nehme noch Rind und Schweinefleich sowie mehrere Boxen Ravioli (Pilz und Ricotta) mit. Das sollte nun mal als Vorrat für die nächsten Monate reichen. 


Da Ernst seinen jüngsten Sohn Patrick (12) dabei hat, fahren wir zu ihm nach Hause. Patrick muss nach dem Sport duschen, um später zu einer Geburtstagsparty zu gehen. Wir nehmen seine Tochter Victoria (15) mit und liefern Patrick bei der Party ab. Victoria und wir beide gehen Essen. Sie will in das Red Bowl (asiatisch). Ein sehr schönes und gutes Restaurant. Danach bringen wir Victoria nach Hause und Ernst zeigt mir das Apple Annie’s. 


Dies ist ein Pub an dem am Freitag Abend richtig was los ist und auch eine Band spielt. Da Ernst Patrick wieder von der Party abholen muss, geht er nach 21 Uhr und gibt mir den dringenden Rat noch zu bleiben. Um 22 Uhr beginnt eine 3- Mann Band zu spielen und es gefällt mir so gut, dass ich die ganze erste Runde der Band anschaue. Wie man den Stil bezeichnet, weiss ich nicht. Es ist rockig, sehr schnell und wohl so etwas wie Farmermusik (Hillbilly). Sie spielen bis um halb 12 und ich bin um 12 Uhr brav zu hause. Mit Apple Annie’s, Southern Hops und dem Creek Ratz kenne ich jetzt schon 3 gute Lokale, die man speziell am Freitag aufsuchen sollte. Die iPhone Bilder sind leider etwas verwackelt.

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Boon Hall Plantation

Im nahen Umkreis von Charleston gibt es einige Plantagen zu besichtigen. Auf Touristen Foren wird an jeder rum gemeckert. Ich entschliesse mich für die Boon Hall Plantation. Hier wurde “Fackeln im Sturm” gedreht. Sagt mir zwar nicht wirklich was, aber Drehorte sind immer spezielle Orte. Die Eichenallee ist wirklich phantastisch und beschäftigt mich lange zum fotografieren. Auf dem Areal findet an diesem Sonntag ein Event statt (die Kämpfe des Bürgerkrieges werden nachgestellt) und alles ist mit Zelten und Autos vollgestellt. Es schiesst und kracht aus allen Rohren von eher weit her, aber ich bin mit der Allee beschäftigt. Irgendwann gegen 15 Uhr hört das Schiessen auf und es wird sofort zusammen gepackt. Wegen dem Event gibt es keine Plantagen Touren.


Der Rest der Plantage ist eher uninteressant. Das Herrenhaus und die Sklavenhäuser sind recht nett. Um 16 Uhr gibt es noch das Gullah Theater. Eine Frau erzählt die Geschichte der Sklaven, der Plantage und der ganzen Umstände. Sehr schön gemacht.


Die Sonne senkt sich bereits und ein goldenes Licht streift die schöne Allee und zum Abschluss ziehe ich nochmals ein Allee-Feuerwerk mit meiner Fuji ab. Ich kann mich kaum losreissen. Kurz vor 17 Uhr fahre ich dann in 2 Stunden zurück nach Florence. Ein ganz tolles Wochenende liegt hinter mir.

http://boonehallplantation.com/living-history-weekend

http://boonehallplantation.com

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    benny hat am kommentiert:

    Schöne Fotos ! Sieht auch bisschen aus wie bei Django unchained

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    gabrielle briswalder hat am kommentiert:

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utepf Small

Patriots Point

In der Nähe meines Hotels in Mount Pleasant gibt es den Patriots Point. Dies ist ein militärisches Freilichtmuseum mit einem Flugzeugträger (USS Yorktown), einem U-Boot und einem Zerstörer. Des weiteren gibt es noch die Nachbildung eines Vietnam Lagers. Nun bin ich natürlich kein Fan von Militaria, aber so vor der Haustüre entschliesse ich mich doch für einen Besuch. 5 Dollar Parkgebühr und 20 Dollar Eintritt vermiesen mir gemeinsam mit dem grauen Wetter erstmal die Stimmung. Ich besteige den Flugzeugträger und begebe mich auf Tour 1 und 2. Diese beiden Touren führen durch den unteren Teil des Schiffes: Mannschaftsräume, Küche, Zahnarzt, Krankenhaus, Werkstatt und natürlich Versorgung. Langsam aber sicher begeistert mich das Schiff immer mehr und ich fotografiere trotz teils schummrigem Licht. 


Viele Räume sind aber auch nur Museum und zeigen die Schifffahrtsgeschichte (nicht nur Militär) und die US Army in hunderten Fotos und Modellen. Ich nehme davon keine Notiz. Viele Familien besuchen dieses Schiff und die Kinder sind begeistert. 


Tour 3 und 4 führen dann noch auf Deck und zur Schiffsbrücke. Oben auf Deck stehen viele Typen von Kampffliegern und Helikoptern der US Armee. 


Anschliessend gehe ich noch auf das U-Boot. Mein Gott ist das eng und niedrig. Durch die Lucken können einige Besucher nur mit Mühe steigen, einige schlagen sich den Kopf an. Die Betten sind der Hammer. Unten und oben sind die Torpedos montiert. Ein wirkliches Erlebnis. Draussen scheint jetzt die Sonne wieder.


Den Zerstörer lasse ich aus. Schon fast am Ausgang zieht mich der Lärm vom Vietnam Lager an. Urwald, Hubschraubergetöse, Gewehrsalven und militärische Befehle. Es gibt Unterkünfte, Stellungen, Helikopter sowie ein paar Statisten in Vollmontur zu sehen. Ein Heli Modell (das mit den 2 Rotoren) ist offen und man kann es besteigen. Innen ist die Verkleidung abgenommen und man sieht tausende von Kabeln. 


So jetzt aber ab zur Plantage. Ich war fast 3 Stunden hier, was ich niemals von mir erwartet hätte.

http://www.patriotspoint.org

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Charleston

Es dauert heute morgen eine Weile bis ich mein Auto los bin, aber ich finde nach einigem hin und her einen Platz für 8 Dollar für den ganzen Tag. Ein Student verkauft diesen (mit Parkschein): sie gehören wohl unter der Woche zu einer Bank. 


Ich beginne meinen Fussmarsch in der King Street. Dies ist eine sehr gekannte Einkaufsstrasse. Apple hat hier ein Geschäft und ich erkundige mich nach dem iPhone 6. Leider kann ich keines kaufen, denn die Dinger gibt es nur mit Vertrag (kein Unlock). Die King Street geht immer weiter bis zur Spitze der Halbinsel. 


Irgendwann hören aber die Geschäfte auf und es beginnt ein sehr feines und ruhiges Wohngebiet. Die Villen hier sind prachtvoll und ich denke ich fotografiere wohl jedes 2. Haus. Unten an der Spitze gelangt man an die Uferpromenade (Battery), die ich dann weiter entlanggehe. Im Prinzip im Halbkreis wieder zurück. Jetzt um die Mittagszeit ist es herrlich, die Sonne scheint, es ist sehr warm und ich esse ein Eis. Später biege ich wieder in die Stadt ein und gehe zu den Markthallen. 


Nach 15.30 Uhr leiste ich mir noch eine Kutschenfahrt für 20 Dollar. Es dauert etwas bis die Fahrt wirklich losgeht und wir haben etwas Pech mit dem Los. Es gibt 3 Routen. Wir haben Route 3 und wir fahren einfach nur durch die Strassen. Der Kutscher erzählt viel über Charleston, die Häuser und ihre ehemaligen Besitzer. Er steuert natürlich schon die historisch wichtigsten Häuser an. 


Charleston hat eine sehr bewegte Geschichte: Durch Kaufleute im 17. Und 18 Jahrhundert sehr reich geworden, nach dem Bürgerkrieg zerstört und heruntergekommen. Lange Zeit viel zu arm, um sich zu erneuern und nun durch einen staatlichen Restaurierungsauftrag zu einem neuen Touristenmagnet aufgestiegen. Die Preise für die Häuser steigen enorm: teilweise in den Multi Millionen Bereich. Die Besuchszahlen von zumeist US Touristen steigen seit einigen Jahren enorm und liegen zur Zeit bei 4 Millionen pro Jahr.

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Arthur Ravenel Jr. Bridge

Ich besuche die Brücke am Samstag morgen und nochmals nachts, denn es gibt einen breiten Fussgänger und Radfahrer Bereich.  Die Brücke wird  am Samstag morgen von vielen Joggern und Fussgängern eifrig benutzt. Dafür muss man ganz schön viel "Anlauf " nehmen. 

Für Autos ist die Brücke 8-spurig und ungefähr 4 km lang!

Ich fotografiere sie auch von verschiedenen anderen Standorten. Weil mein Hotel in Mount Pleasant liegt befahre ich die Brücke mehrfach. 

http://en.wikipedia.org/wiki/Arthur_Ravenel_Jr._Bridge

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Charleston bei Nacht

Die Fahrt nach Charleston dauert 2 Stunden. Ich checke kurz nach 19 Uhr in meinem Hotel ein. Es ist nichts besonderes: Red Roof, eine Kette. Da es noch früh ist, fahre ich nochmals über die Brücke nach Charleston downtown. Sofort wird mir klar, dass diese Stadt total anders als Florence ist. Die Strassen sind viel enger und es hat sehr viele Einbahnstrassen, fast wie in Basel. Charleston ist berühmt für seine Märkte und ich möchte zu einem Nightmarket (Nachtmarkt). Es dauert eine Weile bis ich einen Parkplatz finde und mir fällt gleich auf, dass im 20 Minutentakt abgerechnet wird.


Ich schlendere über den Nachtmarkt, der aus einer langen Reihe von einzelnen langen Hallen besteht: Es gibt hier viele Stände mit geflochtenen Körben und Blumen aus Palmblättern. Diese haben aber Mondpreise und meine Anfragen nach einem Foto mit Marktfrau wurden alle brüsk abgewiesen. Sonst gibt es noch T-Shirts, Keramik, Kekse (Cookies) und vieles mehr. 


Da ich Hunger habe, gehe ich in eine Kneipe neben den Markthallen. Ich setze mich an den Tresen, bestelle und es dauert nicht lange bis ein Gespräch mit meinem Nachbar linker Hand beginnt. Schräg hinter uns spielen zwei Musiker auf Gitarren. Steve ist die Sorte Männer, die beruflich viel auf der Welt unterwegs ist und somit gut plaudern kann. Er ist mit seinem Freund eine Woche auf Urlaubsreise, denn der Urlaub muss bis Ende Jahr weg. Der Freund tut mir leid, denn wir quatschen wohl 2 Stunden und er sitzt auf der anderen Seite und tippt auf seinem Smartphone rum. Die Musik wird lauter, besser und der Laden ist richtig voll. Um kurz nach 23 Uhr gehe ich aber heim. Noch ein Bier traue ich mich nicht zu trinken, denn ich muss ja noch über die Brücke. Auf dem Weg bis zum Auto komme ich an vielen Kneipen und Restaurants vorbei. Charleston bei Nacht ist wirklich toll. Ich bereue meinen Geiz für ein Hotel in Charleston downtown. Die Parkgebühren haben sich auf 11 Dollar summiert. 


Auch am Samstag Abend spielt sich ungefähr das gleiche ab. Ich gehe in eine sehr gut besuchte Sportsbar mit wohl 20 grossen Monitoren im Kreis herum. Überall wird American Football gesendet. Ich sitze wieder an die Theke und es dauert nicht lange bis mich jemand anspricht. Diesmal ist es ein jüngerer Mann mit seinem Bruder. Dieser Bruder war vor 3 Jahren in Deutschland bei der Armee (Friedberg) und er zeigt mir auf seinem Smartphone Bilder von seinem Aufenthalt: Currywurstbuden mochte er wohl besonders. Ich bestelle Fish& Chips und bin begeistert. Die Brüder verlassen mich nach einer Stunde und ich gehe noch die Brücke bei Nacht fotografieren. 

http://www.queology.com

http://www.macsplacecharleston.com

Charleston
South Carolina, United States
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Run like a nut (5000m)

Heute ist Samstag und der Tag beginnt sehr schlecht. Es regnet, es windet, es ist saukalt (8°C) und es gibt keine Badische Zeitung! (via App). Um 9 Uhr beginnt der 5k Lauf zu dem ich mich vor 2 Wochen mit/wegen Geremia angemeldet habe. Kurz nach 8 verlasse ich das Haus und gehe zum Treffpunkt, es regnet nicht mehr. Ana ist auch dabei. Von Ana weiss ich, dass sie die 5k unter 30 Minuten läuft, ich war nochmals am Mittwoch bei 33 Minuten und Geremia braucht viel länger. Um 9 Uhr wird gestartet und ich laufe bis mehr als die Hälfte gut neben Ana, dann verliere ich aber den Anschluss. Die Strecke ist sehr schön gemacht: durch eine ruhige Wohngegend. Ana läuft 29 Minuten ich 30. Wir warten noch auf Geremia und die Halbmarathon Läufer Julie und Martin (beide Roche). Dann grosses iPhone knipsen; danach gehe ich aber heim, denn mir wird sehr kalt und es tröpfelt auch schon wieder. Vom Pecan Festival nehme ich keine Notiz mehr wegen dem Sauwetter. Schade für alle die das vorbereiten und gestalten. 

Auf dem Heimweg achte ich sehr genau darauf ein Stop-Schild zu entdecken. Ja, etwa 1,5 Meilen vor meinem Haus steht ein Schild, dass in 0,5 Meile ein Stoppschild ankündigt ! 2-fach Stop Beschilderung.

Nach einer Stunde erhalte ich von Geremia eine mail: ich habe eine Medal gewonnen. Sie weiss nicht wofür (Alterskategorie 45-49?), Martin hat sie und wir sehen am Montag.

Da es den ganzen Tag stark regnet, gehe ich erst gegen 17 Uhr nochmals zum Einkaufen. Harris& Teeter ist ein recht feiner aber teurer Supermarkt. Man trifft da immer auf Rochianer. Ich leiste mir trotzdem ein richtig grosses Steak (Angus) für 12$, dass ich selbst zubereiten will. Ich will nicht alleine Essen gehen und immer nur Take-away mit diesem Fastfood will ich auch nicht. Ausser Bojangel finde ich bis jetzt alle mehr als 2. Klassik. 

Ich fahre nochmals in die Wohngegend vom vergangenen Abend und staune bei grauem Tageslicht nicht schlecht über die wirklich tollen Häuser. 

Schon länger wundere ich mich über die vielen Pharmacys  hier. Ich schaue mal in eine rein und es sind Drogerien mit einer Apotheken Abteilung. 

Am Abend mache ich dann Bekanntschaft mit Netflix. Das ist in USA und hoffentlich bald auch bei uns das neue Fernsehen. Im Prinzip ist das ein Online- Streaming Kanal, den ich über mein Apple TV ansteuern kann. Bei Apple TV zahlt man pro Film, bei Netflix ein Abonnement. Man meldet sich an, zahlt 8 $ pro Monat und dann kann man aus tausenden von Filmen und Serien nach Wunsch auswählen. Meine erste Wahl ist Django Unchained von Tarantino. Ein Klick und grosses Kino beginnt. Nächste Woche werde ich mal die Serien: House of cards, Dead man walking, Orange is the new black usw. testen.

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    K_und_D hat am kommentiert:

    Wenn ich das richtig mitbekommen habe, hat Netflix vor ein paar Wochen auch in Deutschland gestartet. Im Gegensatz zu Apple TV gibts die Filme offenbar auch in Originalfassung und auf Wunsch mit Untertitel.

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    utepf hat am kommentiert:

    Das stimmt, aber das Angebot ist sehr schlecht, wegen Lizenzsttreitigkeiten. Die anderen geben da wohl so schnell nichts ab.

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    benny hat am kommentiert:

    Bist ja flott unterwegs beim laufen! Immer weiter so...:)

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Trick or Treat

Heute ist nun der berühmte Halloween Abend. Mit Ernst, Pat und Christiane verabrede ich mich beim Creek Ratz. Das ist ein Lokal, das Alkohol ausschenken darf. Hier sehe ich die ersten verkleideten Personen und es sind nicht Monster sondern eher bekannte Filmfiguren (Superman, Zorro,...) oder eigene Fantasiekostüme. Für mich eher wie unsere deutsche Fasnacht. einfach etwas ungewöhnliches. Die meisten sind aber nicht kostümiert !!

Vom Creek Ratz können wir über die Strasse in eine bessere und auch reichere Neighborhood (Wohngegend) laufen. 
Dort gibt es ein Haus, das reich für Halloween dekoriert ist. Schon weit vor dem Beginn dieser Wohngegend sind dutzende Autos geparkt. Dutzende Kinder (mit ihren Eltern) laufen dort mit Plastiktüten oder Körbchen umher und sammeln Süssigkeiten. 

Danach gehen wir Downtown in S Dargan St. in das Lokal in dem die Woche zuvor eine Band so toll gespielt hat. Scheinbar gibt es dort einen Kostümwettbewerb. Leider kommen aber keine Kostüme, zumindest nicht bis 22 Uhr.....

Ich fahre heim und erlebe dann noch meinen most scary (schrecklichsten) Moment. Am Tor zu unseren Apartment hält ein Auto dicht neben mir an. Es ist die Polizei! Ich lasse das Fenster runter und ein freundlicher Polizist erklärt mir, dass ich ein Stop-Schild überfahren habe. Von denen gibt es hier tausende und es stimmt ich nehme davon nicht viel Notiz. Alles ist hier gross, weit und sehr übersichtlich. Ich erinnere mich auch ehrlich gesagt an keines dieser Schilder auf dem Weg.

Während der Diskussion denke ich immer nur: Hoffentlich bemerkt der keine Fahne von den 2 (recht starken) Bier, die ich getrunken habe. Vorsichtshalber sag ich mal so  wenig wie möglich, Yes Sir, sure, hm, äh, ok, absolutely.....

Nach dem Verweis, zieht er von dannen und ich atme tief aus. 

Sowas ist mir mal in der Schweiz passiert: Ich wollte eine Anzeige machen, weil mein Auto aufgebrochen wurde, plötzlich hiess es: Sie schmöckket nach Alkohol. Talk-test: 0.4 Da ist auch nichts passiert.

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Breast Cancer Awareness

Zunächst berichte ich von der "Breast Cancer Abwartens" Woche bei Roche. Es wird die ganze Woche über zum Thema Brustkrebs sensibilisiert.


Am Montag soll man ein Team bilden für den Pink Out Contest. Jedes Team kann aus 3-8 Teilnehmern bestehen und man soll einen Ort im oder vor dem Buero zum Thema Brust Krebs dekorieren. Die Team müssen sich dann bewerben und es gibt am Freitag eine Auslosung. 


Meine Kollegin im Büro nebenan, Tecali Caroll hat mich gefragt, ob ich in ihrem Team mitmachen möchte. Ich habe einfach mal ja gesagt. Kaum 10 Minuten später kommt eine mail von Lynn mit einem wunderschön gemalten Vorschlag. Wir verabreden uns für ein gemeinsames Mittagessen und beschliessen ganz schnell, dass wir Lynns Vorschlag umsetzen. Am Montag kommt sie dann mit ganz viel Bastelkram in Pink, Weiss und Schwarz und ich biete mein fast leeres Büro als Kreativzentrum an. Über den Mittag gibt es dann immer wieder mal neue Arbeitseinheiten. Mit der Zeit füllt sich die Wand immer mehr mit Papierblumen, angemalten Kürbissen und Ausdrucken zum Thema Brustkrebs. Meine Beteiligung bestand im: basteln, Kürbis kaufen und am Schluss habe ich die Wand fotografiert für die Einreichung.


Hier noch die beteiligten Personen: The Pumpkin Patch Kids.


Tecali, Amerikanerin, Schwarze, mütterliches Zentrum, ganz lieb

Marteshia, Amerikanerin, Schwarze, Ulknudel


Lynn, Amerikanerin vietnamesischer Abstammung, kreatives Zentrum, ganz lieb, sehr stylisch


Mira, Amerikanerin indischer Abstammung, Ulknudel, absolute Schnellsprecherin. Ich kann ihr folgen, denn sie spricht deutlich und laut.


Wanping, Chinesin, sehr ruhig, bastelt wunderschöne Papierblumen


Ana, Mexikanerin, ruhiger Typ, sehr hilfsbereit. Mit ihr habe ich noch am meisten Ähnlichkeit. Liegt wohl auch daran, dass sie noch nicht so lange in Florence ist und von Tolucca (Roche Mexico) kommt.


Ich denke es gibt euch ein Gefuehl wie es um mich rum aussieht. I love it. 

Am Donnerstag wird ein kurzer Walk (Spaziergang) im Areal durchgeführt. Da es mit der angekündigten Pizza noch dauert, laufen wir 3 Runden und haben ganz viel Spass dabei. Die Mädels sind wirklich sehr lustig und blödeln die ganze Zeit rum. 

Am Freitag dann grosse Spannung, ob wir gewinnen.


And the winner is…………………..best Team: The Pumpkin Patch Kids. Es gibt jedoch noch andere Preise. Die Anerkennung ist eine kleine Tasche mit Kleinigkeiten drin. Es hat auf jeden Fall viel Spass gemacht und es bringt uns näher zusammen. 

Der hübsche Mann mit der rosa Perücke ist Ernst, die Dame mit der ebenfalls rosa Perücke ist Christiane.

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    Jutta gibbert hat am kommentiert:

    Interessante Arbeitsaufträge damit beschäftigt man sich also bei Roche . Ich glaube ich bewerbe mich. Nein im Ernst es ist toll zu lesen, was du so alles erlebst, ansiehst und das du so eine shoppingqueen bist, wusste ich nicht. Ach scheinen die Burger anders zu schmecken, ich kenne nur die Mac doof burger und die isst man nur einmal. jutta

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Haunted House

Ernst nimmt uns mit zu einem Haunted House (Geisterhaus). Wir treffen uns bei der West Florence High School, wo seine Tochter noch an einem Konzert ihrer High School mitspielt. Ich komme etwas früher und bekomme noch eine halbe Stunde mit. Ich bin beeindruckt wieviele junge Menschen in diesem Orchester mitspielen. 


Nach dem Konzert fahren wir zu sechst nach Bishopsville (50 minuten) und sind so gegen 21 Uhr auf dem Parkplatz. Das ist wirklich mitten in der Pampa. Was jetzt folgt ist wirklich der Hammer. 


Akt 1: Bus ride (Busfahrt)


Wir setzen uns in einen alten Schulbus und ab geht die Fahrt in den stockfinsteren Wald. Laute und harte Rockmusik (Disturbed, Down with the sickness) und ein Stroposkopblitz setzen ein. Ich beginne mal zu filmen. Plötzlich wandern dunkle Gestalten durch den Bus und von aussen schlagen und schauen scheussliche Gestalten an/in unseren Bus. Die Frauen kreischen und es schüttelt den Bus wie verrückt. Ein tolles Spektakel. Mein Filmchen kann man zwar vergessen: ich behalte es trotzdem wegen der Schreie und sonstigen Laute.


Akt 2: Haunted Haus (Geisterhaus)


Ich bin in Horror völlig ungeübt und vermeide dies wo ich kann. Nun hab ich den Dreck. Da ich nicht weiss, ob ich filmen oder fotografieren will, verliere ich völlig den Anschluss an die Gruppe. Man muss das erlebt haben. Mir ist stellenweise richtig schlecht und ich erschrecke mich zu Tode. Ein paar Bilder sind mir trotz der Dunkelheit gelungen.


Wieder draussen ist erstmals Verschnaufpause. Da sich jedoch auch um das Haus einige Gestalten aufhalten, komme ich nicht wirklich zur Ruhe. Es ist hier heller und somit kann ich besser fotografieren. 


Akt 3: Hay ride (Fahrt auf dem Heuwagen) 


Zum Schluss machen wir noch eine Fahrt auf einem Heuwagen. Ein grosser Traktor zieht einen langen Wagen auf dessen Pritsche Heu verteilt ist. Wir sitzen alle auf der Pritsche. Nach und nach hält der Traktor immer wieder an 5-6 verschiedenen Plätzen zumeist Scheunen an und es ereignet sich immer etwa folgendes: Laut Rockmusik, Gruseliges Ambiente und wilde Gestalten springen um uns herum. Mal sind des Teufel, mal Clowns, mal Seeräuber oder sonstiges……Die Scenen sind überwältigend, das Kreischen der vielen jungen Mädchen ohrenbetäubend und mittendrin versuche ich wild mit meiner Fuji umherzuballern. 


Heute hat es etwas länger gedauert bis ich Bett-fein war und endlich einschlafen konnte. Zuerst musste ich noch meine Schätze begutachten und natürlich viel ausmisten, weil einfach nur Schwarz. Leider sollte/durfte man nicht blitzen. Ausserdem war ich viel zu aufgedreht vom Erlebten.

http://www.kreepyhollow.net/


Joe Dority Rd Bishopville, SC 29010

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    K_und_D hat am kommentiert:

    Dominik gefällt das :-)