An die Rucksäcke fertig los...Pura Vida in Mittel- und Südamerika!

Das Masterstudium ist vollbracht, also nicht lange fakeln und den Rucksack beladen...Drei Mädls auf ihrer bisher größten Reise quer durch Mittel- und Südamerika. Ganz nach dem Motto über Stock & Stein geht es ab ins kühle Meer, hoch hinaus auf die Berge, quer durch die Wüste oder auch tief hinein in den Dschungel.

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Dies ist dein Tour-Blog. Füge Einträge mit Fotos und Standort hinzu oder einfach nur Text und dokumentiere was du gesehen hast, wo du warst und worüber du nachgedacht hast. Wenn du möchtest, lass andere deinem Tour-Blog folgen und an deinen Erfahrungen teilhaben. Wie das geht? Hier entlang zum Video-Handbuch.

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Sabrina Missing

Resümee

Ach schon sind wir wieder 10 Tage in Deutschland und versinken mittlerweile
im bayerischen Schnee - Hilfe wir wollen zurück ans Meer SOFORT! Natürlich wird
man Freunden und Familie gelöchert...Wo war es denn jetzt am Schönsten? Welches
Hostal war denn das Beste? Würdet ihr alle Städte noch einmal besuchen?

Damit der ein oder andere, der sich vielleicht von unseren Zeilen und der
Route inspirieren lässt auch etwas davon hat, kommt hier unser vorläufiges persönliches
Resümee.

  • Besten Hostals: “El Arbol”
    (La Serena - Chile), “Lunas Castle” (Panama City), “Gorila” Künstlerloft (Tulum
    - Mexico), “Dragonfly” (Cusco - Peru), “Hostal Heike” (Bocas del Toro, Panama)

  • Besten Cafés & Bars & Restaurants: “Uschu” - für Steak auf dem
    heißen Stein (Cusco – Peru), „Glady’s“ – lecker und bezahlbar (La Paz –
    Bolivien), „Museo del Pisco“ – auf einen hervorragenden Pisco Sour Drink,

  • Besten Stopps - Würden wir immer wieder besuchen:

  1. Kultur + Geschichte: Machu Picchu + Mountain (Peru, aber nur in Kombi), Valparaiso
    (Chile), Cusco (Peru),
  2. Erholung: San Blas Islands (ein Traum <3), Tulum (Mexico), Sámara
    (Pazifikseite von Costa Rica)
  3. Natur: Salar de Uyuni
    (Bolivien), Dschungel von Bolivien (Rurrenabaque, Bolivien), Isla del Sol
    (Copacabana - Bolivien)
  4. Spaß- und Aktionfaktor: Sandboarden in Huacachina (Ica - Peru), Schwimmen
    mit Schildkörten in Akumal (Tulum - Mexico), Reiten am Strand von Sámara (Costa
    Rica)


  • Würden wir beim nächsten Mal anders machen bzw. komplett streichen: 

  1. Nicht nur einen Tagestrip auf die Isla del Sol, sondern unbedingt auf der
    Insel übernachten!
  2. Puna  am Titikakasee (Peru) mit den Schwimmenden Inseln würden wir
    nicht empfehlen und auch nicht noch mal machen. Wenn man von Peru kommt, muss
    man zwar oftmals einen Bus über Puno nach Bolivien nehmen, aber trotzdem kann
    man gleich am nächsten Tag ohne Besichtigung der Insel weiter nach Copacabana
    fahren
  3. Lohnen würde sich wohl nach Angaben vieler getroffener Backpacker bei
    Arequipa (Peru) noch den Colca Canyon zu besuchen
  4. Wer fit genug ist, dem empfehlen wir für die Besichtigung des Machu Picchu
    einen der vielen mehrtägigen Trails (Jungle Trail), bei denen man sich wandernd
    an & auf den Machu Picchu heran wagt


Munich
Bavaria, Germany
Sabrina Missing

Tag 71 - Adios Costa Rica:

Da wir bereits online eingecheckt hatten, entschieden wir, dass etwas über zwei Stunden vor Abflug reichen müssen. So starteten wir Punkt sechs mit dem Shuttle zum Flughafen. Dort angekommen mussten wir noch die Flughafen-Tax von 29$ in bar (!) begleichen (auch in Colones zahlbar), bevor wir unsere Boardkarten drucken und schließlich das Gepäck abgeben konnten. Relativ zügig ging's durch die Sicherheitskontrollen und schon waren wir im Flugzeug nach Atlanta. Knapp 4 Stunden später war das geschafft und auch dort passierten wir reibungslos und echt zügig alle Kontrollen. So blieb uns mehr von unseren drei Stunden für einen leckeren Lunch beim Panda Express mit gegartem Gemüse, Sesam-Honig Chicken sowie Orange Chicken Yummie. Danach "verloren" wir die letzten Dollar im Duty Free ;-)
Dann ging es auch schon weiter gen München. Nach dem Vorbild der älteren Damen aus dem Santiago-Panama-Flug genehmigten wir uns ein kleines Schnäpschen, in der Hoffnung auf den 8,5 stündigen Flug etwas Schlaf abzubekommen - tja lecker war der Drink, geschlafen haben wir leider beide kaum eine Minute...Hallo Jetleg...Kein Wunder, denn in Costa Rica ist wenn wir in München landen circa zwei Uhr morgens.
Schlaflos aber mit Gepäck wurden wir schließlich von unseren Papas am Flughafen in die Arme geschlossen - Home Sweet Home <3

Sabrina Missing

Tag 70 - Ade Sámara:

Heute war Schluss mit Strand & Sonne, denn bereits um 9Uhr morgens sollte unser Bus nach San José gehen (5Std, ~9$). Bis oben hin bepackt ging es also um kurz vor neun zur Bushaltestelle. Bereits vor dem Bus stehend und darauf wartend, dass das Gepäck verladen wird, werde ich kreidebleich - ich hatte mein Handy samt Ladekabel einfach im Hostal vergessen - Sch***. Lisa schaute mich nur an, schreit "Renn los" und schon fliegen meine Flipflops und ich in einem Affenzahn übern den Asphalt. Bereits so früh morgens war es ultraheiss und mit dem Wissen im Nacken, dass der Bus sicherlich nicht lange auf mich warten wird, rannte ich á la "Lola rennt" unter den Zurufen & irritierten Blicken vom Gemüsehändler, dem Parkwächter und sonstigen Bewohnern von Sámara wie eine Gestörte zum Mariposas zurück. Heiliger Bimbam das ging auf die Kondition...Zurück am Bus, hatte der Busfahrer noch nicht mal angefangen das Gepäck zu verladen und so war alles glimpflich ausgegangen. Falls nicht hätte Lisa schon ihre bayerische Beharrlichkeit gezeigt und die Tür blockiert :-) Froh, dass es nicht soweit kommen musste stiegen wir in den Bus. Nachdem auf unseren Sitzen andere Leute saßen (das scheint irgendwie Trend zu sein) bekamen wir neue zugewiesen.
Bereits nach 3min war uns klar, diese Busfahrt würde exakt das Gegenteil werden als die Hinfahrt...Statt wie zwei Eisprinzessinnen im Bus zu bibbern, fühlten wir uns zu Besuch in einer tropischen Sauna -
uff. Wohltemperiert geht hier wohl nix. So kurvten wir im Saunabus Richtung San José - Allerdings ließen wir uns bereits in Alajuela absetzten (Flughafen). Da unser Flug morgen bereits um 8:25am abheben würde, entschieden wir uns nicht in einem Hostal in San José zu nächtigen, da sich der Flughafen in Alajuela - einem Vorort von San José - befindet und wir somit morgen a) länger zum Flughafen bräuchten und b) uns das auch noch ordentlich Kosten würde. Außerdem gibt es in Alajuela einige Hostals die einen kostenlosen Shuttle zum Flughafen anbieten (Fahrtzeit evtl 5-10min.). So auch das Maleku Hostal (15$ Dormbed). So stiegen wir bereits am Flughafen aus dem Bus von Sámara aus und fuhren mit dem Taxi zum Hostal (ca. 5-7$).
Zum Abschluss unserer Reise bummelten wir noch durch Alajuela und gingen gemütlich zum Italiener (Rague) Abendessen. Dort aßen wir riiiieeesige Pizzen - eine hätte gereicht haha, aber so freuten sich die anderen im Hostal.
Danach hieß es ein letztes Mal unser Zeug packen und ab ins Bett.

Sabrina Missing

Tag 64 - 69 - Sámara wir lieben dich:

Nun was sollen wir jetzt großartig viel schreiben ;-) Wir genießen jeden einzelnen Tag das PURA VIDA in Sámara. Deshalb hier eine kurze Zusammenfassung ;-)

Tag 64: heute hing es in ein anderes Hostal - Los Mariposas. Für 15$ pP (ohne Frühstück) schlafen wir im Mädls-Dreierdorm. Wir wollten unbedingt hier her, das es uns von unzähligen Leuten empfohlen wurde. Hier schadetet es nicht zu reservieren (in der Hochsaison) - es ist ziemlich bekannt und beliebt. Es gibt zahlreiche Hängematten, einen kleinen Garten und wirkt total süß. Anmerkung: Leute mit Hunde oder Katzenallergie, sollten hier einen weiten Bogen machen, da von beiden 2 vorhanden sind. Sowohl die Katzen als auch die Hunde sind leider übelst frech und unerzogen, essen verschließen & wegräumen und nie unbeobachtet lassen :-( !
Im Supermarkt liefen uns doch tatsächlich zwei deutsche Mädls übern Weg die wir in Panama City kennengelernt hatten und die uns den Tip mit Bocas und Puerto Viejo gegeben hatten. Wie klein die Welt doch ist, dass man sich im kleinen Städtchen am Pazifik wieder trifft. Lustigerweise sind sie gerade angekommen und auch noch im selben Hostal wie wir :-)

Tag 65: Nach einem weiteren Strandtag saßen wir abends gemütlich für eine Runde Rum zusammen und im Anschluss erkundeten wir das Sámara Nachtleben :-) Me gusta sag ich da nur.

Tag 66: Ein weiterer Strandtag brach an, doch zuerst mussten wir leider neue Sonnencreme kaufen, da unsere eigene und die die wir bereits in Bolivien nachgekauft hatten nicht ausreichte :-( Heiliger Bimbam uns traf fast der Schlag...Nivea 200ml 16$...das ist ja affenteuer und außerdem was wollen wir denn zu zweit mit lediglich 200ml. Schlussendlich gabs eine No-Name für sage & schreibe 18 US-Dollar - Wucher uff. Zusammen mit den zwei Deutschen Dana & Nina sowie der Kanadierin (Französisch) Erica wurde heut zusammen gekocht und in gemütlicher Runde gegessen. Natürlich mit einer ordentlichen Ladung Moskitospray auf der Haut - denn diese Viecher sind hier wirklich lästig und erbarmungslos.

Tag 67: Auch heute bruzelten wir glücklich in der Sonne vor uns hin. Während Dana & Nina sich mit dem Surfbrett in die Fluten stürzten (tja das konnte ich vergessen mit'm Finger), fieberten Lisa und ich den finalen Seiten unserer Bücher entgegen. Wie die Zeit doch vergeht, schon waren wir 7 Tage in Sámara. Erneut schwang unsere Gruppe den Kochlöffel.

Tag 68: Wuhhuuu heute hatten wir glatt ein "straffes" Programm ;-) bis nachmittags waren wir am Strand, danach ging es zurück ins Hostal - umziehen fürs reiten (Lisa blieb lesend am Strand). Ein Traum geht in Erfüllung <3 Um 16Uhr spurteten Dana, Nina und ich also zum Strand, wo uns unser Guide bereits mit drei süßen Pferden erwartete. Schon ging es rein in die Sättel, über den Sámara Playa, hoch auf den Berg und dann quer über den Buena Vista Playa bei untergehender Sonne. Am Strand reiten bei Sonnenuntergang, was gibt es Geileres! So galoppierten wir mit wehenden Haaren und Mähnen im orange getönten Licht der untergehenden Sonne über die Sanddünen.<3
Auch wenn uns danach wegen der schlechten Sättel ordentlich der Hintern weh tat, hatte sich dieser Ausflug absolut gelohnt! Noch dazu war er mit 20$ für 2 Stunden unglaublich günstig.
Abends ging es in die nächste Runde "Kochduell" ;-) bevor Lisa und ich uns noch für die Ladies Night fertig machten. Hier ließen wir bei einem ultra grünen und gesunden Frozen Mojito unsere Reise Revue passieren....was für Gedankenblitze uns durch den Kopf schossen...angefangen beim lustigen Ober in Cancun, über das Tauchen mit den Schildkröten in Tulum, Mittagessen mit Meerblick in Baranco, die vielen abenteuerlichen Busfahrten mit Fress- und Kekspaketen, Sandboarden in Ica, unseren Aufstieg auf den Machu Picchu Mountain, das ultraleckere Steak in Cusco mit unserem Holländer Jiri, der Ausflug in die bolivianische Toskana zur Isla del Sol, der wackelige Flug in den Dschungel, unfassbare Leckereien in der Pariser Bäckerei, unendliche Weite in der Salzwüste Boliviens, eine absolut phantastische Zeit mit Salome in Santiago, unbeschreiblich geniale Zeit auf den San Blas Islands, verregnete aber lustige Nikolaustage am karibischen Meer, Polizeieskorte zum Arzt und entspannte glückliche Tage an den Stränden von Sámara....Ach war unsere Reise wirklich so gut wie vorbei? Somit genossen wir unseren letzten Partyabend.

Tag 69: Schon war der letzte Strandtag gekommen und wir knipsten die letzten Urlaubsfotos. Heut war irgendwie eine reinste Schlemmerparty, denn bereits zum Frühstück tischten wir ordentlich Obst, Müsli und Toast auf. Zum Mittagessen aßen wir zu Viert unsere Überbleibsel von der Pasta und dem Reis - außerdem gönnten wir uns eine letzte Empenada und Obst am Strand ;-) Nach dem Duschen spendierten wir uns mit unseren zahlreichen Münzen ein letztes Kokos-Eis und machten uns auf zum Shoppen. So stöberten wir Vier durch die einzige Mainstreet von Sámara. Im krönenden Abschluss gingen wir zusammen mexikanisch essen und machten uns dann ans Koffer packen...

Samara
Guanacaste Province, Costa Rica
Sabrina Missing

Tag 62 & 63 - Sonne & Strand:

Tag 62:

Nach dem Frühstück auf der Terrasse ging es auch schon ab an unseren wunderschönen Hausstrand - Playa Sámara. Heute spazierten wir die kleine Schotterstraße unseres Hostals hinunter und kamen an der Sprachschule von Sámara vorbei - Wow direkt am Strand, da lernt man ja gerne :-) Obwohl es erst 10:30 war brannte die Sonne schon ordentlich auf uns herunter, so dass man nicht ohne Flip Flips über den Sand zum Wasser laufen konnte. Zwischen Sonne & Schatten sowie Wasser & Strand wechselnd verbrachten wir den Tag in aller Seelenruhe. Fürs Mittagessen ging es kurz zurück ins Hostal - im Anschluss mit leckeren Cocos-Eis wieder ans Meer. Die letzten warmen Sonnenstrahlen genießend lasen wir in unseren Büchern bis die Sonne schlussendlich hinter den Bäumen verschwand, was hier wirklich früh passiert (16:30/17:00U).
Kurz eingekauft, geduscht und gekocht und dann hieß es Karten auf den Tisch. Mit den zwei deutschen Mädls und der Schweizerin Miriam wurde UNO und Jassen gespielt - Miriam brachte uns das Nationalspiel der Schweiz bei, was irgendwie stark an das bayerische Watten erinnerte.

Tag 63:

Tadaaa wir haben es geschafft den Blog aufzuholen :-) was wir für diesen Tag schreiben ist also auch erst heute passiert - endlich geschafft! Aber weiter im Text...

Das mit dem stabilen Wetter auf der Pazifikseite scheint wirklich zu zu treffen, denn auch heute erblickten wir jede Menge Sonnenstrahlen. Glücklich über einen erneuten Strandtag, entschieden wir uns dafür das Angebot unseres Hostalbesitzers anzunehmen. Dieser wollte uns ein Krokodil an einen anderen nahegelegenen Strand zeigen, bzw. dem dort beginnenden Fluss. Im Anschluss wollten wir dort gleich bleiben und den Tag an einen anderen Strand verbringen. Gesagt getan.
Mit Strandzeug und Mittagessen bepackt ging es mit dem Auto zum 5km entfernten Playa Carrillo
Das dort ansässige Krokodil wollte sich aber partou nicht zeigen :-) war ihm wohl selbst zu heiß! Dafür war der Strand absolut traumhaft und so ließen wir uns in mitten eines Palmen"wäldchens" nieder.
Mehr gibt es dazu auch fast nicht zu sagen ;-) Wir genossen das süße Nichtstun in vollen Zügen, aßen die Überbleibsel unseres Gemüse-Reis-Currys und eine leckere Ananas und kehrten am frühen Abend ins El Dorado zurück.

Samara
Guanacaste Province, Costa Rica
Sabrina Missing

Tag 61 - Sámara - Juhuuu wir haben die Sonne gefunden:

Kaum die Augen aufgeschlagen schon war klar, dass die Sonne schien. Ennnndddliiiiccchhhh! So gab es ein einigermaßen zackiges Frühstück (morgens sind wir immer unfassbar langsam, gell Lena) und ab an den Strand. Hier schlugen wir im Halbschatten unser Lager auf und schon nach kurzer Zeit ging es ab in den Pazifik. Glücklich plantschend genossen wir das angenehm kühle Wasser bevor wir uns wieder zum Braun werden in die Sonne legten. Bis zum Mittagessen wechselten wir noch einige Male zwischen Wasser und Sand hin & her und freuten uns über das gute Wetter.
Zum Mittagessen hatten wir uns erneut Baguette und Avocado besorgt, um gemütlich unter den Palmen zu essen. Tja und dann hab ich leider nicht so gut aufgepasst und mir mit dem Taschenmesser ordentlich in den Finger geschnitten :-( Auaaa. Da mir gleich klar war, dass das wohl tiefer war, eilten wir zur 5m entfernten Surfschule um nach einem Erste-Hilfe-Set zu fragen, da unsere eigenen Sachen leider im Hostal lagen. Da die keins hatten, brachte uns der Surflehrer zur nahegelegenen Polizeistation, wo wir mit verwunderten Blicken begrüßt wurden - zwei hübsche Europäerinnen im Bikini bei der Polizei...haha ulkige Situation. Die waren aber dann total nett nachdem der Surflehrer ihnen zu verstehen gegeben hatte, dass sie mich zum Arzt/Krankenhaus bringen sollen. Lisa raffte in Windeseile alle Sachen zusammen, warf uns Klamotten über (halbnackt durften wir nicht einsteigen haha) und schon saßen wir im Polizeiauto - mit 3 (!!) Polizisten...haha...Mit dieser Polizeieskorte ging es dann noch schnell im Hostal vorbei - Pass holen! Während Lisa nach drinnen spurtete, unterhielt sich der Fahrer mit mir über Gott und die Welt auf Spanisch (u.a. Drogen in Südamerika).Der Gute wollte mich wohl ablenken. Puh die Verletzung war ja wirklich unnötig gewesen - noch in den letzten 10 Tagen meine Auslandskrankenversicherung benötigt :-( Mulmig über den bevorstehenden Arztbesuch ging es weiter. Dennoch war ich echt froh, dass das so zügig voran gegangen war, denn schon 15min nach dem Schnitt stand ich vor der Ärztin. Der Polizist kam sogar noch mit rein und kümmerte sich darum, dass ich gleich dran kam und erklärte das Problem. Puhhh... penibel beäugter ich den Untersuchungsraum und Lisa & ich beobachteten alle Schritte ganz genau. Wenigstens steril sollte alles sein (gell Tizi) uff. Und dann hieß es auch schon Zähne zam beißen, denn das musste leider genäht werden. Zwei Stiche und Lisas zerquetschte Hand später war es auch "schon" überstanden und ich soll die Faden in 8 Tagen ziehen lassen. Die Ärztin war super lieb und erklärte mir dann auch noch, dass ich nichts zahlen müsste. Total überrascht fragten wir nach den Grund, denn ich war ja versichert. Wir erfuhren, dass man für die Begleichung der Rechnung nach Nicoya (1 Stunde entfernt) fahren müsste und sie mir deswegen die Rechnung erlassen würden. Was für ein Glück, aber vor allem was für ein dämliches System, arme Ärzte.
Vor der Praxis setzten wir uns erst mal auf einen Baumstamm...uff erstmal sacken lassen.
Als hatten wir nicht schon genug Hilfe und Glück gehabt, holte uns die Frau des Hostalbesitzers auch noch beim Arzt ab - was für ein Tag...erst ein Surflehrer der uns weiterhilft, dann eine Polizeieskorte, danach eine erlassene Arztrechnung und dann auch noch ein Taxi zurück - ganz großes Kino!

Gelernt aus der Sache - Obacht beim Avocado aufschneiden! Eine kleine Narbe am Finger wird mich daran wohl erstmal erinnern, die Künstler im Nähen sind se wohl nicht gerade, sah eher aus wie beim Schweinebraten schnüren grusel. Aber keine Angst sonst geht's mir gut!
Die kommenden Tage heißt es wohl etwas Ruhe geben und Hand ausm Wasser grrrr* Sind ja gut versorgt mit Verbandszeug (danke Mama das ich's mitnehmen sollte) und Lisa ist eine perfekte Assistentin für alles was einhändig nur bedingt klappt :-).
Schlimmste Erkenntnis, das war's wohl mit'm Salsa tanzen und Surfen...sch***.

Den restlichen Nachmittag verbrachten wir dann eisessend und lesend in den Hängematten des Hostals - Lisa war der Boss und gab mir Strandverbot ;-)
Abends wurde ich lecker bekocht und bis Mitternacht plauschten wir mit unseren Dorm-Mitbewohnerinnen.

Samara
Guanacaste Province, Costa Rica
Sabrina Missing

Tag 60 - Von der karibischen Seite rüber an den Pazifik - Sámara wir kommen:

Oh Gott der Himmel hatte erneut all seine Schleusen geöffnet und so grauste uns mit kompletten Gepäck beladen im strömenden Regen zur Bushaltestelle zu laufen. Da es wohl so schnell nicht aufhören würde bleib uns aber nicht anderes über - in kurzer Hose, Regenjacke und Flip Flop (alles andere wäre schwachsinnig gewesen) marschierten wir los um den 9Uhr Bus nach San José zu erwischen (ca. 10$ pP - Fahrzeit 5Stunden). Die Busse in Costa Rica waren genau wie die in Panama keinesfalls so bequem und gut organisiert wie sie in Peru und so holperten wir bis nachmittags durch die Landschaft. In San José angekommen ließen wir uns dann mit den Taxi weiter zum Busterminal "Alfaro" bringen (5$), von wo aus die Busse nach Sámara abfuhren. Da wir genau so ankamen, dass wir den direkt Bus um 12Uhr verpasst hatten, aber noch über 2 Stunden auf den 5pm Bus warten mussten, entschieden wir uns für einen lokalen Bus bis nach Nicoya (4 Stunden) und von dort fuhren im Stundentakt Busse nach Samara (1 Stunde). Also ging es für knapp 10$ pP nach Nicoya weiter. Wieder erwischten wir einen ultrakalten Bus und froren ordentlich vor uns hin. Angekommen in Nicoya traf uns dann fast der Schlag, denn die Hälfte der Straßen war wegen eines Weihnachtsumzug gesperrt - inklusive die Zufahrt zum Terminal. Da standen wir nun nach 9 Stunden Fahrt in einer dunklen Stadt bei gefühlt 25 Grad, umgeben von fröhlich singenden Nikoläusen, musizierenden Blaskapellen und buntbemalten Tänzern .... Wo waren wir bitte gelandet ... Vor lauter Skurrilität kamen wir aus dem Lachen nimmer raus. In all dem Gewusel fragten wir uns schließlich durch und fanden den richtigen Bus, so dass wir gegen 21 Uhr in Sámara ankamen. Dort stellten wir fest, dass unser Wunschhostal keine Betten mehr frei hatte, was allerdings kein Beinbruch war. So bezogen wir einen Dorm im "El Dorado" (15$ ohne Frühstück - üblich in Samara) und fielen ins Bett.

Sabrina Missing

Tag 57 - 59 - Die Suche nach dem guten Wetter geht weiter - Auf nach Puerto Viejo in Costa Rica:

Tag 57:

Da leider auch heute das Wetter nicht viel besser aussah, entschieden wir uns für die Weiterfahrt nach Costa Rica. Also ging es zunächst mit dem Wassertaxi aufs Festland, dann mit dem ersten Minibus zur Grenze und auf der anderen Seite mit dem zweiten Minivan nach Puerto Viejo. Hat erneut alles reibungslos geklappt. Aber die Grenzüberquerung war schon ein Abenteuer für sich. Also das man über die Grenze selbst laufen muss, das kennen wir ja mittlerweile schon...haha...aber hier überquerten wir wirklich zu Fuß eine aßbach uralte hölzerne Brücke deren Bodenbelag definitiv aus dem letzten Jahrhundert "einige" Schäden davon getragen hatte. Wer hier nicht schwindelfrei war, na gratuliere :-) Balancieren und das mit locker 17kg Gepäck.
Nach insgesamt 4 Stunden kamen wir schließlich unbeschadet in Puerto Viejo / Costa Rica an. Das kleine Örtchen lag an einer Küstenzunge am karibischen Meer mit zahlreichen Stränden mit angrenzendem Dschungel. Wie von Augusto aus dem Heike Hostal empfohlen, schauten wir uns das Lazy Moon Hostal mit dem Manager Justin an. Es lag oberhalb der Lazy Moon Bar im ersten Stock, in erster Strandlinie und wir bekamen ein Doppelzimmer mit Blick aufs Meer und Ventilatoren (12,5$ pP) - Dorms liegen hier im Ort generell bei mindestens ca 11$, Hängematten gibt's für 8$ (Eine Nacht ok aber mehrere uff) und Zelte ab 9$. Die Landeswährung von Costa Rica ist der "Colon", allerdings kann man eigentlich so gut wie überall auch in USA-Dollar zahlen (Am Geldautomat kann man zumeist wählen), dementsprechend wird in den folgenden Einträgen wohl öfter mal zwischen Colon und Dollar hin & her gesprungen.
Nachdem wir unser Zimmer bezogen hatten, spazierten wir auch schon wieder Richtung Strand los. Zwar schien die Sonne nicht und es war stark bewölkt, aber solang es trocken blieb, war uns das egal. Der Strand vor unserer Haustür bot wegen der Flut nicht so viel Liege oder Sitzfläche, deswegen liefen wir vom Lazy Moon aus rechter Hand zum Playa Cocles - das war zwar schon ein 20-25min. Fußmarsch aber dann erblickten wir einen großen Baumstamm auf dem wir uns niederlassen konnten. Der Sand war leider wegen des vergangenen Regens doch noch recht feucht, deswegen kam der Baumstamm wie gerufen. Die kommende 1-1,5Std. saßen wir nun also wie die Hühner auf der Stange und genossen die Aussicht. Als es doch wieder das nieseln anfing machten wir und auf den Rückweg, in der Hoffnung nicht ganz durchnässt anzukommen. Doch wir hatten Glück es hörte wieder auf und so kamen wir samt der auf dem Weg getätigten Einkäufe trocken an.
In Ruhe aßen wir zu Abend und machten uns für den Abend fertig - Bei unserem Glück fand heute direkt unten drunter in der Lazy Moon Bar ("deeerrr" Bar im Ort) die nächste Ladies Night statt ;-). So hieß es erneut das Tanzbein schwingen ohne einen Cent auszugeben. Als wir schließlich müde waren hieß es nur dir Treppe rauf und ab ins Bett, während für so manch einen noch ein Fußmarsch im Regen bevorstand.

Tag 58:

Mit Blick aufs Wasser genossen wir auf der Terrasse unser Frühstück und freuten uns dass es nicht regnete. Bevor sich das wieder ändern konnte, schnappten wir unser Strandzeug, liehen zwei Fahrräder aus (5$ pP), holten fürs Mittagessen Baguette aus der Bäckerei und radelten los. Umgeben von exotischen Blumen und tropischen Bäumen bahnten wir uns den Weg Richtung Playa Uva, an dem wir uns schlussendlich niederließen. Es war eine kleine Bucht ohne Surfer, die daher nicht überlaufen voll war und man seine Ruhe hatte. Fix die Deltadecken Richtung Sonne ausgerichtet und ab ins Wasser - Herrlich. Den restlichen Tag verbrachten wir somit in beschaulicher Ruhe am Strand, denn für ein leckeres Mittagessen (Baguette, Avocado) und den Nachmittagssnack (Brownie & Ananas) hatten wir gesorgt :D
Pünktlich gegen 18Uhr gaben wir schließlich die Fahrräder zurück. Nach dem Dinner auf der Terrasse mit Live-Musik von der Lazy Moon Bar und einer ent"sand"enden Dusche kamen wir auf die glorreiche Idee mit meinem Handy einen Film über Youtube zu schauen - da kamen wir echt erst nach 8Wochen drauf haha :) Trotz der Partymusik von unten, schliefen wir seelenruhig.

Tag 59:
Unsere heutige Planung, der Besuch im Tierreservate "Jaguar Reserve Center" (hier kann man zahlreiche Tiere beobachten und das Eintrittsgeld wird nur für die Tiere verwendet) wurde leider erneut vom unfassbaren Regen zerstört. Motiviert standen wir also schon gegen 7:30 auf, um dann im Dauerregen zu frühstücken und enttäuscht die Bücher rauszogen. Bei dem Wetter brauchten wir uns kein Fahrrad leihen, und auch der Besuch selbst unter freien Himmel war schwachsinnig. So waren wir erneut ans Haus gefesselt und verzogen uns mit Handy und Buch auf die Terrasse.
Tadaaaaaa da komm doch glatt nachm Mittagessen die Sonne raus, alles stehen und liegend lassen rannten wir mit Strandhandtuch nach unten - wenigstens 5min Sonne wollten wir genießen. Auch wenn der Himmel immer wieder zu zog, harrten wir am Strand aus. Denn bekanntlich bräunt es sich ja auch im Schatten gut ;-) Und im Sand zu lesen war ja noch um einiges netter als im Zimmer.
Zum Tagesabschluss schauten wir noch mal in der Lazy Moon Bar vorbei und ließen uns von der absolut grandiosen Feuershow verzaubern, die dort jeden Abend dargeboten wurde. Danach ging es zurück auf die Terrasse zu einem Plausch mit dem Manager übers Backpacken und dann weiter ins Bett, wo wir trotz lauter Musik tief und fest schliefen.

Puerto Viejo
Limon, Costa Rica
Sabrina Missing

Tag 55 & 56 - Bocas del Torro:

Tag 55:

Halb erfroren kamen wir schließlich gegen 6:30Uhr morgens in Almirante an. Leider goss es in Strömen :( Von dort ging es mit dem Taxi (1$ pP) zur Schiffsanlegestelle, um mit dem Boot-Taxi 25min. nach Bocas bzw. die Hauptinsel von Bocas "Isla Colon" überzusetzen (6$). Dort ging es fussläufig ins Hostal Heike. Hier wurden wir von einer unfassbaren Crew empfangen, die sich auf Anhieb unsere Namen merken und uns ab sofort beim Vornamen ansprechen. Für 10$ die Nacht buchten wir uns in einen 8er Dorm ein, bezogen diesen sofort (jawoooll) und konnten sogar umsonst & sofort frühstücken - Pancakes mit unfassbar leckerem Sirup (incl. Zimt; natürlich der beste in ganz Panama nach einem besonderen Rezept g).
Erledigt ließen wir uns kurzfristig in die Kissen sinken, um etwas Schlaf nach zu holen. Frisch ausgeruht gaben wir unsere Wäsche ab - dringend nötig, denn das was wir trugen war das letzte saubere für diese Klimazone ;-) Froh darüber, dass wir die Wäsche bereits am Abend abholen würden können, erkundeten wir die umliegenden Straßen: Bunte Häuser im karibischen Stil. Für den verbleibenden Nachmittag und passend zu den erneuten Regenwolken schnappten wir uns unsere Bücher und erklommen die Stufen zur Dachterrasse.
Fürs Abendessen hatten wir uns eine Gemüselasagne vorgenommen und hatten damit genau ins schwarze getroffen. Während alle "Schlange" standen, um die Herdplatten benutzen zu können, bereiteten wir fix unsere Sauce zu und schoben alles in den Ofen und genossen die Wartezeit auf der Terrasse check.
Zusammen mit Veronica machten wir uns über die duftende Lasagne her - eine perfekte Grundlage für die bevorstehende Ladiesnight (Frauen zahlen nix) ;-) Fix geduscht und in saubere Sachen geworfen und schon ging es in einer kurzen Regenpause in die Iguana Bar. Dort legten wir eine flotte Sohle aufs Parkett und genehmigten uns ein paar Getränke aufs Haus so wie es sich gehört. Im Nieselregen ging es dann schließlich nach Hause - in Flip Flops versteht sich ;-)

Tag 56:

Heute wollten wir uns eigentlich Fahrräder ausleihen und zum Starfish-Beach (Seesterne) fahren - Tja der Blick aus dem Fenster verriet uns dann allerdings ganz schnell, dass wir uns das erstmal schenken konnten. Der Dauerregen hielt leider den kompletten Tag über an, so dass wir hier im kleinen Surfer-Beach-Paradis nicht so wirklich was anstellen konnten. So ging es noch mal ins Bett, mittags wurde gekocht und nachmittags gelesen und Musik gehört...hmpf nicht so ganz unsere tagesplanung :((( Aber ändern konnten wir es auch nicht. Wegen dem Dauerregen entschieden wir uns gegen den Besuch der Ladiesnight auf der Nachbarinsel und so setzten wir uns abends noch mit ein paar aus dem Hostal zu einem netten Plausch zusammen.

Bocas Town
Bocas del Toro, Panama
Sabrina Missing

Tag 54 - Back in Panama City

Schon als wir aufwachten merkten wir, wie heiß es schon morgens war...uff. Nach einem mit Papaya und Joghurt aufgepeppten Pancake-Frühstück machten wir uns ans Packen. Uff ganz schön schweißtreibende Angelegenheit, da halfen auch die Ventilatoren im Zimmer nix. Ausgecheckt und die Sachen bis abends im Locker verstaut, machten wir uns auf den Weg zum Fischmarkt von Panama City. Heiliger Bimbam kaum draußen angekommen waren wir der stechenden Sonne mit der schwülen Hitze ausgesetzt. In der Fischmarkthalle empfing uns Gott sei Dank eine angenehme Kühle. Neben riesen Tintenfischen, Garnelen oder Muscheln erblickten wir auch Fische in jeder erdenklichen Größe und Farbe. Zudem gab es an jeder Ecke frisch zu bereitetes Ceviche (roher Fisch in einer pikanten Marinade aus Zitronensaft und verschiedenen Gewürzen). Hmmmm jetzt hatten wir beide großen Appetit auf frischen Fisch. Zum Glück gab es um den gesamten Fischmarkt verteilt lauter kleine süße Restaurants und Stehcafés, deren komplette Speisekarte sich um Fisch und Meerestiere drehte. So ließen wir uns in einem gut besuchten Exemplar nieder (immer ein gutes Indiz wenn dir Einheimischen dort aßen). Neben einer großen eiskalten Flasche Wasser entschieden wir uns für ein Ceviche aus Garnelen (~2,5$) und das Tagesmenü (ca. 6€), bestehend aus fangfrischen frittierten Fisch, Salat und Patas Fritas. Yammiieee <3
Nach einer kurzen Runde durch die Altstadt gaben wir auf - es war einfach zu heiß. So machte es keinen Spass sich weiter zu bewegen ;-) Aja einer Kirche waren wir auch noch - wir mussten sehr schmunzeln, was wir dort vorfanden...Seht selbst ;-) Danach ging es zurück ins Hostal, wo wir uns eisessend in die Hängematte warfen und auf die Abfahrt unseres Busses am Abend warteten. Eine kurze kalte Dusche und ein letztes selbstgemachtes vorzügliches Mahl später ging es mit Veronica zum Busterminal. Dort konnten wir nach reichlich Verspätung, etwas Ärger mit den hier üblichen Bussitten und dem Verladen des Gepäcks in den Bus steigen. Also wir hatten uns ja wirklich wieder vorbereitet...sprich jede hatte eine lange Hose mit dabei, Schal, Fleecepulli unnnnnd die Delta-Decke (ja richtig bei über 30grad Tagestemperatur und noch immer rund 28grad), aber was uns in diesem Bus erwartete über stieg unsere schlimmsten Träume. Wir stiegen in einen Bus bei gefühlten Minusgraden, wo gegen ein Nackt-Schwimm-Versuch in der Antarktis wohl lächerlich wäre...Oh Gott das würde was werden die kommenden 10 Stunden. Binnen von 3min fror es uns und wir warfen uns in alle verfügbaren Klamotten. Nach einer aggressiv geschrienen Belehrung des Busfahrers über die Klomoral - Klotür bedarf einen Schlüssel - probierten wir zu schlafen. Das, stellte sich von Anfang an als interessant heraus. Kurz um, geschlafen haben wir dank unfassbarer Eiseskälte kaum. Dazu kamen schreiende Kinder, die laute seltsame Musik des Busfahrers und die Licht-Klo-Problematik :( Denn wer aufs Klo musste, muss jedes Mal zum Busfahrer vor, dann wurde das Licht angeschaltet und der Assistent kam dann mit Schlüssel und begleitete dich zum Klo. Zack natürlich wachte man dann zumeist wieder auf - inklusive der Kinder.... Nun ja Musik und Oropax in die Ohren und irgendwie ruhen.

Panama City
Panama, Panama
Sabrina Missing

Tag 50 - 53 - San Blas Islands:

Tag 50:

In aller Herrgottsfrühe ging es heute also los. Gegen 5:30 Uhr wurden wir von unserem Fahrer im Luna Hostal aufgegabelt. Für die nächste Stunde ging es auf der normalen Teerstrasse voran. Dann wurde ein kurzer Zwischenstopp im Supermarkt eingelegt, um sich mit ausreichend Wasser, Alkohol und Snacks für die kommenden Tage einzudecken. Es gibt auf manchen Inseln zwar ebenfalls die Möglichkeit Wasser oder Alkohol zu kaufen, aber erstens nicht auf jeder und zweitens sicherlich nicht ganz günstig, so dass das für uns eher die Notfalllösung war wenn uns was nicht ausreicht. So sprinteten wir durch die Regale und hievten ordentlich was aufs Band.

Danach ging es zurück in den Jeep und 20min später sagten wir der schönen flachen Straße ade. Die kommenden 1,5Std. holperten wir auf der Bergstraße durch die Gegend....Rauf auf die Hügel rum um die Kurve und ab in die Tiefe....Eieiei da war ein Straßenbauer am Weg. Obwohl wir eh schon auf der erst 1,5 Jahre alten Straße fuhren, war die Fahrt schon enorm. Wer da nicht "kurvensicher" ist, speibt ohne Gnade.
So waren wir doch froh, dass wir irgendwann am "Hafen" ankamen, nun ja oder zumindest einem Steg mit einem Boot ;-)
Alle Lebensmittel und Rucksäcke wurden verstaut und schon ging es mit Schwimmwesten bekleidet aufs offene Meer. Die kommenden 25min. schipperten wir an diversen Inselchen vorbei stets in der "Aufregung", auf welcher wir wohl an Land gehen würden. Zunächst gabelten wir noch ein paar weitere Leute auf einer anderen Insel auf bevor wir uns auf den Weg zur eigentlich Insel für den heutigen Tag machten (übernachten würden wir ja dann wo anders). Puhh leider kamen wir volle Kanne in einen ordentlichen Regenschauer, so dass wir ordentlich durchnässt auf der Insel ankamen. Kaum angekommen sprangen wir jedoch über Bord, da kämpfte sich die Sonne durch die Wolken und die Trauminsel erstrahlte im Sonnenschein. Einfach nur WOW - wir standen auf einer wunderschönen Inseln umgeben von glasklarem türkisem Wasser. Vor dem Mittagessen nutzten wir die Gelegenheit für ein erstes Bad im kühlen Nass und ein paar Fotos - Wer weiß was das Wetter in 5min macht ;-)
In einer hübschen Cabaña sitzend genossen wir unser BBQ und tranken den ersten kühlen Schluck Abuelo. Nach dieser gemütlichen Mittagsrunde und einem weiteren Regenschauer, schnappten wir uns unsere Strandtasche und liefen den Strand entlang, um ein einsames Stückchen Insel für unser Sonnenbad zu finden. Schnell fanden wir ein Plätzchen und legten uns für eine Siesta auf unsere Decken...Bis uns irgendwann ein Wasserschwall aus dem Schlaf riss ;-) Eine besonders starke Welle hatte sich ihren Weg zu uns gebahnt und war zu uns ans Ufer geschwappt. Die restliche Zeit verbrachten wir mit der Erkundung der Insel und einer weiteren Runde im Wasser.
Gegen 15Uhr wurden wir dann mit dem Boot zu unserer eigentlichen Insel gebracht. Dort angekommen waren wir hin und weg. Ok nun waren wir wirklich im Paradis angekommen <3 Begeistert bezogen wir zügig unsere Cabaña und machten uns erneut auf den Weg zum Strand...nun ja eigentlich gingen wir nur 3m aus unserer Hütte heraus und standen im türkisblauen Wasser. Den restlichen Nachmittag verbrachten wir schwimmend und lesend unter der karibischen Sonne. Bereits um 17Uhr gab es dann Dinner - erst gewöhnungsbedürftig, aber hier wird es eben auch zügig dunkel bzw. morgens früh hell. Deshalb gibt es auch schon um 7-9Uhr Frühstück und um 11:45 Lunch ;-).
Beim Abendessen lernten wir dann gleich eine richtig nette Runde kennen, bestehend aus zwei super lustige Amerikaner Jason (32) und Patrick (26), der Kubanerin Veronica (51) und dem verrückten Engländer Les (ca. 70). Eine bunt gemischte Gruppe also :-). Die Sympathien stimmten sofort und so ging es danach sofort zu einer Runde Volleyball im Sonnenuntergang bevor wir in die Bar umsiedelten. Hier ging es dann bei dem Trinkspiel "17" um Kopf und Kragen ;-) Um 21:30 Uhr (!) fielen wir dann nach einer nächtlichen Schwimmrunde im karibischen Meer müde in unsere Betten.

Tag 51:

Hui heute waren wir schon früh auf den Beinen, denn wir waren ja früh im Bett und noch dazu hatte es schon um 7 Uhr zum Frühstück geläutet. Normalerweise ein Alptraum, aber ausnahmsweise fiel es uns nicht wirklich schwer aus den Federn zu kommen. Die Sonne schien bereits und das Meeresrauschen gab uns ebenfalls den Ansporn aufzustehen.
Da wir auf der Insel ja von einer indigenen Familie versorgt werden, wissen wir nie was es zum Essen gibt. So auch nicht diesen Morgen. Deshalb fiel uns auch erstmal die Kinnlade herunter, als wir morgens um 7Uhr zusammen mit einer Tortilla ein leicht pikantes Würstel-Gemüse-Gulasch serviert bekamen. Allerdings kann man geschmacklich echt nix sagen, denn es war wirklich lecker - wenn auch gewöhnungsbedürftig! Nach dem Frühstück hatten wir uns eigentlich schon entschieden - wir würden eine Nacht verlängern :D

Gegen 7:45 sprangen wir bereits das erste Mal in die lauwarmen Fluten - genial! Den restlichen Tag verbrachten wir abwechselnd schlafend, lesend, schwimmend in der Sonne oder der Hängematte. Nach der doch sehr reiseintensiven Zeit war das einfach eine Wohltat! Jeder wurde "entschleundigt" und hing seinen eigenen Gedanken nach. Zum Abendessen gönnten wir uns dann einen fangfrischen Lobster (20$) - wo hat man sonst die Chance so frischen und günstigen zu bekommen. Lisa hatte zuvor noch nie einen probiert, aber zu meinem Bedauern schmeckte er ihr ausgezeichnet haha Im Anschluss ans Essen spielte ich mit den Jungs noch eine Runde Volleyball, während Lisa in der Hängematte ihr Buch weiterlaß, um es noch vor der Rückreise fertig zu bekommen ;-)
Auch heute trafen wir uns für eine weitere Runde Abuelo in der Bar bzw. zuvor im Boot sitzend (Regenschutz) - auf dem Programm stand "17" und "Cheers Gouverneur". Auch heute warfen wir uns noch mal in die Fluten. Tatsächlich gelang es uns sogar bis 22Uhr durch zuhalten, so dass wir mit Taschenlampen Zähne putzen mussten (Licht gibt es nur von 18-22Uhr).

Tag 52:

Vor dem Weckerklingeln wurden wir bereits wach und genossen in der Hängematte vor unsere Cabaña sitzend den Sonnenaufgang. Nach dem Frühstück wiederholte sich eigentlich unser kompletter Tagesablauf - YEESS! Allerdings kamen leider gegen Mittag haufenweise neue Leute auf die Insel (in Panama war Montag ein Feiertag und so verbrachten viele ein verlängertes We auf der Insel), so dass das einsame Inselfeeling und die Ruhe nicht mehr gar so vorhanden waren. Nicht desto trotz fanden wir ein ruhiges sonniges/schattiges Plätzchen um die Seele baumeln zu lassen. Abends gab es erneut einen Lobster uuppss ;-). Auch heute gab es eine ordentliche Portion Abuelo und wir feierten ausgelassen unseren letzten Abend auf der Insel - unsere komplette Truppe würde am kommenden Morgen abreisen. Diesmal waren die Lichter längst aus und das Lagerfeuer schon fast erloschen als wir in unsere Cabañas zurückkehrten.

Tag 53:

Da wir doch recht wenig geschlafen hatten, fiel es allen etwas schwer aus dem Bett zu kommen. Nun hieß es noch kurz Sachen packen und schon fuhren wir gegen 8 Uhr zurück zum Hafen. Dort mussten Lisa und ich doch etwas länger ausharren bis unser Jeep uns aufgabelte, denn es war zu wenig Platz für uns. Im Endeffekt hatten wir dafür einen privaten Jeep für uns alleine ;-) auch nicht verkehrt. Eine grausige Jeepfahrt später (Chuchaqui und kurvige Straße sind böse) kamen wir am Luna Castle an. Kurz eingecheckt - diesmal in einem wundervollen Dorm mit Ausblick aufs Meer (16$ statt 15$) und ab zum Supermarkt - wir starben vor Hunger.
Nach dem Essen fuhren wir mit Veronica zum Busbahnhof, um Tickets für unsere Weiterfahrt nach "Bocas del Torro" für den kommenden Abend zu kaufen.
Wieder zurück im Hostal genossen wir eine heiße Dusche (die letzten zwei Tage hieß es bestenfalls kalt Duschen oder Meerwasser) und etwas Zeit uns zu "kultivieren" ;-)
Relativ zügig nach dem Abendessen zogen wir dann die blauen Vorhänge unserer Betten zu.

Fazit des Trips:
- Wir würden jederzeit für ein paar Tage zu den San Blas zurück kommen - wir liiiiiieeeben es <3 Ein relativ günstiger Traum im karibischen Meer!! Wer in Panama ist muss umbedingt hin :-))
- Unsere Insel bekommt eine klare Empfehlung - auch unsere Cabañas Franklin haben uns besser gefallen als die anderen (diese Lagen im Zentrum der Insel nicht direkt am Strand, dafür hatten diese bessere Klos)
- 2 Liter Wasser pro Tag waren gut kalkuliert
- Snacks für zwischen den Mahlzeiten waren ebenfalls gut (die Mahlzeiten sind nicht riesig, so hatten manche gerade Männer schon ordentlich Kohldampf)

San Blas Islands
San Blas Islands, Panama
Sabrina Missing

Tag 49 - Discovering Panama City:

Tag 49 - Discovering Panama City:

Nach einer heißen Nacht in unseren Prinzessinnenbetten (Gott sei dank hatten wir einen Van), ging es ans Frühstück. Juhuuu endlich keine Brötchen mit Erdbeermarmelade mehr, in Panama heißt es überall "Pancakes". So machten wir uns an die Produktion der süßen Teile ;-) Mit Ahornsirup und Bananen sowie Tee & Kaffee starteten wir dann gemütlich in den Tag.
Mein Traum von Panama war es ja auf die San Blas Islands zu fahren (wenn ihr es googled, wollt ihr nur noch da hin also Obacht g). Kurz gesagt handelt es sich bei den San Blas um 365 Inseln (49 bewohnt), die im karibischen Meer vor Panama liegen. Dabei variiert die Größe von nicht mal 5min Insel-Umrundungszeit zu vielleicht 15-20min. Weißer Sandstrand, Türkises Wasser, Palmen, frischer Fisch...Also laßen wir uns etwas ein und ließen uns von unserem Hostal-Reisebüro beraten (auch im Internet heißt es, dass man hier mit am günstigsten davon kommt). Wir überlegten hin & her ob wir uns für ein Gesamtpaket entscheiden oder individuell vorgehen sollten. Vom Preis wurden wir nicht Unmengen sparen wenn wir individuell reisen würden, aber das war auch gar nicht unser Anliegen. Schlussendlich entschieden wir uns gegen das komplette Angebot (2Nächte, incl. Mahlzeiten, Transport, Tagesausflüge = 200$), weil wir einfach nicht schon wieder einen festen Tagesplan haben wollten, sondern einfach nur in der Sonne oder dem Schatten entspannen wollten ;-).
So entschieden wir uns schließlich erstmal für 2 Nächte auf einer Insel (theoretisch kann man auch Insel-Hopping betreiben). Unsere Insel hieß " Tubasenika" und wir wählten die Unterkunft "Cabaña Franklin" - Preis pP pro Nacht 26$ incl. aller drei Mahlzeiten. Auf der Insel gibt es noch eine weitere Unterbringung, gleiche Preisklasse, uns wurde aber diese ans Herz gelegt - richtige Entscheidung aus späterer Sicht!
Der Transport mit dem Jeep würde uns im Roundtrip 80$ (incl. Tax & Eintritt) kosten und ca. 3-4Std. dauern. Zusätzlich hat man noch 20$ für den Bootstransport im Roundtrip. Für den ersten Tag entschieden wir uns für einen Tagesausflug auf eine andere Insel mit Strand-BBQ, so dass wir noch mal 30$ benötigen würden.
Ach und weil hier alles total easy läuft, würden wir schon morgen Früh um 5Uhr aufbrechen - jawoooll ;-).

So zogen wir im Anschluss mit dem niederländischen Pärchen los, um den Panamakanal zu besichtigen - ein Must-See wenn man sich hier befindet. Da wir zu Viert waren teilten wir uns ein Taxi (10$). Obacht beim Taxifahren probieren sie Touristen gekonnt übern Tisch zu ziehen. Am besten immer im Hostal nachfragen was es circa kostet, dann hat man einen Orientierungswert und weiß wie man runterhandeln muss bzw. wann man dich umdreht und geht. Ansonsten kann man auch für ca 3$ mit zwei Bussen dort hinfahren (Richtung Miraflores).
Dort angekommen zahlt man in der jetzigen Hauptsaison 15$ (Studenten aber nur mit Ausweis viiel weniger!), vor rund 3 Wochen waren es wohl noch 8$. Nun ja was soll's, wir sind erst jetzt hier und verpassen will man es ja auch nicht.
Oben auf der Aussichtsplattform angekommen und durch die Menschenmassen geschoben, erhascht man einen Ausblick auf den Panamakanal. Von hier beobachteten wir wie sich Schiffe in Millimeterarbeit in die Schleusen schoben, der Wasserpegel erhöht/reduziert wurde und sich schlussendlich die Tore auf die andere Seite öffneten. Mit dem Wissen, welche Zeitersparnis der Kanal dem Schiffsverkehr bringt, klingen 8 Stunden für die Strecke vom Pazifik durch die Panamapassage zur karibischen See, fast lachhaft. In diesem Jahr feiert der Kanal sein 100jähriges Bestehen und wird derzeit gleichzeitig modernisiert bzw. erweitert, so dass auch breitere Schiffe in den Genuss des Kanals kommen können. Ein beeindruckender Anblick! Allerdings muss man nicht zu viel Zeit für die Besichtigung einplanen (außer es sind gerade keine Schiffe in der Warteposition) - nach vielleicht maximal 1 Stunde machten wir uns auf den Rückweg in die historische Innenstadt. Es ist eben doch nur ein Kanal ;-).

Zurück am Hostal machten wir uns auf den Weg in die Stadt um fürs Mittag- und Abendessen einzukaufen - damit kann man hier ordentlich Geld sparen. Nach Schinkennudeln mit Salat ging es dann schließlich noch auf Erkundungstour durch die City.

Das Hostal befindet sich in der historischen Altstadt (Casco Viajo) - UNESCO-Kulturerbe, welche einerseits durch wunderschöne koloniale Häuser geprägt ist, anderseits jedoch auch die vielen ausgebrannten, heruntergekommenen und verfallenen Gebäude darbietet.
Sprich neben aufwändig verzierten Bauten mit Pflanzen geschmückten Balkonen finden sich ausgebrannte und teilweise in sich zusammengefallene Ruinen. Viele von Zweiteres stehen in diesem Zustand jedoch nicht leer, sondern werden von farbigen "Panamanesen" bewohnt.
Durch die Gassen schlendernd gelangten wir in den Dämmerung zur Promenade mit atemberaubendem Blick auf die Skyline von Panama und die vor der Stadt im Wasser liegenden Frachter, die darauf warten den Panamakanal durchqueren zu können. Einige Fotos später spazierten wir zurück ins Hostal wo wir uns erneut auf unser Gepäck stürzten...wir wollten nur den kleinen Rucksack mit auf die Insel nehmen, wer braucht denn schon eine Alpakajacke oder Longsleeves auf einer karibischen Insel ;-) So ging es erneut ans Sortieren und Stopfen, bevor wir uns mit Wassermelone und Papaya erschöpft auf die Couch fielen ließen.

Panama City
Panama, Panama
Sabrina Missing

Tag 48 - Panama is calling

Heute hieß es frühzeitig auf zum Flughafen...erst 1 Station mit der Ubahn (ohja wir haben uns um 8Uhr in der Rush-Hour beliebt gemacht haha), dann ab "Los Hereos" mit einem Flughafen-Shuttle-Bus weiter zum Airport. Dieser blaue Shuttle-Bus ist nur zu empfehlen, denn statt 15.000peso für ein Taxi zu verschwenden, kostet der Bus pP nur 1.500peso und ist wirklich easy zu finden.
Am Airport hatten wir dann den höchsten Spaß, denn es waren zwei chilenische Schulklassen mit ihren Englischlehrern unterwegs, wovon uns jeweils ca. 3 Kids gleichzeitig und im 5-Minutentakt wechselnd um ein kurzes Interview baten, um ihr Englisch zu üben. So waren wir eine ganze Weile beschäftigt den putzigen 10-12 Jährigen einen Gefallen zu tun und ihnen ihre feinsäuberlich notierten Fragen zu beantworten (wie wir heißen, wo wir her kommen, was uns gut in Chile gefallen hat, unsere Lieblingsfarbe, etc.). Ganz schön mutig in dem Alter und dem beginnenden Englisch-Können auf Fremde zu zu gehen - da konnten wir ja gar nicht anders als mitzumachen :-)
Im Flugzeug wurde uns dann bewusst, dass wir die kommenden 6 Stunden mit einer riiiieeesigen Gruppe von quietschfidelen Damen um die 70 aufwärts verbringen würden. Soweit so gut...als es dann zur Getränke- und Essensausgabe kam, trauten wir unseren Ohren und Augen nicht. Eine nach der anderen bestellte sich ein alkoholisches Getränk haha Wir zwei jungen Hüpfer mit unserem Wasser in der Hand konnten uns ein Lächeln nicht verkneifen. Nach dem ersten Wein folgte ein kühles Bier und tatsächlich bedienten sich einige Ladies auch am Whiskey...Heiliger Bimbam, die Stewardessen hatten alle Hände voll zu tun die Gruppe zu versorgen. So ging es im Flugzeug quasi zu wie am Stachus...Eine nach der nächsten vertrat sich die Beine, rannte aufs Klo oder ging auf einen unüberhörbaren Plausch zu ihrer Freundin 4 Reihen weiter. Bei der letzten Getränkeausgabe konnten sich auch die Stewardessen ein Lachen nicht verkneifen...Gut das die Damen nach diesem Flug direkt einen Anschlussflug nach Nicaragua hatten, da gab es dann gleich noch Nachschub :O Wir schworen uns auf dem Heimflug auch einen Wein zu trinken, wer weiß vielleicht wurden wir ja komplett durchschlafen ;-)
Am Flughafen trafen wir ein niederländisches Pärchen mit den wir uns ein Taxi teilten - Gott sei Dank denn zu zweit wäre das sagenhaft teuer (25-30$). Da wir noch keine Reservierung für ein Hostal hatten, probierten wir unser Glück im Hostal des Pärchens - Lunas Castle. Zu unserem Glück bekamen wir die wohl letzten zwei Betten in einem niedlichen female 4-Bett-Dorm (15$ incl. Frühstück). Das Lunas Castle stellte sich als eines der wohl beliebtesten Hostals in Panama City heraus und das auch zu Recht. Es gab zwei riesige Wohnzimmer mit zahlreichen Couchen, eine große Küche für alle frei zur Nutzung, eine Bar, einen großen Esstisch und gaaanz viele Gemälde an den Wänden. Hier buchten wir uns gleich für 2 Nächte ein, da die Hochsaison begonnen hatte und wir uns hier wohl fühlten. Ahja scheinbar waren die Tshirts sämtlicher männlicher Gäste in der Wäsche verloren gegangen, denn die Meisten waren oberkörperfrei...haha. Bitte uns soll's nicht stören so lang wir in Klamotten zum Essen Erscheinen konnten ;-) Unser Dorm war zuckersüß, denn uns erwarteten meterhohe Hochbetten mit pinken Vorhängen vor den Betten <3 außerdem gab es für jedes Bett einen Ventilator, den wir auch bitter nötig brauchten...Panama begrüßte uns zwar mit Regen und Gewitter, doch das änderte nichts an der Temperatur uff. So ließen wir den Abend relaxed ausklingen.

Sabrina Missing

Tag 46 & 47 - Valparaiso

Tag 46:

Heute ging es dann für eine Übernachtung nach Valparaiso - einem an der Küste liegenden kleinen Städtchen voll von Street-Art und Künstlern. Knapp 1,5 Std von Santiago ist es super gut zu erreichen und es fahren im 20min-Takt Busse in diese Richtung. Dort angekommen, stiegen wir in einen lokalen Bus und machten uns auf die Suche nach einem Hostal. Um in den auf einen der Hügeln liegenden Stadtteil Conception zu kommen, nahmen wir einen "Aufzug" - wir stiegen wirklich in einen Seilbahnaufzug, welcher uns binnen von 1min in den höheren Teil der Stadt brachte. In ganz Valparaiso findet man diese Aufzüge, welche die Anwohner seit Jahrhunderten benutzen. Weiter schlenderten wir durch die bunt bemalten schmalen verwinkelten Gassen bis wir in der "Fischer Gasse" ankamen, wo sich unser Hostal befand - Casa Fischer Hostal (9.000 pP incl. Frühstück). Dort fühlten wir uns auf Anhieb wohl und luden unsere Sachen im hellen 6-Bett-Dorm mit hübsches Ausblick auf die Stadt ab. Wie von unserem Hostal empfohlen gingen wir runter zum Hafen und machten eine kleine Schifffahrt, um die Stadt auch vom Wasser aus zu betrachten. Das war ein echt süßer Anblick, denn die Häuser erstrahlten in jeder erdenklichen Farbe und erstreckten sich über mehrere Hügelketten. Danach ging es auf erste Erkundungstour durch die Gassen der Stadt. Ungefähr alle 10m blieben wir stehen, um all die gelungenen Graffitis und Zeichnungen an den Häusern und Wänden zu bestaunen. Dieser Teil der Stadt wurde von der UNESCO nicht ohne Grund ausgezeichnet und geschützt. Millionen von kleinen Stufen später machten wir uns auf den Weg zum "Fauna" - einem Restaurant mit phantastischem Ausblick über die Stadt und das Meer. Hier gönnten wir uns unfassbar leckeres Risotto aus dreierlei Quinoa mit Blick von der Terrasse auf die Stadt.

Tag 47:

Um noch mehr von der Stadt zu sehen zu bekommen, packten wir bereits früh unser Gepäck und schlossen uns dann um 10 Uhr der Free Walking Tour an. Vom Hafen rauf auf die Hügel, vorbei an weiterer Street-Art, hinunter ins Tal und mit dem Trolley-Bus zu einem anderen Stadtteil...Drei Stunden später gab es zum Abschluss der Tour einen Chichi - ein typisch alkoholhaltiges Getränk, das uns an Cider erinnerte. Zum Mittagessen verschlug es uns in den "Desayunor", wo wir ein Mittagsangebot aßen. Danach ging es zurück nach Santiago, wo wir unser Gepäck für den morgigen Flug nach Panama fertig packten.
Gegen 21 Uhr sammelte Salome uns dann für ein letztes gemeinsames Abendessen mit dem Taxi auf. Zusammen mit ihrem Freund gingen wir Pizza, Pasta und Fisch essen, bevor wir gegen Mitternacht in die Betten fielen. Ach wir würden Chile und vor allem Salome schon vermissen.

Valparaiso
Valparaiso Region, Chile
Sabrina Missing

Tag 44 & 45 - Enjoying Santiago

Tag 44:

Leider war Lisa heute erneut nicht in Bestform und so blieb sie tagsüber im Hostal, während ich entschied mich eine Free Walking Tour anzuschließen, um die Stadt zu erkunden. Gerade als ich das Hostal verlassen wollte stand doch tatsächlich Peder vor uns, den wir vor sicherlich 4 Wochen im Dragonfly Hostal in Cucso - Peru getroffen hatten. So schloss ich mich ihm für ein gemeinsames Mittagessen an, bevor ich weiter zur Tips 4 Tour - Free Walking Tour ging. So spazierte ich die kommenden drei Stunden zusammen mit anderen Touristen durch Santiago, vorbei an moderner Street-Art, alten Kolonialbauten, verschiedenen Parks und zahlreichen Bars & Restaurants. Wieder hatte ich Glück, denn die Tour war wirklich gut. Außerdem gefällt mir dieses System, das man so viel Tip gibt wie viel die Tour einem wert war - irgendwie hat man so immer Guides die ihr Bestes geben und nicht gelangweilte die so oder so ihr Geld bekommen, egal ob sie gut sind oder nicht.
Zurück im Hostal packten wir unser Zeug und fuhren zu Salome in die Wohnung, in welcher wir die kommenden Nächte bleiben würden. Salome ist eine Freundin von Lenas Cousine, die uns angeboten hatte in der Zeit bei ihr zu wohnen. Im Klartext, sie zog die kommenden Tage zu ihrem Freund und überlies uns ihre komplette Wohnung - WOW! Und das obwohl sie uns gar nicht kannte. Unfassbar liebes Angebot! So waren wir ganz schön neugierig und aufgeregt wer uns gleich gegenüber steht. Kaum aus dem Taxi ausgestiegen, fiel uns schon eine quirlige liebevolle und vor Gastfreundschaft strotzende Salome in die Arme und begrüßte uns wie alte Freunde. Vom ersten Augenblick fühlten wir uns super wohl und waren froh, eine so sympathische Chilenin kennen lernen zu dürfen.
Da Lisa noch zu groggy war, gingen Salome und ich alleine essen - nun ja alleine trifft es nicht ganz, denn ich lernte gleich mal einen ihrer besten Freunde, ihren Freund sowie Chef beim gemeinsamen Abendessen kennen. Bei phantastischem Essen und hervorragendem Wein (was erwartet man von Chile auch sonst) hatten wir einen absolut lustigen amüsanten Abend. Zu meinem großen Glück, sprachen alle ausgezeichnet Englisch, da alle wie Salome selbst, Englisch unterrichten check. So kehrte ich spät ins Appartement zurück und fiel zu Lisa ins Bett.

Tag 45:
Heute starteten wir Richtung Innenstadt. Dabei ging es zunächst vorbei am Plaza Armas & Bellas Artes, hinein in die Kathedrale und weiter in Richtung "Funecular". Mit dieser "Zahnrad"-Bahn fuhren wir hinauf zur weißen Statue, die über der Stadt thront. Von dort genossen wir einen genialen Ausblick über die Stadt mit all ihren unterschiedlichen Facetten - Skyscraper, Parks, Berge...deutlich sichtbar war leider aber auch der graue Schleier der über der Stadt lag - auch Santiago hatte ein großes Problem mit Smok.
Wieder unten angelangt, bummelten wir durch ein Stück des Stadtviertels Bellavista, welches wir dann am Abend mit Salome noch mal besuchen würden. Hier findet man zahlreiche Bars und Restaurants, in denen man die Abendstunden verbringen kann. Für eine kleine Siesta ging es in einen der vielen grünen Parks :-)
Im Anschluss machten wir uns auf den Weg ins Appartement um uns für den Abend mit Salome herzurichten. Nachdem wir den phänomenalen Sonnenuntergang aus dem Fenster beobachtet haben, ging es zu fünft in ein hippes Restaurant mitten in Bellavista - Backstage. Auf der Terasse sitzend aßen wir Pasta und tranken eisgekühlten Weißwein. Da Salome um Mitternacht noch fürs Kino verabredet waren, schlenderten Lisa und ich noch eine Runde weiter in eine andere Bar und ließen den Abend gediegen ausklingen.

Santiago
Santiago Metropolitan Region, Chile
Sabrina Missing

Tag 43 - Ab nach Santiago de Chile

Da wir uns gestern gegen eine Nachtfahrt nach Santiago entschieden hatten, hieß es heute früh aus den Federn, um den 8:55 Bus nach Santiago zu erwischen. Juanita bereite uns extra früher Frühstück zu, da wir ja nicht ohne etwas im Magen außer Haus gehen konnten...So ein Engel! Frisch gestärkt und mit einem riesigen Fresspacket bewaffnet marschierten wir zum Busbahnhof. Dort warteten wir auf unsern TUR-Bus, in welchen wir auch um 8:50 einstiegen. Drinnen machten wir es uns nach der üblichen Ticketkontrolle gleich bequem. Nach ungefähr 30min erreichten wir einen weiteren Terminal in welchem weitere Passagiere zustiegen...Tjaaaaaaa und dann stand da eine Frau die unsere Plätze haben wollte. Kann ja gar nicht sein, denn wir saßen auf den richtigen Plätzen. Weitere 10min vergingen und der Bus fuhr weiter Richtung Santiago. Mitten im Nirgendwo kam dann doch noch mal der Kontrolleur und versuchte uns zu vermitteln, dass wir im falschen Bus säßen. Wir fielen fast vom Glauben ab, da wir unserer Ansicht nach in den richtigen gestiegen waren und der Kontrolleur dann ja wohl auch geschlafen hatte bei der Kontrolle. Dem war nicht so, denn ausversehen waren wir in einen TUR-Bus mit der Abfahrt nach Santiago um 8:30 gestiegen, welcher allerdings 20min verspätet ankam und wir somit dachten es wäre unserer....uff...den richtigen Bus würden wir jetzt nicht mehr erwischen und außerdem waren wir ja kA wo ;-) Pragmatische Lösung des Kontrolleurs, wir mussten getrennt sitzend auf andere Plätze ausweichen. Kein Problem und so setzten wir uns unser neugierigen Blicken des gesamten Busses ein erstes Mal um. Lisa fand eine überaus interessierte und lebendige Sitznachbarin, die mit ihren 64 Jahren in den halben Welt gelebt hatte und sich seit mehr als 20 Jahren zwei Männer zu Eigen macht. Denn neben ihrem echten Ehemann, hat die Gute noch einen weiteren Lebenspartner und so tingelt sie zwischen Santiago und La Serena hin und her haha
Weitere 25min später hielt der Bus erneut und langsam wurde es eng, denn es war nur noch 1 regulärer Platz unbesetzt...Die kommenden drei Stunden hatte ich also das besondere Vergnügen vorne im Abteil des Busfahrers mitzufahren ;-) Hell auf begeistert über meine Anwesenheit hatte ich nun also die Gelegenheit mit Jorge, Claudio und David auf Spanisch zu plaudern....so vergingen die 3 Stunden relativ flott und dir Drei waren wirklich putzig und bemüht uns als bald als möglich wieder neue Plätze zu zu weisen. Die anderen drei Stunden verbrachten wir also wieder schlafend in der letzten Reihe.
Angekommen in Santiago ging es zum Hostal Providencia (9.000peso pP incl. Frühstück - haben noch günstigere Zimmer!) wo wir kurz verschnauften. Da heute in Deutschland der Filmstart vom dritten Teil von "Tribute von Panem" war, beschlossen wir den Abend im Kino ausklingen zu lassen. Zu unserer großen Freude, werden in Chile alle Hollywood-Filme in englischer Sprache und lediglich mit spanischem Untertitel ausgestrahlt - PERFEKT! So ging es mit der Ubahn in die Costanera-Mall - juhuu ein ordentliches Vekehrssystem :-). Dort angekommen aßen und tranken wir uns durch die halbe Mall bevor der Film startete.
Nach dem Film schafften wir gerade noch so die letzte Ubahn Richtung Hostal (23:30), aber auch nur weil uns ein Wärter noch durch die Schränken ließ, denn kaufen konnte man keine Fahrkarten mehr.

  • Small
    Felix hat am kommentiert:

    super mädels!

Sabrina Missing

Tag 41 & 42 - La Serena

Tag 41:

Groggy von der langen Reise kamen wir bereits um kurz nach 6 Uhr morgens im Busterminal von La Serena an. Rucksäcke und Taschen geschultert und ab zu Fuß zum Hostal, welches laut Beschreibung fussläufig in ca 10-15min. erreicht werden kann. Nach kurzer Orientierungslosigkeit in der frühen Morgenstunde, standen wir wenig später vor einem winzig kleinen wunderhübschen Häuschen mit blumenbewachsenem Vorgarten. Das soll das Hostal sein? Nach kurzem klingeln wurden wir von einer vielleicht 1,50m kleinen älteren Frau herein gebeten. Mit Staunen betraten wir das Haus und standen mitten in einem warmbeleuchteten zuckersüßen Wohnzimmer mit bereits gedecktem Esstisch. Juanita, die Hausfee checkte uns ein (8.500peso pP inkl. Frühstück) und wir konnten sogar für diesen Morgen das Frühstück hinzu buchen (2.500peso pP). Bis das Frühstück bzw. unsere Betten fertig waren, durften wir im urgemütlichen Wohnzimmer Platz nehmen. Gegen 8 Uhr machten wir uns dann gleich über das enoooorm leckere Frühstück her, da es neben dem normalen obligatorischen Marmeladenbrötchen und Kaffee auch frischen Saft, Müsli mit Milch sowie Rühreier gab! Absolute Empfehlung. Juanita war ein Engel und umsorgt jeden Gast mit so viel Hingabe und Freundlichkeit, dass wir schon beim Betreten des Hauses hin & weg von ihr und dem Hostal waren. Hier kann man gut und gerne einen ganzen Monat verweilen, da die Atmosphäre wirklich wie bei einem daheim ist. Als wir dann unsere Betten im Dorm (8 Betten aufgeteilt auf 2 "seperate" Zimmerteile) beziehen durften, entschieden wir uns beim Anblick der flauschigen und gemütlichen Betten für ein zweistündiges Nickerchen.
Im Anschluss brachten wir endlich unsere Klamotten in die Wäscherei, gingen einkaufen und schauten uns in La Serena um. Lange hatten wir keine Küche frei zur Verfügung gehabt und so genossen wir es uns zum Mittagessen mit einer riesen Schüssel Salat mit Baguette zu verköstigen. Nach einem Kaffee mit Blick auf einen süßen Plaza gingen wir fatalerweise noch etwas bummeln. Ende vom Lied - wir shoppten uns durch die Läden von La Serena ...ups haha. Aber so langsam fallen uns auch unsere mittlerweile gelblichen oder gräulichen Shirts auseinander ;-)
Auch zum Abendessen blieben wir im El Arbol und nahmen wie viele andere die Küche in Beschlag, bevor wir mit akrobatischer Turntechnik auf unsere Hochbetten kletterten.

Tag 42:

Ein erneut phantastisches Frühstück von Juanita später ging es am Vormittag in die Shoppingmall, primär um unsere Wäsche abzuholen, sekundär liefen uns doch noch mal Klamotten in die Arme ;-)
Am Nachmittag liehen wir uns Fahrräder aus und fuhren Richtung Strand hinunter. Auch wenn die Sonne sich heute kaum blicken ließ, genossen wir die frische Meeresluft. Von dort ging es circa 11km an der Küste entlang Richtung Coquimbo, einem benachbarten Örtchen. Dort legten wir einen Stop ein und setzten uns eine Runde an den Strand. Mit Blick aufs Wasser und den warmen Sonnenstrahlen, die sich durch die Wolken gekämpft hatten, verspeisten wir in aller Seelenruhe unsere geschmierten Sandwichs. Zurück im Hostal kochten wir erneut und versorgten den kranken New Yorker, der am Morgen fix & fertig in unserem Dorm angekommen war. Der letzter Kraftakt des Tages bestand aus dem verstauen unserer Habseligkeiten.

La Serena
Coquimbo Region, Chile
Sabrina Missing

Tag 39 & 40 - San Pedro de Atacama

Tag 39:

Schnell eine Marmeladensemmel und einen Kaffee genehmigt und schon hieß es auschecken und umchecken ins Hostal Rural (10.000peso pP). Dort mussten wir uns noch etwas gedulden bis wir unser Zimmer beziehen konnten und so bummelten wir eine Runde durch San Pedro, holten unsere Bustickets für La Serena, kauften fürs geplante Abendessen ein und buchten den Nachmittagstrip zur Cejar Lagune. Außerdem versuchten wir verzweifelt unsere Wäsche bei der Lavanderia abzugeben, doch auch nach mehreren Anlaufen über den Tag verteilt ohne Erfolg. Die gute Dame tauchte nie auf. Also mussten wir ausharren.
Nach einer leckeren Empenada im Schatten eines Baumes machten wir uns auf den Rückweg ins Hostal um unsere Badesachen zu holen. In freudiger Erwartung auf den Ausflug ins kühle Nass trafen wir uns am vereinbarten Treffpunkt. Keine 30min später saßen wir im Wasser - richtig "sitzen" ist das richtige Wort. Die Cejar Lagune ist nämlich aufgrund ihres enorm hohen Salzgehalt eine reine Floating-Angelegenheit. Hier ließen wir uns die kommende Stunde treiben ohne unter zu gehen - sehr zu empfehlen um einfach mal etwas zu entspannen.
Im Anschluss ging es zu zwei weiteren Lagunen in mitten der kargen Wüstenlandschaft von Atacama. Zum Abschluss des Ausflugs genossen wir im Licht des Sunset einen schönen kühlen Pisco Sour. Zurück im Hostal kochten wir noch schnell ein paar Nudeln, bevor wir den Tag mit Lesen ausklingen ließen.

Tag 40:

Heute hieß es erneut Sachen packen und ab zum Bus. Um 12:45 machten wir uns bepackt mit 4 Empenadas, ausreichend Trinken sowie Keksen auf die 17-stündige Busfahrt nach La Serena (Küstenstädtchen gen Santiago). Nachdem wir bereits mittags in den Bus stiegen hatten wir ausreichend Zeit 4 Filme anzuschauen, bevor wir schlussendlich schliefen bzw. es versuchten. Während der erste Film so furchtbar war, dass er schon wieder lustig wurde, war uns der zweite einfach zu skurril und abstrus. Der dritte Film dagegen - "Divergent" hatte es uns angetan und so genossen wir die zweistündige spanische Unterhaltung. Beim vierten Film "Eat Pray Love" ließ es sich dann schließlich wunderbar einschlummern.

San Pedro de Atacama
Antofagasta Region, Chile
Sabrina Missing

Tag 38 - Salar de Uyuni - Tag 3

Bei aufgehender Sonne gab es Pancakes mit Dulce de Leche und Marmelade, Müsli (ohne Milch g), Früchte sowie Tee & Café. Danach hieß es Rucksäcke packen und rauf aufs Dach damit. Der erste Stop des Tages war in einem Wüstenabschnitt, in welchem sich lauter Steinbrocken befanden. Genau genommen handelte es sich um einen berühmten Hintergrund, welchen Salvador Dali in seinen Werken benutzt (geschmolzenen Uhren in der Wüste), hach meine alte Kunstlehrerin wäre glatt entzückt das zu hören ;-)
Weiter ging es zum letzten Stop des Trips: der grünen Lagune. Zunächst hatten wir kein Glück und die Lagune zeigte sich nicht von ihrer "grünen" Seite, doch kurz bevor wir fuhren, wendete der Wind und die Lagune färbte sich türkis-grün. Ein letztes Gruppenfoto wurde gemacht, Kontaktdaten ausgetauscht und alle herzlich gedrückt...wir haben wirklich Glück mit unserer Runde gehabt. Für Susan, Lisa und mich ging es jetzt Richtung Grenze. Dort war es zunächst etwas stressig, denn wir waren zu spät dran, benötigten den Ausreisestempel für Bolivien (15bol pP) und unser Bus sollte eigentlich bereits abfahren. Aber wie soll es anders sein, in Südamerika ticken die Uhren langsamer und so mussten wir noch sicherlich 20min im Bus sitzend wartend bis wir schließlich doch mal losfuhren ;-). Eine Stunde später kamen wir bereits in San Pedro de Atacama an und machten uns auf die Hostalsuche (uff...erneut neue Währung). Das gestaltete sich gar nicht so einfach. Bei sicherlich 28 Grad stapften wir mit vollem Gepäck durch die Gassen. Einige Hostals waren voll, andere unbezahlbar - San Pedro ist die teuerste Stadt Chiles und somit ein reiner Schock wenn man von Bolivien über die Grenze kommt ;-) Statt für 7€ übernachtet man hier gut und gerne für 15-25€ pro Nacht und auch beim Essen gehen langt man ordentlich in die Taschen. Dennoch mochten wir das kleine Städtchen mit seinen Hippie-Gassen. Gepäck im Hostal abgeladen (zu teuer übernachtet deswegen keine Empfehlung g) und weiter in die Stadt...Empenada essen, Geld abheben. Das Geld abheben war gleich mal ein Abenteuer - Samstag Nachmittag und nur noch 1 Geldautomat in der Stadt mit Geld drin waaahhh Nach gefühlten 10 missglückten Anläufen konnten wir dem Gerät doch noch Geld abluxen...Aber was für Scheine :O Chilenische Pesos sind eine krasse Währung, denn erst knapp 750peso sind 1€ und so rennt man mal ganz schnell mit mehreren Tausend rum ohne das sie viel wert sind.
Abends waren wir mit Susan verabredet. Also hieß es genüsslich duschen und dann ab in ein paar kurze Röcke. Zunächst ging es auf einen Liter Bier in eine urige Bar, in der lustigerweise grad die deutsche Fussballmannschaft spielte - kA gegen wen ;-) Im Anschluss aßen wir in einem kleinen sau leckeren Restaurant in einer Seitengasse (immer noch teuer genug) die beste Pasta & Pizza ganz Chiles - zumindest nach Aussage des quirligen Besitzers. Dieser empfing uns am Eingang mit diesen Worten und dem Angebot, nicht Zahlen zu müssen, sollte es uns nicht wirklich gut schmecken. Tja leider war es viiiieeelll zu lecker, als das wir nicht hätten zahlen müssen bzw. wollen. In den Gassen von San Pedro trafen wir dann noch zwei bekannte Gesichter aus der Uyuni-Tour, die uns von einer Wüstenparty erzählten. Da wir eh geplant hatten auszugehen, entschieden wir uns dort vorbei zu schauen...ab 24Uhr und ab 2Uhr wäre es gut...haha...tja da es erst 21:30 war sprinteten wir für eine kurze Siesta ins Hostal zurück ;-) mit müden Augen und warm eingepackt (Wüste heisst eben nur tagsüber Hitze) machten wir uns auf zum verabredeten Treffpunkt mit Susan. Von dort ging es für einen Predrink zu den zwei Bekannten ins Hostal Rural (hier übernachteten wir gleich am nächsten Tag) und danach mit "Fahrgemeinschaften" in die Wüste. Am Rand der Wüste angekommen betraten wir mit unseren Eintrittsbändern das Gelände und erkundeten die Lage. Neben einer Indoor-Tanzfläche mit elektronischer Musik, gab es auch einen Outdoor-Bereich mit wildem Musikmix (Salsa, Raegeton, ?). Die folgenden Stunden tanzten wir sowohl drinnen als auch draußen oder wärmten uns am Lagerfeuer mit Blick in die Sterne. Gegen 4 Uhr machten wir uns dann aber doch wieder auf den Heimweg - der Tag war einfach zu lang gewesen. So fielen wir totmüde unter unsere türkisfarbene Tagesdecken unseres Zweibettzimmers (seit langer Zeit einmal Erholung ohne Dorm).

Uyuni
Potosi, Bolivia
Sabrina Missing

Tag 37 - Salar de Uyuni - Tag 2

Heute ging es nach einem leckeren Frühstück schon um 6:30 mit dem Jeep auf die Piste, da wir heute einige Kilometer vor uns hatten. Zunächst jagten wir circa 1Std. 30min bei überaus entspannter Musik von Laura durch eine karge Sandlandschaft. Dann hieß es den ersten Stop mit Blick auf den aktivsten Vulkan Boliviens. Die umgebene Landschaft war durch das Lavagestein sowie all die skurril geformten Steingebilde gekennzeichnet. Weiter ging es zur ersten Lagune des Tages: die Flamingo Lagune <3 Die wunderschön zwischen den Berghängen gelegene Lagune war voller rosafarbener Flamingos, umrandet von hellgrünen Gräsern und steinigen Hügeln. Hier gab es schließlich auch unseren Lunch. Dazu wurde der Kofferraum des Jeeps als Anrichte benutzt und Rolando zauberte neben Gemüse, Chicken, Nudeln und Getränken auch Äpfel und Schokolade aus dem Gepäck. Auf Steinen sitzend genossen wir unser Mittagessen mit Blick auf die in der Lagune badenden Flamingos.
Nach einer kurzen "Klopause" (man suche sich einengenden Stein und verstecke sich g) starteten wir weiter zur Stinky Lagoon. Auf Grund der Schwefel-Mineralien und Algen konnte man den etwas unangenehmen Geruch der ansonsten ebenfalls sehr hübschen Lagune deutlich wahrnehmen. Also schnell weiter....Quer durch die Wüste -diesmal aus Sand nicht aus Salz - fuhren wir am berühmten Baum aus Stein vorbei. Eine erneute Siesta im Jeep später, kamen wir bei der roten Lagune an. Was für eine Farbe...durch die im Wasser vorhandenen Algen und die Sonneneinstrahlung erhält diese ihren Namen. Umgeben wird die rote Farbe durch das stechende Weiß des Salzes der Lagune....Genial! Mit ordentlicher Musik düsten wir am späten Nachmittag an einem Geysir sowie einer stinkigen Mondlandschaft vorbei, bevor wir in der beginnenden Dämmerung in unserer Unterkunft ankamen. Wuhuuu... Red Planet ist einer der einzigen Operator, die die zweite Übernachtung so legen, dass man direkt im Nationalpark an einer der Lagunen übernachtet. Highlight ist dabei, dass man die heiße Quelle, nicht eingepfercht zwischen allen anderen Touris tagsüber besucht und darin schwimmt...Nein wir durften nachts unter Sternenhimmel mit einem Glas Rotwein darin baden <3 angekommen "checkten" wir also in unser Sechsbettzimmer ein (kein Strom, kein fließendes Wasser g) und tranken mit Blick auf den Sonnenuntergang einen Tee um uns aufzuwärmen. Erneut froren wir ordentlich, da der Wind einen schon ordentlich durchpustete. Im Anschluss gab es Abendessen inclusive gesponsertem Rotwein (es gab zusätzlich aber kein Wasser) in vertrauter Runde ;-)
Dann hieß es ab in die Badeklamotten und Mützen auf...kein scherz haha...wir flitzten mit Bikini und Mütze ins Becken und genossen das warme Wasser, den Rotwein und die Sterne. Was will man mehr!
Kaum aus dem Becken rannten wir zurück zum Zimmer, warfen uns in 3-4 Lagen Klamotten und putzen mit Flaschenwasser Zähne.

Uyuni
Potosi, Bolivia
Sabrina Missing

Tag 36 - Salar de Uyuni - Tag 1

Total gerädert von der Fahrt und ich leider noch immer sehr angeschlagen, machten wir uns vom Busbahnhof auf den Weg zum Büro von Red Planet.
Dort angekommen, hatten wir noch reichlich Zeit, da die Tour heut erst gegen 11Uhr starten würde. Sofort lernten wir Susan, eine zuckersüße Mitdreißgerin kennen, gebürtig aus Kapstadt und lebend in Australien. Zusammen mit ihr machte Lisa sich auf den Weg um sich Frühstück und uns Wasser für die dreitägige Tour durch die Wüste zu besorgen (empfohlen werden zusätzlich 2L pro Tag & Person), während ich mich noch mal mit Medikamenten auf die Couch schlafen legte. Beladen mit einen Sixpack Wasser, trockenen Semmeln für mich und vermeintlichen Bananen (es waren allerdings doch Platanos - Kochbananen g) kamen die beiden zurück. Während den Mahlzeiten wird man mit Getränken versorgt, doch während des Tages im Jeep braucht man schon noch Wasser, da es wirklich warm ist. Außerdem gibt es in der zweiten Unterkunft kein fließend Wasser - ergo mit Flaschenwasser Zähne putzen ;-)

Um 11Uhr standen wir dann alle bewaffnet mit unserem Tagesrucksack in den Startlöchern - der Backpack wird aufs Dach des Jeeps verladen und man kommt vor abends nicht mehr dran! Dann erfuhren wir unsere Gruppenzusammensetzung und waren froh über eine quirlige und sympathische buntgemischte Gruppe und unserem coolen Guide "Rolando". Mit gegelten Haaren, Rayban-Sonnenbrille und absoluter Coolness erklärte er uns der 30Jährige den Tagesablauf.
Keine 5min später saßen wir zu 6 im Jeep - Checkpot wir saßen bei Rolando im Auto, also direkt an der Quelle. Mit an Board waren Susan, Laura (verrückte lebendige ultranette 26jährige aus Washington sowie ein kanadisches Ehepaar um die 50 (seit 25 Jahren verheiratet, unkompliziert und mitten im Geschehen dabei).

Unser erster Halt war am wohl bekanntesten Zugfriedhof Südamerikas - dem Cemestorio de Trenes. Mitten im Nirgendwo wurden einst nicht mehr gebrauchte Zugwagons, Lokomotiven oder andere Zugteile neben den Gleisen Richtung Chile abgestellt. Nun bilden sie eines der außergewöhnlichen Fotomotive auf die sich tagtäglich all die Touristen und somit natürlich auch wir gleich stürzen :-) Doch erstmal hieß es hinauf krakseln...Das sah viel einfacher aus als es war. Ein paar spaßige Bilder später ging es wieder zurück zum Jeep und weiter quer durch die flache Umgebung. Zum Mittagessen kehrten wir in einem kleinen Dorf ein. Dort erhielten wir zudem die Informationen wie das Salz aus der Wüste verarbeitet wird. Mit Sonnencreme und Cappies ging es dann weiter hinaus auf die Salzwüste. Ein unbeschreibliches Gefühl....mehr und mehr verblasste die restliche Landschaft und bald existierte nur noch das Weiß der Salzwüste. Bei richtig guter Musik und entspannter Stimmung brausten wir weiter in die Mitte der Wüste. Nun hieß es Kamera raus und Aktion....Aufgrund der endlosen Weite tobten wir uns alle künstlerisch aus, schossen Gruppenselfies, inzinierten lustige Pringles-Tanz-Videos und spielten mit den Perspektiven. Was ein Spaß!
Weiter ging es zur Fish Island, einer Insel in mitten der Salzwüste, auf der abertausende von Kakteen wuchsen. In Jacken gehüllt wanderten wir bei starkem Wind über die kleine Insel. Die Aussicht war einfach grandios, denn die nahende Dämmerung und die Spiegelung der Sonne, ließ es so aussehen, als würde man aufs Meer hinaus blicken.
Eine Stunde und gefühlte 100 Fotos später, ging es weiter um uns mitten in der Wüste den Sonnenuntergang anzusehen. Ganz großes Kino, aber auch bitter böse kalt ;-)
Mit den letzten Sonnenstrahlen erreichten wir dann schlussendlich unsere Unterkunft für die erste Nacht. Ein kleiner einfacher Bungalow aus Salz. Unser Domizil für die Nacht: ein fensterloses leicht müffliges Vierbett"höhle", das wir mit Susan und Laura teilten check. Mittlerweile war es schon ordentlich kalt und wir wollten uns gar nicht ausmalen wie kalt es in der Nacht werden würde :O hoffentlich hielten die 3 Alpakadecken was sie versprachen.
An einem großen Tisch mit der kompletten Gruppe gab es zunächst Tee und im Anschluss Abendessen. Im Vergleich zum Nachbartisch hatten wir 11 jede Menge Gaudi - Die komplette Truppe (2Autos) bestand aus Susan, Laura, das kanadisches Pärchen Diana & Jerve, Gigi und Ludo - zwei Jungs aus der französischen Schweiz, Kimberly & Brian aus den USA, Samantha aus Kanada.
Um in der Wüste in den Genuss einer warmen achtminütigen Dusche zu kommen, investierten wir jeweils 10bol unseres Reisebudgets in heißes Wasser ;-) Danach zogen wir uns sicherlich 4 Lagen Klamotten über und warfen uns hundemüde in unsere Salzbetten - Buenos Noche Uyuni.

Uyuni
Potosi, Bolivia
Sabrina Missing

Tag 32 - 35

Damit wir unseren Rückstand etwas aufholen gibt's hier die etwas unspektakulären Tage im Schnelldurchlauf.

Tag 32:

Um die letzten Mitbringsel zusammen zu tragen ging es heute erneut durch die Straßen von La Paz. Lena und ich aßen dann noch einen leckeren Wrap bevor wir für eine nachmittägliche Siesta ins Hostal zurückkehrten. Am Abend gingen wir auf Empfehlung von Birgit zu dem kleinen Restaurant "Gladys", dass bei Backpackern sehr beliebt war. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass das kleine Café und Restaurant wirklich der Knaller ist und manche Leute wirklich täglich dort frühstücken, Mittag und Abend essen ;-) Mitten auf einer kleinen Nebenstraße liefen uns dann auf einmal Philip und Kristina (Backpacker die wir in Cusco getroffen hatten) in die Arme - Gott war die Welt klein. Für einen Drink verabredeten wir uns dann ins nahegelegene Hardrock Café um die bisherigen Reiseerfahrungen auszutauschen.

Tag 33:
Oh neiiiinnn....Heute war Lenas Abreisetag gekommen :-( Ein letztes gemeinsames Frühstück im Pirwa Hostal und schon stand ihr Taxi vor der Tür - Gute Reeiiiseee <3
Lisa und ich packten noch kurz unsere Sachen zusammen und checkten aus, denn wir wollten ja wenn möglich bereits heute Abend nach Uyuni aufbrechen. Deswegen hieß es auch gleich weiter ins Reisebüro, um unsere Salar de Uyuni Tour final zu buchen.
Wir entschieden uns für die 3T/2N Option beim Touroperator "Red Planet", von dem wir bisher nur Gutes gehört hatten (gute Jeeps, gute Guides, gutes Essen, kein Problem mit betrunkenen Fahrern)! Die Tour kostete uns 1200bol pP, was mit ungefähr 150€ absolut ok war (einer der teuersten Anbieter). Dazu kommen noch 200bol für die Eintritte in die Nationalparks und zwischen 120-250bol für den Bus von La Paz nach Uyuni (für uns nur one way, da wir weiter nach Chile reisen). Leider gab es keine freien Plätze mehr für den Tourstart am Dienstag und so hieß es noch eine weitere Nacht in La Paz zu bleiben, um die Tour dann am Mittwoch zu starten.
Zum Lunch gingen wir erneut zu Gladys, wo wir Birgit und Marianne trafen und gemeinsam aßen. Den Nachmittag verbrachten wir mit Sonnenbrillen Shopping :D es gab einfach zuuuu viel Auswahl. Aja Cappies, Sonnencreme, Snickers und Pringles wurden auch noch besorgt bevor es abends erneut mit Birgit und Marianne ins Gladys ging. Als Nachtisch gab es unfassbar leckere Oreo-Cockies-Balls...ein Traum! Wir sollten glatt nachm Mengenrabatt fragen.

Tag 34:
Euphorisch checkte ich morgen erneut aus dem Pirwa aus, doch schnell war klar, dass aus unserem geplanten Start nach Uyuni auch heute nichts werden würde, denn leider hat es Lisa magentechnisch ans Bett gefesselt. So verbrachte ich den Tag alleine in der Stadt, der Apotheke und dem Busterminal um zu organisieren, dass wir unsere Tour sowie die Busfahrt um einen Tag nach hinten verschieben konnten - Gott sei dank konnten wir alles ohne Extrakosten verlegen (das war wohl Glück!). Abends traf ich mich erneut mit den beiden Mädls im Gladys - diesmal auf eine Runde Oreo Cockies Cakes ;-)

Tag 35:
Gott sei dank hatten die Medikamente aus der Apotheke angeschlagen und Lisa ging es schon viel besser. Um sich noch etwas auszuruhen, blieb sie im Hostal während ich mir das "Valley de la Luna" anschaute. Dies war ein ca. 30km von La Paz gelegenes kleines Tal, welches aufgrund seine Bodenbeschaffenheit wie eine Mondlandschaft aussah. Einen Rundgang später fuhr ich zurück in die Stadt, packte Lisa ein und wir machten uns auf den Weg zum Bus. Diesmal checkten wir also endgültig aus dem liebgewonnenen Pirwa-Hostal aus. Gut das wir da noch nicht ahnten was für eine anstrengende Fahrt uns bevor stand....ich würde sagen knapp 2/3 der Strecke waren nicht geteert, sondern es hieß mitten in der Nacht ab über die Schotterpiste :O So taten wir auf der 15 Stundenfahrt kein Auge zu. Noch dazu hatte es mich jetzt am Magen erwischt, was das Ganze zu einem reinen Desaster machte.

La Paz
La Paz Department, Bolivia
  • Missing
    Saibotflar hat am kommentiert:

    Witzig, wir haben eine ähnliche Tour gemacht, deshalb finden wirs immer wieder interessant wie es Euch so ergeht und was Ihr erlebt. Viele Grüße aus Brasilien.

Sabrina Missing

Tag 31 - Hot Springs of Urmiri

Heute verließen wir schon um 7:30 das Hostal, um zusammen mit Birgit zu den heißen Quellen in Urmiri zu fahren. Die ersten 1,5 Std. ging es mit dem Minibus auf der Schnellstraße relativ zügig voran, so dass Lisa und ich gemütlich noch etwas Schlaf nachholten :-) Doch dann bogen wir auf eine Schotterstraße ab, naja lass es uns Weg nennen, und dann war es mit dem Schlaf vorbei. Für die kommenden 1,5 Std.,allerdings nicht mehr als 25km, schüttelte es uns ordentlich durch. Zunächst ging es quer durch die staubige Pampa und dann auf einer einspurigen ungeteerten Serpentinenstraße in ein Tal hinab. Gott sei Dank kam uns kaum ein Auto entgegen, bei der engen Straße war das nämlich ein kleines Abenteuer.
Zuletzt durchquerten wir einen kleinen steinernen Tunnel bei dem gerade so Platz für unseren Bus war und dann waren wir da - mitten zwischen den Bergkämmen lag die heiße Quelle angegliedert an ein Hotel. Schnell war uns klar wir waren die einzigen Touris hier, denn ansonsten wellnessten hier wohl nur Bolivianer. Zusätzlich zu der heißen Quelle gab es Swinmingpools, die mit dem Wasser der Quelle gespeist wurden. Pah wenn das mal kein entspannter Tag zu werden scheint - bei absoluten Traumwetter draußen schwimmen und sonnen ;-)
Schnell umgezogen und schon strömten wir euphorisch zu der heißen Quelle. Uaaahh unsere Vorfreude wurde aber schnell ausgebremst als wir die erste Zehe ins Wasser gestreckt hatten. Jesus Maria das war ja unfassbar heiß :O Das brannte wirklich teuflisch und man wurde echt rot...das Wasser hatte sicherlich 55Grad - und das soll gesund sein?
Nach 10min standen wir dann alle mit großer Überwindung in der Quelle...Tadaaa...Mist....Fotokamera vergessen, also hieß es am Nachmittag noch mal rein.
"Erfrischt", oder zumindest nass legten wir uns in die Sonne (ok Lisa brav im Schatten) und schliefen eine Runde. Puh wir erwachten in der größten Mittagshitze und waren ganz froh, dass wir zum Lunch ins kühle Innere flüchten konnten.
Nach dem Lunch ging es erneut in die Quelle...uff...diese war nun gefühlt 5 Grad heißer als eh schon. Schnell rein, Foto, raus und ab in den Schatten, denn trotz 50 LSF machte sich bei allen außer Lisa ein Sonnenbrand bemerkbar. Lena und Birgit führten dabei die Liste der skurrilsten, fleckigsten und heftigsten roten Stellen deutlich an ;-)
Gegen 16 Uhr ging es dann zurück nach La Paz, wo wir in lustiger Runde die bestellten Pizzen verspeisten, UNO spielten und uns köstlich amüsierten. Tot müde fielen wir nach einem Tag voll Nix-Tun in unsere Stockbetten.

Urmiri
Oruro Department, Bolivia
Sabrina Missing

Tag 29 + 30 - Mercado y Shopping

So nachdem mein Handy meinen mühsam geschriebenen Blogeintrag gefressen und vernichtet hat nun noch mal von vorne....

Tag 29:

Nachdem wir 11kg Wäsche in die Lavandaria gegeben hatten, gönnten wir uns zunächst zwei Stunden Freizeit, um uns wieder zu organisieren....Tagebuch schreiben; das komplette Beautyprogramm genießen; heiß Duschen und zwar ohne Bienen und Taschenlampe im Bad ;-)
Im Anschluss machten wir uns mit den Minibus auf den Weg zur roten Linie des Telefericos (one way 3bol pP). Der Teleferico ist eine Gondelbahn (Skigondeln) die vom tieferliegenden Stadtzentrum von La Paz hinauf nach El Alto führt. Da La Paz in einem Bergtal gegründet wurde, breitete es sich im Laufe der Zeit bis in die umliegenden Bergkämme aus. Zudem existieren in La Paz keine Tunnel, da unterirdisch Flüsse verlaufen. Somit ist das Verkehrschaos vorprogrammiert. Die Regierung entschied sich aufgrund dieser schwierigen Infrastruktur für den Bau eines Gondelsystems (bisher 2 Linien, 3 weitere in Planung).
Das am Bergkamm gelegene sozialschwache El Alto entwickelte sich dabei von einem kleinen Randbezirk zu einer "eigenständigen" Stadt (1 Mio. Einwohner).
Jeden Donnerstag und Sonntag findet auf der Seite der roten Gondel (Eröffnung Mai 2014) ein Markt statt. Innerhalb von 10min. ließen wir das auf 4800m liegende La Paz hinter uns und gelangen nach El Alto (4000m). Wir genossen die fabelhafte Aussicht, denn erst jetzt wurden uns die Ausmaße von La Paz bewusst. Ein Meer aus Häusern umgeben von schneebedeckten Bergketten....etwas komisch war es jedoch schon in einer Gondel zu fahren ohne das Schnee liegt oder man Ski fährt....
Auf dem Weg nach oben überquerten wir neben zahlreichen halbfertigen Häusern auch einen unfassbar riesigen Friedhof (es existieren nur 2!), bei dem die Gedenkstätten in mehrstöckigen Häusern untergebracht waren - für uns Europäer ein etwas seltsames Bild, aber bei den vielen Einwohnern und der Enge der Stadt aber eigentlich nicht verwunderlich. Kurz vor der Spitze sichteten wir dann noch ein zwischen zwei Felsen feststeckendes Fahrzeug, welches vor einigen Jahren einmal verunglückt war. Ganz schön viele Eindrücke in 10 Minuten...
Oben angekommen bummelten wir kreuz und quer durch den Markt, auf dem es wirklich alles zu kaufen gab: Obst & Gemüse, Nüsse, Säfte, Metallteile, Militärklamotten, gefälschte Markenartikel, Souvenirs, garantiert echte DVDs oder auch 60er Jahre Sportjacken...Wir genossen die Atmosphäre, schlenderten beobachtend und naschend zwischen all den einheimischen Gesichtern über den Markt, auch wenn er jetzt kein reines Shoppinghighlight darstellt (dafür waren wir aber auch nicht primär da).
3 Melonen, 1 Papaya, 2 Päckchen Bananenchips, 1 Tüte frischgebackene Chips und 3 Jugos de Naranja später machten wir uns auf den Rückweg. Mit der Gondel ging es zurück ins Tal. Tja und der vermeintlich richtige Bus stellte sich doch als falsch heraus und so sprangen urgendwo in der uns unbekannten Gegend ab und fuhren mit den Taxi zum Hostal - irgendwann musste uns das ja schließlich auch mal passieren ;-)
Gegen 19:30 kam Selina, die wir auf der Fahrt nach Puno kennengelernt hatten, zu uns ins Pirwa und es gab eine Runde Brotzeit. In gemütlicher und lustiger Runde ließen wir den Abend ausklingen.

Tag 30:
Heute verließen wir vormittags das Hostal, um uns etwas die Stadt anzuschauen. Mit einer Free Walking Tour ging es dann nach Sopocachi und mit der gelben Gondel (Eröffnung Oktober 2014) hinauf zum komplett anderen Ende von El Alto. Dort besichtigten wir einen typischen Essensmarkt, genossen die tolle Aussicht und bekamen extrem viele Infos. Wieder erwischten wir einen tön Guide der uns jede Frage beantwortete und uns über die Entstehung von La Paz, die Entwicklung der indigene Bevölkerung aber auch über das heutige Schulsystem oder die Problematiken der Bevölkerung aufklärte. Nach einen zugigen Almuerzo ging es ran ans Geld, denn die Souvenirs kaufen sich ja nicht alleine. Darauf hatten wir uns alle schon tierisch gefreut...Die nächsten Stunden stöberten wir in all den vielen kleinen Läden und Ständen, feilschten um den ein oder anderen Boliviano und kamen beladen mit Tüten beladen zurück und Hostal.

Sabrina Missing

Tag 28 - Dschungeltag 3

Der geplante Morgenspaziergang fiel leider wegen Regen aus, so dass wir den Tag entspannt beim Frühstück starteten. Nach dem Frühstück gingen wir kurz zurück in unsere Cabana zurück um uns mit Wasser für das Schmuck basteln auszustatten. Plötzlich rief uns Juan zu sich und winkte uns lautlos heran - er hatte wohl ein Tier gesichtet. Wie von der Tarantel gestochen sprangen wir in Flipflops aus der Hütte und liefen auf ihn zu. Tja doch leider blieb er nicht wie gedacht am Waldrand stehen, sondern sprang ins Gestrüpp und eilte mit uns tiefer ins Dickicht...haha...direkt vor uns befand sich eine große Gruppe der besagten und immer gesuchten Schweine, die wir auch schon hören konnten. So eilten wir also in Flipflops hinterher...haha...natürlich waren wir der Lacher der Runde als die anderen bemerkten, dass wir keine richtigen Schuhe trugen ;-) Schlussendlich liefen wir den doofen Schweinen sicherlich 15min nach und immer wieder bemerkten sie uns und spurteten wieder los ...ergo Ende vom Lied wir hörten sie direkt vor uns aber hautnah haben wir sie leider nicht erblicken können :-(
Zurück bei der Lodge ging es dann ans Handwerken. Aus gesammelten kleinen "Kokosnüssen" sägten, schliffen und polierten wir uns einen Ring. Die ganze Aktion hat allen ziemlich Spaß gemacht und alle waren stolz auf ihr Ergebnis :-)
Nach dem Mittagessen gab es noch ein letztes Foto mit Juan und dann ging es ab ins Boot und zurück nach Rurrenabaque. Dort angekommen waren wir froh, dass es nicht mehr regnete, so dass nicht die Gefahr bestand, dass unser Flug gecanceled würde. Vom Büro des Touroperators ließen wir uns also ein Taxi zum Flughafen rufen. Das was uns jedoch erwartete als wir aus der Haustür traten ließ uns die Kinnlade runterfallen. Vor uns standen drei Motorradtaxis die uns zum Flughafen bringen würden. Lachend standen wir also vor den drei Gefährten und konnten es nicht fassen. Aber es half ja nix, ab auf den Sattel und zum Flughafen. Die Taxis erwiesen sich jedoch sogar als bequemer als Autos da sie die großen Unebenheiten und Schlaglöcher spielend leicht umfuhren - was für ein Bild ;-)
Pünktlich checkten wir also ein und warteten auf unseren Flug nsch La Paz. Kurze Anmerkung: am Flughafen von Rurrenabaque fallen pP noch mal 21bol an die man bar parat haben muss.
Irgendwann wunderten wir uns etwas, wie all die Leute in diese kleine Maschine passen sollen. Mit dem Bus ging es wieder zur Landebahn. Just als wir dort ankamen sagen wir auf einmal ein viel größeres Flugzeug landen. Hoppala da fliegen wir wohl diesmal fast luxeriös zurück. Begrüßt wurden wir von einer adretten Stewardess und nach den Sicherheitsinfos ging es los (beides gab es beim Hinflug nicht!). Den nächsten Lacher ließen wir los, als der Pilot die Flugzeit von gerade einmal 27min. (Hinflug 1Std.) bekannt gab - da schafft man ja kaum das Getränk das dir bekamen auszutrinken...kaum in den Wolken waren wir schon wieder am Boden gelandet und fuhren mit dem Taxi zurück ins Hostal (erneut ins Pirwa).
Dort hieß es Tasche auf und alles in die Lavandaria, denn alles was im Dschungel dabei gewesen war roch unangenehm und war feucht.
Zum Abschluss gingen wir essen und warfen uns relativ zeitig in die Federn - diesmal hieß es für alle Stockbett ;-)

Rurrenabaque
Beni Department, Bolivia
Sabrina Missing

Tag 27 - Dschungeltag 2

Nachdem wir keine Armbanduhr dabei hatten und es keinen Strom zum Handy laden gab, hatten uns die süße Spanierin Leire ihre Uhr geliehen, damit wir pünktlich um 8 Uhr beim Frühstück erscheinen. Was uns da erwartete war der absolute Hammer....Es gab frisches Obst, süße Gebäcke die wie Donuts aussahen, salzige Pancakes, Rührei und "Dulce de Leche" (Brotaufstrich - schmeckt nach Caramel). Da muss man also mitten in den Urwald fahren, um so gigantisch zu speisen :-)
Frisch gestärkt ging es dann auch schon los mit unserer heutigen Trekking-Runde. 5,5 Stunden krakselten wir durch den Selva, balancierten auf umgekippten Baumstämme über kleinen Flüssen und schlugen uns durchs Gestrüpp. Dabei sahen wir Papageien, jagten den Dschungel-Schweinen nach und bestaunten riesige Schmetterlinge. Als es urplötzlich das Regnen anfing, zückte Juan seine Machete und baute uns flott einen Unterschlupf, um uns vor dem Regen zu schützen.
Wie unser Guide die Orientierung behalten konnte, war uns ein Rätsel, auch wenn ich sonst mit einem guten Orientierungssinn ausgestattet bin, verlor ich nach nicht mal 5min. den Überblick - es sah ja auch wirklich fast alles gleich aus ;-) Aber Gott sei dank wusste Juan stets wo's lang geht.
Zurück an der Lodge gab es erneut Essen. Apropos Essen...diese bizarre Partnerin des Peruaners war unser absoluter Alptraum! In meinem ganzen Leben habe ich noch niemals jemand getroffen, der sowas von katastrophale Tischmanieren bzw. keine Manieren hatte, so dass einem glatt der Appetit vergeht. Schmatzend und gleichzeitig redend, halb auf dem Tisch liegend und mit den Fingern in den für die Allgemeinheit bestimmten Tellern rumgrabschend, mussten wir Drei mit aller Kraft unsere gute Kinderstube aufbringen um der guten Frau nicht den Marsch zu blasen. Aber keine Angst liebe Mamas und Papas wir waren brav und haben es gekonnt ignoriert ;-)
Eine kurze Siesta später ging es runter zum Fluss für eine Runde im kühlen Nass. Wah wie wir uns da alle drauf gefreut hatten....baden mitten im Dschungel! Im oberschenkeltiefen Wasser hatten wir die größte Freude. An die Steine gekrallt um nicht von der Strömung davon getragen zu werden genossen wir die Abkühlung und wollten gar nicht mehr raus.
Als wir aus dem Wasser kamen, erwarteten uns leider schon die Moskitos, so dass unser Bad uns zahlreiche Mückenstiche einbrachte, die unfassbar juckten...hmpf...
Wieder umgezogen ging es in einem kurzen Fußmarsch zum Fischen. Dort saßen wir dann bei zunehmender Dunkelheit und hofften auf ein wenig Anglerglück, doch leider wollte uns kein Fisch das Abendessen versüßen. Allerdings bekamen wir Besuch von einem Alligator - natürlich nicht zum essen, sondern einfach nur zum Bestaunen!
Zurück an der Lodge verköstigte uns unsere Köchin Carmen erneut, bevor wir Drei, Leire & Danny noch ein nettes und informatives Gespräch mit Juan, über das Leben im Dschungel hatten.

Rurrenabaque
Beni Department, Bolivia
Sabrina Missing

Tag 26 - Dschungeltag 1

Morgens um 4Uhr klingelte dann schon unser Wecker und wir machten uns auf den Weg zum Flughafen. Dort bekamen wir eine erste Ahnung wie klein unser Flugzeug sein musste, denn wir saßen in der 7. & 8. Reihe (von 9!). Am Gate angekommen wurde uns dann mitgeteilt, dass wir nicht pünktlich starten konnten, da das Flugzeug aufgrund des Wetter nicht abheben konnte. Gott sei dank hielt das nur rund 30min an, so dass wir gegen 7Uhr aufgerufen wurden. Durch die Schleuse hindurch traten wir ins Freie und dachten uns im ersten Augenblick "Huch das ist aber doch ein großes Flugzeug", als uns eine Dame dezent nach links weiterleitete...haha...okay da standen wir nun also vor dieser winzigen Propeller-Maschine mit 18 Sitzen. Im Inneren der Maschine hieß es dann für alle Kopf einziehen. Während ich noch mit halb gebückter Haltung voran kam, sah es bei Lisa und Lena schon fast nach Kriechen aus ;-) Kurz angeschnallt und schon hob das Flugzeug ab - mit freier Sicht auf die Piloten. Die Flugzeit betrug 1 Stunde in der wir sowohl die Randbezirke von La Paz, die umliegenden schneebedeckten Gipfel, ein Stück des Titikakasees sowie den näher kommenden Dschungel sichteten. Was für ein genialer Ausblick! Und schon glitt der Flieger durch die Wolkendecke hindurch Richtung Boden. Mitten im Nirgendwo tat sich dann unsere Landebahn auf - ein langer Teerstreifen mitten im Dschungel :D Über die kleine Leiter stiegen wir ins Freie und erblickten rund herum Bäume...ähm Flughafen Fehlanzeige? Mit einem kleinen Bus ging es dann über die Schotterpiste circa 5min. ins Landesinnere, wo sich der "Flughafen" von Rurrenabaque befand. Im Klartext heißt das, ein einstöckiges Häuschen mit "Bienvenido en Rurrenabaque" Schild...haha einfach zu geil. Mit unserem Backpack ging es dann für 10bol pP in die Innenstadt zu dem Büro des Touroperators. Dort angekommen hatten wir noch etwas Zeit und so gönnten wir uns ein kleines Frühstück in der Bäckerei gegenüber. Das war nicht irgendeine Bäckerei mit labbrigen Brötchen, wie es hier üblich ist - Nein mitten im kleinen Dschungeldörfchen gibt es tatsächlich eine französische Bäckerei, die von einem waschechten Pariser geführt wird. Glückselig saßen wir also mit unfassbar leckeren Gepäckteilen und Kaffee in der heißer werdenden Morgensonne.
Um 9uhr hieß es dann ab zum Boot und hinein in den Dschungel. Jetzt lernten wir auch unseren Guide kennen - Juan: 1,55m groß, max. 10 Zähne und mangelndem "Basicenglish"....Der war uns echt gleich sympathisch.
Die nächsten drei Stunden saßen wir im kleinen kanuartigen Boot und schipperten den "Rio Tucci" entlang. Das Gefühl war unbeschreiblich - umgeben von Bäumen und Vögeln, ohne Straßenlärm oder Handynetz fuhren wir tiefer ins Nirgendwo zu unserer Lodge. Unterwegs passierten wir einige seichte Flussarme, so dass alle Männer aus dem Boot sprangen um das Boot vorwärts zu bewegen. Unsere Gruppe hatte mit 7 Personen eine angenehme Größe - mit uns wagte sich ein absolut sympathisches spanisches Pärchen (Leire & Danny) sowie ein Pärchen bestehend aus einer bizarre Frau aus Ibiza und einem recht netter Peruaner ins Abenteuer.
Angekommen an der Lodge begutachteten wir unser Domizil für die kommenden zwei Nächte. Wir drei Mädls genossen den Luxus einer eigenen Cabana - aber Luxus nicht falsch verstehen. Unser Hüttchen bestand aus vier "Wänden" (aus Moskitonetzen sprich man kann durchschauen), vier einfachen Pritschen mit ultradünnen Matratzen und einfachen Moskitonetzen. Das war's! Das ganze Camp war kreisförmig angeordnet mit einem Essens- und einem Badhüttchen; ohne Strom; einem Generator der kaltes Wasser zum Duschen ins Camp pumpt; gekocht wurde mit Gas.
Nachdem wir unsere Schlafstätte bezogen hatten, gab es ultraleckeres Mittagessen - das Essen im Dschungel stellte sich später als eines der Besten auf der ganzen Reise heraus.
Pappsatt ging es für eine erste "kurze" Erkundigungsrunde 3,5 Stunden quer durch den Dschungel. Mangels anderer Kleidung trugen wir schwarze und weiße Langarmshirts, was Juan sehr zu amüsieren schien und ab dem Zeitpunkt waren wir für ihn die drei Hexen. Generell waren wir anscheinend ein Entertainmentfaktor für Juan. Das Querfeldein durch das dichte Grün und die hohe Luftfeuchtigkeit forderten uns einiges ab, doch konnten wir kaum glauben was wir um uns sahen. Gigantische Bäume und medizinische Heilpflanzen, Scharen von Vögeln in allen Farben und eine faszinierend fremde Geräuschkulisse.
Nach dem erneut guten Abendessen starteten wir zu einer knapp zweistündigen Nachtwanderung. Ausgestattet mit Longsleves, Taschenlampen, Kameras und einer Portion Respekt vor der nächtlichen Begegnung mit so manchem Getier stapften wir in irgendeine Himmelsrichtung los ;-).
Die Tarantullas, Riesenheuschrecken sowie diverse andere Spinnen hielten alle brav in sicherer Entfernung Abstand, so dass panische Schreikrämpfe seitens Lena und Lisa ausblieben. Somit liefen die restlichen Tiere nicht weg, naja bis auf die Dschungel-Schweine, und wir bekamen noch einiges zu sehen. Müde vom ersten Tag fielen wir unter unsere Moskitonetze, begleitet vom Dschungel-Orchester in den Schlaf.

Rurrenabaque
Beni Department, Bolivia
Sabrina Missing

Tag 25 - Cholitas Wrestling

Heute hieß es Packen für den Dschungel. Da wir nicht all unseren Kram mitschleppen wollten, beschlossen wir nur einen großen Rucksack, sowie unsere Tagesrucksäcke mitzunehmen. Einige Stunden später konnten wir dann noch schnell Mittagessen gehen (kein Almuerzo, da Sonntag und Feiertag), bevor wir zum heutigen Event dem "Cholitas Wrestling" (80bol mit Ticket,Bus,"Snack") abgeholt wurden. La Paz war für diese sonntägliche, seltsam-lustige Freizeitbespaßung bekannt und so ließen wir uns darauf ein.
Punkt 15:30 Uhr standen wir uns die Beine in den Bauch, während der Guide sich gemütlich bis 16:10 Zeit ließ. Uns holte ein alter, amerikanischer Schulbus ab, mit dem es auf das 4000m gelegene El Alto gehen sollte. Dort angekommen stellten wir uns in die Schlange vor der kleinen Halle. Wir hatten alle keine Vorstellung davon, was uns hier erwarten würde. Das Einzige, das wir wussten war, dass "Cholitas" die Bezeichnung für die traditionell gekleideten Frauen (Hut, geflochtene Zöpfe, aufgebauschter Rock) war, die man sowohl in Peru als auch in Bolivien sehen kann. Innen angekommen merkte man sofort die schräge Stimmung. Zunächst musste man durch einen geisterbahnähnlichen Tunnel, wo uns junge Bolivianer mit skurrilen Masken erschreckten. Der Boxring lag mittig, umgeben von durch Touristen besetzten Stühlen in der Halle, während die Einheimischen auf den Tribünen saßen. Zwar waren sicherlich 1/3 Einheimische anwesend, jedoch fühlte es sich durch die unterschiedlichen Sitzkategorien doch sehr nach einer reinen Touristenattraktion an. Die Kämpfe gingen los. Überzogen verkleidete Männer "kämpften" gegen Ihresgleichen, Cholita gegen Cholita und gerne auch mal im buntgemischten Quartett. Zwei Cholitas stachen mit ihrer schauspielerischen Komik besonders hervor. Erlaubt war alles; neben den Fäusten und Füßen kamen auch Mehl, Wasser und Blechschilder nicht zu kurz. Die Wrestler machten sich auf eine lustige, aber dennoch stolze Art und Weise unter den Lauten Zurufen der Zuschauer zum Deppen. Wir wussten ehrlich gesagt nicht so genau was wir davon halten sollten, denn diese skurrile Darbietung war so seltsam schlecht, dass es irgendwie schon wieder lustig war. Nach den Kämpfen fuhren wir mit dem Bus durch die Nacht zurück in die Innenstadt hinunter. Dabei war nicht nur das Lichtermeer beeindruckend, sondern auch die vielen Bolivianer, die in Gruppen,unter freiem Himmel, das Totenfest zu Ende feierten.
Den Feiertag vergessend, wollten wir bei unserem Lasagne-Italiener zu Abend essen. Dieser hatte jedoch zu und so wurde es eine Lieferpizza in Familiengrösse. Glücklich und gesättigt hieß es danach auch gleich ab in die Federn, denn um 4Uhr klingelt der Wecker für unseren Flug nach Rurrenabaque - Jungle is calling!

La Paz
La Paz Department, Bolivia
Sabrina Missing

Tag 22-24 - La Paz bei Tag

Nachdem wir gemerkt haben, dass wir etwas besser in der Zeit waren als angenommen, hatten wir ein paar mehr Tage in La Paz dir wir etwas zum erholen nutzten. Es liegt also nicht dran, dass wir La Paz soo doll finden ;-)

Tag 22:
Wie vorgenommen gingen wir den heutigen Tag etwas langsamer an. Ein gemütliches Frühstück später, machten wir uns auf den Weg ein paar Angebote für unseren Dschungeltrip einzuholen.
Mit Map gewaffnet ging es los. Hinauf auf die zum Bersten gefüllten Straßen, wo durch die vielen Autos und Busse (man möchte jetzt besser nicht erwähnen dass dabei sehr viele alt-deutsche Autos dabei waren) der Smok nicht zu übersehen war. Von unserem Hostal marschierten wir dir Hauptstraße hinunter und rechts zur San Franzisko Kirche hinauf mitten ins rege Treiben zwischen Marktfrauen, Geschäftsmänner und Schulkinder. Wie wir feststellten, war es gar nicht so leicht ein gutes Almuerzo Restaurant zu finden und so dauerte es sicher eine gute Stunde bis wir endlich vor unserem Essen saßen. Danach klapperten wir drei Reisebüros für unseren Dschungeltrip ab.
Es gibt von hier generell 2 Möglichkeiten um nach "Rurrenabaque" zu gelangen. Das ist der Ort im Dschungel, von dem aus es entweder weiter in den richtigen Dschungel (Madidi Nationalpark,kleine Flüsse,viel Flora&Fauna) oder in die Pampa (breiter flacher Fluss, viele Tiere,deswegen bei Touris beliebter, aber kein richtiger Regenurwald) geht. Entweder eine circa 20-22Stunden Busfahrt (120bol = ~15€ one way) oder ein einstündiger Flug...Ähmmm der Punkt geht an den Flug, einfach weil das Angebot insgesamt dann preislich so ok war das wir uns für weniger Strapazen entschieden haben :-)
Bei den Flügen hat man wiederum die Wahl - entweder die günstigen Maschinen des Militär (TAM, 470bol one way = ~ 55€), welche aber nur an 3 Tagen die Woche fliegen oder die teurere Amazonia-Airline (680bol = ~80€ one way), die dafür fünfmal täglich fliegt.
Leider hat bei uns der Server des TAM gestreikt und die Flugpläne waren zeitlich nicht stabil, so dass wir uns für die teureren Flüge (damit fliegen wir auch in einer nicht ganz so wackligen Maschine) entscheiden mussten, da wir nicht die Zeit hatten abzuwarten. Wer zeitlich flexibler ist, dem sei TAM geraten um etwas zu sparen.
Schluss endlich buchten wir eine 3 Tage und 2 Nächte Variante in einer Lodge im Madidi Nationalpark, mit bunt gemischtem Programm (1818bol = ~ 215€ inkl. Flüge). Dazu kommen vor Ort noch 125bol Eintritt in den Park und ein paar Bolivianos für den Transfer vom Flughafen zum Startpunkt der Tour. Das hätten wir dann also :-)
Unser Tipp für alle deren Budget großer ist: Es gibt ein Reisebüro "Madidi Travel", die haben ein 40.000 Hektar großes geschütztes Gebiet mit einer Lodge und bieten ein wahnsinnig einzigartiges Programm an - bekannt aus Dokumentationen von "National Geografics"! Preise liegen inkl. Flügen so ab 350-400€ sind ihr Geld aber sicherlich absolut wert :-) War unser geheimer Favorit, viel aber dann vernunft- und budgetbedingt raus.

Mitten in den Straßen von La Paz trafen wir dann zufällig Liesbeth, eine beeindruckende und etwas ältere Frau, die wir bereits zum Machu Picchu kennenlernten. Da wir noch keine Abendpläne hatten, verabredeten wir uns mit der gebürtigen Holländerin, die vor über 30 Jahren nach Australien auswanderte, zum gemeinsamen Abendessen. Im Angelo Colonial aßen wir dann eine Runde Lasagne und liefen dann gemeinsam zu unseren nahe zusammenliegenden Hostals.

Tag 23:
Lena nahm das Angebot von Liesbeth war, in der Früh ihre Bilder auf deren Mac-PC zu sichern, da ihr Formst auf den hier üblichen alten Windowsrechnern nicht gelesen werden konnte. Tja dabei stellte sich leider heraus, dass durch das Anstecken des USB Stick an einen vorherigen Rechner Bilder beschädigt worden waren :-( somit war Lenas Vormittag gelaufen und sie saß mit der guten Seele Liesbeth vorm PC um die Daten zu retten.
Lisa und ich gingen deshalb allein in dir Stadt zum Mittagessen und besorgten dann für die Beiden einen Snack, damit sie auch versorgt waren.
Den Nachmittag verbrachten wir in gemütlicher Runde im Hostal und tauschten uns mit anderen Backpackern über Erfahrungen, Tipps und Co aus. Abends bereiteten wir uns eine Brotzeit aus Toast, frischen Tomaten, Avocado, Schinken und Käse zu. Die Zutaten hatten wir mittags bei unserer Stadttour auf dem großen Lanza Markt in der Innenstadt besorgt.

Tag 24:
Leider ging es Lena vormittags nicht so gut und so legte sie sich nach dem Frühstück noch mal hin. Lisa und ich nutzen die Zeit uns ein wenig über unsere Weiterreise zu erkundigen. Deshalb hieß es erneut Reisebüros und Internet checken, denn nach Lenas Abreise heißt es für uns weiter Richtung "Salar de Uyuni" und dann in die "Atacama Wüste. Nachmittags machten wir uns mit einem Bus auf zu dem weiter entfernteren Supermarkt Ketal. Also hieß es wieder richtigen Bus finden, rein springen und vor allem wissen wo man raus muss, wenn man noch nie da war. Im Ketal wollten wir uns mit einigen Sachen für den Dschungel eindecken und besorgten zudem noch ein paar ZIP-Beutel, um unsere elektronische Geräte vor der Feuchtigkeit zu schützen.
Im Anschluss gingen wir gleich zu Abend essen und kehrten danach ins Hostal zurück. Hier saßen wir noch in gemütlicher Runde zusammen und lasen ein paar Kapitel, nun ja zumindest so lang, bis sich der nächste Plausch mit unser Dorm-Mitbewohnerin Brigit (25, bezahlte Veterinär-Volunteerin) ergab ;-)

La Paz
La Paz Department, Bolivia
Sabrina Missing

Tag 21 - Isla del Sol - ein Ausflug in die bolivianische Toskana

7Uhr der Wecker klingelt, ab unter die Dusche und um 8 ging es mit Semmeln und Banane an den Hafen um dort mit Ausblick aufs Wasser zu frühstücken. Um 8:30Uhr setzten wir uns dann mit unserem Bötchen Richtung Isla del Sol in Bewegung. Diesmal saßen wir alle auf dem Deck und genossen die wunderschöne weitläufige Aussicht auf den Titikakasee. Circa 1,5Std. ließen wir uns trotz Sonnenschein dick eingepackt den Fahrtwind um die Ohren wehen. Vorbei an dem südlichen Teil der Insel schipperten wir zunächst zum nördlichen Ende der Insel, welches den Startpunkt unseres Ausfluges darstellte. Achtung auf beiden Inselteilen werden jeweils 10bol Eintritt fällig. Dort angekommen fielen uns erst mal die zahlreichen Schweine auf, die am Strand herumliefen ... Was für ein süßes seltsames Bild :-)
In den kommenden eineinhalb Stunden wanderten wir entlang eines weißen einsamen Strandes, über Stock und Stein den nördlichen Teil hinauf, vorbei an Schweinen, Eseln und Schafen sowie kleinen Gärten von Einheimischen, zu einem wundervollen Aussichtspunkt. Weit oben über den Klippen schauten wir über die wahnsinnigen Weiten des Titikakasee und fühlen uns unglaublich frei. Da wir uns nicht zutrauten den straffen Marsch von angesetzten 3Std. zum Süden der Insel zu meistern (das Boot ging bereits um 15:30), liefen wir zurück und schipperten gemütlich mit dem Boot dorthin. Während Lena und ich in der Sonne an Deck schliefen, verbarg sich Lisa lieber im Schatten unter Deck, denn leider hatte sie sich wohl einen kleinen Sonnenstich geholt.
Im Süden aßen wir im Schatten einen Sandwich und fuhren danach wieder nach Copacabana zurück. Mit reichlich Wasser und Aspirin ausgestattet schlief Lisa, während Lena den Rückstand ihres Tagebuch etwas aufholte und ich etwas las.
An Land angekommen ging es Lisa Gott sei dank wieder besser und wir konnten die Weiterreise nach La Paz antreten.
Um 18:30 fuhren wir im Bus zunächst circa 1,5Std. zur Spitze des Titikakasees von dem aus man mit der "Fähre" auf die andere Seeseite übersetzten konnte, so dass man schneller in La Paz war. Unser Busfahrer war ausnahmsweise mal einer der gemütlichen Sorte und so tuckerten wir in dem sicherlich 20 Jahre alten Bus bei untergehender Sonne durch die Serpentinen-Bergstraßen Richtung Fähre. Im Hafen angekommen, schauten wir uns suchend nach einer Fähre um, doch ohne Erfolg...Als wir ausstiegen, schickte man uns zu einem kleinen Beiboot. Etwas verdattert wussten wir zunächst nicht so recht was das zu bedeuten hatte,da wir ja mit einer Fähre rechneten....Hahaha....als wir uns umsahen, erblickten wir einen anderen Bus, der gerade auf ein schwimmenden Bretterverschlag auf dem Wasser verladen wurde. Ach du Schreck das war dann wohl sowas wie eine Fähre. Während wir also in einem Beiboot circa 5min über das Wasser fuhren, schaukelte unser Bus also auf dieser Nussschale hinüber. Was ne Gaudi. Drüben angekommen, stiegen wir nach kurzer Pause (schnell ein Baño suchen, denn der Bus hatte wiedermal kein Klo) wieder in den Bus und fuhren weiter gen La Paz. Während der Busfahrt merkten wir schon deutlich, wie es stetig kälter wurde...gut das wir unsere Delta-Decken im Handgepäck hatten.
Während Lena und ich schliefen, erblickte Lisa die ersten absolut armen Randdistrikte von La Paz. Von den ersten Häusergruppen bis ins Stadtzentrum brauchte der Bus sicherlich noch 40Minuten in denen es von den bebauten Berghängen hinunter in den Stadtkern ging.
Gegen kurz vor Mitternacht kamen wir im "Hostal Pirwa" an (Fußweg vom Busterminal keine 5min), wo wir uns für einen 6-Bett-Dorm für Frauen entschieden (~7,50€ pP inkl. Frühstück). Nach den letzten doch sehr reiseintensiven Tagen nahmen wir uns für morgen fest vor, etwas zu entspannen.

Copacabana
La Paz Department, Bolivia
Sabrina Missing

Tag 20 - Puno "Los Islas de Uros"

Da wir bereits um 9 Uhr auschecken mussten, warfen wir uns unter die heiße Dusche - naja außer Lisa die erwischte leider eine Kalte :D Das Highlight des Tages war das Frühstück im Inka's Rest, denn neben den obligatorischen Semmeln mit Marmeladen beinhaltete es auch Saft, Rührei und Banane.
Frisch gestärkt starteten wir zum heutigen Ausflugsziel: die schwimmenden Inseln der Uros. Gleich vorweg, wir würden diesen Tag nicht noch mal so planen, weil uns die Inseln einfach nicht wirklich gefallen haben. Es ist ultra touristisch, wirkt nicht wirklich authentisch und ist noch dazu irgendwie eine typische "Touristenabzocke"...darf man also getrost überspringen ;-) Aber nun zu unserem Tag.

Mit einem Boot sollten wir ca. 25min über den Titikakasee zu den Inseln fahren. Keine 10min vom Steg entfernt, fiel der Motor des Bootes aus und die beiden Peruaner machten sich erstmal am Heck des Bootes zu schaffen, während wir auf dem See trieben...Einige Anläufe später brachten die den Motor wieder zum Laufen und die Fahrt konnte weitergehen.
Kurz darauf erreichten wir den von Schilf umgebenen Eingang der Inseln der Uros und unser Boot legte an einer kleinen Insel an. Empfangen wurden wir von sechs Familien. Unser Guide erklärte uns wie die schwimmenden Inseln entstehen und wie die Familien hier ihren Alltag meistern. Danach wurden wir eingeladen die Hütten der Bewohner zu besichtigen. Nach ein paar Minuten Smalltalk packten die Bewohner dann mit einem Rutsch all ihre selbstgebastelten Sachen aus und schauten uns mit großen Augen nach dem Motto "So und jetzt unterstützt uns mal" an. Einige "unfreiwillige" Soles später, standen wir wieder vor den Hütten, wurden auf ein typisches Inka-Boot "eingeladen" (na klar 10 Soles) und danach 5min (!) auf eine größere Insel geschifft wo wir dann etwas essen oder trinken hätten können/sollen. Hmmm also irgendwie hatte ich mir da viel mehr vorgestellt, aber nach diesem Hin und Her wurden wir zurück zum Hafen gebracht und da waren wir dann wieder...einige Soles ärmer und verdattert um 12 Uhr Mittag. Idyllischer Atmosphäre vermissten wir sehr und deshalb würden wir wohl Puno einfach komplett überspringen, denn auch die Innenstadt gibt nicht wirklich was her. Ansonsten gibt es in der Umgebung keine großen Sehenswürdigkeiten.
Da wir von Arequipa aus Richtung Copacabana-Bolivien unterwegs waren, wäre für uns Puno so oder so auf dem Plan gestanden, da es keinen direkten Bus nach Bolivien gibt und man deshalb dort umsteigen muss. Wer von Cusco direkt nach Bolivien unterwegs ist, kann direkt einen Bus nach Copacabana nehmen oder nur kurz in Puno umsteigen ohne dort über Nacht zu bleiben. Kleine Info am Rande: Man kommt nur bis 13:30 mit den Booten auf die Isla del Sol, das sollte man dringend mit in die Planung mit einbeziehen :)

Nach diesem eher enttäuschenden Vormittag gingen wir noch kurz mit Selina Almuerzo essen und nahmen dann den letzten Bus des Tages um 14:30 nach Copacabana (Fahrzeit 4 Std - 15Soles). Danach fahrt leider wirklich keiner mehr (Achtung mit diesem Bus kommt man dann nicht mehr am gleichen Tag auf dir Isla!).
Ungefähr zur Halbzeit mussten wir die bolivianische Grenze passieren...Den Reisepass gezückt, die Ausreisekarte von Peru in der Linken und die Immigrationskarte für Bolivien in der rechten Hand machten wir uns auf den Weg. Erst auf peruanischer Seite offiziell ausreisen, dann zu Fuß über die Grenze gelaufen und sich dann in Bolivien in die Schlange zur Einreise stellen. Gott sei Dank hat bei uns alles reibungslos geklappt, ganz anders als bei so einigen Amerikanern - die durften erstmal rund 150$ für ihr Visum zahlen. Na Merci, gut das wir deutsche Pässe Haben und 3Monate ohne irgendwelche Visa oder Kosten einreisen dürften ;-)
Da die drei Männer so lang gebraucht hatten und der Busfahrer scheinbar keine Lust mehr hatte fuhren wir auf einmal los - ohne die Männer :O circa 40min später waren wir in Copacabana. Dort angekommen stürmten erstmal die drei erzürnten Amerikaner in den Bus und legten sich mit dem Busfahrer und seinem Assistent an - eieiei grad das keiner blutet...
Die Rucksäcke aufgeschultert machten wir uns dann noch auf die Suche nach einem Hostel sowie einer Tour zur Isla del Sol am nächsten Tag. Zügig fanden wir das "Hostal Sophia" (in der kl. Gasse Richtung Hafen runter) und nach 10min Diskussion konnten wir doch glatt für 35Bolivianos statt 50bol pro Person in einem absolut sauberen Dreibettzimmer mit heißer Dusche übernachten. Aja richtig wir haben schon wieder eine neue Währung...nach mexikanischen Peso, peruanischen Soles haben wir nun Bolivianos. 1€ sind momentan ungefähr 8,5bol.
Man merkt also gleich, Bolivien ist ein unfassbar günstiges Land. Genau richtig um etwas Geld zu sparen juhuuu
Das Gepäck abgeladen ging es noch mal in ein Reisebüro um eine Tour zur Isla del Sol zu buchen. Wir entschieden uns für eine Ganztagestour (8:30 Abfahrt Boot, 15:30 Rückfahrt) bei welcher man sowohl den "Norden" der Insel mit seinen Ruinen und phantastischen kleinen Stränden besichtigen konnte und man ebenfalls einen Abstecher zum Süden der Insel machte. Hin- und Rückfahrt mit dem Boot kosteten uns pP 35bol.
Zusätzlich buchten wir auch gleich den Abendbus am kommenden Tag nach La Paz für 25bol (kein Touribus,kein Klo, aber ok, sicher und günstig ).
Zum Abschluss des Tages gingen wir in eine kleine süße Bar, aßen sau leckere Pizza und spielten 4-gewinnt :-) Groggy ging es zurück ins Hostal und ab ins Bett, denn morgen heißt es schon wieder früh aufstehen, Sachen packen und ab zum Hafen. Also gute Nacht!

Puno
Puno, Peru
Sabrina Missing

Tag 19 - Jugo Time

Heute gab es erneut ein vitaminreiches Frühstück und diesmal sogar mit peruanischem Aktivia-Joghurt - natürlich bei strahlendem Sonnenschein auf der liebgewonnenen Dachterrasse :-)

Danach hieß es Taschen packen, Gepäck hinterlegen und ab in die Stadt. Heute zog es uns auf den "San Pedro Market", wo wir uns direkt ins rege Treiben der peruanischen Marktfrauen mischen wollten.
Gesagt, getan: Die folgenden zwei Stunden bummelten wir durch die prall gefüllten Gänge, vorbei an frischem Obst & Gemüse, Kräutern und frisch gebackenem Brot. Die Vielfalt der einzelnen Lebensmittel erstaunte uns... Alleine bei den Kartoffeln hatte man sicherlich die Auswahl zwischen rund 12 Sorten. Auch beim Obst erblickten wir zahlreiche fremde Früchte, Zucchini gab es in der Größe einer kleine Wassermelone und Brote gab es in wirklich jeder erdenklichen Form.
Außerdem passierten wir, die für europäische Nasen doch sehr streng riechenden Fisch & Fleisch Stände - natürlich ohne jegliche Kühlung der Lebensmittel Nasen zu und durch. Wie die das alle vertragen war uns ja ein Rätsel lach
Zum Abschluss gönnten wir uns einen leckeren Jugo (Frisch gepresster Fruchtsaft, für uns ohne Wasser g) bei einer absolut netten Saft-Lady :-) Diese zauberte uns zunächst unsere Jugos aus Mango-Ananas sowie Orange-Papaya-Banane und lies uns zudem auch noch allerlei Früchte probieren, die wir aus Europa nicht kannten.

Da es inzwischen Nachmittag war gingen wir noch kurz Almuerzo essen. Eieiei da ist uns das erste Mal eine Horrorbestellung passiert... In der Annahme 1x Suppe und 2x irgendwas, was mit Fleisch ist, bestellt zu haben, drehte sich mir der Magen um, als auf einmal 2x Suppe für Lisa & Lena und 1x ein seltsamer Eintopf vor mir stand. Oh pfui man sah sofort, dass das etwas war das ich definitiv nicht essen konnte :O Was genau es war, keine Ahnung -aber es war auf jeden Fall kein normales Fleisch sondern sah stark nach Stückchen eines Kuhmagens aus. Lena und Lisa brachen bei meinem Gesichtsausdruck erstmal in Lachen aus und ich betete nur, dass der Teller vor meinem Gesicht verschwand. Ende vom Lied, ich habe einmal probiert, mit größter Vorsicht, ja nicht dem fleischähnlichen Inhalt näher zu kommen, denn der Rest sah wirklich gut aus (Gemüse, Graupen, Quinoa), aber leider brachte ich nicht mehr als einen Löffel runter. Lena probierte auch und schaffte auch nur einen Löffel. Jetzt bestätigte sich also meine Vorahnung das etwas falsch war, als die Dame bei der Bestellung "seltsam" gelächelt hat...ab sofort werde ich wohl noch etwas genauer hinschauen und nachfragen was ich bestelle haha

Mit Sack und Pack bewaffnet ging es zurück zum Terminal Terreste, wo wir eine spannend kurzfristige Busfahrt nach Puno buchten (15soles/~4€ pP) - der Bus sollte um 16:30 abfahren und wir standen um 16:26 am Schalter bei einer seelenruhigen Verkäuferin, die per Hand und ganz ohne Eile unsere Tickets ausstellte und uns dann sagte, dass der Bus im anderen Terminal abfährt. Mit einem Affenzahn rannte der Assistent dann mit uns über die Straße ins andere Terminal und lieferte uns beim Bus ab. Fix und foxy warfen wir uns in die Sitze in dem Glauben, gerade noch so den Bus geschafft zu haben...Weit gefehlt, denn der Busfahrer dachte gar nicht daran pünktlich loszufahren und so saßen wir 45min im stickigen Bus zwischen immer wütender werdend peruanischen Fahrgäste, welche schimpfend und stampfend ihren Unmut über diese Verspätung kundtaten. Ganz klare Masche, denn der Bus hatte keine Lust halb leer zu fahren und wartete deshalb einfach mal noch etwas ab. Zudem stellten wir fest, dass der Bus keine Toilette hatte, was bei einer auf 5 Stunden angesetzten Busfahrt durchaus spannend werden könnte, da die Busfahrer hier selten einsehen anzuhalten. Ja dann mal los. Aus lauter Angst auf die Toilette zu müssen, aßen und tranken wir erst mal nix und versuchten einfach zu schlafen...Lena gelang das ganz gut, Lisa und ich hörten Musik und probierten uns von den Serpentinen abzulenken ;-) Natürlich dauerte die Fahrt keine 5 sondern eher 7 Stunden und so waren wir froh, als der Busfahrer nach 4 Stunden anhielt. Klar war, noch mal würde er sicher nicht anhalten und so sprangen wir aus dem Bus und ab in die dunkle Pampa. Im Bus lernten wir dann noch Selina, eine 18jährige Abiturientin kennen, die sich ein Jahr Auszeit nimmt, um zu reisen - Hut ab, mit 18 allein durch Südamerika!
Nachts ging es dann ins Hostel "Inka's Rest" wo wir uns mit Selina ein 4-Bett-Zimmer teilten (~7,20pP). Das Hostel ist absolut zu empfehlen, tolle Inhaberin, Sauberkeit bei 100% und Frühstück mit Rührei, Saft und Obst! Noch dazu total zentral gelegen (Innenstadt, Hafen und Busbahnhof nicht mehr als 10min).

Arequipa
Arequipa, Peru
Sabrina Missing

Tag 17 & 18 - Arequipa wir kommen

Schon beim Aufwachen bestätigte sich die Vorahnung eines riesen Muskelkaters. Etwas gerädert machten wir uns ans Packen und auf zum letzten Frühstück in dem doch sehr lieb gewonnenen Dragonfly Hostel.
Im Anschluss gaben wir noch einmal 11 Kilo Wäsche in die Lavanderia und kümmerten uns um unsere Weiterreise nach Arequipa. Auf die Empfehlung zahlreicher Backpacker entschieden wir uns dafür, der "Cuidad Blanca" einen kurzen Besuch abzustatten, bevor es weiter Richtung Titikakasee gehen sollte.
Wir entschieden uns für einen Nachtbus (20Uhr, Oltursa, 67 Soles pP incl. Tax), so dass wir die zehnstündige Fahrt im Optimalfall möglichst vollständig verschlafen könnten. Im Bus angekommen gab es noch ein kleines Abendessen (incl.) und es wurde tatsächlich mal ein netter Film gezeigt, bevor wir tatsächlich alle schliefen.

Gegen 6 Uhr fuhren wir dann im Busterminal Terreste in Arequpia ein. Von dort aus ging es zum Plaza de Armas, von wo aus die Hostelsuche begann. Wir haben Zwei angeschaut, welche Beide gut aussahen. Zum einen das "Bothy Hostel", mit kleinem hip bemalten Innenhof und Dorms für ca. 7,50 €. Zum anderen, knapp 50Meter weiter das "Hostel Santa Cathalina" mit einem Dreibettzimmer und Dachterrasse für umgerechnet 5,70€. Der Zuschlag ging an das Cathalina, da uns die Dachterrasse so gut gefallen hat und wir die Küche zum Kochen zur Verfügung hatten. Geduscht und mit zubereitetem Frühstück saßen wir bereits um 8:30 in der Sonne auf der Dachterrasse und genossen den Ausblick auf die umliegenden Vulkane. Dabei versuchten wir unsere Tour zum Colca Canyon zu planen und leider wurde und dabei klar, dass wir nur 1 Tag dafür Zeit hätten. Man kann Touren für 1 Tag buchen, diese bestehen aber dann hauptsächlich aus Fahrtzeit und Kurz-Stops an den Highlights um mit Anderen in Touristen-Restaurants gestopft zu werden. Ergo, wir entschieden uns schweren Herzens dagegen.

Am späten Vormittag bummelten wir gemütlich durch die Innenstadt (Sonnencreme nicht vergessen g), aßen Almuerzo und machten uns kurz vor 15 Uhr zurück auf den Weg zum Plaza de Armas. Von hier aus startete die zweieinhalbstündige "Free Walking Tour"(nähere Infos z.B. Tripadvisor oder Touristeninfo), eine auf "Tips" basierende Stadttour geführt von Studenten. Solche Arten von Touren gibt es auch in Lima, Cuzco und La Paz. Die Tour war total klasse! Wir hatten einen netten Studenten, der uns kreuz und quer durch Arequipa führte, uns zahlreiche Tips und Empfehlungen für kostenlose Aktivitäten oder Restaurantempfehlungen gab und uns die Geschichte, die Kultur und die Bräuche näher brachte. So zum Beispiel erfuhren wir, wieso es auf den umliegenden Märkten überall tote Babylamas zu kaufen gibt...Denn das Brauchtum besagt, dass vor dem Bau eines neuen Hauses in jede Ecke des Hauses ein Lama in der Baugrube geopfert werden muss, um die Götter zu besänftigen und die Bewohner vor Naturkatastrophen zu bewahren (z.B. Vulkanausbrüche)...Na dann dürft ihr euch jetzt selbst ausmahlen was laut der Legende geopfert wird, wenn ein größeres Gebäude als ein normales Haus gebaut wird grusel.
Unser Guide führte uns zudem zu einer Werkstatt, in welcher man neben einem Alpaka-Streichelzoo auch die Herstellungsprozesse von Alpakatextilien sehen konnte. Jetzt wissen wir, wie sich gute Alpakawolle, und vor allem Baby-Alpaka (1. Schur) anfühlt und sind gewappnet für kleine Shoppereien in Bolivien :-)
Zu guter Letzt gingen wir in ein Schokoladen"museum", in welchem Schokolade selbst hergestellt wird. Hmm das roch und schmeckte ziemlich lecker :-) Hier bekamen wir einen Schokotee und ein kleines Stück Schokolade mit 70% Kakao. Wie auch die Schokoladenmuseen in Cuzco gab es auch hier die Möglichkeit für Schokoladen-Kurse, in welchen man seine eigene Schokolade herstellt, jedoch hatten wir dafür keine Zeit.

Abends nahmen wir die Küche unseres Hostels in Beschlag und fielen danach relativ früh in die Federn.

Arequipa
Arequipa, Peru
Sabrina Missing

Tag 16 - 2852 Stufen zum Machu Picchu Mountain

Punkt 4 Uhr klingelte unser Wecker und riss uns unsanft aus dem Schlaf. Von draußen vernahmen wir ein lautes Plätschern, das uns annehmen ließ, dass es stark regnete Mist
Auch jetzt ging das Licht noch nicht...Also, schnell im Kerzenschein Zähne geputzt und warm angezogen. Danach hieß es willkommen in der Bäckerei, denn mit Leatherman ging es ans Brötchen schmieren. Bepackt mit Wasser, Avocado- und Marmeladenbrötchen, Kekse, Cocabonbons (für die Höhe) stellten wir uns um 5Uhr morgens in die bereits 50 Meter lange Schlänge für den Bus. Draußen angekommen, stellten wir fest, dass es zwar etwas tröpfelte, das laute Plätschern jedoch Geräusche des Flusses waren. Ab 5:15 gingen dann minütlich Busshuttles von Agua Caliente zum Eingang des Nationalparkes. Wir entschieden uns für eine Busfahrt hinauf (10$) da das Hochlaufen ungefähr 1,5Std in Anspruch nimmt und wir nicht sicher waren, ob uns das zu viel wird, da wir ja zusätzlich noch auf den Machu Picchu Mountain steigen würden (Aufstiegszeit ca. 2 Stunden). Generell ist es so, dass man, wenn man nicht möchte, kaum einen Schritt laufen muss um zu den Ruinen zu gelangen. Vom Bus sind es circa 100 Meter hinein. Nicht vergessen sollte man aber die vielen Stufen innerhalb der Ruinen.
Nach dreißigminütiger Fahrzeit eine enge ungeteerte Bergstraße hinauf, kamen wir an.
Brav stellten wir uns mit Pass und Ticket in die Schlange vor dem Eingang. Drinnen angekommen, warteten wir gespannt auf unseren Guide Pablo, welcher uns zwischen 6-8Uhr durch die Ruinen führte. Die kommenden zwei Stunden bemühte sich Pablo uns die Geschichte dieser alten Inkastadt näher zu bringen. Leider mussten wir die erste Stunde unseren überaus hässlichen aber farbenfrohen Regenpocho tragen um nicht komplett durchzuweichen. Dennoch genossen wir den atemberaubenden mystischen Anblick der Ruinen während der Nebel langsam zurückwich.
Wie Pablo angekündigt hatte, lichteten sich jedoch schon bald die Regenwolken. Vor allem vor und während der Regenzeit, kommt es morgens fast täglich zu Regenschauern. Doch in der Regel reißen bereits gegen 9 Uhr die Wolken auf und die Sonne bahnt sich ihren Weg, womit es auch schlagartig ziemlich heiß wird.
Nach der Tour hatten wir noch ausreichend Zeit die Ruinen auf eigene Faust zu erkunden. Bei uns beinhaltete das, nach einer kurzen Pause mit unseren Brötchen, den Aufstieg zum Machu Picchu Mountain. Vorsorglich kauten wir zum ersten Mal Cocablätter, die leistungssteigernd sein sollen, Kopfschmerzen lindern, die Höhenanpassung fördern und zudem saumäßig eklig schmecken. Mit Sonnencreme und Insektenschutz besprüht sowie ausreichend Wasser und Nervennahrung, hieß es Zähne zusammen beißen und los geht's. Am Eingang des Mountain erwartete uns dann die Hiobsbotschaft: Der Aussichtspunkt am Gipfel schließt bereits um 12:30. Ein schneller Blick auf die Uhr zeigte uns, dass wir somit weniger als 2 Stunden Zeit hatten hoch zu laufen und Fotos zu machen. Jeder gab sein Besten, um nicht Gefahr zu laufen, kurz vor dem Gipfel umkehren zu müssen. Doch bald trennte sich unser Trio und jeder war in seinem Tempo auf sich allein gestellt. 2852 Stufen später und grad noch in der Zeit schafften wir es alle nach oben check. Wer weiß, ob dir Cocablätter nicht doch dazu beigetragen haben?! Völlig erledigt schossen wir ein paar Erinnerungsfotos und genossen den phänomenalen Ausblick auf die von dschungelgrünen Berggipfeln umgebenen Ruinen. Dann hieß es auch schon wieder Zeit für den Abstieg hinunter ins Tal.
Dort legten wir uns für eine kurze Siesta in den Schatten der Ruinen - großer Fehler, denn dort wurden wir Opfer richtig gemeiner, beißender Insekten. Wir haben bis heute nicht ausmachen können um welche Viecher es sich genau handelt. Fakt ist unsere Arme und/oder Beine zieren Unmengen von hinterhältig juckende Stiche.
Zurück im Bus rückten wir in den Fokus einer peruanischen Schulklasse die uns fortlaufend mit Fragen bombardierten. Die Neugierde auf unsere Kultur war unglaublich süß. Angekommen in Agua Caliente startete dann noch ein kurzes Fotoshooting mit der kompletten Schulklasse, bevor wir endlich essen gehen konnten.
In Peru werden an jeder Ecke günstige Massagen angeboten - bis jetzt - haben wir immer widerstehen können...Doch in Angesicht unseres herannahenden Muskelkater, gönnten wir uns diesmal für umgerechnet 12€ eine 70minütige Massage traum. Soviel zum Thema arme Backpacker ;-)
Doch so war die Wartezeit bis zur Abfahrt unseres Zuges um 21:50 sinnvoll und schnell überbrückt und wir fielen tot müde in den Zug. Die Zugfahrt und eine spannende Busfahrt bei regennasser, unebener Fahrbahn später, kamen wir gegen 2Uhr morgens im Dragonfly Hostel in Cuzco an.

Machu Picchu
Cusco, Peru
  • Missing
    J.W. Schweiger hat am kommentiert:

    2850 Stufen, da können ja unsere 80 im Haus kein Problem mehr sein!!!!!!!!

  • FOOBAR
    [Gelöschter Nutzer] hat am kommentiert:

    In eurem Rucksack haben doch bestimmt noch ein paar Cocablätter platz um die heilende Wirkung auszuprobieren.Hähä Mama

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Sabrina Missing

Tag 15 - Auf geht's zum Machu Picchu

Heute ging es direkt nach dem Frühstück mit dem Bus von Condetravel nach Ollantaytambo. Um 12:30 stiegen wir dann bereits in den Zug von Perurail nach Agua Caliente. Der Zug, welcher in den Bahnhof fuhr war blau-gelb bestrichen und erfüllte im ersten Moment auch sonst jedes Klischee einer alten urgemütlichen und nostalgischen Bimmelbahn. Doch im Inneren erwarteten uns bemalte Wände, moderne und komfortable Sitze und Panorama-Dachfenster. Gespannt stiegen wir ein und ließen in den kommenden zwei Stunden die Landschaft an uns vorbei ziehen. Dabei hing Lena mit Kamera bewaffnet halb aus dem Zug, um all die Einflüsse auch fotografisch festzuhalten ;-) Während der gesamten Fahrt ertönte das laute Getute des Zuges und weißer Rauch stieg aus dem Schornstein...Ach irgendwie kam man sich wirklich so vor, als würde man soeben mitten im Hogwartsexpress sitzen :-)
Im kleinen Örtchen Agua Caliente angekommen, fuhr der Zug in den Bahnhof, der aus lediglich einem Gleis bestand, welcher direkt zwischen zwei Häuserfronten hindurch verlief. Sobald kein Zug in Sicht war, liefen die Leute auch einfach die Schienen entlang, als waren diese ein Gehweg ;-)
Hier sollten wir eigentlich von einem Hostelmitarbeiter abgeholt werden, doch leider erschien auch nach 30min keiner :-( Da wir leider den Namen des Hostels nicht wussten (das passiert uns gewiss nie wieder!), war das nicht ganz so funny.
Mit meinem Behelfsspanisch überzeugten wir dann schließlich eine Frau im Money Exchange, und ihr Telefon benutzen zu lassen, um die Reiseagentur anzurufen. Diese versicherte uns dann, dass in 5min jemand am Bahnhof erscheinen würde. Wohlweislich beharrten wir diesmal darauf, dass wir den Namen des Hostels gesagt bekamen, sollte erneut keiner erscheinen. Brav saßen wir also erneut mindestens 25min auf dem Bordstein direkt an den Bahngleisen und warteten...auf niemanden, denn es erschien niemand. Doch mit dem Namen des Hostels hatten wir uns schnell durchgefragt und standen keine 5min später vor dem Hostel. Auf Nachfrage nach unsere Reservierung wurde uns erstmal versucht weiß zu machen, dass bereits ein Dreibettzimmer von unserem Veranstalter besetzt wäre und kein weiteres frei sei. Eieiei da wollte uns wohl wer ärgern...Mit einer gekonnten Mischung aus bayerischer Bestimmtheit, die keinen Zweifel daran ließ, dass wir hier auf ein Zimmer warten würden, und die eiserne Miene dreier Chicas zauberte der Chef dann doch binnen von 5min ein Zimmer aus dem Ärmel - manchmal heißt es einfach beharrlich sein...nicht mit uns ;-)

Schnell das Gepäck abgelegt, ging es dann auch schon wieder raus auf den Markt, welcher prall gefüllt war mit allerlei Klamotten aus Alpaka-Wolle, Ledertasche oder sonstigen Souvenirs.
Abschließend gingen wir noch Abendessen - im Dunkeln! Schon im Hostel war uns aufgefallen, dass es keinen Strom gab. Bei unserem kleinen Rundgang für das passende Restaurant, wurde uns dann jedoch schnell klar, dass wohl die ganze Stadt im Dunkeln lag :-) Bewaffnet mit Lenas Leucht-Kugelschreiber (Danke lieber Gunnar, dein Stift hat uns gerettet) bahnten wir uns den dunklen Weg zurück ins Hostel. Dort trafen wir unseren Guide Pablo, der uns mit seinem astreinen Englisch überraschte. Er erklärte uns die Abläufe für morgen und wies uns außerdem in die Regelungen vom Machu Picchu ein: Kein Essen und Klos innerhalb des Parkes und keine Nacktfotos haha Vor ein paar Monaten muss wohl ein Pärchen splitternackt durch die Ruinen gelaufen sein und seit dem sei das offiziell verboten :-)
Nachdem die komplette Stadt keinen Strom hatte, gestaltete sich der Druck der Tickets (sollten wir vom Guide bekommen) als recht schwierig. Mit Pass und Ticketnummer bewaffnet, ging es dann also im Finstern mit Leucht-Kuli zum Ministerio de turismo, die Dank eines Generators funktionierende Computer hatten. Weitere 15min später konnten wir endlich unsere Tickets mit ins Hostel nehmen.

Zum Abschluss des Tages saßen wir Kinderschokolade mampfend bei Kerzenschein im Hostelzimmer. Natürlich haben wir dann nicht schon um 21Uhr geschlafen, ja das wird was morgen wenn der Wecker um 4Uhr klingelt.

Aguas Calientes
Huanuco, Peru
Sabrina Missing

Tag 14 - Dem Himmel so nah <3

Nach der durchtanzten Nacht gönnten wir uns einen entspannten Vormittag und kombinierten Frühstück und Mittagessen im Café Panam. Ein kleines süßes Café mit großartigen Sandwiches und unfassbar leckeren Gebäcken.
Gestärkt starteten wir den zweiten Teil unserer Sightseeing Tour. Quer durch die Innenstadt, hinauf zur San Christobal Kirche und ein paar Fotos der typisch peruanischen "Lamm-Frauen", waren wir eigentlich schon am Ende. Wir halten es für ein Gerücht, dass man sich nach 2 Tagen akklimatisiert hat - noch dazu bei abermillionen von Treppen in ganz Cuzco ;-) Apropos Treppen...
Weil wir unbedingt die Statue "Christo Blanco" sehen wollten, welche über der Stadt thront, machten wir uns auf den "20minütigen" Weg. Eigentlich hätten wir es wissen müssen ... Reale 45 Minuten und 500 Pausen sowie sicherlich an die 2000 schiefwinklige Stufen später, kamen wir oben an. Ein paar Einheimische die uns amüsiert beobachteten, wiesen uns darauf hin, dass die Stufen in einem Steigungswinkel von 45 Grad nach oben ragten .... Ja Merci dann wundert uns nix mehr :O
Als wir jedoch den Christo Blanco erblickten, waren die Strapazen nicht mehr entscheidend. Denn uns erwartete eine bombastische Aussicht über ganz Cuzco! Da hatte sich der Marsch aber wirklich gelohnt....101 Touribilder später (Lena entdeckte Alpakas als ihr Fotomotiv g) machten wir uns wieder auf den Weg in die Stadt hinunter - diesmal aber per Bus ;-)
Nach einem kurzen Einkauf für unsere bevorstehende Machu Picchu Tour (Do/Fr), gingen wir mit Jiri überaus lecker essen. Das Restaurant Uschu war dabei ein Traum und tendenziell etwas über unserem Backpackerbudget (Gott sei dank bekamen wir vom Hostel 10% Nachlass), aber es war der pure Waaaaahhhnnsinn seuftz Unser Fleisch wurde auf einem heißen Stein serviert mit Salat und verschiedenen Zubereitungsarten von Kartoffeln (Kartoffelecken, Süßkartoffelpürree, Erdnusskartoffelpürree). Danach gab es noch ein "chocolate madness" - Der Name war Programm!

Erledigt und papp satt kehrten wir ins Hostel zurück.

Cusco
Cusco, Peru
Sabrina Missing

Tag 13 - Cuzco en la noche

Nachdem kein Triple frei war, schliefen wir diesmal doch in einen Mehrbettzimmer, das wir aber glücklicherweise ganz für uns hatten. So schliefen wir hervorragend. Der Dorm hatte 6 Betten, eine kleine gläserne Badkammer und eine liebevoll bunt bemalte Wand. Über den Betten mit rosa/ orangen Tagesdecken hängen Namensschilder, wie man das aus dem Landschulheim kennt. Ein kleines Fenster wurde von Gardinen aus typisch peruanischem Stoff gerahmt und obwohl jeder hätte 2 Betten haben können, waren wir schon froh dass jeder mal für sich allein schlafen konnte. Das Dragonfly Hostel ist also nur zu empfehlen, denn heiß duschen kann man hier wirklich wörtlich nehmen :-)

Nachdem wir den Tag mit einem Continentalfrühstück im Hostel gestartet hatten, gaben wir unsere Wäsche in die Lavanderia ab und machten und auf, die Stadt etwas zu erkunden und vorallem ein Reisebüro zu finden, dass uns eine Tour für den Machu Picchu anbietet, die möglichst bald los geht und bezahlbar ist. Wir fanden das Conde Travel 2 Straßen von unserer Unterkunft entfernt, das uns der nette Holländer Jiri, den wir im Hostel kennen gelernt haben empfohlen hatte. Wir besuchten noch ein weiteres Reisebüro um einen Vergleichsangebot zu haben, entschieden uns dann aber die Conde Tour zu nehmen da sie günstiger und professioneller erschien. Wir werden berichten, wie der Ausflug war!

Die kleine City-Tour beinhaltete auch wieder ein Almuerzo, dass wir diesmal für 9 Soles erwarben. Es schmeckte erneut richtig gut. Danach holten wir unsere frische Wäsche und kehrten ins Hostel zurück. Gute Entscheidung - In diesem Moment fing es auch das Regnen an. Kurzerhand wurde unser Nachmittag zu einer netten Ratschrunde im Hostel. Mehrere Deutsche fanden sich und zwischendrin kamen Jiri, der Canadier Grant oder der Californier Peder dazu.
Um 19 Uhr beginnt Dienstags die Burgernight. Also wurden fröhlich Cheeseburger verspeist, bis wir beschlossen auszugehen und es mal richtig krachen zu lassen. Jiri und Thomas begleiteten uns und die Runde startete in der Bar "House of Pisco" die im Museo de Pisco integriert ist. Erleben durften wir neben grandiosen und außergewöhnlichen Variationen von Pisco (z.B. Maracuya Pisco Sour), einen grandiosen Sänger, der alle Gäste motivierte. Außerdem wurde ein peruanischen Tanz aufgeführt, bei dem sich ein Paar gegenseitig "jagte" um das Stück Papier, das am Hinterteil befestigt war anzuzünden. Amüsant zu beobachten, wie die beiden gockelartig umeinander rum tänzelten :D. Irgendwann wurden auch die Gäste involviert und wir kamen nur um ein Haar drum herum. Danach ging es weiter in eine Bar mit live Musik, in der hauptsächlich Einheimische unterwegs sind. Um diese zu erreichen mussten wir aber viel zu viele Stufen erklimmen, was uns aufgrund der Höhe immer noch enorm anstrengte. Einen Drink später war es Zeit in einen Club zu wechseln. Also ging es zurück zum Plaza de Armas. Dort angekommen überfielen und umlagerten uns ca. 15 Jungs mit Flyern für Free Drinks in ihren Clubs. Natürlich war jeder Einzelne der Ihren der Allerbeste in der Stadt. Letztendlich landeten wir zunächst im "Mythos", welcher Gott sei Dank überwiegend von Einheimischen besucht wurde. Gut gelaunt feierten wir ausgelassen und legten hin und wieder eine heiße Sohle Salsa aufs Parket. Im Anschluss zogen wir noch weiter und landeten in einem eher von Backpackern besiedelten Club "The Temples". Auch dort hieß es rauf auf die Tanzfläche, bis wir im Morgengrauen ins Hostel zurückkehrten.

Sabrina Missing

Tag 12 - Von Ica nach Cuzco per Bus

Leider konnten die bequemen Sitze und der zuvorkommende Stuard ab einem gewissen Punkt nicht mehr über die aufkommende Reiseübelkeit hinwegtrösten. Gefühlt 14 Stunden (von 18 Std) auf spitzwinkliger Serpentinenstraße bekam keinem von uns wirklich gut. Lisas Reisetabletten retteten uns über die letzten Stunden hinweg - Danke Lisa! Wir wollen uns nicht vorstellen, wie es ist in der 2. Klasse, in einem zweistöckigen Bus einer nicht so guten Linie durch die Kurven zu schaukeln. Unser Rat an dieser Stelle: bei den Tickets nicht an Geld sparen und lieber vorsichtshalber Medikamente einstecken. Der Schlaf kam somit etwas zu kurz - die spanischsprachige-Actionfilm-Dauerbeschallung half da auch nicht. Zwischendrin gab es noch einen kleinen unvorhergesehenen Stop. Ein Bus vor uns hatte Probleme, dann ist die Straße blockiert und man wartet bis es wieder weitergehen kann - in unserem Fall zum Glück eine kurze Pause von 15 Min. Dementsprechend gerädert kamen wir heute in Cuzco an. Dennoch beeindruckte uns die vielfältige Berglandschaft, die sich uns beim Durchqueren der Anden bot. Kleine Dörfer, verlassene Ruinen, freilebende Alpaka, Pferde oder Kühe... Es lohnt sich wirklich ab und an einen Blick nach draußen zu werfen.

Nach einer Stärkung und Verschnaufpause, die wir nach ein paar Schritten auf 3400m Höhe tatsächlich schon brauchten, machten wir uns auf die Suche nach einem netten und preislich akzeptablen Hostel. Diesmal hatten wir uns vorgenommen vor Ort einige live anzusehen und so stapften wir mit unseren Rucksäcken sicherlich die nächsten zwei Stunden durch die halbe Stadt. Viele Hostels bieten hier relativ günstig "Dorms" an, das sind Schlafsäale für beispielsweise 6,12 oder auch 20 Personen (~6-8€). Da das nicht ganz unser Ding war, sofern wir andere Optionen hatten, suchten wir weiter und entschieden uns schließlich für das "Dragonfly Hostel", das etwas oberhalb des Plaza Armas und super zentral lag (ca. 9,50€ pP / Triple/ incl. Frühstück).

Mittlerweile war es dunkel geworden, was in Cuzco gegen 18.15 Uhr passiert und so gingen wir noch schnell Abendessen und kehrten danach relativ zügig ins Hostel zurück. Nach einer heißen (nicht selbstverständlich) Dusche rief uns das Kopfkissen ganz laut.

Sabrina Missing

Tag 11 - Sandboarding in Hucachina

Heute versuchten wir einmal früher aus den Federn zu kommen - mit mäßigem Erfolg ;-) Unsere Fähigkeit täglich den Rucksack neu zu bepacken konnte definitiv noch ausgebaut werden...irgendwie kostete uns das noch zu lang Zeit.

Gegen 10 Uhr wagten wir dann den doch recht anstrengenden Weg die Sanddünen hinauf, um die Lagune von oben zu sehen. Auf einem schmalen Pfad stapften wir sicherlich 30mim den steilen Weg hinauf. Mit ein paar kurzen Atempausen versteht sich ;-) Doch der Ausblick war beeindruckend, denn oben vom Rand des Sandkraters konnte man über die weite Wüstenlandschaft blicken und genoss einen einmaligen Blick auf die zu Füßen liegende Lagune.
Abwärts ging es dann auch ganz flott :-) Im lustigen Lauf-Hüpf-Schritt stolperten wir die Steilwand hinunter und sammelten kiloweise Sand in Schuhen und Klamotten.

Unten angekommen checkten wir aus unserem Zimmer aus und legten uns zum kurzen Entspannen an den Pool bzw. in den mit Hängematten versehene Garten, um Kraft für das bevorstehende Sandboarding und die Wüstentour mit den Caddies zu tanken.
Um 16 Uhr starteten wir dann mit den Caddies in die Dünen. Ja Maria Jesus wir hatten ja keinen Ahnung gehabt was uns erwartet....Mit einem Affenzahn schossen wir durch die Dünen, stürzten über die Kanten der Berge in die Tiefe und jagten quer durch die Wüstenlandschaft.
Mitten im Nirgendwo hielten wir schließlich an, um auf die Sandboards zu steigen. So bewaffnet sich jede von uns mit einem Board und stapfte bis zum Rand einer Düne. Nun gab es zwei Möglichkeiten sich in die Tiefe zu stürzten: Zum einen elegant auf dem Brett stehend wie im Winter auf dem Snowboard (gut das das keine von uns Dreien beherrscht g) oder aber bäuchlings liegend mit dem Kopf voraus wie ein Surfer. Keine Herausforderung scheuend stürzten wir uns zumeist kopfüber in die Tiefe. Belohnt wurden wir mit 1,5Std purem Adrenalin und jeder Menge Spaß - Diese Tour ist also absolut zu empfehlen und mit 40soles = ~10€ wirklich lohnenswert! Sollte jemand partou nicht auf ein Board steigen wollen, so genießt er einfach die unglaubliche Landschaft. Wir würden empfehlen die Nachmittagstour zu buchen (16-18Uhr) da es dann einfach nicht mehr gar so heiß wie vormittags ist und man zudem den Sonnenuntergang direkt in den Dünen erlebt - Wow!

Frisch geduscht und bepackt mit all unserem Kram und zahlreichen Snacks ging es zurück nach Ica zu unserem Busterminal (Tepsa), wo wir dann um 21:45 in den Bus nach Cuzco stiegen. Der Nachtbus hat natürlich den Vorteil, dass man sich die Kosten für eine Übernachtung Unser Zuhause für die nächsten 18 Stunden, das ist im übrigen kein Tippfehler ;-), empfing uns mit bequemen Sitzen und einem absolut knuffigen Boardstuard, der uns mit Getränken versorgte. Trotzdem wird es eine extrem anstrengende Busfahrt quer durch die die Anden. Adios Ica :-)

Huacachina
Ica, Peru
Sabrina Missing

Tag 10 - Ale Vamos a Ica/Hucachina

Ausgeschlafen starteten wir in den heutigen Tag. Nach einem kleinen Frühstück machten wir uns auf den Weg zum Einkaufen, um uns vor der Busfahrt mit Snacks einzudecken, die auf das jeweilige individuelle körperliche Befinden abgestimmt waren ;-)
Danach begaben wir uns noch "kurz" auf den Weg zum Geld abheben. Doch leider mussten wir nach mehreren Versuchen an verschiedenen Bankautomaten feststellen, dass unsere Karten wohl nicht überall funktionieren. Daraufhin stellten wir uns in der Schlange für den Bankschalter an, um uns das Bargeld einfach schnell auszahlen zu lassen. Tja aus dem "schnell" wurde jedoch eine lange Stunde, in der die Bankmitarbeiterin in akribischer Kleinstarbeit und mit altem "Ratsch-Ratsch" System unsere Karten abpauste und Quittungen ausstellte. Erneut merkten wir, dass die Uhren hier halt doch etwas langsamer ticken, in Deutschland hätte man wohl in dieser Zeit mehrere Bausparverträge abgeschlossen ;-)

Zurück im Hostel wurden wir bereits von unserer frisch gewaschenen Wäsche erwartet - und plötzlich freut man sich über die kleinen Dinge im Leben. Glücklich über duftende und intakte Klamotten packten wir unsere Taschen und verließen das Hostel.

Mit dem Metropolitano (Linie B, stadteinwärts) fuhren wir eingequetscht zwischen Einheimischen bis zur Haltestelle "Aramburú". Lisa und Lena ragten dabei erneut mindestens einen Kopf über den peruanischen Fahrgästen und wiedermal konnten diese sich nicht entscheiden ob sie uns beladene Gringos faszinierend oder einfach nur komisch finden. Von der Bushaltestelle liefen wir dann knapp 20min bis zum Terminal des Fernbuses "Oltursa". Dort besorgten wir uns drei Tickets (60soles pP = ~17€) für den nächsten Bus nach Ica. Wir haben uns heute bewusst gegen "Cruz del Sur" entschieden, da diese für diese kurze Strecke einfach unverschämt teuer waren und noch dazu nur bis 14 Uhr verkehrten. Bereits ein paar Minuten später hatten wir unser Gepäck eingecheckt. Ja richtig, bei den "besseren" Fernbussen läuft es wie am Flughafen ab. Des Weiteren sind die Fahrzeuge mit GPRS getacked und die Geschwindigkeit wird überwacht, was das Reisen auf längeren Strecken sicherer macht. Für die heutige Strecke von knapp 5Stunden haben wir uns für die zweite Klasse entschieden und wurden dennoch mit wahren Luxussitzen überrascht, die neben enormer Beinfreiheit auch über einen Neigungswinkel von 140Grad verfügten. So "schwebten" wir also über die Straßen Richtung Ica. Dabei fuhren wir weg von der Großstadt hinein in die armen Randgebiete und weiter auf die Wüstenstraße. Der nahtlose Übergang der Umgebung und Vegetation erstaunte uns. Eine ausgiebige Siesta später sahen wir einen grandiosen Sonnenuntergang am staubigen Horizont.
Gegen 19Uhr erreichten wir den Busbahnhof und stellten uns angesichts der Taxis in Größe eines Schuhkartons, der nächsten Challange. Da wir ja zur Wüstenlagune "Hucachina" wollten, mussten wir nun noch ein kurzes Stück weiter.... Aber wie sollten 3 Europäerinnen bepackt mit rund 50kg Gepäck in einen alten Fiat Punto oder geschweige denn in ein TukTuk-Taxi passen? Keine Herausforderung scheuend stapelten wir uns und unsere Rucksäcke in das kleine Auto. 10min später und 7soles leichter erreichten wir das Hostel "Carola del Sur", in welchem wir knapp 9€ pP nächtigen würden.
Mit Jacken bepackt starteten wir unseren Rundgang durch Hucachina und aßen zu Abend. Im Anschluss gab es Brezln, Schoki und getrocknete Pflaumen.
Und weil die Welt so klein ist, trafen wir die Backpacker vom Plaza San Martin (Lima) erneut in unserem Hostel in Hucachina. Kurzer Hand beschlossen wir zum Abschluss des Tages noch gemeinsam ein...zwei Pisco Sour trinken zu gehen. Müde und groggy fielen wir in die Federn und hofften trotz Partylärm bald schlafen zu können.

Huacachina
Ica, Peru
Sabrina Missing

Tag 9 - Vamos a Barranco

"Buenos Dias un café por Lina"... Äh wie? Ja genau so haben wir auch geschaut als wir uns einen Kaffee bei Starbucks geholt haben und feststellen durften, dass wir absofort wohl alle drei Lina heißen, da man Lisa, Lena und Sabrina hier wohl als Lina versteht ;-)

Mit kompletten Gepäck beladen marschierten wir zum richtigen Bus, um uns auf den Weg nach Barranca einem im Südwesten gelegenen Stadtteil an der Küste zu machen. Erneut zeigte sich Lima von seiner sonnigen Seite. Dabei waren wir sicherlich 30min in einem überladenen Stadtbus im Verkehrschaos unterwegs, sind 20min zur Estácion Central gelaufen (Haltestelle für den Metropolitano = Schnellbus) und kamen nach weiteren 20min mit dem Metropolitano in Barranca an.
Klar hätte man auch mit dem Taxi fahren können, doch das kostet einfach vergleichsweise mehr, man steht noch länger im Stau (es gibt extra Busspuren) und noch dazu sieht man einfach nur die Hälfte von Umgebung & Einheimischen. Und genau die wollen wir ja auf dieser Reise sehen :-)

In Barranca angekommen tat uns allen dann doch etwas der Rücken weh vom vielen Tragen des Rucksacks, aber Gott sei Dank fanden wir recht schnell ein passendes Hostel mit einem freier Dreibettzimmer (Hostel Dormeyer).

Nach kurzer Siesta und Zusammenpacken der Wasche die in die Wäscherei muss, ging es wieder hinaus in die Sonne. Unsere Wäsche wurde doch tatsächlich vom Hostel zur Wäscherei gebracht und angeblich auch wieder zurück gebracht (1kg = 5sol/ 1,4€) ... Najaaaa schauen wir mal was wir morgen zurück bekommen und vor allem wie unsere Wäsche dann aussieht lach

In der Nachmittagssonne schlenderten wir zur Steilküste, ans Meer und durch die kleinen Gassen von Barranco vorbei an kleinen Straßencafes. Das Erscheinungsbild des Stadtteils war dabei maßgeblich durch den kolonialen Baustil geprägt. Nachdem wir bis auf das Frühstück nicht gegessen hatten, gönnten wir uns ein spätes Mittagessen bzw. frühes Abendessen in der Sonne mit grandiosem Blick aufs Meer.

Abschließend spazierten wir eine weitere Runde durch die Gassen und kehrten mit etwas Süßem ins Hostel zurück. Hier nahmen wir die Planung für unsere Weiterreise nach Ica bzw. Cuzco in Angriff. Hostelreservierungen und Buchungen für Busfahrten über das Handy sind ganz schön beschwerlich aber nach dem 5. Versuch gelang uns endlich der Abschluss der Buchung :-) Morgen geht's weiter nach Ica, wo wir zur Hucachina Wüstenlagune zum Sandboarden fahren. Sonntagabend startet dann unsere 18stündige Busfahrt nach Cuzco check.

Sabrina Missing

Tag 8 - Sonnige Aussichten in Lima

Beim vermeintlichen Einschalten des Lichtes in der Früh drückte ich ausversehen den falschen Knopf, woraufhin uns in einer ohrenbetäubenden Lautstärke Radiolärm entgegen plärte lach So jetzt sind gleich alle gescheit wach :-)

Mit unserem Tagesrucksack bewaffnet ging es zum Frühstücken, welches wir für eine erneute Recherche nutzten. Gestärkt stellten wir uns der wohl größten Herausforderung des Tages "Finde den richtigen Bus" ...haha... Lima besitzt leider noch immer kein gut strukturiertes Verkehrsnetz. Im Klartext: Eine dreispurige Straße wird gerne als fünfspurige genutzt, Strassenbegrenzungen oder -Beschilderungen werden weitestgehend ignoriert, Geschwindigkeitsbegrenzungen werden höchstens als "Empfehlung" verstanden, Buspläne sind nicht existent.
Und dann ruft euch folgendes Bild vor Augen: Da stehen zwei Lange und eine Blonde in Lima an einer "Bushaltestelle" (sicher waren wir uns da nicht), umgeben von Bussen ohne TÜV, schreienden Busassistenten und hupenden Taxi- und Autofahrern.
Durch diese massiv chaotischen Verkehrsverhältnisse die definitiv nicht mit den deutschen Gegebenheiten vergleichbar sind und den Kampf um jeden einzelnen Fahrgast, zeichnet die Busfahrer zusätzlich eine überaus halsbrecherische Fahrweise aus. Nicht zu verkennen sind die Assistenten der Busfahrer, die sich waghalsig und laut schreiend aus den fahrenden Bussen hängen, um mit kleinen Tafeln die Endstation anzuzeigen. Verlassen sollte man sich darauf jedoch nicht, denn die Rückseite hält ein anderes Fahrtziel bereit. Wir regen uns über den MVV in München auf?! Vergesst es!
Wie auch immer gelang es uns nach maximal 5 Minuten im korrekten Bus in Richtung historischen Altstadt zu landen und wenig später auch an der fast korrekten "Haltestelle" abzuspringen. Natürlich waren wir die Hauptattraktion und wurden ausgiebig von allen Seiten beobachtet. Von dort aus schlugen wir uns mit einer sehr verwirrenden Stadtkarte weiter zum Reisebüro vor. Nachdem wir mehrere Reisebüros wegen einer Tour nach Iquitos (Dschungel) abgeklappert hatten, gönnten wir uns ein typisch peruanisches Almuerzo. Darunter versteht man ein äußerst preiswertes Mittagsmenü mit Vorspeise, Hauptgericht und Getränk für umgerechnet circa 2€ pro Person.

Im Sonnenschein liefen wir die beeindruckende Innenstadt ab und passierten unteranderem den Plaza San Martin sowie den Plaza Mayor (Arms), auf dem sich neben dem Regierungspalast auch eine wunderschöne Kathedrale befand.

Auf dem Plaza San Martin trafen wir ein paar andere Backpacker, die uns empfahlen statt nach Iquitos lieber von Bolivien aus in den Dschungel zu fahren, da es dort zum wesentlich günstigeren Preis genauso schön sein soll. Das brachte uns zum Nachdenken, denn mit Flug und Tour (3 Tage, 2 Nächte) sollte man in Iquitos schon mit 400$ aufwärts rechnen. In Bolivien kann man für dieses Geld schon wesentlich länger im Dschungel bleiben. Schlussendlich entschieden wir uns gegen Iquitos und für ein späteres Dschungelabenteuer.

Als wir uns zum kurzen Verweilen in Sonnenschein auf dem Plaza San Martin setzten, lernten wir drei Peruaner kennen, die uns noch ein paar Highlights der Innenstadt zeigen. Im Anschluss gingen wir mit Paola, Jaku und Dennis in einer schönen jedoch versteckten Bar im Kolonialstil eine Runde Pisco Sour trinken. Dabei lernten Lisa und Lena ihre ersten Salsatanzschritte :-))) Na das sieht doch schon gut aus g
Paola brachte uns dann noch total süß zu unserem Bus (Gott sei Dank g) und so kamen wir sicher und glücklich im Hostel an.

Sabrina Missing

Tag 7 - Off to Peru

Die Rückreise nach Cancun war gestern noch problemlos verlaufen und auch ein Hostel für die Nacht in Cancun war schnell gefunden. Das "Hostel Cancun" (Calle Laurel) war super zentral gelegen (5min von ADO Busbahnhof), sauber, sicher und preislich absolut ok. Genau das was wir für diese kurze Nacht brauchten, denn unser Flug nach Lima ging ja bereits um 8:04. Noch dazu war die Empfangsdame super hilfsbereit und geduldig mit meinem Spanisch und organisierte uns unser Taxi zum Flughafen.

Bereits um 5:30 saßen wir also schon wieder im Collectivo zum Flughafen. Der Fahrer wartete zu unserer Überraschung sogar schon auf uns, so dass wir pünktlich und zu den Klängen der Bloodhound Gang und Nirvana zum Flughafen kutschiert wurden. Das lief also alles wie am Schnürchen.
Gott sei Dank hatten wir bereits online eingecheckt, denn so sparten wir unser ein einstündiges in der Schlange stehen, da wir direkt zum Schalter vorgehen konnten. Hier waren wir froh, dass wir unser Weiterflug bzw Rückflugticket nach Panama/Deutschland vorweisen konnten, da wir weder die genaue Aufenthaltsdauer in Peru noch eine Busreservierung für die Weiterreise nach Bolivien vorlegen konnten. angeben. Das einige Länder einen Nachweis (Flugticket, Reservierung Bus) für die Ausreise aus dem Land verlangten hatte ich schon im Vorab schon in verschiedenen Reiseblogs gelesen und erschreckte uns somit nicht weiter. Das sollte man allerdings bei Aufenthalten ohne gebuchtes Rückflugdatum im Hinterkopf behalten!
Auf dem Flug von Cancun nach Lima saßen wir in einer Maschine der Copaairline, in der uns extrem viel Beinfreiheit und auch noch breiterer Sitze vergönnt waren. Ein Traum für Lisa und Lena. Schade das dieser Flug nur knapp 2Stunden dauerte, denn auch das Entertainment-Programm hatte einiges zu bieten. Der Zwischenstopp in Panama verlief problemlos und schon 1Stunde später saßen wir erneut für ungefähr 3,5 Stunden im Flieger, leider diesmal ohne Beinfreiheit und TV. Das nutzen wir doch gleich für ein Mütze Schlaf.

Nach insgesamt knapp 7 Stunden traten wir MIT Gepäck jawoolll in die Empfangshalle vom Aeroporto Lima. Herrje und schon scharten sich sicherlich 10 Taxifahrer an unsere Fersen ... Einer lauter und nerviger als der andere ....
Eine kurze Orientierungsphase später saßen wir im Taxi und erlebten das geballte Chaos aus Rushhour und peruanischem Fahrstil - survived Amen. Bei unserem Taxifahrer hatten wir erneut einen Glücksgriff gelandet, denn er half uns bei der ersten Orientierung und war sehr darauf bedacht uns in keiner unsicheren Umgebung abzuliefern. Am Ende landeten wir im Stadtteil Sam Miguel, der mittig zwischen Flughafen und historischem Stadtkern liegt, so dass wir sowohl zügig am Flughafen als auch in der Innenstadt sein können.

Relativ groggy vom langen Tag setzen wir uns mit Kaffee bewaffnet in einen Starbucks (WLAN Vorteil) um unseren morgigen Tag und den bevorstehenden Dschungelausflug zu planen. Abschließend aßen wir noch schnell zu Abend und warfen uns dann in die Kissen.

Sabrina Missing

Tag 6 - Adios Tulum

Heute Morgen schafften es auch Lisa und ich endlich auf das Rooftop, um uns den Sonnenaufgang über dem Meer anzusehen. Lena hatte es schon die letzten Tage morgens um 6:30 aus den Federn geschafft ;-) aber es hat sich wirklich gelohnt!! Vom Dach hatten wir wirklich ein genialer Ausblick über das Meer und die daraus auftauchende Sonne. Keiner von uns hatten bisher einen Sonnenaufgang "aus" dem Meer gesehen, denn normalerweise versinkt die Sonne ja zum Sonnenuntergang im Meer. Mit der aufgehenden Sonne erwachten auch die Vögeln und so ertönte schon bald überall Vogelgesang. Der Tag könnte also beginnen.

Da wir nun schon wach waren blieben wir es auch und frühstückten relativ früh, so dass wir noch möglichst viel Zeit unseres letzten Tages hier auskosten konnten. Denn wir hatten entschlossen erst heute Abend nach Cancun zurück zu kehren, bevor unser Flug morgen früh nach Lima gehen würde. Dieser wundervolle Strand siegte 1:0 vor der stickigen Großstadt Cancun :-) So genossen wir die letzten Stunden am Strand in vollen Zügen.

Zum Abschluss spazierten wir noch eine Runde am Meer entlang und nahmen ein letztes Mal auf der wohlgenialsten Bank Platz :-).

Danach machten wir uns mit dem Bus auf dir Rückreise nach Cancun.

Ab morgen befinden wir uns auf unserem zweiten Reiseabschnitt PERU. Bitte nicht vergessen, in Peru wissen wir nicht wie regelmäßig wir an WLAN oder Internet können, also keine Sorgen machen, wenn es ab sofort nicht mehr täglich Neues gibt :-) Uns geht es gut!

Hasta pronto :-)

Sabrina Missing

Tag 5 - Another Day in Paradise

Tja was sollen wir von heute berichten :-) wir haben erneut einen Tag am Strand verbracht. Den kurzen Regenschauer in der Mittagspause haben wir galant mit unserem Lunch überbrückt und danach blieben wir bis zum abendlichen Gewitter abwechselnd lesend,schlafend und schwimmend unter den Palmen.
Abends kochten wir ein letztes Mal in der Freiluftküche und organisierten unsere Rückreise nach Cancun sowie die Weiterreise nach Lima,Peru.

Ansonsten bleibt zu sagen, dass es uns allen gut geht, keiner krank ist und wir alle Drei die Ruhe genießen und Energie für unsere Weiterreise tanken.

Sabrina Missing

Tag 4 - Schnorcheln mit Schildkröten in Akumal

Auch heute Morgen gab es wieder ein extreme Regenschauer in Tulum. Noch ist halt einfach Regenzeit und wir sind froh, dass es keinen Hurricane zu geben scheint. Allerdings hat es bis zum Frühstück zum Glück aufgeklart und so frühstückten wir erneut bei Sonnenschein.

Während Lisa und ich gemütlich ausgeschlafen und Frühstück zubereitet haben, hatte Lena ein kleines Fotoshooting mit unserer hübschen und super sympathischen Mitbewohnerin Liva.

Heute stand ein Besuch in der Bucht von Akumal auf dem Programm. Diese liegt zwischen Tulum und Playa Carmen. Dort in der Bucht lag ungefähr 20 Meter vom Strand entfernt ein Riff, um das sich neben allerlei Fischen und Korallen auch Schildkröten aufhielten. Jawoooooollll <3 <3
Wir entschieden uns dabei gegen eine geführte Tour, da diese uns mit 65$ einfach zu teuer war. Außerdem haben schon mehrfach gehört, dass es ganz leicht sein soll, mit einem Colectivo von Tulum nach Akumal zu kommen (ca. 30peso wurde uns gesagt). Am Strand sollte man sich dann nicht vom den vielen Tourguides bequatschen lassen, sondern selbstständig mit geliehenem oder gekauftem Schnorchel losziehen.

Das Glück war auf unserer Seite, denn Martin einer unserer Mitbewohner kam bei seinen Erzählungen wohl so ins schwärmen, dass er gleich beschloss mitzukommen :-) Das war gleich in mehrfacher Hinsicht ein Jackpot, denn er konnte uns allen Schnorchelequipment leihen, nahm uns mit dem Auto mit und war noch dazu bereits mehrfach dort gewesen und kannte sich somit aus check Da bestätigt es sich mal wieder wie genial es ist sich unter Einheimische zu mischen. Ok Martin ist eigentlich aus Argentinien aber lebt seit mehreren Monaten hier, so wie fast alle im Gorila ;-) na wenn das mal kein Omen ist länger zu bleiben g keine Angst, bei uns stehen noch zu viele Länder auf der Liste.

Gegen Mittag starteten wir endlich Richtung "Playa de Tortugas". Eigentlich wollten wir natürlich schon längst unterwegs sein, aber bekanntlich drehen sich hier die Uhren langsamer :-)

In Akumal angekommen mussten wir uns ein kurzes Video zum Schutz des Riffes bzw. das Verhalten im Wasser anschauen, aber danach könnte es schon los gehen.... Taucherbrille auf den Kopf, Schnorchel in den Mund und ab geht's in die Fluten...wir waren ganz schön aufgeregt was für Tiere wir so sehen würden oder "ob" wir überhaupt etwas sehen würden. Mit freudiger Erwartung schwammen wir los und tatsächlich... Keine 5min später kreuzte die erste Schildkröte unseren Weg. Staunend trieben wir über der Guten, während diese sich keinesfalls von unserer Anwesenheit gestört zu fühlen schien. Bewaffnet mit einer Unterwasserkamera (von DM), paddelten wir sicherlich 1,5 Stunden durch die Bucht vorbei an Schildkröten, Rochen, Fischen und Korallen und ließen uns von der karibischen Unterwasserwelt verzaubern. Einfach toll <3
Einige Liter Salzwasser später picknickten wir im Schatten der Palmen und genossen erneut das PURA VIDA :-)

Heute Abend hatten wir Drei uns dem Kochen verschrieben und luden Liva zum Abendessen mit einer Gemüse-Thunfisch-Sauce und Reis ein. Der Rest war nicht daheim uns ging somit zu deren Bedauern leer aus, denn zum Nachtisch gab es einen unfassbar leckeren Apfel-Birnen-Crumble <3 Sogar in Mexiko kann man also dem geliebten Crumble nicht widerstehen ;-)

Die Bilder der Unterwasserwelt bleiben wir euch heute allerdings schuldig, denn die DM-Unterwasserkamera muss erst noch in Deutschland entwickelt werden. Schlaft gut :-)

Sabrina Missing

Tag 3 - En el paradiso de Tulum

Tadaaaaaa kaum die Augen aufgeschlagen schon war klar - heute ist BEACHTIME <3
Nach einem nahezu königlichen Frühstück mit Gemüserührei, Cornflakes mit Banane und Marmeladentoast verloren wir keine zeit und rafften unsere Strandsachen :)
Tja und dann gibt es eigentlich auch nicht mehr viel zu schreiben, denn unser Tag bestand ausschließlich aus Sonne tanken, im herrlich türkisfarbenen Wasser plantschen, schlafen, Musik hören und Karten spielen. Frische Kokosnussmilch und Obst inclusive ;-)

Bevor wir hier jemanden dazu verleiten ins Reisebüro zu sprinten und sich ein Flugticket für morgen zu sichern höre ich jetzt wohl besser auf g Wie paradiesisch es hier ist sehr ihr ja selbst auf den Bildern.

Abends wurde in der Residencia Gorila frischer Fisch, Salat und Pasta mit Gemüse aufgetischt und in gemütlicher Runde bei einem kühlen Cerveca verzehrt ;-) Den Sonnenuntergang schauten wir uns hoch über den Bäumen auf der hauseigenen "Dachterasse" an. So darf ein Tag gerne ausklingen ...

Sabrina Missing

Tag 2 - Tulum

Nach der ersten Nacht starteten wir alle gut ausgeschlafen und bestens gelaunt mit einem leckeren Frühstück, das wir in der Freiluftküche zauberten in den neuen Tag.
Leider wollte das Wetter nicht so wie wir und so verbrachten wir den Vormittag nicht wie geplant am Strand, da es stürmte und regnete. Trübsalblasen stand allerdings nicht auf dem Programm, wir schrieben den Blog, Tagebuch, laßen und ließen uns von den Mitbewohnern die Umgebung mit all seinen Highlight beschreiben.
Gegen Mittag hatte es aufgehört zu regnen und wir schnappten uns drei Fahrräder um zu den nahegelegenen Mayaruinien zu radeln. Zwei Fahrräder konnten wir uns kostenlos vom Gorila leihen und so mussten wir uns lediglich eins ausleihen, was durch drei mehr als bezahlbar war.
O-Ton unseres überaus lässigen Mitbewohners Mario "ach da seid ihr nicht länger als 20mim aufm Rad unterwegs" ...Nun ja südamerikanische Zeitangabe eben ;-) Zwar waren wir sicherlich 35-40min unterwegs jedoch fuhren wir direkt am Meer entlang durch eine phantastische Landschaft und hatten jede Menge Spaß dabei :-)
Eine schweißtreibende Fahrt später kamen wir an den Ruinen von Tulum an. Radeln bei über 30 Grad hat durchaus was haha

Gemütlich schlenderten wir durch die Maya Ruinen und bestaunten die guterhaltenen Bauwerke der Mayas. Diese Ruinen lagen als einzige Mayastätte in Mexiko direkt an der Küste und so genossen wir einen fantastischen Ausblick von den Klippen auf den offenen Pazifik.
Vereinzelt stießen wir auf die hier lebenden Leguane und Waschbären, denen die Anwesenheit der Menschen kaum etwas auszumachen schien :-)

Das Wetter war auf unserer Seite und so legten wir auf unserem Nachhauseweg noch einen Stop am Strand ein und genossen das süße Nichtstun in vollen Zügen.

Eieiei das viele Fahrradfahren hatte uns doch schon etwas gerädert ... Und tat doch allen etwas unser Hintern weh :D aber hilft nix, tapfer strampelten wir zurück zum Gorila.

Eine schnelle Dusche später schwangen wir uns erneut aufs Rad um in den vorher ausgespähten mexikanische Lokal zu Abend zu essen. Da das Mittagessen heute ausgefallen war, brachten wir alle ordentlich Kohldampf für mindestens ein "halbes Schwein" mit (O-Ton Lena g)
Wir bestellten Hamburger, Fajitas und Burrito und wurden nicht enttäuscht - Das Essen war unfassbar lecker !! Noch dazu spielte eine einheimische Band richtig gute Livemusik und so genossen wir den Abend in vollen Zügen :-)

Ach ja der Heimweg auf der Rad freute dagegen so keine mehr, aber was will man machen.

Im Gorila angekommen, saßen wir dafür noch gemütlich mit unseren Mitbewohnern zusammen und ließen uns trotz Moskitospray von den Mücken zerstechen :) Lisa muss dabei anscheinend besonders im Fokus der bösen Viecher stehen - gut das es Fenistil gibt.

Als kurze Info für alle Fleißigen die die Bilder verfolgen. Wir haben nicht plötzlich das Fotografieren verlernt ;-) die Bilder hier aufm Blog sind zumeist vom Handy oder auch mal von der Cam abfotografiert damit sie gleich in den Blog können und wir nicht erst wenn wir in einem Internetcafé waren Bilder haben. Deswegen nicht "die" Qualität des Jahres ;-) aber Hauptsache es gibt Bilder für euch.

Sabrina Missing

Tag 1 - Cancun & Weiterreise nach Tulum

Nach einer kurzen, recht lauten und vor allem heißen Nacht machten wir uns auf zu einer ersten Erkundungstour durch das Zentrum von Cancun. Dabei wurde uns auch schnell klar, wieso wir mitten in der Nacht singende leicht lallende Stimmen gehört hatten - neben unserem Hostel gab es eine Karaokebar in der sich wohl der ein oder andere stimmlich als auch alkoholisch verausgabt hatte :) dennoch waren wir ausgeruht und freuten uns auf den Tag.
Vorbei an bunten kleinen Häusern, Bars und Restaurants machten wir uns aus die Suche nach dem Busbahnhof und nach einem Lokal für unser Frühstück.
Der Busbahnhof war schnell gefunden, er lag zentral nur einige Minuten von unserem Hostel entfernt. Jetzt hieß es erstmal Spanischkenntnisse ausgepackt (Lisa und Lena ließen mir gleich mal den Vortritt haha) und nach dem Bus nach Tulum erkundigen. Der erste Schock war gleich mal der ominöse Fahrpreis von 90 "Dollar", was unserer Meinung nach unmöglich sein konnte für eine Fahrstrecke von 3Stunden. Also haben wir erstmal umgedreht und doch das Frühstück vorgezogen.
Keine 5min später saßen wir im Schatten eines Lokales und wurden vom Inhaber mit voller Inbrunst umsorgt...Karten, Stoffservietten, echte Blüten für unsere Haare, mexikanische Miniflaggen und zu guter letzt noch übergroße mexikanische Sombreros...das voooollle Touri Programm :) aber bitte, das sind wir ja schließlich auch. Der Gute hieß Augustin und tischte uns ein leckeres Frühstück mit Pancakes, Rühreiern, Toasts, Café und Tee auf. Mit vollem Einsatz stand Augusto uns mit Rat und Tat zur Seite und sorgte für den ersten Lacher des Tages. Unsere vermeintliche 90 Dollar Busfahrt nach Tulum stellte sich als großer Irrtum heraus, da es sich um 90 Peso - sprich die mexikanische Währung handelte, die aber scheinbar mit dem selben Symbol abgekürzt wurde. Somit kosteten die Tickets nicht 90 USD sondern umgerechnet nur knapp 5€ und so marschierten wir nach dem Frühstück erneut zum Busbahnhof um uns welche zu besorgen.
Mit 40minütiger Verspätung - Willkommen, nicht aufregen das ist hier einfach so :) - fuhren wir dann schließlich mit dem Bus nach Tulum. Dort angekommen wussten wir gleich, dass es uns hier in diesem kleinen Küstenstadt, naja eher Dorf sehr gut gefallen würde... Kleine Häuschen, entspannte Menschen, keine Hochhäuser und jede Menge kleine süße Bars mit Palmen. Ein günstiges Hostel hier zu finden,war gar nicht so einfach, da Tulum doch sehr begehrt bei Touristen war wegen der schönen Strände und der nahegelegenen Maya-Stätte. Schlussendlich fanden wir dann ein im Vergleich noch relativ preisgünstiges und vor allem superschönes von Künstlern geführtes Häuschen "Residencia Gorila".
Es lag in direkter Strandnähe und so warfen wir unsere Taschen ins Zimmer und liefen durch einen kleinen Palmenhain und über eine Düne zum Meer. Der Ausblick war einfach WWWWWOOOOWWW .... Palmen, weißer Sandstrand und gischtspuckende Brandung und wir standen mitten drin, unfassbar toll <3
Überglücklich und mit einem dicken Strahlen auf dem Gesicht ließen wir unseren Blicke schweifen. Hier würden wir Glückspilze also vier Tage verbringen check

Da wir im Hostel eine Küche zur Verfügung hatten, besorgten wir uns ein paar Kleinigkeiten fürs Frühstück - sehr praktisch.

Natürlich ließen wir es uns nicht nehmen trotz vorhergegangenem Regenschauers am Nachmittag abends gegen 18 Uhr noch in die warmen Fluten (sicherlich 23grad) zu springen. Oh Mann waren wir glücklich :)

Eine lauwarme etwas salzige Dusche später machten wir uns auf zum Abendessen. José empfahl uns eine kleine Strandkneipe zum Tacos essen und so spazierten wir dort unter permanentem Angehupt-Werden der Taxifahrer hin :)
Taxis haben hier nämlich die Angewohnheit dich mit ihren Fahrtservice zu belagern und einen beim vorbeifahren erst anzuhupen und dann anzuplärren ob man ein Taxi bräuchte :) gekonnt ignorieren oder ein freundliches aber bestimmtes "No" halten sie einem aber vom Leib ;-)

Mit direktem Ausblick aufs Meer und der Brandung im Ohr aßen wir Tacos und ließen den Abend ausklingen. Eigentlich hatten uns José und Martin eingeladen mit auf eine Party zu kommen, aber der Jetleg schrie uns allen leider sehr deutlich "SCHLAF" zu. Unser Rückweg führte uns dann bewusst über den durch den Mondschein beleuchteten Strand <3 Im abnehmenden Mondschein saßen wir dann auf der wohl genialsten Bank ever...mit der Aufschrift "This will be the only chair you will remember the rest of your life" ... Die Chancen dafür stehen gut :)

Hasta mañana Tulum

Tulum
Quintana Roo, Mexico
Sabrina Missing

Bienvenido en Méxiko :)

Unglaublich aber wahr...wir sind tatsächlich in Mexiko OLEEE

Nachdem wir aufm Flug nach Atlanta vor Hitze fast eingegangen wären, haben sie uns auf dem Weiterflug nach Cancun ordentlich schockgefrostet :)
Nach weiteren 3 Flugstunden sind wir abends um 20:00 Uhr Ortszeit völlig erledigt in Cancun angekommen, denn leider hat keiner von uns wirklich geschlafen.
Nach einer erneuten Runde Zoll und Immigration hielten wir Gott sei Dank unsere unversehrten Rucksäcke in den Händen und machten uns auf die Suche nach einem Taxi.
Kaum hatten sich die Türen des Flughafen geöffnet schlug uns eine unfassbare Hitze entgegen. Obwohl es bereits stockdunkel war, empfing Cancun uns mit sicherlich 30 Grad.
Eine abenteuerliche Fahrt mit dem Shuttle später, vorbei an den größten und luxeriösten Hotelhochhäusern die ich seit langem gesehen habe kamen wir an unserem kleinen keinenfalls luxeriösen Hostel "Caribe Internacional" an :) Aber nach 24 Stunden ohne Schlaf brauchten wir keinen Luxus sondern einfach nur eine Dusche und ein Bett.
Also hieß es "Buenos noche Cancun nos vemos mañana" :)

Cancun
Quintana Roo, Mexico
Sabrina Missing

Zwischenstopp in Atlanta

Sodala nach gefühlten 4 Filmen, 101 Mahlzeiten& Getränken und 10 Stunden Flugzeit später warten wir gerade in Atlanta auf unseren Weiterflug nach Cancun Mexiko. Bisher hat alles wunderbar geklappt, aber trotzdem freuen wir uns jetzt schon auf eine heiße Dusche und ein Bett :-)

Hartsfield-Jackson Atlanta International Airport
Georgia, United States
Sabrina Missing

In 48 Stunden sind wir bereits über den Wolken

Wahnsinn wie schnell die Zeit in den letzten zwei Wochen davon gerast ist. Alle Events, Termine und Einkäufe sind abgeschlossen und nun heißt es wirklich langsam ran an die Koffer...haha oder eben auch nicht, denn es gibt nur nen Rucksack :O

Die Aussicht die sich dabei auf all mein Hab und Gut der eh schon spartanischen Packliste bietet, ist allerdings verheerend, das passt so sicherlich niemals in den Rucksack. Auch Lena und Lisa steigen bei der Aussicht auf ihre Berge von Sachen schon dir Schweißperlen auf die Stirn.

Morgen wird sich dann wohl zeigen, was davon wirklich mit Ach und krach verstaut werden kann, bevor es am Mittwoch endlich los geht...

  • Small
    Claus hat am kommentiert:

    Das permondo-Team wünscht euch einen guten Start und ein gutes Händchen beim Packen.
    Ihr werdet schnell feststellen, dass man mit ganz wenig auskommen kann. Sprecht euch bei den Medikamenten und sonstigen Dingen "für den Notfall" ab, damit ihr nicht alles doppelt mitschleppt. Und falls es Fragen zum Blog-Schreiben gibt: Nutzt das Fragezeichen unten rechts!
    Guten Flug und viel Spaß!

Sabrina Missing

Die letzte Runde an Vorbereitungen hat begonnen

Puh wie die Zeit doch rennt...keine drei Wochen mehr und dann heißt es "Adios amigos y hola México". Die Vorfreude auf knapp drei Monate "pura Vida" durch Mittel- und Südamerika ist riesengroß. Wir können es kaum erwarten bis es heißt "An die Rucksäcke fertig LOOOOOOOOOOSSSSSS" und ich sehe uns schon förmlich am Strand von Mexiko in der Sonne liegen, in Schal und Mütze gewichkelt den Machu Picchu erklimmen oder in Gummistiefeln durch den Amazonas stapfen.

Doch längst ist nicht alles erledigt... Neben dem normalen Alltagswahsinn mit Arbeit und Training, Hochzeiten, Geburtstagen und sämlichen Treffen mit Freunden und Familie schießen einem fortlaufend Geistesblitze in den Kopf, was noch alles zu erledigen ist. Und das ist trotz frühzeitiger Vorbereitung irgendwie eine ganze Menge...Letzte Woche haben wir Drei uns zusammengesetzt um unsere ToDo's und die gefürchtete Packliste zu finalisieren...eieiei ja dann auf in den Kampf....Kredikarte checken, DM-Einkauf starten, Impfungen vervollständigen, Esta beantragen, letzte Einkäufe erledigen, Versicherungen abklären, Reiseapotheke aufstocken...

Jedes Mal wenn ich meinen vermeintlich "riesigen" 50L-Rucksack anschaue frag ich mich, wie mein ganzes Zeug da jemals rein passen soll :O Stopfen, drauf setzen oder einfach gleich ein Alpaka zum tragen mieten :D ? Es bleibt spannend.

Am 8.Oktober ist es soweit. Dann lassen wir das heimische München hinter uns und begeben uns auf unsere erste Etappe "Mexiko". Bis dahin heißt es fleißig weiter arbeiten, packen und alles organisieren...Ihr Lieben wir Lesen uns in Kürze!

Munich
Bavaria, Germany