Tipp von   Nicky Richter Small

Ecuador erleben

Ecuador, mit 283.5 km² etwas kleiner als Italien, liegt
im Nordwesten des südamerikanischen Subkontinentes. Begrenzt durch Kolumbien,
Peru und im Westen durch den Pazifischen Ozean, ist Ecuador ein wundervolles
Reiseland, dass auf relativ kleinem Raum einen herrlichen Querschnitt durch die
landschaftliche und kulturelle Vielfalt Südamerikas bietet.


Wer durch Ecuador reist, kann 4 völlig unterschiedliche,
geografische bzw. klimatische Zonen bereisen: Zum einen die herrliche
Pazifikküste mit schönen Stränden, die Anden mit zahlreichen, teils noch
aktiven, Vulkanen, die Regenwälder des Amazonasbeckens und die einmalige
Inselwelt der Galápagos-Inseln im Pazifik.


Die Küste


Rund die Hälfte aller Ecuadorianer lebt derzeit im rund
80.000 km² großen Küstenbereich Ecuadors - was in etwa 25% des Staatsgebietes
umfasst. Die Küste Ecuadors bietet zahlreiche, touristisch interessante,
Reiseziele. Beliebt ist vor allem die Hafenstadt Guayaquil, der größten Stadt Ecuadors.
Guayaquil besticht durch seinen sehenswerten historischen Stadtkern, die
eindruckvolle Uferpromenade Malecón 200 und das Stadtviertel Barrio Las Peñas
mit seinem pittoresken, kolonialen Ambiente, das alle Besucher verzaubert. Im
Umfeld um die Stadt Guayaquil findet der Urlauber viele Sehenswürdigkeiten,
darunter zahlreiche Naturschutzgebiete, Wälder und den Parque El Lago, einen
beachtlichen Stausee.


Außerhalb der Stadt gibt es zahlreiche Strände, wobei die
beliebtesten Strände und Surfparadiese weiter Richtung Norden zu finden sind.
Zu den beliebtesten Strandregionen gehören der Strand von Montañita im Kanton
Santa Elena, die Playa de los Frailes im Machalilla National Park in der
Provinz Manabí, oder die wohl schönsten Strände Ecuadors (so sagt man) um die
Hafenstadt Manta. Die Strände Tarqui, San Lorenzo und El Murcielago gehören zu
den beliebtesten Strandzielen Ecuadors.


Galápagos


Die rund 1000 km vom ecuadorianischen Festland entfernten
Galápagos-Inseln sind ein weiteres, wichtiges und äußerst Sehenswertes High-Light
einer Ecuador-Reise. Bekannt durch sein einmaliges, geschützes Ökosystem sind
die Inseln ein Paradies für Tier- bzw. Naturliebhaber. Die vielfältige Flora
und Fauna ist einmalig: unzählige Seevogelarten, Pinguine, Seelöwen und
Reptilien können Urlauber hier bewundern. Täglich dürfen jedoch nur eine
begrenzte Anzahl an Touristen die Inseln besuchen, zum Schutz des empfindlichen
Ökosystems.


Die Anden


Von der Küste Richtung Osten trifft man auf die
fantastische Bergwelt Ecuadors. Die andine Region (Sierra) ist rund 80.000 km²
groß und war einst die bevölkerungsreichste Region des südamerikanischen
Staates. Heute leben noch rund 40% der Ecuadorianer in Cordillera Occidental
und der Cordillera Central. Hier, in der atemberaubenden Andenwelt trifft der
Reisende auf gigantische Bergmassive wie den 6310 Meter hohen Chimoborazo und
den 5900 m hohen Cotopaxi.


Hier verläuft die "Straße der Vulkane" (Ecuador
zählt über 55 Vulkane), trifft man auf sehenwerte Gletscher, kann eine
abenteuerliche Zugfahrt zur "Teufelsnase" genießen und einige der
schönsten Großstädte Südamerikas besuchen. Das koloniale, wunderschöne, in
einem Talkessel gelegene Cuenca sollte auf keiner Reise fehlen. Gemäßigte
Temperaturen, eine wundervolle Altstadt mit Parks, Grünanlagen, Rad und Wanderwegen
entlang des Flusses, zahlreiche Kolonialbauten uvm. kann man in Cuenca
entdecken.


Weitere Städte der Sierra ist die 2850 Meter hoch
gelegene Hauptstadt Quito mit ebenfalls herrlicher, kolonialer Architektur,
Großstadtatmosphäre, die einzigartige Kathedrale La Compañía, die Kirche
Iglesia de San Francisco und die Attraktion "La Mitad del Mundo" -
die Äquatorlinie - welche man etwas außerhalb der Hauptstadt
"überqueren" kann. Weitere Touristen-Attraktion ist der
"Indiomarkt" im nördlich von Quito gelegenen Otavalo mit seinen
berühmten Kunsthandwerk-Arbeiten, Stoff- und Tonarbeiten, sowie die
Thermalbäder von Baños am Fuße des Vulkans Tungurahua.

Im Süden des Landes trifft man auf die Stadt Loja, welche
durch einige religiöse Bauwerke berühmt ist und nur wenige Kilometer vom
bekannten Tal der Hundertjährigen "Vilcabamba" entfernt liegt.


Das Amazonas
Tiefland


An die Bergketten der Anden schließt sich im Osten das
Gebiet der Regenwälder der Amazonas-Tiefebene an (Selva). Neben Kolumbien, Brasilien und dem südlichen Nachbarn Peru, beansprucht auch
Ecuador einen Teil der riesigen Regenwälder des Amazonasgebietes. Beeindruckend
ist die Artenvielfalt an Flora und Fauna. Zahlreiche Vogelarten, Insekten,
Reptilien, Amphibien und Säugetiere - und eine unüberschaubare Fülle an
Pflanzen sind ein wahres Paradies für Tier- und Pflanzenfreunde. Hier findet
man neben einigen kleineren Kommunen mit eher begrenztem Hotelangebot auch
einige wunderschöne Lodges inmitten des scheinbar undurchdringlichen Grün des
Regenwaldes. Ein Besuch dieser Lodges verspricht in jeder Hinsicht einen
intensiven Naturkontakt. Mückenschutz und entsprechende Kleidung sind natürlich
unbedingt notwendig.


Einige Quellflüsse des Amazonas entspringen hier; wie zum
Beispiel der 1480 km lange Río Napo, welcher am Ende seiner "Reise"
nur wenige Kilometer von der peruanischen Stadt Iquitos im Amazonas mündet.
Neben größeren Städten wie zum Beispiel Macas oder Puerto Francisco de Orellana
empfiehlt sich ein Besuch der Stadt Zamora, bekannt durch seine zahlreichen
Wasserfälle.


Ecuador biete eine unglaubliche Vielfalt
unterschiedlichster Landschaften, Klimazonen, und kultureller Vielfalt. Eine Reise durch Ecuador, wenngleich das Land relativ „überschaubar“ zu sein
scheint, ist eine Reise für die man sich einige Wochen Zeit nehmen sollte.


Ecuador
, Ecuador