Tipp von   tom Small

Warum ich couchsurfer bin...

Couchsurfing wirbt mit “travel like local” - und das kann ich absolut genau so weitergeben.

Die Erlebnisse sind unbezahlbar

Egal ob in Beijing, Perth oder San Francisco - ich hatte jedes Mal sehr viel Glück mit meinen Gastgebern. Ich habe mit Xü Beijing erkundet, er hat mir die Große Mauer gezeigt und mich zu einer Geburtstagsparty in einer Karaokebar mitgenommen. Matthew aus Perth hat mich sogar vom Flughafen abgeholt. Er lebt mit seinem Lebensgefährten seit vielen Jahren in einem kleinen Haus - mit Gästezimmer. Mit den beiden war ich bei 2 Sportveranstaltungen und sie zeigten mir die Kneipenszene der Stadt. Und auch Mel aus San Francisco hat sich mit mir “ihre” Wahlheimat angesehen und da wir die gleiche Musik hören, waren wir auf einem Open Air Konzert zusammen. So habe ich ihren Freundeskreis kennengelernt und sogar meinen Aufenthalt in San Francisco um ein paar Tage verlängert.

Worum gehts? 

Beim Couchsurfen geht es um Austauscht, Kennenlernen, Horizonterweiterung. Es geht auch darum mehr über mich selbst zu erfahren. Bin ich wirklich so tolerant und weltoffen wie ich mich selbst einschätze? Ich finde es heraus - als Gast und als Gastgeber. 

Was ich zurückgeben kann

0 Euro, aber nicht umsonst. Das Mindeste was ich tun kann ist, mich respektvoll, ordentlich und sauber zu verhalten. Nach dem Essen räume ich meinen Teller weg, wasche ab und hinterlasse keinen Dreck. Das würde ich zu Hause bei Mama auch so machen. Ich verbringe Zeit mit meinem Host und koche etwas aus meiner Heimat. In China habe ich einen Apfelkuchen gebacken. Keine große Nummer, aber Xü wollte gleich das Rezept haben und ich musste meiner Mutter 3x ausrichten, wie wunderbar ihr Rezept ist. In Australien habe ich Mat meine Lieblingspasta gekocht. Er revanchierte sich einen Abend später mit dem besten BBQ überhaupt! "Ich kann nicht kochen" gilt für mich als blöde Ausrede. Man kann zumindest eine Pizza selbst belegen, oder? 

Irgendwie “Freunde” fürs Leben

Auch wenn es seltsam klingt - ich habe Freunde gefunden. Klar, wir haben keinen richtigen Kontakt mehr, aber wir haben uns bei Facebook vernetzt. Wir gratulieren uns zum Geburtstag und wer in Berlin ist, übernachtet bei mir oder wir treffen uns auf ein Bier. Man lernt sehr schnell weltoffene, gastfreundliche Menschen kennen - diese Erfahrung wünsche ich jedem, der auf Reisen ist!

Kostenlos und transparent

Couchsurfing ist die günstigste Methode zu reisen. Es kostet nix! Dafür sind die Unterkünfte aber auch keine Luxustempel. Auf couchsurfing.com gibt es die Möglichkeit seine hosts zu bewerten. Als Neuling würde ich einfach bei hosts mit möglichst vielen positiven Bewertungen übernachten. 

Dos and Donts

Man sollte auf jeden Fall…

  • die Gepflogenheiten, Gesetze (Verbote) des Landes kennen
  • tolerant, respektvoll gegenüber der Gastgeber sein
  • eine Bewertung über den Gastgeber schreiben
  • als Frau bei Frauen übernachten (Tipp von Mel)
  • ein zuverlässiger Gast sein

Man sollte auf keinen Fall…

  • die Gastfreundlichkeit ausnutzen
  • zu hohe Erwartungen an die Schlafstätte stellen, manchmal schläft man auf einer durchgelegenen Couch
  • Dreck und Chaos hinterlassen
  • sich zurückziehen und allein sein wollen - hey, dafür mache ich kein Couchsurfing!

Berlin
Berlin, Germany